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Pflanzenwelt => Pflanzenvermehrung => Thema gestartet von: Katinka am 15. Juli 2011, 21:14:04
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und wenn ja, worauf muss ich achten?
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Klar lohnt die!
Du bekommst dann die einmalige Sorte "Katinka" und andere Unikate, die sonst keiner hat. ;D
Samen braucht wohl Frost zum Keimen und kann auch erst im zweiten Jahr aufgehen. Am besten an eine Stelle direkt ins Beet sähen, vergessen, dort möglichst nicht hacken und abwarten.
Irgendwann kommen dann kleine Sämlinge, die aber von der Blütenform nicht so aussehen, wie die Mutterpflanze. Lass dich überraschen..
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Hallo Katinka,
Ich würde es auch versuchen, das lohnt immer und ist auch nicht weiter kompliziert. Ich würde aber eher in einem Topf mit einem Gemisch aus Gartenerde und sand säen, den (Ton)topf über Winter in einem Beet einsenken und im Frühling etwas schützen gegen Vögel etc. - wenn die das erste Blatt abreissen stirbt die Pflanze. Ein weiterer Vorteil ist, dass Du die Pflanzen aus dem Topf und dem sandigen Substrat gut pikieren kannst. Dass geschieht im September, in Einzeltöpfe oder ins Beet. Ich denke nach 3-4 Jahren solltest Du mit Blüten rechnen können. mit einzigartigen Blüten :-)
Viel Spaß!
Viele Grüße,
Michael
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3-4 Jahre? ... Schluck! :-\
Da muß man Geduld üben. Aber weil ich gerade Samen von einer Päonie aus einem engl. Garten mitgenommen habe, hilft mir eure Anleitung auch sehr. Danke!
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3-4 Jahre? ... Schluck! :-\
Meine P. delavayi-Sämlinge haben noch länger bis zur ersten Blüte gebraucht.
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3-4 Jahre? ... Schluck! :-\
Meine P. delavayi-Sämlinge haben noch länger bis zur ersten Blüte gebraucht.
3-4 Jahre von der Saat bis zur ersten Blüte....vielleicht ein bißchen....optimistisch? ;)
Aber mit viell Glück klappt das ! 8)
Lohnt sich auf jeden Fall! (Eine Magnolie kann über 20 Jahre brauchen, bis zu ersten Blüte ;) )
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Oh, dann fragt mal Bernie - dem hatte ich eine junge delavayi gegeben, die hat seiner Aussage nach im 3. Jahr bereits geblüht. Wenn sie ausgepflanzt sind geht es bei den Strauchpäonien deutlich schneller als bei den staudigen.
Und: einmal angewachsen brauchen sie ja nur eine minimale Betreuung - sie laufen so mit :-).
Viele Grüße!
Michael
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Oh, dann fragt mal Bernie - dem hatte ich eine junge delavayi gegeben, die hat seiner Aussage nach im 3. Jahr bereits geblüht. Wenn sie ausgepflanzt sind geht es bei den Strauchpäonien deutlich schneller als bei den staudigen.
Und: einmal angewachsen brauchen sie ja nur eine minimale Betreuung - sie laufen so mit :-).
Viele Grüße!
Michael
Ja ok, aber bis sie mal keimt kann ja auch 2 Jahre dauern. Wie alt war denn "die junge delavayii", als du sie verschenkt hast ?
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Naja, die Keimung ging schnell - ic hatte sie im Oktober gesät, März waren sie da und im September hab ich sie ihm gegeben. 2 Jahre später gab es dann bei ihm Blüten. Bei mir leider noch nicht, allerdings stehen sie noch im Topf und wachsen langsam - denke sie müssen raus.
Ich war allerdings auch ganz schön verblüfft wie groß die Sämlinge im ersten Sommer wurden, sie wuchsen viel schneller als die suffroticosa-Hybriden....
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Ja, die "Wilden" legen los. ;D
Ich vermute, dass die "normale Suffruticosa" (die es eigentlich ja gar nicht gibt) etwas länger braucht. Bei P. delavayi hab ich auch das Gefühl, dass sie mehrmals im Jahr frisch treibt und dadurch schneller wächst. Sie kann ja auch (theoretisch) 2 mal blühen, hab ich gelesen, noch nie gesehen.
Interessant dürfte die Aussaat von Rockiis und Delavayiis sein, die zusammen bestäubt wurden. Könnte Überraschungen geben ;D
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Na, danke. Da wird man vorgewarnt... jetzt habe ich mal gegoogelt und finde z.B. eine Aussaatanleitung, wo man überhaupt erst 7 Jahre bis zur ersten Blüte annimmt.
Aber: always look at the bright side of life... danke Michael für die positive Darstellung. Dann werde ich morgen gleich aussäen, denn angeblich ist eine Lagerung bis zum Frühling auch schlecht, und dann ab in den Kühlschrank für 2 Monate. ;D
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Bist ein bißchen ungeduldig, Manu, kann des sein ;D (Haben Gärtner wohl so an sich..)
Bei so einer frischen Veredelung einer Strauchpaeonie wartet man doch auch ewig, bis die Pflanze mal eigene Wurzeln gebildet hat und endlich zufriedenstellend wächst.
Sämlinge (und Pfingstrosen auf eigener Wurzel allgemein) sind wesentlich robuster und nahezu unkaputtbar, lassen sich rund ums Jahr umpflanzen und später sogar problemlos teilen.
Ich würde sogar behaupten, dass ein kleiner Sämling (wenn er denn aufgegangen ist) eine veredelte Paeonie ruckzuck in der Entwicklung überholt.
Nur Mut! ;)
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danke für Eure Antworten.
Aber ich fürchte, ich lasse es. Die Wartezeit ist mir eindeutig zu lang :( .
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Ob sich die Aussaat lohnt, weiß ich nicht. Ich hoffe immer auf einigermaßen attraktive Hybriden.
Da bei Päonien ohnehin Wartezeiten angesagt sind (und ungeduldige Gärtner sollten bei vielen Pflanzen erst gar nicht damit anfangen) habe ich bei einer Nachbarin ein Gartenstück mit derartigen Sämlingen bepflanzt. Sie mögen sich dort entwickeln und irgendwann einmal blühen.
Der wahre Gärtner entschleunigt die Zeit.
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Und wenn die Sämlinge bei der Nachbarin besonders schön blühen, werden sie wieder ausgegraben? ;)
Ich bin ein großer Fan von neuen Sorten. Und diese kann man nur durch Aussaat erreichen. Ich finde, so lange dauert das gar nicht bei Paeonien.
Wenn ich eine x-beliebige Staude aussähe, blüht die doch auch nicht gleich im ersten Jahr.
Und so eine Strauchpaeonienaussaat am Fuße einer alten Paeonie (oder einem anderen unbenutztem Garteneck) macht überhaupt keine Arbeit. In deren Schutz können die Sämlinge ganz von alleine keimen und dann bei entsprechender Größe vereinzelt werden.
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Ja, da hast du Recht. Wenn man bedenkt, was man alles pflanzt, das nicht im ersten Jahr blüht oder einige Jahre braucht.... ::) Von zweijährigen Blumen bis zu Rosen und Bäumen... Die Zeit vergeht eh so schnell. Seufz! :-\
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Wenn ich schnelle Erfolge will, säe ich Einjährige ;). Ein Garten besteht doch aus so vielen verschiedenen Pflanzen, dass es gar nicht auffällt, wenn mal ein paar mehr Zeit benötigen. Bei Bäumen dauert's schließlich noch länger.
Ich habe vor 3 Jahren mit der ersten Aussaat von (Strauch-)Päonien angefangen und mir macht es Spaß. Es ist doch spannend, wie sie sich entwickeln und die Freude ist immer riesig, wenn ich nach dem Winter den neuen Austrieb entdecke. Mal sehen, wann meine Pflanzenkinder das erste Mal blühen. Schwierig wird's nur, wenn die alle erwachsen werden. Dann muss ich wohl anbauen.
Also, bisher ein eindeutiges: Es lohnt sich!
LG Dicentra
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Dicentra hat recht! :)
Es lohnt sich auf jeden Fall! Bei mir haben dieses Jahr einige zum ersten mal geblüht und sie sind alle sehr schön! Ich habe vor einigen Jahren mit Paeonia ostii Kreuzungen vorgenommen und die Ergebnisse sind sehr vielversprechend. :D
Aussaat im Topf am besten sofort, sie brauchen zur Keimung den herbstlichen Witterungsverlauf und den anschliessenden Winter, die Keimung erfolgt dann im Frühjahr unterirdisch, oberirdisch erscheint das erste Laubblatt erst im darauf folgenden Frühjahr. Mit der ersten Blüte ist erst nach weiteren drei bis fünf Jahren zu rechnen. Dann geht alles aber recht schnell, eine meiner Pflanzen hatte letztes Jahr die erste Blüte, in diesem Jahr waren es schon sechs! :D ...und sie waren noch schöner und ausdrucksstärker als letztes Jahr! ;) :D
Ich zeig Morgen mal Fotos. :)
LG., Oliver
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Ah, deshalb hatt ich was im Hinterkopf, dass die Keimung 2 Jahre dauern kann.
Ich habe letztes Jahr Samen aus dem Luisenpark Mannheim ausgesät. Die könnten dann quasi nächstes Frühjahr an der Erdoberfläche erscheinen? Freu ;D
Ich freu mich auf die Fotos...
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Und wenn die Sämlinge bei der Nachbarin besonders schön blühen, werden sie wieder ausgegraben? ;)
So ist es.
Mir geht es aber ausschließlich um die Wildarten. Mal sehen, inwieweit die hybridisieren. Nach dem bisherigen Wuchsverhalten und den Blattformen so gut wie gar nicht.
Ist halt 'ne Wundertüte.
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Kriegt die Nachbarin dafür wenigstens nen Blumenstrauß ;)
Was hybridisierst du? Delavayii mit Rockii? Lutea mit Rockii? Lutea mit delavayii?
Ich male mir "Schönes" aus ;D
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Die Nachbarin wird mit Wein abgefüllt.
Ich hybridisier gar nichts, sondern überlasse das der Natur. Eigentlich - so hoffe ich - müsste sich dabei die Urform (oder eine der Urformen) der Rockii herausmendeln. Doch woran erkennt man die?
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Ich befürchte, über die Urformen der Baumpaeonien ist noch recht wenig bekannt ;)
DIE Paeonia "suffruticosa" scheint es ja auch nicht zu geben. Ist alles ein Mischmasch, was schon seit Tausenden von Jahren in China "bearbeitet" wurde.
Und auch unsere "Original" Rockii ist ja nur eine Form (von vielen) aus China gewesen.
Einfacher dürfte die Idendifikation von P. lutea, P. ludlowii sein. P. ostii mischt auch ordentlich mit. Alles Mischmasch.
Viel Spaß beim "Entmendeln" ;D
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Eigentlich ist die Abstammung der chinesischen und japanischen Strauchpfingstrosen aus der Sektion Moutan, recht gut erforscht. Wobei ich die Arten um Paeonia lutea, die zur Untersektion Delavayanae gehören, mal bei Seite lasse. ;)
Die Einteilung bezieht sich auf die derzeit anerkannteste Arbeit von Hern Prof. Hong Tao.
Die klassischen Strauchpfingstrosen gehören demnach zur Untersektion Vaginatae, die bekanntesten sind P. ostii, P. rockii, P. rockii ssp. linyanshanii, P. decomposita und P. qiui, die ursprünglich nur in Zentralchina beheimatet waren.
Das Problem bei der Ermittlung der Abstammung liegt in der langen Züchtungsgeschichte von fast 3000 Jahren und der Tatsache, das einige beteiligte Arten vermutlich längst ausgestorben sind, was hauptsächlich auf das Sammeln der Wurzeln zurück zu führen ist, denen schon seit Jahrtausenden in der chinesischen Medizin eine hohe Bedeutung nachgesagt wird.
Allgemein vermutet man heute das P. ostii, P. decomposita und P. qiui bei den klassischen chinesischen Sorten am meisten verwendet wurden und P. rockii erst in der Neuzeit eingekreuzt wurde, da die typischen Basalflecke bei den antiken Sorten nicht auftauchen.
Suffruticosa ist keine anerkannte Art, da das bei der Beschreibung vorliegende Typusexemplar nachweislich schon eine Hybride gewesen ist, daher und wird diese bezeichnung heute als ein Sammelbegriff aufgefasst, der nicht mehr verwendet werden sollte.
Die japanischen Sorten bilden eine besondere Gruppe, obwohl sie ebenfalls von den chinesischen Arten abstammen, da in Japan keine Strauchpfingstrosen heimisch sind.
Sie haben vielmehr eine eigene Züchtungsgeschichte, da das Schönheitsideal der Japaner erheblich von den chinesischen Vorlieben unterscheidet. In den 1200 Jahren der Züchtung haben die japanischen Züchter einige herausragende Sorten geschaffen, die auch heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben und auch bei uns viel robuster sind als die klassischen chinesischen Formen mit Uhren meist dicht gefüllten Blüten.
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Ganz genau ;D
Unter welche Rubrik würdest du die chinesischen einfachen Sorten stellen, die durch Aussaat vermehrt und zu Farb-Strains zusammengefasst werden. Z.B. die Zhu Sha Lai (meine Lieblingspaeonie)
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@ Mediterraneus
Vom gärtnerischen Standpunkt betrachtet, gehen sie auf P. rockii zurück und daher würde ich sie evtl. Rockii-Hybriden nennen. Botanisch ist das jedoch vollkommen falsch. ;)
Daher sollen sich die Botaniker damit rumplagen. 8) ;)
Daher sehe ich sie einfach als schöne Strauchpäonien. :)
LG., Oliver
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So, ich wollte ja noch Fotos von meinen eigenen Kreuzungsversuchen zeigen. :)
Am besten gefällt mir diese Kreuzung, Mutter war Paeonia ostii und der Vater 'Shima Daijin'. :D

ostii x 'Shima Daijin'
'Shima Daijin' hat lediglich die breiteren und wenig geschlitzten Blütenblätter beigetragen, den Farbton nur wenig vertieft aber den Wuchs deutlich verbessert.
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Paeonia ostii
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Paeonia ostii
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'Shima Daijin'
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'Shima Daijin'
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Die nächsten sind Pflanzen die mütterlicher Seits von einer angeblich "echten" P. rockii abstammen, der Vater war diesmal P. ostii.
Die Pflanzen liegen genau zwischen den Eltern, die gefransten Blütenblätter und das rote Scheidenblatt um die Narben von P. ostii und die Basalflecken von P. rockii, die rosa Färbung der Blütenblätter ist so intensiv wie bei P. ostii (ich habe die seltene rosa Form), verblasst aber im laufe der Blütezeit ebenfalls wie P. ostii. Die Blütenhaltung ist bei den 6 Klonen straff aufrech, auch dabei ist P. ostii deutlich durchgeschlagen.
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rockii x ostii '1'
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rockii x ostii '2'
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rockii x ostii '3'
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rockii x ostii
Mir fehlen die Worte, so schön :D :D :D !
LG
Leo
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Danke! :D
Es ist die Erstblüte von zwei der insgesamt sechs Sämlingen, nächstes Jahr sind sie bestimmt noch eindrucksvoller. ;)
Strauchpäonien brauchen ein paar Jahre bis sich die Blütenform in ihrer vollen Ausprägung zeigt. :)
LG., Oliver
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superschön oliver :D. ich werde dann doch mal meine rockii aussäen. sie hat viel samen angesetzt. als vater kommt nur ostii in betracht.
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Oliver
Die sind wirklich sehr schön. Gratuliere
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Oliver also die rockii Kreuzung ist wunderschön. So sollte eine aussehen die ich noch in meinem Garten will. Wenn nach dem Umzug meines Partisanengartens da noch Platz ist.
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Wenn Du Glück hast Axel, hat sich P. ostii mit P. 'Rocks Variety UK' verbandelt und bildet gerade fleisig Samen!? ;)
Die Paarung sollte ähnliche Ergebnisse bringen und bis die blühfähig sind, hat sich bestimmt das Gartenproblem gelöst. :)
Veredlung hab ich leider nicht drauf und bis man die Pflanze teilen könnte, blühen die Sämlinge. ;)
@ Most
Danke! :D
LG., Oliver
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superschön oliver :D. ich werde dann doch mal meine rockii aussäen. sie hat viel samen angesetzt. als vater kommt nur ostii in betracht.
:D
Meine Rockiis setzen auch bei Selbstung Samen an P. ostii nicht, dabei würde ich gerade diese Pflanze gern durch Saat vermehren.
LG., Oliver
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Lieber Oliver auf zwei oder drei Samen wär ich schon scharf. ;) 8)
Meine letzten Rockii-Sämlinge habe ich im dritten Jahr verschenkt auch wegen der damaligen Gartenaufgabe. Bis dahin waren die auch im Topf. Sind halt nix für Partisanengärten.
Töpfe schleppe ich schon zu hunderten hin und her ;) :P
Da kommt es auf einen auch nicht mehr an. Wenn dann doch kein Platz ist finde ich sicher einen lieben Menschen der die kleinen dann will und ich kann sie mir dort ansehen.
Meine ersten Rockii haben noch nicht geblüht. Werden da allerdings kaum gedüngt.
Wachsen also noch langsamer, aber mit Aussicht auf viele Jahrzehnte.
Sehen sehr gesund aus die zwei.
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Knorbs hat doch zwei ostii, da sollte sich doch was machen lassen? ;)
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Aber gern! Ich denke in ein paar Wochen sind sie reif, ich hab für einen Forumsfreund ein wenig Bienchen gespielt, da werde ich für Dich ein paar Körner abzweigen. ;)
...und ich glaube einige der rockii x ostii Pflanzwn haben auch Saat angesetzt aber da weiss ich nicht wer der Vater ist!?
LG., Oliver
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Knorbs hat doch zwei ostii, da sollte sich doch was machen lassen? ;)
Stimmt, zur nächsten Blüte hauhe ich ihn mal zwecks Pollenspende von einer seiner Pflanzen an. ;)
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Die besten Erfahrungen hab ich mit meiner Chaotenmethode gemacht.
Samen in irgend einen der vielen Töpfe die ich habe gesetzt und nach dem zweiten Wachstums-Jahr auseinander gepflanzt.
Lilien profitieren von den jungen Päonien, sie selber wachsen auch besser wenn man sie die ersten zwei Jahre in Ruhe lässt.
Zumindest werden solche Töpfe nicht vergessen. Irgendwas tut sich doch immer. ;D 8)
Ich hatte letztes Jahr auch 2 ostii bestellt leider nicht bekommen.
Ich hätte sie sowieso erst mal in einem großen Topf in der Erde versenkt.
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Das klappt auch mit Cyclamen... aber immer die Päoninsamen neben die Cyclamen stecken, sonst schmeißen sie die Cyclamen im zweite Jahr aus dem Topf... ;D ;)
Die echten P. ostii sind schwer zu bekommen, meist wird 'Fen Dan Baij' geliefert, auch von der Dame aus China. ::) Zumal sie dort in ausreichender Stückzahl zu Danping Produktion angebaut und gärtnerisch mit P. ostii gleichgestellt wird. ...'Fen Dam Baij' und nicht die Dame! ;D
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Gut zu wissen, dann hab ich ja Glück gehabt das es nicht geklappt hat.
Ist diese Fen Dan Baij auch so schön weiß wie die Wilde?
Mit Cyclamen mach ich es lieber nicht. Die sind bei mir in zu kleinen Töpfen.
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'Fen Dan Baij' ist sehr schön und rein weiß. Hier mal der Link auf die Seite von Paeon.
'Fen Dan Baij'
Sie wächst buschig wie eine Rockii, mit vielen grundständigen Trieben, also eine sehr schöne Gartenpflanze und sehr empfehlenswert. :)
P. ostii wächst straff aufrecht, hat kleinere Blätter und sehr steife Triebe. Die Blütenblätter sind schmal und am Rand gefranst, die Blüten öffnen sich rosa und verblassen während der langen Blütezeit zu strahlendem weiß oder bei der rosa Form zu einem hellen leuchtenden Perlrosa. Meine Pflanze ist zwei Meter hoch aber nur 80 cm breit. Dieses Jahr hatte sie knapp 40 Blüten und wirkte wie ein prächtiger strahlender Blumenstrauß. Fotos können diese Schönheit nur schwer wiedergeben, man muss sie erleben! ;)

P. ostii - echt I

P. ostii - echt II

P. ostii - echt III
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@ Mediterraneus
Vom gärtnerischen Standpunkt betrachtet, gehen sie auf P. rockii zurück und daher würde ich sie evtl. Rockii-Hybriden nennen. Botanisch ist das jedoch vollkommen falsch. ;)
LG., Oliver
Hi Oliver,
mit P. Rockii hat meine "Zhu sha lai"wenig gemein. Sehr außergewöhnliches gefiedertet Laub und keine Basalflecken. Zudem sehr viele Triebe aus der Basis.Muss mal Foto machen, das Laub sticht unter den anderen P. hervor.
Hab sie als "getrocknete Wurzel mit etwas Zweig" erworben, kam angeblich Bündelweise aus einem Kloster aus China. Waren Sämlinge, die nach Farben sortiert waren. Fallen die so echt aus?
Fen Dan Bai gabs auch. Hab auch eine mitgenommen, aber verschenkt (muss mal nachhaken, ob die noch lebt)
P. Ostii soll ja etwas pilzanfällig sein und frostempfindlich, da sie aus dem Süden Chinas kommt. Ist deine robust?
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Oops..., ich habe sie mit Paeonia 'Zhu sha kui' verwechselt. ::)
Paeonia 'Zhu Sha Lei' ist kein Farbstrain.
Die Sorte ist in China sehr bekannt, da sie sich sehr gut verfrühen läßt und vorgetrieben im südlichen China, wo Strauchpäonien eigentlich nicht gedeihen, zum chinesischen Neujahr angeboten wird.
Leider ist das immer ihre letzte Blüte, danach werden die Pflanzen entsorgt. ::)
Sie hat, wenn ich mich recht entsinne, auch eine gute Herbstfärbung!?
Falls es nicht noch eine 'Zhu Sha Lai' gibt, aber bei Paeon wird keine Pflanze unter diesen Namen erwähnt. ???
Was die Zuordnung betrifft, würde ich mich ebenfalls nach Paeon bzw. den Chinesen richten, dort werden die Pflanzen nach ihrer Herkunft eingruppiert und 'Zhu Sha Lei' kommt demnach aus der Zentralebene, also dem ursprünglichen Entstehungsgebiet der klassischen Sorten mit den alten Päonien Zentren Luoyang & Heze, in denen auch heute noch berauschende Blütenfeste zu Ehren der Strauchpäonien stattfinden. :D
P. Ostii soll ja etwas pilzanfällig sein und frostempfindlich, da sie aus dem Süden Chinas kommt. Ist deine robust?
Ich hatte an ihr noch nie einen Pilzschaden feststellen können. Einen Frostschaden hatte sie bisher nur ein einziges Mal, als es letztes Jahr ausnahmsweise mal einen Spätfrost gab, kurz befor sich die Blüten öffnen wollten, es wurden aber lediglich die Pollen geschädigt, die Blüten öffneten sich ganz normal und hier in HH ist sie sehr robust und treibt sogar noch etwas früher aus als die P. rockiis.
LG., Oliver
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Die Daten zu "Zhu Sha Lai" (also eines ist an ihr bescheuert: Der Name!) kenne ich (Buch Strauchpfingstrosen Rieck/Hertle), die decken sich mit deinen Angaben.
Nur:
Die Pflanzen waren definitiv nicht veredelt. Und auch nicht geteilt. Es waren etwa 30 cm lange dürre Stecken (incl. dünner senkrechter Wurzel).
Der Verkäufer sagte was mit Kloster in China und dass die nach "Sorten" ausgesät werden. Als meine blühte, sah sie auch aus wie Zhu sha lei, Rosa, einfach, mit Herbstfärbung.
Ich hab sie im Feb. vor etwa 5 Jahren im Palmengarten Frankfurt auf einer Raritätenbörse gekauft.
Die Dinger sind sofort angewachsen, als wär nix gewesen.
Sie blüht mit als erste meiner Strauchpaeonien auf, noch vor den Rockiis !
Ich vermute, dass da die P. ostii mit reinspielt.
Mach mal Fotos am Wochenende.
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Die Sorte soll sehr wüchsig sein und wird schon sehr lange kultiviert, da würde ich eher von Teilung ausgehen. Die klassischen Sorten werden auch in China in der Regel geteilt, Farbstrains sind hauptsächlich bei den Gansu-Mudan üblich.
Darf ich fragen welcher Händler es war?
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Er hatte einen Bart und redete Norddeutsch ;D
Wenn ichs bloß noch wüsste... er hatte auch viele lose Blumenzwiebeln. Hmm
Werd mal gucken, ob die Aussteller von 2006? noch irgendwo aufgelistet sind. Ich hätte auch noch nen Zettel mit dem Sortennamen mit seiner Handschrift ;)
Es waren sehr zierliche kleine, dünne Pflänzchen, so wie aus Samen gewachsen. Teilstücke wären da sicher größer gewesen und man hätte doch was abgesägtes/geschnittenes sehen müssen, oder? Kann ich echt nicht 100 % ig sagen.
Es waren richtige Bündel von Pflanzen, so wie man Heckenpflanzen zusammenschnürt. So hab ich Strauchpaeonien bei uns noch nie im Angebot gesehen. Sah von weitem aus wie etwa wurzelnackte Spargelfpflanzen, und auch etwa so gross.
Nachtrag:
Könnte Niewöhner gewesen sein. Bin mir aber nicht sicher
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Ich stell mal bei den Strauchpaeonien im Arboretum ein Habitusbild von Zhu Sha Lei rein.
Sie macht übrigens (noch?) keinen Samen.
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So schnell kann's gehen : im letzten Sommer frisch geerntetes Saatgut gleich ausgesät und auf die unteren Stellagen im Gewächshaus gepackt , dauert ja zwei Jahre bis etwas sichtbar wird und Licht braucht .... Heute habe ich entdeckt das zwei suffroticosas , eine rockii und eine staudige schon aus der Erde spitzen . :D , ich hoffe die anderen lassen sich Zeit , sonst bekomme ich ein Platzproblem ::) .
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Das einigen jetzt keimen kommt durch die warme Herbst von 2011. Päonien brauchen ERST eine warme Phase, dann eine kalte Phase bevor sie oberirdisch kommen.