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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: Zausel am 26. Februar 2011, 11:06:29
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Das Thema interessiert mich sehr, ich bin auf Eure Erfahrungen gespannt.
...Das Kartoffeln frosthart sind scheint euch ja nichts neues zu sein? ...
ich verstehe die frage nicht.
In 132 hab ich eine überwinterte Kartoffel gemeldet. Sie lag an der Oberfläche den ganzen Winter.
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Ich hab vorige Woche aus einem Blumenbeet eine Kartoffel geholt. Sie war ganz an der Oberfläche (teilweise grün). Nur etwa 1cm Laub war drüber.
Die ist noch völlig fest und auch sonst normal. Die roten Augen sehe so aus als wenn sie jeden Moment treiben würden. Mal sehen ob ich eine "winterharte" Sorte habe.
Im Boden hab ich schon öfter sowas gehabt, aber an der Oberfläche???
Wer hat ähnliches beobachtet?
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Ja, kenne ich auch. Vor allem am Kompost(und damit meine ich richtig durchgefrorenen).
Mich wundert das jetzt, das das jemanden wundert ???.
Ist das wirklich noch nicht bekannt/erlebt?(finde das ganz normal :-[)
Vielleicht liegen bei euch sonst nicht so viele Kartoffeln herum ;D :-X
LG Anne
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... Mal sehen ob ich eine "winterharte" Sorte habe. ...
Daß vergessene Kartoffeln (wenn sie noch so klein sind) in den Nachfolgekulturen an den ünerwünschtesten Stellen wiederkommen, ist mir schon klar. Gibt es aber unterschiedliche "Winterhärten" und besonders kälteunempfindliche Kartoffelsorten?
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Meines Wissens waren frühere Kartoffelsorten wesentlich frostempfindlicher als moderne. Im Kampf gegen Krankheiten wurden bei der Züchtung Wildformen eingekreuzt, die frosthärter sind als die seit 250 Jahren verwendeten Herkünfte. Unterschiedliche Winterhärte bei Kartoffelsorten scheint mir daher sehr gut möglich zu sein.
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Ich habe eigentlich vorwiegend alte Kartoffelsorten, daran kann das so nicht liegen. ???
Der vitelotte und Sorten, die aus den Anden kommen, solanum ajanhuiri usw. sagt man mehr Frosthärte nach, kann ich aber nichts weiter zu sagen.
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Ich habe eigentlich vorwiegend alte Kartoffelsorten, daran kann das so nicht liegen. ???
Manche alte Sorte ist gar nicht so alt. ;)
Vielleicht liegt es auch an den milderen Wintern, vielleicht an getrübter Erinnerung an früher ...
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Eine geringe "Frosthärte" gestehe ich den Kartoffeln zu.Es ist schwer zu beschreiben,denn es sieht nach meiner Ansicht nur so aus,als seien manchmal die Kartoffeln frosthart.So hatte ich mal einen Garten in der Nähe von Neustrelitz.Dort haben einige Reihen Kartoffeln im Boden überwintert.Beim Umgraben im Frühjahr habe ich mit Überraschung festgestellt,daß die Kartoffeln noch in einer einwandfreien Qualität und eßbar waren.Ich muß aber sagen,daß dies nicht auf die Frosthärte der Kartoffeln zurückzuführen war,sonden in dem Jahr hat es im Spätherbst mit leichtem Frost begonnen,so daß der Boden oberflächlich gefroren ist.Gleich darauf hat es geschneit und der Schnee ist ausnahmsweise bis zum Frühjahr nicht weggeschmolzen.So ist der Boden vor tiefen einfrieren geschützt gewesen und somit konnten die Kartoffeln überleben.
Zusammenfassend: Kartoffeln sind nur winterhart, wenn sie auf irgendeine Weise vor Frost geschützt sind.
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Also ich habe auch Kartoffel im Garten aus dem letzten Jahr gefunden - sie lagen frei auf der Erde und der starke Regen zwischen den Frost- und Schneezeiten hat sie dann wohl sichtbar gemacht - ich hatte mich zwar auch gewundert, mich dann aber doch gefreut und beschlossen diese Sorte dieses Jahr wieder anzubauen. Nächsten Herbst mache ich keinen Streß mehr mit der Kartoffelernte und Lagerung, sondern lasse einfach in der Erde was ich nicht gleich brauche und hole sie nach und nach bei Bedarf raus.
Wir hatten hier bis -20 Grad und Schutz hatten diese Kartoffel keinen.
LG
Taques
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Aber schmecken diese gefrosteten Kartoffeln nicht süß? So kenne ich das zumindest.
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ich hab mal eine sehr interessante sendung im tv über kartoffelanbau in den anden gesehen. es gibt dort wohl ein paar ziemlich frostharte einheimische sorten.
dort wurde berichtet, dass jede familie mindestens 4-5 verschiedenen sorten anbaut, davon mindestens 3 alte sorten und der rest modernere ertragreichere. so sind sie auf jeden fall mehr wetterunabhängig und die kartoffelernte fällt nie gänzlich aus.
leider ist auch dort die agrarpolitik so, dass die alten sorten vom markt verschwinden sollen, aber es haben sich initiativen gebildet.
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Wir hatten hier bis -20 Grad und Schutz hatten diese Kartoffel keinen.
Auch Schnee ist ein Wärmeschutz.
Wenn Du die Kartoffeln im Herbst im Boden belassen willst wünsche ich Dir viel Glück.Besser Du sparst Dir dann die Arbeit des Anbaues.
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... Nächsten Herbst mache ich keinen Streß mehr mit der Kartoffelernte und Lagerung, sondern lasse einfach in der Erde was ich nicht gleich brauche und hole sie nach und nach bei Bedarf raus.
Gelegentlich hatten bei mir im Boden verbliebene Früh-Kartoffeln eine zu kurze Keimruhe und haben im Herbst ausgetrieben. Wenn das Kraut kniehoch ist, ist an den Knollen nichts mehr dran.
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Aber schmecken diese gefrosteten Kartoffeln nicht süß? So kenne ich das zumindest.
Na die Mutterkartoffeln mußt du ja nicht essen. Sie wächst im Frühjahr und bildet eine Pflanze und die Knollen von der haben ja keinen Frost abbekommen.
LG
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Schon klar. Ich bezog mich auf Taques.
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Oh, ist klar :-[.
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@oile,
Du hast schon Recht,daß die Kartoffeln durch Kälte süß werden.Dazu reichen schon Temperaturen etwas über Null Grad im Plusbereich.Richtig erfrohrene Kartoffeln sind nach dem Auftauen matschig und nicht mehr zu gebrauchen.Übrigens geht die Süße in den Knollen nicht mehr völlig zurück.
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Bin nach wie vor auf der Suche nach Erfahrungen mit der Frosthärte von Kartoffelsorten. (Ideen bitte per PM)
Hintergrund dieser Suche ist der Wunsch, die Pflanzkartoffeln schon im Herbst zu legen und so bei nicht vorhandener Lagermöglichkeit für eigene Pflanzkartoffeln trotzdem eigene benutzen zu können und nicht immer wieder neue kaufen zu müssen.
Frühjahr 2012:
das kleine Kartöffelchen lag den Winter über auf der Erdoberfläche, mal sehen, was wird
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20120318_Kartoeffelchen
ueberirdisch[/td][td]

20120318_Kartoeffelchen
angehaeufelt[/td][/table]
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Eine rotschalige hat bei mir selbst die Kahlfröste der letzten Wochen in 10 cm tiefe gut überlebt, werd sie legen. ;) Auch eine andere hat einige gute Knollen geliefert.
Leider keine Sortennamen.
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bei mir haben auch einige rotschalige ( rooster) den winter über im boden gut überstanden; finde ich schon erstaunlich,da der boden hier immer sehr nass ist und die temp auch so bis -10 grad gingen,allerdings nicht wochenlang.
l g stones
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Bei mir waren die Kahlfröste bis -16 für zwei Wochen. Vorher war es noch kälter aber da gabs auch Schnee.
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Bei uns waren bis -16°C und mal mit und mal ohne Schnee und ich habe gestern auch mehrere Knollen gefunden.....eigentlich wollte ich Topinambur ausbuddeln.....
schöne feste Knollen, rot- und gelbschalige. Jedes Jahr keimen irgendwo wild Kartoffeln, die über Winter im Boden verblieben sind und die lasse ich immer stehen und wachsen, auch wenn sie "im Wege" sind, weil die immer gute gesunde Knollen tragen....und dabei nicht einmal angehäufelt werden wie die in der Reihe....
LG July