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Pflanzenwelt => Rosarium => Thema gestartet von: rosenschule am 18. Januar 2011, 22:31:53
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In einem momentanen Beitrag wurden schon "Rosenquäler" angesprochen: Ich gehör auch dazu! Gerade kletterosen kann man wunderbar in die fast beliebigsten Formen bringen, wenn man ein paar Grundregeln beachtet:
1. (Kletter)Rosen wachsen meist wie Brombeeren: die einjährigen Langtriebe bringen im 2. Jahr die meisten Blüten. Wenn man davon genug hat kann man im extremfall alle mehrjährigen abschneiden.
2. je waagerechter diese triebe stehen, desto eher blühen Sie auf ganzer Länge, je sekrechter Sie stehen, desto eher treiben Sie nur an der Spitze aus und bleiben unten kahl. Also waagerecht oder nur sanft ansteigend anbinden.
3. je mehr Triebe man auf eine Ebene bringt, desto mehr Blüten sind an dieser Stelle. Lieber Triebe dicht zusammenbindenals alles zu weit verteilen, dann blühts üppiger und der Strauch hat Halt und wackelt nicht mehr im Wind.
Hier mal Beispiele:
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Hier mal eine Serie wie ich unseren Raubritter immer über ein Sansteinkapellchen flechte:
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auslichten:
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Langtriebe flach binden:
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so siht es vorm binden aus:
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und so nach dem binden:
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und so blühts dann:
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Sehr sympathisch, Rosenschule! 8)
Ich bin die Rosenquälerin. :o ;D
Habe das mal so ähnlich in Sangerhausen vor einigen Jahren gesehen, seither gebe ich vielen Kletterrosen einen Pfosten und quäle sie ringsum. Leider brauchen manche, wie bei Dir schön zu sehen, ein Dreibein.
Alexandre Girault z.B.
Wunderbar sieht das Blumenbild zuunterst aus!
Könntest Du das noch ein bischen näher fotographieren? Ich sehe da die Details nicht so genau.
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ja, und bitte größere fotos. ich kann trotz lupe nicht genau sehen, wie das gemacht wird.
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auch in Bahlingen und im Landhaus Ettenbühl werden viele Kletterer gewickelt. Schön finde ich es nicht, wenn dann die Langtriebe herausstehen wie Pippi-Langstrumpf-Zöpfe, wenn es so ordentlich sprießt, oft nach August. Aber wenn die Säule etwas homogener aussieht ist es super, wie oben gesagt, einen Haufen Blüten auf einem Haufen und wenig Platzbedarf. Fächerförmig finde ich aber meist schöner, aber klar, da braucht man eine Wand oder ähnliches.
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ja, und bitte größere fotos. ich kann trotz lupe nicht genau sehen, wie das gemacht wird.
Der Bitte schließe ich mich an :).
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wo gibt es hier bilder?
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Sorry mit den kleinen Bildern, aber wenn ich Sie nicht so extrem verkleinere lassen die sich nicht hochladen. probiere es hier noch mal mit Bildern von meiner Version des Englischen "Pegging" :
Bei Mrs John Laing biege ich die Langtriebe einfach waagerecht über den Boden. Bild 1 vor dem Schnitt:
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Bild 2: nur noch einjährige Langtriebe gelassen:
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Bild 3: waagerecht gebunden (mit Edelstahlstäben festgehakt)
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Bild 3: waagerecht gebunden (mit Edelstahlstäben festgehakt)
jetzt aber:
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rosenschule, es ist sehr schade, daß die fotos so klein sind. mich interessiert das thema sehr.
vielleicht kann jemand helfen?
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übrigens macht es gar nichts aus wenn man mal triebe direkt zusammenbindet, wenn man die fest bindet scheuern die auch nicht mehr aneinander, und einschnüren tut der Rebenbindedraht eh kaum, der verrostet vorher. Bis der trieb geschädigt ist ist er eh vergreist und wird schon durch einen neuen Jungtrieb ersetzt!
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Hier noch mal ein Vergleich: Links eine zur Kuppel gebundene Topfrose, rechts die normal geschnittene, die auseinanderfällt.
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Man muss nur näher ran gehen mit der Kamera.
Allerdings warum das Bild beim Oeffnen nicht grösser wird, verstehe ich auch nicht.
Beim zweitletzten Bild sieht man die Details sehr gut.
Wie ist das denn genau gemacht, beim letzten Bild, die Kuppelrose?
Das könnte man doch auch bei herumfliegenden oder -fallenden Gallicas, oder so, machen?
Zeigst Du noch ein paar Bilder darüber von Nahem?
Vielen Dank für die anschaulichen Beispiel.
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rosenschule, ich denke Du müsstest vielleicht mal in Deinem Bildbearbeitungsprogramm die Komprimierung ändern. Jpg-Bildformat kann viel oder weniger komprimieren. Im Internet, hier wo die 80 KB Bildgröße nicht überschritten werden dürfen, ist es schon eher gut, ein größeres Bild mehr zu komprimieren, statt ein Minibild unkomprimiert hochzuladen. Daß ein Laie Bilddetails schlecht erkennen kann, daß es pixelig aussieht, ist erst bei der allerextremsten Komprimierung der Fall und hängt auch vom Motiv ab. Vielleicht hilft es, wenn Du Deine Bilder in einem anderen Programm, das andere Komprimierungseinstellungen hat, nochmal öffnest und neu abspeicherst, falls Du es sonst nicht hinkriegst.
Toitoitoi... :D
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Falls dir PN noch nicht so vertraut sind, schreibe ich's hier rein: ich habe dir eine Möglichkeit für größere Bilder als PN geschrieben. Auf den kleinen erkennt man leider nix.
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Ich bräucht sie auch größer :)
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Tut mir echt sorry, mit den kleinen Bildern, habe zwei Tipps gekriegt, wie es besser gehen könnte, leider keine Zeit mehr zum probieren, weil wir schon so gut wie auf dem Weg nach Berlin sind, mit einem Anhänger voll Rosenmarmeladen und Rosensirup um auf der Grünen Woche am Bioland-Stand auszustellen.
@ Freiburgbalkon: kann sein, ich habe bewußt meine JPG- Komprimierung auf der höchsten Stufe, da ich die Bilder in guter Qualität für kataloge und Vorträge brauche, deshalb mußte ich stark verkleinern um unter die 80KB zu kommen, an sich sind die Bilder brauchbar!
Hier noch ein letztes Minibild wegen der Zur Kuppel gebundenen Topfrose: einfach die Triebe gegeneinander biegen und über Kreuz zu eine Kuppel binden: Ohne Hilfsbogen! Bei größeren Rosen sind natürlich Bogen aus Weidenruten Manchmal Hilfreich
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Toi, toi, toi in Berlin.
Bin schon gespannt auf die Fotos danach. :)
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ja, aber bitte größer :D
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Klasse, diese Bindetechnik!
Ich freu mich schon drauf, dass meine Rambler groß genug sind, um sie zu binden.
In Sangerhausen haben sie eine Excelsa ganz ähnlich über einen Felsen geschlungen. Leider habe ich sie noch nie voll blühend gesehen, bin bisher immer zu früh oder zu spät dort gewesen.
Dieses Bild hatte im Original ca 700 kb. Wenn ich Bilder mit etwa 3 mb komprimiere werden sie viel kleiner.
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Ich hab' natürlich auch mit der Nase am Bildschirm gehangen, um möglichst viel erkennen zu können. ;)
Ja, größer wäre schön, aber ich habe doch schon viel mitnehmen können. Danke für's Einstellen. Ich werde mal versuchen etwas nachzumachen und Schere sowie Binder gleichzeitig einzusetzen.
Viel Erfolg in Berlin.
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Danke, Rosenschule.
Jetzt würde ich nur noch gern so eine Rosenkupplerin blühend sehen.
So ähnlich habe ich es mit der Complicata gemacht.
Die fiel auch immer auseinander.
Seit ich ein Bindegerät habe, laufe ich mit ihr in der Vegetationszeit öfter mal schnell durch den Garten und binde alle herunter- oder in den Weg händenden Aeste zurück. Das geht ruckzuck.
Die langen Triebe der Complicata, von gegen 2,5 m, die alle den kleinen Weg davor vermachten, band ich einfach kreuz und quer und übers Kreuz zusammen. Sie formten dann ein Dach über dem Weg.
So sah der ganze Strauch sehr kompakt aus:
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Marcir, was ist ein Bindegerät? ???
Wenn deine Complicata 2,5m m Triebe hat, dann wäre die Kuppelmethode sicher auch etwas für meine Stanwell Perpetual, die letztes Jahr die ersten längeren Triebe gemacht hat, die in alle Richtungen gakeln (und die Blüten v.a. zu den Nachbarn hängen :P ).
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Hier noch Schneewittchen Clg. in Wickeltechnik an einem Pfahl.
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Marcir, was ist ein Bindegerät? ???
Wenn deine Complicata 2,5m m Triebe hat, dann wäre die Kuppelmethode sicher auch etwas für meine Stanwell Perpetual, die letztes Jahr die ersten längeren Triebe gemacht hat, die in alle Richtungen gakeln (und die Blüten v.a. zu den Nachbarn hängen :P ).
Mache dann später ein Foto davon.
Das ist eine kleine Maschine, die in den Blumengeschäften gebraucht wird, z.B. um Clematis an Stäben zu befestigen. Seit ich das habe, hat sich meine Arbeitszeit enorm verkürzt für die einzelne Rose.
Aber sicher, Ulig. das könntest Du so machen. Eine sehr gute Technik. Rosenschule sei Dank! Bei mir steht sie ja auch nahe am Zaun, da sollte auch nichts rübergakeln!
Ich werde also dieses Jahr die Kuppeldachmethode anwenden. 8)
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Vielleicht ist diese Methode auch was für die Climbing Elfe ???. Ich lasse sie bisher nur hoch wachsen und sie hat nicht besonders üppig geblüht. Gepflanzt im August 2009, ich hatte mehr erwartet, aber es kann sicher sein, dass sie auch bischen Anlaufzeit braucht. Bisher musste ich nicht viel schneiden.
L.G.
Gänselieschen
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Marcir, dein Gerät kann sicher etwas besseres, als die Plastikbändchen, mit denen meine Clematis immer an ihren Stöcken befestigt sind?! Da würden die Rosen im Wind nur drüber lachen und hätten ruck-zuck ihre Freiheit wieder.
Gänselieschen, dünge deine Elfe im Frühjahr, und wässere sie ordentlich, wenn es im Sommer lange trocken sein sollte und dann:
Geduuuuld! ::)
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Ulig
Moment, es gibt da einen Unterschied.
Das Bindegerät ist nur für dünne Zweige gedacht.
Das Gröbere binde ich nach wie vor mit den üblichen Materiealien an. Sowieso die Wickeltechnick geht nur mit stärkerem Geschütz. ;)
Aber hier das Gerät:
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Und welche sind bei dir die üblichen Materialien?
Ich nehme bisher zum befestigen Klettband, oder ummantelten Draht oder diesen geflügelten Draht, oder eine Kombination der genannten.
In Sangerhausen nehmen sie im Frühjahr, wenn sie die Rosen nach dem Schnitt wieder an den Pfosten festbinden junge Weidenruten. Selbst angebaut, billig, kompostierbar.
Den Neuaustrieb binden sie im Lauf des Sommers mit ??? vergessen, irgendwas käufliches, Draht oder Band fest.
Ich habe im Garten eine orangetriebige Korkenzieher-Weide. Deren junge Triebe sind auch ganz biegsam. Mit denen möchte ich es dann auch versuchen, wenn meine groß genug sind zum binden.
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Das ist dann sicher eine Lockenweide :D
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Diese hier ist es, Salix erythroflexuosa:
http://www.derkleinegarten.de/800_lexikon/803_gehoelze/salix_erythroflexuosa_lockenweide.htm
Wächst wirklich nicht so stark wie die andere mit starren olivgrünen Trieben. Trotzdem gibt es genug auszuschneiden, seilich und untenrum, das zum Binden verwendet werden kann. :)
Schöner Name, Lockenweide, passt besser als Korkenzieher! ::)
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Super-Idee :D
So eine "Lockenweide" habe ich auch, da ist immer was zu schneiden.
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Das ist natürlich die beste Art fürs Binden. Leider habe ich erst eine kleine Weide, die noch nicht so viel her gibt, und dazu noch starre Triebe hat.
Das normale Bindematerial besteht aus verschiedenen Drähten mit Plastic drumherum. Aber auch alte Innenveloschläuche, die ich in Rädli schneide und sie zusammenknüpfe. Dann so Gummiröhrchen, die extra fürs Zusammenbinden von Rosen gemacht sind, da kann man gleich 100 m davon an einer Rolle mitnehmen. Und sie immer wieder verwenden. Auch verschieden dicke Schnüre.
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Ausgediente Nylonstrümpfe sind zwar nicht ser dekorativ, sind aber gut zum Anbinden dickerer Triebe. :D
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Ausgediente Nylonstrümpfe sind zwar nicht ser dekorativ, sind aber gut zum Anbinden dickerer Triebe. :D
Ja, genau, hihi! Die sieht man später nicht mehr.
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marcir, hast du ein foto von deiner climbing schneewittchen im winter, also ohne laub?
kann man das mit schneewittchen "ohne climbing" auch machen?
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Für die dünneren Triebe benutze ich mit Papier umwickelten Draht, der bereits vorgeschnitten ist. Der hält mindestens eine Saison, ich kann ihn anschließend einfach abschneiden, fallen lassen und er vergeht im feuchten Boden innerhalb kurzer Zeit. Ich mag in meinem Garten kein grünes Plastik, obwohl es zugegebenerweise sehr praktisch ist.
Dorothea
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Ich habe im Garten eine orangetriebige Korkenzieher-Weide. Deren junge Triebe sind auch ganz biegsam. Mit denen möchte ich es dann auch versuchen, wenn meine groß genug sind zum binden
So einen Korkenzieher (allerdings Haselnuss) der dünne als auch dicke Triebe hat, hab ich auch im Garten. Irgendwie kann ich mir das mit dem Binden nicht richtig vorstellen ??? Wie wird das ganze denn befestigt ?
Bisher hab ich die grünen Rollen mit Bindeband oder Paketseil verwendet. Alles nicht die ideale Lösung ::)
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marcir, hast du ein foto von deiner climbing schneewittchen im winter, also ohne laub?
kann man das mit schneewittchen "ohne climbing" auch machen?
Gut, gut, scheuche mich nur nochmals in diese bittere Kälte hinaus! ::) ;D
Wie meinst Du das, mit dem normalen Schneewittchen? Ist die bei Dir dann so gross?
Für hohe Sträucher nehme ich einen Pfahl und binde sie locker daran an. Einfach einmal rundherum um den Strauch, sie fallen dann weniger auseinander. Die Schnur sieht man später auch nicht mehr.
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marcir, nein, so hoch ist sie nicht. aber heuer werde ich ordentlich düngen. sie wächst irgendwie staksig und verholzt nicht. ich denke, ich werde sie wirklich zusammenbinden müssen.
(eine heiße hühnersuppe habe ich, während du draußen warst, dir auf den tisch gestellt. danke für deine mühe)
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marcir, nein, so hoch ist sie nicht. aber heuer werde ich ordentlich düngen. sie wächst irgendwie staksig und verholzt nicht. ich denke, ich werde sie wirklich zusammenbinden müssen.
(eine heiße hühnersuppe habe ich, während du draußen warst, dir auf den tisch gestellt. danke für deine mühe)
Fröstel, oh! Genau richtig, danke, Hühnersuppe! mhm 8)
Und hier Amédée de Langlois, der gegen 1,8 cm hoch wurde, anstatt 1,2m.
So lag er im Beet, der eine Trieb. Ein Pfahl und zusammen gebunden. Mal sehen, wie er sich weiter enwickelt. Vielleicht wird das auch ein Kletterer. Dann werde ich ihm ebenfalls einen Pfosten geben. Da er so schön lange und gerade Triebe macht, sollte es sicher gehen, ihn auch etwas um den Pfosten zu bringen. Mal sehen.
Mhhhmmmm, Bild kam nicht mit! ::)
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Hier:
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Schneewittchen
Hier sieht man recht viel frisches Holz, im Laufe des letzten Jahres aufgebaut. Das binde ich dann einfach während der Wachstumszeit zusammen, das es kreuz und quer in der Gegend herumhängt. Im Frühling schneide ich es dann aus dann im Frühling auszuschneiden und binde es neu um den Pfosten.
Ich glaube mein Hirn ist etwas angefroren, schon wieder bleibt das Bild weg! ???
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Schneewittchen
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Paul Noël
noch einmal von nahem. Hier sieht man verschieden alte Triebe. Leider hatte es letztes Jahr nicht mehr gereicht um die Triebe neu zuwickeln, so sind mir auch einige geknickt und abgebrochen, weil sie z.T. breits etwas verholzt waren. Nächstes Jahr kann ich dann ev. einen der ältesten herausschneiden und die jungen frisch wickeln.
Sowieso sieht man im Sommer nichts mehr von dieser Technik.
Das sollte man halt wirklich machen, solange die jungen Triebe noch grün sind.
Einer scheint mir da entwischt zu sein, rechts.
So, den Rest kann ich dann in einer Abfolge im Herbst oder so hintereinander machen.
Dann kann man die Entwicklung verfolgen.
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Danke für die Informationen :)
Hier könnt Ihr schon mal Knoten üben ;)
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Danke für die Informationen :)
Hier könnt Ihr schon mal Knoten üben ;)
Ganz 8) ! Danke!
Bin schon am üben, den Festmacherknoten! ;D
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Ich habe heute schon mal geübt.
Rosa hugonis am Pfosten festgezurrt.
Die dünnen, peitschenartigen Weidentriebe lassen sich gut knoten. Sie rutschen aber bei einfachem Knoten, mehrfach umeinanderwickeln, dann hält's. :)
Die Knotentafel habe ich allerdings erst jetzt gesehen! ;D
Den Webeleinsteg musste man mal ausprobieren!
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Und ein Bündel GdF-Triebe aus dem Weg gebunden.
Mal sehen, wie lange das dem Wind standhält. 8)
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Und hier noch Bilder aus Sangerhausen:
Die Excelsa aus Antwort 26 im april des gleichen Jahres.
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Und hier sieht man die enge Binde aus Weide (im Frühling des Vorjahres nach dem Schnitt angelegt)
und der neue Jahresaustrieb mit dem breiten Band gebändigt.
Das war im April, vor dem Schnitt und erneutem festbinden.
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Und hier sieht man - leider nicht sehr gut, wie die Weidenruten gebunden sind.
Sie sind wohl kräftiger als meine roten Locken.
Sie werden auch sehr fest gebunden. Der Saftstau soll dazu beitragen, dass die Pflanzen über die ganze Länge blühen.
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Hallo, Marcir,
für Fälle, wie du sie in #48 ff. gezeigt hast, benutze ich am liebsten Vlies-Baumbinder (leider schlechtes Bild, ich mache die Tage mal im Garten ein besseres). Er fällt wegen seiner mattgraugrünen Farbe kaum auf, wenn die Pflanzen im Laub stehen.
Ist nicht "öko". Aber dafür lässt er sich wieder und wieder verwenden. Er ist haltbar, aber weich, schneidet daher nicht ein; er gibt bei Spannung/ Druck sogar nach (Nachteil: Man muss gelegentlich nachziehen - dann hat man aber gleich wieder ein Stück Band frei, in das man nachgewachsene Triebe schnüren kann). Und noch ein Vorteil: Das Zeug ist billig :).
Den Rebenbindedraht, den Rosenschule eingangs erwähnt hat, finde ich für dünne Triebe auch sehr praktisch. Aber wo Last und/ oder Wind draufliegt, scheuert sich schon mal Rinde dran auf. Und soo schnell verrottet die Drahtkordel denn doch nicht - wenn man nicht regelmäßig dazu kommt, die Bindungen zu überprüfen, kann es Einschnürungen geben.
Wickeltechniken, wie sie hier gezeigt werden, minimieren natürlich all diese Problemchen. Bisher habe ich nur halbherzig gewickelt; ich werde jetzt mal konsequenter drangehen :).
Schöne Grüße
Querkopf
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fördert so enges wickeln und binden denn nicht das entstehen von rosenkrankheiten? die blätter trocknen doch nach einem regen nicht so schnell ab.
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Vanessa, genau das habe ich mich auch schon gefragt.
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Was wollt ihr? Es gibt keine "sterile" Rosen! ;)
Als einzigen etwas schwierigeren Wickelkanditat, hat sich Gribaldo gezeigt. Der steht schon Ende Sommer ohne Blätter da. Ob er ungewickelt weniger anfällig ist, kann ich nicht sagen.
Schneewittchen Clg., hat auch etwas Sternrusstau. War aber auch als Strauch bei mir immer voll.
Da die Rosen erst 3 Jahre dort stehen, Schneewittchen aber von Anfang an SRTaute, sehe ich da nicht einen wirklich echten Zusammenhang. Vor allem aber auch, da sie ja in den ersten beiden Jahren noch nicht volltriebig und dick dastand.
Im Gegenteil, ich meinte beobachtet zu haben, dass sie letztes Jahr etwas weniger SRT hatte. Aber ich werde das weiter beobachten.
Alle anderen haben nichts, oder nur ganz geringfügig.
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:P ;)
Schon klar, aber ich denke da z. B. an mein Schneewittchen
- zugegeben, die ist sowieso SRT-verschrien - In ihrem Pflanzjahr bekam sie gakelige Triebe in alle Richtungen, sodass ich sie in einen Obelisken sperrte. Ratzfatz hatte sie SRT. Den Obelisken habe ich wieder entfernt, jetzt dauert es wesentlich länger, bis die ersten schwarzen Flecken erscheinen.
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:P ;)
Schon klar, aber ich denke da z. B. an mein Schneewittchen
- zugegeben, die ist sowieso SRT-verschrien - In ihrem Pflanzjahr bekam sie gakelige Triebe in alle Richtungen, sodass ich sie in einen Obelisken sperrte. Ratzfatz hatte sie SRT. Den Obelisken habe ich wieder entfernt, jetzt dauert es wesentlich länger, bis die ersten schwarzen Flecken erscheinen.
Tja, meine Änderung oben! ;D
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Climbing Iceberg/schneewittchen im Hausgartenwächst in einer Tanne (und durch diverse andere Pflanzen) und hat in manchen Jahren SRT, in anderen kaum oder gar nicht. Das ist m.E. in erster Linie witterungsabhängig.
Die Rambler am Laubengang im Park sind schon aus Notwehr ( sonst kommt man nicht mehr durch) mit allem, was greifbar ist (notfalls Schnürsenkeln :-X) brutalstmöglich zusammen- und durcheinandergewickelt und verschnürt.
Manche Langtriebe sind daher über viele Meter und durch mehrere Nachbarpflanzen "durch den Draht" gesteckt.
Andernfalls hätten sie abgeschnitten werden müssen. Das versuche ich schon deshalb zu vermeiden, weil sonst unterhalb der Schnittstelle gleich mehrere Nebentriebe entstehen ( die dann auch ständig zurückgeschnitten und/oder entfernt werden müßten).
Klar haben da m Saisonende auch einige (vorübergehend) SRT, aber was soll´s? - Hauptsache, man kommt noch/wieder einigermaßen durch: Was nützt ein Laubengang, der nur noch kriechend und unter Gefahr für Leib und Klamotten passierbar ist?
Für die folgende Saison hat Marcir so ein "Schnell-Binde-Gerät" spendiert :D :-* Und ich freu mich schon sehr darauf, die Wuchermonster damit wesentlich schneller und einfacher bändigen zu können :)
Bisher kostete das mindestens einmal in der Woche mindestens zwei bis drei Stunden Zeit...
Früher gab´s mal die Theorie, daß Triebe, die bei Frost in direktem Kontakt mit Eisen stehen, an den Kontaktstellen Erfrierungen davon tragen. - Stimmt nicht! Deshalb braucht man also keine Sorgen zu haben :)
Die wichtigste Sorge, mit der man sich bei Rambler m.E. beschäftigen muß ist die, wie man sie (auch mittel- und langfristig) mit vertretbarem Zeit- und Kraftaufwand in Schach halten kann...Alles, was dabei hilft, ist also erstmal gut ;)
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Für die sichere Befestigung, demnächst in diesem Theater: Kabelbinder
Gibt's nicht immer in grün!
LG SP
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Hallo, Spatenpauli,
bei Plastik fällt Schwarz draußen weniger auf als das - oft knallige - Grün ;).
Schöne Grüße
Querkopf
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Halten aber nur ungefähr eine Saison - werden spröde ;)
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Halten aber nur ungefähr eine Saison - werden spröde ;)
Müssen die länger halten?
Für dünnere Aeste sicher sogar ideal, wenn sie sich selber entsorgen! Oder liegen sie dann im ganzen Garten herum?
Meine schwarzen Röhrenplastikschnüre bind ich wie einen Schnürsenkel, ziehe ihn wieder auf und an, oder er kommt weg, im nächsten Jahr. Den kann ich zigmal verwenden. Habe immer einen alten Einkaufskorb dabei, worin ich die übrigen abgenommen Röhrchenschnüre schmeisse um sie bei der nächsten Rose wieder zu verwenden.
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Bei mir haben sich die Kabelbinder nicht in Luft aufgelöst, die Teile konnte ich überall einsammeln.
Naturmaterial (Weide) oder wiederverwendbares Material wie Deine Röhrchen ist bestimmt die bessere Lösung.
Ich habe gerade noch mal GG gefragt: Es waren zwei Jahre, nicht nur eines.
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Vielen Dank für die vielen Fotos und ich hoffe sehr, dass wir die ersten Bilder nochmal größer zu sehen bekommen.
Finde das Thema sehr spannend :D
Was mich ein bisserl gewundert hat ist, dass die Excelsa weiter oben ziemlich radikal auf die Langtriebe zurechtgeschnitten wurde. ??? Muß man keine Nebentriebe stehen lassen
Ich hab die Excelsa nämlich auch hier stehen und kämpfe ein bisserl mit der richtigen Schnitttechnik. ::)
Das mit dem Wickeln hab ich letztes Jahr nach Muster des letzten Pillar-Links unten auch mal versucht. Noch kann ich aber nicht so viel dazu sagen.
Vielleicht auch interessant, wers noch nicht kennt:
http://www.gartenfernsehen.de/filme/rosenschnitt-teil-3-eine-kletterrose
und
How To Pillar A Rose
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Danke für die Links, Iceflower!
Beim 1. sieht man auch gut, wie die Weidenruten gebunden werden.
Nur, was ich nicht verstehe, ist, warum er generell alle Triebe auf einer Höhe abschneidet. Wenn sie gesund können sie je nach Bedarf auch dranbleiben.
"How to pillar a rose" ist auch sehr anschaulich! :)
Der Teufel steckt wieder Mal im Detail: "You put the post in" 8) :P wie ich das so dicht an der rose hinkriegen soll, dass es auch die Herbststürme aushält ... :-\
Bei der Excelsa aus SGH sind schon Seitentriebstummel dran (auf meinem nicht verkleinerten Originalbild besser zu erkennen), zum Teil handelt es sich sicher auch um noch unverzweigte Vorjahrestriebe.
In Antwort 26 (Seite 2) siehst du die gleiche Rose im Juni, leider kurz vor der Blüte: lauter Seitentriebe mit unzähligen Knospen dran! ::)
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Unten im Begleittext des Videos bei Gartenfernsehen steht dazu:
Die Kletterrose wird jährlich auf 1,80 m zurückgestutzt. ...
Das hat hier gestalterische Gründe. Im Umfeld der Kletterrose stehen viele kleinere Strauch- und Beetrosen. Die spielen ihre Musik im Bereich von 1 - 1,5 m Höhe. Dazu sollen die Kletterrosen dann ein klar abgegliedertes Gegengewicht bilden, mit Trieb- und Blütenschwerpunkt bei 2 - 3 m Höhe.
Sicher kann man das bei sich zu Hause, je nachdem worauf man raus will, ganz anders machen. :)
Weidenruten als Bindematerial find ich sehr schön. Aber woher nehmen? Meine Weide hab ich entsorgt ::)
Ich nutze diesen elastischen Rosenbinde - äh Draht ists ja keiner ??? Vorteil davon ist, man kann zum Nachbinden aufknoten und wieder zu machen.
Auch im Video der Pillar-Rose(nochmal anderer Link, da nach unten scrollen)
gibts weitere Infos:
I use a post hole digger which only digs a hole the width you need. I dig it as close to the rose s I can get. Start by sort of probing with the post hold digger and you should be able to work around the larger roots of the rose. Plus since you are trimming so much of the laterals off you are reducing the size of the rose above ground so some missing root shouldn't matter.
Ich glaub, so einen Erdbohrer brauch ich auch noch...
Danke nochmal für die Excelsainfo. Meine werd ich heuer nochmal genauer beobachten. Sie steht bei mir an einem Pfosten direkt an der Terrasse (Balkonträger) und die Neutriebe hab ich letztes Frühjahr mal unten rumgewickelt. Heuer gehts dann weiter, denn im Sommer ist das schwierig, da da noch eine Clematis drin wohnt.
Die Hauptblüte ist trotzdem in der oberen Etage.
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Erdbohrer geht nur bei nur Humus und kaum Steine.
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fördert so enges wickeln und binden denn nicht das entstehen von rosenkrankheiten? die blätter trocknen doch nach einem regen nicht so schnell ab.
das stimmt theoretisch schon, praktisch ist es dann aber so, daß nur die alten Triebe eng stehen. Die Neutriebe, welche daraus dann entstehen wachsen dann sozusagen alle auf eine Ebene und obwohl sie dicht stehen trocknen sie dadurch schnell ab. Allemal schneller als ein ungleichmäßieger Strauch. Gewollt ist ja auch der Effekt, dass alle Blüten in eine Ebene stehen.
Noch kurz zum Bindematerial: Wir nehmen seit Betriebsgründung 1930 immer noch dasselbe: den alten papierummantelten unverzinkten Draht. (Rebenbindedraht) der löst sich auch nach 1-2 Jahren auf, was auch gewollt ist damit er nicht einschnürt. Dann ist er aber praktischerweise selbstkompostierend. Zudem sind die fertigen 20cm langen Stücke einfach praktisch, um diese jahreszeit hab ich immer welche in der Hosentasche, zudem geht es extrem schnell beim binden: kein Knoten, einfach nur zusammendräteln. Die Bindegeräte liegen im Schrank und rosten...
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Nur noch mal kurz sorry, aber der Saisonanfang drohtt uns schon, und der Ladenumbau ist noch voll im gange: Kurzum ich schaffe es sicher nicht mehr mich mit der Bildhochladerei auseinanderzusetzen.
Der nächste Winter kommt aber bestimmt, vorher muß ich mich um die Schnittkurse hier kümmern, da ist das für den der kommen kann auch live zu erleben!
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Angeregt durch diesen Thread habe ich mich auf die Socken gemacht und mir das ganze heute mal live im Schnittkurs zeigen lassen. Es war ein sehr lehrreicher, kurzweiliger Tag. Vielen Dank dafür! :D