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Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: Junka † am 15. März 2010, 16:54:07
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Da die japanischen Hepatica etwas andere Kulturbedingungen als europäische benötigen und meistens sowieso als Topfpflanze kultiviert werden, habe ich mal einen eigenen Thread eröffnet.
Welche „Sorten“ habt Ihr und wie sind Eure Erfahrungen?
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In diesem Jahr die Erste ist Utyuu . Von meinen einfachen ist sie meiner Meinung nach die wuchs- und blühfreudigste Pflanze.
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Junka was ist der Unterschied in der Kultivation? Die Winterhärte kanns ja nicht sein.
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oh, doch! Diese Pflanzen muss man im Gewächshaus halten. Das hat bei mir auch 2 Jahre gut geklappt. Was dann passiert ist, das weiß ich nicht, sie haben das gemacht, was alle Leberblümchen machen, sie sind "zurückgewachsen". Meine Shiun lebt vermutlich nicht mehr und ich werde es nie wieder mit dieser Art Japanern versuchen. Es ist zu aufwändig. Die Blüten sind kleiner als man denken möchte nach all den Hochglanzmakrobildern, die man gesehen hat.
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Die Winterhärte ist es nicht wirklich. Sie mögen nicht ganz so hart sein wie H. transsilvanica oder nobilis, für die meisten Gegenden aber hart genug.
Die oben gezeigte Pflanze steht im Freien, allerdings unter Dach.
Die Japanischen Leberblümchen brauchen im Sommer mehr Feuchtigkeit als die europäischen und vertragen im Winter bei weitem nicht so viel Nässe wie diese.
Bei uns ist die Winternässe das größere Problem. Von den einfachen, namenlosen habe ich auch einen Schwung im Freien. Das geht ganz gut.
Gewächshauskultur hat das Problem, dass sie bei stehender Luft leicht Brotrytis bekommen.
Meine gefüllten Pflanzen und die, die ich zum Kreuzen brauche, stehen in Töpfen. Diese befinden sich viel im Freien, allerdings unter Dach. In diesem Winter sind sie oft durchgefroren. Das ist sicher nicht ideal. Am besten ist dann der zeitweise Aufenthalt im Gewächshaus oder Wintergarten. Ist halt etwas Aufwand.
In Gegenden mit sehr langen Frostperioden helfen Ventilatoren im Gewächshaus.
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Die Haltung der japanischen Leberblümchen im ungeheizten Gewächshaus ist nicht schwierig. Problematischer sind bei mir die gefüllten europäischen Leberblümchen im Freien.
Mit der Utyuu hast Du recht, Junka - eine unkomplizierte und enorm blühfreudige Pflanze.
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Die 2. in diesem Jahr ist Murasaki-Shikiku , eine Pflanze, die ich im 2. Jahr habe und deshalb noch recht klein ist.
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Als Forest-Hybriden werden manchmal H. japonica angeboten, die die Variationsbreite von japanischen Leberblümchen (natürlich nicht der hochgezüchteten) bieten. Bisher habe ich nicht herausgefunden, mit wem sie gekreuzt sind. Wahrscheinlich mit H. nobilis.
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...noch eine
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...
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…und die letzte für heute.
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beeindruckend! Schreibst du noch die Namen in den Textteil? ... noch eine" ist ganz besonders!
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Meine gefüllten Pflanzen und die, die ich zum Kreuzen brauche, stehen in Töpfen. Diese befinden sich viel im Freien, allerdings unter Dach. In diesem Winter sind sie oft durchgefroren. Das ist sicher nicht ideal. Am besten ist dann der zeitweise Aufenthalt im Gewächshaus oder Wintergarten. Ist halt etwas Aufwand.
In Gegenden mit sehr langen Frostperioden helfen Ventilatoren im Gewächshaus.
Wäre ein kalter Kasten auch denkbar? Wenn ich mich recht entsinne, sah ich letztes Jahr bei A. Händel ein paar stattliche Exemplare in einem solchen kalten Kasten.
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Die unter #6 ist ja toll.
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Man könnte beinahe in Versuchung geraten. Aber zum Glück habe ich keine guten Voraussetzungen zur Haltung, also denke ich erst gar nicht drüber nach.
Sehen eigentlich 'normale' japonicas aus wie unsere nobilis?
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Sehen eigentlich 'normale' japonicas aus wie unsere nobilis?
Die sollen recht ähnlich sein und werden oft als Varietät von Hepatica nobilis geführt.
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sie sind etwas zierlicher, habe ich den Eindruck.
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Und viel, viel anspruchsvoller!
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ja, eine etwas bittere Erfahrung.
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Gaissmayer preist die Forest-Pflanzen als "recht vital" bis "ausgesprochen vital". Kann das hier jemand bestätigen oder muss es bezweifeln? Sind ja nicht ganz billig( - wenn auch bei weitem nicht so wie die gefalteten Servietten).
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ich habe nur ganz normale, die nun anfangen zu blühen.
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Mit Hepatica japonica selbst habe ich keine Erfahrungen, wohl aber mit den Forest-Hybriden. Sie sind in der Tat recht vital, denn von meinen fünf vor Jahren gesetzten Pflanzen ist nur eine ausgefallen, obwohl
- sie bis zum letzten Herbst viel zu sonnig standen,
- das Beet im Jahr nach der Pflanzung mehrfach von Tiefbau-Arbeitern platt getreten wurde (seitdem kann ich mir vorstellen, warum die Frauen englischer Kolonialbeamter in Ostafrika immer über Elefanten im Rosengarten klagten 8) ),
- und Schnecken diese Leberblümchen im Austrieb geradezu lieben.
Ich habe sie nun an einen günstigeren Pflanzplatz umgesetzt und hoffe, dass sie sich dort erholen. Übermäßige Winternässe schien ihnen nichts ausgemacht zu haben, allerdings standen sie auch gut drainiert.
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Sind die 'Forest'-Pflanzen bei Gaissmayer nicht nobilis-Auslesen?
Ich wäre interessiert, ob ein stinknormales H. japonica, keine Auslese, sondern so, wie sie in dortigen Wäldern vorkommen, bei uns auch wachsen würden. Andere Pflanzen aus diesen Regionen sind hier ja völlig unproblematisch.
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Und viel, viel anspruchsvoller!
Viel, viel anspruchsvoller sind nur die Namenssorten, die ja immer wieder geteilt werden und sich davon erholen müssen. Das Teilen haben Hepatica nicht so sehr gerne. Sie wachsen ja auch sehr langsam.
Normale Sämlingspflanzen, egal ob H. nobilis var. nobilis (das europ. Leberblümchen) oder H. nobilis var. japonica, haben ein sehr ähnliches Wuchsverhalten. Das, was als blaue, rosa oder weiße H. japonica angeboten wird, lässt sich in der Tat kam von den europäischen unterscheiden. Anders als z.B. Hepatica nobilis var. pubescens oder H. nobilis var. insularis, bei denen man deutlichere Merkmale findet.
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Gaissmayer preist die Forest-Pflanzen als "recht vital" bis "ausgesprochen vital". Kann das hier jemand bestätigen oder muss es bezweifeln? Sind ja nicht ganz billig( - wenn auch bei weitem nicht so wie die gefalteten Servietten).
Bei mir wachsen die Forest-Pflanzen aus sehr gut. Das größte Problem, wie bei vielen anderen gekauften Pflanzen, ist das Substrat. Ich habe die Pflanzen allerdings nicht von Gaissmayer und kann deshalb zu dem Substrat nichts sagen. Meines enthält sehr, sehr viel Torf und wird bei Trockenheit zu trocken und bei Nässe zu nass.
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Ich danke Euch füre Eure guten Erfahrungen :) . Ich überleg´s mir.
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Ashwood führt auch etliche Hepatica-Hybriden, darunter auch mit H. japonica. Auch die sind teilweise recht bunt.
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Meine Forest-Hybriden haben heuer den Winter ebenfalls gut überstanden. Hier mal erste Blüten. ;)
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Diese hier hat eine extreme Farbe. :o
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Zur Augenentspannung was angenehmeres! ;)
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Noch eine von den Forest-Pflanzen. Über mangelnde Blühfreude kann man sich wirklich nicht beschweren.
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Murasaki-Toki ist ein Resultat eines recht kostspieligen Wochenendes ;D
Normalerweise blühen die Japaner in den Töpfen vor den Beetpflanzen. In diesem Jahr blüht jetzt Alles, was sich Hepatica nennt, nur keine Jap. Hepatica in Töpfen.
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Sehr schön, Deine Murasaki-Toki! ;)
(Ich bin in Anbetracht Deiner Anspielung auf die Kosten nur froh, dass ich bisher vom japanischen Hepatica-Virus verschont blieb ... 8) )