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Pflanzenwelt => Rosarium => Thema gestartet von: Torador am 25. Mai 2010, 16:19:01

Titel: Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Torador am 25. Mai 2010, 16:19:01
Hallo ihr Rosenliebhaber,

brauche dringend mal ein paar gute Ratschläge.

Wir möchten unser Neubaugrundstück in einen schönen Rosengarten umwandeln!
Gibt es gute Bücher "Anlage eines Rosengarte"? Woauf muss man besonders achten? Wir haben hier "schluffigen Sand" als Unterboden ud guten Oberboden, da hier mal ein Wald stand.

Aus diesem Grund haben wir auch viele Auflagen:

Wir müssen eine Wildrosenhecke anlegen, erlaubt sind die Sorten Büschelrose und schottische Zaunrose. Die Hecke soll 30 m lang und 5 m breit werden, darin müssen auch noch 5 Vogelkirschen (oder Süßkirschen) stehen.
Kann ich in die Hecke noch ein paar sinnvolle Wildrosen iintigrieren? Oder soll so eine Hecke nur aus 2 Sorten bestehen?
Wie soll ich die Sorten verteilen? Immer abwechselnd, oder lieber 10 zu 10 oä?
Gibt es Sachen auf die ich sonst noch achten soll?

Bin totaler Anfänger! Und ich muss noch wietere 700qm verplanen *zuhülfe*

LG, Eva
 
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: rorobonn † am 25. Mai 2010, 16:27:54
oh, was für ein schönes projerkt...vermutlich könnte man den therad auch ins atelier schieben, da es aber weniger um das gestalten, als um die rosenwahl geht, ist es hier vermutlich aber auch gut aufgehoben im rosartium

es gibt rosen mit duftendem laub, rosen mit schöner herbstfärbung, rosen mit den unterschiedlichsten hagebuttenfarben- und formen usw usw usw :-))

wie wichtig ist duft, gibt es besondere farbwünsche usw usw usw :D

gukc auch schon einmal in unsrere linksammlungen rund um die rose bzw rosenklassen und sorten: da ist oft schon viel gesammelt udn abrufbar :D
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: mame am 25. Mai 2010, 16:33:48
Das verstehe ich nicht ganz: Du schreibst von nur 2 erlaubten Sorte (Arten?) und möchtest aber noch weitere Vorschläge. Dürft Ihr also doch mehr Verschiedenes pflanzen? Falls das eine Auflage der Gemeinde oder des Landratsamtes ist: wenn da ein kompetenter Sachbearbeiter zuständig ist, dann kann man sowas manchmal auch ganz unbürokratisch regeln und eigene Pflanzvorschläge machen. Ich fände es sinnvoll, auch ein paar andere Wildgehölze (Nichtrosen) zu integrieren. Bei den Rosen wäre mehr Vielfalt auch schön, vielleicht mit unterschiedlichen Blütezeiten. Ein gutes Buch zu diesem Thema ist das von Reinhard Witt, von dem mir gerade der Titel nicht einfällt. Ich schau mal nach, ob das schon irgendwo erwähnt wurde.
edit:
Hier #379
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: rorobonn † am 25. Mai 2010, 16:35:00
ein gutes buch ist auch m.e. immer von schultheis "die besten arten und sorten"
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Danilo am 25. Mai 2010, 16:36:29
Bevor es an planerische Dinge geht, finde ich es wichtig, zunächst die rechtliche Lage zu klären. Die ist mir auch nicht 100%ig klar geworden.
Ist es richtig, daß a) eine Rosenhecke Pflicht ist, also vertraglich festgelegt? Und steht wirklich drin, daß nur diese beiden genannten Rosenarten erlaubt sind?
Wenn ja, dann erübrigt sich ja schon die Frage nach alternativen Sorten.
Vielleicht meint der Verfasser dieser Regeln ja etwas ganz anderes. Allein der Begriff "Büschelrose" ist eine deutsche Bezeichung für etliche Rosenarten und Kreuzungen. Sowas hat in einem Gesetzestext ohne lateinische Bezeichnungen überhaupt nichts zu suchen. Das sollte man also genau abklären.

Aber mal nebenbei: Wer in Gottes Namen stellt solch unsinnige Auflagen und fordert a) eine Wildrosenhecke, und dann auch noch mit nichtheimischen Rosen? ???
Das will mir einfach nicht in den Sinn. :(
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: mame am 25. Mai 2010, 16:40:15
danilo: "Büschelrose" steht bei diesen kommunalen Freiflächengeschichten normalerweise für R. multiflora. Oft wissen die Zuständigen aber die botanischen Namen gar nicht. ::)
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: riesenweib am 25. Mai 2010, 17:02:08
naja, aber auch mit botanischem namen wird sie nicht einheimischer. Ich gestehe ich war auch überrascht über die vorgaben. Die r. rubiginosa ist wohl in D heimisch??

Das buch Wild- und Parkrosen von Horst Noack ist sehr gut.
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Danilo am 25. Mai 2010, 17:06:19
danilo: "Büschelrose" steht bei diesen kommunalen Freiflächengeschichten normalerweise für R. multiflora.

Diese Bezeichnung könnte man dann einfach ausnutzen und Hybriden/Sorten mit R. multiflora-Anteil pflanzen.
Ich hab die Erfahrung gemacht, daß Kommunen einen gewähren lassen, wenn sie merken, daß man ein wenig Ahnung vom Fach hat. Diese Regelungen sind wohl oft nur aufgestellt um die Einheitsbepflanzung mit den üblichen Immergrünen zu verhindern.
Eggert führt übrigens auch Rosa moyesii als "Rote Büschelrose", was ja sogleich ganz andere Möglichkeiten eröffnet. 8)
Und nebenbei haben wir mit R. moyesii schon die erste Alternative gefunden. ;)

Edit: Ja, R. rubiginosa ist heimisch, ich meinte damit die ominöse "Büschelrose". :)
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: mame am 25. Mai 2010, 17:14:48
Ich hab die Erfahrung gemacht, daß Kommunen einen gewähren lassen, wenn sie merken, daß man ein wenig Ahnung vom Fach hat. Diese Regelungen sind wohl oft nur aufgestellt um die Einheitsbepflanzung mit den üblichen Immergrünen zu verhindern.
Ja, und deshalb sind diese Regelungen oft sehr unausgegoren. Auf diesen Ämtern hat ja auch kaum jemand Zeit, sich etwas Sinnvolles zu überlegen. Hier sind die Zuständigen deshalb immer sehr kooperativ, wenn man eigene (durchdachte) Vorschläge bringt.
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: mame am 25. Mai 2010, 17:20:25
... darin müssen auch noch 5 Vogelkirschen (oder Süßkirschen) stehen.
Hier würde ich die Süßkirschen nehmen. Die schmecken einfach besser. :D
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Torador am 25. Mai 2010, 19:26:09
Schönes Projekt ist es eigentlich, wenn man nur ein bisschen Ahnung und Zeit hätte!! So sitze ich ein bisschen in der Tinte. Aber das wird schon.

Der Plan der Gemeinde war wohl die Anpflanzung von Bienen- und Vogelnährgehölzen. Also an der anderen Seite muss ich noch eine Hecke 2m x 27m pflanzen mit zB Haselnuss, Kornelkirsche usw. Wenn ich den B-Plan finde , dann schreib ich das noch richtig rein. Zusätzlich muss auf dieser Seite Feldahorn und Eberesche gepflanzt werden.

Also ich hab noch viel vor! Mir macht nur meine Ahnungslosikkeit zu schaffen, normalerweise bereite ich sowas immer besser vor. Die Zeit ist leider gerade knapp, aber es steht ja auch nicht, wann wir fertig werden müssen.

Also eigentlich dachte ich, wenn ich eine vernünftige, ökologische Planung mache, dann dürfen da bestimmt auch ein paar andere Sorten stehen :-) Nur die beiden wäre doch langweilig. Mit der Hecke möchte ich aber als erstes anfangen, da die zur Straße geht und ein bisschen abgrenzen soll.

Hab gerade mal nachgeschaut: Pflanzliste 2: Kornelkirsche, roter Hartriegel, gemeine Hasel, Bauernjasmin, Büschelrose, schottische Zaunrose, oder Gartenflieder.

Deshalb wollte ich an der
südwest Grenze Rosen und ein bisschen Flieder und Kirsche
norden Kornelkirsche, Hasel und Bauernjasmin, als Bäume Feldahorn und Eberesche
pflanzen.

Wir wollten hoffentlich nächste Woche das Grundstück nivellieren lassen, danach kann die ganze Sache mal abgesteckt werden.

Danke für eure Buchtipps, werde gleich mal schauen.
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: martina 2 am 25. Mai 2010, 20:49:09
Hier findest du einiges über einheimische Wildrosen, ganz unten eine nützliche Tabelle mit Boden- und Lichtansprüchen, Höhe etc. Die Fotos sind nicht sehr aufschlußreich, aber die lassen sich anderswo auftreiben :)

Wenn es konkreter wird, frag hier ruhig weiter ;)
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Torador am 25. Mai 2010, 21:43:28

Leider ist das "Naturnahe Rose" Buch ausverkauft, aber der Link von Martina war schon interessant. Also sollte ich nicht nur Rosen in die Hecke pflanzen, sondern auch eine Unterlage, damit im Winter die Hecke ansehnlich bleibt. Kann ich da den roten Hartriegel nehmen? Oder eignen sich andere Pflanzen aus der Liste besser?

Wie muss ich dann pflanzen? Immer mal wieder ein Hartriegel, oder wie?

Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: mame am 25. Mai 2010, 22:20:31
Leider ist das "Naturnahe Rose" Buch ausverkauft
Bei R. Witt direkt müsste es noch zu haben sein. Schau mal hier
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Rieke am 25. Mai 2010, 22:41:43
Hallo Eva,

Zitat
Die Hecke soll 30 m lang und 5 m breit werden, darin müssen auch noch 5 Vogelkirschen (oder Süßkirschen) stehen.

Süßkirschen werden sehr groß, unsere (ca. 40 Jahre alt) hat einen Kronendurchmesser von mindestens 10 m und sie sind nicht so besonders schnittverträglich. Man kann sie schon beschneiden, aber halt nicht wie klassische Heckenpflanzen auch mal ziemlich radikal zurückschneiden. Wie das bei Vogelkirschen ist, weiß ich leider nicht. Ein Kirschbaum inmitten einer Rosenhecke ist außerdem etwas unpraktisch beim Ernten.

Von Kornelkirschen gibt es auch verschiedene Sorten, mit größeren oder besonders schmackhaften Früchten - da hast Du auch was zum Ernten.

Wenn Dir die Gemeinde keine Frist gesetzt hat, würde ich an Deiner Stelle erst im Herbst anpflanzen. Dann hast Du genug Zeit zur Planung und kannst außerdem wurzelnackte Gehölze verwenden, das ist nicht so teuer.

Viele Grüße

Rieke
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Torador am 26. Mai 2010, 18:01:46

@mame: Super, das Buch ist bestellt. Leider konnte ich keine Zusatz für ein Autogramm machen :-)

Rieke: Bis zum Herbst warten *schreck*. Aber wie kann ich denn die riesen Fläche freihalten? Oder soll ich die Bäume schon pflanzen?

Na ja, Vogelkirschen fand ich ja nicht so toll. Aber ich hatte gedacht, dass man Kirschen auch klein halten kann, oder es "kleinwüchsige" gibt. Werde mal im Obstforum forschen, sonst werd ich noch verschoben ;D und hier haben sich ja schon ein paar Leute Mühe gegeben!

Beim stöbern hab ich gefunden, dass nur ungefüllte Blüten für Bienen und Co gut sind?? Stimmt das? Wie sieht es mit den halbgefüllten aus, haben die noch Nutzen für die Tierwelt? Sind ja schon ein paar schöne dabei :D
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: riesenweib am 26. Mai 2010, 18:22:48
Nach meinen beobachtungen in unserem garten werden auch halbgefüllte blüten von den insekten angenommen, solange der nektar gut zugänglich ist.

Mir ist übrigens noch das buch 'Rosen für naturnahe Gärten' von Gerhard Weber, dem Leiter des Rosariums Baden bei Wien eingefallen. Ich habe es nicht persönlich, aber einmal durchgesehen. Eine gute einführung.

lg, brigitte
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: fyvie am 26. Mai 2010, 19:00:42
Beim stöbern hab ich gefunden, dass nur ungefüllte Blüten für Bienen und Co gut sind?? Stimmt das? Wie sieht es mit den halbgefüllten aus, haben die noch Nutzen für die Tierwelt? Sind ja schon ein paar schöne dabei :D
Nachdem auch viele Halb-und Ganzgefüllte Hagebutten bilden, kann man sicher davon ausgehen, dass sich da auch jemand daran zu schaffen gemacht hat, bzw. im Herbst Interesse zeigen wird. :D

Wenn du das Buch von R.Witt dann hast, wirst du viele schöne Beispiele auch für Gefülltere finden, die aus diesem Grunde sehr naturnah sind!
Und teilweise hervorragend duften 8) 8) 8).

Ach und ich finde eine r.rubiginosa muß einfach in einen naturnahen Garten.
Das Laub der Auslese 'Taubertal' von Ruf an einem feuchtwarmen Sommertag, du denkst du sitzt in einem Obstkorb und nicht in deinem Garten ::). Sogar die Äste duften im Winter!
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Torador am 26. Mai 2010, 19:58:21
Schrecklich, gerade kam die email: Leider haben wir bis zum 7 Juni Urlaub :o Ich gönne jedem seinen Urlaub, aber ich hatte mich schon soooo auf das Buch gefreut!
Das "Rosen für naturnahe Gärten" hätte mich ja auch interessiert und der Preis wäre wohl überzeugend 8) mehr Geld für Rosen ;D

Also mal wieder so ein Halbwissen, welches durch das Internet läuft? Wartet mal, ich hab das doch auf einer Biogärtner Seite gelesen *grübel* wo war das denn gleich ???
Aber das Argument mit den Hagebutten ist ja nicht so verkehr, oder?
Denke die gefüllten werden schon schwierig für die Bienen, aber die andern??

@fyvie: Hab natürlich gleich nach der Rose gesucht, aber leider nicht gefunden. Die Seite vom Rosenhof Taubertal ist nicht sehr informativ :-[
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Ruby Ginosa am 26. Mai 2010, 20:44:51
r. rubiginosa "Taubertal" gibt´s hier:

www.rosenschule-ruf.de
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: fyvie am 26. Mai 2010, 20:59:57
r. rubiginosa "Taubertal" gibt´s hier:

www.rosenschule-ruf.de
Danke für das Verlinken! Damit muß ich mich endlich auch mal beschäftigen, bisher habe ich mich immer darumherumgedrückt, aber es ist natürlich unhöflich, irgendeine Info in die Welt zu setzen und dann alle Suchen zu lassen...

@ torador: Taubertal ist eine Duftauslese der Wildrose R.Rubiginosa, gleicht dieser auch vom Wuchs, bis auf die etwas dunkleren Blüten.
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: freiburgbalkon am 26. Mai 2010, 23:59:11

@mame: Super, das Buch ist bestellt. Leider konnte ich keine Zusatz für ein Autogramm machen :-)

Rieke: Bis zum Herbst warten *schreck*. Aber wie kann ich denn die riesen Fläche freihalten? Oder soll ich die Bäume schon pflanzen?

Na ja, Vogelkirschen fand ich ja nicht so toll. Aber ich hatte gedacht, dass man Kirschen auch klein halten kann, oder es "kleinwüchsige" gibt. Werde mal im Obstforum forschen, sonst werd ich noch verschoben ;D und hier haben sich ja schon ein paar Leute Mühe gegeben!

Beim stöbern hab ich gefunden, dass nur ungefüllte Blüten für Bienen und Co gut sind?? Stimmt das? Wie sieht es mit den halbgefüllten aus, haben die noch Nutzen für die Tierwelt? Sind ja schon ein paar schöne dabei :D
Es gibt Säulenkirschbäume aber die sehen halt auch nicht sonderlich natürlich aus (man hat sich noch nicht daran gewöhnt) und auch da muß man rankommen wegen Schnitt, vermute ich, bei unserm Säulenapfel muß man jedenfalls die Seitenäste kurzhalten.
Gut, daß Du mich daran erinnert hast :D, müssen wir demnächst machen.
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Raphaela am 28. Mai 2010, 23:07:19
Falls noch nicht genannt: Rosa glauca ist seeeehr schön und (sogar -fast- einheimisch)!

osa multiflora würde ch, wenn überhaupt, nur in wenigen xemplaren pflanzen: Sie ist asiatischen Ursprungs, wird riiiiiiiesig groß, breit und ausladend, versamt sich wie blöd und bewurzelt jeden Trieb, der irgendwie Bodenkontakt bekommt ::)
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Torador am 30. Mai 2010, 15:34:55
Mmh,

Büschelrosen also besser nicht? Da bleibt ja offiziell nurnoch die R. rubiginosa und deren Unterarten. Da kann ich doch bestimmt ein bisschen variieren.

R. rubig. taubertal hab ich nun dank des Links gefunden. Bei mir kam immer nur "Ruf der Rose" etc ;D Piro 3 und Mary Manners sehen ja auch gut aus. RoSA MULTiBRACTEATA hab ich auch noch im Katalog gefunden, mal sehen.
R. glauca sieht auch gut aus. Was kann ich dann als weißes nehmen 8)

Warum sind denn die Preise so sehr unterschiedlich *puh* bei 200 qm und einer Pflanze pro qm wird das noch ein teurer Spass. 8)

Ich hab mir zur Überbrückung meiner Wartezeit auf das bestellte Buch ein kleines Rosengarten Buch von Rieta Mielke für 2,99 geholt. Konnte doch nicht so lange warten :D

@Raphaela: Deinen Thread hab ich auch schon (fast) ganz durchgelesen RESPEKT! Dagegen ist mein kleiner Garten ja kein Problem. Für weitere Tipps bin ich dankbar :)


Bilden Rosen denn wirklich nur Hagebutten, wenn sie von Insekten bestäubt werden?
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Raphaela am 31. Mai 2010, 14:22:05
Ich hab noch nicht dabei zugeguckt ;), aber bei Rosen gibt es ja auch die " Selbstung" (also Selbstbefruchtung), die funktioniert möglicherweise auch autonom.

Wenn du dich auf je 10 Pflanzen einheimischer (also zumindest europäischer) Sorten einpendeln könntest, gibt es die m.W. teilweise schon ganz günstig (und dann mit Mengenrabatt) bei Baumschulen.

Du könntest auch nach Labenz kommen und einige tausend (teilweise sicher ganz interessante) Sämlinge im Rosenpark ausbuddeln: Da sind manche Ecken fast rasenartig mit Wildrosensämlingen bestückt und fast alle müssen gejätet, bzw. gerodet werden ::)
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: fyvie am 31. Mai 2010, 14:48:58
Was kann ich dann als weißes nehmen 8)

Vielleicht R.Pimpinellifolia? Anbei ein aktuelles Foto.

Sie ist heimisch, macht schwarze Hagebutten und vermehrt sich durch Ausläufer wie wild zu einer schönen stacheligen Hecke. Dann brauchst nicht so viele Pflanzen kaufen 8).
Allerdings sind scheinbar alle Exemplare aus den 'normalen' Baumschulen ein bißchen mit Altaicablut aufgepeppt (eine Unterform mit größeren und mehr Blüten aus Asien), aber bei den Naturgärtnereien soll es auch ganz ursprüngliche geben ( Strickler,Naturwuchs, Ahornblatt o.ä.)
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Torador am 31. Mai 2010, 20:22:36
Ich hab noch nicht dabei zugeguckt ;), aber bei Rosen gibt es ja auch die " Selbstung" (also Selbstbefruchtung), die funktioniert möglicherweise auch autonom.

Hab endlich die Quelle gefunden: Bio-gaertner.de
Auswahl: Die Auswahl der Pflanzen sollte vor allem einheimischen, einfachblühenden Arten gelten, die gefüllt blühenden bieten den Insekten keinen Nektar.

Wenn du dich auf je 10 Pflanzen einheimischer (also zumindest europäischer) Sorten einpendeln könntest, gibt es die m.W. teilweise schon ganz günstig (und dann mit Mengenrabatt) bei Baumschulen.


Wie kommst Du jetzt auf 10 Pflanzen? Wegen dem Mengenrabatt, oder ist das sinnvoll für das Aussehen?

Du könntest auch nach Labenz kommen und einige tausend (teilweise sicher ganz interessante) Sämlinge im Rosenpark ausbuddeln: Da sind manche Ecken fast rasenartig mit Wildrosensämlingen bestückt und fast alle müssen gejätet, bzw. gerodet werden ::)

Drum führe mich nicht in Versuchung .... Aber Sämlinge sind für einen totalen Anfänger wohl auch zuviel :-)


@fyvie: Die sieht auf dem Bild aber toll aus!
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: fyvie am 31. Mai 2010, 20:59:53
Sie sieht im Ganzen noch viel toller aus und duftet für eine Wildrose auch sehr schön. ::)
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Constance Spry am 01. Juni 2010, 13:38:45
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind in der Pflanzliste eures B-Plans an Rosensorten also R. rubiginosa und R. multiflora enthalten.
In der Regel geht es den Behörden doch darum, dass einheimische Gehölze mit Schutz- und Nahrungsfunktion für die ansässige Tierwelt gepflanzt werden. Meiner Ansicht nach fehlt dann in dieser Liste auf jeden Fall R. canina, praktisch die einheimische Wildrose schlechthin. In einer Hecke außerdem viel sinnvoller als R. multiflora, eben aus den von Raphaela genannten Gründen. Auch die hier vorgeschlagene R. pimpinellifolia sollte eigentlich auf der Liste stehen.
Ich würde - wie schon erwähnt - ebenfalls mal zur zuständigen Stelle auf dem Landratsamt oder dem Stadtbauamt marschieren und diese Sorten aus den genannten Gründen noch als Ergänzung vorschlagen.
Je nachdem wie locker die Verantwortlichen sind oder eben nicht, könnte allerdings ein Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des B-Plans fällig sein. ::)
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: uliginosa am 01. Juni 2010, 22:41:07
Auch bei uns gab es im B-Plan konkrete Vorgaben und Artenlisten einheimischer Sträucher. Wenn man sich allerdings in den Gärten umsieht so wachsen auch hier sehr viele Meter Thujahecken und der Kirschlorbeer wurde erst duch die zwei harten Winter dezimiert.

Es lohnt sich also sicher, herauszufinden, wie ernst die Vorgaben zu nehmen sind, zumal die Sorten/Artenvorgabe etwas willkürlich erscheint. Und dann eine (oder 2) schöne bunte Hecke zu pflanzen. Vogelbeere und Feld-Ahorn in die Hecke, die Kirschen aber lieber nicht.

Es gibt einige gute Bücher über Heckengehölze, ich hatte sie aus der Stadtbücherei ausgeliehen.

Weitere für Vögel interessante (+- einheimische) und hübsche Gehölze sind z.B. Wolliger und Gemeiner Schneeball, Felsenbirne, Liguster, Weißdorne, Holunder, Johannisbeeren, Cotoneaster (da gibt es auch hochwachsende Arten, z.B. C. melanocarpa) ...

Wenn du bei den Rosen einfache und halbgefüllte Blüten bevorzugst, dann kannst du meines Erachtens auch ein paar gefüllte mit reinschmuggeln - Vögel und Insekten kommen trotzdem auf ihre Kosten.

Raphaela hat Recht mit dem, was sie über R. multiflora schreibt - trotzdem möchte ich meine nicht missen - eine weiße Duftwolke - und Platz hast du ja.
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: riesenweib am 12. Juni 2010, 22:29:07
ein paar der erwähnten wildrosen iim blütenvergleich

(http://farm2.static.flickr.com/1276/4671393952_f4b93d3981_m.jpg)

R. jundzilii, glauca, multiflora
R. rubiginosa, majalis, canina
unbekannte unterlagsrose, R. moyesii, R. roxburghii

auf der verlinkten seite sind die arten am foto angeschrieben.
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Torador am 05. Juli 2010, 15:10:35
So, nun ein kleiner Zwischenbericht.

Meine Nachbarn haben auch die Auflage drei Linden zu pflanzen und nur bestimmte Gewächse, aber das ist schon 10 Jahre her und noch hat keiner geguckt :D Also werden wir die Liste etwas großzügiger auslegen ;D Aber naturnah soll es schon sein, also mit Hagebutten ua.

Das Buch "naturnahe Rosen" kann ich sehr empfehlen. EInfach und schön zulesen, um den Überblick zu behalten gibt es einBewertungssystem und ein paar Tabellen. Sehr angenehm, wenn man mal wieder von der Flut schöner Bilder geblendet wird.
Von den Weinrosen gefällt mir die Magnifica gut.

Wilhelm, Cornelia und Robin Hood bei den Moschusrosen und Splendens und Dupontii bei den Essigrosen.
Double White als weiße Alternative bei den Bibernellrosen, möglicherweise wird sich auch eine nicht so naturnahe Stanwell Perpetual einschleichen.

Na ja, das ist so meine Favoritenliste. Aber erstmal muss das Grundstück noch besser vorbereitet werden und dann die Pflanzen finden. Die Taubertal hab ich leider in dem Buch nicht gefunden, aber ist auf der Liste.

Soll man denn nun ein paar andere Sträucher dazwischen pflanzen?

Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Torador am 06. Juli 2010, 22:09:16


Keiner hat eine Anmerkung zu meiner Rosenauswahl? Sind die so unbekannt ??? dachte ich bekomme hier noch ein paar Tipps zur richtigen Auswahl, oder hab ich da schon die perfekten Kandidaten gefunden ;D
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: fyvie am 12. Juli 2010, 14:45:52
Über Magnifica habe ich in Ch.Meiles Buch gelesen, dass sie wie einige Rubiginosa-Hybriden teilweise schon im Juli/August gelbes Laub bekommt, das sie dann auch recht schnell verliert!
Für die Hecke vielleicht nicht so geeignet !?
Titel: Re:Rosengarten mit Wildrosenhecke anlegen?
Beitrag von: Anne Rosmarin am 12. Juli 2010, 15:05:29
Ich würde auch Rugosas pflanzen. Da hats in öffentlichen Anlagen oft dutzende von Ausläufern, die man sich auf Anfrage eventuell entnehmen kann im Herbst. Die blühen das ganze Jahr und machen auch schöne Butten. Dazu dichtes gesundes Laub.
Multifloras sind stachellos kann man sehr gut mit Steckling vermehren, duften auch sehr schön.
Bibernellrosen gibts viele schöne, da kann man auch mitunter leicht Ausläufer bekommen.

Kannst ja im Herbst mal hier im Forum fragen, wer welche hat.Die von dir genannten kenne ich nicht , kann dazu auch nichts sagen.

Cornelia würde ich persönlich für eine Hecke eher nicht nehmen. Robin Hood kenne ich von einer öffentlichen Anlage, die kann ich mir vorstellen.