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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Gartenplaner am 03. Dezember 2010, 13:01:54

Titel: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. Dezember 2010, 13:01:54
Hallo allerseits,
ich weiß, ich bin noch sehr neu hier und eröffne jetzt schon einen eigenen Thread - das finden vielleicht einige ungewöhnlich.
Aber ich bin jetzt schon einige Male nach mehr Bildern gefragt worden und wollte diese Wünsche erfüllen.

In Luxemburg, zu meinem Elternhaus gehörend, befindet sich mein Garten.
Der Garten ist eine 3950m²-Obstwiese am ehemaligen Bauernhof meiner Eltern, erbaut 1779.
Lange Jahre wurde sie als Schafweide genutzt und war teilweise Mieter-Gemüsegarten.
Als diese Nutzungen aufgegeben wurden, machten wir uns Gedanken, wie man das Areal weiter pflegen und vielleicht auch schöner gestalten könnte.
Seit ungefähr 2001 habe ich Unmengen an verrosteten Zaunresten und Zaunpfählen entfernt, entlang fast aller Grenzen freiwachsende Cornus sanguinea-Hecken als Abschirmung zu den Nachbarn gepflanzt.
Einen absterbenden Fichtenhain ersetzte ich durch schon recht große Eiben und pflanzte ihn mit Eibenhecken ab, auch an anderen Stellen nutzte ich Eibenhecken als Strukturbildner, die Hecken zeichnen jetzt alte Einzäunungsgrenzen und Nutzungsbereiche nach.

Bis auf ein großes Viereck vor der Terrasse, der "große Rasen", wird die Wiese nur einmal im Jahr gemäht und das Mähgut abtransportiert, niedrig gemähte Wege erschliessen in der Zeit den Garten.
Letztes Jahr habe ich die ersten großen richtig gestalterischen Schritte gemacht, nachdem es in den Jahren davor nur ums Aufräumen und Strukturen pflanzen ging.
Wer allerdings Staudenbeete erwartet, den muss ich leider noch enttäuschen, ich bin nur alle paar Wochen zuhause und kann was im Garten tun - und bisher war die Struktur das Wichtigste  :-\

Hier ein Grundriss, die Bezeichnungen in Klammern sind angedacht, aber noch nicht umgesetzt:

(http://up.picr.de/12180924ek.jpg)


(Edit erklärt, dass der Plan die Situation 2012 wiedergibt und auch erst 2012 angefügt wurde  ;) )

Hier nun ein kleiner Rundgang, mit Ausblicken vom Haus aus angefangen über den Zugang zum Garten, den "Gartenhof", die Terrasse, nach rechts am letzten Großprojekt vorbei, welches noch nicht ganz fertig ist, dem Eibenhain, einmal rundum und schlußendlich wieder zur Terrasse zurück.

Erst mal aus vergangenen Tagen:

Winter 1985
(http://up.picr.de/12107017fl.jpg)

Der Garten 1990:
(http://up.picr.de/12107018eh.jpg)

Im Jahr 2000:
(http://up.picr.de/12107022cj.jpg)

Und schliesslich 2010:
(http://up.picr.de/12107039xv.jpg)


Starten wir den Gartenrundgang im Gartenhof:
(http://up.picr.de/12107118ca.jpg)

(http://up.picr.de/11549689vr.jpg)


Am hinteren Ende gehts dann in den Garten, rechts ist die Hauptterrasse, links ist das "Farnbeet", doch dazu später:
(http://up.picr.de/12107282hj.jpg)


Und von gleicher Stelle der Blick zurück:
(http://up.picr.de/12107279ni.jpg)


Nochmal von oben für den besseren Überblick:
(http://up.picr.de/12107281ge.jpg)


Und weiter auf die Terrasse, Blick in den Garten:
(http://up.picr.de/12107382lj.jpg)


Blick nach rechts:
(http://up.picr.de/12107383dc.jpg)


Und nach links:
(http://up.picr.de/12107384nc.jpg)


Hinter der Kugelthuja versteckt sich das "Farnbeet" - das hab ich in den 90ern angelegt, einige Farne sind auch so alt, glaub ich:
(http://up.picr.de/12107386sp.jpg)


Und der Blick vom großen Rasen auf die Terrasse:
(http://up.picr.de/12107387br.jpg)


Wenn man sich dann, auf dem großen Rasen stehend, nach rechts wendet.....
(http://up.picr.de/12107472hn.jpg)


..erspäht man das Projekt "Ruine":
(http://up.picr.de/12107473pa.jpg)


Die "Ruine" war ursprunglich ein Schafstall und Werkzeugschuppen - und ein Problemfall, er hatte bei einem Sturm in den 90ern sein Dach verloren, ein Bekannter hatte meiner Mutter angeboten, ihn abzureißen und abzutransportieren, legte das oberste Stockwerk in Schutt - aber dann passierte nix mehr  :(
Gottseidank hatte ich dann letztes Jahr einen "Geistesblitz" und traute mich auch, den umzusetzen.
Ich hatte auf einmal einen Phyllostachys aureosulcata 'Spectabilis', wollte aber keine Rhizomsperre vergraben müssen - da kam mir die Idee, die Ruine mit Erde zu füllen und ihn dort auszupflanzen.
Der Schuppen hatte noch eine intakte Bodenplatte und Seitenwände, und so hab ichs einfach mal versucht.
Das ist das Ergebnis, eine "folly", wie solch skurrilen Bauten in englischen Landschaftsggärten genannt wurden  ;)
 

So sahs noch 2009 aus:
(http://up.picr.de/12107530qz.jpg)

Innen:
(http://up.picr.de/12107531kd.jpg)

(http://up.picr.de/12107534ug.jpg)

(http://up.picr.de/12107532nx.jpg)

Gleicher Blick 2010:
(http://up.picr.de/12107568jx.jpg)

(http://up.picr.de/12107584py.jpg)

(http://up.picr.de/12107666hl.jpg)

(http://up.picr.de/12107667pl.jpg)

(http://up.picr.de/12107669rp.jpg)

(http://up.picr.de/12107675hy.jpg)


Das Reststück Betondecke war von sich aus in den Jahren der Vernachlässigung mit einem Büschel Gräser, einem Stachelbeersämling und sogar einem Cornus sanguinea-Sämling bewachsen - so nahm ich das auf und brachte dort die trockenheitsliebenden Pflanzen unter, die ich ansonsten in meinem lehmigen Boden nicht pflanzen kann.
(http://up.picr.de/12107674jj.jpg)


Und da Stein ja gut zu Stein passt, nutzte ich die ehemaligen Kaninchenstalltische für eine kleine "Ausstellung"  ;)
(http://up.picr.de/12107754ke.jpg)


Hinter der "Ruine" war ein verwahrlostes Gemüsegärtchen:
(http://up.picr.de/12107751bv.jpg)

(http://up.picr.de/12107752ej.jpg)

(http://up.picr.de/12107753dx.jpg)

Da versuche ich mich an einem Exotengarten, weil die sonst bei mir überall schlecht passen  :-\


Weiter im Rundgang - dies ist das Ende einer Blickachse quer durch den Garten durch eine Allee von Pflaumenbäumen auf das Nachbargehöft und natürlich die Vase:
(http://up.picr.de/12107847ws.jpg)

So sieht der Blick in die andere Richtung aus, das andere Ende der Blickachse bildet eine Blutbuchenlaube, die noch im Wachsen ist:
(http://up.picr.de/12107968me.jpg)


Weiter den Rasenweg entlang an der Vase vorbei gelangt man zum Eibenhain:
(http://up.picr.de/12107846me.jpg)

Der sah mal so aus (2003 von nem Nachbarn aus fotografiert):
(http://up.picr.de/12107021ba.jpg)

Und so drunter, hinten kann man die erste Eibenhecke erkennen, die ich da gerade gepflanzt hatte, in dem Jahr starben viele der Fichten plötzlich ab und mussten gefällt werden (2004):
(http://up.picr.de/12108037zj.jpg)

Die Einfahrt, der einzige "Großzugang" zum Garten habe ich 2010 befestigen lassen, das Tor 2011 ersetzt:
(http://up.picr.de/12108162eh.jpg)

So sieht der Eibenhain von der Dorfkapelle aus gesehen aus:
(http://up.picr.de/12108194rp.jpg)


Und so im "Inneren":
(http://up.picr.de/12108294uu.jpg)

(http://up.picr.de/12108295yf.jpg)


Blick vom Eibenhain in den Garten, zurück zum Haus und der Ruine, ganz links am Rand:
(http://up.picr.de/12110271ju.jpg)

Und zum "Plateau", welches zu dem Zeitpunkt noch nicht aufgeschüttet war - da wo der Pfosten mit der Edelstahlkugel steht, ganz im Hintergrund links, ist das untere Ende:
(http://up.picr.de/12110274ak.jpg)


Von der Ecke des zukünftigen Plateaus aus der Blick zum Haus:
(http://up.picr.de/12110279tk.jpg)

Und zum großen Feldahorn:
(http://up.picr.de/12110282yj.jpg)

Im Jahr zuvor habe ich die riesige Fichtenreihe entfernen lassen, die auf einer linie vom Feldahorn aus standen, die waren wahrscheinlich mal als Grenz"hecke" gepflanzt worden, weil der Garten aus einigen Flurstücken besteht, die wohl im Laufe der Jahrhunderte nach und nach zusammen "getauscht" wurden, wie das unter Landwirten nicht unüblich ist.

Am oberen Ende, wo die Bank steht, soll mal ein Pavillon hin:
(http://up.picr.de/12110283dz.jpg)


Und den Hängesessel gegen einen bequemeren ausgetauscht  ;)
(http://up.picr.de/12110811dl.jpg)


So, zurück zum Haus, an der Blutbuchenlaube (Endpunkt der Blickachse) vorbei zum Schuppen:
(http://up.picr.de/12110301hd.jpg)

(http://up.picr.de/12110302mb.jpg)

Und nochmal ein Blick in den Garten zurück:
(http://up.picr.de/12110306oq.jpg)

Und nun zum großen Rasen zurück:
(http://up.picr.de/12110305po.jpg)

(http://up.picr.de/12110307mt.jpg)

Beste Grüße,

der Gartenplaner

Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: ManuimGarten am 03. Dezember 2010, 14:15:12
Wow! Sehr beeindruckend. :o :o :o - Weil es ein Riesenprojekt ist, weil du wirklich vorher alles durchplanst und gezielt angehst, weil tolle Anregungen dabei sind.

Mein Garten ist nicht nur viel kleiner, ich habe auch die einzelnen Elemente nach und nach gemacht, jedes Jahr etwas. Man braucht wohl schon viel Durchhaltevermögen, wenn man es so wie du plant und dann durchzieht.

Ist die Ruine eigentlich ein Gebäuderest, der umfunktioniert wird, oder eigens gebaut?
Und was ist bitte die Pflanze auf Bild 7, links von der weissen Sitzgruppe? Die gefällt mir auch sehr.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. Dezember 2010, 15:35:24
Hallo Manu,

vielen Dank!  :D

Die Pflanze neben der weißen Sitzgruppe ist ein Fargesia spec. Jiuzhaigou 1, auch Jade Bambus genannt - wenn du das große überhängende Teil meinst.
Er steht seit 2 Jahren in einem großen Kübel von 60x60x60cm mit Gartenerde gefüllt, leider ist da eine Betonplatte und kein Zugang zum Erdreich.
Auf der Mauer darunter steht der Versuch eines Bonsais aus einer immergrünen Azalee.
Die Ruine war mal ein Schafstall/Werkzeugschuppen, hab ein bisschen was dazu zwischen den Fotos geschrieben  ;)

LG,
Gartenplaner

Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: ManuimGarten am 03. Dezember 2010, 15:46:01
Diese Fargesia hat eine interessantere Form als meine Murielaes, mal sehen, ob ich so eine adoptiere. Derzeit schüttle ich täglich ca. 10m Murielae vom Schnee ab, damit sie wieder aufstehen. Ich bin unsicher, ob sie sonst je wieder aufstehen. Wir hatten in den letzten Jahren nicht soviel Schnee. :-\
Also - wer weiss, was 2011 so bringt (und wo abgestorbene Pflanzen ersetzt werden müssen :-X :-X).

Sehr witzig, aus dem Schafstall eine Ruine zu machen. Nachdem es viele Fotos sind, habe ich sie direkt in deinem Album durchgeklickt und zu wenig auf den Text dazwischen gesehen.

Ich hoffe, wir sehen weiterhin Fotos vom Fortschritt der Anlage.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. Dezember 2010, 15:53:48
Hallo, ich hab grad auch nochmal gegoogelt, weil ich mir diesen Namen einfach nicht merken kann  ;D
Vielleicht ist es eher die Form "Jiuzhaigou Genf", denn die Jiuzhaigou 1 scheint mir sehr straff aufrecht zu wachsen laut den Bildern, die ich fand, während die Bilder von der Genf eher zu meiner passen - die Jungtriebe sind kerzengerade und ab dem 2. Jahr hängen sie wunderschön bogig über durch das Laub und die Seitenästchen.
Aber ich glaube, Bambus ist da nicht so empfindlich, hab schon öfter gelesen, dass die sogar wieder komplett aufstehen, wenn sie fast platt auf den Boden vom Schnee gedrückt worden waren...

Naja, jetzt ist erst mal Winterpause  :'(
Im Frühjahr gehts dann weiter, auch mit neuen Fotos  ;D

Lg,
Gartenplaner

Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: thegardener am 03. Dezember 2010, 16:13:00
Beeindruckend und beneidenswert viel Platz !
Lässt Du die Baumfarne ausgepflanzt oder sind die im Kübel ?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. Dezember 2010, 16:29:13
Hallo thegardener,
ich habe sie ausgepflanzt - und hoffe angesichts der momentanen Wetterlage, das war kein Fehler  :-\
Aber einer der beiden hat den letzten Winter auch in so einem Vlies und dick mit Stroh eingepackt sogar in Düsseldorf auf dem Balkon überstanden, wo es auch ähnlich kalt geworden ist.
Und diese Pop-up-Vlies-Hauben sind echt klasse, da passt auch noch mehr Stroh rein.

LG,
Gartenplaner

Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tomatengarten am 03. Dezember 2010, 16:43:23




60 Weg-hinter-Scheune.jpg





65 Christrosen-Nov-2.jpg



64 Christrosen-Nov.jpg



63 Blick-links.jpg



62 Blick-auf-Scheune-Aug.jpg



65 Christrosen-Nov-2.jpg



Sorry dass das jetzt so ein langer Schlauch geworden ist - kann man die Bilder auch nebeneinander anordnen??

Beste Grüße,

der Gartenplaner

man kann. du erzeugst dir zuerst eine struktur, indem du den sechsten tag unten links nimmst, den naechsten tag dazwischen platzierst und den mehrmals den achten tag von links einfuegst.

dann kanst du mehrere galerie-bilder nebeneinander in dein posting reinnehmen.

respekt fuer deine ausdauer bei deinem ausgangsposting. so viele bilder in einem posting habe ich noch nie gesehen.

tomatengarten
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: trichopsis am 03. Dezember 2010, 16:52:15
Hallo Gartenplaner,

puh - ein langer Beitrag und soooooo viele Bilder :D Da hast Du ein tolles Areal (Garten trifft es wohl nicht mehr so ganz 8) ), schon soviel daraus gemacht und wenn man sich überlegt, wie es bei Deinem Tatendrang und Ideenreichtum mal in einigen Jahren aussehen wird...

Angesichts Deiner "Ruine" und deren Umfeld komme ich doch glatt ins Grübeln, ob ich aus dem im letzten Jahr ausgegrabenen Bauschutt nicht teilweise auch noch wieder etwas gestalte, anstatt in zu entsorgen.

Liebe Grüße und halt uns auf dem Laufenden
trichopsis
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Eveline am 03. Dezember 2010, 17:33:47
gartenplaner, herzlichen dank für deine interessanten fotos :D
auf diesem riesigen grundstück kannst du ja noch viele ideen verwirklichen.

der gartenhof ist für meine augen ein besonders schön gelungener bereich .... diese moosbewachsenen niedrigen mäuerchen, steintrog mit eule, laterne, farne, bambus und vieles mehr. der plattenweg im kies gefällt mir besonders gut. sowas hätte ich auch gerne ... ich denke, ich werde dich engagieren ;)

und was du aus der ruine gemacht hast ... hut ab! wenn man die fotos vorher - nachher betrachtet, um den arbeitsaufwand beneide ich dich nicht, wohl aber um das ergebnis. vom feinsten :D

ich freue mich schon darauf, deine zukünftigen projekte mitverfolgen zu dürfen. :D :D :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: ninabeth am 03. Dezember 2010, 17:58:36
(http://freesmileys.smiliesuche.de/lachende/lachende-smilies-0105.gif)

du hast meine volle Bewunderung und Anerkennung, Gratulation zu deinen Werk!

lg
ninabeth
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. Dezember 2010, 18:04:24
Hallo allerseits,

erst mal vielen herzlichen dank für eure Rückmeldungen *ganzrotwerd*!!!!!!

@ tomatengarten: äh....das...hab ich jetzt irgendwie gar nicht verstanden  :o


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Rosenfee am 03. Dezember 2010, 18:13:28
Unter "Technik" - Bilder einstellen gibt es eine sehr gute Anleitung:



Ist nicht schwer: Du lädst deine Bilder in dein garten-pur-Album und fügst sie hier ein, ganz normal, wie sonst auch, für jedes Bild eine Zeile.

Dann markierst du eine Zeile und klickst auf (http://forum.garten-pur.de/YaBBImages/td.gif).

So machst du es mit allen Bildern, die in einer Zeile nebeneinander erscheinen sollen. Am Ende markierst du ALLES und klickst auf (http://forum.garten-pur.de/YaBBImages/table.gif).

Dann erscheinen die Bilder nebeneinander. Für eine weitere Bild-Zeile gehst du wieder so vor. Alle Bilder, die innerhalb der "Gesamt-Tabelle" stehen, bilden nachher eine Zeile mit Bildern.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: trichopsis am 03. Dezember 2010, 19:40:11
...und wenn Du in der Antwort von tomatengarten auf Antwort mit Zitat klickst (oben rechts), dann kannst Du Dir das ganze einmal als Beispiel im "Code" anzeigen lassen.

Liebe Grüße
trichopsis
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tomatengarten am 04. Dezember 2010, 00:08:22
...und wenn Du in der Antwort von tomatengarten auf Antwort mit Zitat klickst (oben rechts), dann kannst Du Dir das ganze einmal als Beispiel im "Code" anzeigen lassen.

Liebe Grüße
trichopsis

vielleicht liegt das problem darin, dass ich von tags gesprochen habe. diese tags findest du als zwei 14stellige bloecke unter dem stichpunkt YABBC Tags hinzufuegen:.

du nimmst zuerst den, der ein gitternetz von 3 x 3 darstellt (das ist der sechste von links in der unteren reihe). danach fuegst du nochmal den tag ein, dessen linke spalte drei blaue quadrate hat (der steht direkt daneben) und danach den mit den drei blauen quadraten in der oberen reihe. man muss nur peinlich genau diese reihenfolge einhalten.


Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marygold am 04. Dezember 2010, 09:42:22
Gudde Moien, Gartenplaner

Beeindruckend, was du schon geleistet hast auf deinem wirklich schönem Grundstück. Toll, wie du deine Ruine mit einbezogen hast.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Dezember 2011, 01:32:55
Hallo allerseits,

wollte mal ein bisschen Bildmaterial von 2011 liefern, vor allem von September, Oktober, November...
Ein kleiner "virtueller" Rundgang durch meinen Garten, vom Haus angefangen, diesmal im Uhrzeigersinn  ;)

(http://up.picr.de/12111477wy.jpg)

(http://up.picr.de/12111514hm.jpg)


Wie geschrieben, fängt der Rundgang diesmal hinter dem Schuppen links der Terrasse an:
(http://up.picr.de/12111552cb.jpg)

Dort habe ich Herbst 2010, Frühjahr 2011 einen Gehölzgarten angelegt mit Sträuchern, die es sonnig bis halbschattig mögen, im Hintergrund wieder die Blutbuchenlaube, die das Ende der Blickachse auf dieser Seite bildet:
(http://up.picr.de/12111557ef.jpg)

Nochmal ein Blick zurück:
(http://up.picr.de/12111568hj.jpg)

Ausblick auf Höhe der Blutbuchenlaube in den Garten:
(http://up.picr.de/12111570wp.jpg)

Auf das neu aufgeschüttete Plateau mit Trockenmauer:
(http://up.picr.de/12111574ju.jpg)

Und der Blick entlang der Achse:
(http://up.picr.de/12111681xp.jpg)

Und noch ein Blick zurück über den Gehölzgarten:
(http://up.picr.de/12111682ua.jpg)


Blick in den Garten hoch:
(http://up.picr.de/12111685qy.jpg)

Und zum Feldahorn:
(http://up.picr.de/12111683vy.jpg)


Der neue Gartenbereich mit Obelisk oberhalb des Plateaus, neben dem Feldahorn:
(http://up.picr.de/12111708na.jpg)


Blick von gleicher Stelle nach links zur Blutbuchenlaube, am rechten Bildrand hinter dem jungen Apfelbaum:
(http://up.picr.de/12111707wy.jpg)

Und zum Haus:
(http://up.picr.de/12111709xt.jpg)

Schliesslich nach rechts zum Eibenhain:
(http://up.picr.de/12111916gi.jpg)
Dieser Bereich ist hier schon in der Planung zum "Ur"-"Wald"  ;)

Der Eingang zum Eibenhain:
(http://up.picr.de/12111717ui.jpg)

(http://up.picr.de/12111716ev.jpg)


Und weiter zur Ruine:
(http://up.picr.de/12111715yv.jpg)

(http://up.picr.de/12111734wz.jpg)

Und der "Exotengarten" hinter der Ruine:
(http://up.picr.de/12111737og.jpg)


Blick in die Ruine:
(http://up.picr.de/12111738cc.jpg)

(http://up.picr.de/12111995zs.jpg)

(http://up.picr.de/12111996du.jpg)


Und der Blick von der Ruine zum großen Rasen:
(http://up.picr.de/12111736zd.jpg)

Und zurück, diesmal mit Herbstlaub:
(http://up.picr.de/12112072sm.jpg)

Und ohne Laub  ;)
(http://up.picr.de/12112106ha.jpg)

Viele Grüße,
Gartenplaner

Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. August 2012, 12:22:21
Mal ein kleines Update  :)

Der Gartenhof, durch den man den Garten betritt
(http://up.picr.de/11549689vr.jpg)

Hauptachse August 2012
(http://up.picr.de/11549138ed.jpg)

Blick zur Ruine, rechts von der Hauptachse
(http://up.picr.de/11549139js.jpg)

Eingang Ruine mit Blick auf Camelia Black lace im Hintergrund, davor Woodwardia fimbriata und vorne Woodwardia unigemmata (Die Dicksonias sind leider trotz Winterschutz mit Vlies und Stroh erfroren  :( )
(http://up.picr.de/11549140ng.jpg)

Bambus und Efeu sind schon ganz ordentlich gewachsen
(http://up.picr.de/11549141ja.jpg)

Blick auf die Bambusstämme (nur den gelben konnte ich schon aufasten)
(http://up.picr.de/11549142of.jpg)

Und nochmal im inneren, Blick auf die beiden Bambusse
(http://up.picr.de/11549143gt.jpg)

Und hier das Strauchbeet links der Hauptachse
(http://up.picr.de/11549693ps.jpg)

Und noch einen Blick in den Eibenhain
(http://up.picr.de/11550194dm.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: maculatum am 19. August 2012, 15:29:35
Meditierende goldene Frösche oder Comic-Drachen mit Kussmund sind zu sehr Geschmackssache, um sie hier zu diskutieren, aber die Ruine mit Bambus und die Schattenpartien vermitteln schon jetzt eine Stimmung, die mich sehr anspricht. Nicht nur wegen des aktuellen Wetters... ;)

Gut gestaltet, aber nicht "durchgestylt". Weiter so! :) (Wie gesagt, ich spreche nicht von der Deko...)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. August 2012, 19:58:26
Danke für den Zuspruch, maculatum!  :D

Und ich gebe zu - Frösche und Drachen sind überhaupt nicht mehrheitsfähig  ;D

Zu meiner Verteidigung:
der Gartenhof ist ganz klar japanisch beeinflusst - da ich aber der Meinung bin, dass japanische Gärten und Beeinflussungen in europäischen Gärten immer etwas ambivalent sind, da aus der Kultur gerissen, wollte ich das gleich mal sarkastisch unterstreichen - kein buddha, dafür ein Yoga-Frosch  8)

Und da ich einerseits ein Faible für spleenige englische Gärten mit Show-Effekten hab, andererseits die klassischen englischen Landschaftsgärten mit Tempeln und griechischen Göttern auch toll finde, das für meinen zwar großen aber doch nicht SO großen Garten too much fand, hab ich das alles zusammen geschmissen und dazu noch gewisse Kitschliebhaber-Anteile konzentriert um die Ruine ausgelebt - wo das Thema Steinfiguren ja gut zu Stein passt  ;)

Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: ManuimGarten am 19. August 2012, 21:13:11
Ach ne, komm'... entschuldige dich nicht. ;D Jeder so wie er mag. Hier hocken an verschiedenen Plätzen Frösche herum. ::)
Die Grenze zwischen Kitsch, Spleen, Show oder künstlerischer Übertreibung ist fließend. Wen kümmerts. Aber wenn du auf Kritik reagierst: den goldenen Frosch im Eingang empfinde ich auch als Show, nur die silbrigen Kugeln gefallen mir nicht, weils sie wieder aus anderem Material sind. Da gefielen mir rustikale, zur Lampe passende besser.

Jetzt hätte ich fast die Sache an sich vergessen. - Toll, die neuen Fotos zu sehen. Bitte mehr davon. :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. August 2012, 21:35:27
Danke manu!!

vielleicht krieg ich das mit den Fotos jetzt häufiger hin - hab eine Umgehungslösung gefunden, wo ich mich nicht mehr mit dem Verkleinern für die gallerie hier im Forum rumärgern muss - muss zwar immer noch verkleinern, aber längst nicht so drastisch  ;D

Allerdings bin ich ja immer noch dabei, die "Struktur" des Gartens zu gestalten und weniger, Pflanzungen anzulegen (außer Strauchbeet und mesophytischer Hain vielleicht)
Insofern kann ich leider keine schönen Blühaspekte liefern, eben nur, wie sich die Struktur weiter entwickelt....ist nicht SOOOO spannend, denk ich mal.

Naja, vielleicht hier noch ein Bild, wie es vor der Mahd Anfang August aussah:
(http://up.picr.de/11557775kw.jpg)


Auch die Edelstahlkugeln haben ne Geschichte.
Der Garten war ja früher ne Obstwiese an nem Bauernhof und kein herrschaftlicher Landschaftspark, deshalb habe ich an Durchgängen auch alte Eichenschwellen gesetzt, von denen teilweise schon einige als ehemalige Grenzmarkierungen rumstanden (z.B. am vorderen Ende der Trockenmauer in der Hauptachse).
Und eben keine Sandstein-Torpfosten - aber als Anspielung an steinerne Torpfosten mit steinernen Kugeln drauf aus eben solch herrschaftlichen Gärten habe ich mir die Edelstahlkugeln auf den Eichenschwellen überlegt, als modernes Zitat einer alten Gestaltungsformensprache.
Auch am alten, restaurierten, schmiedeeisernen Tor zur Kapelle habe ich welche auf beide Pfosten mit Epoxy geklebt - da war es konsequent, diese moderne "Brechung" auch hier im Gartenhof einzuhalten.  ;)

Und ich wollte die Dinger mal bewusst nutzen und einsetzen und nicht in den Teich oder auf den Rasen "streuen"  ;D

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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: maculatum am 20. August 2012, 08:16:31
Ah, eine Wiese mit eingemähtem Weg! So was find ich toll. Ich bin begeistert. Die hast Du uns bis jetzt vorenthalten. ;)

Und was ist das Bunte über der Trockenmauer? Eine Saatmischung?

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 20. August 2012, 09:39:15
Ups, vorenthalten will ich doch gar nix!  ;)

Das ist der "Bogen" am oberen Ende des Gartens, die beiden roten Pfähle markieren die Stelle, an der IRGENDWANN mal der Pavillon hin soll.....

(http://up.picr.de/11560363gx.jpg)


(http://up.picr.de/11560366ee.jpg)


(http://up.picr.de/11560364gc.jpg)


Und hinter Trockenmauer, ja, das ist die Wiesenmischung Eldorado von Hof Berg-Garten - allerdings doppelt  :-\
Bei der ersten Saat hatte ich den Fehler gemacht, das Saatgut schon mit Sand zu mischen, aber erst nach ein paar Tagen zum Aussäen zu kommen - da hatte Vieles schon angefangen, auszukeimen und ich hatte die Befürchtung, das wird nix, da ich nicht zum gleichmäßigen Beregnen da war.
Deshalb hab ich einen Monat später nochmal nachgesät.
Das war 2010.
Allerdings habe ich dadurch jetzt dort eher eine Staudenflur als eine Blumenwiese...hat aber auch was.
Der Mohn ist durch das Aufwühlen des Bodens beim Bau der Trockenmauer letztes Jahr nochmal so hochgekommen.

Im Juni:
(http://up.picr.de/11560360mf.jpg)

Im Juli:
(http://up.picr.de/11560362yi.jpg)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: RosaRot am 20. August 2012, 09:57:07
Gefällt mir. Schöner Gartenhof. als Eintritt in Dein Reich. Auch die Ruine mit Bambus ist besonders. Und die Wiesen!
Zuviel sind der goldene Frosch(Buddha) und einige der Pilze (?) im Eibenhain. Da wird es süßlich. Eigentlich ist es ja ein eher herber Garten, was sehr schön und sehr ansprechend ist. Und der Obelisk darin hat auch etwas ganz Besonderes.
Schwierig ist immer die Beschränkung, bei jeder Gestaltung. ;)

Vielleicht findet der goldene Frosch einen ganz unerwarteten anderen Platz?

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 20. August 2012, 10:36:07
Danke RosaRot!

Ja..ich gebe zu, ich kann mich schlecht beschränken  ;D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: RosaRot am 20. August 2012, 10:41:36
Das geht auch anderen so... ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 09. Oktober 2012, 23:11:30
So, ich habe jetzt nochmal alle Bilder aus den ersten Postings von mir ausgetauscht - dieses Anklicken und zurück zum Thread klicken fand ich nicht so toll - allerdings ist es jetzt eine lange Reihe von Einzelbildern untereinander....aber ich glaube, das ist besser als die Thumbnails und die zu kleinen Galleriebilder  :-\


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: hymenocallis am 16. Oktober 2012, 10:25:30
So - jetzt hab ich alles durchgesehen und bin beeindruckt. Aber auch irritiert.

So viel Fläche, so viel Arbeit, so viele Ideen, so viele Details - da hast Du wirklich etwas geleistet.

So viele Stile, so viel Durcheinander, so viele Elemente, die sich gegenseitig die Schau stehlen, so viel 'zuviel' auf einmal hab ich noch in keinem Garten gesehen - auch in keinem Park. Spleenig ist wohl der einzige Begriff, der die Gestaltung wirklich treffend beschreibt.

Man könnte mit den Einzelideen 20 Gärten stilsicher und bezaubernd gestalten - alles in einem wirkt auf mich erschlagend. Als hättest Du Dich nicht entscheiden wollen/können und deswegen alle möglichen Gärten in einen gestopft. Es wirkt auf mich wie ein Schaugarten, bei dem ein Gärtner seinen Kunden zeigen will, was man theoretisch alles in seinem Garten realisieren kann und der Kunde wählt dann nach seinem Geschmack.

War das beabsichtigt oder ist das 'beim Machen so geworden'?

LG

PS: Ich bin wirklich schwer beeindruckt - wenn das, was dabei herausgekommen ist, dem entspricht, was Du erreichen wolltest, gratuliere ich Dir ganz herzlich.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Oktober 2012, 14:56:07
Hallo Hymenocallis,

erst mal vielen Dank für deine Reaktion und deine Anmerkungen!! :)

Ok, ich versuche mal, die Entwicklung der Planung des Gartens in Worte zu fassen  :D

Ich war schon immer fasziniert von England - und schliesslich auch von englischen Gärten.
Zuerst von der Staudenverwendung, schliesslich wanderte der Focus immer mehr auf die Raumgestaltung in englischen Gärten.
Wie in größeren Gärten mit Hecken Räume geschaffen werden, die einerseits eher einen "menschlichen" Maßstab im Gegensatz zu weiter, offener Landschaft haben und andererseits es ermöglichen, verschiedene Themen nebeneinander zu platzieren, ohne dass sie sich gegenseitig die Schau stehlen.
Gutes Beispiel:
Sissinghurst
Bauerngarten neben Rosengarten, Nussgarten und Obstwiese, der untere Hof bildet eine Blickachse über den weißen Garten zum Erechtheum mit Dionysosstatue.
Oder Mary Keen's Garten in den Cotswolds, oder die Gärten von Arabella Lennox-Boyd wie z.B. Gresgarth.
Es sind alles relativ weitläufige Grundstücke - die auch weitläufige Bereiche behalten, aber an anderen Stellen in kleine, gemütliche Räume mit unterschiedlichen Themen durch Hecken unterteilt werden.
Natürlich wurde ich auch von Ian Hamilton Finlay's Garten "Little Sparta" beindruckt und beeinflusst, der Kunstwerke in eine wilde, sehr naturbelassene Landschaft platziert und damit unglaubliche Wirkungen erzielt, oder Charles Jencks Garten Garden of Cosmic Speculation - beides eher spleenigere englische Gartenarchitekten.

Daneben gibt es dann natürlich auch noch die bekannten englischen Landschaftsgärten wie Rousham oder Stourhead, an denen mich das "Lustwandeln" mit Blickbeziehungen und Ausblicken, zum Teil eben auch auf sogenannte "Follies", künstliche Ruinen, Tempel usw., so fasziniert.

Natürlich ist mir klar, dass mein Garten keine Landschaftsgarten-Ausmaße hat und vielleicht auch nicht das wundervolle alte geschichtsträchtige Landhaus, auf das sich die mittleren Gärten in England oft beziehen.
Und wenn ich geschichtlich kongruent zum Bauernhaus von 1779 hätte bleiben wollen, hätte ich einen Bauerngarten anlegen müssen und die Obstwiese Obstwiese sein lassen müssen.

Aber jetzt ist englische Gartengestaltung eine Art roten Faden, die allem zugrunde liegt.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Oktober 2012, 14:57:46
Ich mag es, wenn es in Gärten "Attraktionen" gibt, die schon von Weitem dazu verlocken, dorthin zu gehen - und man dann auf dem Weg dahin um die Hecke biegt und noch ganz andere, neue Bereiche und Ausblicke entdecken kann.
Ich mag es, beim Spazieren auf verborgene Ecken zu stoßen und diese zu erkunden.
Und ich mag Vielfalt und Fülle.

Ich mag für mich persönlich Präsentiertellergärten nicht so sehr - Gärten, wo man alles mit einem Blick überschauen kann.
Solche Gärten, wie z.B. japanische Zen-Gärten, Barockgärten, moderne, minimalistische Gartengestaltungen, können unglaublich großartig, kontemplativ, beeindruckend sein - und ich sehe ihre großen Qualitäten und könnte solche Gärten auch entwerfen - aber sie entsprechen meiner Persönlichkeit nur zu einem kleinen Teil.

Der weite Blick von der Terrasse bis an den oberen Rand des Gartens, wo ein Pavillon einmal den Blickpunkt bilden soll, ist solch einen "ruhiger" Bereich, wo der Blick über die Wiese wandern kann.
Für mich persönlich brauche ich es nicht ruhiger  ;)

Und die Vielfalt wird, für dich vielleicht erschreckend, noch zunehmen, der Pavillon oben, ein großer Teich im großen Rasen mit Bachlauf vom Pavillon, eine unterirdische Grotte und vielleicht sogar noch ein Labyrinth sind in der Planung für die nächsten Jahre.
Und Staudenbeete habe ich ja noch gar keine richtigen  ;)
Allerdings möchte ich auch den Haincharakter erhalten, also freie Wiesenfläche mit Obstbäumen.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Oktober 2012, 14:59:17
Zur Entwicklung des Gartens:
Ganz am Anfang, als Jugendlicher, habe ich nur den Bereich direkt vor der Terrasse angelegt - auf dem Foto von 1990 aus dem ersten Post als Beet mit hässlicher grüner Plastikrasenkante zu erkennen - als reines Staudenbeet.
In meiner Studienzeit verwilderte es aber mehr und mehr.

Bei meinem letzten Studienprojekt suchte ich nach einem größeren Grundstück, auf dem man verschiedene Gestaltungsvarianten durchspielen könnte - und was lag näher, als die Obstwiese an meinem Elternhaus.
Wir haben damals 8 verschiedene Entwürfe für das Grundstück gemacht, von Landchaftsgarten bis modern, von komplett den Altbestand nutzend bis tabula rasa machen.

Eigentlich entwickelte sich damals, um 2000 herum, erst die Idee, das gesamte Areal zu gestalten, zumal auch in der Zeit die Nutzung als Schafsweide durch einen Nachbarn endete - der gab die Schafhaltung auf.
Da musste eine Lösung für die Wiesenpflege her, was gar nicht so einfach war, da ich schon damals auf eine Wildblumenwiese hin steuern wollte, mit einmaliger Mahd und Abtransport des Mähgutes.
Aber es lies sich lösen - und dann war der Weg frei, da ich nicht mehr drüber nachdenken musste, welche Pflanzen, z.B. Hecken, für Schafe oder Kühe ungiftig wären und wie man am einfachsten Elektrozäune ziehen könnte.

Am Anfang war die Obstwiese ja von einem Ende bis zum anderen überblickbar - auch von einem Nachbarn bis zum nächsten, deswegen war meine erste Arbeit die Pflanzung von Cornus sanguinea entlang der Außengrenzen als freiwachsende Hecke, ehe ich mir überhaupt überlegte, wo ich innerhalb dieser äußeren Grenze Räume haben wollte.
Ich möchte meinen Garten als einen möglichst geschützten Raum haben - und ich habe gottseidank die Fläche, um dies mit Hecken zu verwirklichen.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Oktober 2012, 14:59:40
Aber du hast schon recht, einige Bereiche sind "beim Machen so geworden"  :D
Nach den äußeren Hecken habe ich überlegt, wo ich Räume gestalten möchte und insofern Hecken im Garten haben will.

Was die Räume beherbergen sollten, war teilweise noch überhaupt nicht angedacht.

Zu beiden Seiten des großen Rasens, der früher mal der Gemüsegarten gewesen ist und mit Maschendraht zu der Obstwiese mit den Schafen abgetrennt war, hatte ich schon früher versucht, Hecken zu pflanzen, schliesslich setzte ich entlang der Grenzmauern, die den Zaun getragen hatten und bündig mit der Bodenoberfläche abschlossen dann Eibenhecken rechts und links.

Das Grundstück ist meiner Meinung nach aus mehreren Parzellen zusammen getauscht oder gekauft worden - teilweise ist dies noch im Kadasterplan zu sehen, wo es in zwei Parzellen geteilt ist.
Andere Hinweise sind z.B. diese Grenzmauern, oder an anderen Stellen Niveauunterschiede, teilweise mit Steinen, die aus dem Boden hervorlugen und möglicherseise auf eine ehemalige Bruchsteinmauer hinweisen.
Diese geschichtlichen "Grenzen" habe ich als Ausgangspunkt für Räume im Garten genommen.

Aber der erste richtige Raum, den ich angelegt habe, war 2006 der Eibenhain.
Vorher war an der Stelle eine Fichten-Weihnachtsbaumpflanzung - warum auch immer irgendwann mal gepflanzt, viel zu dicht stehend, dadurch aber einen spannenden, höhlenartigen Raum schaffend.
Ursprünglich wollte ich alles so lassen - nur die Ränder mit Eibenhecken untenrum schliessen, um den Raum richtig klar zu definieren.
Bedingt durch das Absterben der Fichten, die auch zügig gefällt werden mussten, veränderte sich die Situation natürlich grundlegend.
Eigentlich wollte ich dieses höhlenartige wiederhaben, aber natürlich nicht mit Fichten, ich überlegte mir andere Koniferen und was lag näher, als Eiben, da auf der anderen Seite der kleinen Nebenstrasse die Dorfkapelle und der Friedhof sind.
Eiben wurden lange als heilige Bäume verehrt und, vor allem in England, sehr häufig auf Friedhöfe gepflanzt, man kann dort uralte Exemplare finden.
Und ich mochte aus irgendeinem unerfindlichen Grund schon immer Eiben.
Ich pflanzet also rundum diesen Bereich Eibenhecken und hatte das Glück, von einer örtlichen Baumschule Eiben bekommen zu können, die schon ganz ordentlich von der Größe her waren - sie wollten sie eigentlich entsorgen, weil sie länger standen und nicht verschult worden waren, aber die riskante Verpflanzung zu mir funktionierte gottseidank.

Ein anderer Bereich wurde aus der Not geboren - die Ruine.
Wie ich schrieb, war es ursprünglich ein Schuppen und Schafsstall, dann decke ein Sturm ihn ab und ein übereifriger Bekannter fing Jahre später an, das Ding abzutragen, dann passierte wieder jahrelang nix mehr  :-X
Eine Lösung des Problems hatte ich nicht, bis mir die Idee mit dem Bambusgefängnis kam.
Ein anderer Bekannter half mir, den Schutt mit Schubkarren zu Big Bags zu fahren, die konnte man problemlos in der Einfahrt neben dem Eibenhain absetzen und wieder abholen.

Da der Schuppenrest nun mal ein sehr markantes, unübersehbares Element ist und bleiben würde, hab ich mir überlegt, dass ich da eher dick auftragen muss, damit es nicht wie ein verschämtes Verstecken von etwas Unliebsamen aussehen würde.
Deswegen die "Folly"-Strategie mit Steinguß-Gargoiles, Steinfragmente-Sammlung, Glassplittweg und Cornus alba Sibirica-Hohlweg, der auf die Ruine zuführt  ;)
Muß niemandem außer mir gefallen - was es tut  :D - ist aber um Lichtjahre besser als der Zustand vorher.
Erstaunlicherweise gefiel es aber auch schon einigen Arbeitern, die für verschiedene Aufgaben im Garten waren  :o 

Die Trockenmauer und das Plateau zeichnen wieder einen alten Grenzverlauf nach - genau auf der Linie der Trockenmauer verläuft ein Geländeverprung bis zur Grundstücksgrenze mit Bruchsteinen an und direkt unter der Oberfläche.
Trockenmauer und Plateau machen auch die Steigung im Gelände sichtbar - vom haus bis ganz oben ists ein Höhenunterschied von 7m.

Und der letzte Bereich, der "Ur"-"Wald", entstand, weil ich den Bereich vorher langweilig und leer fand und dann zufällig auf die Lebende-Fossilien-Thematik stiess.
An der Stelle liess sich eine Sammlung solcher Koniferen am besten vereinen und war für mich konsequent, da an dem einen Ende des Bereichs früher der Fichtenhain und jetzt der Eibenhain stand, am anderen Ende die Fichten-Grenzreihe, die auf älteren Fotos zu sehen ist.
Und in vielen englischen Gärten gibt es Sammlungen - seien es Bäume, Rhododendren o.Ä.  ;)


Dass du findest, dass der Garten ausschaut wie ein Schaugarten, bei dem man Kunden zeigen will, was realisierbar ist, ist eigentlich für mich als Gartenarchitekt ein großes Kompliment  :D

Und für mich als Gärtner ist es schon zu einem guten Teil genau der Garten mit all seinen Skurrilitäten, den ich für MICH haben möchte  ;D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Martina777 am 16. Oktober 2012, 15:27:54
Und für mich als Gärtner ist es schon zu einem guten Teil genau der Garten mit all seinen Skurrilitäten, den ich für MICH haben möchte ;D

Genau das beeindruckt mich an Deinem Garten!

In die Gärten schauen heisst für mich auch in die Seele des Gärtners zu sehen und auch da gibt es Brüche, Kreuzungen/Weggabelungen, Disharmonien, Erinnerungen und Visionen - das ist nicht immer harmonisch und einer Stilrichtung folgend.

Gratulation auch von mir!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 16. Oktober 2012, 15:33:11
Ich kann gut verstehen, dass Du Dich in Deinem Garten selbst verwirklichst - und dabei eben auch die Elemente und Stilrichtungen in ihrer Vielfalt einsetzt.

Auf den Fotos sieht es aus, wie sehr viele verschiedene Gärten. man kann eben auch so fotografieren, dass genau der Blick entsteht, den Du selbst haben wolltest an dieser Stelle.
Ich kann mir vom Gesamteindruck irgendwie kein Bild machen. Wie groß ist denn der Garten eigentlich und hat er eine symmetrische Form??

Effektiver ist es sicher, wenn man sich für einen Stil entscheidet und konsequent bleibt. Oder man hat die Möglichkeit wirklich so verschiedene Achsen zu gestalten, dass sie sich nie behindern oder aufheben in ihrer Wirkung.

Die Einbeziehung der Ruine finde ich sehr gut gelungen - das knallrote Tor - geschuldet dem jap. Garten wahrscheinlich, wäre mir zu leuchtend. Aber aus einer Bausubstanz, die eigentlich überhaupt nichts hergibt als Grau, etwas zu machen - das ist gut gelungen. Die Ziegelmauern - von Sarastro glaube ich - die haben es schon durch das Material selbst leichter zur Geltung. Ich finde die fantastischen Elemente wie Drachen gut. Kannst Du verraten, wie Du zu denen gekommen bist? Gern auch als pm.

Mein Garten hat bisher keine Wege, weil ich befürchte, dass er dadurch optisch verkleinert wird, aber vielleicht irre ich mich auch und könnte noch etwas Weite gewinnen. Welche Art Wege könnten optisch erweitern - helle oder dunkle??

Und jetzt schaue ich die Bilder nochmal in Ruhe an.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Oktober 2012, 17:01:23
Danke Martina!  :D

@Gänselieschen:
Hier mal ein schnell zusammengezimmerter Grundrissplan des Gartens, vielleicht wird dann einiges klarer, ich häng den auch in den ersten Post nochmal ein - eigentlich hasse ich es selber immer, wenn in Büchern über Gärten nirgendwo ein Grundrissplan gezeigt wird  :P
Die Beschriftungen in Klammern zeigen Projekte, die in meinem Kopf und auf dem Papier, aber noch nicht in der Realität existieren  ;)

(http://up.picr.de/12180924ek.jpg)


Das Tor ist in dem gleichen Rot wie die Triebe der Cornus alba Sibirica-Hecke dahinter, die zur Ruine führt  ;)

Sarastros Mauern sind großartig, ich habe den Thread verschlungen  :D
Und ich würd was drum geben, wenn der Stall aus Sandsteinen oder wenigstens roten Ziegeln gemauert worden wär  :-[
Ich hab sogar mal überlegt, wenn er denn abgerissen und abtransportiert wäre, an gleicher Stelle auf der Bodenplatte eine Kunstruine bauen zu lassen, wie man sie ja inzwischen schon als "Bausatz" bekommt.....

Die Drachen habe ich über Monate hinweg über ebay geschossen, von verschiedenen Anbietern und teilweise mit längerer Beobachtungszeit und immer mal wieder mitbieten  ;D

Hm, was Wege angeht...ich weiß nicht, ob die Farbe beim optischen erweitern so eine große Rolle spielen, hängt vielleicht auch eher davon ab, ob die Szenerie in praller Sonne oder sowieso schon im Schatten ist, im Schatten würde eine helle Oberfläche erweitern.
Aber ein immer wieder gern genutzter Trick bei kleineren Gärten ist, die Wege minimal zu verschmälern, je weiter weg sie sind.
Bei einem geraden Weg laufen perspektivisch ja die Linien der Ränder in der Entfernung in einen Punkt zusammen - und man kann dem Auge größere Entfernung vorgaukeln, wenn der Weg am Anfang z.B. 1,3m breit ist und an seinem Endpunkt nur noch 1,1m.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 17. Oktober 2012, 12:41:33
Vielen Dank für Deine Antwort - für einen schnellen Plan, ist das aber sehr ausgefeilt ;), wie groß ist nun die Gesamtfläche - die kleinen Zahlen kann ich leider nicht deuten.

Insgesamt kann ich mir die Lage aber schon besser vorstellen. Oben rechts, das sind Wohngebäude noch auf Deinem Grundstück, oder ist das das Nachbargrundstück und der Streifen mit dem künftigen Bachlauf ist ein schmal zulaufender Teil des Grundstücks?? Dann wäre Dein Grundstücksrand auf der Karte gelb bzw. braun?

Blutbuchenlaube - muss mal die Fotos nochmal sichten - hört sich toll an.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Oktober 2012, 14:38:03
Hallo Gänselieschen,
naja, die Plangrundlage ist schon vielfach überarbeitet, aber davon ein ordentliches jpg-Bild zu machen war schnell gewurschtelt gestern  ;)
Der Plan ist ja auch für meinen Gebrauch, deshalb ist er nicht so klar und übersichtlich, was Grenzlinien und so angeht - ich weiß ja, wo mein Grundstück endet  ;) 

Oben rechts sind Nachbarhäuser und deren Grundstücke, das gleichmäßig grün gepunktete ist die freiwachsende Cornus-sanguinea-Hecke an der Grenze zum unteren der beiden Nachbarn, ist auch als Beschriftung eingetragen.
Mein Grundstück ist mehr oder weniger L-Förmig.

Sorry, die Größenangabe hatte ich vergessen: 3950m²
Die Zahlen auf dem Plan sind Höhenmaße.

Der Bachlauf, ebenso wie der Teich, sollen später mal in der zentralen Blickachse von der Terrasse aus liegen - was du als "schmal zulaufend" siehst, ist der Mittelteil, rechts daneben der rechteckige Bereich mit den Beschriftungen "Kopfweiden", "Stein-Obelisk" und "Grotte" gehört auch noch zu meinem Garten - und natürlich auch nochmal rechts daneben der Fossilienhain und der Eibenhain.
Der Eibenhain grenzt an die Strasse mit der Dorfkapelle auf der anderen Seite.
Die Bezeichnung "Grotte" (die ja noch nicht existiert) steht übrigens genau auf dem neu aufgeschütteten Erdplateau mit der Trockenmauer als Abgrenzung am unteren Rand entlang, am Findling anfangend nach rechts.

Die Blutbuchenlaube ist auf den Fotos drauf -allerdings ist es momentan eher eine kreisrunde Blutbuchenhecke  ;)

Viele Grüße,

Gartenplaner


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nina am 17. Oktober 2012, 15:45:03
Ich weiß nicht aus welchem Grund ich diesen Thread komplett übersehen habe, aber ich bin absolut begeistert! :D :D :D

Wirklich beeindruckend und gewagt und Kunst ist dabei und Wildheit und Struktur - seeehr schön.

Du solltest unbedingt mal den "Il Giardino di Daniel Spoerri" besuchen, falls Du den noch nicht kennst. Müßte ganz nach deinem Geschmack sein! :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 17. Oktober 2012, 16:21:23
Ja Nina - ich bin genauso begeistert - deshalb will ich es auch ganz genau wissen :D

Gartenplaner, Du hast insofern gerade diese unregelmäßige Form super genutzt. Dass Dein Haus nicht irgendwo in der Mitte steht, ist auch Glück - da hast Du fast freie Hand mit der Planung.

Bei mir sind es 2000 m² aber das Haus teilt das recht schmale Grundstück (ca. 20m x 100m) in zwei total separate Teile. Damit sind der Gestaltung insofern Grenzen gesetzt, dass kein Stück größer als ca. 850 ² ist. Aber irgendwie bilde ich mir immer ein, ich könnte dort noch unheimlich was gestalten ;D - die Frage der Wege könnte einen Eindruck verstärken oder schaffen - wenn ich nur genau wüsste, welchen Charakter der Garten haben soll. Momentan ist es ein typisch ländlicher Garten mit abgeteiltem Gemüse-Bauerngarten, Teich, Wasserbecken, Stauden mit Feldsteinmauer, kleine Obstwiese - und der ganze Garten hat Gefälle. Gestaltet wird hauptsächlich hinter dem Haus.

Aber meine Pläne sind hier OT. Und jetzt gehe ich mit allen neuen Informationen nochmal Deine Galerien durch.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: hymenocallis am 17. Oktober 2012, 16:30:34
Hallo Hymenocallis,

erst mal vielen Dank für deine Reaktion und deine Anmerkungen!! :)

Ok, ich versuche mal, die Entwicklung der Planung des Gartens in Worte zu fassen :D

Ich war schon immer fasziniert von England - und schliesslich auch von englischen Gärten.
Zuerst von der Staudenverwendung, schliesslich wanderte der Focus immer mehr auf die Raumgestaltung in englischen Gärten.
Wie in größeren Gärten mit Hecken Räume geschaffen werden, die einerseits eher einen "menschlichen" Maßstab im Gegensatz zu weiter, offener Landschaft haben und andererseits es ermöglichen, verschiedene Themen nebeneinander zu platzieren, ohne dass sie sich gegenseitig die Schau stehlen.
Gutes Beispiel:
Sissinghurst
Bauerngarten neben Rosengarten, Nussgarten und Obstwiese, der untere Hof bildet eine Blickachse über den weißen Garten zum Erechtheum mit Dionysosstatue.
Oder Mary Keen's Garten in den Cotswolds, oder die Gärten von Arabella Lennox-Boyd wie z.B. Gresgarth.
Es sind alles relativ weitläufige Grundstücke - die auch weitläufige Bereiche behalten, aber an anderen Stellen in kleine, gemütliche Räume mit unterschiedlichen Themen durch Hecken unterteilt werden.
Natürlich wurde ich auch von Ian Hamilton Finlay's Garten "Little Sparta" beindruckt und beeinflusst, der Kunstwerke in eine wilde, sehr naturbelassene Landschaft platziert und damit unglaubliche Wirkungen erzielt, oder Charles Jencks Garten Garden of Cosmic Speculation - beides eher spleenigere englische Gartenarchitekten.

Daneben gibt es dann natürlich auch noch die bekannten englischen Landschaftsgärten wie Rousham oder Stourhead, an denen mich das "Lustwandeln" mit Blickbeziehungen und Ausblicken, zum Teil eben auch auf sogenannte "Follies", künstliche Ruinen, Tempel usw., so fasziniert.

Natürlich ist mir klar, dass mein Garten keine Landschaftsgarten-Ausmaße hat und vielleicht auch nicht das wundervolle alte geschichtsträchtige Landhaus, auf das sich die mittleren Gärten in England oft beziehen.
Und wenn ich geschichtlich kongruent zum Bauernhaus von 1779 hätte bleiben wollen, hätte ich einen Bauerngarten anlegen müssen und die Obstwiese Obstwiese sein lassen müssen.

Aber jetzt ist englische Gartengestaltung eine Art roten Faden, die allem zugrunde liegt.

 

Ich kann das recht gut nachvollziehen - ich kenne die meisten der von Dir genannten Gärten live und auch ich bin fasziniert von ihnen - allerdings wurden dort die Gartenanlagen im Kontext mit den jeweiligen Gebäuden und den unglaublich weitläufigen Grundstücken geplant. Abgesehen davon sind sie im Stil recht einheitlich und auch deswegen so harmonisch.

Selbst wenn ich eine 200 Jahre alte Villa in einem riesigen Park geerbt hätte, hätte ich doch Bedenken, die Stilelemente, die in Großbritannien so grandios wirken, in meinen Garten zu verpflanzen - zu schnell wirkt so etwas übertrieben und protzig.

Wir haben einen eher kleinräumigen Garten - den in einzelne Gartenräume zu unterteilen, ohne ihn eng wirken zu lassen, ist schon eine Herausforderung. Hier steht auch eine lebensgroße Statue und es hat viele Stunden Überlegung gebraucht, sie zu integrieren, ohne daß sie Fehl am Platz bzw. demonstrativ hingestellt wirkt.

Mir gefällt auch oft ein Detail und ich will es unbedingt realisieren - erfreulicherweise hab ich einen Co-Planer, der mir immer wieder auf die Finger klopft und mich das Weglassen lehrt.

Planst Du alleine? Gibt es für Dich ein 'Zuviel des Guten' oder gilt für Dich 'je mehr desto besser' auch im Garten?

LG

PS: Ich hoffe, Du bekommst meine Kommentare nicht in den falschen Hals, sie sind nicht bösartig gemeint - auch im Garten gilt: jeder nach seinem persönlichen Geschmack!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 17. Oktober 2012, 16:34:03
Bischen was hat ja Gartenplaner schon gucken lassen. Er macht das auch beruflich und kann also seinen Garten in Einzelbeispiele zerlegen zur Anschauung sozusagen. So habe ich das jedenfalls verstanden.

Ich bin von den steinernen Drachen so begeistert und überlege so in meinem Garten herum ::) ::) ::) ::) ::)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Oktober 2012, 20:06:23
Hallo allerseits,
@Nina:
vielen Dank!!
Der Spoerri-Garten ist großartig - kannte ich noch nicht  :o
Allerdings ist das schon eine ganz andere Kragenweite  ;D

Ich kann das recht gut nachvollziehen - ich kenne die meisten der von Dir genannten Gärten live und auch ich bin fasziniert von ihnen - allerdings wurden dort die Gartenanlagen im Kontext mit den jeweiligen Gebäuden und den unglaublich weitläufigen Grundstücken geplant. Abgesehen davon sind sie im Stil recht einheitlich und auch deswegen so harmonisch.

Selbst wenn ich eine 200 Jahre alte Villa in einem riesigen Park geerbt hätte, hätte ich doch Bedenken, die Stilelemente, die in Großbritannien so grandios wirken, in meinen Garten zu verpflanzen - zu schnell wirkt so etwas übertrieben und protzig.

Wir haben einen eher kleinräumigen Garten - den in einzelne Gartenräume zu unterteilen, ohne ihn eng wirken zu lassen, ist schon eine Herausforderung. Hier steht auch eine lebensgroße Statue und es hat viele Stunden Überlegung gebraucht, sie zu integrieren, ohne daß sie Fehl am Platz bzw. demonstrativ hingestellt wirkt.

Mir gefällt auch oft ein Detail und ich will es unbedingt realisieren - erfreulicherweise hab ich einen Co-Planer, der mir immer wieder auf die Finger klopft und mich das Weglassen lehrt.

Planst Du alleine? Gibt es für Dich ein 'Zuviel des Guten' oder gilt für Dich 'je mehr desto besser' auch im Garten? 

LG

PS: Ich hoffe, Du bekommst meine Kommentare nicht in den falschen Hals, sie sind nicht bösartig gemeint - auch im Garten gilt: jeder nach seinem persönlichen Geschmack!

@Hymenocallis:
Im Gegenteil, ich finde deine Kommentare spannend, sie bieten mir eine neue Außenwahrnehmung auf meinen Garten - wo ich auch oft gezweifelt habe, ob diese Idee oder jene Platzierung wirklich so gut waren/sind.

Ich will keinen der genannten Gärten 1:1 kopieren!
Ich habe mir nur abgeschaut, was man durch Raumbildung erreichen kann - und es genutzt, um im Garten zu vereinen, was sonst vielleicht schwierig zu vereinen scheint - und die moderneren Gestaltungen von Jencks, Finlay oder auch Ivan Hicks haben mir Mut gemacht, englische Gartengestaltung nicht allzu "klassisch-traditionalistisch" zu sehen.
Deswegen versuche ich oft "Brechungen" der klassischen englischen Stilelemente.

Ich bin mir aber auch immer noch nicht sicher, ob der Obelisk nicht wirklich etwas zu klassizistisch für meinen Garten ist....mal schauen, wenn die Eibenhecken größer sind und den Raum mehr abtrennen  ::)
Das war übrigens ein Objekt - auch von ebay bei nem Ausverkauf - wo ich nicht widerstehen konnte, die klassischen Vorbilder im Kopf, aber noch keinen Platz im Garten vor Augen  :-\
Lag dann jahrelang im Schuppen auf seiner Palette, bevor ich wirklich einigermaßen sicher war, wo genau er hin sollte.
Allerdings findet sich die Form in der Edelstahlskulptur im Eibenhain und als Rankobelisk links vor der Terrasse wieder - solche Wiederholung können integrierend und einend wirken.

Also hast du es bei deiner Skulptur genau richtig gemacht - sowas hat eine extrem prägnante Wirkung und muss immer gut überlegt werden!
Aber zu demonstrativ hingestellt würde ich erst mal als nicht so negativ sehen, wenn ein Kunstwerk einen stark berührt und einem deswegen wichtig ist, finde ich es vollkommen berechtigt, wenn es dann sogar den zentralen Platz im Garten bekommt und ein Garten drum herum angelegt wird.
Eher dekorative Kunstwerke oder Kunsthandwerk ist vielleicht eher zurückhaltender aufgehoben.

Im Übrigen, was viele nicht wissen und die meisten nicht so recht glauben - auch und gerade kleinräumigere Gärten wirken größer, wenn man sie unterteilt  ;)

Ich komme auch oft über Details auf Ideen - allerdings versuche ich dann immer zurück zu treten und zu schauen, was dieses Detail wo im Garten als Aussage und als ästhetische Bereicherung beitragen könnte - oder vielleicht auch nicht.
Dafür brauche ich oft realitätsnahe Simulationen, die ich mit Bestandfotos in photoshop bastle - sehr hilfreich!!

Und ja, ich plane allein, wenn auch Freunde und ihre Meinungen sehr gern gesehen sind.
Aber da kommen sich dann persönliche Geschmäcker in die Quere - ein Freund meinte mal, er würde diesen weitläufigen Haincharakter so mögen, wo man von einem Ende bis zum anderen drunter durch schauen könnte, der war nicht so begeistert, dass ich auf der linken Seite weiter oben eine weitere Eibenhecke pflanzte, um den Raum dahinter abzutrennen, während es mir zu offen war und mir die Weitläufigkeit mit der Blickachse zum Pavillon in der Mitte ausreichte  ::)

Hm, was das Zuviel des Guten oder je mehr, desto besser angeht......das ist sehr schwierig zu definieren, hängt stark von der Größe des Gartens und auch sehr stark von der Besitzerpersönlichkeit ab.
Wie ja schon geschrieben mag ich eher Vielfalt und Fülle  :D
Klarheit, Reduktion, Minimalismus überlass ich lieber anderen  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Oktober 2012, 20:26:53
Bei mir sind es 2000 m² aber das Haus teilt das recht schmale Grundstück (ca. 20m x 100m) in zwei total separate Teile. Damit sind der Gestaltung insofern Grenzen gesetzt, dass kein Stück größer als ca. 850 ² ist. Aber irgendwie bilde ich mir immer ein, ich könnte dort noch unheimlich was gestalten ;D - die Frage der Wege könnte einen Eindruck verstärken oder schaffen - wenn ich nur genau wüsste, welchen Charakter der Garten haben soll. Momentan ist es ein typisch ländlicher Garten mit abgeteiltem Gemüse-Bauerngarten, Teich, Wasserbecken, Stauden mit Feldsteinmauer, kleine Obstwiese - und der ganze Garten hat Gefälle. Gestaltet wird hauptsächlich hinter dem Haus.

Aber meine Pläne sind hier OT. Und jetzt gehe ich mit allen neuen Informationen nochmal Deine Galerien durch.

L.G.
Gänselieschen

Hallo Gänselieschen,
vielleicht OT, aber es geht hier im Atelier und auch bei meiner Gartenvorstellung ja um Gestaltungs-Elemente, die vielleicht Anregung für andere für deren eigenen Situationen sein können.
Insofern:
zwei separate Gartenteile vor und hinter dem Haus böten eine wunderbare, schon vordefinierte Möglichkeit, zwei komplett verschiedene Gärten anzulegen  ;D
Stell dir die Überraschung der Besucher vor, wenn sie aus dem modern-minimalistischen "Vor"-Garten in den wild-romantischen Urwald hinterm Haus treten würden  ;D
Muß natürlich nicht so extrem sein, aber eine Zweiteilung würde ich als Vorteil nutzen.

Nichtsdestotrotz kannst du beide Teile auch "zusammenhängend" gestalten, was sich durch Wiederholung von Elementen, Pflanzen, Raumaufteilungen in beiden Teilen erzielen liesse.

Die wichtigste Frage hast du selber gestellt:
welchen Charakter soll der Garten haben?
Eine Antwort darauf kannst du finden, wenn du dir die Frage stellst, was du dir persönlich von deinem Garten wünschst - soll er eine geborgene Höhle sein, eine weiter Raum zum Durchatmen, überbordender "Blumenstrauß" oder klare Ordnung und Struktur - oder beim Haus das Eine, weiter weg vom Haus das Andere (bzw. vor und hinterm Haus)  :)

Das ist erst einmal viel wichtiger, als zu überlegen, ob man einen "mediterranen, japanischen, barocken, bäuerlichen" Charakter des Gartens haben will - wenn man weiß, was der Garten einem selber geben soll, findet man schneller die dazu passenden Elemente oder den dazu passenden "Stil" des Gartens  ;)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: hymenocallis am 18. Oktober 2012, 09:18:51
@Hymenocallis:
Im Gegenteil, ich finde deine Kommentare spannend, sie bieten mir eine neue Außenwahrnehmung auf meinen Garten - wo ich auch oft gezweifelt habe, ob diese Idee oder jene Platzierung wirklich so gut waren/sind.

Ich will keinen der genannten Gärten 1:1 kopieren!
Ich habe mir nur abgeschaut, was man durch Raumbildung erreichen kann - und es genutzt, um im Garten zu vereinen, was sonst vielleicht schwierig zu vereinen scheint - und die moderneren Gestaltungen von Jencks, Finlay oder auch Ivan Hicks haben mir Mut gemacht, englische Gartengestaltung nicht allzu "klassisch-traditionalistisch" zu sehen.
Deswegen versuche ich oft "Brechungen" der klassischen englischen Stilelemente.
Das kann ich gut nachvollziehen - es tut gut, wenn sich ein Planer nicht zu ernst nimmt. Das gefällt mir auch an Deinen Ideen (die ich einzelnen übrigens richtig gut finde). Gibt man hier nicht acht, kann damit aber auch die ganze Planung an sich wieder zur Karrikatur werden. Das bemerken Außenstehende in der Regel besser als man selbst, weil man von seinen Ideen oft zu begeistert ist.

Ich bin mir aber auch immer noch nicht sicher, ob der Obelisk nicht wirklich etwas zu klassizistisch für meinen Garten ist....mal schauen, wenn die Eibenhecken größer sind und den Raum mehr abtrennen ::)
Das war übrigens ein Objekt - auch von ebay bei nem Ausverkauf - wo ich nicht widerstehen konnte, die klassischen Vorbilder im Kopf, aber noch keinen Platz im Garten vor Augen :-\
Lag dann jahrelang im Schuppen auf seiner Palette, bevor ich wirklich einigermaßen sicher war, wo genau er hin sollte.
Allerdings findet sich die Form in der Edelstahlskulptur im Eibenhain und als Rankobelisk links vor der Terrasse wieder - solche Wiederholung können integrierend und einend wirken.

Bei Deinem Obelisken mußte ich an das herrliche Exemplar in Stourhead denken - und wie problematisch dieses Element verkleinert auf kleinerem Gelände plötzlich wirkt. Die Größe, die Du im Garten stehen hast, findet man hier auf Friedhöfen - die Eibenhecken auch. Dieses Detail Deiner Planung hat deswegen für mich etwas Makabres.

Also hast du es bei deiner Skulptur genau richtig gemacht - sowas hat eine extrem prägnante Wirkung und muss immer gut überlegt werden!
Aber zu demonstrativ hingestellt würde ich erst mal als nicht so negativ sehen, wenn ein Kunstwerk einen stark berührt und einem deswegen wichtig ist, finde ich es vollkommen berechtigt, wenn es dann sogar den zentralen Platz im Garten bekommt und ein Garten drum herum angelegt wird.
Eher dekorative Kunstwerke oder Kunsthandwerk ist vielleicht eher zurückhaltender aufgehoben.
Es ist eine schwierige Gratwanderung. Wenn die Planung an das Kunstwerk angepaßt ist und sich die Bepflanzung der optischen Wirkung des Kunstwerkes unterordnet, finde ich das gerade bei modernen Kunstwerken sehr stimmig. Bei klassischen Elementen wie Brunnen, Statuen, Figuren, Grotten, Ruinen wird es schwieriger - die wirken ja oft nur dann stimmig, wenn sie irgenwie verwunschen und versteckt platziert wurden (gerade im englischen Landschaftsgarten - im Barockgarten sieht das anders aus).

Im Übrigen, was viele nicht wissen und die meisten nicht so recht glauben - auch und gerade kleinräumigere Gärten wirken größer, wenn man sie unterteilt ;)
Wenn man es richtig macht ja, ansonsten wirken sie nur eng.

Ich komme auch oft über Details auf Ideen - allerdings versuche ich dann immer zurück zu treten und zu schauen, was dieses Detail wo im Garten als Aussage und als ästhetische Bereicherung beitragen könnte - oder vielleicht auch nicht.
Dafür brauche ich oft realitätsnahe Simulationen, die ich mit Bestandfotos in photoshop bastle - sehr hilfreich!!
Ich arbeite ähnlich - allerdings folgt am Ende der Planungen immer eine Übung im Weglassen. Das verbessert die Entwürfe in der Regel noch mal.

Und ja, ich plane allein, wenn auch Freunde und ihre Meinungen sehr gern gesehen sind.
Aber da kommen sich dann persönliche Geschmäcker in die Quere - ein Freund meinte mal, er würde diesen weitläufigen Haincharakter so mögen, wo man von einem Ende bis zum anderen drunter durch schauen könnte, der war nicht so begeistert, dass ich auf der linken Seite weiter oben eine weitere Eibenhecke pflanzte, um den Raum dahinter abzutrennen, während es mir zu offen war und mir die Weitläufigkeit mit der Blickachse zum Pavillon in der Mitte ausreichte ::)
Qualifizierte Kritik zu bekommen ist sehr schwierig zu organisieren - außer man kennt privat ein paar Gartengestalter mit Geschmack. Hier liegt unser Garten so weit über dem üblichen Niveau, daß praktisch alles positiv bewertet wird, was mir so in den Sinn kommt und selbst gravierende Planungsfehler fallen niemandem auf. Ist auch ärgerlich. Inzwischen hab ich ein paar Profi-Kontakte aufgebaut, die mir die Sachen kritischer betrachten - sehr hilfreich! Ich plane allerdings nur als Hobby - es spricht sich aber zunehmend herum; mein Mann hat mir schon vorgeschlagen, daß ich dafür etwas verlangen soll.

Hm, was das Zuviel des Guten oder je mehr, desto besser angeht......das ist sehr schwierig zu definieren, hängt stark von der Größe des Gartens und auch sehr stark von der Besitzerpersönlichkeit ab.
Wie ja schon geschrieben mag ich eher Vielfalt und Fülle :D
Klarheit, Reduktion, Minimalismus überlass ich lieber anderen ;D
Irgendwo zwischen überbordender Fülle und strengem Minimalismus liegt für die Mehrheit der Menschen das rechte Maß. Früher war ich auch eher auf der üppigen Linie - heute gefallen mir die Lösungen besser, bei denen ich 30% der Ideen ausgemistet habe. Zuviele Highlights stehlen sich gegenseitig die Schau - deine Ruine wäre mir z. B. in Summe zu 'gepimpt', obwohl die Einzelideen richtig gut sind. Irgendwie drängt sich mir der Begriff 'overdressed' auf - gibt es im Garten auch ein 'over-gestaltet'?

Ich hoffe, ich hab irgendwie verständlich machen können, was ich meine und Dir nicht den Tag verdorben - so war es nicht gemeint ;). Deine Kreativität ist auf jeden Fall außergewöhnlich ausgeprägt - das ist wirklich bewunderswert.

LG
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: maliko am 18. Oktober 2012, 10:13:16
Hobbymäßig etwas planen und Gartengestaltung berufsmäßig ausüben - das ist ein Unterschied.
"etwas dafür verlangen" ?
Professionelle Gartenplaner haben in der Regel eine mehrjährige Ausbildung (Gärtnerlehre, Studium). Ihre Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf den Gestaltungsplan aus der Vogelperspektive, sondern umfasst auch konstruktive Elemente, Geländegestaltungen....Dinge, die mit Risiken verbunden sind (Treppen). Es sind entsprechende Versicherungen abzuschließen. Es sind Sozialabgaben zu leisten..... 1000 Dinge. Denen die Honorare kaum entsprechen. Und dazu kommt die seit Jahren eher angespannte Auftragslage. Es ist ein schwieriges Brot.
Oft sind potentielle Kunden erstaunt, dass ihr Garten eben nicht für "eine gute Flasche Wein" geplant werden kann. Wo es doch die Freundin der Freundin umsonst gemacht hat. >:(

Es gibt durchaus talentierte Hobbygärtner, die wirklich gute Ideen auf den Weg bringen. Und Gärtner, die voll daneben liegen (wir haben entsprechene threads). Aber bitte bleibt doch etwas bescheiden und selbstkritisch !

Ich bin jedenfalls froh, meinen Schwerpunkt anders gesetzt zu haben und mein Brot nicht primär mit Gartengestaltung verdienen zu müssen - weil der Markt zu eng und die Arbeit so umfänglich, so detailreich und anspruchsvoll ist, dass sie honorarmäßig kaum abzudecken ist.

Ich glaube, ich hab mich etwas in Rage und OT geschrieben. Sorry. Aber das bleibt jetzt so stehen. Bitte denkt einmal drüber nach.

maliko
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: hymenocallis am 18. Oktober 2012, 10:43:36
Hobbymäßig etwas planen und Gartengestaltung berufsmäßig ausüben - das ist ein Unterschied.
"etwas dafür verlangen" ?
Professionelle Gartenplaner haben in der Regel eine mehrjährige Ausbildung (Gärtnerlehre, Studium). Ihre Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf den Gestaltungsplan aus der Vogelperspektive, sondern umfasst auch konstruktive Elemente, Geländegestaltungen....Dinge, die mit Risiken verbunden sind (Treppen). Es sind entsprechende Versicherungen abzuschließen. Es sind Sozialabgaben zu leisten..... 1000 Dinge. Denen die Honorare kaum entsprechen. Und dazu kommt die seit Jahren eher angespannte Auftragslage. Es ist ein schwieriges Brot.
Oft sind potentielle Kunden erstaunt, dass ihr Garten eben nicht für "eine gute Flasche Wein" geplant werden kann. Wo es doch die Freundin der Freundin umsonst gemacht hat. >:(

Es gibt durchaus talentierte Hobbygärtner, die wirklich gute Ideen auf den Weg bringen. Und Gärtner, die voll daneben liegen (wir haben entsprechene threads). Aber bitte bleibt doch etwas bescheiden und selbstkritisch !

Ich bin jedenfalls froh, meinen Schwerpunkt anders gesetzt zu haben und mein Brot nicht primär mit Gartengestaltung verdienen zu müssen - weil der Markt zu eng und die Arbeit so umfänglich, so detailreich und anspruchsvoll ist, dass sie honorarmäßig kaum abzudecken ist.

Ich glaube, ich hab mich etwas in Rage und OT geschrieben. Sorry. Aber das bleibt jetzt so stehen. Bitte denkt einmal drüber nach.

maliko

Ich sehe das genau wie Du und denke deswegen auch nicht ernsthaft darüber nach - ich kenne den Profi-Job zu gut (wir sind mit einem recht erfahrenen befreundet) und weiß genau, daß die technische Seite der Gestaltung unglaublich viel Know-How und Erfahrung benötigt. Gerade Geländeveränderungen, Ent- und Bewässerungen, großflächige oder tiefe Fundamentierungsarbeiten, Teichbau etc. sind etwas, bei dem auch wir nur als Hilfskräfte den Profi unterstützen können. Abgesehen davon hätte ich nicht die Nerven, mich mit der ahnungslosen aber anspruchsvollen Kundschaft herumzuärgern, die jeden modernen Mist im Garten haben will (siehe auch den Fäng Schui Threat).

Es gibt aber auch Gärten, die ohne soviel Aufwand auskommen, weil sie kleiner sind, ebenes Gelände haben und keine aufwändigen baulichen Maßnahmen gewünscht werden. Die kann man auch als ambitionierter Laie ansprechend gestalten - vorausgesetzt, man hat sich schon einige Zeit mit der Materie beschäftigt. Aber selbst das ist zeitlich sehr aufwändig und wäre mit einem Stundenhonorar nicht abzudecken. Ich mach das deswegen nur für enge Freunde und nur in beschränktem Rahmen. Die Umsetzung der technischen Seite wird dabei auch delegiert - beim Pflanzen helfe ich noch aktiv mit - das macht mir einfach zu viel Spaß.

LG

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Oktober 2012, 12:23:40
Hallo allerseits,
hallo Hymenocallis,  :)
wie schon geschrieben, du "verdirbst" mir keinesfalls den Tag - durchdachte und fundierte Anmerkungen sind gern gesehen.

Aber ich denke mal, dass hier auch unterschiedliche Geschmäcker zum tragen kommen - für dich macht ein Weglassen von 30% deiner Ideen erst eine ausgewogene, gute Gestaltung aus - ich würds, wenns für mich privat wäre, möglicherweise noch zu "leer" finden....oder aber, ich würde es auch als genau richtig so empfinden.......das kann ich nicht beurteilen  :)

Ich bin in meinem Garten ja auch nicht der Beschränkung unterworfen, einen Kunden nicht zu überfordern mit skurrilen Ideen - ich kann mich austoben!
Und wenns mir so gefällt, muss das nicht allgemeintauglich sein - ich würde auch niemanden bequatschen, etwas Schräges in seinen Garten zu bringen, wenn es demjenigen nicht entspricht und/oder er den Mut dazu nicht hätte  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: hymenocallis am 18. Oktober 2012, 12:33:10
Aber ich denke mal, dass hier auch unterschiedliche Geschmäcker zum tragen kommen - für dich macht ein Weglassen von 30% deiner Ideen erst eine ausgewogene, gute Gestaltung aus - ich würds, wenns für mich privat wäre, möglicherweise noch zu "leer" finden....oder aber, ich würde es auch als genau richtig so empfinden.......das kann ich nicht beurteilen :)
Klappt nur mit Ausprobieren - und Weglassen ist auch nicht einfach; oft muß man länger tüfteln, um zu sehen, welches Teil/Detail unverzichtbar ist und welches eigentlich schon zu viel. Ich übe schon ein paar Jahre.

Meine Kommentare waren maximal als Anregung gedacht - eventuell eine Perspektive, die für Dich so noch nicht wahrnehmbar ist. Ich wurde diesbezüglich auch von außen sensibilisiert - zuerst war ich sehr dagegen, inzwischen bin ich immer öfter dafür.

LG

PS: Wir haben auch einen asiatischen Gartenteil in einer Art 'Hofsituation' realisiert. Buddha gibt es dort auch keinen. ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Martina777 am 18. Oktober 2012, 12:47:46
Buddha gibt es dort auch keinen. ;)

Buddhas kann man u.a. auch dadurch von ihrer übertriebenen emotionalen oder optischen Last befreien, indem man mehrere, gerne auch teils abgewittert oder halb kaputt, kombiniert. Aber ich geb zu, ich liebe einen entspannten gerne auch selbstironischen Pippi-Langstrumpf-Stil und suche mehr die Brüche als die Harmonien. Bloss sind für mich Brüche eher Zitate oder Hinweise - und da erkenne ich in dem hier gezeigten Garten sehr vieles in diesem Sinn.

Den Garten zur Bühne und zum Mausoleum machen :D

Nebenbei finde ich, den Garten seiner Kindheit umzugestalten, ist nochmal eine eigene Sache.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: hymenocallis am 18. Oktober 2012, 12:55:55
Bloss sind für mich Brüche eher Zitate oder Hinweise - und da erkenne ich in dem hier gezeigten Garten sehr vieles in diesem Sinn.
Die Menge machts - oder eben auch nicht.

Nebenbei finde ich, den Garten seiner Kindheit umzugestalten, ist nochmal eine eigene Sache.
Je nachdem, ob man ihn angenehm oder unangenehm in Erinnerung hat. Ich würde den Garten meiner Kindheit roden und völlig neu erschaffen.

LG
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Oktober 2012, 14:32:28
Buddhas kann man u.a. auch dadurch von ihrer übertriebenen emotionalen oder optischen Last befreien, indem man mehrere, gerne auch teils abgewittert oder halb kaputt, kombiniert. Aber ich geb zu, ich liebe einen entspannten gerne auch selbstironischen Pippi-Langstrumpf-Stil und suche mehr die Brüche als die Harmonien. Bloss sind für mich Brüche eher Zitate oder Hinweise - und da erkenne ich in dem hier gezeigten Garten sehr vieles in diesem Sinn.

Den Garten zur Bühne und zum Mausoleum machen  :D

Nebenbei finde ich, den Garten seiner Kindheit umzugestalten, ist nochmal eine eigene Sache.

Hallo Martina,
ich habe mal in einem Gartengestaltungsbuch eine kleine Armee von quietschbunten Gartenzwergen gesehen, die in Reih und Glied durch einen waldartigen, efeubedeckten Gartenbereich marschierten - und es hatte was  ;D
Ich weiß nicht, wie es in die restliche Gestaltung integriert war, aber ich stehe solchen "Knalleffekten" erst einmal nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, wenn sie eine überlegte Aussage haben  :)

Ich bin nun recht zwiespältig, was japanische Gärten in Europa angeht - sprich ohne den kulturell-religösen Hintergrund.
Und als ich den Yoga-Frosch entdeckte, musste ich erst einmal herzhaft lachen - und dachte dann, dass das genau der ironisch-sarkastische Kommentar zu einem japanoiden Gartenbereich wäre  :D
Dass es sehr plakativ ist, ist mir klar - aber ich mag ihn  ;)

Den Edelstahlobelisk mit seinen "Grabmal"-Assoziationen habe ich genau deswegen im Eibenhain direkt gegenüber der Dorfkapelle und dem Friedhof platziert - vom Garten aus sieht man dort unser Familiengrab.
Für mich versinnbildlicht er die Frage, was nach dem Tode kommt.
Er spiegelt alles in seiner Umgebung, auch einen selber, wenn man direkt davor steht.....

Den großen Sandstein-Obelisken hingegen sehe ich eher als Zitat eines Zitats - Renaissance und Landschaftsgarten zitierten die klassische Antike mit Obelisken, ich zitiere wiederum dies  ;D

Eigentlich ist dieser Garten nicht der Garten meiner Kindheit - da der eine Teil der Gemüsegarten von unserem Untermieter war und der größte Teil eingezäunt als Schafsweide diente, durfte ich dort nie so richtig spielen.
Dafür war ich extrem viel im verwilderten Garten meiner Großeltern, hab dort irgendwann den Sandkasten zum Blumenbeet umgebaut, mein Großvater baute mir am entferntesten Ende ein Gartenhäusschen, wo ich dann auch ein Gärtchen drum herum anlegte und meiner Fantasie liess ich in den verschiedenartig zugewucherten Gartenteilen freien Lauf.
Aber ich versuche jetzt in meinem Garten einerseits räumliche Situationen aus jenem Garten wieder aufleben zu lassen - ich hatte eine zeitlang eine "Höhle" unter einem großen, breitwachsenden Wacholder, was das Vorbild für den Eibenhain wurde, und andererseits Pflanzen, die mir schon als Kind im großelterlichen Garten auffielen, wieder anzupflanzen.

Vielleicht kennt jemand das Buch "Beseelte Gärten - Der Garten als Ausdruck des Selbst" von Julie Moir Messervy.
Sie listet unter anderem 7 archetypische Raumsituationen auf, sei es in der Landschaft oder in Gärten, die einen als Kind beeindrucken und die auch Erwachsene als besonders empfinden, wenn man sie bewusst gestaltet.
Das hat mich sehr darüber nachdenken lassen, welche Orte ich als Kind mochte - und sie mich auch wieder als Gartenräume nachbauen lassen.  :)

Viele Grüße,

Gartenplaner


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Oktober 2012, 18:52:28
Bin schon wieder auf's Neue beeindruckt, und habe noch nicht mal alle Bilder intensiv gesehen.
Trotzdem schon zwei Fragen - der Belag in der Ruine - Glas?? und diese Ziegelsteine am Obelisken - war das Gefälle schon, gemauert, gelegt, soll da mal irgendwie Wasser, oder kommt dort die Grotte hin.

Eibensämlinge finde ich immer mal wieder im Garten - mit einer Eibenhecke einen Bereich abtrennen und gestalten - ..... gefällt mir die Idee.

L.G.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Oktober 2012, 22:25:40
Hallo Gänselieschen,
der Weg zur Ruine und in der Ruine ist hellblauer Glassplitt - wie ich schon schrieb, wollte ich bei der Schrägheit der Ruine "dick auftragen" und ein Weg in einer Farbe, die man mit Splitt nicht hinbekommt, dazu noch das Glitzern bei Sonne.....und ich wollte das Material einfach auch mal ausprobieren  ;)

Aber was meinst du genau mit Ziegelsteinen am Obelisken - die Mauer ein Stück davor?
Wenn du die Mauer meinst - das Gefälle und ein kleiner Geländeversprung an der Stelle, der einen ehemaligen Grenzverlauf wohl anzeigt, waren da, aber ich habe Boden auffüllen lassen, bis ich eine ebene Fläche hatte - unter anderem auch, um die Grotte nicht komplett in den anstehenden Boden eingraben zu müssen (wegen des hohen Grundwasserspiegels) und die Aufschüttung dafür mitnutzen zu können - und hab die Vorderkante des dadurch entstehenden Plateaus wiederum mit einer Trockenmauer abstützen lassen.
Die Mauer ist  nur gelegt, nicht gemörtelt, es ist ein harter Kalkstein/Dolomit, Meskalith genannt.
Und die Grotte, bzw. der Eingang dazu, soll direkt hinter die beiden großen Findlingssteine am vorderen Ende der Trockenmauer - im Post #16 auf dem siebten Bild wäre der Eingang an der Stelle wo man nackten Boden hinter den beiden Findlingen sehen kann in der Böschung  8)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Martina777 am 19. Oktober 2012, 08:27:59
Hallo Gartenplaner,

obwohl ich mit Gartenzwergen nichts anfangen kann, hätte ich viele, und viel Platz, könnte ich mir den Zwergenmarsch sehr gut vorstellen! Genau das gefällt mir auch immer mehr, einfach die schrägen Ideen mal "machen" ....

So sehr ich die hohe Kunst von Mixed Borders z.B. achte und schätze, aber mir pers. wäre das zu "Rosamunde-Pilcher-mässig" (für mich, nur für mich! In anderen Gärten sehe ich sie unglaublich gern) und für die momentane Zeit auch zu harmonisch. Da ich einen alten Garten wieder entdecke und manchmal originelle Wegereste meines Vorgängers finde und sie spontan integriere, merke ich sehr, wie der Garten einen leitet ...

Die Reduktion - wie Hymenocallis ausgeführt hat - hat schon was Gutes: Man beschäftigt sich nämlich zwangsweise damit, was genau den Eindruck erschafft. Das führt zu mehr Klarheit - wobei Du mit Deinem grossen Grundstück natürlich den Vorteil einer "grossen Spielwiese" hast und klotzen kannst und auch musst.
 
Hier gibts auch 2 alte Schuppen, der eine wird wohl über kurz oder lang irgendwas in die Richtung "Folly" werden. Eigentlich wollt ich ihn abreissen, dann taugte er gut zum Brennholz lagern (hat auch eine Betonbodenplatte) und langfristig ... mal sehen. So lange das schräge Dach intakt ist, macht er als Schuppen an sich noch Sinn. Aber er ist halt schon herrlich schäbig ;D - ich wusste gar nicht, wie sehr ich das mag.

Was mich betrifft - ich freue mich schon auf neue Fotos von Dir!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: hymenocallis am 19. Oktober 2012, 09:17:59

Hier gibts auch 2 alte Schuppen, der eine wird wohl über kurz oder lang irgendwas in die Richtung "Folly" werden. Eigentlich wollt ich ihn abreissen, dann taugte er gut zum Brennholz lagern (hat auch eine Betonbodenplatte) und langfristig ... mal sehen. So lange das schräge Dach intakt ist, macht er als Schuppen an sich noch Sinn. Aber er ist halt schon herrlich schäbig ;D - ich wusste gar nicht, wie sehr ich das mag.

Ich kenne echte Ruinen live - eine alte Mühle im Wald hinter dem Bauernhof, auf dem wir seit Jahren Urlaub machen und die inzwischen total verfallenen Gebäude in der Milli-Schlucht auf Kreta. Es waren beides mal Nutzbauten - die Natur hat sich das Gelände zurückerobert.

Eine ähnliche, vielleicht noch verwunschenere Stimmung im Garten zu erzeugen, wenn man echte alte Gebäudereste findet, halte ich für eine geniale Idee.

Gothic, aber auch Roman Follies sind künstliche Bauten, die in großen Gartenanlagen an genau geplanten Punkten dekorativ eingesetzt wurden - dort haben sie auch ihre Berechtigung, aber auch bei den großen Vorbildern wird der Effekt durch gotische/römische Bauteile (Spitzbögen, Saulenreste, etc.) erzielt und nicht durch daraufgestellte Deko-Elemente. Hat man genug Platz, kann man sich die auch heute in perfekt 'ruiniertem' Zustand kaufen und aufbauen - mit der richtigen Bepflanzung kann das nach einigen Jahren richtig klasse aussehen.

Ich halte eine Kombination beider Varianten für problemlos realisierbar - aber ob sie auch die beste/stimmigste Lösung ist?

Die Frage führt allerdings wieder mal zu der zentralen Frage: wodurch zeichnet sich gute Gartengestaltung aus? Welche Gestaltungen werden gelobt/geschätzt und welche in den Fäng-Schui Thread verbannt? Wenn man die Fotos ansieht, fragt man sich doch öfter, warum die eine Deko-Idee negativ als Kitsch und die andere positiv als bewußter Gag gewertet wird.

LG
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Martina777 am 19. Oktober 2012, 09:29:17
Ich denke, die beste - stimmigste Lösung ist nur dann möglich, wenn man schon ein Gebäude hat, dessen Ruinencharakter man maximal verstärkt. Wenn man sowas mag. (Ich tu es, reine Geschmackfrage mMn)

Ich glaub, da hab ich mich falsch ausgedrückt oder die Follies in meiner gewünschten Bedeutung romantisiert - ich kenne zuwenige, wobei bei Neugestaltung halt immer auch der Zeitgeist mitspielt. Und wenn es nur Mörtel ist, der nicht bröckelt etc ... solche Details gehören für mich z.B. dringendst zu einer Ruine.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 19. Oktober 2012, 10:14:49

Aber was meinst du genau mit Ziegelsteinen am Obelisken - die Mauer ein Stück davor?
Wenn du die Mauer meinst - das Gefälle und ein kleiner Geländeversprung an der Stelle, der einen ehemaligen Grenzverlauf wohl anzeigt, waren da, aber ich habe Boden auffüllen lassen, bis ich eine ebene Fläche hatte - unter anderem auch, um die Grotte nicht komplett in den anstehenden Boden eingraben zu müssen (wegen des hohen Grundwasserspiegels) und die Aufschüttung dafür mitnutzen zu können - und hab die Vorderkante des dadurch entstehenden Plateaus wiederum mit einer Trockenmauer abstützen lassen.
Die Mauer ist nur gelegt, nicht gemörtelt, es ist ein harter Kalkstein/Dolomit, Meskalith genannt.
Und die Grotte, bzw. der Eingang dazu, soll direkt hinter die beiden großen Findlingssteine am vorderen Ende der Trockenmauer - im Post #16 auf dem siebten Bild wäre der Eingang an der Stelle wo man nackten Boden hinter den beiden Findlingen sehen kann in der Böschung 8)

Genau diese Stelle meinte ich - ist nicht dahinter diese Säule - ich dachte, dass Ding heißt Obelisk.
Also gelegt sind die Steine - ich habe vergessen zu sagen, dass mir das gut gefällt ;). Ziegelsteine z.B. habe ich auch noch und kann auch noch welche beschaffen - ich überlege ja immer, ob und was bei mir noch geht. Gefälle hat mein Grundstück auch - insbesondere der Teil, den ich intensiv nutze. Bisher habe ich dort eine Wiese für diverse Zwecke freigehalten. An einer Stelle ist richtig viel Gefälle, wenn man dort so etwas bauen wollte - das würde sicher gehen. Parkcharakter wird man allerdings nicht erreichen, dazu ist die Fläche zu klein.

Woher hattest Du das Glas - auch die großen Elemente sehen phantastisch aus! Habe grad mal geschaut - bei ebay wird sowas angeboten, Gabionenbefüllung und auch Einzelbrocken, aber nicht gerade preiswert.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Oktober 2012, 10:43:12
Hallo Gänselieschen,
bei Grundstücken mit Gefälle kann man mit Terrassierungen - so nennt man das, was ich gemacht hab, also Erde aufschütten, bis man eine ebene Fläche hat - besser nutzbare Flächen im Garten erhalten.
Wichtig ist, vorher die obersten 20-30cm der Fläche, auf die man auffüllen will, abzutragen und woanders zwischenzulagern und nach dem Auffüllen dann als letztes wieder oben drauf zu verteilen - Mutter/Oberboden darf nicht überschüttet werden.
Je nachdem wie viel Erde du allerdings aufschütten lassen musst, bist du eine Ebene erhälst, bei mir waren es an der Kante der Mauer um die 1,2m, reichen Ziegelsteine definitiv nicht mehr nur aufgeschichtet aus, um den Erddruck abzufangen!
Die Meskalith-Steine sind ziemliche schwere Brocken von mindestens 20x30x30cm Größe - mit solchen Steinen kann man Trockenmauern bauen, mit Ziegelsteinen würd ich das nicht über 30cm hinaus machen!

Den Glassplitt hab ich im Big-Bag von der Firma http://www.decostones.de geliefert bekommen.
Es gibt mehrere Anbieter, die waren die günstigsten und sehr zuverlässig
Die haben eine breite Palette an Farben, die sie liefern können - hatten mir vorher auch 10 oder so Farbproben von ihren Glassplittsorten zugeschickt.
Ich hab da allerdings auch in meiner Funktion als Gartenarchitekt bestellt - sie beliefern auch Privatkunden, ich weiß allerdings nicht, wie dann die Konditionen sind.
Glasbrocken findet man bei manchen Natursteinhändlern oder Gartencentern/Garten-Landschaftsbaubetrieben, bei einem, wo ich noch glasklare Brocken letztens gekauft habe, kostet der Kilo um 1 Euro.

Viele Grüße,
Gartenplaner


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Oktober 2012, 11:12:44
Die Frage führt allerdings wieder mal zu der zentralen Frage: wodurch zeichnet sich gute Gartengestaltung aus? Welche Gestaltungen werden gelobt/geschätzt und welche in den Fäng-Schui Thread verbannt? Wenn man die Fotos ansieht, fragt man sich doch öfter, warum die eine Deko-Idee negativ als Kitsch und die andere positiv als bewußter Gag gewertet wird.

LG

Hallo Hymenocallis,
ich glaube, das ist die schwierige Gratwanderung jeder Gestaltung, die etwas ausprobiert und wagt und somit traditionelle Wege verlässt - erstens wird es dadurch schwieriger, einer breiten Allgemeinheit, die die klassischen Gestaltungen kennt und wertschätzt, zu gefallen, andererseits läuft sie Gefahr, in der Kitsch-und/oder-schlechter-Geschmack-Ecke bei Gartenzwergen und verquollenen weißen Betongußputten zu landen - sei es beim Gestalten selber oder danach beim Bewertetwerden  ::)

Bestes Beispiel aktuell - die Skulptur "Verity"von dem Engländer Damien Hurst, die jetzt in England für Aufruhr sorgt  ;D

Damit das keiner falsch versteht - ich sehe mich nicht als messianischer "Künstler", der die Gartengestaltungswelt umkrempeln möchte!
Ich finde nur kontroverse Gestaltungen für mich persönlich spannend und probiere Schritte in die Richtung in meinem privaten Garten aus - ob sie gelungen sind, liegt im Auge des Betrachters  ;)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Martina777 am 19. Oktober 2012, 11:17:28
Gartenplaner: Man sollte auch nie ein Buch für den Leser schreiben, heisst es.

Nur wer tut, was er meint, bleibt authentisch.

Wenn das endet in grünen Kunstrasen auf nackter Erde (wie auch schon gesehen), dann ist das eben so. ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 19. Oktober 2012, 11:27:52
Danke Dir, das Gefälle ist recht sanft - an einer Stelle etwas mehr - das ist uns erst letztens aufgefallen, als wir eine Bühne stellen wollten ;D. Ich könnte mir vorstellen, genau dort - ausgehend vom höchsten Punkt - dahinter eine Ebene zu schaffen - wäre irgendwie ein geschützter Raum - ggf. eine Art Senkgarten mit Sitzplatz möglich - hier müsste man sicher dann die Seiten abfangen. Wie viel das ausmacht von der tiefsten Stelle zum Ausgangspunkt weiß ich nicht - könnten aber schon 50 cm werden. Aber man kann es natürlich auch genau umgekehrt machen - wie Du sagst, terassieren, unten anfüllen und auf diese Art eine neue Ebene schaffen. Die läge offen in Sonnenrichtung - aber die dann abzufangene Seite würde nicht so gut zur Geltung kommen, weil sie nicht so offen liegt. Ist ja auch erstmal nur ein Gedankenspiel.

1 Euro pro kg wäre sicher o.k., ich werde einfach mal besser auf so etwas achten.

L.G.
Gänselieschen

@ Martina 77 - was meinst Du eigentlich mit Pipi-Langstrumpf-Stil? :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Martina777 am 19. Oktober 2012, 12:55:01
@ Martina 77 - was meinst Du eigentlich mit Pipi-Langstrumpf-Stil? :)

Eine mehr oder minder grosse Unbekümmertheit in bezug auf "das hat so zu sein". Auch mal lassen ... "Schätze" vom vorigen Gärtner oder Wegebauer weiterbenutzen, wo möglich - und das Spielerische kultivieren. Ein Garten, in dem es nicht stört, würde man gepunktete Pferde heben ;)

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mediterraneus am 19. Oktober 2012, 13:03:21
Hat eigentlich schon mal wer erwähnt, dass die Obstbäume total verwahrlost sind? ;)

Der Garten ist toll, viele gute Ideen.
Was ich ein bißchen vermisse, ist ein Gartenteil mit Bezug zu der wunderbaren dörflichen Umgebung. Also z.B. ein paar frischgesetzte Obsthochstämme. Oder gibts das schon und ich habs übersehen?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Oktober 2012, 13:23:52
@Martina:
 :) :D ;D Schön formuliert  ;)

@Mediterraneus:
Die Obstbäume sind wohl wahrscheinlich über 100 Jahre alt - die Pflaumen/Zwetschgen sind am Ende ihrer Lebensspanne und fallen nach und nach aus - und um  :'(
Vor gut 10 Jahren habe ich alle Obstbäume von einer darauf spezialisierten Firma schneiden lassen - zum ersten Mal seit wahrscheinlich 50 Jahren - und vor 6 oder 7 Jahren 11 neue Hochstämme nachpflanzen lassen, von denen jetzt noch 7 leben, 2 neue Zwetschgen sind vor der Trockenmauer zu sehen, die 2 Apfelbäumchen stehen bei der Blutbuchenlaube
Vor 2 oder 3 Jahren habe ich die alten Bäume nochmal ausputzen lassen.
Aber bei den Zwetschgen hilfts nix mehr  :-\
Die Apfelbäume sind insgesamt noch sehr gesund - wenn auch bei einem letztes Jahr die 2 Hauptkronäste einfach verdorrt sind, ich hab sie vor kurzem aussägen lassen, aus Erfahrung weiß ich, dass sich das wieder verwachsen kann - und auch 2 der 3 nachgepflanzten Apfelbäume haben sich gut entwickelt.
Da ich das Fallobst eh kaum nutze - zumal die meisten alten Äpfel Lageräpfel sind - versuche ich die abgehenden Bäume mit spezielleren und auch dekorativeren Obstbäumen zu ersetzen - hab inzwischen eineMispel, eine Kaki, 2 Maronen und 2 Paw-Paws nachgepflanzt und bin auf der Suche nach Far-Northern-Sorten von Pekan-Nüssen, außerdem will ich einen Maulbeerbaum und einen Speierling pflanzen.
Ich möchte ja auch den Obstwiesencharakter erhalten - nur machen die Obstbäume da leider nicht ganz so mit  :-\


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mediterraneus am 19. Oktober 2012, 13:33:45
Zwetschgen sind nicht so langlebig. Das ist hier auch so.

Bei euch gibts doch bestimmt auch so regionale Obstsorten. Frankreich ist ja nicht weit, und dort gibts ja ein wahres Obstsortenschlaraffenland.

Ich mochte meine im Grundstück liegende Streuobstwiese anfangs auch nicht so besonders und hab mit Präriepflanzen, Feigenbäumen etc experimentiert.
So nach und nach komm ich drauf, dass es nicht so in die ländliche Umgebung passt, und zumindest die an die Obstwiese grenzenden Bereiche werden nun mehr und mehr wieder einen "Bauerngartencharakter" bekommen.
Obstexoten kommen wieder an den Rand der Wiese oder in ander Bereiche nah am Haus. Historische Birnen und Äpfel sollen stattdessen hin.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Oktober 2012, 14:30:04
Bei euch gibts doch bestimmt auch so regionale Obstsorten. Frankreich ist ja nicht weit, und dort gibts ja ein wahres Obstsortenschlaraffenland.

In Belgien auch - ich hab folgende Apfelsorten: "Luxemburger Renette" und "Triumph von Luxemburg", Zwetschensorten: "Wangenheimer Frühzwetsche, "Bühler Frühzwetsche" und "Hauszwetsche" und die Birnensorten "Williams Christ", "Gute Graue" und "Vereinsdechantsbirne"
Allerdings waren damals auch nicht alle Sorten, die ich aus der Liste der alten Obstsorten Luxemburgs rausgesucht hatte verfügbar und ich hab Alternativsorten gepflanzt bekommen  :-\

Ich mochte meine im Grundstück liegende Streuobstwiese anfangs auch nicht so besonders und hab mit Präriepflanzen, Feigenbäumen etc experimentiert.
So nach und nach komm ich drauf, dass es nicht so in die ländliche Umgebung passt, und zumindest die an die Obstwiese grenzenden Bereiche werden nun mehr und mehr wieder einen "Bauerngartencharakter" bekommen.
Obstexoten kommen wieder an den Rand der Wiese oder in ander Bereiche nah am Haus. Historische Birnen und Äpfel sollen stattdessen hin.

Mein Grundstück besteht ja eigentlich nur aus Streuobstwiese - bis auf den mittleren Bereich von der Terrasse aus gesehen, der mal Gemüsegarten war.
Ich hab am Anfang auch geschwankt zwischen konservierender Erhaltung der Obstwiese und integrierender Gestaltung des Ganzen - da ich aber keinen Platz mehr außerhalb der Obstwiese hab, hab ich mich für Letzteres entschieden.
Ich überdenke auch immer intensiv, wenn mich die Lust überkommt, einen besonderen Baum wie z.B. Davidia involucrata zu pflanzen, wie sich das mit dem großen Überthema Obstwiese verträgt und wo es am besten integrierbar ist.

Wie ich schon schrieb - wenn ich geschichtlich kongruent zum Bauernhaus von 1779 hätte bleiben wollen, hätte ich einen Bauerngarten anlegen müssen und die Obstwiese Obstwiese sein lassen müssen.
Aber das wollte ich nicht - das war eine klare Entscheidung von mir.
Die Geschichte eines alten Gartens ist auch immer eine Überlagerung von verschiedenen "Nutzungs/Gestaltungs-Schichten", und ich lege jetzt meine Schicht drüber, ohne die alten Schichten - Obstbäume, Grenzlinien - zu entfernen.

Deswegen bewege ich mich auch in Richtung spannend-dekorative Obstbäume - passt zum Überthema, ist aber interessanter von der Ästhetik her als NUR klassische Obstbäume.
Die Blickachse auf das Nachbargehöft, die ja mit einer "Allee" von Zwetschgenbäumen gefasst ist, werde ich wohl auch wieder mit Zwetschen nachpflanzen müssen - 3 junge Bäume stehen ja schon, die anderen Altbäume sind bald hinüber.
Das Überthema Obstwiese wird also erhalten - wenn auch nicht ganz auf traditionelle Art und Weise  ;)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Treasure-Jo am 06. November 2012, 19:16:37
Hobbymäßig etwas planen und Gartengestaltung berufsmäßig ausüben - das ist ein Unterschied.
"etwas dafür verlangen" ?
Professionelle Gartenplaner haben in der Regel eine mehrjährige Ausbildung (Gärtnerlehre, Studium). Ihre Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf den Gestaltungsplan aus der Vogelperspektive, sondern umfasst auch konstruktive Elemente, Geländegestaltungen....Dinge, die mit Risiken verbunden sind (Treppen). Es sind entsprechende Versicherungen abzuschließen. Es sind Sozialabgaben zu leisten..... 1000 Dinge. Denen die Honorare kaum entsprechen. Und dazu kommt die seit Jahren eher angespannte Auftragslage. Es ist ein schwieriges Brot.
Oft sind potentielle Kunden erstaunt, dass ihr Garten eben nicht für "eine gute Flasche Wein" geplant werden kann. Wo es doch die Freundin der Freundin umsonst gemacht hat. >:(

Es gibt durchaus talentierte Hobbygärtner, die wirklich gute Ideen auf den Weg bringen. Und Gärtner, die voll daneben liegen (wir haben entsprechene threads). Aber bitte bleibt doch etwas bescheiden und selbstkritisch !

Ich bin jedenfalls froh, meinen Schwerpunkt anders gesetzt zu haben und mein Brot nicht primär mit Gartengestaltung verdienen zu müssen - weil der Markt zu eng und die Arbeit so umfänglich, so detailreich und anspruchsvoll ist, dass sie honorarmäßig kaum abzudecken ist.

Ich glaube, ich hab mich etwas in Rage und OT geschrieben. Sorry. Aber das bleibt jetzt so stehen. Bitte denkt einmal drüber nach.

maliko


@Maliko,

Deinen Beitrag hier, den ich jetzt erst entdeckte, finde ich richtig gut, um so mehr ich nicht zu den Gartenplaner-Profis gehöre.

LG

Jo
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 07. November 2012, 17:36:27
.... um so mehr ich nicht zu den Gartenplaner-Profis gehöre.
LG
Jo

@Treasure-Jo:
das ist alles sehr relativ - anhand der Fotos deiner Staudenbeete in verschiedensten Threads hier sage ich einfach mal, dass du bestimmt mehr Ahnung von Pflanzenverwendung hast, was meiner Meinung nach einen Großteil des Berufes ausmachen sollte, als viele, viele Landschafts- und Freiraumplaner, sprich Gartenarchitekten.
Leider wird Pflanzenverwendung vielfach sehr unzureichend vermittelt  >:(

Wollte aber auch noch ein paar November-Aspekte zeigen:

Frostiger Morgen:

(http://up.picr.de/12387219vd.jpg)


Blick zur Ruine:

(http://up.picr.de/12387214bc.jpg)

Nochmal die Bambusse in der Ruine etwas ausgelichtet:

(http://up.picr.de/12422682zp.jpg)

Und der Blick aus der Ruine zurück:

(http://up.picr.de/12387215rv.jpg)


Schliesslich noch der Eibenhain:

(http://up.picr.de/12422678ae.jpg)


Das wars dann erst einmal für dieses Jahr!  ;)



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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nina am 07. November 2012, 20:05:57
Der Cornus Sibirica -Weg mit dem roten gusseisernen Tor ist .... mir fehlen einfach die Worte!!! :P :D :D

Der Eibenhain ist skuril und märchenhaft schön. :)

Dein Garten ist wirklich etwas ganz besonderes!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 07. November 2012, 23:00:37
Dankesehr, Nina!!!  :D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 10. März 2013, 23:10:20
So, erster Gartenbesuch des Jahres, war Anfang letzter Woche noch alles ziemlich gefroren, im Schatten noch Schneereste, morgens Raureif - also noch nicht viel los.

Aber ein paar Eindrücke wollte ich doch zeigen.

Erst mal der bekannte Blick von der Terrasse, das "Gebüsch" von links ist das Geäst der Cornus sanguinea-Hecke, das letzte Teilstück entlang des linken Nachbarn, die ich endlich auf den Stock gesetzt, also so auf 30-40cm abgesägt habe, damit sie von unten dichter neu austreibt.
Muss nur noch wer häckseln  ;D

(http://up.picr.de/13727361jg.jpg)


Rechts von dem Standort liegt die "Ruine" und der Hohlweg, gebildet aus zwei Cornus alba "Sibirica"-Hecken:

(http://up.picr.de/13727332we.jpg)


Beim Blick zurück kann man schon das Schneeglöckchenband zu beiden Seiten erkennen, die rechte Seite ist letzten Herbst gepflanzt, deshalb etwas zurück im Wachstum und noch nicht so kräftig (die Schilfmatte rechts ist eine Schattierung für eine letztes Jahr neugepflanzte Asimina "NC1"):

(http://up.picr.de/13727302li.jpg)


Und der Blick zurück:

(http://up.picr.de/13727300jq.jpg)


Auf gleicher Höhe im Garten auf der linken Seite präsentierte sich der Gehölzgarten in spätnachmittäglicher Sonne, im Hintergrund die Blutbuchenlaube noch mit Herbstlaub - gut, eine Laube muss es noch werden  ;) :

(http://up.picr.de/13727333qu.jpg)


(http://up.picr.de/13727334ax.jpg)


Und hier kommt der Gehölzschnitt vom ersten Foto her - die Strünke sind von der Cornus sanguinea-Hecke.
Die Schneeglöckchen sind ein "Geschenk" der Nachbarn, beim Neubau der Grenzmauer sind sie mit Erdauswurf auf meiner Seite gelandet, seit die Hecke immer dichter wurde, fingen sie an, sich auszubreiten, jetzt unterstütze ich sie durch Vereinzeln auch auf "meiner" Seite der Hecke  :D

(http://up.picr.de/13727335dj.jpg)


Weiter oben im Garten kann man schon die Winterwirkung und Korrespondenz mit der Cornus sanguinea-Hecke dahinter der Salix alba "Chermesina/Britzensis" erahnen.
Wenn die Weiden kräftiger sind, will ich sie zu Kopfweiden formen:

(http://up.picr.de/13727304cb.jpg)

Nochmal der Versuch, die Farbe besser einzufangen:

(http://up.picr.de/13727336qo.jpg)


Der Hängesessel am großen Feldahorn, hinter dem Stamm habe ich vorletztes Jahr Schneeglöckchen neu gepflanzt und will zur Verstärkung der Fernwirkung noch viele mehr dazu pflanzen  :D

(http://up.picr.de/13727339pb.jpg)

Leider sind Schneeglöckchen schwer zu fotografieren, vor allem bei Sonne  :-\

(http://up.picr.de/13727301tb.jpg)


Zum Schluß noch eine Abendimpression aus dem Eibenhain:

(http://up.picr.de/13727338ny.jpg)

Viele Grüße,

Gartenplaner


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Cosmo Kramer am 16. März 2013, 20:51:23
Interessanter Garten, so etwas habe ich bei Privatleuten noch gar nicht gesehen.

Ich würde es freilich ganz anders machen und bei den räumlichen Verhältnissen die sich am wildesten versamenden Stauden und Blütensträucher pflanzen.... 8)

Aber jeder hat eben seine Vorlieben und du hast das für mich sehr originell umgesetzt!! :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. März 2013, 21:40:40
Danke  :D

Jeder Garten ist ein individuelles Werk - und jemand anderes würde auf dem gleichen Grundstück auch etwas ganz anderes schaffen  :)
Als gute Veranschaulichung:
Ich habe mein Grundstück auch mal als kreative Grundlage für ein Studienprojekt genommen - da haben wir 8 völlig unterschiedliche Entwürfe geschaffen, von "tabula rasa"-Entwürfen, bei denen alles Vorhandene sozusagen weggewischt wurde bis zu Entwürfen, die nur minimale Veränderungen des Bestehenden beinhalteten.
Ich habe aus diesen Entwürfen die eine oder andere Idee für die wirkliche Planung des Gartens übernommen - trotzdem ist es doch wiederum ein ganz anderer Entwurf geworden.  :D

Die Vielfalt der Möglichkeiten, wie man einen Garten gestalten kann ist groß - natürlich umso mehr, je größer das Grundstück ist.
Aber auch Handtuchgärten haben oft mehr Potential, als man auf den ersten Blick denkt ;)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Dietilia am 16. März 2013, 23:34:08

Ich mag für mich persönlich Präsentiertellergärten nicht so sehr...


Hab die ganze Zeit deine Fotos angeguckt und mitgelesen.
Ganz ehrlich...es hat mich immer hin und her gerissen und nun bleibt ganz einfach der Eindruck, dass es total spannend ist in deinem Garten. Du machst vieles so anders und genau das reißt mich mit und ich bin neugierig, wie dein Garten weiter wächst. Toll!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: andreasNB am 17. März 2013, 08:37:43
Muß sagen, das letzte Photo gefällt mir am Besten.
So schön morbid.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. März 2013, 12:48:14
Hab die ganze Zeit deine Fotos angeguckt und mitgelesen.
Ganz ehrlich...es hat mich immer hin und her gerissen und nun bleibt ganz einfach der Eindruck, dass es total spannend ist in deinem Garten. Du machst vieles so anders und genau das reißt mich mit und ich bin neugierig, wie dein Garten weiter wächst. Toll!

Hallo Dietilia,
danke auch dir für deine Ehrlichkeit  :D
Für mich ist es spannend und schön zu sehen, dass mein Garten viele nicht kalt lässt - auch wenn so manche/r vieles/alles für sich selber anders machen würden oder es nach eigenem Geschmack nicht als "schön" empfinden.

Oftmals grübele ich über Ideen lange hin und her, unter anderem auch, ob ich mich selber Stilbrüche, ironische Zitate oder "Oha-Effekte" traue.
Aber ich mache den Garten primär für mich - insofern komme ich in solchen Momenten oft zu dem Schluß, dass es mir egal sein kann, ob "man das so macht" oder eben nicht und was die Nachbarn bloß denken, wenn ich es im Rahmen meiner grundlegenden Gestaltung mir selber gegenüber begründen kann - und es nicht nur so eine spontane "Das-will-ich-haben-Idee" war.
Wobei das oft schwierig ist, gibts doch so viel Tolles  ;D
Andersrum betrachtet, kann man einige "Das-will-ich-haben-Ideen" gut integrieren, wenn man sich Gedanken drüber macht, wie und wo sie zum Rest passt und sich ergänzend einfügen kann.
Aber wenn es sich nicht begründen lässt oder anders gesagt, ins Gesamtkonzept einfügt, machen zuviele solcher Ideen einen Garten zum Sammelsurium.

@andreasNB:
Genau so eine Stimmung möchte ich da auch....wenn die Eibenhecke zu beiden Seiten des Tores noch höher ist, wirds noch mehr "dunkler Tann"  ;D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 17. März 2013, 17:57:43
gartenplaner, euer garten zählt für mich zu den faszinierendsten gärten, die hier bei pur zu sehen sind. Und nicht nur da ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. März 2013, 22:48:02
*rotwerd*

Danke  :D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: moreno am 30. März 2013, 17:44:36
Very good work!
 ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. März 2013, 22:59:48
Thank you very much, moreno  :D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. April 2013, 23:25:54
Ein Frühlingsspaziergang.
(Nochmal zur Orientierung der Übersichtsplan  ;) :
(http://up.picr.de/14063403nn.jpg)

Start im Gartenhof direkt am Haus:

(http://up.picr.de/14153064xx.jpg)

Unglaublich, wie gut die Fatsia japonica "Spiders Web" durch den Winter gekommen ist - viel besser als alle Versuche mit der reinen Art bisher  :o

(http://up.picr.de/14154889de.jpg)

Blick von der Terrasse aus in den Garten - entlang der Blickachse zum zukünftigen Pavillon:

(http://up.picr.de/14153479yz.jpg)

Weiter gehts links rum zum "Gehölzgarten", hinter den Haseln, die die Grenze zum Nachbarn im Sommer blickdicht machen blühen die Anemone blanda:

(http://up.picr.de/14153067gt.jpg)

(http://up.picr.de/14153088pu.jpg)

Auf der anderen Seite ein Trupp Tulipa turkestanica:

(http://up.picr.de/14153065gu.jpg)

Wunderbarer Duft, der manchmal meterweit streicht, Daphne mezereum rubra:

(http://up.picr.de/14153101mx.jpg)

(http://up.picr.de/14153086qu.jpg)

(http://up.picr.de/14153050et.jpg)

An der Blutbuchenlaube, noch mit trockenem Herbstlaub:

(http://up.picr.de/14153077lx.jpg)

Blick zum Sandsteinobelisken:

(http://up.picr.de/14153126oi.jpg)

Zur Dorfkapelle:

(http://up.picr.de/14153483nr.jpg)

Und weiter den Garten hoch - die kleinen gelben Punkte sieht man im übernächsten Foto  :)

(http://up.picr.de/14153111fq.jpg)

Narcissus pseudonarcissus ssp lobularis (will viiiielmehr davon!!  :-\ ):

(http://up.picr.de/14154758yz.jpg)

Flacher, aber auch schön, Scharbockskraut:

(http://up.picr.de/14153110qn.jpg)

Und Primula veris sät sich inzwischen fleissig aus  :D :

(http://up.picr.de/14154769gy.jpg)

(http://up.picr.de/14153492li.jpg)

Blick durch den Fossilienhain/"Ur-Wald" dahinter links der Eibenhain:

(http://up.picr.de/14155258ay.jpg)

Im Eibenhain:

(http://up.picr.de/14153756wa.jpg)

(http://up.picr.de/14153751tj.jpg)

(http://up.picr.de/14153746qr.jpg)

(http://up.picr.de/14153811af.jpg)

Omphalodes verna:

(http://up.picr.de/14153780rf.jpg)

Klein aber oho - Daphne mezereum alba - interessanterweise mit unterschiedlichem Duft zur rubra-Form  ???  :

(http://up.picr.de/14154888vx.jpg)

(http://up.picr.de/14145907hn.jpg)

(http://up.picr.de/14145905ek.jpg)

(http://up.picr.de/14145903xf.jpg)


Blick von außen auf den Eibenhain:

(http://up.picr.de/14153748yf.jpg)

Und weiter den Garten runter.....auf einen wunderbaren Trafomasten, der hoffentlich mal hinter der neugepflanzten Davidia involucrata verschwindet:

(http://up.picr.de/14153141lv.jpg)

Blick entlang der Querachse durch den Garten auf die Blutbuchenlaube mit Herbstlaub:

(http://up.picr.de/14153156wi.jpg)

Blick in die Ruine:

(http://up.picr.de/14153177kg.jpg)

Die Farne Woodwardia unigemmata und fimbriata noch gut eingepackt unter Fallaub, dahinter Camelia "Black Lace":

(http://up.picr.de/14153176zm.jpg)

Blick von vor der Ruine aus in den Garten:

(http://up.picr.de/14153193lu.jpg)

Und entlang des Hohlwegs zurück zur Terrasse:

(http://up.picr.de/14153192yh.jpg)

LG,
Gartenplaner


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 23. April 2013, 19:38:24
Ich finde den Eibenhain total klasse! Von außen ahnt man überhaupt nichts und innen wird man total überrascht. Auf den Fotos wirkt er da auch viel größer als man von außen ahnen kann. Die Steinpilze geben dem Ganzen was Märchenhaftes.
Schöne üppige Helleborenhorste hast Du da...
Im Efeu hast Du da einzelne rötliche Heuchera, sieht aus wie Georgia Peach oder Berry Smoothie...Kommen die da gut? Vertragen die den Druck im Efeu? Oder schneidest Du sie stets frei?
Dann würde mich noch die Pflanze links hinter der gefüllten roten Helleborus interessieren. Hat hellgrünes Laub und vermutlich rosa Blüten soweit ich das erkennen kann. Was ist das?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. April 2013, 23:08:39
Hallo Cydora,
danke für die "Blumen"  ;)

Der Bereich des Eibenhains misst innerhalb der Hecken ungefähr 12x6m.
Vorher standen dort dichtgedrängt Fichten, die 2003/2004 zu einem großen Teil abstarben.
Ich hatte dann Glück, größere Eiben bei einer Baumschule in der Nähe zu finden, die allerdings länger nicht verpflanzt worden waren, die Pflanzung war also ein bisschen Risiko, klappte aber gottseidank.
Am Anfang überlegte ich, einen ganz puristischen Raum zu schaffen, nur die Bäume, die scharf geschnittenen Hecken drumherum und EINEN Bodendecker.
Aber das hielt ich nicht lange durch  ;D
Efeu war schon als kleine Fläche da, Walderdbeeren aus dem Garten meiner Großeltern pflanzte ich nach dem ersten dicken Mulchen mit Rindenmulch dazu und die explodierten dann förmlich.

Dann war die nächste Überlegung, dort üppige, exotisch wirkende Blattstauden zusammenzutragen, davon ist noch eine Rodgersie übriggeblieben.
Schlußendlich wurde der Bereich eine Schatten-Versuchsfläche, auf der ich Wald- und Gehölzrandpflanzen ausprobiere.
Und davon geblieben ist, was klaglos wenig bis keine Pflege braucht, mit dem schweren Lehmboden auskommt, der im Winter sehr nass, im Sommer aber auch mal trocken werden kann.
Ebenfalls geblieben sind Pflanzen, denen Konkurrenz nix ausmacht oder sie selber sehr konkurrenzstark sind.

Zu den Helleborus - sagen wir mal EINEN üppigen Helleborushorst, der ist allerdings auch schon insgesamt um die 20 Jahre alt und steht seit 2005, also von Anfang an, im Eibenhain.
Aber die anderen sind auf einem guten Weg, sie fühlen sich da wohl und säen sich aus.
Allerdings kann ich wohl noch lange nicht mit so spektakulären Sämlingen aufwarten wie so manche im Helleborus-Thread  ::)

Die bunten Heuchera - frag mich bitte nicht, welche das jetzt ist, ich habe beide von dir genannten Sorten ausgepflanzt und einige andere - schlagen sich insgesamt erstaunlich gut dort, das hatte ich eigentlich gar nicht erwartet, als ich die ersten mal versuchsweise pflanzte.
Sie haben als einzige Pflanzen dort das sehr trockene Frühjahr 2011 ohne irgendwelche Trockenschäden überstanden - damals welkten zu einem großen Teil der Galium odoratum  :o
Er erholte sich allerdings danach auch wieder.
Und ja, sie behaupten sich anscheinend ganz gut im Efeu ohne jegliche Hilfe von mir.
Ich hab mehrere so stehen, wenn die Pflanze an sich schon stark genug ist, schafft sie es gut, die neuen Blätter über das umgebende Efeu zu legen - eine schon sehr schwächliche Pflanze überlebt zwar, wächst aber kaum und verschwindet auch immer wieder im Efeu.
Eine gelb-panaschierte Heuchera an anderer Stelle, ohne Efeu, wächst sogar schon fast ein bisschen mit Stamm in die Höhe - einige Ursprungsarten der Kreuzungen kommen möglicherweise in Lebensbereichen vor, denen ein Hochwachsen sinnvoll ist, um nicht unter Laub/Geröll/?? verschüttet zu werden.

Die Pflanze links hinter der gefüllten roten Helleborus ist eine Pulmonaria-Sorte (war aber eine ohne Namen vom Wühltisch im Baumarkt  ::) ), die im Sommer fast reinweiße Blätter hat und dann so ausschaut:

(http://up.picr.de/12837074wp.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 24. April 2013, 12:51:49
Die Pulmonaria sieht ja toll aus!

Danke für Deine Ausführungen, das ist interessant. Dann werde ich mit meinen roten Heuchera ggf. noch mal rumexperimentieren.

12x6m ist ordentlich. Nicht viel mehr steht mir insgesamt zur Verfügung ::)
Aber das muss ja auch sein, ist eine gute Größe, damit es wirkt.
Schön, dass es sich so entwickelt hat ;) :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 24. April 2013, 18:29:11
Hab ich noch vergessen:
Der Anemone-blanda-"Bachlauf" unter den Haseln sieht traumhaft aus!!!
(Das ermutigt mich, meine 'White Splendour' auch an weniger sonnigen Stellen einzusetzen.)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. April 2013, 19:23:52
Die Anemone blanda stehen im hinteren Bereich, sozusagen um die Ecke, ab frühen Nachmittag im Vollschatten dieser Sichtschutzelemente des Nachbarn, sind dort auch nicht ganz so üppig wie weiter vorne, aber es scheint gut auszureichen, Licht kommt von oben und durch die unbelaubten Haseln.
Meine Erfahrung mit A. blanda ist, dass sie sich vor allem gut an Stellen entwickeln, die im Sommer recht trocken sind - das Band ist ja direkt im Wurzelbereich der Haseln und es gibt unzählige Sämlinge, die auch schon durch die Haseln auf meine Seite der Hecke wandern - wie erhofft  ;D
An anderer Stelle stehen sie mitten in einem Fliedergebüsch.
Verschwunden sind sie an einer dritten Stelle, auch ein Fliedergebüsch, aber inzwischen ist der Boden dort flächig mit Efeu bedeckt, das ist zuviel Konkurrenz während der Wachstumsphase der Anemonen.
Allgemein würd ich sie immer ähnlich einsetzen wie Anemone nemorosa - auf nicht mit anderen Bodendeckern bewachsenem, sommertrockenem Boden unter nicht zu früh austreibenden Gehölzen.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. Mai 2013, 22:23:18
Hallo allerseits,
ein paar Bilder von letzter Woche.

Der abendliche Blick aus dem Küchenfenster - was das Foto leider nicht wiedergibt, ist das regelrechte Funkeln der angehenden Kopfweiden rechts neben dem Sandsteinobelisken, das neue Laub ist sehr glänzend und abends bricht sich von links hinten dann irgendwann kurz das Sonnenlicht darauf  :D

(http://up.picr.de/14648677uu.jpg)

Der Gartenhof:

(http://up.picr.de/14648375rp.jpg)

Von links Hosta "White Feathers", ein selbstangesiedelter Dryopteris hinten, Cypripedium kentuckiense, Polystichum munitum, ein glatter Asplenium scolopendrium und angeschnitten hinten rechts Athyrium otophorum okanum

(http://up.picr.de/14648544en.jpg)

Blick zurück

(http://up.picr.de/14648552vs.jpg)

Weiter in den Garten

(http://up.picr.de/14648542gk.jpg)

(http://up.picr.de/14648388qy.jpg)

Die schon erwähnten "Kopfweiden" werden so langsam überhaupt mal Bäumchen - mit köpfen muss ich noch warten  :-\

(http://up.picr.de/14648442ls.jpg)

Blick von fast gleichem Standort nach rechts

(http://up.picr.de/14648382fw.jpg)

Die Cornus alba "Sibirica"-Hecke zu beiden Seiten des Glassplittweges zur Ruine sind unerwartet dicht gewachsen - hätte nicht gedacht, dass sie bis auf den Boden so dicht beastet werden würden  :o
Aber der "Hohlweg", den ich mir als Weg zur Ruine vorgestellt hatte nimmt so umso mehr Form an

(http://up.picr.de/14648409vh.jpg)

Der Blick von der Ruine zurück

(http://up.picr.de/14648438zt.jpg)

Hinter dem Törchen, auf der anderen Seite des Rasens bildet ein Rankobelisk mit Actinidia kolomikta das Ende der Blickachse - wenn die Actinidia denn mal in die Gänge kommt....
Bin unschlüssig, ob es so eine gute Idee war, das Tor parallel zur Neigung des Hanges und der Grenzmauer einzuhängen  :-\

(http://up.picr.de/14648445ad.jpg)

Überschäumende Üppigkeit im Eibenhain  :D

(http://up.picr.de/14648469rb.jpg)

(http://up.picr.de/14648440dy.jpg)

(http://up.picr.de/14648462ni.jpg)

(http://up.picr.de/14648467cl.jpg)

Spannend stellte ich fest, wie sich die Wiese seit 2008 verändert hat, als ich ein Foto von Mai 2008 und 2013 vom fast gleichen Standort aus verglich (die Eisenbahn hatte die Hecke im Hintergrund inzwischen auf den Stock gesetzt, deswegen ist es so offen 2013)

2008
(http://up.picr.de/14641929qg.jpg)

2013
(http://up.picr.de/14641926kn.jpg)

Wiesenbewohner

(http://up.picr.de/14641914pi.jpg)

(http://up.picr.de/14641905mm.jpg)

(http://up.picr.de/14641913yh.jpg)

(http://up.picr.de/14541373nn.jpg)

(http://up.picr.de/14541334xg.jpg)

(Zugegeben, die beiden letzten, Himantoglossum hircinum und Orchis mascula habe ich dazugepflanzt  ;) )

Ein anderes interessantes Experiment ist die Aussaat von Mistelbeeren Ende März gewesen - und erstaunlicherweise gibt es schon erste Ergebnisse - eine ganze Reihe von Sämlingen hab ich wiedergefunden  :o

(http://up.picr.de/14581373bm.jpg)

Und es ist mir anscheinend zum ersten Mal gelungen, Asplenium ruta-muraria anzusiedeln

(http://up.picr.de/14598199qp.jpg)

Ende des Rundgangs im Gehölzgarten, links vom gemähten Rasen, mit Blick in den Garten hoch auf die Blutbuchenlaube im Hintergrund

(http://up.picr.de/14648547tu.jpg)

Und noch der austreibende Pteridium aquilinum auf der anderen Seite hinter der Scheune

(http://up.picr.de/14648546ou.jpg)

Viele Grüße,
Gartenplaner


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Martina777 am 29. Mai 2013, 07:59:18
Hab grad wieder mal die Fotos betrachtet und bewundert, Gartenplaner! Und was ich erstmals festgestellt habe: Allmählich würde mir der goldene Frosch fehlen! ;D

Danke fürs Zeigen!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tamara89 am 29. Mai 2013, 08:27:34
Hallo Gartenplaner,

ich habe gerade erst Deinen Thread entdeckt.

WOW! Ich bin total beeindruckt!!!

Ich bin hier meistens nur stiller Mitleser. Hier werden viele schöne Gärten und Gartenausschnitte gezeigt.

Aber ich finde Deinen Garten ganz besonders, auch weil er einfach anders als die meisten Gärten ist.

Geschmack ist eben individuell. Nimm die "negativen" oder kritischen Anmerkung allenfalls zum Nachdenken. Bleib aber bitte bei Deinem Stil. Ich finde, Du kannst absolut stolz darauf sein, wie sich dein Garten entwickelt hat.

Du hast so viele besondere Ecken und Stellen, die wunderschön sind. Ich denke, ein Garten muss nicht ein Gesamtbild haben, wobei ich gar nicht finde, dass Dein Garten aus vielen einzelnen oder verschiedenen Räumen besteht. Er ist einfach herrlich und verleitet zum Entdecken wollen.

Ach ja, auch die Ruine finde ich sehr schön, so wie sie ist. Ich fände es schade, sie durch andere Steine ersetzen zu wollen. Gerade, dass Du die Dinge so wie sie sind, gestaltet hast, bewundere ich.

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Mai 2013, 18:29:59
@Martina777:
 ;D

@tamara89:
Vielen herzlichen Dank!!
Und ich finde jedwede Anmerkung interessant, weil sie mir einen erweiterten, nicht rein subjektiven, Blick auf meinen Garten ermöglicht  :D


 Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: yorkshire-lass am 30. Mai 2013, 15:02:02
Oh Gartenplaner.....wie schön! The Eibenhain ist traumhaft...und die Skulpturen... the lovely gates...der Ruine....und und und. Hoffentlich hast du viel Besuch sodas möglichst viele Leute deine Freude teilen können. A beautiful and exciting park! Open to the public on special days????
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. Mai 2013, 19:29:10
 :o :o :D

Das von einer Engländerin geschrieben zu bekommen ist für mich sehr erfreulich........haben mich doch hauptsächlich englische Gärten und Gartengestalter - auch mit ihren manchmal sehr spleenigen Ideen - sehr inspiriert  ;D  ;D
Vielen Dank dafür!!!

Nun, nein, der Garten ist bis jetzt noch nicht bei so etwas wie der "offenen Gartenpforte" dabei, also einem Tag, wo Privatgärten für Besucher geöffnet sind.
Da ich seit 2001 vor allem am Aufräumen und Strukturen pflanzen bin, die jetzt erst langsam soweit sind, wie ich mir das vorgestellt habe, der geplante Teich noch fehlt, der Pavillon als Ende der Hauptblickachse ebenso und es keine prachtvollen Staudenbeete gibt - da ist noch zuviel nicht fertig, finde ich....


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 31. Mai 2013, 13:04:11
habe erst bei dieser letzten fotorunde durch den garten realisiert, dass der obelisk im eibenhain aus reflektierendem material ist (edelstahl poliert?). Toller effekt.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 31. Mai 2013, 17:06:00
Ja, es ist polierter Edelstahl.
Ich habe mal Fotos gesehen von Skulpturen, es waren ganz einfache geometrische Formen, Rechtecke glaub ich, die wirklich hochglanz-poliert waren und in einem Wald aufgestellt, das sah überirdisch aus!

Und in klein wollte ich das im Eibenhain versuchen....dass es dann auch noch ein Obelisk war, über den ich zufällig bei amazon stolperte, der wunderbar zum Thema "Tod-Friedhof-Dorfkapelle" direkt auf der anderen Seite des Eibenhains passte, liess mich sofort zugreifen.
Passt für mich auch zu der Frage, was "drüben" auf uns wartet oder auch nicht - der Obelisk spiegelt alles.....


Eigentlich ist es ein Springbrunnenoberteil, oben sollte das Wasser raussprudeln.
Er hätte nur ein bisschen größer sein können...


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 31. Mai 2013, 23:37:51
...das sah überirdisch aus!...

das trifft es sehr gut für mich, danke. Mir fiel tnämlich keine bessere formulierung als 'toller effekt' ein, jetzt habe ich eine.

nachtrag: magisch passt auch noch, finde ich.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Pinguin am 31. August 2013, 13:22:10
@ gartenplaner: ein herrliches Projekt! erinnert wirklich ein wenig an einen englischen Landschaftsgarten, die Obelisken und die schönen Edelstahlkugeln gefallen mir außerordentlich gut, wie hast Du die Kugeln denn auf den Eichenschwellen montiert?
sieht jedenfalls super aus! :D
den Gartenhof finde ich auch sehr gelungen, auch wenn der goldene Frosch nicht so meins ist, aber irgendwie hat das schon was ;) es gibt soviel Spannendes zu entdecken, so viele tolle Ideen, die Drachen hätte ich zwar weggelassen, aber da hat jeder so seinen eigenen Geschmack, auch die blauen Glas-Steine am Boden finde ich zuviel, das rote Tor wiederum begeistert mich, es ist auf jeden Fall ein Garten, der den Betrachter herausfordert, zu den einzelnen Dingen Stellung zu nehmen, jeder wird da so seine eigenen Favoriten finden,
auch die Trockenmauer ist cool, finde ich, ich hoffe Du zeigst noch viele Fotos von der Weiterentwicklung Deines interessanten Gartens! :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Pinguin am 31. August 2013, 13:26:24
P.S.: was ist das eigentlich für ein Bambus-Gestänge neben dem Gartenhof? ein Klettergerüst?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 31. August 2013, 13:53:02
Hallo Pinguin,
Schön, dass dir manches gefällt, aber genauso schön, dass dich auch, was dir nicht so gefällt, nicht unberührt lässt  :D

Englische Gärten haben mich ganz klar sehr stark beeinflusst, inspiriert.
Aber nicht nur die Klassiker wie der Landschaftsgarten oder berühmte Gärten der ersten Hälfte des 20. Jh, sondern besonders auch eher "spleenige" Gärten, die in den letzten 40/50 Jahren erst entstanden sind.
Die haben mich ermutigt, auch mal harte Brüche zu wagen, nicht alles "traditionell" zu gestalten.

Die Edelstahlkugeln nehmen Steinkugeln auf Torpfeilern, hier bei uns auf dem Land ein häufig vorkommendes Element, in neuer Interpretation wieder auf.
Ich habe sie versuchsweise mit Dachdeckersilikon aufgeklebt, da ich keine Löcher reinbohren wollte, und das hält seit Jahren tadellos.

Das Bambusgestänge ist ein anscheinend klassischer japanischer Bambuszaun, hab die Anleitung auf einer Seite über japanische Gärten gefunden.
Die Terrasse liegt gut einen Meter höher als der Gartenhof, aber als mein Großvater damals die Betonplatte goss, dachte keiner an irgendeine Art Geländer an der Seite.
Lange Jahre war dann eine "Katzenleiter" auf das angrenzende Schuppendach eine Art Zaun, auch wenn diese Holzkonstruktion nur auf der Terrasse stand und nicht richtig am Boden befestigt war.
Als die langsam morsch wurde hab ich das mit dem Bambuszaun ausprobiert, da der auch gut zum japanisch angehauchten des Gartenhofs passte.
Die senkrechten Bambusstangen sind auf im Beton eingeklebte Gewindestangen aufgesteckt, die waagerechten sind mit Spleitex-Seil (ist synthetisch, sieht aber wie Hanfseil aus) mit den senkrechten verknotet.

Hab die Tage Fotos gemacht, jetzt ist die Wiese wieder niedrig nach der Mahd Anfang August, und der befestigte Bereich des Gartenhof bekommt gerade einen neuen Bodenbelag, insofern gibts bald neue Fotos mit auch neuen Entwicklungen  :)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 01. September 2013, 09:39:20
der befestigte Bereich des Gartenhof bekommt gerade einen neuen Bodenbelag, insofern gibts bald neue Fotos mit auch neuen Entwicklungen :)

Mach mal bitte, ich verfolge mit sehr viel Neugier und nicht ohne Neid (in einer gesunden Dosis) die Entwicklung!

Damit Du ein weiteres Frosch-Feedback hast:
Alleine schon auf das "mal sehen, wie es aussieht" zu kommen finde ich hervorragend.
Mut wird oft genug mit hervoragenden Effekten belohnt :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Pinguin am 01. September 2013, 12:06:40
danke für den Tipp mit dem Dachdeckersilikon, das werde ich mir mal merken ;)

aha, ein Bambuszaun ist das also, selbst gebaut, finde ich sehr schön und an der Stelle auch sehr passend :D

auf neue Fotos freue ich mich schon! ich denke, bei der Größe Deines Grundstücks wirkt vieles immer noch wohltuend großzügig, und da passen auch Obelisken etc. gut, sehr einladend sieht auch der Baumstuhl aus, aber Du hast wohl wenig Zeit in Deinem Garten zu sitzen? ansonsten fände ich ein paar mehr Sitzgruppen an ausgesuchten Blickachsen gut ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. September 2013, 18:23:45
Hallo allerseits,

es ist September, und ich muss feststellen, dass ich es völlig versäumt habe, die Höhepunkte des Sommers in der Wiese hier zu zeigen  :o

Also alles in Zusammenfassung:

Ende Juni, Anfang Juli, ein Meer aus Wiesenpippau, Crepis biennis, durch den nassen Mai und Juni gut 1,5-1,7m hoch :o

(http://up.picr.de/15705742nm.jpg)

(http://up.picr.de/15705746is.jpg)

(http://up.picr.de/15705839xc.jpg)


Ende Juli, kurz vor der Mahd.
Ich habe mal mit solchen Weidengeflecht-Beetbegrenzungen herumexperimentiert, weil mir der Übergang zwischen dem regelmäßig gemähten "Großen Rasen" und der Wiese noch nicht so gefiel...
Die Überlegung war, dass die Wiese dann wie eine Art üppiges Stauden/Präriebeet wirkt - was sie für mich in gewisser Hinsicht auch ist, da ich noch keine richtigen Staudenbeete habe.

(http://up.picr.de/15365510qg.jpg)

(http://up.picr.de/15701389pl.jpg)

(http://up.picr.de/15700643id.jpg)

(http://up.picr.de/15701391xp.jpg)


Und alles nochmal nach der Mahd Anfang August, die Fotos sind von vorletzter Woche:

(http://up.picr.de/15704646jm.jpg)

(http://up.picr.de/15704660hi.jpg)

(http://up.picr.de/15704654ar.jpg)

(http://up.picr.de/15712187ru.jpg)

Mich fasziniert, in dem Maße zunehmend, wie die Artenvielfalt in der Wiese zunimmt, deren "Spannungsbogen" in ihrer Wirkung im Verlauf des Jahres.
Es fängt an mit dem flachen grünen Teppich, gesprenkelt mit Narcissus pseudonarcissus lobularis und Primula veris im frühen Frühjahr.
Dann erhebt der Wiesenteppich sich über den flach gemähten "Großen Rasen", der an die Terrasse anschliesst, wird sozusagen zum Flokati  ;D , die Sprenkelung wird intensiver mit immer mehr Wiesenkräuter, die anfangen zu blühen.
Dann kam dieses Jahr ein kräftiger Wachstumsschub im Mai/Juni durch üppige Bewässerung von oben - was allerdings die Gefahr mit sich bringt, dass Bereiche umkippen, bei starken Regengüssen oder Gewitter.
Das sieht dann eben ein bisschen unordentlich aus, das muss man aushalten  ;D
Erfreulicherweise verwischt sich das, die Wiesengesellschaft wächst weiter aus der gekippten Position wieder in eine aufrechtere.
Die Bereiche, in denen dieses Jahr zum ersten Mal diese Unmengen an Wiesenpippau standen, kippten übrigens nicht.

Allerdings hängen die hohen Gräser und Kräuter natürlich auch in den gemähten Rasenweg  :-\
Und ich habe noch in keinem englischen Gartenbuch gute Tricks gefunden, um das zu beheben - Christopher Lloyds Methode, in einem Wiesenbereich am Eingang seines Gartens Klappertopf anzusiedeln, damit die Gräser nicht mehr in den dortigen Weg hängen, klappt bei mir nicht so richtig, obwohl an den Stellen, wo viel Klappertopf am Rande des Rasenwegs kam, nix kippte....außer teilweise der Klappertopf in den Weg  :P
So hab ich mir dieses Jahr mal die Mühe gemacht, entlang des gesamten Rasenwegs im Juni mit der Heckenschere alles Überhängende abzuschneiden.
Das blieb dann auch adrett bis zur Gesamt-Mahd.

Nach der Massenblüte im Juni bis Anfang Juli nahm die Blütenfülle ab, aber dafür kam Vielfalt, meine "Beimpfungen" seit 2008 haben viele neue Blüten in die Wiese gebracht.
Allerdings funktionierten diese Beimpfungen erst, nachdem die Wiese schon seit 2001 einmal jährlich gemäht wurde und der Grasschnitt und somit Nährstoffe entfernt wurden.
Ich hatte schon damals Ansähversuche gemacht, jedoch völlig ergebnislos.

Schliesslich bietet die Wiese nach der Mahd Anfang August ein völlig anderes Erscheinungsbild - Mitten im Sommer erlebe ich eine Metamorphose meines Gartens, von wildhafter Üppigkeit zu (mehr oder weniger) adrettem "Rasen" mit nun wieder sehr klar sichtbaren Strukturgebern wie den Eibenhecken, Niveauunterschieden im Gelände, Baumstämmen...
Von einem impressionistischen Gemälde zum Kupferstich eines Barockgartens in gewisser Hinsicht  ;)

Ich schätze diese Wandlung von Jahr zu Jahr mehr!  :D


Durch die Beimpfungen seit 2008 kommen inzwischen an vielen Stellen hübsche Blütenkräuter

(http://up.picr.de/15705777dz.jpg)

(http://up.picr.de/15708759cw.jpg)

(http://up.picr.de/15708782xh.jpg)

(http://up.picr.de/15700627tl.jpg)

(http://up.picr.de/14870035sl.jpg)

(http://up.picr.de/14852961fm.jpg)


Star war allerdings für mich dieses Jahr definitiv sie:

(http://up.picr.de/15708754tq.jpg)

Hat sich völlig eigenständig angesiedelt und war auch noch so gnädig, dies nah genug am Rasenweg zu machen, so dass man das kleine Schätzchen überhaupt in dem Wirrwarr entdecken konnte - die Blüten sind recht klein, Großaufnahmen führen einen in die Irre, was die reale Größe angeht!
Himantoglossum hircinum, Orchis mascula, O. militaris, Gymnadenia conopsea, Dactylorhiza maculata hatte ich ja selber mal so als Experiment gepflanzt, auch auf das Risiko hin, dass sie nicht mal ein Jahr schaffen, da war ich schon positiv überrascht, dass alle blieben und Himantoglossum und Orchis mascula dieses Jahr nach 3 Jahren sogar das erste Mal blühten.

Aber Ophrys apifera hatte ich gar nicht für einen Ansiedelungsversuch in Betracht gezogen, weil ich meinen Boden als noch viel zu nährstoffreich und vor allem nicht trockenrasig genug einstufte.
Entweder kam der Samen in der Erde von den anderen Orchideen in die Wiese, die ich von Orchideenliebhabern, die überzählige Pflanzen aus ihren Gärten verkaufen, erwarb.
Oder aus dem aufgelassenen Eisenerz-Tagebau in 4-5km Entfernung, wo es Wildstandorte gibt...

Hab den staubfeinen Samen meiner Pflanze jedenfalls jetzt an vielen Stellen in der Wiese verteilt, wer weiß, vielleicht......


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Katrin am 03. September 2013, 18:32:31
Schön ist dein Garten und herrlich ist die blütenreiche Wiese, die du so lange stehen lässt. Und die Ragwurz ist natürlich etwas ganz Besonderes, Glückwunsch dazu! Und danke für das Zeigen der Bilder.

Mir wäre der Schnitt zwischen der üppigen Wiese und den klaren Linien danach zu plötzlich, auch wenn gerade das den Reiz ausmacht. Ich würde an deiner Stelle unbedingt irgendwo eine Fläche mit hohen Gräsern pflanzen, vielleicht eine geschwungene Schlange, die ein bisschen von der Wildheit in den Herbst und Winter fortführen darf.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: andreasNB am 03. September 2013, 19:07:11
Schöne Photos, tolle Dokumentation, der Blick auf und in die Wiese. :D
Gefällt mir sehr dein ländlicher Garten.

Die Idee mit den Weidengeflecht-Beetbegrenzungen finde ich nicht schlecht. Vor allem da sie mobil sind und man sie nach der Mahd entfernen kann. So kommt es anschließend wieder zum weiten Blick über die Wiese.
Aber mir sind sie dann doch zu dicht geflochten und die Grenze damit zu hart.
Vielleicht wäre ja ein niedriger, selbst erstellter und nur ganz locker geflochtener Zaun aus unbehandelten Hölzern eine Alternative ?
Da aber halbwegs dauerhaft, wird die Fläche natürlich dauerhaft geteilt.

Zitat
So hab ich mir dieses Jahr mal die Mühe gemacht, entlang des gesamten Rasenwegs im Juni mit der Heckenschere alles Überhängende abzuschneiden.
Das blieb dann auch adrett bis zur Gesamt-Mahd.
Um so mehr Du die Wiese aushagerst, um so weniger wird sie vielleicht in den nächsten Jahren in den Weg hängen.
Vielleicht also links und rechts des Weges einen Streifen der Wiese gezielter abmagern ?
Wenn die Methode Heckenschere erfolgreich und zufriedendstellend war, spricht doch nichts dagegen. Hecken muß man 2x im Jahr schneiden. Darfst das schneiden halt nicht als Strafarbeit verstehen :P
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. September 2013, 23:05:56
@Katrin:
Danke  :D

Ja, der starke Wechsel zwischen wuseliger Wiese und dann klarer Struktur ist hart und die Idee, diese Wildheit "gebändigt" in einem Gräserbeet aufzunehmen, welches zwischen beiden Stadien vermitteln soll, sehr interessant, das muss ich mir merken!  :D
Momentan gibt es zwar Pläne im Hinterkopf für 2 größere Staudenbeete, aber keine Aussicht, die Anwachspflege die ersten 2 Jahre vernünftig leisten zu können, insofern spar ich mir Enttäuschungen und schiebe das noch auf.

In meinem Garten finde ich gerade Brüche so spannend, nicht zu sehr "Ton in Ton", nicht zu einheitlich, das Grundstück und das Haus sind auch "Patchwork" aus verschiedenen Parzellen und Bauten, die sich über die Jahrhunderte zusammengewürfelt haben und teilweise komplett die Form änderten darüber.

@andreasNB:
Danke auch dir  :D
Witzig, nachdem ich die Weiden-Beetbegrenzung aufgestellt hatte, war auch einer meiner ersten Gedanken, dass es möglicherweise besser aussähe, wenn sie nicht eine geschlossene Fläche aufweisen würde...hatte auch ein Modell gesehen, das unten einen dichtgeflochtenen Bereich hatte, dann eine Art weiter geflochtenes Fenster und darüber noch ein schmaler Streifen wieder dichter - aber da es nur ein Versuch war, nahm ich erst mal die Günstigste  ;D
Das schliesst ja nicht den Erwerb einer besseren Alternative aus, aber auf jeden Fall will ich sie dort nicht dauerhaft haben, das ist für mich schon ein klares Ergebnis des Experiments  :)

Jaaa...ob das mit dem Abmagern bei meinem Lehmboden in den nächsten Jahren wirklich so große Unterschiede bringt....einen größeren Einfluss hat möglicherweise der Witterungsverlauf:
2011 ist die Wiese insgesamt sehr viel niedriger geblieben, weil das Frühjahr lange sehr trocken war, da sah sie schon viel mehr nach Magerwiese aus  :o
2012 war eher regelmäßig feucht, wenn auch nicht so extrem wie 2013, aber da ist die Wiese dann ein gutes Stück höher geworden als 2011 und dieses Jahr, mit dauernassem Mai und Juni ist alles sehr in die Höhe geschossen, wie man ja sehen kann.
Seit 2002 oder 2003 wurde einmal jährlich gemäht, seit 2 Jahren jetzt 2x, das zweite Mal im Oktober, insofern werden jetzt noch mehr Nährstoffe abtransportiert, mal schauen, wie es sich entwickelt.

Jedenfalls hat die Heckenscheren-Aktion einen dauerhaft "sauberen" Rasenwegrand gebracht und war auch nicht soooo viel Arbeit - wahrscheinlich ists am einfachsten und effektivsten, es bei Notwendigkeit immer so zu machen...nur es nicht als Strafarbeit zu sehen, da muss ich noch dran knabbern  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 04. September 2013, 07:58:12
Hi Gartenplaner,
ah ist das herrlich bei Dir! Du meinst, zwei Jahre lang das Anwachsen der geplanten Staudenbeete zu betreuen, ist noch nicht drin. Je nachdem, welche Ideen Du zu den Beeten hast, könnte man es nicht stufenweise umsetzen? Ich meine: Mit dem, was Katrin vorgeschlagen hat, anzufangen? Ihre Idee finde ich schon jetzt sehr passend. Für die weitere Entwicklung kann es sogar sehr hilfreich sein!

Und alles nochmal nach der Mahd Anfang August, die Fotos sind von vorletzter Woche:
(http://up.picr.de/15704646jm.jpg)

auf dem o. zitierten Foto kann man sich ihr Vorschlag an besten vorstellen. Zwar hätte ich es eher als eine lose Kette von Gras-Inseln (um die herum später immer mehr Stauden auftauchen würden) umgesetzt, aber die Gräser kämen bei mir wirklich schon jetzt.

Wenn es technisch nicht zu aufwendig wird, um solche Gras-Inseln herum zu mähen, und wenn Dir nicht zufällig für die Zukunft Staudenbeete ohne Gräser vorschweben, dann mache das doch.

Dann entstehen die Beete nicht – wie eine Aquarell-Skizze – auf einen Schlag, sondern werden Schicht für Schicht, mir längeren Phase des Betrachtens – wie in Ölbild – gemalt.
Oder eben, wie ein neues Archipel, langsam auftauchen um immer größer zu werden.

Nun, was meinst Du, ist es machbar? :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 04. September 2013, 08:11:55
mir sind sie dann doch zu dicht geflochten und die Grenze damit zu hart.
Vielleicht wäre ja ein niedriger, selbst erstellter und nur ganz locker geflochtener Zaun aus unbehandelten Hölzern eine Alternative ?

Ich habe vorher zu schnell abgeschickt: Zu der Weidenabgrenzung bin ich der gleichen Meinung!
Das ist mir auch ein (zu?) brutaler "Strich in der Landschaft". Weil er eben als einziger starker Akzent dort wirkte?
... vielleicht deswegen an solche ovalen, runden jedenfalls 'kanten-freien' Inseln gedacht.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 04. September 2013, 10:36:13
Hallo Debbie,
die Idee von Katrin eines "vermittelnden" Gräserbeetes finde ich auch sehr spannend.
Allerdings gibt es genau in dem Bereich, den du gut findest, Hindernisse - dort soll der große Teich hin, was Erdarbeiten und Bewegungsfreiraum für Baumaschinen bedeutet, an ein Beet ist erst hinterher zu denken.
Den großen Rasen mäh ich meist auch nicht selber, ich schaff mit Mühe die Rasenwege im Sommer, und der Trupp, der das macht ist...ungelenk, also sind Beetinseln, die ummäht werden müssen keine so gute Idee.
Schliesslich habe ich dadurch, dass die Wiese, die ich sehr mag und schön finde, egal in welchem Aggregatzustand, so lange steht und somit voll in die Samenbildung geht, einen sehr starken Unkrautdruck, auch auf mit Rindenmulch abgedeckten Flächen  :-\

Was die Weidenbegrenzung betrifft - die sieht man ja manchmal in Gartenbüchern oder hier als Beetbegrenzung üppiger Staudenbeete, die sonst auch sehr überhängen/überquellen würden auf Wege oder gemähte Rasenflächen.
Ich fand es reizvoll, dieses Element zu nehmen, um die überbordende Wiese am Übergang zwischen großem Rasen und Wiese etwas zu bändigen - so, wie man diese Teile eigentlich nicht nutzt  :D

Und ich mag diesen starken Bruch, da er auch die Geschichte des Gartens zitiert - der große Rasen war lange Zeit ein großer Gemüsegarten und auf der Linie der Weidenbegrenzungen war ein Zaun als Grenze zur Schafsweide  ;D

(http://up.picr.de/12107018eh.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 04. September 2013, 12:05:06
Huhu,
ich meinte eigentlich nicht mal ein Gräser-Beet sondern mehrere, zuerst kleine, gestreut entlang der kompletten Achse – oder dort wo es Dir danach ist – und ohne Abgrenzung mitten in der Wiese gesetzt ± dort wo die Beete später kommen, aber egal!

Nicht ohne Grund habe ich nicht nach Willen, sondern nach Machbarkeit des Ganzen gefragt. Dass Dir die Idee gefällt, war schon klar. Ich wollte nur einen Schritt weiter denken. Da Deine Helfer aber, Dank der 'Begabung' oder der Maschinen, eher für Aufgaben wie der berühmte 'Hausmeister-Schnitt' bei Hecken zuständig sein können, hat sich das abrupt erledigt :)

Noch kurz zu der Weidenbegrenzung:
Deine Intention habe ich schon verstanden.
Ich bin auch ein großer Befürworter von Stil-Brüchen und überraschenden/starken Akzenten (nicht nur bei Gartengestaltung), ich mag sehr Mut, gebe bloß zu Bedenken: Zu viele Akzente heben gegenseitig die eigene Wirkung und führen oft genug zum ... na ja ... zum Gegenteil :) Mir fehlt zum Beispiel auch bei dem ovalen Objekt (linke Seite des Fotos) die 'Begründung' seines Daseins. Es kommt mir vor wie jemand der da, an der Seite, mit einem "Ich protestiere ..." steht, den Satz aber nicht beendet. Weißt du wie ich es meine?
Und dann kam hinter ihm noch der starke 'Strich' ... Ohne dem Foto aus alten guten Zeiten als Gebrauchsanleitung versteht man seine Rolle nicht. Nicht, weil er den noch stehenden und gemähten Teil der Wiese abgrenzt, das ist verständlich. Man 'versteht' nicht, warum er so stark und grade ist in der aktuellen Optik des Gartens sein soll.

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 04. September 2013, 19:23:45
Hallo Debbie,
was die Begründung der Grenzlinie zwischen Blumenwiesenbereich und großem Rasen und ihre "geschichtliche" Verknüpfung mit der früheren Nutzung angeht - ich denke, in vielen Gärten erschliessen sich Gestaltungen nicht unmittelbar ohne Erläuterung, was sich der/die Besitzer/in dabei gedacht hat und ich finde, das muss auch nicht so sein.
Es ist aber ein wesentlicher Bestandteil von Gestaltung, was sich der Gestalter dabei gedacht hat oder woran er sich orientiert hat  :D

Das "ovale Objekt" ist eine Polyrattan-Sonnenliege  ;D
Das "Dach" besteht eigentlich nicht aus Geflecht sondern eher Bänder des Materials nebeneinander, so dass es einen sonnendurchblitzten Schatten auf die Liegefläche wirft.
Und ja, ich habe es mir zugelegt, weil es ein bisschen wie ein gelandetes Ufo in der Obstwiese aussieht  ;D

Apropos Sitz- und Liegemöglichkeiten - da war doch noch folgende Anmerkung:

... sehr einladend sieht auch der Baumstuhl aus, aber Du hast wohl wenig Zeit in Deinem Garten zu sitzen? ansonsten fände ich ein paar mehr Sitzgruppen an ausgesuchten Blickachsen gut  ;) 

Jaaaa...mich einfach mal ne halbe Stunde hinzusetzen, da muss ich mich immer wieder dran erinnern  :-\
Aber die Frage nach Sitzgruppen hat mich angespornt, doch mal alle Sitzgelegenheiten zu zeigen  ;D

Fangen wir direkt beim Haus an, im Gartenhof:

(http://up.picr.de/15704869yz.jpg)



Dann natürlich die Terrasse:

(http://up.picr.de/15720559vg.jpg)



Und die Liegen auf dem Großen Rasen:

(http://up.picr.de/14853359gr.jpg)



Nimmt man den Weg gegen den Uhrzeigersinn, kommt man an die "Ruine"....mit einem "Kräutersessel" davor (mit Anthemis nobilis "Treneague", die nicht blüht):

(http://up.picr.de/15720560wt.jpg)



und einer Bank in der Ruine:

(http://up.picr.de/12111995zs.jpg)



Am "Kuriositätenkabinett", auf der Rückseite der Ruine, eine weitere Bank:

(http://up.picr.de/12111734wz.jpg)



Folgt man dem Rasenweg Richtung Eibenhain kommt man an der Bananenbank hinter der Blickachsen-Amphore vorbei:

(http://up.picr.de/12107847ws.jpg)



Ob man sich da jetzt sitzenderweise wohl fühlt, ist eine andere Frage...aber eine Wurzelholzbank vorm Eibenhain:

(http://up.picr.de/15700626ch.jpg)



Und ein Wurzelholzstuhl im Eibenhain:

(http://up.picr.de/14153756wa.jpg)



Nächste Station ist der "Felsvorsprung" neben der Trockenmauer mit einer Steingussbank in Form eines riesigen Buches, auf 2 Stapel kleinerer Bücher als "Füße" ruhend (leider kein ordentliches Bild gemacht, hab ich erst letzte Woche aufgestellt):

(http://up.picr.de/15720871lq.jpg)



Weiter hoch hinter dem Obelisken 2 Edelstahlwürfel (die ich möglicherweise durch 2 Steinguss-Elemente ersetze, die wie mit Stoff überworfene römische Hocker aussehen  ;D ):

(http://up.picr.de/15720773te.jpg)



Ein Stück weiter natürlich der Hängesessel am Feldahorn

(http://up.picr.de/15700644lj.jpg)



Und am höchsten Punkt des Gartens, am Ende der langen Blickachse von Haus und Terrasse aus, die berühmt(berüchtigte) Lutyens-Bank
(Dort soll mal ein Pavillon hin, im Prinzip links neben die Bank):

(http://up.picr.de/15720839lk.jpg)



Wenn man dann den Rasenweg wieder Richtung Haus läuft, kommt man noch an der Blutbuchenlaube vorbei, die ebenfalls eine Bananenbank beherbergt (ein älteres Bild):

(http://up.picr.de/12110303nf.jpg)




Aber irgendwie ist es schon bezeichnend, dass ich die Sitzgelegenheiten bisher immer nur so beiläufig gezeigt habe, dass sie ziemlich untergegangen sind - ich nutze sie leider auch nur beiläufig und eher selten  :-\
Und ich versuche eigentlich, Sitzmöglichkeiten als "Blickpunkte" zu inszenieren - allerdings reicht wohl oft die Größe nicht aus für große Fernwirkungen...


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Knusperhäuschen am 04. September 2013, 19:44:58
Mal abgesehen vom ganzen Rest, den ich mir mal wieder erstmal ganz in Ruhe zum Genießen ansehen muss 8) , finde ich ja den grinsenden (Buchs oder sonstwas?)- Kopf im zweiten Bild herrlich, der strahlt irgendwie Zufriedenheit aus, der im Bild rechts hat sich wohl noch nicht wirklich zu einer Stimmung entschieden, oder? :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 04. September 2013, 20:17:38
@Knusperhäuschen:
Leider Kugelthuja, eine Jugendsünde, die ich dann gezwungenermaßen symmetrisch ergänzen musste  :-\
Ja, die zweite kleinere Kugel ist noch in der Selbstfindung und muss in ihre Stimmung hinweinwachsen  ;D
Allerdings kann es sein, dass beide weichen, wenn die Terrasse erneuert und erweitert wird - weiß noch nicht, ob sie komplett weg kommen, da sie doch viel Terrassenfläche "schlucken" oder ich sie durch Taxus-Kugeln ersetzen soll....


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 04. September 2013, 20:28:53
Ich möchte auch noch eine kleine Neuerung dokumentieren  :)

Der befestigte Bereich des Gartenhofs, über den man in den Garten gelangt, sah bisher so aus, ich hatte ihn im Post mit den Sitzplätzen schon gezeigt:

(http://up.picr.de/15704869yz.jpg)


Nochmal vom Garten her:

(http://up.picr.de/14153053hl.jpg)


Die Beton-Bürgersteig-Platten waren mir schon ewig ein Dorn im Auge  :P
Hab auch gemerkt, dass ich immer versucht habe, die Plattenfläche nicht auf Fotos zu bekommen  ;D
Dann wurde mal ein Mäuerchen aus Hohlblöcken aufgemauert und später verputzt, leider zusammen mit der Schuppenwand, die zwar nur aus Betonziegeln besteht, aber selbst das Fugenmuster und die schon etwas gealterten Ziegel waren besser als die gesichtslose Fläche, alles grau in grau  :-X
Aber das lässt sich nicht so schnell ändern - und es gibt ja den wilden Wein, der mildert  8)

Außerdem ist die ganze Platten-Fläche aus unerfindlichen Gründen vor Jahrzehnten erhöht worden, es wurde eine Betonplatte gegossen - allerdings AUF dem alten Niveau, so dass man dann direkt in der Tür aus dem Haus eine Stufe hatte - und diese Tür ist ohne Stufe schon nicht für allzu Großgewachsene geeignet.

Meine Idee war, die Betonplatte wieder abzutragen und neue Natursteinplatten im römischen Verband verlegen zu lassen.
Die Terrasse ist 9,3m² groß, die Absenkung macht ungefähr 20cm aus.
Ich habe die Terrassenplatten dann schon ausgesucht im Hinblick auf die Erneuerung und dabei große Erweiterung der Hauptterrasse ein Stück weiter oben, wenn man den Gartenhof verlässt.

Und jetzt wurde das Ganze endlich umgesetzt  :D

Zuerst sieht sowas natürlich erstmal dramatisch aus:

(http://up.picr.de/15727827gn.jpg)

(http://up.picr.de/15727812ad.jpg)



Aber es ging zügig voran, auch wenn ein schwererer Luftpresshammer ausgeliehen werden musste, da die Betonplatte sehr blau also sehr zementlastig und damit sehr schwer zu knacken war.
So sah es dann aber schon nachmittags aus:

(http://up.picr.de/15727826bv.jpg)



Die Tuffsteinmauer, die das Betonmäuerchen ersetzt, stand auch schon  :o
Bin im nachhinein erstaunt, wie groß der Farbunterschied der Tuffsteinmauer zwischen trocken (gelb) und feucht (braun) ist....jedenfalls bieten sich viele Fugen für schattenliebende Steingartenpflanzen an  ;D

(http://up.picr.de/15727825yu.jpg)



Am zweiten Tag gings dann ruckzuck, nur die freigelegten Mauerbereiche sind noch nicht neu verputzt und der Fugensand liegt noch auf den Platten  ;D

(http://up.picr.de/15727836aa.jpg)

(http://up.picr.de/15727839gh.jpg)

(http://up.picr.de/15727840ya.jpg)

(http://up.picr.de/15704695px.jpg)

(http://up.picr.de/15727841nq.jpg)


Ich freu mich schon drauf, wenn alles ein bisschen Patina angesetzt hat und nicht mehr so "neu" aussieht  :D


Und das kommt bei so einer Aktion "hinten" raus, 12 BigBag Betonbruch und Erde  ;D

(http://up.picr.de/15704696ey.jpg)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 05. September 2013, 05:56:21
Schön geworden :D das wäre glatt was für den Vorher-Nachher-Thread...
Bild 3+4 kommen mir gerade sehr vertraut vor, dass haben wir auch gerad hinter uns. Allerdings konnten wir die Betonplatte drin lassen - trotzdem gab es genug Abbruch.
Da ist man froh, wenn's hinterher fertig ist.
WEnn dann noch die Steingartenpflanzen "eingezogen" sind - ich freu mich schon auf die nächste Fotoserie ;)
LG
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Martina777 am 05. September 2013, 07:31:47
Ich liebe den römischen Verband - beim Plattenlegen kommt man sich vor, als würde man Tetris spielen ;D (Nur die längste Gerade finden und das Einteilen der Fläche ist recht tricky - das ist Dir sehr schön gelungen!)

Der Lieblingsfrosch muss sich nun sicher noch wohler fühlen ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 06. September 2013, 10:59:35
Ich bin von Deinem Innenhof schwer begeistert. Die Inszenierung mit den Steinen, Platten, Mäuerchen, Bambus, Farnen, bepflanzten Töpfen, Kugeln - und, ja, selbst dem goldenen Frosch finde ich sehr gelungen. Gefällt mir ausnehmend gut! Es hat irgendwie ein sehr eigenes, individuelles Flair :D
Aber auch Dein gesamter Garten wird mit jeder Bilderserie runder, stimmiger :D Es macht großen Spaß, das zu verfolgen!
Den Eibenhain mag ich ja auch sehr...
Die Wiesenbilder, vor allem wenn sie so gelb blüht, sind traumhaft :D Aber ich gestehe, dass mich der Weidenzaun da eher stört. Ich glaube, ich würde da gar nichts machen. Ich fand den Übergang ok...
Du hast doch erstaunlich viele Sitzplätze, aber viele unbequeme ;) Da sieht man doch, dass sie eher Deko denn Funktion sind ;) (das unterscheidet uns stark ;D Für mich sind bequeme Sitzplätze, von denen man den Garten genießen kann, elementar.)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 06. September 2013, 12:04:41
@Mrs: Alchemilla:
Danke, hab schon die Threads über schattige Trockenmauern hier durchforscht  ;D

@Martina:
 :D ;D
Da ich aus der Theorie weiß, wie schwierig es ist, Platten/Pflaster GUT zu verlegen, hab ich das auch lieber einen erfahrenen Praktiker machen lassen  ;)

@cydora:
Danke  :D
Die Rahmenstrukturen des Gartens erreichen langsam die Form, wie ich mir das vorgestellt hatte - und fangen an, auch noch präsent zu sein, wenn die Wiese hoch steht.
Die Wiese hat mich mit dem Meer an Pippau dieses Jahr überrascht und begeistert - allerdings ist sie absolut unberechenbar, nächstes Jahr kann sie viel niedriger sein und/oder ganz anders blühen (der ausgesamte Pippau von diesem Jahr wird erst übernächstes Jahr blühen)
Interessant auch deine Meinung zur Weidenflechtbordüre.

Hm, hast recht, einige Sitzplätze sind nicht so bequem und mehr Blickpunkt, vor allem die ohne Rückenlehne...aber zur Ehrenrettung muss ich doch sagen, dass die Teak-Bänke und erfreulicherweise der Hängesessel sehr bequem sind!  ;)

Beim Hängesessel habe ich auch extra ein Probesitzen ohne das dazugehörige Kissen gemacht, was ich jedem raten möchte - oft sind diese Hängedinger so konstruiert, dass sie nur mit dem mitgelieferten Kissen wirklich benutzbar sind.
Oft ist das Rahmengestänge am unteren Rand zu hoch oder schlecht ins Geflecht integriert, so dass es einem die Beine von unten abdrückt, wenn man den Sessel ohne Kissen benutzen will.
Das ist bei meinem nicht so, der ist auch bequem - ohne Kissenschleppen, was man bei meinen "Strecken" dann doch meist nicht macht  ;)

Eine hilfreiche Anmerkung zu Steinbänken ist vielleicht noch, dass man diese, wenn man sie auch ohne Kissen nutzen möchte, am besten nur an besonnten Stellen aufstellt - im Schatten ist Stein IMMER zu kalt am Hintern  :P

Dann kann man noch ein bisschen mehr rauskitzeln, wenn man an Stellen, die man Abends als Sitzplatz nutzen möchte, möglichst dunkle Stein-Sitzmöglichkeiten aufstellt.
Die heizen sich bei Sonne tagsüber stark auf und geben diese Wärme abends noch ab - haben unsere Nachbarskatzen schon rausgefunden und nutzen es eifrig - sind allerdings teilweise tagsüber dann nicht nutzbar weil zu heiß  ;D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 09. September 2013, 16:41:20
ich lese mich gerade vom 31.8. nach jetzt durch ;D

also
Zitat
...So hab ich mir dieses Jahr mal die Mühe gemacht, entlang des gesamten Rasenwegs im Juni mit der Heckenschere alles Überhängende abzuschneiden.
Das blieb dann auch adrett bis zur Gesamt-Mahd...

so mache ich es auch, was besseres ist mir nicht eingefallen bis jetzt. Wenn ich allerdings, wie heuer, nicht dazu komme, ist das blöd. Ich nehme übrigens statt der heckenschere die sense, unsere hat ein schwend-blatt. Da erwische ich mehr auf einen schwung.

re weidenzaun: wenn er nächstes jahr abgewittert wäre (über winter wo draussen lassen?) wäre er schon ein verbindlicherer gegensatz.

re wiesenmahd und alles platt: macht für mich (auch in unserem garten) den reiz aus, diese jahreszeitlichen gegensäzte. Die allerdings auch interessanten grasinseln (Oudolf) müssten wohl kulissenartig gestaffelt sein, zwengs der tiefenwirkung und augen hin und her leiten.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 10. September 2013, 11:56:07
Die allerdings auch interessanten grasinseln (Oudolf) müssten wohl kulissenartig gestaffelt sein, zwengs der tiefenwirkung und augen hin und her leiten.

An "Oudolf in progress" o.Ä. habe ich auch bei ...
Zitat
ich meinte eigentlich nicht mal ein Gräser-Beet sondern mehrere, zuerst kleine, gestreut entlang der kompletten Achse – oder dort wo es Dir danach ist – und ohne Abgrenzung mitten in der Wiese gesetzt ± dort wo die Beete später kommen
... gedacht! Aber wenn man sich die ein bisschen 'unsensiblen' Herren vorstellt, die bei Gartenplaner die Arbeit erledigen, dann bekommt man Pipi in Augen statt Bilder vor Augen :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 11. September 2013, 11:17:04
Irgendwo hatte ich es auch schon einmal geschrieben - dein Garten ist wirklich traumhaft angelegt - so viele kleine Überraschungen. Hast du auch irgendwo mal was mit Wasser geplant?

Wie groß ist der Garten?

L.g.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 11. September 2013, 19:12:09
Ja, das händische "Entlangschneiden" an der Kante zwischen Rasenweg und überhängenden Gräsern ist bei Wegen in hohem Gras wohl die einzige Möglichkeit....
Habs die letzten Jahre nie gemacht, weil ich es für eine langwierige Strafarbeit hielt, die möglicherweise auch noch nicht von Dauer ist, wenn Grashalme "nachrutschen" - ging dann aber doch recht zügig und vor allem hielt das Ergebnis adrett und sauber bis zur Mahd!
Nächstes Jahr mach ich das auf jeden Fall eher, sobald das Gras seine höchste Höhe erreicht hat und kippt!

Hm, die Idee, dass die durch Witterung patinierten Weidenflechtelemente keine so harte Kante ergeben, ist spannend - ich hab die Teile jetzt im Schuppen lagern, werd sie aber wieder rausstellen und dann schaun wer mal nächstes Jahr  ;D

Ich mag den starken Gegensatz zwischen großem Rasen und Wiese, aber das schliesst ja spätere Experimente nicht aus  ;)

@Gänselieschen:
Danke  :D
Und ja, ein ovaler Teich ist irgendwann geplant, hier rechts neben der ovalen Polyrattanliege, wo jetzt Rasen ist:

(http://up.picr.de/15704646jm.jpg)

Und das Grundstück ist um die 3950m² groß.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 11. September 2013, 22:20:09
das wird geil, mit dem teich.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Pinguin am 12. September 2013, 06:14:43
ja, den Teich kann ich auch schon direkt vor mir sehen, das wird dann das "i-Tüpfelchen" - irgendwie sehr malerisch! :D

@ gartenplaner: Deine Sitzgelegenheiten gefallen mir sehr gut, teilweise waren sie mir vorher gar nicht aufgefallen, vor allem die Bänke fügen sich sehr schön ein, was aus meiner Sicht noch fehlt. das wäre ein großer "Familientisch" für gesellige (Tafel-) Runden im Freien, den Platz dafür hast Du ja! ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 12. September 2013, 12:49:13
Auch wenn mein Garten nicht mit deinem vergleichbar ist nicht von der Größe und auch sonst nicht - das Finden neuer Sitzplätze und mal ne Bank aufstellen, ist eine gute Methode, den Garten neu zu entdecken. Ich habe in diesem Jahr eine neue kleine Teakholzbank gekauft (die erste Richtige) und einen ausbaufähigen günstigen Sitzplatz entdeckt - mein Nussbaum im hinteren Garten lädt geradeso dazu ein, darunter einen Sitzplatz fest einzuplanen. Das Gras wird immer schlechter dort und die Stelle ist kuschelig.

Bei mir hat ein Teich auch eine wunderbare Veränderung gebracht, und ein gemauertes Becken - ich finde solche Stellen hast du mehr - wo mit Mauerwerk und Wasser was gemacht werden kann - ein Sandsteinbecken an der Ruine ::)?


L.G.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. September 2013, 19:28:22
das wird geil, mit dem teich.
;D
Hatte vor einiger Zeit schonmal eine schnelle Simulation gebastelt, ohne komplett alle Details einzubauen....wenns in der Realität daran herankommt....

(http://up.picr.de/15809257ht.jpg)

@Pinguin:
Ich habe auf der Terrasse einen geräumigen Teakholz-Tisch, der ausziehbar ist  ;)
Die jetzige Terrasse, die ich ja beträchtlich erweitern möchte, verschwindet nur ziemlich hinter den beiden Kugelthujen, deshalb verliert man die schnell aus dem Blick.

@Gänselieschen:
Wasserbecken sind klasse, ich würd gerne an einigen Stellen welche mit und ohne Springbrunnen haben.
Z.B. auch in dem jetzt neu gepflasterten Gartenhof, einen Wandspringbrunnen mit steinernem Wasserbecken, in den sanft das Wasser plätschert.
Aber solche Becken sind immer mit Technik und einer regelmäßigen Pflege verbunden, dass das Wasser nicht umkippt, die Pumpe verstopft oder so, und das geht eben grad noch nicht  :-\

Das SUCHEN neuer Sitzplätze kann ganz wunderbare Aha-Erlebnisse bringen - sogar in kleineren Gärten!
Einfach mal einen Klappstuhl untern Arm klemmen und irgendwo aufstellen, wo man noch nie über einen Sitzplatz nachgedacht hat.
Auch der Blick in die entgegengesetzte Richtung zu der, aus der man immer auf den Garten schaut kann interessante neue Perspektiven und Aussichten eröffnen - und sei es beim Nachbarn.
Aber die Aussicht kann man sich ja problemlos "ausborgen", sogar ohne zu fragen  ;D
Viel zu oft schauen wir, ohne zu sehen!
Will sagen, was man jeden Tag vor Augen hat und glaubt, in- und auswendig zu kennen, kann von einer Stelle, wo man sich vorher nie umgedreht hat und/oder sich die Zeit genommen hat, in Ruhe zu schauen, auf einmal ganz neue Details offenbaren, die einem nie aufgefallen sind.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 12. September 2013, 19:38:24
Wow, der Teichplan sieht ja sehr vielversprechend aus! :D Macht in dieser Sicht das Grundstück gleich viel größer und erlebnisreicher, da er die Länge gut unterteilt. Und der geplante rote Pavillon mit dem Bachlauf(?) davor wie eine Wegführung - gefällt mir gut!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Saattermin am 12. September 2013, 20:05:40
Oh, Gartenplaner, das wird ja immer noch schöner. Hinten habe ich noch einen Pavillon entdeckt - geplant oder war der vorher schon da. Jetzt musst Du dann bald noch ein "Eintritthäuschen" bauen für die Ticketausgabe. In englischen Gärten muss man ja auch Eintritt bezahlen. :D
L.G. saattermin
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 12. September 2013, 20:31:35
geplant, siehe bild weiter oben.
die schräg laufende kante im mittleren hintergrund, die Du in der simulation betonst - ist das die, wo heuer der weidenzaun war?

Sehr interessant finde ich, wie durch den teich die skulpturen rechts viel mehr ins blickfeld rücken. Und ein paradebeispiel, wie rot eine achse verkürzt (gemeinsam mit dem die quere betonenden teich)

ich war unverschämt:

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. September 2013, 21:38:14
 :D :D :D

@Saattermin:
Das ist wirklich ein großes Kompliment, danke dafür.....aber so weit fertig, dass ich wirklich überlegen würde, an einer "offenen Gartenpforte" teilzunehmen, ist der Garten noch lange nicht  :-\

@riesenweib:
Der Weidezaun war auf der Linie der Trockenmauer am hinteren Ende des Teiches.
[size=0.5](Da das Gelände ja stetig bis zum Pavillon ansteigt, um 7m vom Haus bis dahin, zieht eine Wasserfläche von 12m Länge oder mehr schon einen "Einschnitt" ins Gelände nach sich, gleiches bei der Vergrößerung der Terrasse, auch da ist am hinteren Ende deshalb eine Trockenmauer von 40-50cm notwendig)[/size]
Wenn du die graue Linie meinst, die sich vom Pavillon herunterzieht, das ist ein angedachter Bachlauf, der war mal mehr "schlangenlinienartig", dann hab ich den Verlauf klarer gezogen, aber das steht noch nicht fest.
Eine weitere frühere Weidenzaunabtrennung war auf Höhe der auf dem Foto noch kleineren, "püscheligen" Eiben im Mittelgrund links, eigentlich direkt gegenüber der Kopfweiden.
Eine zeitlang war bis dahin Gemüsegarten, dann wurde das zur Schafsweide dazu gepackt und der neue Weidenzaun am Ende des Teiches aufgestellt, bis ich die kläglichen Reste vor 10 Jahren entfernte.

Zur allgemeinen Klarstellung:
das ist eine Simulation mit Bildbearbeitungsprogramm, um Größenwirkung des Teichs, Farbwirkung des geplanten Pavillons (es gibt die Simulation auch mit dem Pavillon in weiß) und überhaupt die Verortung von "Einrichtungsgegenständen" im Garten sich besser vorstellen zu können - ist oft einfacher, als es sich aus einem Plan "virtuell" im Kopf in 3D umzusetzen.
Allerdings haben fotorealistische Simulationen auch ihre Fallstricke, durch perspektivische Verzerrung tut man sich oft schwer, abzuschätzen, wie groß etwas im Hintergrund sein muss, damit es der realen Wirkung entspricht, da muss man dann manchmal Höhen von Sträuchern oder tief sitzenden Ästen von Bäumen zu Hilfe nehmen um Höhen im Hintergrund abzuschätzen.
Und Farbwirkungen kann man nicht so 1zu1 nehmen - es ist sehr schwer, Lichtstimmungen mit Sonne, Schattenflecken etc. zu simulieren, so dass farbig simulierte Objekte oft "strahlender" wirken, als sie später sein würden.
Und man muss aufpassen, wie sich die Position, aus der das Foto gemacht wurde, auswirkt, das Ausgangsfoto der Simulation ist im Sitzen von der Bank auf der Terrasse aus aufgenommen, das aktuelle Foto des Ist-Zustandes im Stehen vor der Bank auf der Terrasse.

Hab beide Bilder selber nochmal untereinander eingefügt, dann bleiben sie doch klarer  ;)

Momentaner Ist-Zustand:
(http://up.picr.de/15704646jm.jpg)


Simulation mit zukünftigem Teich, Pavillon, Terrasse, Bachlauf..:
(http://up.picr.de/15809257ht.jpg)

 
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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Pinguin am 13. September 2013, 11:54:04
das wird cool !!! :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. September 2013, 21:25:07
So, Ende August gab es ja eine bauliche Veränderung der kleinen befestigten Fläche im Gartenhof direkt am Haus, in #112 hatte ich das gezeigt, nochmal ein kurzer Überblick:

(http://up.picr.de/15727839gh.jpg)

(http://up.picr.de/15727840ya.jpg)

Ich habe fleissig Threads zu schattigen Trockenmauern, Fugenbepflanzungen im Schatten usw. hier im Forum gewälzt und bin mit einer kleinen Liste zum Pflanzenmarkt im GRUGA-Park in Essen und auch prompt fündig geworden:

(http://up.picr.de/16018801ph.jpg)

Unterste Reihe von rechts:
Corydalis cheilanthifolia, Cymbalaria muralis "Snow Wave", Saxifrga longifolia-Hybride (welche Tochter-Rosetten ausbildet und nicht wie die Art nach der Blüte abstirbt), Aquilegia scopulorum, Mentha requienii.
Obere Reihe von links:
Lysimachia japonica var. minutissima, Saxifraga cortusifolia var. fortunei "Silver Velvet", Primula marginata, Cortusa matthioli und schlussendlich noch links oben einzeln Sagina subulata "Aurea".

Und nach kniffliger Pflanzaktion, teilweise mit Steinblöcken wieder runternehmen (sie liegen nur aufeinander, sind nicht verklebt) und in Fugen stopfen sieht es jetzt so aus:

(http://up.picr.de/16018799na.jpg)

(http://up.picr.de/16018880ba.jpg)

(http://up.picr.de/16018809ef.jpg)

Ich habe noch einen Ableger von Blechnum penna-marina in die größere Fugen zwischen Platten und Mauer gesetzt, ebenfalls eine weißgestreifte Zwergform von Ophiopogon, und in engen Fugen nochmals einen Verpflanzungsversuch mit Asplenium ruta-muraria unternommen.
Asplenium trichomanes "Incisum" fehlt jetzt noch und ich hab überlegt, in den feuchten Fugen (die 3 untersten Reihen schliessen direkt ans Erdreich dahinter an, das im Gartenhof immer gleichmässig feucht bleibt) auch nochmal Asplenium rhizophyllum auszuprobiern, in dem Bereich direkt unter dem überhängenden Fargesia-Bambus.

Ich weiß, das sieht jetzt noch sehr punktuell und vielleicht auch nach zuviel Verschiedenem aus.
Aber erst mal schauen, was wirklich dort gut wächst.
Die Fotos hab ich zwar an einem trüben Tag gemacht, aber durch den Bambus ist es inzwischen dort auch an Sonnentagen doch schattiger, als ich das so vorm geistigen Auge in Erinnerung hatte, insofern könnte es für manche zu schattig sein.
Schaun wer mal  ;D
(Diese Fußmatte aus Gummi ist übrigens dort gelandet, weil sie vorher dort schon auf den Betonplatten lag und im Frühjahr und Herbst gute Dienste tat, indem ich dort Lehmklumpen abstreifen konnte, bevor ich in den Keller ging - jetzt auf den Fotos aus der "Distanz" betrachtet, bin ich nicht wirklich überzeugt....)

Und noch der Blick von oben:

(http://up.picr.de/16018802zz.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 30. September 2013, 23:09:04
feine auswahl, sehr feine auswahl. Die gelbe form vom sternmoos habe ich gerade in Pairs gesehen, hier noch nie. Wäre aber wohl eh zu kalt im winter :P

OT
... jetzt auf den Fotos aus der "Distanz" betrachtet, bin ich nicht wirklich überzeugt...

besser? Und so wie die schwarze gibts was in hell, vllt passender zu stuhl und sessel als das kieselgeriesel.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. Oktober 2013, 11:00:20
 :)
Hm, ich hab bisher Sagina subulata eigentlich nicht als winterempfindlich auf dem Schirm  ???
Die gelbe Form soll, laut Anmerkungen hier im Forum in einigen Threads, sogar wüchsiger als die grüne sein - und die grüne hat sich von selbst bei mir im Schiefersplitt und in Buchskugel-Hochstammtöpfen angesät....

Ich weiß nicht....ich glaub, ich fänds besser ganz ohne so eine "Matte" - muss nur etwas zum lehmschollen-abstreifen dann oben im Garten haben, ehe man auf die obere Treppe in den Gartenhof kommt  ;D
So in der Art Stiefelabstreifer, gibts bei mir sogar vorm Haus, allerdings in die Hauswand eingebaut, neben der Eingangstür.

Da momentan ja Blumenzwiebel-Pflanzzeit ist, wollte ich auch noch eine kleine Anekdote zum Besten geben.
Ich versuche ja schon seit einigen Jahren Arten anzusiedeln, die sich in der Wiese selber aussäen und vermehren sollen, vor allem Narcissus pseudonarcissus ssp. lobularis, aber auch Colchicum autumnale minor.
Bisher ist aber von Ausbreitungsdrang leider noch nicht so viel zu sehen  :-\
Das liess mich etwas davor zurückschrecken, weitere Versuche zu machen - ist schliesslich auch immer ganz schön ordentlich Arbeit, dutzende Spatenstich-Schollen aufzuklappen und dann da drei Zwiebeln zu versenken (wie bei den Narcissus).
Allerdings entdeckte ich letztens in Holland 100er-Packungen Crocus tommasinianus und konnte nicht widerstehen, hab dann gleich 4 Packungen geholt, so vor mich hinsinnierend, dass das schon eine ordentlich große Fläche ergibt......

So sieht die Fläche aus, wo sie gepflanzt sind, die kleinen Bambusstöckchen markieren die Grenzen:

(http://up.picr.de/16042957hd.jpg)

So kann man sich täuschen  ;D

Hab jetzt nochmal gleich 800 nachgekauft  :o


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 02. November 2013, 23:00:42
Der Herbst hat Einzug gehalten, deshalb nochmal ein paar letzte Eindrücke für dieses Jahr.
Werd zwar nochmal runterfahren, um einige Pflanzen einzupacken, aber wahrscheinlich wird dann das Laub schon größtenteils runter sein.

(http://up.picr.de/16355628gf.jpg)

Was mich und mein Auge besonders erfreute war die wunderbare Rotfärbung AUCH des Laubes von Cornus alba "Sibirica", die ich primär wegen des Effektes der roten Äste im Winter gepflanzt hatte:

(http://up.picr.de/16355908wr.jpg)

(http://up.picr.de/16356052xf.jpg)

Verwundert hat mich in diesem Jahr ihr "Breitenwachstum", die Wuchsform ist eine andere als Cornus sanguinea, aus der ja die meisten der Grenzhecken zu den Nachbarn bestehen, die bleiben etwas schlanker.
Dafür liess sie sich dann aber problemlos zur "Formschnitthecke" ummodeln  ;D

Im Wiesenbereich neben dem Glassplittweg zur Ruine und der "Sibirica"-Hecke blühten die Herbstzeitlosen.
Leider ist an anderer Stelle, wo ich damals welche gepflanzt hatte, keine Blüte aufgetaucht - mal schauen, ob im Frühjahr dann dort auch kein Laub kommt  :-\
Aber das zweite Jahr in Folge habe ich ganz viel Herbstzeitlosen-Samen verstreut, vielleicht bringt das ja Erfolg.

(http://up.picr.de/16355637pu.jpg)

In der Ruine habe ich, abgesehen vom jährlichen "aufasten" jetzt auch zum ersten Mal alte Halme an dem gelbhalmigen Phyllostachys entfernt - der Schnittguthaufen sah aus, als ob ich die halbe Pflanze gerodet hätte, aber man sieht es eigentlich trotzdem nicht  :o

(http://up.picr.de/16355622vv.jpg)



Neben der Ruine habe ich auch nochmal eine gestalterische Veränderung vorgenommen, ich verstecke dieses seltsame Gebilde mehr hinter Eibenhecken, die zu "Mauern" mit Tür- und Fensteröffnungen geschnitten werden.

(http://up.picr.de/16355749lj.jpg)


Eigentlich dachte ich zuerst, die Ruine als Blickpunkt quer durch den Garten zu nutzen und sie deshalb frei sichtbar zu lassen - aber inzwischen glaube ich, dass es ein wirkungsvollerer Blickpunkt wird, wenn man nur durch Öffnungen einen teilweisen Blick auf die Mauern und die Steinfragmentsammlung erhaschen kann.
Da der Bereich auch eine völlig andere Stimmung als die Obstwiese hat, entwickelte ich zusammen mit einem guten Freund die Idee, aus den Eibenhecken Mauern zu formen, die diesen Bereich in ähnlicher Formensprache - die Mauern der Ruine - aber mit pflanzlichen Mitteln zum restlichen Garten abgrenzen, aber nicht Durchblicke verhindern.


Passend zur Skurrilität der Ruine ist das inzwischen von mir so genannte "Kuriositätenkabinett" dahinter, ein Gartenbereich mit Monsterpflanzen, Exoten usw.

(http://up.picr.de/16355752un.jpg)

Den Arundo donax auf dem Foto habe ich übrigens im Frühjahr mit knapp 80cm Höhe gepflanzt  ;D
Der Tetrapanax kommt in Fahrt, nur die Gunnera wächst langsam - ich denke, die muss ich nächstes Frühjahr doch mal kräftig düngen, auch wenn mein Lehm nährstoffreich und speichernd ist.
Die Poncirus hatte eine wunderbare Herbstfärbung:

(http://up.picr.de/16355698qy.jpg)

Und das "Schneegestöber" habe ich "geerbt", keine Ahnung, was es für eine Aster ist, sie wird riesig, macht Ausläufer ohne Ende und würde ohne Stützkorsett alles um sich herum begraben  :o

(http://up.picr.de/16355730rf.jpg)


Ein Blick in den herbstlichen Eibenhain, einmal abends und morgens:

(http://up.picr.de/16355632lw.jpg)

(http://up.picr.de/16355788fe.jpg)

Die kleine Woodwardia unigemmata, die ich im Frühjahr dort ausgepflanzt habe, hat fast ohne Giessen auch den trockenen Juli problemlos überstanden, während die Rodgersie und der Mattheuccia struthiopteris ein paar Meter weiter dann mal wieder unfreiwillig eingezogen sind - mein Gartenboden bietet immer wieder Überraschungen, es gibt sehr viel feuchtere Stellen, man muss sie nur finden  ???

(http://up.picr.de/16355878vk.jpg)

Der angrenzende "Fossilien"-Hain entwickelt sich auch langsam, stellte erstaunt fest, dass er eine interessante Herbstwirkung haben wird, da einige herbstfärbende Koniferen dabei sind, was ich am Anfang gar nicht so auf dem Schirm hatte, z.B. die Pseudolarix:

(http://up.picr.de/16356051jq.jpg)

Aber natürlich auch die Ginkgos, die Metasequoias und die Taxodium ascendens:

(http://up.picr.de/16356900xh.jpg)



Der Blick vom Erdplateau offenbart die Herbstfärbung der Mespilus germanica "Sultan":

(http://up.picr.de/16356005sg.jpg)

Und die Herbstfärbung der neugepflanzten Morus nigra, die ich noch aufasten und ihr den Stamm weißen muss:

(http://up.picr.de/16355910kc.jpg)



In dem Gartenraum mit dem Obelisken stehen auch gestalterische Veränderungen an.
Ich verknüpfe ja in dem Bereich ganz viele "Lagen" von Gartengeschichte und Kunstgeschichte miteinander.
Die Terrassierung zitiert die italienischen Gärten der Renaissance, der Obelisk ist in gewisser Hinsicht auch ein Element aus der Zeit, in der man die Antike mit ihren Ruinen und Skulpturen neu entdeckte und schätzte - der große Obelisk auf dem Petersplatz wurde in der Zeit aufgestellt.
Der Obelisk wiederum ist ursprünglich ein Symbol für die steingewordenen Strahlen des Sonnengottes und sollte die Verbindung zwischen der hiesigen und der Götterwelt darstellen.
Eine neue Idee, die mir letztens kam, als ich über die Bedeutung dieses Gartenraumes nachdachte und den sehr dunklen Hintergrund zum Nachbarn betrachtete, war, eine kosmische Komponente mit einzubeziehen - dem Obelisken als Repräsentant der Sonne, des Lichts - eines Sterns - muß natürlich sein Gegenpart im kosmischen Sinne gegenübergestellt werden.
Und zwar in Form einer kreisförmigen, tiefschwarzen Scheibe hinter dem Obelisken, im jetzt schon schummrigen Halbdunkel zum Nachbarn - ein abstrakte Darstellung dessen, was von einem großen, mächtigen Stern am Ende seines Daseins übrig bleibt  ;D
Andere Deutungen stehen frei  ;D  ;D

Zu diesem Hell-Dunkel-Kontrast und der angeschnittenen Gartenhistorie passte dann auf einmal auch ganz wunderbar eine Allee aus Betula utilis var. jaquemontii "Dorenbos", die ich schon an einigen Stellen versucht hatte, unterzubringen, wenn auch eher als freier Hain, wie in Anglesey Abbey.
Hier erst einmal die "Bauprobe" mit geweißten Bohnenstangen - war ein Krampf, die in ein präzises, "barockes" Raster zu kriegen ohne rechtwinkelige Bezugspunkte  :P

(http://up.picr.de/16356847vd.jpg)



Von weiter oben dann nochmal ein Blick zum Haus - die Fernwirkung der Cornus Sibirica ist schön!

(http://up.picr.de/16355950zx.jpg)

Das solls erstmal sein - vielleicht ja sogar für dieses Jahr  ;)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. November 2013, 00:17:42
Naja, doch noch nicht ganz für dieses Jahr  ;)

Noch ein paar letzte November-Impressionen:

(http://up.picr.de/16504242ke.jpg)

(http://up.picr.de/16504456uh.jpg)

(http://up.picr.de/16504071ik.jpg)

(http://up.picr.de/16504411ze.jpg)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 18. November 2013, 13:19:46
Sehr schöne Herbstimpressionen! Die Hartriegel sind sowohl mit ihrer Laub- als auch Astfärbung eine Wucht :D Dazu das rote Törchen...
Was Du Dir so für Gedanken dazu machst - immer wieder spannend, dies zu verfolgen...
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. November 2013, 20:33:59
Danke  :D
Aber ich brauch jetzt wirklich endlich ne neue Kamera - bei dem grau-trüben Wetter wollte die alte jetzt ständig mit Blitz arbeiten, und wenn ich den abgeschaltet lasse, kommt ständig das Verwackel-Symbol  :P

Nun, ich mag es, wenn eine Gartengestaltung nicht nur eine schöne Oberfläche bietet, sondern dahinter auch noch mehr Ebenen - teilweise sofort erkennbar, teilweise verschlüsselt - gestaltet und durchdacht sind.  ;)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 09. März 2014, 18:36:25
Hallo allerseits,

der erste Gartenbesuch dieses Jahr liegt hinter mir und ich habe ein paar Eindrücke versucht, einzufangen  :)
Ich fange mal mit dem Gartenhof an, in dem ich letztes Jahr den Bodenbelag und die alte Betonmauer habe austauschen lassen.
Durch den milden Winter sehen alle im Herbst neugepflanzten Fugenbewohner sehr adrett aus - bis auf eine Ausnahme, die mich sehr erstaunt hat - Sagina subulata 'Aurea'.
Davon hatte ich mehrere Teilstücke an verschiedenen Stellen in den Fugen und im Schiefersplitt in der Fläche dahinter gepflanzt, wo sich die grüne Form von alleine angesät hat, aber die gelbe Form ist fast komplett verschwunden - vielleicht ein zu gepäppeltes Gewächshausexemplar  ???

(http://up.picr.de/17594902tp.jpg)

(http://up.picr.de/17594899vf.jpg)

(http://up.picr.de/17594898ri.jpg)

Und natürlich der übliche Gesamtüberblick von der Terrasse aus  :)

(http://up.picr.de/17594896yf.jpg)

Und wenn man aufs Dach steigt, kriegt man auch einen besseren Überblick über die Wirkung der Strukturbildner, Eibenhecken, Cornus 'Sibirica'-Hecke usw., die endlich präsenter werden.
Blick nach links in den Gehölzgarten

(http://up.picr.de/17594903ko.jpg)

Und nach rechts, mehr über den gesamten Garten

(http://up.picr.de/17594901sa.jpg)

Ein Lieblingsmotiv war für mich die erfolgreiche Pflanzung von Crocus tommasinianus von letztem Herbst, die wohl zum größten Teil blühten

(http://up.picr.de/17594964bz.jpg)

(http://up.picr.de/17594965oo.jpg)

Ich hoffe auf fleißiges Versamen, auf daß sich der violette Schimmer weiter ausbreitet  :D

(http://up.picr.de/17594892bx.jpg)

Eine weitere pflanzliche Ergänzung steht an der hinteren (höhenmäßig obersten) Grenze des Gartens zum Bahndamm an, dort scheint am späten Nachmittag die Sonne seitlich "durch" und das möchte ich ausnutzen, um eine Heckenreihe Cornus sanguinea 'Midwinter Fire' aufflammen zu lassen.
Bei den ersten 2 Versuchsexemplaren konnte ich so einen Moment erwischen

(http://up.picr.de/17594884zp.jpg)


Im Eibenhain blühen die Helleborus

(http://up.picr.de/17594891mj.jpg)

(http://up.picr.de/17490465wh.jpg)

(http://up.picr.de/17490462gn.jpg)

(http://up.picr.de/17594893qd.jpg)

Und schnell noch ein Blick auf und in die Ruine

(http://up.picr.de/17594897pk.jpg)

(http://up.picr.de/17594904mz.jpg)

Der Frühling war noch nicht so präsent, wie ich das erwartet hatte, deshalb gibts auch noch nicht so viel zu sehen  ;)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mine am 23. März 2014, 18:53:25
Hallo Gartenplaner,

eigentlich hatte ich über die Suchfunktion nach Infos zur Blutbuche gesucht und bin so hier in Deinem wundervollen Thread gelandet. Der Garten ist ja ein Traum!!!! Insbesondere dieser kleine Gartenhof mit diesen vielen Details wie der Mauerbepflanzung, dieser Naturstein-Mix im Boden, die Keramik am Haus etc etc... und die "Steinpilze", die sind ja total witzig!! Bin gespannt, wann Du Fotos vom fertigen Teich zeigen kannst, in der Planung sieht das schon mal bombastisch aus!

LG, Mine
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. März 2014, 22:37:26
Hallo Mine,
Vielen Dank!!  :D

Ich mag witzige, skurrile, ungewöhnliche Gartenelemente, die gern auch als Brüche in der Gestaltung auffallen dürfen  ;D

Bis zum Teich dauerts wohl noch einige Jahre - zuerst ist die Terrassenerweiterung dran.
Die muss auch vorher gemacht werden, weil ansonsten durch die Lage des Teiches keine Baumaschinen an den Terrassenbereich mehr herankommen.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. April 2014, 21:25:32
Hallo allerseits,
bei mir ist der "Nichtwinter" in einen "Fastsommer" mit 3 Wochen Trockenheit übergegangen  :-\
Aber mein Töpferlehm hat eben manchmal auch Vorteile, er hält in einigen Zentimetern Tiefe noch genügend Restfeuchtigkeit für die meisten Pflanzen.

Ein kleiner Rundgang, angefangen im Gartenhof mit der Tuff-Mauer - die meisten letzten Herbst gesetzten Fugenbewohner haben sich gut etabliert und die vor 3 Wochen gesetzten Farne sehen gut aus:

(http://up.picr.de/17973419os.jpg)

(http://up.picr.de/17973421ey.jpg)

(http://up.picr.de/17973348tb.jpg)



Und der Schwan kriegt neue "Federn"  ;D

(http://up.picr.de/17973373yd.jpg)



Und in der Wiese dieses Frühjahr eine Löwenzahnschwemme  :D

(http://up.picr.de/17973415tt.jpg)



Der Gehölzgarten ergrünt.
Der Eisenstab markiert die Pflanzstelle für einen "Pendant-Baum", der symmetrisch zum Cornus controversa neben der Blutbuchen-Laube stehen soll.
Da ich im Gehölzgarten verschiedene Wuchs- und Laubformen und Laubfarben zusammentragen möchte, soll dieser Baum eine gegensätzliche Form zu dem kandelaberartigen Cornus controversa aufweisen - entweder eine sehr klare zylindrische Säulenform oder eine überhängende Form, trauerweidenartig.
Und dann am besten gelblich von der Laubfarbe, schattentolerant und Konifere....mal schauen  :)

(http://up.picr.de/17973354mr.jpg)



Die Blutbuchen-Laube ist frisch verflochten:

(http://up.picr.de/17973400cm.jpg)



Löwenzahn macht dieses Jahr den Primula veris Konkurrenz....und im Hintergrund dräut Menschenwerk:

(http://up.picr.de/17973412jr.jpg)

(http://up.picr.de/17931192og.jpg)



Blütenteppiche...

(http://up.picr.de/17973381um.jpg)

Erkannt?
Cymbalaria muralis, erst zickig, jetzt kaum noch zu bremsen - und das auf einer vollprallsonnigen Südseite  :o

(http://up.picr.de/17973386et.jpg)

Eine Nelke blüht bereits..

(http://up.picr.de/17973383dc.jpg)

Und Iberis, Euphorbien

(http://up.picr.de/17973384cz.jpg)



Im Eibenhain ist die Helleborusblüte vorbei, andere Frühlingsblüher übernehmen

(http://up.picr.de/17973361mm.jpg)

(http://up.picr.de/17931193fx.jpg)



Und bei der großen Vase, dem Gegenpol zur Blutbuchen-Laube, habe ich versuchsweise 2 "Leuchtfeuer" symmetrisch gepflanzt, müssen aber noch wachsen

(http://up.picr.de/17973401lq.jpg)



Noch ein Blick in die "Ruine"

(http://up.picr.de/17973364fm.jpg)

Auch die abgefallenen Blütenblätter der 'Black Lace' sind noch dekorativ  :D

(http://up.picr.de/17973424yc.jpg)


Viele Grüße,

Gartenplaner


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nina am 15. April 2014, 21:48:07
Schöner Einblick Gartenplaner! :D

Der Materialmix im Hof ist mir etwas zu wild für meinen Geschmack, aber sonst finde ich Deinen Garten nach wie vor recht spannend und schön! :)

Deine Blutbuchenlaube bringt mich auf eine seehr gute Idee ... ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. April 2014, 22:51:40
Danke  :)
Ich hab die Tuffsteine für die Mauer auch in gelb ausgesucht - aber das sind sie leider nur, wenn sie ganz austrocknen, was wiederum der Bepflanzung abträglich wäre (und ich hätt gern keinen grauen Betonputz auf dem Schuppen)

Wenn du bei der verflochtenen Laube an den bei euch geplanten Laubengang denkst - ist ne sehr fummelige und langwierige Angelegenheit  :P
2008 hab ich gepflanzt, laut schlauem Büchlein, das ich mir zu dem Thema damals zugelegt hatte, sollte das Umeinanderwinden der jungen Buchenheister (oder andere Heckenpflanzen) ausreichen, dass sie an den Kreuzungspunkten verwachsen, das hat bei mir aber nie funktioniet, da geflochten die Äste sich noch zu sehr gegeneinander bewegen können.
Erst als ich die Kreuzungspunkte mit Draht zusammenband, verwuchsen sie auch.
Das Büchlein gab das Verdrahten auch als Methode an mit der Anmerkung, dass es aber Schwachpunkte schaffen könnte - was ich auch schon leidvoll gemerkt habe, wenn ich an verwachsenen, verdrahteten Stellen zu sehr zog, um sie in Form zu bringen  :-\


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nina am 17. April 2014, 09:55:01
Danke :)
Wenn du bei der verflochtenen Laube an den bei euch geplanten Laubengang denkst - ist ne sehr fummelige und langwierige Angelegenheit :P
Sieht aber schon vielversprechend aus! :)
2008 hast Du die schon gesetzt? Wie groß waren die Heister denn da?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 17. April 2014, 10:44:55
Erst als ich die Kreuzungspunkte mit Draht zusammenband, verwuchsen sie auch.
Das Büchlein gab das Verdrahten auch als Methode an mit der Anmerkung, dass es aber Schwachpunkte schaffen könnte - was ich auch schon leidvoll gemerkt habe, wenn ich an verwachsenen, verdrahteten Stellen zu sehr zog, um sie in Form zu bringen :-\

Gibt es außer Draht nicht auch noch andere Methoden?
Eine solche Schwachstellen-Gefahr gab es beim Pooktre-Chair, -Garden-Table oder bei all den div. Weidenkirchen offensichtlich nicht, oder muss man einfach nur sanft genug vorgehen, öfters eingreifen und den Rest der Zeit überlassen?

Ich finde das Entstehen Deiner Laube faszinierend!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. April 2014, 20:06:52
...
Sieht aber schon vielversprechend aus!  :)
2008 hast Du die schon gesetzt? Wie groß waren die Heister denn da?
Danke  :)

Ich glaube, ich hab sie als 125cm-Heister, wurzelnackt, im Frühjahr damals gepflanzt, im Sommer sind dann prompt einige wieder verschieden durch Trockenheit, die hab ich dann im Herbst drauf nachgepflanzt.
Einige wenige sind in den Jahren danach noch eingegangen, da hab ich dann meist nicht mehr ersetzt sondern eher Seitenäste umgewidmet.

Das Problem ist, dass man die Pflanzen ja schräg leiten muss, um die Rautenform hinzukriegen.
Das zieht 2 Folgen nach sich:
1. man muss den Höhengewinn durch Zuwachs des Vorjahres im Frühjahr darauf zum größten Teil wieder hergeben, wenn man die Stämme wieder schräg flechtet.
2. die Pflanzen wollen unter allen Umständen schnell gerade nach oben, das führt zu dem Problem, mit dem ich kämpfe beim Verbinden, die schrägliegenden Triebe wollen sich aufrichten.
Deshalb muss hier die Verbindung recht fest und längerfristig sein.
In dem Buch "Wir pflanzen eine Laube: Bauen mit lebenden Gehölzen" von Hermann Block, das ich mir zugelegt hatte, nachdem ich über solche "Baum-Bauten" gestolpert war und selber umsetzten wollte, werden mehrere Verbindungsmethoden aufgeführt, spezielle Klammern (aus der Floristik, glaub ich), spezielle Gummi-Ösen (aus dem Baumschulenbedarf), mit Draht...
Die Ösen hatte ich auch noch ausprobiert, aber die hielten die Zweige nicht an der Stelle zusammen, wo sie sollten, die Äste rutschten dann langsam durch ihre Eigenspannung wieder mehr nach oben.
Nur geflochten wuchsen die Äste kaum an den Berührngsstellen mal zusammen.
Erst die Brachialmethode mit dickerem Bonsaidrahlt brachte richtige Verwachsungen, der Andruck und die Dauer waren ausreichend, um die Verwachsung hervorzurufen.
Wenn ich den Draht vorm völligen Einwachsen hingegen wieder entfernte, rissen oft auch die schon angewachsenen Stellen wieder auseinander durch die Spannung.
Im Buch ist zum Drahten angemerkt, dass die Drähte komplett eingewachsen zwar einen Schwachpunkt darstellen, aber keinen so gravierenden - ich mache jetzt eben die Probe aufs Exempel.

@Debbie:
es kann gut sein, dass es mit öfterer, sanfter Zuwendung auch so geht, ich bin halt immer nur temporär vor Ort  :)

Wenn die Blutbuchen im Sommer voll belaubt sind, ist es allerdings sehr schwer, den Überblick zu behalten.
Am einfachsten geht das Formen gerade jetzt, wo das alte Laub anfängt, abzufallen, und bevor die Knospen weich werden und anfangen, sich zu öffnen (und dann sehr leicht beim Äste biegen und verflechten abbrechen  :-X )

Senkrechte Strukturen wie der Tisch und auch die Rückenlehne des Stuhles aus deinen Links lassen sich wahrscheinlich auch schonender Fixieren, da sie nicht stark gegen die senkrechte Wuchsrichtung der Pflanze gehen, da ist kein "Zug" drauf.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 19. April 2014, 00:12:44
...Erkannt?
Cymbalaria muralis...

interessant, danke!

die ruine hat einen grimmigen kopf obenauf!? Hatte ich noch gar nicht mitbekommen.

spannend, Dein garten, wie immer.

lg, brigitte
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. April 2014, 22:15:19
Danke  :D

Grimmig, nee, es ist ein eingedöster weinseeliger Satyr, ein passender Chef für die restlichen Wesen, die die Ruine bewohnen  ;D
Und auch ein Symbol für die "wilde", naturhafte Seite des Gartens.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 20. April 2014, 12:26:07
ein weinseliger satyr, passte hier auch 8). Und nicht nur wegen naturhaftem garten.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nina am 20. April 2014, 22:52:55
In dem Buch "Wir pflanzen eine Laube: Bauen mit lebenden Gehölzen" von Hermann Block, das ich mir zugelegt hatte, nachdem ich über solche "Baum-Bauten" gestolpert war und selber umsetzten wollte, werden mehrere Verbindungsmethoden aufgeführt, spezielle Klammern (aus der Floristik, glaub ich), spezielle Gummi-Ösen (aus dem Baumschulenbedarf), mit Draht...

Vielen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen!
Bei Amazon kann man einen "Blick ins Buch werfen": Wir pflanzen eine Laube Dort ist auf Seite 12 eine Schraubverbindung fotografiert. Klingt brutal scheint aber gut zu funktionieren.

Ich bin ganz angetan von der Idee! :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 20. April 2014, 23:40:42
Stimmt, die Schraube durch die Mitte der gekreuzten Stämme gabs auch noch...vielleicht sollte ich das mal mit einer dünnen und langen Schraube versuchen...hatte bei der Methode Bedenken, dass bei den dünneren oberen Bereichen dann der Trieb in der Mitte aufschlitzt, aber es gibt ja auch sehr dünne Schrauben....wäre immerhin keine umlaufende Struktur, die ein- und überwachsen werden müsste...


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 20. April 2014, 23:51:17
schraube durch, das funzt, im laufe der zeit, sicher, vor allem bei jungen gehölzen.

Habe vor vielen jahren mal wieder meinem rettungsdrang nachgegeben, und einen kleinen apfelbaum gekauft ("ja, das ist ein Wildapfel!"), der als versuchsobjekt gedient hat:
etliche zweige waren zu kreisen und sonstigen formen gedreht, alle diese verformungen waren mit schrauben fixiert, die verbindungen waren schon (am) zusammen(ge)wachsen.

OT
der wildapfel war ein wilder sämling, und tragt mittlerweile 14 tage nach dem klarapfel riesen-äpfel. Die kreise etc habe ich damals herausgeschnitten....
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. Mai 2014, 19:39:44
Momentan begeistert mich mal wieder aufs Neue die Dynamik der Wildblumenwiese, Mitte April noch fast ein Rasen mit Unmengen Löwenzahn, inzwischen, dank ergiebiger Regenfälle, ein Blütenmeer:

(http://up.picr.de/18293163jr.jpg)

Wenngleich der Wiesenpippau dieses Jahr längst nicht so hoch geworden ist, wie nach dem verregneten Mai letztes Jahr.
Jedes Jahr ist anders, die Blüten sind anders verteilt, die Wuchsdynamik ist anders, jedes Jahr eine neue Wundertüte  :D
Sehr erfreulich ist, dass das Sammeln und gezielte Verstreuen überall von Klappertopfsamen sehr erfolgreich war, das blaß-grüngelbe ist Klappertopf.

(http://up.picr.de/18281593la.jpg)

(http://up.picr.de/18293161ah.jpg)

(http://up.picr.de/18288924un.jpg)

(http://up.picr.de/18288921si.jpg)

(http://up.picr.de/18293160vq.jpg)

Auch der Ackerwachtelweizen breitet sich aus  :D

(http://up.picr.de/18281588vu.jpg)

Ich experimentiere inzwischen ja auch mit nicht einheimischen "Wiesen"-Pflanzen - Allium 'Purple Sensation' scheint für die Ecke allerdings doch zu niedrig:

(http://up.picr.de/18288922kf.jpg)

Ebenso wie Gladiolus communis subsp. byzantinus:

(http://up.picr.de/18288925mw.jpg)

Aber vielleicht werden beide eingewachsen größer oder das Gras dort auch noch durch das jährliche zweimalige Mähen niedriger, abwarten  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 16. Mai 2014, 06:04:13
wunderschön, Gartenplaner! Es ist aber auch eine schöne große Fläche, die du da zur Verfügung hast. Ich habe letztens Herbst einen vergleichsweise winzigen Streifen zwischen Haus und Grundstücksgrenze ausgesät. Da freue ich mich gerade über jede Pflanze, die ich schon mal als Einzelstück (Wiesensalbei) entdecke... Toll finde ich auch, dass du mit der Ansiedlung der Orchideen so viel Glück hast :D
ich schau hier und in den Wiesen-Thread immer gerne rein - Danke!

LG
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Treasure-Jo am 16. Mai 2014, 10:07:52
@Gartenplaner,

das macht Freude, den Fortschritt eines so schönen Projekts zu verfolgen. Danke fürs Zeigen! :D :D :D

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Mai 2014, 20:00:35
Hallo ihr beiden, es freut mich, dass ihr Freude dran habt!!  :D

Das "Projekt" war ja eher am Anfang, um 2001, eine "Verzweiflungs-Notlösung" um ein völliges Verbuschen der Obstwiese zu verhindern, nachdem kein Landwirt mit Schafen oder Kühen mehr da war.
Erste Ansaat-Versuche in die "fette" Wiese in der Zeit scheiterten auch komplett.
Dass nach so vielen Jahren mit einmal im Jahr Mähen dann ab 2008 auf einmal auch die Ansaat in die bestehende Wiese von schönen, bunten Wiesenblumen klappen würde, hab ich, als ich es wieder versuchte, nicht so richtig geglaubt, nur gehofft.
Ebenso bei den Orchideen, sind ja Ableger aus Gärten, ich hatte da sogar eher keine Hoffnungen, dass sie überhaupt angehen...

Die große Fläche hat hier den Vorteil, dass, wenn ich nur genug Samen weiträumig genug verteilt ausbringe, irgendwo ein Korn gute Bedingungen findet und aufgeht.
Ansonsten ist die Größe der Fläche nicht unbedingt so wesentlich, eher der Nährstoffgehalt des Bodens, die Bodenfeuchtigkeit und das Licht.
Und ein großer Vorteil kleinerer Flächen ist, den Boden dort umbrechen zu können, bevor man die Blumenwiese ansät.
Man muss bei kleinen Flächen nur bedenken, dass Gräser und Kräuter eine gewisse Höhe erreichen können und gern auch mal überhängen - nicht viel anders wie bei "Mixed Borders"  ;)

Für mich ist die "Wiesen-Wundertüte" inzwischen fast ein Ersatz für Staudenbeete, die ich (noch) nicht habe  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 17. Mai 2014, 07:15:51
Ja, die Erfahrung mit dem fetten Boden habe ich auch hinter mir. Der Srreifen hinterm Haus ist letztes Jahr bei der Außenrenovierung ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden.
 Es ist eh ein wenig beachteter Bereich (da fehlt mir noch die zündende Idee, ob und wie man den Teil irgendwann elegant in die Gartengestaltung einbeziehen kann) - derzeit parkt da auch noch ein kleiner Hänger. Bereits vorher wuchsen da höchstens an der Hauswand ein paar Beerensträucher und ansonsten Wiese. Ich habe dann letztes Jahr nach dem alles 'platt' war eine entsprechende Mischung von einem seriösen Anbieter eingebracht. Im Augenblick ist es noch recht lückig (allerdings sausen die Kids da auch zwischenzeitl. mal durch), da werde ich noch mal nachsäen. Jetzt guck' ich, wie es sich weiter entwickelt.
Schön finde ich einfach auch, dass sich vieles an Insekten einfindet, das kann schon durchaus als Ersatz für Staudenbeete gelten. Wobei ich finde, dass das eine das andere nicht zwingend ausschließt (außer von der Gartengröße ggf.) ;) hat beides einen anderen Sinn, seinen eigenen Charme.

LG
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Mai 2014, 14:17:10
@Mrs. Alchemilla:
Das lückige Erscheinungsbild ist nicht ungewöhnlich, da viele Wiesenkräuter 2 Jahre bis zur ersten Blüte brauchen.
Allerdings sollten dann bald die Kids nicht mehr durchsausen - im Gegensatz zum Rasen verträgt eine Wiese diese Art Nutzung nur zu bestimmten Zeiten, nämlich im Frühjahr, bevor das Wachstum richtig loslegt (wenn man keine Frühlingszwiebeln gepflanzt hat) und nach der Mahd im Sommer eine Zeitlang, wenn sie niedrig wie ein Rasen ist.

Ausschließen auf keinen Fall!  :)
Nur funktioniert die Wiese mit der möglichen Pflege grad gut, während richtige Stauden-Beete wahrscheinlich nicht gut funktionieren würden...aber ich will auf jeden Fall irgendwann welche haben  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nina am 18. Mai 2014, 17:24:36
Hallo ihr beiden, es freut mich, dass ihr Freude dran habt!! :D
Für mich ist die "Wiesen-Wundertüte" inzwischen fast ein Ersatz für Staudenbeete, die ich (noch) nicht habe ;D
Das kann ich gut verstehen! Das entwickelt sich ja sehr schön bei Dir! :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 19. Mai 2014, 06:36:39
Hallo gartenplaner,
dann warte ich mal entspannt ab, ob sich die Lücken noch schließen. Den Kids kann man zum Glück durchaus was beibringen ;) , im Augenblick ist dieser Bereich tabu, weil wir im aufgehängten Nistkasten ein Nest entdeckt haben. Sowas akzeptieren sie bereitwillig und freuen sich auf die "Babys"...
Frühlingsblüher habe ich noch nicht. Ich habe mir - nach dem Wiesen-Thread hier - das Buch von Lloyd angeschafft, da bleibt noch etliches an Ideen zu verwirklichen. Aber erst hat anderes Vorrang.
Wenn du - so wie ich es verstanden habe - nicht regelmäßig dort gärtnern kannst, ist die Wiese wahrscheinlich wirklich pflegeleichter. Man hat ja vielleicht am WE auch noch anderes vor...

LG
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 25. Juni 2014, 19:22:25
So, mal wieder ein paar Bilder vom Garten, grad ist der Blütenhöhepunkt des Wiesenpippau vorbei und das Gesamtbild ist weniger bunt, bzw. man muss mehr suchen:

(http://up.picr.de/18660719ga.jpg)

(http://up.picr.de/18660731ao.jpg)
Ackerwachtelweizen, Melampyrum arvense

(http://up.picr.de/18660721cf.jpg)
Iris latifolia 'King of the Blues'

(http://up.picr.de/18714101gc.jpg)
Iris latifolia 'Mont Blanc'

(http://up.picr.de/18714102wf.jpg)
Wiesenstorchschnabel, Geranium pratense

(http://up.picr.de/18723062ft.jpg)
Wegwarte, Cichorium intybus

Ackerwachtelweizen hat sich gut ausgebreitet, Wiesenstorchschnabel ebenfalls, bei der Wegwarte scheint eher offener, gestörter Boden bevorzugt zu sein, aber es gibt ein paar Sämlinge, die Iris hab ich als Experiment letzten Herbst gepflanzt, dachte eigentlich nicht, dass überhaupt eine der Knollen dieses Jahr schon blühen würde...obs ihnen in dem Wiesenteil feucht genug ist, auch trotz trockenem Jahr bis jetzt, wird sich zeigen....

Am Großen Rasen hat die linke Eibenhecke ihre Endhöhe erreicht - ich überlege noch, ob ich die Oberkante der Hecke parallel zum schräg ansteigenden Gelände führe, oder aber die Oberkante genau waagerecht schneide, so dass die Hecke am Ende zur Wiese niedriger wäre als am Schuppen....momentan gehts eher so in die Richtung hinten niedriger (rechts auf dem Foto), vorne höher (links auf dem Foto) 8)

(http://up.picr.de/18660724jl.jpg)

Durch die längeren Trockenphasen bisher sieht der Eibenhain ziemlich zerrupft aus, der Waldmeister ist zu Stroh geworden (der treibt aber wieder aus, das hab ich schon 2011 mal erlebt), die Helleboren haben Blattläuse ohne Ende und teilweise auch Trockenstress, aber da müssen sie durch, im Eibenhain werden nur Neupflanzungen im ersten Jahr gegossen (deshalb auch diese Stäbe-Parade links, da stehen neugesetzte Pflanzen...Herbstpflanzung wäre allerdings vorteilhafter gewesen  :-\ )

(http://up.picr.de/18714117sr.jpg)

Der Gartenhof dagegen präsentiert sich grün und üppig, da er feuchter bleibt:

(http://up.picr.de/18660748ni.jpg)

(http://up.picr.de/18660747th.jpg)

(http://up.picr.de/18660750ay.jpg)

Und in einem Monat steht schon wieder die Mahd der Wiese an....


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 25. Juni 2014, 22:52:04
...bei der Wegwarte scheint eher offener, gestörter Boden bevorzugt zu sein...

ja. Hier z.b. in pflasterritzen, in denen immer wieder herumgefieselt wird. Dann kommt sie in zwar nicht bunter, aber doch vielfalt, inklusive weiss. sehr schön .
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juni 2014, 19:09:25
Oh, die Blauabstufungen sind ja klasse!!
Ich fürchte aber, daß die Sämlinge eher weniger denn mehr werden, da die Ecken mit gestörtem Boden zuwachsen und verschwinden.
Das Erdplateau und die Trockenmauer wurden 2010/2011 angelegt und dafür viel Erde bewegt und beim Bau aufgewühlt, in den ersten Jahren gabs ganz viel Klatschmohn dort, inzwischen sind es nur noch sehr vereinzelte Pflanzen, das Schicksal wird die Wegwarte dann wohl auch teilen.
Aber dafür fühlen sich ja dann andere Arten, die eine geschlossene Wiesenstruktur mögen, wohl  :)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: schwarze Tulpe am 01. Juli 2014, 09:56:38
Hallo Gartenplaner - endlich schnuppere ich in deiner Parklandschaft, bin erst auf Seite 3, aber schon lange voller Begeisterung. Ein Garten wie ein Traum. Ich gehe einige Schritte und erlebe völlig neue Sichten, Enge und Ferne mischt du. Dein Garten ist wie ein Gebäude mit hundert Räumen, Kämmerchen, Klausen, Verliese und Sälen, alle anders mit eigener Ausstrahlung. Wunderbar. Auch dein üppiges Verteilen deiner Objekte schafft reizvolle Kontraste.
Ein Garten muss persönlich bleiben, darf für mich keine Abbildung/Vervielfältigung von gartenmodischen Hochglanzseiten sein.

Dein Park verrät die Handschrift eines Könners. Dabei bin ich erst auf Seite 3 und seufze schon.

Wann hat man heutzutage die Chance ein so großes Grundstück zu gestalten. Ich denke an Fürst Pückler-Muskau, der noch große Landschaftsgestaltungen plante und viele umsetzte. Er begleitet mich seit Jahrzehnten, habe etliche Bücher von ihm gelesen, Landschaftsplanungen und Reiseberichte. Wie hätte er die Braunkohlentagebaugebiete neu entworfen und gestaltet?

Ich freue mich auf die nächsten Seiten über deinen Park.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: schwarze Tulpe am 01. Juli 2014, 20:39:28
Die Entstehung deines Gartens ist eine ausgezeichnete Dokumentation. Auch deine Fragestellungen, deine unermüdlichen Erklärungen zu den Gartendetails, zu dem Wie-haben-Sie-das-gemacht? Das Lesen ist ein Genuss. Obwohl ich finde, du könntest zwischendurch etwas mehr lachen. Vielleicht auch dein Garten? Erlauben das die beiden Torhüter? Sie sind herrlich direkt, so mitten im Disput. Es könnten pur-Mitglieder sein. Sie erinnern mich an ausdrucksstarke Menschen hier, nein, nein, ich schweige, außerdem kommen Versteinerungen nicht im Diesseits vor.

Ich lerne viel, und freue mich wie du die Erfahrungen der "Menschheit" auf deine Art umsetzt. Interessant sind auch die Ideen, die die User hier bringen, die Beschreibung ihrer Vorstellungen, die deinen mal nah und dann unendlich fern sind. Auch das bereichert die Doku. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

Dein Garten gefällt mir, schlimmer, ich würde ihn gerne mal sehen.

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 01. Juli 2014, 22:13:43
Hallo und vielen Dank!!  :D

Hm... Humor und Garten - geht das zusammen?  8)
Oft ist der Gärtner doch eher frustriert, gar "beleidigt", daß der Garten nicht so will, wie er  ;D
Und wenn der Garten doch mal so will, sind Begeisterung, Freude, Überschwang die großen Gefühle.

In der Gartenkunst gabs humorvolle Gestaltungen, Wasserspielereien, bei denen in Renaissance-Gärten und später barocken Gärten ahnungslose Besucher nass gespritzt wurden und einen Heidenspaß daran hatten.
Oder es schmückten anstatt römisch-griechische Gottheiten seltsame Zwerge als Steinskulpturen den Garten, Schloss Weikersheim ist dafür berühmt, die Statuen sollen Karikaturen des Hofstaats sein.
Wie ist das heut?
Christopher Lloyd, der ehemalige Gestalter und Besitzer von Great Dixter in England war dafür berühmt, kleine scherzhafte "Installationen" in seinem Garten zu platzieren...Ivan Hicks ist ein Gartengestalter, der auch Humor in seinen Entwürfen nutzt, diese sind aber eher als "magisch" oder "surreal" bekannt.
Als Gestalter exponiert man sich, wenn man etwas gestaltet - immer ist ein Zweifel dabei im Spiel, die Unsicherheit...
Und Humor ist sehr schwer zu inszenieren, da muss man schon mutig sein...

Für mich sind der goldene Yoga-Frosch, der Krokodilkopf auf dem Mini-Bergmolchteich, das Diamant-Ei des Bronze-Schwans (überhaupt der Schwan mit seinem Hakonechloa-Federkleid), die Groß-Versammlung der Gargoyles (die übrigens bei Anbruch der Nacht zum Leben erwachen und bei Sonnenaufgang wieder zu Stein erstarren  ;D ) an und in der "Ruine" das "Lachen" meines Gartens.
Könnte es noch mehr sein?
Vielleicht, ich bin immer für Vorschläge offen  :D


...
 Interessant sind auch die Ideen, die die User hier bringen, die Beschreibung ihrer Vorstellungen, die deinen mal nah und dann unendlich fern sind. Auch das bereichert die Doku.
...

Das fand und finde ich wirklich außerordentlich bereichernd!!!
Sowohl die Möglichkeit, die Wirkung von Gestaltungsideen ohne vorhergehende Erklärung meinerseits auf andere zu erfahren, als auch Gestaltungen dann erklären und begründen zu können und auf Verstehen, Nicht-Verstehen und auch Ablehnung zu treffen.

Manchmal wurden Zweifel gesät, die zu einer intensiven Reflexion der einen oder anderen Idee führten, was für ein Gesamtkonzept eines Gartens sehr gut ist.

Aber ich gestalte ja den Garten für mich und probiere darin herum, da muss er längst nicht glattgebügelt durch-designt sein - deine Beschreibung fängt sehr gut ein, was ich für meinen Garten möchte (und anscheinend schon teilweise erreicht habe  :D ):

...
 Dein Garten ist wie ein Gebäude mit hundert Räumen, Kämmerchen, Klausen, Verliese und Sälen, alle anders mit eigener Ausstrahlung.
...

LG,
Gartenplaner


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: schwarze Tulpe am 02. Juli 2014, 13:03:50
Danke für die ausführliche Antwort.
Oh ja, Humor und Garten leben miteinander. Natur muss nicht schwermütig sein. Sie braucht Licht und Farben. Ich meinte die Fröhlichkeit, die Farben auslösen, bei mir ist es so. Spontan fällt mir Gaudi oder Hundertwasser ein, die Werke schufen, deren üppige Formen- und Farbenlebendigkeit mich beim Anschauen glücklich machen.
Ich gehe gern durch einen Wald, spüre die Ruhe, die Erdung, aber dann immer neu das wunderbare Erleben der Helligkeit am Waldrand oder plötzlich ganz unverhofft in einer Lichtung. Und schon öffne ich mich und fliege ich davon. Deine Planung schafft diese Kontraste, der Eibenhain wird es verstärken. Sicher kommen noch die Pflanzen der Farbspritzer oder üppigen Farbwellen hinzu. Die Wiese ist schön, ein Anfang. Noch überwiegen viele grüne Schattierungen in deinem Garten, manchmal fast grau, oder es ist deine Kamera, die es düsterer macht? Es hat seinen Reiz. Ich würde in die herrlichen Bäume Clematis hochranken oder einfach auf dem Boden belassen. Ihre Blüten könnten die strengen Bereiche jetzt verzaubern.

Natur ohne Kunst ist mir kaum denkbar. Nils-Udo versprüht mit seiner Land Art herrliche Farbakzente. Auch der Garten des André Heller und nicht zu vergessen der Tarot Garten von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely. Ich bin danach verrückt, habe also eine andere Zielsetzung. Der Paradiesgarten von Daniel Spoerri wurde schon genannt, doch er ist ein Skulpturenpark, wunderbar, aber ohne die schwebende Leichtigkeit, ohne leuchtende Farbigkeit, die ich so liebe.
Ivan Hicks, ja, auch er gehört mit seinen herrlichen Mauergestaltungen zu meinen Favoriten. Christopher Lloyd erlebe ich als einen sehr strengen Gestalter, wunderbar die blühenden Treppen.

Dein Gartentor leuchtet rot, sehr schön. Das Spiel mit Türen ist interessant. Es stellt sich die Frage, ob sie den Weg verschließen müssen, geöffnet bleiben oder ob sie mitten auf dem Weg stehen und man rechts und links vorbeigehen kann.
Eine weitere Farbigkeit ist die blaue Haustür, der Glasweg und der sonnige Buddha. Deine Kunstwerke sind metallen spiegelnd oder matt rostend, also nicht farbig leuchtend oder aus Naturstein. Ich würde die Edelstahlkugeln als Windspiel in einen Baum hängen. Deine Obstbäume bieten sich mit ihrer Schräglage an.
Ich würde Baumstämme anmalen. Oder Leinen ziehen und bunte Tücher anhängen, müssen keine Gebete drauf sein, Liebesgedichte wären schön oder einfach Kalauer oder leckere Rezepte oder Witze, dass du was zum Lachen hast. Oder bunte Steine am Boden. Kleine Farbakzente und veränderbar. Lieber Gartenplaner, ich denke viel zu unkonventionell. Ich denke sogar, bei dir ist es zu aufgeräumt. Auch diese Strenge hat seinen Reiz. Aber... sei ruhig mal übermütig beim Umsetzen verrückter Ideen. Der Friedhof gegenüber trägt längst den schwermütigen Teil. Er braucht den fröhlichen, lebendigen Gegenpart. Wir alle brauchen den.

Du hast herrliche Ideen, so die Wege in der Wiese, gefällt mir sehr, würde ich mehr Wege mähen. Mich faszinieren deine urigen Obstbäume. Ich würde sie stehenlassen, auch wenn sie nicht mehr tragen. Sie haben Ausstrahlung. Könnte fast Ivan Hicks gesetzt haben.

Dein Gartenziel kommt stark heraus, Sichten schaffen. Wunderbar. Spontan fällt mir ein früheres Kunsterlebnis ein. In Kassel steht heute noch mitten in der Landschaft das Relikt einer Documenta: Die Installation Landschaft im Dia. Über einen hochaufgebauten Laufsteg (mir schwindelte fast) wohl 30 m lang ging man auf einen riesengroßen Rahmen aus Stahlgeflecht zu. Plötzlich war die Landschaft nicht mehr uferlos. Man sah einen Ausschnitt, der sich veränderte, je näher man dem Rahmen kam. Und man konnte ihn selbst bestimmen. Inzwischen schwebte man frei im Universum, denn der Laufsteg ragte über einen Hügel hinaus. Ein grandioses Gefühl, ohne Erdung, fast schwerelos.
Solche Rahmen mit Holz/Metall oder Pflanzen gestaltet, möchte ich in meinem Garten versuchen. Sie schaffen eine konzentrierte Wahrnehmung. Sie blenden die übrige Landschaft aus. Und ich kann sie hinsetzen, wohin ich will. Kannst du dir das für deinen Garten vorstellen?

Ich finde es beeindruckend, dass du deine Planung so zur Diskussion freigibst. Das Nachdenken über deinen Garten schafft mir neue Impulse, Ideen für meinen Garten.

Dein Garten ist im Werden, und er wird schön. Verwirkliche deine Vision. Was für eine Chance für uns, es mitzuerleben. Ich begleite dich gern. Ich bin gespannt, wie sich im Wachsen und Werden die Akzente verschieben.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: reinesHobby am 02. Juli 2014, 13:17:09
Dein Garten ist im Werden, und er wird schön. Verwirkliche deine Vision. Was für eine Chance für uns, es mitzuerleben. Ich begleite dich gern. Ich bin gespannt, wie sich im Wachsen und Werden die Akzente verschieben.

Dem kann ich mich nur anschließen!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 02. Juli 2014, 20:50:04
Danke für deine vielfältigen Anmerkungen und Anregungen!!

...
Ich meinte die Fröhlichkeit, die Farben auslösen, bei mir ist es so.
...

Ah! Da gingen meine Gedanken in eine andere, schon "abstraktere" Richtung...aber du hast Recht, die Farbigkeit meines Gartens ist reduzierter, und zwar dadurch, dass ich keine Staudenbeete habe.
Die Blütenhöhepunkte der Wiese haben zwar auch eine starke Farbigkeit, aber die ist gleichzeitig auch immer durch die Grüntöne der Wiesengräser wie gedämpft.
Und je weiter das Jahr fortschreitet, umso mehr Silber- und Braun/Gelbtöne mischen sich in die Wiese - die letzten Fotos haben mich erstaunt, nach dem gelben Blütenmeer des Wiesenpippau erschien mir die Wiese auch schon sehr "heuartig", vielleicht meintest du das mit "grau".
Aber bei Durchsicht der Fotos vom letzten Jahr hab ich gesehen, dass es da auch so einen Blütentiefpunkt gab, der aber gefolgt wurde von noch weiteren, später blühenden Doldenblütler in weiß und grünhgelb.

Eigentlich geht das ja vom Look her in die Richtung, die bei Beeten für Trockenheitsliebhaber, mit Kies gemulcht und abgemagert, angestrebt wird  ;D

Aber im Hinterkopf habe ich auch schon Pläne für buntere Beete....

...
Dein Gartentor leuchtet rot, sehr schön. Das Spiel mit Türen ist interessant. Es stellt sich die Frage, ob sie den Weg verschließen müssen, geöffnet bleiben oder ob sie mitten auf dem Weg stehen und man rechts und links vorbeigehen kann.
Eine weitere Farbigkeit ist die blaue Haustür, der Glasweg und der sonnige Buddha. Deine Kunstwerke sind metallen spiegelnd oder matt rostend, also nicht farbig leuchtend oder aus Naturstein. Ich würde die Edelstahlkugeln als Windspiel in einen Baum hängen. Deine Obstbäume bieten sich mit ihrer Schräglage an.
Ich würde Baumstämme anmalen.
...

Durch deine Anmerkungen und Vorschläge fiel mir erst auf, dass ich sehr zurückhaltend mit Farbigkeit, auch bei "Einrichtungsgegenständen", hantiere....
Das ist auch eine Frage des schon angesprochenen Mutes  8)
Das Rot des neogotischen Törchens entstand aus der Idee, möglichst die genaue Farbe der Rinde der Cornus alba 'Sibirica' für das Tor zu finden.
Inzwischen hab ich diese Ausgangsidee ausgeweitet auf alle Einrichtungs-Metallobjekte, die nicht aus poliertem Edelstahl sind - und mich prompt nicht getraut beim großen Tor zur Straße am Friedhof konsequent zu sein.
Und ich bereue es.

Für mich definieren die Tore vor allem einen besonderen Raum innerhalb des Gartens, beim Eibenhain möchte ich das Gefühl einer "heimeligen Höhle" schaffen - ich weiß, manch einer findet Eiben oder generell Koniferen düster und sogar bedrückend, das empfinde ich nicht so, ich mag Eiben, auch und besonders als Bäume, sehr gerne!
Da kann man dann richtiggehend "die Tür hinter sich zumachen".
Das Törchen am Glassplittweg hat hingegen eine andere Funktion, es soll vor allem die Aufmerksamkeit auf den Hohlweg und an dessen Ende die "Ruine" ziehen.
Dabei ist es genau so "skurril" - neogotisch, rot, etwas zu klein - wie alles, was mit diesem Gartenbereich zu tun hat.

Beim Glassplittweg hab ich nach einer Färbung gesucht, die nicht auf den ersten Blick auf ein "künstliches" Material hindeutet, es gibt ja richtig sattblauen Glassplitt, der gern mal in Show-Gärten verwendet wird.
Mir war aber wichtig, dass es zwar eine Farbe ist, die mit einem mineralischen, natürlichen Splitt nicht zu erreichen wäre, es aber trotzdem einem nicht sofort ins Auge springt, was dort "seltsam" ist.
An der "Ruine" steht noch der Strunk eines abgestorbenen Zwetschgenbaumes, mehrfach hab ich überlegt, den anzustreichen  ;)

...
Oder Leinen ziehen und bunte Tücher anhängen, müssen keine Gebete drauf sein, Liebesgedichte wären schön oder einfach Kalauer oder leckere Rezepte oder Witze, dass du was zum Lachen hast.
...
Da musste ich wirklich lachen - und stellte mir ein Rezept meiner Großmutter für ihren super-leckeren Pflaumenkuchen im Pflaumenbaum wehend vor....
Ian Hamilton Finlay arbeitet ja gern mit Sinnsprüchen und Aussagen in seinem Garten "Little Sparta", allerdings eher nachdenklicher, ernster...
Ich find deine Idee erfrischend, Humor so in den Garten zu bringen  :D

Ich hab ja einige Themen, mit denen ich mich in meinem Garten beschäftige und die ich auch überlagere - die Geschichte des Grundstücks, meine eigene Geschichte, die frühere Nutzung, die Faszination "englische Gärten", die bei mir immer mitschwingt, Aspekte der Geschichte der Gartenkunst, Evolution, das Menschsein...

Und da schaue ich immer, ob ich Ideen in dieses Gespinst aus Themen integrieren kann - ich setze Ideen nicht einfach so der Idee wegen um, ich schaue immer, ob eine Idee mit einem oder mehreren der Themen verknüpfbar ist und Anschluß findet.
Nur so hält der Garten zusammen und wird keine wilde Ideensammlung (für manche ist er das ja schon)  ;D
Und schweren Herzens lege ich manche supertolle Idee auch wieder zur Seite, weil sie nicht "passt".
Das ist meine Herangehensweise an die Gestaltung meines eigenen Gartens.


...
Aber... sei ruhig mal übermütig beim Umsetzen verrückter Ideen. Der Friedhof gegenüber trägt längst den schwermütigen Teil. Er braucht den fröhlichen, lebendigen Gegenpart. Wir alle brauchen den.
...
Sehr schön geschrieben...
Ich seh vom Garten aus das Familiengrab auf eben diesem Friedhof.

...
Ich finde es beeindruckend, dass du deine Planung so zur Diskussion freigibst. Das Nachdenken über deinen Garten schafft mir neue Impulse, Ideen für meinen Garten.
...

Eben deshalb schätze ich die Diskussion - sie gibt auch mir neue Impulse und Ideen!


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: schwarze Tulpe am 02. Juli 2014, 23:18:36
Oh, du hast ja viel vor. Themenzentrierter als ich ahnte. Ein Lebenswerk. Ich bin gespannt.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: kaieric am 08. Juli 2014, 15:00:38
...bei der Wegwarte scheint eher offener, gestörter Boden bevorzugt zu sein...

jein ;)
seit wir vor etlichen jahren eine wegwarte an einer landstrasse ausgruben und in den garten holten, hat sie uns nie mehr verlassen. sie sät sich munter in den beeten aus, in denen durch meine gelegentlichen um- und neupflanzungen zwar immer mal wieder bewegung herrscht, ohne dass ich aber von regelrechter störung sprechen möchte ;)
der von mir ebenfalls heissgeliebte einjährige mohn mag sich unter diesen bedingungen allerdings nicht mehr ansiedeln - der liebt wohl wirklich jährlichen bodenumbruch.

eher besteht wohl die gefahr, die sämlinge mit denen des löwenzahns zu verwechseln, den man vielleicht nicht in allen gartensituationen gewähren lassen mag.

und ja, ich möchte mich auch zu meiner begeisterung über deine spannenden gartenentwicklung in bild und text bekennen!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 09. Juli 2014, 19:17:29
Danke für das Bekenntnis  :D

Was die Wegwarte angeht, ich hatte Samen überall in der Wiese verstreut (ich versuche inzwischen, nach mehreren Jahren Beimpfungen mit fertig zusammengestellten Mischungen verschiedenster Wiesenblumen, für mich interessante und unter meinen
Bedingungen möglicherweise gut gedeihende Wiesenkräuter als Einzelsaaten anzusiedeln) und nur an der "Flanke" des Erdplateaus an der Trockenmauer und an einer Stelle mehr in der Wiese sind welche aufgegangen, die in der Wiese vom letzten Jahr ist wieder verschwunden, an der Flanke, die nicht so dicht mit Gras bewachsen ist, wachsen neue....aber mal schauen, ob sie sich da
halten können.

Der Klatschmohn als "Erstjahresfreude" aus der Universalmischung 06 von Syringa-Pflanzen von 2011 taucht nur noch gaaanz vereinzelt auf, z.B. da, wo ich letztes Jahr dauerhafte Brennesselhorste entfernt habe.

Die "Beete", die ich habe sind ja Schattenbeete, also keine erste Wahl für die Ansiedlung der Wegwarte, und da ist der Boden immer bedeckt, entweder mit Pflanzen, oder wenn ich auch mal hin und her umpflanze, sofort wieder dick mit Rindenmulch.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Juli 2014, 21:17:19
Ich war mal wieder vor Ort, und ein weiterer "Wiesenaspekt" hat mich begeistert  :D
(ok, ok, dann ists genug mit Wiese, bald kommt der Rasenmähermann  ;D )

Ich hatte 2010 im Herbst die einzige breite Haupteinfahrtmöglichkeit zum Garten, die bis dahin nur ein Wiesenstreifen bis zur Straße war, mit einer Schotter-Sand-Mischung befestigen lassen, so sah das aus:

(http://up.picr.de/18933417xs.jpg)

Und 2011 ein neues Tor aufstellen lassen.
Danach, im Herbst 2011 hatte ich die "Blumenschotterrasen"-Mischung von Hof-Berggarten ausgesät.
(Hier die Artenliste:
Blauschwingel, Schafschwingel, Horstschwingel, Wimpernperlgras, Rundbl. Glockenblume, Karthäusernelke, Heidenelke, Kugelblume, Sonnenröschen, kleines Habichtskraut, Bergsandglöckchen, Staudenlein, Wilder Origano, Frühlingsfingerkraut, Kleine und Große Braunelle, Scharfer und Weißer Mauerpfeffer, Nickendes Leimkraut, Edelgamander, Sandthymian, Quendel, Felsennelke, allerdings sind einige Arten nicht hochgekommen)
Und Anthemis nobilis 'Plena'-Teilstücke dazwischen gesetzt, die woanders über waren.

Letztes Jahr war die Blüte der Karthäusernelken schon sehr schön, die Hauptblüte von der war jetzt allerdings schon durch, aber dieses Jahr ist vieles, was zwar schon da, aber nicht wirklich präsent war, wirklich üppig und prachtvoll blühend  :D  :D  :D

(http://up.picr.de/18929319nd.jpg)

(http://up.picr.de/18929326rn.jpg)

(http://up.picr.de/18929324tc.jpg)

(http://up.picr.de/18929320pr.jpg)

Das ist jetzt der Blick von der Straße aus:

(http://up.picr.de/18929301ep.jpg)

Was die Fotos leider nicht wiedergeben können ist das Geflattere von mindestens 5 Schmetterlingen, die um mich herumtanzten, als ich Fotos machte - auf einem Suchbild sind zwei Schmetterlinge und ein Käfer zu finden  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nina am 16. Juli 2014, 21:35:23
Schön, da kommt doch Freude auf. :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 17. Juli 2014, 05:44:34
Ich war mal wieder vor Ort, und ein weiterer "Wiesenaspekt" hat mich begeistert :D
(ok, ok, dann ists genug mit Wiese, bald kommt der Rasenmähermann ;D )
...

Was die Fotos leider nicht wiedergeben können ist das Geflattere von mindestens 5 Schmetterlingen, die um mich herumtanzten, als ich Fotos machte - auf einem Suchbild sind zwei Schmetterlinge und ein Käfer zu finden ;D

Nee, nee nix mit "genug Wiese" - von Wiese kann man nie genug kriegen. Schön, diesen ganz anderen Wiesenbereich mit anderer Pflanzenkombi zu sehen :D
Ich habe selbst eine kleine Beetecke am Sitzplatz im Garten, die sehr sonnig und schotterig ist, da hatte ich damals in Anlehnung an einen Pflanzplan von Reinhard Witt auch u.a. Karthäusernelke, Thymian und wilden Majoran gepflanzt - es hat noch nie so gesummt und geflattert wie in diesem Jahr. Und das Schöne ist, es werden inzwischen immer mehr Insektenarten - dies Jahr sogar erstmals ein Widderchen...
Also danke für's Zeigen und ich freue mich mit an deiner Wiese.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sandfrauchen am 18. Juli 2014, 15:37:26
fiegt der Käfer?

Ansonsten :D :D :D :D :D :D :D :D
und Danke für die anregenden Fotos und Deine die ausführlichen Beschreibungen
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Juli 2014, 19:59:11
 :D :D :D
Ja, der Käfer ist im Landeanflug ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. August 2014, 22:48:51
Hm, dieses Jahr schießt doch einiges sehr ins Kraut  :o  8)  ;D

Großer Auftritt:
Tetrapanax papyrifer 'Steroidal Giant'

Das Weiße ist ein Zollstock, ungefähr 20cm lang so zusammen geklappt.
Das Blatt misst 90x90cm an längster und breitester Stelle

(http://up.picr.de/19197298ik.jpg)

Hier links auf dem Blatt immer noch der Zollstock

(http://up.picr.de/19197452ih.jpg)

Hier im Vordergrund eine Amsonia hubritchii, die dort landete, weil ich nicht wusste, wohin damit - und offensichtlich bald woanders hin muss..

(http://up.picr.de/19197468pq.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 13. August 2014, 18:40:05
Wow. Toll, wenn man den Platz für solch herrliche Monsterblätter hat :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: nana am 13. August 2014, 20:19:29
Nicht dass ich irgendwie neidisch wäre *trockenersandbodengrummmel*, aber ich vermute das Schätzchen hat eine Standleitung für die Wasserversorgung, oder?

Im Ernst: Superklassetoll!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. August 2014, 20:33:11
*lach*
Danke  :D
Nein, keine Bewässerungsstandleitung.
Aber einen Standort am feuchtesten Plätzchen in meinem eh schon gut Feuchtigkeit speichernden "Töpferlehm".
Und ein milder Winter, in dem der Stamm nicht wirklich zurück fror und dadurch gleich mehr Kraft für die Blätter vorhanden war.
An dem Platz brauch ich gar nicht zu giessen, aber ich suche insgesamt die Bepflanzung bei mir eh so aus, dass sie, einmal eingewachsen, keine Zusatzbewässerung mehr braucht.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: nana am 13. August 2014, 20:43:13
An dem Platz brauch ich gar nicht zu giessen, aber ich suche insgesamt die Bepflanzung bei mir eh so aus, dass sie, einmal eingewachsen, keine Zusatzbewässerung mehr braucht.

Ich auch. Klappt aber bisher überhaupt nicht :D

Ich bin jedenfalls gespannt, wie es in deinem Garten weiter geht.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. August 2014, 20:51:53
Nochmal ein kleines Intermezzo bezüglich erstaunliches Wachstumswuchern:
vor fast genau einem Jahr hab ich den Bodenbelag des Gartenhofs tiefer legen und erneuern lassen, ebenfalls wurde die Stützmauer zum Gartenbereich aus Tuffstein neu aufgebaut.
Tuffstein hatte ich ausgewählt, weil dieser Stein sehr porös ist, Feuchtigkeit lange speichert aber trotzdem frostfest ist, ich hoffte auf schnelle Bemoosung und vielleicht auch den einen oder anderen Farnsämling - Adiantum pedatum sät sich eifrig im Schiefersplitt auf der Fläche dahinter aus.

Erst ein Überblick:
(http://up.picr.de/19223044xe.jpg)

(http://up.picr.de/19223066ep.jpg)

Dann zum Detail:
(http://up.picr.de/19223031lj.jpg)

(http://up.picr.de/19223080km.jpg)

(http://up.picr.de/19223100td.jpg)

Die kleinen, hellgrünen, dreieckigen Blättchen sind allesamt Adiantum pedatum-Sämlinge, die häutchenartigen, dunkelgrünen Gebilde drumherum, vor allem auf dem letzten Bild, sind weitere Prothallien (Vorstufe zum Sämling)!!!  :o
Aber das Moos ist auch fleissig  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Peace-Lily am 16. August 2014, 10:24:29
Das ist ja alles wunderschön.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. August 2014, 14:43:21
Danke  :)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Silvia am 17. August 2014, 12:14:08
Das ist ja ein Wahnsinns-Projekt! Chapeau!

Hast du die kleinen Pflänzchen in die Tuffsteinmauer gesetzt oder hat sich alles selber angesiedelt?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. August 2014, 19:57:45
Danke  :)

Die größeren Pflanzen habe ich letztes Jahr im September und dieses Jahr im April gepflanzt, teilweise in die Fugen, teilweise hab ich einfach einige Steine wieder abgehoben in den oberen Reihen.
Hier nochmal die Bilder vom letzten Jahr nach der Herbstpflanzung:

So, Ende August gab es ja eine bauliche Veränderung der kleinen befestigten Fläche im Gartenhof direkt am Haus, in #112 hatte ich das gezeigt, nochmal ein kurzer Überblick:

(http://up.picr.de/15727839gh.jpg)

(http://up.picr.de/15727840ya.jpg)
...

(http://up.picr.de/16018799na.jpg)

(http://up.picr.de/16018880ba.jpg)

(http://up.picr.de/16018809ef.jpg)

...

(http://up.picr.de/16018802zz.jpg)

Allerdings hat sich bezüglich der Pflanzen schnell die Spreu vom Weizen getrennt, einige haben große Probleme, sich gegen kleine schwarze Schnecken durch zu setzen, Sagina subulata 'aurea' verschwand gleich komplett im Winter.

Hingegen der gesamte "Grünbelag" aus Moos und Farnsämlingen hat sich seitdem von alleine entwickelt  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: nana am 17. August 2014, 20:02:36
Hallo Gartenplaner,

auf deinem letzten Foto ist mir dein römischer Verband aufgefallen. Ist das indischer Sandstein? Sahara?

LG nana
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. August 2014, 20:31:27
Es ist ein Quarzit, auch manchmal als Hartsandstein bezeichnet, wird unter dem Handelsnamen "Mint" verkauft.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Silvia am 17. August 2014, 20:38:56
Dieser verwunschene weg gefällt mir total gut. Auch die Schattenbepflanzung. Wirklich schön ausgesucht.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: nana am 17. August 2014, 20:42:38
Es ist ein Quarzit, auch manchmal als Hartsandstein bezeichnet, wird unter dem Handelsnamen "Mint" verkauft.

Quarzit ist toll! War mir aber leider zu teuer :( Hast du die Platten selbst verlegt? Die großen wiegen ja Hölle...
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. August 2014, 21:30:54
Nee, das hab ich machen lassen, zumal dort der Untergrund aus einer irgendwann mal vor Ort gegossenen Betonplatte bestand, die eine Stufe aus dem Keller hinaus bedingte, wobei die Tür aus dem Keller eh schon eher niedrig war.
Und diese Platte wollte ich raus haben und das Niveau wieder dem alten Fußbodenniveau des Kellers angeglichen.
Preislich war der Quarzit bei der Firma, wo ich bestellt habe, genauso teuer wie gut gemachte Betonimitate von Natursteinplatten - da fiel die Wahl leicht.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 18. August 2014, 20:00:12
...Die kleinen, hellgrünen, dreieckigen Blättchen sind allesamt Adiantum pedatum-Sämlinge, die häutchenartigen, dunkelgrünen Gebilde drumherum, vor allem auf dem letzten Bild, sind weitere Prothallien (Vorstufe zum Sämling)!!! ...

geil :o
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Silvia am 19. August 2014, 22:00:38
Was ich mich bei dieses tollen Anlage ja frage, ist, wie viel Zeit ihr darauf verwendet, alles zu pflegen, dann noch zu gestalten - und auch noch zu genießen! Es ist bestimmt die ganze Familie eingespannt. ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 20. August 2014, 07:16:54
Ich meine, gartenplaner hätte mal irgendwo hier im Faden geschrieben, dass er max. an den Wochenenden dort ist, darum auch derzeit Blumenwiese statt Staudenbeeten, weil es pflegeleichter ist.
Mein Eindruck ist, dass die größeren Planungen bzw. Veränderungen wahrscheinlich in dem Zeitraum passieren, den andere Leute "Urlaub" nennen... ;)

Aber da wird er selber sicher noch was zu sagen. ich finde es jedenfalls ein faszinierendes Projekt, dass ich gerne und interessiert verfolge :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tarokaja am 20. August 2014, 16:00:09
ich finde es jedenfalls ein faszinierendes Projekt, dass ich gerne und interessiert verfolge :)

Das geht mir auch so. :)
Dein Projekt finde ich sehr anregend, immer wieder schön einfach zum Anschauen und spannend, wie sich alles so nach und nach entwickelt.

Der Hof ist wirklich eine bezaubernde Oase geworden. Als Kind wäre ich dort stundenlang auf Entdeckungsreisen gegangen, hätte mich sicher träumend verspielt...
Auch erwachsen bleibt das sicher ein Ort, der besonders morgens seine besondere Wirkung entfaltet... meditativ verwunschen...

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 20. August 2014, 20:18:10
Danke für die Blumen  :D

@Silvia:
Ich bin nur alle paar Wochen vor Ort für ein paar Tage und erledige dann immer die grundlegende Pflege, wie Eibenhecken schneiden, allzusehr wucherndes Unkraut im Zaum halten (selten), freiwachsende Hecken auf den Stock setzen alle paar Jahre, düngen, winterfest einpacken (aber nur wenige Pflanzen brauchen das) - oft auch den Rasenweg nachmähen.

Ansonsten ist meine Mutter ständig da, und auch wenn sie nicht sonderlich gartenversiert und interessiert ist, sie gießt Neupflanzungen (wenn auch nicht durchdringend genug  8) )

Im übrigen habe ich versucht, alles so zu konzipieren und zu pflanzen, dass fast keine Pflege notwendig ist, vor allem kein ständiges Gießen.
Da hab ich allerdings den Vorteil des schweren Lehmbodens.
Töpfe versuche ich auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und wenn, nur mit Garten-Lehmboden gefüllt.

Der Eibenhain z.B. wurde dieses Jahr noch nicht gegossen.
Und das sieht man dann eben auch mal - der Waldmeister ist dieses Jahr kurz nach der Blüte völlig vertrocknet, treibt aber inzwischen wieder eifrig aus, auch die Helleborus schlappten sehr, stehen aber jetzt wieder putzmunter da.
Epimedien, Podophyllum 'Spotty Dotty', Pulmonarien, Aquilegia, Polygonatum, Heuchera, Heucherella machen da klaglos mit.
Ich stelle auch immer wieder fest, dass es Unterschiede bei der natürlich vorhandenen Bodenfeuchtigkeit in vielen Bereichen des Gartens gibt, eine Stelle im Gehölzgarten z.B. ist relativ konstant gleichmäßig feucht, da müssen natürlich die Pflanzen hin, die genau das brauchen.
Auch im Eibenhain gibt es feuchtere Flecken, das hab ich auch gezielt
ausgenutzt.

Die Gestaltungsaufgaben bestehen zusehends aus gößeren Projekten, die ich nicht mehr eigenhändig bewerkstelligen kann, wie die Vergrößerung der Terrasse, die Ausführung desTeiches, der Pavillon - das muß von Fachbetrieben gemacht werden.
Pflanzliche Gestaltungen, meist mit Gehölzen, mach ich so zwischendurch.
Ich hab dieses Frühjahr angefangen, ein erstes "Staudenbeet" vorzubereiten, indem ich die dort vorhandene Wiese mit dem Rasenschnitt von Rasenweg und dem großen Rasen abgedect habe, allerdings muss das noch nächstes Jahr überwacht werden, damit ich die Winde daraus komplett eliminieren kann, bevor ich etwas pflanze  :P
Die Wiese ist einerseits eine pflegeleichte Gestaltung mit Fauna-und-Flora-Bonus, andererseits aber eine grandiose Samenschleuder, weil sie ja erst nach der Samenreife der Wiesenpflanzen gemäht wird.
Und das Beet ist nur durch den gemähten Weg von ihr getrennt - mal schauen, ob das überhaupt dauerhaft funktionieren wird.

Der Gartenhof ist an heißen Sommertagen potenziert eine Oase, durch die schattige Lage und den hohen Grundwasserstand ist die Luftfeuchtigkeit höher, und da zu 3 Seiten umbaut und windgeschützt, bleibt diese erhalten.  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Silvia am 20. August 2014, 20:38:32
Zitat
@Silvia:
Ich bin nur alle paar Wochen vor Ort für ein paar Tage und erledige dann immer die grundlegende Pflege,
...
Pflanzliche Gestaltungen, meist mit Gehölzen, mach ich so zwischendurch
...

(http://img.userboard.org/uploads/so/soda/sodalis/smilies/ohnmacht.gif)

Aber eine Frage habe ich noch: Wie kriegst du die Winde weg? Und was macht man z. B., wenn sie sich in einer Hecke breit gemacht hat?

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. August 2014, 00:27:50
Oh, oh, die böse Winde....
Die ist wirklich nervig und von komplett wegkriegen kann leider keine Rede sein, da in der Wiese einige Bereiche stark mit Winde durchwachsen sind und mit dem Rest der Wiese auch zu Blüte und Samenansatz kommen  :P

Im Gehölzgarten habe ich sie 2012 erfolgreich mit Roundup (420mg Glyphosatgehalt) eliminiert, mit Pinsel auf einzelne Blätter auftragen, bzw. in einen alten, leeren Deoroller gefüllt und damit auf die Blätter aufgerollt (Trick hier aus dem Forum)
Die Methode hat so ihre Tücken, es ist sehr schwierig, zu verhindern, dass Roundup auf das Gehölz gelangt, das man ja von der Winde befreien will, sei es durch Tropfer oder, dass der Wind behandelte Windenblätter an Gehölzblätter reibt - ein bisschen Todesmikado.
Bei mir zeigten nach der Behandlung Cornus kousa und Calycanthus Blattdeformationen und Wuchsdepressionen - im Jahr darauf aber erst.
Dieses Jahr war gottseidank alles wieder normal.
Immerhin ist die Winde dort immer noch weg  ;D

Im zukünftigen "Beet" war Winde das einzige, das unter einer dicken Abdeckung mit Grasschnitt überlebte und durchwuchs - ich hab dort eine flächige Gießbehandlung letzten Monat gemacht, jetzt ist die Winde weg.
Aber ich muß da noch beobachten, ob ich wirklich alle Pflanzen erwischt habe.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. August 2014, 18:25:08
Die Wiese wurde Anfang August gemäht, dank der regelmäßigen Regenfälle ist aber alles schon wieder saftig grün.

(http://up.picr.de/19331091ia.jpg)

Von diesem Standpunkt auf der Terrasse aus nach links kommt man am Farnbeet vorbei zum "Gehölzgarten".
Das Farnbeet finde ich dieses Jahr besonders üppig:

(http://up.picr.de/19330935gz.jpg)

(http://up.picr.de/19330937xb.jpg)

(http://up.picr.de/19330933bd.jpg)

(http://up.picr.de/19276258ja.jpg)

In diese Richtung hab ich bisher kaum fotografiert, aber inzwischen fällt mir auf, wie gut der Fargesia robusta 'Campbell' und die Haselsträucher-Reihe zum Nachbarn den Eingang zum Schuppen "übertünchen", bzw. zu einem schwarzen Loch machen, in dem man die Unordnung nicht sehen kann  ;D

(http://up.picr.de/19276257hj.jpg)

Der Gehölzgarten ist auch üppig gewachsen, einige Bewohner könnten sich allerdings noch mehr Mühe geben....

(http://up.picr.de/19276263li.jpg)

(http://up.picr.de/19330949mm.jpg)

Das Ende dieses Gartenraumes wird vom Ende der Eibenhecke definiert, deren Form ein bisschen von den Formen barocker Treppenanlagen und deren steinerner Geländer inspiriert ist.

(http://up.picr.de/19276291km.jpg)

Von der Terrasse aus nach rechts kommt man über einen heckengesäumten Hohlweg zur "Ruine", an der das Efeu dieses Jahr hervorragende Fassadengestaltungsarbeit geleistet hat  ;D

(http://up.picr.de/19330948fd.jpg)

Im Innern hab ich eine kleine Umänderung vorgenommen -
Vorher:

(http://up.picr.de/19223062lm.jpg)

Nachher:

(http://up.picr.de/19330953ww.jpg)

Ich finde, die "grobe" Bank passt besser zum rauhen Charakter dieses Bereiches - zudem bestehen die Bankfüße aus Stammstücken einer vom Sturm "Ela" am 9. Juni in Düsseldorf ruinierten Robinie  :'(

Der Bambus in der "Ruine" entwickelt sich ganz gut, obwohl er wahrscheinlich doch etwas zuwenig Erde auf der Betonbodenplatte zur Verfügung hat...bei längerer Trockenheit macht sich das bemerkbar.
Mal sehen, ob und wie lange das Experiment funktioniert.
Per "Handkantenschlag" entferne ich die Seitenästchen an den Halmen, solange sie noch relativ weich sind, damit man freien Blick auf den Stangenwald hat.

(http://up.picr.de/19330939hf.jpg)

Erstaunlich ist, dass die ander Ecke dagegen dauerhaft sehr feucht bleibt, was den Farnen sehr zugute kommt.

(http://up.picr.de/19197306vm.jpg)

Noch die eine oder andere Impression zum Schluß:

(http://up.picr.de/19276273af.jpg)

(http://up.picr.de/19331092fy.jpg)

(http://up.picr.de/19276278kj.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 26. August 2014, 19:11:09
Schöne neue An- und Durchsichten :D
Der Hecken-Durchgang mit den beiden Pfosten und silbernen Kugeln gefällt mir gut und auch die "rückwärtige" Blickrichtung gen Schuppen - das Sprossenfenster sieht schön an der Stelle aus (und wenn Chaos im schwarzen Loch verschwindet, ist es doch gut...)

die neue Bank finde ich auch stimmiger - was mich jedesmal irritiert, ist die Kugelleuchte von der Decke herunter...

Mein Favorit heute ist aber das Bild von den weißen Cyclamen :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. August 2014, 19:34:24
Danke  :)

... was mich jedesmal irritiert, ist die Kugelleuchte von der Decke herunter...
...
*lach*
Ja...ich probier halt gern alles Mögliche aus, in dem Fall fand ich das Craquelé-Glas irgendwie passend zum Ruinen-Thema, die waren nicht allzu teuer, und diese Solardinger in nicht gleich ganz hässlich wollte ich wenigstens mal ausprobieren.
Dachte eigentlich, dass nach einer Saison schluß sei, aber immerhin haben sie teilweise 4 Jahre überdauert, mit einmal Akku-Austausch.
Und sie geben ein nicht uninteressantes, durch die Risse im Glas, flirrendes Licht ab, die 4 schafften es, die Ruine nachts etwas heller als vollmondhell zu erleuchten - auch wenn kein Vollmond war - hatte ein bisschen was von alten Horrorfilmen  ;D
Aber jetzt sind 3 wohl kaputt und wenn die letzte hin ist, werde ich sie auch nicht unbedingt erneuern.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Silvia am 26. August 2014, 19:44:12
Ich finde die Hecke neben den Kugel besonders interessant geschnitten. :D

Mir gefiel die alte Bank besser, auch neben dem Dachen an der Wand. Die jetzige ist daneben für mich eher ein Stilbruch, auch wenn sie prinzipiell zu den Ruinen passt. Ich könnte sie mir besser vor einer Almhütte mit dicken Rundbohlen vorstellen.

Das ist jetzt aber Erbsenzählerei. 8)

Grundsätzlich ist das ganz toll gestaltet, so verwunschen.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 26. August 2014, 19:59:16
gartenplaner, ich hab' da wohl noch so'n Kindheitstrauma nicht verarbeitet ;) :P
ich kann mir gut vorstellen, das die Lampen real noch mal anders wirken als auf dem Bild.
Und gerade das finde ich bei deinem Garten ja auch so spannend, selbst wenn Gestaltungselemente auf den ersten Blick nicht meine spontane Begeisterung oder gar Nachahmungsdrang treffen, aber sie regen immer zum innehalten an. Mal provozierend, mal nachdenklich, mal staunend.
Die Ruine bei Vollmond(-beleuchtung) würde ich ja gerne mal sehen, das hat wohl tatsächlich eine ganz besondere Atmosphäre - wie wahrscheinlich noch ein paar andere Stellen im Garten.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: kaieric am 26. August 2014, 22:07:13
diese üppigkeit ist berauschend :D :D :D

der bank in der pallavicinesken ruine fehlt nur etwas patina, um stimmig zu wirken - ein paar flechten würden ihre authentizität steigern ;)

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 27. August 2014, 19:26:06
Ich finde die Hecke neben den Kugel besonders interessant geschnitten.  :D
...

Ich wollte die Eibenhecke höher haben als die Pfosten mit den Edelstahlkugeln, da ergab sich das Problem, wie beides aneinander anschließen soll.
Mir fiel eine Situation aus einem englischen Garten ein, die ich auf Fotos gesehen hatte, da war es eine Mauer, die zu einem Durchgang "sich herunterschwang", damit sie dort nicht so wuchtig wirken sollte, das hab ich dann auf die Hecke übertragen.

...
Und gerade das finde ich bei deinem Garten ja auch so spannend, selbst wenn Gestaltungselemente auf den ersten Blick nicht meine spontane Begeisterung oder gar Nachahmungsdrang treffen, aber sie regen immer zum innehalten an. Mal provozierend, mal nachdenklich, mal staunend.
...

Das ist ein großes Kompliment, danke dafür!!  :D  :D
Daß Geschmäcker unterschiedlich sind, ist ja klar, daß trotzdem etwas angeregt wird im Betrachter, auch wenns nicht gefällt, gefällt mir  ;D

...
der bank in der pallavicinesken ruine fehlt nur etwas patina, um stimmig zu wirken - ein paar flechten würden ihre authentizität steigern ;)



Da müssen die Drachen aber noch ordentlich futtern, um an die Karyatiden am Portal des Palais Pallavicini heranzureichen  ;D  ;D  ;D
Patina ist bei mir sehr erwünscht und das stellt sich inzwischen sehr schnell ein, der große Stein-Obelisk, 2011 aufgestellt, hat inzwischen schon deutlich sichtbaren Flechtenbewuchs.
Bei der Bank werden silbrige Färbung und Flechten wahrscheinlich doch etwas länger brauchen, da sie ja unter dem Rest Betondecke des Schuppens steht, auch wenn bei Dauerregen dieser durchtropft.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: reinesHobby am 27. August 2014, 20:47:32
Ich fühl mich bei den digitalen Rundgängen in Deinem Garten immer pudelwohl.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. August 2014, 18:42:38
 :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: nana am 11. September 2014, 11:26:57
Nee, das hab ich machen lassen, zumal dort der Untergrund aus einer irgendwann mal vor Ort gegossenen Betonplatte bestand, die eine Stufe aus dem Keller hinaus bedingte, wobei die Tür aus dem Keller eh schon eher niedrig war.
Und diese Platte wollte ich raus haben und das Niveau wieder dem alten Fußbodenniveau des Kellers angeglichen.
Preislich war der Quarzit bei der Firma, wo ich bestellt habe, genauso teuer wie gut gemachte Betonimitate von Natursteinplatten - da fiel die Wahl leicht.

Da fällt mir jetzt noch ein, dass ich noch mal in den (drei) alten (2012) Angeboten nachgeschaut habe: Verlegung von indischen Sandsteinplatten im römischen Verband auf Trasszement mit Verfugung: je nach Angebot von 120 bis 150 Euro / qm. Quarzit habe ich keine Preise vom GaLaBauer aber beim örtlichen Natursteinhändler im Vergleich: Sandstein Modak Platten unkalibriert ca. 40 Euro / qm und Quarzit 80 Euro / qm jeweils plus/minus etwas.

Wenn also euer GaLaBauer Quarzit zu Preisen wie Betonplatten anbieten konnte, muss der echt günstige Bezugsquellen haben...
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 11. September 2014, 11:41:27
Hallo nana,
ich hab jetzt nochmal nachgeschaut - der "Mint"-Quarzit kostete als großer römischer Verband, bruchrauh, handbekantet, 2,5-3,5cm dick 43€/qm, allerdings ist das dann nur der Preis für die Steine.
Ich hatte eigentlich zuerst von Kann das Betonstein-System "Bradstone Old Town" ins Auge gefasst, weil ich dachte, daß Naturstein eh viel teurer würde, da kostet der qm je nach Anbieter um die 39€.

Da fiel dann die Wahl auf Naturstein wesentlich leichter  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: nana am 11. September 2014, 11:45:24
Da fällt die Entscheidung natürlich echt leicht. Das sind dann ja Preise für den Quarzit quasi genau wie bei uns für den Sandstein!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. September 2014, 19:07:37
Wieder mal ein paar Impressionen aus dem schon herbstlichen Garten.
Dazu noch einige gestalterische/umgestalterische Überlegungen - z.B. für den Gartenhof

(http://up.picr.de/19610888lz.jpg)

Der Fargesia nitida 'Jiuzhaigou 1' ist sehr viel schneller sehr viel üppiger als gedacht geworden, zudem hängt er sehr weit über und sprengt inzwischen meinem Empfinden nach die Proportionen des Gartenhofes.
Den "Fiberclay"-Topf hat er übrigens auch gesprengt  :-X
Bei den Bauarbeiten am Hofbelag konnte ich sehen, daß die Betonplatte, auf der der Topf mit dem Bambus steht und die bis jetzt auch der Grund war, warum ich dort mit einem Kübel wurschtelte, relativ dünn ist, die ließe sich recht gut herausbrechen.
Insofern überlege ich, den Bambus im Frühjahr zu entfernen, ebenso wie diese Betonplatte und den Platz als weitere Pflanzfläche für größere Farne zu nutzen.
Aber, wie immer bei solchen Entscheidungen im eigenen Garten bin ich unsicher...
Nochmal der Blick aus der anderen Richtung

(http://up.picr.de/19610951wy.jpg)

Der Ausblick von der Terrasse

(http://up.picr.de/19610937wy.jpg)

Auch da steht eine Veränderung an, den recht struppigen Wurzelschößling einer Zwetschge direkt links neben dem Eiben-Obelisken

(http://up.picr.de/19637450xn.jpg)

werde ich entfernen und durch dieses Schätzchen ersetzen

(http://up.picr.de/19610939sd.jpg)

Quercus x bimundorum 'Crimschmidt', eine schmal, fast säulenförmig, wachsende Kreuzung aus Quercus alba und Quercus robur, die keinen Mehltau bekommt und eine schöne Herbstfärbung ausbildet, auf dem Foto schon in Ansätzen sichtbar.

Auf der gegenüberliegenden Seite, der Durchgang zum Gehölzgarten

(http://up.picr.de/19610968hv.jpg)

Ganz langsam entsteht das Bild aus unterschiedlichen Wuchs- und Blattformen sowie Blattfarben, die ich mir für den Gehölzgarten vorgestellt hatte

(http://up.picr.de/19637447zt.jpg)

(http://up.picr.de/19610942sw.jpg)

Nochmal der Blick Richtung zukünftigem Platz der Eiche, neben dem Eiben-Obelisken anstatt des kleineren, schiefen, struppigen Zwetschgenbaumes, fast genau in der Bildmitte

(http://up.picr.de/19637449th.jpg)

Und weiter hinauf im Garten

(http://up.picr.de/19610936ha.jpg)

Auch hier müsste ich jetzt mal so langsam eine endgültige Entscheidung treffen, die Idee war ja eine Verschränkung des Zitats einer Epoche der Gartenkunst, des Barock, mit kosmologischen Betrachtungen, ausgehend vom Obelisken, der im alten Ägypten die Strahlen der Sonne symbolisierte.
Dem gegenüber stelle ich den Endpunkt massereicher Sterne, das schwarze Loch.
Die Pfähle veranschaulichen die Positionen von 8 Betula utilis var. jacquemontii 'Doorenbos', mit denen ich auch die Perspektive manipulieren möchte.
Allerdings frage ich mich, ob ich diesen "Raum" wieder so dicht, so waldartig haben will, nachdem ich die Fichtenreihe 2010 entfernen liess, die so wuchtig war und ich mich danach über die neue Weite freute....
Hier mal ein Vergleichsbild von 2009, als die Fichten noch standen, von weiter unten, von unterhalb der damals ebenfalls noch nicht existierenden Trockenmauer aus fotografiert, rechts besteht die Cornus-sanguinea-Hecke schon, hinten links kann man ein wenig vom großen Feldahorn hinter dem Dunkel der Fichten erahnen

(http://up.picr.de/19637983rb.jpg)

Im "Fossilienhain" rechts vom Obeliskraum hat sich nicht so viel getan, im Eibenhain daran anschliessend haben sich manche Pflanzen noch nicht so ganz von der Frühlingstrockenheit erholt, der Waldmeister ist immer noch recht struppig, dennoch bin ich insgesamt zufrieden, im Frühjahr gepflanzte Farne sind glücklicherweise trotzdem gut angegangen

(http://up.picr.de/19637445ye.jpg)

(http://up.picr.de/19637446yv.jpg)

(http://up.picr.de/19637448un.jpg)

Da Aspidistra elatior sich seit 3 Jahren im Eibenhain sehr gut schlägt

(http://up.picr.de/19610894qk.jpg)

Hab ich mal versuchsweise eine gesprenkelte Sorte ebenfalls ausgepflanzt, mal schauen, wie die sich wintertechnisch verhält

(http://up.picr.de/19610895oy.jpg)

Weiter des Weges, an der "Ruine" im "Panoptikum" haben einige Pflanzen enorme Dimensionen angenommen, Arundo donax und Helianthus salicifolius sind riesig

(http://up.picr.de/19610949cb.jpg)

Der Tetrapanax papyrifer 'Steroidal Giant' ebenfalls

(http://up.picr.de/19610899we.jpg)

Und Cymbalaria muralis kann anscheinend auch "von unten" Mauern begrünen  :o

(http://up.picr.de/19610897vn.jpg)

Insgesamt ist die "Ruine" inzwischen auch schon sehr schön vom Efeu an der Vorderseite eingewachsen, der kommt vorn um die Ecke, und der Bambus innen drin ist auch üppig, trotz beschränktem Wurzelraum

(http://up.picr.de/19610947mc.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Deviant Green am 28. September 2014, 19:39:22
Was ist das unter der Hosta im blauen Topf? Ist das ein Streifenfarn?

Die schattigen Ecken hast Du sehr liebevoll gestaltet.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 28. September 2014, 20:07:20
Wieder mal ein paar Impressionen aus dem schon herbstlichen Garten.
Dazu noch einige gestalterische/umgestalterische Überlegungen ...

(http://up.picr.de/19610936ha.jpg)

Auch hier müsste ich jetzt mal so langsam eine endgültige Entscheidung treffen, die Idee war ja eine Verschränkung des Zitats einer Epoche der Gartenkunst, des Barock, mit kosmologischen Betrachtungen, ausgehend vom Obelisken, der im alten Ägypten die Strahlen der Sonne symbolisierte.
Dem gegenüber stelle ich den Endpunkt massereicher Sterne, das schwarze Loch.
Die Pfähle veranschaulichen die Positionen von 8 Betula utilis var. jacquemontii 'Doorenbos', mit denen ich auch die Perspektive manipulieren möchte.
Allerdings frage ich mich, ob ich diesen "Raum" wieder so dicht, so waldartig haben will, nachdem ich die Fichtenreihe 2010 entfernen liess, die so wuchtig war und ich mich danach über die neue Weite freute....
Hier mal ein Vergleichsbild von 2009, als die Fichten noch standen, von weiter unten, von unterhalb der damals ebenfalls noch nicht existierenden Trockenmauer aus fotografiert, rechts besteht die Cornus-sanguinea-Hecke schon, hinten links kann man ein wenig vom großen Feldahorn hinter dem Dunkel der Fichten erahnen
...

Mal ehrlich und nur so auf die Schnelle: ich glaube nicht, dass du es je schaffen wirst mit den 'Doorenbos' die gleiche Wuchtigkeit zu erreichen, wie mit Fichten - die Gehölzexperten hier mögen mich (lieber nicht ;) ) eines besseren belehren...
Gerade der helle Stamm und das lichte Laub der Birken symbolisiert für mich immer ganz viel Helligkeit und Leichtigkeit - aber das mag auch daran liegen, dass ich Birkenfan bin...

PS: ich könnte mir die weißen Stämme sogar sehr gut vor dem dunklen Hintergrund vorstellen.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. September 2014, 21:46:04
Was ist das unter der Hosta im blauen Topf? Ist das ein Streifenfarn?

Die schattigen Ecken hast Du sehr liebevoll gestaltet.

Danke  :)
Meinst du die Hosta bzw. den Farn rechts drunter?

(http://up.picr.de/18660748ni.jpg)

Das ist ein älterer Adiantum pedatum.
In der Tuffsteinmauer findet er anscheinend ein ideales Keimbett für seine Sporen - alle hellgrünen Blättchen sind Sämlinge dieses Adiantum

(http://up.picr.de/19610887ly.jpg)  :o


...
Mal ehrlich und nur so auf die Schnelle: ich glaube nicht, dass du es je schaffen wirst mit den 'Doorenbos' die gleiche Wuchtigkeit zu erreichen, wie mit Fichten - die Gehölzexperten hier mögen mich (lieber nicht  ;)  ) eines besseren belehren...
Gerade der helle Stamm und das lichte Laub der Birken symbolisiert für mich immer ganz viel Helligkeit und Leichtigkeit - aber das mag auch daran liegen, dass ich Birkenfan bin...

PS: ich könnte mir die weißen Stämme sogar sehr gut vor dem dunklen Hintergrund vorstellen.

Hallo Mrs. Alchemilla,
jaaaa, ich denke, da hast du schon recht, die werden nicht so wuchtig, wie diese "Fichtenberge" früher  ;D
Und der einheitlich dunke Hintergrund durch die dichten, überhängenden Bäume vom Nachbarn, vor allem, sobald die Sonne nachmittags links von dem Bereich steht, hat mich auf die Idee gebracht.
Naja, um ehrlich zu sein ist sie von Anglesey Abbey abgekupfert und auf meine verfügbare Fläche und auf meinen "Zweck" adaptiert  8)

Ich will aber ein Gleichgewicht zwischen der Weite der Wiesenflächen und "heimeligeren" Gartenräumen halten - und wenn ich meinem Sammeltrieb nachginge, würde der gesamte Garten heimelig  ;D  ;D  ;D

Vielleicht ists auch die Scheu vor dem "kraftvollen Entschluß", der mich zögern lässt.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 29. September 2014, 06:07:51
Das Bild finde ich ziemlich genial - ich "lechze" derzeit auch permanent, wo so eine schöne Birke noch Einzug halten könnte (mehrere ist bei meinem Mini-Grundstück illusorisch).

Wären drei Birken / Seite evtl. ein Kompromiss?
Ansonsten hilft mir in solchen Situationen eigentlich nur entweder a) "mutig dran" oder b) noch ein bisschen setzen lassen bis das innere Bild stimmig ist (da fallen mir gerade deine + Querkopfs Worte in Moiras Thread zur Umgestaltung und Planung ein...)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mediterraneus am 29. September 2014, 10:39:16
Schon ziemlich einzigartig, dein Garten, sehr speziell, aber schön. :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. September 2014, 19:16:43
@Mediterraneus:
Danke, "einzigartig" und "sehr speziell" sind für mich große Komplimente  :D

@Mrs. Alchemilla:
:)
Nee, wenn schon, dann 4 pro Seite, sonst macht es auch wenig Sinn, zu versuchen, die Perspektive zu manipulieren, sprich, es so aussehen zu lassen, als ob das "schwarzen Loch" weiter weg wäre als es ist.
(Ob das dann überhaupt so funktioniert, sei dahin gestellt, die Bauproben-Stangen stehen jedenfalls nicht in einer geraden Linie  ;D )

Ich hab die "Bauprobe" ja jetzt schon eine Weile so stehen, eigentlich sollte sich das Bild schon gesetzt haben....
Aber ich hab so viele Bilder im Kopf, die auch passen könnten, daß ich mir da oft selber im Weg stehe  :-\


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tarokaja am 29. September 2014, 21:43:11
Hach, mal wieder ein Bericht aus deinem spannenden Garten mit den zahlreichen Räumen...! :D

Was Mrs. Alchemilla zu den Birken schrieb, wollte ich exakt genauso schreiben. ;D
Durch die Lichtschneise weisser Stämme auf das schwarze Loch zufliegen... verführerische Vorstellung. Könntest du die Wirkung nicht mit etwas dickeren weissen Stangen testen? Auch wegen des genauen Abstandes und der Winkel.

Zu deinem Innenhof. Das geht mir auch so, die Fargesia ist zu dominant und insbesondere zu stark in den Raum reinhängend.
Trotzdem verträgt es dort nach meinem Empfinden etwas höheres Filigranes - Farne gingen ja trotzdem noch 'an die Füsse'.

Hast du die F. Jiuzhaigou absichtlich schattig gestellt und bekommt sie dann überhaupt ihre schönen roten Halme?
Meine steht vollsonnig.

...
Aber ich hab so viele Bilder im Kopf, die auch passen könnten, daß ich mir da oft selber im Weg stehe :-\

Kenn ich doch von irgendwoher... brother in soul... :-*

Vielleicht könntest du von diesem einzelnen Raum (Birken - schwarzes Loch) mal deine vielen Bilder skizzieren? Mit Worten meine ich, aber natürlich gern auch mit Bildern. :)

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. September 2014, 12:17:14
Oh, die Bohnenstangen, die die Birkenstandorte markieren, hab ich versucht, genau  einzumessen - wenn man keine geraden Kanten und rechte Winkel an den Rändern des Raumes hat, ist das ziemlich mühselig.
Schlußendlich hab ich alles vom Obelisken aus eingemessen.
Und dann, mit Hin-und-herrücken der Stangen um 5, 10, 20cm nach innen, und nach unten in den Garten laufen, um das Ergebnis zu begutachten, herumprobiert.
Ein Planer gab mir den Tipp, es nicht linear zu versuchen.
Also die sich natürlich ergebenden Perspektivenlinien, die ja in einem Punkt zusammen laufen, nicht dadurch zu manipulieren, daß ich die Stangen auf einer geraden Linie mit jedem Baumpaar näher zusammen eingerückt aufstelle, sondern es eher wie eine exponentielle Kurve angehe - also das erste und zweite Paar nur eingerückt, das 3. und 4. jeweils näher aneinander und auf einer Kurvenlinie eingerückt....kompliziert zu beschreiben.

...
Zu deinem Innenhof. Das geht mir auch so, die Fargesia ist zu dominant und insbesondere zu stark in den Raum reinhängend.
Trotzdem verträgt es dort nach meinem Empfinden etwas höheres Filigranes - Farne gingen ja trotzdem noch 'an die Füsse'.

Na dann gehts mir wenigstens nicht alleine so  ;D
Ja, in Verblendung durch das filigrane Laub hatte ich ein wunderschönes Bild von einer "flirrenden Bambussäule".
Aber daran wollte sich Jiuzhaigou nicht halten, als er erst nur ein bisschen überhing, fand ich das noch sehr schön und malerisch, aber gleichzeitig wuchs er üppig in seinem 60x60x60cm-Kübel.
Ich hab noch Farbesia robusta 'Campbell' am Schuppeneingang im Gehölzgarten, der bleibt trotz Schattendruck und begrenzender Schuppenwand sehr adrett aufrecht und gerade, und als ich letztens einen Corten-Stahl-Kübel gleicher Größe gesehen habe, der wäre dann nicht so leicht zu sprengen wie Fibreclay, kam mir der Gedanke, einen Austausch zu machen.
Ich muss den Campbell eh etwas verkleinern und hab einfach Teilstücke jetzt mal im Boden durchgesägt aber an Ort und Stelle gelassen, mal schauen, ob ich im Frühjahr überlebende Teilstücke herausgraben kann.
Aber abgesehen von der Mühe, den Jiuzhaigou "rauszuhacken", wäre der Campbell wohl bedeutend winterempfindlicher in einem Metallkübel als in der Erde.
Da erinnerte ich mich dran, daß die Betonplatte im Querschnitt sichtbar war, als die Mauer neu aufgebaut wurde und gar nicht so dick war.

So sah das aus, das gelb hervorblitzende in der Bildmitte sind Randsteine des Brunnens, der graue Streifen direkt drüber ist eine später gegossene Betonplatte auf dem Brunnen, jetzt ist nur noch eine kleine, rechteckige Öffnung frei, die von dem ausgesägten Sandsteinblock gefasst wird, und am rechten Rand eben diese Betonplatte, die nur eine Kübellösung für eine Bepflanzung dort zuließ (da sieht man auch den Riss im jetzigen Kübel gut):

(http://up.picr.de/19670620ga.jpg)


Hast du die F. Jiuzhaigou absichtlich schattig gestellt und bekommt sie dann überhaupt ihre schönen roten Halme?
Meine steht vollsonnig.

Die roten Halme hab ich zwar als Merkmal auf dem Verkaufsschildchen gesehen, aber nie bei mir, weil zu schattig.
Fand ich nicht schlimm, da ich das sehr feine Laub so schön fand.
Daß dieser Bambus aber überhaupt so gut im Schatten wächst, war primär wichtig, weil es durch die Gebäude drumherum dort eben immer schattig ist.

Aber auch wenn ich Campbell in den freien Boden dann pflanzen würde, würde er auch in die Breite gehen und nach ein paar Jahren müsste ich wohl auch wieder da in dieser Ecke herumfuhrwerken und abstechen.  :-\

Hast du denn was höheres Filigranes im Sinn?
Maximal 2,5-3m (wäre bis an die Dachkante der Garage daneben), nicht überhängend, schattenverträglich, nicht zu statisch (Säuleneibe kann ich mir da nicht vorstellen  ;D )...

Nandina domestica wächst bei mir leider sehr langsam und verhalten und friert auch mal zurück.


...
Aber ich hab so viele Bilder im Kopf, die auch passen könnten, daß ich mir da oft selber im Weg stehe  :-\

Kenn ich doch von irgendwoher... brother in soul...  :-*

Vielleicht könntest du von diesem einzelnen Raum (Birken - schwarzes Loch) mal deine vielen Bilder skizzieren? Mit Worten meine ich, aber natürlich gern auch mit Bildern.  :)

Oha...das sind oft nur Gedankenspiele, die einem durch den Kopf schießen, also ziemlich unreflektiert....

Ich hab mal dran überlegt, entlang der Linie der unteren Eibenhecke mit den Löwen, die da noch nicht gepflanzt war, eine weitere Trockenmauer anzulegen und auch die Fläche des jetzigen Obelisk-Raumes anzufüllen und eine waagerechte Terrasse zu schaffen, als Hommage an die wunderbaren Terrassierungen der italienischen Renaissance-Gärten...

Als der Obelisk schon aufgestellt war, überlegte ich, ihn zum Zentrum eines kleinen Labyrinthes zu machen - entweder klassisch aus Eibe, oder aber aus Bambus oder Miscanthus (wobei viele Miscanthus scharfkantige Blattränder haben  :-X )...

Ich überlegte mal, zuerst klassisch Eibenkegel in Reih und Glied, dann irgendwann wildere Formschnittskulpturen um den Obelisken "aufzustellen", letztens noch, an den 4 Ecken des Raumes liegende Widder-Sphinxen aus Eibe zu formen...

Oder nur einen leeren, meditativen Raum zu schaffen mit nur 3 Bänken und flacher Bodenausgestaltung - also kurz geschnittener Rasen oder sogar eine platzartige Kiesfläche...


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tarokaja am 30. September 2014, 22:06:38
Ja, ja, die vielen Ideen und Gedankenblitze, die einem durch den Kopf schwirren, bis die stimmigste Variante geboren ist... ;D

Ich weiss nicht, ob es im Innenhof auch etwas Blühendes sein darf. Ich bin ja völlig Fan meines Styrax wuyuanensis. Der wächst bisher säulenförmig und sehr grazil, soll es bis auf 3m bringen. Wie viel Schatten ihm gefällt, da habe ich allerdings keine Ahnung, müsste man vielleicht erfragen. Meiner steht den halben Tag sonnig und blühte prächtig. Die Bilder hast du wahrscheinlich schon mal gesehen.

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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. September 2014, 22:16:13
Gegen Blüten hab ich nix  ;D
Vor allem, wenn sie so fein und grazil sind  :D
Der Styrax ist wunderschön....allerdings gibts ein paar "aber":
Hier wird die Größe mit 3x4m angegeben und beide Maße sind eigentlich schon wieder zu üppig, Esveld gibt eine Höhe von 2,5m nach 10 Jahren an, das würde ja gut passen, aber wie breit?
Und Esveld beschreibt ihn als nicht sehr winterhart, der Gartenhof ist die tiefste Stelle meines Gartens, zwar durch die Gebäude geschützt, aber da das restliche Gelände ein Hang ist, kann sich kalte Luft genau dort stauen und sammeln.
Zudem gibt die französische Seite an, daß er kalkfreien, humosen Boden wünscht, kalkfrei kann ich so gar nicht bieten  :-\


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Oktober 2014, 20:22:34
So, der wahrscheinlich letzte Besuch im Garten dieses Jahr liegt hinter mir.
500 Narcissus pseudonarcissus ssp. lobularis hab ich jetzt doch nochmal in die Obstwiese nachgepflanzt und wo ich schon dabei war, an einer dritten Stelle auch nochmal 200 Fritillaria meleagris  :D
Alle wintersensiblen Pflanzen sind mit Winterschutz versehen.
Ich hab dieses Jahr mal was anderes ausprobiert, vor Jahren hatte ich mal Kakaobohnenschalen als Mulchmaterial genommen, einfach, weil ich es damals zum ersten Mal in einem Gartencenter gesehen hatte und ausprobieren wollte.
Hatte den lustigen Nebeneffekt, daß der so gemulchte Bereich, die Ruine, wochenlang bei feuchtem Wetter nach Schokolade duftete  ;D
Damals stellte ich fest, daß die Oberfläche des Mulch nach den ersten Regenfällen "verklebt", darunter aber alles locker und fluffig bleibt.
Überhaupt ist das Zeug leicht, locker und kleinteilig, damit liess es sich problemlos indie Zentren von Woodwardia unigemmata, W. fimbriata und Pteris wallichiana schütten, die voller kräftiger Wedel sind und wo man Laub oder gar Rindenmulch sehr schlecht "dazwischen" bekommen hätte, ohne die vorhandenen Wedel zu beschädigen.
Mal schauen, wie das funktioniert.
Und ob es überhaupt schützen muß  8)

Leider war hochnebliges Wetter beim letzten Rundgang.

(http://up.picr.de/19957577ug.jpg)

Viele der Adiantum-pedatum-Sämlinge an der Tuffmauer bekommen inzwischen ihre ersten richtigen Wedel......ich bin ja mal gespannt, wie sich das dort alles weiter entwickelt  :o

(http://up.picr.de/19957579uk.jpg)

Fatsia japonica 'Spiders Web' versucht sich wieder mal mit ner Blüte

(http://up.picr.de/19957575qg.jpg)

Letztes Jahr erfror der gesamte Blütenstand beim ersten prägnanteren Nachtfrost  ::)


(http://up.picr.de/19957578lr.jpg)

Vom großen Rasen nach rechts gehts ja zur Ruine.
Ich bin doch ein wenig überrascht, wie intensiv rot auch die älteren Äste von Cornus alba 'Sibirica' immer noch sind, unten sind sie ja jetzt dreijährig

(http://up.picr.de/19957581br.jpg)

Die Winterwirkung gefällt mir sehr gut.
Insbesondere im Zusammenspiel mit dem satten dunkelgrün des Efeu an den hässlichen Betonziegelwänden der Ruine am Ende des Hohlwegs.
Der Efeu ist dieses Jahr regelrecht explodiert, zu meiner Freude, die Ableger stehen jetzt auch 3 Jahre

(http://up.picr.de/19957586ba.jpg)

Der Blick aus dem Inneren der Ruine profitiert auch vom Rot der Cornus  :D

(http://up.picr.de/19957584fm.jpg)

Üppige Knospenfülle an Camelia 'Black Lace'

(http://up.picr.de/19957583oj.jpg)

Im Panoptikum hinter der Ruine haben Helianthus salicifolius und Arundo donax dieses Jahr großes geleistet - nur ists schwierig das per Foto einzufangen, ich hab mal den Apfelbaum ganz links mit drauf genommen, um den Größenvergleich etwas aufzuzeigen

(http://up.picr.de/19957582ta.jpg)

Der Tetrapanax ist auch explodiert - bin mal gespannt, was, je nachdem, wie der Winter wird, davon nächstes Jahr noch da ist.
Durch den letzten "Nicht-Winter" fror er gar nicht zurück, der größte Stamm hat einen Durchmesser von 10cm erlangt und ist wohl 80cm hoch.
Davon konnte ich nur etwas über die Hälfte mit Holzhäcksel einschütten, um ihn vor Frost zu schützen.
Es heißt immer, alles, was nicht geschützt ist, friert bei normalem Winterverlauf bei Tetrapanax ab - bis zum Boden runter bei sehr kalten Wintern, aber aus einigen Ausläufern treibt er auch dann wieder aus.
Natürlich wär aber die Höhe futsch.

(http://up.picr.de/19957591bl.jpg)

Die Amsonia hubritchii ist immer noch "strukturstabil" und zeigt Herbstfärbung.
Aber muß bald unter dem Tetrapanax weg.

Den Eibenhain lass ich mal aus, durch Frühjahrstrockenheit zeigt er sich dieses Jahr jetzt eher einheitlich grün, die buntblättrigen Heuchera sind nicht sehr üppig, da hat sich seit den letzten Bildern im September nichts mehr verändert.
Immerhin ist nichts eingegangen, der Bereich wird ja gar nicht gegossen.
 

Der Blick von der Ecke des Erdplateaus an der Trockenmauer

(http://up.picr.de/19957609ai.jpg)

Die Mespilus germanica 'Sultan' zeigt Herbstfärbung.
Durch die Herbstfärbung ist auch grad nicht so gut sichtbar, wie der umgesetzte Cornus controversa 'Aurea' an seinem neuen Standort wirklich wirkt - da muss ich nächstes Jahr den Frühsommer abwarten, auf Bildern aus der Zeit ist der Hintergrund immer sehr dunkel, was eine ideale Leinwand für den gelbblättrigen Cornus sein wird.

Weiter nach oben, ans obere Ende des Grundstücks.
Die im Frühjahr gepflanzte Cornus sanguinea 'Midwinter Fire'-Hecke ist dieses Jahr erwartungsgemäß nicht viel gewachsen, scheint aber schon eine ordentliche Rindenfärbung ausgebildet zu haben.
Noch ist Laub am Dickicht auf dem Bahndamm dahinter, sobald das runter ist, fällt im Winter ab 16:00 die Sonne von rechts durch auf die Cornus und bringt sie zum leuchten  :D
Mir schien es, als ob diese Sorte insgesamt auch eher gelbliches Laub hat?
Kann da jemand Erfahrungen beisteuern?

(http://up.picr.de/19957610nj.jpg)

Der Blick von der Lutyens-Bank aus zurück

(http://up.picr.de/19957612nu.jpg)

Nochmal von näher der umgesetzte Cornus controversa 'Aurea'.
An der Stelle, von der aus ich das Foto gemacht habe, stand er vorher.
Wahrscheinlich ein bisschen zu sonnig, hatte er doch jedes Jahr leichten "Sonnenbrand", an der neuen Stelle, im Wanderschatten des Apfelbaumes, dürfte es besser passen.

(http://up.picr.de/19957608qx.jpg)

Noch ein kurzer Abstecher zur Trockenmauer nach links

(http://up.picr.de/19957620yq.jpg)

Da hat sich wohl die Euphorbia characias ssp. wulfenii 'Black Pearl' in eine Mauerfuge ausgesamt  :)

(http://up.picr.de/19965989mg.jpg)

Hoffentlich wird sie dort nicht so mega-üppig wie am hinteren Ende der Trockenmauer, wo sie eigentlich fast "in der Wiese" steht, nur ein paar Rest-Mauersteine schützen ihren Fuß vorm Trimmer bei der Mahrd im Sommer.
Hätte nicht erwartet, daß die dort bei so viel Konkurrenz und in meinem schweren Boden so wuchtig würde UND die Winter gut übersteht.

Abschließend weiter durch den Gehölzgarten, noch ein Blick zurürck, hoch in den Garten.

(http://up.picr.de/19957619fk.jpg)

Als letztes noch eine kleine Skurrilität:
Crinodendrum hookeri hat es dieses Jahr (fast) geschafft, eine Blüte hinzukriegen.
Sie ist noch nicht geöffnet und wer weiß, ob das nach ersten Frösten überhaupt noch was wird, aber trotzdem

(http://up.picr.de/19957611aw.jpg)

Dabei ist der gesamte "Strauch" grad mal 40cm hoch, nachdem er 2012, direkt nach der Pflanzung als 60cm-Pflanze, bis auf den Boden zurück gefroren war und 2013 nochmals.

(http://up.picr.de/19966077vq.jpg)


Aber anscheinend blüht Crinodendrum auch schon sehr jung, wenn man einen etwas geschützteren Platz oder etwas milderes Klima hat, ist das wirklich einen Versuch wert, ohne daß man Angst haben muss, jahrelang vergeblich auf Blüten zu warten, weil die Pflanze erst eine gewisse Größe erreichen muß - die dann durch einen stärkeren Frost wieder zunichte gemacht würde.

Viele Grüße,
Gartenplaner


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Jule69 am 30. Oktober 2014, 17:47:19
Gartenplaner: Danke für's Mitnehmen durch Deinen Garten, einfach ein Genuss ;) ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. Oktober 2014, 18:20:58
Sehr gern geschehen :)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 31. Oktober 2014, 06:01:25
wieder sehr schöne Bilder und Eindrücke :D

Ich habe 'Midwinter Fire' jetzt im zweiten Jahr - auch er hat schon eine schöne Rindenfärbung. Das Laub ist tatsächlich hell, ob ich es gelblich bezeichnen würde, bin ich mir gerade nicht sicher, aber es ist auf jeden Fall ein eher "lichtes" Grün das Jahr über und die Herbstfärbung dann eben gelb, wie auch bei dir zu sehen.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: reinesHobby am 31. Oktober 2014, 07:21:10
Ebenfalls danke für die Mühen. Immer wieder eine Freude.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 31. Oktober 2014, 17:10:27
 :D

...
Ich habe 'Midwinter Fire' jetzt im zweiten Jahr - auch er hat schon eine schöne Rindenfärbung. Das Laub ist tatsächlich hell, ob ich es gelblich bezeichnen würde, bin ich mir gerade nicht sicher, aber es ist auf jeden Fall ein eher "lichtes" Grün das Jahr über und die Herbstfärbung dann eben gelb, wie auch bei dir zu sehen.

Mir fiel es eigentlich zuerst in dem Pflanzencenter auf, wo ich meine im Frühjahr gekauft hatte, da waren einige über geblieben, die sich nach dem Laubaustrieb wohl nicht mehr so gut verkauften, weil die bunte Rinde nicht mehr so offensichtlich war  :)
Jedenfalls stachen die zwischen den anderen Cornus-Sorten schon im Hochsommer durch ihre sehr helle Blattfärbung heraus - da schob ichs noch auf vielleicht schlechte Pflege (wobei die sich anscheinend wirklich große Mühe geben, auch lange da stehende Pflanzen im Topf sind putzmunter bei der Pflanzung, konnte ich bei den Quercus x bimundorum 'Crimschmidt' sehen, die sie auch seit dem Frühjahr hatten und wo ich erst vor einem Monat in meinem Konzept einen passenden Platz dafür fand  ;D )
Aber im Sommer fiel mir solch helles Laub auch bei meinen 'Midwinter Fire' auf, wobei die ja neu gepflanzt waren und es auch daher rühren konnte....
Aber wenn die Sorte bei dir auch so lichtgrün belaubt ist....

Vielleicht können ja noch einige 'Midwinter Fire'-Besitzer ihre Erfahrungen beisteuern, wobei da ein eigener Thread wahrscheinlich besser wär.

Eigentlich hatte ich ja nur mit der Rindenfarbe kalkuliert und sie als unauffällig mit dem Hintergrund der Wildhecke am Bahndamm im Sommer verschmelzend angedacht, ebenso wie die Hamamelis 'Orange Dream' direkt hinter der Bank.
Hamamelis machen das ganze Jahr ja nicht allzuviel her, von einer dekorativen Gesamtstrauchform vielleicht abgesehen, deshalb wollte ich sie so pflanzen, daß die Blüte ein Leuchtfeuerwerk im frühen Frühjahr zündet und sie danach komplett aus dem Blickfeld verschwinden.
Wenn aber jetzt die Cornus das ganze Jahr Aufmerksamkeit durch helleres Laub auf sich ziehen, gibts natürlich ein dunkles "Loch" hinter der Bank, das eben dunkelgrün ist  :-\
Mal schauen, wie sie sich nächstes Jahr verhalten.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 01. November 2014, 06:54:24
...
Eigentlich hatte ich ja nur mit der Rindenfarbe kalkuliert und sie als unauffällig mit dem Hintergrund der Wildhecke am Bahndamm im Sommer verschmelzend angedacht, ..., deshalb wollte ich sie so pflanzen, daß die Blüte ein Leuchtfeuerwerk im frühen Frühjahr zündet und sie danach komplett aus dem Blickfeld verschwinden.
..

Mir ging's unterbewusst offensichtlich ähnlich (ich bin v.a. bei Gehölzen noch eher intuitiv gärtnernd unterwegs, bis ich mir das nötige Wissen angeeignet habe 8) ), denn ich hatte den 'Midwinter Fire' an eine Stelle gesetzt, wo ebenfalls die Rindenfärbung im Vordergrund stand, um im Winter den Bereich attraktiver zu gestalten. Diesen Sommer(!) habe ich dann gemerkt, dass er dort "irgendwie nicht optimal steht" (soviel zur intuition :P ) und ihn an eine Stelle gesetzt, wo er m.E. besser passte. Nach deiner Anfrage wird mir bewusst, das es das helle Laub war, was mit der daneben stehenden Hydr. serr. 'Golden Sunlight' zu sehr zu einem "hellen Brei" verschwamm... Jetzt steht er neben/zwischen Pflanzen, die dunklere Blattfarben haben (Helleboren, Farn, Digitalis...) und gefällt mir dort weitaus besser :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 05. November 2014, 19:40:10
Bei der Cornus-Hamamelis-Hecke wollte ich eben nur im Winter eine "Attraktion" am obersten Ende des Gartens anlegen mit der Rindenfarbe des 'Midwinter Fire' und der Blüte von Hamamelis 'Orange Dream' oder was es auch immer für eine Sorte ist, jedenfalls nicht so blaßgelb, eher warmes gelb.
Nur im Winter, wenn das Dickicht auf dem Bahndamm dahinter kein Laub hat, kann am  Nachmittag von links die Sonne auf die neue Hecke scheinen und so die Farben zum leuchten bringen.
Mich wundert nur, daß diese Laubfarbvariation bei der Sortenbeschreibung nicht wirklich erwähnt wird - nur bei französischen Baumschulen fand ich den Vermerk, das Laub sei "vert tendre", was man mit blassgrün übersetzen könnte.
Wenn man allerdings nach Bildern im belaubten Zustand von Cornus 'Midwinter Fire' googelt, findet man schon Fotos, die diese gelblichgrüne Farbe zeigen, auch bei Esveld - wobei man immer nochmal drauf achten muß, obs nicht die Herbstfärbung zeigt  ;D
Prinzipiell würde mich das hellgrüne Laub nicht stören, ja sogar im Gegenteil, der Bereich ist im Sommer recht dunkel und dröge ....allerdings sollte die Hamamelis  ja mit den Cornus im Sommer einen einheitlich-grünen Hintergrund bilden, was mit normaler Cornus-sanguinea-Laubfarbe gut funktionieren würde.
Wenn 'Midwinter Fire' wirklich auch nächstes Jahr so "leuchtet" und dadurch die Hamamelis hinter der Bank ein dunkles Loch in diesem hellen Streifen bildet, muss ich da nochmal ran, fürchte ich  :-\

Ich hatte die Tage in einem anderen Thread, den ich zu einem Problemstandort eröffnet hatte, meine schlußendliche Bepflanzung gezeigt und das passt irgendwie auch zu dem Thema "den Blick lenken", bzw. der Blick wird gelenkt - und auf einmal sieht man mehr, als man eigentlich möchte  ;D

Ich habe ja einen wunderbaren, riesigen alten Feldahorn im Garten, sehr nah an der Grenze zu einem Nachbarn.
Der Baum, der Stammfuß sind wirklich Blickpunkte.
Vor 2 Jahren habe ich dann angefangen, Schneeglöckchen um den Stammfuß anzusiedeln, vielen lieben Dank nochmal den Spenderinnen aus dem Forum  :D

Das sieht dann im Frühjahr so aus:

(http://up.picr.de/17594964bz.jpg)

(http://up.picr.de/19352332ka.jpg)

Bevor dort Schneeglöckchen standen, ist mir diese Wellblechplatte nie wirklich aufgefallen  8)
Erst die Schneeglöckchen lenkten den Blick dorthin und in der laublosen Zeit sticht dann die Blechplatte sehr ins Auge
Nun stört sie mich zusehends, zumal auch die Cyclamen hederifolium gut an dem Platz gedeihen und nun auch im Sommer das silbrige Laub und die weiße Blüte den Blick auf die Stelle zieht.
Jetzt hab ich erstmal einen Osmanthus x burkwoodii gepflanzt.

(http://up.picr.de/19974356nl.jpg)

Und den Entschluss gefasst, nächstes Mal, wenn ich den Nachbarn sehe oder auch nur höre, doch endlich mal nachzufragen, ob die Platte noch notwendig ist (sie stopfte vor Jahren Löcher in seinem Maschendrahtzaun, durch die seine Hunde zu uns ausbüxten), zumal er inzwischen nochmal diese Staketenzaun-Elemente davorgestellt hat (die mich wesentlich weniger stören  ;D )


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 06. November 2014, 05:58:10
Den Osmathus zu pflanzen finde ich eine gute Idee: macht die Lücke zu und bringt mit den dunklen Blättern die Glöckchen und Cyclamenblätter sicher noch mehr zum Leuchten :)
Den Nachbarn zu fragen, ob die Platte weg kann, finde ich eine sehr gute Idee. Aus der Ferne (Bild 1) mag es ja noch gehen, aber gerade "Kleinkunst" möchte man ja nun mal aus der Nähe betrachten und da sind die Staketen durchaus noch stimmig, das Blech nicht.
Also: gute Verhandlungsgespräche und viel Erfolg (wo gibt's den "daumendrückenden Smiley?)

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marcu am 18. Januar 2015, 00:31:46
Ich habe jetzt wirklich Stunden gebraucht, um Deinen wunderschönen Garten zu bewundern - das ist ein Traum-Garten!
Der Thread ist eine Wucht in Tüten! Deine Erläuterungen haben mich fasziniert.
Solch wunderbare, verwunschene Orte finde ich traumhaft schön! :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Januar 2015, 10:49:17
Oh, soviel des Lobes - vielen lieben Dank dafür!!

Ich freu mich drauf, bald wieder hin zu kommen....vielleicht die Cornus 'Midwinter Fire'-Hecke kompletieren und das "Bambus-Problem" im Gartenhof angehen  :)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 20. Februar 2015, 21:39:06
Ich glaube, ich hatte bisher kaum mal die Gelegenheit, Winterbilder zu machen und zu zeigen - bei meinem ersten Besuch dieses Jahr gabs ein ganzes Winter-Panoptikum  ;D

(http://up.picr.de/21058875py.jpg)

(http://up.picr.de/21058868rw.jpg)

(http://up.picr.de/21058867vc.jpg)

(http://up.picr.de/21058888uy.jpg)

Noch ein paar Details:

(http://up.picr.de/21058890uy.jpg)

(http://up.picr.de/21059160uo.jpg)

(http://up.picr.de/21058884wo.jpg)

(http://up.picr.de/21058899gy.jpg)

(http://up.picr.de/21058881rc.jpg)

Immerhin habe ich eine Veränderung im Gartenhof schon in Angriff genommen - der viel zu breit überhängende Fargesia nitida 'Jiuzhaigou 1'  ist entfernt!
War weit weniger knochenbrecherisch als erwartet und 4 sauber zersägte quadratische "Kuchenstücke" des Bambus harren ihres Schicksals, in der Wiese zwischengeparkt.
(Wenn wer aus der Grenzregion Luxemburg Stücke möchte, bitte melden, allerdings nur Selbstabholer)
Jetzt muß noch der starke Bauarbeiter mit dem Luftpresshammer nochmal ran, um die Betonplatte hinter dem Brunnen aufzubrechen und zu entfernen, die ursprünglich die Kübelhaltung dort bedingte.
Ich hatte 2013, als die Betonmauer weggerissen und durch die Tuffsteinmauer ersetzt und der Hofbelag erneuert wurde, gesehen, daß dieses Betonplatte nicht so extrem dick war, aber damals war der Veränderungsgedanke noch nicht reif.

(http://up.picr.de/21059000um.jpg)

(http://up.picr.de/21059001qo.jpg)

(http://up.picr.de/21059002nk.jpg)

Ich überlege, an die Stelle, wo der Wilde Wein nach oben ausweicht, einen Acer palmatum 'Bi Hoo' zu pflanzen, dessen Äste und Stamm einen Komplementärfarbenkontrast mit der blauen Tür brächten, und noch einige Farne, die ja eh im Gartenhof gut gedeihen.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 20. Februar 2015, 22:25:15
Schöne Winterbilder :D
So einen Ahorn könnte ich mir da gut vorstellen.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: maigrün am 20. Februar 2015, 23:26:15
hallo gartenplaner,

jedesmal, wenn ich mir photos dieser ansicht anschaue, stört mich etwas.

für mich braucht es ein element, das die längsachse unterbricht. ungefähr auf höhe der 'sitzlinse'. (die meiner ansicht nach dort eh nicht gut steht).

vielleicht eine gehölzgruppe. irgendetwas, an dem man 'vorbeischauen' muss, um die tiefe des grundstückes zu entdecken.


(http://up.picr.de/21058888uy.jpg)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. Februar 2015, 00:01:18
Sehr interessant!
In ihren Anfängen, bzw. meinen Anfängen in diesem Garten, war die Obstwiese zwar einerseits nicht durch Eibenhecken unterteilt, also man konnte eigentlich von dem Standpunkt, von dem aus ich immer diese Achse fotografiere, nach rechts, links und geradeaus bis zu den Grenzzäunen schauen, aber andererseits gabs auch "Zwischenzäune", die die Schafweide vom Gemüsegarten abtrennten.
Und just knapp oberhalb der Sonnenmuschel verlief ein Zaun quer zwischen den jetzigen Eibenhecken, dort, wo jetzt die Heckenendköpfe der vorderen Eibenhecken seitlich einschwingen.
Auf den beiden seitlichen Linien der Eibenhecken rechts und links waren ebenfalls Zäune.
Das Quadrat, das sie umschlossen, war Gemüsegarten.
Dann war ganz vorn, 3m vor der Terrasse, nochmal ein Querzaun, der den Hundeauslauf vom Gemüsegarten trennte.
Ich kenne den Garten eigentlich den größten Teil meines Lebens mit diesen beiden Querteilungen und für mich war es ein Aha-Effekt - und auch eine Art "Befreiung" - als ich beide Zäune entfernt hatte.
Ich hatte Anfangs auch sogar überlegt, den Verlauf noch andeutungsweise mit Pfählen oder so irgendwie weiter zu erhalten, aber ich mag diese lange freie Strecke inzwischen sehr.

Vielleicht muß ich auch noch in die Wagschale werfen, wie die Fläche sich durch das Wachstum der Wiese verändert:

(http://up.picr.de/18660719ga.jpg)

Und daß es in meinem Kopf ja auch noch eine weitergehende Planung für den vorderen Bereich gibt, die möglicherweise den optischen Halt liefert, der dir momentan noch fehlt:

(http://up.picr.de/15809257ht.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 21. Februar 2015, 07:10:00
Die Winterbilder sind wieder sehr schön und der "befreite" Innenhof wirkt viel lichter. Acer "Bi Hoo" ist doch der mit der farbigen Rinde, oder? Den könnte ich mir dort sehr gut vorstellen vor der grauen Wand und zur blauen Tür bringt er m.E. etwas Farbe und Kontrapunkt zum vielen Grün hinein und gibt im Winter einen schönen Blickfang und Winteraspekt. Der Innenhof würde vllt. noch etwas asiatischer und ich glaube, sogar dein Buddha-Frosch würde auf mich an der Stelle dann stimmiger wirken (Das ist für mich wieder so eine kleine, feine Provokation, wie die Kugelleuchte in der Ruine ;) )... :D

Die lange Sichtachse durch den Garten gefällt mir immer sehr gut. Gerade weil es in deinem Garten ja auch viele kleinere Ecken und Details gibt, bringt das für mich immer Weite in den Garten - ich kann (aus der eigenen Umbauerfahrung in unserem Haus) dein Gefühl gut nachvollziehen:

...
Ich kenne den Garten eigentlich den größten Teil meines Lebens mit diesen beiden Querteilungen und für mich war es ein Aha-Effekt - und auch eine Art "Befreiung" - als ich beide Zäune entfernt hatte.
...

Ich kann aber auch maigrüns Standpunkt nachvollziehen, im Augenblick wirkt es so noch etwas "unfertig". Aber deine beiden angehängten Fotos zeigen ja auch die weitere Entwicklung und da wird es für mich persönlich sehr stimmig - ich freue mich jedenfalls auf die weitere Entwicklung und noch viele schöne Bilder aus deinem Garten :)

ich weiß gar nicht, ob schon mal jemand gefragt hat - machst/planst du mal einen open tuindag?...
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. Februar 2015, 16:45:52
Oh, der güldene Yoga-Frosch ist ja nicht nur für dich eine Provokation  ;D  ;D
Ja, Acer 'Bi-Hoo' hat eine rötlich-orange-gelb verlaufende Rindenfarbe, ähnlich wie Cornus 'Midwinter Fire'.
Ich hatte auch zuerst 'Sango-kaku' (leuchtendrote Triebe) im Kopf, aber gelb-orange "leuchtet" von sich aus mehr als rot, vor allem in der eher schattigen Situation hier.

Das Paradoxe ist ja, daß ich selber früher eigentlich heimelig-höhlige Gärten bevorzugte, geprägt vom zugewucherten großen Garten meiner Großeltern.
Aber das Unterteilen in Räume in meinem damals gänzlich "leeren" Garten lehrte mich, wie viel Spaß der Kontrast zwischen Enge und Offenheit in einem guten Gleichgewicht machen kann.

Ich denke, mein Garten wirkt vielleicht auch auf manche in zumindest diesem Bereich zu "leer", weil hier keine Beete vorhanden sind, daher möglicherweise auch der Eindruck des "unfertigen".
Dabei wäre der Teich, wenn er denn mal irgendwann möglich wird, auch eher ein architektonisches Element, bei dem das Pflanzliche eher die 2. Geige spielt - zumindest für mich  8)

Naja, ein Tag der offenen Gartenpforte....dafür ist mir selber der Garten auch noch zu "unfertig", abgesehen von den fehlenden Staudenpflanzungen, da müssen noch einige Hecken ihre Endhöhe erreichen....
Und in Luxemburg gibt es keine Organisation, die so etwas überhaupt bisher mal aus der Taufe gehoben hat, soweit ich weiß.

Dabei gibt es einige sehr schöne und sehenswerte Gärten und Parks in Luxemburg, es gibt 2 Fotobände, der letzterschienene, "Die geheimen Gärten Luxemburgs" ist sogar von der bekannten (Luxemburger) Gartenfotografin Marianne Majerus mit herausgegeben worden, die in ganz vielen Garten-Fotobänden der letzten Jahre präsent ist.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 22. Februar 2015, 07:33:56
Oh, der güldene Yoga-Frosch ist ja nicht nur für dich eine Provokation ;D ;D

Genau das macht für mich das Spannende in deinem Garten: die Provokationen, die man nicht mögen muss, aber zum Innehalten bringen - ich find's trotzdem klasse 8)

Ja, Acer 'Bi-Hoo' hat eine rötlich-orange-gelb verlaufende Rindenfarbe, ähnlich wie Cornus 'Midwinter Fire'.
Ich hatte auch zuerst 'Sango-kaku' (leuchtendrote Triebe) im Kopf, aber gelb-orange "leuchtet" von sich aus mehr als rot, vor allem in der eher schattigen Situation hier.

Ich glaube auch, dass sich 'Bi-Hoo' hier besser machen würde - hast du den nicht sowieso noch irgendwo im Topf stehen, oder erinnere ich das falsch?

Das Paradoxe ist ja, daß ich selber früher eigentlich heimelig-höhlige Gärten bevorzugte, geprägt vom zugewucherten großen Garten meiner Großeltern.
Aber das Unterteilen in Räume in meinem damals gänzlich "leeren" Garten lehrte mich, wie viel Spaß der Kontrast zwischen Enge und Offenheit in einem guten Gleichgewicht machen kann.

und diese Kontraste wirken auf mich eben auch genauso spannend, wie die dekorativen Provokationen, die du einbaust - dem einen mag es zuviel sein, aber ich könnte mir vorstellen, dass es im realen Garten auch noch mal ganz anders wirkt, als auf den Fotos hier.

Ich denke, mein Garten wirkt vielleicht auch auf manche in zumindest diesem Bereich zu "leer", weil hier keine Beete vorhanden sind, daher möglicherweise auch der Eindruck des "unfertigen".
Dabei wäre der Teich, wenn er denn mal irgendwann möglich wird, auch eher ein architektonisches Element, bei dem das Pflanzliche eher die 2. Geige spielt - zumindest für mich 8)

"zumindest für mich" - ist das Entscheidende, ist ja dein Garten... ;)
egal ob Staudenbeete, architektonisches Element oder Alleebäume oder..., die den Blick entlang dieser Achse begleiten - ich denke schon, dass es dem Auge mehr Halt geben und dadurch besser wirken könnte. Allerdings sieht man auf der PC-Animation, dass der Garten u.U. optisch dadurch verkürzt wird. vielleicht auch durch die intensiv-rote Laube am Ende?! Persönlich würde ich wohl einen dezenteren Farbton wählen, aber vielleicht sind wir da wieder beim Thema 'Provokationen'... ;D 8)

Nach dem offenen Garten-Tag habe ich auch nur gefragt, weil ich den Garten wohl gerne mal live sehen würde - also gib' bitte hier im Forum Bescheid, wenn's mal soweit ist ;) Das Buch schaut interessant aus - ist nur leider nirgends mehr erhältlich (gut, weil ich dies Jahr eh an Gartenbüchern sparen wollte ::) :-[ :'( ) Ich hab' mir mal einen Garten-Reiseführer für NL und Belgien gekauft, das ist für den Anfang okay. Mehr als 2-3 Gärten ist im Sommerurlaub mit Familie eh nicht drin.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: paulw am 22. Februar 2015, 11:04:42
Die lange Sichtachse durch deinen Garten gefällt mir sehr gut!
Meiner Meinung nach kommt die verkürzende Wirkung in der Simulation eher durch die Mauern am Teich und die drei verschiedenen Oberflächen zustande.(Stein, Wasser, Rasen).
Die Farbe der Laube ist schon ok., mit einer kühlen Farbe könntest du aber sicher noch Weite "raushohlen".
Persönlich würde ich einen geraden Rasenweg nach hinten mähen ,da könnte man auch ein bisschen Perspektive trixen.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: kasi am 22. Februar 2015, 11:40:34
Die lange Sichtachse durch deinen Garten gefällt mir sehr gut!


Zuerst fand ich, das ist die Nachwirkung eine Pipeline-verlegung und die Leute hätten ein Stück vergessessen einzubauen und einfach liegengelassen ;D ;D ;D
aber Spaß beiseite, nein ich finde eine so lange Sichtaxe prima, sie erinnert mich an Sichtaxen in englischen Landschaftsgärten. (z.B. in H.Herrenhausen vom Bergarten zur großen Fontaine und darüber hinaus). Die Länge wirkt durchaus nicht langweilig. Durch die sich optisch zuneigenden Baumkronen, die ja in jeder Jahreszeit anders wirken erhält ja die nahezu gerade Linie Lebendigkeit. Die seitlichen Buschreihen wecken Neugierde, was wohl dahinter oder dazwischen liegen mag.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 22. Februar 2015, 11:49:39

(http://up.picr.de/15809257ht.jpg)

Hm, ich hab mir das Bild jetzt lange angesehen. Irgendwas stimmt für mein Gefühl mit den Proportionen nicht. Ich vermute, es liegt daran, dass der Teich eingezeichnet ist.
Mir gefällt der rote Pavillion am Ende super, auch die Farbe. Ich wüsste keine, die besser passt, zumal Du Rot als Kontrast ja schon an anderen Stellen eingesetzt hast. Auf dem Bild holt er das Grundstücksende aber ran. Vielleicht mal mit der Größe spielen, ihn einen Tick kleiner machen, so, dass er noch Blickpunkt ist, aber die Perspektive nicht zu sehr verkürzt.
Die Idee mit dem Teich und dem nach hinten schlängelnden Bachlauf finde ich auch super. Meines Erachtens müsste das eigentlich das Grundstück verlängern. Vermutlich liegt es wirklich an der Zeichnung. Wenn die Planung konkret wird, ist es sicher sinnvoll, den Teich als Folie o.ä. erst mal auszulegen und mit der Form zu spielen. Aber ich denke, das machst Du sowieso...
Ist die Terrasse eigentlich schon existent? Oder auch noch in Planung?
Für mein Empfinden würde sich links an der Terrasse ein großer Baum gut machen, der die Terrasse teilweise überspannt. Das gibt Räumlichkeit und würde im obigen Bild durch Äste links oben einen Tunnel erzeugen, der das Ganze wieder streckt und Weite nach hinten erzeugt.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: zwerggarten am 22. Februar 2015, 17:36:04
aber dieser bachlauf schlängelt doch gar nicht! der sieht öde und begradigt wie ein technisches bauwerk aus, wie ein entwässerungsgraben in den 70ern, nach dem ausbaggern und erneuern der uferbefestigung. :P

und der teich liegt da derart massiv gewollt und künstlich dysfunktional mittendrin, dass fast gar nicht mehr auffällt, dass man so an seinen seiten wohl kaum sinnvoll vorbeikommen wird – gut, ist es nur eine bildmontage. ;D

mir gefällt diese idee überhaupt nicht, es muss nicht alles überall hin.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 00:16:06
...
Allerdings sieht man auf der PC-Animation, dass der Garten u.U. optisch dadurch verkürzt wird. vielleicht auch durch die intensiv-rote Laube am Ende?! Persönlich würde ich wohl einen dezenteren Farbton wählen, aber vielleicht sind wir da wieder beim Thema 'Provokationen'...  ;D  8)
...

Naja, ein kräftiges Rot wirkt wirklich verkürzend, da die menschliche Sehgewohnheit mit dem Erfahrungswert: blasse, bläuliche Farben = große Entfernung - eine Ansicht interpretiert, Stichwort Luftperspektive.
Und kräftige Farben gaukeln Nähe vor.

Das ganze Bild ist ja wirklich eine schnellgestrickte Simulation, eigentlich nur für den Hausgebrauch, um mir selber Proportionen und Wirkung vor Augen zu führen.
Dank Bildbearbeitungsprogramm ist alles auf einzelnen Layern und abschaltbar und auch andersfarbige Pavillons sogar in der Datei vorhanden.
Ich hatte damals einfach mal das Rot ausprobiert, weil ich schon einige Elemente in eben diesem Rot im Garten habe, wie Cydora richtig anmerkte, das neogotische Tor zum Hohlweg zur Ruine und der Rankobelisk diesem direkt gegenüber haben den Farbton, ebenso das Tor am Eibenhain.
Das neogotische Tor gab den Anstoß, weil ich eine Farbe haben wollte, die möglichst nah oder identisch mit der Farbe der Cornus 'Sibirica'-Triebe sein sollte.
Als dann die Farbwahl bei anderen Metall-Objekten anstand, überlegte ich, es zu einem durchgehenden Konzept kräftiger Farbkleckser für bestimmte Ausstattungsobjekte zu machen, z.B. Metall-Objekte wie Tore, Rankgitter, Bögen usw.
Da war das Rot am Pavillon einfach mal ein Ausprobieren, bis der Realität wird, wirds eh noch dauern, genau wie beim Teich, insofern ist seine Farbauswahl kein akutes Thema für mich  :)

...
Meiner Meinung nach kommt die verkürzende Wirkung in der Simulation eher durch die Mauern am Teich und die drei verschiedenen Oberflächen zustande.(Stein, Wasser, Rasen).
Die Farbe der Laube ist schon ok., mit einer kühlen Farbe könntest du aber sicher noch Weite "raushohlen".
Persönlich würde ich einen geraden Rasenweg nach hinten mähen ,da könnte man auch ein bisschen Perspektive trixen.

Das mit den Mauern ist eine interessante Anmerkung!
Mein Gelände steigt vom Haus 7m bis zur obersten Gartengrenze an (das Haus schliesst hier "im Rücken" des Betrachters direkt an die Terrasse an)
Gerne hätte ich den Teich an der tiefsten Stelle platziert, was meinem Empfinden nach am besten, weil natürlichsten wirkt - aber das wäre der kleine Gartenhof und den wollte ich dann doch nicht in einem Schwanentretboot durchqueren  ;D
Die zweitbeste Stelle wäre genau der Platz der Terrasse, der drittbeste eben der aus der Simulation.
Den Teich hatte ich von Anfang an ziemlich groß angedacht, ungefähr 15m lang und 7m breit in einem "Gartenraum" von 13m Breite auf 18m Länge bis zu den "Heckenköpfen".
Dadurch ergibt sich auf den 15m Länge der Wasserfläche wahrscheinlich schon ein Höhenunterschied von über 1m, den ich entweder in die Wiese "verziehen" kann als Böschung, oder aber als Trockenmauer direkt abfangen und ein Element aufnehmen, was am Erdplateau schon vorhanden ist, rechts im Mittelgrund sichtbar, und am Ende der Terrassenfläche auch notwendig wird.
Ich hatte die Mauervariante der Wiederholung ähnlicher Elemente wegen gewählt.

Durch die Mitte hab ich extra keinen Rasenweg gemäht, um eine wirklich große, zusammenhängende Wiesenfläche zu behalten, rechts und links von diesem Bereich führt der Rasenweg nach oben.

...
Hm, ich hab mir das Bild jetzt lange angesehen. Irgendwas stimmt für mein Gefühl mit den Proportionen nicht. Ich vermute, es liegt daran, dass der Teich eingezeichnet ist.
...
Die Idee mit dem Teich und dem nach hinten schlängelnden Bachlauf finde ich auch super. Meines Erachtens müsste das eigentlich das Grundstück verlängern. Vermutlich liegt es wirklich an der Zeichnung. Wenn die Planung konkret wird, ist es sicher sinnvoll, den Teich als Folie o.ä. erst mal auszulegen und mit der Form zu spielen. Aber ich denke, das machst Du sowieso...
Ist die Terrasse eigentlich schon existent? Oder auch noch in Planung?
Für mein Empfinden würde sich links an der Terrasse ein großer Baum gut machen, der die Terrasse teilweise überspannt. Das gibt Räumlichkeit und würde im obigen Bild durch Äste links oben einen Tunnel erzeugen, der das Ganze wieder streckt und Weite nach hinten erzeugt.

Die Größe des Teiches scheint ja wirklich ein Diskussionspunkt zu sein.
Ich hatte den Teich von Anfang an sehr groß angedacht.
Erstmal ist ein größeres Gewässer stabiler als ein kleineres, auch werden Teiche oft zu klein konzipiert und verschwinden dann, wenn sie eingewachsen sind, völlig unter ihren Pflanzen, und schließlich sollte es das "raumfüllende" Feature dieses Gartenraumes werden und gerade die Sehgewohnheiten herausfordern.
Ich wollte den Teich nicht als ein "Ausstattungsobjekt" neben anderen in diesem Bereich haben, sondern als "bildfüllend" und dominant.
Ich habe irgendwo im Hinterkopf ein Bild aus einem englischen Garten, wo ein Teich oder Becken einen von Hecken umrahmten Gartenraum ziemlich knirsch ausfüllt und fand die Wirkung klasse.
Ähnlich von der Wirkung her, wenn auch ganz anders vom Stil, ist der Water Garden in Kiftsgate.

Die genaue Form und Größe des Teiches ist aber wirklich noch eine offene Verhandlungssache, ich wollte schon längst mal den Grundriss mit Markierfarbe im großen Rasen testweise aufsprühen.
Außerdem soll der ovale Grundriss dann auch noch, von der Terrasse aus betrachtet, eine Kreisform zeigen, das bedarf alles noch kniffliger Berechnungen und Bauproben  ;D

Gleiches für den Bachlauf - da das Gelände in der oberen Hälfte eine stärkere Steigung aufweist (wie schon geschrieben, 7m vom Haus bis zum zukünftigen Pavillon), würde ein dort natürlich fließendes Gewässer gar nicht viel schlängeln sondern wahrscheinlich in wenigen großen, flachen Bögen dem Gefälle folgen.
Daß ich den Verlauf an die Böschung rechts "andockte" ergab sich aus der Idee mit den Kopfweiden am Obelisk-Raum.
Insgesamt könnte es sein, daß der Bachlauf die Pflege der Wiese zu teuer und aufwändig macht und vielleicht eh nie umgesetzt wird - das Mähfahrzeug müsste ja vorsichtig an den Rändern vorbei manövrieren und könnte ihn wohl kaum überfahren, um von einem Bereich zum nächsten zu kommen.

Die große Terrasse ist noch nicht existent.
Das wäre jetzt die nächste größere Baumaßnahme, die erledigt werden müsste, ehe überhaupt an den Teich gedacht werden könnte, weil der Terrassenbereich sonst nicht mehr mit Baumaschinen zu erreichen wäre.
Die Platten in Größe, Verband und Farbe hab ich aber schon im Gartenhof ausprobiert, die sollen auch auf die vergrößerte Terrassenfläche.

Und lustig, daß du links an der Terrasse einen überspannenden Baum siehst, schau mal hier auf dem "Winterbild":

(http://up.picr.de/21058875py.jpg)

Da steht ein Haselnußstrauch links, der immer breiter und ausladender wird und schon ein Viertel der jetzigen, kleinen Terrasse beschirmt, zwischen der eingeschneiten Kugelthuja und dem Rand des Garagendachs, und ebenfalls einen Teil der zukünftigen großen, jetzt noch Rasen  ;)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 23. Februar 2015, 10:33:37
ich hab mir das Bild jetzt lange angesehen. Irgendwas stimmt für mein Gefühl mit den Proportionen nicht. Ich vermute, es liegt daran, dass der Teich eingezeichnet ist.
Hi cydora,
Du hast schon das richtige Gefühl! :)
Es liegt allerdings nicht an dem Teich. Die Ursache ist die komplett falsche Perspektive der Terrassenplatten! Sie ist besonders gut zu sehen, wenn man die beide kleinen Mauer weg denkt, und suggeriert uns eine stark nach unten führenden Böschung, während es dort in der Realität bereits (oder sogar noch gar nicht) sachte nach oben geht. Danach kommt auf der Montage der Teich und wirkt (eben, weil wir der Perspektive noch glauben wollen) wie ein schwebender, monsterbreiter See.

Zitat
Mir gefällt der rote Pavillion am Ende super, auch die Farbe. Ich wüsste keine, die besser passt, zumal Du Rot als Kontrast ja schon an anderen Stellen eingesetzt hast. Auf dem Bild holt er das Grundstücksende aber ran. Vielleicht mal mit der Größe spielen
Da stimmt die Perspektive einfach auch nicht :)
Aber mit der Farbe hast Du absolut recht!

@ Gartenplaner Wenn Du Lust und Zeit haben und neugierig genug sein solltest:
Lege doch am Ende der gedachten Terrasse ein paar viereckige Gegenstände nebeneinander oder ein paar Besen entlang der zukünftigen Plattenfugen, dann einen Schlauch o. paar alte Blumentöpfe entlang des Teichufers und stecke einen 2-3 Meter hohen Stab dort, wo das Pavillon stehen sollte. Du wirst sehen, wie massiv sich Deine Skizze anhand eines solchen Fotos ändern wird! ;D

Wenn das mein Teich wäre, hätte ich das Geld für die keinen Mauern in der Tasche behalten und eher mit flachen Ufer (wie der Abschnitt vorne, re.) als Gestaltungs-Element gearbeitet. Es sein denn, es geht an dem gegenüberliegen Ufer so so stark aufwärts, dass eine Mauer dort nötig sein wird.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 12:06:12
 8)
Schon interessant...ich merke, wie schlecht Fotos eine bewegte Topografie richtig wiedergeben.

Also, das gesamte Gartengrundstück ist im Prinzip eine schräge Fläche, am Haus haben wir einen Messpunkt, der 274 m ü.NN angibt, ich habe einen topografischen Plan mit dem Katasterplan überlagert, am oberen Ende des Gartens läuft dann eine Höhenlinie durchs Grundstück bei 280 m ü.NN, ich hab selber nochmal nachgemessen und kam an der Grundstücksgrenze auf 283 m ü. NN.
Die jetzige kleine Terrasse liegt allerdings schon ein Meter höher als der Messpunkt am Haus.
Die Spitze des Hügels, an dessen Flanke der Garten liegt ist mit 312 m ü. NN eingetragen.
Es geht einfach von der Terrasse bzw. dem Haus aus kontinuierlich bergan, die Steigung wird ab dem großen Feldahorn sogar nochmal stärker.

Somit verursacht jede größere, waagerechte Fläche, wie die Terrasse (wobei die ja sogar noch ein leichtes Gefälle vom Haus weg Richtung Garten haben muss, um dorthin zu entwässern) oder der Teich einen "Einschnitt" ins Gelände.
Bei der Vergrößerung der Terrasse um 4m Richtung Garten macht das am Ende am Garten einen Geländeversprung von um die 50cm aus, deshalb dort die kleine Trockenmauer, beim Teich, mit 15m Länge gedacht, am hinteren Ende ein Niveauunterschied von etwas mehr als 1m.
Ich hatte auch überlegt, beide Geländeversprünge als Böschungen auszuführen, also fließend zu verziehen, wäre wesentlich billiger.
Aber auch schwieriger zu mähen.
Und die Wiederholung des Trockenmauer-Elements im Garten gefiel mir ganz gut.

ich hab mir das Bild jetzt lange angesehen. Irgendwas stimmt für mein Gefühl mit den Proportionen nicht. Ich vermute, es liegt daran, dass der Teich eingezeichnet ist.
Hi cydora,
Du hast schon das richtige Gefühl! :)
Es liegt allerdings nicht an dem Teich. Die Ursache ist die komplett falsche Perspektive der Terrassenplatten! Sie ist besonders gut zu sehen, wenn man die beide kleinen Mauer weg denkt, und suggeriert uns eine stark nach unten führenden Böschung, während es dort in der Realität bereits (oder sogar noch gar nicht) sachte nach oben geht. Danach kommt auf der Montage der Teich und wirkt (eben, weil wir der Perspektive noch glauben wollen) wie ein schwebender, monsterbreiter See.
...

Leider habe ich immer vermieden, beim Fotografieren von diesem Standpunk aus, den alten Beton-Bürgersteigplattenbelag der alten Terrasse mit aufs Foto zu bekommen, sonst könnte man sehen, daß die Fugen des alten Belags schon ziemlich so fluchten, wie ich es versucht habe, aus einem Foto vom Plattenbelag im Gartenhof zu basteln.
Ok, klar, perspektivisch genau richtig fluchtende Linien aus einem Muster von einer anderen Stelle, aus einer anderen Position fotografiert, und dann auch noch durch Vervielfältigung und Zusammenfügen vergrößert, ist fast extrem schwierig.
Dazu kommt, das die Teichvorlage ebenfalls aus einer anderen Perspektive fotografiert wurde, eher aus einer Obersicht und es sehr schwierig ist, abzuschätzen, wie diese Fläche in meiner schrägen Ebene aussieht - und einschneidet.
Letzteres kann ich nur mit der Trockenmauer andeuten, die aber dennoch wie "auf dem Rasen stehend" wirkt, weil ich beim Foto keine dreidimensionale "Einbuchtung" im Rasen, die der Teich ja zwangsläufig verursachen würde, richtig simulieren kann.

...
Zitat
Mir gefällt der rote Pavillion am Ende super, auch die Farbe. Ich wüsste keine, die besser passt, zumal Du Rot als Kontrast ja schon an anderen Stellen eingesetzt hast. Auf dem Bild holt er das Grundstücksende aber ran. Vielleicht mal mit der Größe spielen
Da stimmt die Perspektive einfach auch nicht :)
Aber mit der Farbe hast Du absolut recht!

@ Gartenplaner Wenn Du Lust und Zeit haben und neugierig genug sein solltest:
Lege doch am Ende der gedachten Terrasse ein paar viereckige Gegenstände nebeneinander oder ein paar Besen entlang der zukünftigen Plattenfugen, dann einen Schlauch o. paar alte Blumentöpfe entlang des Teichufers und stecke einen 2-3 Meter hohen Stab dort, wo das Pavillon stehen sollte. Du wirst sehen, wie massiv sich Deine Skizze anhand eines solchen Fotos ändern wird! ;D
...

Hm, ich hatte 2 Bohnenstangen oben an der Stelle des Pavillons gesteckt, die den Durchmesser des Modells, welches mir am besten gefiel, anzeigten und daran auf dem Foto den Pavillon skaliert  ;D

Aber nochmal, das ist nur eine schnellgestrickte Simulation, die eigentlich nur für meine Augen gedacht war, und überhaupt keinen Anspruch auf absolute Präzision mit sich herumträgt  ;)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: reinesHobby am 23. Februar 2015, 13:09:45
Lass Dich nicht zur Rechtfertigung verleiten. Diejenigen, die Deinen Thread schon länger verfolgen, haben das bisher immer richtig vernordet.

;-)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 23. Februar 2015, 13:11:06
Hi Gartenplaner, sorry dass ich so knapp antworte, anders geht im Moment nicht.

Schon interessant...ich merke, wie schlecht Fotos eine bewegte Topografie richtig wiedergeben.
Na, übertreibe jetzt nicht! Auf den Fotos sieht man es schon sehr gut. Bloß die Montage stellt vieles auf dem Kopf und den Rest in (wörtlich!) falsches Licht ;D

Zitat
Somit verursacht jede größere, waagerechte Fläche, wie die Terrasse (wobei die ja sogar noch ein leichtes Gefälle vom Haus weg Richtung Garten haben muss, um dorthin zu entwässern)
Das Gefälle, was man auf deiner Montage sieht, könnte ohne Weiteres für Schlittenfahrten genommen werden! :P
Deswegen scheint auch der See nicht nur über die Terrasse zu schweben, sondern auch nach vorne zu kippen.

Zitat
... sonst könnte man sehen, daß die Fugen des alten Belags schon ziemlich so fluchten, ...
"ziemlich so" ist auch falsch, aber nicht ziemlich, sondern definitiv. Sonst könntest Du auf den Terrassentisch kein Glas abstellen. ;D

Zitat
... aus einem Foto vom Plattenbelag im Gartenhof zu basteln.
Ok, klar, perspektivisch genau richtig fluchtende Linien aus einem Muster von einer anderen Stelle, aus einer anderen Position fotografiert, und dann auch noch durch Vervielfältigung und Zusammenfügen vergrößert, ist fast extrem schwierig.

Schwierig wäre es nicht, man muss aber viele Aspekte der optischen Wahrnehmung kennen und berücksichtigen.

Zitat
Aber nochmal, das ist nur eine schnellgestrickte Simulation, die eigentlich nur für meine Augen gedacht war ...

Na, na! :P
Habe ich sie Online gestellt und Menschen, die in dem Garten nie gewesen sind, gezeigt? Selber schuld! :P :P
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 23. Februar 2015, 13:19:52
ah, noch etwas fällt mir ein:

Mache das mal wirklich so, wie ich es vorgeschlagen habe (ok, die Besenstiele reichen nicht um Fluchtlinien auf der neuen 4 Meter Terrasse anzudeuten, versuche etwas anders zu nehmen). Einfach nur um selbst herauszufinden und zu sehen(!), an wie vielen Stellen Du falsch lagst. Hätte ich Zeit, könnte ich es Dir mal kurz zeichnen, bzw. die Montage korrigieren.
Aber nicht nur deswegen: Mache es selbst! Musst es danach nicht mal Online stellen! Ich verspreche: es wird sowohl lustig als auch spannend!
Vor allem weil das Gelände aufsteigend ist. ;D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 13:46:52
So, das hat mir aber jetzt doch keine Ruhe gelassen und fasziniert mich  ;D

@Schantalle:
Wohin "fällt" die Terrasse für dich?
Richtung Haus, Richtung Garten?

Ich hab jetzt nochmal die Layer-Datei hervorgekramt und die Linien der Plattenfugen mit weißen Strichen markiert und verlängert bis zu einem gedachten Fluchtpunkt, den ich mir so auch beim Basteln vorgestellt hatte:

(http://up.picr.de/21087844ov.jpg)

Man sieht, daß die Linien nicht alle auf den gleichen Punkt fluchten, weil das Plattenmuster zusammengesetzt und verzerrt wurde, bis es passte, aber die "Sammlung" von Fluchtpunkten entspricht schon meinem Empfinden, wie eine Perspektive einer waagerechten Ebene gegenüber meinem Hang fluchten müsste.

Müsste für dich der Fluchtpunkt höher liegen...so über der Trockenmauer im Rasen?
Das Ausgangsfoto ist übrigens im Gartenstuhl sitzend aufgenommen, nicht stehend, das macht auch nochmal was aus, da die gedachte Horizontlinie ja immer auf Augenhöhe ist.

Wenn ich Latten oder sowas als Markierungen auslegen würde, würden diese ja wieder auf dem ansteigenden Gelände, auf der geneigten Ebene liegen und sowieso nicht die Fluchtlinien einer waagerechten Ebene anzeigen  :-\


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: reinesHobby am 23. Februar 2015, 13:59:17
Sag, Schantalle oder Jackeline oder wie auch immer, geht's noch? Des Maul werd ich mir von Dir gleich fünf mal nicht verbieten lassen. Auch wenn Helmut Schmidts berühmtes Zitat hier überhaupt nichts mit zu tun hat, gehst wenn ja wohl besser Du mal zum Arzt.


Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 23. Februar 2015, 14:13:02
So, das hat mir aber jetzt doch keine Ruhe gelassen und fasziniert mich ;D

Ich wusste! Rest heute Abend, ok?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Junebug am 23. Februar 2015, 14:37:44
Ich wollte nur sagen, ich mag die lange Sichtachse auch, würde mich in dem Fall schwer tun, sie zu unterbrechen - besonders mit der hohen Wiese hinten und der gemähten vorn wirkt es wie eine Bühne, was mir sehr gefällt.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: paulw am 23. Februar 2015, 18:22:48
wenn ich mir die Fluchtlienien auf dem Bild der Terrasse anschaue, erkenne ich das es aus sitzender oder knieender Höhe aufgenommen ist.
Der Schnittpunkt liegt immer auf Augenhöhe.(bei gerade gerichtetem Blick)
Wenn du den Rest im Stehen aufgenommen hast, passt die Perspektive natürlich nicht zusammen. Dadurch wirkt wahrscheinlich auch der Teich gekippt.
Mein Tipp wäre ( aber nur wenn dich das stört) ausdrucken, Transparent drüber und durchzeichnen. dabei kannst du die Perspektiven vereinheitlichen.
Nimm einfach jenen Punkt als Fluchtpunkt der in der Mitte des Bildes (der Breite nach) auf Augenhöhe liegt.
Das geht natürlich auch am Pc, der Vorteil einer Zeichnung ist aber das man unnötige Details leichter ausblenden kann.
Ausserdem schaut es cool aus 8)!
Ps.: dein Teich wird nach hinten breiter!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 18:58:04
Das Gesamtbild vom Garten, was als Grundlage für die Simulation diente, ist im Gartenstuhl sitzend aufgenommen.
Und der Teich aus einer stehenden Perspektive, ich glaube sogar von einem Holzdeck aus, da bin ich absolut d'accord, daß der nicht wirklich "richtig" aussieht, der wirkt "gekippt".
Nur sah Schantalle ja so ein starkes Gefälle in der Terrasse mit den fluchtenden Fugen, das hat mich sehr verwundert, sollte die Terrasse doch eigentlich eine waagerechte Fläche darstellen, die gegen den ansteigenden Garten prallt.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: paulw am 23. Februar 2015, 19:57:37
Mit der unstimmigen Terrasse hat Schantalle aber recht, hab mir nochmal die Höhenlienien in deinem Plan angeschaut, demnach müsste der Fluchtpunkt für eine ebene Fläche (Terrasse) auf Höhe des Beginns der Mauer unter der Schüttung liegen (wenn du im sitzen ca 1,50 bist) ausserdem in der horizontalen Bildmitte.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 20:07:45
... demnach müsste der Fluchtpunkt für eine ebene Fläche (Terrasse) auf Höhe des Beginns der Mauer unter der Schüttung liegen...
Wo genau meinst du?
Wo Teich und hintere Trockenmauer aufeinander treffen oder am oberen Ende der kleinen Trockenmauer an der Terrasse?


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 20:11:27
Bildmitte ist natürlich absolut richtig, da hatte ich einfach nicht genug Ehrgeiz, das Plattenmuster so lange zu bearbeiten, bis alle Fugenlinien wirklich in einem Fluchtpunkt münden würden, der auch noch genau mittig läge.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: paulw am 23. Februar 2015, 20:32:01
Auf Höhe Unterkannte des grossen Steines rechts(ca.)
Und wenn dein Teich ein Oval ist, siehst du in der Perspektive ein Ei!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 21:02:32
Ok, danke!

So, nochmal rumprobiert:

Erste Variante:

(http://up.picr.de/15809257ht.jpg)

Zweite Variante (auch noch nicht perfekt, aber ich hab versucht, die Fluchtlinien steiler zu machen und den Fluchtpunkt auf der von paulw vorgeschlagenen Linie zu platzieren, und den Fluchtpunkt in die Bildmitte zu kriegen):

(http://up.picr.de/21092422yt.jpg)

Ehrlich gesagt reichte mir für meine Sehgewohnheit die erste, "falsche" Variante völlig aus, aber es war sehr interessant zu erkennen, wie solche Ungenauigkeiten von anderen wahrgenommen werden!

Und bei der Bezeichnung der geometrischen Form des Teiches war ich unpräzise - er soll eine Ellipse mit 2 Brennpunkten sein.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sternrenette am 23. Februar 2015, 21:12:59
Sorry, wenn ich mich auch einmische: ich kann mit dem Teich nix anfangen. Mir ist der optisch und technisch im Weg. Du magst ja vielleicht mal mit dem Anhänger in den Garten oder sonstigem Gerät. Warum nicht an der Seite, dass grad ein kleines Stück ums Eck schaut, um neugierig auf das zu machen, was hinter dem Busch sein könnte? Der Teich mit dem Pflaster guckt für mich aus wie Raumschiff Enteeprise: irgendwie künstlich und nicht harmonisch.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: troll13 am 23. Februar 2015, 21:13:24
Ich kann zwar nicht nachvollziehen, wie man sich so an einer Fotomontage festbeißen kann, aber ich habe eine andere Frage.

Hast du du noch andere Blickpunkte am Ende der Sichtachse ausprobiert? Vielleicht auch nur die Wirkung anderer farben?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 21:43:15
@Sternrenette:
zum Optischen, also wieso so groß und wieso grad dort, hab ich ja schon was geschrieben.

Zum Technischen: wenn du rechts an der Seite meinst, also um die Ecke der rechten Eibenhecke - das ist genau die Hauptzufahrtsmöglichkeit für größere Fahrzeuge in den Garten, da ist ganz rechts an der Gartengrenze das große Tor an der Kapelle, die einzige Zufahrtsmöglichkeit für Anhänger und co., abgesehen von den alten und neuen Obstbäumen, die dort stehen, sogar eine Art Allee bilden, und auch bleiben sollen  :)
Und links hinter der Eibenhecke ist der Gehölzgarten mit der verflochtenen Blutbuchenlaube, ebenfalls alte und junge Obstbäume, außerdem ist der Streifen schmaler als die Fläche in der Mitte.
Vielleicht muss ich mal wieder den Grundrissplan posten...so, warum aufschieben:

(http://up.picr.de/12180924ek.jpg)

@troll:
Naja, ein Gartenarchitekt muss ja Nichtexistierendes in Skizzen und Simulationen möglichst so darstellen können, daß im Lesen von Plänen Ungeübte das Ganze dreidimensional sehen und sich richtig vorstellen können - deshalb interessierte mich jetzt, was da "rüberkam" bzw. eben grad nicht.

Zu deiner Frage, nein, keine anderen Blickpunkte, für mich war schnell klar, daß an das Ende der Achse der Pavillon soll.
Ich wollte immer einen romantischen Pavillon haben und die Stelle dort am obersten Ende des Gartens bot sich aus mehreren Gründen perfekt an - erstens ist die Stelle am weitesten vom Haus entfernt, so daß eine Art kleines Haus, das richtig Schutz bietet, dort für mich am sinnigsten ist.
Bis zur Hälfte des Gartens würd ich bei einem plötzlichen Wolkenbruch zum Haus hechten, wenn oben ein Pavillon wäre, würde ich ab der Hälfte in so einem Fall dorthin flüchten  ;D
Und ich sitze jetzt schon gerne auf der Bank da oben und lasse die Gedanken über den Garten und die Landschaft schweifen, die man von da schon teilweise über die Kronen der Obstbäume hinweg sehen kann, insofern würd ich mich auch gern zum Pavillon zu dem Zweck begeben, mit dem Vorteil, wärmer und gemütlicher als im Wind zu sitzen.
Schlußendlich empfinde ich eine Achse meist als unvollständig, wenn sie nicht einen Blickpunkt an beiden Enden aufweist.
Von oben ist es die weinbewachsene, rustikale Hausrückseite, von unten der Pavillon.
Und ja, ich habe auch Simulationen mit weißem Pavillon ausprobiert, aber da ist die Fotogrundlage älter, da sind die Hecken noch nicht so gut eingewachsen - jedenfalls nicht wirklich noch repräsentativ.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: troll13 am 23. Februar 2015, 21:47:40
Gerade um den Blickpunkt und andere Varianten ging es mir. Wie würde sich die Wirkung der Sichtachse verändern?

Ich bin selbst zu dusselig und faul, mich in die technischen Möglichkeiten einzuarbeiten, so etwas darzustellen. ;D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Staudo am 23. Februar 2015, 21:51:07
Ich empfinde den Teich auch etwas deplatziert. Ich würde ihn bis an die Terrasse führen, so dass man den Eindruck eines Bootssteges hat.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 21:56:27
Gerade um den Blickpunkt und andere Varianten ging es mir. Wie würde sich die Wirkung der Sichtachse verändern?
...

Was hättest du denn für Ideen?  :)

@Staudo:
das ist/war auch eine Überlegung, könnte aber mit dem ansteigenden Gelände schwierig werden.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sternrenette am 23. Februar 2015, 22:16:15
Zyklopenmauer senkrecht runter am Ende der Terrasse, dann flacher werdend Richtung Pavillon? Also ich red jetzt vom Teich...

  (Ich hatte eher an die linke Seite hinter den ersten Büschen gedacht, eingerahmt von Iris o. Ä., sodass man eben nur eine Spitze vom Teich sieht und neugierig wird. Da wo die schwarze Schleife liegt. Aber wenn der Ort feststeht, gut.)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: troll13 am 23. Februar 2015, 22:20:19
Nachdem du den Grundrissplan hinzugefügt hast, hat sich meine Frage eigentlich schon erledigt. ;)

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 22:24:50
Zyklopenmauer senkrecht runter am Ende der Terrasse, dann flacher werdend Richtung Pavillon? Also ich red jetzt vom Teich...

Öhm....  ???

  (Ich hatte eher an die linke Seite hinter den ersten Büschen gedacht, eingerahmt von Iris o. Ä., sodass man eben nur eine Spitze vom Teich sieht und neugierig wird. Da wo die schwarze Schleife liegt. Aber wenn der Ort feststeht, gut.)

Schau auf den Grundriss, da siehst du, wie viel oder wenig Platz links und rechts hinter den Enden der Eibenhecken ist, bzw., was da eben schon an Bäumen vorhanden ist, die nicht zur Disposition stehen.
Im Grundriss ist der Teich ja auch an der gleichen Stelle wie in der Fotomontage.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sternrenette am 23. Februar 2015, 22:31:14
Ich hab Staudos Bootsstegidee kombiniert mit dem Teich bei Bekannten. Das Grundstück ist klein, mit einer Terrasse im rechten Winkel. Darin eingepasst ist ein viertelkreisförmiger Teich, der zur Terrasse senkrechte Wände aus Zyklopenmauerwerrk hat, damit er dort tiefer ist. Die Terrasse ist wie ein Bootssteg aus Holz direkt an bzw. über diese senkrechten Wände gebaut. Der Teich läuft dann von dieser tiefen Stelle aus flach aus Richtung Kreisbogen. So würde ich das auch machen, damit es wirkt, wie wenn man an einem sehr großen Teich steht, wenn man vom Haus Richtung Pavillon guckt.

In Deinem Fall natürlich nicht viertelkreisförmig!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Februar 2015, 22:42:27
Ah, jetzt versteh ich, was du meinst!

Das Problem ist, daß am Ende der neuen Terrasse zum Garten ein Niveauunterschied von 50cm entsteht, weil das Gelände ja vom Haus aus ansteigt.
Um den Teich direkt an die Terrasse zu führen, oder diese gar drüber ragen zu lassen, müsste der Wasserspiegel ja etwas tiefer als die Terrasse sein.
Insofern müsste ich 60cm anstehenden Boden über eine große Fläche abtragen lassen, um diese Niveaus hin zu kriegen.
Und dann überhaupt erst anfangen, das Loch für den Teich graben zu lassen
Selbst wenn man die Absenkung des Geländeniveaus um 50-60cm über mehrere Meter "verzieht", gibt es Anschlussprobleme rechts und links von der Terrasse mit den Toren, den Beeten und es ist eine große Menge Erde, die bewegt und abtransportiert werden müsste :-\
Da stellt sich dann auch die Frage, ob es sich gestalterisch wirklich lohnt, den Aufwand zu treiben, von den Kosten mal abgesehen.

@troll:
Neugierig gemacht hast du mich aber trotzdem  ;)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 24. Februar 2015, 10:05:36
Hi Gartenplaner,
gestern habe ich es nicht mehr geschafft, war auch nicht mehr nötig ;D

Zu Trolls Frage nach Pavillon-Farbe: Das Rote wird, bei dieser Entfernung(!), niemals so grell leuchten, wie gezeichnet. Es sei denn, bei besonderen Wolkenkonstellation kurz vor einem Gewitter und wenn alles andere im Schatten liegt :) Ich denke aber nach wie vor, dass es in der Realität nicht so groß/hoch sein wird. Ich finde die Farbe prima!

Sternrenette meinte, der Teich wäre optisch und technisch im Weg. Auf der Fotomontage ja, in Realität nicht. Ziehe mal eine Linie, auf dem Plan und auf dem Bild, zwischen Deinem Standpunkt und dem Pavillion. In Realität wird nur ca. 1/4, höchstens 1/3 des Teiches links von dieser Achse liegen.
Und wie paulw schrieb: Der Teich müsste wie ein Ei, dazu noch in Fluchtlinienrichtung geneigtes, dargestellt werden. Damit er nicht kippt, müsste er auch auf der Horizont-Höhe flach enden / abgeschnitten werden. Das ist aber schon Haarspalterei! Lassen wir's.

Die Skizze 'verkauft uns' Deine Idee jetzt schon viel besser.

Um Staudos Idee anders anzugehen: Hättest Du eine Möglichkeit (welche auch immer. Den leichten Anstieg in Kauf nehmen, die hintere Mauer ausgleichend noch höher, etwas dazwischen ...) auf die vordere Mauer zu verzichten? Die Hintere finde ich völlig Ok, die passt auch zu dem Stück, das man dort hinten recht sieht.
Vorne ist es auch mir zu viel des Guten. Wenn es 'Wasser direkt an der Terrasse' nicht geht, dann vielleicht mit einem sanfteren (Streifen Grün und Rasen-Ersatz, keine grade Terrassen-Kante) Übergang? Schön wäre es auch, wenn das Ufer mindestens an paar Stellen seitlich sehr, sehr flach auslaufen könnte.
 
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 24. Februar 2015, 10:43:03
...den Grundrissplan posten...so, warum aufschieben:

(http://up.picr.de/12180924ek.jpg)
...

meine spontanreaktion beim plananschauen (ich habe vom hier zitierten post noch nicht weitergelesen, vllt ka der vorschlag also schon von wem):
die lange achse vom teich verläuft // zur langen wiesenachse?
warum nicht quer in die achse Blutbuchenlaube - Nachbargehöft legen?

nachtrag: so, alles gelesen, isnix weil offenbar der hang terrassiert werden müsste, dann funzt die lange sichtachse nicht mehr.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. Februar 2015, 11:33:56
...

Um Staudos Idee anders anzugehen: Hättest Du eine Möglichkeit (welche auch immer. Den leichten Anstieg in Kauf nehmen, die hintere Mauer ausgleichend noch höher, etwas dazwischen ...) auf die vordere Mauer zu verzichten? Die Hintere finde ich völlig Ok, die passt auch zu dem Stück, das man dort hinten recht sieht.
Vorne ist es auch mir zu viel des Guten. Wenn es 'Wasser direkt an der Terrasse' nicht geht, dann vielleicht mit einem sanfteren (Streifen Grün und Rasen-Ersatz, keine grade Terrassen-Kante) Übergang? Schön wäre es auch, wenn das Ufer mindestens an paar Stellen seitlich sehr, sehr flach auslaufen könnte.
 

Ich hatte ursprünglich am Rand der neuen Terrasse gar keine Trockenmauer vorgesehen, sondern wollte den Niveauunterschied als Rasenböschung sanft ansteigen lassen - jetzt ist zwischen dem Rasen, der neue Terrasse wird und dem großen Rasen, wo dann irgendwann der Teich hin soll, eh schon eine kleine Böschung.
Die Trockenmauer kam als Idee vom Galabauer - klar, Rasenböschung ist weniger arbeitsaufwändig und bringt daher weniger Geld  ;D - aber gestalterisch fand ich die Idee dann gar nicht so schlecht, weil sie die oben rechts ja schon bestehende Trockenmauer ab den Felsen wieder aufnehmen würde.
Ok, einigen ist diese Mauer also "zuviel", interessant!
Dieser Übergang Terrasse-Wiese-Teich ist ein kniffliges Problem, ich bin da auch noch überhaupt nicht in Detailplanung mit genauen Höhenmaßen und Folgen und Aufwand der einen, anderen oder dritten Möglichkeit eingestiegen, da der Teich noch längst kein Projekt der nächsten Zukunft ist.

...
die lange achse vom teich verläuft // zur langen wiesenachse?
Die Achse vom Teich ist die lange Wiesenachse, der Teich soll ins untere Ende der Wiesenachse  :)

warum nicht quer in die achse Blutbuchenlaube - Nachbargehöft legen?
nachtrag: so, alles gelesen, isnix weil offenbar der hang terrassiert werden müsste, dann funzt die lange sichtachse nicht mehr.
Weil rechts und links auf der Querachse alte und neue Obstbäume erhalten werden sollen, links zu wenig Platz ist und rechts als Zufahrtsweg erhalten bleiben soll.
Das Problem mit dem Terrassieren käme noch oben drauf.
Ist aber auch am unteren Ende der Wiesenachse schon ein Thema.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 24. Februar 2015, 11:50:45
Weil rechts und links auf der Querachse alte und neue Obstbäume erhalten werden sollen, links zu wenig Platz ist und rechts als Zufahrtsweg erhalten bleiben soll.
Das Problem mit dem Terrassieren käme noch oben drauf.

Und oben-oben drauf:
Dort wäre der Teich, laut Plan, bereits ±2m über der Terrassen-Ebene. Auf der Terrasse sitzend, hätte man also nicht besonders viel davon :(
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: GartenfrauWen am 24. Februar 2015, 12:43:41
Das Projekt,das Du mit diesem Garten hast, mag ich voll gern! Richtig klasse, was Du daraus gemacht hast.

Hingegen das Projekt Teich ist mir zu viel, viel zu viel. Meiner Meinung ist in dem Fall mehr nicht mehr, sondern nur einfach zu viel.
Das Bild auf dem nur das vordere Stück der Wiese gemäht ist, sieht hingegen für mich einfach nur toll aus. Mir fehlt nur noch ein Weg durch die Wiese zum Pavillon 8)
Wenn ich mir vorstelle, dass ich auf der Terrasse sitze und mein Blick in den Garten, meine Blickachse, auf zwei Trockenmauern prallt, gewinnt der Garten dadurch nicht.....

PS: Um den Teich zu sehen, müsste ich dann wohl auf der Terrasse aufstehen ::)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: andreasNB am 24. Februar 2015, 13:22:34
Ich kann zwar nicht nachvollziehen, wie man sich so an einer Fotomontage festbeißen kann, aber ich habe eine andere Frage.
Da geht es mir ähnlich.

Was mir dagegen bei der Photomontage als erstes in den Sinn kam:
Der Teich ist weder Fisch noch Fleisch und wirkt zu sehr gewollt und konstruiert.
Einerseits soll er oval sein und eine gewisse formale Funktion erfüllen, andererseits macht er den Anschein eines Biotops - dem aber die Pflanzen fehlen.

So ein Halbmeter-Mäuerchen als Kompromiss wegen der Topographie sehe ich jetzt nicht so als Problem. Auch im sitzen sieht man die Wasserfläche.
Die hintere Mauer würde ich aber gut 2m vom Teichrand entfernt ziehen.

Auch würde ich den Teich nicht als Teich, sondern als (relativ flaches) in Stein gefaßtes Becken ausführen. So wie es in alten Parkanlagen üblich ist.
Du hast sehr viele formale Elemente (Obelisk, Folly, Cottagegarten, Buchenlaube, Grotte) im Garten und gestaltest den Garten sehr bewußt. Warum dann gerade da einen Häuslebauer-Teichlein fürs gute Gewissen ? Zumindest wirkt das Photo des Teiches so ;)

In dem Becken liesen sich trotzdem Körbe für Seerosen (gar Lotus?) und 1-2 Körbe für Rohrkolben und Schwanenblume versenken.

Naja, baue erstmal den Pavillion.
Ist eine wirklich feine Idee :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 24. Februar 2015, 13:32:19
Hi frauWen :)
Mit dem Aufstehen stimmt nicht so ganz. Der Wasserspiegel wäre pi-mal-Daumen 50cm über Terrasse. Also auf der Sitzhöhe eines Stuhls und nicht der Kopfhöhe des sitzenden Betrachters. @ Gartenplaner: Oder?

Mit den Mauerwerken hast Du mehr als Recht! Denn je länger der Teich, desto höher die hintere Mauer. Laut Plan und ohne zusätzlicher Übergang-Böschung hinter dem Teich, also nur aus dem Hügel herausgeschnitten, hat man da hinten 1,5m Höhenunterschied = Mauerhöhe! (275 bei Terrasse und 276,5 am Ende der Eibenhecke). Und wie so eine Mauer in der Landschaft leuchtet, sieht man da oben recht. Bepflanzt oder nicht, es knallt ins Auge ;D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Schantalle am 24. Februar 2015, 13:36:10
Ich kann zwar nicht nachvollziehen, wie man sich so an einer Fotomontage festbeißen kann, aber ich habe eine andere Frage.
Da geht es mir ähnlich.


Sie verkauft sehr schlecht eine gar nicht soooo schlechte Idee.

Zitat
Warum dann gerade da einen Häuslebauer-Teichlein fürs gute Gewissen ? Zumindest wirkt das Photo des Teiches so ;)

Siehste? So ist das mit den Bilderchen! ;D
Aber flach müsste das Gewässer tatsächlich sein ... oder mindestens so wirken.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. Februar 2015, 17:26:36
Weil rechts und links auf der Querachse alte und neue Obstbäume erhalten werden sollen, links zu wenig Platz ist und rechts als Zufahrtsweg erhalten bleiben soll.
Das Problem mit dem Terrassieren käme noch oben drauf.

Und oben-oben drauf:
Dort wäre der Teich, laut Plan, bereits ±2m über der Terrassen-Ebene. Auf der Terrasse sitzend, hätte man also nicht besonders viel davon :(

Ja und nein, Sternrenette hatte ja die Anregung eingebracht, den Teich nur hinter der Eibenhecke hervorlugend  dort seitlich zu platzieren, da wäre er ja dann sowieso in einem andern "Gartenraum" und bräuchte, meinem Empfinden nach, nicht unbedingt als Wasserfläche direkt von der Terrasse aus erkennbar zu sein, man müsste nur irgendwas sehen können, was die Aufmerksamkeit erregt, neugierig macht und so den Gartenbesucher dahin zieht.
Der Gesamtanblick des Teiches wäre dann die Hauptattraktion eines anderen Gartenraums.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. Februar 2015, 17:31:27
Das Projekt,das Du mit diesem Garten hast, mag ich voll gern! Richtig klasse, was Du daraus gemacht hast.

Hingegen das Projekt Teich ist mir zu viel, viel zu viel. Meiner Meinung ist in dem Fall mehr nicht mehr, sondern nur einfach zu viel.
Das Bild auf dem nur das vordere Stück der Wiese gemäht ist, sieht hingegen für mich einfach nur toll aus. Mir fehlt nur noch ein Weg durch die Wiese zum Pavillon  8)
Wenn ich mir vorstelle, dass ich auf der Terrasse sitze und mein Blick in den Garten, meine Blickachse, auf zwei Trockenmauern prallt, gewinnt der Garten dadurch nicht.....

PS: Um den Teich zu sehen, müsste ich dann wohl auf der Terrasse aufstehen  ::)

Danke!
*lach*
Das ist ja wirklich der "Teich des Anstoßes" diesmal - ich hatte die Simulation schon mal 2013 gezeigt  ;D
Find ich sehr spannend  :)

Dir wird der Ausblick dann zu "voll" mit dem Teich?


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: GartenfrauWen am 24. Februar 2015, 17:45:01
Dir wird der Ausblick dann zu "voll" mit dem Teich?

Mir persönlich ist es zu viel, vielleicht einfach zu unruhig.
Wenn ich mir nur den Pavillon vorstelle, dann ist er ein richtiger Blickfang.
So wie ich Dich verstanden habe, ist der Platz etwas besonderes für Dich und ohne den Teich wird er von der Terrasse aus anders/nicht so sehr gewürdigt :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. Februar 2015, 18:04:11
Ich verstehe, ja, ich denke, das ist dann auch eine individuelle Frage, wie "voll" oder "leer" man einen Garten oder Gartenbereich haben möchte.
maigrün fehlten ja den Blick erstmal bremsende Gehölze an der Stelle, an der der simulierte Teich endet - deshalb hatte ich ihn ja überhaupt nochmal gezeigt.
Also eine Unterteilung der langen Achse - vielleicht weil sie ihr zu "leer" war?

Ich empfinde eine Wasserfläche nicht als so "füllend" wie z.B. freiwachsende Gehölze, Blütenbüsche oder so, oder auch ein Staudenbeet mit hohen Stauden, ist aber wahrscheinlich eben auch wieder ein individuelles Empfinden.
Und für mich wären auch zwei Attraktionen auf der Achse völlig ok  :)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. Februar 2015, 18:05:19
...
Was mir dagegen bei der Photomontage als erstes in den Sinn kam:
Der Teich ist weder Fisch noch Fleisch und wirkt zu sehr gewollt und konstruiert.
Einerseits soll er oval sein und eine gewisse formale Funktion erfüllen, andererseits macht er den Anschein eines Biotops - dem aber die Pflanzen fehlen.

So ein Halbmeter-Mäuerchen als Kompromiss wegen der Topographie sehe ich jetzt nicht so als Problem. Auch im sitzen sieht man die Wasserfläche.
Die hintere Mauer würde ich aber gut 2m vom Teichrand entfernt ziehen.

Auch würde ich den Teich nicht als Teich, sondern als (relativ flaches) in Stein gefaßtes Becken ausführen. So wie es in alten Parkanlagen üblich ist.
Du hast sehr viele formale Elemente (Obelisk, Folly, Cottagegarten, Buchenlaube, Grotte) im Garten und gestaltest den Garten sehr bewußt. Warum dann gerade da einen Häuslebauer-Teichlein fürs gute Gewissen ? Zumindest wirkt das Photo des Teiches so ;)

In dem Becken liesen sich trotzdem Körbe für Seerosen (gar Lotus?) und 1-2 Körbe für Rohrkolben und Schwanenblume versenken.

Naja, baue erstmal den Pavillion.
Ist eine wirklich feine Idee  :D


Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - oder lenkt in eine völlig unerwartete Richtung  ;D

Ich habe die Foto-Grundlage für den Teich zuerst einmal ausgewählt, um mit der geometrischen Kreisform herumzuprobieren, die Idee ist ja, den Umriss des Teichs als große Ellipse auszuführen, so daß die Form, perspektivisch von der Terrasse aus betrachtet, kreisrund wirkt.
Das lässt natürlich jeglichen Randbewuchs außen vor, der diese optische Spielerei sowieso wahrscheinlich dämpfen oder völlig unsichtbar machen würde.
Und am rechten Uferrand war die Idee schon, eine sehr natürliche Bepflanzung zu machen.
Die allerdings hinein zu simulieren war mir zu mühselig  ;D

Deine Idee eines eher formalen Beckens finde ich sehr interessant, würde sich gut mit dem "Englischer-Garten-Thema" zusammengehen, was ja für mich eine große Inspirationsquelle war und ist.
Allerdings ist es für mich eine Gradwanderung, der Garten hat zwar eine gewisse ursprüngliche Formalität durch die alten Grenzlinien der ehemaligen Nutzungen und der ehemaligen Grundstücke, die zum Garten vereinigt wurden, die ein rechtwinkeliges Muster zeichnen, welches ich mit den Eibenhecken, den Durchbrüchen in den Eibenhecken, der existierenden Trockenmauer in die dritte Dimension gehoben habe.
Aber ich glaube, die doch schon etwas herrschaftlichere Formalität eines streng formalen Wasserbeckens wäre mir zuviel für dieses "Bauernland".
Und das formale Becken müsste ja auch als waagerechte Ebene in den schrägen Hang eingeschnitten werden, also müsste es, je weiter von der Terrasse weg, umso höhere Böschungen geben, die zum Beckenrand abfallen würden.
Wie das gut gelöst werden könnte, da hab ich grad ehrlich gesagt kein Bild vor Augen.

Eigentlich hatte ich eher ein traditionell dörfliches "Nutzgewässer" wie einen Löschteich oder Fischteich als Vorbild im Kopf, auch wenn es bei uns in den Dörfern der Umgebung wegen der vielen Bäche und Flüsse und der Fruchtbarkeit des Bodens weder das eine noch das andere gab.
Ein Problem bei einem Becken wäre auch, daß es pflegeintensiver wäre als ein möglichst großes, genügend tiefes, nicht mit fruchtbarer Erde befülltes, nicht mit Wuchermonstern bepflanztes "natürliches" Gewässer, so zumindest der Gedankenansatz.



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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: troll13 am 24. Februar 2015, 20:43:51
"Ein traditionell dörfliches "Nutzgewässer" wie einen Löschteich oder Fischteich als Vorbild im Kopf", der vom Niveau her höher liegt als die Terrasse davor? ???

Mir würde hier auch eher ein formales Becken mit befestigten Rändern einfallen. Eventuell mit baulich abgegrenzten Zonen, bei der man eine oder zwei Zonen zur Klärung des Wassers durchaus (naturnah?) bepflanzen könnte.

Für mich formale Grundrisse und naturnahe Bepflanzung nicht unbedingt Gegensätze.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: maigrün am 24. Februar 2015, 21:18:00
da bin ich ganz dabei.

ich stelle mir vor, ich gehe über die terrasse, setze mich auf eine mauer und halte die hand in ein wasserbecken. mittig ist eine treppe, ein steg führt über das wasser und auf die wiese.

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. Februar 2015, 21:25:28
"Ein traditionell dörfliches "Nutzgewässer" wie einen Löschteich oder Fischteich als Vorbild im Kopf", der vom Niveau her höher liegt als die Terrasse davor? ???
...
;D
Gerne hätte ich den Teich an der tiefsten Stelle platziert, was meinem Empfinden nach am besten, weil natürlichsten wirkt - aber das wäre der kleine Gartenhof und den wollte ich dann doch nicht in einem Schwanentretboot durchqueren  ;D
Die zweitbeste Stelle wäre genau der Platz der Terrasse, der drittbeste eben der aus der Simulation.

Irgendwann muss man einen Kompromiß zwischen den eigenen Wünschen, dem, was gestalterisch funktioniert, dem, was logisch ist und den Möglichkeiten des Geländes eingehen  :-\

...
Mir würde hier auch eher ein formales Becken mit befestigten Rändern einfallen. Eventuell mit baulich abgegrenzten Zonen, bei der man eine oder zwei Zonen zur Klärung des Wassers durchaus (naturnah?) bepflanzen könnte.

Für mich formale Grundrisse und naturnahe Bepflanzung nicht unbedingt Gegensätze.

Für mich auch absolut nicht.


Wie würdest du damit umgehen, daß zwei Drittel des Beckens in den Hang eingeschnitten sein müssten?


Ich hab sogar lustigerweise eine Situation gefunden, als ich nach Löschteichen bildersuchte, die meiner sehr ähnlich ist von der Topografie:
Löschteich in Hang, Schramberg-Schönbronn
Es sieht mir auf dem Foto sogar fast so aus, als ob das Gelände vor dem Teich auch noch ein bisschen weiter abfällt...
Überhaupt scheinen Löschteiche manchmal an topografisch nicht so ganz logisch erscheinenden Orten angelegt worden zu sein:
"Hängender Teich"
Andererseits bringt ein Löschteich, der höher als das Gebäude liegt, den Vorteil, wenig oder keine Pumpenkraft zu brauchen.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sternrenette am 24. Februar 2015, 21:31:45
Das hört sich jetzt blöd an, aber man kann mitten im Hang oder sogar oben am Berg Wasser haben, meistens dann, wenn man es nicht braucht, zum Beispiel wenn man einen Keller graben möchte. Das widerspricht der Natur in keinster Weise.

Meine Zyklopenmaueridee könnte man dann an der gegenüberliegenden Seite der Terrasse verwirklichen, und dazu einen kleinen Wasserfall oder hängende Bepflanzung kombinieren.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: troll13 am 24. Februar 2015, 21:37:44
Auch wenn ich nur der Stümper bin, der aus Versatzstücken unterschiedlicher Gartenarchitekturelemente versucht, einen Garten zu basteln, was spricht gegen einen Übergang mit unterschiedlichen Gartenstilen von "formal" (Hausumgebung) hin zu "naturnah" (entferntere Gartenteile)?.

Für mich wäre dies Herausforderung. :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: troll13 am 24. Februar 2015, 21:49:50
Nur so eine spontane Idee für ein Oval des Wasserbeckens als Diskussionsgrundlage...

Die Spitzen eines solchen Wasserbeckens baulich vorne und hinten abgrenzen. Zur Terrasse mit Darmera peltata 'Nana' bepflanzen und hinten etwas halbhohes wie Iris pseudacorus 'Variegata'. Und die Mitte tiefer aber bitte keinen Springbrunnen. ;D Vielleicht eine Seerose?

Das wäre minimalistisch aber " Ecological Correctness". ;)

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. Februar 2015, 21:59:38
@Sternrenette:
Hab ich sogar selber, mit den Jahren bemerkte ich, daß ein Bereich ziemlich weit oben im Garten, wo ich das nie vermutet hätte, weil ich dachte, da müsste es am trockensten sein weil am weitesten vom Grundwasser entfernt, im Winter und Frühjahr richtig "schmatz-nass" wird und das für einen längeren Zeitraum, wahrscheinlich Hangwasser, aber nicht genug für eine richtige Quelle...

Für mein Empfinden sieht ein größeres, stehendes Gewässer auf oder an einem Hang seltsam aus, ist eben meine individuelle Prägung  :)

@troll:
Gar nichts spricht gegen einen Übergang von formal zu naturnah  :)
Ich jongliere ja selber im Kopf mit eurer Idee eines formalen Beckens.
Du würdest die Ellipsenform beibehalten, aber den Rand streng fassen mit Platten oder so?
Und dann von diesen Platten Rasenböschungen ansteigen lassen...so als ob das Becken der "Boden" einer "Schüssel" wäre und die Rasenböschung wär die Schüsselwand?
Für mich ist gar nicht die Idee, etwas Formales zu machen so sehr das Thema, eher die technisch-ästhetische Lösung des Topografie-Problems.

Keine Sorge, auf keinen Fall ein Springbrunnen!!!!  :o  ;D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: troll13 am 24. Februar 2015, 22:20:12
Gibt es bei der Situation eine Alternative zu einer Ellipse? Und die Ränder würde schon "streng" fassen. Wenn du vorne und hinten eine Mauer brauchst um den Höhenunterschied zu überbrücken, muss sich das auch an den Seiten wieder finden oder...?

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 25. Februar 2015, 13:24:27
Oh, die Idee des formalen Beckens ist jetzt euer Baby, insofern gibts jede Alternative  ;)
Egal ob rechteckig, quadratisch, kreisrund oder elliptisch würde die Idee in der Theorie für mich nur ästhetisch funktionieren, wie du es ja auch jetzt andeutest, wenn die Wasserfläche wirklich richtig in den Hang eingeschnitten wird und der Rand dann in der hinteren Hälfte aus mit dem Gelände ansteigenden Mauern bestehen, die den Niveauunterschied abfangen.
Geschwungene Rasenböschungen zu einem formalen Becken hinunter kann ich mir nicht so recht vorstellen.  :-\


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: troll13 am 25. Februar 2015, 21:49:37
Ich mir auch nicht. ;)

Dafür müsstet du dann wohl auch die Seiten terrassieren und Stufen anlegen, um die Niveauunterschiede zu überbrücken.

Aber wie ein naturnaher "Feuerwehrtümpel" hier realisierbar ist und wie so etwas in einem angeschnittenen Hang wirken mag, kann ich mir irgendwie auch nicht so recht vorstellen. :-\

Dann schon eher eine formale Lösung mit baulichen Anlagen...
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: zwerggarten am 25. Februar 2015, 23:10:13
wie wäre es denn nun einfach damit, auf eine schlichtweg unsinnige idee zu verzichten? ::)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sternrenette am 25. Februar 2015, 23:18:58
Blumenwiese statt Teich?

Ein Meer aus Camassien in blau?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: maliko am 25. Februar 2015, 23:20:56
Das stelle ich mir wunderschön vor !

maliko
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sternrenette am 25. Februar 2015, 23:25:10
Ich hab mal welche als Ersatzlieferung bekommen, und die blühen zuverlässig jedes Frühjahr.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: andreasNB am 26. Februar 2015, 10:12:12
@Sternrette,
Dann wäre die Fläche aber nur im Frühjahr blau und im Sommer könnte sich nicht der blaue Himmel in ihr spiegeln.

Naja, Feuerlöschteiche sind ja nicht natürlich und bei ihnen geht es auch nicht um Ästhetik.
Bei einem Becken käme man jedenfalls nicht auf die Idee das es unnatürlich wirkt, da es ja deutlich als Menschengemacht erkennbar ist.
Damit es nicht erzwungen wirkt, darf es natürlich nicht zu klein sein und an einem steilen Hang liegen.
Wäre bei Dir ja nicht der Fall.

Zeichnen war leider nie meine Stärke, daher lasse ich das lieber ;D
Wie würdest du damit umgehen, daß zwei Drittel des Beckens in den Hang eingeschnitten sein müssten?
Ein Teich wäre es doch auch ?
Damit die Schnitte nicht so hart wirken, würde ich es vorn direkt an die Terasse heranführen (mit halbmeter Mäuerchen), sowie links und hinten zum Hang wie gesagt einen mindestens 2m breiten Weg genauso plan zur Wasseroberfläche anlegen. Links bei anfangs kleinem Höhenunterschied mit abgeschrägter Rasenkante, ab einem halben Meter Höhenunterschied dann eine Mauer.
Mit diesen mind. 2 Meter Abstand zwischen Hang und Wasser sollte das Becken nicht in den Hang eingeschnitten wirken. Fragt sich nur ob Rasenweg oder wassergebunde Decke besser wirkt.
An der hinteren Stützmauer zum Hang, könnte man vielleicht sogar eine künstliche Quelle (Quellbecken) integrieren ?

Anfang dachte ich an solche Randelemente.
Selbst in Beton ausgeführt, dürfte der Preis hier aber sicher recht hoch sein. Zumal es mir dann doch recht historisierend erscheint.

Vielleicht kommt dieses Beispiel der Idee am nächsten ?

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Februar 2015, 12:00:04
Blumenwiese statt Teich?

Ein Meer aus Camassien in blau?

Ich kann ein gelbes Meer anbieten:

(http://up.picr.de/21114864uu.jpg)

(Ende Mai 2014)
 ;D
Mir reicht eigentlich völlig die Blumenwiese der oberen Hälfte der Achse und rechts davon.
Von Camassia leichtlinii hatte ich mal einen größeren Tuff aus dem Vorgarten, wo sie sich gut vermehrt hatten, aber von einem Cotinus überwachsen zu werden drohten, in die Wiese umgepflanzt, da kam das Jahr darauf keine einzige wieder  :'(
Ich kann nicht jedes Zwiebelgewächs in die Wiese pflanzen, da ich immer mal wieder Wühlmäuse zu Besuch habe - Schneeglöckchen, Märzbecher, Narzissen, Herbstzeitlose geht problemlos, die Crocus tommasinianus und die Iris latifolia waren schon ein Wagnis....

...
Damit die Schnitte nicht so hart wirken, würde ich es vorn direkt an die Terasse heranführen (mit halbmeter Mäuerchen), sowie links und hinten zum Hang wie gesagt einen mindestens 2m breiten Weg genauso plan zur Wasseroberfläche anlegen. Links bei anfangs kleinem Höhenunterschied mit abgeschrägter Rasenkante, ab einem halben Meter Höhenunterschied dann eine Mauer.
Mit diesen mind. 2 Meter Abstand zwischen Hang und Wasser sollte das Becken nicht in den Hang eingeschnitten wirken. Fragt sich nur ob Rasenweg oder wassergebunde Decke besser wirkt.
An der hinteren Stützmauer zum Hang, könnte man vielleicht sogar eine künstliche Quelle (Quellbecken) integrieren ?
...

Also, ich kriege zusehends ein präziseres Bild für die Idee und finde das Bild und die Idee auch grundsätzlich sehr schön.
Allerdings immer noch zu hochherrschaftlich für mein Setting und technisch sowie finanziell nur mit viel Aufwand zu verwirklichen.
Den Teich hatte ich an der breitesten Stelle mit 7m veranschlagt.
Wenn man das jetzt auch als Grundlage für das Becken nähme und ab der Mitte, also den 7m Breite zu beiden Seiten 2m Weg dazurechnet, der ebenfalls waagerecht bleibt, also wo die Steigung abgetragen werden müsste, bleiben nur noch 1m zu beiden Seiten, die nicht nachhaltig verändert werden würden/müssten - dann wäre der Teich wirklich ein "Hindernis" für den Durchgang zur Blumenwiese, bzw. dem Rasenweg der dort beginnt.

...
Vielleicht kommt dieses Beispiel der Idee am nächsten ?

Ehrlich gesagt kommt diese Situation dem am nächsten, wie ich mir das schonmal grob überlegt hatte, insofern vielen herzlichen Dank dafür, daß du meiner Idee eine bildliche Grundlage geliefert hast!!!!
Auch hier wird die hintere Seite dieses Teichs von einer Rasenböschung begrenzt, wie ich mir das so bisher vorgestellt hatte für die Seiten meines Gewässers, da dort das Gelände ebenfalls ansteigt.
Allerdings gefällt mir die Ausgestaltung des Ufers vorne gar nicht und es ist auch fachlich fragwürdig - die Folie darf bei einem öffentlich zugänglichen Teich nicht so ungeschützt sein, es wird immer Erwachsene, Kinder und Hunde geben, die zum Wasser laufen und die Folie auf Dauer dort beschädigen können.
Abgesehen davon, daß es sch***e aussieht.

...
Aber wie ein naturnaher "Feuerwehrtümpel" hier realisierbar ist und wie so etwas in einem angeschnittenen Hang wirken mag, kann ich mir irgendwie auch nicht so recht vorstellen. :-\
...
Also, Andreas hat eine sehr gute Vorlage geliefert, finde ich, aber hier in Stourhead sehe ich auch eine ähnliche Lösung.

Grundsätzlich ist es immer ein "künstliches" Gewässer, in egal welcher Ausführung, wie der restliche Garten ja auch.
Ich finde es ist eher so, daß man entweder die Künstlichkeit betont (formales Becken) oder in den Hintergrund treten lässt (geometrischer Teichgrundriss, der aber durch Vegetation nach und nach abgemildert wird)
Ich wollte auch nicht wirklich verstecken, daß der Teich eben nicht natürlicherweise dort grad so rumlag.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: GartenfrauWen am 26. Februar 2015, 12:12:21
Die Wiese finde ich sehr schön und den Pavillon kann ich mir dahinter gut vorstellen. Ich fand schon das Bild mit dem höheren Gras sehr hübsch!
Für mich ist eine grundsätzliche Frage, ob die gelbe Wiese und evtl Schneeglöckchen im Frühjahr in Form des geplanten Teichs, also nur akzentuiert im Jahresverlauf, nicht viel besonderer ist und viel mehr Blickpunkt bietet als ein "Bauwerk" ::)
Für mich macht einen Garten aus, dass sich immer wieder etwas verändert im Wandel der Jahreszeiten und Garten nichts statisches ist!
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: andreasNB am 26. Februar 2015, 21:05:25
Ups, ich hatte das Bild nicht angeklickt/vergrößert.
Bei meiner Bildschirmauflösung sah das nach schnellem drüberschauen auf dem kleineren Bild wie ein Rand aus Betonplatten aus.
*Ne,ne* So geht es wirklich nicht und ist schlecht ausgeführt.

Zitat
Den Teich hatte ich an der breitesten Stelle mit 7m veranschlagt.
Wenn man das jetzt auch als Grundlage für das Becken nähme und ab der Mitte, also den 7m Breite zu beiden Seiten 2m Weg dazurechnet, der ebenfalls waagerecht bleibt, also wo die Steigung abgetragen werden müsste, bleiben nur noch 1m zu beiden Seiten, die nicht nachhaltig verändert werden würden/müssten - dann wäre der Teich wirklich ein "Hindernis" für den Durchgang zur Blumenwiese, bzw. dem Rasenweg der dort beginnt.
Nein, ich meine nur links und hinten einen Weg. Die rechte Seite des Becken/Teiches genauso knapp vor die Eibenhecke gesetzt wie auf der Photomontage.
Brächte das links knapp 2m mehr "Luft" ?
Zur Not fällt das Becken/Teich halt einen Meter kleiner aus ;)

Wenn Du die Erdarbeiten maschinell ausführen läßt, meinst Du das da die geschätzt 20-25 qm mehr (sind anfallende Kubikmeter ?) so deutlich mehr ins Gewicht fallen werden ?
Zumindest im Verhältnis zu den Erstellungskosten der Trockenmauer und des Teiches/Becken.
Bis es soweit ist, hast Du eh Lust es (teilweise) selber zu machen. Dann leihst Du dir einen Minibagger aus und spielst Bauarbeiter im Sandkasten ;D ;D

Naja, erstmal steht ja der Pavillion an.
So kannst Du noch ein paar Jahre überlegen und einen Finanzplan erstellen :P
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 27. Februar 2015, 23:15:06
Naja, auf der Fläche macht das ne Menge Erde aus, die bewegt und abtransportiert werden müsste, und da ist eher der Knackpunkt, Arbeitszeit und Entsorgung sind wesentlich teurer als in Deutschland, zudem hat Luxemburg einen Bauschuttdeponie-Notstand  ::)

Ja, mal schaun, der Teich hat ja wirklich nicht die höchste Priorität.
Eigentlich auch nicht der Pavillon, sondern die Vergrößerung der Terrasse...


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 06. März 2015, 21:36:49
Endlich Blüten  :D

(http://up.picr.de/21192201fs.jpg)

(http://up.picr.de/21200130tq.jpg)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. März 2015, 21:45:37
Nun, nach gut 2 Wochen, sind die Crocus tommasinianus aus dem vorigen Eintrag verblüht, und auch die Galanthus nivalis am Feldahorn verblühen nun - allerdings nach immerhin über einem Monat Blütezeit!

(http://up.picr.de/21351649bv.jpg)

Besonders freut mich, daß die Leucojum vernum, eine großzügige Gabe eines Forumsmitglieds, fast alle angegangen sind, von ungefähr 69 Stück hab ich 42 blühende und noch um die 20 weitere, die nur Laub gebildet haben, gefunden.

(http://up.picr.de/21342323da.jpg)

Tja, sieht noch nicht nach üppiger "weißer Wiese" aus, aber ich hoffe auf reiche Nachkommenschaft  ;D

(http://up.picr.de/21192195aj.jpg)

(http://up.picr.de/21192191cv.jpg)

(http://up.picr.de/21192188eb.jpg)

Einen "weißen Heckengrund" bieten mittlerweile die vom Nachbarn rübergeschaufelten Schneeglöckchen, die sich, seit die Hecke größer wurde und Schatten spendete, über ein Länge von mehreren Metern ausgebreitet haben.
Vor 3 Jahren fing ich an, auch Schneeglöckchen vor die Hecke zu pflanzen.
Leider lässt sich die Wirkung schlecht fotografisch einfangen:

(http://up.picr.de/21342114rg.jpg)

(http://up.picr.de/21342124qo.jpg)

Ansonsten ist noch nicht viel los im Garten, die Schneeglöckchen am Feldahorn werden grad erst sehr vereinzelt von Chionodoxa luciliae abgelöst, in der Wiese blühen die Narcissus pseudonarcissus ssp. lobularis auf, im Eibenhain die Helleborus.

Besonders gefreut hat mich auch eine kleine (Wieder)Entdeckung:

(http://up.picr.de/21272985gw.jpg)

(http://up.picr.de/21272977pe.jpg)

Des Rätsels Lösung:

(http://up.picr.de/21272983yp.jpg)

Es sind Mistel-Sämlinge, die ich wiedergefunden habe.
"Ausgesät" hatte ich sie im März 2013.
Nur der letzte hat schon letztes Jahr 2 Blättchen ausgebildet, die beiden andern zeigen erst kleine "Stummel", die wohl dieses Jahr zu Blättern auswachsen.

Und noch ein bisschen Blühendes:

(http://up.picr.de/21342103zd.jpg)

(http://up.picr.de/21342326ig.jpg)

(http://up.picr.de/21342269kb.jpg)

(http://up.picr.de/21342304ju.jpg)

(http://up.picr.de/21342354kx.jpg)

Und noch 2 tierische Gartenbewohner:

(http://up.picr.de/21272964av.jpg)

(http://up.picr.de/21342336vo.jpg)

(http://up.picr.de/21342377we.jpg)

(Das Eichhörnchen schien von der teilweisen Sonnenfinsternis etwas sediert  ;D )


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Silvia am 23. März 2015, 18:01:47
Ach, was ein schöner, weiträumiger Garten, muss ich immer wieder feststellen, und alles schon so weit! :D

Zu deinem Teichprojekt: Bist du da schon weiter? Eine tolle Idee! Das würde alles abrunden.

Ich habe jetzt deinen Text dazu nicht gelesen, sondern mir nur die Bilder angeschaut. Ich wollte es nur vom Gefühl her beurteilen ohne Argumente. Irgendwie geistert mir der Goldene Schnitt im Kopf herum. Der stimmt auf den Bildern aus dieser Perspektive nicht, jetzt mal unabhängig von den Feinheiten durch die Einfügung ins Foto. Die ist dir gut gelungen.

Den Fotos nach würde ich den Teich an der Stelle anlegen, an der du die große schwarze Ringskulptur hast. So mitten ins Bild passt er irgendwie nicht. Der Pavillon am Ende müsste dann wahrscheinlich etwas nach rechts verschoben werden. Als Farbe fände ich persönlich flaschengrün oder hellen Stein am besten. Aber das nur am Rande.

----

Edit: Jetzt hatte ich noch ganz viel ergänzt und dann hatte ich timeout. Also nochmal. ::)

Ich habe jetzt alles gelesen und mir sind einige Gedanken durch den Kopf geschossen, die ich jetzt einfach mal zu Besten gebe.

Also, der schöne Ententeich auf dem Gutshof würde bei dir m. E. nicht passen. Er ist zu formal und braucht dieses Drumrumlaufen können mit Bank. Aber man sieht gut, wie sie die Hanglage gelöst haben.

Der so natürlich wirkende Waldteich sieht wunderschön aus, besticht aber durch seine Größe. Die Wirkung käme bei deinem Garten wahrscheinlich nicht zustande, würde ich vermuten.

Aber: Beim Betrachten erinnerte ich mich an eine Gartenreise nach England und an Leonardslee. Das ist ein großes Anwesen mit viel Wasser und wunderschönen, riesigen Rhododendronbäumen in einem weitläufigen Park. Kennst du vielleicht ja auch. Leider ist es nicht mehr öffentlich zugänglich, da es einen neuen Besitzer gefunden hat. Kommt aber vielleicht wieder.

Das Allerbeste war der Rock Garden, der absolut krasse Oberhammer, um es mal zurückhaltend zu formulieren. Sowas habe ich noch nie gesehen. Es sieht aus wie auf dem Foto, nur besser. Ich habe auch noch eigene Fotos vom Park, ich bin gerade nur zu faul, sie hochzuladen. Ich könnte sie dir aber zukommen lassen. Ich hätte da auch noch welche von einem anderen Garten mit bepflanzten Ruinen, fällt mir gerade ein. Auch wunderhübsch.

Sowas kriegt man natürlich nicht einfach so hin, aber als Anregung fand ich es total spannend. Zumindest wäre es etwas, wofür du den Aushub des Teichs verwenden könntest.

Und nun soll es genug sein. Anderer Leute Garten lässt sich doch immer leichter gestalten als der eigene. ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. März 2015, 21:25:48
Danke!  :D

Naja, der Teich ist ein Zukunftsprojekt, welches nicht so bald ansteht, erst die Terrassenerweiterung, dann wahrscheinlich der Pavillon....dann mal sehen  ;)

...
Den Fotos nach würde ich den Teich an der Stelle anlegen, an der du die große schwarze Ringskulptur hast. So mitten ins Bild passt er irgendwie nicht. Der Pavillon am Ende müsste dann wahrscheinlich etwas nach rechts verschoben werden. Als Farbe fände ich persönlich flaschengrün oder hellen Stein am besten. Aber das nur am Rande.
...
Die Mittelachse ist 13m breit, ich hab den Teich eher an den rechten Rand der Fläche gerückt, weil links ein großer alter Apfelbaum steht, der weder Schatten noch Laub auf den Teich werfen soll...wo die "Sonnenmuschel", die Ringskulptur, die eine Sonnenliege ist, steht, sind noch 3m Platz bis zur Eibenhecke links.

Und rechts neben dem simulierten Pavillon steht eine uralte Birne, wahrscheinlich eine Mostbirne, aber der zweitimposanteste Baum in der Obstwiese, deshalb muss der Pavillon dort etwas links bleiben.

...
Also, der schöne Ententeich auf dem Gutshof würde bei dir m. E. nicht passen. Er ist zu formal und braucht dieses Drumrumlaufen können mit Bank. Aber man sieht gut, wie sie die Hanglage gelöst haben.
...

Ja, das mit der Hanglage fand ich auch!

...
Der so natürlich wirkende Waldteich sieht wunderschön aus, besticht aber durch seine Größe. Die Wirkung käme bei deinem Garten wahrscheinlich nicht zustande, würde ich vermuten.
...

Ja, die Weitläufigkeit eines englischen Landschaftsgartens wie Stourhead ist klar eine andere Dimension, es ging mir vor allem um den Übergang am Ufer zum Hang.

...
Aber: Beim Betrachten erinnerte ich mich an eine Gartenreise nach England und an Leonardslee. Das ist ein großes Anwesen mit viel Wasser und wunderschönen, riesigen Rhododendronbäumen in einem weitläufigen Park. Kennst du vielleicht ja auch. Leider ist es nicht mehr öffentlich zugänglich, da es einen neuen Besitzer gefunden hat. Kommt aber vielleicht wieder.

Das Allerbeste war der Rock Garden, der absolut krasse Oberhammer, um es mal zurückhaltend zu formulieren. Sowas habe ich noch nie gesehen. Es sieht aus wie auf dem Foto, nur besser. Ich habe auch noch eigene Fotos vom Park, ich bin gerade nur zu faul, sie hochzuladen. Ich könnte sie dir aber zukommen lassen. Ich hätte da auch noch welche von einem anderen Garten mit bepflanzten Ruinen, fällt mir gerade ein. Auch wunderhübsch.

Sowas kriegt man natürlich nicht einfach so hin, aber als Anregung fand ich es total spannend. Zumindest wäre es etwas, wofür du den Aushub des Teichs verwenden könntest.

Und nun soll es genug sein. Anderer Leute Garten lässt sich doch immer leichter gestalten als der eigene.  ;)

Leonardslee ist ja ein unglaublich üppiger Garten!!! :D
Und bunt  :o  8)

Solche Gärten sind ganz klar eine Inspirationsquelle für meine Gartengestaltung, auch das "Spleenige"....eine Art "Pulhamite-Grotte" hab ich auch schon angedacht  ;D  ;D

Aber da es grad wieder um Gestaltungsfragen geht...

Ich hatte letztes Jahr erläutert, daß mir der Fargesia-Bambus im Gartenhof zu wuchtig und vor allem zu breit ausladend geworden ist.

(http://up.picr.de/19957577ug.jpg)

Im Februar hab ich Bambus und Kübel entfernt, inzwischen hat mir der Nachbar mit dem Luftpresshammer auch die Betonplatte zerlegt , die überhaupt erst die Kübel-Lösung notwendig gemacht hatte:

(http://up.picr.de/21272981rg.jpg)

Wieder mit Erde aufgefüllt und mit Schiefersplitt abgedeckt, harrt die Ecke jetzt einer Bepflanzung, ich hatte einen Acer palmatum 'Bi-hoo' als Ersatz für den Bambus angedacht und natürlich Farne.....wobei ich bei dem Bild fast ins Grübeln komme, obs ohne Gehölz nicht sogar besser ist:

(http://up.picr.de/21342357tv.jpg)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Silvia am 23. März 2015, 21:56:16
wobei ich bei dem Bild fast ins Grübeln komme, obs ohne Gehölz nicht sogar besser ist:

Ich finde, da muss irgendwas hin, was Schlankes, Dunkelgrünes, so links neben die Tür. Und auf die Kiste was Rundes.

Oder eine kleine Pergola an der Wand lang und dann eine Wisterie, von der die Blüten runterhängen, aber ist wahrscheinlich zu dunkel, oder?

So stelle ich mir das vor. 8)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. März 2015, 22:28:27
 :D

Ich hatte eher den schlanken gelb-rotrindigen Acer 'Bi-Hoo' im Sinn - im Sommer ist der ja einfach grün  :D

Auf die Kiste kommt nix, das ist nämlich der Hausbrunnen, eine Sandsteinfassung und eine tiersicher schwer verschiebbare Eisenplatte oben drauf ;D
Aber ich guck da regelmäßig rein, um den Grundwasserstand zu sehen und wenn erstmal die Tauchpumpe drin installiert ist, muß eh der Zugang von oben möglich sein.

Der Wilde Wein sieht ohne Laub ja schon scherenschnittartig-malerisch aus...im Sommer ists aber nur eine grüne Fläche, er ist natürlich um den Bambus "herumgewachsen", deshalb die kahle Wandfläche an der Stelle links neben der blaue Tür...
Da hab ich auch den Ahorn gesehen..

Ja, für eine Wisterie ists dort zu dunkel.
Und den Wein möcht ich lassen, er hat neben der Betonwand des Schuppens die gesamte Rückfront des Hauses bekleidet  :D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Silvia am 23. März 2015, 22:33:17
Auf die Kiste kommt nix, das ist nämlich der Hausbrunnen, eine Sandsteinfassung und eine tiersicher schwer verschiebbare Eisenplatte oben drauf ;D

Ein Brunnen! Ja, sage mal! Den würde ich ja nicht in so einer Kiste verschwinden lassen! Ein malerischer Platz mit funktionierender Handpumpe in einem lauschigen Hof, dahinter eine weinberankte Wand - romantisch! :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. März 2015, 08:57:39
 :)
Es ist ein "klassischer" runder Brunnen, 1,5m im Durchmesser, mit aus Sandstein gemauerten Seitenwänden, allerdings hatten die Groß-oder Urgroßeltern eine Art "Deckel" aus Beton drauf gemacht, eine große, mit Eisenträgern verstärkte Platte, die nur ein kleines rechteckiges Loch offen liess.
Und für dieses Loch hab ich dann die Sandsteinfassung anfertigen lassen, damit man wenigstens ein bisschen was vom Brunnen erahnen konnte.
Ich hatte auch mehrfach über eine alte Handpumpe nachgedacht, aber irgendwie war mir das dann doch "zu romantisch" (und würde auch so gar nicht zum japanoid beeinflussten Gartenhof passen  ;D )


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 24. März 2015, 19:19:42
Mit Ahorn würde es mir einen Tick besser gefallen. :)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 24. März 2015, 19:20:44
...
Ich hatte auch mehrfach über eine alte Handpumpe nachgedacht, aber irgendwie war mir das dann doch "zu romantisch" (und würde auch so gar nicht zum japanoid beeinflussten Gartenhof passen ;D )

und hast du schon mal über eine Gestaltung in Richtung Tsukubai nachgedacht?
Ich seh's wie Silvia, schade, dass der Brunnen da so "verschwindet", gleichzeitg die "Kiste" jetzt noch mehr zum Blickfang wird - aber alt-romatische Handpumpe passt auch nicht, das stimmt schon.
An dem Platz vom (jetzt entfernten) Bambus sehe ich optisch irgendwie immer noch den Bi-Hoo - alternativ, da Silvia von "was Schlankem" sprach, käme mir noch Taxus b. Fastigiata ggf. Aurea in den Kopf... das würde dann eher eine ruhige Atmospähre unterstützen, während der Bi-Hoo einen Effekt bringt, hmm...
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 25. März 2015, 23:24:47
Hm, lustigerweise hab ich schon seit Jahren hinter der Brunnenfassung so eine Art Tsukubai, ein ausgehöhlter und an der Innenfläche polierter Stein, der als Vogeltränke dient  ;D

So ein Bambusrohr-Wasserspeier fänd ich dann wieder zu eins-zu-eins am "japanischen Garten", was dieser Gartenraum nie sein kann und auch nicht sein soll.

Aber daß der Brunnen zu sehr verschwindet ist auf jeden Fall intensivere Überlegungen wert....

Ja, 'Bi-Hoo' kann schon knallig sein...wie der Yoga-Frosch  ;D
Noch erholt letzterer sich in seinem Winterquartier  8)

Ich glaube, Taxus baccata 'fastigiata' (auch 'f. Aurea') wär mir aber da zu massiv, zu steif, die grüne Form auch zu dunkel.
Das Lockere, Flirrende des Fargesia gefiel mir ganz gut, nur wurde der zu raumgreifend.
Der Gartenhof ist ja insgesamt sehr schattig und eher in kühlen Farben - sprich Grau, Blaugrau und Dunkelblau. (naja, ok, bis auf den Frosch  ;D )
Mit dem sandsteinfarbigen Hofbelag hab ich schon versucht, ein bisschen wärmere Farben reinzubringen.
Im Sommer ist das Schattig-kühl-grüne an heißen Tagen sehr angenehm.
Und im Sommer sieht man wenig von der attraktiven Rinde des 'Bi-Hoo'.
Ich hatte damals die auf dem Foto sichtbare blaue Tür erst versuchsweise Mohnrot gestrichen  :o - und es sofort mit blau wieder überstrichen!!
Im Hof ist für heiße Tage ein Sitzplatz, da wär man mit der knallroten Tür kirre geworden - jedenfalls fühlte es sich für mich so an.
Aber im Winter schadet da intensivere Farbe nicht, im Gegenteil...also wohl doch 'Bi-Hoo'  ;D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 26. März 2015, 05:50:09
...also wohl doch 'Bi-Hoo' ;D

Yeah!!! (http://www.smiliesuche.de/smileys/grinsende/grinsende-smilies-0189.gif) (http://www.smiliesuche.de/smileys/grinsende/grinsende-smilies-0189.gif)
Ich glaube, dass du mit der Entscheidung noch sehr glücklich werden wirst ;) (und freu' mich jetzt schon auf die Bilder mit Bi-Hoo ;D 8) )

Und für den Brunnen wird es auch eine Lösung geben. Den "Vogeltränken-Stein" auf die Eisenplatte vom Brunnen - wäre das eine Übergangslösung?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 26. März 2015, 14:50:11
wobei ich bei dem Bild fast ins Grübeln komme, obs ohne Gehölz nicht sogar besser ist:
Ich finde, da muss irgendwas hin, was Schlankes, Dunkelgrünes, so links neben die Tür....

war auch mein erster gedanke - was immergrünes (eine koniferensäule die zu Deinem boden passt).
Kommt der frosch eh wieder hin :o Mir fehlt er ;D

halb-OT
Ich bekomme jetzt bald eine güldene betonkugel für de ngarten, weil Silvia eine kugel auf der kiste angesprochen hat. Und der frosch gülden ist.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. März 2015, 19:53:24
Zur allgemeinen Beruhigung: der Frosch ist schon auf dem Rückweg aus dem Überwinterungs-Exil  ;D  ;D  ;D

Übrigens sind die Edelstahlkugeln bei mir im Garten auf den ehemaligen Grenzpfosten und den neueren Torpfosten eine zeitgenössische Interpretation von Steinkugeln auf großen Torpfeilern aus Stein des ehemals opulenten Nachbarhofes gegenüber  ;)

Der "Vogeltränke-Stein" wäre zu klein, das wäre nicht gut proportioniert auf der Brunneneinfassung  :-\
Außerdem will ich ja ab und an reinschauen können und die Vogeltränke ist sehr schwer.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. März 2015, 18:03:12
(http://up.picr.de/21417159ll.jpg)

 ;D

Hier mal Simulationen mit Säuleneibe und 'Bi-Hoo'-Acer:

(http://up.picr.de/21417131qo.jpg)

(http://up.picr.de/21417133tv.jpg)

(http://up.picr.de/21417135fe.jpg)

(http://up.picr.de/21417134mo.jpg)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sternrenette am 28. März 2015, 18:05:00
Nicht die Konifere, sondern das Gewächs mit der bunten Rinde! Die Konifere wirkt mir zu streng bzw. sieht an der Stelle unecht aus.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: *Falk* am 28. März 2015, 18:21:33
So richtig gefallen mir beide Vorschläge nicht. Ich würde einen
großen trichterförmigen, wenn erwünscht wintergrünen Farn nehmen. ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Jule69 am 28. März 2015, 18:39:15
Mir gefällt die Lösung mit dem Bi-Hoo'-Acer ganz gut, die Frage ist nur, ob man dann irgendwann die Türe noch problemlos aufbekommt. Farn...hört sich auch nicht schlecht an.
Gartenplaner: Wie wäre es denn mit einer säulenförmig wachsenden Kamelie, evtl. mit panaschierten Blättern, die mag eh keine direkte Sonne.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. März 2015, 18:56:49
So richtig gefallen mir beide Vorschläge nicht. Ich würde einen
großen trichterförmigen, wenn erwünscht wintergrünen Farn nehmen. ;)

 ;D
Da wären wir wieder hier angelangt:
wobei ich bei dem Bild fast ins Grübeln komme, obs ohne Gehölz nicht sogar besser ist:

Ich weiß nicht, ob ich das wagen kann, aber Pteris wallichiana wird ziemlich groß, zwar nicht trichterförmig und auch nicht wintergrün....aber ob die Winterhärte im Gartenhof ausreicht, ist die große Frage.
Gleiches gilt für die Kamelie, ob die sich dort, am tiefsten Punkt des Gartens wohl fühlt, wohin die Kaltluft im Winter absinkt und auch nicht weiter kann durch das Haus  ???
In der "Ruine" tut es der 'Black Lace'-Kamelie sehr gut, im Winter vollschattig zu stehen und durch Mauern geschützt, aber die Mauern lenken eher die den Hang hinunterfließende Kaltluft ab....

Die Tür ist keine Hauptzugangstür, die wird nur ein paarmal im Jahr benutzt, der Bambus hing da auch davor, das stört nicht allzu sehr.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Jule69 am 28. März 2015, 19:01:42
Gleiches gilt für die Kamelie, ob die sich dort, am tiefsten Punkt des Gartens wohl fühlt, wohin die Kaltluft im Winter absinkt und auch nicht weiter kann durch das Haus
Hm, das hatte ich allerdings nicht bedacht... :-[
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: zwerggarten am 28. März 2015, 22:15:07
doch niemals eine säuleneibe! :o

wie wäre schlicht ein zweiter bambus, nicht allzu wuchsstark aber in der richtigen höhe und natürlich mit rhizomsperre?

8)

ja, genau: bambus statt bambus! ;D

ich finds schade bis blöd, dass da keiner (mehr) steht...
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. März 2015, 23:05:54
Tja, hatte ich ebenfalls überlegt.  ;D
Der Fargesia 'Jiuzhaigou Genf' gefiel mir mit dem filigranen Laub ja ursprünglich sehr gut.
Nur wurde er mir schon zu nah über dem Kübel viel zu breit und dazu zu weit überhängend, erdrückte den Raum.

Sogar als Vorbereitung für einen Austausch des einen Bambus gegen einen anderen habe ich letztes Jahr, nebenbei auch als Begrenzungsmaßnahme an der Stelle, von Fargesia robusta 'Campbell' Teile abgesägt, ohne sie jedoch aus der Erde zu nehmen.
Zu beiden Seiten des Schuppenzugangs hab ich 2 stehen, wunderbar straff aufrecht wachsend, gut die Winter bisher meisternd.
Allerdings auch üppig in die Breite wachsend.
Längst nicht so extrem wie Phyllostachys, aber dennoch zu üppig für den schmalen Streifen hinter dem Brunnen, da hätte ich dann bald wieder zuviel Bambus und vielleicht würde der 'Campbell' sich dann sogar auch "legen".
Ich glaube, kein Fargesia bleibt schmal genug für die Stelle.
Und die niedrigen, schwachwüchsigen Sorten bleiben viel zu klein.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Danilo am 28. März 2015, 23:10:56
Unter optischen Gesichtspunkten würde ich auch sagen: Bambus. 8)

Eine ordinäre(re) Alternative wäre: Kerria japonica. ;) ;D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. März 2015, 23:27:02
Ich bin jederzeit für einen "Wunderbambus" offen  ;D

Und Kerria - och nö, die darf vom Nachbarn in die Cornus-Hecke und im Vorgarten in die Schneebeeren wuchern, aber an der Stelle ist schlicht nicht genug Platz (abgesehen davon, dass ich auch immer gern mal was Neues ausprobieren möchte, wenn sich an so prominenter Stelle schonmal die Gelegenheit bietet  ;) )


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: zwerggarten am 29. März 2015, 08:44:08
spontan war mir ja nach pseudosasa japonica, aber die wird auch irgendwann massiv und ist vielleicht zu elegant überhängend (nicht straff genug)... sehr schade, dass semiarundinaria fastuosa nicht schattenverträglich zu sein scheint und mit bis zu 9m viel zu hoch werden dürfte, für diese stelle.

oder du nimmst eine kübelpflanze und stellst in der frostfreien zeit eine schöne rhapis humilis (steckenpalme) dahin, ggf. in hydrokultur?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. März 2015, 11:46:35
Tja, das Problem bei Bambus, auch bei den kürzest seitentriebig wachsenden Fargesien, ist, daß die Pflanzen ja trotzdem in die Breite wachsen und nicht wie bei einem Hokusai-Farbholzschnitt ewig bei 36 Halmen oder so bleiben  8)

Und jetzt, nach über 20 Jahren Kübelrumgemurkse und endlich dem direkten Zugang zum Erdreich will ich das auch nutzen  ;)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: zwerggarten am 29. März 2015, 15:24:20
für einen hokusai-bambus (und -garten) solltest du ein gutes landschaftsgärtni beschäftigen. 8)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. März 2015, 16:02:24
Ein guter Maler oder Zeichner wäre für so eine Aufgabe wohl besser geeignet  ;)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bignonia am 29. März 2015, 16:12:00
Muß es denn eigentlich unbedingt ein Strauch sein?
Ich würde hier spontan eher eine Staude "sehen". Irgendwas, was fächerförmig wächst, nicht so hoch wird, relativ filigran bleibt, und unbedingt weich wirkt. Und tendenziell eher gelbfarbig. Mir fällt natürlich leider gerade nichts ein, was zudem schattenverträglich wäre, aber kann ja noch kommen.

Oder Hakonechloa ? Würde leuchten und über der Mauer hängen?
Und dann Erythronium für den Jahresanfang. :)

Die Eibe finde ich nicht so gut, allerdings dürfte die in deiner Simulation schon seeehr alt sein. So schnell würde sie bei dir ja nicht so aussehen. Meine, immerhin schon 6-7 Jahre alt, ist bei weitem nicht so breit und kompakt. (eine fastigiata aurea.) Aber das nur nebenbei.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marygold am 29. März 2015, 16:18:10
Der Standort ist doch recht geschützt. Wie wäre es denn mit Nandina domestica?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. März 2015, 16:43:19
@Bignonia:
Ich schwanke ja selber noch.  :)
Die Säuleneiben-Simulation hab ich gemacht, um die unterschiedliche Wirkung versuchsweise zu zeigen, die war mir aber von vorneherein zu starr und massiv.
Und ja, ich hab die Eibe vergrößert, damit sie proportional an die Stelle passt, ich finde, eine gewisse Höhe muss bei einem Gehölz dann schon gleich vorhanden sein.
Bei etwas Staudigem müsste aber auch wenigstens die Brunnenfassung um einiges überragt werden.

Der Acer palmatum 'Bi-Hoo' begeisterte mich von der Farbwirkung sehr letztes Jahr, als ich mannsgroße Exemplare in Holland sah und hier sähe ich eine Möglichkeit, ihn an einem zusagenden Standort zu verwenden und auch diese Farbe einsetzen zu können.
Mit dem Goldfrosch, den dunkelblauen Türen hab ich ja schon Farbexperimente gewagt, aber für mich verträgt dieser immerschattige, eher "graue" Gartenraum das.

@marygold:
Nandina würde dort bestimmt auch gehen, ich hab ein schon ein bisschen größeres Exemplar im "Gehölzgarten"....da wäre es wahrscheinlich sinnvoll, eben jenes Exemplar umzupflanzen, um sofort eine gut wirksame Höhe zu haben, es ist so 1,3m hoch.
Allerdings müsste ich ein zweites dazupflanzen, um Beeren zu bekommen  :-\

Ich schau mal, ob und wie groß ich Bi-Hoo finde und lass mir das alles nochmal durch den Kopf gehen.
Die Pflanzstelle ist ja fertig vorbereitet und läuft nicht weg.
Ich find jedenfalls das eifrige "Mitdenken" hier klasse  :D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bignonia am 29. März 2015, 17:02:06
Mit dem Goldfrosch, den dunkelblauen Türen hab ich ja schon Farbexperimente gewagt, aber für mich verträgt dieser immerschattige, eher "graue" Gartenraum das.


Na, unbedingt. Gerade deshalb dachte ich an etwas in Richtung Gelb. Wegen Frosch & blauer Tür, und das dann im Schatten, ich finde, das paßt.
Ich dachte nur halt an etwas Kleineres, aber rein farblich finde ich den Acer ja auch gut.

Wobei Nandina... Ich glaube, ich fände das auch gut. Auch ohne Beeren. Färbt er auch im Schatten gut?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. März 2015, 17:29:51
Ich hab keine spezielle Sorte, der Austrieb ist aber auch im Schatten rötlich.
Und das Laub später dann glänzendgrün.
Wär halt nicht so "bunt".
Ich würde an der Stelle ohne zweiten Bestäuber dann aber die abgeblühten Blütenstände abschneiden, die bleiben auch ohne Beeren sehr lange an der Pflanze  :-\


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marygold am 29. März 2015, 18:09:11


@marygold:
Nandina würde dort bestimmt auch gehen, ich hab ein schon ein bisschen größeres Exemplar im "Gehölzgarten"....da wäre es wahrscheinlich sinnvoll, eben jenes Exemplar umzupflanzen, um sofort eine gut wirksame Höhe zu haben, es ist so 1,3m hoch.
Allerdings müsste ich ein zweites dazupflanzen, um Beeren zu bekommen :-\


Wieso? ist Nandina zweihäusig? Ich habe seit Jahren eine Nandina, die blüht und Früchte trägt. Ein zweites Exemplar hier im Ort ist mir nicht bekannt. Aber, klar, irgendwo könnte eins stehen.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Danilo am 29. März 2015, 18:33:01
Von Nandina domestica gibt es zweihäusige und auch einhäusige Kultivare. ;)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: zwerggarten am 29. März 2015, 18:54:48
nandina fände ich auch super, ich hätte nicht gedacht, dass sie es so schattig mag – aber wenn das kein problem ist?! :D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. März 2015, 20:50:32
Die Nandina im Gehölzgarten muss zweihäusig sein, sie kriegt üppige Blütenrispen, aber hat noch nie Beeren gehabt  :(
Sie steht ziemlich schattig, unter einem großen Apfelbaum und hinter der inzwischen sehr großen Ceanothus x delilianus.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marygold am 29. März 2015, 20:55:39
Die Beeren sind ganz hübsch im Winter. :D



;)

Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Ulli L. am 01. April 2015, 08:54:06
Ich finde Nandina für diesen Standort zu kompakt. Der Acer würde mir besser gefallen.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Silvia am 01. April 2015, 09:53:27
Wenn ich mir das jetzt so anschauen, finde ich, sieht es alles nicht aus. Der Acer ist viel zu unruhig und spakelig vor dem Wein. Wahrscheinlich würde ich erstmal warten, bis der Wein die Wand berankt hat. Vielleicht hat es sich dann erledigt. ;)

Vielleicht könnte man den Brunnendeckel mit einem schönen Kasten in Holzgitteroptik und einem dicken Sitzkissen versehen, so dass er rein theoretisch als Sitzplatz fungiert. Der Farn davor müsste dann weg.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Leuco am 05. April 2015, 07:37:06
Nandina find ich nicht so schlecht, oder wie wärs mit Mahonia bealei? Gelbe Blüten und blaue Beeren würden passen.

Wenn es ein schmaler Strauch wird könnte man noch immer mit gelblaubigen Gräsern (Hakonechloa 'All Gold'; Milium effusum 'Aureum') unterpflanzen.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 06. April 2015, 11:14:20
@Silvia:
nee, Sitzbereich ist im Hof, Tisch und zwei Stühle stehen noch nicht draußen.
Aber den Brunnen als Brunnen sichtbarer zu machen geht mir immer noch im Kopf rum....

@Leuco:
Hm, Mahonia....auch nicht schlecht, wäre an der Stelle vor Wintersonne geschützt, der Nachbar hat einige größere Exemplare im Baumschatten....aber auch die, wie die Nandina, sind mir irgendwie ein bisschen zu steif vom Habitus her.

Wenn ich dieses Frühjahr keinen Acer in einer ordentlichen Größe ergattern kann, werd ichs sowieso erstmal "so lassen" und mir die Entwicklung mit den Farnen, die ich dort unterbringen will, anschauen, vielleicht reicht das ja dann wirklich schon aus  :)
Milium effusum 'Aureum' ist ne schöne Idee, da hab ich im Eibenhain und im Gehölzgarten ganz viele Sämlinge, von denen ich einige nutzen könnte  :D
Die bleiben in Konkurrenzsituationen auch eher schlank und fügen sich in Lücken, Hakonechloa ist da raumgreifender.
Und das "Untergeschoß" soll ganz klar den Farnen gehören.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Mai 2015, 17:41:39
Im Gartenhof hatte ich im Februar einen sehr raumgreifenden Fargesia im Kübel und die Betonplatte darunter, die Kübelhaltung an der Stelle erzwang, entfernen lassen.
Inzwischen hab ich den Streifen erstmal mit Farnen bepflanzt und es reift immer mehr der Entschluß, dort kein Gehölz mehr einzubringen.
Noch ist der Wilde Wein erst spärlich belaubt, wenn der wieder seine grüne Matte trägt, ragt er auch weiter in den Raum und noch ein Gehölz an der Stelle, egal wie filigran, würde doch wieder eine Einengung bedeuten - ich hab mich grad ganz gut und schnell an das Offenere gewöhnt  :D

(http://up.picr.de/21939776mz.jpg)

Den neugewonnenen Pflanzbereich mit selbst gemischter Erde und Dauerfeuchtigkeit von unten durch den Brunnen und erhöhter Luftfeuchtigkeit im windgeschützten Hof drumherum hat mich dazu verleitet, auch mal Meconopsis betonicifolia auszuprobieren, mal schaun, ob und wie die sich dort machen  ;D
Und natürlich Farne.
Die Gardena-Steckkupplung und das Wasserleitungsstück verschwinden auch noch - der Schlauch von der Tauchdruckpumpe wird in einem "Schlauchkanal" unter dem Schiefersplitt in den Schuppen geführt und dort dann an die Wasserverteilung zur Terrasse angeschlossen

(http://up.picr.de/21939956ah.jpg)

Und ohne breitausladenden Bambus hab ich festgestellt, dass sogar doch die Sonne zu Gast ist, zumindest Vormittags eine kurze Zeit:

(http://up.picr.de/21940341ps.jpg)

Und ein neuer Bewohner der Tuffmauer scheint auch anzuwachsen, Asplenium septentrionale:

(http://up.picr.de/21939777dr.jpg)

(http://up.picr.de/21940329eg.jpg)

(http://up.picr.de/21939965oz.jpg)

An den großen Haselstrauch, der den Gartenhof zum restlichen Garten abschirmt, hatte ich vor 3 oder 4 Jahren eine Clematis montana gepflanzt, leider nicht in einen Eimer ohne Boden wie das oft empfohlen wird, um der Strauchwurzelkonkurrenz entgegenzuwirken, insofern kommt sie auch nur langsam voran, aber immerhin gibts schon zunehmend Blüten:

(http://up.picr.de/21940338dg.jpg)

(http://up.picr.de/21939962ie.jpg)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Mai 2015, 17:42:03
Weiter in den Garten....

Das Farnbeet erwacht erst ganz langsam, viele Farne fangen grad erst mit dem Entrollen der Wedel an

(http://up.picr.de/21937375pb.jpg)

(http://up.picr.de/21940561zv.jpg)

Hingegen die Wiese ist schon blütenübersät und üppig, doch davon später mehr

(http://up.picr.de/21939964dd.jpg)

Im Gehölzgarten, der hinter dem Tordurchgang auf dem vorletzten Bild liegt, habe ich ein "Beet" mit Pteridium aquilinum, da ihm mein schwerer, neutraler Lehm nicht so gut zusagt, lässt er sich auch ohne Rhizomsperre im Zaum halten.
Da er spät treibt und Anemone nemorosa bereits dort gut gedeiht und sich aussamt, hab ich versuchsweise noch Mertensia virginica dazu gepflanzt - die zieht nach der Blüte ein, wenn der Farn seine Wedel voll entfaltet hat und alles beschattet, müsste als Unterpflanzung ganz gut funktionieren.
Die sehr lange Blütezeit der mertensia hat mich schonmal sehr positiv überrascht, ich habe sie Anfang April gepflanzt, da blühte sie gerade auf, die Bilder jetzt sind von letzter Woche:

(http://up.picr.de/21939936eg.jpg)

(http://up.picr.de/21939937jj.jpg)

(http://up.picr.de/21939969lz.jpg)

(http://up.picr.de/21939935lp.jpg)

Und weiter in den Gehölzgarten:

(http://up.picr.de/21939976ir.jpg)

Im Gehölzgarten bastel ich weiter an der Bepflanzung des "Untergeschoßes", das eher bunt zusammengewürfelt aus Stauden und Zwiebelgewächsen besteht, die Halbschatten/Schatten mögen.
Auch ist dort eine sehr feuchte Stelle, die besonders durstige Pflanzen zufrieden stellen kann.

(http://up.picr.de/21937374jj.jpg)

(http://up.picr.de/21939940xt.jpg)

(http://up.picr.de/21939975ah.jpg)

(http://up.picr.de/21939974rx.jpg)

(http://up.picr.de/21940375yz.jpg)

Eine hübsche Convallaria-Sorte fand ich letztens, 'Fernwood's Golden Slippers' und probier sie unter der Haselhecke zwischen Helleborus 'Penny's Pink', Hosta 'Stiletto' und Arum italicum 'Pictum' aus

(http://up.picr.de/21939932py.jpg)

Ein weiterer Neuzugang ist Polygonatum cirrhifolium - hoffentlich ist er weniger/nicht anfällig für die Salomonssiegel-Blattwespe  :P

(http://up.picr.de/21939971dx.jpg)

Saruma henryi sät sich aus, unten rechts am Bildrand das herzförmige Blättchen, letztes Jahr neu gesetzt - eine Pflanze, die ich nur wegen der Haptik gekauft und gepflanzt habe, die Blätter sind weich wie Samt!!  :D

(http://up.picr.de/21937373bz.jpg)

Gleich gehts weiter in die Wiese  :)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Mai 2015, 18:20:22
Dieses Jahr sieht die Wiese wieder anders aus als letztes Jahr um dieses Zeit.

(http://up.picr.de/21940112yg.jpg)

Es gibt Wiesenbocksbart-Inseln

(http://up.picr.de/21940114bm.jpg)

(http://up.picr.de/21940109cy.jpg)

(http://up.picr.de/21939941jg.jpg)

Und Wiesenkerbel-Inseln

(http://up.picr.de/21939955nk.jpg)

Wiesenpippau ist dieses Jahr viel weniger vorhanden.
Für mich erfreulich ist die sehr üppige Ausbreitung von Klappertopf, Rhinanthus alectorolophus, ein Halbparasit, der an Gräsern schmarotzt.
Auf einigen bildern kann man sehen, daß dichte Klappertopf-Flächen regelrechte "Senken" in der Wiesenvegetation nach sich ziehen, wo die Gräser niedriger bleiben.

(http://up.picr.de/21940101kv.jpg)

(http://up.picr.de/21940099kw.jpg)

(http://up.picr.de/21940105uf.jpg)

(http://up.picr.de/21940113re.jpg)

Und irgendwie können Massen an Löwenzahn-Samenständen auch sehr dekorativ sein  ;D

Und ein Ackerwachtelweizen, ebenfalls ein Halbparasit auf Gräsern, fängt bereits an, sich zu färben

(http://up.picr.de/21940103wg.jpg)

Salvia pratensis fängt an zu blühen, er hält sich, hat sich aber noch nicht weiter ausgesät

(http://up.picr.de/21940108os.jpg)

Ich stellte erfreut fest, dass die Kuckuckslichtnelke sich an anderer Stelle vermehrt hat

(http://up.picr.de/21940131db.jpg)

Im Schotterrasen der Einfahrt zum Garten vermehrt sich wiederum die sehr dekorative Silene nutans

(http://up.picr.de/21940124yw.jpg)

Über eine Vermehrung dieser Kandidaten würd ich mich noch viel mehr freuen, Orchis mascula, Gymnadenia conopsea, Himantoglossum hircinum

(http://up.picr.de/21936917gk.jpg)

(http://up.picr.de/21936912dv.jpg)

(http://up.picr.de/21939954uu.jpg)

Hesperis matronalis ist erstaunlicherweise wieder aufgetaucht, nachdem ein gezielter Aussäversuch vorletztes Jahr nur eine mickernde Pflanze hervorbrachte und letztes Jahr augenscheinlich keine Pflanzen mehr in der Wiese vorhanden waren

(http://up.picr.de/21940121yt.jpg)

Neben einheimischen Wiesenpflanzen experimentier ich aber auch mit Pflanzen aus anderen Regionen, die aber ebenfalls wiesentauglich sein können.
Allium 'Globemaster' bleibt an der Stelle leider zu niedrig, kann sich aber in der Wiese halten.
Onopordum acanthium, als Sämling letztes Jahr gepflanzt, will blühen, ein neugepflanzter Sämling steht dahinter - interessant wird, ob sie sich aussäen können

(http://up.picr.de/21939943sw.jpg)

Bei den Dichternarzissen ist es eine Gratwanderung, ob das Gras niedrig genug bleibt, daß man die Blüten gut sehen kann, sie scheinen sich aber wohl zu fühlen

(http://up.picr.de/21939939sk.jpg)

Gladiolus communis ssp. byzanthinus schlägt sich erstaunlich tapfer, leider sind auch deren Blüten nicht hoch genug - ich muss mal gezielt Klappertopfsamen an dem Hang ausbringen, um das Gras da klein zu kriegen!

(http://up.picr.de/21940107po.jpg)

Bleibt noch abschließend der Eibenhain.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Mai 2015, 18:34:17
Der Mai ist der schönste Zeitpunkt im Eibenhain, wirds dann im Sommer trocken, kann er auch etwas gerupft aussehen im Juli-August

(http://up.picr.de/21939771ah.jpg)

(http://up.picr.de/21939770vg.jpg)

(http://up.picr.de/21939774ed.jpg)

Podophyllum 'Spotty Dotty' hat sich seit der Pflanzung vorletztes Jahr sehr gut entwickelt, trägt auch dieses Jahr zum ersten Mal Blüten - unter den Blättern  ;)

(http://up.picr.de/21939769tj.jpg)

(http://up.picr.de/21940122ng.jpg)

(http://up.picr.de/21940120sm.jpg)

Und die Epimedium 'Amber Queen' begeistert mich wirklich sehr

(http://up.picr.de/21939775nv.jpg)

Versuchsweise hab ich noch Aralia cordata 'Sun King' gepflanzt

(http://up.picr.de/21940119ay.jpg)

Und Eomecon chionantha rechts, immerhin blühend gekauft, die sollen ja manchmal blühfaul sein und Begonia grandis ssp. evansiana 'Alba', links, eins von mehreren Teilstücken aus einem Topf  ;D

(http://up.picr.de/21940123tk.jpg)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 17. Mai 2015, 20:21:58
Irgendwie fehlt mir der Bambus in Deinem Hof. Aber es ist von den Fotos her eh schwierig einzuschätzen. Sie geben nie das Raumgefühl wieder, was man an der Stelle hat. :-\ Zeig mal wieder Fotos, wenn der Wilde Wein grün ist.
Deine Wiese ist ein Traum! Toll, so was im eigenen Park zu haben. Auf den gemähten Wegen möchte ich jetzt gern entlang spazieren...Auch den Gehölzgarten finde ich gelungen.
Deinen Eibenhain mag ich sehr, aber mich stören da die bunten Heucheras, Spotty Dotty und ähnliche Exoten. Die Helleboren im Efeu zusammen mit anderen bodendeckenden Waldbewohnern fände ich ausreichend und stimmig.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Mai 2015, 23:01:22
Hallo cydora,

hier nochmal der direkte Vergleich, Ende Mai 2014 und Mitte Mai 2015:

(http://up.picr.de/18660747th.jpg)

(http://up.picr.de/21939776mz.jpg)



(http://up.picr.de/18660750ay.jpg)

(http://up.picr.de/21940329eg.jpg)


Dein Einwand zum Eibenhain ist spannend - ursprünglich dachte ich mir den Raum leer und meditativ, auch weil er sich ja auf die gegenüber liegende Kapelle und den Friedhof bezieht, die 8 Eiben im strengen Raster und Efeu als Bodendecker.
Aber die Pflanzenleidenschaft warf diese Idee schnell über Bord und ich legte mir zurecht, daß zu so einer künstlichen Inszenierung von "Wald" und ebenfalls dem Thema "Tod", Buntheit und Lebendigkeit doch eigentlich sehr gut als Kontrast passen.


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 17. Mai 2015, 23:13:32
Ja, ganz klar, der Bambus fehlt mir, weil ich das Üppige, Überbordende mag. Er macht den Sitzplatz dort zu einer lauschigen, kuscheligen, versteckten Ecke :D Aber ich bin nicht das Maß ;)
Zeig die Ecke noch mal, wenn der Wein ausgetrieben hat und alles begrünt. (was aber vermutlich nichts an meiner Meinung/meinem Empfinden ändern wird)

Was Deinen Eibenhain betrifft, so kann ich das natürlich auch sehr gut verstehen, dass Du da der Pflanzenleidenschaft verfallen bist und gepflanzt hast...Würde mir wohl nicht anders ergehen - bei den vielen Pflanzenversuchungen, die es gibt...
Und trotzdem: gestalterisch fände ich eine Reduktion besser. Die Pilze sind ja auch schon Kontrast. (Und als Außenstehende kann ich das jetzt ganz leicht sagen ;) ;D)
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Mai 2015, 08:51:08
 ;D
Meinungen und Eindrücke anderer interessieren mich immer, da aus einer anderen Perspektive drauf geschaut wird, das kann erhellend, bestätigend aber auch befruchtend sein :)


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marygold am 18. Mai 2015, 08:59:31
Mir gefällt dieser lauschige Innenhof gut, egal aus welcher Perspektive.

Und dort wo der Bambus stand, hast du schon wieder eingepflanzt?
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Mai 2015, 09:12:03
Ja, vor allem Farne, Polystichum vestitum, Coniogramme japonica, Hypolepis millefolium, Athyrium niponicum 'Purple Garden', Lygodium japonicum.
Und eben 2 Meconopsis betonicifolia  ;D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Moira am 18. Mai 2015, 09:22:40
Ich kann gut verstehen, dass Du jeden Sonnenstrahl in dem eher schattigen Innenhof verteidigst. ;)

In nur einem Jahr scheinen dort ja eine ganze Menge Algen auf den Fliesen gewachsen zu sein, auch die haben weniger Lachen, wenn es dort heller ist.

Die Bepflanzung des Hofes finde ich so schön, mein nächster Blick würde sich auf das Haus richten - die Fensterläden und Türen. Eine freundliche helle Farbe könnte den Hof weiter aufhellen.

Insgesamt hast Du einen tollen Garten, gerade die großen ruhigen Grasflächen tun viel für den Parkeindruck.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Violatricolor am 18. Mai 2015, 09:42:57
Es ist doch immer ein spannendes Erlebnis, in anderer Leute Garten zu schauen. Dieser hier ist so abwechslungsreich und lebendig - man kommt in Deine Welt.
Sehr ansprechend sind für mich schon die schönen Töpfe à la Witwe Bolte, so Sauerkrauttöpfe. ;) Sie geben einen schönen Farbklecks und bleiben trotzdem dezent.
Dann kommt Dein Podophyllum 'Spotty Dotty' im Efeugrund sehr schön zur Geltung.
Schön erfrischend muss es bei Dir sein bei hohen sommerlichen Temperaturen.
Alles in allem - elegant und trotzdem natürlich, so sieht das für mich aus.
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: zwerggarten am 18. Mai 2015, 12:51:08
stimmt, witwe bolte auf bzw. nach einem asien-trip! ;D nur in welche schublade ordnen wir diesen (französelnden?) metallgittermöbelzierrat ein? ;)

ansonsten fehlt mir da auch etwas hohes, filigranes, bambusiges und mir sticht immerzu dieser bambuskübelabdruck an der wand ins auge, den hätte ich gleich mit irgendwas kaschiert/abgepflanzt... notfalls mit witwe boltes größtem sauerkrauttopf! ;D
Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Mai 2015, 13:04:39
@Violatricolor:
Danke  :D

@Moira:
Ach, verteidigen würd ich das nicht nennen - mir war ja eher gar nicht bewusst, dass an der Stelle hinter dem Brunnen überhaupt ein bisschen Sonne hinkommt, da diese bisher immer nur die Krone des Bambus beschien und nicht bis zum Boden kam  ;D
Aber die Offenheit nach dem Bambus gefällt mir, letztes Jahr hatte ich schon an der gegenüberliegenden Wand neben dem Schieferwaschbecken mit der Hostasammlung einen Trog mit einer Chamaecyparis pisifera 'Filifera Aurea' (Jugendsünde  ;D ) entfernt und festgestellt, dass mehr Platz dem Hof gut tut.

Insgesamt mag ich diesen speziellen schattigen Bereich, ansonsten hab ich meist entweder nur Sonne oder der Schatten ist mit Sommertrockenheit und Wurzeldruck.
Nur im Gartenhof ist die Feuchtigkeit des Bodens sehr gleichmäßig ohne staunass zu sein, es gibt kaum Wurzelkonkurrenz und dazu ist auch noch die Luftfeuchtigkeit etwas höher, da windgeschützt.
Der Algenbewuchs auf den Steinplatten stört mich nicht so sehr, ist eben nicht zu vermeiden an der Stelle.

Die Erneuerung der oberen Fensterläden und der "Winterschutztür" stehen schon auf der Agenda  ;)


Ich hab ja schon auf eine Anmerkung zu den jugendstiligen Möbeln gewartet  ;D  ;D  ;D
Die spiegeln doch wunderbar die Zeit wider, in der der große Japan-Hype anfing, außerdem ist die französische Grenze nur 5km weg  ;)


Wenn Pteris wallichiana den Winter überstanden hat, werde ich noch ein Teilstück davon neben den Coniogramme setzen, der geht ordentlich in die Höhe.
Vom Coniogramme erhoffe ich mir auch, daß er an der feuchteren Stelle üppiger und höher wird als im Farnbeet unter dem Haselstrauch.
Jetzt muss ein Bambusfarn statt eines Bambus ausreichen  ;D


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Titel: Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: zwerggarten am 18. Mai 2015, 16:24:12
ich drücke alle vier daumen! ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Juni 2015, 21:20:41
Ein kleines Update von Anfang bis Mitte Juni  :)

Ich habe festgestellt, daß ich noch nie Fotos vom Vorgarten gezeigt habe.
Gut es gibt dort ebensowenig durchgeplante bunte Blumenrabatten zu sehen wie im Obstwiesengarten, aber der "Fugengarten" im Pflaster, der sich aus Initial-Ansaaten und wenigen Pflanzungen selbst so gestaltet hat, ist im Mai und Juni immer am schönsten:

(http://up.picr.de/22287737mp.jpg)


(http://up.picr.de/22287736ce.jpg)

(http://up.picr.de/22287735ox.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sternrenette am 23. Juni 2015, 21:33:11
Schön  :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Juni 2015, 21:42:28
Hinterm Haus gehts weiter:

(http://up.picr.de/22287682hy.jpg)

Ja, es ist noch immer sehr "leer"  ;)
Und sonniger, als ich gedacht habe - vorher hat die weit überhängende Fargesia keine Sonne bis zum Boden gelassen.
Ich habe jetzt genau drauf geachtet, hinter dem Brunnen gibt es ein "Sonnenfenster von ungefähr 12:00 bis 14:00 um diese Jahreszeit.
Sobald die Sonne wieder weniger hoch steigt, wird sie dort weniger lang hinscheinen oder wieder gar nicht mehr, mal schaun, wie die jetzt neugepflanzten Farne damit zurecht kommen, sonst muss ich nochmal umpflanzen.

Aber trotz mehr Sonne als gedacht, hat eine der beiden Meconopsis betonicifolia schonmal geblüht - spannende Frage, kommt sie auch noch nächstes Jahr wieder?  ;D

(http://up.picr.de/22287677uh.jpg)

In netter Gesellschaft...

(http://up.picr.de/22287679qp.jpg)


Der Bewuchs der Tuffmauer entwickelt sich weiter, vor allem die vielen Adiantum-pedatum-Sämlinge, ich denke aber mal, das Mehr an Licht tut da einigen Pflanzen ganz gut:

(http://up.picr.de/22287681nj.jpg)

(http://up.picr.de/22287684ev.jpg)

Noch ein bisschen verrückte Teeparty bei Witwe Bolte  ;D

(http://up.picr.de/22287680pq.jpg)


(http://up.picr.de/22290667mv.jpg)


(http://up.picr.de/22290664fu.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Juni 2015, 22:00:46
Auch in Luxemburg war es im Mai und Anfang Juni zu trocken, glücklicherweise gab es ab und an Gewitterschauer, leider meist nicht lang genug...

Aber durch den schweren Lehm hat sich alles ganz gut gehalten, sogar das vor einem Monat Neugepflanzte, das außer einmal Angießen dann kein zusätzliches Wasser mehr bekam.
Natürlich steht die Wiese in üppigem Grün:

(http://up.picr.de/22336538ma.jpg)


Aber auch der Gehölzgarten sieht ganz ordentlich aus:

(http://up.picr.de/22287690rp.jpg)

(http://up.picr.de/22287689zd.jpg)

(http://up.picr.de/22287686im.jpg)


Auch die Farne in der Ruine:

(http://up.picr.de/22287691wt.jpg)

Nur die beiden Phyllostachys, ebenfalls in der Ruine, gegenüber den Farnen, haben dieses Jahr recht deutlich gezeigt, daß es ihnen zu trocken ist in diesem "Riesenkübel" - der Betonfußboden der Ruine ist ja noch intakt und ist die Rhizomsperre für die beiden Bambus.
Ich wollte es eigentlich drauf ankommen lassen, wenn der Bambus es nicht schafft alleine, schafft er es eben nicht - habs dann aber doch nicht übers Herz gebracht und einmal durchdringend gegossen, bleibt abzuwarten, wie das da weiter geht:

(http://up.picr.de/22287729no.jpg)


Im Panoptikum nebenan hat jedenfalls der Tetrapanax keine Wasserprobleme, wie es scheint:

(http://up.picr.de/22287732bz.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Juni 2015, 22:25:53
Abschließend noch ein paar Wiesenimpressionen  :)
Ich versuche ja, die Wiese mit einheimischen Wiesenblumen per Saat seit einigen Jahren anzureichern, was inzwischen ganz ordentliche Erfolge zeigt, aber an einer Stelle versuche ich auch nichteinheimische Wiesenpflanzen zu etablieren, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg - Onopordum acanthium buche ich vorläufig als Erfolg, als Sämling letztes Jahr gepflanzt hat sie 2 Mahden überstanden und strebt jetzt zur Blüte auf.
Sicherheitshalber hab ich nochmal einen neuen Sämling nachgepflanzt, keine Ahnung, ob Samen in der Wiese keimen können, das muss die Zeit zeigen:

(http://up.picr.de/22290675sz.jpg)

Sehr erfreut bin ich über eine üppige Verbreitung von Rhinanthus alectorolophus, den ich ja schon zur Blüte gezeigt hatte, inzwischen reifen die Samen und ich hab nochmal eifrig welche in Wiesenbereiche verteilt, wo ich das Gras auch schwächen möchte.
Die Auswirkung der Parasitierung der Gräser kann man besonders an Stellen, an denen Massen an Klappertopf aufgewachsen sind, gut erkennen, dort sind wirklich Dellen in der Höhe des Grases - auf dem Foto war rechts ganz viel Klappertopf, schon welk, und links wenig:

(http://up.picr.de/22287731ob.jpg)

Eine der gepflanzten Himantoglossum hircinum blüht dieses Jahr auch wieder, leider sind von den dreien inzwischen 2 verschwunden, die aber immerhin auch 2x geblüht haben - ich hoffe ja auf Sämlinge, 2 stehen schon nahe dieser Pflanze, aber ob die es dann bis zur Blühstärke schaffen, ist ja in so einer Konkurrenzsituation wie der Wiese fraglich....

(http://up.picr.de/22287727zv.jpg)

Schön ist auch, dass Melampyrum arvense, der Ackerwachtelweizen, sich weiter etabliert (auch da verteile ich weiträumig reifende Samen):

(http://up.picr.de/22290673wz.jpg)

(http://up.picr.de/22290669fr.jpg)

Auch Geranium pratense scheint sich auszubreiten, aber erst vereinzelte Pflanzen blühten schon:

(http://up.picr.de/22290674iw.jpg)

Eine ganz besondere Überraschung war die Entdeckung einer Anacamptis pyramidalis nicht weit von einem Rasenweg in der Wiese  :D :D :D
Da ich keine gepflanzt habe, kann sie sich nur von einem einige Kilometer entfernten Standort in der Umgebung angesät haben und hat es immerhin bis zur Blühstärke geschafft:

(http://up.picr.de/22290666cr.jpg)

Und eigentlich habe ich zwei Wiesen in einer - die Schotterrasensaatmischung auf dem Schotterweg der Garteneinfahrt bietet völlig andere Wiesenblumen auf:

(http://up.picr.de/22290670mg.jpg)

(http://up.picr.de/22290671ty.jpg)

(http://up.picr.de/22290665un.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marcu am 15. Juli 2015, 21:06:58
 8)  Herrlich! Solche Wiesen habe ich als Kind im Sauerland auch kennen gelernt! :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Juli 2015, 13:02:29
Ja, die Wiese, da sie ja einen Großteil der Fläche meines Gartens ausmacht, ist sie auch ein wenig mein Steckenpferd geworden.
Ich hab mir kürzlich ein neues Buch zugelegt, "Making a wildflower meadow" von Pat Lewis, die zusammen mit ihrem Mann unterschiedliche Wiesen im Zuge der Gestaltung ihres Gartens "Sticky Wicket" angelegt hat und dann auch für andere Auftraggeber welche geschaffen hat.
Auch sie empfiehlt eindringlich die Ansiedelung von Rhinanthus, um das Gras zurück zu drängen.
Und regelmäßig Samen von Wiesenblumen nachstreuen.
Das werd ich diesen Herbst auch wieder machen, mir fehlen Blühaspekte im späten Juni/Juli und eine größerflächige Verteilung der Einzelpflanzen, und da die Samen der meisten Wiesenblumen aus eigener Kraft nicht sehr weit kommen, es sei denn, sie haben Windtransporteinrichtungen, muss ich nachhelfen.
Galium verum, Daucus carota, Betonica officinalis, Centaurea jacea, nigra, scabiosa, Buphtalmum salicifolium, Malva alcea hab ich mal als Kandidaten für eine mittlere/späte Blüte mit Fernwirkung zusammengetragen, vielleicht weiß da noch jemand andere Arten?

Etwas Sorge bereitet mir Ackerwinde an einigen Stellen.
Durch die späte Mahd Ende Juli, kann die sich bis zur Blüte entwickeln.
Sie gehört ja schon zur einheimischen Wiesen- und Saumvegetation, aber trotzdem wär mir weniger lieber  :-\
Das Wenige, was ich an Empfehlungen zum Zurückdrängen in Blumenwiesen gefunden habe, war ein früheres Mähen der Bereiche - da eine Firma das bei mir macht und ich die nicht 5 Mal anrücken lassen kann und will, ist das natürlich schwierig umzusetzen.
Komplett früher mähen verbietet sich wegen der Orchideen, deren Samenstände erst jetzt so langsam reif werden.
Ich müsste mit dem Wiesenmäher diese Bereiche dann früher mähen und den ganzen Schnitt selber entsorgen.....mal schauen, vielleicht mach ich das doch nächstes Jahr.

Wie man auf den Fotos sehen kann, ist nur noch die goldene Farbe der reifen Gräsersamenstände zu sehen:

(http://up.picr.de/22577080py.jpg)

(http://up.picr.de/22577079nq.jpg)

Ein bisschen bunte Tupfen wären schon schön......aber das ist bei einer Fettwiese eh schwieriger zu erreichen, wahrscheinlich erst nach und nach mit immer weitergehender Abmagerung.

Da bietet der Schotterrasen auf einer Sand-Schottermischung in der Einfahrt zum Garten eher das Bild, was man sich für Wiesen wünscht:

(http://up.picr.de/22577082nu.jpg)

(http://up.picr.de/22548349pa.jpg)

Der Magerstandort machts möglich  ;D

Und das trotz Trockenheit, die auch im Süden Luxemburgs herrscht.
Es gab zwar immer mal wieder kurze Schauer, aber eben zu kurz.
Somit kommt der Töpferlehm auch so langsam ans Ende seiner Speicherkapazität - vor 3 Wochen mussten wir anfangen zu gießen und beregnen.
Ich fürchte, einige der im Frühjahr nachgepflanzten Cornus sanguinea 'Midwinter Fire' an der oberen Gartengrenze werden es vielleicht nicht schaffen, das ist zu weit für regelmäßiges Giessen....schaun wer mal.

Auch im "Panoptikum" hat der Tetrapanax Schäden, erstaunlicherweise nur an älteren Blättern - vielleicht eine Art "Sonnenbrand" oder Schäden durch Hitze?
Die jüngeren Blätter, wo man solche Schäden eher erwarten würde, sind in tadellosem Zustand:

(http://up.picr.de/22548356xp.jpg)

Gestern habe ich spontan einen Ailanthus altissima 'Purple Dragon' erstanden, den werde ich auch in dem Gartenbereich pflanzen und "Coppicing" mit ihm machen, wie mit der schon gepflanzten Paulownia tomentosa 'Hulsdonk' - eben eine "Garten-Wunderkammer" mit Skurrilitäten ;D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tarokaja am 19. Juli 2015, 13:30:57
Immer wieder toll, bei dir mit zu beobachten, danke!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Salviona am 26. Juli 2015, 23:52:07
Unbeschreiblich schön, diese Wiesen!
Der Vorgarten...versprüht Heiterkeit, Farbe und Witz.
Das Steinstufen Fugen Gewucher...würd ich den ganzen Tag drauf starren wollen. Filigran und mit dem Stein so herrlich symbiotisch.
Umwerfend!

Lg
Salviona
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: realp am 27. Juli 2015, 10:03:37
Hallo Gartenplaner. Ich komme oft an einer grossen Magerwiese vorbei. Scheint eine ehemalige Sanddüne zu sein. Nach 30 Tagen ohne einen Tropfen Wasser und Bruthitze (oft über 30 Grad) gedeihen dort in Massen Wegwarte, wilde Möhre und etwas, dass ich für gelbe Kamille halte. Alles andere kann ich Banause nicht zuordnen. Ist aber eher winzig in weiss und gelb. War das hilfreich ? :-\
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 27. Juli 2015, 12:37:32
@Salviona: danke!  :D
@realp:
danke auch dir für die Mühe!
Wegwarte hat sich dieses Jahr zum ersten Mal aus einem Randbereich mitten in die Wiese ausgesät, allerdings sind mir die Pflanzen dann doch etwas zu wuchtig für größere Bestände in der Wiese und leider ist die wunderschöne blaue Blüte zum Mittag hin  :-\
Wilde Möhre hab ich nur einzelne Pflanzen, da will ich auf jeden Fall "aufrüsten" und noch nachsäen.
Die gelben Kamillen könnten Anthemis tinctoria sein....ein guter Tipp, da haben sich auch einige Pflanzen aus so einer Universalmischung etabliert, die hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, insofern könnte ich die auch noch mal gezielt als Einzelsaatgut ausbringen!

Da ich ja eine bestehende Wiese umbaue, die dazu früher auch noch regelmäßig gedüngt worden war, muss ich mich daran entlang hangeln, welche Pflanzen aus Mischungen gut angegangen sind und dann die nochmal gezielt und in größerer Menge einzeln nachsäen.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: realp am 27. Juli 2015, 16:53:35
Keine Mühe, sondern mit Freude. Dein 'Garten' ist voller Phantasie, da macht das Mitlesen immer neugierig, was Du Dir jetzt wieder ausgedacht hast. Und eine Magerwiese ist ja nun eher traumhaft. Da lohnt das Zuwarten.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 14. August 2015, 13:12:22
Wollte hier kurz deponieren, dass ich deinen Garten sehr spannend finde, Gartenplaner.
Und ich warte natürlich auf die Weiterentwicklung. Aber wie es sich für eine Gärtnernde gehört, ich habe Geduld! ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nina am 14. August 2015, 13:18:48
Wegwarte hat sich dieses Jahr zum ersten Mal aus einem Randbereich mitten in die Wiese ausgesät, allerdings sind mir die Pflanzen dann doch etwas zu wuchtig für größere Bestände in der Wiese ...
Die kannst Du auch einfach mal kappen. Sie blühen trotzdem. Bei mir sind auf der Schafsweide ganz viele blaue Tupfen, die sogar an 4cm Stengeln blühen.  ;)

Deine Wiesen sind sehr schön geworden!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. August 2015, 12:51:31
@neo:
vielen Dank!
Tja, die Weiterentwicklung, da wird sich dieses Jahr wahrscheinlich nicht viel tun, vielleicht werd ich im Herbst Obstbäume nachpflanzen, eine der uralten Zwetschgen ist letztes Jahr nicht mehr ausgetrieben, eine zweite hat dieses Jahr nur noch ganz wenige Austriebe, da wirds wohl nächstes Jahr vorbei sein.
Die sind einfach am Ende ihrer Lebenszeit angekommen.
Da bin ich dann immer ein bisschen hin-und-her gerissen, einerseits das alte Raster zu erhalten und mit neuem Leben zu füllen, andererseits die malerischen Skelette stehen lassen als Elemente der Vergänglichkeit und weiterhin Heimstatt für viele Tiere, Wildbienen ziehen abgestorbene Baumpartien meinem Wildbienenhotel mit Holzstücken definitiv vor  :D

Auf jeden Fall sä ich Wiesenblumen nach, und ich schaue, was ich noch an Zwiebeln in der Wiese versenken kann.

@Nina:
Ja, daß die Wegwarte auch abgegrast oder abgemäht schnell wieder Blüten schiebt, hab ich letztens bei einem Spaziergang am Rheinufer bemerkt, da werden hier in Düsseldorf Schafe weiden gelassen mit mobilen Zäunen und überall gab es Miniatur-Wegwarten, die blühten.
Das ist vielleicht keine schlechte Idee, wenn sie sich in der Wiese weiter ausbreiten sollten, die Farbe ist schon klasse, auch wenn Mittags das Schauspiel meist vorbei ist.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 31. August 2015, 22:34:45
Die Trockenheit, die bei mir gottseidank nicht ganz so ausgeprägt war wie in manchen Gegenden Deutschlands, hat der Garten ganz ordentlich überstanden, wenn auch dieses Jahr dadurch nicht so richtig üppiges Wachstum stattfand.

(http://up.picr.de/22972355xe.jpg)

Allerdings entwickeln sich die Sämlinge eines älteren Adiantum pedatum (links hinter der Mauer, neben der Hosta im großen Topf zu sehen), die ich schon mehrafach gezeigt habe in einem Maße, daß ich inzwischen immer wieder welche rauszupfen muss, damit sie extra gepflanzte Farne und andere Pflänzchen nicht überwuchern.

(http://up.picr.de/22972356rk.jpg)

(http://up.picr.de/22972358mb.jpg)

(http://up.picr.de/22972357ah.jpg)

Alles Neugepflanzte im Gartenhof hinter dem Brunnen hat überlebt oder ist sogar unerwartet gut gewachsen - wie der Lygodium japonicum.

(http://up.picr.de/22972363el.jpg)

Bleibt natürlich abzuwarten, wie er den/die Winter übersteht....
Hier mal ein Überblick über den ehemaligen Bambusstandort.

(http://up.picr.de/22972370ja.jpg)

Erstaunt hat mich auch, dass eine der beiden gepflanzten Meconopsis betonicifolia, die dieses Jahr schon geblüht hat und danach sehr welk aussah, doch wieder Blätter getrieben hat.
Die Samen (falls sich welche entwickelt haben) lasse ich auch mal dort ausfallen, die hohe Luftfeuchtigkeit und Windstille des Gartenhofes scheinen gar keine so schlechten Standortbedingungen zu sein.

(http://up.picr.de/22972365js.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 31. August 2015, 22:44:45
Der obligatorische Blick von der Terrasse:

(http://up.picr.de/22972379ay.jpg)

Und die wieder etwas restaurierten "Wächter" der Terrasse (auf dem oberen Bild sieht man sie am rechten und linken Rand):

(http://up.picr.de/22972380dm.jpg)

(http://up.picr.de/22972381gb.jpg)

Da ich die beiden bei der Erweiterung der Terrasse entfernen werde, hatte ich sie etwas vernachlässigt....

Weiter zum Gehölzgarten:

(http://up.picr.de/22972383ti.jpg)

(http://up.picr.de/22972306dz.jpg)

(http://up.picr.de/22972308kg.jpg)

Und ein Blick entlang der Querachse des Gartens am oberen Ende des Gehölzgartens, jetzt mit frisch gemähter Wiese:

(http://up.picr.de/22972305rp.jpg)

Und noch ein Blick von der anderen Gartenseite, von der steinernen "Buchbank" aus, ich glaube, der letzten Herbst umgepflanzte Cornus controversa 'Candlelight/Aurea' wird, wenn mal etwas größer, die erwartete Wirkung vor dem dunklen Hintergrund des Gehölzgartens entfalten:

(http://up.picr.de/22972310ka.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 31. August 2015, 23:09:09
Der Eibenhain ist auch ganz ordentlich durch die Trockenheit gekommen, sieht aber momentan recht unspektakulär "grün in grün" aus - nur die letztes Jahr gepflanzte Convallaria-Sorte 'Green Tapestry' fiel mir besonders positiv auf:

(http://up.picr.de/22972325wf.jpg)

Eine weitere besondere Pflanze und ein großes Experiment, welches ich eigentlich schon zu Anfang zum Scheitern verurteilt sah - Fascicularia bicolor in der Trockenmauer.
Ich konnte mich im Frühjahr in Holland nicht zurückhalten, packte sie in die Steinfuge und dann kam die Trockenheit und ich dachte, ok, das wars dann.
Aber es scheint ihr gar nicht so schlecht zu gehen....aber erstmal den Winter abwarten  ;D

(http://up.picr.de/22972330au.jpg)

Im "Panoptikum" gab es eher Hitze- denn Trockenschäden, der Tetrapanax hatte vor allem Schäden an den unteren Blätter in der Art, wie auf dem Foto sichtbar, ich denke, wegen zu starker Hitzestrahlung durch den schwarzen Basalt.
Trotzdem hat er auch dieses Jahr wieder an Masse und Höhe zugelegt - der Stamm ist schon richtig ordentlich vom Durchmesser her.
Völlig einpacken kann ich diese Stammhöhe jedenfalls nicht mehr, wie letzten Winter ja schon.
Mal schaun, je nachdem wie kalt der Winter wird, ob und wann da was runterfriert.

(http://up.picr.de/22972332oa.jpg)

Die letztes Jahr neu gepflanzte Paulownia tomentosa 'Hulsdonk' (links) ist gut angewachsen.
Ich werde sie regelmäßig bis zum Boden runterschneiden, "coppicing" nennt man das, wieder mal eine englische Mode, damit sie riesige Blätter an den dann erscheinenden Neutrieben ausbildet.
Die Decaisnea im Hintergrund werde ich durch einen Ailanthus altissima 'Purple Dragon' ersetzen, mit dem ich Gleiches plane.
Und der Hibiscus moscheutos hat nach einer kräftigen Blaukorngabe sich auch dieses Jahr wieder zu mehr Höhe und sogar Blüten aufgerafft  :o

(http://up.picr.de/22972327lf.jpg)

Eine durch Zufall entstandene Pflanzung im Panoptikum gefiel mir grad ganz gut:
vorne links eine schwer zähmbare Aster, die ein wildes Gebüsch an weißen Blüten produziert, dann blauer Strandhafer, Ammophilia arenaria, Purpurfenchel, Foeniculum vulgare 'Purpureum', der dort wunderbar wächst und sich fast unkrautartig aussäht....

(http://up.picr.de/22972334dg.jpg)

Zum Schluß noch 2 kleine Impressionen, für die mir ein wunderbar fabulierender Thread hier bei garten-pur die Achtsamkeit und Inspiration mitgab.....

(http://up.picr.de/22972368sq.jpg)

Und der Abschiedsgruß von Pan aus seinem Baumhaus....

(http://up.picr.de/22972309cp.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: riesenweib am 01. September 2015, 12:02:20
ich bin gespannt auf die wirkung der schnaitelei in den nächsten jahren, wenn Blauglocke und Götterbaum an umfang zulegen.

OT
Zitat
ein wunderbar fabulierender Thread
den lese ich gerade nach war ja sehr lange nicht im forum. bin auf seite 12 von 38. wunderwunderbar.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 10. September 2015, 20:20:08
So, gestern kam das Saatgut für die Wiesenblumen an  :D :

Achilea millefolium
Anthemis tinctoria
Betonica officinalis
Buphthalmum salicifolium
Campanula rapunculoides
Centaurea scabiosa
Daucus carota
Galium verum
Lychnis viscaria
Malva alcea
Salvia pratensis
Saponaria officinalis
Scabiosa columbaria
Silene alba

Diese Arten hab ich schlußendlich bestellt, es sind auch wieder einige im Mai blühende Arten dabei, wichtiger waren mir jedoch die eher späten Blüher.
Von einigen Arten hatten sich schon Wenig- bis Einzelexemplare aus Universalmischungen etabliert, da erhoffe ich mir eine Verstärkung durch die jetzt etwas massivere Sameneinbringung, bei anderen Arten wirds wieder ein Abwarten-und-sich überraschen-lassen, ob was kommt und wieviel.
Dieses Jahr könnte vielleicht ganz gut für die Aussaat sein, da durch die Trockenheit die Wiese darbte und nach der Mahd wirklich sehr struppig war, man viele offene Bodenstellen sehen konnte.
In denen die Blumensamen gute Keimbedingungen vorfinden können.
Aber man muss erstmal meist 2 Jahre warten, so lange brauchen viele Wiesenblumen, bis sie zum ersten Mal blühen.

Schnelleren Erfolg bringen da 1400 Crocus tommasinianus, die ich vorgestern kaufte  ;D
Eigentlich müsste ich noch viel mehr kaufen, denn die 1200 von vorletztem Jahr füllen nun noch nicht so viel Fläche in der Wiese.....aber das Pflanzen der Knollen braucht wesentlich mehr Zeit und Kraft als das Samenverstreuen  :-\
Obwohl ich schon sehr rationell und effektiv pflanze - Spaten halb einstechen, Scholle aufklappen, je nach Zwiebelgröße 3-5 an die Ecken und auf den Boden des Loches, Scholle wieder zuklappen, etwas antreten, daneben den Spaten wieder einstechen.....und darauf achten, ein möglichst unregelmäßiges Muster zu stechen und somit zu pflanzen.
Bei den "Tommies" hoffe ich ja auch auf reiche Selbstaussaat, die sich bisher so leider bei den Narcissus pseudonarcissus ssp. lobularis noch nicht gezeigt hat...


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gänselieschen am 11. September 2015, 11:24:49
Was für einen Boden hast du auf der Fläche, die diese Wiesenblumen besiedeln sollen? Hast du ausgesucht, was gefällt, oder nach kalkliebenden bzw. Pflanzen für sauren Boden geschaut??

Ist die Fläche vollsonnig?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 11. September 2015, 12:30:27
Ich hab länger recherchiert, was am besten auf meinem Lehm mit PH um 7 mit immer noch mittlerem Nährstoffangebot wächst.
In dem Buch "Blumenwiesen" von Witt/Dittrich gibt es eine gute Aufschlüsselung verschiedener Wiesentypen nach Boden, Feuchtigkeit und Nährstoffgehalt und typischen Gräsern und Blütenpflanzen, die man auf den jeweiligen Typen antrifft.
Meine Wiese entspricht am ehesten dem Glatthafer-Wiesentyp, etwas schwierig macht es mir der Feuchtigkeitsgehalt, der von feucht bis trocken auf der Fläche und nochmal speziell im Laufe der Jahreszeit schwanken kann.
Die Wiesenfläche ist nämlich ein Mosaik aus vollsonnigen, recht trockenen Bereichen, halbsonnig-trockenen Bereichen entlang der Hecke an der Nordostgrenze, halbsonnigen, frischen Bereichen unter den lichten Obstbäumen, einer Stelle, die lange feucht bleibt und halbschattig bis halbsonnig liegt, halbschattig-schattig-frische Bereiche entlang der Cornus-Hecke an der Südwestseite des Gartens und auch vollsonig-frische Bereiche.
In einem verregneten Jahr ist das aber insgesamt zur feuchten Seite hin verschoben, da der Lehm das Wasser sehr gut speichert.
Wie sehr der PH eine Rolle spielt, vermag ich nicht zu sagen - allerdings hatte ich trotz zweimaligem Versuch bisher keinen Erfolg Silene dioica anzusiedeln, die angeblich einen leicht sauren Boden bevorzugt.
Silene viscaria soll auch kalkarme Böden bevorzugen, da probier ichs trotzdem mal.
Ansonsten achte ich schon darauf, daß Aussä-Kandidaten eher kalkhold sind.
Aber ich denke, die Konkurrenz für die Sämlinge durch die vorhandenen Gräser und natürlich die Feuchtigkeit zur Zeit der Keimung und des ersten Wachstums spielen eine weit größere, beeinflussende Rolle.
Deshalb, je mehr offene Bodenstellen, desto mehr Aussicht auf Erfolg erstmal grundsätzlich.
Da Bewässern nicht möglich ist, muss ich da des Regens harren, der kommt - oder eben nicht  :-\

Ich säe diese Arten auch nicht gemischt zusammen aus, sondern versuche schon, so gut wie möglich die Bereiche zu treffen, auf denen sich diese oder jene Arten am wohlsten fühlen könnte - die Campanula rapunculoides zum Beispiel werd ich an den halbschattigen Heckenrändern aussäen, Salvia pratensis auf den vollsonnigen Bereichen, die dieses Jahr regelrecht gedörrt worden sind von Sonne und Trockenheit.

Zu Anfang der Anreicherung der Obstwiese hab ich sogenannte "Universalmischungen" ausgebracht, das sind meist Zusammenstellungen von Wiesenpflanzen, die über ein breiteres Spektrum an Standorten vorkommen können.
Was sich von diesen Mischungen gut etabliert hat, gab mir auch Hinweise, welchen Wiesenttyp ich habe.

Nach den "Blüherfolgen" der letzten 5 Jahre geht es mir inzwischen darum, neben dem ökologischen Aspekt auch die Ästhetik noch weiter zu optimieren.
Die ausgewählten Arten sollen einen zweiten, späteren Blühaspekt bringen, jetzt ist es so, daß die meisten Wiesenblumen ab Mitte Juni ihr gesamtes Pulver verschossen haben und bis Anfang August die Wiese hauptsächlich strohfarben, aber nicht mehr allzu bunt ist.
Insofern hab ich hauptsächlich erst später blühende Arten bestellt.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 12. September 2015, 21:07:29
In dem Buch "Blumenwiesen" von Witt/Dittrich gibt es eine gute Aufschlüsselung verschiedener Wiesentypen nach Boden, Feuchtigkeit und Nährstoffgehalt und typischen Gräsern und Blütenpflanzen, die man auf den jeweiligen Typen antrifft.

Ich danke für diesen Buchtip, der Winter ist ja nicht mehr allzu weit und das Thema ist interessant!

Zitat
Nach den "Blüherfolgen" der letzten 5 Jahre geht es mir inzwischen darum, neben dem ökologischen Aspekt auch die Ästhetik noch weiter zu optimieren.

Also ist auch eine solche Wiese ein Langzeitprojekt (ich geb`s zu, gartenmässig habe ich mein Pulver im Moment ein bisschen verschossen.) ;)
Aber ich werde deine Wiese weiterverfolgen und, da bei dir ähnliche Bodenverhältnisse wie bei mir zu herrschen scheinen, werde ich mit das Eine oder Andere vielleicht abgucken können.

Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. September 2015, 12:59:55
Nun, es ist bei mir eher ein Langzeitprojekt durch die Ausgangsbedingungen:
nährstoffreicher und gut Nährstoffe speichernder Lehmboden, dazu regelmäßige Stickstoffdüngung während der Nutzung als Schafweide, vielleicht auch Nachsaat von kräftig wachsenden Weidegräsern in der Zeit.
Da keine der "Radikalmethoden", wie komplett den Oberboden entfernen und auf dem Unterboden ansäen (was Herr Witt gerne bei Neuanlagen macht) oder ein Unterpflügen der vorhandenen Wiese und eine Neuansaat direkt mit einer Blumenwiesenmischung mit nicht so invasiven, horstig wachsenden, Wiesengräsern und Wiesenblumen, wegen der vorhandenen Obstbäume in Frage kam, musste ich eben gemächlich vorgehen.
Durch die Einmal-Mahd seit 2001 hatte sich bis 2008 die Wiese dann soweit verändert - Quecke ging zurück, der Bewuchs wurde lückiger, es gab kleine, offene Bodenstellen und es tauchten von alleine erste 0815-Wiesenpflanzen auf - daß ich zu dem Zeitpunkt gewisse Erfolgschancen für die Ansaat von Wiesenblumen sah und damit begann.

Es gibt leider wenig Bücher, hab ich den Eindruck, die sich umfassend mit dem Thema Blumenwiesen anlegen auseinandersetzen, 3 Bücher waren mir wirklich eine Hilfe:

"Wiesen" Christopher Lloyd
"Blumenwiesen - Anlage, Pflege, Praxisbeispiele" Reinhard Witt, Bernd Dittrich
"Making a wildflower meadow" Pam Lewis

Letzteres ist etwas anstrengend, da die Autorin immer die englischen "Volksnamen" der Wiesenblumen benutzt anstatt der botanischen Namen, da musste ich eine Weile regelmäßig ein Online-Wörterbuch während dem Lesen bemühen, ehe ich die Namen drauf hatte.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 14. September 2015, 18:02:46
Es gibt leider wenig Bücher, hab ich den Eindruck, die sich umfassend mit dem Thema Blumenwiesen anlegen auseinandersetzen

Entspricht vielleicht auch nicht dem Bedürfnis vieler Gartenbesitzer? In öffentlichen Räumen sind die Wiesen aber durchaus ein bisschen am Kommen, zumindest stellenweise.
Witt/ Dittrich ist übrigens vergriffen aber noch gebraucht erhältlich, ich steige mal damit ein.

Zitat
Letzteres ist etwas anstrengend, da die Autorin immer die englischen "Volksnamen" der Wiesenblumen benutzt anstatt der botanischen Namen

Ich muss schon immer nach den botanischen Namen goggeln...(und wäre manchmal sehr dankbar, man würde auch noch den deutschen Namen dazuschreiben). Ich lasse das Letztere besser weg! ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 04. November 2015, 12:20:08
 Zeit für eine Abschlußrunde durch den Garten  :)
 Die letzten 2 Wochen habe ich noch einiges im Gehölzgarten gepflanzt, den ich staudenmäßig mal etwas "aufgerüstet" habe, aber da wird sich frühestens nächstes Jahr im Frühsommer zeigen, wie es aussieht.
 Hauptsächlich war ich allerdings mit Zwiebelpflanzen beschäftigt, ich hatte zu den schon weiter oben erwähnten 1400 Crocus tommasinianus schlußendlich noch 600 dazu gekauft, um die 2000 voll zu machen, und bei nur 6 Cent die Knolle kann man schon beherzt zugreifen.
 Da fallen dann die 80 Scilla siberica gar nicht mehr so sehr ins Gewicht, die im Gehölzgarten die Lücken im wunderbaren kupfervitriolfarbenen Teppich im Frühjahr etwas auffüllen sollen - ich hatte dort schon vor einigen Jahren welche gepflanzt, die sich auch gut aussäen, aber noch nicht so flächendeckend, wie ich das schön fände.
 Anhand der Fotos vom Frühjahr konnte ich jetzt gezielt in "Löcher" nachpflanzen.
 Ich liebe kräftige Farben im Frühling - mit dem neongelben Laub von Milium effusum 'Aureum' knallt das ordentlich (http://forum.garten-pur.de/file:///C:\Users\Rome\AppData\Local\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image002.gif)
 Auch 30 Corydalis solida 'G.P.Baker', welche ich in einen Teilabschnitt der Cornus sanguinea-Hecke zum Nachbarn gepflanzt habe, damit sie dort verwildern, und 20 Gladiolus palustris, ein Experiment in der Wiese, waren schnell gepflanzt.
 
 Bei den Crocus tommasinianus habe ich an der schon vorletzten Herbst gepflanzten Fläche versucht, "anzudocken" und diese weiträumig zu erweitern, teilweise auch neue Flecken begründet.
 Nur zweimal grub ich vorletztes Jahr gepflanzte Knollen aus, konnte dadurch aber sehen, daß sie fleißig Tochterzwiebeln gebildet hatten und auch schon reichlich bewurzelt waren.
 Bei der Pflanzung kam mir jetzt zugute, daß vor einer Woche die gesamte Wiese das 2. Mal dieses Jahr gemäht worden ist.
 Im niedrigen Gras behalte ich etwas leichter den Überblick, wo ich schon Erdschollen umgeklappt und gepflanzt habe, und wo noch nicht.
 Trotzdem ist es immer schwierig, kein allzu regelmäßig wirkendes Muster bei meiner Pflanzmethode zu schaffen.
 Auch der Übergang von einer dichten Pflanzung nahe beieinander hin zu einem "Auslaufen" ist knifflig, man muss dann abschätzen, für wieviele Pflanzlöcher die restlichen Zwiebeln ungefähr noch ausreichen und rechtzeitig genug damit anfangen, die Löcher nicht mehr dicht an dicht sondern disparater und weiter auseinander zu stechen.
 
 Nach dem Hochnebel brach gegen Mittag an dem Tag, an dem ich die letzten Fotos machte, doch noch etwas die Sonne durch:
 (http://up.picr.de/23550401xw.jpg)

Aber fangen wir im Gartenhof an:

(http://up.picr.de/23550366mi.jpg)

Spannend, wie innerhalb einer Woche Herbstfärbung da - oder schon wieder weg sein kann, zum Verschwinden später mehr:

(http://up.picr.de/23550411jp.jpg)

(http://up.picr.de/23550407ro.jpg)

(http://up.picr.de/23550365lu.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 04. November 2015, 12:38:12
Natürlich spielte Herbstfärbung jetzt an vielen Stellen eine Rolle, auch wenn ich gar nicht so bewußt Herbstfärber ausgesucht und gepflanzt habe:

(http://up.picr.de/23550372jn.jpg)

(http://up.picr.de/23550376ad.jpg)

(http://up.picr.de/23550383qz.jpg)

(http://up.picr.de/23550344bq.jpg)

Dieses Jahr besonders auffällig (oder vielleicht war ich nur zum richtigen Zeitpunkt da), war die Cornus alba 'Sibirica'-Hecke:

(http://up.picr.de/23550356oh.jpg)

(http://up.picr.de/23550357rz.jpg)

(http://up.picr.de/23550350nv.jpg)

(http://up.picr.de/23550355en.jpg)

Allerdings war es nur ein kurzes Vergnügen, ein paar Tage später war das Laub komplett unten:

(http://up.picr.de/23550400nv.jpg)

(http://up.picr.de/23550402ej.jpg)

Schlußendlich noch ein paar letzte Blüten:

(http://up.picr.de/23550391zc.jpg)

(http://up.picr.de/23550373dc.jpg)

(http://up.picr.de/23550370gy.jpg)

(http://up.picr.de/23606398ru.jpg)

(http://up.picr.de/23550392pg.jpg)

(http://up.picr.de/23550397wf.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 05. November 2015, 18:23:20
Das Bild mit der Cornus sibirica Hecke ist sehr stimmungsvoll. :D Die Hecke wirkt ziemlich breit, Ausläufer?
(Habe auch einen Cornus sibirica beim Zugang zum Haus, für ein bisschen Feuer im Winter, der macht keine Ausläufer.)
Und die fast surreal anmutenden Bäume sind alte Obstbäume oder was anderes?
Und du hast Recht, plötzlich geht es ganz schnell und das Laub kommt fast von einem Tag auf den anderen runter, leider... :-\
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 05. November 2015, 20:05:09
Die Hecke wächst frei seit 4 Jahren, keine Ausläufer.
Nur auf dem Boden aufliegende Äste können mal Wurzeln schlagen, aber das ist nur sehr vereinzelt bis jetzt der Fall gewesen.
Die Wuchsform ist breiter als bei Cornus sanguinea und Sorten.
Ich müsste aber wohl nächstes Jahr die ganzen 2 Reihen auf den Stock setzen, damit viele Neutriebe wieder die kräftige rote Farbe der Rinde zeigen, auch wenn die älteren Triebe auch noch recht bunt sind.

Tja, die Bäume sind Obstbäume, viele Pflaumen und Zwetschgen, die leider alle am Ende ihres natürlichen Lebens sind, einige Apfelbäume, die zwar auch ramponiert aussehen, aber immer wieder noch kraftvoll neu austreiben.
Eine Zwetschge ist vor 2 Jahren einfach gar nicht mehr ausgetrieben, von einer anderen ist vor ein paar Wochen die eine Hälfte der Krone abgebrochen.
Ich bin immer hin- und hergerissen zwischen noch eine Weile stehen lassen für alle möglichen Viecher, die von Altholz profitieren - und schnellstmöglichst durch neue Obstbäume ersetzen, damit die schnell groß werden und die Lücken füllen.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Cryptomeria am 05. November 2015, 21:11:07
Ich würde die knorrigen, schiefen Altbäume auf jeden Fall stehen lassen, bis sie umfallen. Sie haben das gewisse Etwas und geben dem Garten in diesem Bereich ein spannendes Flair. Lieber an anderer Stelle oder auch dazwischen ( wenns nicht stört ) junge Bäume nachpflanzen, wenn man obst ernten möchte. Aber bis ein heute gepflanzter wieder ( und ob überhaupt ) eine faszinierende Altersstruktur zeigt, dauert es Jahrzehnte. Das  mal ganz  unabhängig vom ökologischen Wert. Ich lasse auch alle Obstbäume stehen, allerdings hat der letzte Sturm dann tatsächlich 5 umgeworfen.

VG wolfgang
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 05. November 2015, 21:58:17
Jaaaa......aber...  :-\

Z.B. zwei Obstbaumreihen bilden eine Art Allee und die Rahmung einer Blickachse.
Die eine Reihe ist schon fast komplett durch Jungbäume ersetzt, auf der anderen Seite stehen der Baum, der nicht mehr austreibt und der Abgebrochene - ich bin "Symmetriker", wenn ich neue Bäume in die Zwischenräume pflanze, macht mich der Anblick der verschobenen Allee kirre.
Auch an anderen Stellen wären Pflanzstellen in den Zwischenräumen völlig aus dem noch gut sichtbaren alten Raster, das ich ganz gern beibehalten würde.

Und von nachgepflanzten Obstbäumen wachsen einige schlecht und krüppelig, andere gut, aber bei denen müsste inzwischen die Krone besser aufgebaut werden....eigentlich hab ich gar kein großes Interesse an Obst, ich möchte halt nur die ehemalige Nutzung und den vielfältigen Lebensraum in einer gewissen Form beibehalten.
Es kommt auch nicht in Frage, andere Bäume anstatt der Obstbäume zu pflanzen, da diese wesentlich größer werden und alle Proportionen sprengen würden...


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Isatis blau am 05. November 2015, 22:15:30
Wenn die neu gepflanzten Bäume gut wachsen, kann man die alten Bäume stehen lassen. Aber alte abgängige Bäume sehen zwar malerisch aus, aber sind meistens krank und sorgen für einen Infektionsdruck.

Ich habe schon mickernde Jungbäume erlebt, die richtig zu wachsen anfingen, nachdem alte Bäume gefällt waren.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 06. November 2015, 15:42:29
Kann sein, daß die Altbäume bei mir die Jungbäume der Zwetschgen negativ beeinflussen, da ich sie genau auf oder neben die alten Pflanzplätze der umgefallenen Altbäume gesetzt habe und sie nicht so gut gewachsen sind wie die gleichzeitig neu gepflanzten Apfelbäume auf neutralen Stellen, aber sie haben sich noch recht zufriedenstellend entwickelt.
Die, die wirklich nervig krüppelig wachsen sind Birnen, die sich auf meinem Boden anscheinend doch nicht so wohl fühlen, wie eine riesige alte (Most?)Birne mich glauben liess.

Aber es stimmt schon, die knorrigen Aspekte möchte ich auch nicht missen  :)

(http://up.picr.de/23627935jx.jpg)

(http://up.picr.de/23627934de.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Cryptomeria am 06. November 2015, 16:19:00
Wenn du eh keinen Wert auf Obst legst, dann kannst du doch auch noch leicht schieben. Fällt dann einer um, pflanzt du an der Stelle einen neuen.

Aber, wenn du über Winter oder längere Zeit recht unzufrieden mit diesem Teil des Gartens bist, dann sich durchgerungen und zur Säge gegriffen und Radikalschnitt. Tatsächlich dürften die jungen Bäume besser wachsen, wenn die alten weg sind, wobei ich nicht weiß, wie es ist, wenn man an der Stelle, wo bereits Obst stand, wieder Obst pflanzt. Da bin ich Laie, manche haben da ihre genauen Prinzipien.

Ich durchdenke so etwas recht lange, aber dann ist auch alles klar.

Und zuletzt: Wenn du tatsächlich noch ökologisch etwas tun willst, kannst du die alten Bäume als Totholz im Garten liegen lassen oder gestalten. Das ist ein reich gedeckter Tisch für eine Vielzahl von Tieren + Pflanzen. Gerade letztens habe ich ein Buch gelesen , Titel: Totholz. Hochspannend!
Vg Wolfgang
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 11. März 2016, 09:03:06
Der erste Besuch in diesem Jahr!

Vom Haus aus gesehen, entwickeln sich schon einige Winteraspekte ganz ordentlich - Salix alba 'Britzensis/Chermesina'-Kopfweiden, der weiße "Schal" aus Schneeglöckchen um den Stammfuß des Feldahorns und davor die "lila" Wiese

(http://up.picr.de/24809004pf.jpg)


Im Gartenhof sind viele Adiantum pedatum-Sämlinge über den Winter grün geblieben  ???

(http://up.picr.de/24808966gt.jpg)

Richtiggehend wintergrüne Farne sind aber auch sehr gut über den Winter gekommen.

(http://up.picr.de/24808972ym.jpg)

Im Bergmolchteich herrschte schon reger Balzbetrieb  ;D

(http://up.picr.de/24835011uw.jpg)

Ich decke ihn immer im Herbst mit Fliegendraht gegen zuviel Laubeintrag ab.
Dadurch ist mir fast jeden Winter das Ceratophyllum demersum eingegangen, wohl wegen zu wenig Licht.
Dabei soll es auch für schattigere Wasserpartien geignet sein.
Jedenfalls hab ich letztes Jahr im Sommer mal ein Sträußlein Elodea reingeworfen, eigentlich in der Erwartung, daß es alles zuwuchert und/oder im Winter an Lichtmangel eingeht - aber beides traf nicht ein.
Vielleicht kommt das Wuchern ja noch  ;D
Jedenfalls bin ich froh, eine Sauerstoffpflanze in der Pfütze zu haben.

Insgesamt ist noch nicht so viel los im Garten, im Gehölzgarten blühen zwar einige Helleborus, die große Frühlingsblüte bringt sich grad erst in Startposition.

(http://up.picr.de/24808992jv.jpg)

Nandina domestica hat es sich nach jahrelangem Nichtfruchten anders überlegt  ???

(http://up.picr.de/24808995oi.jpg)

Natürlich stehen die Schneeglöckchen unter der Cornus-Hecke in Vollblüte, sind aber schwer zu fotografieren.

(http://up.picr.de/24809003kp.jpg)

(http://up.picr.de/24809002ic.jpg)

Eine Pflanze fiel mir besonders auf, weil sie sich extrem kräftig zeigt, nachdem sie letztes Jahr sehr spärlich aufgetaucht war - Doronicum pardalianches, der große hellgrüne Kopfsalat  :D

(http://up.picr.de/24808997wx.jpg)

Einen weiteren "Wucherer" hab ich aus Nettetal mitgebracht, Ranunculus ficaria ssp. chrysocephalus 'Pencarn'  ;D

(http://up.picr.de/24808996va.jpg)




Apropos Schneeglöckchen  :D

(http://up.picr.de/24808974ze.jpg)

rfreulicherweise haben sich die Schneeglöckchen am Feldahorn gut bestockt und weiter ausgebreitet, eine Düngung letztes Jahr im Februar war sehr hilfreich, aber auch, daß ich glücklicherweise Schneeglöckchen aus 3 fertilen Quellen zusammenpflanzen konnte und auch fleißig Sämlinge auftauchen.
Mal 2 Bilder zum Vergleich, März 2015 und März 2016:

(http://up.picr.de/24833877zs.jpg)

(http://up.picr.de/24833875ms.jpg)

Nur vor dem Stammfuß gehts sehr langsam, wenn überhaupt, mit den Galanthus nivalis voran - zu trocken und sonnig im Sommer?

Aus dieser Vermutung heraus habe ich dort jetzt mal 8 Galanthus reginae-olgae ssp. reginae-olgae "dazwischen" gepflanzt, mal schauen, ob und wie das Experiment sich entwickelt  8)

Ein Stück weit hinter dem Feldahorn habe ich letztes Jahr im Frühjahr eine Hamamelis 'Orange Beauty' gepflanzt, die trotz trockenem Sommer gut blüht.

(http://up.picr.de/24808976ba.jpg)

(http://up.picr.de/24808977iq.jpg)

Letztes Jahr nach der Pflanzung hatte ich alle verblühten Blütenstände ausgebrochen, damit der Strauch da keine Energie verschwendet.
Ich hatte mir mehr Fernwirkung erhofft vor dem durch das Ästegewirr recht dunklen Hintergrund.
Aber dafür müsste es wohl doch ein wesentlich helleres Gelb sein - eine Farbe, die ich wiederum nicht besonders mag
Rechts davor steht im Dickicht eine Chaenomeles 'Moerloosei' mit weiß-rosa Blüten, die dieses Jahr auch bald zum ersten Mal blüht, es ist ein Ableger eines alten Strauchs aus dem Hofgarten in Düsseldorf.
Und daneben will ich noch eine Daphne mezereum 'alba' pflanzen



Die Schneeglöckchen an der oberen Gartengrenze vor der Cornus sanguinea 'Midwinter Fire'-Hecke haben sich auch etwas bestockt, aufgrund der Konkurrenzsituation durch die dort recht starke Wiese aber weniger.

(http://up.picr.de/24808980xu.jpg)

Hier will ich die Schneeglöckchenfläche noch nach hinten bis zur anderen Gartengrenze erweitern.

(http://up.picr.de/24835022fk.jpg)


(http://up.picr.de/24835014sq.jpg)

(Übrigens wächst auf der (Most?)Birne, von der man auf dem letzten Bild links den Stamm sieht, diese schon ziemlich alte Mistel, die ich erst letztes Jahr entdeckt habe - und zwar genau über der Bank  ;D - da hätte ich mir die Samenklebeaktion an einem Apfelbaum zu Ansiedelung der Mistel in meinem Garten vor ein paar Jahren sparen können  ;D ;D )

(http://up.picr.de/24835340ki.jpg)


Der Versuch, Crocus tommasinianus in der Wiese auszupflanzen scheint ganz gut zu gelingen.
Nachdem ich vorletzten Herbst 1200 Knöllchen versenkt hatte und erstaunt war, wie wenig Fläche diese Menge in der Wiese schlußendlich bedeckt - und ich auch mit dem Effekt dieses ersten "Fladens" nicht wirklich zufrieden war, hab ich letzten Herbst ja nochmal 2000 hinzugepflanzt.
Leider besteht ein Entwicklungsunterschied zwischen den "Alteingesessenen" vom vorletzten Herbst, die teilweise schon verblühen, während die Neugepflanzten alle noch im "Zahstocherstadium" vorm Aufblühen sind, aber ich konnte bei einem raren Moment Sonnenschein ein Foto machen, wo man auch die neuen einigermaßen erkennen kann

(http://up.picr.de/24808984up.jpg)

Und weiter mit Wiesenbepflanzungen - Leucojum vernum scheint keinen Schaden im Dürresommer letztes Jahr genommen zu haben, ja, wenn ich das richtig gesehen habe, scheinen sogar erste, vereinzelte Sämlingsblättchen aufgetaucht zu sein.

(http://up.picr.de/24835013kp.jpg)


Von weiter unten aus dem Garten, auf einen Blick Cornus sanguinea-Färbung rechts, Salix alba 'Britzensis/Chermesina' mittig mit gerade aufblühenden Kirschpflaumen dahinter, die Schneeglöckchen und Krokus und im Hintergrund , leider noch kaum zu erahnen, die Cornus sanguinea 'Midwinter Fire'-Hecke.

(http://up.picr.de/24808985mv.jpg)

In der Trockenmauer hab ich letzten Herbst einen Auspflanz-Versuch mit Ephedra "major" gemacht.
Nachdem sich das Teil noch im Spätherbst von grasgrün zu bronze verfärbt hatte, möglicherweise wegen Trockenheit und/oder Sonne, hatte ich nicht so wirklich große Hoffnungen.
Die Farbe hats noch immer, aber das sieht fast nach lebenden "Knospen" wie bei den beiden drinnen überwinterten aus.

(http://up.picr.de/24835016lc.jpg)

(http://up.picr.de/24835010ol.jpg)

Auch die Fascicularia bicolor in einer Trockenmauerfuge sieht (noch) ganz ordentlich aus  ;D

(http://up.picr.de/24756165he.jpg)



Im Eibenhain dagegen gabs ne unangenehme Überraschung

(http://up.picr.de/24835021rq.jpg)

Bei fast allen Helleboren sah es so aus

(http://up.picr.de/24835020at.jpg)

Alle Blüten und Knospen weg.
Ich mutmaße, daß es wieder die Haselmaus war.
Die Jahre erlebte ich das bei einem Besuch, daß auf einmal Helleborus-Blüten verschwanden, es war auch während einer kälteren Phase.
Und dann sah ich zufällig die kleine rotbraune Pelzkugel im Eibenhain dahinhuschen und schnell in einem der alten Bewässerungsrohre verschwinden, die für die Eiben bei deren Pflanzung eingebaut worden waren.
Meine These war, daß die Haselmaus sich Polstermaterial von oben holt, als ich dann schnell altes Falllaub vom Feldahorn in der Wiese zusammenfegte und in den Eibenhain brachte, verschwanden danach keine Blüten mehr.
Im Herbst darauf brachte ich dann gleich Falllaub in den Eibenhain und es verschwanden wieder keine Blüten im Frühjahr.
Nur hatte ich das letzten Herbst leider vergessen, zu tun  :P
Naja, so sparen die Helleboren mangels Samenproduktion Kraft für eine hoffentlich üppige Blüte nächstes Jahr....

Immerhin fühlen die Pulmonarias sich dort wohl, eine war schon sehr weit

(http://up.picr.de/24835017bu.jpg)

Aber auch die Pulmonaria longifolia ssp. cevennensis hat sich über das letzte Jahr gut entwickelt

(http://up.picr.de/24835018dh.jpg)

Und Sarcococca humilis blüht und duftet (wobei ich den "Duft" jetzt nicht sooo angenehm finde...)

(http://up.picr.de/24835019ua.jpg)



In der Ruine sehen die Woodwardia unigemmata und fimbriata sehr gut aus, auch der Dryopteris sieboldii dazwischen

(http://up.picr.de/24808990rg.jpg)

Und auch zu beiden Seiten des Cornus alba 'Sibirica'-Hohlwegs, der von der Ruine wieder zum Großen Rasen und der Terrasse führt, blühen Schneeglöckchen

(http://up.picr.de/24808989ie.jpg)


Soviel zum Start ins Gartenjahr

(http://up.picr.de/24808978kg.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Kenobi † am 17. März 2016, 23:40:53
Toll dein Rundgang durch den Garten! Hat mir sehr gefallen, interessant auch die Vorher-Nachher-Bilder.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Weidenkatz am 18. März 2016, 05:55:45
Was für eine schöne großzügige Anlage!! :D Völlig ungewohnt für meinen kleingaertnerischen kleininklein-Blick  ;) ...
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Jule69 am 18. März 2016, 07:37:27
Gartenplaner:
Danke für's Mitnehmen  ;), besonderws beeindruckt hat mich der Cornus alba 'Sibirica'-Hohlweg...Der war mir noch nie so aufgefallen...Schade um die Helli-Blüten, vielleicht helfen Dir die vielen gezeigten Bilder darüber hinweg.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: lord waldemoor am 18. März 2016, 08:23:25
der eibenhain ist schöööön
haselmaus?? schläft doch nochso wie ich
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 18. März 2016, 08:46:54
Um die vielen Schneeglöckchen und sonstigen Frühlingsblüher beneid`ich dich ja ein bisschen, Gartenplaner. ;)
Ansonsten gefällt mir das Schlichte und Naturhafte in deinem Garten gut. :)
Beim Betrachten der Ecke mit `Midwinter Fire`ist mir kurz durch den Kopf geschossen, ob die Hecke allenfalls stärker wirken würde, wenn sie frei stünde, also ohne weitere Gehölze dahinter. (Aber diesbezüglich hast du wahrscheinlich keine Wahl,weil Grundstücksgrenze.)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. März 2016, 09:22:11
@Kenobi:
Danke!
Ja, jedes Jahr Fotos von gleichen Standpunkten aus zu machen kann wirklich zu Aha-Erlebnissen führen, was sich verändert hat, aus der Erinnerung die Schneeglöckchenmenge vom letzten Jahr mit diesem Jahr zu vergleichen und die Veränderung zu erkennen hätt ich nicht hingekriegt.


@Weidenkatz:
Eben dörfliche, dazu noch landwirtschaftlich geprägte Grundstücke  :)
Deswegen brauch ich "Wucherpflanzen", die sich tatkräftig von alleine behaupten und sogar gut ausbreiten können  ;D
Und ich lege eher Wert auf Fern- und Flächenwirkung und nur an wenigen Plätzen auf die Wirkung der einzelnen Pflanze.


@Jule69, lord waldemoor:
Danke, naja, bei den Helleborus konnt ich ja eh nix weiter machen außer noch etwas Laub zu liefern.
Die Haselmaus ist ja wie gesagt eine These, da ich die kleine rote Pelzkugel eben zufällig damals live gesehen habe.
Es war auch so ein Winter/Frühlingsverlauf, wo es erst mild war, dann aber wieder länger kalt wurde - vielleicht war die Haselmaus schon durch die milde Witterung hervor gelockt worden und dachte dann bei Kälteeinbruch, dass sie vielleicht doch nochmal ein Ruheplätzchen und Dämmmaterial dafür bräuchte :-\  :-X
Wenn ich mich recht entsinne hatte lubuli im Helleborenthread letztes Jahr ein Problem mit Mäusen, die die Blüten klauten, das kann natürlich auch sein.
Mir schien nur damals das eingebrachte Falllaub den Schwund der Blüten zu stoppen, was meine These weiter untermauerte.


@neo:
Die Frühlingsblüher sind allerdings das Ergebnis  von ersten wenigen Jahren Arbeit, ich glaub, erst 2010 oder 2011 hab ich damit angefangen, die ersten um den Feldahornstamm zu pflanzen, die unter der Hecke haben sich ja mehr oder weniger von selbst so entwickelt.
Die Crocus tommasinianus sind erst im 2. Jahr im Garten - allerdings hab ich da bei der Menge bei der Pflanzung auch geklotzt, nicht gekleckert  ;D


Was die Cornus sanguinea 'Midwinter Fire'-Hecke angeht - ja, ich hab keinen Einfluss auf den Bewuchs des Bahndamms hinter der Grenze, allerdings kann es auch irgendwann demnächst wieder so sein, dass alles auf den Stock gesetzt wird, die Bahn macht das alle paar Jahre, damit dort keine Bäume heranwachsen können, die bei Sturm eine Gefahr für den Schienenverkehr darstellen.


Ich finde aber, dass der recht dunkle, wenn auch unruhige Hintergrund gar nicht sooo schlecht ist.
Allerdings ist die Wirkung auch sehr abhängig vom Licht - und ich hatte für die Fotos vorletzte Woche leider nur wenig Sonne, heute kann ich vielleicht mehr einfangen.
Einmal leuchten sie schon ziemlich durch den ganzen Garten, wenn die Sonne vormittags direkt drauf scheint und nachmittags gibts dann nochmal einen Moment, wo die Sonne schräg von der Seite hindurch scheint  :D


Mit den Kopfweiden hatte ich vor Jahren, als sie so langsam eine Krone entwickelten,  ein Aha-Erlebnis mit Licht.
Vormittags bis zum Nachmittag scheint die Sonne "von vorne" drauf und bei etwas Wind wirkt nur die weissliche Blattunterseite.
Am späteren Nachmittag scheint die Sonne von links seitlich auf die Weiden und die glänzende Blattoberfläche wirft bei leichtem Wind, der die Blätter bewegt, Lichtreflexe zurück  :D
Gut mit bloßem Auge sichtbar, aber sehr schwer fotografisch einzufangen  :-\


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. März 2016, 18:48:41
Hinterhergeschoben die "Nachblüte" der letztjährig gepflanzten "Tommies":

(http://up.picr.de/24947454pa.jpg)

(http://up.picr.de/24947473ay.jpg)

Und schon stehen die Narcissus pseudonarcissus ssp. lobularis in den Startlöchern!

(http://up.picr.de/24947423ib.jpg)

(http://up.picr.de/24947424sp.jpg)


Hinter dem "Schneeglöckchenschal" um den großen alten Feldahorn habe ich letztes Jahr angefangen, das Dickicht aus Kirschpflaumenausläufer, Weißdorn, Feldahornsämlingen, Ligustersämlingen usw. etwas zu "bereichern".

(http://up.picr.de/24955175rq.jpg)

Die Hamamelis 'Orange Beauty' habe ich dort gepflanzt, dann den Ableger der Chaenomeles speciosa 'Moerloosei' aus dem Düsseldorfer Hofgarten, einen Ableger eines blau blühenden Flieders und eine xChitalpa tashkentensis.
Jetzt habe ich endlich auch noch eine Daphne mezereum 'alba' ergattert, die auch dahin soll.

Leider auf dem Bild eigentlich nicht zu erkennen, die Chaenomeles speciosa 'Moerloosei', auch die Knospen waren leider noch nicht offen  :-\

(http://up.picr.de/24962087te.jpg)

(http://up.picr.de/24962089ri.jpg)

Dafür ist die Daphne mezereum 'alba' schon ein so propperes, ordentliches Pflänzchen bei Lieferung, daß es gut zu sehen ist - zumindest noch hier im Gartenhof  ;D

(http://up.picr.de/24961843lr.jpg)

Hoffentlich ists ihm an der vorgesehenen Stelle im Sommer nicht zu trocken....die Hamamelis hat sich jedenfalls letztes Jahr in dem trockenen Sommer gut geschlagen.

Zum Abschluß noch etwas, worüber ich mich sehr gefreut habe, ich habe ja schon in den letzten Jahren einigermaßen Erfolg mit einheimischen Wiesenorchideen in der Obstwiese gehabt, letztes Jahr habe ich nun noch Orchis purpurea erworben und im Sommer gepflanzt - und sie treiben!
Die erste Hürde im Überlebenskampf ist also schonmal geschafft...

(http://up.picr.de/24910777ng.jpg)

(http://up.picr.de/24910776gv.jpg)

Eine noch viel größere Überraschung war die Entdeckung eines Himantoglossum hircinum-Sämlings, dutzende Meter von den drei bzw. inzwischen leider nur noch 2 Mutterpflanzen entfernt.
Laut Fachmann ist der Sämling wohl so 3 Jahre alt, er wäre demnach aus der ersten Blüte der Himantoglossum bei mir in der Wiese 2013 hervorgegangen

(http://up.picr.de/24910780vc.jpg)

Anscheinend entwickle ich die Wiese mit meinem Pflegesystem in die richtige Richtung.

Schlußendlich ein letzter Wiesenaspekt - Huflattich im Schotterrasen der Einfahrt zum Garten - das "Filigree" der Blüte ist mir noch nie so aufgefallen  :D

(http://up.picr.de/24961844nt.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Kernobst am 04. April 2016, 22:03:30
Traumhaft schön, du könntest glatt Führungen anbieten und Eintritt verlangen!

LG, Kernobst
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Juni 2016, 21:59:44
Irgendwie bin ich im Mai gar nicht dazu gekommen, Bilder hier zu zeigen....dann gibts jetzt eine Zusammenfassung und Vergleiche, wie sich Vegetation in einem Monat doch entwickeln kann.


Aber erstmal der traditionelle Startpunkt  ;)

(http://up.picr.de/25910198cj.jpg)


(http://up.picr.de/25883523lf.jpg)


(http://up.picr.de/25707192zj.jpg)


(http://up.picr.de/25911259yo.jpg)


Und tauchen wir gleich in die Wiese ein:


(http://up.picr.de/25883524vr.jpg)


(http://up.picr.de/25740716ox.jpg)


(http://up.picr.de/25883529rt.jpg)


(http://up.picr.de/25883531hj.jpg)


Eine neu gepflanzte Anacmaptis pyramidalis  :D


(http://up.picr.de/25883530ik.jpg)


Und zwei neu gepflanzte Orchis purpurea  :D :D


(http://up.picr.de/25707207gq.jpg)


(http://up.picr.de/25707222pd.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Juni 2016, 22:22:04
Und nun die Vergleiche.
Der kleine Hang zum Erdplateau hoch, an der Ecke der Trockenmauer, Ende März, Anfang April kann man da so grad erahnen, dass was spriesst - ich hatte nochmal Allium nachgepflanzt, 'Gladiator' und 'Forelock', Gladiolus communis ssp. byzantinus steht dort schon ein paar Jahre, schien mir aber dieses Jahr üppiger auszutreiben:


(http://up.picr.de/25911558xn.jpg)


Jedenfalls sah es dann Ende Mai so aus:


(http://up.picr.de/25911626kf.jpg)


'Forelock' hab ich leider nicht mehr blühend erwischt.


Auch eine interessante "Entwicklungsfläche" ist der Bereich um den Feldahornfuß.
Letztes Jahr hab ich dort versuchsweise die Wiese komplett entfernt, direkt danach mit mit dem Rasenmäher geschredderten Feldahornlaub gemulcht, welches ich vom Herbst davor über hatte.
Und Samen ausgestreut.
Im Frühjahr stehen dort viele Schneeglöckchen und Chionodoxa luciliae, Tulipa sylvestris, seit vorletztem Herbst auch Tulipa sprengeri, und natürlich ganz viele Cyclamen hederifolium.


Anfang Mai, mit abblühenden Tulipa sylvestris.
Und Godzilla-Lunaria annua durch die Düngung für die Schneeglöckchen


(http://up.picr.de/25413359nb.jpg)


Und der gleiche Bereich Anfang Juni


(http://up.picr.de/25883519no.jpg)


Das hat mich natürlich besonders gefreut, 3 blühten, 3 weitere waren nur mit Laub da


(http://up.picr.de/25707213ts.jpg)


(http://up.picr.de/25707212na.jpg)


Wahrscheinlich funktionier Lunaria annua dort nicht, da sie zu massig werden, den Cyclamen im August zuviel Licht nehmen und sie zu sehr verdecken, ich werde wohl die meisten jäten müssen.
Aber als Bodenbedecker und dadurch Unkrautunterdrücker waren sie bis jetzt recht nützlich.
Trotzdem musste ich immer wieder viele, viele Knoblauchraukensämlinge jäten, die sich darüber freuten, daß auf einmal mehr Licht und keine Graskonkurrenz mehr da war.
Als hoffentlich verträgliches Gras habe ich ein paar Melica uniflora 'albiflora' gepflanzt, ein Horst hat sogar schon ordentlich geblüht, war aber fast unmöglich, zu fotografieren


(http://up.picr.de/25883520jb.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Juni 2016, 23:03:24
Zum Abschluß noch ein paar Einblicke, die Trockenmauer beginnt zu blühen


(http://up.picr.de/25883525cy.jpg)


Und die schon recht üppigen Kugeln der frisch im März "geköpften" Kopfweiden


(http://up.picr.de/25883521nb.jpg)


(http://up.picr.de/25883522zv.jpg)


So sahen sie Ende März aus  ;D


(http://up.picr.de/24961845bm.jpg)


Im Panoptikum entwickelt sich ein absolutes "Kuddelmuddelbeet" irgendwie ....spannend - Magnolia grandiflora, rotblättriger Fenchel, Pestwurz, Strandhafer, Goldfelberich, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Bartiris, Zypresse, Wucheraster...manches passt ja so gar nicht....


(http://up.picr.de/25740733fy.jpg)


Die Iris, ungedüngt und vom Strandhafer bedrängt, blühte richtig üppig und schön


(http://up.picr.de/25740719ix.jpg)


Und zu meinem Erstaunen blühte auch eine niedrige Bartiris auf dem Rest Betondecke der Ruine, auch ungedüngt


(http://up.picr.de/25740735cq.jpg)


(http://up.picr.de/25740736ke.jpg)


Der Gehölzgarten hat sich, auch aufgrund einiger nachgepflanzter Stauden letztes Jahr, für mein Empfinden ganz gut entwickelt


(http://up.picr.de/25707227qc.jpg)


(http://up.picr.de/25707226jy.jpg)


(http://up.picr.de/25707229jc.jpg)


(http://up.picr.de/25707228zj.jpg)


(http://up.picr.de/25707224tp.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 18. Juni 2016, 18:04:49
Ich finde deine Farn-Hostahecke immer wieder besonders schön, Gartenplaner. Und die ungebrochene Kraft der Wiese (die ich ja aber auch nicht mähen muss. ;))
Du hast doch auch lehmigen Boden, so weit ich weiss. Allium im lehmigen Boden verschwindet bei mir wieder. Kann aber auch an zu wenig Sonne liegen. Bin mal gespannt, ob sie sich bei dir halten.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Juni 2016, 15:51:50
Danke  :) 
Ich hab ja auch Lehm, ich dachte so, an diesem kleinen Hang mit direkter Südwest-Ausrichtung, also wirklich voll-vollsonnig, könnte es doch vielleicht auch etwas trockener sein als an vielen anderen Stellen der Wiese.
Allerdings, die 'Purple Sensation' sind kontinuierlich weniger geworden - kann aber an der Stelle auch durch die starke Konkurrenz der Wiese sein, das Laub der Alliums sieht man jetzt überhaupt nicht mehr.
Mal schaun, wie der 'Gladiator' sich schlägt, und 'Forelock'.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. Juli 2016, 19:23:28
Noch ein kleiner Rundgang Ende Juni.


Im Gartenhof habe ich an der Wand links die Schizophragma hydrangeoides 'Moonlight' wieder entfernt.
Zumindest bei meinem Exemplar war die Zeichnung des Laubes unbefriedigend und die verblühten, vertrockneten Blütenstände waren noch im Frühjahr dran, ich musste sie abschneiden - ab einer gewissen Höhe an der Mauer stell ich mir das schwierig vor.
Und da der Efeu der Sorte 'Buttercup' die Aufgabe einer Wandverzierung ganz gut übernommen hat, obwohl ich ihn nicht damit beauftragt hatte (ist aus einem bepflanzten Trog ausgebüxt, der vorher dort stand), reicht das auch an Kletterpflanzen.
Versuchsweise hab ich Nandina domestica 'Filamentosa' an die Stelle gepflanzt, die noch sehr klein ist (auf dem Foto nicht sichtbar) und im Gehölzgarten in Bodendeckern unterging.
Eigentlich ist sie auch für dort im Hof viel zu klein.
Aber vielleicht, mit mehr Luft, entschliesst sie sich doch noch zu etwas mehr Wachstum, mit der schmalen Säulenform der Nandinas und ihrem kulturgeschichtlichen Hintergrund würde sie dann wieder gut passen in den japanoid beeinflussten Hof.


(http://up.picr.de/26026854oe.jpg)


(http://up.picr.de/26026855am.jpg)


(http://up.picr.de/26088713em.jpg)


(http://up.picr.de/26088714yt.jpg)


Das Farnbeet direkt im Anschluss an den Gartenhof ist durch den regelmäßigen Regen bei uns dieses Jahr sehr üppig.


(http://up.picr.de/26026839su.jpg)


Besonders freut mich natürlich die erste kräftige Blüte der Lilium martagon 'alba'


(http://up.picr.de/26026838qd.jpg)


Aber auch eine "normale", die ich aus der Ruine retten musste, da es dort zu schattig wurde, hat sich von dem Schock erholt


(http://up.picr.de/26026840sz.jpg)


Neu dazugekommen sind im Frühjahr 'Terrace City' und Maroon King' die zwar dieses Jahr blühen werden, aber wohl nächstes Jahr aussetzen.


Die Wiese hat meinem Empfinden nach ihren Zenit überschritten.
Allerdings breitet sich Geranium pratense gut aus, der jetzt erst langsam zur Vollblüte gelangt, die violettblauen Flecken.
Und ich hab ja letztes Jahr noch Samen von später blühenden Wiesenblumen ausgebracht - hoffentlich zeigen sich da nächstes Jahr welche.


(http://up.picr.de/26026847bw.jpg)


(http://up.picr.de/26088717av.jpg)


Allium 'Forelock' erhebt sich schön über die Wiesengräser - wirkt aber eher von der Seite, wie ich jetzt die Fotos gemacht habe, wegen dem hellen Wiesenhintergrund.
Aus der anderen Richtung bilden Eibenhecke und Nachbarshecken einen zu dunklen Hintergrund, man lernt immer dazu.


(http://up.picr.de/26026844gz.jpg)


(http://up.picr.de/26026845td.jpg)


Noch ein paar Wiesenblumen-Impressionen


(http://up.picr.de/26026860sc.jpg)


Ein spontan aufgetretener Farbschlag von Knautia arvensis


(http://up.picr.de/26026857ax.jpg)


Und eine unerwartete Blüte einer der neugepflanzten Gladiolus palustris


(http://up.picr.de/26026848kn.jpg)


Und auch die in der Wiese eher unscheinbaren Gräserblüten haben von Nahem ihren Reiz


(http://up.picr.de/26088718ps.jpg)




Schwer einzufangen war die Pracht von 'Seagull' - zuerst sah ich auch nur die Blütenfülle am Stamm und unterhalb der Krone, erst ein paar Tage später registrierte ich, dass sie schon ganz oben in der Krone angekommen ist


(http://up.picr.de/26026856cv.jpg)


(http://up.picr.de/26026851yd.jpg)


(http://up.picr.de/26026852ao.jpg)


Auch 'Chevy Chase' arbeitet sich zielstrebig in die Baumkrone hoch


(http://up.picr.de/26026849pg.jpg)


(http://up.picr.de/26026850dp.jpg)




Ostereiersuche am Feldahorn


(http://up.picr.de/26026846ab.jpg)


Samenkapseln einer silberlaubigen Cyclamen hederifolium




Und die Ruine verschwindet unter Grün


(http://up.picr.de/26088716cw.jpg)


(http://up.picr.de/26026842uu.jpg)




(http://up.picr.de/26026853hq.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 05. Juli 2016, 08:13:56
Ich dachte, dass du keine Rosen hast (muss ich übersehen haben). Hat mich jetzt irgendwie sehr gefreut, dass da doch welche wachsen. (Obwohl Rot nicht so meine Farbe ist, nach deiner Roten muss ich mal googeln.)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 05. Juli 2016, 20:10:45
Oh doch, ich hab ein paar Rosen, aber eher als reichblühende Gehölze oder aber wilde, unbändige Kletterer verwendet, nicht so ihrer selber Willen.
Im Vorgarten hab ich 'Cardinal de Richelieu' als großen, krakigen Strauch (ich schneid selten mal alte Triebe raus), an den 2 oberen Ecken des großen Rasens zwei Austin-Rosen, 'Falstaff' und 'Crown Princess Margareta', beide inzwischen recht große Sträucher, weil auch bisher noch nie geschnitten, und an der unteren rechten Ecke einen Ableger einer alten Rose aus dem Garten meiner Großeltern, wahrscheinlich Rosa x centifolia 'Major'.


Dann kommen die Rambler, die gezeigte am Apfelbaum ist 'Seagull', am nächsten Abpfelbaum steht eine leider Namenlose, oben an der Gartengrenze zum Bahndamm dahinter wuchert eine Rosa filipes 'Kiftsgate' in dem Heckendickicht auf dem Bahngelände, die 'Chevy Chase' steht an einem Pflaumenbaum, die soll nicht ganz so wuchsfreudig sein.
Dann hab ich noch eine 'Paul's Himalayan Musk', die aber vernachlässigt ist und nicht richtig in die Gänge kommt und eine 'Veilchenblau' vor der Ruine, die wollte ich in den Flieder und den Weißdorn dort wachsen lassen, sie tut sich aber auch schwer.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 05. Juli 2016, 21:06:34
Oh doch, ich hab ein paar Rosen, aber eher als reichblühende Gehölze oder aber wilde, unbändige Kletterer verwendet, nicht so ihrer selber Willen.

Gartenplaner..., da muss ich jetzt erst drüber nachdenken. Hast du ein Foto der Strauchigen?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 06. Juli 2016, 21:43:31
Ich hole sehr selten Pflanzen einzig und allein um ihrer selber Willen in den Garten, eigentlich gleich schwer wiegt ihre Funktionalität, in der Gestaltung, im Beet, unter meinen Gartenbedingungen - oder alles zusammen. (Oder ich bau mir wenigstens ein Gestaltungskonzept um eine oder einige Pflanzen, die ich unbedingt im Garten haben möchte wie beim Fossilienhain)

Das hab ich auch erst lernen müssen - die beiden Austin-Rosen habe ich damals angeschafft, weil ich die dick gefüllte "alte" Blütenform so mag, eine rechte Funktionalität im Gesamtkonzept haben sie nicht und ich überlege, ob ich sie wieder rausschmeiße, da ich auch keinen anderen passenden Platz für sie hätte.
Die R. x centifolia 'Major' hingegen steht neben dem Eingang zum Hohlweg zur Ruine, die für mich ein starkes Vergänglichkeitssymbol ist - und der Garten meiner Großeltern existiert nicht mehr.
Wobei die Rose ja trotzdem "überlebt" hat...
Und natürlich ist sie ein "Erinnerungsstück".
Die 'Veilchenblau' mit ihrer morbiden Farbe passt auch gut zur Ruine.

Ich hab ein bisschen gesucht, aber ich hab weder von den beiden Strauch-Austin noch vom Kardinal ein Körperbild, muss ich nächstes Mal machen.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Kenobi † am 06. Juli 2016, 21:48:24
Ich hole sehr selten Pflanzen einzig und allein um ihrer selber Willen in den Garten, eigentlich gleich schwer wiegt ihre Funktionalität, in der Gestaltung, im Beet, unter meinen Gartenbedingungen - oder alles zusammen. (Oder ich bau mir wenigstens ein Gestaltungskonzept um eine oder einige Pflanzen, die ich unbedingt im Garten haben möchte wie beim Fossilienhain)

Das hab ich auch erst lernen müssen - die beiden Austin-Rosen habe ich damals angeschafft, weil ich die dick gefüllte "alte" Blütenform so mag, eine rechte Funktionalität im Gesamtkonzept haben sie nicht und ich überlege, ob ich sie wieder rausschmeiße, da ich auch keinen anderen passenden Platz für sie hätte.

Die R. x centifolia 'Major' hingegen steht neben dem Eingang zum Hohlweg zur Ruine, die für mich ein starkes Vergänglichkeitssymbol ist - und der Garten meiner Großeltern existiert nicht mehr.
Wobei die Rose ja trotzdem "überlebt" hat...
Und natürlich ist sie ein "Erinnerungsstück".
Die 'Veilchenblau' mit ihrer morbiden Farbe passt auch gut zur Ruine.

 
Ich hab ein bisschen gesucht, aber ich hab weder von den beiden Strauch-Austin noch vom Kardinal ein Körperbild, muss ich nächstes Mal machen.

Moment, ich pack mein Mikroskop aus.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 06. Juli 2016, 21:50:20
*lach*
Sorry - seit neuem Rechner und Chrome passieren manchmal seltsame Formatierungswunder, vor allem Schriftgröße, nach dem Setzen von Smileys - und sind dann auch schwer wieder rauszukriegen....


Und irgendwie ists immer noch ne andere Schriftart in dem Post???


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Kenobi † am 06. Juli 2016, 21:51:32
 ;)


OT: mit Chrome kenn ich mich nicht aus, bin ein Feuerfuchs.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tarokaja am 07. Juli 2016, 07:29:10
Das Farnbeet direkt im Anschluss an den Gartenhof ist durch den regelmäßigen Regen bei uns dieses Jahr sehr üppig.

(http://up.picr.de/26026839su.jpg)

Mein absoluter Favorit! Das sieht super aus.

Ich weiss nicht, wie's dir geht - am faszinierendsten finde ich immer wieder, wie sich bestimmte Bereiche verändern, auch ohne Zutun... und wie sich dann einiges harmonisch ineinander fügt. Da staunt man nur, zieht sich still beobachtend zurück und muss nur noch in homöopathischen Dosen gestaltend eingreifen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Juli 2016, 18:28:53
@Kenobi: war ich bis vor kurzem auch, da hatte ich die Probleme auch nicht - aber mein IT-Nerd meinte, dass der Feuerfuchs zu viele offene "Gartentörchen" hätte...

Danke, tarokaja - wobei das Farnbeet grad ein Bereich ist, an dem ich schon seit Jahren rumdoktere und immer noch nicht ganz zufrieden mit der Höhenstruktur bin.
Da dieses Jahr der Athyrium filix-femina vorne rechts so üppig ist, sieht man das Problem nicht so - ich möchte in der Mitte hinten einen höheren Farn haben, da ist hinter einem Asplenium scolopendrium 'Ramosum' einfach nur ein "Loch".
Coniogramme japonica ist es dort zu trocken, der vegetiert vor sich hin, während der hinter dem Brunnen im Gartenhof schon im 2. Jahr jetzt die Maße hätte, die ich mir im Farnbeet wünschen würde.
Pteris wallichiana scheint mir ein zu unsicherer Kandidat bezüglich Winterhärte für die Aufgabe.
Noch einen Dryopteris filix-mas wie hinten links will ich dort nicht.
Ein Osmunda regalis wär ideal von der Struktur - aber die Bedingungen passen da so gar nicht......müsste höchstens einen großen Maurerkübel eingraben und erst auf der Hälfte der Höhe Überlauflöcher reinbohren....
Aber für die Grabeaktion würde das gesamte Beet ziemlich in Mitleidenschaft gezogen - ein einfach nur zu pflanzender Farn wär mir lieber...
Obwohl ich nicht so ein großer Freund von vielen verschiedenen Sorten einer Art bin, schaue ich mich seit einiger Zeit bei den Polystichum setiferum-Sorten um - gut wüchsig und eher schmal-hoch als breit-flach sollte sie sein.

Aber das, was du beschreibst, erlebe ich so ein bisschen mit dem Eibenhain.
Die Eiben werden größer, die Kronen breiter, das heißt, es wird auch immer schattiger drunter, immer mehr "Schwarzwaldatmosphäre".
Ich werde nach und nach einige Pflanzen umsetzen müssen, den Helleboren könnte es bald zu dunkel sein.
Dafür kann ich zunehmend Farne ausprobieren, so sie es denn nicht zu dauerfeucht brauchen.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 09. Juli 2016, 08:01:42
Ich hole sehr selten Pflanzen einzig und allein um ihrer selber Willen in den Garten, eigentlich gleich schwer wiegt ihre Funktionalität, in der Gestaltung, im Beet, unter meinen Gartenbedingungen - oder alles zusammen.

Dein Name weist ja schon darauf hin. ;)
(Vielleicht wird man mit zunehmenden Gartenjahren (oder je nach gärtnerisch- gestalterischer Vorbildung) was das Rausschmeissen von Pflanzen angeht irgendwie abgehärteter, noch tue ich mich schwer damit, v.a. wenn die Kandidaten gesund sind.)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Frühling am 09. Juli 2016, 09:17:37
Die Entwicklung deines Garten zu verfolgen ist immer interessant und anregend.  Die Ausschnitte deines Gartens verdeutlichen fuer mich, dass ein gelungener Garten aus gelungenen Details besteht. Deine Fotos zu betrachten spornt mich immer an durch meinen Garten zu wandern und ihn kritisch zu betrachten.  Dank dir fuer die vielen schoenen Aufnahmen, ich freu sich schon auf's naechste Mal :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 09. Juli 2016, 12:53:37
@Frühling: vielen Dank!
Ab und an mit kritischem zu Blick betrachten, führt auf lange Sicht meiner Meinung nach zu einem Garten, der einem mehr Freude bereitet.
Es heißt ja nicht, herumzumäkeln, sondern das Gute in etwas Besseres zu verwandeln, falls notwendig  :)


@neo:
Rauschmeißen lernen ist sehr hart und dauert lange  ;D
Vor allem, wenn man doch auch ein bisschen eine Sammlerseele hat.
Ich bin da auch noch mittendrin im Lernprozess.


Aber dieses Jahr hatte ich schon "Lernerfolge"......abgesehen von der oben beschriebenen Schizophragma 'Moonlight', die die Erwartungen nicht erfüllte, hab ich im Frühjahr eine wirklich gut angewachsene Pinie, Pinus pinea, so 2,5m hoch, mit schon schön geformter kleinen Krone rausgehackt.
Das war echt hart.
Ich hatte vor 1 oder 2 Jahren einen Thread am grünen Brett dazu eröffnet, aber keiner zeigte Interesse damals, ich hab dann doch noch die Zeit bis jetzt einfach mal ausgesessen.
Aber das Problem mit dem Baum, bzw. seinem Standort hätte sich nicht verbessert, eher verschlimmert.
Er ist ein Überbleibsel einer symmetrischen Pflanzung oben hinter der Trockenmauer gewesen, auch noch runtergesetzt bei Hornbach gefunden.
Leider hab ich die beiden im Herbst 2011 gepflanzt und prompt hat eine den Februar 2012 nicht überlebt.
Ich hab dann 2012 nochmal 2 gleichgroße eingekauft und hatte nun eine über, wohin damit?
Erstmal irgendwohin.....im Panoptikum z.B.
Nur - wo ich sie da hingepflanzt hatte, hätte sie in einigen Jahren den Ausblick vom Haus aus auf die schöne Dorfkapelle verstellt, so sicher wie das Amen in der Kirche  ;D


Ein zweiter Fall steht noch an.
Im Fossilienhain hab ich eine kleine Gruppe Sequoiadendron giganteum gepflanzt, insgesamt 5.
Nur ist eine davon die Sorte 'Glaucum'  :P
Es war am Anfang nicht sofort auffällig, aber immer wieder im Jahresverlauf war das Bäumchen wesentlich bläulicher gefärbt als seine Geschwister.
Und ich möchte eine Gruppe nur aus der grünen Art dort haben.
Wenn ich im Herbst bei der Baumschule, wo ich damals die 2 größeren grüne Exemplare bekommen habe, nochmal eine grüne bekäme, fliegt die Blaue raus.
Sie ist erst knapp 1,5-1,7m hoch, steht allerdings schon seit 2012 dort, keine Ahnung, wie gut ich einen Wurzelballen herausbekomme, aber wer sie möchte, kann sich gerne melden.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juli 2016, 22:24:53
(http://up.picr.de/26318068xc.jpg)

Im Gartenhof hab ich die Rankhilfe für Lygodium japonica ausgewechselt, das Eisenteil passte doch nicht so recht.
Und die Bambusstangen sind aus "eigener Ernte" vom Bambus aus der Ruine, deshalb sind auch diese Schlängel drin.
Eigentlich entstehen diese recht nah am Boden, wenn die Triebspitzen austreiben, ich hab die Stangen mit dem dünnen Ende in die Erde geseteckt.
Wenn ich die Erklärung von einer Bambusseite noch richtig im Kopf habe, wachsen sie bei guter Wasserversorgung so schnell, dass das noch nicht richtig ausgehärtete Gewebe die Spitze nicht tragen kann und diese sich zur Seite neigt, wenn der Halm weiter aushärtet und die Spitze zum Licht weiterwächst, bilden sich diese Bögen und Zickzacklinien.


(http://up.picr.de/26318069yu.jpg)


Auch der Adiantum hispidulum scheint sich dort wohl zu fühlen.
Vielleicht schafft er ja wie der Pellea rotundifolia den Winter.
Und auch, wenn nicht ist mir das Experiment für 1,90€ für den Farn beim Blumenhändler an der Ecke das wert  ;)


(http://up.picr.de/26318070hk.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juli 2016, 22:34:28
Am großen Rasen hab ich die Eibenhecke geschnitten, mir gefällt der Kontrast zwischen dem Geschnittenen und der Wiesenwildnis oder freiwachsenden Gehölzen.


(http://up.picr.de/26318071xe.jpg)


(http://up.picr.de/26318075mw.jpg)


(http://up.picr.de/26318073iv.jpg)


Beim Weg zur Ruine erwies sich eine verschleppte Pflege vielleicht als hilfreich, ich hatte im Frühjahr zwar die 2 Reihen Cornus alba 'Sibirica', die den Weg rahmen, kräftig geschnitten, trotzdem wuchs durch das feuchte Jahr bisher so viel nach, dass die Triebe über dem Weg zusammenwuchsen.
Zuerst schreckte mich die Vorstellung, das alles schneiden zu müssen.
Als ich mir die Bescherung letzte Woche genauer anschaute, schien sie mir auf einmal wirklich wie eine solche - an den Stellen, wo die Triebe ein Dach gebildet hatten, war die Hecke drunter nicht viel ausgetrieben und verliert sogar das Laub, weil zuwenig Licht dahinkommt.
Das will ich jetzt mal weiter beobachten und ausbauen, die Höhe des Daches ist auch völlig ausreichend.


(http://up.picr.de/26318074at.jpg)


(http://up.picr.de/26318067it.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juli 2016, 22:40:42
Der Gehölzgarten gefällt mir grad auch


(http://up.picr.de/26318077vo.jpg)


(http://up.picr.de/26318078fc.jpg)


(http://up.picr.de/26318080hz.jpg)


Die Samtblatthortensie ist dieses Jahr sehr schön  :D


(http://up.picr.de/26318084ib.jpg)


(http://up.picr.de/26318086hv.jpg)


(http://up.picr.de/26318085sq.jpg)


(http://up.picr.de/26318082xp.jpg)


(http://up.picr.de/26318081pf.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juli 2016, 23:03:08
Und mein letztes Jahr geäußerter Wunsch, daß in der Wiese auch nach Mitte Juni was Blühendes sein sollte, wurde schon erfüllt, bevor die meisten meiner im letzten Herbst eingesäten Samen blühfähige Pflanzen hervorgebracht haben, wenn davon was angegangen ist, werde ich es eher erst nächstes Jahr sehen.


(http://up.picr.de/26278057yj.jpg)


(http://up.picr.de/26318743ef.jpg)


(http://up.picr.de/26278029cj.jpg)


(http://up.picr.de/26318747hc.jpg)


Die Färberkamille, Anthemis tinctoria, hab ich letztes Jahr neu dazu gesät, an der einen oder anderen Stelle mit wenig Gras haben einzelne Pflanzen es schon dieses Jahr zur Blüte geschafft, ich hoffe, es kommen noch mehr


(http://up.picr.de/26278026ft.jpg)


(http://up.picr.de/26278025wl.jpg)


(http://up.picr.de/26318092we.jpg)


Etwas überrascht hat mich die Schottereinfahrt, auf der ich nach Anlage eine Schotterrasenmischung eingesät hatte, dieses Jahr geben sich dort die Zichorien, Cichorium intybus, ein Stelldichein  :o


(http://up.picr.de/26278058xb.jpg)


(http://up.picr.de/26278066ri.jpg)


Ich hoffe mal, dass sie die schönen Schotterrasenblumen nicht zu sehr bedrängen


(http://up.picr.de/26278065mz.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Roeschen1 am 26. Juli 2016, 23:10:49
Den Übergang vom formalen Garten in die Wildnis finde ich auch sehr reizvoll, würde ich sofort nachmachen.
Das grüne Portal aus geschnittener Eibe gefällt mir auch sehr gut, nur den Tunnel, da bekomme ich Platzangst, den würde ich weglassen.
Bei mir gäbe es noch ein Parterre oder Knotengarten.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juli 2016, 23:28:32
Die "Baustelle" um den Feldahornstammfuß entwickelt sich weiter - die Ansaat von Lunaria annua stellt sich definitiv als Fehler heraus, die werden viel zu wuchtig für den Bereich, das zeigt sich besonders jetzt, wo die ersten Cyclamen hederifolium anfangen zu blühen.
Ich hatte vor dem Foto schon ganz viele Pflanzen gejätet, überlegt, die schon blühenden wegen der Samenstände stehen zu lassen, aber nächstes Mal, wenn ich da bin, werden noch mehr Cyclamen blühen, dann entfern ich den Rest.
Dafür bin ich mit Melica uniflora 'albiflorus' als Begleitpartner ganz zufrieden und habe noch welche eingekauft, die werden im Herbst dazwischen gepflanzt.
Auch hab ich im Herbst gesammeltes Laub vom Feldahorn jetzt mit dem Rasenmäher geschreddert und auf dem Bereich verteilt, um die Humuszufuhr zu erhöhen und vielleicht auch Samenunkräuter zurück zu drängen


(http://up.picr.de/26318827zt.jpg)


Hier besonders sieht man das unmögliche Größenverhältnis, in der Bildmitte etwas links, unter dem Samenstand der Tulipa sprengeri eine der blühenden Cyclamen


(http://up.picr.de/26318860ux.jpg)


(http://up.picr.de/26278031du.jpg)


Noch ein kleines Experiment - in kleinen Höhlungen im Feldahorn hab ich mal Asplenium trichomanes gepflanzt.
Da ich an der Tuffmauer im Gartenhof regelmäßig Asplenium scolopendrium-Sämlinge entfernen muss, werd ich davon auch noch zumindest einen auf der Rückseite auspflanzen.


(http://up.picr.de/26278068kh.jpg)


Zum Abschluß noch ein kleiner Blick ins "Panoptikum", wo sich die "Coppicing"-Kandidaten Paulownia tomentosa 'Hulsdonk' und Ailanthus altissima 'Purple Dragon gut entwickeln und schon sehr auffällig sind.
Die Hemerocallis muss da noch weg, es sollen nur "bizarre" Pflanzen dort stehen.


(http://up.picr.de/26278051zt.jpg)


(http://up.picr.de/26278048vd.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juli 2016, 23:34:49
@Dornroeschen:
Ich mag "höhlige" Gartenbereiche  ;D

Wobei der Weg eigentlich oben offen geplant war.
Aber Cornus alba 'Sibirica' wächst nicht so sehr gerade hoch, wie Cornus sanguinea, mit der ich schon Erfahrungen hatte, sondern sehr stark in die Breite, deshalb wuchs der Weg in den letzten Jahren schnell von den Seiten zu.
Wenn die Hecke im Inneren des Hohlwegs wirklich kaum noch austreibt, würde mir das Arbeit ersparen und ich finde die etwas unheimliche Wirkung des Ästegewirrs im Innern der Hecke, auch im Kontext mit der Ruine, reizvoll.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Melisende am 27. Juli 2016, 13:02:16
Dank der Fotos von Gartenplaner weiß ich jetzt endlich, dass die gelbe Blume, die heuer erstmals bei uns im kleinen Beet wächst, eine Färberkamille ist.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Juli 2016, 11:32:37
 :)

Ist zwar schon einen Monat her und erst jetzt hab ich überhaupt mal ausprobiert, ob man auf einem Ausschnitt des Originalfotos was erkennen kann, was definitiv der Fall ist, aber weil es mich so faszinierte und auch keine alltägliche Beobachtung ist, will ich es trotzdem jetzt noch zeigen:
Zufällig erwischte ich eine Ameise, die sich an einer fast reifen Schneeglöckchen-Samenkapsel abmühte, sie wohl auch aufgebissen hatte:


(http://up.picr.de/26339377vi.jpg)


(http://up.picr.de/26339374eh.jpg)


*zerr, zieh, ächz*


(http://up.picr.de/26339376mu.jpg)


Schließlich schaffte sie es, ein Samenkorn herauszuziehen und machte sich auf den Weg, leider ist das Foto nicht gut geworden


(http://up.picr.de/26339378fg.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: lord waldemoor am 29. Juli 2016, 11:49:02
hart verdient
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Sandfrauchen am 29. Juli 2016, 12:38:35
Brave Ameise!

Schön, dass du das hier so ausführlich dokumentierst, ich guck hier immer gern rein.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Juli 2016, 18:45:50
hart verdient


 :-\  Da krieg ich im Nachhinein noch ein schlechtes Gewissen....
Sie marschierte geradewegs Richtung Wiese und weg vom Schneeglöckchenbereich am Stammfuß des Feldahorns, wo ich gerne die Sämlinge hätte, ich musste ihr das Samenkorn wieder abnehmen  :-[


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: lord waldemoor am 29. Juli 2016, 20:05:51
ich hoffe du hast ihr das anhängsel gelassen
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. Juli 2016, 14:10:26
Hm, nee....das hätte ich allerdings ja wirklich machen können  :-[


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Fini am 09. August 2016, 17:15:51
bin jetz mal hier reingestolpert .. sorry, hab vergessen anklopfen .. wie unhöflich!

bin die Fini *handreich*

was für ein Traumgarten du hast! Ich liebe dieses Wilde .. was für eine Größe dein Garten hat ... ich bin schlichtweg begeistert!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 10. August 2016, 17:19:22
Hallo Fini,
mich freut, wenn dir gefällt, was du siehst  :)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. August 2016, 17:42:37
Ein paar Impressionen aus dem "Panoptikum", wo ich exotische/gigantomane Pflanzen versuche, zusammenzutragen.


(http://up.picr.de/26480131al.jpg)


Die Magnolia grandiflora soll 'Goliath' sein, mir gefällt das Indumentum auf der Blattunterseite sehr.
Allerdings ist das Wachstum irgendwie nicht so baumartig, wie ich mir das vorgestellt habe - nachdem der Leittrieb vor einigen Jahren verloren ging, geht sie immer mehr in die Breite, aber es bildet sich kein neuer Leittrieb, dabei sind M. grandiflora eigentlich gut schneidbar und somit austriebsfreudig auch aus schlafenden Knospen  ???


(http://up.picr.de/26480132fh.jpg)


(http://up.picr.de/26480119za.jpg)


Im Vordergrund Tetrapanax, der zunehmend Höhe gewinnt.
Allerdings auch zunehmend Ausläufer treibt, die erstaunlicherweise immer genau die Stellen finden, an denen das Bändchengewebe unter dem Wärmespeicherschotter Löcher aufweist  :o
Dahinter Arundo donax.
Im Hintergrund Paulownia tomentosa 'Hulsdonk' und ganz rechts ein normaler, uralter Rhabarber.
Ich will ja "coppicing" mit der Paulownia machen,  bin mir aber etwas unsicher, ob ich sie nächstes Jahr im frühen Frühjahr schon auf den Stock setzen oder abwarten soll, ob sie blüht - diese Sorte soll das schon als Jungplanze tun, nicht erst als größeres Bäumchen.


(http://up.picr.de/26480121re.jpg)


Dahinter steht Ailanthus altissima 'Red Dragon', der auch schon, letzten Herbst gepflanzt, an 2 Metern Höhe kratzt.
Auch ihn werde ich regemläßig auf den Stock setzen.


(http://up.picr.de/26480122lj.jpg)


Als nicht ganz so wüchsig hat sich Amicia zygomeris bis jetzt gezeigt, obwohl sie auf gutem Boden bis 2m Höhe erreichen soll.
Sollte ich sie düngen?
Bei einem Schmetterlingsblütler war ich da unsicher.


(http://up.picr.de/26480120al.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. August 2016, 19:37:34
Und noch ein paar Impressionen aus dem Gehölzgarten nachgeschoben:


(http://up.picr.de/26480134wj.jpg)


Impatiens balfourii harmoniert gut mit der Samthortensie dahinter.


(http://up.picr.de/26480123xg.jpg)


Und 'Captain's Adventure' hat sich, letzten Herbst gepflanzt, gut entwickelt.


(http://up.picr.de/26480516lh.jpg)


Dieses Jahr blüht zum ersten Mal Gentiana asclepiadea - und ist zu meinem Erstaunen die Alba-Form, ich wollte eigentlich die Normalform gepflanzt gehabt haben  ;D


(http://up.picr.de/26480125tq.jpg)


(http://up.picr.de/26480124ke.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Fini am 24. August 2016, 20:23:27
ganz toll!!!! Mir gefällt diese Wildnis soooo sehr!!!!

Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. September 2016, 14:36:34
Mal wieder ein paar Bilder von mir:

Gartenhof

(http://up.picr.de/26854065tv.jpg)


(http://up.picr.de/26842428aa.jpg)


Der Blick von der Terrasse:


(http://up.picr.de/26854066gi.jpg)


Blick vor der Terrasse nach rechts:


(http://up.picr.de/26854069ux.jpg)


Und nach links, Richtung Gehölzgarten:


(http://up.picr.de/26854068rp.jpg)


(http://up.picr.de/26854103ba.jpg)


Im Gehölzgarten gabs leider 2 Ausfälle, Cercidiphyllum japonica 'Rotfuchs' scheint einer Pilzinfektion über die große Stammwunde durch Frost schlußendlich erlegen zu sein, er war komplett welk mit noch allen Blättern vertrocknet dran.
Die Magnolia 'Genie', die ja schon immer mehr vegetierte als wuchs, war ebenfalls komplett welk - hat mir die Entscheidung, sie rauszuschmeißen, abgenommen.
Bin mir noch unschlüssig, ob ich zumindest den Rotfuchs nochmal versuchen sollte....zumal ich ihn an die selbe Stelle pflanzen müsste, sowohl was den Platz angeht als auch gestalterisch durch seine Ausrichtung auf einer Linie mit dem Rankobelisk auf der anderen Seite der Hecke und dem Glassplitt-Hohlweg.


(http://up.picr.de/26854071fj.jpg)


Trotz 3-4 Wochen Dürre hielten sich viele Pflanzen recht gut.


(http://up.picr.de/26854072tl.jpg)


(http://up.picr.de/26854073xd.jpg)


Endlich bin ich auch mit dem Schnitt der Eibenhecken ganz durch, Blick vor der Blutbuchenlaube nach rechts:


(http://up.picr.de/26854076lq.jpg)


Die Hecke links der Blutbuchenlaube hat mehr oder weniger ihre Endhöhe erreicht:


(http://up.picr.de/26854074mn.jpg)


Wenn man durch diesen Gartenraum weitergeht, hügelan, hat man weiter oben diesen Blick zurück:


(http://up.picr.de/26855850ob.jpg)


Der "Heckenkopf" der Eibenhecke ist noch etwas zahnlückig, der ist mehr dem Konkurrenzdruck der hohen Wiese im Sommer ausgesetzt als die unteren und als letzter gepflanzt, aber es wird.


Leider waren die Cyclamen hederifolium, durch die Trockenheit bedingt, noch völlig ohne Laub und auch noch nicht so üppig blühend wie die Jahre zuvor:


(http://up.picr.de/26842475iq.jpg)


Am daran anschließenden Obeliskraum habe ich ebenfalls die Eibenhecke geschnitten, auch wenn die noch nicht ihre Soll-Höhe erreicht hat.
Es ist sinnvoll, schon früh Hecken anfangen, zu beschneiden, es fördert die Verzweigung, ich hab das leider etwas schleifen lassen:


(http://up.picr.de/26854094jp.jpg)


(http://up.picr.de/26842472rs.jpg)


Mit der Symmetrie haperts noch etwas, muss die Torwächter-Löwen nochmal neu einmessen  ;D


Im Fossilienhain überraschte mich das sehr starke Wachstum der Sequoiadendron dieses Jahr - die dünnen, nicht buschigen Spitzen sind komplett dieses Jahr hochgeschossen!


(http://up.picr.de/26842437se.jpg)


Die Eibenhecke um den Eibenhain, die nächste Etappe auf dem Weg, habe ich endlich auch wieder in Form gebracht, ich hatte das Schneiden letztes Jahr verschludert:


(http://up.picr.de/26842487zw.jpg)


Ich bin auch ein klein bisschen Stolz drauf, daß ich es beim Hecken-Abschnitt entlang der Einfahrt geschafft habe, eine (fast) perfekt waagerechte Oberkante hinzukriegen, bei leicht abfallendem Gelände Richtung Tor.
Und das freihand  ;D
Deshalb die "Bilderflut"  ;)
Die Hecke ist also am linken Bildrand niedriger als hinten am Tor:


(http://up.picr.de/26854096wk.jpg)


(http://up.picr.de/26842491hg.jpg)


(http://up.picr.de/26842490tt.jpg)


Im "Panoptikum" ist fast alles trotz Trockenheit und ohne Gießen weiter gewuchert, besonders die Coppicing-Kandidaten Paulownia 'Hulsdonk' und Ailanthus 'Red Dragon' überraschten mich:


(http://up.picr.de/26842435jp.jpg)


Als Bezugsrahmen - das Arundo ist so 4-5m hoch, die Helianthus salicifolia 3m[size=78%].[/size]


(http://up.picr.de/26856490yp.jpg)


(http://up.picr.de/26856491ty.jpg)


Zur letzten Station, der "Ruine":


(http://up.picr.de/26854099iq.jpg)


Von außen ist nur noch auf der Seite zum Panoptikum das Betonziegel-Mauerwerk sichtbar.


(http://up.picr.de/26854097rd.jpg)


Obwohl gedrängt stehend, fühlen sich Woodwardia fimbriata und unigemmata, Dryopteris sieboldii und in der Ecke, Pteris wallichiana recht wohl.


(http://up.picr.de/26842431eq.jpg)


Schlußendlich, zurück ans Licht durch den Glassplitt-Hohlweg zum großen Rasen vor der Terrasse:


(http://up.picr.de/26854101ph.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 18. September 2016, 17:25:04
Perfekt geschnitten Gartenplaner. ;) (v.a. auf den letzten Bildern.)
Jetzt komm`ich grad ganz entspannt aus deinem Garten, danke für deine Einblicke.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: SusesGarten am 18. September 2016, 19:19:03
Das sieht toll aus! Auf die Eibenhecken bin ichneidisch.

Bestimmt hast Du schon mal geschrieben, wie große das Grundstück ist. Aber verrate es noch bitte noch einmal.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Borker am 18. September 2016, 19:27:27
Ließ mal hier SusesGarten

http://forum.garten-pur.de/index.php/topic,38968.0.html

Seinen ersten Beitrag


LG Borker
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. September 2016, 19:39:36
Die Antwort schneller, als man reagieren kann  ;D
Danke Borker!


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: APO1 am 18. September 2016, 20:02:16
Mit Erstaunen und ehrlicher Ehrfurcht bin ich heute durch eurer Gartenrefugium gegangen und war voll von Fragen so als wär ich persönlich bei euch gewesen. Und die viele Arbeit die dort drinn steckt wird entschädigt durch die Ruhe und Geborgenheit die dieser Garten ausstrahlt. Unbezahlbar ist der Altbestand der ja auch diesen Garten sein Bild gibt. Ich stell mir tausend Ecken vor die du noch garnicht richtig gezeigt hast und natürlich die vielen Pflanzenschätze die dort zu finden sind.
Einfach klasse.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. September 2016, 20:42:54
Vielen Dank APO1!
Aber soooo viele Pflanzenschätze sind bei mir nicht zu finden - da sind entweder sehr viel kleinere Gärten von Pflanzensammlern oder große Gärten mit genügend Personal - oder Selbstaufopferungsbereitschaft - die bessere Adresse  ;D
Ich bin zwar leider auch mit dem Pflanzensammler-Virus infiziert, habe die Infektion aber dahingehend eingedämmt, daß die Pflanzenschätze so robust sein müssen, dass sie mit sehr wenig Pflege so ziemlich alleine klarkommen  ;)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marygold am 18. September 2016, 20:47:52
Das sieht ganz phantastisch aus, toll. Vor allem, wenn ich bedenke, dass du nur alle paar Wochen Zeit für deinen Garten hast.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: SusesGarten am 18. September 2016, 21:04:39
@Borker, Gartenplaner

Danke!

Wenn man die Größe weiß, kann man sich die Anlage, ob es weitläufig oder auf engem Raum untergebracht ist, einfach besser vorstellen.

Gibt es eigentlich die Möglichkeit den Garten mal anzugucken?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. September 2016, 22:49:24
Danke euch, ja, diese nur temporäre Anwesenheit ist wirklich eine Herausforderung.


@SusesGarten:
Der Plan aus dem Treaderöffnungspost zeigt auch die Lage der einzelnen Bereiche, die ich auch darauf schon zum größten Teil benamst hatte, außer dem "Panoptikum" und der "Ruine", die noch mit "Folly mit Bambus" beschrieben ist.


Prinzipiell gibts die Möglichkeit eines Besuches, wenn ich grad vor Ort in Luxemburg bin.
Es gibt zwar auch eine "offene Gartenpforte" in Luxemburg, aber dafür finde ich meinen Garten einerseits noch nicht fertig genug und andererseits bietet er zu wenig üppige, bunte Staudenbeete, was ja viele Besucher bei Gartenbesichtigungen sehen wollen.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Oktober 2016, 21:28:35
Noch ein paar Herbst-Impressionen:


(http://up.picr.de/27168058ss.jpg)


(http://up.picr.de/27168056pn.jpg)


(http://up.picr.de/27168061as.jpg)


(http://up.picr.de/27168065fm.jpg)


(http://up.picr.de/27168081iw.jpg)


Geerbte Herbstaster, Arbeitsname "Schneesturm", ein furchtbarer Wucherer und Umfaller  ::)


(http://up.picr.de/27168068oj.jpg)


Aber das rege Tierleben an den Blüten befriedet die ordnungsliebende Gärtnerseele....


(http://up.picr.de/27168072aq.jpg)


(http://up.picr.de/27168074tu.jpg)


(neben ganz vielen Bienen)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 20. Oktober 2016, 07:50:58
Deine Aster erinnert mich ein wenig an meine "Schneetanne": ähnlich hoch, dies Jahr auch überhaupt nicht standfest (hatte ich vom letzten Jahr anders im Kopf), aber absoluter Insektenmagnet... Ich habe sie trotzdem letztens gerodet, weil für meine Gartendimensionen einfach zu groß.
Von Herbst ist bei deinen Bäumen aber noch nicht viel zu sehen?!  ;) Die Farbkombi auf dem zweiten Bild ist special, aber gut  :D das Gras dabei ist 'All Gold'? Das wird der Knaller in der Kombi  :o  ;D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Weidenkatz am 20. Oktober 2016, 08:58:34
Wow, Gartenplaner, habe die letzten Seiten angesehen - was für ein toller, wildromantischer Park  :D! Klasse.
Das lilafarbene auf dem stark  kontrastierenden Herbstbild ist eine Heuchera, oder? Weißt Du die Sorte?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 20. Oktober 2016, 10:45:54
 :)
Die knallige Farbkombi ist einmal Fothergilla x intermedia 'Blue Shadow', 3 rötlich-violette Heucheras aus dem Baumarkt, deshalb weiß ich den genauen Sortennamen auch leider nicht, und Hakonechloa 'Allgold' weiter hinten.


Meine Aster macht jedes Jahr den Schneesturm, die liegt immer völlig chaotisch auf dem halben Beet (dabei hab ich schon einen Stützring aus 4 Pfosten von gut 1,2m Höhe mit Seil verbunden um den Horst gesetzt).
Vielleicht sollte ich mal versuchen, Ableger zwischen meine Steinfragmente-Sammlung zu setzen, damit sie dort das Gras aus der Wiese verdrängen kann?
Die Obstbäume sind übrigens schon zu einem Teil sehr kahl, vor allem die alten Zwetschgen und Pflaumen, aber der Feldahorn fängt erst ganz zaghaft mit Herbstfärbung an.
Nur Cornus sanguinea in der Sonne (auf dem ersten Bild am Rand rechts) und die Cornus alba 'Sibirica'-Hecke färben schon herbstlich.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tarokaja am 20. Oktober 2016, 10:58:00
So oder so, aus der Obstwiese ist längst ein parkähnlicher Garten geworden und es ist immer wieder eine Freude, durch die Bilder an der Entwicklung teilzuhaben.  :)

Gibt's in Parks Staudenbeete? Mir als Gehölzgärtnerin mit nur sehr gezieltem 'Staudenbeigemüse', das zu einem Waldgarten passt (Farne, Hosta, Waldpflänzchen) gefällt dein Reich sowieso, auch ohne üppige Staudenbeete.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Junebug am 20. Oktober 2016, 11:40:38
Fothergilla x intermedia 'Blue Shadow'

Ah, die hatte ich so auf den ersten Blick für eine kleine Hamamelis gehalten, sehr schick! (Hast Du die aus Holland?) Und war sie vorher auch wirklich so schön blau?

Insgesamt auch wieder tolle Bilder, ich mag auch das Schneegestöber.  :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 20. Oktober 2016, 18:47:17
...
Gibt's in Parks Staudenbeete? Mir als Gehölzgärtnerin mit nur sehr gezieltem 'Staudenbeigemüse', das zu einem Waldgarten passt (Farne, Hosta, Waldpflänzchen) gefällt dein Reich sowieso, auch ohne üppige Staudenbeete.


Früher fand ich Stadtparks langweilig, weil sie meist nur aus Strauchgruppen, Bäumen und Rasen bestanden.
Nichtmal unter den Strauchgruppen gab es eine dem Lebensbereich gemäße Bepflanzung mit Stauden, außer der Selbstansiedelung von Efeu.
In den letzten 20 Jahren hat sich das alles ein wenig geändert, präirieartige Pflanzungen sind durch Oudolf in Mode gekommen, es gab Entwicklungen von Staudensaatgutmischungen die angesät werden und sich dann mit minimalen Eingriffen und Pflege dynamisch entwickeln können und die Renaissance von Wiesengesellschaften - aber auch solche Gestaltungen brauchen 2-3 Jahre lang eine intensivere Pflege und da hakts eben bei mir.
 :'(


@Junebug:
die Fothergilla hatte ich mal zur Abwechslung nicht aus Holland sondern von einer kleinen aber feinen Baumschule bei Ratingen - ich glaube, Jule hat dort ihren Sambucus 'Black Tower' her.
Aber in Holland sieht man sie auch in Gartencenter.


Die Sommerfarbe sieht so aus:


(http://up.picr.de/26028189ln.jpg)


Eine für Schattenbereiche sehr ungewöhnliche Farbe bei Gehölzen  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: SusesGarten am 20. Oktober 2016, 18:57:11
Ist die kleine  aber feine Baumschule ziemlich nah an der Autobahn? Wenn ja, war ich da auch mal. Sie hatte recht viele nette Gehölze.

Mir gefallen Gärten mit vielen Gehölzen auch sehr gut. Sie sind das, was ich mit einem Park verbinde. Daher ist Dein Ziel schon fast erreicht.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Junebug am 20. Oktober 2016, 19:10:21
Weiß Bescheid  ;D - doch immer wieder erstaunlich, wie gut die ausgestattet sind. Gefällt mir auch, die Sommerfärbung, ich werd mal anfragen, ob's die Fothergilla da noch gibt.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 20. Oktober 2016, 20:01:57
Ist die kleine  aber feine Baumschule ziemlich nah an der Autobahn? Wenn ja, war ich da auch mal. Sie hatte recht viele nette Gehölze.
...


Es ist die Baumschule Kai-Uwe Hesselmann in Breitscheid, wenn man am Breitscheider Kreuz abfährt nur ein paar hundert Meter weiter dann von der Hauptstrasse ab  :)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Alva am 20. Oktober 2016, 20:08:08
Sehr schön Gartenplaner, ich mag besonders die rot-lila Kombi :)

Im Wiener Stadtpark gibt's übrigens schon ein paar Staudenbeete. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 10. November 2016, 16:29:07
 :D :D :D

(http://up.picr.de/27439927tl.jpg)

Galanthus reginae-olgae ssp. reginae-olgae - von 7 im Frühjahr gepflanzten Zwiebeln haben 4 Blüten, eine davon, die vom Foto, sogar 4 Blütenstängel auf einmal  :o


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 10. November 2016, 17:04:34
Oha :o :D
Das sieht hübsch aus in dem gelben Herbstlaub :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 10. November 2016, 18:09:16
Suchbild  ;D

(http://up.picr.de/27397320nk.jpg)

Obwohl es aussieht, als ob die Hedis unter Massen von Laub verschüttet wären, ist die Schicht gar nicht so dick und dicht.
Auf jeden Fall hab ich mir einen BigBag voll Feldahornlaub eingesammelt, um es als Winterschutz-Schüttung bei einigen Pflanzen zu verwenden, was gut funktioniert, da das Laub sehr "strukturstabil" ist und wenig Feuchtigkeit aufnimmt.
Und um es im Sommer als zusätzliche Humus-Zufuhr zu verwenden - es bleibt vom Herbst gar nicht so viel Laub auf der Baumscheibe und das ist im Frühsommer komplett zersetzt.
Ich packe seit 2 Jahren im Juli, wenn die Hedis eingezogen sind, nochmal eine Schicht mit dem Rasenmäher geschreddertes Laub drauf, welches ich vom Herbst aufgehoben habe.

Ich hab mir bei Jan Bravenboer noch eine 'extreme dark purple' gekauft - letztes Jahr hab ich der Versuchung noch widerstanden  ::)

(http://up.picr.de/27396646ej.jpg)

Das Foto bringt meinem Empfinden nach die Farbe nicht ganz rüber, es ist wirklich bei einigen Blüten fast ein schwarzrot....
Allerdings will ich am Feldahorn ja nur weiße Blüten, jetzt such ich grad nach einem schönen Platz für das Schätzchen.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: SusesGarten am 10. November 2016, 19:16:08
Ich habe gerade Dein wunderschönes Laub bewundert. Ich bewundere Dich jetzt auch, weil Du das gesammelt hast. Ich wüsste nicht mal eine Stelle, wo es herumliegt.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 10. November 2016, 22:34:32
 :)
Der große Feldahorn ist allerdings auch bei mir der einzige Baum, der so viel Laub abwirft - die Obstbäume sind ja ziemlich schütter und deren Laub verschwindet auch ruck-zuck im Gras.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 11. November 2016, 14:47:20
jetzt such ich grad nach einem schönen Platz

Gefunden? (Ansonsten kein Problem, ich nähm sie dir schon ab. ;) Seeehr schöne Blütenfarbe!)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. November 2016, 23:36:48
Ja!
Allerdings entzieht sie sich vielen Wandersleut neugierigem Blick etwas und hat sich in felsige Höhn zurückgezogen..... ;D
(Foto reich ich nach)

Heute hab ich noch 200 Anemone blanda in das Heckendickicht hinter dem Feldahorn gepflanzt...manchmal schaut man auf eine Stelle und grübelt an Möglichkeiten der pflegeleichten Verschönerung rum - über Jahre - dabei hat man eine Lösung schon seit Jahren vor Augen: unter der Haselnusshecke zum Nachbarn habe ich schon lange im Frühjahr ein "blaues Band" aus Anemone blanda.
In der anderen, sonnigeren Hecke müssten sie sich eigentlich noch wohler fühlen.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. November 2016, 19:48:39
...
Allerdings entzieht sie sich vielen Wandersleut neugierigem Blick etwas und hat sich in felsige Höhn zurückgezogen..... ;D
...

(http://up.picr.de/27426092xw.jpg)

(http://up.picr.de/27426090dg.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 14. November 2016, 07:09:52
Schöner Platz!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 14. November 2016, 19:59:22
Danke, wenn ich die letzten Fotos für dieses Jahr gesichtet habe, werde ich auch noch mal ein "Überblicksbild" vom Pflanzplatz zeigen - das sieht dann nicht mehr ganz so malerisch aus  ;)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: lord waldemoor am 14. November 2016, 22:12:30
dark purple darf keinen einzigen sonnenstrahl bekommen!!!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 15. November 2016, 08:09:16
Wird sie sonst schnell blass oder was ist der Grund???!!! ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: lord waldemoor am 15. November 2016, 09:32:08
ja so blass wie deine, sonst sind sie viel dunkler, fast wie dunkle tulpen
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. November 2016, 10:01:30
Oh  :o
Vielen Dank für den Hinweis, lord waldemoor!!!
An der Stelle kriegt sie ab Mittag bis zum späten Nachmittag Sonne, dann muss ich sie nächstes Jahr im Frühjahr nochmal umsetzen....schade, die dunklen Blüten hoben sich so gut gegen den hellen Stein ab, an vollschattigen Stellen wirds eher so sein, dass dunkle Blüten über dunklem Grund stehen werden  :-\


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: lord waldemoor am 15. November 2016, 10:31:40
du kannst ja hellen kies dort um die pflanze streuen oder was hell panaschiertes dazupflanzen
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. November 2016, 15:54:34
Hm, mal schaun....
Hier noch der Überblick über den jetzigen Pflanzplatz der 'extreme deep purple'-Hedi:

(http://up.picr.de/27474684lg.jpg)

Hinter dem Holzbalken, die ersten Blätter sind da grad in der Sonne.

Ich möchte auch noch mein "Anreicherungs"-Versuchsbereich zeigen:

(http://up.picr.de/27426146rr.jpg)

Der Heckenstreifen schließt hinter dem Feldahorn rechts am Bildrand an und läuft entlang der Grenze zum Nachbarn, es ist eine Wildhecke aus Kirschpflaumen-Ausläufern, von selbst angesiedeltem Weißdorn, Feldahornsämlingen, Ligustersämlingen, vereinzelt Pfaffenhütchensämlinge, vor Jahren hatte ich eine Cornus mas hineingepflanzt, die es inzwischen geschafft hat, sich "durchzuarbeiten" und aus dem Gewusel heraus blüht im Frühjahr, weiter oben, hinter der Jägerskulptur ein Schlehengebüsch, da sollen aber keine anderen Gehölze hinein.

Ich hatte vor 2 Jahren die Idee, den unteren Teil dieses Dickichtes irgendwie dekorativer zu bekommen und überlegt, welche Gehölze mit dieser schwierigen Situation klarkommen könnten und den Anblick bereichern würden.
Zu den ersten gesetzten Gehölzen gehörten eine Amelanchier alnifolia 'Martin', ein Cornus mas 'Kazanlak' und 'Schönbrunner Gourmetdirndl'.
Sie ertragen die Situation mehr schlecht als recht, vielleicht brauchen sie einfach unter dieser starken Konkurrenzsituation länger bis sie wirklich etabliert sind.
Dann folgte ein Flieder-Ableger, eine XChitalpa tashkentensis und näher zum Feldahorn, in mehr Schatten, eine Hamamelis 'Orange Beauty' und eine Chaenomeles 'moerloosei'.
Die XChitalpa war nach der Dürre dieses Jahr im Spätsommer welk, mal schauen, ob da noch was kommt, die Hamamelis tot - keine Ahnung ob durch Trockenheit (sie hatte einen Ballen aus sandiger holländischer Erde, der beim Herausnehmen letzte Woche immer noch staubtrocken war, während der Lehm drumherum schon wieder Feuchtigkeit aufgenommen hatte) oder einen Pilz, im August war sie auf einmal komplett welk.

Nun habe ich noch einen Heptacodium miconioides versuchsweise gepflanzt und einen Cotinus coggygria 'Golden Spirit'.
Wobei mir Letzterer vielleicht doch etwas zu künstlich in der Wildnis aussieht....eigentlich wollte ich die einfach-grüne Art pflanzen, fand aber nur 'Young Lady' oder eben 'Royal Purple' und die 'Golden Spirit' hatte ich völlig "verkramt", zu dicht an anderen Gehölzen, schon im Garten stehen.
Aber ich probiers einfach mal.
Auf der Liste der Versuchsgehölze stehen noch Colutea arborescens, Rhodotypos scandens, Lonicera xylosteum/fragrantissima/ x purpusii.....
Immergrünes möchte ich dort nicht, da im unteren Bereich des Dickichts Schneeglöckchen vom Feldahornfuß etwas einwandern, aus dem Schlehengebüsch von oben vielleicht in ein paar Jahren Winterlinge.
Direkt gepflanzt hab ich 260 Anemone blanda, die müssten sich dort eigentlich wohl fühlen.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Anubias am 19. November 2016, 17:27:51
Mir gefällt deine Strauchhecke mit einzelnen Blickfängen zu verschiedenen Jahreszeiten.

Lonicera fragrantissima hatte ich im alten Garten auf trockenem Sandboden etwa 1m neben einer großen Corylus avellana stehen, sie war zwar immer ein bißchen klein, hat aber gut durchgehalten und fleißig geblüht.
Sie hat nicht einmal im Hochsommer nennenswert geschlappt, die kann was ab  ;)

Das müsste bei dir dann doch eigentlich auch funktionieren.

Ich hab sie vor zwei Jahren ausgegraben und mit in den neuen Garten genommen. Dabei musste ich sie oben und unten stark einkürzen, ich hab ja nur ein kleines Auto  :) und auf dem jetzigen Platz ist sie losgewuchert wie irre  :D auch dicht an alten, eingewachsenen Gehölzen, aber nicht ganz so trocken.

Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 19. November 2016, 17:41:31
Ich kann das mit der Lonicera fragrantissima nur bestätigen. Ich habe mehrere Exemplare in einer Hecke neben Sanddorn und Ölweiden. Nach Süden ausgerichtet bekommt die Hecke eine Extraportion Hitze und Trockenheit ab. Und doch blüht die Lonicera je nach Witterung bereits im Winter oder zu Jahrebeginn, also in einer Jahreszeit, in der man Düfte und Blüten wahrlich gebrauchen kann. Dazu noch der schöne leuchtende Laubaustrieb im Frühjahr. Ich habe sie sehr gerne!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 20. November 2016, 09:40:53
und überlegt, welche Gehölze mit dieser schwierigen Situation klarkommen könnten und den Anblick bereichern würden.

Ich hatte mich kürzlich gefragt, ob man Gehölze in schwierigeren Situationen wohl besser eher klein pflanzt, so wie du es machst, damit sie sich von klein auf (besser) in die Gegebenheiten einpassen können? Wobei wenn sie klein sind sterben sie dann allenfalls auch schneller ab...ich konnte mir die Frage nicht eindeutig beantworten.

Obwohl es kein Gehölz ist, vielleicht gäb`s irgendwo, irgendwann einen Platz für Waldgeissblatt zum Klettern. Würde gut passen in dein Dickicht finde ich und ist ein grosser Umherdufter.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. November 2016, 19:08:26
@Anubias, MarkusG, vielen Dank für eure Erfahrungen mit der Lonicera fragrantissima!

@neo:
Die Frage hab ich mir auch gestellt.
Ich hab mich dann aber nach möglichst großen Containerpflanzen umgeschaut, damit wenigstens die oberen Spitzen auch aus dem dichten Blätterdach des bestehenden Dickichts herauslugen - kleine Pflanzen stünden im Dauerschatten und für Sonnenkinder wären das keine guten Startbedingungen :-\
Da der Flieder ein Ableger war, habe ich den klein gepflanzt, der scheint mir auch etabliert, ist aber in 2 Jahren bisher nur wenige Zentimeter gewachsen.

Andererseits leiden große Pflanzen mehr, wenn Dürre herrscht - der Topfballen kann ein Problem sein, wenn es ein Torfsubstrat ist, das kaum Wasser mehr aufnimmt, wenn es ausgetrocknet ist oder aus sehr sandigem Baumschulboden besteht.
Und die Wurzelmasse reicht noch nicht aus, um die große Pflanze in einer Mangelsituation auf Sparflamme am Leben zu erhalten.
Wenn es nicht ganz oben im Garten wäre und man im Sommer mit dem Schlauch die neugesetzten Pflanzen zwei Jahre lang im Sommer regelmäßig wässern könnte, wäre das Anreichern nicht so schwierig, denk ich mal.

Also auch hier keine eindeutige Antwort.

Hm, Waldgeissblatt hatte ich vor Jahren versucht, an einen riesigen Philadelphus zu pflanzen, das war ein ziemlicher Misserfolg.
Die Pflanze ist zwar irgendwie immer noch da (glaub ich), hat es aber nie geschafft, ins wachsen zu kommen oder gar zu blühen.
Ich denke, auch dort wegen zu großer Trockenheit im Sommer.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 21. November 2016, 20:46:42
Andererseits leiden große Pflanzen mehr, wenn Dürre herrscht - der Topfballen kann ein Problem sein, wenn es ein Torfsubstrat ist, das kaum Wasser mehr aufnimmt, wenn es ausgetrocknet ist oder aus sehr sandigem Baumschulboden besteht.

Ja, wird wohl bei einer Spiraea (recht gross gepflanzt) von mir so gewesen sein dieses Jahr. Vielleicht liegt die Antwort betr. Pflanzen-, Ballengrösse an schwierigen Standorten irgendwo in der goldenen Mitte. (Ich würde Spiraea heute dort nicht mehr so gross pflanzen.)

Waldgeissblatt mickert? ??? Dann hast du vielleicht nochmals trockenere Standorte als ich. Blühen tun sie hier im "immer Schatten" nicht und wachsen dort auch langsamer. Das Schönste wächst im Kirschlorbeer( obwohl er einen schlechten Ruf hat ;)), Boden pickelhart und im Sommer sehr trocken, recht viel Sonne.

Ich wünsche dir Erfolg bei deinen weiteren Pflanzversuchen. ;)

Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. November 2016, 10:36:59
Naja - das Waldgeißblatt steht UNTER einem 5m hohen Philadelphus und wahrscheinlich AUF einer selbstgebastelten Pflasterung meiner Vorfahren, die nach und nach unter einer Erdschicht verschwand.
Der Philadelphus hats wahrscheinlich geschafft, Wurzeln da durch zu bohren, das Waldgeißblatt eher nicht.....vielleicht sollte ichs dann doch oben in der Hecke nochmal probieren, so ganz extrem ists da ja dann doch wieder nicht  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: lord waldemoor am 22. November 2016, 10:47:19
auch ohne pflasterung würde sich das geissblatt nicht leicht tun unter einem großen phil
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 22. November 2016, 21:25:33
Naja - das Waldgeißblatt steht UNTER einem 5m hohen Philadelphus und wahrscheinlich AUF einer selbstgebastelten Pflasterung meiner Vorfahren

Und der Philadelphus ist da selber eingeflogen auf den Pflaster-Erdplatz? Ja, Sträucher können sowas, Wurzeln durch Pflastersteine schicken. Nachbars haben einen kleinen gepflasterten Platz der eigentlich für nichts ist und optisch mehr zu unserem Grundstück denn zu ihrem gehört. Sie haben dort länger nichts gemacht. Inzwischen steht dort eine kleine Baumschule mit schon recht grossen Sträuchern: Flieder, Buche, Feldahorn und Buchs (den haben sie entfernt), alles auf Pflaster.
Waldgeissbart kann gut klettern, aber die (Wurzel-)Erschliessung von Pflastersteinen gehört wohl nicht in sein Repertoire. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. November 2016, 10:27:37
Naja - das Waldgeißblatt steht UNTER einem 5m hohen Philadelphus und wahrscheinlich AUF einer selbstgebastelten Pflasterung meiner Vorfahren

Und der Philadelphus ist da selber eingeflogen auf den Pflaster-Erdplatz?
...

Nee, da bin ich dran Schuld, ich hab ihn selber vor 20 oder mehr Jahren dorthin gepflanzt.
Dabei hab ich auch die Steine unter einer Erdschicht entdeckt.
Hat ihn aber nicht dran gehindert, ein Monster zu werden  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. November 2016, 11:52:01
Über dem Heckenthema hätte ich fast vergessen, zu berichten, was mich noch kurz vorm Ende meines letzten Aufenthaltes für dieses Jahr sehr überrascht und begeistert hat:

(http://up.picr.de/27426244qj.jpg)

Ja, ich weiß, sieht nicht sehr beeindruckend aus  ;D

Es ist allerdings der letzte entdeckte Sämling, der 5., der Wiesenorchidee Himantoglossum hircinum, die es ganz allein auf sich gestellt geschafft haben, sich von ursprünglich 3 Mutterpflanzen, von denen seit 2 Jahren nur noch 2 übrig sind, auszusäen!  :D
Anscheinend sind die Bedingungen in der Wiese inzwischen soweit verändert, dass sich diese Orchideenart nicht nur halten, sondern auch ausbreiten kann, wobei es allerdings auch immer wieder Rückschläge gibt - eine ganz von alleine aufgetauchte Ophrys apifera verschwand nach der Blüte wieder, ebenso eine Anacamptis pyramidalis.
Meine Vermutung ist, dass die Wiese in trockeneren Jahren gute Bedingungen für die Orchideen bietet, da sie nicht so stark wächst und nicht zuviel Konkurrenz macht, in feuchten Jahren allerdings zumindest diese Arten ersticken kann.
Die Himantoglossum scheinen da robuster zu sein.
Ich hoffe auf weitere Sämlinge  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 23. November 2016, 12:44:31
Hallo Gartenplaner,

da möchte ich Dir aber herzlich gratulieren. Das ist schön und eine gewaltige Bestätigung Deiner Bemühungen. Die erste Blüte musst Du hier aber unbedingt zeigen.

Grüße
Markus
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. November 2016, 18:13:51
Vielen Dank!!  :D
Die erste Blüte, sobald sie sich denn zeigt, nach der Größe der Blattrosette könnte es nächstes Jahr soweit sein, werde ich natürlich zeigen.
Die Blütenstände der Mutterpflanzen habe ich hier im Thread bis auf dieses Jahr jedes Jahr gezeigt, die Blütezeit ist im Juni.

Jetzt aber mal noch ein paar spätherbstlich-frühwinterliche Einblicke:

(http://up.picr.de/27426085iq.jpg)

(http://up.picr.de/27426246qe.jpg)

(http://up.picr.de/27426198uu.jpg)

(http://up.picr.de/27474611wr.jpg)

(http://up.picr.de/27439937bt.jpg)

(http://up.picr.de/27474614ma.jpg)

(http://up.picr.de/27426193oa.jpg)

(http://up.picr.de/27426195cc.jpg)

(http://up.picr.de/27426182pv.jpg)

(http://up.picr.de/27426191ka.jpg)

(http://up.picr.de/27426178jx.jpg)

(http://up.picr.de/27439932hr.jpg)

(http://up.picr.de/27474610ed.jpg)

(http://up.picr.de/27426234ft.jpg)

(http://up.picr.de/27426240nh.jpg)

(http://up.picr.de/27426155lj.jpg)

(http://up.picr.de/27439933gu.jpg)

(http://up.picr.de/27439935ih.jpg)

(http://up.picr.de/27426214vr.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. November 2016, 18:58:21
Ganz wundervolle Eindrücke! Dein Park ist wirklich toll geworden.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. November 2016, 22:36:22
Oh, vielen lieben Dank!!! *rotwerd*  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 24. November 2016, 09:05:19
Dein Park ist wirklich toll geworden.

Ich denke, das Fragezeichen könnte aus dem Threadtitel raus, schön ist`s! ;)
Das 5. und 6.-letzte Foto mit den beiden schwungvoll geschnittenen Eiben (die dann in die Hecke übergehen, wenn ich`s recht sehe) ahh, das sieht gut aus! (Und überhaupt, irgendwie sehr ausgewogen zwischen immergrün und laubabwerfend.)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 24. November 2016, 09:22:34
Neo, Du hast das gut beschrieben, dem kann ich mich nur anschließen. Gerade das Bild durch den Efeu auf den Cornusgang ist toll. Aber auch die anderen Perspektiven entwickeln sich immer besser.

Gruß
Markus
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: SusesGarten am 24. November 2016, 15:44:41
Gefällt mir alles gut. Wie immer!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Treasure-Jo am 24. November 2016, 22:53:01
Oh, vielen lieben Dank!!! *rotwerd*  :D

Na komm, Du bist doch anerkannter Profi und Dein Projekt hat wirklich Referenzcharakter für mich!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 25. November 2016, 07:33:38
...Gerade das Bild durch den Efeu auf den Cornusgang ist toll. Aber auch die anderen Perspektiven entwickeln sich immer besser.

Gruß
Markus

Für das Bild hätte ich mir einen hochformatigen Laptop gewünscht, um das richtig genießen zu könen - das ist klasse geworden.
Diese Bilddokumentation über die Jahre der Entwicklung ist wirklich toll mitanzusehen. Wie aus den Ideen Wirklichkeit wird und diese im Laufe der Zeit immer besser harmonieren.  :D

Die Entwicklung deiner Orchideenwiese verfolge ich auch immer sehr gespannt. Glückwunsch zu diesem aktuellen Erfolg  :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. November 2016, 23:15:56
Danke euch allen!!  :D

...
Das 5. und 6.-letzte Foto mit den beiden schwungvoll geschnittenen Eiben (die dann in die Hecke übergehen, wenn ich`s recht sehe) ahh, das sieht gut aus! (Und überhaupt, irgendwie sehr ausgewogen zwischen immergrün und laubabwerfend.)

Ich hab teilweise Eibenhecken gepflanzt, wo früher Zäune das Grundstück unterteilten, das Carrée, welches jetzt der "große Rasen" mit der Sonnenmuschel ist, war früher Gemüsegarten und von der Schafsweide abgetrennt, noch früher war alles bis zum Ende der oberen Eibenhecke Gemüsegarten und auf der anderen Seite, wo jetzt die Hecke am Obeliskraum entlang ist, stand eine dichte Reihe riesiger Fichten, vielleicht auch mal als Hecke gepflanzt.
Da ich die Eibenhecken nicht einfach so "abgeschnitten" enden lassen wollte, hab ich an "Heckenköpfen" herumüberlegt bis sich mal das Bild eines barocken Treppenlaufs, der so seitlich ausschwang, zu dieser Idee verdichtete.

...Aber auch die anderen Perspektiven entwickeln sich immer besser.
...

Jetzt, wo die Eibenhecken ihre Soll-Höhe erreichen, funktionieren Blick-Leitung und -Brechung wie vorgestellt.
Und ich versuche immer, Endpunkt-Blickpunkte für Achsen zu schaffen, die jetzt orangefarbene Blutbuchenlaube der Querachse z.B. oder der Rankobelisk mit einer weiß-panaschierten Ampelopsis 'Elegans' (die allerdings eher langsam wächst und momentan noch den Rang von der Leycesteria 'Golden Lanterns' daneben, was Strahlkraft auf Entfernung angeht, abgelaufen bekommt) als Endpunkt für den Cornusgang.

...
Die Entwicklung deiner Orchideenwiese verfolge ich auch immer sehr gespannt. Glückwunsch zu diesem aktuellen Erfolg  :D

Das ist ja riesige Glückssache - daß die gepflanzten Knollen es überhaupt schaffen, anzuwachsen, daß sie dann auch Blühreife erreichen, dass Samen ausgebildet werden, dass der Samen vorm Mähen sich verteilt, dass der entsprechende Mykorrhiza-Pilz im Boden vorhanden ist, auf den der Samen am Anfang der Entwicklung massiv angewiesen ist, daß der Sämling nicht von Schnecken abgefressen, von einem Ameisenhaufen überbaut oder anders zu Schaden kommt, bis er nach 3-4 Jahren blühfähig ist....und daß ich überhaupt das Glück habe, welche im Wiesendickicht zu entdecken!!


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 27. November 2016, 07:41:05

Das ist ja riesige Glückssache - daß die gepflanzten Knollen es überhaupt schaffen, anzuwachsen, daß sie dann auch Blühreife erreichen, dass Samen ausgebildet werden, dass der Samen vorm Mähen sich verteilt, dass der entsprechende Mykorrhiza-Pilz im Boden vorhanden ist, auf den der Samen am Anfang der Entwicklung massiv angewiesen ist, daß der Sämling nicht von Schnecken abgefressen, von einem Ameisenhaufen überbaut oder anders zu Schaden kommt, bis er nach 3-4 Jahren blühfähig ist....und daß ich überhaupt das Glück habe, welche im Wiesendickicht zu entdecken!!

Vielleicht hast du - neben allem Glück - auch einfach ein gutes Händchen dafür ;)  :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Februar 2017, 22:46:54
Mal ein kleiner Vorbericht, ehe ich in 2 Wochen das erste Mal dieses Jahr im Garten bin:
Fernmündlich erhielt ich den Bericht, dass nach dem kleinen Wintersturm vor 2 oder 3 Wochen mal wieder ein Ast eines Zwetschgen- oder Pflaumenbaumes abgebrochen sei, es sah aus der Ferne aber nicht so wild aus.
Das war es bei erster näherer Betrachtung letzte Woche auch nicht - allerdings entdeckte meine Mutter dann auch noch 3 komplett umgelegte Zwetschgenbäume auf der Seite der Ruine  :o
Und bei zweien davon war es in keinster Weise vorherzusehen - sie trieben (noch) Laub im Sommer und sahen nicht altersschwächer aus als ihre Nachbarn.
Für einen dieser Bäume hatte ich schon Ersatz, eine Pekannußsorte, gepflanzt, der auch nicht zu Schaden kam.
Bei dem zweiten brach nur die gesamte Altkrone ab, der Strunk mit einem seitlichen mehrjährigen Neutrieb in anderthalb Metern Höhe, der schon eine kleine Krone gebildet hatte (und den ich in weiser Vorraussicht stehen gelassen hatte, damit er die überalterte Krone vielleicht mal ersetzen könnte), bleibt erstmal stehen.
Beim dritten muss ich mir jetzt überlegen, welches Obst ich denn da nachpflanzen möchte, um das ursprüngliche Obstbaum-Pflanzraster wiederherzustellen.

Die Erkenntnis, dass die Zusammenbrüche der Zwetschgen und Pflaumen, dahingehend, dass Wurzeln brechen und die ganzen Bäume umfallen, auch ganz plötzlich und unvorhersehbar passieren können, bewog mich jetzt jedenfalls dazu, einen weiteren Kandidaten nahe der nachbarlichen Grenze auch demnächst entfernen zu lassen.
In den letzten Jahren war ja schon ein Baum abgestorben, hatte vor 2 Jahren nicht mehr ausgetrieben, stand aber absolut fest und hatte nichtmal Äste in den Jahren davor verloren - da fällt es mir dann schwer, den stabilen Strunk entfernen zu lassen, da er doch noch lange einen Lebensraum für alle möglichen Tiere bietet, bei den Wildbienen angefangen, die das Altholz zum Brüten nutzen....
Allerdings muss ich abwägen, ob so eine Ruine dann nicht vielleicht irgendwann auf das junge Bäumchen kracht, das als Ersatzbaum daneben steht  :-\

Jetzt stehen erstmal die ersten Pflanzenmärkte des Jahres an - mal schaun, ob ich mich von der Galanthomanie anstecken lasse  ;D

Hatte so als Idee, dass hier auf dem Bild rechts im Adiantum venustum, hinter der Tuffmauer zum Gartenhof und in einer Höhe von so 70cm vom Hof aus, ein guter Platz für eine Schneeglöckchensorte wäre, kleine Fläche, nah am Auge...vielleicht eine gelbe oder reinweiße?
Allerdings müsste sie hoch genug werden, um aus dem Adiantum heraus zu schauen.

(http://up.picr.de/27978481ol.jpg)

Glücklicherweise habe ich einen Teil-Immunschutz: Sorten mit so filigransten Unterschieden der Blüte, dass man eine Lupe braucht, reizen mich nicht, "grüne" reizen mich nicht, alle Galanthus elwesii und Sorten mag ich nicht wegen dem meinem Empfinden nach zu breiten, plumpen Laub....
Es muss schon ein idealer "Präsentierplatz" und eine möglichst große Auffälligkeit der Blüte der Sorte, kombiniert mit elegantem Laub, für mich zusammenkommen.

Dafür freue ich mich darauf, zu sehen, wie gut sich meine kleinen "Weißen Wiesen"-Flecken weiterentwickelt haben  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 08. Februar 2017, 13:39:26
ein guter Platz für eine Schneeglöckchensorte wäre, kleine Fläche, nah am Auge...vielleicht eine gelbe oder reinweiße?

Wäre sicher beides schön. Ganz weiss ein bisschen zurückhaltender, eleganter, gelb frecher, auffälliger (auch zusammen mit der blauen Tür). So oder so eine schöne Ecke.
Bin gespannt auf deine Schneeglöckchenwiese. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Obstjiffel am 10. Februar 2017, 16:30:53

Hier noch der Überblick über den jetzigen Pflanzplatz der 'extreme deep purple'-Hedi:

(http://up.picr.de/27474684lg.jpg)


Du hast doch einen Sims vor der Hedi, ich finde es bietet sich an, dort etwas davor zu stellen. Auf die Art kannst du ihr "künstliche" Beschattung spenden. Wenn du es erst in etwas Abstand stellst muss es höher sein, verdeckt aber nicht den Blick auf die Pflanze. Finde den Platz eigentlich genau richtig für die Hübsche.

Hab mich in den letzten Tagen langsam durch diesen Faden gearbeitet und bin hin und weg. Mich würde ja nichts mehr aus diesem Garten bekommen, ein Traum und so viel zu entdecken! Danke für dein teilhaben lassen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 11. Februar 2017, 14:56:18
@Obstjiffel:
es freut mich, dass du Freude an meinen kleinen Erlebnis-/Erfahrungs-/Planungs-/Scheitern-Geschichten hast  :D

Du siehst das schon richtig mit dem Sims - aber im Gesamtkontext sollen die Steinbrocken eine naturalistisch anmutende Verlängerung der Abfangung des Gelände im Anschluß an die Trockenmauer darstellen und ein dort stehender Topf würde die Idee komplett kippen, die Situation von vorn sieht so aus:

(http://up.picr.de/27168058ss.jpg)

Eigentlich ist der Platz wirklich gut für so mediterrane Trockenheits- und Hitzeliebhaber - dem Cheilanthes tomentosa schien es allerdings letztes Jahr ZU trocken gewesen zu sein, der ist eingegangen nach einigen Jahren an der Stelle - ich hatte auch schon überlegt, Euphorbia characias ssp. wulfenii dorthin zu pflanzen, aber wenn die dort zu so einem Busch würde wie die am anderen Ende der Mauer, wäre der halbe "Felsen" verdeckt  :o

Ich war ja die Tage auf dem ersten Pflanzenmarkt des Jahres, dort habe ich Acis autumnalis ssp. oporantha gekauft, vielleicht pflanze ich dort eine andere, dann eben blatthübsche Hedi dorthin mit ein paar Acis-Zwiebeln kombiniert.
Die Acis sind eigentlich für die Fläche am Stammfuß des großen Feldahorns gedacht, im vorderen, sonnigeren Bereich.
Da dort die Hedis gut wachsen und sich aussäen, Tulipa sylvestris sich bestockt und immer mehr Blüten hervorbringt und Galanthus reginae-olgae ssp. reginae-olgae beim ersten Versuch auch dort gut wiederkam, hatte ich schon an Acis autumnalis letzten Herbst herumüberlegt, ich hatte sie auf dem Pflanzenmarkt im GRUGA-Park in Essen gesehen und mich danach informiert.
Da ich dort nun Pflanzen in Töpfen entdeckte, hab ich zugeschlagen und probier das mal aus.
Ich frage mich, ob das Falllaub im Herbst nicht zuviel sein könnte, aber der natürliche Lebensraum von Acis austumnalis wird als weitgefächert beschrieben, von Buschland über Waldlichtungen bis Wiesen oder sogar Schotterflächen - schaun wer mal  ;D

Der Pflanzenmarkt waren die Schneeglöckchentage von "De Boschhoeve", eine Staudengärtnerei nicht weit der deutschen Grenze in Holland bei Arnheim.
Ich wollte hauptsächlich Cyclamen coum nachkaufen, Jan Bravenboer, ein Cyclamen-Spezialist, ist dort immer präsent, letztes Jahr hatte ich schon einige wenige C. coum gekauft und das wollte ich ausweiten.
Hier die Ausbeute:

(http://up.picr.de/28275533wc.jpg)

Vielleicht hätt ich doch mehr mit Muster und weniger rein silberne nehmen sollen...nur gabs keine Abstellfläche am Stand, ich musste alle Ausgewählten rüberreichen, wo sie gleich in eine Tüte gepackt wurden - so konnte ich natürlich nicht mehr vergleichen, was für Laubfärbungen ich schonmal ausgewählt hatte  :-\
In 3 Töpfchen stecken 2 verschiedene drin, 2x was Blütenfarbe angeht, einmal vom Laubmuster her, aber die Frage ist, ob ich die auseinander bekomme, mal schaun.
Ich hoffe ja, dass sie sich bei mir so gut aussäen wie die C. hederifolium, wahrscheinlich wird dann das "klassische" coum-Muster bzw. rein grün auch mit dabei sein - insofern lieber Besonderheiten gleich von Anfang an gut repräsentiert im Genpool haben, das "Normale" kommt ja meist von alleine  ;)

Auch letztes Jahr im Frühjahr hatte ich zum ersten Mal die oben schon erwähnten Galanthus reginae-olgae ssp. r.-o. "in the green" gekauft und da von 7 Stück gleich 4 mit Blüte im Herbst wieder auftauchten, wollte ich, wenn sich die Möglichkeit ergeben sollte, auch noch welche nachkaufen, was ich konnte.

Schlußendlich hat mich ja der jedes Jahr im Winter so raumgreifende Galanthus-Thread im Forum auf die Idee mit einer Sorte im Gartenhof gebracht, die ich schon weiter oben schilderte.
Alllerdings hab ich bei De Boschhoeve von den gelben Sorten nur 'Primrose Warburg' live und in Farbe sehen können - und war eher enttäuscht.
Für mich war der Fruchtknoten grad mal olivgrün, nicht wirklich gelb.
Nächstes Wochenende sind die Schneeglöckchentage in Nettetal, vielleicht kann ich mir da ja noch 'Spindlestone Surprise', 'Wendy's Gold', 'Spetchley Yellow', Sandersii Group....mal in real anschauen, ob bei denen die Farbe eher meinen Erwartungen entspricht.



Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: APO1 am 11. Februar 2017, 15:25:21
Hi Gartenplaner,
nun bin ich schon ein paar Tage in deinem sehr schönen Garten unterwegs und muss neidlos zugeben es ist klasse bei dir. So viele Ideen und Anregungen auch für mich. Einiges kann ich auch in meinem kleinen Garten umsetzen. Ich werde weiter hier unterwegs sein.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Obstjiffel am 11. Februar 2017, 22:11:19
Einen Topf sehe ich auf dem Sims auch nicht. Aber einen Wurzelgeist oder irgendetwas anderes holziges könnte ich mir gut vorstellen. Evtl. sogar von oben herablaufend, solang es natürliches Material ist, welches aber ruhig etwas darstellen darf. Spannend wird es wenn jeder etwas anderes darin sieht ;o)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Februar 2017, 18:14:23
@APO1: vielen Dank!  :D
Schön, wenn für den/die eine(n) oder andere(n) Anregungen mit dabei sind!  :D

@Obstjiffel: oh, ich sehe, du hast so lustige Ideen wie ich  ;D

Und während ich an kleinen Eckchen rumüberlege, stehen in der Nachbarschaft richtig große Veränderungen an :-\
Der Nachbar zur rechten Seite, dessen Wiese entlang des "Panoptikum" und oben begrenzt von der Einfahrt zum Garten an uns stößt, plant, diese Wiese nun zu bebauen, wie ich per Eildepesche aus Luxemburg gestern erfahren hab.
Ein Mehrparteienhaus mit 12 Wohnungen und ein Einfamilienhaus sollen dorthin.
Der Nachbar hat meine Mutter um ein Gespräch gebeten, damit er sein Projekt präsentieren kann, er möchte auch nochmal mit mir reden, was ihm hoch anzurechnen ist, denn brauchen täte er das nicht, es ist ja sein Grundstück.

Das wird definitiv diesen Ausblick verändern:

(http://up.picr.de/28290029dc.jpg)

Die Wiese liegt direkt hinter der Hecke hinter der Amphore am Ende der Achse.
Das Haus aus Sandstein, auf das die Querachse mit der Baumallee jetzt ausgerichtet ist, schöner alter Dorfbaubestand, wird hinter dem Einfamilenhaus-Neubau verschwinden, ebenso wie das Gehöft von 1870 daneben hinter dem Mehrparteienhaus.
Noch stärker wird es sich auf den Ausblick vom Küchenfenster aus auswirken:

(http://up.picr.de/28289926aj.jpg)

Die zu bebauende Wiese liegt hinter der niedrigen Hecke die schräg durch die Bildmitte verläuft.

Ich hatte schon ganz am Anfang, vor 15 Jahren, überlegt, ob ich auch an der Grenze eine freiwachsende Hecke aus Cornus sanguinea pflanzen sollte, aber den Achsenausblick auf das Nachbarhaus wollte ich nicht versperren - da sich das dann bald erledigt hat, werde ich die Idee wohl nochmal hervorholen.
Andererseits ist es vielleicht eine Chance, die jetzige, wild aufgelaufene, freiwachsende Hecke genau auf der Grenze loszuwerden, die aus Weißdorn, Feldahorn, Holunder besteht und ohne regelmäßigen Schnitt - den beide Parteien zu gleichen Teilen erledigen müssen - baumartige Ausmaße annehmen würde.
Das wäre mit einer reinen Cornus sanguinea-Hecke nicht mehr der Fall.
Auf dem zweiten Bild kann man, mit rötlichem Herbstlaub, einen uralten Bluthartriegelbusch fast genau in der Bildmitte erkennen, der nie geschnitten wurde - höher als 4-5m werden die nicht.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Natternkopf am 12. Februar 2017, 18:40:56
@Gartenplaner

Schöner Bericht.
Tja , gebaut wird halt.

Geniesen das es bisher so war.

Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Obstjiffel am 13. Februar 2017, 09:25:40
Oh sehr schade mit dem Bauvorhaben. Gibt es dort Bauvorgaben, was das aussehen betrifft? Wobei du andererseits den Stilbruch, den ein Neubau bestimmt bedeutet, auch gleich mit einbeziehen kannst. Wer weiß was sich ergibt  ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: APO1 am 13. Februar 2017, 10:07:59
Wie groß ist denn das Grundstück oder die Fläche welche bebaut werden soll? Wie sieht denn die Nachbarschaftsbebauung aus?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 13. Februar 2017, 10:37:56
Wie groß ist denn das Grundstück oder die Fläche welche bebaut werden soll? Wie sieht denn die Nachbarschaftsbebauung aus?

Wenn ichs richtig verstanden habe, stellt der Nachbar das Vorhaben bei Gartenplaner erst noch vor.

Ich finde es sehr schade, dass da gebaut werden soll, egal, wie es dann letztlich aussieht. Wer den Thread verfolgt hat, weiß wie wichtig Gartenplaner Perspektiven sind. Der ganze Garten lebt von Perspektiven. Und dieses Gebäudeensemble war ja wirklich einmalig. Natürlich wird es auch eine "Herausforderung" sein, auf die es dann eine gestalterische Antwort geben wird. Aber erst einmal ist das doch eine große Sch...!

Markus
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Cryptomeria am 13. Februar 2017, 10:57:50
Der Nachbar wird sich freuen, kann er doch seine Wohnungen mit diesem Ausblick auf Gartenplaners Garten als bevorzugt vermieten. Vielleicht plant er in diese Richtung noch Balkone.
Umgekehrt aus Sicht von Gartenplaner ist das eine Herausforderung. Schade, dass nicht wenigstens 2 oder 3 alte hohe Nadelbäume stehen, etwa wie links, die in der Höhe ein bisschen verdecken/ unterbrechen könnten. Hecken bringen bei Mehrfamilienhäusern als Sichtschutz natürlich wenig.
VG Wolfgang
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Weidenkatz am 13. Februar 2017, 10:59:09
Wunderschön, wie bisher alles zusammenpasst!  :D :-\
Der Nachbar selbst ist der Bauherr?
Vielleicht kann man ihn im Gespräch überzeugen, beim Bauen den Charakter der Umgebung zu berücksichtigen? Wenn er dort selber wohnt, hätte er daran sicher auch Interesse.
Gibt es  nicht Regelungen, dass sich die Neubauten ggü. den Altbauten einfügen müssen - der Kontrast nicht so extrem sein darf?

Ich drücke für einen zufriedenstellenden Ausgang  jedenfalls fest Daumen!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. Februar 2017, 12:11:42
Vielen lieben Dank für eure rege Anteilnahme!!
Wobei ich das Ganze jetzt auch nicht so dramatisch sehe.
Ich hab sogar zufälligerweise ein Foto von der Wiese, weil ich von der Strasse aus ein Foto machte, nachdem ich den Kastanienholz-Staketenzaun entlang der Einfahrt in den Garten aufgestellt hatte:

(http://up.picr.de/28310338gp.jpg)

Am oberen Ende der Staketenzaun, das weiße ist ein BigBag, der auf Abholung wartete, dahinter kommt der Eibenhain, links der Zaun ist die Grenze zu uns, ganz links die "Ruine" im Garten.

Irgendwo im Hinterkopf war mir schon klar, dass diese Fläche früher oder später bebaut werden würde.
In Luxemburg wird seit Jahren die Nachverdichtung der Bebauung innerhalb der Ortschaften unterstützt - was ja auch sinnvoll ist, anstatt immer mehr Wohnsiedlungen auf die grüne Wiese außerhalb zu setzen.
Und, so wie das Dorf heute aussieht, mit um die 1000 Einwohnern, das gibt es auch noch nicht so lange, ich habe mir letztens Luftbilder angeschaut, die das Kadasteramt online präsentiert, auf dem Luftbild von 1951 gabs im Ort grad mal 28 Häuser, heute sinds 261 Gebäude, dabei nicht die Reihenhäuser einzeln gezählt.
In den 60er Jahren gabs schon einen Bauboom durch die florierende Eisenindustrie (ArcelorMittal).
Die Nachbarschaft um unseren alten Bauernhof herum ist also auch schon sehr heterogen und "bunt".

Es gibt die Regelung, dass Neubauten nicht höher werden dürfen als der Altbestand, insofern wird das alles höchstens 3 Stockwerke hoch, insofern könnte ich mit meiner freiwachsenden Cornus-sanguinea-Hecke von 4-5m schon einiges ausrichten.
Aber ich glaube, es gibt keine Regelungen für ein "ortstypisches Erscheinungsbild", könnte also auch ein Glaskasten dahin kommen  :-\
Wobei "ortstypisches Erscheinungsbild" in Luxemburg eh schwierig ist, viele Dörfer im Südteil des Landes bestanden bis ins 20. Jh. nur aus ein paar wenigen Häusschen wie unser Ort ja auch, das meiste wurde in den 50er-70ern gebaut, ist also auch nicht so alt und auch schon "kunterbunt" gemischt von den Stilen.
Vor anderthalb Jahren trat eine ähnliche Situation beim Nachbarhaus links von uns auf, das sollte verkauft werden und ein Bauunternehmer trat an uns heran wegen Aufmaßarbeiten, die einfacher auszuführen waren, wenn die Feldmesser in den Garten durften und um uns ins Bild zu setzen.
Der wollte die 2 zusammengehörenden kleinen alten Häuser abreißen und ein Mehrparteienhaus, mit 4 Wohnungen, anstatt dahinbauen.
Er hatte auch schon fertige Pläne und Ansichten, die er mitbrachte, das war schon ein ziemlich moderner Kubus.
Wäre aber eh hinter der Haselnußhecke im Gehölzgarten gewesen, also hätte man vom Garten aus nicht viel gesehen  ;D
Allerdings war das Grundstück für so ein Projekt eher ungünstig, schlußendlich verlangte die Bauvorschrift der Gemeinde, die auch darauf beharrte, dass das neue Gebäude genauso weit weg von der Strasse stehen müsste, wie die 2 alten (der Bauunternehmer hatte da auf 2m mehr nach vorne gehofft und spekuliert), so daß er das Projekt komplett aufgab.
Inzwischen ist das Haus verkauft und eine Familie ist eingezogen, die sich das alles innen neu gemacht haben.
Freute uns schon ein bisschen, dass nicht so ein moderner Würfel auf einmal neben unserem Hof von 1779 stand  8)

Der Nachbar ist aus dem Ort, ich will hier nicht zu sehr in die Details gehen.
Er hatte beim Treffen mit meiner Mutter auch schon die fertigen Pläne dabei und hat uns ein Exemplar da gelassen, nächste Woche kann ich mir das also mal ansehen.
Der Architekt ist übrigens ziemlich geschäftstüchtig - auf dem Plan hat er gleich mal gestrichelt angedeutet, wie eine Wohnstrassenerschließung samt Bebauung auf der Fläche meines Gartens aussehen könnte  ;D ;D ;D

Der Ausblick im Garten über die Querachse auf das alte Haus wird wahrscheinlich leider perdu sein, hängt davon ab, wo das Einfamilienhaus stehen wird - aber ich hatte ja schon mit der großen Amphore und der Bank auch im Garten selber einen Endpunkt der Achse angelegt, das kann ich dann ja noch ausbauen.
Ich sehs relativ gelassen, ändern kann ich ja eh nicht wirklich was  :)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Februar 2017, 23:07:07
Der erste Besuch im Garten dieses Jahr!

(http://up.picr.de/28374904io.jpg)

Allerdings hat der lange, kühle Winter alles in Winterschlaf gehalten, die Schneeglöckchen sind erst zu einem kleinen Teil in Blüte, von vielen anderen Frühjahrsblühern ist noch gar nichts zu sehen.

(http://up.picr.de/28375217xy.jpg)

(http://up.picr.de/28375340xy.jpg)

Bei zwei der Hedis auf der Baumscheibe zwischen den Schneeglöckchen hat sich ein rötlicher Fleck auf der Blattmitte durch die Kälte ausgebildet, was nicht so häufig ist:

(http://up.picr.de/28375436kv.jpg)

Letztes Jahr erfolgte die zweite Mahd der Wiese sehr spät, weil die Firma nicht in die Gänge kam, erst Mitte November.
Das hat nun aber den Vorteil, dass die Wiese sehr niedrig ist, die Frühlingszwiebeln, so sie denn austreiben, gut zur Geltung kommen werden.....

Und ich erstaunlicherweise Orchideensämlinge momentan sehr gut erspähe!
2 neue Sämlinge von Himantoglossum hircinum , zu den 3, die ich schon letztes Jahr gefunden hatte, dazu noch eine Pflanze, wo ich nicht ganz sicher bin, ob es noch ein Sämling der Himantoglossum ist, oder die Ophrys apifera, die 2013 blühte, danach aber nicht mehr wiederzufinden war und nicht mehr blühte.
Insgesamt hab ich momentan 2 erwachsene Himantoglossum und 5 größere, vielleicht schon blühfähige, Sämlinge sowie 4 kleine Sämlinge um eine der Mutterpflanzen, die aber (vielleicht durch die Nähe der Mutterpflanze) nicht vorankommen.
Einer der 2 (3?) neuen Sämlinge:

(http://up.picr.de/28375067dz.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 01. März 2017, 16:54:38
Wie schon geschrieben ist die Vegetation durch den gleichmäßig kalten Winter etwas zurück und es gibt noch nicht so viel pflanzlich Interessantes zu sehen.

(https://up.picr.de/28432103km.jpg)

Diesmal mach ich den Rundgang andersherum, also zuerst Richtung "Ruine" und Eibenhain.
Im Bereich des Weges Richtung Ruine sind durch das Sturmtief "Egon" im Januar 2 Zwetschgenbäume umgeworfen und bei einem der Großteil der Krone abgebrochen worden, die aufgewühlte Erde ist die Stelle, wo einer stand:

(https://up.picr.de/28432124ns.jpg)

Der zweite ist direkt neben die Ruine gestürzt, ohne jedoch größere Schäden anzurichten (ob die Ruine es verkraftet hätte, wenn der Baum direkt drauf gefallen wäre, ist fraglich)
Die zersägten Reste warten auf den Abtransport:

(https://up.picr.de/28432122cp.jpg)

Allerdings hat mich dieses Ereignis, welches völlig ohne vorherige "Vorankündigung", in Form von größeren abgebrochenen Ästen in den letzten Jahren, passierte, dazu bewogen, noch ein paar weitere alte Zwetschgenbäume gleich mit entfernen zu lassen.
Das Skurrile ist, dass ein oder zwei weitere Zwetschgen schon seit einem bzw. 2 Jahren nicht mehr austreiben, also offensichtlich abgestorben sind - die sind aber stehen geblieben, während diese 3 noch lebendig waren.

Vor allem ein nahe der Grenze zum Nachbarn stehender Baum muss weg, bevor auch der ohne Vorwarnung zum Nachbarn hin umfällt, und die 2 Obstbaumreste im Fossilienhain können dann gleich mit weg.

Die Ruine ist doch erstaunlich schnell mit Efeu überwachsen, hatte nicht gedacht, dass es so schnell geht, zumal es eine Efau-Sorte ist, kein "normaler":

(https://up.picr.de/28432134lc.jpg)

Die dort hausenden Wesen freuts jedenfalls  ;D

(https://up.picr.de/28432142kg.jpg)

(https://up.picr.de/28432929mp.jpg)

Und auch die Kamelie ('Black Lace') fühlt sich dort wohl und ist voller Knospen.
Unter dem Betondach-Rest wächst eine andere Efeusorte ebenfalls erstaunlich gut, eigentlich aus der Zimmerpflanzenabteilung mit tropfenförmigen Blättern:

(https://up.picr.de/28433024ea.jpg)

Im Wiesenbereich gegenüber der Ruine habe ich, wie ich inzwischen dank kompetenter Auskunft im orchideenkultur-Forum weiß, wirklich die Ophrys apifera wiedergefunden, die 2013 blühte - oder ein Sämling von ihr - und dazu noch, am letzten Tag im Garten, einen weiteren Himantoglossum-Sämling  :D
Und auch die Austriebe der 2 vorletztes Jahr neu gepflanzten Orchis purpurea sind da!  :D :D

Von einer Nachbarin habe ich Steine geschenkt bekommen, die bei deren Hausumbau übrig geblieben waren, damit habe ich mal versuchsweise eine kleine "Ruinenverlängerung" der Trockenmauer gebastelt, die Trockenmauer schliesst direkt links an:

(https://up.picr.de/28432211kl.jpg)

Dort ist ein Versprung im Gelände, es lugen Steine aus der Erde hervor und anhand eines alten Kadasterplanes konnte ich feststellen, dass an dieser Kante mal ein kleiner Verbindungsweg durch das Grundstück lief Richtung Kapelle und Friedhof, bzw. zwischen 2 Grundstücken, die jetzt den Garten ausmachen.
Meine Urgroßeltern oder Großeltern haben diesen Weg wohl in den 20er Jahren aufgekauft, wahrscheinlich in einem Zug mit dem Kauf des Grundstücks, auf dem inzwischen die Ruine steht, in späteren Plänen wird der Weg nicht mehr aufgeführt.
Mit dem Verlauf der neuen Trockenmauer und jetzt diesem kleinen Anhang mache ich diese ehemalige Grenze sichtbarer.

Im Eibenhain regt sich auch noch nicht so viel:

(https://up.picr.de/28432153vx.jpg)

Allerdings weisen einige Helleboren einen reichen Knospenbesatz auf:

(https://up.picr.de/28432147xx.jpg)

Weiter oben im Garten waren bis zum Ende meines Besuchs glücklicherweise die Schneeglöckchen doch noch ein gutes Stück weiter aufgeblüht:

(https://up.picr.de/28432270ff.jpg)

In der Hecke hinter dem Feldahorn schien es mir die letzten Jahre eher so, als ob es den Schneeglöckchen dort im Sommer doch zu trocken ist, momentan sieht es aber so aus, als ob sie sich auch da ausbreiten, was natürlich schön wäre:

(https://up.picr.de/28432252mv.jpg)

Und an der oberen Gartengrenze geht es auch voran - wenngleich langsamer durch die Gräserkonkurrenz, dort stehen die Schneeglöckchen in der Wiese:

(https://up.picr.de/28433002ml.jpg)

(https://up.picr.de/28432229jc.jpg)

Zur linken Seite hin hatte ich im Herbst nochmal Schneeglöckchenzwiebeln gepflanzt, von denen ich erste zaghaft spriessende entdeckte, da muss ich beim nächsten Mal schauen, wie gut die Anwachsrate ist.
Und auf der linken Seite wieder zurück Richtung Haus beeilten sich auch die Märzbecher, aus ihrem Winterschlaf zu erwachen - während ich am Anfang letzter Woche nur kleine Spitzen erspähen konnte, sah es Ende letzter Woche immerhin schon so aus:

(https://up.picr.de/28432272vn.jpg)

Und weiter runter zum Gehölzgarten, vorbei an der (Noch)Aussicht über die Querachse:

(https://up.picr.de/28432231df.jpg)

Im Gehölzgarten habe ich die Cyclamen coum gepflanzt, ansonsten ist auch in den Beeten noch nicht viel los ausser den winter/immergrünen Stauden (und Gehölzen):

(https://up.picr.de/28432177mv.jpg)

(https://up.picr.de/28432191qr.jpg)

(https://up.picr.de/28432160kz.jpg)

(https://up.picr.de/28432167zd.jpg)

(https://up.picr.de/28432913bz.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: APO1 am 01. März 2017, 17:01:18
Danke war wieder ein schöner Rundgang. Da kommen wieder Erinnerungen an unser altes Grundstück zurück. Ich muss sagen das ist Garten wie ich ihn mag.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. März 2017, 23:51:57
Ich hatte ein bisschen Sorge, die Vollblüte der "Tommies", Crocus tommasinianus, zu verpassen, aber das Timing war ziemlich perfekt letzte Woche:

(https://up.picr.de/28594290jq.jpg)

(https://up.picr.de/28594337cg.jpg)

(https://up.picr.de/28594269kf.jpg)

 :D :D :D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. März 2017, 23:52:47
Der "Schneeglöckchenschal" um den Feldahornstamm hat dank Mineraldüngung gegen Ende Februar ordentlich Blattmasse gebildet und sieht jetzt im Abblühen gar nicht mehr so zart aus  :o

(https://up.picr.de/28656082gr.jpg)

Die Chionodoxa/Scilla luciliae, die ich damals zusammen mit den Schneeglöckchen gepflanzt hatte, sehen etwas überrannt aus, halten sich aber und jedes Jahr sehe ich viele Sämlinge, von denen aber anscheinend wenige erwachsen werden - merklich mehr werden es nicht.

(https://up.picr.de/28656080it.jpg)

Dafür entdeckte ich andere Sämlinge, von denen ich sehnlichst hoffe, dass sie erwachsen werden - nämlich welche von Tulipa sprengerii! (das grasartige Blatt mit brauner Samenhülle oben dran  ;))

(https://up.picr.de/28594420yp.jpg)

Auch die Märzenbecher haben noch Blüten nachgeschoben:

(https://up.picr.de/28656111ir.jpg)

Und links angrenzend daran habe ich Corydalis solida unter die Cornus-Hecke gepflanzt, noch ein Frühlingsblüher, bei dem ich auf Ausbreitung hoffe.
Letzten Herbst pflanzte ich 'Vuurvogel', im Herbst davor 'G.P. Baker', ich denke mal, dass der längerstehende schon blüht (oder die Farben der Sorten unterscheiden sich kaum  ;D):

(https://up.picr.de/28648645tv.jpg)

(https://up.picr.de/28648641ip.jpg)

Ich hoffe auf ein (rosa)rotes Glimmen unter der Hecke  :)

Gleiche Hecke, aber 50m weiter Richtung Haus - es ist mir endlich mal gelungen, die Schneeglöckchenmassen dort unterm Cornus fotografisch einzufangen.
Auch die hatte ich gedüngt und jetzt sieht es nicht mehr ganz so aus, als ob das Efeu eine Bedrohung für die Schneeglöckchen sein könnte, es ist komplett unter Schneeglöckchenlaub verschwunden:

(https://up.picr.de/28595561fs.jpg)

Im Beet davor, der einen Hälfte des Gehölzgartens kommt auch langsam Leben:

(https://up.picr.de/28595487ji.jpg)

(https://up.picr.de/28593367at.jpg)

Die Helleboren dort blühen auf:

(https://up.picr.de/28656067jw.jpg)

Diese gefällt mir besonders, weil sie mehr seitlich gerichtete Blüten aufweist:

(https://up.picr.de/28648926xu.jpg)

Die hatte ich im Spätsommer dahin umgepflanzt:

(https://up.picr.de/28648930rm.jpg)

Ich stelle fest, dass es im Eibenhain, wo ich mit den Helleboren angefangen habe, kontinuierlich zu dunkel wird, die Blüte lässt bei den zu schattig stehenden nach oder bleibt aus, ich werde auch dieses Jahr noch welche von dort in den Gehölzgarten umpflanzen.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. März 2017, 00:02:54
Nochmals zurück zur Wiese:

(https://up.picr.de/28648844pq.jpg)

Narcissus pseudonarcissus ssp. lobularis, die in der belgisch-luxemburgischen Grenzregion und in der Eifel wild vorkommt.
Leider scheint sie sich bei mir nicht von sich aus auszubreiten, aber ich habe beschlossen, da sie mir so gut gefallen, Zwiebeln nachzupflanzen.
Hinter den Narzissen kann man hier im Hintergrund die Spontanbaustelle erahnen, die sich durch den sehr kräftigen Rückschnitt der nachbarlichen freiwachsenden Hecke durch den Nachbarn auftat - es war alles ziemlich löcherig und vor allem offen, weil es schon lange keinen richtigen Zaun mehr in der Hecke gab.

(https://up.picr.de/28675286ty.jpg)

Also hab ich mal eben schnell einen Zaun dahingestellt  ;D

(https://up.picr.de/28656107hr.jpg)

(https://up.picr.de/28656110wo.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: YElektra am 23. März 2017, 01:04:17
Die Frühlingsblüher in deinen Wiesen sehen fantastisch aus. Ich bin schon gespannt auf die weitere Fotodokumentation im Laufe des Jahres! :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 23. März 2017, 06:08:39
Hallo Gartenplaner,

Deine Bilderserie war jetzt genau richtig, um mit einer Tasse Kaffee in den Tag zu kommen. Danke!

Markus
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. März 2017, 10:39:38
@YElektra:
danke - es sind nur immer viel zu wenige  ;D
Mir fehlt leider ein bisschen die Geduld, auf die langsam anrollende Vermehrungswelle zu warten (bei den Crocus hab ich schon einzelblättrige Sämlinge zwischen den gepflanzten "Gruppen" gefunden, auch bei den Leucojum tauchen Sämlinge auf  :D) und im Herbst Arbeitskapazität und Zeit, um per Pflanzung die Verbreitung voran zu treiben  :-\

@MarkusG:
freut mich!  :D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: YElektra am 25. März 2017, 00:13:52
Ein Gärtner ohne Geduld? ;D Ich finde es schon jetzt schön, insbesondere die dünn gesteckten Narzissen haben eine dezente Wirkung die mir sehr gut gefällt.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. April 2017, 19:37:20
Der Frühling ist da!

(https://up.picr.de/28865864wz.jpg)

(https://up.picr.de/28865869om.jpg)

(https://up.picr.de/28865866ny.jpg)

Die Anemonen und der Arum italicum 'Pictum' wirken unter der Hängebuche ein bisschen wie in einem überdimensionalen Vogelkäfig  ;D

(https://up.picr.de/28865940re.jpg)

Im Gehölzgarten kommt das Halbschatten/Schattenbeet in Fahrt:

(https://up.picr.de/28882242kq.jpg)

(https://up.picr.de/28865923br.jpg)

Ganz am unteren Ende, schon neben der Einfahrt in den Schuppen runter hatte ich vorletztes Frühjahr einen Horst Arum italicum 'Pictum' vereinzelt, der noch aus dem großelterlichen Garten stammte, die Einzelpflanzen haben sich gut entwickelt:

(https://up.picr.de/28865945du.jpg)

Ebenso die Anemone blanda zwischen Nachbar und Haselsträuchern, sie wandern eifrig ins Beet diesseits der Haselsträucher ein:

(https://up.picr.de/28865744va.jpg)

Ein Helleborus-Neuzugang mit auffällig seitwärts gerichteten Knospen und Blüten:

(https://up.picr.de/28862817wm.jpg)

Pulmonaria 'Raspberry Splash'

(https://up.picr.de/28884830qy.jpg)

(https://up.picr.de/28865881fu.jpg)

Xanthorrhiza simplicissima

(https://up.picr.de/28865873jo.jpg)

Lathyrus vernus 'Subtle Hints'

(https://up.picr.de/28865876jn.jpg)

Und es gibt Sämlinge von Lunaria annua 'Alba Variegata'  :D

(https://up.picr.de/28865926rl.jpg)

In der Wiese blühen Fritillaria meleagris an mehreren Stellen:

(https://up.picr.de/28882264tz.jpg)

(https://up.picr.de/28865765rv.jpg)

(https://up.picr.de/28865759wk.jpg)

Primula veris

(https://up.picr.de/28872113zt.jpg)

und Cardamine pratensis

(https://up.picr.de/28865770wq.jpg)

Unter der schattigen Cornus sanguinea-Hecke zum linken Nachbarn hatte ich Anemone nemorosa aus dem Wald gepflanzt, die einzelnen "Fladen" werden größer und blühen, aber das hat mich mehr erfreut:

(https://up.picr.de/28872111yn.jpg)

Im selben Bereich blühte jetzt noch, da erst letzten Herbst gepflanzt, Corydalis solida 'Vuurvogel', 'G P Baker', die ein Jahr länger stehen, waren schon völlig verblüht

(https://up.picr.de/28830779oj.jpg)

Schräg gegenüber, unter dem Feldahorn blüht Tulipa sylvestris (und das Laub der Schneeglöckchen ist nach der Blaukorndüngung im Februar ziemlich fett geworden  :o)

(https://up.picr.de/28863989wp.jpg)

(https://up.picr.de/28863965ps.jpg)

Ich hatte im Herbst Oxalis acetosella aus dem Wald mitgebracht und mal versuchsweise direkt hinter dem Feldahornstamm gepflanzt - eigentlich müsste der gesamte Bereich zu trocken für den Waldsauerklee sein, aber schaun wer mal:

(https://up.picr.de/28865906yo.jpg)

Hinter dem Feldahorn zieht sich ein Dickicht aus wilden Heckenpflanzen entlang des rechten Nachbarn hin, ich habe ja schon angefangen, dekorativere, aber dennoch robuste Gehölze dort hinein zu pflanzen, im Herbst hatte ich auch noch Anemone blanda gesetzt, die blühen, zwar licht und sicher nicht alle, aber so hat das blaue Band hinter den Haselsträuchern auch mal angefangen:

(https://up.picr.de/28865781uk.jpg)

(https://up.picr.de/28865767nn.jpg)

Im Eibenhain leuchteten weiße Sternchen (Vinca minor 'Alba')

(https://up.picr.de/28865935ed.jpg)

Und in der "Ruine" ist die Camelia 'Black Lace' kurz vorm erblühen:

(https://up.picr.de/28869232vo.jpg)

(https://up.picr.de/28869242yv.jpg)

(https://up.picr.de/28872114ut.jpg)

(https://up.picr.de/28865823bt.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 13. April 2017, 23:23:13
Irgendwie kommen bei mir immer wieder Benachrichtigungen nicht an :P So hab ich die vielen neuen Beiträge dieses Jahres jetzt erst entdeckt...War ein schöner Frühjahrsspaziergang durch Deinen Park. Sehr, sehr schön :D Besonders gefällt mir die flächige Anlage der Frühlingsblüher, ob es nun Schneeglöckchenfelder, Krokus-Seen oder blaue Anemonen-Bäche... sind. Das kommt in Deinem Garten besonders gut zur Geltung.
Gut, dass Du die drohende Bebauung mit Gelassenheit nimmst. Das ist der Lauf der Zeit und man kann es nicht verhindern. Das Ärgern tut einem auch nicht gut. Vielleicht wird es ja ganz erträglich. 3 Geschosse gehen gerade noch. Du wirst bestimmt eine gute Lösung finden.
Ich freue mich auf weitere Berichte. :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 14. April 2017, 09:51:41
Vielen Dank, Cydora - und schöne Assoziationen  :D
Tja, das mit der Bebauung ist eben so - laut Genehmigungsplan, den der Nachbar mir gegeben hat, dürfen es im Prinzip nur 2 Geschosse sein: 7m Höhe für das Gebäude an sich, 5m Höhe für ein Satteldach, welches wahrscheinlich wohl auch wohntechnisch ausgebaut werden darf.
Ich überlege schon eifrig an Gegenmaßnahmen - ich habe ja schon entlang vieler Grenzmeter zu den andern Nachbarn Cornus sanguinea freiwachsend gepflanzt, das wäre die eine Möglichkeit, wie hier auf dem Foto rechts - der Obelisk ist 4m hoch, die Hecke kann bis 6m erreichen.

(https://up.picr.de/23550384vq.jpg)

Oder aber, ich pflanze dort ebenfalls eine Cornus alba 'Sibirica'-Hecke, wie zwischen Terrasse und "Ruine", würde eine einheitliche "Fassung" für diesen gesamten Gartenbereich ergeben.
Die Hecke wird aber nicht so hoch, wohl nur 3, vielleicht 4m.

(https://up.picr.de/23550400nv.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marygold am 14. April 2017, 10:01:22
Sehr schön, der Rundgang durch deinen Park  :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Secret Garden am 14. April 2017, 12:55:06
wunderschön sind die vielen verwildernden frühlingsblüher.
aber am besten gefällt mir der hartriegelhohlweg mit dem tor am ende. :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 14. April 2017, 19:18:51
Danke!  :D

Am anderen Ende ist die Ruine  ;)

(https://up.picr.de/28872135lc.jpg)

(https://up.picr.de/28900154tg.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Ute am 14. April 2017, 20:29:12
immer wieder aufs neue faszinierend die Rundgänge durch Deinen Park.Vor allem gibt's überall was zu entdecken, toll. :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. April 2017, 19:57:45
 Danke! :D

(https://up.picr.de/28865848eq.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 15. April 2017, 20:58:37
Tja, das mit der Bebauung ist eben so - laut Genehmigungsplan, den der Nachbar mir gegeben hat, dürfen es im Prinzip nur 2 Geschosse sein: 7m Höhe für das Gebäude an sich, 5m Höhe für ein Satteldach, welches wahrscheinlich wohl auch wohntechnisch ausgebaut werden darf.
Ich überlege schon eifrig an Gegenmaßnahmen - ich habe ja schon entlang vieler Grenzmeter zu den andern Nachbarn Cornus sanguinea freiwachsend gepflanzt, das wäre die eine Möglichkeit, wie hier auf dem Foto rechts - der Obelisk ist 4m hoch, die Hecke kann bis 6m erreichen.

Oder aber, ich pflanze dort ebenfalls eine Cornus alba 'Sibirica'-Hecke, wie zwischen Terrasse und "Ruine", würde eine einheitliche "Fassung" für diesen gesamten Gartenbereich ergeben.
Die Hecke wird aber nicht so hoch, wohl nur 3, vielleicht 4m.
Beide Varianten erscheinen mir passend und schlüssig.
Ich würde es dann wohl davon abhängig machen, wie viel Sichtschutz du wirklich brauchst. Man muss ja nicht alles abschirmen. Wo hältst du dich gern auf und kann man da dann hineingucken? Wenn ja, würde ich die frei wachsende Hecke setzen, ansonsten nur die Variegata-Hecke, da eine einheitliche Einfriedung dort ihren Reiz hat.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. April 2017, 21:23:43
Ach, ich mags schon gern kuschelig, deshalb auch der freiwachsende Cornus sanguinea entlang der linken Gartengrenze und um den Nachbarn am Obeliskraum.
Allerdings hab ich ja noch zu beiden Seiten des zentralsten Gartenraumes vor Haus und Terrasse, dem großen Rasen, 2m hohe Eibenhecken.
Ich hab mal an einer Simulation gebastelt und dabei ärgerte ich mich zuerst über den Gartenraum, den ich Panoptikum nenne, weil ich dort eine Eibenhecke als Abgrenzung zur Obstwiese habe, die nicht viel höher als 2m werden darf, weil sie sonst nicht mehr zu schneiden ist.
Und zu der Bebauungswiese hin hab ich da nicht genug Platz für eine freiwachsende Hecke, also muss dann an die Seite auf 7,8m auch nochmal ne Eibenhecke.
Es ärgerte mich, dass es ja über den Bereich hinweg, wenn die Bebauung da ist, problemlos möglich ist in den Obstwiesenbereich zu schauen.
Dann dämmerte mir, dass ich direkt hinter der Eibenhecke zwischen Panoptikum und Obstwiese ja eine Pecan-Nuß gepflanzt habe, die irgendwann (vielleicht noch vor Fertigstellung der Gebäude?) eine größere Krone haben wird als meine schütteren Pflaumen und Zwetschgen und den Blick von oben ziemlich abschirmt!  :D

Was die restlichen 16m Hecke angeht, sowohl Cornus sanguinea als auch Cornus alba 'Sibirica' würde ich frei wachsen lassen - nur erreichen beide ausgewachsen unterschiedliche Höhen.
Eine dritte Möglichkeit tut sich vielleicht noch auf - ich habe Weidensteckhölzer, wahrscheinlich von der Sorte 'Flame', erhalten - danke nochmal an die Forumlerin - und habe beim Recherchieren gefunden, dass diese Sorte eher Großstrauch bleibt und nicht zu einem großen Baum, wie Salix alba-Sorten, auswächst.
Wäre mit der rötlich-orangen Rindenfärbung auch eine schöne freiwachsende Hecke, und schnellwachsend noch dazu!


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 04. Mai 2017, 23:31:41
Der letzte Besuch war aus terminlichen Gründen sehr kurz, ich hatte nicht viel Zeit, mir nicht viel vorgenommen und nicht so viele Pflanzen eingekauft, damit ich alles schaffen sollte.
Aber wie das so ist....auf einmal springt einen ein "Projekt" an  ;D

Eigentlich wollte ich nur einen Tuff normale Anemone nemorosa unter der niedrig veredelten Hängeblutbuche hinter dem Farnbeet und der Bergmolchpfütze gegen eine blaublühende Sorte austauschen.
Hier also die Stelle, Foto von Anfang April:

(https://up.picr.de/28865866ny.jpg)

(https://up.picr.de/28865940re.jpg)

(https://up.picr.de/28865754sl.jpg)

Ich zwängte mich also auf Knien durch den Zweigvorhang und fing an, den spärlichen Efeu etwas auszureißen und die Anemonen auszubuddeln.
Es wuchsen auch welche direkt hinter dem etwas knorrigen Stammfuß und dickeren Wurzelsträngen der Buche, ich bohrte also vorsichtig mit dem Löwenzahnstecher....

Und stellte fest, dass es Hohlräume zwischen  diesen Wurzelsträngen gab, die sogar unten drunter hindurch reichten.
Wahrscheinlich trug das Ballentuch eine gewisse "Mitschuld" - ich hatte es damals, vor gut 27 Jahren, nicht abgemacht, und es war noch überall im Boden präsent und nur durch kräftiges Zerren konnte ich einzelne Fetzen abreißen  :P

Ich glaube, die Wurzeln versuchten, aus dem Ballentuch heraus zu entkommen und nach unten drumherum zu wachsen.
Die Hohlräume waren mit einer tonigen Erde angefüllt, wohl aus dem Ballentuch bzw. der Baumschule, es gab keinerlei Feinwurzeln dort, sie waren verzweigt und gingen fast unter dem Baum hindurch.

Ich liebe ja knorrigen Baumgestalten aus alten Wäldern und bin froh, daß der große Feldahorn mit seinen Höhlen im Stammfuß ein bisschen in diese Richtung geht, deshalb wuchs nun hier die Idee, daß ich dieses Wurzelgeflecht vielleicht irgendwie gestalterisch präsent machen, hervorheben könnte.

Ich fing also zielgerichtet an, den kleinen Hügel abzutragen, auf dem die Hängeblutbuche stand.
Und erinnerte mich währenddem daran, dass dieser Hügel eigentlich der Aushub der Bergmolchpfütze ist.
Damals, als Jugendlicher, gärtnerte ich noch in sehr kleinem Stil - ich hatte keine Möglichkeit, die Erde vom Teich, obwohl es wirklich nicht sehr viel war, irgendwo zu entsorgen oder aber zu lagern für spätere Verwendung in Töpfen und für Pflanzarbeiten, wie ich das heute mache.
Der Hügel gefiel mir damals eigentlich nicht und war zudem ungünstig nach der Pflanzung der Buche, weil das Gießwasser rasant abfloss - und am liebsten schlammig in den Teich davor.

Schlußendlich hatte ich eine Schubkarre voll Erde unter der Buche hervorgeholt.
Nun hatte ich eine Baumgestalt, die ein bisschen an eine Mangrove erinnerte.
Aber wie weiter?

Das vorher vorhandene normale Efeu und auch die A. nemorosa schienen mir nun beide vom Laub zu hoch, sie würden den malerischen unteren Bereich des Stammfußes verbergen.
Also im Forum eine Frage nach einem sehr niedrigen, sehr schatten- und etwas trockenheitsverträglichen Bodendecker gepostet und selber überlegt.
Alles, was mir als sehr niedrig einfiel und ich im Gartenhof selber habe, Sagina subulata, Lysimachia japonica var. minutissima, Oxalis magellanica 'Nelson', braucht einen feuchten Boden.
Von Ophiopogon japonicus gibt es eine sehr niedrige Sorte, 'minor', die auch als "Beistellpflanzen" oder Bodendecker für Bonsais genutzt werden, aber da bräuchte ich einige für 1,2m² und er ist nicht günstig und soll nicht so doll winterhart sein...

Wie es der Zufall wollte, hab ich am letzten Tag meines Aufenthalts bei Hornbach Bodendecker im 4er-Pack für 6,95€ gesehen und darunter gabs auch Isotoma fluviatilis, von dem in dem Thread, wo ich meine Frage stellte, auch die Rede war.
Also hab ich spontan mal 8 Töpfchen mitgenommen und teste jetzt, ob er den Schatten unter der Buche schafft.
Hornbach hatte auch ganz feinen Rindenmulch, sozusagen kurz vor Rindenhumus, damit hab ich die Fläche, nach ein bisschen Düngung mit gekörntem Mist gemischt mit Hornspänen, erstmal abgedeckt.

Ein Tipp war auch Moos - und unter der freiwachsenden Cornus sanguinea-Hecke habe ich eine Moosart, die mit genau den gleichen Umweltbedingungen anscheinend gut klarkommt - also hab ich ein bisschen davon gesammelt und auf der Mulchschicht direkt in den Hohlräumen festgedrückt - vielleicht kann es sich ja etablieren?
Das Arum italicum 'marmoratum' hab ich gewollt stehen gelassen - ein bisschen als eine Art Wald aus seltsamen Monsterpflanzen (aus der Perspektive des Mooses und des niedrigen Bodendeckers)  ;D

Und so sieht es jetzt aus:

(https://up.picr.de/29102855xs.jpg)

(https://up.picr.de/29102871ki.jpg)

(https://up.picr.de/29102925fd.jpg)

(https://up.picr.de/29102956bv.jpg)

So unter Zeitdruck hatte ich noch gar nicht so richtig die Zeit, es auf mich wirken zu lassen, irgendwie sieht es jetzt noch zu "neu", zu wenig "verwunschen" aus, vielleicht richtet das die zeit, das Wachstum von Moos und Bodendecker.
Ich halte auf jeden Fall weiter die Augen offen nach spannenden, niedrigen Bodendeckern für Schatten und eher trockenen Boden, falls mir Isotoma doch nicht gefällt oder es dort nicht funktioniert.
Und auf Anregungen, Anmerkungen, Kritiken von euch bin ich auch sehr gespannt!  :)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 06. Mai 2017, 09:50:11
Ich danke für den Tipp Isotoma fluviatalis, kannte das kleine Pflänzchen nicht. Bin gespannt, wie sich deine neue Unterpflanzung entwickelt.
Wir haben eine Hängeulme im Garten und wenn bei ihr das Laub draussen ist, ist es im Innern schon ziemlich dunkel wie in einer Kirche. Es gibt dort zwar natürlichen Bewuchs, der sich aber kaum mehr regt nachdem ein Mal gemäht wurde und das Blätterdach geschlossen ist. Selbst die Walderdbeeren weichen an die sonnigeren Stellen aus.

Deine Hängeblutbuche ist hübsch, dass es so was auch in Zwergenformat gibt!
Ob es wohl auch ein bisschen baumspezifisch ist, ob ein schöner "Fuss" ausgebildet wird? (Die grossen Buchen im Garten stehen auf grossen und schönen Füssen, fast ein bisschen dinosauriermässig ihr Fusswerk.)
Fast ein bisschen schade, dass man den Fuss deiner Buche nicht mehr so gut sehn`wird, wenn sie denn belaubt ist.

Der grosse Auftritt dessen was am Boden wächst spielt sich in deiner Situation wahrscheinlich schon auch eher im Frühling ab, so wie es die Buschwindröschen vorgemacht haben?
Nun sollen die "Bubiköpfe" halt mal zeigen was sie können, auf das alt und neu gut zusammenwachse! ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 06. Mai 2017, 10:41:36
Danke  :)

Ja, solche Hängeformen machen schon sehr dichten Schatten, da eben auch die Seiten geschlossen werden - das vorher dort wachsende Efeu war mehr "auf Durchreise" in das Beet hinter dem Eiben-Obelisken.
Und die Anemonen sind ja genau auf so einen Lebensraum angepasst.

Dass die Buche so funktioniert, wundert mich - vielleicht ist die Unterlage auch schon von einer langsamwachsenden Zwergform?
Der Baum steht immerhin über 25 Jahre und bei Hängeformen auf normalhohem Stamm der ursprünglichen Art wird die Krone zwar auch nicht so üppig, bildet aber trotzdem doch im Laufe der Zeit immer dickere und weitreichendere Äste aus, die kleine Buche bisher nicht.

Ob ein Baum einen "malerischen" Stammfuß entwickelt, hängt schon von der Baumart ab, ich glaube aber noch mehr von Störungen am Standort - Baume an Hängen, wo es Bodenrutschungen oder Abspülungen geben kann, an Bächen natürlich, aber auch auf Böden mit Felsen an oder knapp unter der Erdoberfläche.
Hier hab ich ja den "Hügel" auf dem das Bäumchen stand, abgetragen, nicht Naturgewalten  ;D
Der Feldahorn hat ein interessanten Stammfuß dadurch, daß er genau auf einem kleinen Geländeversprung von vielleicht 50cm steht, rechts und hinter dem Stamm ist das Bodenniveau höher als auf der linken Seite, und dadurch, dass er in seiner Jugend wohl mal auf den Stock gesetzt worden ist, diese Stumpen sind im Laufe der Zeit überwachsen worden, während sie gleichzeitig verwitterten, deshalb die Höhlen und Löcher.

So einen großen Auftritt will ich gar nicht, eigentlich eher was Verwunschenes, Geheimnisvolles, vielleicht auch ein bisschen verspielt.
Als ich die Hohlräume freigelegte, musste ich an eine Gestaltung von Ivan Hicks denken, die er im Wald von Groombridge Place in England gemacht hatte, "Grom Village", ein Dorf von kleinen Fabelwesen am Hangufer eines Waldtümpels.
Leider habe ich kein Foto gefunden, im Buch "Magische Gärten" ist es abgebildet.
Allerdings ist die Gratwanderung zwischen exzentrisch-verschroben-lustig-verwunschen und einfach nur kitschig ziemlich schmal  8)

Insofern ist alles erstmal "Platzhalter", vielleicht kommen da noch bessere Ideen, auch was den Bodendecker angeht, ich denke mal, Ophiopogon "minor" wär schon passender.
Ich wollte es nur nicht brach liegen lassen.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 07. Mai 2017, 13:33:29
So einen großen Auftritt will ich gar nicht, eigentlich eher was Verwunschenes, Geheimnisvolles

Das geht doch schon sehr in diese Richtung, finde ich!

Zitat
vielleicht auch ein bisschen verspielt.

Ein (kleiner) Kopf der zwischen dem Blätterdach hervorlugt, eine Hand die herausgreift?...Heligan ;D ;)

Zitat
Insofern ist alles erstmal "Platzhalter", vielleicht kommen da noch bessere Ideen

Bin überzeugt, dass dir die Ideen nicht ausgehen werden. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Obstjiffel am 07. Mai 2017, 14:57:28
Schöne Idee mit der Hängebuche, eine richtig verwunschene Ecke wird es. Ich würde glaub ich noch ein paar schmale poröse Steine mit Moos bewachsen suchen und vor die Wand legen. Der Übergang ist mir zu hart im Augenblick. Evtl auch ein Stück Holz mit Flechte und Moos, darf nur nicht zu breit werden.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 07. Mai 2017, 15:35:09
Mir hat das mit den weißen Anemonen vorher schon sehr gefallen. Ich glaube, ich würde da 2 kleine Tuffs mit etwas Abstand zur Wurzel wieder hinsetzen, unbedingt in weiß ;) Ansonsten tolle Idee! Sieht momentan noch etwas frisch aus und dadurch auch etwas unstimmig im Übergang zur urwüchsig eingegrünten und bemoosten Bergmolchpfütze, aber da ist vielleicht nur Geduld gefragt. Bin gespannt, ob der blaue Bubikopf sich da auf Dauer hält. Kann mir zumindest nicht vorstellen, dass er unter dem dunklen Blätterdach blüht (muss er sicher auch nicht).
Die Bergmolchpfütze finde ich ja auch klasse. Mit so einem Tümpelchen an schattiger Stelle hab ich auch schon geliebäugelt. Ist das nicht eine Mückenzuchtstation? Machst Du da was? Und schlägt das Wasser um und stinkt irgendwann? Ist manchmal bei unserem Wasserspiel so, wenn wir aus dem 2wöchigen Sommerurlaub kommen. Deswegen war ich mit solchen Ideen bisher sehr zurückhaltend...
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 07. Mai 2017, 16:02:05
Eine wunderbare KleinSituation bildet dieser Baum! Beinahe beneidenswert ;)

All zu viel würde ich da nicht hinzu fügen (eigentlich gar nichts) - und schon gar nichts Figürliches 8)
Und gut gefallen würde mir da der schlicht und ergreifende Waldsauerklee (Oxalis acetosella). Er blüht noch bevor sich das Laubdach der Buche wieder schließt, ist sehr niedrig und verträgt - zumindest hier wirklich recht viel Schatten.
Hatten wir nicht an anderer Stelle vor einiger Zeit schon das "Gespräch" darüber?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Mai 2017, 19:04:29
@neo: Danke  :)

@Obstjiffel:
Ich hab schon überlegt, an dem Fenstergitter noch eine Moorwurzel zu platzieren, am Rand der Bergmolchpfütze zur Buche liegen ein paar, um die Folie zu verbergen, allerdings schon sehr von Efeu überwachsen.

@Cydora:
Nee, wenn er nur als Blätter unter der Baumkrone bestehen könnte, würde mir das auch reichen...aber auch daran zweifel ich ein bisschen...einfach mal abwarten und wachsen lassen  :)
Jaaa....die Anemone nemorosa wird aber mit ihrem Laubpolster zu hoch.....

Die Bergmolchpfütze ist ebenfalls über 25 Jahre alt.
Mücken hatte ich noch nie drin, weil ab dem zweiten Jahr die Bergmolche drin laichten, und die Kaulquappen fressen Mückenlarven.
Und wenn nicht die, dann Libellenlarven, die ich auch schon drin hatte.
Ich hab von Anfang an versucht, ich so bepflanzt wie möglich hinzubekommen, was gar nicht so einfach ist, da die meisten Wasserpflanzen volle Sonne und nicht Halbschatten/Schatten mögen.
Am Rand ist eine gefüllte Caltha palustris davon übrig geblieben, Equisetum scirpoides, einzelne Blättchen von Hydrocotyle, die aber jedes Jahr wieder auftauchen.
Auch bemühte ich mich immer um Sauerstoffpflanzen, am bewährtesten ist bisher Ceratophyllum demersum.
Ich hab zweimal im Jahr die Arbeit, möglichst viel vom hineingewehten Laub herauszufischen, am besten spät im Herbst, wenn keine Molche mehr drin sind, oder früh im Frühjahr, bevor sie wieder zur Balz einziehen.
Dann den ganzen Sommer über regelmäßig Entengrütze abfischen, damit das Ceratophyllum nicht abstirbt.

Allerdings hab ich das einige Jahre während dem Studium schleifen lassen, schlussendlich waren von den 60cm Tiefe noch 10cm Wasser und der Rest Laubmulm, trotzdem ist das Wasser nie gekippt, wahrscheinlich auch, weil er im Schatten liegt.
In der Zeit waren auch keine Sauerstoffpflanzen drin, aber die Natur hat das irgendwie gebacken gekriegt, sogar die Bergmolche waren weiterhin drin.
Wenn der Tümpel von Anfang an Tier- und Pflanzenleben im makro- wie im mikroskopischen Maßstab im Wasser beherbergt, ist das biologische Gleichgewicht recht stabil.

Ja, das "Umgepflügte" ist auch das, was mich momentan am meisten stört...der feine Rindenmulch hat das wieder etwas abgemildert, aber die "Flatschen" des neugepflanzten Isotoma wieder verstärkt.

@Wühlmaus:
Ja, mir kam auch gleich als erstes Oxalis acetosella in den Sinn - der Placken, den ich letzten Herbst aus dem Wald mitgebracht und einen Teil direkt hinter den Feldahornstamm, also dunkel, trocken, und den andern im Eibenhain, ähnliche Situation, gepflanzt hatte, hat sich trotz trockenem April gut gehalten, ja sogar schon etwas vermehrt.
Aber der ist proportional zu den Wurzelhöhlen für mich auch noch zu hoch.
Auf dem Pflanzenmarkt in Meerbusch-Ilverich hab ich mir heute noch Hosta 'Paradise Puppet' mitgebracht, ein venusta-Sämling, der wohl auch gut in die Fläche gehen soll, ich werds auch noch mit dem an der Stelle versuchen.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 09. Mai 2017, 19:12:21
Und noch ein kleiner Rundgang hinterher:

(https://up.picr.de/29115543ee.jpg)

Aplenium fontanum zeigt erste Wachstumsanzeichen (mindestens ein neuer kleiner Wedel), danke nochmals für das großzügige Geschenk!!!
Und Asplenium septentrionale entrollt in Zeitlupe die Wedel.....

(https://up.picr.de/29141591oo.jpg)

(https://up.picr.de/29141596ae.jpg)

(https://up.picr.de/29141609zl.jpg)

Nochmal nur die Bergmolchpfütze näher, für Cydora  ;)

(https://up.picr.de/29141603iu.jpg)

Um die Ecke, auf dem Weg zum Gehölzgarten, eine erst letztes Jahr gekaufte Lilium martagon-Hybride, 'Terrace City', sieht trotz Nachtfrösten (bis jetzt) ganz gut aus und hat sich sehr gut etabliert - die Fröste haben vielleicht sogar den Lilienhähnchen, von denen ich erste Exemplare Anfang April eliminiert habe, die Laune verdorben - diese, eine weitere Hybride, 'Maroon King', eine einfache martagon und martagon 'alba' haben keinerlei Fraßspuren und auch keine Larven dran:

(https://up.picr.de/29141600di.jpg)

Im Gehölzgarten hab ich endlich mal wieder die Rasenkante frisch gezogen (leider keine Zeit mehr zum Aufräumen), allerdings scheint mir dann doch jetzt der Ceanothus eingegangen zu sein, trotz nicht soooo heftigem Winter, aber es heißt ja, die Sträucher wären manchmal auch kurzlebig:

(https://up.picr.de/29115565mz.jpg)

(https://up.picr.de/29115506vw.jpg)

Die kühle Witterung im April hatte an manchen Stellen auch ihr Gutes - die Pulmonarien, nicht nur hier, sehen noch super aus:

(https://up.picr.de/29115512ql.jpg)

An der Blutbuchenlaube, jetzt wo das alte Laub runter ist, die Knospen aber noch fast nicht ausgetrieben haben, kann man momentan die Struktur gut sehen:

(https://up.picr.de/29141586tx.jpg)

(https://up.picr.de/29141580qf.jpg)

Dahinter Symphytum azureum/caucasicum, ausgepflanzt in der Wiese  8)

(https://up.picr.de/29113251pe.jpg)

Narzissus poeticus var. recurvus vor der Bank an der oberen Gartengrenze:

(https://up.picr.de/29113337py.jpg)

Die Schneeglöckchenfläche, die Tulipa sylvestris haben wegen dem kalten Wetter den ganzen April geblüht, waren gerade erst verblüht:

(https://up.picr.de/29115520rq.jpg)

Leider sind dort nur wenige Meconopsis cambrica 'aurantiaca' aufgelaufen, eine Pflanze blüht immerhin:

 (https://up.picr.de/29115515si.jpg)

Und Tulipa sprengeri scheint sich wohlzufühlen, 6 Pflanzen, 5 mit Knospe, und im frühen Frühjahr habe ich Sämlinge gesehen, hoffe, die kommen durch:

(https://up.picr.de/29115524ka.jpg)

Blüten an der Trockenmauer:

(https://up.picr.de/29115533br.jpg)

Und die vorletztes Jahr ausgepflanzte Ephedra ?major? entwickelt sich gut, die letzten Herbst dazugepflanzten kämpfen mit der Trockenheit:

(https://up.picr.de/29115528jj.jpg)

Epimedium 'Amber Queen' im Eibenhain:

(https://up.picr.de/29141587mb.jpg)

Und der Stand des Coppicing-Experiments - Ailanthus 'Purple Dragon' und Paulownia 'Hulsdonk' - letztere vom Nachtfrost gebeutelt:

(https://up.picr.de/29141582zf.jpg)

(https://up.picr.de/29141633ph.jpg)

Und hier auf der rechten Seite habe ich mal Samen von Eranthis hyemalis ausgestreut - ich stelle mir die Eranthis im frühen Frühjahr als gelber Flammengrund unter den rötlichen Flammenzungen der Äste der Cornus alba 'siberica' vor, noch ohne Laub  :D

(https://up.picr.de/29149047cp.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. Juni 2017, 23:21:34
Mal wieder ein paar Bilder von mir.
Im Süden Luxemburgs hat es seit Anfang April größtenteils viel zu wenig geregnet.
Das merkt man dem Garten an, an manchen Stellen mehr, an anderen weniger, wie hier im Gartenhof, da hilft aber auch schon das "Überbrausengießen" meiner Mutter, alle Pflanzen bei Laune zu halten.

(https://up.picr.de/29645715ia.jpg)

Asplenium scolopendrium-Selbstaussaat:

(https://up.picr.de/29636223fc.jpg)

Asplenium fontanum von einer großzügigen Forumlerin, vielen Dank nochmal, scheint sich wohlzufühlen:

(https://up.picr.de/29498273mm.jpg)

Ebenso, unerwarteterweise, Ramonda myconi - ich dachte, sie stünde durch den großen Adiantum pedatum oberhalb der Stufe zu schattig und würde wohl nie blühen....und wie es sich dabei rausstellte, ist es auch noch die Sorte 'Rosea' anstatt die Art:

(https://up.picr.de/29636200oq.jpg)

Ich habe die eigene Sammelbeschränkung bei den Hostas ein ganz klein wenig aufgeweicht....

(https://up.picr.de/29579051ld.jpg)

Auch die Cypripedium scheint sich sehr wohl zu fühlen:

(https://up.picr.de/29636286xd.jpg)

Farngewusel im Farnbeet (mit einem zweiten Auspflanzversuch von Pteris wallichiana)

(https://up.picr.de/29636224qz.jpg)

Übrigens ist die knorrige Hängeblutbuchenwurzel hinter einem dichten Blätterschirm verschwunden - und es ist stockfinster drunter......hab alle hochfliegende Planungen erstmal auf Eis gelegt und zu der Isotoma nur Hosta 'Paradise Puppet' gepflanzt, um zu schauen, wer überlebt.....und sich VIELLEICHT ausbreitet.....

(https://up.picr.de/29636226nz.jpg)

Achja, doch, eine Asarum epigynum 'Takasago Saishin' hab ich da mal ausgesetzt....


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 01. Juli 2017, 00:06:41
Die Wiese ist durch die Trockenheit ein gutes Stück niedriger als letztes Jahr um die gleiche Zeit.

(https://up.picr.de/29636228ii.jpg)

Und die beiden unteren Eibenhecken sind wieder in Form

(https://up.picr.de/29636229yv.jpg)

(https://up.picr.de/29636231kt.jpg)

(https://up.picr.de/29636272uy.jpg)

(https://up.picr.de/29636234pw.jpg)

(https://up.picr.de/29636233dr.jpg)

(https://up.picr.de/29636295rt.jpg)

Der Gehölzgarten leidet unter der Trockenheit, da reicht das "Gießkannenprinzip" beim Gießen leider nicht ganz...

(https://up.picr.de/29636271io.jpg)

(https://up.picr.de/29636268tc.jpg)

(https://up.picr.de/29636263eh.jpg)

(https://up.picr.de/29636262lt.jpg)

Am Rasenweg kann man die Trockenheit auch gut sehen...

(https://up.picr.de/29646003fd.jpg)

(https://up.picr.de/29636258mx.jpg)

Wohingegen der Ackerwachtelweizen vom niedrigeren Gras zu profitieren scheint - er kam an vielen Stellen als ordentliche Gruppen, wo ich Samen letztes Jahr gestreut hatte

(https://up.picr.de/29603568jt.jpg)

Trotz Trockenheit ein Blütenmeer - die Einfahrt aus Schotter, mit Schotterrasenmischung eingesät  :D

(https://up.picr.de/29636243ra.jpg)

(https://up.picr.de/29636253dz.jpg)

Im "Panoptikum" erstaunt mich doch die Geschwindigkeit des Wachstums beim Coppicing-Experiment - Ailanthus 'Purple Dragon am 8. Mai:

(https://up.picr.de/29141582zf.jpg)

Und um den 15. Juni:

(https://up.picr.de/29636292kv.jpg)

Und die Paulownia am 8. Mai:

(https://up.picr.de/29141633ph.jpg)

Und um den 15. Juni:

(https://up.picr.de/29636291tj.jpg)

Wohingegen der Tetrapanax nach diesem Winter wieder am Boden anfangen muss, letztes Jahr trieb der Stamm knapp unterhalb der Spitze wieder aus, dieses Jahr nicht.

(https://up.picr.de/29636238un.jpg)

Dagegen hat die Amicia zygomeris erstaunlich gut diesen Winter überstanden, wo viele empfindlichere Pflanzen bei mir Probleme hatten, wobei der kalte April mit späten, tiefen Frösten für viele schädlich war - da hatte die Amicia aber noch gar nicht getrieben.
Ich hoffe, sie schafft mit der Zeit noch mehr Höhe, aber da wär wahrscheinlich auch etwas mehr Feuchtigkeit von oben hilfreich, obwohl an der Stelle der Boden sehr lange feucht bleibt.

(https://up.picr.de/29636236st.jpg)

Der Efeu an der Ruine stört sich nicht an Dürre - die Phyllostachys im Innern, mit nur 30-40cm Erde auf der Bodenplatte schon.
Ob sie auf Dauer bei so Extremwetterjahren überleben?

(https://up.picr.de/29636296pb.jpg)

Und die Cornus alba 'Sibirica'-Hecke schliesst sich - wie erhofft - immer mehr über dem Weg:

(https://up.picr.de/29636301kw.jpg)

Zum Schluß noch ein sehr erfreuliche, wenngleich unerwartete Überraschung - ich inspizierte die Rückseite der Haselnußhecke am Gehölzgarten, also die Seite zum Nachbarn, als ich mich auf einmal fragte, was denn da für abgeblühte Blütenstände auf dem Boden herumliegen.

(https://up.picr.de/29496441cj.jpg)

Als ich es aufheben wollte, merkte ich aber sofort, dass es festgewachsen war  ???
Allerdings dämmerte mir ein Verdacht, und ein genauerer Blick im näheren Umkreis bestätigte ihn:

(https://up.picr.de/29496424fc.jpg)

Ich hatte dort an mehreren Haselsträuchern 2012 Lathraea clandestina versucht anzusiedeln, indem ich ich Rhizomteile in direkter Nähe der Haselnusswurzeln vergrub.
L. clandestina ist ein Vollparasit, der kein Laub ausbildet und Weiden, Haselsträucher, aber auch noch einige andere Gehölze, als Wirte nutzt und den Wurzeln der Gehölze alles für ihn Lebenswichtige entzieht.
Das Einzige, was oberirdisch sichtbar wird, sind die Blüten- und Samenstände.
Ich hatte damals nicht so recht an einen Erfolg des Ansiedelungsversuchs geglaubt, eigentlich wird feuchter Boden gewünscht, und das gibts grad dort nicht so und dazu war auch noch der Herbst nach der Pflanzung trocken und ich konnte nur einmal angiessen und war dann nicht mehr vor Ort.
Aber bei 2 Haselsträuchern hat es doch geklappt  :D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: malva am 01. Juli 2017, 00:17:44
Alle Einblicke in den Garten gefallen mir, aber den Hofgarten mit den in der Mauer angesiedelten Farnen finde ich einfach genial. Schön!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marygold am 01. Juli 2017, 07:22:10
Toll, besonders der Blick auf die Ruine, der schattige Hof, die Cypripedien und, und und ...

Ramonda ist bei mir völlig eingezogen, jetzt auf den Regen wird sie wohl wieder austreiben. Hast du die gegossen?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 01. Juli 2017, 08:01:02
Das entwickelt sich alles wunderbar! Ich habe den Eindruck, dass Du jedes Jahr ein wenig genauer wirst. Die Linien, Grenzen, Heckenführungen, die für Deinen Garten so wichtig sind, werden immer exakter. Und dann noch so wunderbare Details wie die kleine Molchpfütze. Toll!

Markus
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nova Liz am 01. Juli 2017, 08:27:30
Die Schotterwiese gefällt mir sehr gut. :D
Die Wegwarten darin sehen ganz zauberhaft aus.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 01. Juli 2017, 09:59:53
Danke allen!
@marygold:
Ja, zumindest "überbraust" meine Mutter alles dort alle paar Tage, richtig Gießen kann man das nicht nennen....  :-\
Aber der Gartenhof ist der tiefste Punkt des Gartens, das Grundwasser steht dort recht hoch an, deshalb ist auch der Hausbrunnen dort, der Boden bleibt dort eigentlich immer leicht feucht und die Tuffsteinmauer saugt wie ein Docht Feuchtigkeit aus dem Boden an.
Und die dreiseitige Umbauung verhindert auch, dass Wind die Luftfeuchtigkeit verweht.

@Markus:
Die Hecken werden immer exakter - bzw. erreichen die Höhe, die sie auf dem Gesamtbild im Kopf bei der Planung hatten  ;)
Und ich stelle fest, wie wichtig ein präziser Schnitt für die Wirkung ist, der mir glücklicherweise ganz gut auch ohne Seile spannen oder Schablone gelingt.
Wobei ich in der Oberkante der rechten Hecke noch eine "Delle" habe, die sich auswachsen muss  ;D
Und ich muss den Focus auch auf solche architektonische Elemente meines Gartens halten.
Leider verderben so Extremwetterjahre einem die Lust am Pflanzen und an Beeten - Pflanzungen gehen nur noch im Herbst, und sogar dann wirds kritisch im Frühjahr, wenns dann schon trocken ist, und einige schon langjährig stehende Pflanzen im Gehölzgarten z.B. erreichen ihre Belastungsgrenze und werden solche Wetterlagen nicht auf Dauer überleben.
Ich betrachte immer fasziniert deine vielfältigen und üppigen Pflanzungen bei der doch eher trockenen Lage deines Gartens!!  :o

@Nova Liz:
Ich bin auch froh, dass auch 6 Jahre nach der Pflanzung immer noch viele der damals angesäten Arten sehr präsent sind wie die Karthäusernelke, die Heidenelke, ein paar Sonnenröschen, nickendes Leimkraut....die Wegwarten haben sich ein bisschen eingeschlichen, ich hoffe, ihre Wuchtigkeit verdrängt nicht anderes.....aber auch letztes Jahr waren dort schon viele Wegwarten und zumindest die auffälligen Karthäusernelken scheinen dagegen anzukommen.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 03. Juli 2017, 16:27:27
Ja, zumindest "überbraust" meine Mutter alles dort alle paar Tage, richtig Gießen kann man das nicht nennen....  :-\

Nun ja, das ist doch zumindest ein bisschen Was(ser). ;)
Und deine Eltern, die ja scheinbar immer dort leben lassen dich gewähren im Garten wie du willst, das finde ich auch nicht einfach selbstverständlich. Wenn ich deine Eltern wäre würde ich das aber auch so machen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 03. Juli 2017, 21:14:42
Mir fällt diesmal besonders auf, wie gepflegt Dein Garten immer noch aussieht trotz Deiner längeren Abwesenheiten. Keine von Schnecken oder anderem Getier zerfressene Pflanzen, keine Unkrautschwemme, keine blattlosen Gerippe nach der Hitze, nichts Umgefallenes, was hätte gestützt werden müssen...irgendwie sehr faszinierend. Du mußt da auch ein extrem gutes Händchen (und entsprechendes Wissen!) bei der Pflanzenauswahl haben. Und das auch bei den vielen seltenen Pflanzen, die Du da kultivierst. Chapeau!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Ute am 03. Juli 2017, 22:56:17
schöne Bilder. :D Deine Wiese entwickelt sich Klasse!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Treasure-Jo am 03. Juli 2017, 23:13:00
@Gartenplaner

Glückwunsch zu Deinem tollen Park und Danke, dass Du uns immer wieder teilhaben lässt an Deinen vielen spannenden Experimenten, z.B. an Deiner Ansiedlung von Lathraea clandestina. Fantastisch!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 04. Juli 2017, 19:44:06
@neo:  :D

@cydora:
ich habe ja gar nicht so viele "Beete", hauptsächlich der Gehölzgarten.
Und da versuch ich den Boden dicht bedeckt zu bekommen, hauptsächlich mit Walderdbeeren, inzwischen auch mit Omphalodes verna.
Trotzdem zupfe ich jedes Mal, wenn ich da bin, auch Unkraut, im Gehölzgarten vor allem Efeu- und Gehölzsämlinge deren Samen von den Vögeln aus den Haselsträuchern fallen gelassen werden und die sich an Bodendeckern nicht so sehr stören.
Und ich entferne Pflanzen, die mit den Bedingungen nur schlecht zurecht kommen.
Letztes Jahr hab ich Campanula lactiflora rausgerissen, weil sie entweder sehr unter Trockenphasen litt so sehr, dass schonmal die Blütenstände braun und vertrocknet waren, oder aber, in feuchten Jahren, sich quadratmeterbreit über andere Pflanzen legte und dann auch nicht mehr "schön" aufzubinden war.
Und Kirengeshoma palamata, die trotz feuchtem Platz doch immer wieder trockene Blattränder hatte.
Ich hab mir Pflegepläne gemacht, was jeden Monat erledigt werden sollte oder muss, und da ist im Februar schon ein erstes flächiges Streuen von Ferramol verzeichnet und dann, je nach Feuchtigkeitswetterverlauf, alle 4 Wochen mal mehr, mal weniger, Nachstreuen.
Erstaunlicherweise - trotz der Wiese direkt nebenan, wo immer Schnecken unterwegs sind - krieg ich die Schnecken in den Beeten damit in den Griff.
Und Pflanzen, die ihr ganzes Leben gepäppelt und gehätschelt werden müssten, schmink ich mir inzwischen ab.
Ich mach zwar immer wieder Versuche mit Raritäten, versuche aber schon bestmöglichst den "Lebensraum" in meinem Garten zu finden, der ihrem natürlichen am meisten entspricht und versuche dort mein Glück - z.B. die Galanthus reginae-olgae ssp. reginae-olgae am Fuß des Feldahorns - und wenn es klappt, bin ich glücklich, wenn nicht, versuch ichs nicht nochmal, dann gehts eben nicht.
Da freu ich mich dann auch besonders, wenn etwas Kniffligeres wie die Ansiedelung der Lathraea unerwarteterweise doch klappt  :D

@Ute:
danke - ich ringe immer noch mit dem Mitte-Juni-Blütenloch, aber vielleicht füllt sich das ja noch mit den Nachsaaten von 2015 - viele Daucus carota schoben gerade schon Blütenstände - und dem späteren Klappertopf.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Priketelle78 am 07. September 2017, 15:04:23
Habe mal "eben" deinen wunderschönen Garten durchforstet! Da kann und wird man ja neidisch! Das hast du wirklich wundervoll gestaltet. Bin wirklich sehr froh dieses Forum gefunden zu haben, mit solch tollen Mitgliedern, welche so unglaublich kreative und wunderschöne Ideen haben! Herrlich  :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Oktober 2017, 16:46:03
Irgendwie fehlte mir der Elan, die letzten Monate Fotos hochzuladen, deshalb jetzt etwas gerafft Juli, August, September und Oktober.

Durch das trockene Frühjahr von April bis Juni blieb die Wiese niedriger als sonst, allerdings setzte dann mit normalen Regenfällen ab Juli ein spätes Wachstum ein, so daß es im Juli seltsamerweise wieder grüner war als im Juni - und das vor der Mahd  :o:

(https://up.picr.de/29975652jo.jpg)


(https://up.picr.de/30782462ua.jpg)

Noch ein paar Wiesenimpressionen, die "Ufos" der wilden Möhre, wie carolinchen die Blütenstände mal so wunderbar metaphorisch beschrieb:

(https://up.picr.de/29975708wf.jpg)

(https://up.picr.de/29975693zm.jpg)

Dianthus superbus, als Pflanzen im feuchteren Bereich gepflanzt, mal schauen, obs feucht genug ist und sie sich halten oder gar ausbreiten....

(https://up.picr.de/29975684oj.jpg)

(https://up.picr.de/29823998sn.jpg)

(https://up.picr.de/29823988pz.jpg)

Suchbild  ;)

(https://up.picr.de/29823981st.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 29. Oktober 2017, 17:17:20
Das Suchbild ist klasse. Ich habe einen Moment gebraucht bis ich den grünen Kerl entdeckt habe ;D
Schöne Wiesenbilder :D
Und den Ausblick auf Deine Wiese finde ich sehr ausgewogen und beruhigend - ohne jedoch langweilig zu sein. Sehr schön!
Ein Garten, in dem man viel entdecken kann, in dem man aber auch zur Ruhe kommen kann.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Oktober 2017, 17:32:30
 :D

Die Wiese ist ja sozusagen mein "Staudenbeet", da freu ich mich über jedes Blümchen, was aus Ansaaten hervorgeht und sich von selbst weiter verbreitet - für mich könnte sie noch bunter sein.
Aber in einer ehemaligen Fettwiese Arten zu etablieren ist schwierig, ich schrieb schon vielfach drüber, wobei ich diesen Herbst nochmal tatkräftig beim Frühjahrsaspekt nachgeholfen habe, indem ich 500 Narcissus pseudonarcissus ssp. lobularis und nochmal 1000 Crocus tommasinianus nachpflanzte :P ;D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Oktober 2017, 17:32:47
In der 2. Juli-Hälfte setzte ich zum ersten Mal eine Idee um, die mir letztes Jahr zu meiner Galanthus nivalis/Chionodoxa luciliae/Tulipa sylvestris/ Tulipa sprengerii/Cyclamen hederifolium/Acis autumnalis/Galanthus reginae-olgae ssp. reginae-olgae-Fläche durch den Kopf gegangen war, ich hatte festgestellt, dass vom Falllaub des Feldahorns im Herbst über den Winter wenig an Ort und Stelle blieb und eigentlich im Mai der Boden schon wieder nackt war.
So sammelte ich letztes Jahr im Herbst ordentlich Falllaub in einem BigBag, den ich trocken im Schuppen aufbewahrte.
Ende Juli brachte ich das trockene Laub wieder zum Feldahorn, schredderte es mit dem Rasenmäher und trug auf der gesamten Fläche eine ordentlich dicke Schicht auf, so zwischen 5-10cm, um die Bildung einer Laubhumusschicht in Gang zu bringen.
Der Juli ist der einzige Monat, wo dies problemlos geht, weil dann für einen kurzen Zeitraum (fast) keine Pflanzen präsent sind.

(https://up.picr.de/29975672ts.jpg)

Im August dann

(https://up.picr.de/30790352sp.jpg)

Mitte September

(https://up.picr.de/30357867rm.jpg)

Und Ende September, Anfang Oktober

(https://up.picr.de/30790596pj.jpg)

Jaaaaa, das könnte alles noch viel flächiger sein, aber es kommen eifrig Sämlinge, eine ganze Reihe schon zwei- bis dreijährig - 2 erstmalig blühende Sämlinge musste ich allerdings prompt umsetzen, weil sie rosa blühten anstatt weiß - und 'Fairy Rings'-Sämlinge von diesem Jahr hab ich aus der Mutterpflanze gerettet und auf die Fläche vereinzelt, ich hoffe, dass die Laubhäckselschicht auch den Sämlingen hilft, da es da drin feuchter bleibt als wenn der Boden unbedeckt wäre.


Und oben schrieb ich fast, weil es doch einige Pflanzen gibt, die auch im Juli präsent sind - einmal hoffe ich darauf, dass sich aus ein paar Initialpflanzungen Melica uniflora albiflora (f. albida) eine lichte "Wiese" aus Sämlingen bildet, Meconopsis cambrica 'Aurantiaca' hab ich versuchsweise dort gesät, immerhin 3! Pflanzen sind daraus hervorgegangen  8)
An einer Stelle hatte ich gut herauslösbare Sämlinge von Stellaria holostea, davon hab ich prompt auch einige verteilt, mal schaun, wie das funktioniert.
Und ein weiteres Experiment, direkt hinter dem Stamm des Feldahorns, Oxalis acatosella, bis jetzt noch nicht im Laubmulm, bis jetzt ziemlich trocken stehend und gar nicht gleichmäßig feucht - letztes Jahr der Herbst war sehr trocken, da hab ich das Teilstück dort gepflanzt, und dieses Jahr war das Frühjahr trocken - die Pflanze war einen Moment lang komplett eingezogen, trieb aber wieder aus, als es wieder regnete:

(https://up.picr.de/29975674la.jpg)

Und, schon Ende Juli, die allererste Hedi:

(https://up.picr.de/29975673sc.jpg)


Ebenfalls ein Experiment ist die Pflanzung von Acis autumnalis, ich hatte im frühen Frühjahr 2017 ein paar Tuffs gepflanzt, Ende August tauchte eins davon mit Blüte auf:

(https://up.picr.de/30125649tx.jpg)

Dann passierte erstmal nix, ich dachte, ok, nur eins der Tuffs ist wohl angegangen.
Aber, Mitte Oktober tauchten dann auch an den meisten anderen Stellen, teilweise nur sehr vereinzelt, die dünnen grasartigen Blätter auf:

(https://up.picr.de/30791267jb.jpg)


Um den 25. September dann, mit Spannung erwartet:

(https://up.picr.de/30464458jd.jpg)

Und am 29. September dann:

(https://up.picr.de/30539542ai.jpg)

(https://up.picr.de/30539604rx.jpg)

(https://up.picr.de/30539662un.jpg)

(https://up.picr.de/30539752yx.jpg)

Anscheinend fühlen sich diese mediterranen, vor dem Laubaustrieb blühenden Gesellen an der Stelle wohl  ;D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 29. Oktober 2017, 17:49:22
das ist schon ein schöner Erfolg :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Oktober 2017, 18:18:01
Wos grad um die Wiese ging - ich hatte letztes Jahr auch ein weiteres Experiment gewagt, indem ich Crocus nudiflorus und Crocus banaticus einfach mal so in die Wiese pflanzte, die Crocus banaticus an der Stelle, an der auch die Leucojum vernum stehen, also recht schattig und feucht.
Leider folgte auf die Pflanzung ein extrem trockener Herbst, entweder sind viele Knollen nicht angewachsen dadurch, oder sie müssen sich von dem Schock erholen, die Anzahl der Blüten war jedenfalls leider sehr gering, bleibt abzuwarten, ob sich da noch was tut:

(https://up.picr.de/30464258vq.jpg)

(https://up.picr.de/30633792ts.jpg)

Crocus nudiflorus

(https://up.picr.de/30792395ax.jpg)

(https://up.picr.de/30791691yk.jpg)

(https://up.picr.de/30604327ah.jpg)

Allerdings hatte ich ja auch schon mit Colchicum autumnale nicht so großen Erfolg, obwohl in den Wiesen um das Dorf früher wild welche wuchsen.
Ich versuchte vor Jahren auch die Wildart, also Colchicum autumnale minor, zu bekommen, aber das stellte sich als schwierig heraus, deshalb auch nochmals vielen lieben Dank an eine Spenderin aus dem Forum für einen weiteren Versuch!!

Die damals gelieferten Pflanzen halten sich zwar, mehr oder weniger....aber ich will Blütenmeere!!!!

(https://up.picr.de/30402357yg.jpg)

(https://up.picr.de/30402402eb.jpg)

(Und prompt hab ich beim Pflanzen der kleinen Narzissen in der Ecke ZWEI nichtblühende Colchicum-Zwiebeln zerstochen  :'(, waren aber glücklicherweise keine von den Neuen, die hab ich woanders gepflanzt)

Sehr erleichtert war ich, dass alle Sämlinge der Wiesenorchidee Himantoglossum hircinum jetzt im Herbst wieder austrieben - im trockenen Frühjahr waren sie viel zu früh und ohne daß eine einen Blütenstand hervorgebracht hatte eingezogen, ich fürchtete um ihr Überleben - aber sie scheinen nicht mal augenscheinlich geschwächt aus der Episode hervorzugehen:

(https://up.picr.de/30792180th.jpg)

(https://up.picr.de/30792183jb.jpg)

Anscheinend ist aus der einmaligen Blüte 2013 einer Ophrys apifera sowohl noch die Ursprungspflanze da - nur danach nicht mehr blühend - als auch 2 Sämlinge, ich habe alle mit feinem Kies markiert, damit ich sie in der Wiese wiederfinde, vielleicht schaffen sie ja wieder eine Blüte, wenn ich die Wiesenkonkurrenz etwas im Zaum halte.

Bei den Orchis purpurea, von denen ich nochmals 3 letztes Jahr nachgepflanzt hatte, nachdem die ersten 2 sich gut entwickelt hatten, bleibt abzuwarten, wie sie die Trockenphase überstanden haben - die treiben erst im Frühjahr eine neue Blattrosette.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 29. Oktober 2017, 18:39:41
Wiesenimpressionen

Schön..., und man wünscht sich den Sommer zurück.
Willst du eher seltene Pflanzen in deine Wiese einbringen oder hauptsache Vielfalt? (Orchideen hattest du doch auch irgendwo...?)
So eine Wiese wie du habe ich nicht, sie wird häufiger gemäht, aber fett ist sie auch. Die Thüringer Lavatere hat sich in den letzten Jahren in die Wiese ausgesät und ich finde sie dankbar, weil sie noch spät im Sommer blüht. Aber Achtung, sie hat durchaus ein gewisses Expansionspotential! Also wenn Rares wichtiger ist, dann vielleicht eher nicht. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Oktober 2017, 18:52:04
Die Orchideen sind im vorigen Post erwähnt  ;)
Vielfalt UND seltene Arten wären wunderbar - aber es läuft schlußendlich darauf hinaus, was sich unter den harten Konkurrenzbedingungen halten kann, und da kann wohl auch die eine oder andere Orchidee mithalten, wie es momentan aussieht  :D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Oktober 2017, 18:53:22
Noch ein paar Herbstimpressionen:

(https://up.picr.de/30667655oe.jpg)

Die Mespilus germanica weist jedes Jahr eine schöne Herbstfärbung auf, rechts im Bild:

(https://up.picr.de/30667705nv.jpg)

Und auch die Cornus alba 'Sibirica'-Hecke hat jedes Jahr einen feurigen Auftritt des Laubes, allerdings recht kurz:

(https://up.picr.de/30792421an.jpg)

(https://up.picr.de/30792387zc.jpg)

Dafür ist die Rindenfärbung immer noch sehr augenfällig:

(https://up.picr.de/30792412xc.jpg)

Im Gehölzgarten erfreuen mich die Impatiens balfourii, sie blühen seit Mitte August, wahrscheinlich bis zum ersten heftigeren Frost, haben sich gut ausgesät, wobei es noch viel mehr Sämlinge waren, aber die Spätfröste Ende April dünnten kräftig aus:

(https://up.picr.de/30792371mq.jpg)

(https://up.picr.de/30625161rq.jpg)

(https://up.picr.de/30667693rr.jpg)

Der besucht mich regelmäßig  ;D

(https://up.picr.de/30792670rj.jpg)

Und noch ein Glückstreffer aus dem September, bei sehr wechselhaftem Wetter - heftige Schauer und gleich danach wieder Sonne:

(https://up.picr.de/30793492gg.jpg)

(https://up.picr.de/30792457la.jpg)

Ob da jetzt der Goldtopf im Schornstein feststeckt?  ;D

(https://up.picr.de/30792459by.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Alva am 29. Oktober 2017, 19:21:10
So schön bei dir  :D Ich schaue hier gerne rein. :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 29. Oktober 2017, 20:04:59
Ja, auch sehr schöne Herbstimpressionen! Mit den Regenbögen sind dir tolle Fotos gelungen.
Das Impatiens ist hübsch. war mir auch in England aufgefallen. Muss ich mal im Hinterkopf behalten...
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 29. Oktober 2017, 22:18:12
Die Orchideen sind im vorigen Post erwähnt  ;)

Ah ok. Werde ich mir nicht bei dir abgucken, die sind mir zu schwierig. Anderes schon. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Oktober 2017, 22:56:43
Impatiens balfourii könnte nur möglicherweise in kleinen Gärten und auf gleichmäßig feuchten Böden etwas "übereifrig" sein - ich wurde im Frühjahr schon etwas blass, als ich die Menge an Sämlingen im gesamten Gehölzgartenbeet entdeckte, der Spätfrost reduzierte das dann ordentlich und auch das trockene Frühjahr griff wohl regulierend ein.
Wobei andererseits die Pflanzen, egal in welchem Entwicklungsstadium, bei mir sehr leicht komplett zu ziehen sind.
Für mich ist es aber genauso ein "dekorativer Wucherer", die ich gern für meine Flächen suche und ausprobiere.

@neo:
Ich hatte auch da einfach Lust aufs Experimentieren und bin mit der Erwartung daran, dass es nicht funktionieren wird  ;)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 09. November 2017, 22:36:59
Habe heute einerseits noch eine weitere Ophrys apifera-Pflanze (wahrscheinlich) in der Wiese gefunden  :D
Und andererseits festgestellt, dass die 3 Orchis purpurea, die ich im Frühjahr nachgekauft und gepflanzt hatte, ebenso anfangen, auszutreiben, wie die vom vorletzten Jahr.  :D :D :D
Nachdem der erste Pflanzversuch mit Orchis purpurea im Herbst 2015 schöne, kräftige Pflanzen 2016 samt Blüte hervorgebracht hatte, wollte noch etwas aufstocken.
Leider fiel die Pflanzung 2017 in die Dürrephase im Frühjahr und ich hatte etwas Panik, dass die Neuen vertrocknet wären und da nix mehr kommen würde.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. November 2017, 00:43:53
Ein paar letzte Bilder für dieses Jahr, leider nur mit dem Handy gemacht, da es zu sehr dauernieselstürmte für die große Kamera  :P

Ich hatte in Post #505 berichtet, daß die nachbarliche Wiese wohl bebaut werden wird, hatte auch schon überlegt, entweder eine höhere oder aber eine mittelhohe freiwachsende Hecke auf meiner Seite schonmal zu pflanzen, damit sie schon abschirmt, wenn es losgeht.
Schlußendlich hab ich mich für die mittelhohe Variante entschieden und von der Cornus alba 'Sibirica'-Hecke, die den Weg zur Ruine vom großen Rasen aus säumt, Stecklinge geschnitten und einfach mal in den triefnassen Boden gesteckt:

(https://up.picr.de/30931881kp.jpg)

Die Mitte der Querachse, die auf die Amphore zuführt, habe ich mit einem Bambusstab markiert, vielleicht kommt da noch ein besonders fernwirksames, auffälliges Gehölz hin.....erstmal bin ich gespannt, wie viele der 23 Stecklinge dann auch wirklich anwachsen.
Hier nochmal die "Mutterhecke" im Herbst 2015:

(http://up.picr.de/23550355en.jpg)

(http://up.picr.de/23550400nv.jpg)

Die kleine Hängeblutbuche hat ihr Laub verloren und zum Vorschein kommt ein Asarum epigynum 'Takasago Saishin', welches ich im Juni gepflanzt hatte und das sich im tiefen Schatten unter der Buchenlaubglocke sehr gut gehalten, ja sogar etwas gewachsen ist  :D

(https://up.picr.de/30931893gl.jpg)

Die Hosta 'Paradise Puppet' kam mit dem Standort ebenfalls erstaunlich gut zurecht und die vielen Teilstücke, die ich gepflanzt hatte, sind etwas dicker geworden, während die Isotoma fluviatilis, die ich spontan im Mai gepflanzt hatte, schon nach ein paar Wochen sehr unter Lichtmangel litt und auf dem Rückzug war, so daß ich sie entfernte.
Wenn das Asarum nun gut den Winter übersteht, überlege ich mir, es flächiger zu pflanzen, vielleicht sogar die Hosta wieder zu entfernen.
Dadurch, daß es immergrün ist, bietet es gerade im Herbst/Winter/Frühjahr, wenn man durch das Astgewirr sowohl die knorrige Wurzel als auch den Boden sehen kann eine dekorative pflanzliche Decke - und es nimmt die Musterung der ebenfalls genau in dem Zeitraum präsenten Arum italicum 'Pictum' wunderbar in verkleinertem Maßstab auf  :D

(https://up.picr.de/30931894as.jpg)

Und noch ein paar letzte Blüten, die 2 "November"-Christrosen im Farnbeet, die jedes Jahr im November blühen.
Allerdings schaffen es dadurch die Samenanlagen nie durch den Winter.

(https://up.picr.de/30931888wu.jpg)

(https://up.picr.de/30931889rv.jpg)

Und noch die allerletzte Galanthus reginae-olgae ssp. reginae-olgae (leider wollte das Handy nicht da scharfstellen, wo ich wollte...)

(https://up.picr.de/30931887po.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 13. November 2017, 11:40:48
Schöne Bilder!

Asarum "Takasago S." ist bei mir zwei Jahre lang rückwärts gewachsen, bis es ganz weg war. Ich drücke Dir die Daumen, dass es den Winter gut übersteht. 

Markus
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 13. November 2017, 12:02:52
Das Asarum in dem Laub sieht wunderbar aus :D
Und überhaupt: es macht immer wieder Freude, virtuell durch deinen Garten zu streifen!

Zitat
Anscheinend ist aus der einmaligen Blüte 2013 einer Ophrys apifera sowohl noch die Ursprungspflanze da - nur danach nicht mehr blühend - als auch 2 Sämlinge, ich habe alle mit feinem Kies markiert, damit ich sie in der Wiese wiederfinde, vielleicht schaffen sie ja wieder eine Blüte, wenn ich die Wiesenkonkurrenz etwas im Zaum halte.
Vielleicht könntest du in diesem Bereich das Gras ein wenig mit Klappertopf zurück drängen ??? Er hat hier im Vorgarten ziemlich radikal die Gräser ausgelichtet 8)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. November 2017, 14:10:26
Danke euch :)
Schöne Bilder!

Asarum "Takasago S." ist bei mir zwei Jahre lang rückwärts gewachsen, bis es ganz weg war. Ich drücke Dir die Daumen, dass es den Winter gut übersteht. 

Markus

Also dafür, dass es ein sehr spontaner Kauf für die Stelle war, schlägt es sich bisher tapfer - die Händlerin hatte einige Asarum-Arten und das war die mit den kleinsten und hübschesten Blättern, und als ich sie mir anschaute, ploppte im Hinterkopf auf, dass ich doch inzwischen recht große "Fladen" Asarum europaeum und Sämlinge im Gehölzgarten direkt an den Haselsträuchern habe und dieses Hübsche vielleicht ähnlich geeignet für die Blutbuche sein könnte.
Ich hatte es sogar noch geteilt und ein Teilstück im Gartenhof in die breitere Fuge zwischen Hofplatten und Tuffmauer gepflanzt, wo es sich auch wohlzufühlen scheint.
Schaun wer mal.

@Wühlmaus:
Ich habe schon vor einigen Jahren angefangen, Klappertopf in der Wiese anzusiedeln, um die Gräser zu schwächen und zurück zu drängen, zuerst mit Samen von Hof Berggarten
Ich hab vor allem zottigen Klappertopf, kleinen Klappertopf hatte ich auch angesät, das waren/sind aber nur einzelne Pflanzen geworden/geblieben.
Inzwischen hab ich aber auch noch eine später blühende Variante (oder vielleicht auch eine andere Art, vielleicht Rhinanthus angustifolia?) als Samen von einem sehr netten Forumler erhalten  :D
Außerdem habe ich Ackerwachtelweizen, ebenfalls ein Halbschmarotzer, ansiedeln können, sieht man auf dem Bild mit Klappertopf

(https://up.picr.de/25740713qe.jpg)

An der Stelle, wo er sich als erstes ordentlich ausbreitete, ist inzwischen auch eine deutliche "Delle" im Grasbewuchs.
Ich hab sogar ein Bild gefunden, wo man die "Wirkung" erahnen kann - rechts ist  Massenaufkommen von Klappertopf, nach links sind wesentlich weniger Pflanzen gewesen, man erkennt deutlich, wie neben den trockenen Klappertopfsamenständen auch das Gras dort lädiert ist, während es rechts noch wesentlich grüner ist.

(https://up.picr.de/22287731ob.jpg)

Ich verstreue jedes Jahr Samen, die ich meist an den Pflanzen absammel, die nah am Rasenweg stehen und die ihre Samen da verstreuen würden, wo sie keine Chance hätten, in den Bereichen der Wiese, wo noch nicht so viel oder kein Klappertopf steht, wobei es inzwischen nur noch 2 Bereiche ohne Klappertopf gibt, einmal das zur Wiese mit Eibenhecke begrenzte Rechteck oberhalb der Blutbuchenlaube und andererseits der Heckenraum um den Sandstein-Obelisken - was aber gewollt ist, da hab ich nicht gesät.
Das zeigt aber wiederum auch sehr anschaulich, wie schwer sich die meisten Wiesenblumen tun, sich "aus eigener Kraft" weiter als ein, zwei Meter auszubreiten, wenn die Samen nicht über Windverbreitungsmechanismen verfügen.

Jedenfalls stehen die Ophrys - die eine, die sich dort von außerhalb des Gartens ganz von alleine angesät hat, 2013 einmal blühte und die Sämlinge daraus - in einem der Bereiche, wo es noch nicht Massen an Klappertopf gibt, aber letztes Jahr blühten dort schon eine ordentliche Anzahl Klappertopf, so daß es dieses Jahr wesentlich mehr sein werden.
Da die Ophrys auch in dichtem Bewuchs sozusagen "ausharren" können, ohne zur Blüte zu kommen, denke ich mal, dass irgendwann in den nächsten Jahren der Punkt erreicht sein wird, wo es ihnen licht genug ist, das sie Blüten ausbilden.
Jetzt, wo ich sie aufgespürt und mit feinem Kies "markiert" habe, greife ich auch ab und an etwas pflegend ein, rupfe frei und so.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 13. November 2017, 15:02:50
Tolle Entwicklung! Das letzte Bild finde ich sehr aufschlussreich, da man den Unterschied zwischen "mit" und "ohne Klappertopf" so gut sehen kann.

Markus
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 13. November 2017, 15:09:23
So eindrucksvoll habe ich "die Wirkung" vom Klappertopf hier nicht beobachten können :o Ich hatte mir vor einigen Jahren Samen von einem Wiesenrand hier in der Gegend abgenommen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Nova Liz am 13. November 2017, 15:39:51
So eindrucksvoll habe ich "die Wirkung" vom Klappertopf hier nicht beobachten können :o 
Ich auch nicht.Vielleicht ist mein Wiesenabteil noch zu fett dafür.
Sehr eindrucksvolle Bilder und spannende Entwicklung,Gartenplaner.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 13. November 2017, 16:34:54
Ich bin sehr gespannt, wie schnell sich das angeht mit deinen Stecklingen von `Sibirica` und wünsche natürlich möglichst schnellen Erfolg. ;) (Einen Absenker hat meine gemacht, ohne dass ich es zuerst merkte, das scheint zügig zu gehen.)

Asarum europaeum wurde ja kurz erwähnt: Ich sehe das Spezielle an deinem Asarum, aber die Qualitäten vom Europäischen, die tun sich mir auf Bildern nicht ganz auf (es erinnert mich immer an mein Scharbockskraut, zu dem habe ich aber eine etwas zwiespältige Beziehung...) Immergrün soll`s ja sein, das ist schon mal eine gute Qualität, auch das es einheimisch ist.
Und sonst? Also wenn du magst, ich wäre für gute Verkaufsargumente offen. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. November 2017, 18:38:58
So eindrucksvoll habe ich "die Wirkung" vom Klappertopf hier nicht beobachten können :o 
Ich auch nicht.Vielleicht ist mein Wiesenabteil noch zu fett dafür.
Sehr eindrucksvolle Bilder und spannende Entwicklung,Gartenplaner.

Hm, also meine "Ausgangswiese" war eine "Fettwiese", gut gedüngt auf gut nährstoffspeicherndem kalkhaltigem Lehm, wechselfeucht.
Ich hatte wohl 2008 zum ersten Mal Klappertopf gesät.
Zuerst gingen daraus nur sehr wenige Pflanzen hervor, ich hab dann einige Jahre, so bis 2013, die Natur machen lassen, sprich den Samen aus den Pflanzen einfach ausfallen lassen, das hatte 2 größere Bereiche mit Massenvorkommen zur Folge.
Die Samen fallen aus der Mutterpflanze zu Boden und keimen dort im Frühjahr darauf auch gehäuft, so daß sich in konzentrischen Kreisen von den ersten Pflanzen aus ganz viele Sämlinge so in 20-30cm-Schritten ausbreiten.
Dann fing ich an, Samen einzusammeln und gezielter woanders zu verstreuen, um eine schnellere, flächigere Ausbreitung hinzukriegen.
An den Stellen der Massenvorkommen ist das Gras an einer Stelle wirklich sehr augenscheinlich massiv reduziert, die Stelle vom Foto, es ist ein Bereich, der trockener ist, sehr sonnig und in der Obstwiesenfläche liegt, auf der 2. Stelle ist die Grasreduktion nicht ganz so auffällig, das war aber früher eine Gemüsegartenfläche, vielleicht dadurch nährstoffreicher noch als die gedüngte Wiese und somit kann sich Gras dort noch besser halten.
Wobei - an beiden Stellen haben sich sehr stark andere Wiesenblumen ausgesät, Wiesenpippau oben auf der trockenen Stelle, Ackerwitwenblume auf der ehemaligen Gemüsegartenstelle, so daß der Grasrückgang im Sommer gar nicht so einfach zu sehen ist.

Ich bin sehr gespannt, wie schnell sich das angeht mit deinen Stecklingen von `Sibirica` und wünsche natürlich möglichst schnellen Erfolg. ;) (Einen Absenker hat meine gemacht, ohne dass ich es zuerst merkte, das scheint zügig zu gehen.)

Asarum europaeum wurde ja kurz erwähnt: Ich sehe das Spezielle an deinem Asarum, aber die Qualitäten vom Europäischen, die tun sich mir auf Bildern nicht ganz auf (es erinnert mich immer an mein Scharbockskraut, zu dem habe ich aber eine etwas zwiespältige Beziehung...) Immergrün soll`s ja sein, das ist schon mal eine gute Qualität, auch das es einheimisch ist.
Und sonst? Also wenn du magst, ich wäre für gute Verkaufsargumente offen. ;)

Wenn der Boden oder das Jahr nicht zu trocken ist, bewurzeln Äste, die auf dem Boden aufliegen schnell und gut, hab ich auch an mehreren Stellen der Mutterhecke  :)

Ich mochte Asarum europaeum schon, bevor er sich bei mir im Garten bewährte, weil ich ihn als dekorativen Bodendecker empfand, der einen recht ruhigen, gleichmäßigen Untergrund für eine Schattenpflanzung bieten kann.
Er hat sich dann auch bei mir als recht niedriger Bodendecker für wirklich tiefen Schatten, wo es dazu auch noch recht trocken werden kann, wenn die Pflanze erstmal eingewachsen ist, verdient gemacht.
Ich fand die glänzend-immergrünen, runden Blätter sehr dekorativ, und hab dann im Gehölzgarten einfach mal einen Testballon gestartet und 3 Stück gekauft und ziemlich nah an die Stämme der Haselhecke gepflanzt, also ganz "hinten".
Gekümmert hab ich mich dann nicht mehr um die, das Wachstum war auch nicht exorbitant schnell, aber beharrlich und stetig, die Pflanzflächen werden jetzt so im Schnitt um die 70cm Durchmesser haben.
In diesen Bereich direkt zu Füßen der Haseln habe ich ansonsten damals nicht viel gepflanzt, weil mir das vergebliche Mühe wegen zu dunkel und vielleicht auch zu trocken erschien, inzwischen haben sich einige Helleboren dahin ausgesät, auch andere Bodendecker arbeiten sich vor - wie die Konkurrenzstärke des Asarum aussieht, bleibt abzuwarten.
Es fiel mir auf, daß die Blätter bei großer Dürre ihren Glanz verloren, aber keine trockenen Ränder bekamen oder gar welkten.
Sobald es wieder genug Wasser gab, glänzten sie auch wieder.
Und seit 2 Jahren finde ich Sämlinge, kreuz und quer im Gehölzgarten verteilt, da leisten meine Ameisen mal einen konstruktiven Beitrag.
Die Ähnlichkeit mit Scharbockskraut kann ich nachvollziehen (und die Übertragung des Traumas  ;D), aber das ist unfair Asarum gegenüber, Wucherambitionen hat es wirklich nicht, im Gegensatz zum flüchtigen Auftritt des Scharbockskraut ist die Haselwurz eine "Langspielplatte", belästigt einen noch obendrauf nicht mit einer schreiend bunten Blüte  8) ;D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 13. November 2017, 20:57:57
belästigt einen noch obendrauf nicht mit einer schreiend bunten Blüte  8) ;D

Ist das jetzt dein Trauma oder meins? ;D ;) (Die Blütenfarbe stört mich nicht beim Scharbockskraut, nur dass es gleich allüberall sein muss, als ob ich es übersehen könnte.)

Was mir aber bisher bei der Haselwurz passiert ist, das mit dem Übersehen, die ist bei mir bisher einfach nicht richtig angekommen.
Das Verkaufsgespräch war erfolgreich, ich habe sie mir notiert für 2018. Einmal mehr, danke!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 14. November 2017, 11:45:53
Eine sehr freie Extrapolation aus der von dir gemachten Aussage der zwiespältigen Beziehung zu Scharbockskraut  ;D ;D
Aber da man ja unter Gärtnern schon alle möglichen speziellen Vorlieben und Abneigungen begegnet, nicht ganz aus der Luft gegriffen  ;)

Ich mag die Quietschbuntheit des Frühlings, und dekorative Wucherer für meine Flächen sowieso, ich hab auch normales Scharbockskraut, allerdings nur in der Obstwiese, in den Gehölzbeeten bisher nicht, aber auch dort würde es keine Hätschel-Preziosen über den Haufen rennen, insofern ist meine Beziehung zum Scharbockskraut sehr entspannt.
Das im Gehölzgarten gepflanzte Ranunculus ficaria ssp. chrysocephalus 'Pencarn' hat sich über 2 Jahre bis jetzt (leider) als noch nicht sehr wuchernd gezeigt, während das "freche Luder" (die Sorte 'Brazen Hussy'  ;D) sich gut in der Wiese hält und langsam zulegt.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 14. November 2017, 17:16:59
ich hab auch normales Scharbockskraut

Ich habe nur das Normale und dabei bleibt es, da nutzen auch die allerbesten Verkaufsargumente nichts bei mir. ;)
Aber eins muss ich ihm lassen, es zeigt das Aufbrechen des Frühlings sehr zeitig an. Also ist es trotzdem auch jedes Jahr Anlass für Freude (bis ich dann rupfend hinter ihm her bin ;D).
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Kai W. am 15. Januar 2018, 12:52:27
Den Garten hast Du ja traumhaft gestaltet...da können ja Kew Gärtner zum Staunen kommen.
Respekt  :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. Januar 2018, 19:06:05
Vielen herzlichen Dank, aber das ist ein bisschen zuviel des Guten - die Kew-Gärtner würden wohl eher an allen Ecken und Enden mal Staudenbeete anlegen.....


(Solche Gärtner könnt ich gut gebrauchen.... :-\ ;D)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 15. Januar 2018, 19:35:55
So ein fest angestellter KewGärtner für deine Latifundien - das wäre doch was 8)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 15. Januar 2018, 19:38:03
Diese fantastischen Herbstbilder, die du kürzlich bei MarkusG gezeigt hast, sind die auch in diesem Faden ??? Die waren sehr beeindruckend :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. Januar 2018, 19:59:15
Ohja, das wär was... 8)

Ja, in #387, sind vom Herbst 2015


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 10. Februar 2018, 13:35:47
Neues aus Sankt Olaf!
Wie ich fast genau vor einem Jahr berichtete, will ja der Nachbar zur rechten die an meinen Garten grenzende Wiese bebauen.
Hier nochmal zur Erinnerung das Foto der Wiese, um die es geht.
Im Eintrag davor habe ich auch Fotos gepostet mit Ausblicken von uns in die Richtung und beschrieben, wie die neue Bebauung das verändern würde/wird.

...
Ich hab sogar zufälligerweise ein Foto von der Wiese, weil ich von der Strasse aus ein Foto machte, nachdem ich den Kastanienholz-Staketenzaun entlang der Einfahrt in den Garten aufgestellt hatte:

(http://up.picr.de/28310338gp.jpg)

Am oberen Ende der Staketenzaun, das weiße ist ein BigBag, der auf Abholung wartete, dahinter kommt der Eibenhain, links der Zaun ist die Grenze zu uns, ganz links die "Ruine" im Garten.

...

Der Ausblick im Garten über die Querachse auf das alte Haus wird wahrscheinlich leider perdu sein, hängt davon ab, wo das Einfamilienhaus stehen wird - aber ich hatte ja schon mit der großen Amphore und der Bank auch im Garten selber einen Endpunkt der Achse angelegt, das kann ich dann ja noch ausbauen.
...

Da hat sich erstaun- und freulicherweise eine Veränderung des Projektes ergeben - das Einfamilienhaus wird anscheinend nicht gebaut, es ist auf den Plänen nicht mehr drauf.
Insofern werde ich wohl auch den Ausblick auf das kleinere der beiden alten Dorfhäuser auf der anderen Straßenseite am Ende meiner Querachse durch den Garten behalten, also den hier:

(http://up.picr.de/28290029dc.jpg)

Das größere Gebäude mit 12 Wohnungen müsste laut Plan ungefähr da enden, wo die rechte Obstbaumreihe den Ausblick begrenzt.

Auch der Nachbar zur linken ist rege, er möchte anbauen, was aufgrund seines sehr verwinkelten Grundstücks nicht so ganz einfach ist und möglicherweise einen Tausch von einem 2m-Streifen von mir gegen Grund von ihm erfordert, damit er den von der Gemeinde vorgeschriebenen Grenzabstand von Gebäuden zu nachbarschaftlichen Grenzen einhalten kann.
Da werde ich Genaueres erfahren, wenn ich Ende des Monats meinen ersten Gartenbesuch mache.
Es bleibt spannend!


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 10. Februar 2018, 14:06:56
Und Erstens kommt es besser, als Zweitens dass man denkt? Ich hoffe es für deinen Garten. ;)
Ausgesteckt ist noch nichts? (Kannst du ja jetzt auch gar nicht sehen, wenn du nicht da bist, ist klar.)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 10. Februar 2018, 19:47:48
Muttern hält wachsam die Augen offen  ;D
Nee, vermessen und markiert ist noch nix - die Pläne müssen ja jetzt erst mal ohne Einspruch von Privatleuten durchkommen, ehe sie dann im Gemeinderat abgesegnet werden müssen und dann erst wird richtig angefangen.
Aber es wurden die Tage schon Probebohrungen gemacht, um den Untergrund zu prüfen, wir haben ja zähen Lehm, relativ hohen Grundwasserstand.
Bei so vielen Wohneinheiten müssen dementsprechend Parkplätze vorgehalten werden, insofern muss eine Tiefgarage drunter, und bei den Bodenbedingungen geht das nur als "weiße Wanne" - die Tiefgarage liegt zu einem Teil unter dem Grundwasserspiegel, muss also wasserdicht sein.
Anscheinend schaut das Denkmalamt auch, ob keine römischen Überreste aufgewühlt werden, bevor es richtig losgeht - in der direkten Umgebung gibt es Fundstellen von einigen villae rusticae, angeblich soll im Dorfkern auch eine existiert haben - und die Baustelle ist mitten im ehemaligen Zentrum des Dorfes.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 10. Februar 2018, 20:23:51
Schön, dass das geplante Projekt offenbar weniger einschränkend für Dich wird.

Markus
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 11. Februar 2018, 09:32:20
Anscheinend schaut das Denkmalamt auch, ob keine römischen Überreste aufgewühlt werden, bevor es richtig losgeht

D.h. es gäbe einfach eine Verzögerung, wenn sie etwas finden würden? Oder je nach Grösse der Funde, gibt es Fälle wo dann gar nicht mehr gebaut werden darf? Das wäre ja nicht schlecht. ;)
Wir hatten hier früher Bauland, dann wurde es umgezont. Mein Mann meinte auch wegen Römerfunden, kann sein, denke aber auch um es der Natur zurückzugeben (Zone autonome permanente).
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 11. Februar 2018, 10:35:16
Wenn die Archäologen deine Ruine sehen, wird ihnen klar werden, dass da etwas im Boden sein muss! ;D

Bin übrigens schon länger stiller Mitleser dieses tollen Fadens, der mich ursprünglich überhaupt erst hierher geführt hat (per Google).
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Weidenkatz am 11. Februar 2018, 11:10:13
Schön, dass das geplante Projekt offenbar weniger einschränkend für Dich wird.

Markus
Da schließe ich mich an und drücke weiter die Daumen :D.
Der Park wirkt immer so angenehm großzügig.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 11. Februar 2018, 11:32:42
@Bock-Gärnter:
lach
Naja, Neuzeitliches habe ich jedenfalls mehr als genug beim Herrichten der Ruine zur Umwidmung gefunden - zurückgelassener und zu einem guten Teil vergrabener Müll von 2 Mietern  ::) :P

Aber auch einen unter 20cm Erde in der Wiese völlig verschwundenen Weg aus Grabsteinfragmenten, der schon etwas älter war - da hatte wohl einer meiner Vorfahren die Gelegenheit genutzt, als die Gemeinde Gräber auflöste und abtrug, die Steinreste zu ergattern und weiterzuverwenden.

Gärten, die schon sehr lange als solche genutzt werden, bieten schon interessante Überraschungen im Boden.
Bei den vielen Scherben, die ich, egalwo ich im Garten mal den Boden aufgrabe, finde, glaube ich nicht, dass sie älter als ein paar hundert Jahre sind, werden wohl die Abfallgruben des Gehöfts gewesen sein, die durch Pflügen verteilt wurden, auch die vielen Knochen, die immer wieder auftauchen, stammen wohl daher:

(https://up.picr.de/31791575ma.jpg)

(https://up.picr.de/28865832ig.jpg)

Ich sammel alle größeren Scherben, die ich finde in dieser Schale....aber eigentlich müsste ich mir ne bessere Präsentation überlegen, so auf einem Haufen wirken sie nicht so wirklich.
An einer Stelle direkt am Schuppen, wo über Jahrzehnte Wellblechplatten gelagert worden waren, die mein Vater und der benachbarte Landwirt, der die Schafe auf unserer Obstwiese weiden liess, nutzten, um Löcher im Maschendrahtzaun zu stopfen, grub ich den Boden um, als alles abgefahren worden war.
Auf einmal stiess ich auf etwas recht schweres, längliches, was sich schlußendlich als gußeiserne Achse eines kleinen Wägelchens herausstellte, hab ich als "Anschlag" für das Törchen weiterverwendet, links:

(https://up.picr.de/31791337lf.jpg)

Ein Fund vom letzten Herbst beim Narzissenpflanzen:

(https://up.picr.de/30417150qe.jpg)

Während dem 2. Weltkrieg hatten die Deutschen im Nachbarhaus eine Polizeistation eingerichtet, wahrscheinlich das Gebäude beschlagnahmt, der Besitzer hat wohl nach dem Krieg versucht, alles, was zurückgelassen worden ist so schnell wie möglich loszuwerden, um nicht in einen irgendwie gearteten Verdacht zu kommen, Aschereste gabs da auch im Boden.

Anscheinend schaut das Denkmalamt auch, ob keine römischen Überreste aufgewühlt werden, bevor es richtig losgeht

D.h. es gäbe einfach eine Verzögerung, wenn sie etwas finden würden? Oder je nach Grösse der Funde, gibt es Fälle wo dann gar nicht mehr gebaut werden darf? Das wäre ja nicht schlecht. ;)
Wir hatten hier früher Bauland, dann wurde es umgezont. Mein Mann meinte auch wegen Römerfunden, kann sein, denke aber auch um es der Natur zurückzugeben (Zone autonome permanente).
Auf jeden Fall gäbe es eine Verzögerung.
Ich denke eher nicht, dass NICHT gebaut werden dürfte, dafür müsste der Fund schon von überregionaler Bedeutung sein, ein Tempel mit Bodenmosaik oder sowas, und darauf deutet nichts hin, unsere Senke war nur übersät mit Gutshöfen, weil der Boden fruchtbar ist.
In direkter Nachbarschaft 2006 untersuchte Fundamente einer villa rustica belegen über die Kleinfunde eine Besiedelung von der Mitte des 1. bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts, darauf folgte noch ein spätrömisches Kastell auf einer benachbarten Kuppe, als die "politische Situation" schon widriger wurde.
Die Untersuchung der Überreste der villa war eine Notgrabung, weil die Verlegung einer Starkstromleitung die Fundamentmauern angeschnitten hatte, und diese Notgrabung war nach 2 Wochen beendet.

@Weidenkatz:
Vielen Dank - aber wenn sich bestätigt, dass das eine Haus nicht gebaut wird, bin ich schon ganz zufrieden, obwohl ich ja grad letzten Herbst da eine Cornus alba 'Sibirica'-Hecke gesteckt habe, um den Ausblick auf die neuen Gebäude und vor allem Einblicke zu begrenzen - ich kann ja in der Achsmitte ein niedriger bleibendes Gehölz pflanzen, um da den bisherigen Ausblick auf das Nachbarhaus zu erhalten  :)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 11. Februar 2018, 17:28:26
Der alte Garten meiner Eltern (ähnlich groß wie deiner) war auch eine wahre Fundgrube. In einer unzugänglichen Ecke lag jahrzehntelang 'ne alte Auto-Achse mit Felgen, mind. 3 Meter über Straßenniveau. Wir haben uns immer gefragt, wie die da hingekommen ist und wild über spektakuläre Unfälle spekuliert.

Finde ich schön, dass/wenn du die alten Fundstücke (direkt) wiederverwertest, das ist wirklich gelebte Nachhaltigkeit.
Warum machst du das nicht auch mit den Grabsteinen? Die drängen sich doch geradezu auf, z.B. im Kontext deiner Ruine. Oder ist dir das zu morbide/pietätlos?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 11. Februar 2018, 18:10:56
Genau das habe ich gemacht, wobei die eigenen Grabstein-Fundstücke aus dem Boden nicht so spektakulär waren.
Ich habe sie, da sie auch für mich thematisch so gut zur Ruine, dem Verfall, memento mori, passten, mit Steingussdekorationen auf dem "Tisch", eigentlich dem Dach für Kaninchenställe, seitlich an der Ruine drapiert:

(https://up.picr.de/19637451ro.jpg)

Ich hatte aber auch, als sich die Gelegenheit bot, noch dekorativere Grabsteinreste zugekauft - besser noch, sie dienen als Gartendeko und die wunderbare Steinmetzkunst bleibt erhalten, als dass sie als Strassenschotter enden - die hab ich am Rande des Schieferplatzes neben der Ruine versammelt:

(https://up.picr.de/19610948it.jpg)

Eigentlich hätte ich sie wohl auf einem "befestigteren" Untergrund positionieren müssen, im Sommer verschwinden sie leider ziemlich im Gras.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 11. Februar 2018, 19:20:59
Die Erhaltungsidee finde ich sehr gut. Auch wenn das natürlich "'n ganz schöner Haufen ist".
Grabsteine kann ich auf dem Bild nur vage rekogniszieren. Hast du nur einige aufbewahrt? Hätten die sich nicht erneut als Wegdecke angeboten für die "hohle Gasse" zur Ruine?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 11. Februar 2018, 20:34:04
dieses tollen Fadens, der mich ursprünglich überhaupt erst hierher geführt hat (per Google).

So kreuzen sich Wege, das ist mir auch so ergangen. ;) Und dann habe ich erstmal Bauklötze gestaunt in diesem Garten. Aber dass Gartenplaner so viel Steinzeug im Garten hat, das ist mir bisher irgendwie entgangen. Das ist ja auch eine Art Sammelleidenschaft, einfach nicht pflanzlicher Art.
Ja das bleibt spannend mit den alten Steinen und mit den neuen, die noch verbaut werden. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 11. Februar 2018, 21:25:08
Grüß dich, neo, "Schwester im Geiste" :) (wenn ich das so sagen darf).
An den "Altar" auf dem vorletzten Bild konnte ich mich noch gut erinnern, aber die "Devotionalien" auf dem letzten hast du, Gartenplaner, vorher noch nicht gezeigt, oder?
Ich glaube, ich an deiner Stelle würde diese Stücke nicht alle auf einem Haufen belassen, sondern mehr im Garten verteilen (Transportmöglichkeit vorausgesetzt), könnte z.B. dein Hain nicht noch eines vertragen?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 12. Februar 2018, 14:53:59
Grüß dich, neo, "Schwester im Geiste" :) (wenn ich das so sagen darf).

ja sicher. :) ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Februar 2018, 17:08:02
Zuerst einmal: schön, dass mein kleiner Thread hier euch hergeführt und Spaß gemacht hat, das freut mich sehr  :D
...
Grabsteine kann ich auf dem Bild nur vage rekogniszieren. Hast du nur einige aufbewahrt? Hätten die sich nicht erneut als Wegdecke angeboten für die "hohle Gasse" zur Ruine?

Die Bruchstücke aus der Erde aus dem Garten selber waren leider recht "klein", so 40x50cm-Teile, eben gerade gut, um umgedreht Platten für einen kleinen Weg zu ergeben.
Auf einem Bruchstück kann man sehen, daß es die Mitte eines größeren Kreuzes war, welches aus dem Stein herausgearbeitet war und ein anderes Teil besteht aus vielen gemeißelten kugeligen Gebilden - ich konnte es zuordnen, weil ich solche Kreuzsockel schon bei uns auf Friedhöfen gesehen hatte vorher.
Es waren längst nicht genug, um den Hohlweg damit "pflastern" zu können, leider  :)
Die Steine auf dem 2. Bild sind größtenteils Sockelsteine von Grabkreuzen oder die Sockel der Steinelemente rechts und links des Kreuzes mit den Namensplatten dran, teilweise auch Dekoelemente, z.B. das Neogotische ganz im Vordergrund.

...
Aber dass Gartenplaner so viel Steinzeug im Garten hat, das ist mir bisher irgendwie entgangen. Das ist ja auch eine Art Sammelleidenschaft, einfach nicht pflanzlicher Art.
...

lach....ja, das stimmt....ich hatte einen Stein über ebay gekauft und konnte ihn im Saarland abholen, da stellte sich dann raus, dass die Gartenbesitzer eine im nahen Frankreich gelegene Bauschuttdeponie kannten, wo viele solcher Steine endgelagert worden waren, sie hatten viele "gerettet", bevor die nächste Schicht Bauschutt drüber kam.
Und lösten gerade ihren sehr schönen Garten auf, weil sie wegzogen, inklusive Verkauf vieler der Steinfragmente - da konnte ich nicht anders, als zugreifen.
Ich hab immer mal Fotos gezeigt, die die Ecke da vor der Ruine mit zeigen, vielleicht nicht so eine deutliche Bestandsaufnahme wie die jetzt - aber wie ich schrieb, die Steine wachsen auch im Sommer immer sehr ein, was schade ist.

...
Ich glaube, ich an deiner Stelle würde diese Stücke nicht alle auf einem Haufen belassen, sondern mehr im Garten verteilen (Transportmöglichkeit vorausgesetzt), könnte z.B. dein Hain nicht noch eines vertragen?

Eigentlich war der Haufen eine halbe Notlösung - die Saarländer haben mir damals meinen "Großeinkauf" freundlicherweise geliefert, allerdings konnten sie nicht in die Wiese fahren, deshalb lagerten die Teile dann in der Garage für 2 Jahre glaub ich, erst als die Trockenmauer 2011 errichtet wurde, habe ich den Galabauer beauftragt, mir die Teile mit seinem Maschinenpark da auf einen Haufen zu transportieren.
Die "Ruine" bot sich an, nach und nach kristallisierte sich die Idee eines memento mori der Zivilisationen heraus - ich hatte gotisch und barock anmutende Steinfragmente, dann kamen Steinguß-Teile dazu, die Kopien aus der griechischen Antike waren, eine Platte mit Hieroglyphen, eine Kopie eines Jugendstilelementes und eines römischen Flachreliefs....
Das ergab für mich mit den Grabsteinen eine Gesamtidee.
Und ich befinde mich in "guter" Gesellschaft - Prinz Charles hat in Highgrove eine "wall of gifts" aus Steinelementen, die er gesammelt und geschenkt bekommen hat  ;D

Ich hab mit den Teilen, die ich so gerade noch transportieren konnte (Sackkarre in hubbeliger Wiese  :o 8) :P ) schon etwas rumexperimentiert - ein Teil als Sockel mit einer Schieferplatte drauf als Bank, das in der Mitte offene Teil hatte ich mal vor den Eibenhain geschleppt und überlegt, es zu bepflanzen.
Allerdings, und auch ich vertue mich da immer noch wieder - damit Sachen in meinem Garten wirken, müssen sie schon richtig groß sein!
All diese Steine sind nicht groß genug, um alleine auf weiter Flur bzw. Wiese auf große Entfernung zu wirken.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 12. Februar 2018, 19:22:12
Vielen Dank, dass du immer so ausführlich (und lesenswert!) antwortest.
Die "charleske" Mauer macht schon was her!
Vielleicht gibt es irgendwann einmal ein Forentreffen in Luxemburg und dann bauen alle Teilnehmer aus deinen Devotionalien auch so eine Mauer auf...  ;D 8)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 12. Februar 2018, 20:22:59
Dass die Fundstücke nicht groß genug sind, um als Blickfang im Park zu dienen, ist, denke ich, klar. Stattdessen könnte ich es mir spannend vorstellen, beim Durchstreifen deines Parks sozusagen zufällig solche Fundstücke einzeln zwischen Pflanzen an geeigneter Stelle zu entdecken. Ich vermute, dass dies auch Bock-Gärtner mit seinem Vorschlag Eibenhain meinte.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Februar 2018, 21:10:27
Hm, so, wie man einen knorrigen Wurzelstumpen in einem Schattenbeet einsetzen kann?
Sogar dafür sind Gartenräume/Beete schon etwas groß, ich hatte ein Teil mal im Gehölzgarten aufgestellt und es wirkte wie ein verlorenes Bauklötzchen  :-\
Ich finde auch den Aspekt sehr reizvoll, dass es bei der Ruine nicht nur Deko ist, sondern ein gestalterisches Konzept/Idee/"Botschaft" unterstützt.

Im Eibenhain setze ich mich gerade auch mit dem direkt gegenüber liegenden Friedhof auseinander, über die Eiben (Friedhofsbäume, Mythologie), mit dem spiegelnden Obelisken (Obelisken als Grabornamentik in der Neuzeit, steingewordener göttlicher Sonnenstrahl und Verbindung zwischen hiesiger und Götterwelt im alten Ägypten), da fände ich Grabsteinfragmente oder auch nur eines irgendwie zu "naheliegend".


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 12. Februar 2018, 21:43:27
Du kennst die Gegebenheiten vor Ort am besten, wir haben ja bislang nur die Fotos...du machst das schon  ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Lilo am 12. Februar 2018, 22:17:30
Mir gefallen die alten Steine sehr gut.
Ich finde die Sammlung bei der Ruine mit den alten Hasenställen als Tisch auch überzeugend.

Die Teile, welche im Gras verschwinden, könntest Du sie nicht stapeln bzw. das eine oder andere Teil auf einen Holzklotz oder ein paar Backsteine setzen (so dass man den Unterbau nicht sieht).

Schwieriger ist es die Kleinteile zu präsentieren. In den Schalen verschwinden sie nahezu.
Ich lege gerne farbähnliche Scherben zu mosaikartig auf Steinen am Wege zusammen. Natürlich läuft man dann auch Gefahr das eine oder andere Teil wieder zu verlieren. Aber das ist der Lauf der Dinge.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. Februar 2018, 20:15:18
...
Die Teile, welche im Gras verschwinden, könntest Du sie nicht stapeln bzw. das eine oder andere Teil auf einen Holzklotz oder ein paar Backsteine setzen (so dass man den Unterbau nicht sieht).
Nur würde man den Unterbau in der Zeit sehen, wo die Wiese gemäht und niedrig ist  :-\
Schwieriger ist es die Kleinteile zu präsentieren. In den Schalen verschwinden sie nahezu.
Ich lege gerne farbähnliche Scherben zu mosaikartig auf Steinen am Wege zusammen. Natürlich läuft man dann auch Gefahr das eine oder andere Teil wieder zu verlieren. Aber das ist der Lauf der Dinge.
Ja, die Schale ist nicht ideal - vielleicht ein „Mosaik“ in Beton legen, in nem größeren Blumentopfuntersetzer?


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Lilo am 14. Februar 2018, 21:50:58
...
Die Teile, welche im Gras verschwinden, könntest Du sie nicht stapeln bzw. das eine oder andere Teil auf einen Holzklotz oder ein paar Backsteine setzen (so dass man den Unterbau nicht sieht).
Nur würde man den Unterbau in der Zeit sehen, wo die Wiese gemäht und niedrig ist  :-\

Der Unterbau verschwindet optisch, wenn er einen kleineren Durchmesser als das zu präsentierende Teil. Probier es doch einfach mal aus.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. Februar 2018, 15:50:43
Hmm....ich hab noch übriggeblieben Lavatuffziegel, die könnte ich natürlich für sowas nutzen, dadurch, dass sie definierte Maße haben und geometrisch sind, würden sie sich auch sehr zurücknehmen - und sie würden bei Bodenkontakt schnell bemoosen.

Allerdings möchte ich für "Deko" am liebsten immer eine Funktion im Kontext mit dem Gartenraum an der vorgesehenen Stelle - nicht etwas aufstellen, weil man das Objekt schön findet und gerade dort im Garten noch Platz dafür ist - und da ist der Ruinenkontext bis jetzt für mich am schlüssigsten.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 15. Februar 2018, 17:06:51
und da ist der Ruinenkontext bis jetzt für mich am schlüssigsten.

Und da habe ich mich jetzt ein bisschen gefragt, warum es in diesem Kontext nicht gerade so sein soll, dass das Gras im Sommer "drüberrollt", was für mich den grossen Charme von alten verwahrlosten Gärten ausmacht. Dass die Vegetation sich gewisse "Geheimnisse" des Garten holt, und wer will entdeckt sie. (Meine aber damit nicht, dass dein Garten verwahrlost ist. ;))
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 15. Februar 2018, 21:06:46
Ich weiß jetzt, was ich mit den Devotionalien machen würde, wenn es mit der Prinz-Charles-Gedächtnis-Mauer ;D nicht klappt: Wie vorgeschlagen könnte man die Stücke aufbocken und dann ein Efeubett kreieren, in dem die Stücke je nach Bedarf und Wachstum mehr oder weniger verschwänden. M.E. ließe sich der Eppich zwischen den Objekten leichter zurückschneiden als das Gras. Efeu würde m.E. auch besser zum morbiden Charme der Anlage passen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. Februar 2018, 23:22:59
...
Und da habe ich mich jetzt ein bisschen gefragt, warum es in diesem Kontext nicht gerade so sein soll, dass das Gras im Sommer "drüberrollt", was für mich den grossen Charme von alten verwahrlosten Gärten ausmacht. Dass die Vegetation sich gewisse "Geheimnisse" des Garten holt, und wer will entdeckt sie. (Meine aber damit nicht, dass dein Garten verwahrlost ist. ;))
;D
Du hast recht, das greift eigentlich ineinander.
Wobei ein "verstecken und entdecken lassen" zuzulassen auch nicht ganz einfach ist - ich merks immer bei meiner Mutter, die schon öfters meinte, warum ich denn etwas "so" versteckt gepflanzt/aufgestellt hätte, das würde ja gar nicht zur Geltung kommen - solche inneren Instanzen hab ich wohl auch noch einige  8)


...die Stücke aufbocken und dann ein Efeubett kreieren, in dem die Stücke je nach Bedarf und Wachstum mehr oder weniger verschwänden. M.E. ließe sich der Teppich zwischen den Objekten leichter zurückschneiden als das Gras. Efeu würde m.E. auch besser zum morbiden Charme der Anlage passen.
Efeu kann ganz schön schnell und übereifrig sein!!
Als ich 2009/2010 den Stallrest zur "Ruine" umwidmete und ein paar Ableger Efeu an der Vorderfront pflanzte, hätte ich mir nicht träumen lassen, nach nur 6 Jahren schon etwas angstvoll auf das üppige Wachstum zu blicken - ich muss im Sommer alle 3 Wochen Efeutriebspitzen von dem Stein abzupfen, der über dem Eingang der Ruine thront und wie der Tympanon eines griechischen Tempels aussieht.
Aber vom Pflegeaspekt mal abgesehen ist das eine sehr schöne Idee!  :D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park? Knochenfunde
Beitrag von: Briza am 16. Februar 2018, 17:15:11

Bei den vielen Scherben, die ich, egalwo ich im Garten mal den Boden aufgrabe, finde, glaube ich nicht, dass sie älter als ein paar hundert Jahre sind, werden wohl die Abfallgruben des Gehöfts gewesen sein, die durch Pflügen verteilt wurden, auch die vielen Knochen, die immer wieder auftauchen, stammen wohl daher:

Auch nach drei Jahrzehnten Bewirtschaftung durch uns, finden wir, selbst bei nur flachem Graben egalwo, immer wieder Knochen auf dem Gelände.

Der Tipp der damaligen Nachbarn, inzwischen alle tot: Schwarzschlachtungen im Kriege (Weltkrieg Zwo).
Der Vorbesitzer hat in seiner aktiven Zeit angeblich die Schinken für alle Bauern des Dorfes geräuchert.

Scherben finden sich auch dauernd, allerdings häufiger Glas, als Keramik oder Porzellan und noch nie etwas Spektakuläres.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Februar 2018, 22:21:02
Aaah!! Das ist ein interessanter Ansatzpunkt!
Meine Großeltern hatten noch landwirtschaftlichen Betrieb und ich kenne Geschichten von versteckten Schinken und so, Schwarzschlachtungen könnten gut die Knochen erklären.
Wobei ein Teil wahrscheinlich ganz einfach Knochen sind, die der Hund kriegte und in der Obstwiese vergrub  ;D

Glasscherben finde ich dagegen fast nie, bei mir sind es meist Salzglasur-Scherben oder eben weißes Steingut/Keramik von Tellern, Schüsseln und so.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 06. März 2018, 18:14:33
Vor der Kälte war ich das erste Mal dieses Jahr in Luxemburg.
Insofern ganz gut, konnte ich noch die Hauptblüte der Crocus tommasinianus erleben.

(https://up.picr.de/31971625xo.jpg)

(https://up.picr.de/31897931ue.jpg)

Ich hoffe noch auf eine 2. Blütenwelle durch die, die ich letzten Herbst noch nachgepflanzt habe - die spitzten so gerade eben aus dem Boden, als es kalt wurde.
Die Schneeglöckchen sind inzwischen gut etabliert.

(https://up.picr.de/31897932my.jpg)

(https://up.picr.de/31902659ws.jpg)

(https://up.picr.de/31902661bm.jpg)

(https://up.picr.de/31897933rm.jpg)

Ich möchte ein weißes Band am ganzen oberen Rand des Gartens entlang - ganz links neben dem Hirsch habe ich letztes Jahr noch Schneeglöckchen aus dem Garten meiner verstorbenen Großtante vereinzelt, die gut kommen, aber noch filigran und einzeln sind.

(https://up.picr.de/32018607je.jpg)

Und Nachwuchs gibt es glücklicherweise auch!!

(https://up.picr.de/31901474mh.jpg)

Die Leucojum vernum waren noch nicht ganz so weit:

(https://up.picr.de/32018603yq.jpg)

Im Gehölzgarten sahen die Helleborus vor der Kälte noch gut aus:

(https://up.picr.de/31883398pv.jpg)

Und die Cyclamen coum von Jan Bravenboer sind beim 2. Anlauf gottseidank angegangen:

(https://up.picr.de/31881603mh.jpg)

(https://up.picr.de/31881600sz.jpg)

(https://up.picr.de/31881598th.jpg)

Die Schneeglöckchen unter der Cornus sanguinea-Hecke scheinen sich gegen das Efeu behaupten zu können:

(https://up.picr.de/31971646tv.jpg)

Im Winter kommt das Grafische der Blutbuchenlaube besonders zum tragen:

(https://up.picr.de/31918473vv.jpg)

(https://up.picr.de/31918476cn.jpg)

Und der Ausblick von dort:

(https://up.picr.de/31971656wt.jpg)

Auf dem vorigen Bild kann man links die riesigen Fichten erkennen, Reste einer "Weihnachtsbaumpflanzung", von denen die meisten 2003 abstarben, ich sie fällte und an deren Stelle den Eibenhain pflanzte.
Ich hätte damals alle Fichten fällen sollen.
Ich werde es dieses Jahr nachholen.
Dann können die Sequoiadendron giganteum und Sequoia sempervirens den Platz einnehmen, die schon davor stehen:

(https://up.picr.de/32018677yu.jpg)

Das der Blutbuchenlaube gegenüber liegende Ende der Querachse:

(https://up.picr.de/32018907nb.jpg)

An dem knorrigen Apfelbaum hinten links hatte ich eine Mistel-Ansaat ausprobiert:

(http://up.picr.de/32018673su.jpg)

(http://up.picr.de/32018671lc.jpg)

(http://up.picr.de/32018670rp.jpg)

Im Kuriositätenkabinett hatte der Nasschnee, gekoppelt mit Wind, die Cypressus sempervirens 'Totem' mal einfach umgelegt  :-X

(https://up.picr.de/32018683rg.jpg)

Frisch vertäut hoffe ich, wächst sie an/weiter....

(https://up.picr.de/32018684va.jpg)

Noch ein Blick aus der Ruine:

(https://up.picr.de/32018693gv.jpg)

Unter die Cornus alba 'Sibirica'-Hecke rechts habe ich letztes Jahr Samen von Eranthis hyemalis verstreut  :D

(https://up.picr.de/32018685gl.jpg)

(https://up.picr.de/32018686kw.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Lilo am 06. März 2018, 21:38:05
Danke, Gartenplaner, für die schönen Bilder aus Deinem winterlichen Garten.

Gegen das Fällen der beiden Fichten wollte ich protestieren, bevor ich gelesen habe, dass da bereits die Nachfolger groß werden.

Wunderschön der Crocus tommasianus in der Wiese, ob man davon auch ein fließendes Band pflanzen könnte, oder ist es der Mühe nicht wert, weil das Band sich schnell auflösen würde.

Sehr inspirierend der Blick aus der Ruine, und den Weg zwischen den Cornushecken bewundere ich allemal.

Ich drücke Dir die Daumen, dass die Zypresse wieder anwächst.

Hast Du mal probiert wie es aussieht, wenn Du einen Deiner großen behauenen Steine die Lavatuffziegel stellst? Würde mich mal interessieren.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: lord waldemoor am 06. März 2018, 21:51:18
mir gefällt die laube
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Cryptomeria am 06. März 2018, 21:59:45
Mir auch. Mittlerweile  ist die Ruine ja auch sehr attraktiv eingewachsen.
Vg Wolfgang
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 07. März 2018, 09:52:10
Danke, Gartenplaner, für die schönen Bilder aus Deinem winterlichen Garten.

Gegen das Fällen der beiden Fichten wollte ich protestieren, bevor ich gelesen habe, dass da bereits die Nachfolger groß werden.

Wunderschön der Crocus tommasianus in der Wiese, ob man davon auch ein fließendes Band pflanzen könnte, oder ist es der Mühe nicht wert, weil das Band sich schnell auflösen würde.

Sehr inspirierend der Blick aus der Ruine, und den Weg zwischen den Cornushecken bewundere ich allemal.

Ich drücke Dir die Daumen, dass die Zypresse wieder anwächst.

Hast Du mal probiert wie es aussieht, wenn Du einen Deiner großen behauenen Steine die Lavatuffziegel stellst? Würde mich mal interessieren.

Gern doch, danke euch  :)

Naja - es sind 7 Fichten.
Und im letzten sehr trockenen Frühjahr litt eine Eibe des Eibenhains, die dieser Gruppe am nächsten steht am meisten unter Trockenstress.
Außerdem kriegen die Fichten inzwischen alle jahrelang Stressnadelabwurf, lang würde das wohl auch so nicht mehr gutgehen.

Wenn die Fläche vorhanden ist und man das Band großzügig genug anlegt, wird es zwar "ausfransen" durch Sämlinge im Laufe der Zeit, aber das funktioniert bestimmt.
Ich hatte sowas am Anfang überlegt, als ich nach der Pflanzung von 1200 Stück dann aber sah, wie kleinräumig das noch bei meinen Flächen war, hab ich keinen weiteren Gedanken darauf verwendet und probierte bei Nachpflanzungen nur, so viel Fläche so natürlichwirkend wie möglich zu bepflanzen.
Die 1000 letztes Jahr gepflanzten Crocus werden wohl in den nächsten Tagen/Wochen aufblühen.

Ich wüßte grad keine bessere Stelle für die Steinfragmente als die Sammlung an der Ruine, und da es eine nicht unerhebliche Kraftanstrengung ist, auch nur eins der Teile zu bewegen, habe ich das mit einem "Sockel" aus ein paar der Tuffziegel noch nicht ausprobiert.
Aber es ist notiert und abgespeichert, danke nochmal für den Tipp!

@Cryptomeria:
Ich hab selber letztes Jahr erst richtig registriert, dass der Efeu - 2009 als bewurzelte Teilstücke von einem Efeu im Vorgarten gepflanzt - es doch ziemlich schnell geschafft hat, die Vorderfront komplett zu bewachsen.
Und inzwischen oben auf der Mauerkrone die Altersform ausbildet.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 07. März 2018, 10:36:24
Diese virtuellen Führungen sind immer ein Genuss :D
Das Flechtwerk des Pavillons ist toll!

Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 07. März 2018, 11:40:19
Das freut mich!
Die Flechtlaube ist allerdings ein etwas mühseliges Unterfangen, die Buchen wollen oft nicht so ganz wie ich.....
Immerhin, einiges ist schon ordentlich verwachsen:

(https://up.picr.de/31918475mk.jpg)

(https://up.picr.de/31918474es.jpg)

(https://up.picr.de/31918477li.jpg)

Hatte hier auch schon einiges zu den Mühen, die ich mit dem Formen hatte, geschrieben.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Weidenkatz am 07. März 2018, 11:46:34
Ich finde auch, der Park ist klasse. Bei mir würde so eine Anlage -egal wie groß-  immer irgendwie "kleinteilig" werden, fürchte ich, dabei ist das Großzügige so wunderschön :D...
(Meine Mail zum Projektgarten kommt noch, entweder habe ich keine Zeit oder unterwegs ein mieses Netz ::) :P...)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 02. April 2018, 23:57:57
Ich hatte 2010 Narcissus pseudonarcissus ssp. lobularis in meine Obstwiese gepflanzt, weil sie in der belgisch-luxemburgischen Grenzregion wild vorkommt, das ist nur gut 30-40km entfernt, und meine Wiesenbedingungen auf den ersten Blick sehr günstig schienen.
Aber der gepflanzte Bestand von 300 Zwiebeln, meist in 50er-Gruppen gesetzt, zeigte die letzten Jahre eher eine rückläufige Tendenz, dieses Jahr im Frühjahr blühten grad mal um die 10-15 an den Stellen.
Ich hatte in diesem Thread nach Meinungen zu den Gründen gefragt und außer zu nährstoffarm oder zu trocken keine konkreten Hinweise erhalten.
Eine eigene Recherche brachte ein kleines Detail ans Licht:

...
Folgendes habe ich in dem wiki-Artikel über das Naturschutzgebiet Perlenbach-Fuhrtsbachtal , wo die Narcissus pseudonarcissus ssp. lobularis vorkommen, gefunden:
"Der Boden besteht aus saurer Braunerde, die in Bachnähe als Gleye ausgebildet ist."

Das könnte leider ein Anhaltspunkt für mein Problem sein - der Boden bei mir ist kalkhaltig  :(

Trotzdem hab ich vor 3 Wochen nochmal 500 nachgepflanzt - eine letzte Chance geben.
Wenn die jetzt nach und nach über die Jahre weniger werden, hab ichs wenigstens versucht und weiß, daß sie sich bei mir nicht genug wohl fühlen, um "zu verwildern".

Ich bin einfach irgendwie in diese kleinen Osterglocken vernarrt und wollte doch meine "Dr. Schiwago-Wiese" haben, aber es wollte ja nicht so recht klappen, siehe Zitat aus dem Narzissen-Thread.

Letzten Herbst pflanzte ich dann doch wieder nach - von wegen "letzte Chance" von 2014 - und fand dabei kleine Zwiebeln, die wie Miniaturausgaben der Narzissenzwiebeln aussahen....
Das liess mir dann doch keine Ruhe.
Jetzt blühen sowohl die Altbestände als auch die Neupflanzung, mir fiel schon auf, dass an den Stellen der Altpflanzungen mehr Blüten präsent sind als letztes Jahr.

(https://up.picr.de/32289097kj.jpg)

(https://up.picr.de/32289195ys.jpg)

Heute schaute ich mir das alles mal genauer an.
Auf den Knien und fast auf Augenhöhe mit den Narzissen wurde ich dann fündig:

(http://up.picr.de/32289243vl.jpg)

(http://up.picr.de/32289238pn.jpg)

(http://up.picr.de/32289217lc.jpg)

Die senkrechten "Grashalme" sind schwer ausmachbare Sämlinge der Narcissus lobularis an den Stellen, wo sie teilweise schon seit 2010 stehen.
Nun frage ich mich, ob diese Narzissen sehr lange brauchen, um sich vom Samen bis zu blühfähigen Pflanzen zu entwickeln?
Oder ob vielleicht in den ersten Jahren die Wiese noch nicht so ganz "passend" für eine Verbreitung durch Samen war - noch zuviel Konkurrenz durch Gräser?


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Lilo am 03. April 2018, 00:04:05
so wie ich das beobachte, brauchen die ein paar Jahre, um zu blühfähigen Pflanzen heranzureifen.
Düngst du?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. April 2018, 00:29:29
Nein, ich dünge nicht - im Gegenteil, seit 2010 wurde die Wiese eher noch nährstoffärmer, da jedes Jahr zweimal jährlich gemäht wird mit Abtransport des Grasschnitts.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Lilo am 03. April 2018, 06:44:31
Meine Erfahrung ist, dass Narzissen etwas Futter brauchen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. April 2018, 10:59:25
So etwas merkte cornishsnow auch schon im Narzissen-Thread an, als ich dort jammerte.
Allerdings muss man bei mir auch in die Waagschale werfen, dass die Wiese bis vor 10-15 Jahren noch eine mastige Fettwiese war und auch heute noch wahrlich kein Magerrasen.
Deshalb auch meine eine Hypothese, dass die Narzissen zu Anfangs zwar gut mit Nährstoffen versorgt waren, aber auch noch zuviel Konkurrenz durch Gräser hatten und sich das Gleichgewicht inzwischen Richtung bessere Keim- und Aufwachsmöglichkeiten für die Narzissen verschoben hat.
Schluss und endlich wird das erst die weitere Entwicklung zeigen.

Ein weiteres Indiz ist für mich ein Pulk Scilla siberica, von denen ich auch um 2010 einige kleine Pulks - ich glaube, jeweils 20 Stück pro Stelle  ;D - in die Wiese an verschiedenen Plätzen gesetzt hatte.
Sie hielten sich so gerade, die Blüten wurden oft von Schnecken abgeraspelt - jetzt scheint zumindest ein Pulk Ausbreitungstendenzen zu entwickeln.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 03. April 2018, 23:45:55
Neben der Wiese versuche ich auch unter Hecken Flächenpflanzungen - unter der schattigen freiwachsenden Cornus sanguinea-Hecke zum linken Nachbarn die Corydalis solida-Sorten 'G. P. Baker' und 'Vuurvogel' - wobei ich grad nicht sagen könnte, was was ist:

(https://up.picr.de/32289191zr.jpg)

(http://up.picr.de/32289188fz.jpg)

(http://up.picr.de/32289184tt.jpg)

(http://up.picr.de/32289182tb.jpg)

(http://up.picr.de/32289169yd.jpg)

Die Fernwirkung der roten Farbe ist sehr gut, kommt auf den Fotos leider nicht richtig rüber.

Und unter der sonnig-warmen Hecke auf der Seite zum rechten Nachbarn Anemone blanda:

(http://up.picr.de/32289206mr.jpg)

(http://up.picr.de/32289211sm.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 04. April 2018, 21:29:15
Neben der Wiese versuche ich auch unter Hecken Flächenpflanzungen - unter der schattigen freiwachsenden Cornus sanguinea-Hecke zum linken Nachbarn die Corydalis solida-Sorten 'G. P. Baker' und 'Vuurvogel' - wobei ich grad nicht sagen könnte, was was ist:
...
Die Fernwirkung der roten Farbe ist sehr gut, kommt auf den Fotos leider nicht richtig rüber.
Doch, am PC mit großem Bildschirm leuchten sie auch auf den Fotos :D Toll!

Und unter der sonnig-warmen Hecke auf der Seite zum rechten Nachbarn Anemone blanda:
Auf dem Handy hätte ich geschworen, dass es Veilchen sind ;) Da sahen die Blätter der Knoblauchrauke (?) wie deren Blätter aus ;D
Erstaunlich, wie schön auch das dezente Lilablau der Anemone blanda leuchtet. :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 04. April 2018, 22:04:29
Ich hoffe, dass das bald so aussieht:
...
Ebenso die Anemone blanda zwischen Nachbar und Haselsträuchern, sie wandern eifrig ins Beet diesseits der Haselsträucher ein:

(https://up.picr.de/28865744va.jpg)
...

Anemone blanda fühlen sich bei mir recht wohl.
Knoblauchrauke hab ich überall, die werde ich nie los  ;D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 05. April 2018, 07:35:40
...
Knoblauchrauke hab ich überall, die werde ich nie los  ;D

Kräuterquark, Pesto, im Salat, ...  8) ich finde sie allerdings auch durchaus dekorativ - je nach Gartenstil... ;D

PS: Der Anemone blanda-Teppich ist toll
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 05. April 2018, 08:53:12
Der Anemone blanda-Fluss ist wunderschön!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 05. April 2018, 21:55:29
Finde ich auch, die sind wirklich im Fluss! (Bin sehr gespannt wie sich meine halten werden, oder auch ein bisschen eigene Wege gehen. Einfach nicht wieder ganz verschwinden!)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 05. April 2018, 22:38:38
Die sind schon eine etwas wankelmütige Sippschaft - deshalb hab ich auch das Bild vom letzten Jahr genommen, dieses Jahr sind sie da nicht so üppig  ;D
Aber sie produzieren Massen an Sämlingen, von denen zwar viele auch wieder vergehen, aber es bleiben genug über, zumindest bei mir.
Und sie wandern wirklich sehr gern, aus dem "Fluß" durchziehen sie das Gehölzbeet.
Aber dabei haben sie auch ihre Vorlieben, mal ein kleines Beispiel:
dieser "Streifen" aus Anemone blanda hat sich komplett selbst dahin ausgesät, der große "Fluß" ist hinter den Haselsträuchern im Hintergrund.

(https://up.picr.de/32322830ob.jpg)

(https://up.picr.de/32322827mc.jpg)

Der Streifen ist durch 2 Umstände bedingt - der hintere Rand markiert den Übergang von dem Sand-Schotter-Belag der Einfahrt zum Schuppen zum gewachsenen Boden.

Sie scheinen einen sandig-durchlässig-lockeren Boden sehr zu mögen.
Aber auch auf meinem Lehm - hinter den Haselsträuchern - breiten sie sich aus, wenn der Boden "leer" ist, also wenig Konkurrenz aufweist und nichts damit gemacht wird, geharkt oder so.
Im Gehölzbeet, mit vielen Scilla siberica, Omphalodes verna als Bodendecker und vielen anderen Stauden schaffen es immer nur ganz vereinzelt Sämlinge zur Blüte, es wird nie flächig.

Der vordere Rand des Streifens ist durch mich bedingt - da ist die Hauptlaufstrecke aus und in den Schuppen  ;D


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 06. April 2018, 13:42:25
Aber auch auf meinem Lehm - hinter den Haselsträuchern - breiten sie sich aus, wenn der Boden "leer" ist, also wenig Konkurrenz aufweist und nichts damit gemacht wird, geharkt oder so.

Dann werde ich ein bisschen vorsichtig jäten müssen für die wankelmütige Wanderin Blanda. Bin wirklich gespannt ob das bei mir so klappt wie bei dir. Einen weiteren Versuch werde ich nicht machen, also soll sie sich das gut überlegen mit dem Bleiben oder Gehen. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. April 2018, 20:45:40
Noch ein paar Eindrücke von letzter Woche - mit Sonne und Kopfweiden:

(https://up.picr.de/32377679gi.jpg)

und ohne:

(https://up.picr.de/32377683kd.jpg)

Überhaupt, manchmal sieht man ohne Sonne mehr, wobei weniger Blüten offen sind, zumindest bei den wunderbaren Scillas:

(https://up.picr.de/32377858to.jpg)

(https://up.picr.de/32377859wl.jpg)

(https://up.picr.de/32377863jb.jpg)

als mit Sonne - die Farben leuchten zwar mehr, aber Details verschwinden....

(https://up.picr.de/32377695vp.jpg)

(https://up.picr.de/32378217gq.jpg)

Jedenfalls haben meine Helleboren die Kältephase gut überstanden:

(https://up.picr.de/32301825hf.jpg)

(https://up.picr.de/32301826nt.jpg)

Da die "Schwarzblühende" sich so schlecht von der spätwinterlichen, braunschwarzen Umgebung abhebt, habe ich jetzt mal eine Umpflanzung mit Millium effusum 'Aureum'-Sämlingen initiiert.

(https://up.picr.de/32301827fn.jpg)

(https://up.picr.de/32358041ln.jpg)

(https://up.picr.de/32377698dj.jpg)

(https://up.picr.de/32358015ru.jpg)

An anderen Stellen hilft die Sonne, kleine Farbklekse zu Leuchtfeuern zu machen:

(https://up.picr.de/32358025kr.jpg)

(https://up.picr.de/32377732pn.jpg)

(https://up.picr.de/32358441uq.jpg)

(https://up.picr.de/32377782ku.jpg)

(https://up.picr.de/32378342yd.jpg)

Corydalis solida ?'G. P. Baker'?

(https://up.picr.de/32377741my.jpg)

und ?'Vuurvogel'?

(https://up.picr.de/32377751aq.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 10. Mai 2018, 21:19:50
Was 3 Wochen im Frühling für einen unglaublichen Unterschied machen können....auf den letzten Fotos noch alles kahl und jetzt Dschungel  ;D

(https://up.picr.de/32649003ey.jpg)

(https://up.picr.de/32648855vu.jpg)

Die Haselsträucher im Gehölzgarten sind komplett belaubt....

(https://up.picr.de/32648896qd.jpg)

(https://up.picr.de/32648868ic.jpg)

(https://up.picr.de/32648858nr.jpg)

Im Gehölzgarten hab ich inzwischen 3 Maiglöckchensorten zusammengetragen, 'Silberconfolis', 'Green Tapestry' / 'Gérard Debureaux' und
'Fernwoods Golden Slippers' - 'Albostriata' / 'Albolineata' / 'Striata' / 'Variegata' hab ich noch grad dazugekauft.

(http://up.picr.de/32565047nu.jpg)

(http://up.picr.de/32565045qt.jpg)



(https://up.picr.de/32631492sc.jpg)

(https://up.picr.de/32648825uh.jpg)

(https://up.picr.de/32648810ab.jpg)

(http://up.picr.de/32648865ua.jpg)

(http://up.picr.de/32648863yo.jpg)

An den Haselsträuchern hatte ich ja ein Experiment gemacht, den Versuch, Lathraea clandestina als Rhizomstücke "anzupflanzen".
Lathraea clandestina ist eine parasitäre Pflanze ohne Blattgrün und Blätter, nur die Blüten brechen aus dem Boden hervor, sie besiedelt bevorzugt Weiden, Pappeln aber auch Haselsträucher und andere Gehölze.
Letztes Jahr gab es nach der Pflanzung 2011 erste Blüten, dieses Jahr schon etwas üppiger:

(http://up.picr.de/32603099kb.jpg)

(http://up.picr.de/32592920rm.jpg)



(https://up.picr.de/32648821ts.jpg)

(https://up.picr.de/32648830hp.jpg)

(https://up.picr.de/32648847mi.jpg)

(https://up.picr.de/32648888cb.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Mai 2018, 17:16:38
Die Wiese ist dieses Jahr mal wieder ganz anders.....gefällt mir aber zum ersten Mal ästhetisch ganz ordentlich.
Wiesenkerbel, der schon immer an der oberen Gartengrenze zum Bahndamm und auf der gleichen Höhe beim Nachbarn reichlich vorhanden war, fängt seit 2 Jahren an, durch die restliche Wiese zu wandern und zum ersten Mal diese Jahr fallen mir die wunderbar "schwebenden" Blüten von Ranunculus acris auf - ein Vergleich mit Fotos der letzten Jahre zeigt, dass er entweder noch gar nicht, noch nie so viel oder so hoch über den Gräsern geblüht hat, auf den alten Fotos ist er nicht auszumachen.
Insgesamt scheint mir das Gras zumindest dieses Jahr niedriger zu bleiben und das trotz nicht extrem trockenem April wie in den Jahren zuvor schonmal, auch der Trupp Dichternarzissen blüht weithin sichtbar über dem Gras.
Was mich zum dem Gedanken verführt hat, an der Stelle drumherum doch nochmal Zwiebeln im Herbst nachzupflanzen um den Flecken zu vergrößern...

(https://up.picr.de/32648891vb.jpg)

(https://up.picr.de/32648844qa.jpg)

(https://up.picr.de/32613107zj.jpg)

(https://up.picr.de/32613104cd.jpg)

(https://up.picr.de/32648835ou.jpg)

(https://up.picr.de/32648839nk.jpg)

(https://up.picr.de/32664139bo.jpg)

(https://up.picr.de/32565042xw.jpg)

Silene dioica, die bisher nicht über Samen anzusiedeln war, scheint per Pflanzenspende (danke nochmals dafür) eher bereit, sich niederzulassen....

(https://up.picr.de/32541700za.jpg)

Und von Rhinanthus alectorolophus tauchen die ersten Blüten auf:

(https://up.picr.de/32664148wg.jpg)

Da bin ich gespannt auf eine "Spätblüher-Form" (vielleicht auch eine andere Art?), auch eine großzügige Spende aus dem Forum, auch dafür nochmals Danke!

Von den 5 gepflanzten Orchis purpurea blüht eine, was mich nach der Dürre letztes Frühjahr aber nicht wirklich wundert - immerhin treiben alle neue Blätter:

(https://up.picr.de/32611749hb.jpg)

Anacamptis pyramidalis will dieses Jahr auch wieder blühen:

(https://up.picr.de/32565031wt.jpg)

Uuuund - eine Ophrys apifera von den 20 gefundenen Sämlingen sieht zumindest schonmal sehr blühwillig aus:

(https://up.picr.de/32611753qz.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Mai 2018, 18:41:07
Ich habe damals, als ich anfing, Schneeglöckchen flächig zu pflanzen und dafür Pflanzenspenden hier im Forum erhielt (wiederum auch dafür nochmal ein dickes Dankeschön!!), ungläubig gelauscht, als die Spenderinnen erzählten, dass sich die Schneeglöckchen so sehr ausbreiten würden, dass zartere, empfindlichere Pflanzen niedergewalzt würden - jetzt kann ich es mir so langsam vorstellen, das Laub, auch durch die gezielte Blaukorndüngung im Februar, bedeckt den Boden doch sehr dicht, so dass auch die Cyclamen hederifolium schon etwas "verschüttet" aussehen:

(https://up.picr.de/32593030cl.jpg)

(https://up.picr.de/32664477xh.jpg)

Ich experimentiere auf der Fläche mit einigen Pflanzen herum, die die Zeit bis zur Blüte der Hedis überbrücken und verschönern sollen.
Chionodoxa luciliae folgt sofort auf die Schneeglöckchen, wiederum gefolgt von Tulipa sylvestris, schliesslich noch Tulipa sprengeri als Zwiebelpflanzen.
Wohl Ranunculus auricomus aggr. war schon vorhanden - die Pflanzen, die bei mir in der Obstwiese vorkommen haben allesamt sehr kleine Blütenblätter.
Ich probiere aber auch mit Stauden und Ein/Zweijährigen herum - Lunaria annua, welche ich vorletzten Herbst eingesät hatte, war ein Fehlschlag, die Pflanzen wurden nach der Keimung der verstreuten Samen sehr schnell sehr wuchtig und breit, bedeckten zu sehr die Schneeglöckchen und die Hedis zu einem Moment, wo diese Licht brauchen um Energie zu tanken.
Ich jätete die Lunaria noch vor der Blüte wieder.
Letzten Herbst habe ich einige Sämlinge von Stellaria holostea auf die Fläche verteilt, das scheint wesentlich besser zu passen, filigranes Laub und zarte Ausläufer zwischen dem Schneeglöckchenlaub.
Vor 2-3 Jahren hatte ich auch Samen von Smyrnium perfoliatum dort verstreut.
Aufgrund alarmierender Invasionsberichte hier im Forum dachte ich dann, ob es vielleicht auch keine so gute Idee gewesen ist....
Die ersten Exemplare blühen dieses Jahr.
Bis jetzt scheint es gut zu funktionieren, die ein- und zweijährigen Sämlinge haben recht fluffiges, fiedriges Laub, das nicht sehr viel Licht darunter weghält und die Blütenstände schiessen wie Raketen aus der Fläche im dritten Jahr, wobei die Pflanzen dann kaum Laub am Boden ausbilden.
Vielleicht lass ich vorsichtshalber nicht alle Samen ausfallen, und es sind auch noch zweijährige Sämlinge da, die erst nächstes Jahr blühen werden, ich beobachte mal weiter.
Auch vor 2 Jahren hatte ich viele Samen von Meconopsis cambrica 'Aurantiaca' verteilt, viel ist davon leider nicht aufgelaufen, irgendwas passt ihm bei mir nicht so.
Vielleicht sind die Sämlinge dieser wenigen Pflanzen, die es geschafft haben, dann bei mir erfolgreicher?
Von Melica uniflora albida hab ich ein paar Pflanzen verteilt, letztes Jahr litten sie etwas unter Trockenheit, aber sie halten sich, haben schon erste Sämlinge hervorgebracht.
Aber sie scheinen mir auch etwas vom Schneeglöckchenlaub begraben zu werden.....Ausgang offen.
Als letzter Neuzugang habe ich einen gerade aufblühenden Sämling von Geranium robertianum 'Album' hinter den Stamm des Feldahorn umgepflanzt, im Schotterweg in den Schuppen hab ich es nach mehreren Versuchen geschafft, ihn anzusiedeln, auch mit einer Spende aus dem Forum  :-*

(http://up.picr.de/32664484jm.jpg)

(http://up.picr.de/32664479rh.jpg)

(http://up.picr.de/32664472wi.jpg)

(http://up.picr.de/32664455rg.jpg)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Mai 2018, 19:06:54
(https://up.picr.de/32665302wb.jpg)

Im Gartenhof habe ich auch wieder 2 Farnexperimente gewagt - Asplenium obtusatum und Neolepisorus ovatus f. truncatus habe ich mal in die Fugen der Lavatuffmauer gepflanzt....

(https://up.picr.de/32664521jp.jpg)

(https://up.picr.de/32664526kx.jpg)

Viola biflora ist zumindest wieder aufgetaucht...

(https://up.picr.de/32664513uz.jpg)

(https://up.picr.de/32664514yu.jpg)

Die Farne treiben gerade:

(https://up.picr.de/32664509rn.jpg)

(https://up.picr.de/32665319hf.jpg)

Ebenso wie die Cypripedium-Hybride:

(https://up.picr.de/32664500jd.jpg)

Und die Hostas:

(https://up.picr.de/32611854gf.jpg)

Zum Abschluß noch ein angestoßenes Projekt - der Durchgang vom großen Rasen zum Gehölzgarten durch die Eibenhecke verwandelt sich im Herbst und Frühling bei feuchtem Wetter gerne mal in einen Schlammpfad, wenn ich mehrmals am Tag aus dem Garten in den Schuppen und wieder zurück muss, auch weil ich nicht groß variieren kann, wo ich laufe, da der Durchgang nicht so breit ist.
Ich hab immer wieder, wenn mich der glitschige Durchgang nervte, überlegt, was ich da dran machen könnte.
Es sollte jedenfalls kein richtig befestigter/gepflasterter Weg werden, nur der schmale Durchgangsbereich, wo ich meine Laufwege nicht variieren kann, sollte stabilisiert werden...
Nun habe ich zufällig schmal-rechteckige Schieferplatten entdeckt, die eine gute Lösung sein können und schonmal eingekauft.
Bis zum nächsten Besuch kann ich auch noch überlegen, wie groß der Abstand zwischen den Platten sein soll, ich hab schonmal mit Brettern eine "Bauprobe" gemacht und Abstände ausprobiert:

(https://up.picr.de/32664533ze.jpg)

(https://up.picr.de/32664494yz.jpg)

Und die Schieferplatten:

(https://up.picr.de/32664516nm.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 13. Mai 2018, 19:07:19
Danke für die schönen Bilder und die informativen Texte.
Die Schieferplatten gefallen mir auch sehr gut.
Hast du eine Steinsäge oder willst du sie brechen?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. Mai 2018, 19:23:18
Weder noch - die kommen so in ein Sandbett in den Boden.
Ich weiß nur noch nicht so recht, ob längs oder quer...

(https://up.picr.de/32677697ed.jpg)

(https://up.picr.de/32677718qj.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Stefagarten am 13. Mai 2018, 19:30:41
Quer!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: AndreasR am 13. Mai 2018, 19:45:14
Ich sage auch quer. Längs würden sie das Auge von der schönen Torsituation ablenken, und das kann ja nicht Sinn der Sache sein.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 13. Mai 2018, 20:06:34
Ich habe auch einen Favoriten, aber eigentlich würden mich die gartenplanerischen Überlegungen zu beiden Varianten interessieren resp. die Begründung, weshalb Gartenplaner unsicher ist.
In meinem Nadelöhr, wie du das mal genannt hast, hat sich der kleine Plattenweg übrigens sehr bewährt. Ich muss im Frühling und Herbst dort nicht mehr über den tonig-nassen Boden schliddern, nur der rechte Abschluss fehlt nach wie vor noch, aber ich werde jetzt dann wenigstens mal die Platten hinlegen.
A propos Weg, der schnurgerade, akkurate Rasenweg sieht toll aus!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Waldmeisterin am 13. Mai 2018, 20:15:55
quer. Das lädt dazu ein, durch den Durchgang zu "schreiten". Längs dagegen wirkt auf mich wie ein Sog, wie eine Stromschnelle, wo man möglichst schnell durch muss.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: marygold am 13. Mai 2018, 20:53:58
quer  ;D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 13. Mai 2018, 21:06:53
Dito.  :)
Ich dachte schon, mein Augenmaß hinkt und hab jetzt erst gemerkt, dass das Bild mit den Schieferplatten bei mir verzerrt dargestellt ist. Das passiert immer wieder auf dem Eipäd; dieser Apfel regt mich immer mehr auf.  >:(
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 13. Mai 2018, 21:25:01
Quer 8)
Aber auch aus dem praktischen Grund heraus, dass die Maserungen der (sehr schönen) Platten längs verläuft. Das könnte u.U. sonst glatt werden.

Es ist sehr beeindruckend, wie sich dieser Garten entwickelt! Auch die "Experimente" verlaufen doch recht vielversprechend.
Nur den Cyclamen würde ich nicht zu viele Zwiebelgewächse "zumuten". Das vergehende Laub könnte sie könnte sie sonst noch ersticken.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Natternkopf am 13. Mai 2018, 21:34:11
Dito.  :)
... hab jetzt erst gemerkt, dass das Bild mit den Schieferplatten bei mir verzerrt dargestellt ist.

Das ist so eingebunden im Link.
[img  ;) width=800 height=533]http://Bilder Link[/img]

Wird erst "Normal", wenn es angeklickt wird.

Grüsse Natternkopf




Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 13. Mai 2018, 23:11:54
ESC Plattenverlegerichtung?  ;D

@Wühlmaus:
Ja, die Dichte der Cyclamenbegleiter....
Aber da die Feldahornkrone erst sehr hoch über dem Pflanzbereich ansetzt, ist die Fläche relativ hell und teilweise sonnig.
Ich glaube, dass das Schneeglöckchenlaub dieses Jahr während der späten Kälteperiode sogar das Cyclamenlaub durch Schattierung etwas geschützt hat.
Und die Hedis haben ja immerhin schon ab September ihr Laub, ehe das Laub der Schneeglöckchen ab Februar wirklich hoch und überhängend wird - Gleiches gilt für Smyrnium, das auch erst im Frühjahr sein lockeres Laub treibt.
Und Stellaria webt sich ganz filigran durch und zwischen alles, da es ab Sommer nicht mehr wächst, wird es von den Hedi-Blättern im Herbst überwachsen, denke ich.
Aber natürlich behalte ich diese Gemeinschaft immer im Blick und greife bei Bedarf ein.

Daß Fotos auf dem IPhone hochverzerrt angezeigt und erst bei Anklicken richtig dargestellt werden hab ich übrigens ganz häufig.

@neo und all:
Ausgangspunkt war zuerst eine rein technische Überlegung, wie einerseits das Problem des verschlammenden Trampelpfads in Herbst und Frühjahr am besten zu beheben wäre, andererseits eine Lösung zu finden, die nicht wie ein Stück "abgebissener" Weg aussieht.
Als Idee schwirrte mir schon durch den Kopf, wenn die Terrasse erneuert und vergrößert wird mit den gleichen Platten wie im Gartenhof, ein paar große Platten aus der Sortierung des römischen Verbands im Durchgang zu verlegen, um eine Einheitlichkeit der Beläge ums Haus zu erhalten.
Da dieses Projekt aber vielleicht noch etwas warten muss, mich die Schlammpiste zweimal jedes Jahr nervt und mir die Platten vor die nase sprangen, war ein Ansporn, es jetzt so zu lösen - vielleicht ja nur provisorisch.

Lang-rechteckige "Trittplatten" sind schon seit einigen Jahren sehr en vogue bei modernen Gartendesigns, man findet auch immer wieder Beispiele, wo solche Trittplatten im Rasen "auslaufen", also nicht zwangsläufig von A nach B führen, was hier, wie auch bei neos Nadelöhr, eine Problematik ist.
Ich brauchte eine Lösung, die auslaufen kann, ohne merkwürdig auszusehen.

Die Pros und Contras der beiden Alternativen sind teilweise schon zusammengetragen worden:

Quer verlegt bietet die sehr raue, unebene Oberfläche der gespaltenen Schieferplatten unbestreitbar den Vorteil, griffiger zu sein.
Längs verlegt würden die Platten selber eine größere gestalterische Wirkung entfalten, was ich nicht unbedingt als Konkurrenz zum Durchgang empfinde, und eine "beschleunigende" Wirkung schaffen, weil sie Blick und Schritt lenken und ziehen - wie stark das wirken würde und ob es schlimm wäre?
Quer verlegt habe ich nur die Möglichkeit, ein Auslaufen anzudeuten, indem ich den Abstand zwischen den einzelnen Platten vergrößere, in Längsrichtung, wenn die Platten versetzt zueinander verlegt sind, kann ich da eine stärkere Wirkung erzielen - und auch einen Bogen andeuten.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: AndreasR am 13. Mai 2018, 23:29:03
Ich kann die Überlegungen durchaus nachvollziehen, und ein sanftes Auslaufen würde dem Weg sicher die Strenge nehmen. Sicher hat auch diese "beschleunigende" Wirkung ihre Vorzüge, denn der sich hinter dem Tor öffnende Gartenraum hat sicher auch etwas zu bieten.

Ich fände es aber wie gesagt schade, diese ja ebenfalls mit den Metallkugeln deutlich inszenierte Torgestaltung abzuschwächen, indem man den Blick gleich auf den dahinterliegenden Raum lenkt. Möglicheriweise ist die Wirkung auch gar nicht so stark wie auf der Fotomontage, das müsste man vor Ort wohl einmal mit den Platten selbst ausprobieren...

[OT] verzerrte Bilder: Am besten verwendet man gar keine Größenangaben, da fast alle Browser die Bilder je nach Fensterbreite, Bildschirmauflösung oder Zoomstufe automatisch skalieren, und hierfür sind immer die eigentlichen Pixelabmessungen des Fotos maßgeblich. Die Größenskalierung, die in der Forensoftware eingebaut ist, wirkt dem entgegen, so dass es unweigerlich zu Verzerrungen kommt. 800x600 ist zwar heutzutage "etwas" klein, um wirklich viele Details zu zeigen, aber immer noch ein guter Kompromiss zwischen Ladezeit und Bildgröße.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 14. Mai 2018, 07:41:37
das müsste man vor Ort wohl einmal mit den Platten selbst ausprobieren...

Dachte ich auch, obwohl die Simulation für einen ersten räumlichen Eindruck mir schon noch Eindruck macht. ;)
Die Längsvariante hat für mich auch (zu) viel Tempo. Und macht längs nicht eher schmaler und quer optisch etwas breiter, wodurch das Tor, der Durchgang betont würde?
In der Quervariante lägen mir die Platten zu sehr en bloc, zu dicht. Aber du sprachst ja von Auslaufen- lassen. Und so vielleicht ein bisschen Dynamik erzeugen, in dem die Platten nicht regelmässig auslaufen, also nicht an beiden Enden gleich viele Platten?
Wie du das mit der Kurve bei der Längsvariante meinst weiss ich nicht genau. Aber bei Quer müsste man die Platten ja auch nicht unbedingt schnurgerade legen, sondern käme leicht versetzt gelegt ebenfalls zu einer Art Kurve?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Obstjiffel am 14. Mai 2018, 08:06:00
Ich empfinde quer als strenger und kühler und irgendwie nicht stimmig zum Tordurchgang. Der verliert für mich dadurch seine Besonderheit. Längs ist lockerer, fröhlicher - erinnert mich an das Hüpfspiel aus der Kindheit. Führt mich leichter hindurch.  ::) So unterschiedlich kann es sein  :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 14. Mai 2018, 19:18:12
...
In der Quervariante lägen mir die Platten zu sehr en bloc, zu dicht. Aber du sprachst ja von Auslaufen- lassen. Und so vielleicht ein bisschen Dynamik erzeugen, in dem die Platten nicht regelmässig auslaufen, also nicht an beiden Enden gleich viele Platten?
Ich hab nur 10 Platten, das reicht auch für den Durchgang aus, aber ich dachte, die Abstände zwischen den Platten von der Platte genau im Durchgang aus in beide Richtungen immer weiter werden zu lassen, also die ersten zu beiden Seiten vielleicht 5cm von der Zentralen, zu den nächsten beiden zu beiden Seiten dann 10cm Abstand usw.
Wie du das mit der Kurve bei der Längsvariante meinst weiss ich nicht genau. Aber bei Quer müsste man die Platten ja auch nicht unbedingt schnurgerade legen, sondern käme leicht versetzt gelegt ebenfalls zu einer Art Kurve?
Längs kann man sozusagen seitlich anlegen, also hinter dem Durchgang dann eher rechts Platten versetzt legen und links dann keine mehr.

...Längs ist lockerer, fröhlicher - erinnert mich an das Hüpfspiel aus der Kindheit. Führt mich leichter hindurch.  ::) So unterschiedlich kann es sein  :D

Ich glaube, ich fände inzwischen von der Ästhetik her auch eine Verlegung in Längsrichtung schöner, werde aber wohl aus technischen und praktischen Gründen die Verlegung in Querrichtung machen - in Längsrichtung könnte es wirklich schnell rutschig werden und eine Verlegung von 1m langen Platten in ein leichtes Gefälle, welches zum Schuppeneingang hinter dem Durchgang gegeben ist, ist wesentlich aufwändiger als von 30cm "langen" Platten.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 15. Mai 2018, 06:44:46
Ein bisschen erstaunt es mich, dass Platten für den Aussenbereich (schon für diesen Zweck oder irgendwie multifunktional?) rutschig sein können.
Wünsche gutes Gelingen. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 15. Mai 2018, 06:57:33
Mal wieder schöne Eindrücke! Sag mal, wie oft werden denn die Bimssteinmauern gegossen? Oder reicht da etwa der aufgesaugte Regen?

Anfangs sehen ja Bimssteine noch etwas künstlich aus, aber so wie bei Dir sind die einfach unglaublich toll mit Moos und Farnen überwachsen.

Markus
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Lilo am 15. Mai 2018, 07:00:15
Entschuldigung - :-\

Meiner Meinung nach, sollten da gar keine Platten hin.

Könnte man nicht einfach mit Splitt aufschütten, um die Vertiefung auszugleichen und das Wasser ablaufen zu lassen?
Eventuell ginge auch Rindenmulch oder Kombi von beidem.


Bis schon wieder ganz still.  :-X
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: AndreasR am 15. Mai 2018, 11:14:37
@neo: In Querrichtung dürften die geriffelten Platten ja auch nicht rutschig sein, aber wenn sich da erstmal ein bisschen Moos festgesetzt hat, wird man bei Längsverlegung mit leichtem Gefälle automatisch eine "Rutschbahn" erzeugen, in der die glitschige Moosschicht beim Begehen in Bewegung gerät. Und ständig reinigen möchte Gartenplaner die Platten ja sicher auch nicht...

@Lilo: Splitt auf Lehmboden funktioniert leider nicht gut, wenn man da immer mit der Schubkarre durchfährt. Die Steine würden nur in alle Richtungen verteilt, wenn es trocken ist, oder sie werden in den Lehm hineingedrückt, wenn es feucht ist. Da müsste man schon 20 cm Schotter einbauen und verdichten, damit es langfristig befahrbar ist. Sieht man ja auf viel befahrenen bzw. begangenen Schotter- und Splittwegen, da bilden sich immer Kuhlen und Pfützen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 15. Mai 2018, 17:34:00
AndreasR hat es schon ziemlich gut beantwortet - die Rutschgefahr auf den Platten ist allerdings eher durch die "Lehmsohlen" bedingt, die ich bei nassem Wetter im Frühling und Herbst in nullkommanix an den Schuh/Stiefelsohlen habe und mit mir rumschleppe.
Da reichts, ein paarmal in Beete gestiegen zu sein oder manchmal sogar nur über die Regenwurmhäufchen im Rasenweg zu laufen, da klebt sofort der Lehm am Schuh.
Und diese Lehmsohle wird auf festen Untergründen zum Schmierfilm.
Wenn die Platten in Querrichtung liegen, streift man die Lehmsohle eher sogar teilweise an den Riffel ab, in Längsrichtung könnte das schon rutschbahnartig wirken.

Bei meinem Töpferlehmboden, da reicht es wirklich nicht aus, Splitt nur aufzuschütten - das walkt man durch Begehen in feuchtem/nassen Zustand in den Boden.
Ich habe deshalb auch 2011 die Rampe in den Schuppen, die einen Höhenunterschied von gut 1m überbrückt, außerhalb des Daches auf 3-4m Länge 30cm tief ausbaggern lassen, es kam ein Geotextil rein (um ein Wandern von Lehm nach oben und Schotter nach unten zu verhindern) und ein Schotter-Sandgemisch drauf, welches verdichtet wurde.
Seitdem hab ich auf der Fläche das Rutschbahnproblem nicht mehr, wie erhofft.
Dummerweise hab ich damals überhaupt nicht an den Durchgang gedacht, ich hätte die Schotterfläche problemlos bis dahin ziehen können.
Allerdings sah die Rampe das erste Jahr auch...nunja, sehr technisch mit diesem Schotterbelag aus, inzwischen hat sich der Sandstein grau-grün verfärbt, es wächst ein schütterer Rasen drauf.
So sah es neu aus:

(https://up.picr.de/32755867oo.jpg)

...Sag mal, wie oft werden denn die Bimssteinmauern gegossen? Oder reicht da etwa der aufgesaugte Regen?

Anfangs sehen ja Bimssteine noch etwas künstlich aus, aber so wie bei Dir sind die einfach unglaublich toll mit Moos und Farnen überwachsen.
...

Die Mauer gießt meine Mutter im Sommer zwar ab und an von oben mit, wenn sie die Hosta-Töpfe im Gartenhof gießt, aber die Grund-Feuchtigkeit ist kapillar aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich.
Der Gartenhof ist die tiefste Stelle des Gartens, bei längerfristigem Regenwetter oder Starkregenereignissen ist der Grundwasserspiegel vielleicht 30-50cm unter Hofbelag-Niveau, eine Steinhöhe liegt fast komplett im Boden und die saugt wie ein Schwamm das Wasser auf und gibt es an die Steine darüber weiter.
Nur die obersten 2 Lagen können auch mal trockener werden.
Durch die zu drei Seiten mit höheren Gebäuden geschützte Lage und im Dauerschatten des Hauses ist grundsätzlich auch wohl die Luftfeuchte im Gartenhof höher, was auch wieder begünstigend auf Moos- und Farnsämlingswachstum wirkt.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: AndreasR am 15. Mai 2018, 19:17:48
Stimmt, an die Lehmbatzen an den Schuhen habe ich in dem Moment gar nicht gedacht, oder vielleicht unbewusst ausgeblendet, weil ich hier mit exakt den gleichen Problemen zu kämpfen habe, und es nervt einfach - ein Schritt ins Beet, und man hat ein halbes Kilo Lehmpampe am Fuß... ::)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: MarkusG am 15. Mai 2018, 20:53:34
Danke, Gartenplaner, für Deine Antwort!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 16. Mai 2018, 16:33:05
die Lehmbatzen an den Schuhen

Ja, kenne ich auch. Allerdings schliffere ich immer am schlimmsten dort, wo der Boden nass rutschig offener Boden und dann noch lehmige Schuhe. Auf befestigtem Boden nur dort wo Grünbewuchs.
Frage am Rande @Gartenplaner: Ich nehme an, das ist ein Profiprogramm wo man so realistisch in die Ist-Situation reinzeichnen, visualisieren kann? Finde es manchmal enorm schwierig (für mich) zu beurteilen, wie etwas im Ganzen wirken wird, z.B. Beetkanten rund oder gerade führen, macht es den Raum kleiner oder grösser und sowieso und überhaupt... :P
Gibt es einfache Tricks zum Visualisieren wenn man nicht Gartenplaner ist? (Also wenn ich zeichne, nun ja, ich traue meinem Strich nicht so unbedingt.)
Sollte mein Einschub/ Frage in deinem Garten stören kann ich es auch wieder löschen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Mai 2018, 00:09:54
Hallo neo,
ich hab schon ein paarmal solche gebastelten Simulationen gezeigt - allerdings ist das eher semi-professionell bis dilettieren auf hohem Niveau, ich mache es für mich selber und insofern auch nicht perfekt sondern so aus dem Handgelenk  8)
Ich mache das ganz schlicht und simpel mit Photoshop, inzwischen ist das ja nicht mehr so ein exorbitant teures Programm, andere Bildbearbeitungsprogramme mit genügend Funktionen gehen natürlich auch.
Im Prinzip ist es aber ähnlich, wie eine Skizze von Hand zu machen, mit dem Vorteil, die reale Ist-Situation eben als Foto vor sich zu haben mit allen augenscheinlichen Proportionen, Abständen, Wirkungen.
Aus dem Foto mit den Schieferplatten im Schuppen hab ich mir 2 mit Markierungswerkzeug markiert, kopiert und im Simulationsfoto auf einer neuen Ebene eingefügt und farblich auf schwarz getrimmt und verfielfältigt.
Dann mit den Funktionen "Transformieren", "Perspektivisch Verzerren", "Skalieren" die Kopien nach und nach soweit "zurechtgebogen" wie ungefähr perspektivisch die verlegten Platten aussehen müssten - das ist nicht viel anders, wie eine Skizze zu machen, da muss man auch ein Auge für Perspektive entwickeln, um um die ungefähr richtige Breite, Länge abschätzen zu können.
Eine Stufe einfacher wäre, ein Foto von einer zu verändernden Situation zu machen, auszudrucken (am besten in A4-Größe) Skizzenpapier drüberlegen und darauf dann die Veränderungen einzeichnen.
Auch ein Vorteil einer fotorealistischen Simulation mit Bildbearbeitungsprogrammen ist, dass man Störendes auf dem Foto der Ausgangssituation "verschwinden" lassen kann.

(Große Gartenarchitekturbüros nutzen Planzeichenprogramme wie AutoCAD oder VektorWorks um Pläne zu zeichnen, diese Programme können heutzutage auch 3D-Simulationen der 2D-Pläne erstellen. Sieht aber eben meist noch sichtlich computergeneriert und nicht so realistisch aus, manche Büros erstellen aus diesen 3D-Simulationen der Planzeichenprogramme dann nochmal fotorealistischere Simulationen wieder mit Photoshop)


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 17. Mai 2018, 08:43:19
Vielen Dank für deine Anwort!
Meine computertechnisch bessere Hälfte ist ein "Photoshopper"( o.Ä.) und lässt sich für eine Einweisung meinerseits in diese Technik sicher sehr viel besser motivieren als für Gartenarbeit. (Ich befürchte auch, mein alter Laptop kann das gar nicht mehr).
Wie du beschreibst, man hätte halt so wirklich mal ein Bild vor Augen, das sehr nah an die Wirklichkeit rankommt.
Das mit dem A4 Foto finde ich auch eine gute Variante.
Und die allereinfachste Möglichkeit hattest du eigentlich schon gezeigt mit dem Bild, wo du die Holzbretter hingelegt hast. Wenn es v.a. um Linien geht könnte man ja auch ganz einfach mit Schnüren spannen ausprobieren. In einem kleinen Garten gut machbar, in einem Park ist das dann wohl schwieriger. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. Mai 2018, 20:13:29
Ich hatte aus Jux mal vor Jahren so einen schwimmenden Krokodilkopf, so 20cm lang,
Cool!  :D Ich liebe ab und an schräge Deko ( und könnte den surfenden Frosch mal ersetzen ;D). Ist zwar o.t. aber: Magst Du den in Deinem thread mal zeigen? Oder ist er perdu gegangen?

(https://up.picr.de/29141603iu.jpg)

 ;) ;D

Noch die kleine Anekdote dazu:
Kroko ist nach ein oder zwei Jahren in seinem kleinen Wasserloch von einem Tag auf den nächsten verschwunden.
Monate später fand ich dann unter der Formschnitteibe ein paar Meter weiter wieder und brachte ihn zurück ins Wasser.
Verschwunden ist er seitdem nicht mehr, aber gefühlt hunderte Male musste ich ihn wieder umdrehen, nachdem er "kieloben" im Wasser trieb - irgendwer scheint großen Spaß dran zu haben, nach diesem Schwimmkörper auf dem Wasser zu angeln und ihn dadurch so anzustupsen, dass er sich im Wasser überschlägt.
Ich gehe mit ziemlicher Sicherheit davon aus, dass es der Fuchs oder sein Jungen sind, die regelmäßig im Garten patrouillieren.

(Aufgrund der temporären Verschollensein-Episode von Kroko konnte ich letzten Herbst in der Aquaristikabteilung nicht widerstehen, als ich einen Krokodil-Totenschädel aus Polyresin sah, der auch noch ungefähr die gleiche Größe wie der Schwimm-Krokodilkopf hat. Der liegt jetzt am "Ufer"...gibt allerdings noch kein Foto davon  ;D ;D ;D )


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Juni 2018, 16:12:41
Ein kleiner Juni-Rundgang:

(https://up.picr.de/33039189mg.jpg)

Letztes Jahr 5 blühende Triebe, dieses Jahr 7  :D

(https://up.picr.de/33048657ec.jpg)

(https://up.picr.de/33005508fa.jpg)

Rechts hinten hab ich die verstorbene Kaki durch eine Morus alba 'Giant Fruit' ausgetauscht, mal schauen, wie die sich schlägt...

(https://up.picr.de/33039215bc.jpg)

(https://up.picr.de/33039250gx.jpg)

(https://up.picr.de/33048431bi.jpg)

(https://up.picr.de/33048421dk.jpg)

(https://up.picr.de/33039252ko.jpg)

(https://up.picr.de/33039261hs.jpg)

(https://up.picr.de/33039260sa.jpg)

(https://up.picr.de/33039283sd.jpg)

(https://up.picr.de/33039248vk.jpg)

Schizophragma hydrangeoides 'Moonlight' scheint beim 2. Anlauf an gleicher Stelle nun Fuß zu fassen...

(https://up.picr.de/33039270qn.jpg)

Durch das dauerfeuchtwarme Wetter in Luxemburg ist alles etwas dschungelartig, auch die Wiese, mit den negativen Nebenwirkungen, dass Gras flächig umkippt...

(https://up.picr.de/33048499tg.jpg)

Das macht allerdings Wiesenstorchschnabel anscheinend nichts aus, der sich erfreulicherweise dazu auch noch gut in der Wiese ausgebreitet hat

(https://up.picr.de/33048509dm.jpg)

(https://up.picr.de/32974806kt.jpg)

(https://up.picr.de/33048517xy.jpg)

(https://up.picr.de/33048546bq.jpg)

(https://up.picr.de/33048197xb.jpg)

(https://up.picr.de/33048189xs.jpg)

Überrascht hat mich, dass ich 2 blühende Gladiolus palustris wiederfand - ich hatte im Herbst 2015 20 Zwiebelchen an der feuchtesten Stelle der Wiese gepflanzt, 2016 eine blühende gefunden, 2017 nix - ich denke, wenns magerer wäre, würden die sich wohler fühlen...

(https://up.picr.de/33048201bm.jpg)

(https://up.picr.de/33048190ef.jpg)

Ganz oben am "grooßen Bogen" hatte ich eine 'Chevy Chase'-Ramblerrose an einen alten Pflaumenbaum gepflanzt, sie kämpft sich so langsam hoch...

(https://up.picr.de/33048334qt.jpg)

(https://up.picr.de/33048210on.jpg)

Wohingegen eine 'Seagull' (glaub ich) einen alten Apfelbaum schon gäzlich erobert hat

(https://up.picr.de/33048606sx.jpg)

Auf der Schneeglöckchenfläche ist grad Ruhepause angesagt - ich hoffe, dass sich Melica uniflora da vielleicht noch etwas mehr ausbreitet....jetzt kommt beim nächsten Besuch erst nochmal eine Packung geschreddertes Herbstlaub drauf

(https://up.picr.de/33048198uh.jpg)

(https://up.picr.de/33048224vd.jpg)

Die im Frühjahr durch Nassschnee umgedrückte Zypresse scheint es zu überleben....

(https://up.picr.de/33048187mj.jpg)

(https://up.picr.de/33048185ta.jpg)

Der "Hohlweg" von der "Ruine" wieder zur Terrasse zurück ist inzwischen fast durchgängig oben komplett "dicht"  :o 8)

(https://up.picr.de/33048232as.jpg)

(https://up.picr.de/33048213cq.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Jule69 am 23. Juni 2018, 16:43:05
Wunderschön! Ich danke Dir für's Mitnehmen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?o wie
Beitrag von: Selene10 am 23. Juni 2018, 21:43:24
Der "Hohlweg" ist bezaubernd, wie der Garten insgesamt!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 24. Juni 2018, 09:59:15
Das Dschungelartige steht deinem Garten sehr gut, hat eine starke Ausstrahlung und die Bilder zusammengenommen, wie aus einem Guss!
Dein Hohlweg kommt auf dem Foto vielleicht enger daher wie in echt. Du kannst dich da drin gut drehen und wenden, Schnitt von Hand?

(Unsere Wiese, leider nicht so pflanzlich reichhaltig wie deine sieht sehr schön aus bei dir, wurde gestern zum ersten Mal gemäht. So spät war das hier noch nie der Fall. Auch wegen der häufigen Regenfälle, aber die scheinen jetzt vorerst mal vorbei zu sein.)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 24. Juni 2018, 15:16:09
Der Hohlweg ist 1m breit und fast überall über 1,8- 2m hoch - man kann problemlos durchgehen  :D
Schneiden brauch ich fast nicht mehr, da es da drin so dunkel ist, dass die unteren Äste der Cornus alba 'Sibirica' in die Richtung des Weges fast keine Austriebe mehr machen.
Gerade, lange hochschiessende Triebe von dort hats noch, die versuchen, oben "durch die Decke" zu gehen, aber die schaffen es oft nicht und die Spitze trocknet ein.
Diese Triebe kippen ab und an etwas in den Weg, das ist das Einzige seitlich, was ich schneiden muss, das geht am einfachsten von hand mit der Rosenschere.
Manchmal zuppel ich die "Decke" etwas auseinander und flechte die Äste dort so, dass sie sich gegenseitig höher halten.

Meine Wiese ist mir auch immer noch nicht pflanzlich reichhaltig genug, liegt aber an der Problematik Fettwiese, zuviel Graskonkurrenz.
Um mehr Blütenpflanzen rein zu bekommen hilft nur, im Herbst (am besten) immer mal wieder Einzelsaatgut von Wiesenblumen, zur Not auch Wiesenblumenmischungen, von guten Anbietern wie Hof Berggarten, Rieger Hoffmann, Syringa..... auf recht lückige Stellen, tief runtergemäht oder sogar vom Rasenmäher "aufgescheuerten" Boden, anzusäen, von alleine werden sich nur Wiesenblumen mit windverbreitbaren Samen einstellen, wenn überhaupt.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 24. Juni 2018, 21:32:07
Der Hohlweg ist 1m breit und fast überall über 1,8- 2m hoch - man kann problemlos durchgehen  :D

Zu zweit, nebeneinander, wird das aber eng! ;)
Natürlich, dort ist es dunkel und weniger starkes Wachstum, das hatte ich nicht bedacht.

Zitat
Meine Wiese ist mir auch immer noch nicht pflanzlich reichhaltig genug, liegt aber an der Problematik Fettwiese, zuviel Graskonkurrenz.

Ich finde trotzdem, es schaut schon spannend aus bei dir, muss ja nicht unbedingt Blüte an Blüte an Blüte. (Fette Wiese ist bei uns auch. Habe zwar schon über das Thema gelesen, aber bislang fehlte es am Elan und Zeit dort mal aktiv zu werden.)

P.S.: Die Eiben stehen kräftig da, ein schönes Bild wo sich die Rose oben drüber schwingt!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juni 2018, 00:19:54
Naja, dieser Weg ist sozusagen ein Weg 2. Ordnung, ein Nebenweg für den 1m Breite reicht.
Für mich soll die Ruine auch eher "aufgespürt", "entdeckt" werden als dass ein breiter roter blauer  Teppich hinführt.
Der Hohlweg hat dazu auch eine optische Funktion als klare Achse und den Durchblicken von dunkel zu hell von beiden Seiten.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Harzgärtnerin am 26. Juni 2018, 10:36:33
Ich schlendere immer wieder gern durch deinen Garten Park, Gartenplaner. Einfach toll!  :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wild Obst am 26. Juni 2018, 10:57:11
Meine Wiese ist mir auch immer noch nicht pflanzlich reichhaltig genug, liegt aber an der Problematik Fettwiese, zuviel Graskonkurrenz.
Deine Wiese ist doch schon recht bunt und mit Geranium pratense, Centaurea (jaeca?) und Knautia arvense hast du ja recht lange und kräftig blau blühende Pflanzen. Und deinen Bildern nach kommen die bei dir ja auch schon recht häufig vor.

Und die rote Knautia (macedonica?) hat doch auch eine recht auffällige und weithin sichtbare Blütenfarbe. Knautia macedonica habe ich mir auch  ein paar für meine Wiese besorgt und sie wachsen bis jetzt sehr gut. Selbst ausgepflanzt direkt ins Gras ohne Pflege hatte ich keine Verluste. Ich bin gespannt ob sie sich auch versamen werden. Machen das deine auch?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juni 2018, 21:13:03
Jaaa.....man schleppt halt immer so seine Idealvorstellungen mit sich rum z.B. von blütenübersäten Heidi-Wiesen oder so ähnlich  ;D
Umsomehr, wenn man kurz zuvor bei einer netten Forumlerin eine Wiese sieht, die auf aufgeschüttetem Sand und Schotter angelegt wurde - und diesen Idealvorstellungen sehr entspricht  ;D ;D

Zudem hab ich mehrere Bereiche, wo mir Acker/Zaunwinde große Sorgen macht, ich aber nicht weiß, was ich dagegen tun kann.

Ok, Geranium pratense hat sich wirklich gut und recht gleichmäßig ausgebreitet, was wenige Wiesenblumen schaffen, bei Knautia arvensis hab ich eine große Fläche am Querweg, da hab ich letztes und dieses Jahr Sämlinge ausgestochen und verteilt gepflanzt.

Die roten Knautia sind übrigens von alleine aufgetaucht - keine Ahnung, ob aus dem ursprünglichen Knautia arvensis-Saatgut oder spontan aus Samen der ersten bei mir blühenden Pflanzen.
Wenn aus dem Saatgut kann es natürlich auch noch sein, dass dieses verunreinigt war mit Knautia macedonica.
Jedenfalls hält sich die rote Form, hat sich bereits einmal ausgesät, ich finde sie auch sehr dekorativ und fernwirksam und hoffe auf mehr.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wild Obst am 26. Juni 2018, 21:15:42
Farbe und was ich sonst noch auf dem Bild erkennen kann sehen halt sehr stark wie meine frisch gekauften Knautia macedonica aus. Mir gefallen die definitiv auch...
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Juni 2018, 23:04:39
Kleines "Spezialprojekt" am Rande - über die letzten 3-4 Jahren fiel mir die kontinuierliche Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes bei mir in der Wiese auf.
Die Problematik für Weiden ist mir bewusst, wobei mein Grasschnitt ja eh kompostiert wird, und die Pflanze wächst massenhaft entlang vieler Autobahnböschungen hier in der Umgebung.
Sollte ich sie ausrupfen?
Sie ist ein schöner später Blüher, auch eifrig von vielen verschiedenen Insekten besucht.

(https://up.picr.de/33086943oo.jpg)

(https://up.picr.de/33088173lm.jpg)

(https://up.picr.de/33088174ps.jpg)

Ich gehe jetzt einen biologischen Bekämpfungsweg:

(http://up.picr.de/33086947jl.jpg)

(http://up.picr.de/33086944ns.jpg)

Das sind Raupen des Jakobskrautbär, Blutbär, Karminbär (Thyria jacobaeae), der sich primär von Blüten und Knospen des Jakobskreuzkrauts ernährt und somit die weitere Versamung stark reduziert.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: AndreasR am 26. Juni 2018, 23:22:02
Der Honig von Bienenvölkern in der Nähe könnte mit den giftigen Stoffen versetzt sein, was evtl. ein Problem für den Imker darstellt, ansonsten finde ich Jakobskreuzkraut auch sehr schön und muss meiner Meinung nach nicht bekämpft werden. Toll, dass sich nun auch Fressfeinde eingefunden haben, da sollte sich hoffentlich ein natürliches Gleichgewicht einstellen. :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 27. Juni 2018, 07:30:17
Zudem hab ich mehrere Bereiche, wo mir Acker/Zaunwinde große Sorgen macht, ich aber nicht weiß, was ich dagegen tun kann.

Sie ist die einzige Pflanze wo ich "gifte" wenn ich merke, sie nimmt mehr und mehr zu. Bisher hat das auch genutzt (Windenvertilger, Schaum der auf die Blätter aufgetragen wird.) Heisst nicht, dass mein Garten windenfrei ist, bekämpfe nur dort, wo sie mir zu agressiv wird und auch nicht jedes Jahr.

Auf umliegende Weiden kann das Jakobkreuzkraut bei dir nicht ausweichen, abhauen?
Unser Gras wird von Kühen gefressen, deshalb war für mich klar, dass es in meinem Garten raus muss. (War kein grosser Bestand, nur einzelne Pflanzen.)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Alstertalflora am 29. Juni 2018, 16:12:18
Der Honig von Bienenvölkern in der Nähe könnte mit den giftigen Stoffen versetzt sein, was evtl. ein Problem für den Imker darstellt, ansonsten finde ich Jakobskreuzkraut auch sehr schön und muss meiner Meinung nach nicht bekämpft werden. Toll, dass sich nun auch Fressfeinde eingefunden haben, da sollte sich hoffentlich ein natürliches Gleichgewicht einstellen. :)

Hmmm - als Pferdehalter hab ich da schon eine andere Einstellung. Das Zeug ist schließlich tödlich für Pferde, und es breitet sich ziemlich invasiv aus (Korbblüter eben... ::)).
Der Jakobskrautbär ist meiner Erfahrung nach nicht annähernd in der Lage, die Verbreitung des Krautes in Grenzen zu halten!

Auf umliegende Weiden kann das Jakobkreuzkraut bei dir nicht ausweichen, abhauen?
Unser Gras wird von Kühen gefressen, deshalb war für mich klar, dass es in meinem Garten raus muss. (War kein grosser Bestand, nur einzelne Pflanzen.)
Haha, ein Witz! Natürlich verbreitet sich das Kraut auf umliegende Weiden! Das ist hier bei uns in den letzten 5-10 Jahren in einem erschreckenden Ausmaß geschehen. Evtl. kann man an der Tatsache, dass ein Galloway-Halter für ein Hamburger Naturschutzgebiet (Wittmoor) eine Ausnahmegenehmigung zur Bekämpfung (Spritzen) des JKK erhielt, ermessen, wie rasant sich das Zeug hier verbreitet hat.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 29. Juni 2018, 16:42:14
Ich würde das JKK ausreißen! Es ist zu problematisch und überall wird versucht, es einzudämmen.
Dass der JKKBär "seine" Wirtspflanze in Schach hält oder gar dezimiert, halte ich für zumindest sehr fragwürdig :-X Es werden immer genügend Samenstände reif um die Vermehrung/Ausbreitung zu sichern.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: AndreasR am 29. Juni 2018, 17:04:31
Dass wir Gärtner die Ausbreitung des Jakobskreuzkrauts in Schach halten sollen, halte ich allerdings auch für fragwürdig, immerhin handelt es sich um eine einheimische Art. Ja, es ist vor allem für Pferde giftig, und ja, es breitet sich aus, aber man muss sich vergegenwärtigen, dass das sicher nicht daran liegt, dass Gartenbesitzer es zu oft wachsen lassen, sondern daran, dass sich unsere Kulturlandschaft gewandelt hat und viele Wiesen und stillgelegte Flächen nicht mehr gemäht werden. Klar kann Gartenplaner seine Wiese rechtzeitig mähen, aber die besagten Autobahnböschungen usw. müssten dann auch alle gemäht werden, was womöglich aus finanziellen Gründen unterbleibt. Eine punktuelle Bekämpfung erscheint mir jedenfalls wenig effektiv, da müsste man schon großräumig etwas bewegen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 29. Juni 2018, 17:08:39
Schon klar, aber wie immer gilt auch hier: wenn keiner was tut, bewegt sich nix 8)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: AndreasR am 29. Juni 2018, 17:14:29
Das ist sicher richtig, aber wie gesagt, es ist nicht die Schuld der Gartenbesitzer, dass sich das Jakobskreuzkraut ausbreitet, und ich kann es Gartenplaner nicht verübeln, wenn er es auf seiner Wiese stehenlassen möchte.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wühlmaus am 29. Juni 2018, 17:25:44
Von Schuld sprach ich auch nicht ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Alstertalflora am 29. Juni 2018, 18:21:10
Das ist sicher richtig, aber wie gesagt, es ist nicht die Schuld der Gartenbesitzer, dass sich das Jakobskreuzkraut ausbreitet, und ich kann es Gartenplaner nicht verübeln, wenn er es auf seiner Wiese stehenlassen möchte.

Nö, aber wenn dann seine Wiese in ein paar Jahren nur noch gelb wie ein Rapsfeld in der Blüte aussieht (es gibt hier im weiteren Umfeld Flächen, bei denen man nur noch "gelb" sieht), und wenn das JKK neben seiner Wiese auch noch diverse andere Flächen okkupiert, wird er sich das evtl.noch einmal überlegen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wild Obst am 29. Juni 2018, 19:14:55
Gartenplaners Wiese ist keine Weide, es gibt keinen Grund, warum sich das JKK da zur dominierenden Spezies entwickeln sollte, beruhigt euch etwas!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 29. Juni 2018, 22:12:14
Auf umliegende Weiden kann das Jakobkreuzkraut bei dir nicht ausweichen, abhauen?
Unser Gras wird von Kühen gefressen, deshalb war für mich klar, dass es in meinem Garten raus muss. (War kein grosser Bestand, nur einzelne Pflanzen.)
Haha, ein Witz! Natürlich verbreitet sich das Kraut auf umliegende Weiden!

Eigentlich kein Witz, lediglich eine Frage. ;) Es scheint ja durchaus verschiedene Ansichten zu geben, wie mit dem Jakobskreuzkraut umzugehen ist und auch darüber, wie viele Tiere es letztendlich umgebracht hat. Es gibt Länder wo es meldepflichtig ist, in anderen wiederum nicht.
Und nu? Im eigenen Garten handelt man dann wohl einfach so, wie es einem richtig erscheint, auch unter Einbezug der Umgebung des Gartens denke ich. Und die eine Entscheidung ist ja nie auf immer und ewig festgeschrieben, egal was man im Garten tut.
Unüberlegtes Handeln im eigenen Garten würde ich Gartenplaner jetzt eher nicht zuschreiben. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 30. Juni 2018, 00:03:37
Hui, Jakobskreuzkraut ist ja wahrlich ein "explosives" Thema  :-\

Also, es gibt um unser Dorf herum größtenteils nur Wiesen.
Ein Großteil davon werden allerdings wohl für Grassilage genutzt, da die erste Mahd meist Anfang Mai erfolgt und dann mehrfach hinterher nochmals.
Ob es da eine Jakobskreuzkrautproblematik gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die Wiesen werden gut gedüngt, da die Pflanze bei mir erst seit ein paar Jahren auftaucht, also nachdem meine Wiese langsam nährstoffärmer geworden ist, könnte ich mir vorstellen, dass sie in den Silagewiesen nicht Fuß fassen kann.

Einer der beiden letzten Landwirte im Dorf betreibt eine Pferdezucht und hat Weiden um seinen Hof, da wäre also eine Gefährdung gegeben.
Ich weiß nicht, ob und wie er seine Weiden bezüglich der Problematik behandelt, die Wiesen liegen in der "Bachniederung" vorm Dorf, er hat Kopfweiden, Pappeln am Bachufer pflanzen lassen, vielleicht ist der Boden dort zu nass.
Ein paar hundert Meter weiter wächst immer wieder gehäuft Jakobskreuzkraut entlang der Autobahn an Böschungen, daher stammt wohl auch der Samen meiner ersten Pflanzen - die sich bis jetzt hauptsächlich im oberen Gartenbereich vermehren, vielleicht weil trockener?
Auf vielen Gemeindeflächen, die spät gemäht werden, steht auch Jakobskreuzkraut.

Ich habe angefangen, mir Gedanken zu machen, als ich feststellte, dass die erste Pflanze sich doch ganz gut vermehrte.
Auch alle Pflanzen kurz vor der Blüte ausreißen war ein Gedanke.
Ich habe mich dann auch etwas informiert und meine Sorge wurde etwas beschwichtigt, da es, wie neo auch schreibt, unterschiedliche Ansichten zur Problematik gibt.
Ich probiere jetzt erstmal die Blutbären aus - es scheint, dass Bekämpfungsstrategien von Jakobskreuzkraut mit dem Schmetterling getestet werden.

Da ich die Raupen die letzten Tage immer wieder beobachten ging, war ich natürlich ganz nah an den Pflanzen - es schwirrt, summt und brummt um diese Blüten genauso wie um Ackerwitwenblume (die gerade ihre erste große Blüte hinter sich haben und jetzt nicht so viel für Insekten bieten) oder Wiesenstorchschnabel, unzählige Schwebfliegen in verschiedenen Arten, Hummeln, Wildbienen - keine Honigbienen, von denen hab ich bisher allerdings insgesamt in der Wiese noch keine gesehen.
Ich fände es eigentlich schade, solch eine Insektenweide komplett aus der Wiese weg zu haben.
Wenn der Blutbär ein Gleichgewicht schaffen kann, bin ich zufrieden.

Ich habe eine sehr umfangreiche Broschüre zum Jakobskreuzkraut gefunden, laut der sich 99% der Samen nicht weiter als 20m ausbreiten, da die Samen, anders als die von Löwenzahn, keine guten „Flieger“ sind, zudem bilden Hecken gute Barrieren - insofern dürfte mein Jakobskreuzkraut-Problem erstmal meins bleiben.
Eingeschleppt wurde der Samen wohl von den patrouillierenden Katzen oder dem Fuchs, im Fell von Tieren werden sie weiter verbreitet als durch die Luft.
Und die Bestände der Pflanze haben eine „wellenförmige“ Dynamik, brechen nach einigen Jahren zusammen - das habe ich schon bei anderen Wiesenblumen beobachtet, Wiesenpippau z. B.
Ich bleibe erstmal gelassen.

...
Sie ist die einzige Pflanze wo ich "gifte" wenn ich merke, sie nimmt mehr und mehr zu. Bisher hat das auch genutzt (Windenvertilger, Schaum der auf die Blätter aufgetragen wird.) Heisst nicht, dass mein Garten windenfrei ist, bekämpfe nur dort, wo sie mir zu agressiv wird und auch nicht jedes Jahr.
...

Hier mal die zwei schlimmsten Bereiche meines Acker/Zaunwindenproblems:

(https://up.picr.de/33113734fx.jpg)

(https://up.picr.de/33113735rc.jpg)

(https://up.picr.de/33113736mi.jpg)

(https://up.picr.de/33113737if.jpg)

Natürlich könnte ich glyphosatieren, in Beeten hab ich sehr gute Erfolge mit der Deoroller-Methode erzielt, indem ich möglichst viele Windenblätter pur mit Glyphosat bestrich.
Hier müsste ich allerdings flächig spritzen/giessen - hätte dann aber auch zur Folge, die gesamte Wiese dort "auf Null" zu setzen.
Und es bliebe das Risiko, doch nicht alle Triebe zu erwischen, aus denen sich dann alles wieder von vorne neu regenerieren würde  :P
Wenn jemand gute Ideen hat, immer her damit!!

Hier wäre mir ein tierischer Gegenspieler der Winden wie der Blutbär beim Jakobskreuzkraut sehr willkommen!  :-X


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 01. Juli 2018, 22:38:55
Hui, Jakobskreuzkraut ist ja wahrlich ein "explosives" Thema  :-\

Gehört in der Schweiz zu den ganz, ganz Bösen. ;)
Man kann ja gespannt sein, wie es sich bei dir weiterentwickelt. Qualitäten hat die Pflanze ja durchaus. Bei mir bleibt sie trotzdem draussen, hatte zwar einen Moment gezögert damals. Aber wenn sie da wäre hätte ich immer das Gefühl kontrollieren zu müssen und will nicht Schuld sein am eventuellen Bauchweh der umliegenden Rindviecher&Co.
Auf alle Fälle ist es bei den "Bösewichten" immer mal gut, ein bisschen weiterzulesen. Oft hat man dieses eine Bild, das, welches überall verbreitet wird und um die Rückseite auch sehen zu können, da muss man dann ein bisschen suchen...oder man liest hier. ;)

Dein Windenproblem :o :P, ich fürchte, ich habe da keine Idee, die nicht einen grösseren Eingriff bedeuten würde. (Aber wahrscheinlich muss man ziemlich autoritär durchgreifen?)

Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. Juli 2018, 00:15:25
So, noch ein paar Juli-Impressionen:

(https://up.picr.de/33166491eo.jpg)

Ich konnte meine "Plattentektonik" etwas vorantreiben:

(https://up.picr.de/33289097rg.jpg)

(https://up.picr.de/33289121nv.jpg)

Im Gehölzgarten fing Impatiens balfourii gerade erst mit der Blüte an:

(https://up.picr.de/33289204be.jpg)

(https://up.picr.de/33289122gr.jpg)

(https://up.picr.de/33289194fb.jpg)

Sowas kommt dann auch einfach mal von den alten Obstbäumen runter:

(https://up.picr.de/33289133zp.jpg)

In der Wiese war buntes Treiben angesagt:

(https://up.picr.de/33161406fh.jpg)

(https://up.picr.de/33148015fq.jpg)

(https://up.picr.de/33147941ci.jpg)

(https://up.picr.de/33147931pz.jpg)

(https://up.picr.de/33102917bx.jpg)

(https://up.picr.de/33095688qr.jpg)

(https://up.picr.de/33095663as.jpg)

Die UFO's schwebten ein, gleich umringt von "Abfangjäger"  ;D

(https://up.picr.de/33289107kt.jpg)

Im Obeliskraum habe ich den ersten von vier "Eckpunkten" markiert, den Punkt, wo der Schatten der Spitze des Obeliskes am 21. Juni um 12:00 Mittags endet, der Punkt vom 21. September, 12:00, ist auch schon fixiert, die Eisenstange, es fehlen noch der 21. März und, wahrscheinlich ziemlich schwierig einzufangen, der 21. Dezember:

(https://up.picr.de/33289190sq.jpg)

(https://up.picr.de/33289135tv.jpg)

Und im Fossilienhain fiel mir auf, dass die Bergmammutbäume doch langsam an Fahrt aufnehmen - mit ungefähr 1,5m Höhe 2012 gepflanzt hat der eine jetzt so grob 2,8m erreicht, der andere sogar 3,6m:

(https://up.picr.de/33289100yo.jpg)

Wegwarten hatte ich angesät, in der Wiese haben sie sich sporadisch angesiedelt:

(https://up.picr.de/33289118ns.jpg)

Allerdings setzten sie in dem Sand-Schottergemisch der Einfahrt zur Totalinvasion an, so daß ich dort alle blühenden Pflanzen ausgerissen habe - schliesslich möchte ich dort lieber Karthäusernelke und andere Trockenheitsspezialisten behalten!
Hier während der Rupfaktion, rechts hatte ich schon gesäubert:

(https://up.picr.de/33289113up.jpg)

An der Ruine hab ich mal die sich schon ausbildende Altersform etwas beschnippelt, damit man noch die ehemaligen Fensteröffnungen erkennen kann:

(https://up.picr.de/33289143au.jpg)

(https://up.picr.de/33289151um.jpg)

(https://up.picr.de/33289146rh.jpg)

Ein kurzer Blick durch den Hohlweg:

(https://up.picr.de/33289112wf.jpg)

(https://up.picr.de/33289109ii.jpg)

Auf dem Ruinendach blühte es auch:

(https://up.picr.de/33095167px.jpg)

Ich stellte vor einigen Jahren fest, dass Bouteloua gracilis ein extrem trockenheitsverträgliches und dabei sehr dekoratives Gras ist:

(https://up.picr.de/33289103rp.jpg)

Diese Feststellung machte ich im Vorgarten, wo ich es in einen Trog gepflanzt hatte.
Es brauchte doch ein, zwei Jahre bis es gut etabliert war, wird seitdem aber von Jahr zu Jahr schöner:

(https://up.picr.de/33289096fu.jpg)

Noch ein paar Impressionen aus dem Vorgarten - das waren mal zwei kleine "Rasenflächen" - meine Mutter meinte, sie könne das doch jetzt nicht mähen, es würde so schön blühen und es wären so viele Insekten dran  ;D

(https://up.picr.de/33181713xg.jpg)

(https://up.picr.de/33181711ud.jpg)

(https://up.picr.de/33181705dk.jpg)

(https://up.picr.de/33289357ci.jpg)

(https://up.picr.de/33181680ia.jpg)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Secret Garden am 21. Juli 2018, 11:16:10
Schöne und interessante Blicke in Deinen Garten. Am besten gefällt mir der Hohlweg - an heißen Sommertagen stelle ich mir das besonders reizvoll vor, durch solch einen schattigen Tunnel zu wandeln. :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wild Obst am 21. Juli 2018, 19:39:49
Schön, dass bei dir in der Wiese noch so viel blüht. Bei mir ist gerade gemäht oder nicht, eine ziemliche Blühpause in der Wiese.
Was machst du, dass deine Knautia noch so gut blühen?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. Juli 2018, 18:48:19
Für die heißen Tage ist der Gartenhof unschlagbar, durch den Hausbrunnen und das recht oberflächennahe Grundwasser ist dort die Luftfeuchte höher, der Hof liegt immer im Schatten vom Haus und da an drei Seiten Gebäude sind, bleibt die luftfeuchtere, kühle Luft auch erhalten  :D

Die Fotos sind zweieinhalb Wochen alt, ich hatte noch keine rechte Muße und Lust, sie hochzuladen.
Mir fiel aber auf, daß die Knautia arvensis zu Anfang meines Besuchs grad ziemlich abgeblüht waren und innerhalb von ner knappen Woche kamen wieder viele neue Knospen nach und fingen an, aufzublühen - die blühen eigentlich sehr ausdauernd und üppig und machen tu ich da nix speziell.
Ich denke mal, das hat sich bis letzten Donnerstag so fortgesetzt, da wurde die Wiese komplett gemäht.
Allerdings schieben die Knautia auch ganz gut nochmal eine Nachblüte jetzt - wenn es nicht allzu trocken bleibt/wird.
Ich habe zwei recht große Flächen, die sich aus einzelnen ersten Pflanzen selber so ausgesät haben, seit letztem Jahr versetze ich von dort Sämlinge an andere Stellen, weil die Blüten absolute Insektenmagnete sind, auch bei den Schmetterlingen sehr beliebt.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 27. Juli 2018, 16:08:41
Für die heißen Tage ist der Gartenhof unschlagbar, durch den Hausbrunnen und das recht oberflächennahe Grundwasser ist dort die Luftfeuchte höher, der Hof liegt immer im Schatten vom Haus und da an drei Seiten Gebäude sind, bleibt die luftfeuchtere, kühle Luft auch erhalten  :D
...
Wie gern wär ich jetzt da!!!

Es gibt Neuigkeiten aus Sankt Olaf!
Ich hatte letztes Jahr im Februar berichtet, dass der Nachbar plant, die an uns angrenzende Wiese zu bebauen, ein Mehrparteienhaus mit 12 Wohnungen und ein Einfamilienhaus sollten dahin:

...
(http://up.picr.de/28310338gp.jpg)
...
Inzwischen ist anscheinend das Einfamilienhaus aus dem Rennen, die Pläne, die er dieses Jahr vorlegte, sehen das nicht mehr vor - mein Ausblick entlang der Querachse bleibt mir also anscheinend vorerst erhalten!

Am Mittwoch wurde mir berichtet, dass nun ein Bagger angerückt sei und Boden abtrage.
Wie es der Zufall wollte hatte ich letzte Woche das Museum für Geschichte angeschrieben, ich bin in einer Veröffentlichung des Museums zu römischen Funden in direkter Nachbarschaft des Dorfes auf eine Karte mit Fundstellen gestoßen, die auch eine Fundstelle sozusagen mitten im alten Dorfkern auswies.
Mir ist nichts bekannt gewesen, wo, wann und was da gefunden worden sein sollte, insofern fragte ich nach.
Ich bekam erstaunlich schnell eine nette und umfangreiche Antwort, es gibt eine archäologische Karte aus den 1880er-Jahren, die Fundstellen dokumentierte, allerdings gibt es zwei Ausgaben der Karte und auf denen stimmen die eingetragenen Punkte nicht immer überein - die Angaben sind also eher schwammig und nicht als sehr konkret zu deuten.
Der Museumsmitarbeiter schloß seine Mail mit der Bitte, doch Bescheid zu geben, wenn im Dorf eine Baustelle eröffnet werden würde.
So schrieb ich ihm natürlich vom Bagger und es stellte sich raus, dass das eine archäologische Sondierungsgrabung als Vorbereitung des Bauvorhabens unter der Leitung des Museums ist.
Es gibt auch schon erste Ergebnisse, auf einem Teil des Grundstücks kamen mittelalterliche Befunde zum Vorschein (13.-14. Jh.) , unter anderem eine Ofenstruktur, Pfostenlöcher und Keramikscherben aus der Zeit.

Ich bin sehr gespannt, übernächste Woche zu sehen, was da los ist!!  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: tarokaja am 27. Juli 2018, 16:19:17
Das klingt ja erfreulich und spannend!

So eine ausgegrabene 'Siedlung' (?) würde zu deiner Ruine auch viel besser passen und sich neben deinem Anwesen insgesamt besser machen als ein Mehrfamilienhaus!  :D
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Jule69 am 27. Juli 2018, 17:18:44
Echt spannend!!! Berichte bitte!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Alstertalflora am 27. Juli 2018, 17:30:57
Das klingt ja erfreulich und spannend!

So eine ausgegrabene 'Siedlung' (?) würde zu deiner Ruine auch viel besser passen und sich neben deinem Anwesen insgesamt besser machen als ein Mehrfamilienhaus!  :D

Allerdings :D!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: leonora am 27. Juli 2018, 17:43:22
Es gibt Neuigkeiten aus Sankt Olaf!
[...] auf einem Teil des Grundstücks kamen mittelalterliche Befunde zum Vorschein (13.-14. Jh.) , unter anderem eine Ofenstruktur, Pfostenlöcher und Keramikscherben aus der Zeit.
Wäre dieser Fund denn hinreichend, um das Bauvorhaben zu kippen? 13.-14 Jh. erscheint mir nicht sooo alt, verglichen mit der Römischen Zeit. Aber schön wär's für deine Ausblicke.  :D

LG
Leo
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 27. Juli 2018, 21:08:33
Das klingt ja erfreulich und spannend!

So eine ausgegrabene 'Siedlung' (?) würde zu deiner Ruine auch viel besser passen und sich neben deinem Anwesen insgesamt besser machen als ein Mehrfamilienhaus!  :D

Allerdings :D!

lach!!

Es gibt Neuigkeiten aus Sankt Olaf!
[...] auf einem Teil des Grundstücks kamen mittelalterliche Befunde zum Vorschein (13.-14. Jh.) , unter anderem eine Ofenstruktur, Pfostenlöcher und Keramikscherben aus der Zeit.
Wäre dieser Fund denn hinreichend, um das Bauvorhaben zu kippen? 13.-14 Jh. erscheint mir nicht sooo alt, verglichen mit der Römischen Zeit. Aber schön wär's für deine Ausblicke.  :D

LG
Leo

Ich denke eher nicht - wenns um ein römisches Mosaik wie das aus Viichten ginge, wäre das vielleicht eine gute Frage  ;D
Aber wer weiß, was da noch zum Vorschein kommt?
Die Römer waren sehr aktiv in der näheren Umgebung, es gibt eine ganze Reihe villae rusticae in wenigen Kilometer Umkreis, der Boden war fruchtbar.
Ich glaube nur, so weit unten in der Senke werden die Römer nicht gebaut haben - die Gutshöfe lagen immer etwas hügelan an den Flanken der Kuppen, gut oberhalb der möglichen Überschwemmungsbereiche der vielen kleinen Bächlein.
Das heutige Dorf hingegen liegt nur knapp zwei Meter höher als der Bach vorm Dorf und reicht in die Wiesen, die öfters im Winter mal überschwemmt sind.

Wie ich schon in dem Post schrieb, aus dem ich jetzt nur das Foto von der Wiese zitiert habe - das Dorf hat viele Veränderungen erlebt, auch in den letzten 100 Jahren gab es Schübe großer Bautätigkeit, vor allem in den 60er-Jahren, das gehört eben zu einem lebendigen Dorf dazu.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 13. August 2018, 22:56:19
Hallo Gartenplaner, was dein Problem mit den Winden angeht, habe ich tatsächlich gute Erfahrungen mit der Konservendosenmethode gemacht (ist die bekannt?), in deinem Fall sind es aber wohl zu viele von den Fieslingen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Obstjiffel am 15. August 2018, 09:53:16
Wunderschöne Bilder sind es wieder. Dein letztes von der Straße her, hat bei mir den Impuls gebracht - "Oh das wäre mal interessant, wie andere den Garten von aussen sehen" ;-) Vielleicht magst es ja mal fotoknipsen?

@Bock-Gärtner - Die Konservendosenmethode? Wäre für mich interessant, ich habe da ein kleines Ackerwindechen welches sich einfach nicht ausrotten läßt.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 16. August 2018, 21:44:29
Die "Konservendosenmethode" ist die, über Windenaustriebe eine leere Konservendose zu stülpen und darunter sich die Winde totwachsen lassen?
Ich hab sehr gute Resultate mit wenig oder unverdünntem Roundup, auf so viele Windenblätter wie möglich aufgetragen, in Beeten gehabt.

Allerdings ist es in der Wiese so flächig, dass ich da viele Quadratmeter mit Roundup völlig "leerräumen" müsste - und dann eben auch viele gerade mühsam etablierte Wiesenblumen wieder vernichten würde  :-\
Ich hab noch keine Lösung, letztens dachte ich allerdings so, dass Acker- und Zaunwinde doch schon immer auch zu Blumenwiesen gehört haben müssen und auch früher kaum bekämpft werden konnten - vielleicht stellt sich ja noch über die weitere Abmagerung ein Gleichgewicht ein?

Wunderschöne Bilder sind es wieder. Dein letztes von der Straße her, hat bei mir den Impuls gebracht - "Oh das wäre mal interessant, wie andere den Garten von aussen sehen" ;-) Vielleicht magst es ja mal fotoknipsen?
...

Danke  :)
Hm, da ich mich mit dem Garten doch sehr "einigele", ist von außen recht wenig zu erahnen - außer vielleicht dem Obelisken, den man sehen kann, wenn man über die Hauptstrasse ins Dorf reinfährt, ich versuche mal Fotos  ;)


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Selene10 am 17. August 2018, 21:52:51
Das Windenproblem habe ich auch - massiv. In den trockenen mittelitalienischen Sommern, wenn Klee und Gräser längst vertrocknet sind, kann ich die flächigen Windenstellen an ihrem satten Grün von weitem erkennen, ein Windenrasen sozusagen. In meinem Garten gibt es die Winde seit Jahrzehnten, schon  lange bevor ich ihn übernommen habe. Sie ist äußerst zäh und wächst sogar durch den meterhohen Stein- und Schutthaufen, der seit zwei Jahren aufgetürmt ist.
Gartenplaner, deine Erfahrung aufgreifend, werde ich die Stellen, wo sich die Winde flächig ausgebreitet hat, mit Roundup bespritzen und danach Hundszahngras (Cynodon dactylon) säen.
Doch wann ist der beste Zeitpunkt dafür? Im Herbst, wenn die Winde ihre Reservestoffe in den Wurzeln eingelagert hat oder besser im Frühjahr? Oder spielt das keine Rolle?
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 17. August 2018, 22:48:00
Bei Roundup/Glyphosat ist es nur wichtig, dass die Winde möglichst viel Blattmasse und Stoffwechsel hat - also sobald genug Grün da ist und die Temperaturen warm genug sind, also spätes Frühjahr/Sommer/Spätsommer, wirkt es am besten.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Konservendosenmethode gegen Ackerwinden
Beitrag von: Bock-Gärtner am 18. August 2018, 21:47:48
@Bock-Gärtner - Die Konservendosenmethode? Wäre für mich interessant, ich habe da ein kleines Ackerwindechen welches sich einfach nicht ausrotten läßt.

Für ein kleines Ackerwindchen genau die richtige Methode. Vor 2 Jahren habe ich noch versucht, die Winden durch möglichst tiefes Ausgraben zu entfernen, das war das Resultat:




Seitdem benutze ich die Konservendosenmethode. Letztes Jahr hatte ich noch ca. 7 Dosen im Beet, dieses Jahr nur noch 2. Und im Moment gar keine mehr (in diesem Beet). Man muss nur darauf achten, die Dose etwas in die Erde hineinzudrehen und nicht nur locker draufzustellen und dann ein paar Wochen warten bis man zum ersten Mal abreißt. Dann die Dose vorsichtshalber noch einmal auf die selbe Stelle tun. Es kommt selten vor, dass die Winde noch einmal neben der Dose austreibt, dann am besten eine größere Dose (z.B. von Ananasscheiben) nehmen.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: AndreasR am 18. August 2018, 21:54:11
Das geht aber nur mit den kleinen Ackerwinden, oder? Meine Zaunwinden bilden gerne auch mal fünf Meter lange Triebe, natürlich immer an den unzugänglichsten Stellen, und irgendwann sind Stauden und Sträucher dann total überwuchert, Zäune hingegen werden grundsätzlich links liegen gelassen. ::) Ausbuddeln geht hier im Lehmboden nicht wirklich, zumal sie sich meist in irgendwelchen unzugänglichen Spalten angesiedelt haben, da ist also auch mit Konservendosen nichts zu machen. Ich möchte im Garten Gifte eigentlich vermeiden, aber wie schon beim Schachtelhalm habe ich wohl keine andere Möglichkeit als immer nur rupfen, rupfen, rupfen...
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. August 2018, 22:20:47
Gifte im Garten zu vermeiden finde ich sehr ehrenhaft und erstrebenswert - allerdings bin ich persönlich bei Extremunkräutern zu Herbizid-Ausnahmen bereit, da ich auch immer wieder längere Zeiträume nicht vor Ort bin, in der Zeit liefen mir diese Unkräuter davon, und zumal die Fauna davon nicht beeinträchtigt wird.
Ich empfehle bei Acker/Zaunwinde die "Glyphosat-Deorollermethode" von baeckus:
einen leeren Deorollerflacon vorsichtig öffnen, ausspülen, mit Roundup befüllen und so viele Blätter der Winde mit dem Mittel berollern wie nur möglich.
Und peinlichst darauf achten, nicht doch Blätter der Stauden oder Gehölze zu betropfen oder bekleckern, um die sich die Winden winden.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Bock-Gärtner am 18. August 2018, 22:33:46
Mit Zaunwinden habe ich zum Glück keine Erfahrung. Bei mir waren die Ackerwinden, die in den Jahren zuvor in dem besagten Beet immer aus den Spalten der Trockenmauer herauswuchsen, dieses Jahr verschwunden. Ich vermute, dass die bekämpften unterirdisch miteinander verbunden waren und so der "Organismus" insgesamt geschwächt wurde.
Ich denke, dass sich die Konservendosenmethode z.T. aber auch bei Mauerspalten (von oben) anwenden lässt: Dose auf die Winde, den Spalt unterhalb der Dose gut mit Erde abdecken, abwarten. Ich denke, die Winde würde versuchen, weiter in die Höhe zu wachsen (u. sich totwachsen), und nicht zurück durch die Erde...
Von der Seite geht das natürlich so nicht.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 18. August 2018, 22:58:12
Ich habe erst vor ein paar Tagen an langen Zaunwindenranken gezogen, um sie sozusagen "auf einen Haufen" zu befördern, um sie mit Roundup zu behandeln, und musste wieder mal feststellen, dass Zaunwinde eine ordentliche Strecke mit Laub überirdisch zurücklegen kann, nur um an einer günstigen Stelle mit Erdkontakt die Spitze ebendieser Ranke in Rhizom/Wurzeln umzuwandeln und somit dort eine "Ablegerpflanze" auszubilden - insofern bin ich, zumindest bei Zaunwinde, von der Konservendosenmethode nicht so überzeugt.


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Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. August 2018, 14:18:53
...
Wunderschöne Bilder sind es wieder. Dein letztes von der Straße her, hat bei mir den Impuls gebracht - "Oh das wäre mal interessant, wie andere den Garten von aussen sehen" ;-) Vielleicht magst es ja mal fotoknipsen?
...

Danke  :)
Hm, da ich mich mit dem Garten doch sehr "einigele", ist von außen recht wenig zu erahnen - außer vielleicht dem Obelisken, den man sehen kann, wenn man über die Hauptstrasse ins Dorf reinfährt, ich versuche mal Fotos  ;)

So, dann fange ich mal mit diesen Fotos an.
Unser Haus liegt an der Hauptkreuzung des alten Dorfes, die Strasse aus einem der drei Nachbarorte führt sozusagen geradewegs auf das haus zu.
Irgendwann fiel mir auf, dass man den Obelisken von der Strasse aus ziemlich gut sehen kann:

(https://up.picr.de/33630301jn.jpg)

(Der Kram im Vordergrund ist vom Landwirtschaftsbetrieb direkt gegenüber, der steht immer da an der Strasse  ;D)

So sieht der Blick dann direkt von der Strasse vorm Haus aus:

(https://up.picr.de/33630296vj.jpg)

Zur Dorfkapelle hoch führt eine kleine Seitenstrasse, von der aus man auch noch ein bisschen Blicke auf den Garten erhaschen kann:

(https://up.picr.de/33630376yg.jpg)

Und vom Friedhof bei der Kapelle aus:

(https://up.picr.de/33630378sf.jpg)

Alles in allem also kann man von außen wenig erkennen - außer den räudigen alten Zwetschgen und Pflaumen, die bald abkratzen....


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 23. August 2018, 13:08:22
Auch in Luxemburg war es lange trocken, so richtig geregnet hatte es bei mir im Garten seit Mitte Juni bis Mitte vorletzter Woche nicht.
Trotzdem war ich angenehm überrascht, als ich den Garten sah.
Es ist auch nur wenig komplett eingegangen, bzw. wird sich das wahrscheinlich erst rausstellen, einige erst im letzten Herbst gepflanzten Cornus 'Midwinter Fire' haben welkes Laub, scheinen aber noch Leben im Holz zu haben.

Eine interessante Entwicklung zeichnete sich in der Ende Juli gemähten Wiese ab.
Die war natürlich ziemlich braungelb.
Die Gewitterschauer vor zwei Wochen allerdings lockten schon wieder Grün hervor, Foto vom 15. August:

(https://up.picr.de/33630068rl.jpg)

Und dann schnell ganz viel Gelb, Foto vom 21. August:

(https://up.picr.de/33630072ms.jpg)

Ganz viel Lotus corniculatus kam sehr schnell zu einer zweiten Blüte:

(https://up.picr.de/33630160jf.jpg)

Auch andere Wiesenblumen schoben Blüten nach, Knautia arvensis, Silene vulgaris, Galium mollugo, was mich erstaunte und bisher noch nie passiert war, auch Salvia pratensis:

(https://up.picr.de/33630186ba.jpg)

(https://up.picr.de/33637359av.jpg)

(https://up.picr.de/33608661rg.jpg)

Interessant auch ein relativ scharfer Bruch zwischen dem unteren Wiesenteil und dem Teil oben am Feldahorn:

(https://up.picr.de/33630221jc.jpg)

Einerseits gibt es einen kleinen Geländeversprung, der untere Teil liegt etwas tiefer, allerdings auch nur so 30cm, andererseits war das Carré unten lange Gemüsegarten, also gut gedüngt.
Ich frage mich, was den Ausschlag für den Unterschied gab - Nährstoffe oder Feuchtigkeit?

Ansonsten - der Gartenhof sieht zufriedenstellend aus:

(https://up.picr.de/33638264gc.jpg)

Nur ein leicht ausläufernder Cystopteris ist komplett welk geworden, der aber erstens nicht weiter auffällt, weil er unter der Cypripedium steht und zweitens wiederkommt, wenns wieder ein feuchtes Jahr gibt und Athyrium filix-femina 'Victoriae' hat gelitten.

(https://up.picr.de/33561284qv.jpg)

Das kenn ich von Athyrium bei mir, deshalb hab ich da jetzt auch kurzen Prozess gemacht und ihn rausgeworfen und gegen den gerade neuerworbenen Polystichum setiferum 'Bevis' ausgetauscht, der auch von der größe und Üppigkeit her die Stelle besser ausfüllt und passender ist:

(https://up.picr.de/33638270iv.jpg)

(https://up.picr.de/33638326zi.jpg)

Tierische Besucher gab es auch - Suchbild:

(https://up.picr.de/33608657hn.jpg)

Einen merkwürdigen Schaden hat die Leycesteria formosa 'Golden Lanterns' davongetragen, sie ist mit gegossen worden, untenrum sind die Blätter auch völlig intakt, nur der Bereich, der der vollen Mittagssonne - und dazu auch der Hitze über 30°C - ausgesetzt war, ist wie "verbrannt", Gleiches an der Ampelopsis brevipedunculata 'Elegans' am Rankobelisk dahinter:

(https://up.picr.de/33638273kl.jpg)

Die Temperaturen waren die letzten 2 Wochen dann meist unter 30°C und prompt trieb die Leycesteria wieder durch:

(https://up.picr.de/33638275gl.jpg)

Die Schieferplatten habe ich nun auch alle verlegt:

(https://up.picr.de/33634922ws.jpg)

(https://up.picr.de/33634924wp.jpg)

(https://up.picr.de/33634956ux.jpg)

(https://up.picr.de/33634918pa.jpg)

Der Gehölzgarten ist auch soweit ok, nur die Hydrangea aspera 'Macrophylla' hat einige welke Blätter bekommen.
Erstaunt hat mich die Trockenheitsresistenz von Impatiens balfourii, sie sind für mich auch zu einer "Zeigerpflanze" geworden - die, die morgens eher sonnig stehen, lassen nach einiger Zeit der Trockenheit immer in der Zeit die Blätter hängen, wo sie besonnt sind, erholen sich aber im Laufe des Nachmittags im Schatten wieder und sehen dann wieder straff aus.
Wenn sie auch Nachmittags noch leicht schlappen, wird es Zeit, wieder zu gießen.

(https://up.picr.de/33634974sg.jpg)

(https://up.picr.de/33628646js.jpg)

Ich werde wohl das Schneiden der Hecke an eine Galabaufirma vergeben, es sind ja doch ganz schön viele, nur die speziellen Formen hab ich jetzt nochmal geschnitten, das traue ich denen (noch) nicht so so ganz zu  ;D

(https://up.picr.de/33635034tx.jpg)

(https://up.picr.de/33635068la.jpg)

(https://up.picr.de/33635004jz.jpg)

Unterm Feldahorn blühte es von Tag zu Tag mehr auf:

(https://up.picr.de/33628640vl.jpg)

(https://up.picr.de/33628645sz.jpg)

(https://up.picr.de/33628635an.jpg)

(https://up.picr.de/33628642su.jpg)

(https://up.picr.de/33561287kd.jpg)

(https://up.picr.de/33561286nf.jpg)

Ganz oben in der Wiese hat sich durch die Trockenheit ein Valles marineris aufgetan, schon sehr beeindruckend:

(https://up.picr.de/33638658ft.jpg)

(https://up.picr.de/33552192qz.jpg)

(https://up.picr.de/33552189cy.jpg)

(https://up.picr.de/33638661pm.jpg)

Soviel erstmal dazu - über das "Brunnenprojekt" gibts die Tage einen eigenen Eintrag  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 25. August 2018, 18:54:36
Der Schieferplattenweg schaut sehr gut aus! V.a. das Bild mit dem kleinen Häusschen, dem Weg, dem Bambus....schön!
Wie hast du die Platten denn bei dem trockenen Wetter in den Boden (gerammt?) gekriegt?
Die Eibenformen finde ich auch wunderbar. :D
Schön, dass die Cyclamen so gut kommen unterm Feldahorn. Unter meinem Bergahorn gebe ich es nach diesem Sommer schlicht auf, resp. die Herbstalpenveilchen haben aufgegeben scheint mir. Dort wächst was wachsen will, aber nicht was ich will, ich kapituliere, der Grössere hat gewonnen. Vielleicht ist Bergahorn bzgl. Unterpflanzung nochmals schwieriger wie Feldahorn? Obwohl ich das nicht recht glauben kann. Ältere Bäume sind bei mir alle schwierig, aber nur untenrum. ;)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: leonora am 25. August 2018, 19:53:17
Die Schieferplatten habe ich nun auch alle verlegt:

Der Bereich mit den Platten ist sehr schön geworden.  :D Ich hätte die Steine übrigens auch quer verlegt und nicht längs.  ;) Wo gibt es solche schönen Schieferplatten eigentlich zu kaufen?

Vielleicht ist Bergahorn bzgl. Unterpflanzung nochmals schwieriger wie Feldahorn? Obwohl ich das nicht recht glauben kann.

Doch, ich würde das unterschreiben. Ein großer Bergahorn ist schwieriger zu unterpflanzen. Die saugen mit ihrem weitstreichenden oberflächlichen Wurzelwerk extrem viel Wasser, genau dort, wo es von Stauden benötigt würde. Im alten Garten hatte ich einen ausgewachsenen Bergahorn. Darunter wuchs eigentlich nur Efeu und im Frühjahr mit Mühe und Not ein paar Schneeglöckchen. Alles andere hat kapituliert. Unter dem Feldahorn ging mehr.

LG
Leo
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: neo am 25. August 2018, 22:16:20
Dann sollte ich vielleicht hier doch auch irgendwann mal einen Feldhorn pflanzen. ;) Interessant, dass du den direkten Vergleich hast, Leo. Unterm Bergahorn hier auch Efeu (wo wächst der nicht? ;)), Waldmeister und Carex Ice Dance hält sich, dass die Schneeglöckchen bleiben, das hoffe ich doch sehr!
Auf dem Foto von Gartenplaner sieht es auch so aus, dass es bei ihm heller ist unterm Baum. Und vielleicht lässt das kleinere Laub vom Feldahorn auch sanfteren Regen besser durch als das vom Bergahorn. Unter den Bäumen hat es jetzt wirklich lange Zeit nicht geregnet. Werde zukünftig grösseren Abstand zur Stamm-Hoheit halten und staune, dass bei Gartenplaner ein Cyclamen sogar ganz dicht am Stamm gedeiht!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: cydora am 26. August 2018, 21:34:19
Irgendwie hatte ich mal durch's Handy den Anschluss verloren und nun die Updates seit Juni nachzulesen... :D
Ist schon spannend, was bei Dir alles passiert ist. Die Wiese begeistert mich immer wieder, auch wenn Du selbst noch nicht so zufrieden bist - ich finde sie schon sehr vielfältig und das Leben darin ist doch toll!! Dein Garten ist rundum sehr stimmig. Ich bewundere, mit welcher Zielstrebigkeit und Ausdauer Du trotz langer Abwesenheit Deine teils ausgefallenen Ideen verwirklichst und den Park stetig weiterentwickelst.
Den neuen Schieferplattenweg finde ich übrigens auch gelungen. Er passt sehr gut in das Umfeld dort.
Ganz neu und interessant war der Blick von außen. Danke!
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 27. August 2018, 15:05:01
Der Schieferplattenweg schaut sehr gut aus! V.a. das Bild mit dem kleinen Häusschen, dem Weg, dem Bambus....schön!
Wie hast du die Platten denn bei dem trockenen Wetter in den Boden (gerammt?) gekriegt?
...
Ich hatte Glück, an den ersten zwei Tagen meines Aufenthaltes gab es zwei kräftige Schauer, die den Boden schon wieder ganz gut befeuchtet hatten, dadurch war es ebensowenig ein Problem, 300 Crocus speciosus in der Wiese zu versenken wie das Bett für die Platten auszuheben - wobei die Platten eh nur so 3-5cm dick sind und ich drunter nur ein dünnes Sandbett packe (das reicht in meinem Lehmboden aus, dass das alles bombenfest liegt, wenn es erstmal ein bisschen eingeregnet worden ist).

...
Wo gibt es solche schönen Schieferplatten eigentlich zu kaufen?
...

Da sie "modern" sind, könnte man sie inzwischen in größeren, gutsortierten Gartencenter mit einer "Steinabteilung" bekommen, da hab ich sie zum ersten Mal gesehen, gekauft hab ich sie dann aber bei einem Garten- und Landschaftsbauer mit Pflanzen-, Steine- und Dekoverkauf.
Ansonsten bei Natursteinhändlern.

...
Auf dem Foto von Gartenplaner sieht es auch so aus, dass es bei ihm heller ist unterm Baum. Und vielleicht lässt das kleinere Laub vom Feldahorn auch sanfteren Regen besser durch als das vom Bergahorn. Unter den Bäumen hat es jetzt wirklich lange Zeit nicht geregnet. Werde zukünftig grösseren Abstand zur Stamm-Hoheit halten und staune, dass bei Gartenplaner ein Cyclamen sogar ganz dicht am Stamm gedeiht!

Mein Feldahorn hat erst in 3-4m Höhe die ersten Astansätze, weswegen es ein Leiterbalancierakt war, das Seil für den Hängesessel um einen der untersten zu bekommen  ;D
Trotzdem ist er durch die Höhe und das Alter auch so breit, dass nur fleckweise Sonne auf der Südseite des Baumes über die Pflanzfläche wandert.
Aber natürlich ist die Grundhelligkeit höher, als wenn die ersten dichtbelaubten Äste ab 2m kämen.

Als ich anfing, dort zu pflanzen, wuchs noch Wiese eigentlich bis zum Stamm, nur auf der Nordseite, zur Hecke und dem Nachbarzaun hin war ein Flecken komplett leerer Boden.
Der Feldahorn scheint im Alter um den Stamm nur noch wenige Feinwurzeln auszubilden, die befinden sich wahrscheinlich hauptsächlich in dem Bereich des Randes der Baumkrone, auf den Boden projeziert.
Eine meiner Kopfweiden steht nah an diesem Bereich und kommt einfach nicht in die Gänge - ich schiebe es auf die Konkurrenz um Wasser mit den Feldahornwurzeln...
Beim Schneeglöckchenpflanzen stieß ich nur auf die eine oder andere Starkwurzel.
Was den Regen angeht - es ist schon recht trocken direkt unter dem Baum und es braucht auch eine Weile, bis bei Regen der Boden was abbekommt, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass die Krone beim Bergahorn durch die größeren Blätter dichter ist.
Vielleicht gleicht der Lehm auch etwas aus, ebenso die Laubmullauflage, die ich seit 3 Jahren bastele.
2016, als es ab August bis fast Oktober sehr trocken war, schlappte aber auch das Laub der Cyclamen hederifolium, so dass ich wirklich zum ersten Mal dort flächig gegossen habe, aber sie überstanden es soweit gut, auch die Schneeglöckchen kamen üppig das nächste Jahr.
Als ich zwei Cyclamen in Einbuchtungen zwischen zwei Starkwurzeln pflanzte, dachte ich nicht weiter über Wasserversorgung nach - es sah einfach malerisch aus  ;D
Die vom Foto steht seit 2012 und behauptet sich da gut.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: leonora am 27. August 2018, 16:21:12
...
Wo gibt es solche schönen Schieferplatten eigentlich zu kaufen?
...

Da sie "modern" sind, könnte man sie inzwischen in größeren, gutsortierten Gartencenter mit einer "Steinabteilung" bekommen, da hab ich sie zum ersten Mal gesehen, gekauft hab ich sie dann aber bei einem Garten- und Landschaftsbauer mit Pflanzen-, Steine- und Dekoverkauf.
Ansonsten bei Natursteinhändlern.

Danke.  :D Ich notiere, sind "modern". Sieht fast so aus, als hätte ich wieder einen kompletten Modetrend verschlafen. 8) ;)

LG
Leo
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 27. August 2018, 21:00:29
...

(https://up.picr.de/33638661pm.jpg)
...
Dieses Bild leitet schon etwas über, zur Einstimmung nun erstmal I'm going deeper underground



In meinem Gartenhof gibt es einen alten Schachtbrunnen, der früher Vieh und Haushalt mit Trinkwasser versorgte.
Allerdings war dieser Brunnen "verschollen".
Aus Familienerzählungen war bekannt, dass er im Gartenhof sein sollte, aber keiner wußte mehr, wo genau.

Das ließ mir keine Ruhe und eines Sommernachmittags 1990 fing ich einfach mal an, die Splitt-Erdmischung, aufzugraben.
Nach einigem Herumgraben stieß ich in 30-40cm Tiefe auf einen Steinblock, als ich da drumherum weiter grub, stieß ich nach 15cm auf eine durchgehende "Stein"fläche.
Es stellte sich heraus, dass der Steinblock ein umgedrehter großer Rinnstein wie beim Strassenbau war, für mein jugendliches Alter unglaublich schwer, aber ich schaffte es, ihn zu bewegen - und darunter kam ein Loch zum Vorschein.
Und in der Tiefe des Loches schimmerte - Wasser.
Der Steinblock bedeckte eine rechteckige Öffnung von ungefähr 40x50cm in einer anscheinend vor Ort gegossenen großen Betonplatte mit dicken Eisenträgern drin, die die wesentlich größere Brunnenöffnung von ungefähr 1,2m komplett abdeckte.
Das rechteckige Loch war am hinteren Rand der alten runden Brunnenöffnung.
Aus den Familienerzählungen ging auch hervor, dass der Brunnen wohl in den Vierziger- oder Fünfzigerjahren komplett abgedeckt worden war.
Unter der Betonplatte besteht die Brunnenwand aus Trockenmauersteinen, nur grob behauen, bis in eine Tiefe von ungefähr 2m, dann werden die Wände recht glatt, in Gestein geschlagen.
Insgesamt ist der Brunnen um die 4m tief ab Bodenoberfläche.
Damals nutzte ich den Brunnen zum Gießen mit einer einfachen Gardena-Pumpe, die daneben aufgestellt wurde.
Wenn ich mich recht erinnere, konnte ich damit 2-3 Stunden intensiv giessen.
Bei tiefem Wasserstand konnte man auch schemenhaft erkennen, dass auf dem Grund Zeug lag, etwas stangenartiges - ich mutmaßte damals, es wäre das Gestell, an dem früher der Wassereimer hochgezogen worden ist.
Nach gut 2 Tagen hatte damals das Wasser wieder seinen alten Stand im Brunnen erreicht.
Wir mauerten dann die 30cm bis zur Bodenoberfläche mit Betonziegeln hoch und liessen von einem Steinmetz eine nochmal 50cm hohe Brunnenumrandung aus Sandstein hauen, die auf die Betonziegel zu stehen kam.
Darauf kam ein Holzdeckel.

Hier nun mal die Bilder, als erstes der Sandsteinrand oben auf der rechteckigen Öffnung, inzwischen mit Eisenplatte:

(https://up.picr.de/33048657ec.jpg)

Jetzt der Blick in die Tiefe, rechts kann man die Abfolge erkennen - der Sandsteinrand, die Betonziegel und dann die Betonplatte mit Eisenträger, darunter fangen die Bruchsteine an:

(https://up.picr.de/33340674te.jpg)

Der orangene Schlauch war von einem früheren Versuch, eine Pumpe fest anzuschließen, das weiße Rohr war ein Platzhalter, dort habe ich unter Bodenniveau ein Loch durch die Betonziegel gebohrt, um einen Pumpenschlauch unterirdisch vom Brunnen in die daneben liegende Garage führen und dort an die Hauptwasserzapfstelle an der Terrasse anschliessen zu können.

Weiter in die Tiefe:

(https://up.picr.de/33519988dp.jpg)

Der Bereich, der in anstehenden Fels getrieben wurde:

(https://up.picr.de/33519987nk.jpg)

Es war damals mühselig, immer die Pumpe rauszuschleppen, aufzubauen, nach dem Gießen wieder abzubauen, so dass schon damals die Idee entstand, irgendetwas Festeres zu installieren.

Aber ich scheute und drückte mich davor, weil ich überhaupt keine Ahnung hatte, was für eine Pumpe die beste für die Situation wäre - das Grundstück ist 90m lang und hat eine Steigung von 7m, ganz oben wollte ich wenn nur irgend möglich auch gießen können.
Schlußendlich habe ich letztes Jahr in einer Hauruck-Aktion die Gardena Comfort 4000/5E geholt, weil sie einen eingebauten Druckschalter hat, weil sie eine eingebaute Sicherung gegen Trockenlaufen hat.
Das funktioniert bisher auch alles soweit gut.

Aufgrund der aktuellen Trockenzeit, ihrer Dauer, überlegte ich, das Volumen an Wassereserve, welches der Brunnen jetzt bietet, dadurch zu vergrößern, dass ich den Kram und über die Jahrzehnte abgelagerten Schlamm von der Brunnensohle hochhole.
Was den Schlamm angeht, da könnte es mit einem Pump-Spülwagen einer Firma gut klappen, die darauf spezialisiert ist, Kanalrohre freizupusten, Zisternen zu leeren usw.

Letzte Woche hatte ich den Brunnen ziemlich leergepumpt, gleich auch mal die Trockenlaufsicherung der Pumpe getestet  ;D
Da konnte man dann mal besser erkennen, was und wieviel sich im Laufe der Zeit da unten angesammelt hat:

(https://up.picr.de/33637360am.jpg)

Ich gehe davon aus, dass all dieser Kram erstmal raus muss, bevor an ein Abpumpen von Schlamm zu denken ist.
Mit der Schwarmintelligenz der Foren habe ich überlegt, wie man das bewerkstelligen kann, ohne hinabsteigen zu müssen.
Das ist bei Schachtbrunnen nicht ohne Gefahr, können sich doch CO² und Faulgase am Grunde sammeln, die teilweise schwerer als Luft sind und atembare Luft da unten verdrängen.
Zuerst ging es in die Richtung, mit Haken, harpunenartigen Spitzen an die Sache heranzugehen, um zumindest die Bretter aufzuspießen.
Aber auch die Idee eines Teichgreifers von Gardena wurde hier im Forum in den Ring geworfen.
Inzwischen habe ich mir den Teichgreifer zugelegt, ein Auslaufmodell, was man nicht mehr überall zu kaufen bekommt.
Gefunden habe ich ihn dank tatkräftiger Unterstützung aus dem Forum, danke nochmal dafür!

Ich habe dann aber zuerst mal eine alte Gardena-Combisystemhacke mit 3 Spitzen, die ich eh nie brauche, umgemodelt, eine Spitze gerade gebogen, zum Aufspießen, und 2 so gelassen, wie sie waren, um an denen das Brett festklemmen zu können beim Hochziehen.
Den tiefen Wasserstand nutze ich dann auch gleich, um die Frage zu klären, ob meine "Harpune" am Teleskopstiel zu gebrauchen ist.
Die Antwort lautet eher nein, es ist alles zu glitschig einerseits, das Holz an sich im Kern aber noch sehr hart, also kaum durchbohrbar.

Trotzdem endete der erste "Harpuneneinsatz" mit einem "erlegten" Brett, welches ich auch ganz vorsichtig hochgehievt bekam - und einer für mich riesengroßen (winzigen) Überraschung:

(https://up.picr.de/33576786dm.jpg)

Dieser kleine Geselle krebste im Wasserfilm auf dem Brett herum, ich spülte ihn dann mal in ein Glas.
Eine Internetrecherche ergab, dass es sich um einen Höhlenflohkrebs, Niphargus handelt.
Zudem habe ich dabei gelernt, dass das Grundwasser mitsamt dem Boden da unten ein eigenständiges Biotop ist, das Stygal mit seinen Bewohnern, den Stygobionte.
Daß in ausgedehnten, tiefen Höhlen merkwürdige Kreaturen leben wußte ich, ebenso dass es Bakterien im Boden und sogar Fels bis in große Tiefen gibt - aber dass es im doch oftmals recht dichten Gefüge des Bodens noch so "große" Lebewesen gibt, war mir neu.
Man lernt nie aus, sogar oder vielleicht grad im eigenen Garten  :D

Nun bin ich etwas unsicher, wie ich weiter vorgehen soll - will nicht unbedingt den Lebensraum der kleinen Kerlchen mit einem brachialen Pumpwageneinsatz völlig umkrempeln.....
Ich werde wahrscheinlich wohl erstmal versuchen, weiteren "Sperrmüll" nach und nach hochzuholen, ich hoffe, mit dem Teichgreifer klappt das.

Wo wir schonmal bei Brunnen sind, will ich euch den Brunnen auf dem Nachbargrundstück nicht vorenthalten, sowas bekommt man ja nicht unbedingt häufig zu sehen:

(https://up.picr.de/33519990il.jpg)

(https://up.picr.de/33519980su.jpg)

(https://up.picr.de/33519982lz.jpg)

(https://up.picr.de/33519983hq.jpg)

Der ist von geringerem Durchmesser, so um 1m, und auch nicht so tief, 3,3m hab ich mit Seil und Gewicht grob gemessen.

So, das solls erstmal gewesen sein vom Ausflug in die Unterwelt  ;D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: AndreasR am 27. August 2018, 21:45:54
Hui, das ist ja wirklich ein Abenteuer! Wer hätte es gedacht, dass sich in der Schlammbrühe da unten das Leben tummelt? Weiterhin viel Glück mit der Freilegung des Brunnens, schön, dass es mit dem Teichgreifer doch noch geklappt hat. :)
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wild Obst am 27. August 2018, 22:11:29
Nun bin ich etwas unsicher, wie ich weiter vorgehen soll - will nicht unbedingt den Lebensraum der kleinen Kerlchen mit einem brachialen Pumpwageneinsatz völlig umkrempeln.....
Ich werde wahrscheinlich wohl erstmal versuchen, weiteren "Sperrmüll" nach und nach hochzuholen, ich hoffe, mit dem Teichgreifer klappt das.

Erst mal entrümpeln hört sich für mich, wenn es denn klappt, nach einer guten Idee an.

Wegen dem Lebensraum, ja sicher ist es für die "Kerlchen" im Brunnen tragisch und wahrscheinlich auch tödlich, wenn sie mit dem Schlamm abgepumpt werden. ABER, die sind auch nicht vom Himmel gefallen, sondern vermutlich aus dem angrenzenden Grundwasser eingewandert und dein "geputzter Brunnen wäre sicherlich auch bald wieder besiedelt. Zumindest solange du nichts anderes machen lässt, als den Schlamm abzupumpen und keine sonstigen Veränderungen vornimmst.
Teiche müssen zB. auch regelmäßig entkrautet/entschlämmt werden, weil sie sonst verlanden und trotzdem sind sie kurz nach diesen Eingriffen wieder voller Leben.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. August 2018, 17:53:12
...schön, dass es mit dem Teichgreifer doch noch geklappt hat. :)
Danke nochmal vielmals für den Hinweis!!!

@Wild Obst:
Ja, rational betrachtet hast du recht.
Ich will ja nur mehr "Reservevolumen" für das Wasser haben, dafür wär es eben sinnvoll, wenn wieder die volle Tiefe verfügbar wäre, die der Brunnen mal hatte, bevor sich über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte Sediment abgelagert hat.
Das Wasser braucht für meine Zwecke nicht "steril" zu sein.
Beim nächsten Besuch sehe ich da weiter.


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Wild Obst am 28. August 2018, 18:46:10
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Höhlenkrebse einen (Schmutzwasser)pumpendurchgang überleben, zumindest würde ich denen Chancen einräumen. Kleine Fische überleben teilweise auch Wasserkraftanlagenturbinen. Wenn man das Wasser-Schlamm-Gemisch in einen größeren Tank oder ein Becken pumpt und sich absetzen lässt, müsste man die überlebenden Tierchen abfischen und in den Brunnenschacht zurückbringen können.
Titel: Re: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
Beitrag von: Gartenplaner am 28. August 2018, 19:32:36
Hm, daran hab ich noch gar nicht gedacht.
Für das Schlamm-Wassergemisch hab ich aber einfach keinen genügend großen Auffangbehälter.
Zudem wollte ich es ja von einem Spül-Pumpwagen machen lassen, da ich keine Schmutzwasserpumpe habe (was man ja allerdings ändern könnte, kosten ja nicht so viel)....

Wobei, vielleicht leben die Meisten ja auf/in den Brettern?
So als Fresser organischen Detritus, der ja wahrs