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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: stoeri am 04. Juni 2010, 09:28:24

Titel: eigene Bienen
Beitrag von: stoeri am 04. Juni 2010, 09:28:24
Hallo Freunde,

ist hier vielleicht irgend jemand Hobby Imker?

Wieviele Völker habt Ihr und wie hoch ist der Arbeitsaufwand.

Ich liebe ja Wildbienen und habe schon zwei Insektenhotels und es werden nur solche Blumen angebaut die den Bienen Nahrung geben.


Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Pinguin am 04. Juni 2010, 09:36:09
hallo Erika, :D
für den Anfang reichen 2 bis 3 Völker, der Arbeitsaufwand ist bei wenigen Völkern sehr gering, allerdings macht es süchtig, den Bienchen zuzusehen ;) 8)
man bekommt nochmal einen ganz anderen Blick für die Natur, der Honigduft der Waben ist unbeschreiblich, und das Beobachten der Tiere ist total spannend, Honig ernten kann man natürlich auch ;D
einziger Nachteil: die Anschaffungskosten sind recht hoch, weil man am Anfang viel Zubehör braucht, aber das Geld ist sinnvoll angelegt !!!
ich würd mich mal beim örtlichen Imkerverein erkundigen, ob sie Anfängerkurse anbieten, vielleicht gibt es bei Euch in der Nähe auch einen Bienen-Lehrstand ...
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 04. Juni 2010, 10:00:41
Bienen sind nix, was man so nebenbei betreibt. Es gibt SEHR VIELE Anfänger, die nach kurzer Begeisterung bei den ersten Problemchen zu schwanken anfangen und schließlich aufgeben. Überall werden dann die benötigten Einrichtungen "günstig abgegeben".
Bienenhaltung besteht nicht darin, daß man Stöcke aufstellt, und dann vom Lehnstuhl den fleißigen Tierchen zuschaut, und im Herbst den Honig erntet.
Überleg Dir's gut, schau mal bei Imkern vorbei, bei Imkervereinen, udgl.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Christina am 04. Juni 2010, 11:17:14
Ich überlege ja auch seit einiger Zeit dran rum, ein Imker am Ort würde mich in die Lehre nehmen. Dann kann man besser entscheiden, obs was für einen ist oder nicht.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Mme. Blattlaus am 04. Juni 2010, 12:24:20
Hallöhle,
wir haben jetzt das 2.Jahr eigene Bienen auf eigenem Grund. Sind GG's. Der hatte vor 3 Jahren erst einmal einen "Imkerkurs" gemacht,d.h.er war über einen Verein einem Imkerpaten unterstellt und hat dort zusammen mit 3 Mitinterssierten jeden Sonntag einen eigenen Ableger (=Bienenjungvolk) unter Aufsicht des Imkerpaten betreut.
So hat er die im Bienenjahr anfallenden Arbeiten an dem Bienenstock unter Anleitung ausführen können. Im Herbst konnten sich die Imkerwilligen dann entscheiden, ob sie die Bienen mit nach Hause haben wollen, also mit der Imkerei einsteigen wollen, oder ob es ihnen zu viel (Arbeit) ist und sie es doch bleiben lassen. Auch im Folgejahr stand der Imkerpate für Fragen noch zur Verfügung. Bienen sollten den Sommer über regelmäßig betreut werden und in der Frühsommerzeit sollte man im Abstand von 7-10 Tagen in das Volk reinschauen. Sommerurlaub ist somit nur kurz oder mit "Urlaubsvertretung" zu planen. Im letzen Frühjahr hat GG sich dann noch beim Imkerpaten ein zweites Volk dazu geholt, mit Ablegern sind wir dann mit 4 Völkern in den Winter, eines hat diesen leider nicht überstanden. Aber den drei Völkern,die jetzt noch da sind, geht es gut, nur eines ist noch etwas schwach. Von den anderen beiden werden wir wohl wieder zwei Ableger bekommen,so dass wir dann wahrscheinlich dieses Jahr mit 5 Völkern in den Winter gehen. Geerntet haben wir letzes Jahr 24 kg Honig, GG hat aber auch nur 1x geklaut. ;) Normalerweisen kann man pro Volk (kein Ableger, die dürfen normalerweise im 1. Jahr behalten) 20-30 kg. Gekostet hat der Imkerkurs 100 Euro, dafür haben die Mitmachenden den Ableger, 20 Rähmchen, einen Stockmeißel (Imkerwerkzeug) und den Kurs bekommen. Selber besorgen mussten sie sich noch den "Kasten" für die Bienen, kann amn selber bauen oder kaufen. (Unserer hat 120 Euro gekostet.) Honigschleuder ist nicht unbedingt nötig, wenn man im Imkerverein oder in der Nachbarschaft einen Imker hat, der eine besitzt und man dort schleudern kann oder sie sich ausleiht.
Geht bei wenigen Völkern recht schnell. Bienen müssen über einen Imkerverein angemeldet werden. (Irgend so eine Seucehnverordnung.) Alles in allem sehr interessant und der eigene Honig ist unschlagbar! ;D Ich nehme ihn gerne als Zuckerersatz im Kaffee, Pudding und Kuchen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: stoeri am 04. Juni 2010, 15:08:56
Hallo Freunde,

ich glaube nicht das ich damit anfange ich habe genug um die Ohren und jetzt muß ich erstmal das mit meinem Gemüsegarten auf die Reihe bringen, aber interessieren tut es mich sehr. Ich bin ein großer Freund der Bienen, "Stirbt die Biene stirbt der Mensch" diesen Spruch ich weis nicht von wem er ist aber so ist es und es wird dem kaum Bedeutung geschenkt.

Ich habe dafür Hühner im Garten und ernte momentan täglich Eier.
Aber interessieren tut es mich sehr wie das vor sich geht und boh 24 kg bei zwei Völker das ist enorm viel.

Ich kann auch nicht mit Honig Kuchen backen der wird mir immer braun bzw schwarz.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Lehm am 04. Juni 2010, 15:15:48
Der Vorteil von Bienen gegenüber Hunden ist, dass man nicht mit ihnen spazieren gehen muss. Auch bellen sie nicht. Trifft aber beides auch auf Katzen zu, wofür ich mich dann schliesslich entschied (das Fell ist weicher als bei Bienen).
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: stoeri am 04. Juni 2010, 15:35:45
Hallo Lehm

und Bienensteuer gibt es auch noch nicht. ;D

Für Hühner gibt es auch noch keine Hühnersteuer, sie bellen auch nicht und sie sind nicht so stachelig ;D.

Jedoch liebe ich die Spaziergänge mit meinem Hund und könnte mich ohne Hund nicht vorstellen :D.

Ich bleib bei Hund und Huhn.

Aber trotzdem finde es super Honig aus dem eigenen Garten zu ernten und Bienen zu haben. Wär Pinguini mein Nachbar würde ich den Bienen ein Bienenhotel bauen damit sie sich zwischendrinn mal ausruhen können und extra für die ganz leckere Blumen anbauen und ich verwende ausser Schneckenkorn von Neudorf keine Chemie oder Gifte.
Hingegen habe ich nur eine Nachbarin wo ich weis das sie kein Gift im Garten verwendet.

Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: neinties am 04. Juni 2010, 23:27:12
Hier, habe Bienen im Garten angebaut.
  :D ;D

Kann mir jemand helfen bei der Bestimmung der Maja-Art?
Müsste die Rote Mauerbiene sein, kommt das hin?

Weiß jemand von euch, wann ich den ersten Honig ernten kann? 8)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: neinties am 04. Juni 2010, 23:45:05
Noch eine Maja...
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: neinties am 04. Juni 2010, 23:45:56
...fleißig am Verputzen des Kinderzimmers :o
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: freitagsfish am 10. Januar 2011, 17:52:28
*schubs*
ich wollte mal von meiner idee und ihren ersten anfängen berichten:

im dezember habe ich dem örtlichen imkerverein eine mail geschrieben und gefragt, ob denn jemand interessiert wäre, bienenstöcke in meinem garten aufzustellen.

kurz darauf erhielt ich antwort: einer der vorstände will im märz einen besichtigungstermin machen und sich umschauen bei uns im garten. er kennt aber das gebiet schon und glaubt, es sei geeignet.

selbst in die imkerei einzusteigen, erlaubt mir mein "distanzgarten" nicht. aber ich kann ja wohl einen standplatz anbieten, und bekomme dafür als dank ein tässchen honig aus meinem garten.

habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, einem imker platz für seine bienen anzubieten?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Staudo am 10. Januar 2011, 17:59:50
Ich wüsste nicht, dass Imker hier Interesse an auswärtigen Standorten haben. Ein Standplatz im eigenen Garten ist bequemer.

Übrigens eignen sich Bienen recht gut für Distanzgärten ...
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Pewe am 10. Januar 2011, 18:00:50
Nicht nur gedacht. ;) Seit letztem Jahr wohnen hier Gastbienen :D

Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Christina am 10. Januar 2011, 18:03:24
An Platz mangelt es hier nicht, nur an Imkern.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: marygold am 10. Januar 2011, 18:04:58

habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, einem imker platz für seine bienen anzubieten?

Ein Hobbyimker wohnt in Bienenflugdistanz.

Da Wanderimker mit ihren Stöcken der Obst- und Rapsblüte nachwandern, und nicht immer bei ihren Stöcken sind sollte die Distanz kein Problem sein. Allenfalls dann, wenn die Bienen schwärmen, verlierst du evtl. ein Ablegervolk.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: freitagsfish am 10. Januar 2011, 18:24:00
Nicht nur gedacht. ;) Seit letztem Jahr wohnen hier Gastbienen :D

und? wie sind deine erfahrungen? behindern sie dich bei der gartenarbeit? wie nah kannst du ohne probleme herangehen? erzähl doch bitte etwas!
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Cryptomeria am 10. Januar 2011, 18:39:34
Ich habe seit Jahren Bienenkästen im Garten stehen von einem befreundeten Imker.
Wenn Hochbetrieb herrscht, musst du bis 3/4/5 Meter vor dem Einflugloch aufpassen, weil die Bienen jedes Hindernis, das in der Einflugschneise steht evtl. stechen. Z.B. wenn sie sich in den Haaren verheddern o.ä. Hinter den Kästen, also auf der vom Einflug abgewandten Seite kannst du bis an den Kasten herangehen.
Wichtig ist eben, dass keiner allergisch ist. Sonst ist ein Stich auch einmal zu verkraften.
Wenn ich Rasen mähe, warte ich bis es fast dunkel ist und fahre dann direkt um die Kästen herum.

Viele Grüße

Wolfgang
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: andreasNB am 10. Januar 2011, 18:58:09
Gerade am WE drüber gestolpert:
http://www.bienenkiste.de/
Und wie ich mit der Forum-Suche soeben sehe, auch schon 2x dieses Jahr erwähnt.
- bei Quitten 2010
- bei Insekten 2010 (Antwort 31+34)

So ganz ohne Anleitung durch einen Imker würde ich es mir am Anfang aber nicht zutrauen.
Im ersten Jahr ist der Aufwand bestimmt schon recht groß. Gibt ja trotzdem einiges zu beachten.

@stoeri, freitagsfish
Wäre so eine Kiste nicht was für euch ?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: freitagsfish am 10. Januar 2011, 19:12:45
ich möchte erst einmal "nur" hotel sein. selber machen ist etwas für die zukunft eventuell...
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Pewe am 10. Januar 2011, 19:14:22
Nicht nur gedacht. ;) Seit letztem Jahr wohnen hier Gastbienen :D

und? wie sind deine erfahrungen? behindern sie dich bei der gartenarbeit? wie nah kannst du ohne probleme herangehen? erzähl doch bitte etwas!

Kann nur positive Erfahrungen bieten. Die hiesigen Viecher sind unglaublich friedlich. Ich selbst mache nix, gucke nur zu, wenn der Imker was tut. Wir (Imker, Hund und ich) stehen direkt daneben, offene Kästen, die Waben werden rausgenommen, durchgeguckt etc. und niemand wird gepiekst. Nur beim Einwintern waren die Viecher ein bischen verärgert, da hab ich einen Stich abbekommen und mir dann die hübsche Haube umgetan. Ansonsten kann ich auch tagsüber fast bis an die Kästen ranmähen. Unglaublich interessant die Angelegenheit. Ein Schwarm ist im Laufe des Sommers abhanden gekommen, die hatten wohl eine Königin dabei. Vorher sind sie schon mal geschwärmt - die Geräuschkulisse ist unglaublich - sind aber wieder zurückgekommen. Lt. Imker ist dann in so einem Fall keine Königin dabei, wenn ich recht erinnere. Es ist schön zu beobachten wenn die Bienen mit vollen Höschen in den verschiedensten Farben vom Sammeln zurückkommen. So schwer bepackt, dass sie oftmals nicht auf Anhieb einfliegen können. Einfach nur toll. Jederzeit wieder. :D

Selber machen würde ich aber nicht wollen. Ist doch ganz schön kompliziert und es täte mir leid um die Viecher.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: freitagsfish am 10. Januar 2011, 19:18:14
dankeschön für die info! ja, eine frage bei mir wäre auch, wie nah an den kisten ich rasenmähen kann. mal sehen, was der herr imker dann sagt, wenn er vor ort ist.

zum glück habe ich ja überhaupt keine angst vor allem, was kreucht und fleucht. und war schon als kind mit einem imker bekannt, der mir wohl die liebe zu den viechern eingeimpft hat... :)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: we-went-to-goe am 10. Januar 2011, 19:41:34
... und berichtest Du bitte weiter? Ich hatte die Idee auch schon. Ich habe aber zusätzlich das Problem an einem konventionell bewirtschaftetem Acker zu liegen. Das macht mir Sorgen. Andererseits ist es natürlich für die Nachbarn schöner, wenn der Einflug vom unbebauten Gebiet erfolgen würde...
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Re-Mark am 10. Januar 2011, 20:30:57
Hi,

ich habe seit letztem Sommer Honigbienen. Sind noch auf meinem Balkon untergebracht, weil ich in Berlin keinen eigenen Garten habe. Falls jemand einen guten Bienenstandort in Berlin Wedding bzw. südliches Reinickendorf weiß wäre das nett, denn auch ein Nachbar von mir hat letztes Jahr mit den Bienen angefangen, und wir wollen zusammen dieses Jahr auf zehn bis fünfzehn Völker aufstocken.

Ich habe letztes Jahr schon in einem Kleingartenverein angefragt, bei dem zwei Parzellen völlig verwildert waren. Aber dort wollte man nur ganz normal einen Kleingarten zur Verfügung stellen, also mit Abstandszahlungen für Versorgungsanschlüsse und Hütte, was zusammen einige tausend Euro gewesen wären. Das ist nicht drin.

Mein Imkerpate hat übrigens auch eines seiner Völker bei jemand anders stehen, weil derjenige gern Bienen im Garten hat, aber selber nicht imkern will. Der hat dort sogar ein kleines Bienenhaus aufgestellt. Ist für mich ohne Auto nur etwas schwer erreichbar.
Auch mein Nachbar hat seine Bienen bei einer Gartenbesitzerin untergebracht, die gerne Bienen im Garten hat. Leider hat ihr Mann Angst vor Bienen, weshalb dieser Standort nicht ausbaufähig ist und auch sein Bestehen nicht auf Dauer gesichert ist.

Mein Nachbar und ich hoffen außerdem, dieses Frühjahr den einen oder anderen Bienenschwarm einfangen zu können. Im Verein scheinen die meisten den Schwarmfang als etwas lästiges anzusehen, deshalb Schwarmmeldungen bitte gleich an mich. :D

Grüße,
Robert
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Januar 2011, 20:36:01
Stadtbienen sollen besonders gesund und fleissig sein.
Stadtbienen
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Re-Mark am 10. Januar 2011, 20:54:34
Stadtbienen sollen besonders gesund sein.

In der Tat leben wir in einer paradoxen Zeit, in der das Leben in Großstädten für Honigbienen gesünder ist als auf dem Land, aus mehreren Gründen:

- Kaum Pestizideinsatz in der Stadt, während man auf dem Land sogar mit den Bauern verhandeln muss, wann sie ihre Rapsfelder und ihre Obstplantagen spritzen, damit man die Bienen rechtzeitig dort wegschafft. Auch Kulturen, mit denen die Bienen auf den ersten Blick nichts zu schaffen haben sollten können kritisch sein: z.B. soll es vorkommen, dass der Bauer seine Kartoffeln gegen Blattläuse spritzt und die Bienen vergiftet, weil die bei den Blattläusen Honigtau sammeln. Oder es wird gebeiztes Saatgut gesät, die Bienen sammeln an den jungen Pflänzchen Wasser und vergiften sich damit.

- In der aufgeräumten Agrarlandschaft finden Bienen manchmal wochenlang nicht genug zum Sammeln, weil es nur noch einige Monokulturen und zu wenige Wildblumen und Sträucher gibt. Städtische Grünanlagen, Kleingärten und Straßenbäume haben immer irgendetwas zu bieten.

- Um gesund zu bleiben brauchen die Bienen eine gewisse Abwechslung. Bienen ernähren sich eigentlich nicht von Honig bzw. Nektar, den benutzen sie nur als Treibstoff zum Fliegen und zum Heizen. Ihre eigentliche Nahrung ist Pollen. Bienen, die nur zur Bestäubung in der Kirschplantage oder auf dem Rapsfeld eingesetzt werden, leiden unter der einseitigen Nahrung. In der Stadt ist das Futter recht abwechslungsreich.

Noch schwieriger als für Honigbienen ist das Leben für Wildbienen und Hummeln geworden. Denn die haben neben Pestizid- und Nahrungsproblemen auch noch Wohnungsnot. Die üblichen "Insektenhotels" sind meines Wissens nach nur für einige wenige bestimmte Arten geeignet.
Es ginge halt nichts über eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft.

Grüße,
Robert

Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: _felicia am 10. Januar 2011, 20:59:42
wir würden schon auch Bienen im Garten haben wollen, aber jemand erzählte mir, daß Bienen sich in den Haaren seiner Frau verfangen hätten (Wolfgang oben hat das ja auch geschrieben). Jetzt müssen unsere Nachbarn schon mit unseren Hühnern leben, deshalb zögern wir mit Bienen, damit es keinen Ärger gibt (wir wohnen im Siedlungsgebiet).
Wir versuchen dafür Hummeln und Wildbienen eine Heimat zu geben (Holzstapel, Hummelhaus, Insektenhotel etc.)
Deshalb lese ich hier sehr interessiert mit, wie es Euch mit den Bienen geht!

viele Grüße _felicia
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Januar 2011, 22:24:27
Ein entsprechend hohes Hindernis (Hecke, Zaun) vor dem Nachbargrundstück wird die Bienen zum Anheben der Flugbahn bewegen, sodaß sie nicht mit Nachbarköpfen kollidieren. Sollte allerdings soweit vom Stock weg sein daß er nicht dadurch völlig schattiert wird.
Ich werde mit meiner Bienenkiste dieses Jahr das gleiche Problem haben. ;)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: pearl am 10. Januar 2011, 23:48:36
um meinen Wiesengarten gibt es 3 Imker und jeder hat einen Haufen Stöcke. In diesem Jahr bin ich zweimal gestochen worden. Unbemerkt bei der Gartenarbeit. Ich finde das nicht dramatisch und wer weiß wozu es gut ist. ;) ;D Letztes Jahr bin ich beim Jäten in so etwas wie einen Schwarm geraten, was ich nur bemerkte weil die Geräuschbelästigung erheblich wurde. Es muss der Phlox gewesen sein. Für mich hat sich keine der Bienen interessiert, die schienen völlig im Rausch zu sein.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: freitagsfish am 12. Januar 2011, 11:37:00
https://secure.avaaz.org/de/save_the_bees/?cl=900246854&v=8132

ein aufruf, das bienensterben (es geht um pestizideinsatz) aufzuhalten. kam heute aus dem slow-food-netzwerk.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: _felicia am 12. Januar 2011, 11:42:40

ja, hab´ ich auch bekommen und finde das sehr wichtig!
Mein Bruder hat Bienen und er ist sehr besorgt.
Viele Grüße _felicia
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: pearl am 12. Januar 2011, 22:40:12
die drei Imker, die ihre Völker auf der Streuobstwiese haben, wo ich auch gärtnere, haben erreicht, dass dort kein Mais mehr angebaut wird. Ihnen sind Völker und einem Imker sind 50 Königinnen gestorben, als der Mais noch dort in der unmittelbaren Nachbarschaft wuchs. Die Flächen sind im Frühjahr 2010 umgebrochen worden und mit Wiese eingesäht, wobei der Schäfer die Hauptarbeit übernommen hatte.

Honig von den eigenen Pflanzen zu haben ohne dafür direkt arbeiten zu müssen ist im übrigen auch was nettes.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: freitagsfish am 03. Mai 2011, 16:19:04
erste erfahrungen: karfreitag kamen unsere ca. 30.000 neuen haustiere in einer kleinen kiste. am nächsten tag wurde vom imker sofort aufgestockt. sie haben noch keine königin, haben aber als starthilfe einen rahmen schon mit brut bekommen - jetzt füttern sie sich eben eine eigene königin. sehr demokratisch, sagt der imker immer.

am karsamstag war dann "einfliegen", wurde schnell und problemlos erledigt. der imker meinte, ein mutterloses volk nach der neuen aufstellung solle man mit toleranz und geduld behandeln, da es evtl. noch sehr nervös wäre. ich finde unsere bienen überhaupt nicht nervös!

es herrschte reger flugbetrieb, bienen mit "vollen hosen" kamen heim, wurden kurz von den wächtern gecheckt, fertig. die flugspirale kreist nur in 1,5 m vom flugschlitz entfernt vom stock, dann geht es steil nach oben.

ich bin am ersten tag direkt mehrmals neben und hinter den stock getreten und wurde komplett ignoriert. gemäht werden mußte noch nicht; der imker sagte, unter 15 grad celsius fliegen die bienen nicht, dann mäht er immer und guckt, ob die wächter ruhig bleiben. wir haben jetzt ein außenthermometer!

lange hat mich nichts mehr so glücklich gemacht wie diese bienen in meinem garten, ich könnte dort stundenlang zugucken und -hören, es ist bisher einfach wunderbar!
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 03. Mai 2011, 21:45:17
 ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D 8)
Bienen SIND nett!
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: cimicifuga am 03. Mai 2011, 21:51:43
ich hatte auch schon mal ein bienenvolk, dort konnte man sich nicht mal 7 meter schräg vor dem flugloch unauffällig ins gras setzen ohne gleich ein killerkommando geschickt zu kriegen ::)

es gibts solche und solche völker und es hängt natürlich auch vom wetter, der trachtlage und der königin ab ;)

viel erfolg weiterhin
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Mai 2011, 22:18:41
Vor etwa zweieinhalb Stunden, habe ich mit einem Freund zusammen einen Schwarm in die Bienenkiste einlaufen lassen. Der Bien wurde auf ein Brett vor das Flugloch gekippt. Nach ein paar Sekunden richtetet sich die Bienen in Richtung Flugloch aus und begannen einzulaufen. Allerdings standen wir zwei eine Viertelstunde in einer Wolke von Bienen. Vor allem ist mir aufgefallen das alle sitzenden nach einiger Zeit ihren Hinteleib hoben und aus einer Drüse einen sehr angenehmen Duft (Zitronenmelisse?) mit heftigem Flügelschlagen vom Loch wegwehten. (Sterzeln)
Das rief die fliegende Wolke aus der Luft. Jetzt sind alle im neuen Heim. Ich hoffe das sie bleiben.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Mai 2011, 22:20:32
Ach ja, kein Stich. Bis jetzt bin ich bei meiner Arbeit an Stöcken (nicht eigene) einige male Gestochen worden. Scheint mir nichts auszumachen außer einem kurzen brennenden Schmerz war nix.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: oile am 10. Mai 2011, 22:22:20
ich finde, Bienenstiche jucken sehr.
Hier in BB werden Neuimker mit 1000 Euronen unterstützt. Wieviel Zeit muss man eigentlich für die Pflege eines Volkes einkalkulieren?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Mai 2011, 22:32:28
Wenn es jetzt länger kalt wird muß ich füttern etwa eine Stunde auf ein paar Tage verteilt. Im Juli muß ich mit Ameisensäure behandeln und im Herbst Winter mit Milchsäure. Zusammen vielleicht 1-2 Stunden.
Eventuell im Herbst zufüttern wenn der Jahresverlauf allzu ungünstig war. Zusammen max 2 Stunden. Alles ohne Anfahrt.
Den Bienen zugucken viele Stunden
Im nächsten Jahr wird das viel intensiver da kommt noch Honigraum öffnen Honig ernten Schwarmkontrolle etc. dazu. Werden wohl ein oder zwei Arbeitstage sein.
Allerdings sollte man falls das Volk in Schwarmstimmung ist etwa eine Woche intensiv im Garten sein damit der Schwarm nicht unbemerkt abhaut. Passiert aber trotzdem oft, wenn man mit Naturschwärmen arbeitet.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: max. am 10. Mai 2011, 22:36:33
@ # 37
schwere frage, weil von so vielen variablen abhängig.(welche wirtschaftsweise?, wandere ich?)
außerdem steigt die arbeitszeit nicht proportional zur völkerzahl.
nur ein einziges volk zu pflegen ist nicht sinnvoll.
zur frage: vielleicht 30 std. pro saison?

aber was heißt schon arbeit?
bienen sind so faszinierend, daß der begriff arbeit eigentlich fehl am platz ist.

 tippfehler verbessert
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Mai 2011, 22:38:18
Die Reaktion auf Bienengift ist sehr unterschiedlich. Selbst bei der selben Person. Früher bekam ich ordentliche Schwellungen und hatte noch Stunden danach was davon. Im Moment (7 Stiche bei zwei Gelegenheiten) nur der Stichschmerz und das wars. Ist Jahre her das mich davor eine Biene gestochen hat.
Teilweise sicher Einstellungssache.
Allergiker ist was anderes da kenn ich einen Fall da reagierte die Person mit Panikattacken und Halluzinationen auf eine Bienegiftsalbe
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Mai 2011, 22:44:18
Ich hab noch ein Volk für einen Freund ein paar Tage vorher als Notmaßnahme umgefüllt. Jetzt hat jeder ein Volk mehr als zwei oder drei will keiner von uns.
Eventueller Verlust kann so in der Gruppe ausgeglichen werden.
Da kann man auch erst mal nur ein Volk versorgen.
Ich esse ja eh kaum Honig, aber darum halt ich sie ja nicht.
Die Bienenkiste ist nicht besonders geeignet um größere Honigernten zu machen. allerdings kann man da auch mit wenig Aufwand imkern.
 
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 10. Mai 2011, 23:30:48
Ich glaub, das Stechen ist nicht nur von den Bienen und deren Umständen abhängig, sondern auch von der Person.
Ich kann mich an keinen Bienenstich erinnern, ich fürcht mich nicht vor ihnen, nehm sie auf und laß sie auf meiner Hand krabbeln, und zum Schrecken mancher Leute streichle ich die Bienen in freier Natur auch.
In einem Urlaubsort hat man mich eindringlich gewarnt: Dort im Wald, neben dem Weg, da haben wir ein "wildes" Bienenest ausgenommen, ja nicht hingehen, die stechen gleich!
Ich bin natürlich neugierig hingegangen, dort summte es noch lebhaft - kein Angriff, kein Stich.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: cimicifuga am 12. Mai 2011, 09:01:22

Hier in BB werden Neuimker mit 1000 Euronen unterstützt.
:o :o :o
das hätte ich auch brauchen können ::)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: freitagsfish am 21. Mai 2011, 22:28:02
unsere bienen haben seit dem 13. mai eine königin, die sie sich aus dem starthilfe-brutrahmen, den der imker ihnen bei der aufstellung mit in den stock gegeben hat, selbst herangefüttert haben.

mir scheinen unsere bienen absolut entspannt zu sein. ich konnte neulich, noch bei flugbetrieb bis auf 50 cm direkt am flugschlitz heranmähen und wurde komplett ignoriert. am abend kam dann der imker nachsehen und ich habe spontan einen rahmen gehalten. er war sehr verwundert, daß ich mich das traue. wir trugen beide keinerlei schutzkleidung, er hatte nur anfänglich etwas rauch von oben zwischen die rahmen geblasen.

ich glaube, wir haben ein sehr friedliches volk erwischt. allerdings war ich noch nicht wieder im garten, seid sie eine königin haben. aber eigentlich sollten sie dann noch entspannter sein, wenn ich das richtig verstehe...

ich liebe meine "miet"bienen jedenfalls, das macht mich richtig glücklich!
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Hummelchen am 22. Mai 2011, 10:56:44
Schwärmen die Bienen jetzt?
Ich saß gestern mittag unter der Zierquitte, auf einmal summte es wie irre, kam immer näher, eine Art Brausen, möchte ich fast schon sagen. Als ich mich aufgerappelt hatte, wurde es schon wieder leiser und ich hab nichts sehen können. Es klang aber wie in einem Bienenstock.
Als Kind habe ich mal so einen Schwarm gesehen, der hing als Klumpen an einem Ast und hat sich auch so angehört.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 27. Mai 2011, 23:40:47
Wird wohl ein Schwarm gewesen sein. Meine Bienen sind wieder ausgezogen, einen Tag nachdem ich weggefahren war.
Ich habe allerdings ein neues Volk bekommen das ich bei meiner Heimkehr vorgefunden habe. Mein Imkerfreund hat mir einen neuen Schwarm gegeben. :D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: oile am 28. Mai 2011, 00:24:17
Schwärmen die Bienen jetzt?


Sieht ganz so aus. Guck mal hier, Post 10.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Hummelchen am 28. Mai 2011, 00:29:25
Toll, Oile. So hatte ich das in Erinnerung.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: paulche am 31. Mai 2011, 03:57:17
Vor ein paar Tagen habe ich am Rande meines Schotterparkplatz ein Hummelvolk entdeckt. Ein Tier hatte ein im Schotter gewühlt. Daraufhin hat sich eine Königin angesiedelt. Nachdem ich das gesehen habe, habe ich 2 weitere Löcher im Splitt vorbereitet. Für eine weitere Ansiedlung dieses Jahr wird es aber wohl zu spät sein?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: riesenweib am 31. Mai 2011, 08:18:55
...habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, einem imker platz für seine bienen anzubieten?

ja, da vor einigen jahren ein wilder schwarm bei uns hauste (für eine saison). Und kaum habe ich Deine frage hier gelesen, und den ablauf des zuzugs im Deinem blog, fragt uns ein hobbyzüchter, ob er bei uns 4 stöcke aufstellen kann - er müsse innerhalb 14 tage vom alten standplatz weg, pacht gekündigt...

kann er natürlich :D.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 31. Mai 2011, 09:42:45
Ich habe heute bei einem frisch umgesetzten Stock der seinen Honigraum dem Imker opfern mußte einen neuen Honigraum aufgesetzt.
Es war schon sehr eng im Kasten und heute früh um 6 quollen die klammen Bienen förmlich aus dem Kasten. Um diese Uhrzeit sind sie aber friedlich. Gestern wurden wir tagsüber von ihnen agressiv belästigt.
Allerdings hatte mein Kollege frisch gewaschene Haare und ich gerade geduscht.
Duftstoffe mögen sie eher nicht.
Durch die Enge und den fehlenden Honigraum war die Stimmung im Stock wohl auch etwas gereizt.
Ansonsten sitzen wir beide oft stunden lang neben dem Flugloch und beobachten das Treiben.
Meine letzten Stiche ist auch jetzt ein paar Wochen her und da hab ich einiges falsch gemacht. Im Stock operieren empfiehlt sich in der Abenddämmerung nicht und dann sollte man die Waben sanfter und mit dem richtigen Werkzeug rausmachen :P
Na ja Neuling halt. Aber früh morgens sind sie noch im Halbschlaf. :)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: riesenweib am 31. Mai 2011, 11:31:39
wir werden wohl nur dem imker über die schulter schauen (oder eher unten drunter durchlugen, er ist gross).

re klamm am morgen: wir haben aus dem grund einen platz gesucht (und auch gefunden) an dem es schon ab morgen sonne gibt.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 14. Juni 2011, 22:48:22
Meine eigene Bienenkiste.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: oile am 14. Juni 2011, 23:41:29
Dann sind die Bienen also schön dageblieben?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 15. Juni 2011, 00:11:35
Ts, ts, immer diese Massentierhaltung...
Ich hab glückliche Solitärbienen im Garten.
Und Honig im Glas 8)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 15. Juni 2011, 05:31:59
Die zweiten blieben da. Sind sehr fleißig und sehr freundlich.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: riesenweib am 15. Juni 2011, 16:17:02
gestern kamen die letzten der 6 bienenstöcke. Der imker war sehr erfreut über die unmengen steinklee die gerade blühen.

(http://farm4.static.flickr.com/3125/5836304486_f0d3bfe504_m.jpg)

die bienen kommen schon zum vogelbad trinken.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 18. Juni 2011, 10:02:07
Die letzten Tage beobachtete ich ein merkwürdiges Verhalten bei meinen Bienen.
Auf dem Flugbrett und der dazugehörigen Stirnwand sind ziemlich viele Bienen (über hundert) damit beschäftigt etwas für mich nicht erkennbares aufzunehmen oder abzugeben.
Mit leicht ruckelnden Bewegungen tupfen sie mit ihrem Mundwerkzeug über das Holz. Fängt mit gestrecktem Kopf an zum Körper hin. Dabei machen sie im Verlauf einen leichten Buckel und zum Abschluss auch eine Rückwärtsbewegung mit den Beinen.
Das machen sie sehr lange. Ich habe noch keine ausmachen können die diese Bewegung abgebrochen hat. (Tun sie natürlich da die Zahl der so beschäftigten Tiere zu unterschiedlichen Tageszeiten verschieden ist, ich habe keine viel länger als ein bis zwei Minuten im Auge behalten können).
Die Bewegungen wirken sehr zielgerichtet und laufen mit ziemlich hoher Geschwindigkeit ab. Tote Bienen oder mit unsicheren Bewegungen kann ich nicht entdecken.
Kühlung durch Feuchtigkeitsabgabe würde sicher nicht so lange dauern, außerdem sind keine Bienen dabei die Wind mit ihren Flügeln erzeugen.
Was sie da aufnehmen könnten kann ich mir auch nicht vorstellen.
Der restliche Flugbetrieb erscheint normal. Ist natürlich ein ziemliches Gedrängel am Eingang.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 01. Januar 2012, 14:30:59
Gerade war ich bei meinem Bien, um zu sehen wie sie das Feuerwerk überstanden haben. Leichter Niesel bei deutlichen Plusgraden.
Sie fliegen reichlich. Ein kommen und gehen.
Soll das schon ein Reinigungsflug sein?

Keine Feuerwerksreste in der Anlage.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: thegardener am 02. Januar 2012, 22:00:59
Ich hatte auf der letzten Grünen Woche einen Imker befragt über die notwendigen Vorarbeiten / Anschaffungen und mir wurde als Minimalpreis für eine Grundaussattung 1700 Euronen genannt , ohne Bienen . Ist das realistisch ?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Pewe am 02. Januar 2012, 22:19:43
Wie wäre es mit Gastbienen? Ich jedenfalls bin mit dieser Variante sehr zufrieden. Ein Imker hat bei mir ein paar Völker ab/aufgestellt, pflegt und versorgt sie. Die lieben Tierchen machen ihren Job, ich habe weder Arbeit/Kosten dadurch, bekomme vom Imker reichlich fertigen Honig geschenkt und freue mich im Sommer über das Gesummse. Ganz feine Sache und alle Beteiligten einschließlich der Bienen scheinen zufrieden zu sein. :D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Christina am 02. Januar 2012, 22:20:57
Ich hatte auf der letzten Grünen Woche einen Imker befragt über die notwendigen Vorarbeiten / Anschaffungen und mir wurde als Minimalpreis für eine Grundaussattung 1700 Euronen genannt , ohne Bienen . Ist das realistisch ?

Mir wurde gesagt, daß man vieles auch gebraucht kaufen kann. Dann müßte das doch billiger sein?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 02. Januar 2012, 22:29:18
Sollte wohl eher Abschreckung sein. Da musst Du schon mit einigen Völkern anfangen um auf solch einen Preis zu kommen.
http://www.holtermann-shop.de/ Da kannst Du zu reellen Preisen dein Zubehör bekommen. Gibt allerdings noch mehr such mal bei Imkerbedarf.
Was Du sicher brauchst ist ein Smoker, ein Bienenbesen , ein Stockmeissel und voraussichtlich eine Imkerjacke mit Schleier.
Eine Beute des Dir zusagenden Systems und die passenden Rähmchen . Beides kann man selber machen auch den Anzug, aber wenn Du keine Schreinerei und günstiges Holz zu deiner Verfügung hast lohnt es nicht. Gibt für alle Systeme umsonst gute Bauanleitungen im Netz.
Wichtig ist allerdings ein Imkerpate in deiner Nähe, der Dir bei Fragen zur Seite steht und auch bei den ersten Hantierungen Dich einweist.
Schwärme bekommt man ab April zwiwchen einem Dankeschön und 50 Euronen.
Schau Dich mal im Netz um Die Seite von http://www.bienenkiste.de/ ist ein ganz guter Einstieg, wenn Du es nur im kleinen Rahmen betreiben willst Da kann man auch viele kleine Filme sehen. Bei Youtube gibts dann die Menge andere Systeme life und auch viele lehrreiche Informationen.
Du solltest aber am Anfang einen Imkervater haben der das System das Du willst selber betreibt. Da sind die meisten ziemlich mit Scheuklappen behaftet.
Hat was von Glaubenssystemen. Was Du auf jeden Fall machen musst ist die Varroabehandling, damit dein Stock keine Gefahr für andere Imker wird.

Technisches Zubehör wie Honigschleuder kann aber ziemlich ins Geld gehen
Mein Freund hat eine große für 50 Euro gebraucht gekauft. Muss man aber nicht haben, den Honig kann man auch durch ein Tuch mit Schwerkraft gewinnen. Dauert halt länger, aber bei einem Volk lohnt die Schleuder nicht.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: thegardener am 02. Januar 2012, 22:34:15
Axel , danke für die Informationen ! Ich war auch sehr überrascht über die Aussage des Imkers - eigentlich sollten sie ja auf der Messe Werbung betreiben und nicht Leute abschrecken . Und sich freuen wenn jemand ernsthaftes Interesse signalisiert . Mir geht's weniger um den Honig , da mag ich eh nur wenige Sorten als vielmehr um das Beobachten und die Pflanzenbestäubung .
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 02. Januar 2012, 22:38:26
Dann wird es für Dich auch eine Bienenkiste tun. Die lässt sich leicht selber bauen.
Ich hab so eine im Garten stehen. Nur das Honigernten ist etwas schwierig.
Aber das ist eh erst im zweiten Jahr.
Ich bau mir im Winter noch eine weitere und eine Warre Beute.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Staudo am 03. Januar 2012, 07:07:38
Meine Mutter hat im letzten Jahr mit der Imkerei angefangen und etwas von rund 1000 Euro erzählt. Im Land Brandenburg gibt es für Neuanfänger sogar Fördermittel. Muttis Telefonnummer gibt's per PM.
Titel: Kosten von eigenen Bienen
Beitrag von: Re-Mark am 03. Januar 2012, 12:29:16
Ich hatte auf der letzten Grünen Woche einen Imker befragt über die notwendigen Vorarbeiten / Anschaffungen und mir wurde als Minimalpreis für eine Grundaussattung 1700 Euronen genannt , ohne Bienen . Ist das realistisch ?

Als Minimalpreis halte ich das nicht für realistisch, aber ich habe für meine Bienen auch schon sehr viel mehr ausgegeben als ursprünglich gedacht.

- Pro Bienenstock kann man erstmal ca. 150 Euro rechnen, alleine für die Zargen, Boden, Innendeckel, Außendeckel, Rähmchen.
Meist kommen außerdem dazu: Beutenanstrichmittel, eventuell Werkzeue um Beuten zu bauen oder zu reparieren.
Spanngurte, um die Beuten zusammenzuhalten (gegen Sturm oder beim Transport).

- Dazu kommen diverse Kleinteile wie Bienenbesen, Stockmeissel, Imkerhut, Schutzjacke, Handschuhe, Wassersprühflasche, Smoker...

- Es kommen normalerweise noch weitere Gerätschaften dazu, z.B. ein Einlöttrafo (um vorgeprägte Mittelwandplatten in den Rähmchen zu befestigen), Rähmchendraht, Drahtspanner, Nägel, Ösen, Rähmchenabstandhalter, etc

- Für die Wachsverarbeitung: Evtl. ein Wachsschmelzer (um alte Waben und auch Entdeckelungswachs einzuschmelzen. Ok, nicht unbedingt von Anfang an nötig, aber der Imker auf der Grünen Woche hat sowas vielleicht mit eingerechnet), dichte Gefäße und evtl. Mittel, um die Zerstörung von gelagerten Waben durch Wachsmotten zu verhindern.

- Zur Honigernte braucht es nicht nur eine Schleuder (ab ca. 300 Euro, besser man rechnet ab 500 Euro und ist immernoch bei Einsteigergeräten), sondern auch Entdeckelungsgabel (oder -messer), diverse Siebe, evtl. Honigaufbewahrungsbehälter ('Hobbock', sinnvollerweise mit Abfüllhahn), Entdeckelungswanne (beim Entfernen der Wachsdeckel von den Honigwaben tropft jede Menge Honig), da können nochmal hundert bis mehrere hundert Euro zusammenkommen.

- Wenn man Honig verkaufen möchte (und das wird man, wenn man mehr als einen Bienenstock erfolgreich 'hält' und wenn man nicht reich genug ist um alles zu verschenken), dann muss man sich auch mit Honiggläsern, Etiketten etc. beschäftigen. Und mit behördengerechtem Abwiegen...

- Krankheitsvorsorge und -behandlung verschlingt auch mehr Geld als gedacht: gegen die Varroamilben muss man mehrmals im Jahr behandeln, und zwar normalerweise im Spätsommer (nach der letzten Honigernte) mehrmals mit Ameisensäure und im Winter einmal mit Oxalsäure. Die Säuren selber könnte man für wenige Euro einkaufen, das ist aber so nicht zulässig, stattdessen muss man sie rein rechtlich in einer Apotheke oder von einem Tierarzt als 'Tierarzneimittel' abfüllen lassen, das kostet ein vielfaches, aber immernoch bezahlbar. Dazu braucht es aber noch Zubehör, z.B. Schutzbrille, u.U. Atemmaske, säurefeste Handschuhe, Dosierhilfen (z.B. Pipette oder Einwegspritzen), Verdampfungsgeräte etc.

- Auch die vorsorgliche Untersuchung auf Faulbrutsporen kann ins Geld gehen. Im Prinzip gibt es die Möglichkeit, eine Sammelprobe über den Imkerverein einzuschicken, ich habe aber meine Bienenschwärme erst nach dem Termin gefangen, und wegen der kritischen Faulbrutlage in Berlin wollte ich sicher gehen, habe deshalb den Besuch der Amtstierärztin bezahlt.
(Faulbrut ist für Menschen kein Thema, weshalb Honig aus Übersee mit Faulbrutsporen importiert werden darf (Supermarkthonig besteht laut Etikett fast immer aus 'Honige aus EG-Ländern und Nicht-EG-Ländern', also von 'irgendwo'), die leeren Gläser landen im Glascontainer, wo sie unter Umständen von unseren hiesigen Bienen ausgeleckt werden, die Sporen gelangen in den Bienenstock und können zum Ausbruch führen. Wenn Faulbrut oder auch nur die Sporen im Stock festgestellt werden, kann der ganze Bestand auf behördliche Anordnung vernichtet werden, außerdem wird ein Sperrbezirk von mehreren Kilometer ausgerufen, in dem keine Bienenvölker bewegt werden dürfen. In Berlin hatten wir 2011 mehrere Sperrbezirke.)

- Bienenschwärme fangen kann man, wenn man Glück hat, mit einem Karton (und sinnvollerweise einer Wassersprühflasche). Oft braucht man aber doch noch mehr, z.B. Teleskopstange, Schwarmfangsack, Leiter, besseres Fang- und Transportbehältnis (bienendicht, wassertolerant und gut belüftet - sprich: Schwarmfangkasten).

- Für die Vermehrung: Ablegerkästen, Begattungskästchen, Königinnenkäfige (auch beim Schwarmfang nützlich), Zuchtrahmen, Zubehör um Königinnen zu zeichnen, etc etc.

- Im Winter braucht jedes Volk mindestens 15 kg Futtervorrat. Den gibt man normalerweise als Zuckersirup. Obwohl ich nur von zwei Völkern Honig geerntet habe, und obwohl 2011 ein gutes Honigjahr war, musste ich an meine vier eingewinterten Völker über 70 kg Zuckersirup verfüttern (denn sie verbrauchen beim Einlagern schon etwas). Das bedeutet, ich habe alleine um die 100 Euro für Winterfutter ausgegeben!
Sogenanntes 'Futtergeschirr' kostet auch etwas, also die Vorrichtungen, aus denen man die Bienen das Futter aufnehmen lässt.

- Wenn man kein Auto hat braucht man noch einen Fahrradanhänger (am besten gefedert!), manche Leute brauchen auch noch eine Sackkarre (wenn man die Beuten nicht direkt aus dem Auto an ihren Standort stellen kann).

- Außerdem gibt man auch noch Geld aus für Fachbücher, evtl. ein Imkerzeitschriftenabo und für Lehrgänge. Ach ja, ganz wichtig: der Vereinsbeitrag, in dem auch Versicherung enthalten ist.

Man kann durchaus einiges sparen, wenn man viel selber macht und anderes die Bienen selber machen lässt, z.B. braucht es nicht unbedingt vorgeprägte Mittelwände, man kann die Bienen auch Naturbau machen lassen, oder wenn man doch Mittelwände einlötet, dann muss es kein Einlöttrafo aus dem Imkerhandel sein, anderswo bekommt man flexiblere Stromquellen für weniger Geld.
Ich habe auch meine Bienenbeuten selber gebaut, aber ob ich da bisher wirklich Geld gespart habe...? Lohnt sich jedenfalls nur für Leute ohne ordentliches Erwerbseinkommen.

Also, man könnte wahrscheinlich für 300 Euro mit dem Imkern anfangen (2 Bienenvölker), wenn man den Honig ohne eigene Schleuder gewinnt (falls man überhaupt welchen gewinnt, weil man den Bienen viel für den Winter lässt), die Beuten selber bauen kann ohne zusätzliches Werkzeug kaufen zu müssen, und sich auch sonst sehr beschränkt.
Aber selbst mit viel Improvisation und selber bauen habe ich wohl deutlich über 1000 Euro ausgegeben. Ok, da ist auch eine gebrauchte Schleuder mit drin.

Im übrigen glaube ich bisher nicht wirklich daran, dass der Imkereieinstieg mit der sogannten 'Bienenkiste' preiswerter oder einfacher ist als mit einer 'normalen' Beute mit beweglichen Zargen.

Grüße,
Robert
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: thegardener am 03. Januar 2012, 21:56:56
 :D danke für die zahlreichen Informationen ! Dann werde ich wohl warten bis ich ins Brandenburgische umgesiedelt bin ;) - ich hatte das Thema Bienen beiläufig einer Gartennachbarin am Telefon erwähnt und hätte das wohl besser gelassen ::) .
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Re-Mark am 03. Januar 2012, 22:09:40
:D danke für die zahlreichen Informationen ! Dann werde ich wohl warten bis ich ins Brandenburgische umgesiedelt bin ;) - ich hatte das Thema Bienen beiläufig einer Gartennachbarin am Telefon erwähnt und hätte das wohl besser gelassen ::) .

Die hier genannten 1000 Euro Förderung in Brandenburg gab es aber auch nur sehr kurze Zeit. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Budget ganz schnell ausgeschöpft wurde, wahrscheinlich durch Familienmitglieder und Freunde von schon vorhandenen Imkern, anstatt wie beabsichtigt neue Imker zu schaffen. Deshalb würde ich mich nicht darauf verlassen, dass es das dieses Jahr wieder gibt...

Was meinte denn die Nachbarin?

Grüße,
Robert
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Staudo am 04. Januar 2012, 07:35:16
Zumindest meine Mutter hat mit Hilfe der Förderung neu angefangen. ;)

Übrigens schwört sie auf die Styropor-Beuten, was die altgedienten Imker aus dem Verein missbilligen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 04. Januar 2012, 10:29:45
Hier im Landkreis Bayreuth ist im Jahresbeitrag vom Imkerverein ein Schwarm für den Anfänger dabei. Der Wüstensteiner Imkerverein ist ziemlich tolerant bei der Auswahl der Betriebsweise und hat bayernweit den größten Zuwachs an Neuimkern. Natürlich auch Bienenkiste, aber nicht nur. Hier ist eigentlich fast alles wenigstens in einzelnen Beuten zu finden.
Ich hatte noch keine Honigernte und meine Kosten sind deutlich unter 200 Euro. Aber ich habe mir viel provisorisch selbst gebaut. Einen Imkeranzug aus einer alten Trainingsanzugsjacke an den ich einen Gardinenrest annähte. In Verbindung mit einem alten Stohhut den ich zuerst anziehe und lange Gummihandschuhe ist das ein perfekter Anzug. Man selber sieht allerdings aus wie eine Vogelscheuche.
In den meisten Fällen habe ich allerdings gar nichts spezielles an, außer einen Strohut.
Nur wenn ich heftiger an den Stöcken meiner Freunde arbeiten muß und dank meiner Unerfahrenheit die Störungen doch meist erheblich sind zieh ich den Anzug an.
Ich muss allerdings einen richtigen Anzug empfehlen, den ich mir auch jetzt kaufen werde. Ich habe ihn von meinem Freund ausgeliehen und das ist schon ein Komfortunterschied ;). Außerdem habe ich dann keine Bienen im Schleier wenn sich der Strick löst :-X
Die Wasserflasche ist wirklich ein Muss, aber die habe ich aus dem Haushalt ausgeliehen. Kostet im Schnitt 2 Euronen. Die aus dem Haushalt ist auch schon ausreichend funktionsgetestet.

Wenn man allerdings die Fahrtkosten zu den Treffen und vor allem die Zeit die man mit den Bienen verbringt, auch rechnet, dann wird es teuer.
Mal kurz neben dem Flugloch sitzen und die Bienen beobachten und schon sind ein bis zwei Stunden weg, in denen man eigentlich Unkraut jäten wollte ;).

Die Mittel werden zentral über den Verein bezogen das ist günstiger, denn man braucht für ein bis zwei Völker nicht soviel. Zumindest die Oxalsäure hält sich auch nicht so lang. Bei der Oxalsäure ist auch eine große Spritze dabei.
Die ganzen Nebenkosten läppern sich schon und nicht jeder kann sich seine Beute in einer Schreinerei aus günstigem Restholz zusammenbauen.
Bei einer Styroporbeute hätte ich Bedenken wegen der Mäuse und wie man sowas reinigt ist mir auch nicht klar. Wird wohl regelmäßig auf eine Neue rauslaufen.
Die Betriebsweise ist wohl wirklich religionsähnlich auch da sind Freigeister selten ;).

Meine Rechnung ist zugegebenermassen nicht sehr kaufmännisch, all die Zeit die man braucht um das Equipment selber zu machen ist sicher um ein vielfaches teurer als wenn man es günstig kauft. Re-Marks rechnung ist da viel realistischer.

Meine Schrebergartennachbarn haben sich nach sehr kurzer Zeit beruhigt. Bienenhaltung ist im Schrebergarten erlaubt(erwünscht) und meine Bienen sind auch richtig friedlich. Selbst der seltene Rasenmähereinsatz bis 3 Meter seitlich neben dem Stock scheint sie nicht zu nerven. Er ist auch so aufgestellt das vor dem Fugloch und seitlich mehr als 8 Meter bis zur Nachbargrenze sind, dahinter ist eine hohe Hecke und auch 3 Meter vor dem Loch ist eine meterhohe Staudenpflanzung die ihre Flugsbahn nach oben bringt.

Das kann auch anders sein :P
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Re-Mark am 05. Januar 2012, 21:16:30
Zumindest meine Mutter hat mit Hilfe der Förderung neu angefangen. ;)

Sag ich doch...
Falls es die Förderung nochmal gibt, werde ich es vielleicht auch so machen: Eltern werben, denn für mich selbst ist es nun wohl zu spät.

Zitat
Übrigens schwört sie auf die Styropor-Beuten, was die altgedienten Imker aus dem Verein missbilligen.

Ist bei uns umgekehrt: die meisten altgedienten Imker verwenden Seegeberger Styroporbeuten.


Hier im Landkreis Bayreuth ist im Jahresbeitrag vom Imkerverein ein Schwarm für den Anfänger dabei.

Bei uns ist das leider nicht so gut organisiert, habe schon öfter gehört, dass in Süddeutschland viel mehr in der Nachwuchsarbeit geschieht. Auch was Lehrgänge angeht.

Zitat
Einen Imkeranzug aus einer alten Trainingsanzugsjacke an den ich einen Gardinenrest annähte. In Verbindung mit einem alten Stohhut den ich zuerst anziehe und lange Gummihandschuhe ist das ein perfekter Anzug. Man selber sieht allerdings aus wie eine Vogelscheuche.
In den meisten Fällen habe ich allerdings gar nichts spezielles an, außer einen Strohut.

Wenn überhaupt, dann habe ich auch nur einen Imkerschleier mit Strohhut getragen, aber der Strohhut hat die vielen Transporte im Rucksack nicht überlebt.
Oft war ich auch ohne Schutz aktiv, musste dafür aber einige Male büßen. Bienenschwärme sind zwar meist tatsächlich friedlich, aber nicht wenn man sie bei Wind und Nieselregen mit einem Bienenbesen von einem Baumstamm oder dicken Ast abfegen will...
Überhaupt können sie den Besen nicht leiden. Muss noch versuchen, mir Gänseschwingen zu beschaffen.

Zitat
Ich muss allerdings einen richtigen Anzug empfehlen, den ich mir auch jetzt kaufen werde. Ich habe ihn von meinem Freund ausgeliehen und das ist schon ein Komfortunterschied ;). Außerdem habe ich dann keine Bienen im Schleier wenn sich der Strick löst :-X

Bundeswehr-Flecktarnkombi (tropentarn/wüstentarn) tut es recht gut als Imkeranzug. So eine gebrauchte Panzerkombi kostet wesentlich weniger als ein Imkeranzug, und man sieht darauf auch die Propolisflecken nicht mehr. Natürlich muss man acht geben, dass der Imkerschleier am Kragen richtig anliegt.
Es kommt ja darauf an, bei den Bienen nicht das Verteidigungsprogramm gegen Bären und andere Säugetier-Honigräuber zu aktivieren, deshalb sind Imkerklamotten üblicherweise weiß. Ich denke, dass das Wüstentarnmuster bei Bienen genauso wirkt, man wird halt nicht als dunkle Silhouette wahrgenommen.

Zitat
Zumindest die Oxalsäure hält sich auch nicht so lang. Bei der Oxalsäure ist auch eine große Spritze dabei.

In Pulverform sollte Oxalsäuredihydrat ziemlich haltbar sein, kostet nur ein paar Euro, und eine Waage mit einer Auflösung von 10 mg gibt es in der Bucht für um die 10 Euro... 8)

Zitat
Die ganzen Nebenkosten läppern sich schon und nicht jeder kann sich seine Beute in einer Schreinerei aus günstigem Restholz zusammenbauen.
Bei einer Styroporbeute hätte ich Bedenken wegen der Mäuse und wie man sowas reinigt ist mir auch nicht klar. Wird wohl regelmäßig auf eine Neue rauslaufen.
Die Betriebsweise ist wohl wirklich religionsähnlich auch da sind Freigeister selten ;).

Ich habe einige Zargen aus Paulowniaholz (Blauglockenbaum) gebaut. Das ist extrem leicht, allerdings haben einige meiner Kisten draußen schwarze Flecken bekommen, hätte sie doch besser ölen sollen.
Ich verwende selbstgebaute Dadantbeuten und geschenkte, aber mühsam modifizierte Erlanger Beuten (Zanderrähmchen).

Zitat
Meine Rechnung ist zugegebenermassen nicht sehr kaufmännisch, all die Zeit die man braucht um das Equipment selber zu machen ist sicher um ein vielfaches teurer als wenn man es günstig kauft. Re-Marks rechnung ist da viel realistischer.

Ich habe ja noch gar keine richtige Rechnung aufgemacht, nur eine Liste mit all den Dingen, die man gern vergisst, wenn man die Kosten zu schätzen versucht.
Und deine Rechnung wird eigentlich erst vergleichbar, wenn du von mehr als einem Volk Honig erntest.

Wenn die Bienen schwärmen wirst du mehr Beuten brauchen, und betreibt man Schwarmverhinderung, braucht man auch oft eine weitere Beute. Und wenn etwas schief geht (Königin verloren z.B.), dann ist man auch froh, wenn man mehr als ein Volk hat.
Aus diesen Gründen wird es praktisch nie auf Dauer bei einem einzelnen Volk bleiben. Hat man aber mehrere Völker, dann lernt man u.U. das eine oder andere Spezialgerät zu schätzen.
Ich stehe ja auch noch komplett am Anfang. Kann kaum die neue Schwarmsaison erwarten.

Grüße,
Robert
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 14. Januar 2012, 14:45:45
Geht uns hier genauso, wir können es kaum erwarten. Ich hätte auch gern 3 Völker ;)

Vorige Woche wie es mal kurz sonnig und ziemlich warm war, sind bei mir viele Bienen geflogen. Für eine halbe Stunde war es wie im Sommer vor dem Stock. Da waren mindestens hundert Bienen in der Luft. Im ganzen Garten hab ich dann Bienen gesehen. Waren vor allem im feuchten Laub. Ich nehme an, das war so ein verfrühter Reinigungsflug und da hat man halt noch nach Wasser geschaut.
Ich hoffe es ist kein allzuschlechtes Zeichen. Vor allem da bei einigen Freunden im Frühwinter mehrere Völker einfach verschwunden sind. Da war es eine kleine Beruhigung das die Bienen bei mir hauptsächlich zurückkehrten.
Fremde können es auch kaum sein, da im Umkreis von mindestens einem Kilometer kein weiterer Stand ist.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Gartenwurzel am 30. Januar 2012, 22:11:34
Hier ist auch der Imker-Virus eingeschlagen :)
Ich werde dieses Jahr einen 6-Tage-Kurs bei Mellifera machen (ich habe das Glück, recht nah an der Fischermühle zu wohnen, einer Lehr- und Versuchsimkerei).
Und ein Bioland-Berufsimker, der mir im Frühjahr eines seiner Völker verkauft, habe ich auch schon gefunden :D
Und eine Freundin schenkt mir im Sommer einen ihrer Schwärme!
Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen.
Ich hätte nie gedacht, dass einen das Thema Bienen so fesseln kann, aber wenn man einmal näher eingestiegen ist, lässt es einen nicht mehr los.

In einem der Bücher, die ich mir angeschafft habe, ist am Ende eine Liste der notwendigen Anschaffungen drin ("Imkern Schritt für Schritt"). Die kommen auch etwa auf 1500 Euro.

Habt ihr als Hobbyimker mit wenigen Völkern eigentlich eine Haftpflichtversicherung?

Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 17. März 2012, 22:06:16
Heute habe ich Stockansicht in der Bienenkiste gemacht und den Boden gereinigt.
(Durchsicht kann man bei der Bienenkiste eher nicht sagen)
Das Volk ist riesig. Futter ist massig vorhanden, ich befürchte die tragen schon Nektar ein. Es blühen in der ganzen Gartenkolonie tausende von Schneeglöckchen Krokusse etc. Ich werde wohl in den nächsten Tagen was für die Honigproduktion einsetzen müssen. Schwärmen werden sie aber ohnehin. Hoffentlich noch vor der letzten Aprilwoche.

Die Völker bei meinem Freund auf dem Berg sind deutlich kleiner und haben auch weniger Futter übrig. Sie haben es aber anscheinend gut überstanden und haben heute fleißig Pollen eingetragen.
In seiner Zanderbeute ist das Brutnest im oberen Raum und noch ziemlich klein. Eine Biene schlüpfte gerade.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: freitagsfish am 04. April 2012, 18:22:10
habe heute gehört, dass im letzten winter 1/3 der völker gestorben sein sollen - wie sind eure erfahrungen?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 30. April 2012, 22:43:00
Meins ist jetzt extrem stark. Solche Bärte habe ich jetzt jeden späten Abend am Loch. Großer Drohnenanteil im Bart.
Tragen wie verrückt Honig und Pollen ein.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 04. Mai 2012, 21:03:43
So sieht der Honigraum von der Bienenkiste aus
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 04. Mai 2012, 21:04:11
Ein Drohn
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Mai 2012, 22:16:38
So sah mein Flugbrett heute abend um 21 Uhr aus
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: RosaRot am 10. Mai 2012, 22:37:14
Wahnsinn, gehen die nicht rein?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Mai 2012, 22:39:59
Drinnen ist es zu voll. ;)
Wenn sie bis morgen früh nicht mehrheitlich drin sind, habe ich wohl ein Problem.
Bei kalter Witterung sollten sie schon drin sein, auch wenn mein Volk wohl sehr gut entwickelt ist.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: RosaRot am 10. Mai 2012, 22:40:51
Das heißt die Kiste ist zu klein?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Mai 2012, 22:52:06
Wird wohl auf einen oder mehrere Schwärme rauslaufen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Nina am 02. April 2013, 15:51:11
Mal doof in die Runde gefragt: Ist das schwer mit dem Imkern? ::)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: mame am 02. April 2013, 16:03:33
Mal doof in die Runde gefragt: Ist das schwer mit dem Imkern? ::)
Kommt drauf an, was Du Dir davon erwartest ;)
Bienen halten ist ganz einfach - aufwändig wird es erst, wenn man zuverlässig größere Mengen Honig ernten will ;D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Nina am 02. April 2013, 16:08:06

Kommt drauf an, was Du Dir davon erwartest ;)
Nur für den Eigenbedarf etwas Honig und glückliche Bienen, die brav die Obstbäume bestäuben. :)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: mame am 02. April 2013, 16:13:14
Das klingt doch gut :) Ich hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, vermute aber, dass hier schon mal jemand den Mellifera e. V. empfohlen hat - zum Einstieg gibt es da ganz gute Tipps.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Nina am 02. April 2013, 16:23:42
Danke! :D *summ, summ, summ*
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Albizia am 02. April 2013, 17:02:29
Die meisten Imkervereine bieten, soweit ich weiß, Kurse an. Selbst bei uns am Ort werden jährlich vom Imker Kurse angeboten, mit dem Ziel, später ein eigenes Volk übernehmen zu können/sollen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: *Ute* am 02. April 2013, 17:26:27
Aus meinen Bienen sind Hühner geworden. :-\

Ich hatte mich vor ein paar Jahren damit befasst, genau der gleiche Gesichtspunkt, paar unkomplizierte Bienen , die mir die Obstbäume bestäuben und nebenbei bißchen Honig produzieren.

Ich hatte mir auch schon Gedanken gemacht, welche Beuteart ich mir anschaffe und war auf die Bremer-Beute gestossen, weil sie gewichtstechnisch am leichtesten zu händeln wäre. Bestimmt auch der Mercedes unter den Beuten.

Theoretisch war ich dann ganz schlau und bekam dann den Tipp von einem Imker, die Familie auf Bienenstichallergie testen lassen. Bingo, von vieren waren zwei allergisch.Ausgeträumt, panische Familienmitglieder im Garten sind doch nicht so prickelnd.

Ich kann dir also nur raten, als 1. die Allergiefrage auszuschließen und dir dann einen Imkervater oder -mutter zu suchen, die dir bei den Startschwierigkeiten helfen und bei dem du vielleicht im Vorfeld ein wenig mithilfst.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Chica am 02. April 2013, 18:35:56
Mal doof in die Runde gefragt: Ist das schwer mit dem Imkern? ::)

Mein Zimmerkollege auf Arbeit hat eigene Bienen, acht Völker im letzten Herbst. Wenn ich mir diese Tiere erklären lasse, kommt es mir so vor, als müsste man zum kompletten Verständnis ein eigenes Studium abgeschlossen haben. Die verschiedenen Honigarten, die ich nun beständig bei der Arbeit löffele sind total faszinierend, der Eintritt der Festigkeit hängt mit dem Verhältnis von Fruchtzucker zu Traubenzucker ab, dieses sowie die Farbe von den "beklauten" Blüten. Und das ist nur der Anfang...

Ich plane jetzt lieber erstmal ein Insektenhotel, d. h. ich habe es bei Junior bestellt und bin gespannt, wann mein Wunsch in Erfüllung geht.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Katrin am 02. April 2013, 19:40:00
Mal doof in die Runde gefragt: Ist das schwer mit dem Imkern? ::)

Am besten ist es, in deiner Umgebung die Imker zu fragen. Es ist nicht sehr schwer, aber durchaus zeitaufwändig und die meisten Arbeiten sind dann zu erledigen, wenn die Bienen es brauchen, nicht, wenn man selber am meisten Zeit hat. So benötigt man für Varroabehandlungen gutes (trockenes, warmes) Wetter, im Sommer/Herbst muss man zufüttern, man muss regelmäßig den Stock kontrollieren, im Frühling mal reingucken und ziemlich viel Ausrüstung kaufen (außer bei euch kann man mitbenützen wie hier, das ist sehr praktisch).

Die Bienen einfach nur summen lassen, klappt hier bei uns nicht mehr. Wer nicht behandelt, gefährdet zum einen die Bienen der anderen Imker, zum anderen überleben die Völker in den meisten Fällen dann nicht. Und auch so sterben öfters Völker, auch, ohne dass man je erfährt warum. Nur dem Summen zuhören und Bienen bewundern geht leider nicht, es ist viel Zeitaufwand damit verbunden.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Staudo am 02. April 2013, 19:47:01
Meine Mutter hat vor drei Jahren mit der Imkerei angefangen. So wie ich das sehe, ist der Zeitaufwand begrenzt und obendrein ist man bei vielen Arbeiten nicht an bestimmte Termine gebunden. Allerdings haben Imker vor allem ein Gesprächsthema. ;D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: oile am 02. April 2013, 19:48:38
Du meinst, so in etwa wie Gärtner bzw. gärtnernde Menschen?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Staudo am 02. April 2013, 19:52:08
Vielleicht so wie Galanthophile mit einer Saison von über einem halben Jahr Dauer. Obwohl, das ist ja bereits so. Eigentlich ergänzen sich die beiden Themen zeitlich hervorragend.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 02. April 2013, 19:57:43
Wenn Du nur 1 bis 5 Völker hast und Dir die Honigernte nicht so wichtig ist hält sich das in Grenzen. Die meiste Zeit kostet das faszinierte Zuschauen.
Wenn es allerdings zur Sache geht Arbeiten am Stock dann kann das für den Anfänger schon stressig sein. Darum auf jeden Fall einen Imkerpaten der Dir dabei zur Hand geht.
Leider sind Imker meist richtige Sektierer. Die Beute (Behausundg der Bienen) die sie haben ist oft die einzig Richtige. Schau mal wen Du in Deiner Nähe findest und fange mit ein bis zwei Völkern an.
Wenn Du nach zwei drei Jahren etwas Erfahrung hast kannst Du immer noch wechseln.
Mellifera EV ist gut.
Es gibt bei You Tube Filme über Bienenhaltung ohne Ende. Da belommt man mal einen Eindruck über verschiedene Haltungsformen und die ganzen Probleme die damit einher gehen.
Zur Zeit ist ses besonders spannend ob sie dieses Frühjahr überleben. Die lange Kälte wird viele dazu bringen auf der Brut zu verhungern.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 02. April 2013, 19:58:49
Beide Themen sind ganzjahresfüllend. 8)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: oile am 02. April 2013, 19:59:33
Die Imker, die bei mir in der Nähe sind, will ich nicht in meinem Garten, ganz bestimmt nicht.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 02. April 2013, 20:03:22
Es gibt nette umgängliche aber auch extreme Käuze und ein paar Extremisten sind auch dabei. Man muß nur mal in den Foren lesen :P
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Katrin am 02. April 2013, 20:07:00
Ich habe sehr nette gefunden, aber ich stimme euch zu ;) .
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 02. April 2013, 20:35:16
In meinem Umfeld gibt es nur nette Imker. Aber das ist wie überall eine sehr persönliche Auslese.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Nina am 02. April 2013, 21:07:22
Die meiste Zeit kostet das faszinierte Zuschauen.
:D

Danke euch für die vielen Infos! Vielleicht ist es doch zu zeitintensiv. ::)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: oile am 02. April 2013, 21:11:09
Wenn es Dir nur um die Bestäubungsleistung geht, könntest Du auch dafür sorgen, dass Wildbienen reichlich Gelegenheit zum Nisten haben. Da diese aber wohl "Haustürsammler" sind, müsstest Du diese Nistgelegenheiten in der Nähe Deiner Obstbäume schaffen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Staudo am 02. April 2013, 21:14:46
Eigenen Honig im Überfluss zu haben, ist durchaus verlockend. Meine Mutter ist übrigens ausverkauft und neuen Honig gibt es erst in einigen Wochen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 02. April 2013, 21:21:25
Imker scheinen eine sehr hohe Lebenserwartung zu haben. ;)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: frida am 02. April 2013, 21:23:38
Oder Du bietest Imkern aus der Stadt Deine Obstwiese als Standort für ihre Beute an - gegen Naturalien.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 02. April 2013, 21:43:31
Das ist bei passendem Imker der beste Einstieg dann hast Du auch eine Ahnung was an Arbeit anfällt. Die Beobachtungszeit ist die gleiche. Sie sind sehr beruhigend.
Wenn sie einen schlechten Tag haben lassen sie es Dich schon wissen. Mich hat noch keine gestochen wenn ich bei dem hohen Angriffston mich geordnet verzogen habe. Passierte wenn ich vor dem Flugloch hackte oder sonstige hegftige Arbeiten ausführte. Parfüm, Haarspray, Schweiß mögen sie nicht dann fällst Du schnell in die Kategorie unerwünscht.
Aber nur in zwei oder drei Meter vor dem Flugloch. Man kann sie durch höhere Anpflanzung davor zu einer höheren Flugbahn bewegen (kleine Hecke oder Stauden) Dann habt ihr kaum direkten Kontakt.
Das weiter wird Dir der Imker sagen.

Ich hänge immer in wenigen Dezimertern Abstand neben dem Flugloch rum ;) Atme natürlich nicht rein.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: wukie am 05. Mai 2013, 00:32:39
-
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Feder am 05. Juni 2013, 09:03:25
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem System Bienenkiste?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 05. Juni 2013, 22:23:55
Ja ich, was möchtest Du denn wissen?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 05. Juni 2013, 22:35:44
Da heute der erste sonnige Tag nach dem ganzen Regenwetter-Elend war, haben sich bei uns heute vier Schwärme gleichzeitig gebildet. Zwei Trauben hingen dann in einem kleineren Baum, zwei weitere ganz oben in einer Süßkirsche. Da unser Imker damit gerechnet hatte, war er vor Ort und hat sie alle einsammeln können. :D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 06. Juni 2013, 07:37:49
Sehr schön wen einem das gelingt. :D :D Das mit dem Kirschbaum war hoffentlich mit einer guten Leiter zu erreichen, oder hat er einen anderen Trick?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Feder am 07. Juni 2013, 08:09:23
@Axel: Ich möchte gerne wissen, ob die Bienenkiste wirklich funktioniert wie beschrieben, insbesondere nach den ersten zwei Jahren. Wie lange machst du es denn schon?
Ich bin am überlegen, ob mir die Warre Beute besser gefällt oder die Bienenkiste. Bei der Warrebeute gefällt mir, daß das Bienenvolk sich aufrecht einrichten kann und auch die Varroabehandlung erscheint mir doch einfacher durchführbar.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Staudo am 07. Juni 2013, 08:28:03
Meine Mutter arbeitet mit Segeberger Hartschaumbeuten. Die können zwar mit einer Holzbeute optisch nicht mithalten, sind dafür sehr leicht, was mit den Jahren immer wichtiger wird.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 07. Juni 2013, 22:10:19
Wir hier sind sehr experimentierfreudig. Mein Freund und ich hatten drei Bienenkisten.
Meine ist gut durch den Winter gekommen und hatte einen starken Reinigungsflug. Aber die Königin war krank oder schon tot. Im Mai waren es dann nur noch eine handvoll Bienen. Jetzt ist die Kiste leer.
Die Beiden Kisten bei meinem Freund waren schon während des Winters tot. Sie sind im März gestorben. Varroa war es wohl nicht.
Das eine Volk war immer schon sehr kümmerlich und hat sich nicht gut entwickelt.
Für manche Bienen ist die Kiste wohl zu groß.
Es war eine selbstgebaute Kiste und einige Modifikationen Die mein Freund vorgenommen hat waren womöglich nicht so günstig.
Man kann bei dieser Stabilbauweise schlecht eingreifen wenn was schief läuft. Allerdings bauen die Bienen sich das Nest so wie sie es brauchen und man kann sehr gut sehen wie das ganze Volk sich entwickelt wenn man die Kiste aufstellt und den Boden abnimmt. Für einen Anfänger finde ich die Kiste nach wie vor einfach auch wenn das Ernten schon ziemlich schwierig ist. Man muß halt im ersten Jahr kaum eingreifen und kann sich dem Wesen der Bienen auf relativ natürliche Weise nähern.
Das Einlaufen eines Schwarmes ist schon sehr eindrucksvoll.


Wir haben voller Begeisterung den englischen Text von Warre gelesen.
Gleich zwei Beuten gebaut und mit Schwärmen aus den Bienenkisten,(außerdem haben wir noch angefangen die Zanderbeuten zu modifizieren. 1,5 er Rähmchen fürs Brutnest und so weiter).

Bei Warre ist die Behandlung mit dem Naßheider Verdampfer nicht möglich. Wir haben Thymol versucht. Die Reinsubstanz, das hat auch gut geklappt bei dem kleinen Volk von meinem Freund. Honigernte ist noch schwieriger als bei der Bienenkiste. Aber es kommen auch sehr kleine Völker gut durch den Winter. weil sie auch ökonomischer mit dem Futter umgehen. Meins ist schon nach wenigen Wochen den Raubzügen der Völker eines Wanderimkers der seine Beuten in der Nähe aufstellte zum Opfer gefallen. Ich habe es zu spät bemerkt. Von heute auf morgen waren tausende fremde Bienen vor dem Loch und in der Beute. In drei Tagen war alles vorbei. Es war wohl schon am ersten Tag so das mein Volk getötet war. Die anderen Tage brauchten sie um die Waben zu leeren.
Im Winter haben alle System die ich bisher gesehen habe mit Schwitzwasser in der Beute zu kämpfen. Außer Warre da ist es besser. In der Kiste waren immer Eiszapfen. Im Frühling ist das aber alles wieder sauber.
Im Moment versuche ich die Haltungsformen der Rähmchenimkerei natürlicher zu gestalten. Aber das ist so umfangreich daß dieser Thread mir dann zu mühsam wird.
Wenn Du in der Gegend bist können wir mal die anderen Imker besuchen und ich kann Dir die Vorteile und Nachteile die ich bis jetzt entdeckt habe erklären.
Es gibt hunderte gute Filme auf You Tube die die verschiedenen Haltungsformen zeigen.
Stichwort kleine Bienen oder top entrance und wilde Bienen sind dabei am interessantesten.

Hast Du einen Imker an der Hand den Du in der ersten Zeit behilflich sein kann und Dir mit Rat und Tat zur Seite steht?
Welche Haltungsform(en) hat der.
Meiner ist sehr experimentierfreudig und hat auch unter anderem seit Jahren eine Bienenkiste.


Bei einem Tierarztbekannten hat ein Specht diesen Winter drei Hartschaumbeuten ausgräumt.

Natürlich haben wir auch die Winterbehandlung mit Oxalsäure gemacht.


Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 08. Juni 2013, 23:04:25
Sehr schön wen einem das gelingt. :D :D Das mit dem Kirschbaum war hoffentlich mit einer guten Leiter zu erreichen, oder hat er einen anderen Trick?

Für eine Leiter hing die Traube viel zu weit oben. Er ist ohne alles in den Baum geklettert. Ich mochte gar nicht hinschauen. Aber er ist mit dem Schwarm in der Kiste gut wieder runter gekommen. :D

Gestern hing eine riesige Traube im Birnbaum, praktisch auf Pflückhöhe. Der Imker kam freudestrahlend, nachdem er die Bienen zum Abkühlen in den Keller gebracht hatte: 3 Kilo!!! wog die Traube.

Heute hing eine Traube in einer Forsythia,


tg_130608_1.jpg


auch ungefähr auf Kopfhöhe, also ohne Leiter ganz einfach erreichbar. Der Inhalt der Kiste von gestern ist in eine neue Beute umgesiedelt und die Kiste steht nun schon wieder im Keller, voller Bienen.

Axel, eine Frage noch zu Bienen und Ameisen: In einer der Warrebeuten ist unter dem Dach ein Ameisenvolk eingezogen. Sie räumen das Sägemehl, das der Dämmung dient, raus und richten sich häuslich ein. Große, schwarze Ameisen - Rossameisen? Schaden sie den Bienen? Oder nutzen sie nur das trockene, warme Plätzchen und verteidigen die Beute unter Umständen auch gegen andere, räuberischere Ameisen (mit denen es immer wieder Ärger gibt)?

Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 08. Juni 2013, 23:30:53
Sowas habe ich noch nicht gehört. Ich hätte auf jeden Fall größte Bedenken. Vor allem sind die so wehrhaft das sie die Bienen wohl ernsthaft schädigen können.
Ich würde sie enfernen. Darum ist die Warre auch nicht der Weisheit letzter Schluß.
Ich experimentiere gerade mit einem alternativen Modell, das ich gerade selbst entwickle. Dabei gehe ich von Wilden Völkern aus und ihre häufigsten Wohnformen.
Das hat hier scheinbar noch keiner untersucht. Ist ein Dogma.
Das Wissenschaftler aufgestellt haben. Auch wenn Tatsachen das Gegenteil als möglich zeigen. Heideimker oder die wenigen verwilderten Bienen die hier in nichtantropogen vorgegebenen Hohlräumen siedeln. Spechthöhlen zum Beispiel da ist der Eingang auch immer oben. Da muß laut Lehrmeinung der Honig unten sein.
Ist er aber sicher nicht bei den Heideimkern in dem Film.
http://www.youtube.com/watch?v=JDn3DnjpY1A&list=PL5-zvggXUPf4LuVQ6JcLaB5z-pKuPSC_w
Es gibt angeblich einen Film in Deutsch da ist es umgekehrt ???
Ich werde ihn mir anschauen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 08. Juni 2013, 23:35:09
Trägt sicher nicht viel bei:
Ich hab mal ein "wildes" Bienennest in einem liegenden hohlen Baumstamm gesehen. Die Waben waren, soweit zu sehen, vertikal eingebaut. Der Stamm war seitlich ziemlich weit offen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 08. Juni 2013, 23:35:33
Oh. Danke, Axel. Im Frühjahr hatte ich auf der Suche nach den Rossameisen, die ich in der hohlen Walnuss gefunden hatte, in einem Ameisenforum Hinweise darauf gelesen, dass sich bestimmte Ameisen gern in Bienenstöcken einnisten. Und dass es - aus Sicht der Ameisenfreaks - kein Problem für die Bienen ist. Da Du mit Ameisen wie Bienen gleichermaßen auf Du bist, hatte ich gehofft, dass Du Entwarnung gibst. Jetzt geh ich lieber noch mal suchen, wo die Information her war und was genau daraus folgt. :-\
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 08. Juni 2013, 23:48:13
Axel, ich hab den Artikel im Netz wiedergefunden, der mir zu dem Thema im Hinterkopf war. Da ich mit Ameisen nicht so eng befreundet bin, würde mich Deine Meinung dazu sehr interessieren.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 09. Juni 2013, 00:17:37
Liebe Conni, wenn es mein Stock wäre würde ich es riskieren. Wenn es wirklich C.fallax sind von denen Du ja schon geschrieben hast, deren Völker sind ja sehr klein und können gar keinen großen Schaden anrichten. Außerdem sind sie auch noch nicht besonders kampflustig.
Es könnte auch gerade bei einer Warre-Beute auch einen Vorteil haben da sie ja bei eventueller Durchsicht nicht so gestört werden.
Da in einem Volk auch immer eine gewisse Menge Ameisensäure in der Luft des Baues ist. Vor allem wenn mal Störungen durch Mensch oder Bienen zur Abgabe anregen. Womöglich wäre das der Jackpot bei der Milbenbekämpfung.
Wenn Du also nicht willst das das bleibt oder den Imker überreden kannst mir das Top zu schicken, schicke ich Dir gerne mein sauberes Stoffbespanntes Top von meiner leeren Warre-Beute. Notfalls bau ich auch ein neues nach seinen Angaben.
Wir wollen versuchen ein Warrevolk zu teilen. Da würde ich sie gerne einsetzen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 09. Juni 2013, 07:09:33
Guten Morgen, Axel.

Ob es wirklich C. fallax sind, kann ich nicht sagen. Ich könnte versuchen, mal ein Foto zu machen.

Unser Imker scheint sich darauf einlassen zu wollen, dass die Ameisen im Obergeschoss wohnen. :)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 09. Juni 2013, 08:48:32
Danke liebe Conni
Deine Gründlichkeit hat mir wieder einen neuen Horizont erschlossen. Du bist ein Schatz. :-*
Halt uns auf dem laufenden. Ich werde meine angejahrten Kenntnisse der einheimischen Ameisen wieder auf Vordermann bringen und mein möglichstes tun euch zu helfen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 09. Juni 2013, 22:43:05
Letzte Nacht habe ich im Kopf eine einfache Methode entwickelt Schwärme einzufangen.
Wer sich also traut sowas zu machen kann dadurch immer bereit sein einen überraschenden Schwarm einfangen.

Nachdem ich die Materialien für einige Entwicklungsschritte nicht hatte habe ich die Angelegenheit soweit vereinfacht, das jeder Möchtegernimker mit einer Sprühflasche und einem Kopfkissenbezug Jeden erreichbaren Schwarm einfangen kann.

Der Kopfkissenbezug sollte einen Reißverschluß haben. Eine Rosenschere und vielleiht ein Röhrchen aus Fliegendraht und ein Stück Schnur machen die Sache noch einfacher.

An die Seiten mit dem Reißverschluß jeweils zwei Halteschlaufen nähen. fertig ist der Bieneneifangbehälter und auch ein luftiger Transportbehälter.

Vorgehensweise:
Schwarmtraube orten, sich unter die Traube begeben und sie einsprühen.
Kopfkissenbezug mit der Öffnung nach oben unter der Traube aufspannen (ein Schlaufenende reicht vermutlich. Das andere in der Hand halten, Stück Schnur als Hilfe).


Mit der Rosenschere die verästelte Grundlage der Traube zurecht und abschneiden, sodaß sie in den Kissenbezug passt. Aufpassen das keine starren Zweigspitzen den Kissenbezug beschädigen können.
Falls diese Gefahr unvermeidlich ist oder der Ast zu stark ist, schon vorher ein Stück verzweigten Busch in den Kissenbezug geben.
Dann die Bienen durch einen Stoß oder Schlag auf den Ast zum Absturz in den Kissenbezugbringen.

Dann die beiden Griffe zusammen legen und den Reißverschluß bis auf zwei drei Zentimeter zuziehen. Die Bienen rücken schon beiseite ohne agressiv zu werden wenn man sie leicht anstupst. Nochmaliges Einsprühen davor beruhigt sie zusätzlich.
In die letzte Öffnung führt man dann das Röllchen aus Fliegendraht ein es sollte schon ein Stück reinreichen so 10 cm sollten reichen. Den Reißverschluß zuziehen das das Röllchen festsitzt. den Beutel an Ort und Stelle aufhängen, bis die restlichen Bienen ihrer hoffentlich im Beutel steckenden Königin in den Beutel folgen. Es kommen dabei wenig Bienen wieder raus wegen dem Reuseneffekt.

Am besten macht man das mit dem Röhrchen wenn die meisten Bienen schon drin sind. So fängt man auch die Scoutbienen.
Nach etwa einer Stunde kann man das Röhrchen verstopfen oder entfernen und den Reißverschluß ganz zuziehen.

Fertig für den Transport. Die Äste halten den Sack schön auseinander.
Das mit dem Röhrchen habe ich in meinem Fangkarton ausprobiert, funktioniert einwandfrei. Der ist halt leider zu sperrig um ihn wirklich immer dabei zu haben.

Die Schwarmzeit ist schon ziemlich vorbei aber im Mai /Juni sollte man immer so einen Kopfkissenbezug dabeihaben. Auf manches kann man zu Not auch verzichten. Eine kleine Flasche mit Sprudelwasser statt eines Sprühers tut es auch. Aber das gute Sprühen damit sollte man schon ein paamal ohne Schwarm probieren.
Macht was drauß ;D

Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Zuccalmaglio am 10. Juni 2013, 09:44:33
Hat hier jemand Informationen zu Bienenstichen, die sich bakteriell infiziert haben?
Ursachen? Persönliche Anfälligkeiten? Anderes?

GG`in, die seit einiger Zeit imkern lernt, hat sich jetzt innerhalb von 3 Wochen den zweiten Stich geholt.
Das an sich ist ja nicht schlimm, aber beide Stiche haben sich übel infiziert mit notwendiger Antibiose etc. Sie interessiert natürlich auch die Frage, ob das noch Zufall ist oder ob es spezifische Gründe dafür geben kann? Nicht mehr imkern zu können wäre für sie ein ziemliches Desaster.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Quendula am 10. Juni 2013, 12:02:48
Speziell zu infizierten Bienenstichen habe ich keine Erfahrungen. Mein Sohn hatte allerdings früher bei Mückenstichen schnell eine sogenannte Superinfektion (Aussage vom Kinderarzt) drin. Ursache sind Bakterien. Die Quaddeln wurden dann riesig und suppten auch sehr lang und verheilten schlecht. Als wir dann immer gleich und bei Bedarf wiederholt Octenisept-Wunddesinfektion (gut verträgliches Desinfektionsspray) drauf machten, wurde es wesentlich besser bis normal. Mittlerweile hat er auch keine Probleme mehr.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Zuccalmaglio am 10. Juni 2013, 12:37:10
Danke Quendula,

die Geschichte hat sich seit heute Mittag durch einen neuen Befund überholt.

Vor drei Wochen habe zwei Notärzte an zwei aufeinanderfolgenden Tagen eine bakterielle Infektion nach Bienenstich diagnostiziert.

Vorgestern dann ebenfalls diese Diagnose im Notdienst.

Heute bei der Hausärztin dann wurde eine Allergie diagnostiziert mit der Maßgabe, das Antibiotikum abzusetzen plus Gabe von Cortison und Antihistaminika.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Quendula am 10. Juni 2013, 12:42:01
Allergie ist blöd :-\ . Ich drück der GGin die Daumen, dass sie sich bald erholt.
Und dann? Besondere Vorsicht in Kombination mit schnell zugängigen Antihistaminika? Oder kommen die Bienen weg? Das wäre ja sehr schade.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Zuccalmaglio am 10. Juni 2013, 12:53:52
Sie macht z.Z. an einem Lehrbienenstand mit und sollte diesen Sommer ein eigenes Volk bekommen...

Das wird nun wohl leider leider vorerst nichts.

In ca. 4 Wochen erstmal Termin bei einer Spezialistin. Möglicherweise dann diese schrittweise, aber lang dauernde Desensibilisierung.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 10. Juni 2013, 22:11:33
Da wünsche ich einen guten Ausgang. Der Aufwand lohnt auf jeden Fall.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Zuccalmaglio am 10. Juni 2013, 22:42:02
ja danke, das kann sie brauchen. Ihr macht das so viel Freude und jetzt die Allergie. Aber ich denke, der Weg über die Desens. ist auch vernünftig, nicht nur hinsichtlich der Imkerei, sondern auch für den Alltag.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Katrin am 10. Juni 2013, 22:49:48
Die Imkerin, von der ich lerne, hatte auch eine Allergie und hat die Desensibilisierung hinter sich, hat alles gut geklappt. Nur Mut! :D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 10. Juni 2013, 22:52:35
"Allergie" ist oft eine schnelle, bequeme, und meist falsche Diagnose. Mit etwas Mühe läßt sich fast jede nicht ganz normale Reaktion als Allergie "deuten".
Ich hab genug Fälle in der Familie, auch mich selbst betreffend, und könnte Romane über Pseudodiagnosen schreiben.
Wenns zu wild wird, benutze ich Antihistaminika, möglichst nach Erprobung, ob sie auch wirklich helfen. Der letzte Stand der Informationen von diversen Medizinern: Desensibilisierung ist relativ langsam, und oft nur von beschränkter Wirkungsdauer ("Der Körper sucht sich dann eine andere Allergie"), Austesten liefert fast immer ein "Ergebnis", leider nicht immer mit der Realität übereinstimmend....
Im speziellen Fall nehme ich an, daß eine Desensibilisierung zumindest eine psychische Wirkung hat. Wenn es hilft, um nachher weiter sich mit Bienen beschäftigen zu können - gut so.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 11. Juni 2013, 22:30:58
Nur so zwischendurch, aus der "guten alten Zeit", Wilhelm Busch:

http://www.wilhelm-busch-seiten.de/werke/imkerei.html
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Feder am 12. Juni 2013, 14:54:37
@Axel:
Das klingt jetzt aber nicht so sehr ermutigend, was du über die Erfolge mit der Bienenkiste schreibst. :-\
Oder sind das Anfängerprobleme, bzw. ganz normale Vorgänge?
Die Bienenhaltung scheint mir doch ziemlich kompliziert, aber allein schon de Beschäftigung mit der Theorie ist interessant.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 12. Juni 2013, 22:44:24
Bei meiner eigenen Bienenkiste habe ich jetzt mal recherchiert.
Die Königin meines Schwarmes den ich einlaufen lies, war bei Ihrem vorzeitigen Ende im Winter mindestens 4 Jahre alt. Wenn was nicht unwahrscheinlich ist sie noch ein Jahr älter war, ist es einfach Pech gewesen. Die war hormeonell und legeleistungsmäßig zu gut drauf, das sie nicht im Sommer umgeweiselt wurde.
War ein riesiges Volk. :P

Einer der großen Vorteile der Warre und der Bienenkiste ist das man nicht gleich aus Versehen bei der Durchsicht die Königin verletzen kann. Das Volk bleibt intakt beim nachsehen.
Wenn ich meine Bienenkiste wieder besiedeln werde wird es aber ein Eingang oben werden.

Hier nördlich der Alpen ist die ursprüngliche Bienenbehausung vermutlich auf Spechhöhlen zurückzuführen (Bei einem Schwarzspechtprojekt wurden immer wieder die Hählen von Bienen besiedelt.). Auch weiter ausgefaulte hohle Bäume werden besiedelt. Die Fluglöcher liegen aber in diesen Fällen ziemlich weit oben und die Brut liegt unterhalb des Fluglochs.

Die Bienenkörbe der Heideimker sind dieser ursprünglichen Bienebehausung noch am ähnlichsten. Ein perfektes Spechtnest nur der Eingang ist verengt.
Ich konstruiere gerade für meinen neuen Schwarm einen Aufsatz der ein oberes Flugloch möglich macht, auf der Grundlage einer Zanderbeute.

Dabei werden die Bienen entscheiden, wieweit sie darauf eingehen.
In die Strukturen die die Bienen zur Belüftung gestalten muß dabei nicht vom Imker eingegriffen werden, um die Waben zu kontrollieren.
Hat mich jetzt zwei Wochen gekostet. Den Prototyp habe ich allerdings auch noch. Heute wurde ich fertig. Am Freitag bekommen sie die Gelegenheit.

Dabei wird die Belüftung der Beute deutlich weniger Arbeitskraft benötigen, außerdem ist ist der einseitige Ausbau bis unten bei dem Nestausbau nicht mehr nötig. Vielleicht reicht das auch schon um das begehrte Putzverhalten auszulösen.

Außerdem ist noch eine Fütterung integriert. Eigentlich ganz durchdacht.
Ich habe sie so gestaltet das ich sehen kann was sie tun ohne die Struktur öffnen zu müssen. Halte euch auf dem laufenden.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Feder am 14. Juni 2013, 08:48:13
Ich glaube, ich sollte noch mit den Bienen auf deine neuen Entwicklungen warten, Axel. 8)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 24. Juni 2013, 22:25:49
Heute gab es wieder Aufregung in der Kleingartenkolonie. Ein Schwarm hing beim Nachbarn. Ich war nicht da.
Er hat sich dann zu meiner Hütte zurückgezogen. Saß am Abend als ich kam in der Zwischenwand. Da ich im Moment nur Carnicavölker habe war es leicht festzustellen daß Buckfastbienen nicht von mir sein können.

Ob ich die Königin erwischt habe weiß ich nicht. Morgen früh gehts weiter.
Bei der Aktion hat mich eine Feldwespe in den Kopf gestochen. Ich habe sie soweit in Ruhe gelassen und werde auch drauf achten das sie wieder ungestört weitermachen können, wenn alles vorbei ist.
Die hatten ihr kleines Nest im Bodenraum, na ja schlimm hat es nicht gebrannt.
War eine ziemliche Sauerei die Bretter abzustemmen und die Bienen häufchenweise aus dem Zwischenraum zu fischen.

Dieses Nest hätte sein Flugloch auch oben gehabt.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Albizia am 29. Oktober 2013, 23:34:10
Ich habe mich gestern kurz entschlossen bei der VHS zu einem Bienenhaltung-Schnupperkurs angemeldet. 6 Abende a 2 Stunden, zunächst einführende theoretische Infos eines langjährigen Imkers über das Leben der Bienen und einen ersten Einblick in die Imkerei, inklusive Besuch an den Bienenstöcken. Bei weitergehendem Interesse dann die Möglichkeit, ab Frühjahr weitere praktische Kurse zu belegen, diese dann jedoch nicht mehr über die VHS.

Ziel ist bei mir nicht, eigene Bienen halten zu wollen. Mir fehlt die Zeit und im eigenen Garten wäre es aufgrund der Nachbarschaft eh nicht möglich. Aber Bienen fand ich schon immer interessant und man kann ja nie genug über sie wissen. Angucken kann man sich das ja mal... :D

Axel, und Zuccalmaglio, was gibt es Neues von euren Bienen?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Quendula am 30. Oktober 2013, 08:21:35
 :o Tolle Idee, Albizia :D . Wer weiß, vielleicht wirst Du ja bald Imkergehilfin ;) . Und stellst Dir dann Leihbienen in den Garten...
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Gänselieschen am 30. Oktober 2013, 08:23:55
Eine Freundin bei Freiberg hat Bienen. Die darf sie bei einem Bauern auf die Wiese stellen. Macht aber recht viel Arbeit - sie genießt das und ich habe auch das Gefühl, das es bei ihr etwas Meditatives hat. Sonst ist sie recht hektisch. Bei den Bienen geht das nicht. Und der Honig ist wirklich gut.

LG.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Sandbiene am 02. November 2013, 11:13:11
Achtet aber auf jeden Fall auf die artgerechte Haltung:

http://www.der-postillon.com/2011/07/tierschutzer-fordern-boykott-von-honig.html

 ;D ;D ;D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 08. Februar 2014, 19:49:24
Die Winterpause war in diesem Jahr nicht so strikt. Es gab mehrere Tage im Dezember und auch im Januar, an denen unsere Bienen flogen. Heute habe ich etliche Pollen sammelnde Bienen auf dem blühenden Sarcococca gesehen, mit dicken Pollenhöschen. :D

(Danke, Querkopf, für das wunderbare Pflänzchen. :-* Es steht noch immer im Topf, weil ich den hiesigen Wintern nicht traue. In diesem Jahr war es drinnen nur während der wenigen Tage, an denen es draussen unter minus zehn Grad hatte. Es blüht, duftet und gedeiht.)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Janis am 08. Februar 2014, 19:58:35
Wissen die Bienen eigentlich, dass sie etwas zu fressen bzw. sammeln finden werden, bevor sie ausfliegen, oder müssen sie zu dieser Jahreszeit erst auf die Suche gehen und kehren möglicherweise erfolglos in den Stock zurück?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Schneckenfreundin am 08. Februar 2014, 20:01:52
Unsere Bienen sind erfolglos zurück zum Stock geflogen. Hier blüht noch nichts. Sie haben den Ausflug wohl eher dazu genutzt, ihren Darm mal gründlich zu leeren.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 08. Februar 2014, 20:11:21
Ich denke auch, dass es vor allem Reinigungsflüge sind. Aber wenn sie dann schon was finden, wird das sicher gern mitgenommen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Janis am 08. Februar 2014, 20:15:37
Bei welchen Temperaturen finden diese Reinigungsflüge erstmals im Jahr statt?
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 08. Februar 2014, 20:20:33
Hier waren es Tage, an denen die Temperatur über 8°C ging. Die Beuten werden von der Sonne beschienen, ab 6°C sieht man bei Sonnenschein die ersten Tiere an den Fluglöchern, über 8°C fliegen sie auch (die Distanz vom Standort der Beuten bis in den Hof beträgt rund 150 Meter).
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Schneckenfreundin am 08. Februar 2014, 20:21:55
Entgegen allen Lehrbuchaussagen sind unsere Bienen schon vereinzelt bei 4 Grad plus aus dem Stock geflogen. (Liegt vielleicht daran, dass die Bienen nicht lesen können :) )
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 08. Februar 2014, 20:41:25
Nachdem es vor allem Pollen ist den die Bienen als erstes eintragen finden die sicher was. Hasel z. B. blüht ja schon länger.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 12. Februar 2014, 20:51:54
Ein bisserl OT:

Gilt natürlich (noch?) nicht für Honigbienen.

"Urban bees are using PLASTIC to build hives - and it could stop parasites from infecting their nests

http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-2557881/Urban-bees-using-PLASTIC-build-hives.html
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 20. März 2014, 13:21:03
Die Scilla blühen. Und die pollensammelnden Bienen tragen blaue Höschen. :D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Zuccalmaglio am 20. März 2014, 13:46:04
Sehr schönes Motiv. Natürlich auch klasse fotographiert.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Bienenkönigin am 20. März 2014, 14:06:22

sehr schönes Foto. Jetzt weiß ich wenigstens wo meine die blauen Höschen her haben, auch wenn ich hier in der Nähe noch keine Scilla gesehen habe.
Danke!
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 27. April 2014, 02:14:07
Heute den ersten Schwarm eingefangen. :D Es sollen aber auch schon früher welche unterwegs gewesen sein.
Die Bienenbeuten bekommen eine neue Modifikation.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 21. Mai 2014, 14:05:50
Aus dem Faden "Heute morgen..." :

.
Zitat
.. habe ich zum ersten Mal einen Bienenschwarm eingefangen (ganz allein, weil der Imker auf Dienstreise war)
.

Gratulation! Hast du denn einen Kasten für sie - und wie lange muss der denn jetzt zu bleiben?

...ich glaub, der Kasten bleibt auf - hauptsache die junge Königin ist im Kasten, dann folgt ihr das Volk in die Bienenbeute - also alle Bienen, die beim einfangen nicht mit erwischt wurden
- mal sehen, was die anderen sagen - bestimmt haben wir hier auch Imker, die wissen es sicher ganz genau.

Es gibt eine spezielle Kiste zum Schwarmfangen, deren Deckel abnehmbar ist. Die Kiste wird unter den Ast gehalten, an dem die Bienentraube hängt. Den Bienenschwarm sprüht man mit Wassernebel ein, dann schlägt man kräftig auf den Ast und im besten Fall fällt die Traube komplett in die Kiste. Wenn nicht, muss man mit einem weichen (speziellen) Besen die restlichen Bienen mit in den Kasten kehren. Dann kommt der Deckel drauf und das ganze wird umgedreht und bleibt eine Weile in der Nähe stehen, mit einem kleinen offenen Flugloch, damit die Nachzüglerinnen noch hinein kommen können.

Wenn die Königin mit drin ist, stellen am Flugloch ein paar Bienen ihren Hinterleib auf und versprühen Duftstoffe, damit die anderen den Weg finden. Wenn so ziemlich alle drinnen sind, wird der Kasten geschlossen und kommt erst mal in den Keller, damit die Bienen sich beruhigen. Und dann läßt der Imker sie in eine neue Beute laufen, wo sie sich hoffentlich bald häuslich einrichten. :)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Mai 2014, 15:01:52
Alternativ reicht ein Karton. Der ist leichter zur Hand. sollte so 15-20 Liter fassen.
Ich schneide noch eine kleine Klappe in eine Seite die ich dann ausstelle wenn der Scharm drinnen ist.
Zum Mitschreiben einen Schnitt von ca. 6-8cm waagrecht, an beiden Enden je einen Schnitt abwärts von ca. 4-6cm. Diese Zunge dann nach außen klappen wenn man den Schwarm drinnen hat und man den Deckel zumacht. Bienen lieben es dunkel.
Wenn ein Großteil der Traube reingefallen ist kann man mal schauen nach dem Schließen des Deckels, ob die Bienen anfangen um die Öffnung den Hintern zu heben und mit den Flügeln schwirren (Sterzeln). Dann ist vermutlich die Königin drinnen.
Wenn es nämlich nicht gut geht bekommt man nur einen Teil des Schwarms in den Karton. Dann fliegen Tausende von Bienen in der Luft rum. Das Sterzeln zeigt den anderen wo die Königin ist. Nach wenigen Minuten wird man schon sehen ob mehr Bienen rausfliegen als reinkommen. Wenn nur wenige Bienen unten Sterzeln kann es sein das die Königin noch oben ist. Die Resttraube dort wird größer. Dann steige ich halt nochmal hoch und versuche mein Glück erneut.
Schwarmbienen sind sehr stechunlustig, also keine Panik. Allerdings sollte man lockiges Haar mit einem Kopftuch bedecken oder wenigstens einen Hut aufsetzen. Wenn sich eine im Haar verfängt kann man schon mal einen Stich abbekommen.
Ich habe fast nie einen Schutzanzug an wenn ich mit Bienen arbeite und im Baum bin ich sowieso durch den Karton behindert. Da habe ich keine Hand frei für den Besen und ein Anzug macht mich noch schwerfälliger.

Das Einsprühen mit Wasser macht sie etwas flugunlustiger, so haut der Schwarm nicht einfach ab. Die Bienen rücken enger zusammen und die äußeren richten ihre Flügel so aus das das Wasser abläuft.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Mai 2014, 15:11:45
Zum Transport wird die Klappe zugemacht und mit einem Klebeband gesichert. Den Deckel klebt man auch zu.

Wir haben vorgestern einen Schwarm eingefangen und zu einem Freund gebracht. Die hatten noch nie Bienen.
Der Sohn so etwa 14 Jahre alt war sehr interessiert. Als wir den Schwarm aus dem Karton vor die Beute kippten stand er neben mir. Das Einlaufen war sehr langsam und so bildeten sich wieder Trauben davor. In der Luft waren sicher einige tausend Bienen. Es war ein sehr großer Schwarm. Die ganze Familie stand in dieser Wolke und alle verhielten sich ruhig.
Da er sehr interessiert war zeigte ich ihm das Drohen keinen Stachel haben und das die Bienen im Schwarmstadium kaum stechen. Als ich ihm zur Demonstration zeigte das man ohne Gefahr einen Finger (oder auch die ganze Hand) langsam in so eine Traube stecken kann, machte er es gleich nach. (So war das nicht gemeint)
Er hat mir aber versprochen das er das nicht ohne meine Erlaubnis macht wenn ich nicht da bin. Ich glaube dort wird ein neuer Imker heranwachsen.
Natürlich hat Ihn keine gestochen. Er hat sich genauso ruhig bewegt wie ich.
Wenn ich das erste mal an den Bienen arbeite, wird er wohl wieder dabei sein.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Mai 2014, 15:20:57
Ich habe zur Zeit immer einen Kopfkissenbezug mit Reißverschluß dabei. Wenn ich einen Schwarm sehe steck ich ein paar Zweige rein um ihn voluminös zu machen. da schüttle ich den Schwarm rein und ziehe den Bezug bis auf eine kleine Öffnung zu.
Zum Einsprühen kann man auch eine mundvoll Wasser nehmen und drauf prusten. Aber aus etwas Entfernung, die Atemfahne kann Bienen reizen. ;) 8)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 21. Mai 2014, 15:44:20
Und wieder ein freiheitsliebendes Bienenvolk versklavt ... ::)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Mai 2014, 16:23:08
Du bist auch Sklave Deines Vermieters? Oder gehörst Du zu den freien Eigenheimbesitzern und mußt keine Steuern zahlen? 8) ;)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 21. Mai 2014, 16:51:00
Meine Freien Bienen kriegen gratis Löcher udgl. zur Verfügung gestellt, müssen keinen Honig abliefern (um mit mickrigem Zuckerwasser ruhig gestellt zu werden), freuen sich über zahlreiche ungespritzte Blüten, werden sogar gestreichelt, kurz, führen ein gutes Leben.
Der Ausdruck "Beute" der Imker alleine spricht Bände ;D 8)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Quendula am 21. Mai 2014, 19:20:05
dann schlägt man kräftig auf den Ast und im besten Fall fällt die Traube komplett in die Kiste.

Ganz wichtig: auf den Ast !!! Schwiegervater schaffte es mal, daneben zu schlagen ::) . Sein Abgang vom Baum zum nächsten Wasserfass war wohl spektakulär :o .

Gratulation, Conni :D !
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Krümel am 21. Mai 2014, 19:32:19
Meine Freien Bienen kriegen gratis Löcher udgl. zur Verfügung gestellt, müssen keinen Honig abliefern (um mit mickrigem Zuckerwasser ruhig gestellt zu werden), freuen sich über zahlreiche ungespritzte Blüten, werden sogar gestreichelt, kurz, führen ein gutes Leben.
Der Ausdruck "Beute" der Imker alleine spricht Bände ;D 8)

Günther! Pfui! In die Ecke! Aus!
(Ausser, du hast dein Lebtag nie Honig gekostet, dann darfst du weiter rumrülpsen. Tönt ja schon vegan, deine Haltung.)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Günther am 21. Mai 2014, 20:06:13
Mein Taufpate war Freizeitimker, daher schätze ich Bienen.
(Und Hornissen)
(Und KEINE Wespen)
Und guter (!) Honig, nicht Industrieware, ist auch sehr geschätzt....
Meine Freien Bienen würden, wüßten sie es, sich bei mir anstellen, extra guten Honig zu liefern.
(Ich weiß...)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 07. Juni 2014, 07:32:03
Gestern war ich auf einem Vortrag von Guido Eich.
Wenn Ihr jemals was hört das der irgendeinen Vortrag über Bienen hält unbedingt hingehen.
Soviel Input bekam ich womöglich noch nie von einem einzelnen Menschen.
Ein Teil ist dort nachzulesen
http://www.bienenlehrpfad.ch/fileadmin/user_upload/bilder_schafisheim/2009___Guido_Eich___DNB-Monatsbetrachtungen_2009_.pdf
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: marygold am 27. August 2014, 20:37:04
Seit diesem Sommer habe ich zwei Bienenvölker, Moment! eins davon gehört der Tochter. Junge Völker bekamen wir, jedes auf 5 Rähmchen, von einem Imker hier im Dorf.

Heute wurden die Bienen wieder gefüttert, um gut über den Winter zu kommen, soll jedes Volk mindestens 25 Kilogramm Futter bekommen. Bis zum 21. September, danach wird nicht mehr gefüttert.

Ruhe am Stock:

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Bienenfütterung 1

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Bienenfütterung 2

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Zuerst wird das wichtigste Handwerkszeug bereitgestellt: der Smoker und ordentlich Rauch gemacht. Genauso wichtig sind Besen und Meißel.

[td]

Bienenfütterung 3

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Bienenfütterung 4

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Bienenfütterung 5

[/td][/table]

Dann wird der Deckel geöffnet, ordentlich geraucht, leere Futterschüssel entnommen, prüfender Blick in den Stock, volle Futterschüssel rein. Immer aufgepasst, dass kein Bienchen zerquetscht wird.

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Bienenfütterung 6

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Bienenfütterung 7.

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Bienenfütterung 8

[/td][/table]

Danach herrscht kurze Zeit etwas Aufregung



Bienenfütterung 9.JPG




Außer dem Rauch habe ich bisher keinen Schutz gebraucht, weder Imkerhaube noch Handschuhe. Heute war ich bei der Fütterung alleine, das hat das Fotografieren etwas mühselig gemacht.



Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Rosenfee am 27. August 2014, 20:41:21
Tolle Aufnahmen, marygold! :D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Tara am 27. August 2014, 20:44:54
Ja, große klasse! :)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Easy am 06. September 2014, 11:12:07
Hallo,

ich bin am Überlegen, mir eine Bienenkiste zuzulegen. Hintergrund ist folgender: Ich reagiere schwer allergisch auf Wespenstiche (bei Bienen weiß ich es nicht). Da meine Kinder flügge werden, muss ich in Zukunft selber die Äpfel und Zwetschgen, die am Boden liegen aufsammeln. Das haben bisher immer die Kiddies gemacht, da ja am Obst oft die Wespen hängen und ich dann gerne mal reinlange :P. Also hab ich mir überlegt, solch einen Bienenschutzanzug zu kaufen, damit ich gefahrlos das Obst aufsammeln kann. Und wenn ich dann schon mal einen Schutzanzug habe, kann ich mir ja auch eine Bienenkiste zulegen.

Ich würde nun gerne wissen, ist ein Schutzanzug wirklich sicher gegen Stiche aller Art? Sind die entsprechenden Handschuhe undurchlässig für Stacheln von Wespen?

Partisanengärtner, bist du immer noch zufrieden mit deiner Bienenkiste?

Du schriebst, es ist kompliziert, den Honig zu gewinnen. Warum?

Danke schonmal für eure Antworten.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 01. März 2015, 09:29:01
Ich staune immer wieder, bei welchen Temperaturen die Bienen fliegen. An sonnigen Tagen waren sie im Januar und im Februar schon ab 5°C unterwegs. Ich mag das Geräusch - es verspricht Frühling (Bild vom 16. Februar 2015). :)



_tg_150216_1.jpg

Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: oile am 01. März 2015, 10:09:59
Conni, ich dachte immer, die würden erst ab 8 Grad fliegen (habe ich mal irgendwo zum Thema "Reinigungsflug" gelesen).
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: marygold am 01. März 2015, 10:17:26
Ja, so wird es geschrieben. Aber die Bienen halten sich nicht immer daran. :)
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 01. März 2015, 12:13:19
Zu der Frage Honigernte bei der Bienenkiste.
Hinten sind auch nur Oberträger und wenn man die rausmacht brechen oft die wrmen Waben ab. Das ist dann eine klebrige Angelegenheit. Schleudern kann man die auch nicht.
Ich habe auch noch keine abschließende Lösung. Ich bin immer noch in der Experimentierphase.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Schneckenfreundin am 01. März 2015, 12:29:15
Ich reagiere schwer allergisch auf Wespenstiche (bei Bienen weiß ich es nicht).


Wenn Du nicht weißt, ob Du auf Bienenstiche auch allergisch reagierst, würde ich das erst mal beim Arzt testen lassen, bevor Du Dich mit der Imkerei einlässt. Die Schutzanzüge sind zwar ein guter, aber nicht 100%iger Schutz. Als Imker musst Du damit rechnen, Dir ab und zu einen Stich einzufangen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: GartenStein am 04. März 2015, 12:23:54
Ich reagiere schwer allergisch auf Wespenstiche (bei Bienen weiß ich es nicht).

Oder nimm Mauerbienen.

Meine bekommen dieses endlich WE Ausgang :D
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Schneckenfreundin am 11. März 2015, 17:20:17
Grund zur Freude: Hier nachzulesen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Wühlmaus am 17. April 2015, 09:45:30
Nein - ich habe keine eigenen Bienen, aber zum Glück gibt es hier noch sehr aktive Imker :) Und weiß nicht so recht, wohin mit dieser Beobachtung:
In den letzten Tagen habe ich meine Apfelbäume geschnitten. Es wird noch einige Zeit dauern, ehe sich die Blüten öffnen. Aber immer wieder kamen Bienen "vorbei", die sehr aufgeregt in den Bäumen herum flogen und ganz offensichtlich nach offenen Blüten suchten.
Offenbar werden Kundschafter schon in diesem Stadium von den Bäumen angezogen. Oder gibt es überwinterte Tiere, die die Bäume noch vom vergangenen Jahr "kennen"? Aber so lange leben die Individuen doch nicht ???

Auch eine Wespenkönigin besuchte abends die Bäume...
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Dietmar am 17. April 2015, 14:25:40
Zitat
Meine Freien Bienen würden, wüßten sie es, sich bei mir anstellen, extra guten Honig zu liefern.

Der Bienenstaat ist dann eben ein Freistaat. ;D

Ich habe schon vor Jahren alle meine Obstbäume gerodet, weil es hier keine Bienen mehr gibt und deshalb nichts dran hängt.

Unser Nachbar hat jetzt ein "Bienenhotel" für wilde Bienen gebaut und zumindest summt es herum. Die Bestäubungsleistung der Wildbienen ist zwar deutlich geringer als die der Honigbienen, aber besser als gar nichts. Die Wildbienen scheinen nicht bis zu den nächsten Feldern zu fliegen (einige km), wo Pflanzenschutzmittel drohen und hoffentlich sind die Wildsorten auch nicht so sensibel auf Milben und andere Parasiten. Der Ertrag der Kirschbäume des Nachbarn ist seitdem deutlich angestiegen. Mal sehen, ob der Erfolg anhält und wie ausgeprägt dieser wird.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Dietmar am 17. April 2015, 14:28:43
Hier mal ein Link: http://www.bienenhotel.de/html/mauerbienenzucht.html

Ich weiß allerdings nicht, wie erfolgreich das ist.
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: Nova Liz am 14. Juni 2015, 11:16:27
Seit 2 Jahren hat ein Imker bei mir im Garten seine Kästen stehen.Die Obstbäume tragen seitdem deutlich mehr,ja sogar eine nie tragende Süßkirsche fruchtet neuerdings.In der Nähe habe ich eine Blumenwiese für meine neuen Mitarbeiter angelegt.
Die Bienen sind eine ungemeine Bereicherung .Inzwischen habe ich schon viel über die Imkerei und das Bienenleben gelernt.
Wußtet ihr,dass eine Arbeitsbiene im Sommer nur ca.6-8 Wochen lebt,während sie im Winter etwa 6-8 Monate durchhält?
Im Sommer arbeitet sie sich schnell zu Tode und im Winter haben sie halt nur für Wärme im Stock zu sorgen.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Malvegil am 14. Juni 2015, 11:49:38
Der Ausdruck "Beute" der Imker alleine spricht Bände ;D 8)

Das liest man immer wieder, aber sprachgeschichtlich haben das Wort (Kriegs-)"Beute" und das Wort "Beute" für den Bienenstock nichts miteinander zu tun. Schon vor tausend Jahren hieß biuta der Bienenstock (aus Holz, in einem Holzklotz). Es ist also uralte deutsche Fachsprache. In etymologischen Wörterbüchern kann man so etwas nachlesen.
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: Krokosmian am 25. Juli 2015, 16:24:04
Wahrscheinlich stehts schon irgendwo,ich finde es aber nicht, frage deswegen nochmal und hoffe, dass es jemand weis. Ein Bekannter würde gerne auf meinem Acker (im Außenbereich) einen seiner Bienenstöcke aufstellen.

Ich habe dort zwei direkte Nachbarn, einer hat dort seinen Garten und dürfte nichts dagegen haben. Der Andere, das Verhältnis zu ihm ist leider etwas getrübt, hält auf dem verwilderten und etwas vermüllten Grundstück Burenziegen. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich schon rein aus Prinzip querstellt, wenn ich ihn fragen sollte.

Müsste ich dies überhaupt, oder reicht es aus, ihn (aus Höflichkeit) zu informieren? Und besteht für seine Ziegen irgendeine reelle Gefahr? Ich denke doch, dass ein gewisser Abstand des Bienenstocks zum Gehege reicht?
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: marygold am 25. Juli 2015, 16:48:13
Es gibt kein Gesetz, dass einen Mindestabstand zum Nachbargrundstück vorschreibt. Allerdings wird meist empfohlen, einen Abstand von 5 Metern zum Nachbarn einzuhalten.


Du musst auch nicht die Erlaubnis deiner Nachbarn einholen, Bienenflug ist zu akzeptieren.

Ehrlich gesagt, habe ich gar nicht darüber nachgedacht, die Nachbarn zu fragen. Die halten alle Hühner und haben mich ebenfalls nicht um Erlaubnis gefragt.  ??? 

Vielleicht bringe ich der nächsten Nachbarin mal ein Glas Honig. das könnte ich wirklich machen.  :-[
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: Chica am 25. Juli 2015, 19:11:35

Die Bestäubungsleistung der Wildbienen ist zwar deutlich geringer als die der Honigbienen, aber besser als gar nichts.

Das ist nach dem, was ich mir erlesen habe so nicht richtig, lies einmal da. Mein Fazit daraus und aus Angaben auf anderen seriösen Wildbienenseiten: Wer kein Interesse an Honig hat und weder soviel Zeit noch Geld für sein Hobby aufwenden will/kann, braucht keine Honigbienen. Ein mit Sinn und Verstand befülltes Wildbienenhaus und ein mit heimischen Pflanzen bestückter Naturgarten drumherum sind die perfekte Lösung für alle Bestäubungsprobleme  ;).
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: Krokosmian am 25. Juli 2015, 21:22:45
Es gibt kein Gesetz, dass einen Mindestabstand zum Nachbargrundstück vorschreibt. Allerdings wird meist empfohlen, einen Abstand von 5 Metern zum Nachbarn einzuhalten.


Du musst auch nicht die Erlaubnis deiner Nachbarn einholen, Bienenflug ist zu akzeptieren.

Ehrlich gesagt, habe ich gar nicht darüber nachgedacht, die Nachbarn zu fragen. Die halten alle Hühner und haben mich ebenfalls nicht um Erlaubnis gefragt.  ??? 

Vielleicht bringe ich der nächsten Nachbarin mal ein Glas Honig. das könnte ich wirklich machen.  :-[

Danke, das wollt ich hören ;) :D! Ich wollt den Nachbarn nicht vor den Kopf stoßen, aber den Bekannten seine Bienen notfalls auch ohne "Genehmigung" aufstellen lassen! Die Ziegen sind auch schon mehrmals auf mein Grundstück ausgebrochen, weswegen unter Anderem das Verhältnis nicht das Beste ist.
Titel: Re:eigene Bienen
Beitrag von: marygold am 26. Juli 2015, 08:48:18
Mein Fazit daraus und aus Angaben auf anderen seriösen Wildbienenseiten: Wer kein Interesse an Honig hat und weder soviel Zeit noch Geld für sein Hobby aufwenden will/kann, braucht keine Honigbienen. Ein mit Sinn und Verstand befülltes Wildbienenhaus und ein mit heimischen Pflanzen bestückter Naturgarten drumherum sind die perfekte Lösung für alle Bestäubungsprobleme  ;).


sehr-gut, danke Chica

In einem der Hilfe-alle-Bienen-sterben-Fäden habe ich etwas ähnliches geschrieben. Freut mich, dass du das bestätigst.
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: Conni am 02. Februar 2016, 20:44:38
Da der Winter sehr mild ist, habe ich die Bienen bei uns an etlichen Tagen im Dezember und auch im Januar fliegen sehen. Heute waren sie sehr rege und kamen auch mit dicken Pollenpaketen zurück zu den Beuten.

Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: marygold am 22. April 2016, 08:44:56
An den Bienenstöcken war in den letzten Tagen ganz schön was los:
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: marygold am 22. April 2016, 08:45:12
 :D
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: Dornroeschen am 22. April 2016, 12:01:56
Die Wildbienen werden leider unterschätzt, was ihre Leistung angeht.
Ich verstehe auch nicht, daß die Landwirtschaft da nicht was beiträgt, damit die Erträge steigen und die Lebensbedingungen der Wildbienen verbessert. Der Beitrag der Gartenbesitzer zur Ernährung der Bienen ist im Sommer sehr hoch, da in der freien Landschaft fast nichts mehr blüht.
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/15573.html
Habt ihr Platz für Sonnenblumen?
Da habt ihr auch gleich das Vogelfutter für den Winter.
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 06. Juni 2017, 11:44:40
Gestern habe ich versucht ein Winzvölkchen zu retten. Die sind vermutlich schon länger an dieser Stelle und hatten tatsächlich eine kleine Brutwabe gebaut. Ich habe sie gleich daneben erst mal in einem Begattungskasten untergebracht.
Leider kann ich sie nicht im Schrebergarten unterbringen, da sie da eventuellen Giftattacken ausgesetzt sind.
Ich werde mich also heute um ein Plätzchen kümmern müssen bevor ich sie nachts mitnehme.

Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: partisanengärtner am 06. Juni 2017, 11:47:07
Es waren nur noch ein paar hundert Bienen die da ausharrten und ihre Brut wärmten. Ein paar Löffel eigenen Honig habe ich ihnen als Brennstoff spendiert, damit sie bis heute nacht gut aushalten.
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: marygold am 09. Juli 2017, 22:33:32
 :D

Verbascum chaixii ist als Pollenspender hochbegehrt.
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: marygold am 09. Juli 2017, 22:33:54
 :D
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: Dornroeschen am 01. Januar 2018, 18:52:18
Eine Frage zu Bienen im Winterquartier:
Ich habe heute viele Bienenstöcke gesehen, deren Eingänge mit Draht verschlossen wurde.
Ist das gegen ungebetene Besucher oder will man die Bienen einsperren?
Gestern gab es 13 Grad, da gehen, fliegen sie doch schonmal frische Luft schnappen.
Die Weidenkätzchen sieht man schon.
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: Schneckenfreundin am 01. Januar 2018, 18:59:25
Das sind Mäusegitter - die Bienen können sich und ihre Vorräte nur schlecht gegen sie verteidigen, wenn sie in der Wintertraube sitzen. Deswegen sperrt man die Mäuse lieber aus. Die Maschen sind groß genug, dass eine Biene durch passt.
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: Dornroeschen am 01. Januar 2018, 19:03:56
Danke für die Info.
Da lagen auch viele tote Bienen am Ausgang, wird im Winter, bei den Bienen nicht aufgeräumt?
Titel: Re: eigene Bienen
Beitrag von: Schneckenfreundin am 01. Januar 2018, 19:26:34
Wenn es etwas milderes Wetter ist, schleppen die Bienen die toten Schwestern aus dem Stock und werfen sie draußen ab. Im Sommer tragen sie die Toten auch nicht weiter weg - aber dann gibt es Ameisen, die das zum Teil erledigen. Möglicherweise finden Vögel die toten Bienen und nutzen sie noch als Futter.
Wenn es richtig kalt ist, sitzen die Bienen eng in einer Traube zusammen - das spart Energie, und dann wird auch nicht aufgeräumt oder der Stock gesäubert.