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Pflanzenwelt => Kräuter, Duft- und Aromapflanzen => Thema gestartet von: Butterblümchen am 20. April 2010, 09:22:22
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Guten Morgen !
Wie man dem Titel entnehmen kann, möchte ich wissen, WO man Bärlauch am besten einsetzen kann. Ich habe gestern von einer Freundin Bärlauch - Pflänzchen und Zitronenmelisse bekommen. Ich weiß, daß B. am liebsten in feuchten Niederungen wächst - ist doch richtig ? Aber die Möglichkeit ist bei uns nicht soooo gegeben. Kann ich den B. auch in große Töpfe setzen - diese großen schwarzen Maurerpötte ? -
Über Antworten würde ich mich freuen - denn ich liebe Bärlauch.
Einen schönen Tag
Butterblümchen
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bei uns hier steht er seit Jahren halbschattig - sehr feucht ist es da nicht, aber er vermehrt sich jährlich sehr gut! Ist inzwischen eine ordentliche Menge.
Wir haben ihn inzwischen noch an 2 weitere Standorte versetzt...
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In unserem Garten an einem sonnigen Südhang habe ich Bärlauch in den Schatten* unter Gehölze (Hasel, Korkenzieher-weide) gepflanzt. Da hält er sich gut und vermehrt sich sogar ein bißchen.
Aber um richtig ernten zu können bräuchte ich größere Bestände.
Bei Bekannten auf fettem, gut gedüngtem Auenboden vermehrt er sich auch an einem sonnigerem Standort gut.
*Im Frühjahr ist es dort natürlich noch ziemlich sonnig - wie am natürlichen Bärlauchstandort auch.
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Überall, wo es sonnig, trocken und heiß ist, verschwindet der Bärlauch sang- und klanglos. Deswegen gehört er im Garten z.B. nicht zu den mediterranen Kräutern.
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Bärlauch habe ich in 2 verschiedenen Jahren versucht anzubauen. Halbschattige Plätze habe ich. Er wächst trotzdem nicht, ich vermute weil unser Boden zu durchlässig und kalkhaltig ist. Mein Eindruck ist, daß Bärlauch überall dort gut wächst wo auch Rhododendren gedeihen (zumindest kenne ich zwei Bekannte bzw. Verwandte, wo das so ist).
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Schatten und zumindest am Anfang dauerfeucht ist wichtig. Ich habe eine gekaufte Pflanze gesetzt und nun, nach drei Jahren, stehen dort drei. Im Eimer dürfte das auch gehen, nur ziehen die Blätter für recht lange Zeit ein so dass man dann nichts mehr sieht im Kübel bis zum nächsten Frühjahr.
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Bei mir wächst er in lehmigen , saurem und im Sommer nicht allzu feuchtem Boden ganz gut.
Einmal habe ich den Fehler gemacht ihn sich aussäen zu lassen ::) :o.
Seitdem entdecke ich in großer Entfernung der Ursprungspflanze an den blödesten Stellen Sämlinge. Wie schafft er das?
Karin
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Danke für die Tips - ich versuche es einfach mal !
Butterblümchen
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Bei mir wächst er in lehmigen , saurem und im Sommer nicht allzu feuchtem Boden ganz gut.
Einmal habe ich den Fehler gemacht ihn sich aussäen zu lassen ::) :o.
Seitdem entdecke ich in großer Entfernung der Ursprungspflanze an den blödesten Stellen Sämlinge. Wie schafft er das?
Karin
Ameisen !
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In freier Natur, sehe ich ihn an schattigen Bachrändern und in Wäldern. Also hält er es sowohl feucht als auch etwas trockener aus. Meiner steht in lehmigem feuchten Boden im halbschatten und verbreitet sich derzeit wie verrückt!
Wenn ich dran denke ,dass ich noch vor 3 Jahren traurig war, dass das Pflänzchen einfach nicht
größer werden wollte.
Jetzt verschenke ich schon .
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Mein Eindruck ist, daß Bärlauch überall dort gut wächst wo auch Rhododendren gedeihen
Kann ich voll bestätigen! Ich habe vor 2 Jahren einige Blättchen unterm Rhodo gesetzt und am Sa 240 g geerntet. Entwickelt langsam Unkrautqualität.
LG, Carlo
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Nicht nur dort - hier wächst er unter Ahorn auf humusarmem, kalkhaltigem Boden, der im Sommer ziemlich austrocknet.
Ich würde im Garten niemals Bärlauch pflanzen: Wo es ihm zusagt, entwickelt er sich garantiert zum argen Wucherer, und wo es ihm nicht gefällt, wird man kaum genügend großen Mengen ernten können.
Hier war schon im ehemaligen Parkgelände an einer Stelle vorhanden und darf dort weiter wuchern, wird aber vor der Samenreife abgemäht, an allen übrigen Stellen im Garten wird er sofort beseitigt.
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Mein Baerlauch (Pflanzen, ausgestreute Samen) hat lange (mehrere Jahre) gebraucht, bis er etabliert war.
Jetzt steht er sehr gut im "Gehoelzstreifen" mit Efeu unter einer Amelanchiergruppe.
Und nicht ganz so ueppig, aber immerhin unter ausgewachsenen Eschen zwischen Mahonia aq und Geranium maccorhizum.
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Hier im Auwald wächst er im Wald auf den Schwemmsandböden aber auch an den nassen Hängen. Ich denke wichtig ist Feuchtigkeit im Frühjahr.
IN den Gärten wird er, sobald er erscheint, entfernt, denn einmal Fuss gefasst ist er hier fast so schlimm wie Giersch.
Aber wir brauchen ihn ja auch nicht extra anzubauen wenns gleich daneben ganze Wälder voll gibt.
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Ich würde im Garten niemals Bärlauch pflanzen: Wo es ihm zusagt, entwickelt er sich garantiert zum argen Wucherer, und wo es ihm nicht gefällt, wird man kaum genügend großen Mengen ernten können.
Kann ich bestätigen. Ich habe der Bärlauch mit dem (Haus-)Garten übernommen. Inzwischen muss ich überall Sämlinge auszupfen, damit er nicht Überhand nimmt.
Wir haben kalthaltigen Lehmboden. An einigen stellen trocknet dieser im Sommer auch aus - das scheint den Bärlauch aber nicht zu stören...
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Bei uns steht er auch auf lehmigen Boden, ziemlich trocken und breitet sich invasis aus.
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Kann ich auch bestätigen. Heuer schneide ich alle Samenstände rechtzeitig ab!
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Ob trocken oder feuchter - invasiv ist er immer, aber er verschwindet im Sommer rasch.
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(...)
möchte ich wissen, WO man Bärlauch am besten einsetzen kann
(...)
Zur Ergänzung noch der Hinweis: nicht da, wo auch Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen wachsen!
Die Bärlauchblätter sind zwar eigentlich am Knoblauchgeruch zu erkennen, trotzdem besteht eine gewisse Verwechslungs- und dadurch Vergiftungsgefahr.
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Verwechslungsgefahr: wer sich Gärtner nennt und den verwechselt - ist entbehrlich ;)
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starking: ;D :D :D :D ! Die Anthropologie müsste sich des Themas mal annehmen: "Die Angst des naturentfremdeten Zeitgenossen vor giftigen Pflanzen und gefährlichen Wildtieren" - nix für ungut, aber da sehe ich die "Bildungsmisere": Kinder sollen schon im Kindergarten Englisch, PC und Zeugs lernen und wissen nicht, wie die Blümchen in der Umgebung heißen - armes Deutschland!!! Das Jahrhundertwendekind (19. zu 20. ) konnte alle zeichnen....
OT off...
und
das ist ja ein gnadenlos schönes Bärlauch Foto da oben! Danke!
Gruß,
Maigold
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Hallo Freunde
ich möchte mir auch Bärlauch anbauen, etwas ausserhalb meines Gemüsebeetes. Unter einem Flieder wäre Halbschatten und eine schöne lockere Walderde wo bis jetzt der Girsch wunderbar gewachsen ist.
Jutta das ist ein ganz tolles Foto.
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Versuch macht kluch.
Bei mir ist der Bärlauch schattig unter Bäumen. Breitet sich mäßg aus und ist eher kleinwüchsig. Ich habe aber auch eher sandigen Boden.
Im neuen Garten gibt es noch so einige schattige Bereiche, die ich gerne mit Waldmeister und Bärlauch bepflanzen möchte. Da ist es eher lehmig und ich hoffe stark, dass er sich invasiv verhält ;D ;D
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Also bei mir auf hauptsächlich Lehmboden wächst er ausgesprochen invasiv; er erscheint aber auch auf Wegen und sogar zwischen Pflasterfugen. Im Juli ist er dann verschwunden.
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Also bei mir auf hauptsächlich Lehmboden wächst er ausgesprochen invasiv; er erscheint aber auch auf Wegen und sogar zwischen Pflasterfugen. Im Juli ist er dann verschwunden.
Fein, ich freue mich schon auf meinen Bärlauchwald im Frühjahr. Was pflanze ich denn dazu, damit es hinterher nicht so kahl ist ???
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Hier wächst er im Hintergrund unter Gehölzen. Bis dorthin sieht man nur im Frühjahr. jetzt stehen Rosen und hohe Stauden davor.
Bei uns hat er es in 6 Jahren nicht geschafft, invasiv zu werden. Letztes Frühjahr habe ich noch welchen gepflanzt, weil ich auch mal etwas ernten möchte!
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Hier verhält er sich etwa so wie Scharbockskraut, bleibt aber länger grün und verschwindet erst so Ende Juni, Anfang Juli.
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Ich habe mich etwas unter Bärlauch eingelesen. Er schmeckt so köstlich, dass ich ihn gerne pflanzen würde. Aber eure Erfahrungen warnen mich, so ich bin hin- und hergerissen.
In Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4rlauch - steht, dass Bärlauch nicht in Naturschutzgebieten und Naturdenkmälern gesammelt werden darf. Interessant, ich dachte, er wäre invasiv. Wohl nur in bestimmten Gärten, sicher in meinem mit dem fruchtbaren Lehmboden.
Wichtig: Die Vermehrung der Samen geschieht nicht über Ameisen. Der Samen bleibt an den Füßen von Tieren kleben und wird dadurch fortgetragen. Ansonsten bildet Bärlauch immer größere Horste.
Ich habe hier noch einen gut 50 cm hohen Kübel, Durchmesser ca. 55 cm. Da hinein soll Bärlauch. Wie viele Pflanzen?
Was kann ich dazu setzen, damit der Kübel nicht 3/4 des Jahres leer steht? Er kommt auf die Nordseite in die Nähe der Haustür, dass mir nie entgeht, wenn er Samen ansetzt, und wenn es passieren sollte, ist der Garten ein Stück entfernt. Für Jungpflanzen von Rhododendren ist der Kübel wahrscheinlich zu klein, oder doch? Wäre wunderbar immergrün.
Was könnte ich noch in den Kübel pflanzen?
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Ich versuche verzweifelt, B. loszuwerden. Er erobert langsam den ganzen Garten.
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Ich versuche verzweifelt, B. loszuwerden. Er erobert langsam den ganzen Garten.
Stört er dich so? Er zieht ja eh so bald wieder ein und verdrängt nichts! ?
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Bärlauch gleicht in bestimmten Situationen einer Brennnessel ;) im Prachtstaudenbeet.
Wo und während er oberirdisch präsent ist, kann er nur mit Pflanzen kombiniert werden, deren Konkurrenz er duldet oder erdulden muss.
Viele der kleinen zeitgleich blühenden botanischen Raritäten für Schattenbereiche gehen im Bärlauch regelrecht unter. Insbesondere die nur frühjahrsgrünen Geophyten haben schlechte Aussichten, durch die Blattmasse des Bärlauchs hindurch hinreichend zu assimilieren.
Aus dem gleichen Grund sieht mancher Pflanzensammler auch Winterling, Elfen-Krokus und Scharbockskraut nicht gern im Garten.
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Hier kann von invasiv keine Rede sein. Ich habe Bärlauch aus einigen Töpfchen auf die Schattenseite einer Kirschpflaume gepflanzt, der hat sich auch nach 2 Jahren noch nicht ausreichend vermehrt, dass man ernten könnte. :-[
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So invasiv er sein kann - überall will er nicht. Das Burgenland ist ja stellenweise eine ebensolche Trockenwüste wie Brandenburg. Und hier steht Bärlauch kurz vor dem Aussterben.
Und dann wird er wie z.B. der Winterling auch etwas Zeit brauchen, bis er etabliert ist. Sind erste generative Nachkommen - kann bei Vorhandensein von nur einem einzigen Klon etwas dauern - und damit genetisches Potential vorhanden, braucht's meist nicht mehr lange zur Bestandsbildung.
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Eine eigenwillige Pflanze der Bärlauch, gefällt mir.
Nun sagt mir bitte, was ich noch in den Kübel zum Bärlauch pflanzen kann.
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Wunderbar, diese kontroversen Ansichten ;D
Ich bekam meine Ursprungspflanzen per Post, als Probe mit der Frage, wie dieses "Unkraut" zu bekämpfen sein. Zweimal kamen die, und seitdem vermehrt er sich auch bei mir im Garten.
Ich dachte auch schon mal an die Ameisenvermehrung, da er sich ähnlich wie Leberblümchen über rel. weite Entfernungen ausbreitet. Er kommt zwar an den unmöglichsten Stellen, wuchert aber nicht (wegen Sommertrockenheit?). Da wir zahlreiche Verwendungen kennen haben wir nie genug.
Was nicht dazu paßt, hat Danilo ja bereits erwähnt.
In dem Beet in dem ich ihn ursprünglich gepflanzt habe steht er zusammen mit Hosta, Wurmfarn Silberkerze und Lenzrosen. Bis die sich richtig entfalten, ist er gegessen.
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Nun sagt mir bitte, was ich noch in den Kübel zum Bärlauch pflanzen kann.
Wenn der Kübel nicht bauchig ist: Hosta wäre ein klassischer und idealer Begleiter, da zum einen besonders kübeltauglich, zum anderen überdeckt deren Austrieb den einziehenden Bärlauch.