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Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: Pewe am 29. Oktober 2011, 21:23:15

Titel: Salvia uliginosa
Beitrag von: Pewe am 29. Oktober 2011, 21:23:15
Das letztjährige Teil ist über den Winter verstorben. Soll ja nicht so ganz winterhart sein. Im Frühjahr erstand ich ein neues - ein Kracher dem man den Herbst kaum ansieht. Es täte mir sehr leid drum. Kann ich dem Teilchen vielleicht doch über den Winter helfen und wenn ja wie.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Treasure-Jo am 29. Oktober 2011, 21:26:57
Einpflanzen und eine dicke Packung Tannenzweige verpassen, Du hast ja genug.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Pewe am 29. Oktober 2011, 21:29:39
Eingepflanzt ist das gute Stück. Die Tannenzweige kommen am Samstag nicht ins Feuer. Danke. :D

Ach so - kann ich bis zum oberirdischen Frosttod warten oder muss ich zurückschneiden - was mir momentan echt leid täte.

Vor wenigen Tagen
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Treasure-Jo am 29. Oktober 2011, 21:53:37
Lass das den Frost übernehmen.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Mediterraneus am 29. Oktober 2011, 21:58:14
Darf ich mich mal anhängen mit Salvia lemmonii? Sie soll winterhart sein und blüht momentan so:


Ích dachte auch an einen Fichtenwedel zum Abdecken?
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Eveline am 29. Oktober 2011, 22:01:52
Lass das den Frost übernehmen.

Was soll da der Frost übernehmen? Die Stängel sind so stark, daß sie den Winter über als Ruten dastehen würden, was eine Laubschüttung behindern würde. Ich habe die Stängel abgeschnitten und werde einen Haufen Laub draufschütten.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Mediterraneus am 29. Oktober 2011, 22:11:48
Ich würde sie auch stehenlassen.

Gerade bei nicht so winterharten Pflanzen sollte man doch eigentlich alles erst im Frühjahr abschneiden.
Kann man das Laub nicht drumrumschütten?
Mir fällt grade ein, dass ich ja mit Lavagrus anhäufeln wollte...
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Henki am 11. August 2014, 08:57:54
Wie ist es euch inzwischen mit dem Salvia uliginosa ergangen? Vom Forumtreffen in Bonn brachten Gänselieschen und ich welchen mit, um dann hinterher zu lesen, dass das mit der Winterhärte bei uns vielleicht nicht ganz reicht. :-\

Hat das Überwintern mit Packung geklappt, oder ist es dann doch eher ein Kübelkandidat?
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Irm am 11. August 2014, 09:07:28
Ich hatte sie früher und hab sie zweimal nicht übern Winter gebracht.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Dunkleborus am 12. August 2014, 21:43:42
Hier überlebt sie zuverlässig, an einem geschützten Platz.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Henki am 12. August 2014, 22:10:17
Geschützt gibt es hier leider nur noch absonnig. Ob sie das mag?
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Dunkleborus am 12. August 2014, 22:13:45
Soweit ich mich erinnere, wächst sie dann dem Licht entgegen.
Teile sie doch einfach und probiers im Frühling aus.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: macrantha am 12. August 2014, 22:22:15
Vermutlich mag sie Winternässe auch gar nicht ... wäre das ein Problem bei dem halbschattigen Standort?
Ansonsten würde ich her sonnig und drainiert pflanzen.
So hat ein Salvia patens hier sogar schon 2x überwintert.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Henki am 12. August 2014, 22:26:19
Ich werde mir erstmal Sicherungskopien ziehen und dann verschiedene Standorte ausprobieren. Ein gut drainierter Standort ist bei unserem Sandboden nicht sooo schwierig.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: pearl am 12. August 2014, 22:47:18
vergiss es! In Brandenburg doch nicht! Das ist eine Pflanzen für die Wechselpflanzen und die Teppichbeete vor Schlössern. ;) ;D

selbst hier am unteren Neckar in vollsonniger geschützter Lage ist es vollkommen unmöglich irgendeine dieser herbstblaublühenden Salvia zu kultivieren.

Gelegentlich hält eine Salvia azurea ein bis zwei oder auch mal drei Jahre aus, dann ist auch das Gewesen.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Dunkleborus am 12. August 2014, 22:48:02
Im Sommer mag sie ganz gern eine gewisse Feuchtigkeit. Eine Ultratrockenpflanze ist sie eher nicht.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Dunkleborus am 12. August 2014, 22:49:00
Das ist eine Pflanzen für die Wechselpflanzen und die Teppichbeete vor Schlössern. ;) ;D

So hohe Hochflorteppiche gibts doch gar nicht.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Henki am 12. August 2014, 22:53:20
Das sah nun auch weniger nach "Wechselpflanz- oder Teppichbeeten" aus im Schaugarten in Bonn. ::)
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: pearl am 12. August 2014, 23:05:09
hast du ne Ahnung! Selbst in Bonn werden sie keine ausdauernden Salvia uliginosa haben. Die kommen aus Vorkultur unter Glas im Mai in die Pflanzungen. So wird das im Hermannshof auch gemacht und dort am Rand des Oberrheingrabens entlang der Bergstraße ist es im Winter milder als in Bonn und auch trockener.

Solche Pflanzungen sollen prächtig, üppig, strunzgesund aussehen, ein im Freien überwinterter Mehl-Salbei erholt sich die ganze Saison nicht von dem Stress im Winter.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: lerchenzorn am 12. August 2014, 23:10:48
Du denkst an Salvia farinacea? S. uliginosa wird gertenschlank und mehr als 1 m hoch, ziemlich wildstaudig. Ich hatte ihn absonnig und ziemlich trocken über zwei oder drei Winter gebracht. Vielleicht waren es die milderen. Glücklich sah er nie aus und, wie die Dunkle schreibt, hat er sich zum Licht gewunden.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: pearl am 12. August 2014, 23:25:08
ja, die Winterhärte ist absteigend von Salvia farinacea, Salvia uliginosa, Salvia azurea. Und ich habe die drei mit keinem, kaum und wenig Erfolg in sehr warmer, geschützter Lage Z7 bis Z8 kultiviert.

Im Hermannshof werden alle drei herbstblaublühenden Salvia als Wechselpflanzen kultiviert. Das kann man machen, wenn man zur Anzucht Flächen hat, die mindestens 3 bis 5 mal so groß sind, wie der sichtbare Garten.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: Dunkleborus am 12. August 2014, 23:34:01
In einer Gärtnerei im Aargau (Schweizer Mittelland) hatten wir die Dinger sogar in 12er-Töpfen im Plastiktunnel (ungeheizt und meistens offen) überwintert. Hier stehen sie seit Jahren vor einer Mauer und kriegen höchstens ein paar Tannenzweige, da müsste ich den zuständigen Kollegen fragen.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: pearl am 12. August 2014, 23:45:40
mit Überdachung und im Mauerschatten tuns eine ganze Anzahl Pflanzen, die heikel sind. In solchen Situationen können hier Rosmarine zu 2 m großen Büschen werden und Lavendel Stämme ausbilden.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: pearl am 12. August 2014, 23:48:57
an warmen, windschattigen Südseiten, in Regionen mit überdurchschnittlicher Sonnenscheindauer im Winter, wo die Mauerwärme die kalten Nächte verkürzt und wo das Substrat und die Situation dafür sorgt, dass Nässe abgeleitet wird und sich nicht staut. Wo keine Feuchtigkeit hängen bleibt und kein Eiswind fegt. Da ja.
Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: paulw am 21. August 2014, 22:36:43
ich hatte salvia uglinosa mehrere jahre zwischen zwei kellerschächten vor einer westwand in der Obersteiermark(-20 regelmässig)
der boden friert dort regelmässig ganz! durch(5cm beton, 60 cm erde, 5cm beton).
sie wurde dann von einer Diospyros lotus verdrängt.
auch scheint die art in schwerem eher sommertrockenem lehm hart zusein (zumindest seit 6 jahren).

nicht immer verhindert mangelnde winterhärte das überwintern, oft sind es auch einfach "blöde" pflegefehler wie reichliches giessen,zu humoser überdüngter boden...


Titel: Re:Salvia uliginosa
Beitrag von: pearl am 21. August 2014, 22:46:06
völlig richtig, es ist die Winternässe, schrieb ich das nicht? Dass im Regenschatten von Häusern ...