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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: helga7 am 16. November 2004, 22:51:06

Titel: Dolichos Lablab
Beitrag von: helga7 am 16. November 2004, 22:51:06
Hat die eigentlich jetzt jemand auch schon gegessen? Zubereitung wie 'normale' Bohnen?
Die Blätter sind in Natura noch ein bisschen röter gewesen, und die Blüten haben geduftet!
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Günther am 16. November 2004, 22:55:04
Gegessen hab ich sie, mangels Material ;D, noch nicht, es finden sich allerorten Rezepte, dürfte also problemlos sein.
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: brennnessel am 16. November 2004, 23:06:48
Oh, das ist ja die Sorte mit den langen Blütentrauben, Helga! :D
Ich hatte bisher eine mit nur ganz wenigen Blüten pro Stiel!
Da sie bei mir immer so spät erst blühten (trotz Vorkultur!), bekam ich nie genug, um welche zu kosten, sondern war froh, wenigstens ein paar reife Schoten zu ernten.
Danke dir nochmals ;) !!!! Lisl
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: bea am 16. November 2004, 23:10:36
Die rote Dolchios "Ruby moon" hatte ich auch schon, aber zum essen war sie mir zu schade.
Dieses Jahr hatte ich von Silvia Dolchios bekommen. Die Samen sahen aus wie von den bereits bekannten roten.
Es war aber eine grünblättrige Bohne. Sie wuchs und wuchs und wuchs und wenn es keinen Frost gegeben hätte, wüchse sie heute noch. ;D
Keine Spur von Blütenansatz, unten schon ein verholzender "Stamm". - War das evtl die Riesenbohne, die zum Himmel wächst? ;) Wann hätte die blühen sollen? Immer mal wieder dachte ich, sie bildet aus den Blattachseln heraus Blütentriebe, dann waren es aber nur wieder neue Seitentriebe. Die Blätter waren übrigens riesig.
Sie wurde jetzt zusammen mit den anderen erfrorenen Stangenbohnen kompostiert. :'( Und ich habe keine Samen mehr für nächste Jahr. :'(

LG, Bea
Titel: Re:Lablab purpureus
Beitrag von: Matthias am 17. November 2004, 01:03:27
Laut dem Packungsaufdruck soll man Lablab purpureus nur als junge Schoten essen! Mangels ausreichender Mengen haben wir auch noch keine Bohnen gegessen, zumal sie auch als Zierpflanze sehr dekorativ sind.

Es gibt von der Helmbohne glaube ich 3 Typen mit unterschiedlicher Nutzung, a) als Futterpflanze, b) als Gemüse und c) als Gründüngung. Manche Sorten bilden nur Grünmasse, aber keine Blüten. Das ist vielleicht die Erklärung, warum bei dir bea keine Blüten gebildet wurden?

Helmbohne (Lablab purpureus - Infos zur Ernte

Hallo Bea, ich schaue mal nach ob ich dir noch ein paar Korn meiner Helmbohne schicken kann.
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Equisetum am 17. November 2004, 09:17:21
Das verstehe ich nicht. Wenn eine Pflanze immer nur Grünmasse produziert, aber keine Samen, wie vermehrt sie sich denn dann?
Ist das in wärmeren Gefilden anders?
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Matthias am 17. November 2004, 14:04:01
Stimmt war ein Schreibfehler!

Muß richtig heißen:, "Es gibt von der Helmbohne glaube ich 3 Typen mit unterschiedlicher Nutzung, a) als Futterpflanze, b) als Gemüse und c) als Gründüngung. Manche Sorten bilden hauptsächlich nur Grünmasse, aber nur wenig Blüten".

Die Helmbohne wird nur in kälteren Klimaten einjährig kultiviert, in wärmeren Gegenden ist es ein mehrjährige Pflanze mit langer verholzter Pfahlwurzel.
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: helga7 am 17. November 2004, 20:33:07
Schade, ja, das wär schön, wenn die bei uns überwintern tät! :)
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: brennnessel am 17. November 2004, 20:40:57
Matthias, glaubst du, man könnte die in einem Kübel finster im Keller überwintern? Ich habe das mal mit einer Feuerbohne gemacht, hat gut funktioniert!

Die Dolichos brauchen ziemlich lang in ihrer Entwicklung. Da hätte man mit einer Überwinterten wohl einen schönen Vorsprung ..????
LG Lisl
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: helga7 am 17. November 2004, 21:10:55
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man genug von der Wurzel rauskriegt, wenn die so lang wird, wie Matthias schreibt. :-\
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: brennnessel am 17. November 2004, 21:49:59
Meine erste hatte ich gleich in einen Kübel gepflanzt (zu einer Tomate). Aber der Ertrag und Wuchs war auch nicht umwerfend. Dafür konnte ich sicher ein paar Samen ernten. Ein Jahr später versuchte ich es im Freiland. Da ging es sich mit Müh und Not für ein paar reife Schoten aus. Sie brauchen deutlich mehr Wärme als normale Stangenbohnen. In einem so kühlen und regenreichen Sommer wie er heuer bei uns war, wäre es sicher nicht gut gegangen......
LG Lisl
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Matthias am 17. November 2004, 23:39:46
Hallo Helga und Lisa,

dass Lablab als mehrjährige Pflanze lange und verholzte Pfahlwurzeln bekommt habe ich selber noch nicht gesehen. Es wird aber auf diversen Bildern und Webseiten gezeigt und beschrieben, daher muss ich davon ausgehen dass die Aussage stimmt.

Ob eine Überwinterung im dunklen Keller erfolgreich ist, auch hierzu fehlen mir die Erfahrungen ich habe die Helmbohne bisher nur einmal im Feiland angebaut, die Blüte setzte erst sehr spät ein, der Ertrag war dementsprechend niedrig.

Lisl, daher könntest du versuchen die Lablab Samen gleich in ein hohes und großes Gefäß aus zusäen, was du dann im Herbst in den Keller oder im Wintergarten aufstellst.

Deine damit gemachten Erfahrungen würden mich sehr interessieren.
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: brennnessel am 18. November 2004, 08:45:49
Das werde ich kommendes Jahr versuchen, Matthias!
LG Lisl
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Knusperhäuschen am 22. Mai 2007, 17:21:14
Ich krame mal diesen uralten thread wieder hervor!
Bin heute an Samen der Helmbohne (Ruby Moon) gekommen und möchte sie so schnell wie möglich sähen. Hat in den 2 1/2 Jahren seit dem letzten Post irgendjemand weitere Erfahrungen gesammelt? Ich würde mich über die im "Beipackzettel" genannten auffälligen Blüten sehr freuen und essen würde ich die Hülsen auch gerne, besteht da Hoffnung, wenn man jetzt noch sät (evtl. Vorkultur...)?
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Knusperhäuschen am 23. Mai 2007, 21:07:55
Keiner mehr, der in den letzten Jahren Erfahrungen mit der Helmbohne aka Faselbohne aka Hyazinthbohne aka Lalab Purpureus aka Dolichos Lablab gemacht hat? ???
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Günther am 23. Mai 2007, 21:19:38
Nur, daß im Vorjahr, wohl, weil zu spät gezogen, nix reif geworden ist.
Heuer hab ich nichts angesät.
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: riesenweib am 23. Mai 2007, 21:34:03
ich probier heuer aus, hab sie aber schon vorgezogen gekauft ... hoffe im weiteren auf eigenen samen.

lg, brigitte
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: SouthernBelle am 23. Mai 2007, 21:50:47
Wuchs letztes Jahr problemlos und schnell, schoene Blueten, dramatische Schoten. Aber wenn man mehr Blueten will, muss man die Schoten wohl abpfluecken... habe keinen Ueberwinterungsversuch gemacht wegen der Ausmasse. Habe auch nix gegessen: wenn sowas schon "Faserbohne" heisst und als Viehfutter verwendet wird!

Nachtrag: gabs und gibts in Dland von Kiepenkerl
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Zittergras am 23. Mai 2007, 21:58:38

Ich hatte sie im Vorjahr!
Auch heuer habe ich wieder welche vorgezogen, momentan wollen sie noch nicht so recht, aber wenn sie einmal in Schwung kommen, dann geht was weiter!
Überwintert habe ich nix und zum Essen waren sie mir auch zu schade. Überhaupt waren die meisten Schoten erst recht spät im Herbst dran.

Sie standen in einer alten Zinkwanne und in einem tiefen Trog auf der Terasse, tlw. überdacht, sehr sonnig und heiß. Das haben sie gut vertragen. Auch Samen wurden reif, war ja auch ein heißer Sommer.
Ich würde es noch versuchen, sie auszusäen, garantiere aber für gar nix. ;)
L.G. Eva
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Knusperhäuschen am 23. Mai 2007, 22:10:30
Jau, die Samen hab´ ich auch von Kiepenkerl.....
Ich hab´ sie einen Tag gewässert und einige Körnchen heute gelegt, so, dass sie "die Glocken läuten hören können", mal schau´n was daraus in diesem Jahr noch wird, die Samen sind, Bohnen halt, ja noch einige Jahre haltbar, nächstes Jahr werde ich es mal mit Vorkultur versuchen, dann müssen die Dinger ja auch Samen produzieren, und mit meiner heutigen Aussaat schaffen sie das ja wohl hier nicht mehr...
Aber gespannt bin ich schon, sie stehen jetzt in einem neu kultivierten Gartenstreifen, wo ich auch die Tomaten untergebracht hab´, das Klima, dass ich mir da für die Tomaten erhoffe, müsste ihnen ja wohl zusagen...

Überwintern von frei ausgepflanzten Individuen wird doch wohl auch nicht gehen, angeblich haben sie doch eine ziemlich tiefreichende Pfahlwurzel, da muss man sie ja wohl gleich im Topf kultivieren, oder?
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Zittergras am 23. Mai 2007, 22:27:40

Ich kann mir nicht vorstellen, daß Du es schaffst, sie im Herbst in einen Kübel zu packen. Wie es unter der Erde ausgesehen hat, kann ich gar nicht einmal sagen. Meine durften bleiben, bis sie ganz erfroren waren und das hat lange gedauert, unter Dach und diesen Winter. Und dann habe ich sie einfach nur abgezwickt. Die Wurzel ist in der Erde geblieben.

Die Glocken, die läuten, vertreiben leider nicht die Schnecken. Das habe ich heute wieder erfahren. Also, Adlerauge sei wachsam! ;)

l.G. Eva
Titel: Re:Dolichos Lablab
Beitrag von: Knusperhäuschen am 23. Mai 2007, 22:41:33
Eigentlich hab´ ich auch keine Lust, noch einen Pott zu überwintern, ist ja jetzt schon kein Platz mehr, wenn ich das alles so überblicke, ich wollte der Pott-Orgie sowieso abschwören, ist mir aber dieses Jahr (wie immer....) mal wieder nicht gelungen. Nächstes Jahr mit gaaaanz früher Vorkultur, vielleicht bringt´s das ja.....

Meine gekeimten Buschbohnen und Zuckererbsen sind noch unangetastet, noch keine Schnecken, Amseln oder Tauben d´rangewesen, aber ich werde auf der Hut sein, danke....!