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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Gänselieschen am 22. Februar 2011, 13:48:27

Titel: Staudenbeet - Beetumbau ab 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2011, 13:48:27
Nun habe ich lange im Thema geschrieben, dass ich mein Staudenbeet neu anlegen will - kann - muss - und habe mir ne ganze Menge Gedanken gemacht - und niedergelegt.

Das Beet ist - gemessen - 7,50 lang, 1,90 tief und hat an einer Seite - bedingt durch eine kleine gepflasterte Sitzfläche - eine kleine Schräge.

Nachfolgend das Bild des alten Beetes - einmal als Fotto und einmal als Plan - bitte seht mir die Unprofessionalität nach.




Staudenbeet alt



Beetplan alt

Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2011, 13:54:58
Nun noch zwei Listen hinterher:

1. Bestand - was alles drin ist und wo es bleiben wird

2. was ich für die Neuanlage in Erwägung ziehe.

Es wird in der Ecke, wo die Compassion steht einen Bereich geben, mit besserem Boden und mehr Feuchtigkeit (Aster, Filipendula,Kandelaber Ehrenpreis

Der Bereich direkt an der kleinen Klinkermauer soll der trockendste Bereich sein, dort kommen Salvia, Nepeta

An Beeträndern im Halbschatten Lerchensporn (weiß), an der Feldsteinmauer zur Schleifenblume noch Campanula, Geranium cinereum.

Die Liste ist noch etwas zu lang, weil ich mehr Gruppen pflanzen möchte als bisher - wo je eine Pflanze stand.




Staudenbeet Bestand




Neue Stauden



Der neue Beetplan ist noch in Arbeit, da möchte ich den nötigen Platz noch mit berücksichtigen - wegen der genauen Anzahl der Pflanzen.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 22. Februar 2011, 14:31:40
Das ist doch klasse gemacht! Professioneller als viele Profis! :D

Könntest Du noch einen Teil der Wiese "opfern", so dass dieses Beet breiter werden könnte (ca. 3,5-4 m breit) ? Das Staudenbeet hätte mehr Tiefe und eine viel bessere Raumwirkung. Höhenstaffelungen kommen besser zur Geltung.

Anmerkungen:

Wenn es nicht ein Sammler - oder "Liebhaber"-Beet werden soll, würde ich die Anzahl der Arten auf 1 bis max. 2 pro m2 beschränken. D.h. auf ca. 2 x 7,5 = 15 m2 würde ich 15 - max. 30 unterschiedliche Arten (ohne Geophyten) pflanzen.

Wobei weniger wirklich mehr ist, was die Wirkung des Beetes betrifft. Bei einer durchschn. Stückzahl von 5 bis 6 Pflanzen pro m2 ergäbe sich eine Gesamtzahl von 75 - 90 Pflanzen. Bei 30 (oder mehr) verschiedenen Arten geht der Trend zu Solisten oder Minigruppen. Das ergäbe ein sehr diffuses, unklares Beetbild mit schächerer Wirkung.

Wenn man sich aber auf 15-20 Arten beschränkt, kann auch mal Gruppen von 5-6 Pflanzen je Art verwenden. Dadurch kann man strukturierte, wirkungsvollere Beetbilder schaffen.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2011, 14:44:31
Danke Dir :)

Auf jeden Fall weiß ich jetzt ziemlich genau, was zu tun ist. Ein Plan im Kopf und auf dem Papier ist schon mal etwas. Mal sehen, was sich dann beim Umsetzen ergibt - ich muss ja auch das Beet wirklich mit Kompost etc. aufwerten, da ist nicht mehr viel Liebes dran.

Die kleine Wiese vor dem Beet ist leider in den letzten Jahren irgendwie abgesackt - ich hatte auch ein Jahr mal extremen Maulwurfsschaden dort. Jedenfalls "hängt die Wiese durch". Wenn ich die vordere Beetkante mit der Feldsteinmauer abnehme, dann ergäbe sich bei einem ebenen Beet bestimmt eine Differenz zur Wiese von ca. 15 cm. Bisher habe ich das so ausgeglichen, aber am Rand läuft das Wasser runter, die Pflanzen waren immer am Rutschen und nichts hat wirklich gehalten. Ich mag aber hohe Beetkanten nicht und habe noch keine Lösung dafür. Manchmal denke ich, dass ich wohl an einer formalen Beeteinfassung nicht vorbei komme.
Finde aber die Graskante sehr pflegeleicht, einmal mit dem Mäher rüber und gut ist es.

Vielleicht kann man ja die Wiese schrittweise auffüllen, immer so, dass die Grasnabe nicht erstickt?

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 22. Februar 2011, 14:56:50
...habe noch etwas ergänzt, siehe oben.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2011, 15:51:32
Naja,

das mit der Wiese ist ziemlich vorgegeben, weil sie - wie man auf dem Foto sieht, direkt hinter dem Haus beginnt und der kleine Sitzplatz oft nicht ausreicht. Die Wiese ist auch Freisitz und Fläche vor dem Haus - wäre sonst bissel eng der Durchgang zum Hintereingang. Der kleine gepflasterte Sitzplatz sollte auch nicht umbaut werden.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, das Beet mit Einzelpflanzen vor der Feldsteinmauer in die große Wiese hinein auslaufen zu lassen. Gäbe ggf. auch interessante Effekte durch die unterschiedliche Höhe. Ggf. könnte ich dort beide Phloxstauden und die Lupine davor setzen, die sind mir eigentlich für dort oben und den Blick in den tieferen Garten immer viel zu hoch. Egal - wohin ich sie auf dem Beet umsetzen würde.

Ich zähle mal:

10 - 12 alte Stauden (mit Rose) alt, alles Einzelstauden - farblich nur rosa, blau-lila, weiß

- 2x Phlox, 2x Pfingstrose, Flockenblume, Purpurglöckchen, Schwertlilien, Blaukissen, Herbstanemone (war sehr mickrig - wenn ich sie wiederfinde), Geranium, Schafgarbe (auch sehr klein - falls noch was übrig ist, stand immer zu dicht),

1 Asterngruppe (rosa, karminrot, weiß)
1 Gruppe: Scheinspiere, Kandelaberehrenpreis (rosa, weiß)

1 Gruppe: Salvien, Katzenminze, Allium (lila, blau, purpur, weiß)

Rand: Schleifenblume, Polsterglockenblume, Geranium cinereum "Ballerina',

Jetzt weiß ich auch, was Geophyten sind - die habe ich nicht mitgezählt - sind auch vergleichsweise wenig.

Wenn noch Übergänge holprig sind - hätte ich auch noch einige Gräser aus meiner Herbstbestellung übrig - vorausgesetzt sie haben den Winter in ihren Pflanztöpfen überstanden.

Ich finde, das sieht garnicht zu viel aus. Bestellen wollte ich bei Pöp..el - spricht was dagegen??

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 22. Februar 2011, 16:21:57
Meine Erfahrung: Das hört sich nach "nicht viel" an, wird aber nach einer sehr bunten Mischung aussehen.

Ich würde, auch wenns schwerfällt, die Anzahl Arten reduzieren. Gruppen à 4 - 6 Stauden der gleichen Art und Sorte steigern die Wirkung wirklich enorm! Solitär- und Gerüststauden (insb. Deine Gräser, Pfingstrosen, auch Phlox) können selbstverständlich "solo" gepflanzt werden. Geranium, Salvia, Iris, Veronica, Achillea u. a. würde ich in nur in Gruppen pflanzen, da sie einzeln kaum wirken und im Beet "untergehen" würden.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 22. Februar 2011, 17:22:46
Gänselieschen, ich glaube ich sehe Dich alsbald mit einem Problem konfrontiert, das mich auch schon eine Weile beschäftigt hat: ;)
Will man nun sammeln oder gestalten? Oder gleich beides? Ich denke, hier muss jeder seinen eigenen Weg finden und vor allen Dingen eigene Erfahrungen mit beiden Varianten machen und erst dann die notwendigen Schlüsse daraus ziehen.

Zweifelsohne ist es ein lohnendes und unter dem ästhetischem Aspekt auch sicheres Vorhaben, die Anzahl einer Staudenart nach optimaler Wirkung zu wählen. Ich bin mir bei der Planung auch durchaus jederzeit dieser Mengen bewußt, die es dazu entsprechend der örtlichen Platzverhältnisse bräuchte.
Aber ganz ehrlich: Obwohl ich mich an solchen Pflanzbildern gern erfreue, und mich auch in der Theorie zu Genüge mit ihnen befaßt habe, reizt mich die Realisierung einer auf die Wirkung ausgerichteten Pflanzung leider überhaupt nicht. ;)
Jo, so hoch ich Deine Gestaltungsphilosophie schätze und so gelungen das visuelle Ergebnis ist, könnte ich mir dennoch nicht vorstellen, sie auf ähnliche Weise zu übernehmen. Es fällt mir gar nicht leicht, konkrete Gründe in Worte zu fassen. Ich erwische mich während der Planung oft bei der Überlegung, ob ich nun eine Art weglasse oder nicht. Und genau das störte mich zunehmend: daß meine Auswahl durch den gleichzeitigen Wunsch nach Ästhetik, nach Wirkung, eingeschränkt wurde.
Inzwischen nehme ich in Kauf, daß meine Beete nie die Wirkung etwa einer Oehme- oder Oudolf-Pflanzung erreichen. Sollen sie in meinem Garten aber auch gar nicht. Ich fühle mich damit besser, ungezwunger und bin mir klargeworden: in den eigenen vier Hecken will ich eben viele verschiedene Arten auf kleinster Fläche unterbringen, gar nicht des Sammelns wegen, einfach um sie einmal blühen zu sehen und die Pflanze und ihr Verhalten unter den lokalen Bedingungen kennenzulernen.
Dafür lieber ein Versuchsbeet anlegen? Das widerspräche erst recht meiner Vorstellung von Gartennutzung und -gestaltung.
Ich glaube, ein signifikanter Punkt ist auch, für wen die Pflanzung wirken soll. In öffentlichen Pflanzungen soll jeder sich daran erfreuen oder es gibt eine bestimmte Zielgruppe. Ebenso ist manchem Gartenbesitzer wichtig, ob seine Zielgruppe (soziales Umfeld, Familie, Nachbarn,...) mit Lob und Anerkennung reagiert oder nicht.
Aber meine Pflanzungen zeigen sich ausnahmslos mir selbst. Die Zielgruppe besteht nur aus mir. Ich muss allein meinen Wünschen und Ansprüchen an die Gestaltung gerecht werden. Und will ich doch mal "gelungene" Pflanzungen mit Wirkung sehen, besuche ich eine der oben genannten Herren (oder Deine, Jo, in der Pfalz - irgendwann sicher mal ;) )
Hier und da ein kleines Sammelsurium kann einem Garten auch ein Mehr an Charme verleihen, das das Weniger an Perfektion wieder ausgleicht.
Mit einer gesunden Mischung aus Sammeln und Gestalten dürften viele von uns "Hobbygärtnern" gut leben. Man sollte zuvor seine persönliche Zielgruppe erfassen und dabei ehrlich zu sich sein, ob man diese auch richtig erkannt hat.
Kurzum: Ich würde Salvia 'Caradonna' nicht einzeln setzen, aber ab 10 Stück aufwärts ist mir die Fläche zu schade, auch wenn erst dann die Wirkung richtig phänomenal ist. So lande ich bei dann 4 Stück und bin trotzdem zufrieden. :)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Katrin am 22. Februar 2011, 17:33:38
Ich nehme von allen maximal zwei Stück, mehr schaffe ich nicht :-[ . Gut geschrieben, Danilo, ich empfinde ähnlich.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 22. Februar 2011, 17:36:16
Und Deine wie auch Jos Pflanzungen zeigen doch, daß beides funktioniert. :)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 22. Februar 2011, 18:02:10
"Hier und da ein kleines Sammelsurium kann einem Garten auch ein Mehr an Charme verleihen, das das Weniger an Perfektion wieder ausgleicht. Mit einer gesunden Mischung aus Sammeln und Gestalten dürften viele von uns "Hobbygärtnern" gut leben. "

@Danilo,

sehr gut formuliert! Stimme Dir 100%ig zu !

LG

Jo

Anm.: In meinem eigenen Garten oszilliere ich in div. Beeten auch zwischen Gestalten, sammeln und experimentieren! Ich möchte keinem ein Oehme, Pelz, Oudol und Co-Garten aufdrängen. Man sollte sich nur über verschiedene Beetgestaltungsweisen und deren Wirkung bewußt sein. Ich kenne einige "Sammlergärten", die ich nicht nur wegen der Pflanzenvielfalt bewundere, sondern ganz einfach auch deshalb schätze, weil sie "schön" sind. Da ist sicher eine hohe Kunst, mit Intuition, viel Gefühl und Erfahrung Solisten zu einem klangvollen Orchester zu formen. Katrin zeigt, wie das geht.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2011, 18:12:05
Danke schon mal,

Also - ich lege in diesem Fall wirklich Wert auf

- Harmonie im Beet - auch bischen Ruhe - werde also insbesondere mit Salvien, Katzenminze, Astern - Gruppen gestalten - je drei schwebt mir vor - zwei wäre mir als Gruppe schon zu wenig. Wie gesagt - ich muss noch bischen rechnen - bis ich weiß, was wirklich geht - wenn doch bloß schon was auszubuddeln ginge ;) Dann male ich einen neuen Plan

- in die Pergola Ecke zur Compassion sollen nur die Scheinspiere und Kandelaberehrenpreis, evt. für den Vordergrund noch etwas Flaches, nichts Schrilles

- möglichst kein Gelb-Orange-Rot im Beet - d.h. romantische Aspekte - rosa,hell/blau/lila, weiß evt bischen dunkler

- es soll immer was blühen - das alte Beet hatte ab Anfang August nur noch Sonnenhut und nix weiter, evt. noch Königs- und Nachtkerzen ;D Sammeln möchte ich definitiv nicht. Aber es sind sicher noch Einzelreststauden da, die mit verarbeitet werden können, aber auch an anderer Stelle - mein Bauerngarten hat sicher noch Platz - wenn das Unkraut wieder weg ist - um 3m2 Pfefferminze braucht auch niemand ;D


Was haltet Ihr denn von der Idee die sehr hohen Stauden unterhalb der Feldsteinkante aus dem "Hochbeet" nach unten zu verpflanzen??

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: freitagsfish am 22. Februar 2011, 18:15:22
ich finde, mit einer klaren farbauswahl kommt auch ästhetische ruhe in beete und man kann doch mehr arten unterbringen. vielleicht wäre das, was du da beschreibst, gänselieschen, wirklich ein guter kompromiß für dich!
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2011, 18:20:09
Das hoffe ich doch, aber bis zum Arbeiten möchte ich schon, dass die meisten Stauden angefangen haben zu treiben, da ist wahrscheinlich noch mehr drin, was ich einfach nicht mehr auf dem Schirm habe.

Habt Ihr schon mal bei Pöp...el bestellt?? Da hängt ja dann doch noch Einiges von ab - ich denke mir hier was aus und dann gibt es die Stauden garnicht. Die, die ich jetzt gelistet habe sind dort alle im Angebot aufgeführt und preiswerter als anderswo.

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2011, 19:48:50
Ich konnte es doch nicht lassen und habe mal einen neuen Plan gemacht :D

Erster Entwurf: Es sind tatsächlich ca. 30 verschiedene Stauden, ohne Geophyten aber Allium habe ich mitgezählt. Ob das nun mit dem Platz so hinkommt, muss man sicher probieren. Nicht umsetzen in der Variante würde ich beide Pfingsrosen, die lila Schwertlilien - hatte ich letztes Jahr neu gemacht (gegen Giersch) und das Geranium auf der Ecke, die Wurzeln sind so dicht - auch kein Giersch drin.

Den großen weißen Phlox habe ich nicht verplant, aber den rosa Phlox, sonst würde wahrscheinlich in der Beetmitte zu lange Ruhe sein, bis die Astern blühen. Vielleicht auch sehr viel weniger Astern und statt dessen wirklich noch ein Ziergras an den "goldenen Schnitt". Irgendwo war Miscanthus `Kleine Fontäne´ genannt worden.(grad geschaut - wird mir zu hoch, aber da findet sich was. Der Schnitt ist etwas links von Centaurea Montana.

So, aber jetzt brauch' ich ne Schöpferpause,

L.G.
Gänselieschen



Erster Entwurf

Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 22. Februar 2011, 21:49:07
wenn doch bloß schon was auszubuddeln ginge
Ich leg ab 1. März los, notfalls mit der Spitzhacke. Das Wetter wird ignoriert, ich hab langsam die Nase voll vom Winter! >:( ;)

Bei Pöppel kannst Du guten Gewissens bestellen. Immerhin Mitglied im Bund deutscher Staudengärtner, was für eine hohe Qualität des Sortiments stehen sollte. Vielleicht kann Staudo zu diesem Betrieb mehr sagen.

Corydalis ochroleuca braucht übrigens keine fixe Position im Beet. Der sucht sich spätestens nach zwei Jahren sowieso seinen Platz von selbst und läßt sich dabei auch nicht vom Gärtni lenken ;) Wo ich den dauerhaft einplane, muss ich regelmäßig Sämlinge hinzupflanzen (wachsen sehr schnell).

Zitat
Den großen weißen Phlox habe ich nicht verplant, aber den rosa Phlox, sonst würde wahrscheinlich in der Beetmitte zu lange Ruhe sein, bis die Astern blühen
(diese Passage ignorieren, wenn Du weniger Astern willst, sie zielt auf das Gegenteil...)
Vielleicht findest Du doch noch etwas Passendes unter den Sorten von Aster x frikartii, Aster pyrenaeus und Aster amellus. Dann fällt das Problem "bis die Astern blühen" weg, denn die blühen wie gesagt fast immer und schlagen die anspruchsvollen Glattblattastern in vielerlei Hinsicht um Längen! Weitere Dauerblüh-Astern: Aster 'Altweibersommer', Kalimeris incisa z.B. 'Madiva', 'Blue Star'. Von allen genannten wuchert nur 'Altweibersommer', aber auch nicht mehr als 'Karminkuppel'. Letztere muss in solchen Beetsituationen auch alle zwei Jahre verjüngt werden, denn ihre Wuchskraft ist auf gutem Boden enorm. Meine verfünffacht sich binnen einer Saison. ::) Trotzdem eine tolle Aster, nur machen die Glattblätter eben etwas Arbeit. ;)

Zitat
Was haltet Ihr denn von der Idee die sehr hohen Stauden unterhalb der Feldsteinkante aus dem "Hochbeet" nach unten zu verpflanzen??
Der Anblick vom Haus aus kann durch die zusätzliche Beettiefe durchaus reizvoll sein. Dann ist aber die Frage, wie Du die Pflanzung unten auf der Wiese auslaufen läßt. Die hohen Stauden bräuchten ja auch wieder einen Beetkontext. Einfach entlang der Mauer aufreihen sieht nicht nach was aus.
Das Klima vor dieser Mauer ist wegen der Süd-Ost-Lage sowieso ein besonderes, das man vielleicht ausnutzen sollte. Alles was mehltauanfällig ist wie Phlox, Glattblattastern, Solidago, Rosen etc. würde ich dort nicht pflanzen.

Zitat
Wenn ich die vordere Beetkante mit der Feldsteinmauer abnehme, dann ergäbe sich bei einem ebenen Beet bestimmt eine Differenz zur Wiese von ca. 15 cm
Wie errechnen sich diese 15cm? Auf den Bildern hätte ich einen Höhenunterschied von guten 50cm geschätzt. Macht das allein diese "Senkwiese"?
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 22. Februar 2011, 23:13:40
Alles was mehltauanfällig ist wie Phlox, Glattblattastern, Solidago, Rosen etc. würde ich dort nicht pflanzen.

JA!!

Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 23. Februar 2011, 10:34:36
Uij, uij, uij - danke!

Also ich habe mich wahrscheinlich verquer ausgedrückt. Die kleine Wiese zum Haus - die hängt durch. Dadurch fällt das Staudenbeet - gerechnet von der ca. 50cm :) hohen Felssteinkante - zum Haus hin um ca. 15 cm ab. Das ist problematisch für den unbefestigten Rand zum Haus/Wiese hin. Man kann kaum gute Erde auffüllen, wenn es sehr trocken ist, rutscht die Erde weg, bislang halten manche Pflanzen schlecht - aber das kann sich auch mit der neuen Bepflanzung ändern. Oder ich entferne wirklich viel alte Erde, damit ich reichlich auffüllen kann. Aber das Gefälle über die Breite von 1.90 bleibt dennoch. Ich schätze 15 cm, gemessen habe ich nicht. Die Wiese wieder aufzufüllen wäre sicher das Beste - aber auch da liegt ein Steinchen im Weg - mein kleiner gepflasterter Sitzplatz - ist wahrscheinlich mit eingesunken - auch wenn es nicht unmittelbar sichtbar ist - jedenfalls hat er die gleiche Höhe wie die Wiese.

Die kleine Wiese vorm Haus hatte vor 2 Jahren ca. 50 Maulwurfshügel und ist dadurch wohl noch mehr abgesackt.

Der weiße Phlox hatte bislang kaum Mehltau und sah immer recht gut aus. Für welche Pflanzen meint Ihr denn - ist die Stelle vor der Mauer besonders geeignet?? Bisher stehen da höchstens am Rand selbst angeflogene Königs- und Nachtkerzen - und jede Menge Giersch. Königs- und Nachtkerzen möchte ich dort nicht mehr haben - ich hoffe, die fühlen sich dann auch woanders wohl - der Wildwuchs oben im Staudenbeet war kaum zu bewältigen.

Nach den dauerblühenden Asternsorten werde ich nochmal in Ruhe schauen. Die, die ich dort verplant habe, beginnen alle erst frühestens im August.

Was ich nicht wusste: hab ich das richtig verstanden: Glattblatasten wuchern - Raublattastern nicht?

Das Auslaufen des Beetes würde ich mir eher wie eine Beule vorstellen und nicht über die gesamte Beetlänge. Vielleicht könnte ich natürlich bei der Gelegenheit den Giersch unterhalb der Mauer beseitigen und die untere Kante mit geeigneten kleineren Gewächsen bepflanzen - die ab Mittag Vollschatten tolerieren ?

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 23. Februar 2011, 22:45:12
Wenn vor deiner Mauer Giersch wächst, ist es dort nährstoffreich und nicht zu trocken. Das müsste für anspruchsvollere Stauden wie den Phlox auch passen.

Beeindruckend dein Pflanzplan!
Ich bin schon ganz gespannt, wie es hinterher aussehen wird. :)

Nur eine Kleinigkeit ist mir noch aufgefallen: Die Pulsatilla würde ich stehen lassen, wo sie ist. Meiner Erfahrung nach nehmen ältere Pulsatillen umpflanzen übel - und es wäre doch schade um die herrliche, frühe Blüte. Ich würde sie einfach ziwschen den geplanten Katzenminzen stehen lassen.

Danilo, du sprichst mir auch aus dem Herzen!
Ich möchte auch lieber auf dem begrenzten Platz, der mir zur Verfügung steht lieber noch 5 verschiedene Arten mehr wachsen sehen, als ganz stilvoll eine 5er-Gruppe.

Und jetzt muss ich gleich mal noch nach den laange blühenden Astern gucken. ::)




Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. Februar 2011, 23:09:09
"Wenn vor deiner Mauer Giersch wächst, ist es dort nährstoffreich und nicht zu trocken. Das müsste für anspruchsvollere Stauden wie den Phlox auch passen."

Kann, muss aber nicht. Giersch hält viel mehr Trockenheit aus u nd kommt auch mit weniger Nähstoffen aus! Giersch wächst bei uns invasiv Phlox mickert und kränkelt dagegen.

Phlox ist anspruchsvoller! Frische Böden sind fast Pflicht auf sonnigem Standort. Im niederschlagsreichen Alpenvorland gedeiht Phlox daher fast wie Unkraut.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 23. Februar 2011, 23:10:32
Im niederschlagsreichen Alpenvorland gedeiht Phlox daher fast wie Unkraut.

Und für Berlin/Brandenburg hat sich einst Karl Foerster viiiel Arbeit gemacht. ;)

 :D Meine Pulsatillas teilen sich auch den Platz mit Nepeta, Aster alpinus und Geophyten - und Aster pyrenaeus 'Lutetia' ;)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: ManuimGarten am 23. Februar 2011, 23:16:10
Wollte grad ergänzen, dass es große Sortenunterschiede beim Phlox gibt. Ich habe einige Sorten im Blumenrand des Gemüsegartens, und es sehen alle gut aus, bis auf eine weisse Mehltaumagnetin. Immer die selbe....
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 23. Februar 2011, 23:20:37
Ok, ein botanisches Weichei eben ... ;)

In meinem trockenen Staudenbeet halten sich immerhin 3 Sorten Phlox* so einigermaßen - während ich schüchterne Ansiedelungsversuche von Giersch hier sogar im Hausschatten leicht verhindern konnte. :P

* alle namenlos aus einer alten Gartenanlage - da sind bestimmt Foerster-Sorten dabei.
Die Phlox-Büsche im Allgäu finde ich auch immer seehr beeindruckend. ::)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 23. Februar 2011, 23:21:48
Ich kannte keinen Mehltau an meinen Phloxen (bzw. meine Großmutter hat etliche Quadratmeter), bis ich mal verschiedene Sorten vor einer Süd-Ost-Wand für eine Saison zwischengeparkt hab. Eine Katastrophe. Alle waren standschwächer als zuvor und: voller Mehltau. Das Problem war klar der Rückstau der Luft.
Alle Mehltaumagneten sind einfach robuster, wenn sie luftig stehen.

Ein gutgemeinter Rat vor allem für kontinental geprägte Sandwüsten: Alles mit Namen Phlox, bei dem sich auch nur minimal der Verdacht hält, es könnte sich um Baumarktherkunft handeln: zur Vollblüte genauestens unter die Lupe nehmen und beim kleinsten Hauch von Mißfallen (Mehltau, Älchen, Standschwäche,...): raus damit und eine Foerster-Sorte pflanzen. Die Unterschiede vor allem in puncto Trockenresistenz, Blühfreude, Standfestigkeit sind beachtlich!

@Gänselieschen: Ok, das mit den 15cm ist mir jetzt klar. :)
Wie sich das mit der Stabilität und dem Wegrutschen entwickelt würde ich in der Tat erstmal mit der neuen Bepflanzung beobachten. Vielleicht ergibt sich beim Umgestalten sogar noch ein spontaner Einfall.
Und richtig, Rauhblätter wuchern nie, während es bei Glattblättern auf die Gene ankommt. Manche bilden kaum Ausläufer, andere wie verrückt. 'Karminkuppel' und 'Schöne von Dietlikon' sind solche ungestümen. Es gibt aber für fast jeden Farbton des Astern-Spektrums eine nichtwuchernde Art/Sorte. Das führt jetzt im Detail zu weit.

Und der Mauerfuß ist tatsächlich ab Mittag vollschattig oder doch nur absonnig? Letzteres wird von sehr viel mehr Freiflächenstauden toleriert als schattige Partien.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: ManuimGarten am 23. Februar 2011, 23:29:57
Interessant! Meine Großmutter hatte auch eine Phlox-Reihe entlang eines Gebäudes in Süd-Ost-Richtung. Ich dachte, der massive Mehltaubefall käme durch den trockenen Boden dort. Gegossen wurde da nie, und der Dachüberstand darüber hielt sicher auch tw. Regen und Tau ab.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 23. Februar 2011, 23:34:18
Da spielte wohl alles mit rein. Trockenheit begünstigt Mehltau zusätzlich, da der Trockenstress die Pflanze anfälliger macht. Wie bei uns mit der Kälte und dem Schnupfen. :)
Meine Pflanzen standen damals, was die Wasserversorgung angeht, ideal. Immer leicht feuchter humoser Lehmboden, aber viel zu hohe Luftfeuchte, keine Zirkulation.

Ich denke, der Dachüberstand hat zwar Einfluss auf die Regenmengen, die unter ihm ankommen, nicht aber auf die Luftfeuchte bei niederschlagsfreier Witterung und damit die Taubildung. Die Feuchte kroch sicher auch unter den Überstand und brachte gleich den Mehltau mit.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: ManuimGarten am 23. Februar 2011, 23:50:40
Ja, klingt plausibel. Und ich dachte damals, dass Phlox eine entsetzliche Pflanze ist, die keiner braucht.
Später bekam ich welchen geschenkt, und siehe da, er war schön, duftet süß und ist toll für Blumensträuße. Wäre schade drum, wenn man sich abschrecken lässt.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 24. Februar 2011, 12:23:32
Das Bild in meinem Kopf wird immer konkreter - ich danke Euch allen :) :) :)

Also, mein weißer Phlox stammt aus dem Garten meiner Mutter, angelegt ab 1975 und war sicher auch mal eine Spende aus einem anderen Garten. Bei mir, im trockenen Sand, wird er weit über 1m hoch und ist immer gesund gewesen, steht bislang aber oben auf dem Beet auch sehr luftig. Habe im vorletzten Jahr auch mehrere größere Stücke hier im Forum versandt - vielleicht meldet sich ja mal jemand, ob der gut angegangen ist ;).

Der Pink/rosa farbene bleibt etwas kleiner - hat auch die dunklere Belaubung, die für die Rot-Töne typisch ist, bleibt bislang auch ohne Mehltau.

Ich werde den Phlox in mindestens 4 Stücke teilen und an veschiedenen Stellen weiterbeobachten ;D.

@ Danilo: was ist der Unterschied zwischen Vollschatten und absonnig. Die Sonne wandert halt rum und ist bis mittags drauf, dann fällt Baumschatten und danach der Schatten der Mauer selbst.

An anderen Stellen im Garten gepflanzter Phlox, in schönen speziellen Farben - sicher aus Märkten etc. ist nie lange geblieben, geschweige denn, dass er große Horste gebildet hat, wie die zwei im STaudenbeet.

Eine Idee für die rechte Ecke des Beetes habe ich bereits. Ich werde dort statt Nepeta faassenii 'Snowflake' Aster laterifolius horiz.'Prince' pflanzen - grad entdeckt ;). Der Wuchs dürfte diese heikle Ecke füllen, darf auch ruhig weit überhängen. Außerdem blüht es dann dort weiter, wenn Salvien und Katzenminze mit ihrer Sommerblüte durch sind.

Wie ist eure Einschätzung zu Veronica spicata incana 'Silbersee'? Ich lege besonderen Wert auch auf den Aspekt der silbrigen Blätter - weiß nicht, ob die Stelle so rechts an den Rand gedrück richtig gut ist. Besser wäre vielleicht vor Aster ptarmicoides 'Major' (linke Seite)?

@ uliginosa, bis aus diesem Plan ein fertiges Beet wird, ich bin jedenfalls Feuer und Flamme. Merke aber, dass gerade das Umsetzen aus dem alten Beet an anderen Stellen im Garten wieder neue Baustellen schafft ::)

Hauptgrund für die ganze Aktion ist leider, dass das Beet nach ca. 8 Jahre nach der Grundanlage wieder sehr von Giersch durchwandert ist. Deshalb muss ich so viele Stauden, in denen der Giersch so nicht zu bekämpfen ist, richtig rausnehmen und säubern. Dort, wo die Pulsatilla steht - schon länger aber nicht sehr kräftig - könnte ich die Reinigung vielleicht auch so hinbekommen, ohne sie herauszunehmen.
Da müssen Phlox, Schafgarbe, Herbstanemone und Schleifenblumen raus. War auch alles zu dicht, so dass die Stauden sich überhaupt nicht mehr entwickelt haben sondern eher auf dem Rückzug waren. Deshalb muss ich auch mit dem Umgestalten warten, bis ich von allen Schätzchen den Austrieb sehen kann.

L.G.
Gänselieschen
 
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: ManuimGarten am 24. Februar 2011, 23:13:23
Hauptgrund ist der Giersch? Dann klingt das aber doch etwas aufwändig...

Ich habe mir hier auch Giersch eingeschleppt. Da merkt man ganz klar, wenn man sehr dahinter her ist und jedes Blättchen rupft, dass er immer schwächer wird. Das scheint mir weniger Aufwand, als alles umzupflanzen.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 25. Februar 2011, 10:35:24
Mit Blättchen-rupfen ist wirklich nicht viel zu wollen, der Giersch wurzelt fest in den Stauden, besonders an der Felskante in den Schleifenblumen. Vielleicht ist es weniger, als ich denke. Ich komme durch das Beet seit ca. 4 Jahren ja nicht mehr richtig durch, aber einige ganz schlimme Stellen gibt es auf jeden Fall.
Ich habe mir den Giersch ja auch nicht eingeschleppt - er ist bei mir zu Hause ;D ;D ;D

Ein zweiter - auch ganz wichtiger Grund - ist, dass bei mir ca. ab August nur noch Wildstauden blühen wie Königs- und Nachtkerzen und etwas Gartensonnenauge. Es soll auch endlich mal eine richtige Gestaltung hinein. Gelb, orange und rot sollen raus.

Es war bislang das berühmt-berüchtigte Sammelbeet - alles was ich bekommen konnte und was andere mal so abgestochen hatten, fand bei mir einen Abnehmer. Und auch nichts "Besonderes" sondern nur die Allerweltsstauden anderer Hobbygärtner.

In den nächsten Tagen mache ich meine Bestellung fertig und dann hoffe ich, das der Boden bald wieder auftaut, damit ich die Stellen, wo die "Reststauden" ein neues zu Hause finden sollen, zur Pflanzung vorbereiten kann.

@ Danilo, ich wollte Dir doch noch sagen, dass ich insbesondere Deinen Gedanke mit der "Zielgruppe" ganz wichtig finde - die bin ich in der Hauptsache und noch ein bissel meine Eltern, die allerdings ihre Staudenbeete ganz anders anlegen, als ich es vorhabe, immer reichlich kahler Boden um jede Pflanze ;), und nur die gängigen Prunkstauden.
Allerdings habe ich - durch dieses Forum - und die dadurch auf Fotos gesichteten Staudengestaltungen - ganz andere Ansprüche als noch bei meiner ersten kompletten Beetanlage vor ca. 8 Jahren. Und auch das jetzt chaotische Beet, sah am Anfang wirklich sehr schön aus. Inzwischen sieht es eben nur noch nach der ersten oberflächlichen Säuberungsaktion im Frühling und Frühsommer schön aus, danach lasse ich wachsen.
Wenn die jetzt ausgesuchten Stauden sich bei mir auch gut entwickeln - was ich leider von der Ecke mit dem Kandelaber Ehrenpreis und der Scheinspiere wirklich nicht weiß, dann dürfte das neue Beet recht harmonisch werden.

Ein passendes Gras habe ich glaube ich auch gefunden:

Pennisetum alopecuroides "Hameln" - und zwar bei mir im Garten in zwei Pflanztöpfen :) :)

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 25. Februar 2011, 10:55:38
Habe grad gelesen, dass das Pennisetum alopecuroides "Hameln" nur als mäßig frosthart angegeben wird - bei mir hat es im Freien in einem kleinen Pflanztopf überwintert - wahrscheinlich wird es das Aus für dieses Gras gewesen sein. Mist.


Noch ne Frage: wäre der untere Rand der Feldsteinmauer/osten ab mittag Schatten, ein guter Platz für Helleboren ?

Und noch ein Nachtrag - wie viel Trockenheit verträgt Molina??

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 25. Februar 2011, 15:32:07
Zur Trockenheitsverträglichkeit von Molinia caerula:

Es gibt leider keine eindeutige Patentantwort. Generell sollte man Molinia nicht auf trockenen Böden pflanzen. Aber: Trockenheit ist relativ: sie hängt zusammen mit dem Boden, Temperaturen im Sommer, Niederschlagsmenge, Standort (sonnig, halbschattig....)

Auf einem vollsonnigen, sandigen Boden mit Niederschlagsmengen um die 500 mm und weniger wird man mit Molina wenig Freude haben, es sei denn, man wässert sehr ausgiebig (das sind die Verhältnisse in meinem Garten). Im Halbschatten sähe das schon besser aus, genauso auf lehmigem, frischem Boden.

Bei mir gedeiht Molinia caerulea "Dauerstrahl" auf sandig-lehmigem Boden im Halbschatten (keine Mittagssonne), 500 mm Niederschlag ohne Bewässerung! Ebenso gedeiht Molinia auf Lehm-Lössboden in voller Sonne, 500 mm Niederschlag, bei mir.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 25. Februar 2011, 23:50:49
Molinia c. ist eines meiner Lieblingsgräser! ;D
Bin schon tagelang drin rumgelaufen ...

Molinia caerulea ist ein Wechselnässezeiger - und verträgt viel Trockenheit!

Ich habe vor gut 4 Jahren ein paar Molinia caerulea-Jungpflanzen aus einem Moor hier in den Garten gepflanzt - von Torf auf Grundwasserniveau an einen halbschattigen Platz auf humusarmem Lößlehm, der im Sommer austrocknet und steinhart wird!

Am Anfang habe ich sie bestimmt ein paar Mal gegossen - aber seither bekommen sie keinerlei Aufmerksamkeit, gedeihen prima und sehen im Herbst klasse aus zu den Astern, die sich daneben selber angesiedelt haben! ::)

Die züchterisch ausgelesenen Sorten dürften was die Trockenheitsverträglichkeit betrifft eigentlich nicht empfindlicher sein als die Art?! 8)

Vor die Molinia, an Stelle des Caryopteris, der immer mickriger wird möchte ich übrigens ein Helenium pflanzen. ::)

Edit: hier gibt es normalerweise Jahresniederschläge von unter 500 mm.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. Februar 2011, 08:22:56
Ich werde die für das Gras vorgesehene Stelle gut freihalten und dann bischen was probieren - als erstes einmal, ob von meinem Pennisetum etwas überlebt hat - danach wäre Molina 'leider' mein Favorit.

Die Chinaschilfarten scheinen mir einfach zu üppig für das Beet, sie müssten ja schon ein bischen solitär wirken und das braucht ne Menge Platz - ansonsten wären sie natürlich von den Ansprüchen her am unproblematischsten.

L.G.
Gänselieschen

Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 28. Februar 2011, 09:07:15
Kommt denn eine Panicum virgatum-Sorte nicht in Frage?

Ich habe ein Panicum - keine Ahnung welche Sorte, das Schildchen verschlampert - leider ohne aufregende Herbstfärbung, steht aber immer noch aufrecht und schön im Beet, obwohl dort haufenweise Schnee lag. Und ist nicht zu groß.

Die Molinia habe ich schon abgesäbelt, weil die Halme kreuz und quer rumlagen.

Hier, gerade eben extra für dich fotografiert.
Mit einem reflektierten Sonnenstrahl aus Nachbars Fenster beleuchtet. :)

In mein neues Asternbeet kommt ein P. virgatum 'Heiliger Hain'. ::)

Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. Februar 2011, 09:12:34
Schönes Bild - und es steht in der Tat noch recht schön grade da.

Doch, die Rutenhirse hatte ich auch schon 'am Wickel', z.B. Panicum virgatum Hänse Herms aber beim Recherchieren hatte ich eben auch wieder etwas von Winterschutz gelesen - das hat mich wieder abgeschreckt. Hast Du das Gras schon länger??


L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 28. Februar 2011, 09:22:42
Im Herbst 08 gepflanzt, also vor den zwei sehr kalten Wintern.

Aber das waren ja Kuschelwinter, immer mit schön warmer Schneedecke, verglichen mit diesem. :o

Also frag mich in ein paar Wochen noch mal, ob es wieder austreibt! 8)

Da hab ich mir bisher gar keine Sorgen gemacht ... :-\
Edit: Nein, da fang ich jetzt auch nicht damit an. Aber es bleibt spannend. ;)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. Februar 2011, 09:28:43
Naja, der letzte war auch schon kein Kuschelwinter mehr, bei uns war es länger deutlich kälter, als in diesem Winter.

Den Zusatz auf bischen Winterschutz findet man - wie gesagt - bei einigen Gräsern. So z.B. auch bei dem Pennisetum, welches bei mir aber so schnell und gründlich seit Dezember durchgefroren war.. und die anderen gelieferten Gräser auch. Da müsste noch Blauschwingel-Gras und ein weiteres Gras liegen. Hatte ich echt vertrieft.

Besonders komisch finde ich es ja, wenn ein Gras - was auch wegen des schönen Winteranblicks gepflanzt wird - dann einen Winterschutz benötigt.

Ich hätte auch noch eine strukturbildende Alternative aus dem eigenen Garten - Carex grayi Morgenstern-Segge - aber die versamt sich sehr und wenn ich sie wieder zurück nach vorn ins Staudenbeet hole, könnte es sein, dass sie mir dort viel Arbeit macht. Der Wuchs und auch die Höhe sind aber im Grunde passend. Schön aufrecht, braucht erst spät bischen Stütze.

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 28. Februar 2011, 10:56:22
Nochmal zum Winterschutz: wenn überhaupt, bietet er sich an wenn man ein Gras der genannten Arten mit nur drei Halmen erhält und dieses im Herbst pflanzen möchte. Ansonsten ist wirklich jeder Schutz überflüssig. Allein die Reste vom Vorjahr sind genug Winterschutz.

Falls es bei der Sortenauswahl beruhigt: die Panicümer 'Hänse Herms', 'Northwind', 'Strictum', 'Cloud Nine' und 'Shenandoah' hab ich allesamt sogar im Herbst gepflanzt, und alle haben die letzten 2-3 Winter, die hier vermutlich nicht milder waren als bei Euch, unbeschadet überstanden.
Pennisetum 'Hameln' hab ich 2009 sogar Ende November noch aufgenommen und geteilt: überhaupt kein Problem. Ebenso robust sind höhere Sorten wie 'Herbstzauber'.

Überhaupt gebe ich nur zwei von sicher über 50 Grasarten etwas Winterschutz: das Laubwerk von Stipa gigantea und Muhlenbergia capillaris binde im Spätherbst zusammen, um das "Herz" etwas zu schützen, kennt man ja vom Pampasgras. Alles andere ist wirklich überflüssig. Laubpackungen würde ich bei zarten Gräsern tunlichst vermeiden, die begünstigen nur die Fäulnis.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 28. Februar 2011, 11:03:22
Interessant! :)

Naja, der letzte war auch schon kein Kuschelwinter mehr, bei uns war es länger deutlich kälter, als in diesem Winter.

Hier war deutlich länger Schnee, letzten Winter.
Von diesem Winter traue ich mich noch nicht in der Vergangenheit zu sprechen! (http://www.cosgan.de/images/smilie/frech/e020.gif)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. Februar 2011, 15:49:17
Ja, der Schnee lag hier auch fast bis April, insofern ist es natürlich in den letzten beiden Wochen härter gewesen für den Garten.

Ich habe jetzt meine Bestellung bei Pöppel gemacht, das war in den letzten Tagen ja nur noch ein 'Verzögern'. Beim Gras habe ich mich für den Hense Herms entschieden.
Die Segge vermehrt sich wirklich zu sehr, die hatte ich schon einmal vorn im Beet.

Im Anhang mal die verträumte Liste - 18 neue Stauden, doch ne ganze Menge. Aber es sind aus meiner Sicht klare Gruppen.

1. rechte Gruppe mit Salvien und Katzenminze
2. linke Gruppe für feuchtere Erde Kandelaber Ehrenpreis/Scheinspiere,Mädesüß (ist ein Versuch, sah so hübsch aus)
3. ruhigere Mitte, Astern mit später Blüte, Rutenhirse
4. Beetränder vorn mit Polsterphlox und Geranium
5. Felskante mit Schleifenblume und Glockenblume (die werden ja im Verlaufe der Vegetationsphase doch mehr und mehr von den höher werdenden Stauden davor beschattet - ich hoffe das funktioniert

Die dritte Spalte ist die Anzahl, bestellt ist für die 15. KW. Wenn alles wird wie geplant, dann habe ich also bis eine Woche vor Ostern Zeit, das Beet vorzubereiten, umzupflanzen und dem Giersch zu Leibe zu rücken. Mit einem Seitenblick zu Petrus hoffe ich ab jetzt auf Gartenwetter.

Ach ja, von den alten Stauden werden nur noch

2 Pfingstrosen,
Schleifenblumen,
lila Schwertlilien,
1 blaues Geranium
rosa Phlox
deutliche Akzente setzen. Der Rest der weiter verwendeten Stauden ist eher unauffälliger, was zum Teil daran liegt, dass die Stauden sich einfach nicht entwickeln konnten bei der großen Konkurrenz. Ich hoffe, dass ich überhaupt alles finde zum Umpflanzen. Da muss ich sicher z.T. sehr vorsichtig sein.

Die Pfingstrosen bekommen eine Gnadenfrist - die eine blühte bisher wenig - die andere garnicht - auch zu magere Erde zu viel Konkurrenz.

Einen neuen Beetplan mache ich auch noch, hat sich ja doch nochmal bischen geändert.




Bestellung_28_2_.jpg

Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 31. März 2011, 09:44:40
So,

nun ist ein ganzer Monat vergangen und auch auf dem alten Staudenbeet war ja inzwischen einiges möglich.

Vorangestellt - wenn ich es nicht sowieso vorgehabt hätte - nach diesem Winter hätte ich auch so das Beet neu anlegen müssen. Die Wühlmäuse haben tabula rasa gemacht - der Phlox und die fette Henne lagen fast ohne Wurzeln locker auf der Erde, Schwertlilien kommen nur noch vereinzelt, die Pfingstrosen sind runherum abgeknabbert, weiter unten habe ich nicht geschaut. Wirklich grauenhaft. Hatte die Aktivität schon zeitig bemerkt und Köder gelegt, der Schaden ist sicher vorher entstanden. Der Frost hat dazu noch fast alle kleineren Stauden wie Glockenblumen, Heuchera, Geum occineum und mehr hingerichtet.

Der Türkenmohn, Centaurea, Kuhschelle, Zwiebeliris sind verschwunden, Austrieb von Herbstanemone fehlt - könnte aber noch kommen. Eigentlich wäre jetzt die Zeit, wo man alle austreibenden Stauden erkennen müsste - es ist fast nix mehr da. Selbst die Schleifenblumen sehen arg mitgenommen aus.

Die drei riesigen Farne habe ich umgesetzt, die zwei Taglilien werden demnächst folgen. Dann kann ich wahrscheinlich schon das Beet "plattmachen". Die Pfingsrosen treiben gemeinsam mit "ihrem" Giersch aus - ich überlege die mickrigere von beiden doch auch hochzunehmen und zu säubern.

Das war mal ein Zustandsbericht - was sich jetzt tut. Der Zeitpunkt für ein neues Staudenbeet könnte passender nicht sein.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 04. April 2011, 13:04:54
Die verbliebenen Stauden treiben jetzt schneller durch, das Wetter tut das Beste dazu - es werden aber nicht mehr. Müsste der Austrieb der Herbstanemone schon sichtbar sein??

Die Kuhschelle habe ich aufgegeben, sie wird wohl nicht mehr kommen.

Ich kann erst am WE weitermachen, aber dann muss es auch werden, denn am darauf folgenden WE sind die neuen Stauden avisiert. Letztlich doch bissel knapp, aber am WE habe ich auch bischen Hilfe für meinen Kompost, der in das neue Beet nach dem Säubern dann eigearbeitet werden muss.

Parallel dazu arbeite ich an dem Flachwasserteich mit Gefälle. Dorthin ist bereits der Farn umgezogen und auch die Taglilien und einige Schwertlilien sollen noch umziehen. Ich habe ein paar Fotos gemacht - für davor und danach - aber leider mit dem Handy, die muss ich erstmal rauslocken.

L.G:.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 04. April 2011, 15:07:58
Das aktuelle Wetter wirkt in der Tat wie ein Zeitraffer. Delphinium wuchsen binnen Tagen auf Kniehöhe an, Chionodoxa und Kaufmanniana-Tulpen stehen quasi über Nacht in Vollblüte.

Von den Herbstanemonen zeigen nur die ganz frühen wie 'Ouvertüre' erste zarte Blättchen, und auch nur an den wärmsten Standorten. Von den späten ist noch nichts zu sehen.
Pulsatillas blühen schon etwa eine Woche. Deine sind dann wohl wirklich weg. Ich hab auch zwei verloren, eine davon stand schon etliche Jahre, ein vormals prächtiges Exemplar - schade.

Und mach unbedingt Fotos. :) Ich hab das versäumt, als ich den Garten (besser: die Ruderalflora im Vorwaldstadium) übernommen hab und habe nun kein einziges Vorher-Nachher-Bild.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 04. April 2011, 15:13:46
Schön Danilo, bissel was zu lesen. Ich bin wirklich grad etwas unzufrieden mti der Situation. Zeitraffer beschreibt es gut - die Taglilien haben bestimmt 3cm gemacht, wird Zeit, dass die rauskommen. Einzelne Sämlinge oder Wurzelausläufer der Taglilie habe ich sicher dann auch übrig. Vielleicht für's grüne Brett. Ist ne frühblühende Sorte mit breitblättrigem Austrieb und Blüten in Orange.

Ich mache mal heute noch im Hellen ein Bild von der derzeitigen Situation nach Aufräumen und Teilrodung. Irgendwie habe ich es noch nicht gewagt alle freien Stellen wirklich gründlich durchzu sieben. Immer noch die Hoffnung, da könnte noch was kommen. Insbesondere bei den kleinen Heucheras und dem Geum Occineum, auch die Polsterglockenblume scheint weg zu sein, Blaukissen gleichfalls. Ein richtiger Kahlschlag.

Bin ja mal gespannt, wie sich dann die Neuankömmlinge nach dem nächsten Winter verhalten - habe ich auf der Liste eigentlich irgendwelche Zimperlinge dabei??

L.G:
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 04. April 2011, 15:34:12
Ich hab derweil von so vielen Gartenbesitzern und Pflanzensammlern vernommen, daß diese einen solchen Spätwinter lange nicht erlebt haben. Insofern verzichte ich auch in Zukunft nicht auf Stauden, die dieses Jahr erbärmlich aussehen (Helleborus, Cyclamen, Bergenien, Euphorbia,...) und betrachte diesen Winter vorerst als Ausnahme, Klimawandel hin oder her.
Heucheras treiben noch nicht, zeigen aber im Zentrum der verdorrten Triebe schon Lebenszeichen, kannste ja nochmal mit der Lupe schauen oder ein bißchen zwischen den alten Blättern pulen. ;)
Die anderen muss ich erst begutachten, Geum hat hier aber auch gelitten.
Aber hier sind noch lange nicht alle Stauden ausgetrieben. Vieles ist noch unter der Erde, aber mit kerngesunden Knospen. Die kommen noch. Manches treibt ja regulär erst im Mai aus. Daher würde ich mit der Totalrodung in der Tat noch ein bißchen warten.
Deine Liste enthält keine Mimosen, was die Winterhärte angeht. Die Astern machen ja sowieso alles mit, Chrysanthemen sind zwar traditionell empfindlich, aber deine Sorte wird in der Sichtung als gut winterhart eingestuft.

Die Aster 'Prince würde ich vielleicht an zwei verschiedenen Standorten versuchen und schauen wie sie sich entwickelt. Sie kann in unserem kontinentalen Klima etwas zickig sein, muss aber nicht.
Ansonsten schöne Auswahl, viele dankbare und robuste Pflanzen dabei und die Blüte von Mai bis November ist Dir damit schon sicher, spätestens ab dem 2. Standjahr. ;)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 04. April 2011, 15:49:17
Na dann bin ich bissel beruhigt, bin auch wirklich froh und dankbar, dass ich mit der Hilfe der Gartenfreunde hier im Forum diesen einschneidenden Schnitt so gut geplant habe.

Geteiltes Leid... man kann es ja auch hier lesen... Dabei hatte ich persönlich garnicht das Gefühl, dass es so unheimlich viel kälter war als sonst. Der viele Schnee war gut für den Garten, nur die drei Wochen Kahlfrost danach waren übel, aber auch das gab es doch schon oft. Ggf. aber eben zeitiger, dann ist der Schaden nicht so groß. Und nun ist bei uns hier schon wieder lange alles zu trocken gewesen.

Sieht allerdings dann immer noch so aus, als könnte ich am WE nicht den letzten Handschlag an die Rodung legen - auch gut, dann der Teich. Wenn die neuen Pflanzen in der 15. KW kommen, sind sie in Töpfchen und werden auch nochmal zwei Wochen überstehen. 16.KW ist Ostern, und 17. KW das WE ist auch schon verplant. Es werden dann ca. 3 Wochen - dann haben wir den 7./8. Mai - vielleicht haben es dann die später treibenden Stauden auch ans Licht geschafft. So immer mal ein bischen säubern wird schon gehen - im Grunde weiß ich doch genau, wo ich die Finger von weglassen müsste.

Bei der Iberis werde ich erstmal die Schere ansetzen, die sieht schlimm aus, und dann stückweise ausstechen und säubern, das braucht sicher auch seine Zeit.

Ich muss grad mal feststellen, dass die Rosen, mit ihren frischen roten Austrieben verheißungsvoller aussehen, als mein Staudenbeet - dabei habe ich mich vor den stolzen Schönen immer irgendwie gefürchtet. Bin quasi erst nach 10 Jahren Garten zu den Rosen vorgedrungen. Alles vorher waren so Zufälle im Staudenbeet eben. Inspiriert wurde ich von einer Ausstellung auf Rügen - nostalgisches Interieur und Rosen.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 05. April 2011, 15:35:39
So, ich habe heute früh mal den Ist-Zustand nach dem Winter und der Wühlmausinvasion festgehalten.

Auf den jetzt noch freien Stellen vermute ich eigentlich keine 'Schläfer' mehr. Aber etwas warten, kann wahrscheinlich nicht schaden. Die beiden Taglilien ziehen am WE um, da kann nichts passieren.

Ach ja - meine Lupine kommt - wie erwartet nicht wieder.

L.G.
Gänselieschen

Nach dem Winter 5_04_2011_2.JPG



Nach dem Winter 5_04_2011_1.JPG

Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 05. April 2011, 16:14:07
Ich finde, besser kann der Zeitpunkt für eine komplette Beetneuanlage in den nächsten Wochen gar nicht sein. So ärgerlich die Verluste durch Winter und W-Tiere immer sind, aber dann hat man wenigstens einen Grund. Außerdem hab ich den Eindruck, daß letztere sich verziehen, wenn lange unberührte Beete plötzlich radikal gestört werden. Ich hab bei der Neugestaltung sogar mal eine mit der Grabegabel aufgespießt. 8) :P
Und daß Du notgedrungen bis Anfang Mai warten musst, finde ich auch gar nicht schlimm, denn der Boden ist sowieso gerade zu nass um ihn effektiv zu bearbeiten, das pappt nur zusammen. Und spätestens dann kannst Du endgültig sicher sein, daß keine Nachzügler mehr austreiben.

Die wuchtigen Bergenien haben eine Störung auch nötig. Sie wachsen nach einem Ortswechsel wieder kompakter und ansehnlicher.

Und tröste Dich, meine Beete sehen abgesehen von den Frühblühern noch genauso winterlich aus.
Vielleicht findest Du zwischendurch ein wenig Zeit und irgendwas Organisches um das Beet zu mulchen. Das beruhigt das Auge und verbessert bis zur Neuanlage schon mal den Boden. ;)
Derzeit sind viele Nachbarn am Vertikutieren, da fällt einiges an Material für meinen Garten an. 8)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 05. April 2011, 17:41:56
Ja Danilo, ich sehe es durchaus positiv. Auch wenn die Verluste bischen schmerzen - für die durchdachte Beetplanung waren die Dahingeschiedenen im Zweifel nicht einmal richtig hilfreich 8). An anderen Stellen habe ich so viel zu tun - auch durch meinen werdenden Flachwasserteich, damit werde ich dieses WE verbringen und dann mal sehen, wie es voran geht.

Die Bergenien ziehen auch komplett um. Blühen tun die schon drei Jahre nicht, auch die nicht, die vorher schon umgezogen sind. Da ist bissel der Wurm drin. Regt die Teilung zur Blüte an?? Eigentlich sind mir eher die Blätter wichtig - die Blüten blieben auch häufig noch unter den Blättern hängen. Die sollen mit um den Teich herum, weil sie so schön saftig aussehen, auch wenn sie gut mit Trockenheit klarkommen.

Ach ja - nass ist bei mir nicht mehr - der Boden ist nur solange nass, wie es noch von oben regnet - dann ein Tag und schon ist es wieder trocken - das wäre kein Problem.

Ich könnte mit Heu mulchen - aber das Beet ist ja noch gierschverseucht - das ist eine Arbeit, die sich besser macht, wenn nicht zu viel mit rumfliegt von anderen Pflanzenteilen.

Wahrscheinlich muss ich auch wieder die Schwertlilien mit hochnehmen - die sind schon im letzten Jahr umgezogen, aber der Giersch ist wieder drin, die Blüte wird leiden, aber besser is. Ein paar sollen auch an den Teich, vor allem die Gelben.

Mein Auge hat sich an die Baustellen gewöhnt und wenn ich was Schönes sehen will, geh ich in den "Vorgarten" und schaue mir meine neuen Frühjahrsblüher an und die roten Triebe der Rosen .....

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 06. April 2011, 12:39:42
Gut zu warten - gestern habe ich schon drei verlorenen Geglaubte wiedergefunden:

Geum occineum, Centaurea, Türkenmohn.

Nicht besonders üppig, aber vorhanden.

Einen Austrieb kann ich nicht zuordnen, da gibt es ein Thema, vielleicht fällt jemandem etwas ein.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 07. April 2011, 09:46:19
Auf die Liste der Pflanzen, die an den neuen Teich umziehen kommt noch:

Waldsteinia geroides - eben entdeckt.

Da ich die Gelben alle umsetzen will, und diese Pflanze schön wuchert ist sie bestens geeignet für den Teichrand und kann sich dort schön ausbreiten. Im Beet nahm sie immer zu viel Platz weg.



L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 15. April 2011, 09:56:55
Am letzten WE habe ich die beiden Taglilien umgesetzt, einen Teil der Walsteinia gerodes (war arg wühlmausgeschädigt), etwas Goldfelberich, die fetten Bergenien und die Schwertlilien, von denen ich annehme, dass sie gelb sind :). Das darf jetzt alles um den neuen Teich - noch ohne Wasser - herum wachsen. Da ist viel Platz, den diese Pflanzen ungehindert ausfüllen können.

Gestern ist meine Staudenlieferung von Pöppel angekommen. Pünktlich wie bestellt in der 15. KW. Das Paket ist kleiner als erwartet, lässt sich aber kaum bewegen ;D.

Mein Beet ist noch lange nicht fertig vorbereitet, ich wollte ja sowieso noch etwas abwarten. Inzwischen glaube ich aber nicht mehr, dass noch entscheidende Dinge unter der Erde schlummern und auf einen Austrieb warten. Am WE wird weiter saubergemacht.

Wie mache ich es jetzt am Besten mit den gelieferten Stauden??

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 15. April 2011, 11:26:14
Dich drüber freuen, ::)
in den Halbschatten stellen und feucht halten,
falls ein Topf schon sehr durchwurzelt sein sollte, und du länger nicht zum pflanzen kommen wirst: mit Kompost/guter Erde in einen größeren Topf pflanzen.

Waldsteinia geoides heißt sie, von Geo- wie Erde- ;)

Danilo, hier ist es nicht zu nass, sondern auf der Südseite schon wieder viel zu trocken. :P
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 15. April 2011, 11:28:52
Das klingt ja nach Gartenmarathon. :)
Vor allem alte Taglilien pflanzt man ja nicht so nebenbei um. Und wenn dann noch irgendwo ein Wurzelunkraut drin sitzt...
Hier bahnt sich jetzt das optimale Pflanzwetter an, zumindest für den Ausführenden. ;) Nach ergiebigem ( hier wirklich) Regen jetzt trockenes, sonnigen Wetter. In 1-2 Tagen hat der Boden dann ideale Krümelstruktur.
Alles was noch an Töpfen rumsteht, will ich am Wochenende in die Erde bringen.
Zitat
Wie mache ich es jetzt am Besten mit den gelieferten Stauden??

Auspacken. 8) Daran erfreuen. :D
Ich würd die Pflanzen erstmal absonnig und windgeschützt lagern, das geht problemlos bis Mai. Sehr trockene Ballen oder allgemein wasserbedürftigen Stauden würde ich vorher ein Tauchbad gönnen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
Wenn sie tatsächlich bis Mai stehen, einfach Topf an Topf stellen, erleichtert das Gießen. GGfs. irgendwas mit Gießrand drunterstellen.
Ich halte solche Pflanzen mit je nach Witterung wöchentlichen kurzen Tauchbädern am Leben, aber immer erst, wenn sie wirklich staubtrocken sind, sonst ist Fäulnis vorprogrammiert.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 15. April 2011, 11:30:27
 ;), ich war einfach bissel unkonzentriert,

Ja, heute Nachmittag packe ich die Sendung aus. Mal sehen, ob auch alles richtig ist und wie die Stauden entwickelt sind.

Ich brauchte dringend mal ein paar Eimer Lehm und bin noch nicht fündig geworden. Früher lag sowas öfter mal irgendwo rum, aber inzwischen ist auch der Lehmeimer, den ich bei mir auf dem Grundstück in einer Ecke gefunden hatte, alle. In lehmarmen Gegenden müsste es sowas bald im Gartenmarkt geben.

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 15. April 2011, 11:33:32
Zu langsam. ::)

Ich mach das auch meist nach Gefühl, und pflanze manche Stauden auch sofort, direkt oder in ein Anzuchtbeet, wenn sie es offensichtlich nötig haben.

Nein, das letzte worüber ich mich derzeit beklagen kann, ist Trockenheit. Hier hats bis in die Nacht und zuvor fast 48h am Stück immer mal geregnet. Ich wollte gestern noch Hostas pflanzen, keine Chance. Selbst die Humusböden sind Modderpampe. ::)
Regenwasser gebe ich gern ab - nur Selbstabholer. ;)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 15. April 2011, 11:36:45
Und ich schmeiß schon Lehmklumpen in den Kompost, weil ich zu viel davon hab. ::)
Gebe ich auch ab - Selbstabholer. Aber ich glaube, das lohnt sich dann doch nicht.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 15. April 2011, 11:49:33
Lehm haben wir genug. ;)

Regenwasser gebe ich gern ab - nur Selbstabholer. ;)

Danke, die Regenfässer sind fast leer, aber die Zisterne randvoll - nur die Pumpe anschließen ist etwas umständlich, aber immer noch leichter als bei euch abholen. ;)

Zur Not gibt's ja noch den Wasserhahn ...

Gestern habe ich am Nachbarzaun einen Teil neues Beet angelegt, für die gelben Wucherstauden, samt Lysimachia ciliata 'Firecracker'. ;D
Unter diesem Zaun kriechen Quecken, Winden, Lysimachia mnummularia und Bernnnesseln durch. :P
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 15. April 2011, 12:12:30
Bei mir stehen die 'Gelben' jetzt auch alle im Halbrund Richtung Nachbars Garten. Am WE bauen wir dort ca. 7m doppelten Maschendrahtdraun zurück. Auf einer Breite von gut 50 cm ist dort unter dem eingegrabenen Maschendraht die Wiege allen Unkrautes ;D.

Hopfen, Giersch, Brennnesseln - wenn ich das mal richtig gründlich durchgeackert habe, wird sich der künftige Pflegeaufwand überschaubarer gestelten. Später sollen dort drei Felder Jäger- oder Lattenzaun hin. Das wird mit dem Farn davor und den Fichten vom Nachbarn dahinter sehr schön werden. Und davor ist dann mein neuer Teich mit den umgesiedelten Gelben.

Da ist noch mehr Gelbes umgezogen - aber da weiß ich den Namen nicht - sobald das etwas höher gewachsen ist, mache ich mal ein Bestimmungsfoto ;)

@ Uliginosa, jetzt lach nicht - von Deinem Lysimachia ciliata 'Firecracker' würde ich Dir glatt ein paar Enden abnehmen und dort in den neuen Zaunstreifen pflanzen - ich könnte Dir gelbe Taglilienkinder dafür geben :D

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 19. April 2011, 11:21:51
 :D :D :D

Ich habe es getan, unverhofft kommt oft.
Am WE hat einfach alles gepasst.
Ohne strammes Ziel begann ich also Sonnabend Vormittag mit dem Herausnehmen der verbliebenen Stauden und dem gründlichen Säubern des Beetes.
Alles, was noch tauglich erschien, habe ich in Töpfen mit Erde zwischengelagert. Auch die nicht blühen wollende Pflingsrose raus, geteilt, Giersch raus... Ein paar Stauden konnte ich nun doch nicht zuordnen, es wird also noch ein paar Überraschungen geben. Leider musste ich doch auch alles blauen Schwertlilien rausmachen, der Giersch war einfach zu dolle drin.

Der Türkenmohn war kein Türkenmohn sondern vermutlich ein Sämling einer Zierdiestel. Alles andere würde mich wundern.

Sonnabend Abend war ich mit Roden und Glätten fertig. Ganz schlimm erwischt hatte es die großen Schleifenblumenhorste. Die Wühlmäuse haben ihre Gänge an der Feldsteinmauer entlang gemacht und die Wurzeln abgefressen.... Auch alle Phlox lagen unterhöhlt oder flach auf. Schwertlilien scheinen nicht zu schmecken ;).

Am Sonntag hat mein Nichtgärtner mir seine Kraft zur Verfügung gestellt und schubkarrenweise Kompost gesiebt - 6 Karren für das Beet. Vorher habe ich alles nochmal umgegraben, voller Freude fast keinen Giersch mehr gefunden, Kompost oberflächlich eingearbeitet.

Dann also die Stauden nach Liste und Pflanzplan auf das Beet gestellt. Dadurch, dass vieles der alten Stauden den Winter nicht überlebt hat, habe ich wirklich genug Platz. Noch ein paar Verschiebungen gemacht - die Mitte des Beetes ist eigentlich keine Mitte und nicht vorhanden und auch nicht wirkungsvoll bepflanzt. Das zeichnete sich ja bereits auf dem Pflanzplan ab.

Panicum virgatum Hänse Herms habe ich in den goldenen Schnitt gepflanzt - aber mir scheint dieses Töpfchen als Einziges der gelieferten Stauden sehr leblos zu sein. Werde es kritisch beobachten aber schon mal bei Pöppel ankündigen, dass es etwas tod aussieht.

Fotos habe ich leider wieder nur mit dem Handy gemacht. Da stelle ich später mal die 'geballte Ladung' ein. Momentan sieht es ja eher aus wie ein Versuchsfeld in der Pflanzenschule. Lauter Winzlinge mit weißen Schildchen :D :D.

Noch keinen schönen Platz hab ich für mein Geum occineum gefunden, schön getopft, mal sehen, wo es landet.

Ach ja, der Rest Lehm in dem rostigen Metalleimer hat immer noch gereicht, um den exponierten Pflanzen wie Filipendula rubra 'Venusta',
Filipendula vulgaris und Veronica virginica 'Schneespeer' den Start in die 'Märkische Heide' zur erleichtern.

Sehr zufriedene Grüße
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 21. April 2011, 11:57:29
So, jetzt auch hier ein paar Fotos - allerdings noch nicht die vom Arbeitseinsatz- die schlummern noch im Handy.

Es sieht wirklich ziemlich armselig aus, aber das wird schon. Ich habe noch Gladiolen, mit denen werde ich einiges rausreißen und einige Sommerblumen sind auch schon angezoge




Stauden_neu1.JPG




Stauden_neu2.JPG



L.G.
Gänselieschen


Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 21. April 2011, 11:58:36
Ach ja, die umgesetzten gelbblühenden Stauden und die Farne treffen sich am neuen Teich, die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen.




Vor dem Wasser.JPG




L.G.

Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 21. April 2011, 12:08:23
@Gänselieschen,

das sieht ja schon sehr vielversprechend aus bei Dir! Wir sind gespannt, auf die weitere Entwicklung des Beets!

LG

Jo

P.S.: Dein Garten erweckt ja eher Assoziationen an eine Parklandschaft! Wie groß ist Dein Garten?
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 21. April 2011, 12:57:05
2000 m2, davon 1000 ca. der Vorgartenwald und ne 40 m lange Zufahrt zur Garage, 1000 hinterm Haus, das versuche ich zu gestalten und endlich meine Pläne umzusetzen, ganz am Ende habe ich den Bauerngarten angelegt, ca. 130 m2. :D.
Also ein Handtuch - nur ein größeres ca. 20 x 100 m, das muss man geschickt machen und unterbrechen, immer schön die Breite betonen - gelingt mit dem Staudenbeet bestimm gut.

L.G:
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Mai 2011, 13:50:26
Vor einigen Tagen stellte ich fest, dass eine der drei Filipendula Vulgaris deutlich hinter den anderen zurückblieb, hatte nur noch drei 'Wedel', die anderen beiden haben einen Blütenansatz und mehr Blätter..

Am WE war die Pflanze dann komplett verschwunden - nicht ein Blattrest mehr - an der Stelle war ein kleine oberirdisches Loch - kein Wühlmausgang ??? ???

Wer macht denn sowas - Staudenklau :o

Und einen - hoffentlich alten - Wühlmausgang habe ich auch noch gefunden, beim Pflanzen von Trichterwinden.

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 17. Mai 2011, 13:40:23
So sieht es jetzt aus, einmal real fotografiert - mit sichtbaren Lücken und einmal etwas liebevoller.



Staudenbeet Mai 2011.JPG





Staudenbeet Mai 2011_II.JPG



Aber verglichen mit vielen, sind wir hier um ca. vier Wochen zurück, es ist schon eine deutlich kürzere Wachstumsphase durch die Kälte.

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 31. Mai 2011, 15:12:02
Ich habe mal ein paar Fragen zu meinen neuen Stauden:

Nepeta x faassenii snowflake - von fünf blüht nur Eine, die anderen mickern rum - wie halten die es mit dem Wasser?? Habe grad irgendwo gelesen, dass die gerne kümmern - was ist damit genau gemeint??

Filipendula vulgaris - eine verschwunden s.o.

Corydalis ocroleuca - von drei Pflanzen sehen zwei aus, als wenn sie vergilben und eingehen wollen, werden so schlapp und bissel farblos, sind auch nicht richtig angewachsen. Gegossen habe ich gut- dachte ich - kann das mit zuviel oder zu wenig Wasser zusammenhängen?? Ich dachte, die seien anspruchslos??

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 31. Mai 2011, 16:31:26
Corydalis ochroleuca hat dieses Problem hier nur, wenn er sich an vollsonnige, zu nährstoffreiche Stellen versamt hat, also mastig wird und dann der Wurzelbereich nicht beschattet wird, wie es sonst z.B. in Mauerfugen der Fall wäre. Rückschnitt handbreit über dem Boden schafft erstmal Abhilfe und sorgt für gesunden Neuaustrieb. Mittelfristig ist ein absonniger oder halbschattiger, nur mäßig nährstoffreicher Standort, in der heißen Tageszeit möglichst sonnengeschützt, die beste Lösung.

Ich habe noch keine der trocknisliebenden Nepeta wie die der Faassenii-Gruppe nach dem Angießen jemals wieder bewusst gegossen. Auch die neugepflanzten kommen anno 2011 mit dem aus, was das Frühjahr bisher natürlicherweise gebracht hat. Die wurzeln im humusarmen Kalk-Sand-Gemisch sehr schnell so tief, daß das Gießen unnötig ist.

Mir sind in der Vergangenheit eher Pflanzen abgesoffen, als daß die vertrockneten. Vor allem besagte Nepeta leiden sehr, wenn sie zu feucht stehen und der Boden zu schwer ist. Die Blätter werden dann schnell nekrotisch und die Wurzeln faulen.

Filipendula vulgaris habe ich nicht, steht aber wohl auch lieber etwas trockener, würde ich also ebenfalls nicht zu viel wässern.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 31. Mai 2011, 16:38:13
Danke :)

Ich dachte, ich müsse in der Anfangszeit doch reichlich wässern - habe ich auch getan. Letztlich stehen die Nepeta dort, wo es trockner ist - am Ende vom Sprühschlauch - dann werde ich die zusätzliche Gießkanne für die Ecke lassen.

Corydalis steht in ziemlich viel Kompost, glaub ich und nur bis Mittags vollsonnig, dann ist der Schatten anderer Pflanzen und einer Pergola drüber. Ich kann ja mal die beiden ganz schwachen Exemplare radikal schneiden, viel mehr als handbreit hoch sind die noch garnicht - nochmal fest andrücken und dann abwarten.

Filipendula vulgaris hatte ich mir mit frischem Boden vermerkt - falsch?

Mit dem Gießen im neuen Staudenbeet - das hatten wir ja - man ist hin und hergerissen - irgendwie eine Gradwanderung. Im nächsten Jahr sehe ich das sicher gelassener.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 31. Mai 2011, 18:23:36
Filipendula vulgaris hatte ich mir mit frischem Boden vermerkt - falsch?
Ich lese mehrheitlich trockene Steppenheide/Freifläche, gut durchlässig. Aber sie kommt sicher auch mit normal frischem Boden klar, wenn er nicht zu schwer und zu feucht ist.

Die Corydalis-Sämlinge wachsen hier eigentlich recht schnell. Ich setze meist im April ein paar um, wo sie gerade stören oder fehlen und binnen vier Wochen schießen die von 5 auf 40cm hoch. C. lutea genauso.
 Du kannst ja die ersten Nachkommen dann woanders ausprobieren.
Normalerweise gilt ja für diese Pflanze: einmal im Garten, immer im Garten. ;D

Aber manchmal sind auch Pflanzen unergründlich, wer weiß was ihnen bei Dir gerade nicht passt.
Mir gelang es zwei Frühjahre in Folge nicht, Veronicastrum anzusiedeln, die sind ständig weggerottet. Hab dann im Juni schnell mal Ersatz in Bornim geholt. Mit denen klappte es auf dem gleichen und unveränderten Standort problemlos. Schuld war sicher auch ein Zuviel an Wasser.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Katrin am 31. Mai 2011, 19:15:41
Ich lese mehrheitlich trockene Steppenheide/Freifläche, gut durchlässig. Aber sie kommt sicher auch mit normal frischem Boden klar, wenn er nicht zu schwer und zu feucht ist.

Das glaube ich dir nicht ;). Die wachsen in Feuchtwiesen, an Bächen, in Auen und in Straßengräben, Halbschatten bis Sonne, schwerer Lehm und dauerfeucht.

Sorry, habe dir Unrecht getan. Ein jahrelanger Fehler meinerseits wurde eben geklärt. Ich habe tatsächlich seit immer schon das heimische F. ulmaria für F. vulgaris gehalten! Gut, dass ich nun doch mal gegoogelt habe.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 01. Juni 2011, 13:13:11
Gerade Nepeta kann man eher ertränken als vertrocknen lassen. Also bitte nicht täglich wässern! Einmal pro Woche tiefgründig wässern reicht in der Regel aus.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 01. Juni 2011, 14:33:31
Hm, die beiden verbliebenen Filipendula vulgaris blühen sehr schön, bestimmt 60 cm hoch, es scheint ihnen nichts zu fehlen - die Eine hat irgendein Strolch auf dem Gewissen, fürchte ich. Der Boden ist auf jeden Fall durchlässich, noch wird reichlic gewässert - das ganze Beet ist ja eine Neuanlage.

Ist es eigentlich die Filipendula ulmaris, mit der starken Heilwirkung, hatte grad heute was von Mädesüß-sirup gelesen. Die Vulgaris stinkt nämlich ziemlich... kann ich mir als Getränkezusatz schwer vorstellen. ;D

Die Corydalis habe ich mir gestern mal genauer angesehen - die sind überhaupt nicht eingewurzelt, stecken einfach so in der Erde drin, sieht überhaupt nicht gut aus. Ich habe sie geschnitten, angedrückt, doch nochmal gegossen. Vielleicht nehme ich eine raus und setze sie mal woanders hin - als Testballon. Habe auch noch drei Sämlinge stehen - eine Forumsspende - die bekommen auch einen anderen - nicht so stark kompostierten Standort. Mit eigenem Nachwuchs ist es ja nun schlecht - habe ja alles runtergeschnitten. :-\

Die rechte Seite des Staudenbeetes mit Nepeta x faassenii 'Snowflake'
Nepeta x faassenii 'Walkers Low'
Salvia Nemorosa
Salvia Nemososa Caradonna
 Aster laterifolius horiz.'Prince'

 werde ich mal sparsamer wässern als den Rest. Es ist einfach nur ein ungutes Gefühl, weil der unbedeckte Boden so schnell abtrocknet. Habe noch ein paar Sommerblumen zwischen, aber die können etwas Trockenheit auch vertragen.

Die fünf Nepeta f. Snowflake haben sich auch alle unterschiedlich entwickelt. Die Eine hat z.B. einen Ausbreitungsdrang in die Breite bekommen, ist viel stärker als die Anderen, Eine kurz vom Abnippeln, eine Dritte blüht. Wie im echten Leben - es sind nun mal keine Klone 8)

In dem neuen Beet habe ich grad extrem mit Unkraut aus dem Kompost zu tun, lauter Winzlinge, ganz furchtbar. Noch kann ich es wegmachen - im nächsten Jahr wäre das schon komplizierter, weil ich bei einigen Pflanzen auch auf Aussaat hoffe und die Sämlinge noch nicht kenne. ::)

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 03. Juni 2011, 14:15:51
Habe gestern eine Schubkarre lehmigen Sand auf dem Beet verteilt - sieht jetzt bissel aus wie ne Baustelle, aber tut dem Boden sicher gut, dass er nicht mehr so leicht ist.

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 03. Juni 2011, 23:09:00
Die Corydalis habe ich mir gestern mal genauer angesehen - die sind überhaupt nicht eingewurzelt, stecken einfach so in der Erde drin, sieht überhaupt nicht gut aus... Mit eigenem Nachwuchs ist es ja nun schlecht - habe ja alles runtergeschnitten. :-\

Da mach Dir mal keine Sorgen. ;) Spätestens am 3. September in Dahlem kann ich Dir einen ganzen gelben Plastebeutel voll Corydalis mitbringen. Meine Oma hat heute wieder eine Karre voll gejätet, ich würde sie dann zwei Wochen vorher um eine Schonfrist für den armen Lerchensporn bitten. ;)

Zitat
Die rechte Seite des Staudenbeetes ... werde ich mal sparsamer wässern als den Rest. Es ist einfach nur ein ungutes Gefühl, weil der unbedeckte Boden so schnell abtrocknet.

Salvia und Nepeta wurzeln in der warmen Jahreszeit auf leichten Böden schon in wenigen Wochen sehr tief. Da ist der trockene Oberboden wirklich nur ein optischer Makel. Ein wenig Mulch beruhigt das Gärtnerauge. :)

Was den Beikraut-Kompost angeht - das Problem kenne ich auch zur Genüge. :( Ich hab eine riesige Kompostmiete meines Gartenvorgängers auch bedenkenlos im ganzen Garten verteilt und erst später erkannt, daß die Miete es mit dem globalen Saatgut-Tresor von Spitzbergen hätte aufnehmen können. Darauf hätte ich eher kommen können, hätte ich mir den Bewuchs des Kompostes mal vorher angesehen... Da wusste ich aber auch noch nicht, was Wurzelunkräuter sind... ::)
Da hilft nur eins: Mulchen. Nepeta, Salvia etc. am besten mineralisch, die feuchten Bereiche auch mit organischem Material. Letzteres kannst Du ja per Machete jetzt reichlich ernten ;)
Ich hole mangels Knöterich karrenweise Goldrutenschnitt aus der Umgebung und lagere Herbstlaub in der Scheune. Im 2. Jahr sind Neuanlagen dann aber meist so gut eingewachsen, daß der Pflegeaufwand deutlich abnimmt. Dazu tragen auch die vagabundieren Kurzlebigen bei, eben Corydalis, Akelei, Einjährige...
Aber irgendwo entsteht dann bereits ein neues Beet, und schon braucht es wieder Mulch. ;)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Mediterraneus am 03. Juni 2011, 23:17:12
Habe gestern eine Schubkarre lehmigen Sand auf dem Beet verteilt - sieht jetzt bissel aus wie ne Baustelle, aber tut dem Boden sicher gut, dass er nicht mehr so leicht ist.

L.G.

Ich habe heute wieder Sand eingearbeitet, damits leichter wird ;D
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 20. Juni 2011, 11:03:59
@ Danilo - ja dass, mit dem Corydalis wäre wirklich toll - ich werde mir den Termin mal vormerken - wäre schön, wenn ich es auch mal nach Dahlem schaffe - noch sieht es ganz gut aus :) Ein paar Corydalis ocroleuca Sämlinge anderer Herkunft habe ich noch in Töpfchen stehen - ich weiß grad überhaupt nicht, wo ich die am Besten hinpflanzen soll.

Dein Tipp war: "Mittelfristig ist ein absonniger oder halbschattiger, nur mäßig nährstoffreicher Standort, in der heißen Tageszeit möglichst sonnengeschützt, die beste Lösung." Im Grunde war der erste Standort schon in etwa so gewesen. Bis mittags Sonne, Keine Mittagssonne, danach Halbschatten bis Schatten. Aber vielleicht wirklich zu nährstoffreich wegen des vielen Kompostes. Das ist inzwischen sicher schon bissel abgemagert, den lehmigen Sand habe ich dort auch schon untergemischt. Werde die paar Sämlinge mal aufteilen an zwei Standorte.

Aus meinem Kompost erwachsen zum Glück nur einjährige Unkräuter. Das geht noch, aber ich musste einige Male sehr viel jäten. Da ich bei einigen Pflanzen auf Nachwuchs hoffe, ist es natürlich blöd, wenn außerdem so viele wilde Sämlinge kommen - die neuen kenne ich ja noch nicht.

An Einjährigen habe ich jetzt dazwischen: Levkojen - kann man von denen Saatgut nehmen??, Kornblumen in Pastelltönen - selbst gezogen, einige Akeleien, blaue Trichterwinde-selbstgezogen, wahrscheinlich Malven - weiß ich noch nicht genau - selbst gezogen.

Zum Auffüllen, was wieder weg kann - fette Henne

Ich glaube mit Schnitt mulchen werde ich dort nicht mehr - mineralisch bei Salvia und Nepeta wäre wahrscheinlich noch gut - was nehmen?? Müsste ja irgendein Granulat sein.

Noch ne Frage:

Salvia nemorosa caradonna - ist jetzt beim Abblühen - soll ich die Blütenstände für eine Zweitblüte jetzt sofort zurückschneiden?

@ Mediterraneus, Der Lehm mischt sich jetzt langsam, ich gehe immer wieder mit dem Grubber durch. Ich könnte mir vorstellen, dass Neutrieb bissel schwerer durchkommt als zuvor. Reiner Lehmboden ist sicher für Gärtner noch schlimmer als Sandboden. Man will eben immer das, was man grad nicht hat - typisch menschlich ;)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Danilo am 20. Juni 2011, 17:42:07
Ungewiss beim Lerchensporn ist leider immer nur die Erstpflanzung. Etablierte Pflanzen entscheiden dann Gott sei Dank selbst, wo sie ihre Nachkommen ansiedeln. Plötzlich gedeihen die Sämlinge dann auch in der Sonne und an unmöglichsten Plätzen. ::)

Von Levkojen hab ich ab Keimblatt aufwärts keine Ahnung - ich hab letztes Jahr Saatgut von 2003 in der Garage gefunden, aber davon wollte nichts mehr keimen...

Malven und Akelei nutz ich auch gerne als Füllstauden. Sie sind nicht aufdringlich und Malva moschata füllt noch zielsicherer die freien Plätze als die Akelei und löst diese ja auch in der Blüte ab. Leicht entfernen lassen sich beide und bringen gleich Mulchmaterial. :) Malvensamen kann ich Dir zum Staudenmarkt ebenfalls mitbringen.

Mineralisch mulche ich meist mit Sandstein, z.B. Grauwacke, Korngröße bis 8mm dürfte passen. Gibts hier bei uns ab 10€ die Tonne, Hauptkostenpunkt ist leider meist die Lieferung, falls man eine Abholung nicht selbst organisieren kann. Eine Tonne reicht aber locker für 20m², bei hoher Pflanzdichte braucht man entsprechend weniger.

Zitat
Lehmboden ist sicher für Gärtner noch schlimmer als Sandboden. Man will eben immer das, was man grad nicht hat - typisch menschlich

Wie wahr, ich hab gerade ein baufälliges Haus abgerissen - darunter reiner, humusfreier und steinharter Lehm. Zum Glück hab ich noch märkischen Sand rumliegen und der im letzten Herbst angelegte Laubkompost ist auch fast fertig. Gefreut hätte ich mich über schön humosen Waldboden. ;D

Zitat
Salvia nemorosa caradonna - ist jetzt beim Abblühen - soll ich die Blütenstände für eine Zweitblüte jetzt sofort zurückschneiden?

Salvia 'Caradonna' ist demnächst fällig, ich will die Woche auch die Schere ansetzen. Bei Interesse: Dem Rückschnitt von Salbei & Co im Detail hab ich heute schon ein paar Zeilen gewidmet.
 
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. Juni 2011, 14:56:59
Oh - vielen Dank - schöne Seite :D. Habe meine Anfrage irgendwie aus den Augen verloren.

Dann werde ich meinen 'Caradonna' heute noch schnell schneiden - Du meinst aber mit bodenebenem Rückschnitt nur die Blütenstände - nehme ich mal an.

Nepeta ist noch in voller Blüte, aber die werde ich dann auch rechtzeitig schneiden.

Danke nochmal,
L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Juli 2011, 13:12:58
Hier mal ein aktuelles Foto von heut morgen, viel Grün mal wieder.

Eine Aster laterifolius horiz.'Prince' wird so komisch braun, sieht aus, als wenn sie eingehen will. Was kann das denn nun wieder sein. Die andere wächst normal. Ich hatte beide pinziert - sie sind aber irgendwie auch besonders filigran.




Staudenbeet Juli 2011.JPG



L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Juli 2011, 14:04:21
Ich seh nix braunes.
Schaut doch gut aus, dein Beet!
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Juli 2011, 14:15:03
Nee, die Frage war solo, die Aster habe ich nicht explizit fotoknipst. Sie wird einfach komplett braun und irgendwie bissel gilbig an den Rändern. Das geht schon seit ein paar Tagen/Woche so. Auch nach dem Pflanzen haben die beiden Astern ganz schön rumgezickt.

Ja, grün ist das Beet schon, der weiße Phlox ist mein Alter, den ich nach dem Wühlmausfras gerettet hatte- der ist sonst bestimmt 50 cm höher - diese Höhe würde zwar reichen, aber die Sorte wird höher.

L.G:
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 13. Juli 2011, 15:38:19
So ich habe gestern mal beide Astern fotografiert - vielleicht hat jemand ne Idee, was das hier ist.



Aster krank 1.JPG



Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 13. Juli 2011, 15:41:11
Hier die gesunde Aster laterifolius horiz.'Prince'



Aster gesund.JPG



L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 13. Juli 2011, 22:28:31
So ich habe gestern mal beide Astern fotografiert - vielleicht hat jemand ne Idee, was das hier ist.



Aster krank 1.JPG






...sieht nach zu viel Wasser oder zuwenig Wasser aus oder beides hintereinader
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 14. Juli 2011, 09:14:35
Ich habe seit Wochen nicht mehr künstlich bewässert - alle Pflanzen bekamen das Selbe von oben.
Gibt es nicht so eine Asternwelke?? Ich guck auch nochmal. Jedenfalls weiß ich nicht, ob rausreißen oder nur kurzschneiden.

L.g.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 14. Juli 2011, 09:18:09
Da hab' ich's doch

http://forum.garten-pur.de/index.php?board=24;action=display;threadid=21043;start=msg531491#msg531491

Hoffe der Link klappt.

Dann werde ich die schnell rausschmeißen, bevor die andere auch noch damit anfängt. Es scheint ja nichts dagegen zu geben. Die beiden haben irgendwie von Anfang an immer bissel gemickert, sind lange nicht von der Stelle gekommen.


L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 03. August 2011, 13:43:06
Der Starkregen der letzten Tage hat den vier Veronica spicata incana 'Silbersee' nun wohl endgültig den Garaus gemacht. Die dazwischen gepflanzten einjährigen Kornblumen musste ich gestern rausmachen - total welk, mal sehen, ob nach dem Trocknen noch brauchbare Samen dabei abfallen.
Nun ist die rechte Beetseite richtig kahl bis auf die vier welken Veronicas. Ein Bild des Jammers - ich mach' mal eins, heut Abend.
Eigentlich müsste ich die jetzt rausschmeißen, die haben das ganze Jahr gegammelt, nur eine hatte mal einen Blütenstand. Aber lebig sind sie schon noch. Wenn es doch bloß mal richtig trocken werden würde. Der Boden dort ist trotz Regen total locker. Beim Antreten wackeln die ganzen Pflanzen - ich weiß wirklich nicht, was ich noch tun soll.

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Scabiosa am 04. August 2011, 10:06:04
Oh je, Gänselieschen, da fühlt man richtig mit. Ich würde auf jeden Fall versuchen, die Veronicas noch zu retten.
Vielleicht kannst Du sie an einen trockenen sonnigen Platz umsetzen, damit sie sich erholen?
Die freigewordene Stelle auf dem Beet kann man kurzfristig kaschieren mit irgendwelchen vorhandenen Pflanzen, die man teilt. Geranium, Lamium, Nepata etc. Vielleicht bekommst Du ein paar Töpfchen mit Mini-Dahlien. Die gab es hier jetzt für 99 Cent. Das sind manchmal zum Herbst schöne Farbtupfer. Evtl. kannst Du auch ein Gras teilen und dazu setzen. Es muss ja nicht für dauerhaft sein und kostet nicht viel. Ich modele meine Beete ständig um und wenn es jetzt bei Dir so viel Regen gab, ist das Anwachsen ja kein Problem. :)
Lass den Kopf nicht hängen. Die Sonne scheint ja wieder und Dein Beet sieht doch eigentlich sogar sehr üppig aus, wenn man den Werdegang nachliest.
LG
Scabiosa
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 04. August 2011, 10:17:06
Danke Dir für den Zuspruch.

Ich habe auch schon überlegt, die Veronica in magere Topferde einzutopfen und so erstmal weiterzupflegen. Dann kann ich sie wirklich sonnig und trocken stellen. Vielleicht ist das eine gute Idee??

Das Beet könnte ich sicher bissel zumachen, ca. 1,50 m2 an der Stelle. Ich habe 2x das Gras "hänse herms" in der Mitte des Beetes gepflanzt, und es wird dort von zwei Astern von allen Seiten richtig zugewuchert. Habe sowieso schon überlegt, es dort wegzusetzen - genau der richtige Moment vermutlich. Ein paar blühende Phloxe kann ich auch noch umsetzen - kleinere - wenn die noch dazu anwachsen, sieht es bestimmt wieder recht nett aus.

So richtig sonnig ist es bei uns immer noch nicht und die nächsten Schauer sind auch schon in Sicht.

Eigentlich war es immer trocken auf dem Beet - in diesem Jahr habe ich natürlich zum Anwachsen gewässert und dann kam die Regenzeit. Habe hier an anderer Stelle auch schon gelesen, dass besonders diese Sorte Veronicas gerne mal kümmern, besonders bei zu viel Wasser.

Was hälst Du vom Topfen?

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Januar 2012, 11:10:40
Durch das Thema "mein neues Staudenbeet" ist mir auch mein eigenes Thema wieder etwas näher gerückt. Habe mir grad mal die Geschichte durchgelesen - war ja ein ziemlich hartes Stück Arbeit. Da es so viel war, und so viele Fragen, hatte ich ja auch das separate Thema aufgemacht.

Ne kleine Nachlese kann insoweit nicht schaden.

Von den fünf Veronica spicata incana 'Silbersee' sind wirklich nur noch zwei übrig geblieben und auch die mehr tod als lebendig. Habe sie in einen Blumenkasten zwischengeparkt. Wenn sie den Winter überleben, werden sie woander neu gepflanzt.

Auf dem Beet war im Herbst eine wunderschöne Asternblüte - endlich auch Blüten nach dem August - zumindest das ist gelungen.

Geschnitten habe ich von den Stauden absolut nix bisher. D.h. im Frühling wird ne Menge aufzuräumen und zu jäten sein. Bin schon gespannt, wie die Stauden in ihrem zweiten Standjahr aussehen werden.

Eine kleine Falle habe ich mir leider eingebaut - Leinkraut im Staudenbeet - ich wusste ja nicht, wie das wuchert. Da muss ich jedenfalls Hand anlegen - möchte es in die Wiese verfrachten. Das ist offenbar wirklich ungeeignet für's Staudenbeet.

Und nepeta x faassenii walkers low, davon habe ich wohl 3 Stück gepflanzt, haben ab Sommerende wie doll und verrückt gewuchert, auch die sind, so glaube ich fast, jedenfalls in der Menge, für mein Beet nicht geeignet. Die müssen sich ungehindert ausbreiten können, sonst sieht das nach nix oder Chaos aus.

Ich schau nochmal nach ein paar Fotos.



Aster_gesamt.JPG




Beet grün.JPG



L.G.

Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 18. Januar 2012, 11:23:41
Schön, das Beet mit den Astern! ::)

Meinst du Linaria vulgaris?
Die habe ich auch sorgfältig immer wieder ausgezupft, als ich sah, wie sie sich nach einer Spontanaussiedlung ausbreitete.

Auch meine Katzenminze (Sämlinge einer unbekannten Sorte) breitet sich heftig aus - oft passt ja auch ganz gut.
Oder pflanz sie neben Santolina oder Salbei, da unterliegt sie. ;)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Januar 2012, 11:29:13
Ja, Linaria vulgaris, ich liebe diese zarten Pflänzchen und die duften auch ganz toll - habe ich in diesem Jahr selbst angezogen, aber ich kannte sie wirklich nur aus der Wildnis, und dorthin, in meinen Vorgarten werden sie im Frühling umziehen. Müssten ja Stauden sein, die nach dem Winter wiederkommen. Die machen wie irre Ausläufer.

Salbei "Blauhügel" steht daneben, der hat neben der Nepeta überhaupt keine Chance nach etwas auszusehen. An anderer Stelle habe ich auch noch wahrscheinlich die gleiche Sorte Nepeta - eine Baumscheibe - dort hat die eine Pflanze ca. einen ganzen Quadratmeter überwuchert. Unglaublich. Da reicht eine für's Beet und zwei müssen raus. Finde sie sehr schön,a ber so geht es ja nicht ;D

L.g.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: uliginosa am 18. Januar 2012, 11:35:45
Oh, mit Salbei meinte ich Salvia officinalis-Sorten, besonders eine weiß panaschierte, die ist sehr vital und höher als die Katzenminze.

Steppensalbei, Salvia nemorosa-Sorten sind hier auch eher zurückhaltend, um nicht zu sagen mickrig, und auch der Katzenminze zu ähnlich, als dass sie gut nebeneinander aussähen.

Nepeta für Baumscheiben ist eine gute Idee!
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Januar 2012, 12:14:24
Salvia officinalis habe ich überhaupt nicht in Sorten - nur einen für Tee, der steht inzwischen in der Trockenwiese und ich hoffe sehr, dass er dort gut gedeiht. Hatte jedes Jahr Probleme mit der Überwinterung.

Da ich auf blaue bis lila Töne im Beet stehe, dachte ich mir eine Kombination verschiedener solcher Pflanzen.
4 Nepeta 'Walkers low'
4 Salvia nemorosa 'Blauhügel'
5 Salvia nemorosa 'Caradonna'
4 Nepeta fass. "Snowflake" geändert: Veronica spicata ssp. Incana 'Silbersee'

Das ist sozusagen erstmal in die Hose gegangen. Walkers Low wuchert alles zu, Snowflake ist eingegangen und die beiden Salviasorten kommen nur langsam in die Gänge.
Da war anfangs so viel Platz, dass ich dort die Linaria und auch einjährige Kornblumen zwischengepflanzt hatte - am Ende war es dann doch wieder die grüne Hölle.
Walkers low hat einfach zu wenig Struktur für das Beet - aus meiner Sicht - ist wie eine luftige dicke Wolke.

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 18. Januar 2012, 13:23:01
Die Nepeta x faassenii 'Walkers Low' ist eine der wüchsigsten und größten Nepeta-Sorten. Eine Pflanze kann auf gutem Boden einen halben m2 (und mehr) einnehmen. Ggf. wählt man kleiner bleibende Sorten. Im Kiesgarten verhält sich 'Walkers Low' großartig: trockenheitsresistent, Dauerblüher.
Im Übrigen: Walkers Low macht keine Ausläufer, wuchert also im engeren Sinn nicht. Aber sie kann schon großen Raum/Fläche einnehmen. Nepeta sind keine Strukturpflanzen, bestenfalls Gruppenstauden, wenn nicht Bodendecker (im weiteren oder gestalterischen Sinn)

Linaria kann sich kräftig aussäen. Das muss kein Problem sein, wenn man keine festgefügten Flächenstrukturen oder Mosaike im Beet erhalten will. Linaria hat eine geringe Konkurrenzkraft. Die Pflanze hat sehr viel Ruderalcharakter und breitet sich nur an offenen Beetflächen gut aus. Konkurrenzstarke Pflanzen verdrängen Linaria mit der Zeit. Also keine Panik vor diesen Pflänzchen.

Salvia nemorosa sollte man eigentlich nicht einzeln pflanzen, da verpufft jede Wirkung. Idealerweise pflanzt man diesen in Gruppen/Drifts (mind. ca. 5 Pflanzen). Ggf. kann man in diese Gruppen einige (zahme) Gräser oder Stauden einmischen, welche die unansehnliche Sommerpause der Salvia nemorosa etwas kaschieren (z.B. Nassella tenuissima)
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Januar 2012, 16:51:49
Oh danke,

mit 'Walkers Low' stimme ich dir vollumfänglich zu - keine Struktur- mit Wolke habe ich versucht das zu beschreiben, Bodendecker triffte es auch, aber eigentlich ist sie dafür ja bissel zu hoch. So bedeckt sie nicht den Boden, sondern auch alle Pflanzen drumherum - geplante Änderung.

Zur Linaria - ich wollte schon bissel Flächenstruktur - so ist es mir jetzt einfach zu wild. Aber wenn ich diesen enormen Aussaaterfolg in einen anderen Gartenteil rüberretten kann - um so besser. Komplett bekomme ich sie sowieso nicht raus.

Salvia nemurosa vollte ich auch so in Gruppen haben, wie du beschrieben hast. Hatte je 4 und bei Caradonna 5 gepflanzt und hatte darauf gehofft, dass die den Platz irgendwann gut ausfüllen würden. Sind aber zögerlich gewachsen und Veronica spicata ssp. Incana 'Silbersee' (ich hatte mich oben mit dem Namen geirrt, sorry) ist, wie gesagt, eingegangen. Wenn es dies Jahr nicht deutlich dichter wird - dort wo die anderen Salvia nemurosa stehen, dann fülle ich nochmal auf und kaufe nach (Blauhügel und Caradonna).

Bei meiner Neuanlage wollte ich - trotz - einer gewissen Vielfalt - insbesondere auch Strukturgeber drin haben. Bin wirklich gespannt, was in diesem zweiten Jahr wird. Ich brauche sicher viel weniger Einjährige zur Zwischenpflanzung.

Mache nochmal ein wildes Winterbild ;D

Kurze Frage - im letzten Jahr bei der Neuanlage hatte ich ordentlich Kompost untergearbeitet - muss das Staudenbeet in dem Sinne in diesem Jahr schon irgendeinen Dünger bekommen?? Die Päonien separat vielleicht?? Filipendula rubra venustra?

L.G.
Titel: Re:Neues Staudenbeet
Beitrag von: Treasure-Jo am 18. Januar 2012, 19:36:03
Nein, die von Dir verwendeten Stauden brauchen normalerweise (fast) keinen Dünger! Man sieht an dem kräftigen Wuchs der Nepeta, dass in Deinem Boden mehr als genug Nährstoffe vorhanden sind. Etwas Kompost (max. 1cm Höhe), einmalig im Jahr, kompensiert die über das Schnittgut entommenen Nährstoffe. Du kannst natürlich auch mit dem Schnittgut mulchen, dann hälst Du die Nährstoffe im Kreislauf (Phosphor, Kalium). Der Stickstoff kommt über den Regen.
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. August 2018, 18:11:19
Schön hier zufällig zu lesen, dass ich dieses Beet 2011 neu angelegt hatte. In diesem Frühling war es ja wieder richtig fällig. Ich musste ganz viel rausschmeißen, auch der Giersch feierte wieder fröhliche Urständ. Das waren dann schon 7 Jahre. Verdammt kommt mir diese Zeit jetzt plötzlich kurz vor.  :-\

Viele der o.g. Pflanzen haben sich nicht bewährt. Inzwischen wird das Beet doch regelmäßig gewässert und die Salvien mickern alle, dafür wächst Echinacea recht gut.

Rausgeschmissen habe ich die hohen Astern - die sind in einem extra Asternbeet.
Stark dezimiert die Filipendula rubra venusta - die wuchert wenn sie gut ernährt wird

Kandelaber Ehrenpreis - mit viel Wasser wird er dort toll

Aber zufrieden bin ich mit dem Beet nicht - es hat aus meiner Sicht keine Struktur - ist nur ein Sammelsurium von Stauden. Der Rand vorn ist ganz nett. Da wechseln sich Glockenblumen und Geranium Apfelblüte recht gut ab...

Alle Staudenpfingstrosen mickern dort - zu viel Wasser??? Ist das möglich??

Immer wieder Wildsaat von Königskerzen und Nachtkerzen, die ich zu spät entferne...

Ein attraktives Gras (Name??), dass sich aber zu sehr aussät..

Anliegend ein Bild vom 21.6. diesen Jahres - schön langweilig - wenig Farbe und noch dazu unscharf. Aber recht übersichtlich

Die Rose war toll in diesem Jahr - Kletterrose "Jasmina"
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. August 2018, 18:14:42
Jasmina
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. August 2018, 18:17:45
17. April 2018 nach der diesjährigen "Neuanlage" bzw. Tabula rasa
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. August 2018, 18:19:15
dito
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. August 2018, 18:19:51
nochmal
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. August 2018, 18:21:10
.
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gartenplaner am 28. August 2018, 18:29:14
Hier hattest du viel über deinen Vorgarten gepostet.
Allerdings schreibst du auch, dass es noch einen 2. Thread gibt.
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 28. August 2018, 18:37:13
Ja, der müsste noch älter sein. Ich bin schon bissel entnervt vom suchen, aber das findet sich sicher wieder an. Ich hätte wirklich Lust, das mal ordentlich zu dokumentieren. Wir hatten auch schon einen Pur-Subbotnik dort...
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 18:59:16
So ich setze mal ein paar Fotos des diesjährigen Beetumbaus rein. Die Ergebnisse stehen schon ein paar Posts weiter oben. Wie gesagt - zufrieden bin ich nicht, ist einfach nur chaotisch und durcheinander geworden. Es wächst alles recht gut bis auf die Staudenpäonien. Die sind komplett braun eingetrocknet, oder mickern - ich hatte sie auch nicht umgepflanzt.... Die Bauernpfingstrosen, die ja älter sind, sind nur in den Blättern braun, aber noch nicht eingegangen. Ich befürchte wirklich, dass die anderen beiden richtig hin sind...sie werden auch zu sehr bedrängt und dann noch regelmäßig gewässert - wahrscheinlich einfach ungünstig....die grüne Päonie von Axel ist aber noch im Blatt grün :D

Anfang, diese grünen Flächen - alles Stauden mit Giersch
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:00:15
nach dem Winter
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:00:42
dito, Giersch und kein Ende
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:01:17
Kahlschlag
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:02:41
Pakete gierschverseuchter Stauden, vor allem Phlox und Filipendula rubra venusta
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:03:04
fette Beute
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:03:41
Lichtblick
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:04:58
und so sieht es nun aus  ::)
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:06:06
so auch
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:06:48
Eine der englischen Überlebenden
Titel: Re: Neues Staudenbeet
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:08:50
und ein nettes Detail mit Phlox und Verbena Bonariensis.

Sehr wohl fühlt sich dort inzwischen das gefleckte Lungenkraut, Campanula Blauranke, Geranium Apfelblüte, Echinacea, und der ganz rechte Beetteil ist noch nicht aufgenommen, dort fühlt sich auch der Giersch noch wohl. Nehme ich den auf, geht mir vermutlich ganz viel Corydalis verloren...
Titel: Re: Staudenbeet - Beetumbau ab 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2018, 19:25:31
Ich hätte gut Lust auf einen sofortigen neuen Beetumbau und Zukauf im Boga - aber dazu brauchte ich endlich mal für dieses Beet ein Konzept - einen Plan.

Das Beet bekommt Vormittags Sonne, direkt am Mittag liegt ein großer Baumschatten drüber und danach wieder Sonne so bis maximal 17 Uhr - Ostseite eben. Durch Baumschnitt bei den Nachbarn wird es jetzt noch sonniger werden. Ich bewässere es derzeit komplett - schön wäre, wenn ich das nicht müsste.

Pflanzen, die drin sind:

Kandelaberehrenpreis in weiß
Filipendula rubra venusta
Aster Karminkuppel
kleine weiße Aster siehe Foto
Lungenkraut
Geranium Apfelblüte
Campanula Blauraute
Salvia nemorosa Blauhügel
Fette Henne
Schleifenblumen
unbedeutende Bartiris (gelb/lila)
Kletterrose Jasmina
Magnolia Satisfaction
Paeonie 'grün' von Axel
Paeonia mlokosewitschii - Teil meiner Gage vom Schneeglöckchentreffen  ;D - wächst dort ganz mies
noch eine Staudenpäonie...
zwei rosa Bauernpfingstrosen

1 Gras, versamt sich wie blöd
Echinacea - die normale lila Form
Corydalis, verschiedene
Phlox weiß
Phlox rosa
Phlox lila

alles nichts von sehr großer Bedeutung außer die markierten, da lässt sich sicher was umbauen, aber ich plage mich schon lange mit dem Beet - mir wäre mit ein paar Idee von außen bestimmt geholfen. Das Beet ist von beiden Seiten zu sehen - Gartenseite und Hausseite

hier noch mal die Gartenseite - da ist ne Feldsteinmauer und davor Salbei und anderer Schnickschnack
Titel: Re: Staudenbeet - Beetumbau ab 2011
Beitrag von: Natternkopf am 29. August 2018, 21:42:33
Fotosafari 3  :D

Schön geworden.
Redlich verdient je ein 🍷 und 🌹
Lg Natternkopf
Titel: Re: Staudenbeet - Beetumbau ab 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 30. August 2018, 11:08:25
Ja danke - ich war sehr fleißig mit dem Handy gestern und vorgestern. Das lässt auch wieder nach. Aber dann habe ich zwei Themen, die für mich selbst auch so eine Art Kontrolle sind, und es wurde ja auch neulich der Wunsch nach mehr Projekten - so wie damals in "Davor und danach" geäußert.