garten-pur
Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: Sam23 am 08. Februar 2010, 17:41:54
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also mir fehlen auf meinen neu angelegten Gemüsebeeten locker so 15cm Erde. Der Boden ist im Moment als guter humoser Boden zu bezeichnen, nur ist halt leider zu wenig davon dar. Jetzt möchte ich neuen dazukaufen aber Blumenerde ist jawohl total falsch. Wie heißt das was ich kaufen muß?????
LG Yvonne
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Bei uns (Ö) nennt man das Mutterboden, da kann man z.B. von einer Gärtnerei, die auch Gartengestaltung macht, einen LKW davon kommen lassen.
lg, Manu
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Wobei die Qualität SEHR unterschiedlich sein kann...
Die Firmen, die Erden in Säcken verkaufen, liefern meist auf Anfrage auch größere Mengen, LKW, Big Bag, oder so. Diese Erden werden dann sogar nach Wunsch gemischt.
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In Deutschland läuft das auch unter Mutterboden. Neben besagten Gärtnereien bzw. Gartenbaufirmen bekommt man das ggfs. auch bei der örtlichen Kompostieranlage bzw. dem Bauhof der Stadt/Gemeinde. Auch Friedhöfe geben bei uns Erde ab, das ist aber vielleicht nicht jedermanns Sache ;)
Was auch unter die von Günther angesprochene Qualität fällt: Gelegentlich kann es vorkommen, dass solche Erden Samen bzw. Rhizomstücke von hartnäckigen Beikräutern wie Ackerwinde & Co enthalten, daher lohnt es sich, wenn man nach dem Aufbringen immer mal guckt, was da so keimt oder wächst.
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Vorsicht, bei manchen "Mutterboden"-Angeboten ists nur die obere Bodenschicht, die bei Bauten "auf der grünen Wiese" abgekratzt wird, sehr unterschiedlich und oft spottbillig. Zu Recht ::)
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Am besten mal bei einer soliden Baumschule nachfragen. Meines Wissens gibt es bei Mutterböden unterschiedliche Güteklassen, hat man mir mal gesagt. Auf gar keinen Fall sollte man Erde in kleinen Gebinden kaufen. Bei uns bekommt man Mutterboden auch bei Raiffeisen per LKW-Ladung.
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Das mit der obersten Bodenschicht, die irgendwo abgekratzt wurde, kann ich bestätigen. Als meine Eltern nach dem Hausbau 'Mutterboden' für den Garten anfahren ließen, war das ein relativ helles, relativ sandiges Zeug. Und zwei Jahre lang wuchs im ganzen Garten Raps... eindeutig von irgendeinem Acker gekratzt.
Yvonne: was heißt "zuwenig davon"? Also die gute, humose Schicht ist zu dünn, aber was ist darunter? Wenn es Sand ist, dann wäre vielleicht eine Ladung schweren, lehmigen Bodens angesagt, oder gar Bentonit.
Wenn Ihr darunter Lehm habt, dann vielleicht eher etwas lockerndes.
Wenn Ihr vor allem mehr Humus haben wollt, dann könnte man versuchen ein Kompostwerk zu finden, das bei niedrigem Preis trotzdem gute Qualität liefert (hier in Berlin wollten die Stadtwerke bei Anfrage mal einen Preis, der schon fast an Blumenerde rankam...)
Aber organische Substanz wird u.U. recht schnell wieder abgebaut, weshalb ja auch Torf bzw. Blumenerde langfristig Blödsinn ist. Um dauerhaft Humus in den Boden zu bekommen wird man sich um seine Stabilität bemühen müssen. Ich denke da z.B. an Ton-Humus-Komplexe, wozu eben ein gewisser Tonanteil im Boden nötig ist. Und natürlich an entsprechende Bodenpflege. Also nicht zuviel umgraben, Boden möglichst mit Mulch bedecken, und natürlich auch Gründüngerpflanzen.
Grüße,
Robert
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Mir persönlich wäre für meinen Hausgarten ein Ackerboden allemal lieber als eine Komposterde aus einem Kompostierwerk. Auch dort, wo mein Garten ist, war irgendwann mal Wald/Wiese/Acker. Bei Komposten weiß man nie, was alles verarbeitet wurde. Sehr beliebt sind (waren?) Klärschlämme als Beigabe. Die mögen als unbedenklich eingestuft worden sein, unsympathisch finde ich sie nach wie vor im Gemüsegarten.
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Ackerboden könnte aber ebenfalls belastet sein, da es viele Bauern/Agrarbetriebe mit dem Umweltschutz nicht so genau genommen haben bzw. entsprechende Verbote noch nicht existierten.
Da sind heutige Produkte von Gründeponien m.E. deutlich unproblematischer. Dennoch würde ich diese aus anderen Gründen nicht in größerem Umfang verwenden. Soviel Humus ist auch nicht gut.
Warum aber sollten "15 cm" fehlen? Wenn der obere Boden von guter, humoser Struktur ist, reichen die vorhandenen wenigen cm völlig.
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Ich würde versuchen, ohne fremde Erde auszukommen, aus verschiedenen Gründen. Wie oben schon erwähnt wurde, kann der fremde Boden "schlecht" sein, lästigen Unkrautsamen oder sogar Belastungen (Schwermetall, Kunstdünger, -zide) enthalten. Selbst wenn man in Qualität investiert, ergibt sich immer noch das Problem der Anschüttung mit fremdem Material. Es dauert ziemlich lange, bis sich das vorhandene Bodenleben an die neue Erde gewöhnt und sie durcharbeitet. Das gilt auch dann, wenn man die neue Erde gründlich untergräbt - es ist einfach nicht das Gleiche wie der gewachsene Boden.
Wenn man diesen nötigen Zeitraum berücksichtigt, kann man ihn auch nutzen, neue Erde selbst aufzubauen. Zum Beispiel durch Gründünger, Kompost, winterliche Laubdecke und Mulch. Das wäre dann ein Zuwachs, der "naturnah" entstanden ist, und der das Bodenleben zügig fördert und nicht mit einem Problem belastet.
Einige Pflanzen, zum Beispiel Rettich, sind hervorragend geeignet, Boden auch tiefer aufzuschließen und die Bodenstruktur tiefgründig zu verbessern.
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Ist genauso auch meine Meinung.
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Ganz wichtig ist, wenn man denn Mutterboden bestellen möchte, dass man nicht einfach nur Mutterboden bestellt. Bei uns hier kann man gesiebten Mutterboden bestellen, der ist dann von allen gröberen Teilen befreit, selbst die Rhizome von Quecke und ähnlichen Unkräutern sind herausgesiebt. So ein Mutterboden ist zwar etwas teurer aber er ist von allen Groben Teilen befreit. Unkraut Samen kann man natürlich nicht ausschließen, aber das ist meiner meinung nach sowieso zu vernachlässigen, da dass meiste Unkraut von oben kommt.
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Selbst wenn man eine Schicht Humus aufträgt, kann es bei mangelnder bzw. falscher Pflege geschehen, dass die Schicht kurze Zeit später wieder gleich dünn ist wie zuvor. Platzregen und Trockenheit etwa führen in Kürze zur Erosion von unbewachsener Erde. Also wirklich lieber mit der bestehenden Erdschicht das Richtige tun, nämlich mit Tiefwurzlern bepflanzen, mässig Kompost auftragen, unbepflanzte Erde mulchen.
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Aufpassen beim Zukauf von "Humus", worunter ja die meisten örtlichen Tiefbauunternehmen Landerde oder Mutterboden verstehen!
Ich würde zunächst den vorhandenen Boden tiefenlockern und mit den Jahren mit eigenem Kompost versorgen. Nur wenn du Flinsboden bzw. stark mineralischen Boden ohne Lehmanteile besitzest, wäre ein Auftragen von Mutterboden mit Humusanteil sinnvoll.
Poree, Kartoffeln und Zwiebeln machen dir den Boden gefügig.
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Eine vorübergehende Erhöhung der Humusschicht kann man auch erreichen, indem man die Wege zwischen den Beeten tieferlegt - also zum Beispiel Beet mit Holzbrettern einfassen und den im Wegbereich liegenden Boden auf die Beete schippen. Das sieht optisch gar nicht so übel aus und bringt in gewisser Weise Struktur in den Garten, bzw. den Charakter von Hochbeeten und, wenn auch in geringem Maße, ihre Vorteile, wie gute Drainage und schnelle Erwärmung. Zusätzlich ergibt sich dann die Möglichkeit, auf den Wegen dazwischen Grünabfälle, Häcksel und Laub auszubringen und direkt auf den Wegen zu kompostieren. Im Herbst, spätestens im Frühjahr dann das vorkompostierte Wegematerial auf die Beete schippen. Die Wirkung ist sowohl düngend als auch bodenverbessernd.
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der sogar Belastungen (Schwermetall, Kunstdünger, -zide) enthalten.
Diese Bedrohung wird hemmungslos übertrieben dargestellt. Schwermetalle waren früher in kommunalen Komposten wegen des Bleilamettas an Weihnachtsbäumen ein Problem. Was in der Wohnstube erlaubt war, war im Garten verboten. „Kunstdünger“ sind nicht giftig, das ist Unsinn. Unsachgemäß ausgebracht können Stickstoffdünger zur Belastung für Grundwasser und Gewässer werden. Das trifft aus Ammoniuimionen aus Blaukorn ebenso zu wie auf Ammoniumionen aus Stallmist. Pestizide, auch mittlerweile verbotene, sind in Ackerböden mitunter noch nach Jahren nachweisbar. Immerhin dürfen auf diesen Ackerböden Nahrungsmittel produziert werden.
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Zwar ein wenig arbeitsintensiv, aber ich habe letzten Herbst ein Beet komplett 30 - 40 cm tief ausgehoben, Äste, Staudenschnitt und was sonst noch an groben Organischem Material vorhanden war hineingeschichtet, dann die Erde wieder drauf und schon ist das Beet 30 cm höher. Es sackt zwar wieder etwas zusammen, aber so geht es auch. Ein bekannter praktieziert dieses Prinzip schon seit Jahren und er hat viel erfolg damit.
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Ein tiefergelegtes Hochbeet sozusagen.
Hat aber doch nur einen vorübergehenden Effekt.
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Ausserdem mag ja nicht jeder soviel schaufeln...sollen doch die Würmer ran.
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Soweit mir bekannt dient diese Methode auch mehr der Bodenerwärmung denn der Nährstoffversorgung.
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Wobei dann eher Rossmist die Wahl ist. Ich habe aber kein Pferd. Müsste mich dann an Viridiflora wenden.
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Ich mache das auch wie MD9, weil ich nicht gerne Gartenabfälle und später dann den Kompost unnötig in meinem großen Gemüsegarten spazierenfahre.
Der spatentiefe Aushub (abschnittweise) geht genau so schnell und leicht wie normales Umstechen und der Nährstoffversorgung dient das sehr wohl!
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Ja, aber dann wird doch die wertvolle Schichtung des Bodens durcheinander gebracht.
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Ach, meine Mikrotierchen sehen das wahrscheinlich nicht so eng, sonst hätte ich nicht schon so viele Jahre einen so guten Boden!
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Falls es eng wird, führst du ja eh kleine EMlein zu. ;)
Nein, nicht böse sein. ;)
Im Ernst, ich denke schon, dass der "gewachsene" Boden einen gewissen Fruchtbarkeitswert hat und man ihn zwar pflegen, nicht aber wirklich umschichten soll.
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der "gewachsene" Boden einen gewissen Fruchtbarkeitswert hat
Die Menschen erzielen erst seit der Erfindung des Pfluges nennenswerte Erträge auf ihren Feldern.
Auch Herr Lehm sollte weit verbreitetem Öko-Aberglauben keinen Glauben schenken.
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Gut, ich habe mich nicht gegen Bodenlockerung ausgesprochen, aber Wenden ist wohl doch eher schädlich. Zumindest fand ich die Erklärungen dazu logisch.
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Intensiver Hackbau erzielt höhere Erträge als große Felderwirtschaft.
Braucht halt viel menschliche Arbeit....
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Zurück zum Thema: Aufgefüllter Boden kann nach einiger Zeit ebenso gut oder besser sein wie der gewachsene.
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Es geht ja darum, JETZT guten Boden zu haben, nicht irgendwann einmal...
Terra Preta importieren.... ::)
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Ich erinnere mich an Proteste gegen das Einbringen un- oder halbgaren Kompostes.
Deine Methode, brennnessel, würde doch zu einer "Überhitzung" der unteren Bodenschichten führen oder, was noch schlimmer ist, zu einer anaeroben Situation.
Auch ich grabe nicht um, lockere allerdings den Boden mit der hervorragend funktionierenden Gartenkralle.
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Boden als Organismus, nicht als Material. Dem widerspricht es, einfach etwas anzukarren und zu verteilen. Gut, wer raschen Erfolg einem dauerhaften vorzieht, mag das so tun. Auf lange Sicht kommt er aber wohl nicht drum rum, den Organismus Boden aufzubauen.
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Deine Methode, brennnessel, würde doch zu einer "Überhitzung" der unteren Bodenschichten führen oder, was noch schlimmer ist, zu einer anaeroben Situation.
Ach, halb so wild.
Ich hab´s im alten, eher sandigen Garten (Podsol) auch so gemacht. Spatentief umgraben (mal im Herbst, aber auch schon mal im Frühjahr), und einfach alles untergraben, Kompost, halbverrottetes, frisches, unverrottetes, Mist, Laub, Tierstreu (Sägespäne, Stroh, Heu), Blumentopfballen, Staudenschnitt, was halt da war und wegmusste, Teile besonders wurmreicher Bereiche kamen wieder zur "Impfung" in den Kompost.
Edit: "untergraben" war das Lieblingswort meiner Mutter, wenn es hieß "wohin damit"
Ich kann mich über mein Gemüse dort wirklich nicht beschweren. Ich hatte wunderbare, schwarze Erde trotz sandigen Bodens.
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Falls es eng wird, führst du ja eh kleine EMlein zu.
Nein, nicht böse sein.
ihwo, ich doch nicht ;D (trifft nur auf den 2. Satz zu!!!!)
Deine Methode, brennnessel, würde doch zu einer "Überhitzung" der unteren Bodenschichten führen oder, was noch schlimmer ist, zu einer anaeroben Situation.
finde diesen Satz zwar in der Eile nicht - bin gerade am Kochen und anbrennen lassen soll man ja auch nichts! ::) ), aber:ich mache das vorzugsweise im Herbst, wo das meiste Material anfällt und die Beete leer sind. Hat immer noch bestens geklappt und ich kann des öfteren Freunden mit bester Gartenerde aushelfen, wenn jemand welche zum Mischen seiner Balkonblumenerde etc. braucht !
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Die Beete erhöhen geht noch einfacher. Irgendwo wurde es ähnlich schon berichtet.
Ich grabe ich die Weglein aus, manchmal gut 20 bis 30 cm tief, die Erde werfe aufs Beet (aber ohne Bretter drumherum). Je breiter das Weglein, desto mehr Material - Erde kriege ich auf die Beete.
Auf die leergegrabenen Weglein werfe ich dann Gartenhäcksel, nach einem halben Jahr ist das schöner Humus.
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Manche Beiträge in diesem thread verwundern mich sehr.
Wenn Sam23 Probleme mit der Höhe seines Gartenniveaus hat (es fehlen ihm eben 15 cm Substanz, die er nicht aus dem eigenen Grundstück ausgleichen kann!!), helfen ihm doch Ratschläge zum Aufbau einer humosen Bodenstruktur nicht weiter. ???
Was er sucht und braucht, ist eine mineralische "Füllmasse", die das fehlende Höhenniveau dauerhaft ausgleicht. Humus ist für diesen Zweck ganz ungeeignet.
Das Verfahren mit dem "spatentiefen" Vergraben von halbverrottetem Kompost praktiziere ich in meinen Hügelbeeten seit Jahrzehnten, ich habe aber bisher noch nicht erlebt, dass sich dadurch das Bodenniveau dauerhaft erhöhen ließe. ::)
Ohne Aufbringung einer Bodenschicht ("Mutterboden" o.ä.) wird eine dauerhafte Erhöhung des Bodenniveaus nicht gelingen. 8)
Gilbert
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Ich kann keinen Hinweis darauf finden, dass Sam23 ein "Niveau-Problem" hat.
Boden = Erde ist vorhanden; 15 cm Niveau-Unterschied sind geradezu läppisch. Vor allem, wenn dieser durch Humus ausgeglichen werden soll.
Vor diesem Hintergrund sind alle Ratschläge goldrichtig.
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genau so habe ich das auch aufgefasst, fars!
sam23 schreibt ja:
Der Boden ist im Moment als guter humoser Boden zu bezeichnen, nur ist halt leider zu wenig davon dar.
Das Verfahren mit dem "spatentiefen" Vergraben von halbverrottetem Kompost praktiziere ich in meinen Hügelbeeten seit Jahrzehnten, ich habe aber bisher noch nicht erlebt, dass sich dadurch das Bodenniveau dauerhaft erhöhen ließe.
das wundert mich nun allerdings schon ein wenig! klar, dass das hügelbeet mit der zeit niedriger wird, aber dass das niveau auch nach einigen jahren nicht mehr höher wäre als vor dem hügelbeet ...... ???
als ich 1973 meinen garten anlegte, hatten wir auf einem großteil der fläche nicht viel mehr als 20cm "erde" (mutterboden plus humus) auf dem schotterigen untergrund. jetzt stoße ich auch noch nicht auf diesen, wenn ich zweispatentief grabe!
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Ohje so eine Diskussion hier ;D Ich dachte ich kann irgendwie in einen Laden gehen und sagen "Den will ich haben soviele Tüten/Säcke brauch ich fertig" Naja wird wohl doch komplizierter. Also ein Bauer von uns hat normale ERDE haufenweise liegen.
Dort sind zwar einige Samen etc drin und er ist auch total hart aber durchgesiebt dann werde ich dort einfach Humus untermischen den kann ich ja dazukaufen und dann müßte es doch eigentlich gehen oder was meint ihr???
Von PFerdemist den würde ich hier auch ohne PRobleme bekommen bin ich etwas ab weil mal jemand schrieb er hätte Probleme mit Würmern gehabt und ich möchte doch gerne Möhren und halt Gemüse im Frühjahr draufpflanzen.
LG Yvonne
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der sogar Belastungen (Schwermetall, Kunstdünger, -zide) enthalten.
Diese Bedrohung wird hemmungslos übertrieben dargestellt. Schwermetalle waren früher in kommunalen Komposten wegen des Bleilamettas an Weihnachtsbäumen ein Problem. Was in der Wohnstube erlaubt war, war im Garten verboten. „Kunstdünger“ sind nicht giftig, das ist Unsinn. Unsachgemäß ausgebracht können Stickstoffdünger zur Belastung für Grundwasser und Gewässer werden. Das trifft aus Ammoniuimionen aus Blaukorn ebenso zu wie auf Ammoniumionen aus Stallmist. Pestizide, auch mittlerweile verbotene, sind in Ackerböden mitunter noch nach Jahren nachweisbar. Immerhin dürfen auf diesen Ackerböden Nahrungsmittel produziert werden.
Dazu muß ich doch ein paar Takte sagen. :(
Ich habe keine Bedrohung hemmungslos übertrieben dargestellt und auch nicht behauptet, daß Kunstdünger giftig sei. In dem Zusammenhang ist "Unsinn" mit Sicherheit nicht die gelungenste Wortwahl.
Ich hatte geschrieben:
Wie oben schon erwähnt wurde, kann der fremde Boden "schlecht" sein, lästigen Unkrautsamen oder sogar Belastungen (Schwermetall, Kunstdünger, -zide) enthalten.
Kann ist nicht muß. Bei Bodenanlieferungen ohne Herkunftsnachweis stellt sich immer das Problem, daß man nicht weiß, was der Boden enthält. Insofern ist Yvonne gut bedient, wenn sie bei einem Bauer ihres Vertrauens "normale Erde" bekommen kann.
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Ich habe die allgemeine Aussage gemeint, Kunstdüngerreste seien eine Belastung für angelieferten Boden. Das ist chemisch nicht zu rechtfertigen.
Den Rest habe ich versucht zu erklären.
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Ich habe die allgemeine Aussage gemeint, Kunstdüngerreste seien eine Belastung für angelieferten Boden. Das ist chemisch nicht zu rechtfertigen.
Den Rest habe ich versucht zu erklären.
Warum zitierst du mich, wenn du irgendeine allgemeine Aussage meinst, die nicht meine ist?
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Ich schicke Dir eine PM. ;)
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Nachdem bei uns jahrelang Klärschlamm auf Feldern entsorgt wurde und auch sogar von einem Bauern Giftmüll auf seinen angepachteten Feldern ausgebracht wurde, wäre ich bei ungeklärter Herkunft auch etwas skeptisch. 8) 8)
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Ich habe die allgemeine Aussage gemeint, Kunstdüngerreste seien eine Belastung für angelieferten Boden. Das ist chemisch nicht zu rechtfertigen.
Ob das chemisch nicht gerechtfertigt werden kann, weiß ich nicht. Das mag Günther klären.
Aber die jauchedurchtränkten Böden aus meiner bäuerlichen Nachbarschaft möchte ich auch nicht in meinem Garten haben, zumal wenn ich nicht weiß, wann die das letzte Mal Gülle gefahren haben.
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Bei Bodenanlieferungen ohne Herkunftsnachweis stellt sich immer das Problem, daß man nicht weiß, was der Boden enthält. Insofern ist Yvonne gut bedient, wenn sie bei einem Bauer ihres Vertrauens "normale Erde" bekommen kann.
Einverstanden.
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Nachdem bei uns jahrelang Klärschlamm auf Feldern entsorgt wurde und auch sogar von einem Bauern Giftmüll auf seinen angepachteten Feldern ausgebracht wurde, wäre ich bei ungeklärter Herkunft auch etwas skeptisch. 8) 8)
Ist das nicht bischen hochgegriffen
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Ging doch eigentlich durch alle Blätter das ein Landwirt richtigen Giftmüll billig jahrelang entsorgt hatte (inclusiv Prozess) http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&key=standard_document_33682752 . Ich möchte nicht wissen was da noch alles irgenwo vergraben wurde.
Das der Klärschlamm nicht mehr auf Ackerböden entsorgt werden darf ist auch nicht so alt. Der ist sicher nicht verdunstet ;D 8)
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Klärschlamm kann und wird auch noch laut Klärschlammverordnung aufgebracht.Darf nur nicht auf Grünflächen,Obstanbau und Gemüseanbau verwendet werden.
Es gibt auch den Begriff "Klärdünger".
Meines Wissens wird Klärsachlamm auch zur Produktion von Substraten verwendet.
Es wird viel beschimpft und so.Wenn mal einer da was aufgebracht hat,heißt das lange nicht,dass es alle tun und so.
Jahrzehnte Lang war der Klärschlamm hochgepriesen in Ost und West.
Frnk
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Wiesentheo
Ich glaube auch das das nicht alle getan haben. ;D
Ich möchte aber nicht wissen was so alles in den Toiletten gelandet ist in den vergangenen Jahrzehnten. 8) Farbreste aus Pinseln (Hab von einem Maler mal gehört das man Lackfarben am Pinsel gut frischhalten kann indem man sie im Wasser aufbewahrt. Geht auch mit Bleimennige :-X8, wo das wohl hingekommen ist?) .
Viele kleine und größere Sünden landeten? im Klärschlamm.
Wenn ich allein die Farbdosen und anderen Müll die ich schon irgendwo beim umgraben fand rechne ist in unseren Böden noch manche Überraschung. :P
Auch nicht alle kontaminierten Böden werden legal entsorgt, nehm ich mal an. Deswegen ist mir eine bekannte Quelle allemal lieber als der sogenannte Mutterboden der von irgendwo??? angeliefert wurde.
Die Praxis der Verdünnung bis zu "legalen" Werten ist mir auch nicht recht.
Wo das gemacht wird ist für mich kein Kriterium ;D
Ich wäre ein Fan vom Kompostklo, leider etwas schwierig ohne eigenen Garten, aber auch mit nicht leicht. ;D 8)
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Klärschlamm ist sicher nicht gleich Klärschlamm. Zwar mag ich keinen im Boden, ich kann mir aber durchaus vorstellen, daß es unschädliche Sorten gibt.
Wenn ich so denke, daß es lange Zeiten gegeben hat, wo man z.B. Gelböl gespritzt hat, oder was alles in Weinbergen angewandt wurde...
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Wiesentheo
Ich möchte aber nicht wissen was so alles in den Toiletten gelandet ist in den vergangenen Jahrzehnten.
Ach,da brauchst du nich in vergangene Jahrzehnte gucken.Brauchst heute nur Mal in den Rechen gucken,was da alles schöne anlandet.Der Fettabscheider ist da auch nicht zu verachten. ;D
Aber die Behandlung ist so gut,dass er Schlamm wiederverwendbar ist und das Wasser was am Ende in die Flüsse geht,kannst du getrost verkosten.(Moderne Anlagen.)
Ich sehe keine Bedenken,wenn ich im Herbst Mal eine Fuhre eingraben dürfte.Bei Zeug aus der SAD Münchehagen wäre ich da nicht dabei.
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.... und das Wasser was am Ende in die Flüsse geht,kannst du getrost verkosten.(Moderne Anlagen.)
Das hat ein österreichischer Politiker vor laufender Kamera mal getan.
Nicht lange nachher ist er verstorben.....
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Ich habs 1995 probiert.(Kläranlage Nienburg).
Lebe aber noch.Vieleicht sind die Östrreicher nicht so hart im Nehmen ;D
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Ich habs 1995 probiert.(Kläranlage Nienburg).
Lebe aber noch.Vieleicht sind die Östrreicher nicht so hart im Nehmen ;D
Wenn dem so wäre, sollten noch viel mehr Politiker probieren....
Nebenbei, auf meinem Trip über Neujahr hab ich auf Soqotra etliche "freie" Wässer, auch unbehandelt, getrunken - da tät ich mich nicht immer für "Trinkwasserqualität" verbürgen ;D
Hingegen kommt angeblich noch immer, allerdings immer seltener, der Bandwurm über "biologisch" gedüngtes Gemüse weiter.
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Im Spargelland Braunschweig/Peine werden die Abwasser auf den Feldern verieselt.
Angebaut wird dort Kartoffeln, Rüben, Spargel und Getreide.
Allerdings darf der Spargel nur bis zum Anfang der Vegetationsperiode berieselt werden.
Stinkt dort öfter mal heftig, soll aber genügend geklärte sein.
Naja, die Bauern sind bei ihren Sandböden froh über die Verrieselung.
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Find ich echt abartig... Spargel bestehen doch grösstenteils aus Wasser, und diese abwasserdüngung schmeckt man deutlich raus... Ich Wohne in Raum Celle und wenn ich 5 minuten gehe sehe ich die Spargel die ich essen werde, ich kenne die Bauern und Helfer und weiss das die Spargel besser behandelt werden als so manche Pflanzen in Privatgärten(Wenn manche leute eine Blattlaus finden und gleich die Chemische Keule schwingen...^^)...
Naja... einmal Peiner Spargel nie wieder...
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Ja, Pfosten Peiner Spargel ;).
Obwohl ab Februar darf da auf den Spargelfeldern nichts mehr veregnet werden.
Wenn Du dieFelder kennst, kennst Du ja auch die B214 wo sie in der Saison zum Verkauf am Strassenand stehen.
Das Abartigste was ich dort erlebt habe, war ein Verkäufer der gegen seine Spargelkiste pinkelte. :o
Aber auch dort gibt es gute Spargelbauern, sind nicht alle so.
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Ja, Pfosten Peiner Spargel ;).
Obwohl ab Februar darf da auf den Spargelfeldern nichts mehr veregnet werden.
Wenn Du dieFelder kennst, kennst Du ja auch die B214 wo sie in der Saison zum Verkauf am Strassenand stehen.
Das Abartigste was ich dort erlebt habe, war ein Verkäufer der gegen seine Spargelkiste pinkelte. :o
Aber auch dort gibt es gute Spargelbauern, sind nicht alle so.
lOl... naja... Trotzdem kaufen die Leute das Zeug wie blöd (Grammpreisgesehen kommts ja schon an Gold ran^^)
Aber mal Offtopic... auf der B214 vor der Autobahnabfahrt vor Braunschweig (ich habe keinen Orientierungssinn) stehen doch überall diese Schilder am Strassenrand, irgendwas von "Achtung Abwasserberegnung"... Wird da was Angebaut? Hab da nie drauf geachtet, War da nur einmal am Pinkeln als ich das gelesen habe...
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Angebaut werden darf dort alles ausser Früchte wie Erdbeeren, Johannis-, Stachel-, Blaubeeren etc.