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Pflanzenwelt => Kräuter, Duft- und Aromapflanzen => Thema gestartet von: Marsch_Düne am 21. April 2011, 21:38:12

Titel: Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Marsch_Düne am 21. April 2011, 21:38:12
Hallo,

habt Ihr dieses Jahr auch so viele Verluste an Kräutern durch den Winter?
Meine Kräuter sahen alle sehr gut aus, bis der Schnee taute und der Kahlfrost kam.

Zitronenthymian wurde von einem Viertel Quadratmeter auf drei Stängelchen reduziert.

Beim Gewöhnlichen Thymian hat sich die Anzahl von 3 auf 1,25 reduziert. Einer kämpft halt noch. ;)

Der breitblättrige Salbeistrauch hat ein Drittel seines Volumens verloren.

Von fünf Lavendeln lebt nur noch einer sicher.

Selbst der Oregano hat sich auf ein Fünftel seiner ursprünglichen Flächenausdehnung verkleinert.

Die Verluste beim Gewürzlorbeer haben mich nicht gewundert. er wächst rückwärts, seit ich ihn (ausgepflanzt) habe.

Fast alle Kräuter stehen seit 5 Jahren an ihrem Standort und haben auch den letzten doch etwas härteren Winter klaglos überstanden.

Positiv überrascht bin ich vom Rosmarin und vom Currykraut. Beide zeigen nur minimale Schäden.

Die Pflanzen stehen von drei Seiten geschützt in einem Hof. Der Boden ist sandig und trocken.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Taques am 21. April 2011, 23:43:04
bei mir war´s in etwa das selbe - Salbei und Wiesensalbei haben´s super überstanden, genau wie Rosmarin, Angelika, Liebstöckl, Schnittlauch, Winterheckzwiebel, Ysop und Pimpinelle... aber Thymian, Orangen-, Zitronen-, und pfeffriger Thymian sowie Quendel sind alle so gut wie hinüber, Estragon und Olivenkraut sind ziemlich lädiert und vom kriechenden Bergbohnenkraut fehlt auch jede Spur...
Beim Speik- & Zahnlavendel war ich ja schon davon ausgegegangen das sie diesen Winter nicht überleben... der normale Lavendel ist ok und auch ettliche Stecklinge haben bewurzelt, auch das Currykraut scheint ok.
Überlebt haben den Winter draussen allerdings Zitronenverbene und Stevia - da war ich positiv überrascht....
Das Zitronenmelisse, zitroniges und normales Johanniskraut, Lungenkraut, Frauenmantel, Safran, die Minzen und Goldmelisse sowie die Monarden, Eisenkraut und Labkraut winterhart sind weiß ich ja - fehlt nur noch ein Lebenszeichen vom Schnittknoblauch, Schnittsellerie, Petersilien, einjährigem Bohnenkraut, Ginseng und einigen im Herbst eingetroffenen Kräutern... die Ringelblumen dagegen sind schon ziemlich groß und auch der Meerrettich ist nicht tot zu bekommen.
Dieses Jahr ist es zielich gemischt und ich hoffe immer noch das sich noch alle Kräuter erholen!

LG
Taques
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Cim am 22. April 2011, 10:30:05
Ein paarVerluste hatte ich auch, aber weniger als befürchtet. Nun war ich auch mitten im Umzug.
Salbeis haben einige gelitten, allerdings treiben die Überlebenden jetzt auch erst zaghaft wieder nach.
Mein dalmatinischer Salbei ist aber auch nicht durch den Winter gekommen.

Meine Thymiansorten sahen auch alle sehr mitgenommen aus. Ich bin aber schon im Laufe der Jahre zu den robusteren Wildarten (Thymus pulegioides und Thymus serpyllum) gewechselt und auch wenn diese Sorten zunächst braun aussahen, treiben sie gerade wieder ordentlich nach. Von vielen der besonderen Sorten habe ich mich im Laufe der Zeit verabschiedet.

Was für einen Oregano hast Du denn? Bei mir ist der O. vulgaris unkaputtbar und totgeglaubter Origanum creticum und Goldoregano berappeln sich gerade wieder.

Das Unglaublich ist, dass mir einige Minzen kaputt gegangen sind. Davon 2 wirklich besondere (Basilikum und japanische). Das lag aber wohl daran, dass ich dachte, die wären so robust und sie in den Töpfen beim Umzug vernachlässigt habe. :-\
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Lizzy am 22. April 2011, 11:00:53
Hallo,

bei mir auch ausgeprägte Verkahlung an allen Thymianen.
am Besten sieht noch die Sorte "Compactum" aus.

Der angeblich winterharte Majoran nun zum 3. Mal hinüber. Das war´s aber jetzt auch. >:(

Der angeblich mehrjährige Baumspinat ist weg.

Polygonum multiflorum ( Fo Tieng ) auch tot ! ???

Von den Minzen ist mir die kriechende Poleiminze erfroren.

Ebenfalls der Bronzefenchel, der Sizilianische Fenchel und der Meerfenchel, obwohl sie im leichten Kiesbeet standen und mit Lavagrus angehäufelt waren. ::)

Der Speiklavendel ist mitgenommen, aber an einigen Stellen grünt es. Anscheinend auch ein Mimöschen unter den Lavendeln.

Ein Toona sinensis ist hinüber, der Andere treibt zaghaft aus.

Obwohl der Winter so mild war ( höchstens - 10 °C Tiefstwert ) überrschen mich doch manche Ausfälle.

Gruss




Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Aella am 22. April 2011, 11:16:23
mein zitronenthymian ist auch von unten verkahlt. passiert mir aber jedes jahr :-\
rosmarin ist auch über den winter erfroren.

oregano, goldmajoran, kriechendes bergbohnenkraut erfreuen sich bester gesundheit :D
(petersilie, schnittlauch, sauerampfer, zitronenmelisse etc sind sowieso nicht tot zu bekommen)
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Marsch_Düne am 26. April 2011, 00:15:05
Das war ganz gewöhnlicher Oregano (Origanum vulgaris). Darum bin ich ja so verwundert. Bisher hatte ich auch keine Schwierigkeiten und hätte ihn für unverwüstlich gehalten.
Aber diese Jahr treibt er nur unter dem Salbei und hinter einem Stein wieder aus. ???
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 26. April 2011, 15:12:02
Ich mag garnicht drüber reden :-\

Verlust:
- zwei buntlaubige Thymian
- Lavendel
- Salbei
- selbst o.g. unverwüstlicher Origano kommt auch bei mir nur noch an ganz geschützten Stellen, dort aber gut
- Weinraute (nach vier Jahren)
- Rosmarin

noch da:
- kleiner Rest Zitronenthymian kommt
- Majoran
- Minzen kommen - auf die Nana-Minze warte ich noch
- Cola-Sträucher
- Estragon (der Große)
- Schnittlauch - super
- Petersilie - super
- Bärlauch - super

Facit - die Empfindlinge haben es in diesem Jahr alle nicht geschafft.

Die neuen Töpfchen stehen schon, lässt sich nicht ändern. Vielleicht versuche ich in diesem Jahr mal den Rosmarin drinnen zu überwintern - das Theater habe ich jetzt auch satt.

LG.
Gänselieschen
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: RosaRot am 26. April 2011, 15:24:21
Rosmarin wintert meistens (oft) aus, wenn ausgepflanzt.
Aber alle anderen Thymian, Lavendel, Salbei, Oregano sollten in Brandenburg gut wachsen, normalerweise. Habt ja auch Sand und Sonne ist auch vorhanden.
Durchlässig, knochentrocken, nicht düngen, nicht spät im Jahr zurückschneiden. Evtl. etwas kalken. beim Ausdtopfen evtl. vorhandenen Torf gut abschütteln, die Wurzeln sollen wirklich trocken stehen.
Allerdings hat dieser spezielle Winter(erst feucht, dann warm, dann langer Kahlfrost) in diesem Jahr bei Euch ziemliche Schäden verursacht. Ich sah mit Entsetzen, was im BoGa Berlin alles gestorben ist dieses Jahr.

.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 26. April 2011, 15:41:21
So wird es wohl sein, der Sommer war ja auch nicht ganz so trocken. Die Kräuter bekommen schon mal etwas Wasser, die schlappen auch in dem mageren Sand, wenn sie nicht wenigstens einmal die Woche Wasser bekommen.
Selbst der Rosmarin sah nach dem Schnee noch gut aus. Das dicke Ende kam mit dem Kahlfrost und der Trockenheit im Februar/März.

Inzwischen weiß ich, dass Salbei sogar besser auch nahrhaftem Boden wächst. Der soll garnicht so mager stehen, hat mir mal ein Züchter erzählt. Alle Kräuter auf einem Beet ist immer ein Kompromiss.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: RosaRot am 26. April 2011, 15:52:26
Bei mir steht der Salbei überall, weil er sich aussamt. Also auch ganz mager, wo nie, wirklich nie gegossen oder gedüngt wird. Es sind teilweise sehr große Büsche.
Diese Mittelmeerkräuter (Salbei, Lavendel, Orgeano, Thymian) brauchen kein zusätzliches Wasser, außer zum anwachsen - die müssen Trockenheit aushalten und das tun sie auch, wenn sie nicht verwöhnt werden. Gern sitzen sie zwischen Steinen oder fühlen ihre Füße mit Kiesmulch, Kalksplitt, sontwas Steinigem, verwöhnt.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 26. April 2011, 16:18:24
Hm - dann muss ich mein Konzept total neu überdenken. Mein Lavendel hat auf jeden Fall regelmäßig Wasser bekommen - vielleicht ist das wirklich der Grund dafür, dass er meist nach dem Winter nicht mehr wiederkommt.

Ich habe vorn vor dem Haus so einen 4 -5 m breiten Streifen Trockenwiese, Südseite, dort siedel ich gezielt Wildpflanzen an, die es auch in freier Wildbahn ohne menschliches Zutun aushalten. Vielleicht könnte ich ja dort Kräuter mit reinsetzen, die es trocken mögen. Habe auch schon ein Gartenedelweiß an der Stelle, extra mit Schotter gepflanzt und so.

Seit ich meinen Gartenbrunnen habe, wässer ich wahrscheinlich sowieso zu viel ;)

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: RosaRot am 26. April 2011, 16:27:16
Na Gänselieschen, der Streifen wär doch prima für eine Lavendelhecke mit Thymianpolstern und der Oregano würde wuchern und Du hättest im Sommer massig Schmetterlinge dort fliegen und dazwischen kannst die Wildpflanzen wachsen lassen und bei der Größe wäre auch noch Platz für Salbeibüsche!
Und: Du kannst sie alle vergessen und nur ab und an mal staunen wie es da so vor sich hin wuchert...

Pflanz mehr Tomaten, dann kannst Du unendlich wässern... ;)
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 26. April 2011, 17:05:07
Das ist eine prima Idee - wäre mal wieder ne neue Baustelle - aber ich bin ja sowieso grad dabei meinen Garten endlich mal sinnvoll durchzuplanen. Jedenfalls braucht ich dort in den mageren Boden nur einzusetzen und an der Pflanzstelle das Mickergras rauszumachen. So stelle ich mir das vor. Das setzt sich jedenfall nicht gegen starke andere Pflanzen durch.
Ich kann ja mal mit einem 12er Ding Lavendel einen Feldversuch machen. Du meinst also diese ganze torfige Erde muss aus den Anzuchttöpfchen dann auch gleich raus - sofort in den Sand, angießen und sich selbst überlassen?? Dazu Senker des verbliebenen Origano. Gehört Estragon da mit hinein - der wuchert ziemlich doll - ist nicht ganz so mein Favorit.

Dort vorn wollte ich trockenheitsverträgliche Stauden wie Echium Vulgare, Tanacetum vulgare, Verbascum ansiedeln. Auch kleinere Wiesenpflanzen wie Hasenpfötchen, Grasnelken habe ich inzwischen dort und hoffe sie vermehren sich. Das Ganze hat dann aber wieder mal keine Strukur und wird ziemlich wild aussehen - bis der Lavendel Struktur gibt.

L.G.
Gänselieschen

Dieser Streifen bildet den Hintergrund meines Rosenbeetes - vielleicht passt das ja, auch wenn der Streifen dann in die Tiefe geht.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: RosaRot am 26. April 2011, 17:24:05
Das passt doch wunderbar: Tanacetum und Verbascum und die graulaubigen Kräuter und mit dem Estragon tät ich es probieren.
Der russische Estragon hält alles aus. Der französische war bei mir immer ein Mickerling und ich ließ es nach mehreren Versuchen. Der mag möglicherweise bessere oder feuchtere Erde, hab es nicht herausgefunden.
In den Streifen Trockenheit würden auch noch Geranium sanguineum passen, da gibt es niedere rosablütige, die lockere Teppiche machen,z.B. G. sang. "Apfelblüte".
Das kann ein ganz wunderbares (wildes) Beet werden.

Die torfige Erde (bei Baumarktlavendeln) würde ich schon entfernen (weil: bei Nässe ist sie zu feucht und wenn sie trocken ist wird sie zum Stein und benetzt schlecht), den Sandboden ein klein wenig vorbereiten: ein wenig abgelagerten Kompost dazu, also eher Komposterde, als Start,bißchen Kalk (Lavendel lieben Kalk), bißchen Steinschutt, oder Bauschutt oder dergleichen. Zum Einpflanzen würde ich ein paar Krümel Mykorrhiza-Granulat mit einstreuen (z.B. Amycor), das hilft nach meiner Erfahrung den Pflanzen in sehr trockenen Bereichen beim Verwurzeln, alternativ geht auch Agrosil (Baumarkt, enthält Phosphor, regt die Wurzelbildung an). Gut Angießen, logisch, bißchen Mulchen mit Schotter oder ein paar Steine ringsum. Wenn es jetzt garnicht regnet mal nachsehen, wie die Pflanze sich macht; wahrscheinlich würde ich an einem regnerischen Tag pflanzen, dann gelingt es den Pflanzen besser sich schnell zu etablieren, auch den Trockenheitskünstlern, die müssen ja erst mal Fuß fassen.

Mit Lavendel und Salbei kann man gut Struktur geben, weil man sie sehr gut in Form schneiden kann.

Mach einfach einen Versuch und sieh' was sich entwickelt, dann ergibt sich nach und nach das Sinnvolle und Richtige für Deinen speziellen Streifen.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 26. April 2011, 17:40:08
Da packt mich sofort wieder die Gestaltungslust. Mein Garten wird nie fertig - und das ist auch gut so. Der Estragon ist sicher der russische, er wächst wie doll und verrückt, jedes Teilstück treibt aus. Und sehr hoch - so dass er meist eine Stütze braucht - das ist immer ziemlich unschön.

'Apfelblüte' habe ich jetzt auch am Rand meines neuen Staudenbeetes gepflanzt - sollte es in die Gänge kommen und sich über Gebühr vermehren, dann wäre der neue Platz schon mal klar.

Wild wird es sicher. Und ganz ohne Arbeit geht es - wie es scheint ;) - natürlich auch nicht ab. Zu diesen Pflanzgranulaten muss ich mich mal bissel belesen - keine Ahnung, was mein favoritisierter Baumarkt davon im Sortiment hat ;D.

Die Sonne ist dort von mittags bis abends voll drauf - und dann noch Süden vor dem Haus - auf die Idee dort dem Süden eine Chance zu geben, hätte ich aber auch selbst kommen können :). Mir war erstmal nur nach 'Trockenwiese'.

Danke für die Idee und den Anschub :) :)

L.G:
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Murraya am 26. April 2011, 17:46:17
Die Idee hört sich sehr schön an.

Welche Farben haben den die Rosen?

Eventuell wäre auch (weißer) Steinklee schön. Der riecht so schön nach Cumarin und die Bienen mögen ihn auch.
Huflattich als gelber Tupfen im Frühjahr?
Wegwarte würde auch farblich noch passen und ist sehr robust.
Ist natürlich auch alles essbar ;).
Nicht essbar (soweit ich weiß) wären Klappertopf, Witwenblumen und Nelken. Vor allem von letzteren gibt es wunderschöne Wildformen für trockene Wiesen.

LG
Murraya
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 26. April 2011, 18:07:07
Ja, genau, glatt verdrängt,Wegwarte habe ich auch schon im Visier (ich weiß auch schon aus welchen Parkplatz-Industriegelände-Rasengittersteinen- ich den ausbuddel ;D. Die Witwenblume habe ich dort schon angesiedelt ;), sie wächst dort seit bestimmt fünf Jahren, kommt immer wieder, aber vermehrt sich nicht sichtlich.

Das sind dann aber alles Pflanzen, die es zwar trocken mögen, doch recht guten Halt im Boden wollen, möglichst sogar noch Lehm. Besser wäre ich lasse mir da noch bissel Zeit und werfe im Laufe des Jahres immer mal ein paar Schippen Kies/Splitt und auch Lehm - Bentonit?? - wenn ich ihn bekommen kann auf die Fläche und ziehe regelmäßig ein paar Wucherer raus (zu viele Nachtkerzen, Goldrute will auch, und der blöde wilde Wein wandert auch schon ein). Beifuss steht dort auch, darf natürlich bleiben.

Bei den Rosen sind es verschiedene Farben, habe versucht lediglich in der direkten Nachbarschaft unverträgliche Farben zu vermeiden. Wenig Rot, dürften nur zwei sein, viel Gelb, viel blasses Rosa, also keine Bindung an irgend eine Farbe. Im Hintergrund und zwischen den Rosen stehen bislang mehrere Wermutpflanzen und Perovskien. Wenn die richtig hoch sind - und das werden sie - dann ist der Blick auf den dahinter liegenden mageren Teil sowieso nicht ganz frei.

Die dort noch wuchernden Sommerastern müsste ich aber dann doch endlich rausschmeißen.

L.G.

Schon ganz schön lange OT - vielleicht doch schon wieder was für's Atelier??
L.G.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Albizia am 26. April 2011, 19:17:54
Bei mir sind dieses Jahr über Winter sämtliche Thymianpflanzen kaputt gegangen, sowie, was mich sehr verwundert hat, auch das Johanniskraut, das ich immer für wucherig-unkaputtbar hielt. Aber vermutlich lag es daran:

Durchlässig, knochentrocken, nicht düngen, nicht spät im Jahr zurückschneiden.

Ich habe beim Umpflanzen in einen anderen Garten aufgrund Umzuges im Herbst alles nochmal etwas runtergeschnitten, damit alles besser anwächst. Ein dummer Fehler, wie sich jetzt herausstellt.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: RosaRot am 26. April 2011, 19:25:18
Gänselieschen, den Beifuß würde ich gut im Auge behalten...und nur einen Busch behalten, sonst hast Du ihn überall. (Der versamt sich wie wilde.)
Aber Wermute und Perowskien würden in dem trockenen Streifen auch wunderbar wachsen. Und natürlich auch Sonnenröschen. Und noch vieles mehr...
Wegwarte lässt sich schlecht ansiedeln und will möglichst festgetretene Erde, also ja kein ordentliches Beet, eben einen Weg...
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: oile am 26. April 2011, 21:58:50
Ich habe Wegwarte erfolgreich in unserer etwas vernachlässigten Grasfläche angesiedelt (Aussaat). Jetzt wird es langsam mehr.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: RosaRot am 26. April 2011, 22:03:38
Toll! ich habe sie nur am Wege, und auch da nicht überall, wegen der Mäherei...
die Mäher haben nicht so das Wegwartenauge. Aber mit Aussaat könnte ich es auch mal probieren.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Albizia am 26. April 2011, 22:11:01
Aussaat von Wegwarte klappt wunderbar, Ausstechen und Verpflanzen ist mir bisher nie gelungen.

Man kann sie im ersten Jahr als junge noch nichtblühende Rosette allerdings leicht mit dem Löwenzahn verwechseln.

Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: oile am 26. April 2011, 22:25:58
die Mäher haben nicht so das Wegwartenauge. Aber mit Aussaat könnte ich es auch mal probieren.

Es ist jedes Jahr ein Kampf mit dem mähenden GG. ;D
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Rieke am 26. April 2011, 23:01:57
Beim Thymian habe ich ziemliche Ausfälle, da werde ich nachpflanzen müssen. Der Lavendel hat den Winter gut überstanden, auch der Ysop, um den ich mir während der Kahlfröste ziemliche Sorgen gemacht hatte.

Rosmarin im Freiland zu überwintern habe ich aufgegeben. So aufwendig ist es ja nicht, den im Topf über den Winter zu bringen.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: oile am 26. April 2011, 23:36:37
Thymian ist bei mir Totalausfall. Der Lavendel sah schrecklich aus, aber treibt wieder gut durch. Salbe geht so.
Ausfälle habe ich dieses Jahr auch bei meinen getopften Minzen. Das war lange nicht da.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 27. April 2011, 12:10:29
Der Thymian, der bei mir überlebt hat, kam sehr, sehr spät. Mit etwas mehr Ungeduld wäre er schon über den Jordan gewesen.
Ysop kommt auch gut wieder - große Freude, den habe ich aber nicht im Kräuterbeet, sondern auf ner Baumscheibe.

Wir hatten hier schon irgendwo ein umfassendes Wegwarte-ansiedeln-Thema. Nur dadurch bin ich damals auch auf Wegwarte gekommen. Ich mache einen Versuch mit dem Ausbuddeln, werde auch kleinere Exemplare nehmen, vielleicht habe ich ja Glück. Leider gehen die in dem Gewerbegebiet immer irgendwann mit der Motorsense über das 'Unkraut', ob ich da noch vorher zum Samen abnehmen hinkomme, mal sehen.

@ Oile - wann und wie hast Du die Wegwarte ausgesäht??

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Murraya am 27. April 2011, 20:50:20

Ich habe letzten Sommer eine aus einer Wegfuge (da war sie einfach zu hoch) gejätete Wegwarte ins Blumenbeet verfrachtet. Sie hatte hauptsächlich eine fingerdicke und lange Wurzel und sonst nicht viel außer einem Blütenstengel.
Die Blätter sind alle vertrocknet, dafür hat sie bis in den Herbst weitergeblüht. Allerdings steht sie günstig neben dem Gießwasser und ich habe sie im Sommer jeden Tag gegwässert. Meiner Meinung nach ziemlich unkompliziert zum Umsetzten. Jetzt wächst sie an beiden Stellen ;).

Rosmarin überwintere ich im kalten Frühbeet, er ist jetzt drausen und blüht toll.
Mein Ysop ist auch tot, allerdings habe ich den vermutlich einfach zu kräftig zugeschnitten, weil ich den Tee so mag.
Thymian werde ich dieses Jahr zum ersten Mal seit langem wieder probieren, mit dem hatte ich bisher kein Glück er ist jeden Winter erfroren. Nächsten Herbst soll er dann auch ins Frühbeet.
Insgesamt sind meine Kräuter recht gut über den Winter gekommen. Offensichtlich hatte ich Glück, wenn ich so sehe, was Ihr für Verluste hattet.

LG
Murraya
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Solanin am 28. April 2011, 13:13:35
Bei mir ist Salbei, Zitronenthymian und Bergbohnenkraut umgekommen. Das führe ich aber nicht allein auf den Frost zurück sondern auch auf dreimaliges Hochwasser voriges Jahr ab August. Die Pflanzen waren wahrscheinlich schon geschwächt. Auch der Buchsbaum hat an einigen Stellen das viele Wasser sehr übelgenommen und ist abgetreten. Zum Glück kann ich mit selbstgezogenen Stecklingen nachpflanzen.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 28. April 2011, 15:24:15
@ Murraya, in welcher Gegend gärtnerst Du denn, und noch ein kleines Willkommen, wir sind uns noch nicht über den 'Weg' gelaufen?

Dein Rosmarin - steht der dadurch im Frühbeet im Winter komplett trocken?

L.G.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Murraya am 28. April 2011, 22:17:57
Danke für das Willkommen.

Ich bin im Fünfseenland (südlich von München) daheim.

Der Rosmarin steht nicht komplett trocken. Es ist feucht genug, dass im Frühjahr Winterportulak und Dill keimt. Allerdings habe ich auch meine Knollen von Apios, Crosne, Pastinaken oder ähnliches (zum Essen) drin. Ich muss also ein für alles passendes Gleichgewicht finden - ich würde es als mässig feucht bezeichnen.
Je nach Temperatur schaue ich alle paar Wochen nach und gieße, oder wenn ich dazu zu faul bin werfe ich einfach Schnee ins Frühbeet. Es erwärmt sich relativ schnell, sodass der Schnee auch im Winter schmilzt. Leider kann es dadurch auch im Februar passieren, dass ich lüften muss.

LG
Murraya
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 29. April 2011, 15:12:36
Alles klar, danke Dir,

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: netrag am 01. Mai 2011, 19:59:06

Wegwarte lässt sich schlecht ansiedeln und will möglichst festgetretene Erde, also ja kein ordentliches Beet, eben einen Weg...

Eine Aussaat müßte das Problem eigentlich beheben.Aussaat im April-Mitte Mai.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Cim am 03. Mai 2011, 21:47:55
Diese Woche habe ich entdeckt, dass meine Salvias doch überleben ;D

Also, die Hoffnung stirbt zuletzt ;)

(http://www.carpediem-living.de/images/2011/thumbs/small-SalviaT_20110502.jpg)

(http://www.carpediem-living.de/images/2011/thumbs/small-SalviaD_20110502.jpg)
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Mai 2011, 11:24:24
Meine sind schon auf dem Kompost, die neuen schlappen in zu kleinen Töpfen und müssen dringend in die Erde.

L.G.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: rorobonn † am 06. Mai 2011, 07:56:50
..meinen letzten salbei musste ich jetzt auch entsorgen: alle..ich nenne sie jetzt mal mediterranen- kräuter habenin den letzten beiden wintern bei mir den geist aufgegeben...lediglich einfest etablierter salbei unbekannter herkunft ist noch da:
mein boden ist zu schwer und feucht, zu wenig licht...eher schattig-halbschattig...wenn dann noch die witterung nicht mitmacht, ght die pflantze ein...ich trauere meinen fast 13 jahren alten schon geschnittenen lavendelsträuchern hinterher...und an thymian und rosamrin traue ich mich schon gar nicht mehr heran...witzigerweise lebt mein sdalvia argentum, den ich von anne rosmarin bekam, noch...den zähle ich aber niocht zu den duftsalbeis

seufz, jetzt habe ich also einen duftgarten ohne salbei, thymian und rosmarin 8) ::) :-X :-\
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Marsch_Düne am 06. Mai 2011, 11:53:58
Hallo Rorobonn,

wenn du einen Salbei hast, der Deine Winter überlebt hat, dann kannst Du ihn mit Stecklingen vermehren. Das ist kinderleicht
Einfach viele Stecklinge im Frühjahr, Sommer und Herbst stecken und bei Bedarf gießen. Bei mir schafft es so ca. jeder zweite Steckling ohne viel Aufwand.
Meine Erfahrung ist, das viele gekaufte Salbei etwas winterschwach sind, während die, die man in den Gärten vor Ort vorfindet ziemlich robust sind.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 06. Mai 2011, 12:11:26
Ich habe auch regelmäßig mit Salbei Probleme - mir sagte mal ein Mensch von einem Kräuterhof, dass Salbei ruhig in besserer Erde und ordentlicher Bewässerung wachsen darf - das würde ihn stärken - hier wird aber konsequent das Gegenteil vertreten. ??? Mager, trocken, sonnig??

L.G:
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: lumbricus am 06. Mai 2011, 12:25:17
Hallo,

bei mir wachsen mehrere Salbeipflanzen eine davon in nahrhafter schwerer Erde mit guter Wasserversorgung. Das ist schnell ein riesen Busch geworden, aber er hat einfach kein Aroma. Wir ernten nur die Pflanzen die trockener und sonniger stehen.

Liebe Grüße
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 06. Mai 2011, 12:31:40
Auch sehr interessant. Viele Pflanzen neigen ja dazu, bei zu viel Wasser an Aroma zu verlieren. Erstmal wäre mir ein großer, sicher überwinternder Salbei das Wichtigste, dann das Aroma, weil Salbei doch im Tee sowieso nur nützlich ist - über Geschmack lässt sich ja sowieso streiten.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Murraya am 08. Mai 2011, 15:02:23

Was die Nützlichkeit von Salbei betrifft, stützt sich die, soweit ich weiß, vor allem auf die ätherische Öle. Diese sind ja auch für den Geschmack ausschlaggebend ;). Wenn der Tee also nicht schmeckt dürfte er eine relativ geringe Wirkung haben.
Allerdings ist für Tee der einen Nutzen haben soll der über den Geschmack hinausgeht sowieso hauptsächlich der normale Salvia officinalis interessant, keine Zierform. Der Grund ist, dass bei Zierformen, naheliegenderweise, hauptsächlich auf die Zierwirkung Wert gelegt wird und die Inhaltsstoffe dabei oftmals leiden.

Allerdings bin ich kein Experte also nehmt mich bitte nicht zu ernst :).
Ich lege auch mehr Wert darauf, dass mein Salbei überlebt. Er ist schon recht alt und zäh, im Gegensatz zu den Zierformen, die ziemlich regelmäßig durch den Winter umgekommen sind.

Liebe Grüße
Murraya
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Mai 2011, 08:28:22
Jetzt mach' mir keine Angst - ich habe grad ne Gruppe Salbei auf meinem neuen Staudenbeet gepflanzt - ich gehe davon aus, dass der gut winterhart ist.

Den Salvia officinalis habe ich nun in die Trockenwiese gepflanzt - mal sehen, wie er sich dort entwickelt - auch den Rosmarin - vorher das Torfsubstrat rausgeschüttelt, dann in meinen Sandboden, gewässert und paar Steine drumrum. Nun lasse ich die Pflanzen einfach mal in Ruhe. Die standen leider schon recht eng im Topf und haben dadurch sicher etwas an Power eingebüßt.

L.G.
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Murraya am 10. Mai 2011, 13:32:06
Nur weil sie bei mir nicht gekommen sind heißt das ja nicht das sie bei Dir nicht schön werden ;).

Da es mir bei den Pflanzen im Gemüsegarten hauptsächlich auf die Nützlichkeit ankommt und die Salbei-Zierarten scheußlich geschmeckt haben, habe ich sie vielleicht einfach etwas vernachlässigt. Ich habe gerade festgestellt, dass sich das vorher so angehört hat, als hätte ich sie regelmäßig erfolglos gepflanzt: das ist nicht der Fall. Ich habe zwei oder drei Arten innerhalb eines Jahres im Gemüsegarten gesetzt und später daraus verbannt. Einer ist im Blumenbeet gelandet, der andere hat am neuen Platz den Winter nicht überlebt (ein winziger Fitzel ist noch da), der dritte hat den ersten Winter (noch im Gemüsegarten) nicht überlebt.

Sieht bestimmt gut aus, verschiedene Salbei im Staudenbeet. Viel Erfolg damit.

Bleibt der Rosmarin dann über den Winter drausen, oder topfst Du ihn wieder?


LG
Murraya
Titel: Re:Winterschäden an Kräutern 2011
Beitrag von: Gänselieschen am 10. Mai 2011, 13:55:03
Die Erfolgsaussichten mit Rosmarin sind immer schlecht - aber ich habe noch nie versucht einen Rosmarin drinnen zu überwintern. Es gab schon mal milde Winter, da hat auch der Rosmarin draußen überlebt - in den letzten Jahren habe ich immer neu gekauft. Ich denke, ich lasse ihn draußen.

L.G.