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Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: Pewe am 29. Oktober 2011, 21:23:15
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Das letztjährige Teil ist über den Winter verstorben. Soll ja nicht so ganz winterhart sein. Im Frühjahr erstand ich ein neues - ein Kracher dem man den Herbst kaum ansieht. Es täte mir sehr leid drum. Kann ich dem Teilchen vielleicht doch über den Winter helfen und wenn ja wie.
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Einpflanzen und eine dicke Packung Tannenzweige verpassen, Du hast ja genug.
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Eingepflanzt ist das gute Stück. Die Tannenzweige kommen am Samstag nicht ins Feuer. Danke. :D
Ach so - kann ich bis zum oberirdischen Frosttod warten oder muss ich zurückschneiden - was mir momentan echt leid täte.
Vor wenigen Tagen
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Lass das den Frost übernehmen.
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Darf ich mich mal anhängen mit Salvia lemmonii? Sie soll winterhart sein und blüht momentan so:
Ích dachte auch an einen Fichtenwedel zum Abdecken?
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Lass das den Frost übernehmen.
Was soll da der Frost übernehmen? Die Stängel sind so stark, daß sie den Winter über als Ruten dastehen würden, was eine Laubschüttung behindern würde. Ich habe die Stängel abgeschnitten und werde einen Haufen Laub draufschütten.
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Ich würde sie auch stehenlassen.
Gerade bei nicht so winterharten Pflanzen sollte man doch eigentlich alles erst im Frühjahr abschneiden.
Kann man das Laub nicht drumrumschütten?
Mir fällt grade ein, dass ich ja mit Lavagrus anhäufeln wollte...
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Wie ist es euch inzwischen mit dem Salvia uliginosa ergangen? Vom Forumtreffen in Bonn brachten Gänselieschen und ich welchen mit, um dann hinterher zu lesen, dass das mit der Winterhärte bei uns vielleicht nicht ganz reicht. :-\
Hat das Überwintern mit Packung geklappt, oder ist es dann doch eher ein Kübelkandidat?
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Ich hatte sie früher und hab sie zweimal nicht übern Winter gebracht.
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Hier überlebt sie zuverlässig, an einem geschützten Platz.
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Geschützt gibt es hier leider nur noch absonnig. Ob sie das mag?
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Soweit ich mich erinnere, wächst sie dann dem Licht entgegen.
Teile sie doch einfach und probiers im Frühling aus.
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Vermutlich mag sie Winternässe auch gar nicht ... wäre das ein Problem bei dem halbschattigen Standort?
Ansonsten würde ich her sonnig und drainiert pflanzen.
So hat ein Salvia patens hier sogar schon 2x überwintert.
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Ich werde mir erstmal Sicherungskopien ziehen und dann verschiedene Standorte ausprobieren. Ein gut drainierter Standort ist bei unserem Sandboden nicht sooo schwierig.
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vergiss es! In Brandenburg doch nicht! Das ist eine Pflanzen für die Wechselpflanzen und die Teppichbeete vor Schlössern. ;) ;D
selbst hier am unteren Neckar in vollsonniger geschützter Lage ist es vollkommen unmöglich irgendeine dieser herbstblaublühenden Salvia zu kultivieren.
Gelegentlich hält eine Salvia azurea ein bis zwei oder auch mal drei Jahre aus, dann ist auch das Gewesen.
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Im Sommer mag sie ganz gern eine gewisse Feuchtigkeit. Eine Ultratrockenpflanze ist sie eher nicht.
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Das ist eine Pflanzen für die Wechselpflanzen und die Teppichbeete vor Schlössern. ;) ;D
So hohe Hochflorteppiche gibts doch gar nicht.
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Das sah nun auch weniger nach "Wechselpflanz- oder Teppichbeeten" aus im Schaugarten in Bonn. ::)
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hast du ne Ahnung! Selbst in Bonn werden sie keine ausdauernden Salvia uliginosa haben. Die kommen aus Vorkultur unter Glas im Mai in die Pflanzungen. So wird das im Hermannshof auch gemacht und dort am Rand des Oberrheingrabens entlang der Bergstraße ist es im Winter milder als in Bonn und auch trockener.
Solche Pflanzungen sollen prächtig, üppig, strunzgesund aussehen, ein im Freien überwinterter Mehl-Salbei erholt sich die ganze Saison nicht von dem Stress im Winter.
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Du denkst an Salvia farinacea? S. uliginosa wird gertenschlank und mehr als 1 m hoch, ziemlich wildstaudig. Ich hatte ihn absonnig und ziemlich trocken über zwei oder drei Winter gebracht. Vielleicht waren es die milderen. Glücklich sah er nie aus und, wie die Dunkle schreibt, hat er sich zum Licht gewunden.
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ja, die Winterhärte ist absteigend von Salvia farinacea, Salvia uliginosa, Salvia azurea. Und ich habe die drei mit keinem, kaum und wenig Erfolg in sehr warmer, geschützter Lage Z7 bis Z8 kultiviert.
Im Hermannshof werden alle drei herbstblaublühenden Salvia als Wechselpflanzen kultiviert. Das kann man machen, wenn man zur Anzucht Flächen hat, die mindestens 3 bis 5 mal so groß sind, wie der sichtbare Garten.
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In einer Gärtnerei im Aargau (Schweizer Mittelland) hatten wir die Dinger sogar in 12er-Töpfen im Plastiktunnel (ungeheizt und meistens offen) überwintert. Hier stehen sie seit Jahren vor einer Mauer und kriegen höchstens ein paar Tannenzweige, da müsste ich den zuständigen Kollegen fragen.
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mit Überdachung und im Mauerschatten tuns eine ganze Anzahl Pflanzen, die heikel sind. In solchen Situationen können hier Rosmarine zu 2 m großen Büschen werden und Lavendel Stämme ausbilden.
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an warmen, windschattigen Südseiten, in Regionen mit überdurchschnittlicher Sonnenscheindauer im Winter, wo die Mauerwärme die kalten Nächte verkürzt und wo das Substrat und die Situation dafür sorgt, dass Nässe abgeleitet wird und sich nicht staut. Wo keine Feuchtigkeit hängen bleibt und kein Eiswind fegt. Da ja.
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ich hatte salvia uglinosa mehrere jahre zwischen zwei kellerschächten vor einer westwand in der Obersteiermark(-20 regelmässig)
der boden friert dort regelmässig ganz! durch(5cm beton, 60 cm erde, 5cm beton).
sie wurde dann von einer Diospyros lotus verdrängt.
auch scheint die art in schwerem eher sommertrockenem lehm hart zusein (zumindest seit 6 jahren).
nicht immer verhindert mangelnde winterhärte das überwintern, oft sind es auch einfach "blöde" pflegefehler wie reichliches giessen,zu humoser überdüngter boden...
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völlig richtig, es ist die Winternässe, schrieb ich das nicht? Dass im Regenschatten von Häusern ...