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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: graugrün am 12. September 2011, 18:51:41
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Nach und nach erkämpfen wir uns unser Grundstück und so langsam kommen wir in einen Bereich, in dem die Landschaft wunderbar eingesehen werden kann. (Das Gelände fällt nach vorne und nach hinten etwas ab und wir sind mit der Gestaltung am höchsten Punkt angekommen)
Die "geliehene Landschaft", die sozusagen unseren "Bildhintergrund" ergibt, hat was toskanisches, sie ist hügelig, sanft und angenehm weitläufig.
Die Idee war jetzt, da der Garten auch sehr groß und seeehr arbeitsaufwändig ist, die hintere Hälfte als Wiese zu belassen und nur einen breiten geschwungenen Weg zu mähen.
Meint Ihr, solche hohen schlanken Gehölze wie in der toskanischen Landschaft (Nadelgehölze vermutlich) würden da schön aussehen? So hier und da in die Wiese eingestreut?
Welche kämen da in Frage?
Für die Dimensionen: Der hintere Gartenbereich sind immerhin noch knapp 120 Meter in der Länge. 40 m in der Breite, wobei auch die benachbarten Grundstücke Wiesengrundstücke mit Obstbaumreihen sind.
Für die Standortansprüche:
Lehmboden auf Muschelkalk, der Boden ist anständig, wenn er richtig vorbereitet wurde.
Ausrichtung: geradeaus Südwest.
Edit: Es bläst auch manchmal ordentlich aus dieser Richtung!
LG
graugrün
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Hallo graugrün,
wenn man solch "Anleihen" aus anderen Landschaften vor Augen hat, müssen es nicht unbedingt die selben Pflanzen sein.
Vom Wuchstyp her würden vielleicht Juniperus scopulorum 'Skyrocket' oder Thuja occidentalis 'Smaragd' dem von Mittelmeerzypressen entsprechen. Aber passen die wirklich in diese Landschaft?
Auf Eurem Boden würden vielleicht Säulenbuchen (Fagus sylvatica 'Dawyck') sogar besser gedeihen als Koniferen mit ähnlichem Wuchs. Und es könnte vielleicht auch natürlicher wirken.
Was meinst Du?
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Genau darüber hab ich auch nachgedacht, deshalb wollte ich auch mal andere Meinungen hören.
Es ist ja so, dass unser Garten bislang ziemlich naturnah daherkommt.
Dennoch, je mehr ich in diesem Garten wurschtele, desto mehr kommt auch der Wunsch nach optischer Ruhe, denn diese Naturnahe hat auch einen wuseligen Charakter, nicht zuletzt weil dieses gewünscht Naturnahe sehr pflegeaufwändig ist.
(Ich gehöre mit meinem Faden vielleicht gar nicht so recht hierher ins Arboretum?)
Da wir aus verschiedenen Gründen unsere komplette Freizeit im Garten verbringen (auch unsere Urlaube), haben wir jetzt entschieden, langfristig ein Schwimmbad in den Garten einzubauen. Das mit dem Blick auf die schöne Landschaft.
Gestalterisch stellt mich so ein "Pool" vor ein Riesen-Problem, das kann hier sicher jeder nachvollziehen. Aber bis dahin sind ja noch ein paar Jährchen Zeit.
Gehölze wären aber prima, wenn jetzt schon angeschafft werden würden, damit sich das Bild schonmal entwickeln kann.
Ich versuche morgen mal ein Foto von der Ist-Situation zu machen.
Bis dahin bleibt mir nur ein Foto von Peter Jahnke Gartengestaltung zu zeigen, das mich inspiriert hat.

peter jahnke garten
(darf ich das hier zeigen?)
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Nun stell Dir einmal in diesem Bild Raketenwachholder statt der Obstbäume vor...
In diesem Bild könnte ich mir auch Ebereschen gut vorstellen. Schlank aufrechte und irgendwie "durchsichtige" Kronen und zu dieser Zeit leuchtet der Fruchtbehang. :D
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hihi,
naja, hier ist ja auch der Hintergrund ein sehr kompakter, bei mir ist freie Sicht bis zum Horizont....
Da der Garten linksseitig von einem Gehölzstreifen begrenzt wird, ist das rotbeerige nicht wirklich ein Hingucker: Unser Garten hat als Leitgehölz Weissdorne.... :-\
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Die Säulenhainbuche hingegen find ich schon sehr attraktiv. Hier stehen im Nachbarort zwei stattliche Exemplare links und rechts eines Hauseingangs. Wie die allerdings in ca. 2 bis 3 Jahren in ihr Haus kommen wollen ohne die beiden traumhaft schön gewachsenen Buchen völlig zu zerstümmeln, ist mir derzeit noch rätselhaft.
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Dann warte ich lieber auf das Foto von Deinem Gartenausblick in die Landschaft.
Obwohl... Säulenbuchen könnte ich mir vielleicht schon vor einem freien Blick auf den Horizont vorstellen.
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Okay, gerne!
Danke jedenfalls fürs Mit-Überlegen!
:)
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Das klingt ja traumhaft! :D
Blick in die Landschaft, toskanische Anmutung und allein der hintere Breich hat 120x40m. So groß ist bei uns nicht einmal das gesamte Grundstück. ::)
Der freie Blick in die Landschaft klingt sehr gut bei diesen Dimensionen. Bei den Bäumen würde ich etwas wählen, das zum Horizont passt, also zur Botanik dort. ;) Schöne wäre auch, wenn man die Grundstücksgrenze gar nicht erkennen kann, wenn der Garten in die Landschaft überläuft, sie eine Einheit bilden.
Bei Säulenwacholder kenne ich nur "Blue Arrow", der wächst hier sehr langsam, ist aber schlechter Boden und schattig.
Bei deiner Beschreibung finde ich eigentlich einen Schwimmteich passender, statt einem Pool. Den kann man auch toll und zur Landschaft passend bauen. Ist nach meiner Erfahrung sogar pflegeleichter als ein Pool.
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Danke Manu!
Ja, von Deinem Schwimmteich hab ich ja schon bewundernswerte Fotos gesehen! Allen Respekt, ich wünschte, mein Garten hätte schon annähernd solche Ausblicke wie Deiner zu bieten! ;)
Wir haben viele Jahre überlegt, ursprünglich stand auch immer eher ein Schwimmteich zur Diskussion, mir gefällt sowas definitiv besser. Aber, wir wohnen nicht sehr zentral, ;D , das heisst, das eigene Schwimmbad soll tatsächlich auch eine Art Therapiebecken 8) für unsere, vor allem meiner, ruinierten Wirbelsäule, werden. Keiner von uns hat Lust, eine halbe Stunde Fahrt pro Strecke für eine Stunde Feierabendschwimmen zu opfern. Also würden wir beheizen und abdecken wollen, damit wir über die Saison hinaus nutzen können.
Und Strecken schwimmen.
Aber das Sparschwein ist noch sehr dünn momentan. :-[ 8)
Die auffälligsten Bäume am Horizont sind wohl Pappeln. Ansonsten Streuobstwiesen so weit das Auge reicht und ein Laubwald.
Mal sehen, ob ichs per Foto morgen einfangen kann.
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Es gibt auch ganz tolle Säulen-Eichen oder Säulenkiefern, die in der immergrünen dunklen Farbe den Zypressen nahekommen, z.b. Pinus nigra "Fastigiata", die würde ich ner Thuja vorziehen. Traumhafte Gehölze, die aber etwas teuer sind.
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Ich weiß nicht. Die weite, hügelige Landschaft mit den benachbarten Streuobstbeständen würde m.E. durch säulenartige Gehölze eher gebrochen bzw. beunruhigt anstatt beruhigt. Wobei da neben vielleicht zwei, drei größeren Einzelbäumen (nicht säulenförmig) eine lockere Gruppe Wacholder wegen geringer Höhe sicher kein Beinbruch wäre.
Weil ja nun schon genug klassisches Obst drumherum ist: Vielleicht 2-4 Walnüsse und/oder Maronen (evtl. auch Speierling), sofern das Klima es zuläßt, gemischt mit 1-3 Kleineren Gehölzen, z.B. Vogelbeere, Mehlbeere o.ä.
Das ganze nicht in Reihen, sondern lockere Gruppe(n).
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Ja schon, aber wenn da dann eh ein knallblau gekacheltes Schwimmbecken in der Landschaft umherleuchtet, ist pflanzentechnisch alles möglich, sogar Pamela Anderson mit Rettungsboje als Gartenskulptur würde passen ;)
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Das ist nun auch wieder wahr. Den Pool hatte ich gar nicht bedacht...
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Pamela Anderson als Gartenskulptur?
Na wenn sie beim Unkrautjäten hilft ;D .
Ich weiss schon, dass das eine sehr delikate Geschichte ist mit so einem Schwimmbecken.
Es wird allerdings nicht knallblau gekachelt, sondern eher mit dunklen Steinen auskleidet. Wasser- wie ich mich belehren lassen musste, ist eh immer blau, wenn es in großen Mengen unter freiem Himmel auftaucht, selbst bei schneeweisser Kachelung.
Die Einfassung wird ebenfalls in dunkelgrauem Naturstein sein und auch das Drumherum wird sicher nicht die klassische Schwimmbad-Ecke werden. Daher schon meine frühzeitige Planung.
Ich muss jetzt noch was am PC arbeiten, gleich wenn ich fertig bin, flitze ich mal mit der Kamera nach hinten.
Bis später!
graugrün
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DSC08147.jpg
Neee, kein Wetter zum Fotografieren heute abend.
Ich bin mir nicht sicher, ob man überhaupt irgendwas erkennen kann:
Links der dichte Gehölzstreifen (eine verwilderte Streuobstreihe: wilde Pflaumen, Schlehen, Weissdorn, Wildrosen, Feldahorn, Wildbirnen, Äpfel, Mispel, Liguster und Hartriegel) der langfristig aufgeastet, bzw. teilweise gerodet oder auf den Stock gesetzt werden soll, um dann mit Wildschattenstauden unterpflanzt zu werden.
Rechts unsere Streuobstreihe. Uralte Obstbäume, teilweise sterben sie ab, manche sind schon gerodet, andere schon ersetzt durch junge Obstbäume.
Für den Weitblick ists heute nicht ideal.
Aber immerhin.
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Interessantes Foto! Auf den ersten Blick und ganz spontan enstehen da bei mir keine toskanischen Assoziationen! Diese wunderschöne Landschaft würde ich so nehmen wie sie ist und das Schöne darin bestärken. Ich denke da an zwei bis drei einheimische Großgehölze. Den Platz dazu hast Du!
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Danke!

DSC08145.jpg
noch ein Versuch, nicht wirklich besser.
Vielleicht liegts daran, dass ich selbst noch nie in der Toskana war... 8)
Nein, aber im Ernst, diese Assoziationen teilen wir eigentlich auch mit einigen Besuchern, die zum ersten Mal in meinem Garten sind.
@ Zuccalmaglio:
Meines Wissens mögen Maronen diesen kalkhaltigen Lehmboden gar nicht so. Hast Du da andere Informationen?
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google mal Bilder wegen Teich: natural swimming pond
setzt aber wahrscheinlich Lehmboden oder ähnliches voraus
Gruß Anne
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Das 2. Foto schaut schon recht stimmungsvoll aus. Ich bin ja kein Baumexperte, aber so einen Weg zurück in sanften Kurven mit einigen/wenigen höheren, säulenförmigen Bäumen stelle ich mir schon schön vor. Da würde ich aber keine so strengen Säulenwacholder nehmen, eher Laubbäume.
Oder als toskanaartigen Olivenersatz doch runde Formen wie Weiden? Da gibt es sehr interessante Arten, und die passen dann auch zum Poolteich. ;) Dafür gibts hier sicher einige Arboretrum-Experten. Berücksichtigen würde ich auch den Stil des Hauses und das vorderen Gartens.
Zum Pool: da hast du schon recht, ohne Abdeckung kühlt das Wasser jetzt schon ab. Heute war ich bei 23° Wassertemperatur baden, das wird mit den kühlen Nächten bald nicht mehr gehen. Eine Abdeckung des Wassers ist für eine längere Badesaison nötig, aber heutzutage gibts auch für Pools schon seeehr ansprechende Umsetzungen. Da kannst du den Pool sicher auch mit Steinumrandung oder Stufen und Randbepflanzung passend in die Landschaft betten. Ich würde mir dazu Bücher besorgen, da sind grandiose Beispiele drin.
Ein Schwimmteich ist halt auch ausserhalb der Badesaison einfach ein schöner Teich. Aber auch da gibt es Formen mit seperaten Becken für Schwimmen (um sie abzudecken) und Klären, die bedürfen halt etwas Technik zum Wasserumpumpen, sehen aber natürlicher aus und haben gutes Wasser ohne Chemie.
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Ein Schwimmteich ist halt auch ausserhalb der Badesaison einfach ein schöner Teich.
Wem sagst Du das.. :-\
Freunde von uns haben beides. Den Pool für den Körper und den Schwimmteich für die Seele...
Die Entscheidung für den Pool ist uns sehr schwer gefallen und ich werde mir grösste Mühe geben, das gestalterisch in Einklang mit dem Garten zu bringen, das dürft Ihr mir glauben. Aber das ist hier OT, fürchte ich.
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Nochmal: Warum muss es denn die Toskana sein? Schätzen und entdecken wir doch den eigenen und besonderen Charme unserer Landschaften vor der Haustüre. Ich denke, dass man dazu keine Zypressen und Olivenbäme braucht, und keine Bäume die diese Gehölze mehr schlecht als recht doubeln.
P.S. : Geht es hier um Gehölze oder Wasserbecken? ;)
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Sorry :-[ , um Gehölze.
Wie man merkt, ist Wasser mein Element. Da bin ich nicht zu bremsen und merke gar nicht, in welchem Subforum wir sind. ;)
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P.S. : Geht es hier um Gehölze oder Wasserbecken? ;)
Um die Gehölze in dem Gartenbereich beim Wasserbecken ;D
Ich habe gerade nochmal den ersten Post von mir durchgelesen. Es muss nicht toskanisch sein. Und wenn, dann sollte es nur diese Anmutung verstärken durch Gehölze, unsere Standortbedingungen habe ich ja geschrieben. Nie habe ich geschrieben, dass ich Zypressen und Olivenbäume in meinen Garten pflanzen will.
Ich gestalte diesen Garten ja eher unprofessionell: Ich sehe die Landschaft, die Häuser wie Bilder, Gemälde wenn man so will.
So weigere ich mich seit wir den Garten haben, die "Sichtachse", nämlich genau den Durchblick bis ganz nach hinten in diese Landschaft, mit Gehölzen zu "versperren". Ich mags, wenn rechts und links mal ein Ästlein in das Bild hängt, aber der eigentliche Durchblick (Übrigens geht im Herbst genau in dieser Flucht die Sonne unter und das ist ein traumhafter Anblick!) soll nie gestört werden.
Jetzt überlege ich halt, auch im Hinblick auf den späteren Schwimmbereich, wie ich mit welchen Gehölzen an welcher Stelle in welcher Anordnung diesen Ausblick unterstreiche.
LG
graugrün
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Sorry :-[ , um Gehölze.
Wie man merkt, ist Wasser mein Element. Da bin ich nicht zu bremsen und merke gar nicht, in welchem Subforum wir sind. ;)
Kein Problem, ich könnte Dir zu diesem Thema stundenlang zuhören! :D
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Wenn dann noch Fotos folgen, wär das noch besser, hihi.....
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Mein etwas provokanter Kommentar zu Zypressen und Oliven sollte lediglich den Blick auf die heimischen Schönheiten lenken!
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Ja, habs schon verstanden, Jo! :) Find ich auch gut, dass Du zukünftige knallblau-bekachelte-Poolbesitzer vor weiteren Schäden bewahrst! ;D
Wenn Du meinen Garten sehen würdest, würdest Du wissen, dass das bei mir durchaus einheimischen Gehölzen der absolute Vorzug gewährt wird. Während alle mir geraten haben, erst mal den Forstmulcher durch unseren Gehölzbestand durchzujagen, haben wir im vorderen Gartenbereich - weshalb wiederum mein Rücken jetzt den Pool braucht 8) vorsichtig die schönsten Schönheiten freigeschnitten, anderes ausgelichtet, Wurzel um Wurzel mit der Schlaghacke ausgehackt, Staudenbeete darunter angelegt. Bislang gibt es hier im Garten bis auf zwei ausgepflanzte Weihnachts-Nordmanntannen und ein paar Thujen in der gemischte Blütenhecke an der rechten und linken Grundstücksgrenze keinerlei Nadelgehölze.
Insofern ist hier noch nicht alles verloren. ;)
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:D :D :D
(P.S.: Ich gestehe, dass ich auch schon Mittelmeer-Zypressen in heimische Gärten gepflanzt habe 8) In der sonnigen Pfalz darf das noch angehen? )
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Darf es, darf es. :D
Stimmt ja, Du bist ja gar nicht so weit weg von hier.
Mittelmeerzypressen sehe ich in solchen pfälzischen Gärten / Innenhöfen zusammen mit dem dort verbauten Sandstein auch als recht harmonische Verbindung.
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Na kommt! Aus dem All betrachtet sind Mittelmeer und Pfalz ohnehin haarscharf beieinander. Praktisch Schwestern. ;)
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es gibt die Mischung zwischen Schwimmteich und Pool, vielleicht wäre das eine Überlegung wert.
Und um nicht ganz ot zu landen. Ich würde in die Sichtachse keine Bäume pflanzen, der Ausblick ist einfach zu schön, stattdessen mit Querriegeln aus hohem Gras arbeiten, über die man aber immer noch darüberweg gucken kann.
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Na kommt! Aus dem All betrachtet sind Mittelmeer und Pfalz ohnehin haarscharf beieinander. Praktisch Schwestern. ;)
Das Mittelmeer ist genaugenommen unser Schwimmteich. Daher brauchen wir keinen eigenen im Garten.
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Ich stimme zu: Keine Bäume, welche diese Sicht verstellen würden, aber die den Blick leiten und lenken. Also klar, nicht in die Mitte pflanzen, sondern möglichst randnah
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Hallo graugrün,
nachdem ich mir Deine beiden eingestellten Bilder angeschaut habe, frage ich mich, warum Du diesen wundervollen Ausblick überhaupt mit weiteren Bäumen verstellen willst? ???
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Hallo Troll!
Du meinst, ich soll da gar nichts....?
Ist auch ein Aspekt! :)
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Ich finde, im eigenen Garten muss man sich nicht der Landschaft anpassen mit heimischen Gehölzen.
Deshalb ist es ja ein Garten, weil man darin Pflanzen (auch seltene, schöne, ausgefallenen, exotische) kultiviert, quasi hortet.
Ich finde den Garten auch schön, so wie er ist, mit den Ausblicken und so.
Wäre es mein eigener, wäre ich als Pflanzenfreund mit der heimischen Natur nicht zufrieden ;)
Möglich ist alles, und Hauptsache es gefällt dem Besitzer. Also warum nicht einen Swimming-Pool mit passendem Ambiente (über die Pamela kann man ja streiten, fürs unkrautrupfen ist bei ihr wohl beim Bücken zuviel im Wege ;D )
Mir dünkt auch, es gäbe in der Pfalz nordamerikanische Prärie- und Kiesbeete ;) ;)
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@graugrün,
man soll erst nachdenken ehe man etwas schreibt....
Deinen Boden hatte ich nicht berücksichtigt. Castanea ist eher nichts für kalkige Böden.
Es gibt aber auch Berichte über eine gewisse Kalktoleranz. Wäre also immer ein Versuch. Nur stauend/staunass sollte es auf keinen Fall sein.
Im übrigen schließe ich mich nach der Bilderschau manchem Vorschreiber an:
Den Ausblick würde ich mir nicht "verpflanzen".
Allenfalls mit einzelnen Bäumen die linksseitige Strauchhecke locker überpflanzen/ergänzen. Das wirkt dann vielleicht nicht so als uniformes Längsband.
Ansonsten herzlichen Glückwunsch zu so einem schönen Fleckchen.
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...locker überpflanzen/ergänzen. Das wirkt dann vielleicht nicht so als uniformes Längsband.
Ja, genau das finde ich auch! :D Dadurch, dass das ganze Grundstück sehr lang ist, rechtsseitig die Streuobstreihe, linksseitig der Gehölzstreifen, wäre es für mich angenehmer, wenn das etwas aufgelockert würde.
Einen Versuch mit Kirschbäumen hatte ich schon gestartet. Das war aber keine gute Idee, denn bislang hat immer ein Landwirt aus der Nachbarschaft die Wiese mitgemäht. Mit den Kirschbäumen, (die darüberhinaus noch aus der Phase "Lehrgeld-bezahlen-für-Unwissenheit" stammen und rückwärts statt vorwärts wachsen) mähte er drumrum und es blieb immer so ein Eckchen zwischen den Bäumen ungemäht. Das sieht nicht gerade nett aus.
Aber nun soll ja was aus dem Fleckchen entstehen, dann wird es auch nicht mehr vom Bauern gemäht werden.
@mediterraneus:
So sehr ich Deinen Garten anhand der Bilder bewundere, so wenig könnte ich mir das hier vorstellen. Gut, man muss sagen, wegen der Landschaft und "unserem" Fleckchen Erde hier, sind wir hierher gezogen. Wenn ich nachmittags von der Arbeit nach Hause fahre, freue ich mich jedes Mal, wenn ich aus dem Tal raus bin und hier diesen Weitblick geniessen kann. (Auch wenn es nicht gerade ein Jepa-Blick ist!)
Aber nun zurück zu den Gehölzen... 8)
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Schau mal hier: Hier
Da mäht der Bauer auch immer drumrum. Und es sieht wunderschön aus ;).
Ich würde da gar keine Bäume pflanzen. Du hast weiter hinten einen wunderschönen stehen.
die Grasfläche würde ich jetzt im Herbst umpflügen lassen und neu einsäen, damit Du die Unkräuter dort wegbekommst.
Dazwischen Bänder von Gräsern jeweils einer Sorte und zwar in Massen. Das bringt Dir Leichtigkeit, etwas Struktur, Sichtachsen wie Du sie haben möchtest. Das kann dann auch mit einer Maschine gemäht werden.
Wenn du einen Landschaftsgarten haben möchtest würde ich es so machen.
Das bringt dir eine wunderschöne Ruhe und verbaut dir das Gefühl von Weite nicht.
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Schau mal hier: Hier
Da mäht der Bauer auch immer drumrum. Und es sieht wunderschön aus ;).
Das Bild habe ich damals schon bewundert. :D
Nur welche Gräser würde man wählen, um diesen Effekt perfekt werden zu lassen?
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Toll, Dein Link, Paulownia! Vielen Dank!
Ich schätze, dann müssen wir die Mäharbeiten dennoch dem Bauern aus der Hand nehmen, so kreativ ist der nicht ;D !
die Grasfläche würde ich jetzt im Herbst umpflügen lassen und neu einsäen, damit Du die Unkräuter dort wegbekommst.
Das bringe ich nicht übers Herz! Die Wiese ist im Frühling ein Traum, nie und nimmer lass ich dort jemanden freiwillig umpflügen! Im zeitigen Frühling blühen wilde Duftveilchen, Primula veris in Massen, später Wogen von Wiesenschaumkraut. Zwei Jahre lang konnte ich im Juli in diesem Gartenteil zum ersten Mal Bienenragwurz in Natura sehen und Herbstzeitlose gibt es, wenn das Schneckenaufkommen moderat ist, auch hier.
Nein, so perfekt darfs nicht sein, dass das alles weichen muss.
Ob mir das mit den Grasbändern auch partiell gelingt, ohne zuviel von der Wiese zu zerstören?
LG
graugrün
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Troll, vom Prinzip haben wir ja da Auswahl genug. Niedrige wie Sesleria oder höhere wie Calamagrostis. Aber auch unsere einheimischen. P. Oudlof schreibt ja auch, das er gerne aussät und nicht pflanzt.
Das Problem hier sehe ich in der nötigen Bodenvorbereitung. Ich meine auf dem Foto den Sauerampfer und einiges invasives zu erkennen. Wenn ich denn den Sauerampfer nicht integrieren möchte, was durchaus auch gut ausehen kann, (Neulich sah ich so eine wiese mit den braunen Blütenständen dicht an dicht.)
dann müßte ich doch erstmal gründlich arbeiten, und evtl. eine Spritzung nicht verhindert werden kann.
Jetzt ist dieser Platz für ein größeres Gerät noch da und es ließe sich schnell und leicht erledigen.
Ein sehr schönes Stück Land, was ich mir zwar mit einem Pool, aber nicht mit einer herkömmlichen Gartenanlage vorstellen kann. Es hat sowas einzigartiges, was man doch nur noch betonen brauch.
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Oh, graugün
da haben wir uns jetzt überschnitten ;)
Natürlich gelingt Dir das auch ohne alles umzubrechen.
Mach Dir mal einen Plan wie Du wo welche Achsen brechen oder was Du betonen möchtest.
Schau Dir die einzelnen Gräser an und entscheide welche Höhe wo. Dann arbeite den Streifen gründlich durch und bleibe dabei mit dem Unkraut.
Und wenn Du es nicht ganz so pingelig getrennt haben magst, lass das erwünschte wie veris, etc. stehen. ;) die durchweben Deine Graslandschaft ohne zu stören.
Ich mache das hier so schon von Anfang an. Duftveilchen etc. dürfen bleiben. Sauerampfer etc. muss weg. :)
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Ich wäre vielleicht mit dem Thread besser im Atelier aufgehoben gewesen. :-[
Vielleicht verpflanzt mich ein Admin?
Nun, die herkömmliche Gartenanlage befindet sich bei uns im vorderen Drittel des Grundstücks. Dort gibt es Staudenbeete, Gehölze, Sitzplätze. Gartentypische Deko gibt es hier so gut wie gar nicht. Dennoch will ich im vorderen Bereich Geborgenheit ausdrücken. Dort sind ja auch Nachbarhäuser und -gärten. Nach hinten zu soll der Garten peu à peu ursprünglicher werden - oder bleiben. Hier soll die Weite das Thema sein, wobei ich da schon Schwierigkeiten sehe, ob sich das mit dem Pool überhaupt vereinbaren lässt.
So ein Pool sollte ja auch nicht unbedingt von überall einsehbar und begehbar sein. Man kann sich ja schon vorstellen, dass, wenn man auf der Arbeit ist, auch "Unbefugte" sich das Teil mal von Nahem anschauen wollen.
Also würde theoretisch eine Umzäunung Sinn machen.
Mehr Sinn als Freude, denn das zerstört unter Umständen die Schönheit.
Momentan ist der vordere Bereich mit Wildschutz-Zaun umfriedet. Weniger gegen das Wild, das sich in dem linken Gehölzstreifen sowieso pudelwohl fühlt, sondern wegen seiner Transparenz. Wenn die Blütenhecken dann mal dichter sind, wird man diesen Zaun gar nicht mehr sehen.
Ja, das ist alles gar nicht so einfach....
Gut, dass ich Euch habe!