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Garten- und Umwelt => Naturfotografie => Thema gestartet von: Jay am 23. Mai 2010, 18:10:24

Titel: Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 23. Mai 2010, 18:10:24
Hallo,

meine Kompaktkamera macht aus welchen Grunden auch immer keine schönen Fotos mehr. :-[
Zufällig kam diese Woche auf Galieo ein Test zwischen Kompakt-, Bridge- und Spiegelreflexkameras und das fand ich sehr interessant.

Da mir Fotoqualität schon wichtig ist, denke ich, werd ich mir eine SLR Kamera zulegen. Aber welche? Es gibt viele und vor allem find ich die Preisunterschiede sehr verwirrend wo ich auf den ersten Blick keine großen Unterschiede feststellen kann.

Bisher habe ich eine Samsung DIGIMAX A50 mit 5 Megapixel.

In erster Linie möchte ich Pflanzen fotografieren und auch Nahaufnahmen (Makroaufnahmen) machen können. Gibt es im Bereich von 300-400 EUR gute SLR Kameras die ihr mir empfehlen könnt oder muss man mehr ausgeben?

Ich kenn mich in dem Bereich Kameras nicht sonderlich gut aus, deswegen brauche ich da etwas Hilfe von euch.
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: frida am 23. Mai 2010, 18:31:32
In der Preisklasse müsstest Du gebraucht kaufen. Das muss aber kein Fehler sein, Du bekommst auch teilweise gebrauchts Cams mit Garantie.
Welche Marke/Modell Du wählst, so wirst Du von den jeweiligen Nutzern die jeweiligen Empfehlungen bekommen. Von mir also die Empfehlung für Pentax, nicht weil sie besser ist als die anderen, sondern weil Du für Pentax noch gebraucht analoge Objektive für wenig Geld kaufen kannst, die sehr gut abbilden. Allerdings dann voll manuelle Einstellung.
Letztlich schlagen die Objektive immer teurer zu Buche als die Kamera, wenn Du die Kapazitäten einer DSLR nutzen willst. Möchtest Du nicht in Objektive investieren (z.B. Makro neu um die 400,-) - dann kauf Dir eine gute Bridge.
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Thomas am 23. Mai 2010, 18:31:53
Hallo Jay,

für dein Budget und das, was du machen möchtest, ist eine gute Kompaktkamera sicher die bessere Wahl. Denn bei einer dSLR kommen ja noch die Kosten für die Objektive hinzu: Ein kleines Zoom und ein Makro-Objektiv. Da landest du eher in der Preisklasse ab 800 Euro aufwärts.

Sehr gut - wenn nicht die beste ihrer Klasse - ist die Canon Powershot G11. Leider ist sie ein klein wenig teurer als der von dir genannte Budgetbereich. Aber jedenfalls bietet sie alles, was du brauchst. Sie ist solide gebaut, hat eine sehr gute Optik mit starkem Makro, liefert sehr gute Bildqualität, ist einfach zu bedienen, bietet aber auch sehr viele Steuerungsmöglichkeiten, wenn man möchte.


Liebe Grüße
Thomas
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Marion am 23. Mai 2010, 18:35:50
Gibt es im Bereich von 300-400 EUR gute SLR Kameras die ihr mir empfehlen könnt oder muss man mehr ausgeben?

Für den genannten Preis bekommt man schon eine DSLR, das ist die untere Preisklasse, für den Einstieg ist das vollkommen in Ordnung. Aber: grundsätzlich ist jede Spiegelreflex nur so gut, wie das Objektiv, das du dran hängen hast.

Da fängt es dann an:

Die meisten mitgelieferten Objektive taugen wenig, bitte korrigiert mich, falls ich mich doch irre. Für ein Objektiv der Mittelklasse (das einen Brennweitenbereich für Rundum-Situationen abdeckt) legst Du dann gerade nochmal soviel hin, wie für die Kamera selbst.

Solltest Du dann irgendwann Blut lecken (Achtung, geht schnell), geht es mit Preis und Qualität senkrecht aufwärts. Zu diesem 'Allround-Objektiv', kommt dann vielleicht doch noch so eine schöne Festbrennweite mit super Licht und Brillianz, lecker ...

Während in Kompakten z.B eine Makrofunktion integriert ist, geht das bei DSLR nochmal separat, eben über ein Makro-Objektiv. Teuer!

Dergleichen legt man sich über die Jahre hinweg zu, eins nach dem anderen, da das Blitzgerät, später dies oder das.

Kurz: Die Entscheidung für eine DSLR ist eine Entscheidung von vieljähriger Relevanz. Dito die Entscheidung für diesen oder jenen Hersteller, Pentax, Canon, Nikon etc.
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Marion am 23. Mai 2010, 18:39:14
Ja, Jay, da würde ich mich Frida und Thomas anschließen. Auch Kompaktkameras können überraschend gute Bilder machen.

Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 23. Mai 2010, 19:26:09
Ich danke euch für eure Antworten und hab gleich die nächste Frage. Was haltet ihr von dieser hier?

http://www.amazon.de/Canon-SLR-Digitalkamera-Megapixel-Live-View-Geh%C3%A4use/dp/B000V9JR5Y/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=ce-de&qid=1274635449&sr=1-1

(Canon EOS 40D SLR-Digitalkamera)
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: marygold am 23. Mai 2010, 19:36:07
Soweit ich weiss, ist die Canon Eos 1000d das Einsteigermodell bei Canon, dann folgen die mit den dreistelligen Ziffern: 350, 450, 500

die zweistelligen sind meines Wissens schon semiprofessionelle Geräte.

Wenn es also auch eine gebrauchte sein darf, schau auch mal bei den dreiziffrigen Gerätenummern.

Gebrauchte Makroobjektive sind allerdings immer noch recht teuer
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: marygold am 23. Mai 2010, 19:41:26
lies mal hier
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 23. Mai 2010, 20:36:14
Danke marygold, ich hab mich mal über die Canon EOS 1000D schlau gemacht. Da hab ich das hier gefunden (Bewertung)

Ist dann diese Blende nicht so gut? Ist es besser das Gerät ohne zu kaufen wie es dort steht und die Blende selber auszusuchen? Und ist das Modell ohne eigene Blende nicht fotografierfähig oder wie genau muss ich mir das vorstellen?
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Marion am 23. Mai 2010, 23:27:33
Zitat
Ist dann diese Blende nicht so gut? Ist es besser das Gerät ohne zu kaufen wie es dort steht und die Blende selber auszusuchen? Und ist das Modell ohne eigene Blende nicht fotografierfähig oder wie genau muss ich mir das vorstellen?

Sicherlich meinst du mit 'Blende' das Objektiv, eine Blende sitzt im Objektiv. Insofern, ja. Wie ich oben in # 3 schon sagte, sind die Objektive, die mit den Gehäusen - im Set - angeboten werden, schlichtweg Gurken. Deren Abbildungsleistung ist schlechter als mit (guten und günstigeren) Kompaktkameras.

Jay, aus dem Bauch heraus: Kann es sein, dass du dich gerade in etwas verrennst? Wenn du just anfängst zu fotografieren, bist du mit einer guten Kompakten oder mit einer Bridge besser beraten. Thomas schlug dir oben die Canon G11 vor. Daran kann man wirklich seine Freude haben.

Auch preislich. Oben nennst du "300-400" Euro. Mit Gehäuse und einigermaßen akzeptablem Objektiv bist du schon bei rund 800,-, neu, gebraucht etwas weniger.

auch Nahaufnahmen (Makroaufnahmen) machen können.

Dafür bräuchtest du auch noch ein Makro-Objektiv: um die 400,-€ zusätzlich.

Was denn jetzt?

Nun doch noch: Die Canon 1000D hatte ich schon in der Hand, der Sucher wäre mir zu klein, damit lässt sich kaum positionieren ... (Du weißt doch was ein Sucher ist?) Die weniger wertige Verarbeitung, wie auch ein paar fehlende Features (z.B. Spotmessung) führen meiner Meinung nach dann zur 450 D. Bei all dem, was du ausgeben müsstest, könnten sich die rund 100,- € mehr durchaus lohnen. Falls.

Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Marion am 23. Mai 2010, 23:34:45
Schau und stöbere mal hier in diesem Forum, auf der linken Seite unter "Testfotos", es lässt sich nicht direkt verlinken.




Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Brigitte1 am 24. Mai 2010, 10:53:11
Hallo Jay,
ich plädiere ebenfalls dafür (wenn du nicht gebraucht kaufen möchtest) lieber eine gute Kompaktkamera zu erwerben als ein preiswertes Spiegelreflexmodell, zumal es mit den notwendigen zusätzlichen Objektiven zwangsläufig teuer wird.

Überlegenswert finde ich zudem noch: der Vorteil von Kompaktkameras ist ja die große Schärfentiefe, die wird aber dann eher zum Nachteil,wenn man freistellen möchten, was mit einer Spiegelreflex viel leichter möglich ist.

Ich selbst habe die Pan.Lumix FZ 28, mit der ich sehr zufrieden mit (sie hat offiziell nicht so gute Rauschwerte m. W., ist mir aber selbst nicht aufgefallen) und mit der ich lieber fotografiere als mit meiner Nikon D 40.Reizvoll ist auch der 18-fach Zoom. Am Anfang wollte ich den gar nicht haben, aber nun mache ich damit mittlerweile auch Tieraufnahmen und weiß diese Möglichkeit zu schätzen.

Preislich hat die FZ 28 (ebenso die FZ18 u. FZ 38) den Vorteil, dass man sie aufgr. ihrer Beliebheit und Verbreitung übers Internet sehr preiswert bekommen kann (ca. für 270 Euro, im Laden vorort i.d.R. ca. 400 E).


LG Brigitte1
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 24. Mai 2010, 12:34:44
Hi Marion,

entschuldige, aber ich bin ein absoluter Anfänger in Sachen Fotografieren. :-[ Ich bin mit den ganzen Begriffen nicht so vertraut.
Mir ist Bildqualität sehr wichtig, und der Galileobericht zeigte wie gut die DSLR bei weniger guten Lichtverhältnisssen ist im Vergleich zu Kompakt oder Bridge.

Ich denke die zusätzliche Aufrüstbarkeit mit den verschiedenen Objektiven ist eine tolle Sache die bei Kompaktkameras ja leider nicht möglich ist, zumindestens bei meiner nicht.

Ok, preislich hatte ich da wohl die falschen Vorstellungen, wusste nicht das die Objektive so teuer sind, aber von der Bezahlbarkeit wäre das für mich jetzt kein Problem oder Hinterungsgrund.

Ist das hier eine Makroaufnahme?
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Marion am 24. Mai 2010, 12:45:15
der Galileobericht zeigte wie gut die DSLR bei weniger guten Lichtverhältnisssen ist im Vergleich zu Kompakt oder Bridge.

Hat Galileo (kenn ich, Sohnemann schaut das auch gerne) auch verraten, dass das ausnahmslos nur dann gilt ...
... wenn du ein gutes Objektiv mit guter Lichtstärke dranhängen hast!!!

Okay, Jay, ich zumindest gebe es auf. ;D Ab in die andere Liga. ;D

Zitat
Ist das hier eine Makroaufnahme?

Ja.
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Thomas am 24. Mai 2010, 13:10:14
Gerade wenn man nicht viel Ahnung von Fotografie hat, sollte man erstmal mit einer Kompakten anfangen. Die Vorteile einer dSLR gegenüber einer guten Kompakten wirklich auszunutzen setzt einiges an Wissen voraus. Ich hab den Galileobericht nicht gesehen, aber Fotos bei extrem schlechten Lichtverhältnissen dürften bei dem, was du vorhast zu fotografieren, zu den absoluten Ausnahmen gehören.

Umgekehrt kann man leicht frustriert sein, wenn man erst eine dSLR hat, aber sie nicht richtig benutzen kann. Speziell wenn es um Nahaufnahmen und Makros geht, macht es einem eine gute Kompakte wie die Powershot viel leichter als eine dSLR.

Im Übrigen macht Nina mit einer Canon Powershot G10 (Vorläufer der G11) in mindestens 85% der Fälle genau so gute Fotos wie ich mit meiner Profi-dSLR und den ganzen Objektiven.


Liebe Grüße
Thomas
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Marion am 24. Mai 2010, 13:32:49
Jay, in Thomas' Beitrag kannst und solltest du Satz für Satz, Gedanke für Gedanke beherzigen.

Als ich - relativ, nicht ganz - unbedarft erstmals mit der DSLR fotografierte: Ich hätte sie an die Wand klatschen können.

Oder das Makro-Objektiv, seit Jahren (Plural!) mühe ich mich damit ab, so ganz langsam nähern wir uns.

Du hast bereits eine kleine Kompakte, ja. Die Fotos bei Luna in der Küche habe ich gesehen ... Die die Dir vorgeschlagen Kompakten, es gibt noch andere, wären ein schon ein gewaltiger Qualitätssprung.

Das war der letzte Versuch. ;D




Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: birgit.s am 24. Mai 2010, 17:23:23
Ja, die Standardaussagen von solchen Berichten wie in Galileo lassen immer alles so einfach aussehen und sind in diesem Fall eigentlich sogar richtig ;)

Erstmal damit wir wissen worüber wir reden:

Der Galileo Bericht (Achtung ein Video welches mit Werbung startet und ein schnelle Internetverding voraus setzt!)

Gut fand ich z.B. den Hinweis das ein mehr an Pixel bei den Kompaktkameras keine bessere Bildqualität bedeutet. Hier war die Aussage eine geringe Pixelzahl ist gleich gut wie eine hohe Pixelzahl. In der Realität ist die Bildqualität bei Kompaktkameras mit kleiner Pixelzahl sogar besser.

Die Aussage "Spiegelreflexkameras trägt man nicht so einfach mit sich rum" ist auch sehr richtig.

Dann kam allerdings eine Aussage die ich einfach zu allgemein gehalten finde "Selbst unter schwierigen Bedingungen, unter denen andere Kameras versagen, kann man mit einer Spiegelreflexkamera noch Bilder machen". Wenn andere Kameras komplett versagen sind die Bedingungen meistens so schwierig, dass ich auch bei Spiegelreflexkameras die ganz teuren Bodies und Objektive brauche.

Die Aussagen zum Thema Blitz sind auch richtig. Wobei man darauf achten sollte das der Bericht auf den internen Blitz der DSLR gar nicht erst eingeht und der externe Blitz an der Kamera fast genau so viel kostet wie die Kamera die dort zu sehen ist.

Die Aussagen zum Thema Rauschen sind auch durchweg richtig. Der große Vorteil der DSLR Kameras ist nun mal die größere Sensorfläche und dadurch das geringere Rauschen. Wobei ich hier dann auch noch mal APS-C Kameras und Vollformat Kameras unterscheiden kann und sollte.

Was ich nicht gut fand waren die Preisaussagen des Berichtes die waren nämlich meistens etwas niedrig.

Wer sich damit beschäftigt, ob er sich eine DSLR kauft, sollte bedenken das gerade bei diesen Kameras die Ausrüstung meisten größer wird als man rechnet und um ein vielfaches teurer als man zu Anfang denkt. Die ersten Fotos aber meistens schlechter als mit einer Kompakten.

Gruß Birgit

PS: Die Reihenfolge des Produkt-Placements in dem Bericht fand ich übrigens sehr passend und richtig ;) ;D ;)
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 25. Mai 2010, 11:11:05
Danke Birgit, genau das ist der Bericht.

@Thomas

Ich bin aufgrund der letzten Aussage von dir etwas verwirrt.

Wenn Nina mit einer Digitalkamera genau so gute Bilder macht als du mit einer teuren DSLR Kamera, warum hast du dann eine DSLR Kamera und nicht auch die Canon Powershot G11?

Ich habe mir auf chip.de einen Test durchgelesen, wo die Powershot G11 auf Platz 1 ist (natürlich nur im Vergleich zu anderen Digitalkameras) und 87% bei der Bildqualität erhalten hat. Die Canon EOS 1000D mit einem 300 EUR Objektiv hat auch nur 87% bei der Bildqualität erhalten. Wie kann das sein? Womit rechtfertigt man die ca. 300 EUR Mehrkosten?

Kann ich die Canon Powershot G11 auch programmieren wann sie auslöst? z.B. möchte ich der Kamera sagen, dass sie alle X Minuten ein Bild schießen soll. Geht das? Ich möchte damit nämlich auch so tolle Zeitraffervideos zusammenschneiden wie das hier beispielsweise.

Zusätzlich sollte ich vielleicht noch sagen, dass ich hauptsächlich Pflanzen fotografiere, die max. 1-2 Meter von der Kamera entfernt sind. Aufnahmen über größere Distanzen möchte ich eigentlich nicht machen.

Und noch was zu den Lichtverhältnissen: Ich möchte auch gerne qualitativ hochwertige Bilder schießen können wenn im gleichen Raum meine Natriumdampflampe brennt. Bisher ging das nur wenn ich zig Pappdeckel als Lichtschutz davorstellte. Das sah dann so aus:

http://www.melonenfans.de/images/tagebuecher/2009/keimung2.jpg
http://www.melonenfans.de/images/tagebuecher/2009/veredelung013.jpg

Das Display flackerte immer aufgrund der Helligkeit der Natriumdampflampe und somit waren auch nie gute Bilder möglich. Auch einer der Gründe, warum ich unbedingt ein gutes Modell haben möchte.

Fazit: Kommt die Powershot G11 mit diesen Anforderungen klar?
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Re-Mark am 25. Mai 2010, 11:29:51
Hi,

ich mische mich auch mal dazwischen...

Danke Birgit, genau das ist der Bericht.

@Thomas
Wenn Nina mit einer Digitalkamera genau so gute Bilder macht als du mit einer teuren DSLR Kamera, warum hast du dann eine DSLR Kamera und nicht auch die Canon Powershot G11?

Soweit ich mich erinnere schrieb Thomas, dass Ninas Kompakte Kamera in ca. 85% der Fälle so gute Bilder macht wie seine DSLR. Er betreibt also den Aufwand für die 15% der Fälle, in denen die Spiegelreflex eben die besseren Bilder macht. Und wenn man bedenkt, dass man mit einer Digicam tausende Bilder macht, von denen aber nur ein Bruchteil wirklich gut sind, dann spielt die Qualität der 15% Besten eine große Rolle.

Zitat
Ich habe mir auf chip.de einen Test durchgelesen, wo die Powershot G11 auf Platz 1 ist (natürlich nur im Vergleich zu anderen Digitalkameras) und 87% bei der Bildqualität erhalten hat. Die Canon EOS 1000D mit einem 300 EUR Objektiv hat auch nur 87% bei der Bildqualität erhalten. Wie kann das sein? Womit rechtfertigt man die ca. 300 EUR Mehrkosten?

Ich habe den Test nicht gelesen, aber chip.de ist nunmal eine Computerzeitschrift, kein Fotomagazin. Und eine Spiegelreflex kauft man vor allem wegen der größeren Flexibilität, nicht weil sie von ganz allein bessere Bilder macht. Man hat die Wahl beim Objektiv, und man hat meist eine größere Lichtempfindlichkeit. Findet sich in dem Chip-Test etwas zur Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen? Also z.B. Bilder, die mit ISO800 Lichtempfindlichkeit aufgenommen wurden?

Zitat
Zusätzlich sollte ich vielleicht noch sagen, dass ich hauptsächlich Pflanzen fotografiere, die max. 1-2 Meter von der Kamera entfernt sind. Aufnahmen über größere Distanzen möchte ich eigentlich nicht machen.

Hast du dir mal Kameras mit Schwenkmonitor angesehen? Meine erste eigene Digicam war eine Canon Powershot G2, also ein Urahn der G11... da konnte man den Monitor zur Seite rausklappen und nach oben und unten verdrehen. Meine jetzige Kamera ist eine Canon Powershot Pro1, die hat auch so einen Monitor. Ich möchte den nicht missen. Man kann die Kamera hoch über den Kopf halten (um über Zäune oder über Menschen hinwegzufotografieren) oder man kann sie auf den Boden legen und trotzdem ohne Verrenkungen sehen, was im Sucher ist.
Gerade bei Makroaufnahmen ein sehr nützliches Feature!

Weiß allerdings nicht, welche Modelle mit dieser Ausstattung noch auf dem Markt sind.

Grüße,
Robert
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 25. Mai 2010, 12:04:04
Hier die Testlisten:

Digitalkameras: hier
DSLRs bis 1000,-: hier

Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: birgit.s am 25. Mai 2010, 12:50:03
@Jay

Versuchen wir es mal anders herum. Es gibt einige Fragen die die Kaufentscheidung beeinflussen können.


Gruß Birgit
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Gartenlady am 25. Mai 2010, 12:59:58
@Jay, das sind tolle Tabellen, aber man muss sie auch verstehen. Die Gesamtbewertung sagt nichts über die einzelnen getesteten Features aus, das gilt übrigens auch für die Tests der Stiftung Warentest. Man muss sich erst im Klaren sein, was für einen selbst wichtig ist und dann die Testergebnisse daraufhin vergleichen.

Wir haben schon oft über den Kauf von Kameras diskutiert, einmal habe ich eine Liste der für mich wichtigen Kriterien beim Kauf gepostet. Ich hatte diese Liste auf meinem PC gespeichert. Hier ist sie noch einmal:

Wenn ich mir eine Kompaktkamera kaufen wollte, wären für mich folgende Kriterien wichtig (für eine Bridge-Kamera gilt das auch):

1. der Zoombereich des Objektivs, er müsste im WW-Breich 28 mm haben, im Telebereich bin ich bescheiden, 125mm würden mir reichen.

2. (ebenso wichtig) die Bildqualität, was nicht heißt, dass mich eine hohe Pixelzahl zum Kauf reizen würde.

3. (ebenso wichtig) manuelle Einstellmöglichkeiten für Belichtung und Fokus.

4. Makromöglichkeiten (das haben wohl alle)

5. Bildstabilisator

6. Schwenkdisplay, falls es das noch gibt

Diese Kriterien habe ich mir damals überlegt, ganz falsch sind sie heute sicher auch nicht.

@Jay, Du solltest Dir Gedanken machen über Deine Wünsche an die Kamera.

Eine Freundin von mir wollte zum Einstieg in die Digifotografie erst mal eine ganz kleine Kompaktkamera kaufen um dann auf eine dSLR umzusteigen. Mit viel Überredungskunst gelang es damals sie zum Kauf einer G10 zu überreden. Sie ging damit sofort auf Englandgartenreise, kam mit einem Koffer voller schöner Fotos zurück und mit der Überzeugung, dass sie eine dSLR nicht braucht.


Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Re-Mark am 25. Mai 2010, 13:08:44
Ich sehe, dass die Canon G11 ihr Schwenkdisplay zurückbekommen hat, welches man irgendwo bei den Vorgängern weggenommen hatte. Und sie bietet eine Lichtempfindlichkeit wie eine DSLR (die DSLR wird trotzdem weniger rauschen). Und Bildstabilisator...

Cool. Nimm die. Die G-Serie hat zwar nicht so große Sensoren wie eine Spiegelreflex, aber immerhin größere als die meisten anderen Kompaktkameras. Und sie hat einen Blitzschuh, um einen externen Blitz aufzustecken. Ein guter externer Blitz kostet zwar nochmal soviel wie die Kamera, aber du kannst es ja mal mit einem geliehenen ausprobieren.

Zu der Billigspiegelreflex: ich würde niemals das allerunterste Gerät einer Kategorie nehmen, und das ist die EOS1000D bei Canon nunmal. Die "Digital Rebel"-Serie mit dreistelligen Nummern (400D, 450D, 500D ...) war schon als Einsteigerserie gedacht, und nun hat man es mit 1000D noch billiger (mehr Plastik?) gemacht... neh, muss nicht sein. Gute Objektive kosten sowieso mehr als die Kamera, da lohnt es nicht am Body 100 Euro zu sparen.

Apopos Objektiv: bei chip.de haben sie als Ojektiv für den Test eine Festbrennweite mit 50 mm 1,4 Blende genommen, wenn ich das richtig sehe. Das düfte zum Schärfsten gehören, was man für unter 1000 Euro auffahren kann. Der mitgelieferte Universalzoom wird bei weitem nicht so gut sein.
Falls also die Bildqualitätskala bei chip.de für Kompaktkameras und Spiegelreflex die gleiche sein sollte (falls also 87% bei Kompakt tatsächlich das gleiche sein soll wie 87% bei DSLR), dann wäre die Bildqualität der G11 also sogar deutlich besser als die der EOS1000D, normalerweise (= mit üblichen Objektiven).

Hier ein richtiger, ausführlicher Kameratest für die G11:
http://www.dpreview.com/reviews/canong11/

Und hier der für die 1000D:
http://www.dpreview.com/reviews/canoneos1000d/


Grüße,
Robert


Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 25. Mai 2010, 13:28:55
Wofür möchtest Du die Bilder verwenden möchtest. Um diese ins Forum zu stellen, für eine HP oder für ein Buch oder großformatige Kalenderdrucke?
--> In erster Linie für meine HP.

Wie wichtig ist Dir die Farbtreue der Bilder?
--> Sehr wichtig, meine bisherige Samsung Digimax A50 lässt die Farben zu hell erscheinen und das gefällt mir nicht.

Wieviele Bilder in einem Monat schweben Dir vor?
--> Wenn ich alles zusammenrechne (privat, Beruf), dürften es pro Monat um die 300-400 Fotos sein.

Welchen zeitlichen Aufwand bist Du bei schwierigen Bildern pro Bild bereit zu treiben?
--> Mit meiner aktuellen brauch ich ja jetzt schon gute 20 Minuten pro Bild bis alles mal einigermaßen passt und nichts rauscht.

Wieviel Prozent der Bilder sind in Gegenwart der Natriumdampflampe?
--> Wenn ich ein Wachstumszeitraffervideo erstellen möchte ist der Anteil schon sehr hoch, auch während der Anzucht mache ich dort viele Fotos. Auf meiner HP zeig ich nur wenige davon weil die qualitativ zu schlecht sind.

Ist deine Durchschnittliche Aufnahmedistanz 1m - 1,5m oder bewegen wir uns ständig im Zentimeterbereich?
--> Aktuell ist das meine Distanz zu den Pflanzen. Speziell im Gewächshaus könnte ich gar nicht weiter auf Abstand gehen

Sagen Dir die Begriffe Weissabgleich, Farbtemperatur, Mischlicht und RAW-Bilder was?
--> Die Begriffe sagen mir was, aber solche Sachen kann ich mit meiner Digitalkamera nicht einstellen, da gibts nur den Punkt Helligkeit. :-\

Kannst Du mit einer Bildbearbeitung umgehen?
--> Ja kann ich, das macht bei mir den größten Teil der Arbeit aus um die Qualität wenigstens hier noch ein bisschen Qualität rauszuholen.

Wo ist die Schmerzgrenze bei den Kosten?
--> Soweit ich mich jetzt eingelesen habe, bräuchte ich ja das Gerät, ein normales Objektiv und eins für Makroaufnahmen, richtig? Ich denke 1000 - 1300 EUR könnte ich da noch verkraften. ;)
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Thomas am 25. Mai 2010, 14:40:39
Hallo Jay,

die G11 ist halt sehr gut, und das billige Kitobjektiv zur EOS 1000D ist nicht besonders gut. D.h. man muss an einer dSLR mehr Geld für gute Objektive ausgeben.

Der Grund ist der größere Sensor einer dSLR, er erfordert größere Objektive. Und die sind eben schwerer und teurer.

Warum ich nicht mit der G11 fotografiere, das frage ich mich manchmal auch ;)

Aber es sind eben die verbleibenden 15% der Situationen, in denen ich gerne Fotos mache. Das sind vor allem Schnappschüsse auf Reisen, gerade auch bei schlechtem Licht.


Ob Digitalkameras generell mit Natriumdampflampen zurecht kommen, weiß ich leider nicht.

Und für Intervallaufnahmen würde ich einen separaten Funk-Auslöser dazu kaufen, z.B. den Universal Timer-Auslöser Phottix Nikos. Für den sind verschiedene Adapterkabel erhältlich, sodass man ihn auch an anderen Kameras nutzen kann.

Liebe Grüße
Thomas
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Re-Mark am 25. Mai 2010, 14:55:05
die G11 ist halt sehr gut, und das billige Kitobjektiv zur EOS 1000D ist nicht besonders gut.

Falls du dich auf das 87% Bildqualität-Testergebnis für beide Kameras bei chip.de beziehst: die haben mit 50mm/1,4 Festbrennweite getestet.

Zitat
Ob Digitalkameras generell mit Natriumdampflampen zurecht kommen, weiß ich leider nicht.

Ich sehe keinen Hinderungsgrund. Ich weiß nicht, was genau die Probleme bei Jays jetziger Kamera verursacht (die Beispielbilder sind unscharf), aber das gelbe Natiumlicht sollte den Fokus eigentlich nicht stören.
Die Farbwiedergabe natürlich schon, da kommt man an der Physik nicht vorbei. Wenn man mit überwiegend gelbem Licht beleuchtet, dann kann das Bild keine natürlichen Farben haben. Aber gegenüber dem jetzigen Modell sollte es schon durch den Weissabgleich deutlich besser werden (es wird ja für die Fotos nicht ausschließlich mit dem Gelblicht beleuchtet).
Das mit dem Flackern müsste man näher ergründen. Ich habe keine Na-Dampflampen, werden die mit Netzfrequenz (50Hz) betrieben? Oder verwendest du, Jay, EVGs (Elektronische Vorschaltgeräte)?

Grüße,
Robert

Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 25. Mai 2010, 15:13:48
Da ist ein Vorschaltgerät dran: http://img19.imageshack.us/i/schaltgert.png/
Sobald ich die Kamera dann einschalte flackert das Display, egal ob ich die Pflanzen unter der Lampe fotografieren will oder eine die weiter entfernt von der Lampe steht.
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 25. Mai 2010, 15:24:09
Zusatzinfo: Ich habe evtl. die Möglichkeit eine G11 und eine Canon EOS ???D auszuprobieren. Welche Nr. die hat weiß ich nicht, Objektiv ist mir auch unbekannt, aber ich sehs ja wenns so weit ist. Drückt mir die Daumen das es damit heute noch klappt!
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Re-Mark am 25. Mai 2010, 15:38:39
Da ist ein Vorschaltgerät dran: http://img19.imageshack.us/i/schaltgert.png/

Das ist definitiv kein EVG, sondern ein normales...

Zitat
Sobald ich die Kamera dann einschalte flackert das Display, egal ob ich die Pflanzen unter der Lampe fotografieren will oder eine die weiter entfernt von der Lampe steht.

Nicht alle Störungen, die im Display sichtbar sind, wirken sich auch auf das Bild aus.

Falls aber auch die Bilder betroffen sind: am besten auf EVG umrüsten. Damit haben die Lampen auch eine größere Effizienz und eine höhere Lebensdauer, das hilft über die Umrüstkosten hinweg.
Beim normalen Vorschaltgerät könnte man es auch mal mit längeren Belichtungszeiten versuchen. Die Netzspanung hat 50 Herz, also müsste die Lampe mit 100 Hz ihre Helligkeitsmaxima haben. Bei Belichtungszeiten in ähnlicher Größenordung oder kürzer weiß man nicht, ob der Kameraverschluss gerade das Maximum oder das Minimum erwischt. Wenn die Belichtungszeit deutlich länger als 1/100 sec ist, also z.B. 1/20 sec, müsste sich das Flackern rausmitteln. Aber solche Einstellungen wird deine jetzige Kamera vermutlich nicht erlauben.

Alles das gilt übrigens im Prinzip auch für normale weiße Leuchtstoffröhrenbeleuchtung, wenn die Röhren ohne EVG, nur mit normaler Drossel (KVG) oder mit VVG betrieben werden. Kann aber sein, dass der Leuchtstoff mehr nachleuchtet als der Natriumdampf.

Grüße,
Robert
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Re-Mark am 25. Mai 2010, 15:53:35
Zusatzinfo: Ich habe evtl. die Möglichkeit eine G11 und eine Canon EOS ???D auszuprobieren. Welche Nr. die hat weiß ich nicht, Objektiv ist mir auch unbekannt, aber ich sehs ja wenns so weit ist. Drückt mir die Daumen das es damit heute noch klappt!

Für Testfotos sollte man möglichst unterschiedliche Motive aufnehmen. Gartenansicht bei hellem Tageslicht sind nicht alles. Auch Makroaufnahmen von Blüten genügen oft, jedenfalls auf den ersten Blick. Interessant wird es bei Innenraumaufnahmen mit und ohne Blitz, bei harten Kontrasten zwischen sonnigen und schattigen Bereichen auf einem Bild, bei feinstrukturierten Flächen wie z.B. Ziegelmauern, bei glänzenden Objekten, bei sich bewegenden Zielen (Menschen, Autos), und wenn das Hauptmotiv nicht im Zentrum ist (Mensch oder Blume neben der Bildmitte, normalerweise fokussiert die Kamera dann auf das in der Mitte, aber moderne Kameras versuchen zu erraten, was eigentlich das Hauptmotiv ist.)

Glänzende Münzen auf einem Geldschein sind ein nettes Testmotiv für Makroaufnahmen (Glanzpunkte auf dem Metall, feinste Muster auf dem Schein). Ein anderes sind Blüten mit flächigen Blütenblättern, wie z.B. Rosen, die bieten feine Farbverläufe, die von Billigkameras zu einem Brei verschmiert werden.

Ok, du hast ja eh gute Kameras im Blick. Denk dran, dass man verschiedene Kompressionsstufen einstellen kann oder (bei diesen guten Kameras) auch ohne Kompression ("RAW"-Format). Und für Vergleiche muss die gleiche Lichtempfindlichkeit (ISO-Empfindlichkeit) eingestellt sein. Natürlich kommt es auch auf andere Einstellungen an, also auch verschiedene Blenden ausprobieren etc.

Lies mal wenigstens einen der oben verlinkten Tests auf dpreview.com durch, da bekommt man schon vorab einen Eindruck, worauf es zu achten gilt.

Grüße,
Robert
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Thomas am 25. Mai 2010, 16:17:42
die G11 ist halt sehr gut, und das billige Kitobjektiv zur EOS 1000D ist nicht besonders gut.

Falls du dich auf das 87% Bildqualität-Testergebnis für beide Kameras bei chip.de beziehst: die haben mit 50mm/1,4 Festbrennweite getestet.

Oops - hatte deinen Post aus Zeitgründen nicht aufmerksam gelesen, Robert.

Wie du oben schon schreibst: Dann müsste die G11 ja eine so fantastische Qualität haben, dass ich es nicht ganz glauben kann. Wie du auch schreibst: Ist halt ne Computer- und keine Fotozeitschrift. dpreview dagegen ist sicher die zuverlässigste Quelle für Testberichte.

@Jay: Testen würde ich vor allem auch mit solchen Aufnahmen, wie du sie üblicherweise machst. Dann hast du direkt einen Vergleich mit der bisherigen Kamera.


Liebe Grüße
Thomas
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 25. Mai 2010, 16:29:15
Testen werde ich auf jeden Fall wie sich beide unter Kunstlicht machen und wie die Makroaufnahmen aussehen. Ich bin sehr gespannt darauf!
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Re-Mark am 25. Mai 2010, 16:34:44
Testen werde ich auf jeden Fall wie sich beide unter Kunstlicht machen und wie die Makroaufnahmen aussehen. Ich bin sehr gespannt darauf!

Du kannst beide mit dem Automatischen Weißabgleich bereiben, mit einer Voreinstellung für das verwendete Kunstlicht (Glühlampe=Incandescent, Leuchtstofflampe=Fluorescent, Blitz...) und mit einem manuellen Weißabgleich, bei dem man die Kamera z.B. auf ein weißes Blatt Papier richtet und einen Knopf drückt, die Kamera merkt sich dann, dass das neutralweiß sein soll und rechnet das Bild entsprechend um.
Man kann aber auch im RAW-Format fotografieren und die Weißabgleicheinstellungen später am Computer vornehmen.

Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: birgit.s am 25. Mai 2010, 18:59:10
Wenn ich mir die Bilder anschaue, dann glaube ich nicht das die bei dem Licht einer Natriumdampflampe gemacht wurden. Ich tippe da auf eine Quecksilberdampflampe, welche bei der Beleuchtung von Pflanzen aufgrund ihres Lichtspektrums auch mehr Sinn machen.
Das durch die Lampe auf den weißen Plastikflächen sehr stark reflektierende Licht, stellt jede Kamera in Bezug auf Dynamikumfang vor eine Herausforderung.
Auch über die Mischlichtsituation sollte man nachdenken. In einem Gewächshaus verändert sich die Lichtfarbe durch das einfallende Tageslicht fortlaufen. Einen manuellen Weissabgleich machen und dann Timeraufnahemn starten macht da nicht unbedingt Sinn. Hier hilft wahrscheinlich nur der Weissabgleich von Hand in einem RAW-Konverter über eine neutralgraue Fläche welche mit fotografiert wurde.
Die Canon G11 beherrscht die RAW-Fotografie, das ist ihr Pluspunkt im Bereich der Kompakten. Ob sie allerdings in Bezug auf Dynamikumfang in diesem Fall meine erste Wahl wäre, möchte ich bezweifeln.

Gruß Birgit

Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Re-Mark am 25. Mai 2010, 19:54:38
Wenn ich mir die Bilder anschaue, dann glaube ich nicht das die bei dem Licht einer Natriumdampflampe gemacht wurden. Ich tippe da auf eine Quecksilberdampflampe, welche bei der Beleuchtung von Pflanzen aufgrund ihres Lichtspektrums auch mehr Sinn machen.

Jay schrieb, dass er für die Fotos Pappdeckel als Lichtschutz gegen das Natiumdampflicht aufgestellt hat. Die Bilder wurden also nicht "bei dem Licht einer Natiumdampflampe gemacht", jedenfalls war es nicht die Hauptbeleuchung.

Für die Zeitrafferaufnahmen blenden Profis das Tageslicht komplett aus und beleuchten nur künstlich und damit gleichbleibend. Aber wenn zumindest direktes Sonnenlicht ausgeschlossen ist, genügt für Jay vielleicht das Zuschalten des Blitzes? Eventuell mit Slaveblitz.

Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 26. Mai 2010, 10:45:13
Ich hab noch ein anderes Leuchtmittel das eher weißlich leuchtet, vielleicht wäre das besser geeignet, muss ich mal nachschauen. Hab eine Aufnahme vom letzten Jahr gefunden wie der Raum aussieht: http://img11.imageshack.us/i/ndlleuchtet.jpg/

Aus meinem Test gestern ist leider nichts geworden. Aber im Laufe dieser Woche klappt es noch.
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 08. Juni 2010, 15:48:21
So, endlich konnte ich testen und ich hab mich für die Canon EOS 450d entschieden. Ist zwar ein älteres Modell, aber preislich habe ich da glaube ich ein Schnäppchen geschlagen. Die Kamera inkl. EF-S 18-55 mm IS Objektiv für 450 EUR. Preislich in Ordnung oder?
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Marion am 08. Juni 2010, 23:21:54
ich hab mich für die Canon EOS 450d entschieden.

Klasse, Jay. Für einen ernstzunehmenden Einstieg in die Digitalfotografie ist die mehr als genug und eine gute Entscheidung. Ich habe die 450 D auch und meine Freude damit. Sofern es in meiner Kompetenz liegt, will ich dir gerne behilflich sein.

Darf ich gleich den Klugsche...modus einschalten? In der Standardeinstellung der Kamera werden die Fotos etwas unscharf. 'Modus' aufrufen (das Knöpfchen links oben) > Bildstil > Benutzerdef.Einstellung > Schärfe 2 points nach rechts ziehen > abspeichern. Nimm das Benutzerhandbuch, dann klappt das schon.

Zitat
Ist zwar ein älteres Modell,

Das macht nichts. Ich bezweifle, dass die beiden Nachfolgemodelle der 450 D von ihrer Abbildungsleistung her, die ja das entscheidende ist, besser sind. Auf diesen Pixelwahn und gar Video kann man doch gut verzichten.

Zitat
EF-S 18-55 mm IS Objektiv

Das ist das Kitobjektiv. Sollten die Fotos unbefriedigend sein, liegt das nicht zwingend an Dir. Sondern eben an der Linse. ::)

Zitat
Die Kamera inkl. EF-S 18-55 mm IS Objektiv für 450 EUR. Preislich in Ordnung oder?

Das weiß ich nicht. Ich habe vor 2-3 Jahren bei meinem 'Händler um die Ecke' meine ururalte 300 D (Erstlingsmodell der Canon-DSLR) in Zahlung gegeben und für die 450 D (ohne Linse) dann nur noch 150,- € zahlen müssen, eine erfreuliche Überraschung.

Viel Spaß mit den Räppelchen. Lass Dich bloß nicht frustrieren, wenn das anfangs alles nicht so überzeugend aussieht. Und vor allem: frag ruhig.
Titel: Re:Kaufempfehlung
Beitrag von: Jay am 09. Juni 2010, 21:43:25
Also ich finde die Bildqualität jetzt schon 10 mal besser als die meiner Digitalkamera. :D
Hab mal ein anderes Objekt testen dürfen, weiß leider nicht mehr welches das war, nur das es ein Teleobjektiv war.

Ich bin begeistert! Vor allem die Einstellungsmöglichkeiten finde ich ganz toll, man kann den Hintergrund verschwimmen lassen oder scharf machen, man kann regelrecht "spielen". :D

@Marion (hast du deinen Usernamen geändert?)
Welche Objektive würdest du denn empfehlen?