garten-pur
Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: sarastro am 05. Februar 2011, 14:35:32
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Seit langem bin ich großer Anhänger der Jugendstilepoche, die ja ungefähr vor 110 Jahren zwischen 1900 und 1920 stattfand. Während es in Wien, Prag, Riga, Palma, Barcelona etc. wunderbare, diese Stilrichtung prägende Gebäude zu bewundern gibt, interessiert mich vor allem, ob sich damals schon im Garten außer in den Ornamenten diese Richtung auch in der Pflanzenverwendung niederschlug.
Die einzige Staudenverwenderin, die man ungefähr dem Jugendstil zuschlagen kann, wäre Gertrude Jekyll. Aber auf dem Kontinent? Ich suche nach Literatur, es gibt außer einem Artikel in der GP, der einige Gärten in Deutschland vorstellt, wohl kaum etwas. Kennt wer irgend etwas Spezielles in Richtung Jugenstil-Gartengestaltung und deren Pflanzen?
Oder könnte man jegliche natürliche Staudenverwendung überhaupt als nachempfundener Jugendstil bezeichnet werden?
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Interessant. Da habe ich vor langer Zeit einmal ein Museum in Frankreich besucht, wo war das... ???
Ich kann mich da nur noch an die kurvenreichen Pflanzendarstellungen erinnern. Ich glaube, die Calla war da auch modern, und Rosen und Pfingstrosen.
Der Link hier ist auch interessant. Da wird auch Gertrude Jekyll erwähnt, und Monet. Scheint Kapuzinerkresse da nicht auch jugendstiltauglich. ;)
Interessantes Zitat: Die Ideen von W. Lange, G. Jekyll, Auguste Delaherche oder C. Monet hatten trotz verschiedener Stilausprägungen eine Gemeinsamkeit. Ihre Gärten besaßen ein strenges architektonisches Grundraster, in dem sich die Natürlichkeit der angeordneten Pflanzen üppig ausleben konnte - es herrschte eine "ordentliche Unordnung".
Demnach reicht also nicht ein natürliche Staudenverwendung - es muß Ordnung in der Natur sein. ;)
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Mir fällt dazu die Villa Wachholtz in Neumünster ein. Der Garten wurde angeblich ziemlich orginalgetreu restauriert. Ob man von einem Jugendstil-Garten sprechen kann, kann ich leider nicht beurteilen aber das Gebäude ist dem Jugendstil zuzuordnen und der Garten wurde damals wohl schon passend dazu geplant.
edit:..glatt vergessen: es gibt darin natürlich mehrere Staudenbeete. Ich glaube, dass nicht nur das Haus, sondern auch der Garten denkmalgeschützt ist.
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Der Foerster-Garten in Bornim müsste doch ursprünglich auch um 1900 entstanden sein. Vielleicht gibt es noch alte Aufzeichnungen/Dokumente/Fotos/Pflanzlisten aus der Zeit?
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wenn man sich die bildende kunst dieser epoche ansieht (auch die plakatkunst!), findet man ja eine fülle von pflanzendarstellungen. dabei gibt es offenbar gewisse vorlieben, wie z.b. iris.
auf bildern der epoche, auch auf fotos, findet man oft sehr "verwunschen" bzw. "verwildert" aussehende gärten. nichts, was einen sehr aufgeräumten oder geradlinigen eindruck macht. fülle der natur, einbeziehung von wasser, eine gewisse transparenz sind impressionen, die im vordergrund stehen.
ich würde mich am ehesten in der kunst- und kunsthistorischen literatur der zeit umsehen, als nach spezieller gartenliteratur zu suchen.
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Ich hab da ein Bild von heinrich Vogeler vor Augen, der Eingangsbereich seiner Villa- und da sieht man einiges von dem Garten rundherum. Vielleicht mal Bilder aus der Zeit durchsehen?
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Hier gibt es ein paar Anregungen.
Vom Zeitfenster her passt auch Max Liebermann dazu. Er hatte eine Villa am Wannsee, deren Garten sicher auch einiges des Zeitgeschmacks widerspiegelte.
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Die Liebermann-Villa und besonders der Garten sind ein Traum. Gibt auch ein Buch darüber, link stelle ich ein, wenn mir der Titel wieder einfällt.
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Der Foerster-Garten in Bornim müsste doch ursprünglich auch um 1900 entstanden sein. Vielleicht gibt es noch alte Aufzeichnungen/Dokumente/Fotos/Pflanzlisten aus der Zeit?
Genau. Wenn ich mir die ganz alten Foersterkataloge und - bücher betrachte, dann haben die eine Stilrichtung, die dem Jugendstil sehr, sehr nahe kommen.
Ansonsten danke für eure Beiträge!
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1910 wurde die gärtnerei von foerster in bornim eröffnet. vorher war er ja in berlin. jugendstil dürfte da in den letzten zügen gelegen haben...
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Ich habe in meiner Kindheit in einer Jugendstilvilla gewohnt. An Staudenbeete kann ich mich nicht erinnern, die wären auch nicht mehr authentisch gewesen, sehr gut erinnern kann ich mich aber an die Reihe Rotdornbäume mit kugeligen Kronen (zumindest habe ich sie so in Erinnerung), die entlang dem Jugendstileisenzaun wuchsen.
Ich hätte jedes Jahr gerne Kränze aus den blühenden Zweigen gebunden, aber ich bin nie drangekommen ;D
Ebenso gut in Erinnerung ist mir der Silberahorn der Sorte ´Laciniatum Wieri´ viele Jahre lang war dieser Baum für mich der Inbegriff eines Ahorn. Und dann gab es noch eine mächtige Silberpappel, die jedes Jahr die ganze Umgebung in Watte gepackt hat. Sowohl die Silberpappel als auch der Ahorn fielen viele Jahre später einem Blitzschlag zum Opfer.
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An Staudenbeete kann ich mich nicht erinnern, die wären auch nicht mehr authentisch gewesen, sehr gut erinnern kann ich mich aber an die Reihe Rotdornbäume mit kugeligen Kronen (zumindest habe ich sie so in Erinnerung), die entlang dem Jugendstileisenzaun wuchsen.
Genauso war es auch in unserem Garten. Authentisch erhalten. Die Hauptpflanzen waren Bäume: Rotdorn, Linden, Buche, Feldenbirne, Flieder etc., Aber auch Apfel und Birne als HST.
Koniferen wie Thuja nicht als Hecke sondern als sol.und Juniperus etc.
Gefolgt von Rosen.
Stauden waren da nicht so gefragt. Einige Felbericharten, Porzellanblümchen, Iris.
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Ich denke auch, dass zumindest im deutschsprachigen Raum zur Jugendstilblütezeit nur weniges an Stauden vorhanden war, im Gegensatz zu England. Nur hatte der Jugendstil dort nicht seine typische Ausprägung.
Man müsste mal in Wien nachforschen. Gehölzmäßig ist da sicher noch einiges zu erkennen. Dort sind Jugendstilvillen en masse zu finden. Allein die Zäune wären ein Vermögen wert, wenn diese abmontiert und verkauft würden. Das dachte ich neulich, als ich den fantastischen Zaun rund um den Türkenschanzpark sah! ::)
Ich habe bei einem Antiquitätenhändler hölzerne Blumenkisten von 1910 liegen sehen. 14 Stück, anderthalb Meter lang, für 600 Euro! Sofort würde ich sie an unser Haus montieren, das Problem ist allerdings, dass unsere Fenster verschieden groß sind.
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In Darmstadt gibt es den Park Rosenhöhe er wurde im Jahr 1900 um einen Rosenpark erweitert. In direkter Nähe zu einigen sehr schönen Jugenstilhäusern.
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Die Mathildenhöhe in Darmstadt ist ein Gesamtkunstwerk des Jugendstil.
In unserem Garten gab es auch Buchs, aber nicht streng in Form geschnitten, 2 symmetrisch angeordnete Sträucher im Eingangsbereich (ich glaube die leben immer noch).
Unser Haus steht an einem Hang, aber der Garten ist weitgehend eben, das Gelände wurde meterhoch angeschüttet, was für ein Aufwand in damaliger Zeit. An der Talseite ein Zaun, Säulen zwischen den Eisenelementen, auf den Säulen Betonamphoren, aber was zur Zeit des Jugendstil darin gepflanzt war weiß ich natürlich nicht. (Eine der Amphoren steht jetzt bei mir im Garten und wirkt etwas deplatziert)
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Ich hab da ein Bild von heinrich Vogeler vor Augen, der Eingangsbereich seiner Villa- und da sieht man einiges von dem Garten rundherum. Vielleicht mal Bilder aus der Zeit durchsehen?
Dieses Bild hatte ich auch gleich vor meinem geistigen Auge. Es heißt Sommerabend.
Ich bin sicher, dass man auf Gemälden und Plakaten aus der Zeit sicher noch einiges mehr finden wird. Alte Kataloge von Pflanzenanbietern dieser Zeit sind bestimmt noch in Archiven aufzutreiben oder bei Firmen, die heute noch bestehen.
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Ich denke auch, dass zumindest im deutschsprachigen Raum zur Jugendstilblütezeit nur weniges an Stauden vorhanden war, im Gegensatz zu England. Nur hatte der Jugendstil dort nicht seine typische Ausprägung.
Ganz so klein kann das Staudensortiment um 1900 in Deutschland nicht gewesen sein.
Allein in einem Reprint von Eduard Schmidtlein "Die Bürgerliche Gartenkunst", Stuttgart 1852 werden schon deutlich über 100 verschiedene Staudenarten (einschl. Zwiebeln) aufgeführt.
Seit 1885 gab es die Staudengärtnerei Goos & Koenemann, die eine große Anzahl von Züchtungen hervorgebracht hat. Gibt es von dieser Gärtnerei keine alten Kataloge?
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Hallo, Freitagsfish,
wenn man sich die bildende kunst dieser epoche ansieht (auch die plakatkunst!), findet man ja eine fülle von pflanzendarstellungen. dabei gibt es offenbar gewisse vorlieben, wie z.b. iris. ... ich würde mich am ehesten in der kunst- und kunsthistorischen literatur der zeit umsehen, als nach spezieller gartenliteratur zu suchen. ...
so würde ich auch drangehen. Und ich würde die künstlerischen Produkte selber, die ja Pflanzendarstellungen satt enthalten, daraufhin anschauen, welche Pflanzen besonders häufig auftauchen.
Iris hast du als Lieblingspflanze ja schon genannt. Ginkgo ist eine weitere. Auch Wein oder Veilchen sind oft dargestellt.
@Sarastro:
Ein Blick nach Frankreich lohnt sich zu deiner Fragestellung ebenfalls. Da hieß der Jugendstil "Art nouveau". Ein wichtiger Ort dieser Strömung war das lothringische Nancy mit seiner Glasmanufaktur, geführt von den Gebrüdern Auguste und Antonin Daum und gestalterisch geprägt von Künstlern der "École de Nancy", z. B. Emile Gallé oder René Lalique - wenn man mal eine Bildersuche mit diesen Namen startet, kommt eine überwältigende Vielfalt von Pflanzenmotiven. Und die dürfte Bezug haben zur Gartenwirklichkeit der Zeit.
Noch eine Spur in Richtung Pflanzenverwendung, ebenfalls Nancy: Dort hatten Victor Lemoine (1823-1911) und sein Sohn Émile (1862-1942) ihren Gartenbaubetrieb. Beide waren grandiose Pflanzenzüchter: Päonien, Flieder, Hortensien, Fuchsien, etc. - was sie auf den Markt gebracht haben, dürfte das Bild der "Jugendstil"-Gärten auch mitgeprägt haben.
Ein bisschen später, aber noch aus Jugendstil-Impulsen heraus geboren, kamen dann die ersten "Gartenstadt"-Konzepte in D...
Schöne Grüße
Querkopf
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Es gibt offenbar auch eine Dissertation an der TU Berlin, die zu dem Thema passen könnte:
http://www.worldcat.org/title/bluhende-gartenraume-der-englische-einfluss-auf-gestaltung-und-pflanzenverwendung-im-deutschen-architektonischen-hausgarten-zu-beginn-des-20-jahrhunderts/oclc/76124654
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Nachtrag:
Gerade eben gefunden - bisher wusste ich nicht, dass Victor Lemoine, der Pflanzenzüchtungskünstler, und Emile Gallé, der Glaskünstler des Jugendstils, in engerer Beziehung zueinander standen. Taten sie aber, sagt der o.g. Link: Sie waren befreundet, Gallé war Generalsekretär der Gartenkultur-Gesellschaft (!) und trug redaktionelle Verantwortung für deren "Bulletin".
Hier, aber auch woanders, gibt es wunderbare Beispiele für Gallé-Pflanzenmotive.
Schöne Grüße
Querkopf
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Nancy! Ja, genau dort ist dieses Jugendstilmuseum, von dem ich anfangs sprach.
Danke Querkopf, mein Gehirn... grmbl, grmbl...
Interessant fand ich auch, dass die Jugendstilgebäude in Wien eher spielerisch-leicht gestaltet sind. In Nancy war die Pflanzendarstellung und Umsetzung in Architektur und Einrichtung wesentlich bedrohlicher. Es gibt offenbar unterschiedliche Ausformungen des Jugendstils.
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Zu Liebermann und seinem Garten gabs mal ne Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle und dazu einen Katalog.
In GB heisst die entsprechende Richtung Arts and Crafts und der National Trust hat in 2010 einen Garten dieser Bewegung (den von William Morris???) erworben/restauriert/wiedereroeffnet. Die machen sowas ja immer buchstabengetreu...Es gab einen Artikel dazu in der Mitgliederpostille(?).
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Im Bröhan-Museum in Berlin gibt es einige Geschirrservices mit floralem Dekor - wunderschön! Es sind teilweise ganz bekannte Blumen abgebildet: Iris, Lilien, Mohn, Seerosen, Blumen aus dem Bauerngarten - nicht zu vergessen "japanisch" anmutende Pflanzen, die waren damals auch in Mode ;) .
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Nancy! Ja, genau dort ist dieses Jugendstilmuseum, von dem ich anfangs sprach.
Danke Querkopf, mein Gehirn... grmbl, grmbl...
Interessant fand ich auch, dass die Jugendstilgebäude in Wien eher spielerisch-leicht gestaltet sind. In Nancy war die Pflanzendarstellung und Umsetzung in Architektur und Einrichtung wesentlich bedrohlicher. Es gibt offenbar unterschiedliche Ausformungen des Jugendstils.
Mit Sicherheit. Man braucht sich nur die trutzigen, überladenen Häuser in Katalonien ansehen (Modernismo), im Vergleich zu den Wiener Gebäuden, die leichter und pflanzenmotivverspielter sind.
Was ich mich allerdings nach euren lebhaften Ausführungen frage: Kann man aufgrund von Pflanzenmotiven auf Geschirr bzw. Pflanzenkatalogen von Goos & Koenemann und Lemoine schließen, dass diese auch entsprechend verwendet wurden? Einzelportraits besagen mir noch nichts aus über deren Verwendung in ästhetischer Kombination. Darum wären Pflanzpläne oder zumindest Gemälde oder Bilder aussagekräftiger.
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Ich weiß nicht, ob es im Jugendstil eine eigene Gartenkultur gegeben hat. Aber ich habe eben mal bei Klimt nachgesehen und war ganz erstaunt, wieviel Gartenbilder er gemalt hat, wohl mehrheitlich Bauerngärten. Aber immerhin wird deutlich, wie sehr die dekorativen Elemente in seinen Gemälden durch eben diese Gartenansichten inspiriert worden sein müssen. Und man sieht, was in dieser Zeit in den Gärten so wuchs.
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Das passt ja zu meinem Eindruck, dass viele bauerngartentypische Elemente Verwendung fanden, v.a. solche, die formale Elemente umspielen können. Interessant die Birken im letzten Bild. Das wiederum erinnert mich stark an den Garten der Villa Liebermann.
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In dem Liebermann-Katalog gabs Teile der Korrespondenz der Tochter mit dem Planer und Listen von Pflanzen bzw Hinweise auf die Lieferbetriebe, hoechst interessant!
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Her damit! ;D Dann hat man wenigstens einen Anhaltspunkt.
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Her damit! ;D Dann hat man wenigstens einen Anhaltspunkt.
Na hier:
Ich guck da nochmal rein, ob diese Listen einigermassen kurze Abschnitte sind, dann kriegste die von mir. Ich erinnere mich, dass ich das beim Lesen alles sehr ansprechend fand
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Her damit! ;D Dann hat man wenigstens einen Anhaltspunkt.
Na hier:
Ich guck da nochmal rein, ob diese Listen einigermassen kurze Abschnitte sind, dann kriegste die von mir. Ich erinnere mich, dass ich das beim Lesen alles sehr ansprechend fand
Herzlichen Dank, Southern Belle!!
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Mal ganz unabhängig von historisch verwenderten Pflanzen finde ich sieht die Osterluzei doch sehr jugendstilig aus.
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Ich denke auch, dass zumindest im deutschsprachigen Raum zur Jugendstilblütezeit nur weniges an Stauden vorhanden war, im Gegensatz zu England. Nur hatte der Jugendstil dort nicht seine typische Ausprägung.
Ganz so klein kann das Staudensortiment um 1900 in Deutschland nicht gewesen sein.
Allein in einem Reprint von Eduard Schmidtlein "Die Bürgerliche Gartenkunst", Stuttgart 1852 werden schon deutlich über 100 verschiedene Staudenarten (einschl. Zwiebeln) aufgeführt.
Seit 1885 gab es die Staudengärtnerei Goos & Koenemann, die eine große Anzahl von Züchtungen hervorgebracht hat. Gibt es von dieser Gärtnerei keine alten Kataloge?
es gibt ein ganzes Buch. 1910. Unsere Freiland-Stauden. Unter Mitwirkung von Georg Arends, Goos & Koenemann, Camillo Karl Schneider, James Veitch & Son und Franz Zeman, herausgegeben von Ernst Graf Silva Tarouca. Zu diesem Werk gibt es natürlich noch die Entsprechung in Laub- und die in Nadelgehölze. Damals umfasste der deutschsprachige Kultur-Raum noch die Tschechei und Ungarn.
Das neueste an Gartenkunst war die Hinwendung zu natürlichen fließenden Linien und weg vom Rechten Winkel. Mitten in die Rasenflächen wurden geschwungene Beete gesetzt, die von allen Seiten bewundert werden konnten und einzelne Stauden in die Rasenfläche vor Gehölzen, damit es hübscher und natürlicher aussah.
Erst viele Jahre später hat Alan Bloom solche Inselbeete für sich reklamiert und auch die Zungenbeete sind erst später von deutschen Staudenleuten angelegt worden.
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ZVAB link zu
Tarouca, Ernst Graf Silva
Unsere Freiland-Stauden. Anzucht, Pflege und Verwendung aller bekannten in Mitteleuropa im freien kulturfähigen ausdauernden krautigen Gewächse
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In GB heisst die entsprechende Richtung Arts and Crafts und der National Trust hat in 2010 einen Garten dieser Bewegung (den von William Morris???) erworben/restauriert/wiedereroeffnet.
Gerade der Garten hat mich jetzt gar nicht begeistert. Das Haus ist fantastisch mit vielen Orginaltapeten und Wandvorhängen von Morris. Ich hoffe, das der Garten in den nächsten Jahren noch besser restauriert wird. Letztes Jahr war viel Wildwuchs zu sehen und sehr einfallslose Anpflanzungen.
Ein schöner Gemüseteil, Bartnelken mit Fingerhut und viel Naturwiesen.
Am Besten hat mir ein kleines Farntal mit Wasserfall gefallen - das war hübsch romantisch.
Übrigens war die Arts- und Craftsbewegung in England sehr, sehr vielfältig.
Es gab Anhänger, die quasi den reinen Naturgarten postulierten - mit wenigen Eingriffen und schon gar keinen menschengemachten Objekten.
Andere hielten griechische und römische Ideale hoch und pflasterten den ganzen Garten mit antiken Säulen und Statuen.
Ein sehr dehnbarer Begriff.
Beim Begriff Jugendstil muss ich immer an die prachtvollen Fassaden von Prag denken.
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ja, der Garten von Graf Silva Tarouca liegt ja in Pruhonice südlich von Prag und er ist der größte erhaltene Park, der in der Zeit des Jugendstils aufgebaut und gestaltet wurde. Wir haben die Stunden dort im Mai 2010 sehr genossen!
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Pruhonice ist wirklich sehenswert. Mir fällt auch noch das jetzt restaurierte Schloss Janowitz in Böhmen ein, in dessen Park Rainer Maria Rilke und Karl Kraus häufig lustwandelten und mit einem Weg und einer Sitzgruppe verewigt sind.
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ja, der Rainer. Auch schwer vom Jugendstil gebeutelt. ;)
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Am Anfang des Fadens hat jemand Karl Foerster als zu spät mit seinem Garten Angefangenen aus dieser Diskussion katapultiert, aber wo ist er mit seinem unverkennbaren Stil in seinen Büchern einzuordnen, wenn nicht im Jugendstil? Für seinen Bornimer Garten gilt gestaltungsmäßig Vergleichbares - innovativ war er eher in der Pflanzenauswahl und in der Züchtung, und er hat sich zeitlebens wenig verändert.
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Gartenplaner, das war nicht der Hintergrund für diese nicht-geometrischen Pflanzungen in Rasen- oder Wiesenflächen. Die Fotos und ausführlichen Beschreibungen in Taroucas Buch zeigen etwas ganz anderes. Es sind fließende Übergänge zwischen Ufer-, Wiesen- und Waldsäumen zu Rasenflächen und im Extrem wurden tatsächlich Stauden in großer Zahl in die Rasenflächen gepflanzt um eine völlig natürliche Wirkung zu erzielen.
So etwas hat es vorher nicht gegeben. Pückler-Muskau erwähnt nichts dergleichen in Bezug auf den klassischen englischen Landschaftsgarten.
Nachher gab es so etwas schon aus pflegetechnischen Gründen nicht.
Heute wird aber in Pruhonice an dem Prinzip festgehalten keine unmotivierten Staudenpflanzungen in den Rasen zu pflastern. Wie Milan Blazek erklärte, wird, auch im Gegensatz zu den Pflanzungen im Dendrologischen Park, versucht die Hochstaudenflur in Begleitung der Gewässer und die Stauden der Waldsaumgesellschaften nachzuempfinden, ohne allerdings auf den Spleen unserer 70er Jahre zu verfallen nur einheimisches wachsen zu lassen.
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Ohne wirklich zu wissen, ob Foerster einen bestimmten Gartenstil (außer einem eigenen) verfolgt hat, gebe ich zu Bedenken, dass nicht alles Jugendstil gewesen ist, was zwischen ca. 1890 und 1914 entstanden ist. Weder in der Architektur, noch in anderen Kunstrichtungen und damit sicher erst recht nicht in der Gartengestaltung.
Spannend finde ich diesen Thread auf jeden Fall! Da bekomme ich richtig Lust, Jugendstilgebäude anzuschauen und zu überlegen, wie deren Außenanlagen wohl mal gestaltet waren. Eins meiner Lieblingshäuser hier in der Stadt ist ganz typisch Jugendstil, der Garten bietet derzeit jedoch nichts Interessantes.
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Das ist leider richtig: ich schaue bei Jugendstilhäusern auch sogleich auf den umgebenden Garten und bin meistens enttäuscht. Dafür gibt es aber mehrere Gründe: Erstens wird wohl kein Garten jetzt nach über 100 Jahren mehr im ursprünglichen Zustand sein, und zweitens ist es richtig, dass es noch weniger als in der Architektur eine Form einen typischen Jugenstilgarten gab - das Charakteristischste für den Jugendstil ist das Dekorative, nicht das Strukturelle.
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Am Anfang des Fadens hat jemand Karl Foerster als zu spät mit seinem Garten Angefangenen aus dieser Diskussion katapultiert, aber wo ist er mit seinem unverkennbaren Stil in seinen Büchern einzuordnen, wenn nicht im Jugendstil? Für seinen Bornimer Garten gilt gestaltungsmäßig Vergleichbares - innovativ war er eher in der Pflanzenauswahl und in der Züchtung, und er hat sich zeitlebens wenig verändert.
genauso sehe ich das auch.
Im Katalog der Gärtnerei Foerster von 1928/29 findet man einen Plan des gesamten Gartens, der sehr jugendstilig ist. Senkgarten, Naturgarten, Frühlingsweg und Steingarten bilden die Elemente, die auch noch heute zu ahnen sind. Der Stil Karl Foersters ist genauso jugendstilisiert wie der von Lou Salome - heute kaum zu lesen. Aber im Gegensatz zu ihr hatte Karl Foerster einen konkreten Gegenstand und da kann man ihm hervorragend folgen. Und das Emblem der Gärtnerei sind drei um eine Blüte herum angeordnete Schmetterlinge. Typisch Jugendstil.
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Ernst Graf Silva Tarouca und Camillo Sschneider (der spätere Herausgeber der "Gartenschönheit") nannten ihre dreibändige Reihe ""kulturhandbücher für Gartenfreunde", und das sicher in doppeldeutigem Sinn: Kultur als Praxis der Pflanzenpflege und als idealer Überbau, und das ist jedenfalls typisch Jugendstil. Der erste Band "Unsere Freiland-Stauden" umfasst 484 eng bedruckte Seiten, davon 72 Seiten verschiedene Register!
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ein Kapitel von Camillo Karl Schneider:
"Die Stauden in der architektonischen Anlage, insbesondere im Hausgarten
Wenn wir den Blumenschmuck in den Villengärten unserer Staädte ... betrachten, so finden wir dort nur selten Stauden.
...
Man fragt sich unwillkürlich, wie es kommt ... den Grund dafür können wir nur darin finden, dass die Gartenbesitzer nicht mehr in dem Maße wie früher sich selbst im Garten betätigen, nicht mehr jenes innige Verständnis für Pflaneznschönheit besitzen, durch das sich noch unsere Großeltern so oft auszeichneten ... "
1910! geschrieben!
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Ernst Graf Silva Tarouca dann das folgende Kapitel:
"Die Stauden in der landschaftlichen Parkanlage
Die mannigfaltige Verwendung von Stauden im Landschaftsgarten ist heutzutage Mode geworden; diese Tatsache mag einerseits mit dem Streben der modernen Kunst nach möglichster Naturwahrheit zusammenhängen ...
Der Landschaftsgärtner schafft mit dem Material, das Natur und Kunst ihm bieten, Bilder. ... "
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Was ist das anderes als reinster Jugendstil? Blumen und Pflanzen dekorativ (nicht im abwertenden Sinn!) verwendet wie gemalte Bilder; man denke nur an Klimt.
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eben, sag ich doch! :D
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Es ist übrigens wohl kein Zufall, dass Karl Foersters 'berühmteste' Staude, Rudbeckia 'Goldsturm', gar keine Züchtung, sondern eine Naturauslese ist (ebenso wie das später nach ihm benannte Gras Calamagrostis acutiflora )...
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genau. Und der Name ist ebenfalls eine typische Zeiterscheinung, voller Romantik und Symbolismus und zutiefst archetypisch.
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Sic est.
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danke für diesen Dialog und Gute Nacht, raiSCH!
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Schon die Foerstersche Namengebung nur seiner Rittersporne ("seine" Farbe) und seiner Phloxe ("ein Garten ohne Phlox ist ein Irrtum") ist reinster Jugendstil, der ja auf Neoromantik und Symbolismus fußt und in den frühen Expressionismus hineinragt.
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Herzlichen Dank für eure analytische Diskussion, die den Nagel auf dem Kopf trifft. Wenn ich meine Bände der Gartenschönheit in den Händen halte, so ist dies innen wie außen Jugendstil pur, obgleich rund 15 Jahre später. Auch empfinde ich beim Lesen von Foerster wie Silva-Tarouca durchaus eine Art "Jugendstilgeist" herüberschwappen, obgleich sicher längst nicht alles aus jener Zeit übernommen wurde.
Die Theorie mit den runden, natürlichen Inselbeeten kann ich jedoch sehr wohl nachvollziehen, gab es doch zu jener Zeit in allen herrschaftlichen Gärten seit Versailles eher funktionale, ornamentale Pflanzenverwendung.
Und darum denke ich auch, dass unsere zeitgemäße Staudenverwendung, also hochgezüchtete Staudensorten mit filigranen, naturbelassenen Arten verquickt, sehr wohl einen Hauch Jugendstil beinhalten, ganz zu schweigen von der "Harfe und Paukenwirkung" eines K.F, die ja schon aus den 30er-Jahren stammt.
Ein wenig jugendstilhaft anmutend ist auch Hundertwasser in seiner Architektenrolle, obgleich ich in seinem Umfeld gärtnerisch kaum was erkenne.
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Ein wenig jugendstilhaft anmutend ist auch Hundertwasser in seiner Architektenrolle, obgleich ich in seinem Umfeld gärtnerisch kaum was erkenne.
Natürlich gibt es da einen Einfluss; noch mehr in Hundertwassers Ornamentik - schließlich heißt der Jugendstil in Frankreich ja "art déco".
Gärtnerisch-architektonisch gemahnen mich die Ziegelmauern in sarastros Gärtnerei ebenfalls an Jugendstil...
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Ich hab mal in meiner Gartenlinksammlung und in meinen Bücherlisten geforscht.. ;D
"In den 1860er Jahren begann der Werkkünstler William Morris gediegenes Kunsthandwerk (Crafts) mit den künstlerischen Ideen des Jugendstils zu vereinen. Gertrude Jekyll schuf die ersten, von dieser neuen Richtung inspirierten Staudenbeete. Unsere Reise führt zu Gärten, die dieser Arts and Crafts Bewegung entstammen" -Arts and Crafts Gartenreise -Beschreibung
(wobei ich bezweifle, daß Sissinghurst und Great Dixter (bis auf das Haus) in diese Kategorie gehören?)
Le Bois des Moutiers Eine Arts and Crafts-Perle unter den Gärten der Normandie (geschaffen von Gertrude Jekyll...)
Jekyll hat übrigens mit Weaver Lawrence ein Buch herausgegeben mit dem Titel: Arts and Crafts Gardens 288 S. Garden Art Press 1997
Und noch eins zu Gertrude Jekyll: Tooley, M. J. Gertrude Jekyll: Artist, Gardener, Craftswoman Michaelmas Bks 1985
Zeitschriftenartikel (kann man über Bibliothken als Kopie anfordern!)
Davey,Peter Arts and Crafts gardens (Gaerten der Arts and Crafts Bewegung) Fachzeitschrift: Architectural review (London) 179(1985)Nr.1063, S.32-37, Abb.,Lit.
Falcke,Renee: Ein Haus der Symbole in Fachzeitschrift: Häuser (1986)Nr.2, S.124-129, Abb.
Edwin Lutyens baute als 29jaehriger an der französischen Kanalküste 1898 im Auftrag einer Pariser Bankiersfamilie eine grandiose Mischung aus westlichen und fernoestlichen Elementen - gepaart mit unvergleichlicher englischer Gartenkunst.
Österle,Norgard; Schwehr,Ingo: Gertrude Jekyll und Edwin Lutyens. Gartenkunst in der Arts-and-Crafts-Bewegung. Fachzeitschrift: Stadt und Grün / Das Gartenamt 46(1997)Nr.3, S.165-170
und zu William Morris: Hamilton, Jill Duchess of /Hart, Penny /Simmons, John William Morris Gartenkunst und Ornament Mit einem Vorwort von Sir Roy Strong. Aus dem Englischen von Susanne Stopfel 160 S. m. zahlr. Abb. DVA 2000
Der Lebenslauf des Jugendstil-Künstlers anhand seiner Gärten, seine Ideen und Vorstellungen zu Fragen der Botanik und der Gartengestaltung.
Hitchmough, Wendy Arts-and-Crafts-Gärten 208 S. DVA 1998, in englisch Arts and Crafts Gardens
Die englische Arts-and-Crafts-Bewegung hat vor und nach der Jahrhundertwende nicht nur die Architektur und das Kunstgewerbe nachhaltig beeinflußt, sie hat auch in der Gartenkunst einen neuen Stil geprägt. Der Arts-and-Crafts-Garten verband rationale Strukturen mit einer üppigen natürlichen Bepflanzung. Die schönsten Gärten dieser Zeit - berühmte und weniger bekannte - werden in dem Band vorgestellt.
Vielleicht auch interessant:
Gaudi. Sonderausgabe. Interieurs, Möbel, Gartenkunst von Maria A. Crippa 252 S. Hatje Cantz Verlag 2001
Blum-Spicker, H. Mohn Mythos-Symbol-Gestalt, Die Mohn-Pflanze in der Malerei und der Angewandten Kunst mit Schwerpunkt auf Jugendstilobjekten. Katalog zur Ausstellung im Kreismuseum Zons. 195 S. 36 sw.. u. 83 farb. Abb. Dormagen 1999
Darke, Rick In Harmony With Nature: Lessons from the Arts & Crafts Garden [ Garden Penguin 1999
In diesem Buch
Kaiser, Wolf-Dieter / Rainer R. Vetter Narzissus und die Tulipan. Über alte und neue Blumenzwiebeln 170 S. m. 163 Farbf. u. Zeichn. Ulmer Stuttgart 1986
ist ein Kapitel überschrieben: "Modell im Jugendstil - das Alpenveilchen"
Ich habe den Amazon-Partnerlink ergänzt. Kostet euch nicht mehr, aber hilft das Forum zu finanzieren. Liebe Grüße Nina :)
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Maria danke!
Sissinghurst und Great Dixter - ja, aber nicht die Gebäude, sondern sehr wohl die Art, die Pflanzen zu verwenden. Wobei immer noch zu strenge Linienführungen vorhanden sind. Das Gebäude in Great Dixter ist ja viel älter.
Ich interessierte mich immer schon für Gartenepochen und wundere mich einfach, dass über Renaissancegärten, Barockgärten, orientalische Gärten und moderne Gärten jede Menge Pflanzbeispiele gibt, kaum jedoch etwas vom Jugendstil auf dem Kontinent. Wahrscheinlich ist einfach die Zeit von nicht einmal 20 Jahren zu kurz gewesen. Ein Wunder, dass noch so viele fantastische Gebäude existieren. Und ein Hauptgrund ist vielleicht auch das mangelnde Interesse.
Mich interessiert deswegen auch, ob eine Art "Aufwärmen" dieser Epoche in Sachen Pflanzen sinnmachend ist.
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Hallo
Vielleicht noch eine andere herangehensweise wäre, mit Kunsthistorikern zu reden.
Auf die Idee hat mich das Buch "Gartenlust der Garten in der Kunst"
gebracht. Geschriebn hat es Agnes Husslein-Arco, die jetzige Leiterin des Belvedere in Wien. Es wäre vielleicht interessant, mit ihr Kontakz aufzunehmen.
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In Mannheim gibt es eine Parkanlage mit herrlichen Jugendstil-Laternen und Skulpturen, über die Bepflanzung schweigt allerdings des Sängers Höflichkeit, siehe angehängtes Foto. Ich hab mal im Netz nach alten Abbildungen der Anlage gesucht, hier ist eine:
http://www.heimatsammlung.de/topo_unter/68_ab_02/images_01/mannheim-70.jpg
Toll bepflanzt war das wohl früher auch nicht ::)
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ja, der Wasserturm in Mannheim. Das beste Stück einer sonst unwahrscheinlich hässlichen Stadt. Die Anlage und der Senkgarten sind trotz der phantasielosen städtischen Bepflanzung durch die Wasserspiele und das Raumgefühl und die erhaltenen Laubengänge eine pure Erholung!
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Hallo
Vielleicht noch eine andere herangehensweise wäre, mit Kunsthistorikern zu reden.
Auf die Idee hat mich das Buch "Gartenlust der Garten in der Kunst"
gebracht. Geschriebn hat es Agnes Husslein-Arco, die jetzige Leiterin des Belvedere in Wien. Es wäre vielleicht interessant, mit ihr Kontakz aufzunehmen.
Weißt du den Verlag und die ISBN-Nr? Mit Wiener Beamten Kontakt aufzunehmen ist sicher leichter als anderswo. Ob die Begegnungen allerdings immer so fruchtbar sind, bezweifle ich nach früheren Erfahrungen.
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Weißt du den Verlag und die ISBN-Nr? Mit Wiener Beamten Kontakt aufzunehmen ist sicher leichter als anderswo. Ob die Begegnungen allerdings immer so fruchtbar sind, bezweifle ich nach früheren Erfahrungen.
Hallo sarastro
Dieses Buch hatt die ISBN 10: 3850330516
ISBN 13: 978-3850330510
Der Verlag heist Brandstätter, habe dazu leider keine Adresse.
Ich werde schauen, ob ich noch andere finde.
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Hallo
Srastro
Ich habe nch eine Adresse aus dem i Net.
Seine Artikel lesen sich sehr informativ, aber ich kenne in nicht pesönlich.
Persönliche Daten bitte nur per PM übermitteln! macrantha
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In der neuen Zeitschrift Gartenträume ist ein schöner Artikel über im Jugendstil verwendete Blumen
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ein buch, dass soweit ich gesehen habe noch nicht erwähnt wurde, ist Arts&Crafts Gärten von Wendy Hitchmough. Geht aber weniger auf die staudenauswahl der zeit ein.
Ein sehr gutes buch ist Künstlergärten in Deutschland von Karin von Behr/Marion Nickig. Alle vorgestellten gärten mit plan, tlw pflanzenlisten etc. Für Dich interessant könnten die gärten Gasteiger, Exter und eventuell der Noldegarten (initalienbeete) sein.
lg, brigitte
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und dann natürlich der katalog "Garten - Kunst, Bilder und Texte von Gärten und Parks", war eine ausstellung im wien museum im jahr 2002, sehr schwer zu bekommen ... aber auch ohne staudenlisten.
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Habe heute einen Aufsatz (online) ausfindig gemacht, der sehr interessant ist:
Anja Seliger:
Düsteres, freudloses Einerlei wich der farbenfreudigen Lebendigkeit. Die Staudenverwendung in Österreich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (PDF-Datei hier klicken)
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danke für das Hervorholen dieses alten freds und für den link!