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Pflanzenwelt => Kräuter, Duft- und Aromapflanzen => Thema gestartet von: Gonzales am 11. April 2011, 23:45:40

Titel: Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Gonzales am 11. April 2011, 23:45:40
Hallo allerseits,

Bärlauch im Garten, Erntezeit. Allerdings blüht er schon ordentlich. Darf man dann noch ran? Habe mal irgendwo gehört, dass dann die Ernte eingestellt werden soll, wenn die ersten Blüten treiben - im Mai. Es ist aber erst April .... Andere behaupten, die Blüten könne man dazunehmen und verzehren .... Wie jetzt? Bin unsicher, hat jemand Rat?

Gruß,
Gonzales
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Nahila am 11. April 2011, 23:48:50
Dass jemand die Blüten isst, hab ich zwar noch nicht gehört, aber die Knospen kann man auf jeden Fall essen.
Hier blüht der Bärlauch inzwischen auch und er verlieht dann mächtig an Aroma. Meines Wissens ist das der Grund dafür, dass man dann nimmer erntet.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Günther am 11. April 2011, 23:54:19
Vor allem werden die Blätter fasriger und weniger zart.
Aromaverlust ist nicht soooo bedeutend.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: raiSCH am 11. April 2011, 23:55:10
Meine eigene Erfahrung ist, dass man blühenden Bärlauch beim Verzehr überlebt, aber das Aroma ist deutlich geringer - die Regel hat also schon einen Grund.

P.S. Das zäher Werden ist natürlich auch ein Grund, hängt aber von der Zubereitung ab.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: kohaku am 12. April 2011, 00:08:51
Die jungen Knospen finde ich ausgesprochen lecker - noch besser sind die winzigen Zwiebelchen der Sämlinge, die ich zur Zeit zu Hunderten aus den verschiedensten Beeten unseres Gartens ziehe.Bärlauchblüten werde ich dieses Jahr nicht mehr dulden. >:( Den Leichtsinn der letzten Jahre muss ich mit viel Jätarbeit büssen - am Schlimmsten ist das Rauspulen der Bärlauche aus den anderen Stauden.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: raiSCH am 12. April 2011, 00:12:03
Warum soll man Bärlauch bekämpfen? Um die Zeit treiben die meisten Stauden erst aus, und bis sie fertig sind, ist der Bärlauch längst verschwunden. Während seiner Anwesenheit bildet er aber einen grünen Teppich, der manches Unkraut verhindert.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: kohaku am 12. April 2011, 00:26:15
Bei uns breitet sich der Bärlauch so massiv aus,daß er bereits etliche zartere Stauden eliminiert hat.Wenn er irgendwann im Mai einzieht hinterlässt er nur
noch blanke Erde.Das Bild wurde übrigens am 1.5.09 aufgenommen.
LG Kohaku
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: kohaku am 12. April 2011, 00:29:22
Bild fehlt :o
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: zwerggarten am 12. April 2011, 06:55:16
wunderschön! :D
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Mediterraneus am 12. April 2011, 07:08:37
Die jungen Knospen finde ich ausgesprochen lecker - noch besser sind die winzigen Zwiebelchen der Sämlinge, die ich zur Zeit zu Hunderten aus den verschiedensten Beeten unseres Gartens ziehe.Bärlauchblüten werde ich dieses Jahr nicht mehr dulden. >:( Den Leichtsinn der letzten Jahre muss ich mit viel Jätarbeit büssen - am Schlimmsten ist das Rauspulen der Bärlauche aus den anderen Stauden.

Volle Zustimmung! Einmal Bärlauch, immer Bärlauch!

Auf schweren Böden ist Bärlauch eine Pest. Er ist zwar nur im Frühjahr vorhanden, verdrängt aber alle anderen Frühlingsblüher (Er bildet einen Monokultur-Teppich), wenn man nicht ständig jätet.
Und ja, die gejäteten Zwiebelchen sind lecker. Man kann bloß nicht soviele essen, mit Bärlauch kann man sich ganz schnell "überfressen", dann kann man ihn nicht mehr riechen. Also vorsichtig mit Bärlauchpesto, Suppe, Späzle, Butter..... ;)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: partisanengärtner am 12. April 2011, 07:19:32
Das ganze Aroma geht nach und nach zurück in die Zwiebel, die das ganz Jahr geerntet werden kann (nur beim Umpflanzen :P) aber auch die unreifen Samenstände sind sehr gut. Die reifen Samen wären auch gut zu essen sind aber nicht leicht zu ernten ohne das man das Zeug auch noch vermehrt.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Hummelchen am 12. April 2011, 10:38:57
Ich habe in einen 1m breiten Streifen am Zaun grad Topinambur gepflanzt.
Kann ich auch Bärlauch dazu setzen? Ich meine, beim Ausbuddeln der Knollen ließe sich vielleicht auch der Bärlauch in Schach halten.
Vertragen die beiden sich?
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Chica am 12. April 2011, 10:47:54

Auf schweren Böden ist Bärlauch eine Pest.

Auf unserem leichten, trockenen Sandboden bin ich glücklich, dass er jetzt nach dem 3. Pflanzversuch wiedergekommen ist. Von Blüten ist noch nichts zu sehen, die kommem später, ernten trau ich mir auch noch nicht bei den 4 Blättchen.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Gänselieschen am 12. April 2011, 11:09:33
@ Chica, willkommen im Club ;)

ich bin auch froh und glücklich, dass der Bärlauch in meiner Sandwüste an allen drei Stellen, an dem ich welchen gepflanzt habe, überlebt hat, Eine Stelle 2009, zwei Stellen 2010. Hier ist es eigentlich immer trocken, außer wenn man wässert. Dass Bärlauch zur Plage wird, kann ich mir auf Sandboden kaum vorstellen.

Voller Freude habe ich dies Jahr drei Mal ein paar Blättchen für Quark und Pizza gepflückt - immer schön aufgepasst, dass noch genug bleibt. Die Blütenknospen sind auch zu sehen - bei mir muss Bärlauch gegen Giersch kämpfen - das wird auf jeden Fall spannend. Noch versuche ich den Bärlauch frei zu halten, aber drum herum lauert der Giersch.

Du musst vielleicht auch bischen wässern, Stelle merken und auch im Sommer ruhig mal ne Kanne draugeben. So habe ich es gemacht.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Marsch_Düne am 12. April 2011, 11:44:09
Bei mir wächst und keimt der Bärlauch auch im Sand. Der Boden ist allerdings sehr nährstoffreich (ehemaliger Hühnerauslauf), der Bärlauch steht im Halbschatten einer Mauer und das Klima ist atlantisch. Viele andere Pflanzen (Mutterkraut, Helleborus-Hybriden, Narzissen) ließen aber gestern noch die Blätter hängen wegen der Trockenheit. Heute hat es ja zu Glück geregnet.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Mediterraneus am 12. April 2011, 13:32:14
Ich habe in einen 1m breiten Streifen am Zaun grad Topinambur gepflanzt.
Kann ich auch Bärlauch dazu setzen? Ich meine, beim Ausbuddeln der Knollen ließe sich vielleicht auch der Bärlauch in Schach halten.
Vertragen die beiden sich?

Na dann würdest du ja zur Pest noch die Cholera dazugesellen ;D :-X

Die beiden könnten dann um die Wette wuchern....

Allerdings könntest du die beiden schon in Schach halten, wenn du regelmäßig eindämmst und viel erntest. Ich kenne Tobinambur nur von großen ausgewilderten Horsten, die sich flächig verbreiten.
Als Alternative könntest du dir eine Wühlmaus halten, die soll Tobinambur sehr mögen. Bin heute etwas zynisch, sorry! ;)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Hummelchen am 12. April 2011, 13:50:11
Ich könnte mir EINE Wühlmaus halten??? :o
Ich bin stolzer Besitzer von HUNDERTEN Wühlmäusen.
Die fressen meine Topi-Knollen? Muss ich die nun auch noch in Drahtkörbchen packen?
Wir besitzen das Grundstück seit Januar, die Wühlmäuse waren schon da, vermutlich sehr lange, wie ich an den überall austreibenden Narzissen sehen kann. :(
Könnte man Wühlmäuse mit Topinambur in eine Gartenecke locken und dort geziehlt massakrieren? ;D
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Gänselieschen am 12. April 2011, 14:09:28
 ;D ;D

Ich habe reichlich bis überreichlich Wühlmäuse - den Topinambur schaffen die auch nicht zu massakrieren. Topi in Drahtkörbchen ist sicher nicht nötig. Da waren bei mir die Wildschweine vor einiger Zeit bei Topi viel effektiver - denn die mögen den wirklich.

Wenn man genügend Platz hat, dann ist doch weder Bärlauch noch Topi ein wirkliches Problem. In einen kleinen Garten würde ich mir wahrscheinlich Topi nur mit einer Wurzelsperre gegen den Rest des Gartens holen und bei Bärlauch wäre ich noch unsicher, weil er sich doch sehr lohnt. Auf Rügen steht er z.B. in Bergen auf großen Wiesen, im Sommer Wiese im Frühling Bärlauch. Kann man das nicht auch im heimischen Garten machen. Bärlauch einfach auf der Wiese wachsen lassen. Bis zum ersten Rasenschnitt hat er fertich.

Vielleicht zur Ergänzung : Bergen ist ne Stadt auf Rügen ;)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Hummelchen am 12. April 2011, 14:23:01
Wääähhh, Wildschweine????
Der Wald beginnt 20m weiter weg. :o
Ich dachte, ich hätte den idealen Standort für den Topi gefunden.
Am Zaun, der Nachbar hat eine Wurzelsperre im Boden, naja, eigentlich ist es eine Hund-durchbuddel-sperre für seinen Jack Russel, ich habe dort für den Topi 1m Platz, dann kommt der Weg zu den Gewächs- und Folienhäusern, allerdings mit Rasengittersteinen in 60cm Breite belegt.
Mediterraneus, ich versuchs mit Pest und Cholera, deinem Zynismus zum Trotz. 8)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Gänselieschen am 12. April 2011, 14:26:56
Die Rasengittersteine schafft der Topi locker - da kannst Du Dich schon drauf freuen - genau da hast Du keine Chance ihn wirklich wegzubekommen. Jedes winzige Futzelchen treibt neu aus. Wenn Du es noch steuern kannst, dann mache auf Deinem Grundstück eine Wurzelsperre oder pflanze den Topi in einen unten offenen Maurerkübel.

L.G.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Hummelchen am 12. April 2011, 14:50:23
Ok, ich bin ja nicht beratungsrestistent. 8)
Also kriegt er eine Wurzelsperre. Ausgehebelte Gehwegplatten sind nicht so der Hit, das sehe ich ein.

Aber zurück zum Bärlauch.
Verträgt er sich mit dem Topi? Hat da jemand Erfahrungen?
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Gänselieschen am 12. April 2011, 15:09:10
Aushebeln wird er sie nicht - aber aus allen Lücken der Rasengittersteine werden irgendwann die Triebe sprießen - du rupfst sie ab, dabei erwischst du unter den verdichteten Steinen aber nicht die Knolle und für jede abgerupfte wachsen mehrere nach.

Ich habe auch Topinambur, zum Ernten komme ich kaum, der wandert im Sandboden auch zu tief. Wenn Du was ernten willst, dann ist die Sache mit dem Maurertrog sowieso günstig - das habe ich hier im Forum mal gelesen - nicht selbst praktiziert. Bei mir gab es immer einmal im Jahr Topinambur, wenn ich mein Dahlienbeet vorbereitet habe. Dort war der nämlich nicht wegzubekommen. Allerdings muss man dann schnell sein, sobald der Topi zu weit ausgetrieben ist, werden die Knollen trocken und luftig - ungenießbar.

L.G.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Mediterraneus am 12. April 2011, 15:56:11
Also ich würde sowohl Topinambur (Tobinambur? komme aus Franken, da ist b und p das gleiche), als auch Bärlauch zumindest nicht in einen kleinen Garten pflanzen.
Auch wenn der Nachbar etwas penibel ist in Gartenangelegenheiten würde ich auf diese Pflanzen verzichten.

Ist genügend Platz vorhanden (z.B. Obstwiese, Acker) dann ist wohl nach obigen Angaben eine "Mischkultur" mit Wühlmäusen und Wildschweinen zur Erhaltung des Gleichgewichtes angebracht. ;D ;)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Hummelchen am 12. April 2011, 16:24:47
Mediterraneus, ich bin ein geborenes Sachsenkind, da gibts das harte und das weiche B. Ebeso das harte und das weiche D. "Mach de Düre zu, Beter!" Das harte G ist auch über Sachsen hinaus bekannt, zum Beispiel im sächsischen Bliemchengaffee ;D

Nun habt ihr mich überzeugt, ich buddel die Topis wieder aus. Hab sie ja auch gestern erst gepflanzt. ::)

Am Zaun zum Feld dürfen sie dann wachsen, sind somit auch dichter an den Wildschweinen. Und ca. 40m vom Haus weg. Wenn es dann die Wühlmäuse auch dahin ziehen würde... ;D

Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Mediterraneus am 12. April 2011, 16:36:03
Hi Hummelchen,
das kann gut sein, dass du die Wühlmäuse mit dem Topinambur vom Garten und somit von anderen Pflanzenleckerbissen ablenkst. Die Idee ist gar nicht so übel.

T. ( ich kürze ab;) ) hat ja eher den Charakter einer Wildpflanze und passt auch gut zur freien Landschaft.

Ja die deutsche Sprache ;) Du meintest wohl "des hadde d un des weiche d"
Ich spreche kein Hochdeutsch. Und das finde ich auch gut so. ;D
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Cim am 13. April 2011, 06:45:08
In meinem alten winzigem Gärtchen mit Sandboden hatte ich keine Problem mit meinen Topinambur und Bärlauch. Ich awr froh, etwas ernten zu können.
In dem jetzigen Garten habe ich gerade 30 Bärlauchzwiebeln gesetzt und 6 verschiedenen Topinambur ausgepflanzt.
Topinambur am Rand zur Pferdekoppel der Nachbarn, dann können die die frischen Austriebe futtern. Übrigens lieben auch meine Meerschweinchen die Knöllchen am lliebsten mit frischem Grün :D
Der Bärlauch ist unter einem Obstbaum ziemlich schattig und darf sich dort sehr gerne invasiv verhalten. Zu Stauden würde ich ihn auch gar nicht erst pflanzen.
Übrigens habe ich mal in einer Zeitung gelesen, dass die Blüten als Dekoration zum Essen gelegt wurden.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Anne Rosmarin am 13. April 2011, 07:01:03
Mediterraneus, ich bin ein geborenes Sachsenkind, da gibts das harte und das weiche B. Ebeso das harte und das weiche D. "Mach de Düre zu, Beter!" Das harte G ist auch über Sachsen hinaus bekannt, zum Beispiel im sächsischen Bliemchengaffee ;D

Nun habt ihr mich überzeugt, ich buddel die Topis wieder aus. Hab sie ja auch gestern erst gepflanzt. ::)

Am Zaun zum Feld dürfen sie dann wachsen, sind somit auch dichter an den Wildschweinen. Und ca. 40m vom Haus weg. Wenn es dann die Wühlmäuse auch dahin ziehen würde... ;D



als nach Franken umgesiedelte gebürtige Sächsin kann ich beisteuern, dass es hier auch das harte und weiche b und d gibt ;D.

Mir sind die Topinambur in meinem früheren garten regelmäßig von den Wühlmäusen weggefressen worden(auch die Kartoffeln, Möhren und Knollenziest).

Da war gar nichts mit Wuchern :-[.

LG Anne
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Hummelchen am 13. April 2011, 07:44:59
Hm, ich bin noch gar nicht sicher, was ich hier für Boden habe.
Eigentlich ist er ganz locker, federt auch fast ein bisschen beim laufen, ich muß weder auf Grabegabel noch auf Spaten drauftreten, um das Werkzeug in die Erde zu kriegen, aber beim Gießen und bei Regen schlämmt die Oberfläche sehr schnell zu.
Ich hatte ein wenig Maulwurfserde in einem Eimerchen vergessen, das war nass geregnet und wieder getrocknet. Die Erde war steinhart, ließ sich aber mit ein bisschen Mühe dann zerbröseln. Bei Luftlinie 4km bis zur Ostsee schätze ich mal lehmiger Sand.
Zu Zeigerpflanzen kann ich noch nicht viel sagen, wenig Brennnesseln, kleine Quecke-Inseln, ein Eckchen mit Ackerwinde, aber ich habe hier gelernt, was Giersch ist. ::)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Gänselieschen am 13. April 2011, 09:34:14
Klingt fast nach torfigem Boden, federn, schnell trocken, zerbröseln?? Aber welche Farbe hatte der Boden nach dem Trocknen im Eimer - das könnte natürlich Lehm sein, in Küstennähe.

Bei mir hat der Topi dem Liebstöckel ziemlich die Luft genommen, der wird immer mickriger von Jahr zu Jahr, den werde ich von der STelle entfernen - der Topi dürfte dort bleiben, dann könnte ich auch mal ernten, ohne Sorge um die Liebstöckelwurzeln.

Topi mit Bärlauch kann eigentlich nicht gehen - wenn Du dem Topi nachgräbst, dann störst Du den Bärlauch, von dem brauchst Du ja nur die Blätter. Hm ??? ???

L.G.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Hummelchen am 13. April 2011, 11:48:36
Die getrocknete Erde im Eimerchen ist sehr hell.
Wir haben am Wochenende zum ersten Mal Rasen gemäht, der Rasentraktor hat 9 Auffangbehälter Rasenschnitt geliefert, allerding ziemlich durchmischt, weil viele Blätter und anderes mit aufgesaugt wurden. Ich hab damit sofort die offenen Flächen gemulcht und darunter schlämmt nix mehr zu. :D

Aber du hast recht, Gänselieschen, die Unterpflanzung von Topi mit Bärlauch ist suboptimal. Ich suche einen anderen Platz, wo der Bärlauch wuchern kann, wenn er denn wuchert. ;)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: zwerggarten am 13. April 2011, 13:30:19
noch ein nebenthema: mir wurde letztens von einer nachbarin eine handvoll "bärlauch" geschenkt, bevor die blättchen da waren - nun sind sie es, und siehe: sie sind ganz schmal-lanzettlich und nicht so typisch breit, duften (und schmecken) aber nach knoblauch... gibts da sonderformen? oder einen nahen verwandten? falls das zeug noch blüht, gibts ein bild. ::)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Mediterraneus am 13. April 2011, 13:46:59
Man kann ja gottseidank alle Alliümmer essen, schiefgehen kann nix ;)


Sind Bärlauchblätter nicht alle schmal lanzettlich? Die von kleinen Zwiebeln sind wesentlich schmaler als die von großen Zwiebeln. Auch die jungen Blätter sind noch schmaler.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Staudo am 13. April 2011, 14:36:48
sie sind ganz schmal-lanzettlich und nicht so typisch breit, duften (und schmecken) aber nach knoblauch...


Falls es Allium paradoxum sein sollte (ist in Berlin überall verwildert), würde ich mich schon mal nach einem anderen Garten umsehen.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: zwerggarten am 13. April 2011, 15:13:50
@ staudo: :o :P

[size=0]keine sorge, ich würde dann ein ablegerchen von meinem symphytum azureum drüberpflanzen... :-X ;D[/size]

@ mediterraneus: das mir bekannte übliche bärlauchlaub ist maiglöckchenähnlich eher breit-spitzlanzettlich... ::) besonders dein hinweis mit den jungen zwiebelchen ist wertvoll, es sind nämlich welche - ich werde mal die ursprungspflanzen im garten der nachbarin begutachten. ;)

edit: die gugelbilder sprechen allein von der blattbreite sehr für das auch berliner bärlauch, wunderlauch oder seltsamer lauch genannte invasive mistzeug allium paradoxum. :P >:(
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Gänselieschen am 13. April 2011, 15:52:45
Wenn er genauso verwendet werden kann wie Bärlauch, das ist doch garnicht übel, und dann auch wieder vollständig einzieht??

L.G.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Mediterraneus am 13. April 2011, 16:04:58
sie sind ganz schmal-lanzettlich und nicht so typisch breit, duften (und schmecken) aber nach knoblauch...


Falls es Allium paradoxum sein sollte (ist in Berlin überall verwildert), würde ich mich schon mal nach einem anderen Garten umsehen.

Allium paradoxum ist kein Bärlauch. Aber wenn ich mir die google-Bilder so anschaue, dann wächst der genauso stark ;)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: partisanengärtner am 23. April 2011, 23:13:57
Sieht eher schlimmer aus. Diese vielen Brutzwiebeln. :o :o :o
Da kann man sich wirklich einen neuen Garten suchen.
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: zwerggarten am 24. April 2011, 01:37:24
den allium paradoxum werde ich wohl wieder roden - eine verkostung der von mir über das paradoxe wucherzeug aufgeklärten nachbarin mit wunderlauch, schnittknoblauch, knoblauchgrün und bärlauch hat offenbar eindeutig den bärlauch auf das siegertreppchen gehoben... ;)
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 10:30:12
Hab gestern "Bärlauchpesto" gemacht. Zumindest hat es so gerochen...bin mit dem Rasenmäher drübergefahren ;D
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Eva am 24. April 2011, 11:36:50
Hummelchen, ich glaub, dass es der Bärauch feuchter und schattiger mag als der Topinambur. Die Wühlmäuse meiner Tante sind übrigens nur im Winter am Topi, zum Frühling übersiedeln sie zu besser schmeckenden Gartenteilen. (Topi wohnt im Hühnerauslauf und wird dort von den Hühnern im Zaum gehalten).
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: Hummelchen am 24. April 2011, 19:51:35
Der Topi ist jetzt eingebuddelt, in 20l-Eimern ohne Boden. Und selbst wenn er da ausbricht, bis zum Nachbarn ist es ein weiter Weg. ;D
Für den Bärlauch such ich mir halt ein anderes Eckchen.
Ich danke euch allen für eure Ratschläge. :-*
Titel: Re:Bärlauch - uneingeschränkt genießbar?
Beitrag von: tamara89 am 27. April 2011, 08:05:03
Der Topi ist jetzt eingebuddelt, in 20l-Eimern ohne Boden. Und selbst wenn er da ausbricht, bis zum Nachbarn ist es ein weiter Weg. ;D
Für den Bärlauch such ich mir halt ein anderes Eckchen.
Ich danke euch allen für eure Ratschläge. :-*

Was den Topi angeht, warte einfach mal ab, wie es sich entwickelt.

Ich hatte ihn anfangs am Zaun entlang als eine Art "Sichtschutz". Irgendwann ist dann auch mal die ein oder andere Pflanze aufgrund der Höhe/Größe umgeknickt. Ich habe sie dann einfach rausgezogen (samt Knollen) und als Mulch oben drauf gelegt. Gerade die Pflanzen selbst habe ich gut als Mulch gebrauchen können. Irgendwie habe ich dabei dann doch immer die meisten Knollen mit rausgezogen, so dass das Wachstum ganz schön eingeschränkt wurde.

Mein Topibestand (muss mal gucken, ob ich überhaupt noch welchen habe) ist jedenfalls ziemlich geschrumpft.

Bei mir gibt es andere Pflanzen, die wesentlich schlimmer wuchern.