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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Mediterraneus am 29. April 2011, 23:38:57
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Magnolia grandiflora taucht ja im Forum hin und wieder auf.
Ich habe bisher eine "Alta", die wurzelecht wächst und etwa 1,5 m hoch ist. Sie hat die letzten beiden schlimmen Winter unter einem Vlies gut überstanden.
Ich möchte nun noch eine pflanzen.
Im Angebot ist meistens "Gallisionensis".
Ich hätte noch ein Plätzchen frei im feuchten Rhododendron-Hang zwischen Fargesia robusta, Gartenheidelbeeren, Magnolia sieboldii und Co.
Es ist ein Nordwesthang, umgeben von größeren Bäumen, so dass nur die hochstehende Sommersonne hinkommt, grundsätzlich ist es dort aber eher schattig.
Nun ist das nicht gerade der Standort, der für M. grandiflora empfohlen wird (sonnig, heiß).
Magnolien sind aber doch eigentlich Waldbäume. Der schattige Standort müsste der immergrünen Pflanze bei Kahlfrost/Sonne im Winter doch eher hilfreich sein, oder?
Auch der von mir immer verbesserte "waldige" Boden müsste eigentlich passen.
Wer hat M. grandiflora an ähnlichen Standorten, und wie sind die Erfahrungen dort? Welche Sorten sind besonders winterhart?
LG vom Mainviereck
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Also ich habe M. 'Gallisoniaire Nana' mindestens halbschattig zwischen Bäumen stehen, und sie wächst recht problemlos und zeigt keine Winterschäden. Die Blattunterseiten zeigen ein starkes rostrotes Indumentum. Es soll aber noch wesentlich härtere Sorten geben.
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Ich habe eine Goliath und eine D.D. Blanchard. Letztere hat, obwohl noch klein, keinerlei Schäden am Laub.
Beide stehen vollsonnig, Blanchard etwas geschützter als Goliath.
Goliath sieht daher etwas mitgenommen aus mit vielen braunen Blättern. Ich denke sie ist auch nicht so winterhart wie Blanchard.
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Sind das wurzelechte Pflanzen?
Ich habe gelesen, man soll keine Veredelungen kaufen.
Das Problem ist die Beschaffung der unterschiedlichen Sorten. Kenne nur lunaplant als Anbieter.
Häufiger bekommt man "Gallisionaire". Die Angaben sind sehr wiedersprüchlich. Manche sagen, "Gallis." ist mit am härtesten, andere sagen "Victoria" ist besser.
Ich würde sie auf jeden Fall in ein "waldiges Ambiente" integrieren. Da hab ich zwar ein bißchen Bauchschmerzen, weil ich M. grandiflora eher aus dem Süden kenne.
Hauptproblem ist erst mal die Beschaffung :-\
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Blanchard ist auf jeden Fall veredelt. Bei Goliath weiß ich es nicht, war ein Zufallskauf in einem holländischen Gartencenter.
Lunaplant ist doch eine gute Bezugsquelle, da hab ich auch schon öfter mal zugeschlagen. :)
Wie man immer liest sollte der Standort halt so sonnig wie möglich sein, damit der Neuaustrieb gut vor dem Winter ausreifen kann.
Ich denke auch das die Blüte an einem schattigen Ort eher verhalten ausfallen wird.
Wenns dir darum nicht geht, probier es aus. ;)
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lunaplant ist gut, da hab ich auch schon bestellt. Blöd is halt die Vorkasse und die Pflanzen sind "zum Ausprobieren" ziemlich ähem "wertvoll".
Ich würde sie ja auch gerne sonnig setzen, hab aber keinen Platz mehr dort :-\
deshalb ja die "völlig neuen Gedanken" des schattigen Standortes ;)
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Zu den Sorten selbst kann ich nichts beitragen, wohl aber zum Standort. Hier in unserer Gegend sind einige ausgepflanzt - mitten in Wohngebieten zwischen den Häusern; die Standorte sind im Sommer aufgrund des hohen Sonnenstandes sonnig, im Winter hingegen schattig. Das klappt ohne Winterschutz.
An den sonnigeren Standorten blüht sie deutlich mehr und wächst auch besser. Wir überlegen, selbst eine zu pflanzen (wir haben einen Standort wie beschrieben zwischen unserem und dem höheren Nachbarhaus). Ich hätte Bedenken, ob sie überhaupt blüht, wenn sie schattig steht (in Italien stehen sie häufig vollsonnig - auch an nicht geschützten Plätzen).
LG
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Würde ich in Italien wohnen, würd ich sie auch sonnig pflanzen ;)
Ich denke, sonnig wär schon besser. Allerdings mag sie es wohl entgegen vieler Behauptungen auch feucht (wie alle Magnolien).
In unseren Breiten hat man halt das Problem der Wintersonne i.V.m. Frost. Das halten ja oft nicht mal die robusten Pflanzen aus, und reagieren mit Rindenplatzern und braunen Blättern/Nadeln.
So wäre ein im Winter schattiger, im Sommer sonniger Standort ideal. Im Prinzip kommt bei meinem Hang die hochstehende Sonne ja hin (von Mai bis Juli), wenn die Pflanze höher ist, kommt auch länger Sonne hin.
Dreht sich jetzt bloß noch um die richtige Sorte.
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Im Nachbardorf stand eine M.g., deren Großwerden ich über 10 Jahre beobachten konnte. Sie hatte in einem freien, sonnigen Stand eine Höhe von ca. 4 m erreicht.
Im strengen Winter 08/09 (bis - 23°C) fror der Baum stark zurück und verlor fast alle Blätter. Im folgenden jahr schlug er wieder gut aus, bekam dann aber den Rest im ebenfalls harten Winter 09/10.
Soweit ich weiß, handelte es sich um die Sorte "Gallissionnere", die als besonders hart gilt.
Ich selbst hatte eine M.g. in meinem früheren Garten an der nördlichen Hauswand spaliermäßig hochgezogen. Sie ist dort gut gewachsen (3,5 m hoch, 5 m breit) und auch bei strengeren Wintern ohne Schaden geblieben. Allerdings habe ich sie nie blühen gesehen, da das Haus vor 15 Jahren verkauft wurde. Ob sie dort noch existiert, ist mir nicht bekannt.
Das Problem bei M.g. ist einerseits die lange Wartezeit, bis sie Blüten bildet und andererseits der tiefe Schmerz, wenn ein veritabler Strauch/Kleinbaum dann doch einem harschen Winter zum Opfer fällt.
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Unsere M.gr. Gallossinieri steht seit 12 Jahren auf der Südwestseite des Hauses - kein Schatten - bislang keine Frostschäden - seit einigen Jahren vereinzelte Blüten -max.sechs/Saison - Höhe des Baumes ca.4-4,5m ,fast genauso breit
Gruss Kohaku
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Klimazone 8 ist ja fast schon so mild wie NL.
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Klimazone 8 ist ja fast schon so mild wie NL.
@ fars: Darf ich mal fragen, aus welcher Region du stammst?
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Ich probiere es mit M.grandiflora Treyve! Die ist schon 160 cm groß und garantiert wurzelecht und Ami-Import. Da habe ich mich allerdings von Herrn Gottschalk telefonisch beraten lassen. Standort scheint fast ideal. Im Winter eher schattig und im Sommer vollsonnig.
Heute soll das Schätzchen ankommen! ;D
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So zwischen 6b und 7a. Lausige Gegend. Für empfindlichere Pflanzen.
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Ich probiere es mit M.grandiflora Treyve! Die ist schon 160 cm groß und garantiert wurzelecht und Ami-Import. Da habe ich mich allerdings von Herrn Gottschalk telefonisch beraten lassen. Standort scheint fast ideal. Im Winter eher schattig und im Sommer vollsonnig.
Heute soll das Schätzchen ankommen! ;D
Herr Gottschalk hat mich vor 2 Jahren auch beraten. Mir riet er zu "Alta", auch US-Import, wurzelecht.
Die Pflanzen sind TOP verpackt. Ich grüble noch, aber so als Testpflanzen sind sie mir (im Moment) noch zu teuer :-\
@fars: So etwas weiträumig geographisch? Zone 7 a in Nordrheinwestfalen ist anders als 7a in Dresden ;) Musst ja nicht zuviel preisgeben 8)
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Naja, wohne Zone 7b. Sollte schon passen! 8)
Teuer sind sie! :P
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Ach ja, Tryve ist leicht Schneebruch gefährdet!
Das Problem haben wir aber eher selten! ;D
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@fars: So etwas weiträumig geographisch? Zone 7 a in Nordrheinwestfalen ist anders als 7a in Dresden ;) Musst ja nicht zuviel preisgeben 8)
Kein Problem: Zwischen Gießen und Marburg.
@ Strelitzia: Bei 7b hätte ich Bedenken. Aber gegen Gärtnerseelenschmerz hilft eine neue Pflanze.
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In der näheren Umgebung stehen auch zwei. Bisher ohne Schäden.
Habe ich ein paar Jahre beobachtet. ;D
Wenn es nicht klappt, gibt es ja auch noch andere schöne Versuche! :-X
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@fars: So etwas weiträumig geographisch? Zone 7 a in Nordrheinwestfalen ist anders als 7a in Dresden ;) Musst ja nicht zuviel preisgeben 8)
Kein Problem: Zwischen Gießen und Marburg.
@ Strelitzia: Bei 7b hätte ich Bedenken. Aber gegen Gärtnerseelenschmerz hilft eine neue Pflanze.
Ok, dann ist es sogar fast noch ein bißchen kühler als hier oder vergleichbar. Da kann ich deine Aussagen über Winterhärte als Referenz nehmen.
Es gibt hier in Unterfranken ein paar ausgepflanzte M. grandiflora, auch schon ältere. Aber Sorten unbekannt, bzw. sie wachsen im Maintal.
@strelitzia: Wird schon gut gehen. Herr Gottschalk gibt bis Zone 7a/6 b an ;)
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Eine super Magnolie wird am Samstag eingesetzt! Saure Erde war richtig oder? ???
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Saure Erde ist bei M.g. nicht erforderlich. Wichtiger ist, ein recht großes Pflanzloch aufzulockern und je nach Bodenverhältnissen zu verbessern.
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Besonders winterhart sind z.B.:
'BBB' ( Backens's Brown Beauty), 'Simpson's Hardy', 'Wagner', '24 below'
Zumindest für BBB und 24-below kann ich das bestätigen, aber auch für 'Edith Bogue'.
BBB mit sehr ausgeprägter rostroter Befilzung der Blattunterseiten.
Alle M. grandifora sind gefährdet bei starkem Schnee oder Eisregen ( Schneebruch )
Also nichts für Gegenden in denen das regelmäßig vorkommt.
Die Pflanzen regenerieren sich nach einem Schaden bzw. Schnitt ausgesprochen gut.
Wenn möglich wurzelechte Vermehrungen kaufen.
Besser etwas höher pflanzen als zu tief.
Normaler Boden, leicht sauer, ist ok. Besser nicht auf Kalk.
Auf Mineraldünger reagieren sie sehr sensibel, lieber sparsam organisch düngen.
Viele Sorten sind nur schwer zu bekommen.
Wer wirklich interessiert ist....
Eine sehr gute Adresse für M. grandiflora ist
Harry Theelen, NL Roermond, Elmpter Weg 51 ( kein Internet / importiert selbst aus USA )
Vor einem Besuch anrufen. ( Supernett, der Mann nimmt sich Zeit, auch für Anfängerfragen )
Tolle Pflanzen ( wenn vorrätig ) die ihren Preis wert sind.
Klaus-Peter
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Ja, das Problem der Beschaffung ;)
Holland ist halt 400 km weg. Schade, dass es in Deutschland sowas nicht gibt.
BBB wäre auch mein Favorit.
Das Schneebruchproblem ist denke ich bei schmalwachsenden Sorten auch nicht so ausgeprägt wie bei breitwachsenden Exemplaren.
Was haltet ihr von "Exmouth" ?
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Hallo Mediterraneus,
Exmouth ist eine sehr alte, schöne englische Sorte.
Sie wird nie unter den ganz Winterharten genannt.
Die Engländer selbst geben an: H3-H4
( H3 ~ Hardy to -10 to -15oC ); H4 ~ Hardy to -5 to -10oC ), also eher Zone 8 als 7.
Klaus-Peter
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Meine M.g. steht in der Südwest-Ecke des Hauses, in einem winzigen Pflanzloch, angrenzend an die Terrasse (Unterlage Schotter, Plattenbelag), 5 m bis zum nächsten Beet. War ein Zufallskauf in Holland. Wahrscheinlich M. 'Galissoniere', aber da bin ich mir nicht ganz sicher.
In den ersten Wintern bekamt der Baum etwas Schutz durch umgehängte Decken (ob's wirklich nötig war, weiss ich nicht), aber als das große Wachsen losging, war das natürlich nicht mehr möglich. Inzwischen ist er etwa 6,50 hoch, kriegt in kalten Wintern immer mal ein paar braune Blätter, die er im Frühjahr fleißig abschmeißt, aber macht er sich sonst prima. Er ist sehr schnittverträglich, ich mußte ihn schon mehrfach kräftig zurückschneiden. Besonders blühfreudig ist er nicht, aber wenn die Blüten dann erscheinen, ist es immer ganz besonders schön, weil neben der schönen Blüte auch der wunderbare Duft hinzukommt. Das ist so dicht am Haus ein ganz besonderer Aspekt.
An diesem kargen Platz macht sich etwas Dünger positiv bemerkbar, habe ich festgestellt. Offensichtlich kommt M.g. mit leicht alkalischen Böden noch gut zurecht.
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Herr Gottschalk empfahl mir folgende Mischung: Gartenerde 50 : Rhododendrenerde 50 + großes Pflanzloch!
So werde ich es am Samstag auch umsetzen. ;D
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Nun ist sie eingesetzt. Ist ca. 1,80 m schon. ;D
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Nun ist sie eingesetzt. Ist ca. 1,80 m schon. ;D
Glückwunsch! Dann will ich mal hoffen, dass sie diese Höhe auch hält.. ;) :-X
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Ich komme meinem Ziel langsam näher:
War gestern im Versuchsgelände der bayerischen Landesanstalt für Gartenbau in Veitshöchheim bei Würzburg. Genaugenommen im Versuchsbetrieb Stutel bei Thüngersheim am Main.
Dort gibt es einen Magnolienhain mit älteren Exemplaren als Testpflanzung.
U.A. auch ein paar M.grandiflora.
Ungeschützt ausgehalten haben es dort M.grandiflora "Edith Bogue" (Wuchs rundlich, breit) und "Victoria" (schmal aufrecht, bestimmt 6 m hoch, 2m breit) und noch ne andere (St. Pierre???), die aber krepelig aussah.
Diese beiden wachsen also bei mir in der Nähe.
Der Standort ist übrigens keineswegs geschützt, sehr frei und im Winter frostig mit Wintersonne, also sehr ungünstig.
Jetzt muss ich sie nur noch besorgen ???
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Gottschalk?
Wurzelecht! ;D
War von der Qualität echt angetan! Wächst auch munter weiter! ;D
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Jetzt muss ich sie nur noch besorgen ???
Gottschalk?
Wurzelecht! ;D
Dito. ;D
Ich hege auch schon länger den Wunsch nach einer, nach der "besonderen" Magnolie. Erste Priorität: Soll möglichst spät nach dem Baumarkt-Sortiment blühen. Nach nächtelanger Sichtung von hunderten Arten und Sorten, einschließlich dem gesamten Gottschalk-Sortiment, nach der Berücksichtigung von Standortbesonderheiten, Frosthärte, Vermehrungsformen etc, kristallisiert sich mehr und mehr heraus, daß es ebenfalls M. grandiflora werden soll. Aber ich zögere noch, gar nicht mal wegen der Klimazone, eher wegen der Endgültigkeit einer solchen Entscheidung. ::) Natürlich sind die von Dir genannten Sorten ganz oben auf der Liste, da sie neben 'BBB' (die mir aber nicht gefällt) für ihre gute Winterhärte bekannt sind.
Du hast in Thüngersheim nicht zufällig Habitus-Bilder gemacht? ;)
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Nun ist sie eingesetzt. Ist ca. 1,80 m schon. ;D
Glückwunsch! Dann will ich mal hoffen, dass sie diese Höhe auch hält.. ;) :-X
Das es ein Import aus Amerika ist, sollte sie schon ein paar Fröste abbekommen haben! Hoffe ich zumindest! :)
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Thüngersheim hat Weinbauklima!
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Thüngersheim hat Weinbauklima!
Wer hat das heutzutage nicht? ;D Pflanzt den Klimawandel. 8)
Nach dem, was ich aus nordamerikanischen Foren vernehme, halten sich die einschlägigen M. grandiflora-Sorten sogar bis in 6a recht gut, abgesehen von ein paar Blattverlusten, die bis Ende Mai wieder gut überwachsen werden.
Natürlich werden diverse begünstigende Faktoren angeführt, die auch hier schon besprochen wurden, wie die zunehmende Härte, je etablierter die Pflanze ist, mikroklimatische Aspekte, Reduzierung des Albedo-Effekts bei geschlossener Schneedecke, "Wilt-Pruf", Einfluss von Licht und Nährstoffhaushalt auf die Härte, Ausreifung etc. pp.
Unter dem Strich würde ich die Pflanzung einer als sehr winterhart eingestuften Sorte unter genauester Beachtung der Standortfaktoren sogar hier versuchen und anfangs etwas fürsorglicher sein.
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Thüngersheim hat Weinbauklima!
Die Anlage liegt am Fuße der Weinberge in einer Senke. Dort waren letzte Woche -3, die Reben schauen aus wie gekocht, zumindest die meisten.
Es scheint ein kühles Eck in der Region zu sein.
Alle Chinensis-Kiwis sind erfroren, nahezu alle Kakisorten. Die Temperaturminima sind oft niedriger als bei mir im nahen Mittelgebirge.
Zudem platzt im Winter bei Frost die Sonne voll rein. Insgesamt schon sehr harte Bedingungen für Weinbauklima.
Allerdings schon mild im Vergleich mit anderen Regionen, wie etwa Bayern.
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Du hast in Thüngersheim nicht zufällig Habitus-Bilder gemacht? ;)
Doch, aber aufm Handy. Und die Bilder krieg ich nicht in den Laptop. Könnte sie dir höchstens per MMS aufs Handy/Email schicken.
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Michael Gottschalk hat auch eine Versuchspflanung, speziell von grandiflora auf einem Weinberggelände in der Nähe von Heidelberg.Vor 2 Jahren, als ich ihn besucht habe, sprach er von 40/50 Sorten, die dort ausgepflanzt und gesichtet werden. Wie weit dort alles gediehen ist, weiß ich nicht. Aber wer in der Nähe wohnt, kann ja mal schauen.
Viele Grüße
Wolfgang
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Sodele! Ich habs getan! ;D
Hab mir heute eine wurzelechte Magnolia grandiflora "Exmouth" (Synonym: Magnolia grandiflora ssp. lanceolata) bei meiner Stammgärtnerei gekauft, ca 1m hoch.
Um die Dinger bin ich in letzter Zeit schon öfters rumgeschlichen, heute wars soweit. Man muss Butter bei die Fische machen, ein hier in Mainfranken gültiger Spruch :P ;)
Dann hab ich sie, mit etwas Bauchweh und gegen meine eigentliche Meinung, in den schattigeren Bereich zwischen Rhododendron, Fargesia robusta, Magnolia sieboldii und Camelien gesetzt. Das wird jetzt einfach ausprobiert. Zumindest die tiefstehende Wintersonne kann da keinen Schaden anrichten.
(Normalerweise hätt ich sie in die Sonne in mediterrane Umgebung gesetzt. Aber siehe da, auch im Roloff/Bärtels steht (u.a.) die Standortziffer: 1.2.4.3= Moor und Sumpfgehölze, Bruchwälder, Feuchtwiesen, halbschattig, wärmeverträglich, da kringeln sich bei mir eigentlich die Fußnägel, wenn ich an M. grandiflora denke ;) )
Bin gespannt.
Übrigens: Herr Gottschalk preist "Exmouth" auch als sehr winterhart an. Das gab schließlich den Ausschlag für mich, diese zu nehmen. Auch ein österr. Forum meint, dass Exmouth lange Dauerfröste gut überstehen kann. Die Angaben sind aber insgesamt widersprüchlich.
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Herzlichen Glückwunsch! Denke daran, leicht sauer sollte der Boden sein! Viel Glück! ;D
Hoffentlich fängt meine nicht an zu zicken! 8)
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Ich imitiere jetzt Bruchwälder. Was auch immer das ist ;D
Kalkig ist mein Boden eh nicht. Hab nen Sack Torf und 2 Sack Spielsand mit runtergemischt. Dabei ist mir die Spitzenknospe der Magnolia auch noch abgebrochen, Shit!
Hab ja gehofft, sie würde durch Regen schön eingefeuchtet. ....Hoffnung ist ja was schönes.
Wird aber wieder nicht nass, ich seh schon :(
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Deswegen kippe ich vor dem Einsetzen immer ein Kanne voll Wasser rein und lasse dann die Pflanze in den Matsch reinfluppen. Dann braucht's auch keinen Regen! ;D
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Angegossen hab ich ja schon.
Meine Methode: Pflanze ins Pflanzloch, Pflanzloch nur halb zuschütten und dann den Eimer Wasser rein.
Wenn alles versickert ist, Pflanzloch ganz zu und nochmal angießen. ;D
Ich habe sie etwas "hoch" gepflanzt, da Magnolien ja Flachwurzler sind. Ich möcht an der Stelle noch etwas Rhodo-Erde oder Torf-Sand-Gemisch aufschütten, weil der Boden nach unten nicht so doll ist.
Jetzt sollte es aber echt mal regnen. Stattdessen gibts jetzt noch austrocknenden Wind >:(
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Ich halte Dir und Deiner Magnolie fest die Daumen! Bitte berichte, wie sie mit Euren Verhältnissen übers Jahr zurechtkommt.
LG
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Michael Gottschalk hat auch eine Versuchspflanung, speziell von grandiflora auf einem Weinberggelände in der Nähe von Heidelberg.Vor 2 Jahren, als ich ihn besucht habe, sprach er von 40/50 Sorten, die dort ausgepflanzt und gesichtet werden. Wie weit dort alles gediehen ist, weiß ich nicht. Aber wer in der Nähe wohnt, kann ja mal schauen.
Viele Grüße
Wolfgang
Eine Versuchspflanzung in einem Weinberg bei Heidelberg ( womöglich sogar Zone 8a/b?). Sehr repräsentativ für ganz Deutschland ;D
@hymenocallis: Ich werde berichten ::)
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So war das nicht gemeint.
Man kann sich dort aber die einzelnen Sorten anschauen und Michael Gottschal berät einem exzellent.
Wolfgang
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Das Problem bei M.g. ist ihre "Grenzwertigkeit". Sie ist bedingt winterhart und kann sehr viele Jahre in unseren Klimaten gut gedeihen. Bis dann ein sehr strenger Winter die Spreu vom Weizen trennt. Das tut bei einem größeren Strauch oder gar Kleinbaum dann sehr weh.
Da helfen auch keine Versuchsanpflanzungen in begünstigten Lagen. Das Kleinklima des eigenen Gartens entscheidet. Und wer kann das schon prognostizieren?
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Eine Versuchspflanzung in Bayern oder Brandenburg wäre da sicher aussagekräftiger. Da würde die Spreu gleich von Weizen getrennt ;)
Das war ja u.a. ein Grund für mich, mal im nahen Thüngersheim zu schauen, welche M.grandiflora dort seit Jahren gedeiht. Immerhin waren die letzten Winter hier in der Region die härtesten seit über 20 Jahren.
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Eine Versuchspflanzung in Bayern oder Brandenburg wäre da sicher aussagekräftiger. Da würde die Spreu gleich von Weizen getrennt ;)
Nein, auch das hilft nur bedingt weiter. Es kommt bei diesen Wackelkandidaten halt auf das Kleinklima an.
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Die Magnolien in Thüngersheim stehen sehr exponiert auf freiem Feld. Dort sind u.a. großfruchtige Kiwis nicht kultivierbar, weil sie im Winter abgefroren sind.
Denen kanns in gutem Kleinklima nur besser gehen.
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Ach ja, Tryve ist leicht Schneebruch gefährdet!
Das Problem haben wir aber eher selten! ;D
Sie hat diesen Winter ca . -12° Grad schadlos überstanden. Vielleicht hatte Herr Gottschalk doch recht, dass man auf wurzelechte achten soll.
;D
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-12 wird wohl jede Grandiflora schadlos überstehen.
Hier warens -17.
Meine M.g. "Alta" (wurzelecht) sieht gerupft aus. Die Spitzen sind alle weggefroren, Gesamteindruck aber schon noch beblättert, teils etwas braun. So mancher Kirschlorbeer sieht schlimmer aus.
M. g. "Exmouth" (wurzelecht) ist recht braun, Zweige grün. Mal weiterbeobachten.
Am besten sieht meine M. g. "Bauhaus" (ebenfalls wurzelecht) aus. War die kleinste Pflanze und hat am wenigsten gelitten.
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Für den ersten Winter hatte ich schon Bedenken. Gerade der erste ist eine Bewährungsprobe. Nun wird wohl so schnell nichts mehr passieren. Hoffentlich blüht sie diesen Sommer! ;D
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Ach ja, gerade gemessen. Sie ist gut 2m!
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Die hiesige 'Russet' hat lediglich braune vorjährige Blätter. Die fallen jetzt "en bloc" ab. Ansonsten ist kein Schaden erkennbar, nicht mal abgefrorene Triebspitzen.
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Die hiesige 'Russet' hat lediglich braune vorjährige Blätter. Die fallen jetzt "en bloc" ab. Ansonsten ist kein Schaden erkennbar, nicht mal abgefrorene Triebspitzen.
Wieso nimmer Bristlecone? War jetzt verwirrt ???
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OT: Nicht verwirren lassen! Das war nur zwecks eines kleinen Spielchens bei den Gartenmenschen. /OT
Magnolia grandiflora zählt für mich zu den positiven Überraschungen dieses Winters. Ich hatte mit heftigeren Schäden gerechnet. Auch die gerade erst frisch gepflanzte 'Maryland' (M. grandiflora x virginiana) hat keine Schäden.
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Bin auch angenehm überrascht von der Winterhärte. Nachdem man mir schon bodentiefes Abfrieren der grandiflora angekündigt hatte.
Ab welcher Größe blühen die eigentlich?
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Das hängt wohl davon ab, um welche Sorte es sich handelt und wie warm es im Sommer wird. Meine 'Russet' hat mit knapp ein Meter Höhe das erste Mal geblüht.
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Dann darf ich ja bei meiner Tryve hoffen, denn die ist ca. 2m hoch.
* wart *
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Du könntest die Wartezeit mit Blaukorn überbrücken. :)
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ach ja, Blüten.
Stimmt, blühen täten sie ja auch :-X
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Du könntest die Wartezeit mit Blaukorn überbrücken. :)
Schon erledigt! Habe tatsächlich mit Kompost und Blaukorn gedüngt.
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Meine namenlose M. grandiflora stammt aus einem Gartencenter und steht hier seit ca. 10 - 12 Jahren. Ich habe sie ganz dicht ans Haus in die Terrassenecke gepflanzt, weil ich in England gesehen hatte, dass sie dort sogar als Spalier an Häusern gezogen wird. In den ersten Jahren (solange sie noch klein genug war) bekam sie in sehr kalten Wintern eine alte Decke übergehängt. Diesen Luxus kann ich ihr nicht mehr bieten, denn inzwischen ist sie mindestens 7 Meter hoch. Weil sie mir etwas aus dem Ruder läuft, habe ich sie schon gelegentlich etwas gestutzt. In den ersten Jahren war sie etwas blühfaul, aber jetzt blüht sie regelmäßig.
Die Terrasse ist genau nach Süden gerichtet, was gar nicht vorteilhaft ist, denn bei klarem Wetter und starkem Frost bekommen die äußeren Blätter natürlich Sonnenbrand. Ab April wirft sie diese toten Blätter ab und treibt dann zügig neue nach. Nach meiner Erfahrung ist Magnolia grandiflora ziemlich hart, wenn sie dem Jugendalter entwachsen ist.
Ich wohne in Ostwestfalen - ziemlich kalte Ecke.
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Mensch, dann habe ich wirklich einen Kümmerling ::)
Meine habe ich 1992 in einer Baumschule im Süden Frankreichs gekauft - neben 'normalen' hatten sie eine Zwergform, die ich damals gewählt hatte, da alles andere nicht mehr ins Auto gepasst hätte (immerhin war sie da schon etwas über einen Meter hoch) - heute, knapp 20 Jahre später, kommt sie immer noch nicht auf zwei Meter Höhe. Einen nennenswerten Frostschaden hat sie (ohne Schutz im Rheinland) genauso wenig gehabt wie irgendeine Blüte. :P

Magnolia grandiflora_12-04.jpg
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Sie wird beleidigt sein, dass du auf Malle rumhängst, und sie im Rheinland stehen lässt ;)
Meine Grandis haben den Winter offensichtlich überstanden.
Alle treiben aus ;D
Hier mal die M.g. "Exmouth" (wurzelecht), sie sitzt im Vollschatten im sauren Substrat. Viele Riesenblätter wurden braun und fielen ab. Jetzt kommt der Neuaustrieb.
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Magnolia grandiflora 'Russet' blüht hier bereits.
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Die beim Barfrost teilweise in der Sonne sitzende "Alta" hatte viele braune Blätter. Jetzt treibt sie wieder durch
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und drittens, das Baumarktramschexemplar, ebenso wie die anderen wurzelecht:
Vom alten Laub her ist diese Sorte am robustesten durch diesen Winter gekommen. Standort halbschatten.
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Letzt im Garten fiel mir ein betörender Zitrusduft auf. Ich musst nicht lange suchen :D
Magnolia grandiflora "Alta" hat die erste Blüte geöffnet
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;D
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Magnolia grandiflora im Halbschattenhang. Die Pflanze ist stecklingsvermehrt und ich hab sie für 15 Euro aus dem Baumarkt.
Sie ist 2 Jahre ausgepflanzt, 2 Winter überstanden :D
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Die Blüte ist größer als bei "Alta", duftet aber nicht so stark.
Ich vermute, es ist die gängige Sorte "Gallisionaire"
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So, mal wieder was aktuelles zum M.grandiflora-Test bei mir.
Der letzte Winter war ja nicht kalt, deshalb viel früher als letztes Jahr eine Blüte bei meiner stecklingsvermehrten Baumarktmagnolia.
Sie ist nicht sehr groß, aber richtig schön kompakt und die Blüte ist einfach zauberhaft :D
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Damit man mal ein Größenverhältnis hat, hier mal ein Überblick in meinen Schattenhang.
Leider ist die Qualität schlecht. Das Weiße ist die Blüte ;D
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Guten Tag, ich habe seit Jahren im kalten Niederbayern Grandifloras, Edith Bouge, Galissoniensis und Exmouth. Die ersten Jahre wurden sie mit Vlies eingetütet, jetzt sind sie ca 2 - 4 m hoch und ich tüte nur noch in ganz schlimmen Wintern ( unter - 20 Grad) ein. Leider blüht die Exmouth hier ganz schlecht, die Galissoniensis gut. Standorte sind am Haus und im Winter in voller Sonne, Brandflecken treten nur im Frühjahr auf, wenn sie vorher eingetütet waren. Unsere Erde ist nicht die beste, wird zwar verbessert durch Rhododendrenerde, mit dem Gießen soll man eher vorsichtig sein, sonst werfen sie im Frühjahr mehr Blätter ab als wenn sie rel. trocken stehen. Falls weitere Auskünfte, bitte an Herzblutgarten im Isartal.