garten-pur
Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: cydorian am 31. Juli 2010, 15:01:55
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Die letzten Jahre waren schon schlimm, aber dieses Jahr ist es echt zum vezweifeln: Irrer Vogelfrass an allem, was irgendwie anpickbar erscheint. Die Kirschen haben sie in zwei Tagen ohne eine einzige übriggelassene Frucht abgeräumt, als der erste rötliche Schimmer erschien. Birnen und Äpfel werden auch schon immer angepickt, aber dieses Jahr haben sie es geschafft, bereits fast alle Klaräpfel zu vernichten. Dieses Ausmass ist neu, die Äpfel sind noch nicht mal ganz reif, so siehts da jetzt auf dem Baum aus:
(http://home.arcor.de/cydora/b/apfelvoegel.jpg)
Vor allem anderen machen die auch keinen Halt, rote und schwarze Paprika werden reihenweise angepickt und vom Mais kratzen die Hüllblätter ab, um die Körner zu fressen:
(http://home.arcor.de/cydora/b/maisvoegel.jpg)
Dieses Jahr ist es eh schon schwierig, auch mit anderen Viehzeug. Die Schnecken kriechen sogar die Bäume hoch um die paar wenigen Zwetschgen anzufressen:
(http://home.arcor.de/cydora/b/tophitschneckenfrass.jpg)
Auf dem Boden nichts anders. Bei Melonen fressen sie sich durch die Schale:
(http://home.arcor.de/cydora/b/wassermeloneschnecken.jpg)
Es ist schon schwer genug, in einer industriellen Landwirtschaftswüste aus Zuckerrüben, Mais und Plantagen mit ein paar normalen Bäumen zu wirtschaften, leider scheint das auch dazu zu führen, dass jeder Schädling sich auf die extensiven Flecken wie meinen stürzen, ein Nützlingsbesatz fehlt jedoch. Die Apfelplantage nebenan hat keine Problem mit Vögeln, nur ich. 10 Hektar Futtermais stehen unberührt, aber meine zehn Pflanzen werden radikal leergepickt.
Gibts noch irgendwelche kreativen Ideen, wie mit den räuberischen Vögeln umzugehen wäre?
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Keine wirklich hilfreiche Idee, nur mein Beileid hab ich beizusteuern.
Meine roten Stachelbeeren und die reifenden Himbeeren - perdü!
Katzen helfen gegen Vögel nicht, leider.
Hab hier herum schon häufig so eine Art begehbare Käfige, bespannt mit Vogelschutznetzen, über Beerensträuchern gesehen.
Die Blaubeerbauern haben Schussanlagen. Sobald die ihre Arbeit beginnen, fallen die Vögel in den PRivatgärten auf den Kirschenbäumen ein.
Tote Vögle in die Bäume zu hängen, soll helfen - habs aber noch nie probiert und so einen toten Vogel, das BRathendl aus'm Discounter tut's ja nicht, muss man erstmal haben.
und manch einer hätt ja auch ästhetische Probleme damit.
LAndfrau
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Tut mir leid um das Obst und Gemüse!
Schick die Vögel doch mal zu mir. ;)
Hier werden im moment täglich eimerweise abgefallene Kirschen unter den Bäumen zusammengerecht, weil sich nur wenige Vögel dafür interssieren.
gruß andy
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Also die Kirschen schütze ich mit im Baum verteilten CD. Außerdem hänge ich an langen Stangen Müllsäcke und Alufolie über den Baum. All das veranstalte ich, wenn die ersten Früchte beginnen Farbe zu zeigen. Hat immer ganz gut gewirkt. Nach der Ernte sofort alles wieder wegräumen sonst gewöhnen sich die Vögel daran.
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Hallo cydorian,
die Bilder sehen wirklich zum verzweifeln aus :-\
Dem Vorschlag mit den CD's kann ich nur zustimmen - mache das seit gut 5 Jahren und die Stare haben panische Angst vor den Lichtreflexen ;D - CD's an einem ca. 10-15cm langen Band aufhängen, so dass sie sich im Wind drehen können - hab auch schon überlegt eine alte Diskokugel in den Baum zu hängen, das müsste den gleichen Effekt haben ;)
Die professionellen Obstbauern haben so eine Art Tonanlage mit Warn-o. Todesschreien von Vögeln, ist aber zu teuer.
Schneckenbekämpfung ist schwierig, aber Erfahrungen haben gezeigt, dass die Viecher keinen Rindenmulch mögen.
Viel Erfolg!!
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Hier sind es hauptsächlich die Amseln. Alles was etwas rundlich ist und Farbschimmer zeigt, die nicht grün sind.
Nachdem meine späten Johannisbeeren unter dem Netz ist, sitzen sie drauf und versuchen durch das Netz zu picken und zu ziehen :'(
Meine Navaho Brombeere, die ich probieren wollte ...
Meine Kulturheidelbeere, die auch keine Chance zum reifen hat ...
Selbst die Stachelbeeren wurden konsequent ausgelutscht, nur noch die Hüllen hängen.
Mahonien sind weg und Aronias wurden auch schon geknabbert. Mal sehen, wann die merken, das die Kornelkirschen rot werden. Nichts mit Ernte >:(
Die Meisen haben die Sonnenblumen bereits leergepickt, da half auch kein Netz.
Amseln gewöhnen sich an CDs, Stare sollten ähnlich intelligent sein, dass wird langfristig nichts bringen.
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Puh, bin froh, dass ich so was nicht mitmachen muß.
cydorian, ich denke, du hast vermutlich recht, wenn du die alleinige (anturnahe) Lage deines Stückes in der Agrarödnis für das schlimmste verantwortlich machst. Das muß doch wie ein Anziehungspunkt wirken.
Gestern hatte ich einen einzigen Reglindis, den mir die Halbandsittiche massakriert haben. Sie picken ab und zu an Apfelfrüchten und anderem Obst. Aber alles im Rahmen. Die Knospenpickerei im Frühjahr kann schon etwas heftiger ausfallen, aber auch nicht so, daß man von wirklichen Schäden sprechen kann.
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Die Methode mit dem toten Vogel im Baum wurde mir inzwischen als wirksam bestätigt.
Muss aber ein Expl. der schädigenden Art sein oder zumindest ein sehr ähnlicher.
Also keinen überfahrenen Fasan aufsammeln und in den Baum hängen!
Landfrau
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Die Methode mit dem toten Vogel im Baum wurde mir inzwischen als wirksam bestätigt.
Muss aber ein Expl. der schädigenden Art sein oder zumindest ein sehr ähnlicher.
Also keinen überfahrenen Fasan aufsammeln und in den Baum hängen!
Landfrau
Geht das auch mit Pferden? ;)
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An Mammutbäumen!
Landfrau
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Shettys vielleicht auch an Kirschbäumen :o
Hat eifentlich jemand Erfahrungen mit den Krähenattrappen?
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Es geht weiter und wird noch schlimmer. Das einzige Steinobst, von dem ein paar Früchte am Baum hängen sind saure Myrobalane, Kirschpflaume. Die sehen jetzt durchweg so aus:
(http://home.arcor.de/cydora/b/myrobalane.jpg)
Die wenigen unbeschädigten Früchte sind verkotet. Die Täter sind Amseln. Nach der Vernichtung aller Klaräpfel wurden alle gelbe Paprika im Garten angehackt und seit gestern die James Grieve Äpfel, drei Wochen vor der Reife. Die Brombeeren sind auch futsch. Eigentlich ist alles futsch. In einer Nacht wurden 80% der Äpfel angepickt - immer nur ein bisschen. Für ein Netz ist der Baum zu gross. Dann bin ich wütend durchgedreht und habe den Baum leergeschüttelt, die Äpfel beseitigt. Wäre ein Vogel greifbar gewesen, hätte ich ihm die Federn einzeln ausgerissen und ihn dann langsam über Feuer geröstet. Ich will den verfluchten Räubern keinen Ansatzpunkt bieten, denn das schädliche Frassverhalten verstärkt sich noch, wenn sie Gelegenheit dazu haben. Verloren hat das Obst und ich sowieso, wenn ich schon nichts bekomme sollen die Drecksvögel auch nichts bekommen.
Irgendwann wird es die Birnen erwischen - der erste gute Behang seit Jahren. Ich habe mir spiegelbesetzte Discokugeln besorgt und werde sie drei Wochen vor der Reife aufhängen. Am liebsten würde ich aber mit einem Schrotgewehr unterm Baum sitzen....
Welche Raubvögel jagen Amseln?
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Sperber.
Unsere Staren sind anscheinend moderner, die CDs bei Schwiegervattern haben grad mal einen Tag geholfen.
Aber wenigstens war er beschäftigt. ;D
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Eulen sind besser, die Pflücken sie aus dem Geäst. Auch eine Euelenatrappe im Geäst versteckt könnte sie auf andere Gedanken bringen. Da hast Du dann alle Singvögel der Gegend als Schwarm auf die Eule hassend im Garten, vielleicht auch nicht so gut. Fressen tun sie dabei allerdings nicht.
Gerade fällt mir ein Du könntest eine Plastikschlange ins Geäst hängen. Wäre interessant wie lang das vorhält besonders wenn Du sie jeden Tag woanders hinhängst.
Bei Mir hat ein Marder öfter die Jungamseln geerntet bevor sie ausflogen. Da lagen dann lecker aussehende fette Amseln ohne Kopf in der Gegend herum. Leider war ich zu der Zeit schon kein Warmblüterfresser mehr. :P
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leere fischbüchsen, an fäden aufgehängt, die sich bei leichtem wind gegenseitig berühren und klappern, habe ich auf einem erdbeerfeld in waldnähe beobachtet. von der ästhetik eher unbefriedigend - aber für vögel und rehe abschreckend.
eine wäscheleine zwischen gebäuden und/oder bäumen in kronenhöhe gespannt, mit einer greifvogelattrappe über schlüsselring beweglich auf der leine befestigt, könnte vielleicht die vögel vergrämen (über geeignete stopper auf der leine das verheddern der vogelscheuche im geäst vermeiden.)
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@Cydorian, meine Kirschpflaumen sehen noch nicht so schlimm aus, aber sie sind auch noch nicht so reif. Trotzdem liegen schon eine Handvoll angepickt auf dem Boden.
Die Kornelkirschen sind noch nicht betroffen, wahrscheinlich eine Frage der Zeit.
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Ich hatte in irgendeiner Ausgabe des Nabu-Heftes gelesen, man solle in einem Kirschbaum oder Weinlaube einen Starenkasten (Nistkasten) aufhängen.
Die dort ansässige Starenfamilie würde 'ihren' Baum gegen alle anderen Räuber verteidigen. Die Fraßschäden einer Vogelfamilie seien nicht so gravierend wie die von ganzen Horden.
Das wäre dann wohl eher eine Option für kommende Jahre.
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Ich hatte in irgendeiner Ausgabe des Nabu-Heftes gelesen, man solle in einem Kirschbaum oder Weinlaube einen Starenkasten (Nistkasten) aufhängen.
Hatte ich. Die Kirschbäume wurden trotzdem abgefressen. Und nach der Brutzeit ist der Kasten sowieso unbewohnt.
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Tja schade. Die Stare wissen scheinbar auch nimmer was sich gehört ;)
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Ich denke mir, dass ein wesentlicher Faktor die Anwesenheit von Raubvögeln und Nesträubern ist. Damit sieht es schlecht aus, Raubvögel wurden aus der Gegend vertrieben, in der Agrarwüste mit ihren Zuckerrübenplantagen finden sie zu wenig. Feldgehölze wurden und werden bis zum heutigen Tag ausgemerzt, neben den Landwirtschafts-Betonstrassen herrscht eine Wüste, deren Artenreichtum geringer als in echten Wüsten ist.
Die kleine naturnahe Zone am Südhang eines Bachs, in der mein Garten und Bäume liegen, reicht an Grösse und Attraktivität für Tiere am oberen Ende der Nahrungskette nicht aus. Sie reicht aber für kulturfolgende Massenschädlinge (!) wie Amseln aus, die sich dann bei vergrösserter Population in Jahren mit geringeren Ernten auf jedes kleine Restchen stürzen, das irgendwie fressbar aussieht.
Unterschlupf bildet das Dickicht von wildgefallenen Grundstücken. Das ist Gebüsch, überwuchert von Waldrebe. Dort halten sie sich auf, gefressen wird dann bei mir. 50ar wild, 50ar kultiviert, 500 Hektar drumrum Wüste.
Stark war der Vogelfrass immer, die wilden Weintrauben wurden z.B. immer innerhalb von Tagen abgefressen. Aber Äpfel wurden immer nur zu höchstens 10-20% angepickt, süsse Sorten stärker, Birnen noch stärker. Jonagold war immer problematisch, andere weniger. Dass ganze Apfelernten vernichtet werden, daran kann auch auch keiner der älteren Bekannten erinnern. Dieser Schad-Druck ist neu.
Im Weinbau der Region macht man es anders, dort wird einfach komplett eingenetzt. Anders geht auch nicht. Auch in einigen Gärten am Ortsrand habe ich das gesehen, hohe Pfähle und ein Netz wie ein Zelt über dem ganzen Garten gespannt.
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Hallo cydorian,
hast ja anscheinend mein Kommentar aus Antwort 2 jetzt wahrgemacht, das du die Vögel mal zu mir schicken solltest. ;)
Nachdem die Vögel meine Kirschbäume gar nicht beachtet haben,
haben sie jetzt schon die Hälfte der unreifen Apfelbeeren vom Strach gefressen, und sogar die noch fast grünen Beeren von Feuerdorn sind auf einmal verschwunden.
gruß andy
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Es geht wie erwartet weiter. Im Moment geht die Birnenernte drauf, 50% der Früchte sind bereits kaputt. Das ist in zwei Tagen passiert, sonst hätte ich meine Blitzekugeln schon früher aufgehängt. Es geht jetzt in den Kampf um die letzte Birne.
Conference, noch einen Monat bis zur Reife, hart und sauer, ber bereits von den Schädlingen vernichtet:
(http://home.arcor.de/cydora/b/vogelpickerei.jpg)
Die Auswahl ist ganz einfach: Immer die schönsten und grössten Früchte werden zerstört. Kleine Birnen interessieren die nicht.
So fängt es bei einer anderen Sorte an, immer oben, weil man da besonders einfach reinhacken kann:
(http://home.arcor.de/cydora/b/vogelpickerei1.jpg)
Die Wespen kommen dann auch gleich mit dazu. Mal sehen, ob diese Dinger was helfen:
(http://home.arcor.de/cydora/b/spiegelkugel.jpg)
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Klingt ja wirklich arg, wie es bei euch zugeht. :-\
Bei uns im Garten gibt es auch Amseln, die tun gar nichts, nur im Gras herumsuchen.
Und du bist sicher, dass es nicht Stare sind? Die sind hier in Schwärmen unterwegs und picken Früchte genau so an, wie du zeigst. Nur ein wenig, aber dafür alles, und somit ist es unbrauchbar..... Allerdings machen sie das hier in den Weingärten und nicht im kleinen Obstgarten. Die Weinbauern haben Schreckschußanlagen aufgestellt, die in unregelmäßigen Abständen Schüsse von sich geben (offenbar hilft Lärm). Auch Hüter und die Jäger sind für Patrouillen engagiert - sonst arbeitet man ein ganzes Jahr und hat dann das nachsehen. Manchmal fährt dann auch ein Weinbauer spontan raus aufs Feld, weil ein Riesenschwarm gefährlich nahe kommt, und vertreibt ihn mit Rufen, und Lärmen. Leider sind die Tiere auch intelligent und durchschauen viel.
Eine Plastikkrähe hatte ich übrigens einmal bei D...er gekauft, allerdings zum Vertreiben von Tauben.
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mit etwas handwerklichem geschick lassen sich vlt. auf folgender seite eigene lösungsansätze finden:
http://www.vogelabwehr.de/de/04_landwirtschaft/index.php
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Und wenn Dir die Geduld zum Basteln fehlt fährst Du zum nächsten schwedischen Möbeldiscounter , da gibt es Frettchen/ Iltisse als Stofftiere . Die sehen ihren lebenden Vettern so ähnlich das die im Garten vergessenen Exemplare bei Freunden im Brandenburgischen von Greifvögeln geklaut wurden . Wir amüsieren uns immer noch über den fiktiven Ehekrach bei Habichtens zuhause wenn er mit der Beute ankam... Ich würde die Stofftiere mit Angelsehne in die Bäume binden das sollte Dir etwas Luft verschaffen .
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Eine (von mir noch nicht ausprobierte) Idee ist es, den Garten - ggf. unregelmäßig oder in Kombination mit bewegten Objekten oder Silhouetten - mit Raubvögelschreien zu beschallen. Vielleicht verjagt das die Kirschräuber?
Ich habe diesen Versuch bei den Ratten der Lüfte, die immer über unserem Schlafzimmer vor sich hin gurrten, mit Erfolg angewendet (allerdings hat es dem Nachbarn nicht gefallen... :P )
Auszuprobieren wär´s vielleicht wert, auch wenn ich die Biester für enorm klug halte.
Die Schreie kannst du von CDs mit Vogelstimmen bekommen; hab ich aus der örtlichen Bibliothek.
Gruß
Ayamo
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Ansonsten kann ich das nachfüllen. Bei mir sieht´s ähnlich aus. Dieses Jahr ist sowieso vieles nicht befruchtet (Birnen, Kirschen, Äpfel mau). Das wenige (Pfirsiche, Joh.beeren) ist den Horden zum Opfer gefallen. In die angepickten Stellen haben sich dann schnell auch Ameisen-Karawanen begeben oder diese roten Feuerkäfer saßen in den Früchten.
Ätzend. Da ackert man das ganze Jahr und bekommt ein paar lausige wurmstichige Früchte übriggelassen. Langfristig muss man wohl alles übernetzen. Übrigens ein Argument für mehr Spindeln...
Mein Beileid. :-\
Ayamo
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Bei mir wurden 90 % der Heidelbeeren halbreif von Vögeln weggefressen. Weniger von Amseln, mehr von Feldsperlingen, die kommen in den frühen Morgenstunden scharenweise. Nächstes Jahr versuche ich es das erste Mal mit Netzen.
Es hört sich zwar jetzt komisch an und der Schuss könnte auch nach hinten losgehen ( Ratten ), aber ich habe mich letztes Jahr damit beholfen an einer Stelle des Gartens Fleisch, ungefähr so eine Hand voll, auszulegen.
Das lockt Katzen und Raubwild an. Ich hatte so einen cleveren Rotmilan angelockt, der mir regelmässig morgens und abends einen Besuch abstattete. Der Vogel kreiste oft über dem Haus und kreischte nach Futter, Amseln und Spatzen waren für diese Zeit unsichtbar... ;)
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Vermutlich hat der Vogel dieses Jahr ein anderes Revier bezogen, denn der hiesige Rotmilan lässt sich nicht anlocken.
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Das erste Mal hatte ich durch die Gardine fotografiert, um ihn nicht zu verschrecken. Später hat es ihm selbst dann nichts ausgemacht, wenn ich auf dem Balkon stand beim knipsen.
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Noch ein Suchbild : der Vogel ist am rechten Bildrand ;)
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Bei den Raubvogelstimmen aus der Konserve bin ich im Zweifel. Diese Vögel schreien nicht, wenn sie jagen. Sie wollen ja ihre Beute nicht verjagen. Bekannt ist der Trick mit dem Starengeschrei eines gequälten Vogels, der funktioniert angeblich. Ist allerdings alles nur was für eine Gegend, in der keine Nachbarn Einwände erheben.
Der Drachen sieht hingegen gut aus, sowas lässt sich basteln. Schwieriger ist schon die 10 - Meter - Teleskopstange, an der er aufgehängt wird. Ich glaube, das ist auch der Grund für den heftigen Preis des Originals.
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Mittlerweile habe ich die Williams abgeerntet bzw. was davon übrig war. Die Conference ist einfach noch zu hart, die habe ich wohl komplett verloren, wird noch stärker angepickt.
Bei den Schadvögeln bin ich mir nicht mehr so sicher, wer das ist. Frühmorgens sehe ich natürlich nicht, wer da pickt (da sind bevorzugt Amseln und Stare unterwegs), aber wenn ich sonst im Tagesverlauf vorbeikomme, sehe ich kleine Vögel, Meisen. Kann es sein, dass sie mitschuld sind?
Die Discokugeln haben meiner Ansicht nach eine schwache Wirkung. Die Schäden sind weitergegangen, aber subjektiv etwas weniger schnell.
(http://home.arcor.de/cydora/b/birnen1.jpg)
Auffällig auch, wie Vögel und Schorf 200m weiter komplett fehlen. Ebenfalls Williams und zum gleichen Zeitpunkt geerntet:
(http://home.arcor.de/cydora/b/birnen2.jpg)
Vögel und Schorf näher am Hangfuss. Schöne Früchte und keine Vögel in freier, windoffener Lage oben auf dem Gipfel eines sanften weitgeschwungenen Hügels. So windoffen, dass der kürzliche Starkwind einen Ast abgerissen hat.
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Könnten das nicht auch Siebenschläfer angestellt haben? Ich habe Äpfel im Vorraum aufgelegt, an denen sich nachts ein Siebenschläfer den Bauch vollschlägt. Diese Fraßstellen sehen auch so aus!
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Hast du Wespen und Hornissen beobachtet?
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also mir sieht das auch nach Wespenfraß aus.Und wenn Vögel dann mit ganz kleinem Schnabel.
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Wespen und Siebenschläfer sind ausschliessbar. Wespen gibts dieses Jahr hier wenige, eine vorsorglich aufgestellte Wespenfalle enthält keine Wespen und man sieht auch keine fliegen. Eher schon vereinzelt Hornissen, aber die jagen Wespen.
Für Siebenschläfer sind die beschädigten Stellen anfangs viel zu klein und tief. Ausserdem sieht man die Pickspuren eines Vogelschnabels, nicht die Nagespuren eines Bilchs.
Hier eine Fraßstelle etwas grösser:
(http://home.arcor.de/cydora/b/birne3.jpg)
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Meisen will ich nicht glauben.
Hatte heuer eine Kollonie Feldsperlinge,die hatten sich in den Meisennistkästen breit gemacht und dreimal gebrütet. Teilweise haben sie die Eier der brütenden Meisen rausgeschmissen.
Sowas würde ich denen glat auch noch zutrauen.
Seit zwei Wochen sind sie übrigens verschwunden.
Meine pickenden Übeltäter sind die Eichelhäher.Die hiterlassen riesige Furchen.
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hier sind es amseln. sie bevorzugen allerdings früchte, die am boden liegen. diese höhlen sie ganz aus, sodaß nur mehr die schale übrigbleibt.
ich räume daher nicht alle herunter gefallenen birnen weg, in der hoffnung, die amseln von den früchten am baum abzulenken.
(und an den faulen birnen am boden versammeln sich schnecken, die man dann leicht einsammeln kann)
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Das stimmt, am Boden fressen dann auch andere. Nicht nur Amseln, auch irgendwelche Nager. Die Fraßspuren sehen bei mir aber ganz anders aus wie die der Früchte am Baum.
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Die letzten zwei Tage (windig, keine Sonne) gab es nochmal einen extremen Anstieg der Schäden. Um die Discokugeln kümmern sich die Schädlinge mittlerweile kein bisschen mehr, angepickt werden auch Früchte direkt neben den blitzenden Spiegeln.
(http://home.arcor.de/cydora/b/kohlmeisenfrass.jpg)
Nach der Vernichtung von Klarapfelernte, James Grieve, Williams Christ wollte ich wenigstens ein paar Conference-Birnen haben, sind zwar noch nicht reif aber es ist eh schon fast alles von den verfluchten Schädlingen zerstört worden.
Als ich oben auf der Leiter stand, habe ich sie live bei der Tat gesehen. Rotzfrech und aggressiv flatterten sie in der Krone des 3m entfernten Nachbarbaums herum und pickten: Mehrere Kohlmeisen. Dazu passen auch die Form und Tiefe der Pickspuren. Es sind nämlich verschiedene Schädlinge: An Klarapfel und James Grieve waren es viel grössere Spuren, das waren Amseln oder Stare. An den Birnen und auch am Gemüse waren es Kohlmeisen. Momentan machen sie Boscs Flaschenbirne nieder. Alle drei Jahre mal Birnen und dann die totale Vernichtung durch diese Massenfresser.
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Kenne leider kein gutes Meisenrezept. Allerdings Birnenfüllung klingt interessant 8)
Mein Beileid.
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Hallo Obstfreunde,
leider kann ich nur das gleiche berichten wie Cydorian.
Die wenigen Bäume, die in diesem Jahr überhaupt Früchte angesetzt haben, werden von den Vögeln heimgesucht und nach ein paar Tagen beginnen die angepickten Früchte am Baum zu faulen.
Ich habe insgesamt den Eindruck, dass es in diesem Jahr sehr wenige Insekten gibt. Ich vermute, die Vögel kämpfen ums nackte Überleben. Das passt auch dazu, dass die normalerweise Insekten fressenden Meisen sich ans Obst ranmachen.
Gönnen wir ihnen doch die diesjährige Ernte und hoffen dafür auf ihre Unterstützung in insektenreicheren Jahren.
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Bei mir nicht. Als ich vor zwei Jahren ein paar Birnen in Aussicht hatte, haben mir die Wespen alles gefressen. Dieses Jahr habe ich vorsorglich Wespenfallen aufgehängt. Die Fallen waren ständig innerhalb ein, zwei Tagen gestopft voll. Nicht mit Wespen, sondern mit verschiedenen Fliegen. Mückenschwärme sind ebenfalls kräftig vorhanden. Kein Unterschied zu merken. Es gibt Nahrung. Eher schon werden sie durch die Mücken angezogen, rundherum ist ja nur Agrarwüste. Und wenn man schonmal da ist, kann man ja auch die Birnen vernichten, macht ja so Spass.
Es heisst ja, Meisen wären nützlich und würden Raupen vertilgen. Nun, auch darauf hatten sie jedenfalls noch nie merklich Lust. Jedes Jahr herrscht zwei Monate lang Raupenfrass, vor allem durch Spanner und Eulen (die Schmetterlinge, nicht die Vögel). Blattschäden, Fruchtschäden, aber keine Meise zu sehen. Jungbäume bringe ich überhaupt nur durch über konsequentes, tägliches Absammeln oder Neemspritzungen. Ansonsten ist das Laub weg.
Achja, noch was: Manchmal wird behauptet, die Schädlinge würden nur aus Durst das Obst anpicken. Das ist definitiv nicht der Fall, wenige Meter neben den Bäumen fliesst ein kleines Bächlein, die Grundstücksgrenze.
Was ich brauche, sind Sperber... oder ein Schrotgewehr.
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Was ich brauche, sind Sperber... oder ein Schrotgewehr.
Beides ist für den normalen Obstliebhaber nur schwer zu beschaffen. Hast du schon hoch aufgehängte Flugbildattrappen versucht? Da sollen angeblich die Singvögel in Panik fliehen.
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Hast du schon hoch aufgehängte Flugbildattrappen versucht?
Das habe ich für nächstes Jahr vor. Technisch nicht ganz einfach bzw. so, dass die Kosten tragbar sind.
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Letzter Test: Das Netz. Einem Ast mit schönen Birnen wollte ich noch ein paar Tage Sonne gönnen und habe versucht, wenigstens diesen einen Ast mit einem Netz zu schützen. Das Ergebnis:
(http://home.arcor.de/cydora/b/verpicktebirnen.jpg)
Es war zwecklos. Kleine Lücken genügen den Schädlingen, um hineinzukommen und nach bekanntem Muster in kürzester Zeit Totalschaden zu verursachen. Übrig bleiben verkotete und sogleich faulende Ruinen. Ein Pick, ein Schiss und eine Birne weniger.
Sobald alles kaputt war, sind sie 50m weiter zu einem offener stehenden Baum Boscs Flaschenbirne und haben den in zwei Tagen niedergemacht. Womit auch endgültig bewiesen wäre, dass die Fruchtfarbe völlig egal ist, die Flaschenbirne ist braun und nahtlos berostet, Williams war grün und glänzend. Auf dem Weg dorthin haben sie noch die Golden Delicious vernichtet, ich denke als nächstes ist Jonagold und Idared dran.
In den Wochen vor dem jetzigen Kälteeinbruch konnte man kaum dorthin, sehr viele Mücken die sich auf einen stürzten. An diesem riesigen proteinreichen Nahrungsangebot haben die verfluchten Zerstörer offenbar kein Interesse, lieber picken sie in die Früchte. Ich fürchte, da sie diesen Trieb nun gründlich gelernt haben werden sie es in Zukunft so weitertreiben.
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Ich kanns nur noch mal sagen. Das begreife ich nicht bzw. ich kann mir das allenfalls mit der von Dir beschriebenen "Naturinsel-Lage" erklären. Solche massiven Vogelschäden sind mir weder im ländlichen Raum noch hier in der Großstadt untergekommen. Und dabei machen den meisten Schaden, wenn man denn überhaupt von Schaden sprechen will, die in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Papageien. Wobei ich denen gerne zusehe, wie sie z.B. die Äpfel kunstvoll schälen, ohne das der Stiel beschädigt wird bzw. der Apfel vom Baum fällt. Auch die Nutzung der Sonnenblumenfruchtstände durch die Papageien ist toll anzuschauen.
Gibt es nichts, was die bei Dir lieber mögen als Äpfel und Birnen? Ist nur eine Idee, aber vielleicht an den Rand alle möglichen Beeren- und Fruchtbäume pflanzen (Vogelbeeren, Schlehen, Zieräpfel usw.). Aber keine Ahnung ob das helfen würde.
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Gegen Vogelfrass, als Sofortmassnahme für kleine einzelne Bäume
hat sich sehr bewährt: Stoff- und Kuscheltiere, wie Hund und Katze, Bär etc. in den Baum hängen, hilft super, Gewöhnung so nach 5-8 Tagen, dann evtl. neu anordnen.
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dass diese schäden vögel verursachten, kann ich mir bei mit einem netz umwickelten ast nicht gut vorstellen. die müssten sich doch darin verheddern! ?
wie sehen denn die hinterlassenschaften der diebe aus?
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Gibt es nichts, was die bei Dir lieber mögen als Äpfel und Birnen? Ist nur eine Idee, aber vielleicht an den Rand alle möglichen Beeren- und Fruchtbäume pflanzen (Vogelbeeren, Schlehen, Zieräpfel usw.). Aber keine Ahnung ob das helfen würde.
Es gibt noch einiges. Die Myrobalane und eine andere wilde runde Pflaume haben sie zusätzlich zum Obst niedergemacht. Da war dann halt der James Grieve (über einen Monat vor der Reife!) verpickt und zusätzlich das Steinobst. Süss, sauer, Farbe, Schale spielt keine Rolle, aber härtere Früchte mögen sie weniger. An die Glockenäpfel gehen sie z.B. NOCH nicht, auch die Brettacher sind ihnen zu hart. Was aber Härte verliert, egal ob reif oder nicht, wird vernichtet.
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Letzte Woche habe ich mit einem Erwerbsobstbauern der Gegend gesprochen. Der war verzweifelt. Er hat mehrere intensiv bewirtschaftete Apfel- und Birnenanlagen, viel Apfel auf M27. Er erwartet eine schlechte Ernte, geringer Fruchtansatz. Zusätzlich hat er zur Reifezeit hin ein massives Vogelproblem bekommen: Die Vögel picken seine Äpfel massenhaft an. Kommt mir sehr bekannt vor. Die meisten seiner Anlagen liegen in der Nähe eines Waldstücks. Ich bin also nicht der einzige, der es mit diesen fliegenden Ratten zu tun hat. Er hat sich jetzt kurzfristig eine Schallkanone besorgt, die alle paar Minuten dumpfe Schläge von sich gibt.
Vogelpickfrei sind Anlagen inmitten der Agrarwüste.
Bei mir haben jetzt irgendwelche grosse Vögel die Walnüsse entdeckt und räumen ab. Auch die in der Hülle, grün, noch geschlossen. Auf dem Weg zum Grundstück liegen solche Nüsse bereits auf dem Feldweg. Die Vögel reissen in ihrer Gier alles ab, verlieren es dann aber auf dem Flug oftmals. Ich habe sie dabei beobachtet, es war eine Saatkrähe, aber es scheint auch andere zu geben.
Die Vögel scheinen dieses Jahr einen Höhepunkt an Schädlichkeit zu erreichen. Abgeräumt und/oder zerstört wurden letzte Woche ausnahmslos alle Golden Delicious, grüne Weintrauben (die blauen wurden schon vor einem Monat sauer und hart weggefressen), statt Jonagold haben sie lieber die Goldparmänen niedergemacht und komischerweise greifen sie nun die immer noch harten Glockenäpfel an.
Ich ernte ab, was geht und beseitige beschädigte und faule Früchte, um ihnen möglichst viel Nahrung zu entziehen. Hoffentlich verrecken und verhungern möglichst viele im Winter. Angesichts des Totalschadens fällt es mir sehr schwer, die Vogelwelt noch zu schützen und zu schätzen.
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solche frassspuren wie die an deinen birnen kenne ich von hornissen.
lg
ninabeth
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Hoffentlich verrecken und verhungern möglichst viele im Winter.
Lieber cydorian,
ist diese Aussage Deiner würdig?
Du verschiebst da eine Wirkung auf die Vögel,die sicher nicht von diesen verursacht wurde...
bitte mal nachdenken
Gruß
AMI
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Ich bin eben stinksauer, da muss nicht jedes Wort politisch vollkorrekt sein.
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Als Gartenbesitzer mag ich weder Vögel noch Hornissen. Beide sind eine Plage.
Heute möchte ich Euch wenigstens eine kleine positive Nachricht überbringen. Ich fand eine Haufen Federn im Garten, wo so ein Pick-Monster sein unwürdiges Dasein beendet hat. Nun schmort der Unhold in der Vogelhölle - im heißesten Topf. Als Belohnung hat mein Kater viele Kuscheleinheiten plus Leckerlis bekommen.
Mindestens genauso schlimm wie Vögel und Hornissen sind Wespen. Ich habe eine Menge Wespenfallen aufgehangen, in denen sich auch Hornissen einfinden. Alle ca. 3 Tage muss ich die Fallen leeren und neu füllen, weil voll. Trotzdem fliegen noch eine Menge Wespen herum.
Schuld an der Vogelplage haben zumindest teilweise die Gutmenschen, die die Biester im Winter füttern. Dadurch bleiben immer mehr Zugvögel im Winter in den Städten bzw. überleben, so dass es zu einer Überbevölkerung gekommen ist.
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...die allergrößte plage auf diesem planeten ist sicher der mensch...
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Da ich keinen Nutzgarten habe, hätt' ich im Garten durchaus gern ein paar Vögel mehr und ein paar von Nachbars Katzen weniger.
Leider kann ich mir das nicht aussuchen.
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Mindestens genauso schlimm wie Vögel und Hornissen sind Wespen.
Du weisst aber, dass Hornissen die kleineren Wespen jagen und fressen? An Obst nagen sie kaum und wenn, dann nur an bereits beschädigtem Fallobst. Ich hatte dieses Jahr viele Hornissen, dafür wenig Wespen. Man konnte das schön sehen: Wenn sich Wespen an das durch Vögel verpickte Obst gemacht haben, flohen sie sogleich wieder, wenn die patrouillerenden Hornissen auftauchten. Oder an Trauben, vor einigen Jahren: Reife Tafeltrauben zogen Wespen an, nachdem das Hornissen gemerkt hatten und fleissig Wespen vervesperten, gab es keine Schäden mehr. Die Hornissen sahen immer wieder mal vorbei, was die Wespen ferngehalten hat.
Schuld an der Vogelplage haben zumindest teilweise die Gutmenschen, die die Biester im Winter füttern
Auf jeden Fall ist es so, dass die Raubvögel nicht von einer menschlichen Fütterung profitieren. Das Gewicht wird also zugunsten weniger Generalistenarten verschoben, z.B. die Meisen die meine Birnen vernichteten. Letzten Winter dachte ich angesichts der ungewöhnlich langen Schneezeiten mit Frost, dass es dadurch weniger Vögel geben würde. Falsch gedacht.
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Bei uns sind viele Vögel im Garten, bis hin zu Staren, die in einem hohlen Baum brüten, aber die Obstverluste halten sich in überschaubaren Grenzen. Eine Süßkirsche, eine frühe Sorte, wird weitgehend abgeräumt, aber an die oberen Äste kommen wir sowieso nicht dran und für 50 kg eher mäßig schmeckender Süßkirschen hätte ich auch keine Verwendung. Schon die späte Süßkirsche wird relativ in Ruhe gelassen (ist dafür wurmig >:().
Für Äpfel interessieren sich die Vögel erst, wenn sie als Fallsobst am Boden liegen.
Fraßschäden an Birnen (wenn wir trotz BGR mal welche haben) und Pfirsischen werden von Ameisen und Wespen verursacht, aber auch das führt nicht zu Totalausfällen.
Im Unterschied zu Cydorian ist unser Garten nicht eine Oase in einer ausgeräumten Agrarlandschaft, sondern liegt am Stadtrand, in einer sehr grünen Gegend mit vielen alten Einfamlienhäusern und kleinen Mietshäusern. Hier finden die Vögel genug Futter, denn angefangen von fruchtendem Efeu ist ganzjährig was geboten. Da stört es auch nicht, daß die Vogeldichte durch Winterfütterung möglicherweise höher ist.
Irgendwie denke ich immer an Guerilla-Gardening, wenn ich Cydorians Berichte lese (Holunder etc. an allen Brachflächen in der Umgebung ansiedeln) ...
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Bei mir ist es auch so, dass ich meine "Ernte" gegen die Vögel verteidigen muss. Insbesondere die Eichelhäher hacken in das Obst.
Es muss keine trockene Witterung herrschen, das Obst muss nicht reif sein.
Große Bäume kann man schlecht in Netze packen. Lediglich die Reben kann ich mit Vlies schützen.
Aber auch Ameisen sind sehr fleißig, sie höhlen am Baum hängende Äpfel und Birnen vollständig aus. Leimringe nützen nichts weil die Ameisen selbstaufopfernd "Brücken" über die Leimringe legen.
Und auch Rosenkäfer benagen Klaräpfel, Reinecloden und Brombeeren.
Ich krieg was übrig bleibt. Wenn die Bäume überreich tragen habe ich Chancen.
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Wenn ich hier so lese, kommt mir Alfred Hitchcock in den Sinn...
Bei uns ist die Vogelwelt noch in Ordnung, obwohl wir im Winter auch reichlich füttern.
Jedes Jahr im Herbst fallen zwar die Stare Scharenweise in unsere Windschutzhecke ein und ernten sie ab, aber dafür ist die Hecke da. Ein richtiges überfallartiges Spektakel und dann verschwinden sie so schnell wie sie kamen. Den Rest des Gartens lassen sie in Ruhe.
Wir wohnen so richtig ländlich am Dorfrand und Fraßschäden von Vögeln gibts nicht. Die mögen nicht mal unsere Johannisbeeren, wobei ich mir manchmal wünschen würde sie täten mir bei der Ernte helfen...
Wespen sind die Einzigen die Obst naschen und selbst das hält sich in Grenzen.
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Der Frontbericht von heute:
<Fanfare>Schwere Luftangriffe auf Höhe 19...ähm...Hügel "Jonagold". Abwehrversuch durch sofortiges Verbringen in den Schutzbunker. Fehlgeschlagen, Front zusammengebrochen, Jonagold zu 80% schwer verpickt und damit ausser Gefecht:
(http://home.arcor.de/cydora/b/jonagold.jpg)
Angriffe auf "Idared" befürchtet. Kompletter Untergang der Tafelobst-Armeen findet statt. <depressiv klingende Fanfare>
Dafür habe ich heute im Kampf um die letzten Walnüsse Erfolge errungen. Vier Bäume wurden von Eichelhähern und anderen Vögeln bereits komplett abgeerntet, es sind trotz gutem Behang kaum Nüsse gefallen. Und was noch fällt, muss sofort eingesammelt werden, irgendwelche Marder räumen über Nacht die letzte Nuss auf dem Boden weg. Ich konnte heute Eichelhäher live beobachten, wie sie an die Nüsse gingen. Die letzten beiden Bäume sind etwas später reif und haben noch Nüsse oben. Konnte hochklettern und einige Äste schütteln, was zweieinhalb Eimer Nüsse gebracht hat.
Das sind irre Mengen, die die Schädlinge wegtragen, -zig Kilo Nüsse. So viel können Vögel doch gar nicht einlagern?
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eichelhäher lieben nüsse und auch erdnüsse
lg
ninabeth
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Ist es soweit von Dir zum nächsten schwedischen Möbelmarkt ? Wie bereits erwähnt sind Stofftierattrappen von Beutegreifern durchaus hilfreich .
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Die Kommerziellen treibt das Problem ebenfalls stärker um, nicht nur hier: http://www.pflanzenschutz.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/a94c228d36a3f0bbc12574490025a7bd/0a8012d9e159dc04c1257399004d8b7e?OpenDocument
Interessant dabei, dass der Test mit der Raubvogelatrappe ein Fehlschlag war. "Es war keinerlei Wirkung zu beobachten.". Widerlegt wird auch die alte Vermutung, Wassermangel wäre der Grund für die Zerstörungslust der Vögel. Das kann ich bestätigen, da bei mir auf dem Grundstück ein flacher Bach fliesst. Der zieht eher noch Vögel an, die dann anschliessend das Obst angehen.
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noch ein Foto für Cydorian von einem Apfel, den ein Vogel angepickt hat. Danach kommen die Ameisen und machen den Feinschliff, und wie man sieht, tut sich nachher auch noch eine Fliege daran gütlich
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und wer räubert eigentlich meine Haselnusskerne?
Immer am späteren Nachmittag höre ich laute Knackgeräusche oben aus dem Haselstrauch, kann aber nie sehen, wer die verursacht. Das geht schon seit Jahren so.
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und wer räubert eigentlich meine Haselnusskerne?
Immer am späteren Nachmittag höre ich laute Knackgeräusche oben aus dem Haselstrauch, kann aber nie sehen, wer die verursacht. Das geht schon seit Jahren so.
mookse, das könnten eichhörnchen sein. n meinem Buch steht dazu: "großes Loch mit z.T. grobzackigem rand. Mehr aufgebrochenn als aufgenagt."
Bei Mäusen sieht man die Spuren der Nagezähne rundherum
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Hi,
um meine Weintrauben zu schützen habe ich dieses Jahr erstmals ein Vogelschutznetz gespannt. Mit dem Ergebnis: die Verfressenen oder Klugen oder Dreisten kriechen dahinter/darunter und fressen die Trauben trotzdem an - und finden ev. den Ausgang nicht mehr.
Habe schon 2 verzweifelte Stare (noch rechtzeitig) aus dem Netz gefummelt.
So hatte ich mir das nicht gedacht - ich wollte zwar mein Obst schützen aber doch nicht die Vögel umbringen!
Fazit: nie wieder Vogelschutznetz.
lg wanda
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Habe schon 2 verzweifelte Stare (noch rechtzeitig) aus dem Netz gefummelt.
So hatte ich mir das nicht gedacht - ich wollte zwar mein Obst schützen aber doch nicht die Vögel umbringen!
Fazit: nie wieder Vogelschutznetz.
lg wanda
DANKE Wanda :)
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wenn man die richtigen blauen, engmaschigen netze benutzt und sie fachgerecht anbringt, kommt das nicht vor. allerdings funktioniert das nur mit spaliererziehung.
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Hi,
ich habe ein engmaschiges Netz.
Aber es ist nicht möglich - jedenfalls bei den Gegebenheiten hier - das so anzubringen, daß speziell die Stare nicht doch dahinter kriechen können.
Ich müßte es dazu an der Wand festtackern ...
Aber vielleicht funktioniert ja was anderes: "mein" Amselmännchen hat jetzt die Verteidigung "seiner" Beeren übernommen. ;-)
lg wanda
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Hab neulich auf einer Apfelselbstpflückanlage erhebliche Mengen angepickter Äpfel gesehen.
Nachfrage ergab, dass die Äpfel durch Hagel im August angeschlagen waren, weiche Stellen bekommen hatten, diese wurden von den Vögeln weiter "aufgebohrt".
In der Nachbarschaft machen Elstern Obsternten zunichte.....
Landfrau
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Wir ernten auch mit den Vögeln die Weintrauben und Äpfel. Die großen Äpfel sind bei den Vögeln viel mehr beliebt während sie die kleinere Sorte mit den Maden eher verschmähen! :-\
Allerdings hackten sie erst in die Äpfel wenn sie am Boden liegen. Dann schlugen auch die Ameisen zu. Wir haben nun immer welche liegen gelassen und die anderen immer gleich aufgelesen. Allerdings gabs ja vorher Zwetschgen und da waren die Äpfel nicht so interessant. ;)
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Die letzten Äpfel sind geerntet und bis zum bitteren Ende wurde zerstört, zum Schluss sogar die harten Glockenäpfel. Immer nur ein Pick in die Schale und dann die nächste Frucht. Es gab dieses Jahr von allem Obst incl. Walnüssen genau einen einzigen Baum, der nicht geschädigt wurde: Die Quitten.
Was auf dem Boden liegt, ist erst recht innerhalb von Stunden weggepickt. Da wir dieses Jahr auch viele Mäuse haben, wird der Rest über Nacht weggenagt. Von Meisen ist bekannt, dass sie auch sehr gerne auf Boden nach Fallobst picken.
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Gerade beim WDR gefunden: Vögel verscheuchen ;)
Wie man sieht, hat der Mensch ziemlich schlechte Karten.
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Nach dem Frostschaden im Mai gab es dieses Jahr kaum Äpfel, womit sich auch das Thema Pickerei erledigte. Wespenfrass an den Birnen waren zwar ärgerlich, aber 30% Ausfall sind zu vernachlässigen, wenn es sonst 90% ist.
Vor ein paar Tagen fing es aber richtig stark an. Die paar Äpfel, die oben sind und eben reif werden sind wieder mal zu 90% angenagt. Die Fraßspuren sehen aber einfach nicht nach Vogelpickerei aus.
Ein Blick in den Vogelkasten enthüllte andere schwer Verdächtige. Man pennte und steckte den Kopf ins Laub, was allerdings zwecklos ist wenn man einen Wanst mit langem Schwanz hat:
(http://home.arcor.de/cydora/b/bilche.jpg)
Bilche. Siebenschläfer. Eindeutig. A-Hörnchen und B-Hörnchen. Der Bauch ist hell. Schlagartig fiel mir ein, dass ich so einen schon ertrunken im Wassereimer gesehen hatte, da dachte ich noch es wäre eine grosse Mausart. Und einen, der auf dem Feldweg lag.
Als sie richtig wach waren, passste ihnen das helle Licht natürlich nicht, man ergriff die Flucht den nächsten Baumstamm hinauf. Das war leider mein Fuss, den ein Siebenschläfer für einen Baum gehalten hat. Zuviel der Ehre. Danach bin ich mit einem hinten am Hals festgekralltem Bilch über die Wiese gehüpft, runterschlagen wollte ich ihn nicht um ihn nicht zu verletzen. Schliesslich hab ich ihn mitsamt dem T-Shirt abgeschüttelt. Ein interessantes Erlebnis, wahrscheinlich auch für den Bilch, der selten auf rennenden Bäumen reitet.
Dabei merkte ich, wie kräftig und scharf ihre langen Krallen sind, mit denen sie auch ihre Überwinterungshöhlen graben. Und siehe da, auch am angefressenen Obst waren ab und zu Krallenspuren zu sehen:
(http://home.arcor.de/cydora/b/brettacherbisspuren.jpg)
Das passt genau zu der Art, wie sie auf dem Obst sitzen um sich vollzufressen. Oben sitzen und festhalten. Sie fressen reifes Obst, beginnend an den roten Schalenstellen. Nur das Beste.
Sinds mal nicht die Vögel, dann sinds andere Viecher...
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Man kann doch gar nicht anders, als denen zu verzeihen.....
Durch deine Bilder bin ich ins Nachdenken gekommen. Bisher habe ich solche Schäden immer auf die Vögel (auch auf die hier häufigen Sittiche) geschoben, aber nun...
Sind die denn auch in der Großstadt zu finden?
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Es sind Kulturfolger, die bevorzugt in Gärten mit Obst leben. Die Fraßspuren unterscheiden sich deutlich von denen der Vögel, die hatte ich letztes Jahr zur Genüge und kann mit diesem Jahr vergleichen. Vögel hacken, Nagetiere nagen, dazu die Krallenspuren.
Klar sind sie süss, aber ich bin trotzdem sauer, wenn die einzigen paar Äpfel verfault weil angefressen vom Baum fallen. Die Schwaikheimer Rambur wollen sie nicht, aber den danebenstehende Goldparmäne machen sie rücksichtslos nieder. In einigen Regionen des Balkans und Norditalien sollen sie in manchen Jahren als ziemliche Schädlinge auftreten. Selten oder gefährdet sind sie nicht.
Hatte mir für meine Lieblingssorten eine Manschette um den Baum überlegt, aber das hilft wohl nichts. Die Bäume stehen zu dicht und die Viecher hüpfen meterweit von einem Baum zum anderen. Einer ist ja ertrunken, das war in einer schwarzen 90-Liter-Wasserwanne (Gipswanne/Baumarkt). Das Wasser stand hoch. Die restlichen 10cm zum Rand ist er nicht hochgekommen.
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Klar, wenn die Schäden überhandnehmen, wäre ich auch nicht amused.
Ich dachte, die wären im Bestand sehr selten oder auf der Roten Liste.
Den Krallenspuren muß ich mal Beachtung schenken.
Schwaikhaimer konnte ich noch nicht probieren. Aber nachdem was man so liest, kann ich verstehen, daß sie die Goldparmäne vorgezogen haben...Die machen ja keinen Most.
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[--mal mit Staniolstreifen versuchen und alte Cd in den Baumästen aufhängen .aufhängen
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Die schwache Kirschernte dreier Bäume war innerhalb weniger Tage hellrot weg, wie üblich. Vielleicht Vögel? Frühzwetschgen: Vor der Reife komplett weg. Die Früchte lagen auch nicht angefressen unten, sondern waren restlos verschwunden. Das konnten keine Vögel sein. Diebstahl kommt auch nicht in Frage, ohne Leiter nicht zu machen, nicht bei halbreifen Früchten.
Dann wieder im Vogelkasten nachgesehen: Zwei Siebenschläfer drin. Man hatte es sich sehr gemütlich gemacht, dick ausgepolstert mit Fellhaaren. Habe den Kasten zugemacht und sie im nächsten Wald ausgesetzt, 3km entfernt. Sie waren sauer, schauten mich genervt an, wollten auch nicht aus dem Kasten raus. Nix da.
Also gut, wenn sie tagsüber in den Vogelkasten gehen wenn es hell wird, dann nutze ich das aus. In zwei Wochen habe ich fast täglich nachgesehen und sage und schreibe zwölf Bilche drin gefunden, die alle in den Wald umziehen mussten, ihr eigentliches Habitat. Ursprünglich fressen sie Bucheckern. Obst reich eh nicht für den Winterschlaf, sie brauchen Nüsse um fett genug zu werden. Manchmal waren es zwei im Kasten, manchmal einer. Obwohl ich so viele gefangen hatte, gab es wieder massive Fraßschäden am Klarapfel und auch bereits am Jakob Fischer. So fing es jedes Jahr an. Was war da los, ich dachte ich hätte die Viecher abgeräumt?
Der erklärende Überhammer kam vor drei Tagen, als es eine Nacht richtig nass und kühl war: Der Kasten war richtig schwer. Sie summen wie Hornissen, wenn sie gestört werden. Es summte vielstimmig. Habe den Kasten wie er war in den Wald gebracht, aufgemacht und da lagen sie alle: Sechs Siebenschläfer beim gemütlichen Beisammensein. Man hat sich auch wieder ein paar Kirschbaumblätter (der Kasten hängt im Kirschbaum) als Polster mit reingenommen.
(http://home.arcor.de/cydora/b/bilche5.jpg)
Man verzieht sich sauer:
(http://home.arcor.de/cydora/b/flucht2.jpg)
Und so geht es weiter. Gestern den nächsten Siebenschläfer exiliert. Der Nächste ist dann Nr. 20. Die Bestandsdichte ist extrem. Es sind aber nicht die Bilche allein: 90% der Klaräpfel waren zwar mit Nagezähnen angefressen, ein paar waren aber tief verpickt, was nur Vögel schaffen.
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Stark! habe ich noch nie gesehen diese Viecherchen. Gibt es hier vielleicht auch nicht.
Hoffentlich hast Du nun alle ausgesiedelt...
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Die sind niedlich 8) 8) 8)
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Die sind niedlich 8) 8) 8)
Man kann ihnen nichts zuleide tun, selbst wenn es erlaubt wäre. In Süddeutschland sind sie häufig, im Norden weniger. Erklärt hat sich damit auch, wieso die Schäden bei den früheren Sorten so massiv waren und im Oktober plötzlich abgenommen haben. Die Bilche legen sich da zur Ruhe und schnarchen im Winterschlaf.
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Bist du bei der Menge an Siebenschläfern sicher, dass es immer neue sind und die nicht einfach die 3 km zurück wandern? ;D
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Mach den nächsten Aussiedlern mit Farbe einen bunten Kleks auf den Pelz, kannst auch Nummern vergeben 8).
Dann weißt Du sicher ob die drei Km zum auswildern reichen.
Manche Tierchen sind halt sehr heimatverbunden, bei Bienen zum Beispiel gilt diese Distanz als absolute Untergrenze.
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Die 3km sind über 2km Landwirtschaftswüste und 1km Wald, wenn sie wirklich zurückkommen werden sie dafür eine Weile brauchen. Durch offenes Gelände marschieren sie nicht so gerne.
Unterm Strich ist es jedenfalls dasselbe Leid wie die letzten beiden Jahre. Die Klaräpfel sind erntereif und so sehen sie aus, alle Bilder von heute (20.7.2012) morgen:
(http://home.arcor.de/cydora/b/pick1.jpg)
Tolle Ernte... man sieht, dass es unterschiedliche Schädlinge waren:
(http://home.arcor.de/cydora/b/pick2.jpg)
Das hier dürfte wieder ein Bilch gewesen sein:
(http://home.arcor.de/cydora/b/pick3.jpg)
Und Nr. 20 hab ich heute auch geschnappt und exiliert. Nachdem er mich durch Lederhandschuhe hindurch heftig in den Finger gebissen hatte, wutschte er auf mir herum, schaute mir in die Augen und hüpfte dann mit grosser Kraft ins Gebüsch:
(http://home.arcor.de/cydora/b/pick4.jpg)
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Au weia, das ist ein frustrierendes Bild!
Da könnten einem durchaus mörderische Gedanken kommen, seien die Verursacher noch so niedlich....
Man teilt ja gerne, aber es wär schön wenn die lieben Tierchen nicht jede Frucht anbeißen würden um sich dann gleich der Nächsten zuzuwenden.
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Meine Schwester hatte auch mal Siebenschläfer. Zuerst haben sie sie gefangen, in einen etwas entfernteren Wald gefahren und ausgesetzt, sie sind aber wohl wiedergekommen, später sind sie zum Abschießen übergegangen. Das war aber nicht in Deutschland.
Die Tierchen haben die Isolierung unter dem Dach vom Wohnhaus zerstört und dort ihre Nester gebaut.
Du bist nicht zu beneiden, das schaut schlimm aus.
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Nach der Exilierung von Siebenschläfer Nr. 25 war heute der erste Tag, an dem der Vogelkasten leer war. Laut Literatur sollen sie übrigens max. 2km wandern. Sie dürften also nicht zurückgekommen sein.
Die Klaräpfel sind trotzdem in einer einzigen Woche zu 80% verpickt gewesen, heute habe ich alle runtergeholt. Zwei Meter entfernt von mir kamen rotzfrech Kohlmeisen und pickten an den Äpfeln:
(http://home.arcor.de/cydora/b/meisenschaedling.jpg)
Wie vor zwei Jahren läuft parallel die Vernichtung anderer Sorten mit Hochtouren. Birnen alle Sorten, auch die Gräfin von Paris, die noch klein und hart ist, wird erst Ende Oktober reif. Vom Apfel "James Grieve" werde ich trotz starkem Behang wieder nichts ernten, "Jonagold" wird auch schon angegangen. Habe jetzt eine Katzenatrappe aufgestellt, aber das wird wohl so wenig wie die Discokugeln helfen. Bin allmählich ziemlich entmutigt. Jetzt zeigt sich, dass das Problem ein Dauerzustand geworden ist und mit vernünftigem Einsatz nicht zu lösen ist.
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Da war doch bei dir Kultursteppe drumherum. Möglicherweise könnte langfristig die Umpflanzung mit vogel- und insektenfreundlichen Strauch- undd Baumarten den Druck auf die Obstpflanzungen etwas mildern. Das Ergebnis steht natürlich in den Sternen, vor allem wegen der Insellage. Außerdem kostet das Zeit, Geld und Fläche.
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Oh je, bei mir im Dachkasten rumort es schon seit Wochen wieder und gestern nach dem Urlaub habe ich mehrere unreife und schon angefressene Zwetschgen am Boden gefunden. Bei Vogel- oder Wespenfraß wären die wohl kaum tw. mit Ästchen und Blättern vom Baum gefallen. Wespen kommen auch eher später, wenn die Pflaumen reifer sind.
Ich werde wohl auch mal meine Starkästen kontrollieren. Einer hängt auch im Kirschbaum und lag im Frühling auch mal unten....zum Dachkasten gibt es keinen Zugang - aber der Krawall im Dach ist überdeutlich und die krabbeln recht weit ins Dach. Ich hatte ja mal gehofft, dass die Tierchen - wer auch immer es sei - sich wieder verziehen. Aber die halten nicht mal inne, wenn man von unten dagegen pocht. Das geht seit dem letzten Jahr - bin nicht mal sicher, ob es Siebenschläfer sind.
L.G:
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Das klingt sehr nach Marder.
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Der geht dann wahrscheinlich eher auf Kabel als auf Obst - mein Gitarrist hatte schon einen Fall und meinte, es wäre bei mir passiert :-\.
Aber, ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich den vor dort vertreiben kann - habe ja noch nicht einmal das Einschlupfloch gefunden - aber ne Idee, wo es sein könnte und da ist auch im Guten kein Rankommen.
L.G.
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Ich habe dieses Jahr auch erstmals Schäden an dem Obst. Wir wohnen ja im Streuobstwiesenland. Aber warum werden die kleinen harten Birnen angefressen. Sie hatten dieses Jahr das erste Mal Früchte dran. Werde jetzt eine alte Gardine drüber hängen. Noch ist der Baum ja klein.
Wir haben hier auch jedes Jahr viele Siebenschläfer. Bisher konnte ich sie nur an unseren Weintrauben finden. Wir wohnen ja erst 3 Jahre hier und die Siebenschläfer gibt es schon lange. Unsere Katzen haben sie wohl vom Wein verjagt. Übrigens sagt die Literatur das man sie mindest 20 km weit entfernt aussetzen soll um sie los zu werden. Unser Nachbar hat sie auch nur bis in den Wald gebracht. Nächsten Tag waren sie wieder da.
Nur wer in dem großen Haselnusstrauch jeden Tag die Nüsse hackt konnte ich noch nicht entdecken. Das hackt den ganzen Tag ziemlich laut. Also Eichhörnchen sind es nicht.
Also wir haben hier auch jede Menge Raubvögel. Der Bussard und auch der Rote Milan fliegen immerzu über das Gelände.
Die Blaumeise hat den Mirabellenbaum für sich eingenommen. Sie pickt immerzu die Mirabellen an. Warum machen die Vögel das? Es gibt hier so viele andere Nahrungsquellen (Sonnenblumen, Gräser, Insekten) und auch Wasserstellen. Positiv vermerken möchte ich das ich fast keine Läuse und Raupen auf dem Gemüse und den Rosen habe.
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20km Wanderdistanz steht in keinem meiner Bücher, sondern 2km. Agrarwüste oder ein Fluss vermindern diese Distanz noch zusätzlich.
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Hatte heute schon meinen morgendlichen Ärger - vermutlich Siebenschläfer haben meine Hanita-Zwetschge geplündert. Die Pflaumen waren sind noch nicht richtig reif - fast alle von den wenigen, die es sind, liegen unten, angebissen, mit Blättern - als hätten Kinder getobt. Die paar, die noch dran sind, werden auch nicht mehr bis zur Reife halten - die Biester kommen sicher nochmal wieder. Das war ja schon der zweite Überfall.
:-X
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Wenn angebissene Früchte unten liegen, sieh dir mal die Bißspuren genau an. Ob Nagetiere oder Vögel ist ganz gut zu unterschieden.
Bei den Äpfeln und Birnen kam es allerdings auch vor, dass sie vom Siebenschläfer angefressen werden und dann picken noch Vögel rein. Zerstörungen über Nacht sind immer Siebenschläfer, wie ich jetzt gelernt habe. Tagsüber, vor allem am frühen Vormittag schlagen dann die Vögel zu.
Ich hab gestern Siebenschläfer Nr. 25 oder 26 in den Wald gebracht. Stocksauer war er. Mache trollen sich still den Baum hoch, manche zischen und machen einen auf dicke Hose. Meine Mirabellen sind trotzdem schon halbreif komplett weggefressen worden.
Häng doch mal einen alten Vogelkasten mit grossem Einflugloch auf. Lass dich überraschen, wer tagsüber drin schnarcht.
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Wir könnten zwar kaum ländlicher leben, haben aber keine Probleme mit Vogelfraß oder Siebenschläfern 8)
Die klaraäpfel sind alle unversehrt 8)
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Hallo Zwiebelchen,
Das hört sich ja deprimiered an!
Ich habe mal gelesen, dass viele Vögel Obst und Beeren verzehren, um ihren Wasserbedarf zu decken, und dass der Fraß manchmal deutlich zurückginge, wenn man ihnen Wasser anbietet - vielleicht versuchst Du das mal?
Ansonsten fällt mir leider nix ein. Aber schade ist es schon....
Viele Grüße,
Michael
Ich habe dieses Jahr auch erstmals Schäden an dem Obst. Wir wohnen ja im Streuobstwiesenland. Aber warum werden die kleinen harten Birnen angefressen. Sie hatten dieses Jahr das erste Mal Früchte dran. Werde jetzt eine alte Gardine drüber hängen. Noch ist der Baum ja klein.
Wir haben hier auch jedes Jahr viele Siebenschläfer. Bisher konnte ich sie nur an unseren Weintrauben finden. Wir wohnen ja erst 3 Jahre hier und die Siebenschläfer gibt es schon lange. Unsere Katzen haben sie wohl vom Wein verjagt. Übrigens sagt die Literatur das man sie mindest 20 km weit entfernt aussetzen soll um sie los zu werden. Unser Nachbar hat sie auch nur bis in den Wald gebracht. Nächsten Tag waren sie wieder da.
Nur wer in dem großen Haselnusstrauch jeden Tag die Nüsse hackt konnte ich noch nicht entdecken. Das hackt den ganzen Tag ziemlich laut. Also Eichhörnchen sind es nicht.
Also wir haben hier auch jede Menge Raubvögel. Der Bussard und auch der Rote Milan fliegen immerzu über das Gelände.
Die Blaumeise hat den Mirabellenbaum für sich eingenommen. Sie pickt immerzu die Mirabellen an. Warum machen die Vögel das? Es gibt hier so viele andere Nahrungsquellen (Sonnenblumen, Gräser, Insekten) und auch Wasserstellen. Positiv vermerken möchte ich das ich fast keine Läuse und Raupen auf dem Gemüse und den Rosen habe.
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Das mit dem Wasserbedarf ist ein hundertprozentiges Märchen, das sich irgendwann mal jemand ausgedacht hat weil er nach einer Begründung suchte, wieso die "armen" Tiere zu vernichtenden Schädlingen werden.
Wie schon weiter oben im Thread: just neben meinen Bäumen mit zerstörten Früchten plätschert ein Bächlein vorbei. Mit herrlichen flachen Zonen, an denen jedes Tier nach Herzenslust trinken kann.
Was passiert, ist genau das Gegenteil: Das Bächlein zieht Vögel an, die bei dieser Gelegenheit gleich noch nach Herzenslust in meinen Äpfeln picken und zwar gründlich. Oben auf der trockenen Hochfläche bei der Apfelplantage sind keine Schäden.
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Habe alle Kästen kontrolliert - nix drin. Es werden schon die sein, die bei mir im Dachkasten hausen.
Jedenfalls haben sie bis auf drei Früchte, an die sie offenbar nicht rankommen, alles abgefressen - und immer nachts. Im nächsten Jahr bastel ich mir so einen Schutz für den Stamm, aus Hartplaste - an dem sie nicht hochklettern können - hoffe ich jedenfalls. Für diese Baumschutzrollen ist der Stamm schon zu dick.
L.G.
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Hmm, traurige Bilder, da hilft wohl nur alles mit Netzen abzudecken. :-\
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Stand der Dinge 15.8.2012:
Birne Frühe von Trevoux 100% Schaden (erst kurz vor der Reife)
Birne Williams 100% Schaden
Birne Conference 80% Schaden (Reife erst in 6-8 Wochen, Früchte werden in kurzer Zeit total verpickt)
Birne Gräfin von Paris 20% Schaden (Reife in 2 Monaten)
Birne Alexander Lukas (noch) kein Schaden
Birne Stuttgarter Geisshirtle (noch) kein Schaden
Nashibirne 100% Schaden (in vier Jahren noch keine einzige Frucht reif geworden)
Birne Boscs Flaschenbirne 50% Schaden (Reife in einigen Wochen, angepickte Früchte werden nicht weiter gefressen)
Klarapfel 80% Schaden (Riesenernte, durch die schiere Masse sind einige Äpfel unbeschädigt übrig geblieben)
Jakob Fischer 90% Schaden (Rest unreif geerntet, in vier Jahren vielleicht 10 reife Früchte übriggeblieben)
James Grieve 50% Schaden (Reife in einigen Wochen)
Meine Jakob Fischer:
(http://home.arcor.de/cydora/b/jakobfischer.jpg)
Mit den Jahren schälen sich einige Beobachtungen heraus:
- Hauptschädling im Sommer für Steinobst waren Bilche - Frühzwetschgen und Kirschen bäumeweise total abgeerntet, auch an frühe Apfelsorten gehen sie. Mittlerweile habe ich 28 Tiere exiliert. Hauptschädling ab Sommer sind Meisen, vorrangig Blaumeisen. Mit einer Schadwirkung, dass man ohne zu übertreiben von einer massenhaften Dauer-Rattenplage aus der Luft sprechen muss. Die Birnen erleben mal sehr schlimme Jahre, mal schlimme Jahre, aber jedes Jahr massive Schäden.
- Fruchtfärbung ist zweitrangig. In rote Apfelbacken wird etwas häufiger gepickt, aber rote Sorten sind nicht häufiger befallen.
- Wassermangel ist irrelevant.
- Süsse der Früchte ist irrelevant. Total unreifes Obst wird ebenso vernichtet.
- Madenbefall ist irrelevant. Die Vogelratten suchen nicht nach Obstmaden. Verpickt werden am liebsten die schönsten Früchte.
- Hochrelevant ist die Konsistenz der Fruchtfleischs. Weiche Früchte werden durchweg zerstört, egal in welchem Reifestadium. Steinfrüchtige Birnen werden z.B. auch an ansonsten verpickten Bäumen gemieden. Einmal reingehackt und dann nicht mehr.
- Spiegelelemente, CDs, Lärmmacher bewirken nichts. Katzenatrappen muss ich noch abwarten.
Vorgestern stand ich unter einer Conference-Birne und habe noch ein paar Spiegelkugeln reingehängt - oben flogen unbekümmert Blaumeisen in die Krone und fingen an zu picken. Keine zwei Meter von mir entfernt, direkt vor mir.
Im Prinzip kann ich aufgeben. Wozu schneiden, mähen, hegen wenn Vogelhiebe alles vernichten? Hochstämme kann man nicht per Netz schützen. Ein paar Spielereien probiere ich noch, um Erfahrungen zu sammeln. Im Winter kommt z.B. ein Raubvogelnistkorb auf einen grossen Baum.
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Ist dieses Verhalten von Meisen denn allgemein bekannt oder auch irgendwo mal beschrieben worden?
Mir ist das jedenfalls neu und habe es noch nicht beobachtet, obwohl ich regelmäßig Meisen sehe.
Wenn es denn nicht zum üblichen Verhaltensrepertoire der Meisen gehört so stellt sich die Frage, warum das auf Cydorians Grundstück so ausgeprägt auftritt. Eine plausible Antwort fällt mir nicht ein.
Könnte es Teilpopulationen geben, die sich diesen "Tick" angewöhnt haben?
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Die ersten Berichte tauchen ab etwa 2004 auf, in denen berichtet wird dass "in letzter Zeit Schänden durch Meisen" beobachtet wurden. Dass sie auch Obst fressen, ist immer schon bekannt. Beispiel
Etwa ab 2010 häufen sich die Berichte von angepickten Birnen und auch anderem Obst. Das Verhalten breitet sich aus.
Meine Baumwiese ist wie gesagt ein gut strukturierter 50m breiter Streifen mit Bäumen, Gebüsch, der sich entlang eines episodisch Wasser führenden Bachs durch eine Agrarwüste zieht. Agrarwüste heisst Wüste: Apfelplantagen mit starkem Pflanzenschutzmitteleinsatz ohne Unterwuchs (Glyphosat-Dauereinsatz), Mais, Zuckerrüben, keine Hecke, radikale Flurbereinigung, Betonwege.
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Vielleicht ist dies eine Erklärung? So richtig nett scheint es nur bei Dir zu sein und die Meisen, die sich sonst verteilen, sammeln sich bei Dir?.
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ein moderator sollte ja schon wissen, wie das geht: url schön verlinken... 8)
[size=0]ellenlange links, einfach so in einen post kopiert, zerschießen das layout und erschweren das lesen, jedenfalls auf mobilen geräten wie meinem eifon. ::) ;) [/size]
bei mir zerpicken nicht meisen, sondern spatzen in großen schwärmen die noch unreifen, aber bereits gefärbten blauen trauben. es sieht genau so aus, wie übelster wespenbefall, wenn die trauben genug zucker haben - nur dass die jetzt noch sauer sind. der schwarm fliegt immer zwischen sonnenblumen und reben hin und her, allerdings dürften sie nicht mehr lange flugfähig sein, die fettgefressenen biester. :P >:(
in einer kleingärtnigazette las ich, dass das aufstellen von vogeltränken das verpicken deutlich mindern soll, weil die vögel nur versuchen würden, mangels anderer angebote mit dem saft der verpickten früchte flüssigkeit aufzunehmen - das würde auch bei mir passen: erst fressen die spatzen fettreiche samen und dann, quasi zum runterspülen, frischen traubensaft. in meinem garten gibt es zwar vogeltränken, die sind aber wohl zu sehr zugewuchert und daher unattraktiv (potentiell gefährlich)... :-\
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Lies mal die Postings vorher. 5m neben den Birnbäumen fliesst fast immer ein Bächlein.
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das heißt ja nicht zwangsläufig, dass es für die meisen komfortabel oder attraktiv ist, daraus zu trinken: gibt es anlandestellen? flache ruhigwasserbereiche? offene sicht für trinkende/badende vögel? im reißenden bächlein, womöglich kanalisiert, dürfte es eine meise schwer haben.
[size=0]danke! :) [/size]
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Wie bereits weiter oben erwähnt, gibt es das alles. Flaches Wasser, Sand, Kiesel, mal tief eingegraben, mal flach oben, mal stehend, mal plätschernd, offene Zonen, verbuschte Zonen. Libellen, Insekten. Die Annahme, die Meisen würden aus Wassermangel das Obst vernichten, ist ein Märchen. Es kann nicht sein, dass massenhaft unreife Birnen oder Äpfel (James Grieve z.B. 2 Monate vor der Reife) zerstört werden, während direkt daneben allerbeste Trinkgelegenheiten herrschen. Unreifes Obst ist nicht mal saftreich.
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dann muss ich passen: bei meinen spatzen dagegen könnte es der grund/ein faktor sein. du erlebst offenbar eine artspezifische (hoffentlich lokale) fruktoraptorengenese... :-\
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Hallo.
Dieses Jahr hatte ich erstmals ein massives Problem mit einem Schwarm Wacholderdrosseln die sich im Juni hier niederliessen. Die habe ich zum ersten Mal hier gesehen.
Zuerst wurden über Nacht die Felsenbirnen komplett abgeernet. Ich hatte mir dabei aber noch nichts gedacht und hoffte auf die Ernte von Stachelbeeren, schwarze Johannisbeere und Aroniabeeren. Leider wurden dann auch die Stachelbeeren und die Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren praktisch von einem Tag auf den anderen komplett leergemacht. Sauerkirschen auch komplett leergemacht.
Als ich das mitbekommen hatte, artete dies in einer Wetternterei mit den Vögeln aus.
Ich ernete möglichst an einem Tag alles ab, damit überhaupt noch was von den Früchten verwertet werden konnte. Klar, mir blieben die bersonders unzugänglichen und stacheligen Bereiche übrig, die für die Vögel unbequem waren.
Ich hoffte nun auf die Aroniabeeren, da diese etwas saurer und bitterer sind als anderes Frischobst.
Nichts da. Innerhalb von 2 Tagen war die Ernte komplett vernichtet.
Danach wurde von unseren Kindern 2 tote aufgeplatzte Drosseln auf dem Gehweg angrenzend an die Aroniasträucher und eine am Gartenzaun gesichtet.
Ich habe mir die Vögel angesehen, ich vermute dass sie Katzen zum Opfer gefallen waren. Die Katzen hatten wohl die Brust aufgenagt und nur die Innereien gefressen.
Könnte es sein, dass die Vögel so vollgefressen waren, dass sie leichte Beute für Katzen geworden waren ?
Hier sind auch sehr viele Spatzen und Meisen. Auch mal einzelne Amseln. Ich habe mit diesen seltsamerweise keine Probleme, meine Beobachtungen waren, dass diese sich hier hauptsächlich von Insekten ernähren oder nur wenig, tolerierbare Mengen abernten.
An den Äpfeln machen die Vögel bei mir keine Probleme.
Verm. ausschlaggebend war hier wohl der Reifezeitpunkt der meisten roten Beeren im Juni /Juli was mit dem zufälligen Stop der Drosseln einherging.
Noch zu den Äpfeln: hier in der Umgebung gibt es sehr viel Streuobst und Wildkirschen, die keiner erntet. Teilweise alte Äpfelbäume mit hervorragendem Obst. Da sich keiner die Mühe macht diese abzuernten, bleibt alles hängen. Viele Klaräpfel und tolles Mostobst. An vielen Wanderwegen stehen verwilderte Mirabellen und Zwetschen. Mitten im Ort steht an der Kirche eine gelbe Rundpflaume mit leckeren honigsüssen Früchten, die keiner beerntet. Hiesige Vögel und auch Wespen fressen sich daran satt.
Ich denke dass ausserhalb des Ortes in der Umgebung mehr Obst zu finden ist und dass über einen längeren Reifezeitraum, angefangen von den Wildkirschen und Kirschpflaumen und zum Ende hin mit den späten Äpfeln, als die Vögel u.a. Tiere überhaupt bewältigen können. Deswegen hier vergleichsweise geringe Schäden.
Gruss
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Wir haben dieses Jahr sehr wenige Pflaumen und kaum Mirabellen. Das hatte zur Folge, dass die Vögel, vorwiegend Amseln, die noch unreifen Pflaumen geerntet haben, sämtliche wenige Mirabellen, bei den großen blauen Pflaumen haben wir um die Wette geerntet. An Äpfel gehen sie weniger. Kirschen waren so wenige und ganz oben, die habe ich ihnen völlig überlassen. Ebenso Johannisbeeren, waren auch nur wenige. Der Winter war deutlich zu merken.
Wir haben keine Agrarwüste, aber dieses Jahr sehr viele Amseln.
Die Meisen würden vielleicht an Meisenknödel gehen anstatt an Äpfel, wenn man welche aufhängen würde?
Vögel haben wir in diesem Jahr im Gegensatz zu anderen Tieren sehr sehr viele. Die Meisen tummeln sich in der Kastanie und fressen Miniermottenraupen usw.
Vielleicht sollte man auf der Obstwiese eine Kastanie pflanzen?
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Die Meisen würden vielleicht an Meisenknödel gehen anstatt an Äpfel, wenn man welche aufhängen würde?
Mit Zusatzfütterung würden sie sich allerdings auch noch stärker vermehren. Futtermangel ist wie Wassermangel als Zerstörungsgrund nicht ganz logisch: Der Nährwert von Früchten Monate vor der Reife liegt nahe Null. Dazu noch die umliegenden Mais- und Getreidefelder, auch der reife Raps mit seinem fetten, ölhaltigen Samen stand noch bis vor wenigen Wochen, als sie zum Beispiel die Klaräpfel vernichtet haben und mit den Birnen begonnen?
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Vielleicht geht es den Meisen um die Form? Ich würde dies aus reiner Neugier vermutlich testen.
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Hallo,
ich glaube, dass sich bei den verschiedenen Vogelpopulationen verschiedene Traditionen gebildet haben, oder wie ist es sonst zu erklären, dass die Vögel in meinem Garten die Johannisbeeren (schwarz und rot) verschonen und in anderen Gärten vollständig abernten. Felsenbirnen und und eine große dunkle Knorpelkirsche nehmen die Vögel sehr gerne, während die direkt daneben stehende Süßweichsel verschont wird. Von den Äpfeln picken die Vögel bei mir am liebsten die abgefallenen (evt. schon angefaulten) an und verschonen die am Baum. Gartenheidelbeeren sind bei uns nur hinter Netz und Gitter zu halten, sonst gehören sie komplett den Amseln.
Grüße aus dem Bayerwald Heini
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Ich habe mal ein wenig gegoogelt aber auf deutschen Seiten findet man kaum etwas zu dem Thema.
Habe mal eingegeben "bird damage on fruit crops" da gibt es auf englischsprachigen Seiten schon einiges mehr. In Australien wurde staatlich ein Handbuch entwickelt zum downloden. Da werden einheimische und eingeschleppte Vögel deren Verhalten und die Schadbilder beschrieben, das Pro und Contra von verschiedenen Methoden, wie Böller, Repellents, Abschreckmassnahmen usw.
Auf einer englischen Seite wird eine Methode angewendet, sich von Jägern tote Krähen zu besorgen und diese in die Bäume zu hängen oder aufgespannte Netze usw., oder das Aufhängen von aufgeblasenen Bällen mit übergrossen Augen, die an Eulengesichter erinnern. Hier mal der Link ( ich kann nicht gut verlinken, man möge mir es nachsehen ):http://extension.unh.edu/agric/Docs/birdpub2010reduced.pdf
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Hallo!
Die Johannisbeeren sind dieses Jahr zum Teil komplett den Spatzen zum Opfer gefallen.
Die im diesem Jahr gepflanzten Johannisbeeren wollte ich ernten und am nächsten Tag waren 90% der Beeren weg.
2 andere Büsche, die am anderen ende vom Grundstück stehen, wurden auch Opfer der Spatzen. 2 andere Büsche konnten wir noch abernten.
Ich hatte Eisbergsalat im G-haus vorgezogen ... 100% Opfer der Spatzen
Selbst Pflanzen im Topf, die ich in beim Tabak untergestellt hatte wurden abgefressen.
Asia Salate mögen die Spatzen eher nicht.
Alle Saaten im Garten werden von den Spatzen genau beobachtet und dann akribisch wieder ausgegraben.. ;D
Was die Spatzen nicht fressen holen die Mäuse.
So bleibt nur: genug in Balkonkästen mit Draht abgedeckt vorziehen und dann hoffen, das irgendwas zu ernten übrig bleibt.
Wir haben eigentlich eine "Ablenkfütterung" für Spatzen bei den Hühnern, aber vlt könnte eine Vogeltränke Abhilfe schaffen.
Letztes Jahr haben 2 Katzen die jungen Spatzen noch gejagt und gefressen.
letzten Winter ist eine Katze mit 20 jahren gestorben und die andere Katze ist jetzt 21 Jahre und hat beschlossen in Rente zu gehen.
Selbst die Mäuse aus den Lebendfallen fängt sie nicht mehr.
Die Spatzenbrut ist wohl zu 100% durchgekommen.
na egal. da wir hier, trotzt Wald und Feldlage ohne Chemie sehr wenig andere Singvögel haben sollen die Spatzen leben.
Der Sperber braucht auch was zu fressen.
Mäuse werden im Gewächshaus und Futterkammer und Haus gnadenlos bejagt. Pro Tag ca 5 Stück in den Lebendfallen und 1-2 pro Tag im Gänsebadebottich ersoffen.
Pflaumen haben wir dieses Jahr keine, keine Kirschen, keine Birnen, nur ein 2 Bäume tragen Äpfel. War während der Blüte zu kalt und zu nass.
Die Stare und Amseln picken aber auch Äpfel an, die am Boden liegen. Am Baum sind keine Schäden zu sehen.
Das geht erst los, wenn die Äpfel reif werden. Wespen aller Art und Hornissen.
Da dieses Jahr keine Pflaumen da sind, werden die sich wohl an den Äpfeln vergreifen.
Letztes Jahr im Herbst kam ein riesiger Schwarm Stare und fiel über den Wein am Haus her. Nach 15 min war die Ernte beendet und die Bande zog weiter.
Ja, Natur kann grausam sein .. ;D
Die Vogeltränke werde ich mal ausprobieren, also mitten in die Beete gestellte.
OT: Es gibt eine Studie an der UNI Leipzig über glyposat.
Das Zeugs soll die Laktobakterien hemmen und andere , nicht so erwünschte Bakterien dadurch fördern, was bei Mensch und Tier zu Krankheiten führen kann.
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Schau mal hier:
http://www.omafra.gov.on.ca/english/engineer/facts/98-035.htm
Die Seite ist auf Englisch, hoffe es ist kein Problem.
Es geht zwar um Rebanbau aber was da Grundsätzliches über das Verhalten der Vögel im Allgemeinen steht, finde ich interessant und kann evtl weitere Denkansätze liefern, wie man sie verscheuchen kann.
Zur Info und entgegen der landläufigen Gerüchte steht da übrigens unter anderem, daß Vögel gerne mal trinken, während sie essen. Daß also die Anwesenheit einer Wasserquelle in der Nähe die Ankunft der Vögel direkt begünstigt. Und wir Menschen machen es schließlich ja auch nicht anders. Auf dem Tisch gibt's nicht nur den Braten, sondern i.d.R. auch eine Wasserflasche.
Und es steht noch, daß die Vögel Schreie ausstoßen, die ihre Artgenossen anlocken. Und das ist meines Erachtens genau dein Problem, in Anbetracht deiner Agrarwüste. Die anderen Vögel, die angelockt werden, haben keine weiteren Verlockungen und versammeln sich alle bei dir, das ist völlig klar. Und das entspricht genau meiner Erfahrung mit Agrarwüsten.
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Daß also die Anwesenheit einer Wasserquelle in der Nähe die Ankunft der Vögel direkt begünstigt.
Das Gefühl hatte ich auch, aber mir fehlten beweisbare Zusammenhänge. Letztes Jahr liess die Vernichtung nämlich sogar nach, als das Gewässer mal im Spätsommer austrocknete. Und deine Aussagen zu den Agrarwüsten könnten ebenfalls ins Schwarze treffen.
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Wir wohnen ja erst seit 3 Jahren hier. Bis auf die wenigen Obstbäume gab es hier nur Wiese und weiter weg auch ein paar Felde und Streuobstwiesen und Wald.
Wir sind im März eingezogen und im ersten Jahr gab es sehr viel Obst und Nüsse. Kaum irgendwelche Schäden durch die Vögel.
Nun ist der große Garten bewirtschaftet. Es gibt sehr viele Beerensträucher, Gemüse und Blumen. Die Vogelschar wurde immer zahlreicher. Es gibt Vogeltränken. Aber mit der Vielzahl der Vögel traten die Schäden auf. Die Blaumeisen haben die Mirabellen und Renekloden für sich entdeckt und die Spechte die Haselnüsse. Die Bäume standen aber auch schon vorher hier.
Die Amseln sind jetzt öfters an den roten Brombeeren zu finden. Andere Beerensträucher sind noch nicht abgefressen.
Am Rand des Gartens steht dieses Jahr eine große Sonnenblumenanpflanzung. Sie wird tüchtig abgeerntet.
Erfreulicherweise will ich aber auch bemerken dass ich kaum Schäden durch Läuse und andere Insekten an Bäumen und am Gemüse habe.
Auch sind die Vogeltränken sehr gut besucht.
Vielleicht sollte man doch nur Wiese lassen? :(
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Mein Bauch sagt mir, daß deine ökologisch diversifizierte/heterogene und sicher wunderschöne Insel inmitten der industrialisierten und flurbereinigten Ödnis die Vogelscharen und Bilche geradzu magisch anzieht. Mit allen für uns Menschen und das Obst negativen Aspekten.
Wäre es drumherum nicht gar so schlimm, wäre es bei dir wohl auch etwas besser.
Aber: Es ist nur ein Gefühl.
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Die Insel darf die Tiere gerne anziehen, wenn mir ein paar Früchte bleiben würden. Leider führt es zu noch mehr Ungleichgewicht, denn die Räuber wie Sperber und Eulen sind nicht in gleichem Masse da, denen ist die Insel zu klein.
Die Birnenernte ist beendet. "Conference" ist jetzt, drei Wochen vor der Reife, zu 100% abgeräumt. Nicht durch mich, sondern durch die Meisen, die ihre Vernichtungsraserei sogar noch gesteigert haben. Sie picken da oben ungerührt, auch wenn ich drunter stehe. Auch direkt vor den Katzensilhouetten. Der einzige, der drauf reinfällt bin ich selber. "Nanu, da sitzt ja eine Katze oben" dachte ich, als ich mal kurz verdrängt habe dass ich die Dinger da plaziert habe.
(http://home.arcor.de/cydora/b/katze.jpg)
Und direkt daneben wird gepickt. Die eine gut aussende Birne im Bild ist von der anderen Seite her längst ausgehölt.
(http://home.arcor.de/cydora/b/meisenratte.jpg)
Unterm Baum das übliche Bild:
(http://home.arcor.de/cydora/b/kaputteconference.jpg)
Das waren 2x50kg Birnen, die da mal eben so von den gefiederten Ratten erneut zerstört worden sind. Ein interessanter anderer Aspekt hat sich auch noch ergeben: Nebenan auf einem wildgefallenen Grundstück wachsen auf 100qm ehemalige Unterlagsreben und Weinwildlinge, da hängen tausende blauer Weintrauben in Büschen und Bäumen. Sie schmecken jetzt süss, aber die Meisen interessiert das nicht die Bohne. Auch nicht die roten Weissdornbeeren, Myrobalane. Vernichtungsziel bleiben unbeirrt meine Birnen. So siehts da an allen Bäumen aus:
(http://home.arcor.de/cydora/b/weinwildling.jpg)
Interessiert die nicht.
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Schon komisch, aber die Birnen scheinen sehr gut zu schmecken. :-X Vielleicht helfen nächstes Jahr Netze. Die haben wir über unsere Weintrauben am Haus gehängt. (Wespennetze, da haben die Amseln aufgegeben.)
Im Garten haben wir uralte Weintrauben die sich auch in den Bäumen tummeln. Die bleiben ewig hängen um dann, fast in einem Tag praktisch alle ratzebutz aufgefressen zu werden! Die Tiere warten auf den idealen Zeitpunkt mit der Ernte. Schon 2 Jahre das selbe Schauspiel. Wir lassen sie ihnen und auch in der Wildecke am Totholzhaufen. Unsere 60 Weinstöcke in der Nähe werden wir sicher ab nächstes Jahr schützen, dann werden sie hoffentlich das erste Mal richtig tragen.
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Oh je, das liest sich ja schrecklich!
Hier ist es glücklicherweise nicht so schlimm, aber sicher auch da wir ineiner ausgesprochenen Obstgegend wohnen - soviel kann kein Vogel vertilgen! An Zwetschgen gingen die Meisen nur wenn sie schon überreif waren, bei den wenigen Kirschen waren ein paar angepickt, aber schlimm war es nicht. Total wild waren die Meisen auf den Holler am Haus, da waren teils zehn Blaumeisen gleichzeitig am Fressen. Das macht uns aber nix, denn Hollerbeeren verwenden wir nicht.
Spatzen hat es hier auch reichlich, sie haben im Frühjahr auch mal am Salat geknabbert, aber seit die Beete sehr dicht bewachsen sind kommen sie nicht mehr. Damals blieben übrigens die roten Salate, auch roteer Kopfsalat, komplett verschont während dei grünen schon zerpickte Blattränder hatten.
Eine schöne Vogeltränke steht hie übrigens mitten im Garten und wrid auch gern angenommen.
Mitleidige Grüße an alle vogelbefressenen,
Michael
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Netze bei grossen Bäumen sind etwas schwierig, vom Hubschrauber aus abgeworfen würde es aber gehen :-) Vorsicht: Bei Meisen darf das Netz höchstens 2x2cm Maschenweite haben, die meisten besseren Vogelschutznetze sind gegen Amseln & Co und weitmaschiger. Die billigen Baumarktnetze haben zwar 1x1cm, zerreissen aber sehr leicht.
Da Fraßverhalten orientiert sich bei mir nicht am Reifezustand, sondern mehr an Konsistenz. Bei den Weintrauben ist es auch so, dass es plötzlich anfängt, aber dann werden unreife Trauben genauso weggefressen.
Die Ernte von "Rebella" ist jetzt auch beendet. Wäre der Erstertrag mit ca. 50 Äpfeln gewesen. Wenige Wochen vor der Reife haben die Vogelratten alles zerstört. Interessant ist diesmal, dass die Äpfel eigentlich sehr hart sind. Die Meisen haben dann auch nur die wenigsten Früchte stark verpickt. Stattdessen haben die Schädlinge immer von oben einmal den Schnabel reingerammt und es dann sein lassen. Der Apfel fault anschliessend natürlich trotzdem.
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Netze sind sicher nur für kleinere Bäume interessant. Würde Wespenschutznetze empfehlen, denn da verheddern sich die Tiere nicht. In manchen Gegenden gibt es so Klapperräder.
Unsere Nachbarin hängt immer CDs in die Bäume. Allerdings sind hier die Vögel eh nicht so daß sie alle Äpfel anpicken. Lasse immer ein bis zwei Äpfel unten liegen und den Rest der Falläpfel sammeln wir ein. Die Äpfel die noch an den Bäumen hängen sind okay.
Jeden Morgen sammeln sich nun die Stare bei uns in den Bäumen, aber bisher hängen die Trauben noch. Eines Tages sind dann alle Trauben weg, auch die unreifen.
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Hier ist es immer unterschiedlich, von Jahr zu Jahr.
Vorletztes Jahr haben die Wacholderdrosseln viel geholt, trotz Netzen fast alle Johannisbeeren und wirklich alle dornenlosen Brombeeren, letztes Jahr hatten wir auch ohne Netze viele Johannisbeeren und Blaubeeren, aber wieder keine Brombeeren. Dieses Jahr fressen die Amseln, die schon seit Jahren im Garten sind (erkennbare Einzelindividuen) einfach alles, ich hatte wieder keine Johannisbeeren (an einem Tag sind noch alle da, am nächsten Tag sind wirklich alle verschwunden), schon mitten im Sommer haben sie die Ebereschen ratzeputz abgeerntet, die Rotschwänzchen sind für den Traubenholunder zuständig, beim normalen Holunder könnte ich eh nur grüne Beeren erntet, die schwarzen werden rechtzeit weggepickt. Blaubeeren haben wir, nachdem plötzlich die Hälfte der beeren verschwunden war, wie Fort Knox gesichert, bei einem Strauch hats geholfen, in den anderen sind von unten die Mäuse rein und haben alles weggeholt (die Erbsen haben sie auch komplett geerntet >:( ).
Jetzt schwenken gerade alle auf die Brombeeren um.
Meine ersten Birnen und Zwetschgen haben bisher immer die Wespen gefressen, dieses Jahr hab ich um alle Vliessäckchen gebunden (Tomatenverhüterlis), bei einer überschaubaren Anzahl noch machbar. Über CD´s und orangene, klappernde Eimer, Metallstreifen und Windräder (alles schon probiert) in den Sträuchern lachen die Vögel hier bei mir nur.
Tja, selber schuld, im Winter fütter ich sie ja auch alle durch...
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Das wird mich auch bald betreffen!
Ich hab' ne saublöde Idee - Feuer!
Würde eine Laterne (Kerze/Öllicht wie Friedhof) im Geäst helfen?
Was Anderes - warum picken die Vögel unser Obst weg?
Weil da Vitamine, irgendwelche Inhaltsstoffe drin sind, die sie brauchen.
Wenn man ihnen nun diese Vitamine in der Vogeltränke gäbe? Vitamintabletten im Wasser auflösen?
Noch blöder, ich weiß!
Hat mal jemand einen kleinen Radio im Baum aufgehängt (Rockmusik soll für Tier und Mensch schädlich sein, Bayern 3 vielleicht tödlich?).
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Noch 'ne Schnapsidee:
Baldriantee.
Hab mal zum Spaß einen Liter im Garten ausgeschüttet, die Katzen kamen zu Hauf!
Vielleicht ein Duftsäckchen Baldrianwurzeln in den Baum gehängt? Und eine Duftspur aus Tee ins Geäst gelegt.
Möglicherweise brauchst du dann keine Atrappen mehr...
In der Nachbarschaft gibt's auch auch reichlich Katzen.
Buttersäure soll Wühlmäuse vertreiben (und Katzen).
Falls es sowieso keine Katzen gibt, vielleicht vertreibt ein Lappen mit Buttersäure die Vögel und Bilche?
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Lass es sein. Die Vögel fressen die Früchte, weil sie ihnen schmecken. Sie werden sich kaum dauerhaft vertreiben lassen.
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Bei meinen Schäden spielt der Geschmack keinerlei Rolle. Das zeigt sich an vielen Beispielen, nicht nur am Obst. So hatten wir letztes Jahr von einer Renovierung her ein offenes Stück Polystyrol an einer Fensterlaibung. Sofort kamen Blaumeisen, krallten sich halsbrecherisch auf vertikaler Fläche fest und pickten hinein. Dann wurde das zugemacht. Exakt an diese Stelle kommen nun nach einem Jahr immer noch Meisen, suchen, blicken auf die nun zugespachtelte Stelle, kommen aber nicht mehr ran. Die Vögel haben ein sehr gutes Gedächtnis.
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Das Polystyrol brauchen sie vielleicht zum Nestbau. Bei uns kamen die Meisen ins Schlafzimmer geflogen und zupften am Bettvorleger die Haare aus - die geben dem Nest so einen luxuriösen touch.
Ich hab mir eine Laterne gekauft, diese Nacht stelle ich die unter den Baum wegen Frostgefahr (meine Idee ist den laminaren Kaltluftstrom aus der Höhe durch Turbulenzen zu stören - wenn's nicht klappt wird's auch nicht schaden).
Aber zur Erntezeit werde ich die in den Kirschbaum hängen. Der steht keine 6 m vom Starenkasten an Nachbar's Haus. Steckt der Star seinen Kopf aus dem Bau und schaut nach links, wachsen ihm quasi die Kirschen in den Schnabel.
Fraglich ist, ob Vögel Infrarotstrahlung gut wahrnehmen können. Dann würden sie die Flamme vielleicht als etwas "lebendes" wahrnehmen und den Baum meiden.
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Das Polystyrol brauchen sie vielleicht zum Nestbau.
Ganz sicher nicht. Ausser, Meisen bauen neuerdings mitten in Spätherbst und Winter ihr Nest.
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Same procedure as every year:
(http://home.arcor.de/cydora/b/birnenpickerei.jpg)
Williams (dieses Jahr noch lange nicht reif), Conference, hart, grün, sauer, ohne Nährwert - aber angepickt. Es hat sich dieses Jahr auch aufs Hausgrundstück ausgeweitet und verbreitet sich offenbar weiter. Gestern konnte ich live zusehen, wie im strömenden Dauerregen Meisen in den Baum geflogen sind und einfach lospickten. Sie liessen sich kaum verjagen (zwei Meter davor klatschen und fuchteln nutzt nichts) und wenn doch, kamen sie bald zurück. Heute kommen die Wespen und erweitern die Fraßstellen sofort.
Auf der Obstwiese erinnere ich mich, dass die Schäden der vergangenen Jahre nach Regenphasen besonders stark aussahen. Das scheint diese Ratten besonders zu animieren. Es würde mich nicht wundern, wenn das auch bei Obstbauern zunehmend ein Thema wird.
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Bei mir haben das die Meisen im vergangenen Jahr mit den Walnüssen gemacht. Die haben die unreifen Nüsse aufgepickt und ausgehöhlt. Mehrere Meisen, jeden Tag - das war ein Schlag ins Nusskontor - mein Baum ist nicht sehr groß.
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seid ihr sicher,daß das die meisen waren?
überall wirbt man damit meisenkästen aufzuhängen.auch bei bund-lemgo!
habe selber 5 stück gebastelt und direckt in die bäume gehängt! hatte noch keine probleme mit den vögeln.die angewurmten früchte,dieses jahr extrem,vorallem am stiel und an der blüte werden schön mal angepickt aber um den wurm zu holen!
meisen fressen meines wissens schädlinge.die wachholder drossel,die frisst obst aller art!oft sitzen an den angepickten früchten dann allerlei insekten,welche dann von den meisen aufgepickt werden und so zu unrecht beschuldigt werden!!
ähnlich beim kopfsalat und den spatzen!!
oder liege ich hier falsch?
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Es sind definitiv Meisen, weiter vorn habe ich ein Foto davon veröffentlicht, man kann hier vom Fenster aus zusehen wie sie die Birnen vernichten. Wieso eine derart massenhaft auftretende Art noch gefördert werden soll, erschliesst sich nicht. Sie sind ein Riesenproblem, Ratten der Luft.
Die Birnen sind auch nicht angewurmt. Es sind einfach alle Früchte, die bequem zu erreichen sind. Grosse, Kleine, Schorfige, Schöne, alles. Hatten wir im Thread auch alles schon.
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Na als Ratten würde ich die süßen Kleinen aber nun auch nicht bezeichnen. Die fressen schon in erster Linie Insekten - aber vielleicht gibt es jetzt nicht genug, wegen irgendwelcher Wetterunbillen. Das mit den Nüssen hat mich ja auch gewundert, aber da haben sie noch Fett und so - und ich habe sie auch dabei beobachtet. Richtig laut war das - hätte ich zuvor nur Spechten zugetraut.
In diesem Jahr haben die Walnüsse mal wieder ne Krankheit, solche schwarzen Flecke auf der Schale. Die werden vor der Reife abfallen.
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Unreife, hartsaure Birnen haben keinen Nähwert für Kleinvögel. Ob Walnüsse so lange vor der Reife einen haben, glaube ich auch nicht. Tiere grösser als Insekten gehen da nicht ran. Im Gegenteil, hinfliegen und loshacken kostet zusätzlich Energie.
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Es war schon kurz vor der Ernte, ab September oder so.
L.G.
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... die süßen Kleinen ...
???
hast du irgendwie überlesen, dass die drecksviecher für einen gravierenden wenn nicht totalen ernteausfall verantwortlich sind? was soll daran süß sein? :P
für die süßen kleinen wühlmäuschen hast du dir doch auch gerade eine falle zugelegt, und die ist sicher nicht zu ihrem vorteil gedacht. ::)
wenn es ein letal wirksames und zulässiges mittel gegen spatzen gäbe, ich würde es sofort einsetzen - ich habe zerpickte (unreife) trauben so satt! :(
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Bei Trauben sollte man ein Netz vorhängen können.
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... die süßen Kleinen ...
???
hast du irgendwie überlesen, dass die drecksviecher für einen gravierenden wenn nicht totalen ernteausfall verantwortlich sind? was soll daran süß sein? :P
für die süßen kleinen wühlmäuschen hast du dir doch auch gerade eine falle zugelegt, und die ist sicher nicht zu ihrem vorteil gedacht. ::)
wenn es ein letal wirksames und zulässiges mittel gegen spatzen gäbe, ich würde es sofort einsetzen - ich habe zerpickte (unreife) trauben so satt! :(
Früher gabs hier Spatzenfallen. Die bereicherten den Speiseplan.
Piep!
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@ staudo: du bist doch ästhet?
@ mediterraneus: bei dir piept's wohl? :-X ;)
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So ein paar orange Zwiebelnetzchen vor blauen Träublein ergeben mit vorgepflanzter Euphorbia und ästhet gestaltetem Gärtner durchaus ein stimmig Bild.
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Eichhörnchen finde ich auch weiterhin süß, auch wenn sie schon manches Jahr alle meine Walnüsse eingesammelt haben und die Haselnüsse auch. Ich kann sie dann für einen Moment nicht mehr leiden, aber das gibt sich wieder.
Bei Wühlmäusen gibt es sich nie - irgendein Feindbild braucht der Mensch ;D
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Das ist ja ein richtiges Horrorszenario bei Euch.
Gottseidank benehmen sich unsere Spatzen und Meisen noch anständig! Nicht mal die Johannisbeeren kommen weg. Den Salat fressen Schnecken, nicht die Spatzen.
Dafür hat mein Kohl nicht eine Raupe trotz massiven Falterfluges und auch andere tierische Schädlinge werden von den Vögeln in Grenzen gehalten(außer den Schnecken!)
Hoffentlich breitet sich dieses Missverhalten nicht aus?!
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Mein Grünkohl hatte Raupen ohne Ende - nix mit Absammeln. Die Kohlweißlinge sind munter geflogen im Sommer. Die Amseln ernten Johannisbeeren und anderes Obst, in diesem Jahr waren sie aber weniger auf Erdbeeren scharf als sonst. ;D
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Cydorian ! Es wird Dich überhaupt nicht trösten, aber manchmal ist geteiltes Leid...und so. Wir haben seit 2 Jahren das gleiche Problem, vorher war Ruhe. Die Meisenpopulation ist durch die Fütterei im Winter schon stärker geworden, aber nicht übermässig. Trotzdem wird der ganze Apfel-und Birnenbestand angepickt und zum Teil so massiv angefressen, dass wir die befallenen Früchte nur noch den Ziegen und Schafen überlassen können. Hier hat die Pickerei noch nicht angefangen, da die Früchte noch nicht reif sind und somit noch nicht dem Meisengeschmack entsprechen...
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realp, es ist zwar übel dass du dasselbe Problem hast aber Erfahrungsaustausch dazu ist ein Plus.
Speziell Birnen picken die bei mit auch hart und völlig unreif an. Alle Sorten. Bei Äpfel sind es (bisher) nur manche Sorten, vor allem Jakob Fischer, Klarapfel, James Grieve, Jonagold. Also quer durch die Wiese, aber je nach Jahr auch bis hin zum Totalschaden.
Weintrauben sind kein Problem, ich würde eh keine einzige Traube ernten wenn ich nicht einnetze. Auch die Weinbauern hier müssen durchweg einnetzen. Aber Obstbäume sind einfach zu gross.
Die Meisenpopulation ist durch die Fütterei im Winter schon stärker geworden
Auch ein wichtiger Punkt, meine ich. Jeder mit Vorgarten in den endlosen Siedlungen füttert die Viecher, teilweise richtig massiv. Beobachtet man die Futterstellen, dann sieht man zu 99% nur die wenigen Massenarten wie Meisen, Universalisten die sowieso schon ganz stark von den Veränderungen profitieren, die der Mensch überall in der (ehemaligen) Natur vornimmt.
Vogelschutz ist es, wenn weniger anthropogene Veränderungen stattfinden und nicht wenn Fichten mit "Meisen"knödel behängt werden wie ein Christbaum. Leider ein Punkt, der wieso vieles nicht zu ändern ist.
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Auch wenn ich jetzt etwas OT gerate ( ich höre auch sofort wieder auf !): Ich wohne in reinem Bauernland. Da wird nicht gefüttert. Aber die letzten beiden Winter waren hart bzw. sehr lang und mir taten die Viecher einfach leid. Also habe ich gefüttert, als einzige weit und breit. Und seit 2 Jahren haben wir den Aerger mit dieser übermässigen Obstpickerei...
Und ich hoffte natürlich auch auf seltene Vogelarten aus den Wäldern. Aber die liessen sich so gut wie nie blicken. Den Meisen und Finken war's recht...
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Hier pocht es schon wieder seit Tagen. Unter dem Baum, auf dem sich die Vögel zum Fressen niederlassen, liegen bereits jetzt wieder Unmengen ausgepickter Haselnüsse. Da wird wieder nichts übrig bleiben - oder kann man Haselnüsse bereits jetzt ernten?
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Man kann, sie sind meistens noch nicht vollreif, aber saftig.
Die Haselnüsse werden bei uns von den Eichhörnchen abgeerntet und das geht dann ratz-fatz. An einem Tag hängt der Baum noch voll, ein zwei Tage später ist er leer.
Übrigens gibt es diese Jahr nur wenig Haselnüsse, nicht nur bei mir, auch sonst in der Wildnis ist mir aufgefallen, dass Bäume, die letztes Jahr sehr gut trugen (war ein gutes Nussjahr 2012!), dieses Jahr fast leer sind.
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Das Wetter spielt eine grosse Rolle, wie ich jetzt bei den Hausgartenbäumen erneut gesehen habe. Bei Sonne und Wärme liessen die Schäden nach, beim gestrigen Regen fing die Pickerei sofort wieder an. Die gefiederten Ratten setzen sich auf einen Ast und alle von dort erreichbaren Birnen werden angepickt. Reingepickt, nächste Birne, nichts fressen, nur picken, siehe Bild.
Das sieht aus wie wenn sie bei schlechtem Wetter auf winterliche Vogelfütterung umschalten und dicke Früchte als Meisenknödel behandeln. Man pickt rein,stellt dann fest: schmeckt nicht, wertlos. Nächster "Knödel". Solange, bis alles Erreichbare durchprobiert ist.
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vieleicht sind eure meisen verhaltensgestöhrt ;D
hatte noch nie solche probleme mit den meisen,auser mit den wachholder trosseln und stare an den kirschen!!
und das wie ich schon erwähnte,trotz meiner selber gebauten meisenkästen die ich direkt in den bäume gehängt habe!
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Da nun bei uns die Birnen-und Apfelernte im vollen Gang ist, stellen wir erfreut fest, dass dieses Jahr keine Früchte von Vögeln angepickt sind. (Wahrscheinlich zur Entschuldigung, da sie im Gemüsebeet Grauenhaftes angerichtet hatten ). Letztes Jahr war fast jeder Gravensteiner bepickt. Die Reine de la Reinette hatte man verschont.
Hingegen richten die Wespen grossen Schaden an: entweder fressen sie sich durch ganze Aepfel, die schon eine kleine Macke haben (manchmal finden wir bis zu 4 / 5 Wespen in einem Apfel !) oder stechen die Trauben an.
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ich hab auch schon öfters dieses Jahr auf einen Apfel mind.20 Wespen aufgehoben. :-X
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Wespen und Äpfel gehören in diesen Thread: http://forum.garten-pur.de/index.php?board=25;action=display;threadid=42382;start=0
Hab jetzt meine "Conference" geerntet, war nicht mehr viel unbeschädigt. Jeden Tag gab es aber das Übliche zu ernten, siehe Bild. Im Moment machen die Flugratten "Alexander Lucas" nieder. Danebenstehende Pfirsiche, weich, saftig, rund, süss: Kein einziger Pick.
Same procedure as every year. Kein Unterschied. Wie immer kommen die Wespen sofort in die Fraßstellen, aber das ist uninteressant, das passiert generell überall bei beschädigtem Obst.
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hm, du tust mir echt leid, aber mit denen kannst du ja trotzdem was anfangen, nur lagern halt nicht mehr. :-\
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Kannst du nicht wenigstens einen der unteren Äste einnetzen? Dann bleibt wenigstens 1/4 der Ernte unversehrt?
Ich muss auch alles einnetzen. Schöner wird der Garten dadurch nicht. Sie versuchen übrigens auch, durch die Netze durchzupicken, traf besonders meine noch kleine "Eckehard".
OT: Dazu sind jetzt auch noch die Waschbären in der Gegend angekommen und haben die Pflaumen abgeerntet.
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Bei meinen Weintrauben ist mir diesen Herbst auch stärkerer Vogelfrass aufgefallen. Gewisse Vögel haben fast jede Scheu verloren. Dabei sind die Trauben noch gar nicht vollsüss.
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Habe diesen Beitrag gerade entdeckt und z.T. verfolgt, werde ich sicher noch vertiefen, da artverwandt mit dem Halsbandsittichproblem - beides eine regelrechte Plage. Wobei die "ur"-heimischen Singvögel bei uns nicht so das Problem darstellen, wohl weil es nur wenige gibt, oder weil in der näheren Umgebung auch nicht so viel Ess- und Naschbares vorhanden ist, dass es sich lohnen würde sich hier anzusiedeln.
Meine Erfahrung der letzten Jahre aber sagt mir folgendes: Der Singvogel an sich ist vergesslich, aber lernfähig. Regelmäßig nisten zwei Amselpärchen im Garten bzw. Nachbargarten. Ich vermute, dass es einige Jahre lang dieselben sein sollten. Im vorigen Jahr beispielsweise wurden die Blaubeersräucher zu spät eingenetzt. Die Amseln kamen auf den Geschmack und fraßen sich bereits rund, und merkten sich das. Nach Abdeckung mit Netz patroullierten die Amseln den ganzen Sommer lang um das Netz, später auch mit Jungtieren. Sie versuchten so einiges, um an die bereits als schmackhaft empfundenen Beeren wieder heranzukommen. Hochspringen, Netz abheben oder zerrupfen, drunterherkriechen, hindurchpicken, umzingeln, von oben drüberherfallen. Half aber nichts. Das Netz saß fest, straff, und hing weit genug von der Beute ab. Dennoch jeden Tag das gleiche Bild: Patroullien lechzender Amseln um die Sträucher herum. Irgendwie bedauernswerte Geschöpfe. Aber der Gärtner muss hart bleiben ;D
Dieses Jahr die Beeren frühzeitig abgedeckt, weit bevor da irgendetwas heranreifte und verspeist werden konnte: Wieder zwei Amselpärchen im Garten, diesmal aber brav Regenwürmer & Co im Gras suchend, die schmackhaften himmel- und dunkelblau leuchtenden Beeren jedoch völlig außer Acht gelassen.
Was ich daraus lerne: Wenn die Vögel nicht auf den Geschmack von Leckereien kommen, dann können sie brave Gesellen im Garten werden. Aber spricht es sich erst einmal herum, wo es was auf leichte Weise zu stehlen gibt, dann wundert mich eine Ausuferung des Verhaltens bis zum Verschwenderischen nicht.
Wenn eine vollständige, rechtzeitige Einnetzung nicht möglich ist, was ich für die beste aller Lösungen halte, oder die Anpassung der zu hohen Bäume an eine geeignete Netzhöhe, dann würde ich wenigstens die Lösung des Vorredners angehen Kannst du nicht wenigstens einen der unteren Äste einnetzen? Dann bleibt wenigstens 1/4 der Ernte unversehrt?
, um den Plagegeistern nicht alle Leckereien zu überlassen.
Vorstellen könnte ich mir auch, wenn das Gelände groß genug ist, den jeweiligen Gesellen Alternativen zu schaffen, damit sie in der betreffenden Jahreszeit dorthin ausweichen können.
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Bislang habe ich versucht, mich mit den Vögeln in der Weise zu arrangieren, dass ich bei den Pflanzungen auch auf Quantität gesetzt habe.
Ich wohne in einer Gegend mit sehr vielen Neubauhäusern, es gibt hier so gut wie keine Obstbäume mehr, aber genügend überdimensionierte Walmdachhäuser, von den Vögel sich in Ruhe ihren Speiseplan überlegen können. Dass ich bei den frühen Kirschen keine Chance hab, konnte ich bisher verkraften, was mich aber richtig nervt ist ein Taubenpaar (maximal sind es vier) die meine größeren Kirschbäume zur Zeit regelrecht wie eine Kuh abweiden, an einer Schneiders sind schon mehr als 60 Prozent der grünen Kirschen weg, dann gibt's natürlich ohnehin Bäume, die bei der feucht kalten Witterung im April bei Hamburg nicht richtig gut angesetzt haben, so dass sich auch dieses Jahr dank zweier Tauben zu einem eher mäßigen Kirschjahr entwickelt, obwohl der Ansatz im Vergleich zum letzten Jahr bei mehreren meiner großen Bäume wirklich gut war.
Es sind dann ja auch gerade die Partien mit sehr starken Fruchtansatz nahezu komplett abgefressen, und wegen irgendwelcher Zweigenden mit ein paar Kirschen gehe ich nicht sieben Meter hoch in einen Baum.
Mir fällt nicht viel ein, was ich machen könnte, wenn ich das Viehzeug mit Brot füttere, kommen vielleicht noch mehr, mit anderen Vögeln geht es im Regelfall, die fressen zwar auch reichlich, aber nichts im Vergleich zu einer fetten Taube. Bei mir guckt mal gelegentlich eine Krähe vorbei, aber zur dauerhaften Abschreckung taugt die scheinbar auch nicht.
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Habicht, Sperber, Uhu. Ich versuche bei meiner Meisenplage auch, Beutetieren zu helfen. Marder und Wiesel kann man wenig locken. Am liebsten ist mir der Sperber. Es gibt Körbe, die man in hohe Bäume binden kann und deren genau abgemessene Grösse und Tiefe angeblich Raubvögel zum Nestbau einlädt.
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Marder [..] kann man wenig locken
Mein Auto kann das >:( Brauche es nur bei einer Bekannten über's Wochenende abzustellen, und dann woanders: Springt am Morgen der Wagen nicht an und liegen die Zündkabel dumm herum, dann ist eins klar: Hier nennt ein Marder diesen Parkplatz sein Revier. Und wenn die Nachbarn vor Erstaunen große Augen machen, dann ist noch eins klar: Mein Auto hat das Revier des Marders über Nacht um einen Parkplatz erweitert. Anders kann ich mir das "Verhalten meines Autos" nicht erklären. Es scheint Marder regelrecht anzuziehen, wenn ich von der Bekannten komme...
Es ist wohl so, dass Marder nun dann austicken, wenn sich zuvor ein Rivale in "seiner" Höhle breit gemacht hat. Er reagiert mit Zerstörung dieser. Eine Motorraumwäsche ist dann die Lösung. Warum allerdings der Marder der Bekannten keine Zerstörungswut aufweist, ist mir ein Rätsel. Scheinbar ist er nur Auslöser, kein Zerstörer.
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Hallo Beerenträume, dein Bericht macht mich auch nachdenklich. Hier stehen viele wilde Kirschbäume in der Umgebung. Da wäre es sinnvoll, wenn meine Kirschenreife in dieselbe Zeit fallen würde. Da ist die frühe Burlat in der falschen Reifezeit. Ist eh noch jung, trägt nicht.
Wie schaffe ich es, dass der Kirschbaum klein bleibt, dass ein Netz übergeworfen werden kann?
Die Spatzen haben mir erstmalig die gesamte Maibeerenernte vernascht.
Die Alternative wäre ein mobiler Drahtverhau für Obststräucher während der Reifezeit. Was für ein Aufwand?
Frage: Welche Netze schützen, ohne dass sich Vögel verheddern und sterben?
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Natürlich auch dieses Jahr Schäden. Bei Birne "Conference" kannte ich das Vorgehen der zerstörerischen Meisen schon gut, habe Glitzerfolie und Hindernisse in den Baum gehängt und beim Hausbaum (ich habe die Sorte sowohl am Haus als auch auf der Wiese) nach kräften gesorgt, dass die Kinder in der Nähe spielten. Die Vögel sind stark angeflogen, wurden aber oft prompt verjagt. Entsprechend lagen die Schäden nur bei 30% und ich konnte etwas ernten. Schade nur, dass man nie den richtig reifen, vollschmelzenden Zustand der Birnen bekommt, wartet man so lange kann man es vergessen, jede Birne ein Pick. Sie werden wie üblich nie aufgefressen, nur angepickt was noch nicht angepickt war.
Bei den späten Sorten, die erst jetzt Richrtung Reife kommen leider wieder Totalschaden, früher hat die Zerstörung zum Herbst hin eher nachgelassen, dieses Jahr nicht. Von "Vereinsdechant" blieb mir nach Wicklerbefall, Monilia, Verkrüppelung durch Frostspannerfrass und schliesslich die grösste aller Plagen, die Meisen exakt eine einzige Birne und die ist noch nicht mal reif. Immer noch besser wie bei Alexander Lucas, der sehr gut angesetzt hat und nun genau Null gute Früchte erbrachte. Dafür ist der Konposthaufen voll mit faulendem Obst. Da sie auch stark schorfanfällig ist, wird die wohl bald die Kettensäge sehen und eine kleinfrüchtigere, härtere Sorte kommt. Mit eher kompakter Krone, so dass ein Netz mal Chancen hat.
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Aus früheren Zeiten wird weniger von solchen Schäden berichtet. Wein und Saatgetreide ja, Kernobst nein. Erst seit der Mensch mit dieser schwachsinnigen Massenfütterung begonnen hat, Kulturfolger-Universalisten wie Meisen auf Kosten von spezialisierteren Vogelarten auf absurde hohe Populationshöhen zu pumpen, hat das richtig angefangen.
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Sieht wieder traurig aus. Du hast mein Mitgefühl.
Wir füttern nie Vögel und müssen es trotzdem ausbaden.
Wie ist es mit den von Vögeln angepickten Früchten, kann man die ohne Bedenken essen? Werden von Vögeln irgendwelche Krankheiten übertragen?
Wenn es so kleine Stellen sind wie bei den Birnen, kann man ausschneiden. Bei Feigen geht es nicht einfach so. Die Vögel picken so tief in die Frucht, dass ich nicht erkennen kann, wo sie nicht dran waren. Bisher habe ich trotzdem gegessen. Aber jetzt mache ich mir Gedanken, ob es richtig ist?
Weißt du mehr?
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Die Früchte faulen bald darauf. Da oben gepickt wird, faulen sie auch von oben, man sieht es von unten erst wenn schon alles braunweich ist. Direkt nach der Zerstörung kann man die Stellen noch ausschneiden, die Frucht ist dann eben nicht Wochen oder Monate, sondern ein, zwei Tage haltbar. So viel kann ich nicht in so kurzer Zeit verarbeiten oder essen.
Zudem fängt die Zerstörung schon lange vor der Reife an. Auch harte und saure Früchte werden verpickt, wie ich schon Thread geschrieben hatte. Die schmecken mir noch lange nicht. Es ist nicht die Nahrungsaufnahme, sondern eher das rumhacken auf einem vermuteten Meisenknödel. Dann wird festgestellt, dass der ja weder Meisenknödel noch nahrhaft ist, also hops zur nächsten Frucht, vielleicht ist die besser. Und weiter und weiter und weiter....
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... und übertragen Vögel Krankheiten, wenn sie in unser Obst picken?
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Hat früh angefangen dieses Jahr und es ging rasend schnell und gründlich. Mitte Juli waren die harten, noch kleinen "Alexander Lucas" in kurzer Zeit verpickt. Die werden erst im Oktober reif. Sogleich kamen Hornissen und Wespen, erledigten den Rest. Ich habe die Reste vom Baum geholt.
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Rasend schnell ging es mit "Williams Christ" und "Conference" weiter, über die ich sofort mit viel Mühe ein grosses Netz gezogen habe. Bei einer anderen Sorte habe ich die wenigen noch unzerstörten und erreichbaren Birnen mit Organza-Beuteln geschützt. Das ist viel Mühe, schützt aber gut.
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Die Zerstörer sind kleine Meisen wie jedes Jahr, anschliessend dieses Jahr Hornissen. Sie greifen bevorzugt sehr früh am Morgen an, hauen einfach alles zusammen was erreichbar ist. Immer mehrere Vögel gleichzeitig. Durch kleine Lücken im Netz kamen sie auch zu meinen eingenetzten Bäumen. Ich hatte dann auf einmal fünf Meisen unterm Netz. Durch konsequente Abdichtung bis zum Boden runter mussten sie schliesslich draussen bleiben, tagelang flogen sie frühmorgens weiter an und suchten nach einem Eingang, aber jetzt ohne Erfolg. Dafür hat jetzt die Nachbarschaft keine Birnen mehr. Niemand der Nachbarn bewusst, dass es Meisen waren, die ihre Früchte zerstört haben. Da tagsüber Wespen und Hornissen den Rest erldigen, dachten sie das wären Insekten.
Man sieht und hört sie nämlich nicht. Die Taktik dieser zerstörerischen Vogelschädlinge wurde durch das Netz deutlicher. Die fliegenden Ratten machen keinen Pieps. Man steht einen halben Meter vom Astwerk entfernt, in dem gerade eine sehr gut getarnte Meise lautlos eine Birne zerhackt. Da ist kein Flattern, kein zwitschern, kein hektisches aufgefliege, mit Stille und Tarnung schlagen sie unbekümmert zu. Erst wenn man direkt hingreift, hauen sie ab, nicht weit, sie sind aber sofort wieder da wenn man weggeht. Glitzerfolie hatten keinen Verscheucheffekt.
Das Einzige, was bis jetzt sicher geholfen hat ist ein Netz oder die Beutel für jede Birne. Es ist erstaunlich, wie viele Birnen man dann plötzlich hat. Nicht eingenetzte Bäume kann ich vergessen, die kann man genauso gut umsägen und verheizen.
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Das Einzige, was bis jetzt sicher geholfen hat ist ein Netz oder die Beutel für jede Birne. ... Nicht eingenetzte Bäume kann ich vergessen, die kann man genauso gut umsägen und verheizen.
Tust du das auch? Der Faden hier ist ja schon länger. Bei mir war es auch so, wegen des Waldrandes und weil viele Kleingärtner hier nur zum Grillen und Saufen herkommen und das ungepflegte Obst den Vögeln überlassen und diese auich noch mit Meisenknödeln über den Winter bringen. Im Sommer fielen dann die Biester über meine "ererbten" Hochstämme her.
2012 habe ich das erste mal einen Apfel-Buschbaum eingenetzt (probehalber mit einem Netz vom Bau), und so wie du schreibst... auf einmal 150 tadellose Äpfel.
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Im Winter 2012/2013 musste dann ein 7m hocher Birnen-Hochstamm, von dem ich etliche Jahre immer angepickte und dann Monilia-infizierte Birnen eimerweise vergraben musste, dran glauben.
Außerdem 2 Apfel-Hochstämme.
An die Stelle kamen dann kleinere Bäume, die ich als 3-Ast-Hecke erziehe.
Da der Boden schlecht ist, musste Lehm rein. Der Nachteil kleiner Bäume ggü. Hochstämmen ist ja ihr geringes Wurzelwerk.
Ich finde Hochstämme toll, unübertroffen in der Blüte, aber leider scheinen die heute nicht mehr zu funktionieren.
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Bei den Vögeln ist es so, wie cydorian schreibt: Die Meisen haben die Frühschicht.
Heute beim Morgenkaffeetrinken im Liegestuhl höre ich ein leises Rascheln im Pfirsichbaum, neben der Terrasse. Als ich näher gehe, fliegen 2 Blaumeisen weg.
Der Pfirsich bekommt gerade dicke gelbe Boller, und von denen ist schon ein Viertel angepickt. Letzte Woche hatte ich schon Wespen und Hornissen entdeckt und eine Falle in den Baum gehängt. Wahrscheinlich hatte aber auch hier eine Meise die Startattacke geflogen, vielleicht auch Ameisen, die sind auch eine Plage.
Ich war dann ca. 1 Std. damit beschäftigt, Organzabeutel über die Pfirsiche zu ziehen. Etwas umständlich wegen der Größe, ist ein Halbstamm. Der später gepflanzte Dosenpfirsich ist auf schwächerer Wurzel, längst eingenetzt und unversehrt.
Schon im Juli musste ich einnetzen:
- Birne WC, die rappelvoll hängt
- Birne Eckehard, die früh färbt,
- sämtliche Johannisbeeren (seit 6 Wochen sieht der Garten wie von Christo aus)
- Apfel James Grieve, Berlepsch, Dülmener,
denn da wird auch gern gepickt.
Fazit:
Gute Ernten eigentlich fast nur von den kleinen Baumformen. Auf dem einzigen Apfel-Hochstamm, den ich gelassen habe, tummeln sich Vögel und Wespen. Im Pflaumen-HSt und im Renekloden-Halbstamm sitzen frech die Waschbären.
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Ayamo, Du hast das Netz nur darüber geworfen, gehen die Vögel nicht darunter? Was für ein Aufwand, diese Einnetzerei!
Ich frage mich gerade, ob die angefressenen unreifen Pflaumen (große, 'The Czar') nicht auch auf das Konto der Vögel gehen. Mir ging nämlich auf, dass die immer von oben angefressen waren. Das muss ich mir morgen mal näher ansehen. Leider kann ich nicht den ganzen Tag auf der Lauer liegen.
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@Ayamo
Wie recht du hast!
Es ist schon eine unglaubliche Frechheit, dass auf diesem Planeten auch noch andere Lebewesen ausser den Menschen sind, die Hunger haben!
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Ja, ich werde auch Bäume umsägen. Fällungen vorziehen, die noch hätten warten können. Ein Birnbaum wird kräftig kürzer gemacht, die anderen im Schnitt auf Netze hin optimiert. Das Problem ist da und in all den Jahren eher schlimmer wie besser geworden.
Bei der "Conference" hängen einige Birnen nahe am Netz. Die Meisen hängen sich von aussen aufs Netz und picken gnadenlos auf alles rein, was irgendwie erreichbar ist. Meisen verfangen sich auch nie im Netz. So blöde sind nur Amseln, die durch ihre Grösse auch ungelenker sind.
Dein Netz über dem Apfelbaum war unten offen? Das hätte meine Meisen nicht im geringsten gestört, die hätten weiter abgeräumt. Schon kleine Lücken reichen.
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Traurig sieht das aus bei Euch. Wir hatten früher einen großen Obstgarten und auch in unmittelbarer Nachbarschaft einen verwilderten Garten, da der Besitzer zu alt geworden war, um sich zu kümmern. Bei uns und in der Nachbarschaft wurden im Winter auch immer Vögel gefüttert. Klar gab es angepicktes Obst. Aber solche Massen? Wirklich nicht. Fehlt Euren Vögeln vielleicht (Eiweiß-)Nahrung? Bei mir im mittlerweile sehr kleinen Garten fressen die Meisen Blattläuse und die Amseln Regenwürmer, die interessierten sich noch nicht mal für Erd- od. Johannisbeeren. Klingt jetzt sarkastisch, solls aber nicht sein, aber habt ihr mal über eine Sommerfütterung der Vögel nachgedacht? Vielleicht hält sie das dann eher vom Obst ab?
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... Du hast das Netz nur darüber geworfen, gehen die Vögel nicht darunter? ...
Ja, das Foto ist missverständlich, das entstand mitten in der Aktion. Da kam noch eine Bahn von unten und dann wurde mit Pflanzenclips zugemacht.
Es ist wirklich umständlich und dauert auch seine Zeit. Wenn man aber berücksichtigt, dass ansonsten die bereits geleistete Arbeit umsonst wäre, relativiert sich das dann. Das Einnetzen ist ein notwendiger Zusatz-Aufwand.
Wir haben mit der Zeit eine schnellere Methode für die größeren Bäume entwickelt, mit der die im Internet erhältlichen Profinetze über die Bäume gelegt werden können:
1. Netz auf den Rasen
2. ein Gestell aus Holzstangen (U-förmig) und ein PVC-Regenrohr Dm. 8-10 cm, Länge so 3-4m, je nach Baum
3. Netz auf das PVC-Rohr aufrollen
4. Dann das Gerüst mit den beiden U-Schenkeln als Halter nehmen und das Netz über den Baum rollen, zu zweit geht das einigermaßen
5. zurechtzuppeln und mit Clips schließen
Das Netz abzunehmen ist aber nicht so leicht, wenn die Zweige durchwachsen. Mit einem festen Rahmen - ähnlich wie das am Bodensee oder im Schweizer Mittelland gehandhabt wird - ist es sicher einfacher.
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(...)
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Zitat Janis:
"Frechheit, dass auf diesem Planeten auch noch andere Lebewesen ausser den Menschen sind, die Hunger haben!"
::)
... auf eine Diskussion zu invasiven Arten, Kulturfolgern usw. lasse ich mich gar nicht ein, denn was ist der anzustrebende Zustand und womit lässt er sich begründen? Das läuft ins Leere.
Wenn du schon ethisch daherkommst: Wir sind Teil der Natur und haben einen ziemlichen evolutionären Erfolg, allerdings nicht durch´s Zugucken.
Es steht dir ja frei, deine Ernte diversen interessierten Tieren anzubieten. Ich für mein Teil sage: Selber essen macht fett. 8)
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Es wird ja immer wieder auf die bösen Südeuropäer geschimpft, die unsere armen Singvögel jagen. Vielleicht machen die das auch, weil Vögel auch Schädlinge sein können und nicht nur edle Tiere, die schädliche Raupen fressen.
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Hatten wir schon im Thread. Es ist weder Hunger noch Wasser, der die Meisen zu Schädlingen macht. Meine "Alexander Lucas" Birnen sind erst gut zwei Monate alt und haben noch dreieinhalb Monate bis zu Reife. Sie sind klein, sehr hart, trocken, haben keinen Zucker, nur schwer verdauliche langkettige Kohlehydrate und einen Proteingehalt von Null. Sie werden alle angehackt, aber nie aufgefressen, nach ein paar Hackern wird die Birne uninteressant. Den Rest erledigen dann Wespen aller Art. Und ja, wie schon fünfmal im Thread geschrieben, an Standort 1 fliesst in 3m Entfernung der Bäume ein flacher Bach vorbei (die Bäume stehen in einer Reihe am Ufer), rund um den Hausgarten an Standort 2 liegen vier offene Gartenteiche von Nachbarn. Durst kann es nicht sein. Im Gegenteil, das Wasser zieht die Vögel erst richtig an, die anschliessend alles vernichten was erreichbar ist.
Viel wahrscheinlicher ist, dass die im Baum hängenden rundlichen Früchte Meisenknödel so ähnlich sind, dass die Vögel einfach überall reinhacken, um zu sehen ob es nicht doch einer ist. Winterliche und erst recht sommerliche Vogelfütterung ist sowieso eine der kontraproduktivsten Erfindungen des Menschen. Davon profitieren vorrangig die Massenarten, ubiquitäre Generalisten, die dann extrem hohe Populationsdichten halten und andere Arten noch weiter verdrängen. Damit sorgt der Mensch dafür, dass er das, was er völlig aus dem Gleichgewicht gerissen hat noch stärker aus dem Gleichgewicht reisst. Naturfreunde füttern keine Vögel, sondern lehnen die menschliche Entourage aus Katzen, Waschbären etc. ab, die sich als gefürchtete Nesträuber betätigen.
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Es gibt jetzt auch größere Organzabeutel zu verträglichen Preisen zu kaufen. Da ich gerade sowieso bestellen musste für noch längere Trauben, habe ich probeweise welche gekauft:
55x75 cm und 75x100 cm, Kostenpunkt 1 €, damit lassen sich schon mal besonders gut bestückte Fruchtäste sehr viel schneller als mit den hedderigen Netzen schützen.
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Wo kaufst Du die, Ayamo?
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Normaler Weise reichen für Trauben auch kleinere Beutel
Von dort habe ich die 40x30cm.
Die reichen für meine größten Trauben.
Ayamo hat, glaube ich, Traubensorten aus Osteuropa die traumhaft groß und lang sind.
Von hier hab ich je 100Stk in den Größen 17x23 und 20x30 für die "normalgroßen" Trauben. Unschlagbar günstig, allerdings dauert der Versand ca. 4 Wochen.
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Danke Urmele!
Ich brauch was für die Kirschen - da muß ich ein bisschen flexibel denken. Ansonsten *holzklopf* noch keine Schäden.
Aber wie hier zu Erkennen war: Die Vögel dürfen gar nicht draufkommen ... insofern bleibe ich wachsam und hab ein bisschen Vorrat, womöglich aber nicht genug bzw. in richtiger Größe.
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Bei uns picken die Meisen die Haselnüsse an. Die machen sie ab, fliegen damit irgendwo auf einen anderen Baum und hacken dann drauf rum. Viele fallen ihnen runter - dann holen sie sich Neue. Der Boden unten ist übersät mit angepickten Nüssen. Das geht jedes Jahr so - keine Ernte. Und allerdings auch immer nur der Haselnussbusch mit den großen Nüssen. Die kleinen Nüsse im Vorgarten bleiben so gut wie verschmäht. Früher habe ich das garnicht so mitbekommen, weil der Boden zugewuchert war. Jetzt habe ich gerodet - und sehen die Mengen. Es ist jammerschade.
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Nein nein, meine Trauben sind nicht so lang, schon gar nicht auf meinem Schutt-Sand-Boden.
Aber für die Sorten mit den größten Trauben sind die Beutelchen aus China dann doch zu klein, zB stößt die Traube von Piroschka schon im 1. Jahr unten an. Daher wollte ich noch längere... die gibt´s in Polen, Website auf deutsch hier. Und dabei habe ich aus Zufall diese sehr großen Beutel gesehen, die offensichtlich neu im Angebot sind.
Versandzeit war bei mir unter 1 Woche, vorbildlich :D
So, jetzt muss ich leider wieder arbeiten...
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gibt es eigentlich erkentnisse, welche farbe sich besonders erträglich (oder gar nachteilig) auf die fruchtreife auswirkt?! so ein weißes organzagewebe reflektiert doch ggf. einiges an sonnenlicht oder ist das zu vernachlässigen?!
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Ich habe an meinen Bäumen teilweise dieses Jahr auch stärkeren Vogelfras festgestellt. Vor allem an Jakob Fischer und frühen Birnensorten. An den späten Birnen und Äpfeln ist nichts.
Beim Jakob Fischer sind es jedoch ca. 50% der Äpfel, oft aber deutlich mehr als nur angepickt. Wenigstens scheinen meine Vögel einem Apfel/ ihren Äpfeln treu zu bleiben und nicht ständig neue anzupicken.
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gibt es eigentlich erkentnisse, welche farbe sich besonders erträglich (oder gar nachteilig) auf die fruchtreife auswirkt?! so ein weißes organzagewebe reflektiert doch ggf. einiges an sonnenlicht oder ist das zu vernachlässigen?!
Ich habe grün gewählt, weil das nicht so auffällt in den Pflanzen und auch die Kirschessigfliege ja nicht auf grün reagieren soll. Viel Sonne halten die Beutel wohl nicht ab, einige Beeren der Trauben sind trotz Beutel dem Sonnenbrand zum Opfer gefallen.
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ah, danke! :) dann mache ich mir keine sorgen mehr um die funktion, sondern muss nur noch die dekorative frage klären... blau? rosa? silber? gold?! :-X ;D
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Diese Frage beschäftigt mich auch seit gestern, zwerggarten ;D
Quietschtürkis vielleicht? :-X 8)
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Hm also ich habe auch grün genommen, aber ehrlich gesagt sind die Beutel ziemlich sinnlos gewesen bei mir. Vielleicht habe ich auch etwas falsch gemacht :/
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ahja. sinnlos, weil dennoch alles zerpickt wurde, oder warum genau?
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Die Vogelpickerei haben die Beutel zuverlässig gestoppt. Freilich sind solche Beutel an Birnbäumen generell nur zweite Wahl, Birnen einzeln eintüten ist aufwendig und wenn der Baum auch noch grösser ist, praktisch unmöglich. Die Farbe wäre mir egal. Ich habe weiss, fast transparent. Argumente gibt es viele, man suche sich etwas nach seiner Geschmacksrichtung aus:
- je dunker, desto mehr Risiko der Fruchtüberhitzung bei Sonne
- Grün ist die Wellenlänge, die die Pflanze nicht für Photosynthese verwertet, damit filtert man kein brauchbares Licht aus. Deshalb sind auch Vogeschutznetze oft grün.
- Grün ist die Farbe, die man am schlechtesten in der Pflanze wiederfindet, wenn man erntet
- Rot findet man sofort wieder
- jede Farbe kann schädlich sein. Das Material besteht aus Synthetikfasern chinesischer Produktion, weder Faser noch Farben sind dafür gedacht, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen. Irgendwelche Appreturen oder Farben können Gift auf und in die Früchte bringen, wenn sie aufliegen. Also besser Weiss, noch besser transparent, keine Farbe
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- jede Farbe kann schädlich sein. Das Material besteht aus Synthetikfasern chinesischer Produktion, weder Faser noch Farben sind dafür gedacht, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen. Irgendwelche Appreturen oder Farben können Gift auf und in die Früchte bringen, wenn sie aufliegen. Also besser Weiss, noch besser transparent, keine Farbe
Synthetikfasern sind bei Standartfarben oft spinnfasergefärbt, die Farbe ist also in der Faser und nicht oberflächlich umhüllt.
In wie weit das bei diesen billigen Stoffen ist weiß ich nicht.
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Heute meine "Stuttgarter Geisshirtle" Birnen geerntet, grasgrün, noch hart. Interessant dabei ist, dass die Birnen aufgrund der Hitze und des geringen Baumalters superklein sind, oft keine 3cm dick. Und trotzdem: Alle von den üblichen Tätern verpickt, wie immer oben am Stielansatz. Das versetzt der Meisenknödel-Ähnlichkeitstheorie einen Schlag. Die Dinger sind kleiner wie Pflaumen oder kleiner wie die Birnenblätter, sind optisch in jeder Hinsicht weit entfernt von Meisenknödeln, trotzdem werden sie vernichtet.
"Williams" im Hausgarten ist auch unten. Hatte nicht viel Behang, aber 100% der hängenden Früchte sind Dank Netz verwertbar, immer noch ein grosser Eimer. Mehr wie je zuvor trotz weit besserem Behang in guten Jahren. Ist man die fliegenden Schädlinge los, die alles unterschiedslos in kurzer Zeit vernichten, dann schwimmt man sogar mit kleinen Bäumen im Obst.
Der Nachbar ohne Netz konnte keine einzige Birne ernten. Totalschaden. Und sowas füttern "Vogelfreunde" den ganzen Winter durch...
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Hier ist seit Tagen ein Halsbandsittich unterwegs. Er frißt gründlicher als die Meisen. ::)
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Heute hat das Tierchen sich auch photographieren lassen.
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Solange du nur einen hast, kannst du noch zufrieden sein. Was ich aus den entsprechenden Gegenden höre, da gibt es nichts mehr zu ernten.
VG Wolfgang
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! so ein weißes organzagewebe reflektiert doch ggf. einiges an sonnenlicht
es lässt mehr licht durch als dunkles
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conni, schöne fotos, unschöne sache...
wobei: blossom shaped apples, parrot carved... eine marktlücke? :-X
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conni, schöne fotos, unschöne sache...
Danke, Zwerggarten. :) Ich finds nicht so schlimm, die paar Äpfel kann ich verschmerzen. Ich geh mal davon aus, dass das ein Einzelgänger bleibt und dass er hier den Winter nicht überlebt.
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och den winter überlebt er
vermutlich frisst er die äpfel kaum, sondern will nur an die kerne
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Immer wenn schon früher im Jahr die Schäden durch Meisen da sind, geht es das restliche Obstjahr um so stärker weiter. Man kann also schon mal die Netze bereitlegen, wenn es im Juli anfängt. Heute "Rebella" geerntet, 60% vernichtet. Das übliche Bild: Gefressen wird nichts, nur überall ein Pick reingehauen. Bei Äpfeln liegen die Präferenzen der Schädlinge bei "rot, gross, kein Schorf". Bei Birnen sind die Schädlinge weniger wählerisch. Nur Schorf mögen sie nicht. Meine "Grafin von Paris" ist dieses Jahr zum Beispiel stark verschorft, null Schäden.
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och cydorian das sieht schlimm aus.
die meisen bei dir haben sich das wohl schon angewöhnt und ich würde nicht ausschließen, dass es ihnen einfach spaß macht an jeder frucht zu naschen. >:( >:(
meine jungen bäume trugen erst wenig und ich habe nichts mehr zum ernten. :'(
hier sind es rabenvögel, vor allem elstern, die mit wenigen schnabelhieben sämtliche äpfel zerlegt haben.
zuvor haben sie die haselnüsse geplündert. da schaue nicht nur ich, sondern auch die eichhörnchen in die röhre.
doch resignieren kommt nicht in frage. eines tages will ich so viel obst haben, dass die vögel es nicht mehr schaffen alles wegzufressen. 8)
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... Bei Äpfeln liegen die Präferenzen bei "rot, ....".
So etwas ähnliches habe ich mal vor zwei Jahren bei einer weihnachtlichen Dekoration im Garten beobachtet. Da wurden rote kleine Plastikäpfel von Meisen zerpickt. Bei meinen, hauptsächlich gelben Äpfeln passiert das nicht.
Ist das ein neues Phänomen?
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Rot bedeutet reif und fällt natürlich auch schneller in Auge.Wenn alles verputzt ist oder kein Rot da ist, wird auch von anderem genascht und probiert. Was schmeckt, ist dann dran.
VG Wolfgang
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Ja, das leuchtet ein.
Nur, ist das jetzt ein neues Problem, dass die Vögel die Äpfel nur einmal, zweimal anpicken? Schon, oder?
Hab jetzt nicht den ganzen Faden gelesen.
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Also ich lese das jetzt in der Form zum ersten Mal, habe aber auch noch nicht so lange einen Apfelbaum. Beim Zierapfel, die natürlich bedeutend kleiner sind, fressen die Amseln sie (rot-gelb) ganz auf.
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Die Kulturäpfel bzw. .birnen sind doch so groß, dass es da natürlich länger dauert. Wenn sie dann irgendwann runterfallen, dauert es bei mir manchmal viele Wochen, aber dann ist alles weg. Es kommen bei mir irgendwann Schwärme von Wacholderdrosseln aber auch Fasane und dann geht das natürlich sehr flott.
VG Wolfgang
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Bleibt denn da noch was für Dich? ;D
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Eine Birne ist keine Lagerbirne und einige Äpfel sind nur Saftäpfel. Die kann ich nie alle schnell genug verarbeiten. Da bleibt genug für das wandernde Volk. Also, ich verhunger nicht. ;)
VG wolfgang
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:)
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Da wurden rote kleine Plastikäpfel von Meisen zerpickt.
Das ist die entscheidende Information für DIE Idee, Danke. Ganz im Ernst. Statt dem wirkungslosen Blinkzeug werd ich mal rote Plastikäpfel in den Baum hängen. Da können sie nach Belieben reinhacken und der Schaden an den echten Früchten bleibt vielleicht seltener. Bei den ohnehin roten Apfelsorten bringt es vielleicht nicht viel, aber bei den grünen und harten Birnen ab Juli hat es vielleicht eine Wirkung über die höhere Attraktivität roter "Früchte". Sowas hier in Rot. Mit zusätzlichem Spass, wenn der Nachbarn übern Zaun en Baum anguckt :-)
Dass es nicht um Wasser, Futter und Fressen geht, war immer schon klar, es wird alles immer nur angepickt, nie aufgefressen. Unreife Birnen im Juli haben so viel Nährwert wie Plastik. Auffressen tun Amseln (aber nie so viel, dass ein echtes Problem wird) und Säugetiere, z.B. Siebenschläfer, aber nie Meisen.
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Probiere es gerne einmal und berichte. So blöd sind die Fresser nicht. Sie werden kurz an den Plastikäpfeln picken und dann weiter nach Essbarem suchen und die anderen finden.
Da sehe ich keinen Erfolg, aber vielleicht netter Anblick. Hänge noch etwas Lametta hinein, da hast du fast schon Weihnachtsfeeling. ;D
Vg Wolfgang
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Ich werds probieren. Andere Methoden waren sowieso wirkungslos und ein Netz geht nicht ab gewisser Baumgrösse. Fresser sind es nicht, die picken "nur" einmal rein. Und das geht nach Attraktivität. Direkt neben dem verpickten Rebella stehen andere Bäume mit Behang, z.B. ein grüner Boskoop. Nichts. Die roten Äpfel waren attraktiver. Die weniger roten Rebella sind bereits weniger oft verpickt.
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So abwegig ist das gar nicht. Vögel verschmähen zum Beispiel auch bitter oder unangenehm schmeckende Insekten. Diese habe dann eine auffällige, auch rote, Tarnfarbe. Die Vögel lernen: das rote Ding schmeckt grauslich. Nun haben die Meisen offenbar gelernt, dass die roten Äpfel besonders gut schmecken.
So, wenn Du jetzt rote Plastikäpfel aufhängst, die Du evtl. sogar noch dahingehend präparierst, dass sie bitter schmecken (in irgendwas tauchen, keine Ahnung..) dann lernen sie vielleicht, dass die roten Äpfel doch nicht gut schmecken und lassen sie aus. Zumindest an Deinem Baum.
Und stürzen sich auf die Gelben? :-X ;D
War nur so ein Einfall. Ich meine, probieren kannst Du es ja durchaus. Schlimmer kann ja wohl kaum noch werden. ;)
Berichte. Würd mich interessieren.
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Also entweder als Pick-Dummy oder als Äpfelvergrämer. Such es Dir aus. ;) :)
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Das mit den offenen, leicht eingetrockneten Stellen, nah am Stiel, bei Apfel und Birne, hab ich hier auf meinem Balkon auch. Optisch und von der Größe her sah das durchaus danach aus, als ob das ein Vogel gewesen sein müsste / könnte.
Nur...ich hab hier schon jahrelang ein so gut wie rundrum dichtes Katzennetz hängen, mit etwa 3 cm Maschenweite.
Und: geschädigter Apfel + Birne hingen 20 bis 30 cm weg nach innen / vom Netz entfernt.
Die Vorstellung, das da ein Vogel irgendwo durchgeschlüpft ist, angepickt hat UND wieder lebend, ohne von Katze gefangen zu werden, rauskam, den Eingang wiedergefunden hat, scheint mir als im 1 bis 5% Bereich.
Vor allem da ich zumindest bei der Birne 2 mal Wespen wegfliegen sehen habe und 1 fressende, gradezu kopfüber im Loch steckende, verscheucht habe..
Und seitdem das Wetter so kühl und regnerisch ist, sind keine weiteren / neuen Löcher mehr zu finden.
Entspricht auch dem, was ich über Wespen gelesen habe: bis etwa Mitte des Jahres wird fleischliche Kost (für die Brut) bevorzugt, zum Jahresende hin verändert sich das Richtung süße Früchte (viel und schnelle Energie bei / gegen kühlerere Temperaturen).
Beobachtet habe ich das so auch. Hatte hier einiges an "Biomüllreste" umsurrende Fruchtfliegen. Zeitgleich gab es hier gleich mehrere Wespen, die sich wie Sturzkampfbomber auf die irgendwo dran und drauf sitzenden Fruchtfliegen gestürzt haben. An jeder Stelle, auf die sie niedersausten, saß anschließend eine Fruchtfliege weniger..
Von daher glaube ich, das der wahre Übeltäter auch bei euch viel eher Wespe als Vogel lauten könnte.. ;-)
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bei meinen pfirsichen waren es auch die wespen die löcher reinfraßen
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Bei uns sehe ich zur Zeit auch nur Wespen in den Früchten. Wir haben viele Meisen im Garten, aber ich habe im Sommer noch nie beobachtet, dass diese die Früchte anpicken. Die Meisen im Garten zu behalten, ist einer der Hauptgründe, warum ich im Winter die Vögel füttere. Im Winter, wenn einige Äpfel hängen geblieben sind, picken alle Vögel darin herum. Dann stört es mich aber auch nicht.
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Bei mir sinds Meisen, 100% sicher. Es gibt genügend Beweisbilder. Im Verlauf der Threads habe ich Fotos von "auf frischer Tat" eingestellt. Auch die Begründung, warum man sie lange nicht bemerkt. Einer der Birnbäume wächst vor meinem Fenster wo ich live zusehen kann was abgeht. Sie sind auch durch kleine Lücken des Netzes rein. Zu fünft. Als das Netz sehr konsequent zu war, konnten Wespen, Hornissen & Co weiter rein (haben weiter die bereits angepickten Früchte abgefressen) aber keine Meisen mehr - die Pickerei hörte schlagartig auf, neue Schäden: Null. Ausser bei den wenigen Birnen, die aussen am Netz hingen. Da sassen sie auf dem Netz und pickten von aussen rein.
Das beweist nicht, dass woanders nicht auch andere Schädlinge zuschlagen können.
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Hier gibt es auch viele Meisen, aber die alleinigen Fresser sind eindeutig die Wespen, und das schon seit Wochen. Ich hatte gehofft, dass sich das nach der Dürreperiode legt, aber Pustekuchen.
Macht es Sinn, (selbstgebaute) Wespenfallen in die Apfelbäume zu hängen?
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Sieh dir Beiträge 174 ff. an und checke erst genau, ob es nicht noch was Anderes ist. Es täuscht, wenn man tagsüber Wespen an die Löcher im Obst fliegen sieht. Der erste Meisenpick kommt frühmorgens, still und leise, dann ist die Schale offen und die Wespenarmada kommt.
Du kannst das testen, ohne frühmorgens auf der Lauer liegen zu müssen. Netze mal einen behangenen Ast ein, so dass Vögel auch von aussen nicht mehr an die Früchte können. Vorher beschädigte Früchte abmachen. Maschenweite aber gross genug für Wespen. Machen die Wespen weiter oder bleiben die Früchte unbeschädigt?
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Ich glaube ich muß mich hier bei den Geschädigten einreihen.
Hier sind es nicht die Vögel aber dafür die doofen asiatischen Marienkäfer und Wespen. Meist sind erst die Käfer da und ziehen Wespen nach sich.
Die frühen Birnen konnte ich rechtzeitig ernten und lagerte sie noch ein paar Tage.
Was aber mache ich mit der Gräfin von Paris?
Die schmeckt doch rübig wenn sie zu früh geerntet wird :(
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Hier sind es nicht die Vögel aber dafür die doofen asiatischen Marienkäfer und Wespen. Meist sind erst die Käfer da und ziehen Wespen nach sich.
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Was aber mache ich mit der Gräfin von Paris?
Die schmeckt doch rübig wenn sie zu früh geerntet wird :(
Wie wirkt sich die Kombi Marienkäfer/Wespe aus? Knabbern die Käfer das Obst an? Oder fressen die Wespen zuerst die Käfer als Hauptgang und dann Obst zum Nachtisch? Vielleicht helfen die Wespenfallen dann; damit habe ich meine Pfirsiche zB ganz gut geschützt. ???
Mit der Gräfin kannst du wohl nix machen, die braucht doch noch >1 Monat... Oder als Kochbirne?
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Wie wirkt sich die Kombi Marienkäfer/Wespe aus? Knabbern die Käfer das Obst an?
Die Käfer fressen Löcher in das Obst und durch den "Obstsaft" angelockt kommen auch die Wespen und fressen Seite an Seite mit den Marienkäfern in dem Loch rum.
Mit der Gräfin kannst du wohl nix machen, die braucht doch noch >1 Monat... Oder als Kochbirne?
Richtig, das ist das Problem. Ich kann ja nicht jede Birne eintüten.
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Sieh dir Beiträge 174 ff. an und checke erst genau, ob es nicht noch was Anderes ist. Es täuscht, wenn man tagsüber Wespen an die Löcher im Obst fliegen sieht. Der erste Meisenpick kommt frühmorgens, still und leise, dann ist die Schale offen und die Wespenarmada kommt.
Du kannst das testen, ohne frühmorgens auf der Lauer liegen zu müssen. Netze mal einen behangenen Ast ein, so dass Vögel auch von aussen nicht mehr an die Früchte können. Vorher beschädigte Früchte abmachen. Maschenweite aber gross genug für Wespen. Machen die Wespen weiter oder bleiben die Früchte unbeschädigt?
Ich fürchte, ich muss Dir recht geben - solche Löcher (siehe Foto) werden nicht von Wespen begonnen; hier wird eindeutig gepickt, erst dann kommen die Wespen.
Mal sehen, wieviele unbeschädigte Topaz-Äpfel ich ernten kann (Zeit wird's langsam, denn es frostet).
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Ja, die Wespen sind weg und die Löcher "entstehen" weiter.
Heute bei der Ernte habe ich es wieder bitter erlebt. Ein 8m-Hochstamm, Schwaikheimer Rambur, guter Behang hatte kaum einen Apfel, der Deckfarbe hatte und unbeschädigt war. Nur Äpfel ohne Farbe waren nicht verpickt. Dabei läuft die Zerstörung durch Meisen kontinuierlich, alle Stadien von voll verfault ausgehend von der Pickstelle bis frisch angepickt sind vorhanden. Auch ein paar Schäden durch Amseln sind da, die erkennt man und vom Volumen her sinddie harmlos. Die fressen den Apfel auch wirklich. Meisen picken nur kurz rein und machen das Apfel für Apfel, ohne zu fressen.
Zwei kleine Bäume hatten Totalschaden. Idared und eine andere Sorte, noch unbekannt weil Fehllieferung. Wenn ich irgendwann was will, muss ich ein Netz aufziehen und komplett spaltenfrei abdichten. Wahnsinnsaufwand. Andernfalls könnte ich genauso selbst mit einem Schrotgewehr in den Baum schiessen, das Ergebnis wäre dasselbe, aber vielleicht erwischt es wenigstens ein paar der fliegenden Ratten.
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Ich habe solche Schäden noch nie erlebt - kann das mit dem diesjährigen Sommer-Wetter zusammenhängen, dass die Meisen so durchdrehen?
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Es ist jedes Jahr. Mal schwächer, mal stärker, mal katastrophal.
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Ich habe so etwas auch noch nie erlebt, bis vielleicht bei meiner Birne "Prinzessin Marianne". Das ist ein älterer, mit dem Grundstück gekaufter Hochstamm (3m Stamm, total >10m). Durch die Höhe kann ich die Birnen fast nur aufsammeln, wie sie fallen. Viele (25%?) sind bis dahin angepickt und oder angefault.
Aber bei Äpfeln... vereinzelte Jakob Fischer oder Cox Orange, wahrscheinlich auch ein paar von anderen Sorten, bei denen ist es mir aber nicht aufgefallen.
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Dieses Jahr ganz unerwartet nur wenig Schäden. Nur leicht an den Birnen, aber kein Vergleich zu den Totalschaden-Jahren, die ich schon in Serie erlebt habe. Ein Rätsel. Immerhin mal eines mit positivem Ausgangspunkt.
Meisen, die Hauptproblemvögel sehe ich fliegen wie jedes Jahr. Aber die Pickerei ist die Ausnahme statt der Regel. Woran liegts bloss?
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Woran liegts bloss?
die treiben hier ihr unwesen. >:(
freut mich für dich cydorian. mein 'finkenwerder herbstprinz'-hochstamm trägt zum erstenmal reichlich
und ich fürchte keinen einzigen reifen apfel zu bekommen.
die amseln haben wasserstellen zum trinken, holunder, aronia, kornelkirschen und was weiß ich,
doch sie fressen meine noch grünen äpfel. :'( >:(