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Pflanzenwelt => Kräuter, Duft- und Aromapflanzen => Thema gestartet von: sunnyzwerg am 11. Juli 2010, 19:20:38
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Hallo!
Könnt Ihr mir sagen was das ist? Es riecht total gut, aber ich komme nicht drauf was es ist, ich denke irgendwelche Kräuter!? Es ist eigentlich recht hoch und buschig!!
Bitte um Hilfe!Danke Euche!
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Maggikraut Levisticum officinale Liebstöckel? schlechtes Bild
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Ich glaube auch, es handelt sich um Maggikraut.
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liebstöckel. sunny: blatt abreißen, zwischen den händen verreiben, riecht wie eine mischung aus maggi aus der flasche und sellerie!
in kleinen dosen in form von kleingeschnittenen blättern sehr lecker am salat! mjam.
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Ja danke Euch, das wird es sein!!!!
Ist das winterhart und kann ich das jetzt noch kaufen ? Oder ist das zu spät??
Danke Euch!!!!!!!!
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Ja und ja
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Ich danke Euch, habe gerade gegoogelt, es ist das !!!!! :-)
Werde schauen, ob ich es noch wo kaufen kann!!
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Pflanze es nicht direkt ins Beet - es wuchert ohne Ende! Nimm am besten einen großen Tontopf und buddel den dann in die Erde. Ich habe Jahre gebraucht, das Maggikraut wieder loszuwerden.
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kannst du auch gut aussäen.
auf welchem boden wuchert das?
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Wuchern hab ich es noch nicht gesehen, aber einen dreiviertel qm auf leichtem Boden hatte es schon mal.
Bleibt aber auf schwerem Boden auch mal ganz weg.
Allerdings eine Erfahrung mit geringen Fallmengen. ;D
Klein ist es nicht, aber wuchern ist schon übertrieben.
Eignet sich nicht zur Vergesellschaftung im Gewürzbeet.
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Der damalige Garten hatte Lehmboden.
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Danke Rosenfee ,-) Ich werde schauen, wie ich das mache, ist eh keine Pflanze daneben! Habe auch eher trockenen Boden dort!
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Wuchern hab ich es noch nicht gesehen, aber einen dreiviertel qm auf leichtem Boden hatte es schon mal.
Dann bist Du noch keinem ausgewachsenen Liebstöckel begegnet. 8)
Mein Exemplar, gerade in voller Blüte, misst in diesem Jahr fast zwei Meter im Durchmesser - bei einer stattlichen Höhe von 2,80m. :D
Das ganze übrigens in staunassem Lehm, der sich wegen des Schattens einer Hauswand nur sehr langsam erwärmt und kaum richtig abtrocknet. Insofern halte ich das mit Wegbleiben für ein Gerücht.
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Mir ist es noch nicht gelungen einen Liebstöckel im Garten zu etablieren. Dem war es immer zu trocken und den Rest gaben ihm die Wühlmäuse.
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Drei Fälle zwei in meinem Garten einer bei einer Freundin. Machen doch Probleme wenn man gar nicht dran denkt.
Einmal hatte ich über Jahre ein großes Exemplar gleicher Boden. Dann zweimal sehr kurz beide Male gekümmert und dann nach dem Winter nichts. Ach ja, letztes Jahr hat ein Freund von mir seinen im letzten Winter verloren. Schwerer Boden, Trockenheit. War auch bei meinen zwei Misserfolgen sehr trocken.
Also kein Gerücht.
Aber meistens sind das große ausdauernde Trümmer. Das jemand die einfach 2 Meter in die Breite wachsen lässt hab ich allerdings noch nicht erlebt.
Der Riese bei einer anderen Freundin wurde gerodet als sie umzog. War im dritten Jahr. Hat als 8er Topf angefangen.
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Ach ja im neuen Garten steht auch so ein Ding. Setzt gerade Samen an. Lass ich mal reif werden und seh dann mal wie er sich danach macht. ;D
Essen tu ich ihn nicht.
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Gegen Trockenheit ist er in der Tat sehr empfindlich, insofern ist eine absonnige Nordwand oder zumindest ein beschatteter Fuß sehr hilfreich.
Die Pflanze ist neben Geißbart und Aralien einer meiner wichtigsten Gerüstbildner und jetzt zur Blütezeit eine wirklich beeindruckende Erscheinung, also werde ich mich hüten, die Pflanze wesentlich ihrem Umfang zu reduzieren. :P
Ein zweites Exemplar der gleichen Größe hab ich aber inzwischen gerodet.
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Habe auch Maggikraut in humosen Sandboden mit gutem Grundwasserstand (nähe eines Flusslaufes) in der Dimension 2x2x2,50. Der Stock hat aber schon mehr als 10 Jahre auf dem Buckel. Im Augenblick in Vollblüte wird er gern von Hummeln und Bienen! besucht. Nach der Blüten schneide ich ihn bodennah zurück und freue mich dann an neuem zarten Maggikraut. Ideal ist es auch in gar nicht mal hömopatischen Dosen in Rührei :P.
VG
Giaco
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In meinem Garten gibt es überwiegend sandigen Boden mit eher geringer Wasserspeicherfähigkeit.
Meinen Liebstöckel hatte ich vor etwa 8 Jahren mit dem Spaten stark - wohl zu stark - abgestochen. Er hat bis zu diesem Jahr 2010 im Wachstum gekümmert und sich nur sehr langsam entwickelt. Zugegebenermaßen wurde er in den vergangenen Jahren auch nicht speziell gedüngt. Aber in den zurückliegenden Jahren lieferte die Pflanze stets viel weniger Kraut als ich gerne geerntet hätte.
Andererseits finden z.B. Petersilie und Estragon auf meinem Gartenboden anscheinend ideale Wachstumsbedingungen vor.
Soll heißen: Feststellungen wie "wuchert bei mir sehr stark" oder "wächst bei mir problemlos" bringen nur dann einen Nutzen, wenn zugleich die jeweiligen Kulturbedingungen beschrieben werden.
Gilbert
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Wenn starker Schneckenbefall vorliegt, kann man auch Probleme haben. In meinem früheren Garten haben die Tiere hintereinander 3 Pflanzen gemeuchelt. Dort hatte ich Lehmboden. Das waren stärkere Jungteilpflanzen, keine Sämlinge :P
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@ Danilo: kannst mal von Deinem grossen Exemplar ein Foto machen ;D
Ich werde es einfach probieren, habe heute schon geschaut, gibt noch welche im Topf um 1,99. Werde das mal einfach testen!!!
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Ich kann weder das "Wuchern" noch das "Nichtwachsen" nachvollziehen.
Maggikraut ist eine Großstaude, die an dem Platz, den sie braucht, eben 2x2x2,5m wird. Das ist normaler Wuchs, wuchern ist schnelles, unkontrollierbares Ausbreiten, meist besser als "frohwüchsig" zu bezeichnen.
Wächst Maggikraut nicht, steht es da, wo es nicht hingehört!
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Seh ich auch so, braucht halt Platz. Wenn man es mag optisch oder kulinarisch ist das ok. ;)
Ich hab es im neuen Garten noch nicht rausgeschmissen, den ich bewundere es irgendwie, auch wenn ich den Geschmack persönlich nicht so mag. Dran rumgraben tu ich auch nicht, denn das war bei mir früher der Anfang vom Ende.
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Sunnyzwerg ich habe gerade vor Kurzem ein Päckchen Samen geschickt bekommen und brauche ihn nicht, wenn du willst kannst du ihn haben.
Ich habe 2 Stauden, eine in sehr schwerem Boden, etwas beschattet und eine in eher sandigem Boden, auch im Baumschatten. Die sind schon viele Jahre da und kommen immer wieder, wuchern tun sie nicht. Bei mir gehört "Maggikraut" in die Soße.
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@ starking007
Ich kann weder das "Wuchern" noch das "Nichtwachsen" nachvollziehen.
Maggikraut ist eine Großstaude, die an dem Platz, den sie braucht, eben 2x2x2,5m wird...
Wächst Maggikraut nicht, steht es da, wo es nicht hingehört!
Deshalb hatte ich auch weiter oben meine Bodenbedingungen angegeben ...
Den zweiten Satz würde ich ändern:
... die an dem Platz, der ihr gefällt, eben ... werden kann.
Der dritte Satz liegt - sollte er sich auf meinen obigen Beitrag beziehen, "daneben". Ich hatte geschrieben, dass das Kraut bei mir nach dem Abstechen - macht man üblicherweise nur, um ein stark wachsendes Gewächs zu verkleinern - über Jahre verzögerte Entwicklung hatte.
Erst in diesem Jahr startet das Kraut etwas stärker durch.
Schnecken waren dafür nicht die Ursache.
Gilbert
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@Natura: ja das wäre sehr nett von Dir ;-) Wenn Du mir nur kurz sagst, ob ich den Samen jetzt schon säen soll oder warten?! Direkt oder wie mache ich es am besten ?!
Ganz liebe Grüsse!
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@ Danilo: kannst mal von Deinem grossen Exemplar ein Foto machen ;D
Den Smiley betrachte ich in diesem Zusammenhang als Off-Topic ;) Unten das Foto, in der Bildmitte der Liebstöckel in Vollblüte. Leider bin ich zu spät zu Hause und zu unbegabt um bei den abendlichen Lichtverhältnissen ein gutes Freihand-Bild zu machen. :-[
Das ganze übrigens in staunassem Lehm, der sich wegen des Schattens einer Hauswand nur sehr langsam erwärmt und kaum richtig abtrocknet.
[...] Gegen Trockenheit ist er in der Tat sehr empfindlich, insofern ist eine absonnige Nordwand oder zumindest ein beschatteter Fuß sehr hilfreich.
@Gilbert: Aus meiner Sicht fasst dies das wesentliche zu einem möglichen Standort bereits zusammen. Wenn Du an bestimmten Details interessiert bist, würde ich Dich bitten, konkret danach zu fragen.
Pflanzpartner in meinem Beet sind unter anderem Eupatorium atropurpureum, Darmera peltata, Ligularia stenocephala, Salvia glutinosa, Digitalis grandiflora, diverse Hostas - also ein Kompromißstandort: keine Teichnähe, aber auch keine klassische Gehölzsituation, trotzdem humos bzw. feucht genug für alle genannten Stauden. Ich meine, daß dies ein optimaler Standort für den Liebstöckel ist.
(http://i619.photobucket.com/albums/tt277/roflol/Jardin_2010/th_Levisticum.jpg)
Die weiße Mauer mißt 3,20 Meter.
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Danilo, danke für Deinen Beitrag, v.a. auch für das Foto.
Leider könnte ich derzeit von meiner Pflanze und ihrem Umfeld kein aussagekräftiges Bild einstellen, da sie halt immer noch "aufholt".
Täuscht mich der Eindruck, dass für Dich Liebstöckel eher eine Zierstaude ist und dass Du weniger auf ihre Verwendung als Gewürzpflanze Wert legst? Das könnte ich gut verstehen.
Ich mag den gesamten Habitus der Pflanze auch, dennoch ist sie für mich schon immer der Urbegriff eines Gewürzkrautes für den multiplen Einsatz in der Küche. Vielleicht auch deshalb, weil ich zu den ersten Generationen von Nachkriegskindern gehöre. Deshalb würde ich in meinem Garten Liebstöckel auch niemals auf die weiter oben beschriebenen Dimensionen auswuchern lassen.
Als ich mein Exemplar vor Jahren mit dem Spaten einkürzte, maß es etwa 70 x 70 cm. 10 bis 15% davon durften im Boden bleiben, der Rest wanderte in den Kompost. Das Umfeld dieses Krautes mit den anderen Pflanzen hat sich in all den Jahren überhaupt nicht verändert.
Natürlich hätte ich mir längst eine Jungpflanze aus dem Gartenmarkt kaufen oder das Kraut aus Samen nachziehen können, wenn ich das gewollt hätte.
Aber mir ist eben aufgefallen (deshalb mein Beitrag), dass das Abstechen der Pflanze offensichtlich auch einen lange nachwirkenden negativen Effekt auf den verbleibenden Rest haben kann, weshalb auch immer.
Gilbert
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Liebstöckel hat eine rübenförmige Wurzel, die durch das Abstechen schwer beschädigt wird. Das muss die Pflanze erst einmal verkraften.
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mir ist es leider nicht gelungen, liebstöckel aus samen zu ziehen. hat zwar gekeimt, verschwand dann wieder. habe vielleicht zu wenig gegossen :(
das beet von danilo gefällt mir ausgesprochen gut :D
meinen liebstöckel habe ich auch einmal blühen lassen und war überrascht von der schönen blüte. vorher war levisticum officinale für mich auch "nur" ein würzkraut.
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Täuscht mich der Eindruck, dass für Dich Liebstöckel eher eine Zierstaude ist und dass Du weniger auf ihre Verwendung als Gewürzpflanze Wert legst? Das könnte ich gut verstehen.
Sowohl als auch. Die abgebildete Pflanze steht dort seit Jahrzehnten als Relikt eines reinen Nutzgartens und steht nur noch zu Zierzwecken im Beet. Es gibt noch drei weitere, deutliche kleinere Pflanzen. Die werden öfter geteilt, da ich regelmäßig um Ableger gebeten werde. Diese Pflanzen werden auch für die Küche beerntet.
Was die Teilung angeht, hab ich jedoch nicht die Erfahrung gemacht, daß die Pflanze darunter nennenswert leidet - eher im Gegenteil: manchmal lasse ich Teilstücke wurzelnackt rumliegen, die treiben dank des kräftigen Rhizoms auch ohne Wasser und Erde wieder aus und zeigen wochenlang frisches Grün. Handliche Stücke erreichen mit Kompostunterstützung binnen eines Jahres schon wieder Volumen von ca. 0,6m³.
mir ist es leider nicht gelungen, liebstöckel aus samen zu ziehen. hat zwar gekeimt, verschwand dann wieder. habe vielleicht zu wenig gegossen :(
das beet von danilo gefällt mir ausgesprochen gut :D
Sämlinge finde ich auch nur selten. Ich entsinne mich nicht, je einen von ihnen entfernt zu haben. Die verschwinden wohl wirklich von selbst. :-X
Und das Beet... das soll eigentlich erst in Zukunft eins werden. ;D Eigentlich sind dort nur diverse Stauden zwischengeparkt, da ich gegenwärtig ein Haus abreiße (steht/stand zwei Meter rechts vom Liebstöckel) und einiges ausbuddeln musste.
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Ich benutze den einen Strauch als Gewürz, da entferne ich immer die Blüten. Den anderen brauche ich nicht, den lasse ich blühen, allerdings ist er kleiner als der andere, da er unter Bäumen steht. Am besten wächst der Gewürzstrauch im Frühjahr wenn es ziemlich feucht ist, jetzt will er nicht mehr recht.
@sunnyzwerg: Alles zur Aussaat steht auf der Verpackung, man kann von März-April oder von August-September säen. Die Keimtemperatur beträgt jedoch 8-18°, im Moment geht es also nicht.
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@danilo! Danke!!! Das ist wirklich schön Dein Beet!
Hab heut zufällig eine Verkäuferin in einem Gartencenter gefragt, sie sagt man soll die Blüte, also schon bevor sich Blüten bilden, alles bis runter abschneiden!? ???
Dann hat die Pflanze wieder mehr Kraft!!!
Wann kann ich denn die Blätter zum würzen nehmen? Gleich wenn ich welche sehe, oder erst später???
Ich hoff, das wird überhaupt was, habe trockenen Boden! Eigentlich wollte ich die Pflanze ja auch nur wegen der Optik 8)
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Ich habe ebenfalls einen riesigen Liebstöckel, ursprünglich wars mal ein kleines Kräutertöpfchen.
Ich schneide ihn zur Blütezeit ganz ab und gieße dann einmal kräftig. Er treibt dann sofort wieder aus.
Zum Würzen kann man jederzeit Blätter nehmen, für Salat nehme ich aber nur das ganz frische zarte Grün, für Suppen ist es egal, da fische ich den Liebstöckel sowieso wieder heraus.
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ja, in suppen kann es auch rasch sehr dominant werden, wenn man zuviel liebstöckel hinein getan hat ;-)
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Zuviel Maggi in der Suppe schmeckt nicht mehr, klar.
Aber als kleine Zumischung (etwa 1%) in einem Pesto aus Gartenkräutern schmeckt Liebstöckel sehr gut.
Am aromatischsten sind aber ganz sicher die ersten Jungtriebe, die im Frühjahr erscheinen.
Gilbert
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Einen Busch lasse ich immer durchblühen. Liebstöckelblüten sind willkommen bei Hummeln, Wildbienen und Schwebefliegen(?). Der Duft der Blüten ist total blumig, so gar nicht nach Liebstöckel riechend.
Nach dem erneuten Durchtrieb ist das Kraut besonders zart.
VG
Giaco
Sorry ich wiederholte mich, Ich sollte wohl einen Liebstöckeltee trinken 8)