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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Marion am 07. April 2010, 20:32:19
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... auf zu wachsen? Ich habe den Eindruck, die findet kein Ende.
Erst vorletztes Jahr hat sie ein Gärtner ordentlich gekürzt und ausgelichtet, heute ist der Baum größer denn je. Höhe ca. 4 m, Kronendurchmesser 3 m.
Oder bedingt ein Schnitt bei Eiben erst einen ordentlichen Wachstumsschub?
Seitdem jedenfalls geht die ab wie Blüscher. Gefällt mir gar nicht.
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Eiben vertragen einen Schnitt sehr gut. Nach meinen Beobachtungen hören sie aber irgendwann auf in die Höhe zu wachsen und werden eher breiter, weil es die Äste auseinander drückt.
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Breiter wurde sie auch. Und dichter und höher, immer höher. >:(
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... da geht schon noch was: Höhe ca. 6-10 m Breite 6-8 lt. meinem Baumschulkatalog. Aber ich denke, das dauert dann doch sehr, sehr lange ...
Eibengrün ist bei den Gärtnern vor dem Advent sehr begehrt! Ich mache auch gerne meinen Kranz daraus. Da schneiden die sie Dir vielleicht sogar kostenlos zu.
Viele Grüße
_felicia
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Wieviel Jahreszuwachs machen Deine Eiben denn? Kriegen sie Dünger? Wenn ja, welchen?
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Schau Dir mal unsere Eibe an. ;)
http://forum.garten-pur.de/Arboretum-19/Erfahrungen-mit-Eibenschnitt-34727_0A.htm
Ich habe sie jetzt mit einer Teleskopkettensäge + Stehleiter soweit
wie mgl. verschnitten (untere 2/3).
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Wenn es die Taxus baccata ist, die hat einen Jahreszuwachs von:
Höhe 25cm
Breite 20cm
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Breiter wurde sie auch. Und dichter und höher, immer höher. >:(
In England gibt es Eiben, die sind inzwischen hohl, leben aber noch und in denen steht ein Gartentisch mit Stühlen.
Du kannst dir also noch Hoffnungen machen.
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Für mich gibt es da nur zwei Möglichkeiten.
Entweder regelmäßig auf "Form" schneiden oder wachsen lassen und irgendwann den oder die Stämme aufschneiden und eine Krone entwickeln lassen.
Eiben werden ohne Schnitt eben Bäume.
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Bei euren Prognosen wird mir schlecht. :P Das ist ein Reihenhausgarten!
Ich schau mal, ob ich die fotografiert kriege. Wegen der Sorte.
Nein, nein, die wird nicht gedüngt, wie käme ich dazu. ::)
Das Ding ist, dass ich diese Eibe kaum schneiden kann bzw. mag. Da wächst nämlich eine Clematis montana rein, 2 Jahre alt. Als der Gärtner die Eibe vor 1,5 Jahren geschnitten hat, habe ich die Clematis vorher vorsichtig herausgefriemelt. Gelitten hat sie trotzdem, ganz schön sogar. Nicht nochmal!
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Zur Geschichte dieser Eibe: Die Vorbesitzerin des Hauses hatte eine Altersschizophrenie mit Verfolgungsängsten, weshalb sie das gesamte Grundstück mit Eiben zupflasterten ließ. Als ich diesen Garten dann vor 10 Jahren übernommen hatte, sah er aus wie ein Rotkäppchenwald, nur duster und dunkel. Alles voller Eiben! Voll! Bis auf die Terrasse, die Platten waren herausgenommen, die Eiben wuchsen bis ins Wohnzimmer hinein.
Diese Rieseneibe ist sozusagen der Restbestand. Wobei - schön ist sie schon.
Nur viel zu groß, allmählich.
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Das Problem ist, dass eine baumförmig gewachsene Eibe Deinen Garten richtig dunkel werden läßt.
Da wachsen irgendwann nur noch ausgesprochene Schattenstauden.
Eine Alternative zur normalen Taxus baccata wäre vielleicht die Adlerschwingeneibe (T. b. Dovastoniana). Die wächst etwas verhaltener und lockerer.
Größere Exemplare sind jedoch richtig teuer.
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Für mich gibt es da nur zwei Möglichkeiten.
Entweder regelmäßig auf "Form" schneiden oder wachsen lassen und irgendwann den oder die Stämme aufschneiden und eine Krone entwickeln lassen.
Eiben werden ohne Schnitt eben Bäume.
Stimmt genau - ich habe sie in beiden Formen - einmaliger Schnitt je Jahr mit Leiter und Teleskopschere oder wachsen lassen - bei fast 3.000 qm ist das letztere auch kein Problem!

Gartenansichten 1 03-01-2009 LG Frank
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bei fast 3.000 qm ist das letztere auch kein Problem!
Mein Garten ist nun mal nur ein 10tel so groß, wie dein Traumgarten, Frank.
Aber gut. Schnippeln.
Wie aber schneide ich die Eibe ohne diese schöne Clematis über die Maßen zu strapazieren? Hat jemand irgendeine zündende Idee?
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Direkt nach der Clematisblüte.
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Ja, schon. Trotzdem reiße ich da etliche Treibe ab. Und die Clematis ist doch eh noch jung. Und sowieso, wenn ich das alle 2 Jahre machen muss, ist das für die Clematis doch einfach nur blöd.
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Radikallösung?
Eibe weg und einen lockerkronigen laubabwerfenden Baum pflanzen?
Eine Clematis montana kostet nicht die Welt. Die kann man immer wieder pflanzen.
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Ganz einig bin ich immer noch nicht. Eine meiner Eingangsfragen würde ich gerne nochmal stellen:
Bedingt bei Eiben ein Rückschnitt erst recht einen Wachstumsschub?
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Eigentlich nicht. Der durchschnittliche Jahreszuwachs eines Gehölzes müßte doch wohl genetisch vorgegeben sein und hängt eher von Faktoren wie Boden, Standort und Düngung ab.
Ich halte das für ein ebensolches Märchen wie die Behauptung, das die Körperbehaarung eines Menschen stärker wächst, wenn mann anfängt, sie abzurasieren.
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Durch Deine Posts bin ich mir nicht sicher ob Dir bewusst ist, dass eine Eibenhecke immer auch eine Schnitthecke ist (es sei denn, Du hast 3000m² Garten).
Das ist, als würdest Du bei einer Hainbuchenhecke fragen, warum Du sie denn 1x pro Jahr schneiden musst. Das geht einfach nicht zusammen mit einer Clematis montana.
Ich würde die Clematis montana versetzen und statt dessen eine Cl. viticella hin (da gibts ja auch sehr groß werdende). Die schneidest Du dann im März Kniehoch ab und formst die Eibe (denn so Eibengewölk finde ich schon klasse).
Liebe Grüße,
macrantha
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Eiben vertragen einen Schnitt sehr gut. Nach meinen Beobachtungen hören sie aber irgendwann auf in die Höhe zu wachsen und werden eher breiter, weil es die Äste auseinander drückt.
Eiben vertragen einen radikalen Rückschnitt bis ins alte Holz. Du könntest sie also mal richtig einkürzen lassen, und dann halt jährlich schneiden. Von daher hast du es mir der Eibe noch am besten, verglichen mit anderen Nadelgehölzen...
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Durch Deine Posts bin ich mir nicht sicher ob Dir bewusst ist, dass eine Eibenhecke immer auch eine Schnitthecke ist (es sei denn, Du hast 3000m² Garten).
Das ist, als würdest Du bei einer Hainbuchenhecke fragen, warum Du sie denn 1x pro Jahr schneiden musst. Das geht einfach nicht zusammen mit einer Clematis montana.
Du hattest Recht, macrantha. Das ist's gewesen. Will ich kein Eibenwohnbaumhaus, wie oben von fars beschrieben, muss diese Eibe geschnitten werden und fäddisch.
Nach eingehenden Zwiegesprächen mit dieser Rieseneibe will ich dennoch versuchen, ob eine friedliche Koexistenz mit der Cl. Montana nicht doch möglich ist. Die sieht sooo schön darin aus.
Die Eibe schnipple ich um die Clematis herum, drunter her, drüber weg, je nachdem. Das gibt dann einen etwas skurrilen Anblick, das macht gar nichts. Mal schauen, wie sich das über die Jahre so macht.
Und herzlichen Dank auch. :D
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Ach ja. In meinem Garten stehen insgesamt 6 Eiben unter gleichen Standortbedingungen. Nur jene welche wächst rasend schnell, der Unterschied ist schon deutlich, nur diese eine wächst wie Blüscher.
Mögliche Erklärung: Die Cl. Montana direkt am Fuß jener Eibe bekommt 1 x im Jahr etwas Dünger, einen organischen Volldünger. Ob diese kleine Futtergabe denn tatsächlich so viel ausmacht?
Vorsorglich und zur Beobachtung des weiteren Eibenwachstums bekommt die Clematis jetzt zukünftig nichts mehr, die kommt auf Diät.
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Das Ergebnis kann ich dir verraten - habe hier eine ähnliche Situation: Die Clematis wird langsamer wachsen und nur noch spärlich blühen.
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Die Clematis wird langsamer wachsen und nur noch spärlich blühen.
Grrr. Du hast bestimmt Recht, Bristlecone. Grrr. Verflixt nochmal.
Bei der Entscheidung für ein Diätprogramm sah ich jene Montana in einem recht vergammelten Garten in der Nachbarschaft vor mir. Ein Prachtexemplar, wenn sie blüht, umwerfend schön - mit Sicherheit wird die niemalsnimmermehr gedüngt. Die steht aber frei, ohne Konkurrenz drumherum.
Direkt an einem Baum hingegen, an meiner Eibe wird das nicht funzen. In obendrein sandiger Erde wird die Eibe der Clematis Wasser und Nährstoffe wegziehen. Auf Dauer gibt das ein Klappergestell. Grrr.
Erst mal schmollen und mit den beiden nochmal reden.
Dabei hatte ich mir fest vorgenommen, Pflanzen nur noch standortgerecht zu setzen. Alles andere ist Heckmeck und gibt Ärger, für die Pflanzen, für mich. Bei jener Pflanzung jedoch wusste ich es einfach noch nicht besser.
habe hier eine ähnliche Situation:
Erzähl mal, bitte.
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Hier stehen mehrere Eiben, die meisten schon recht groß. Geschnitten werden sie selten bis gar nicht.
Am Rand des Kronenbereichs einiger Eiben habe ich vor einigen Jahren Clematis montana gepflanzt. Trotz Bodenvorbereitung und Düngung tun sie sich schwer und fassen nur langsam Fuß, aber es wird allmählich.
Man muss halt Geduld haben.
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Und, entscheidende Frage, düngst Du die Montana?
Dein Garten ist offensichtlich groß. Meiner ist leider klein, diese Eibe werde ich auf jeden Fall schneiden müssen.
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Ja, die Clematis wird im Frühjahr gedüngt (Volldünger) und im Herbst (Kalimagnesia).
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Okay, bristlecone, danke.
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Hallo,
eine meiner Eiben bekommt Innen gelbe Nadel. An Wassermangel kanns nicht liegen. Habt ihr ne Ahnung?
Lg
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Ja. Ist ganz normal: Die alten Nadeln fallen jetzt ab. Ist bei unseren alten Eiben auich alljährlich um diese Zeit der Fall.