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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: tomma am 05. März 2012, 19:06:22
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Vor drei Jahren habe ich schon recht ordentliche Buchsbäume mit großen Wurzelballen umgesetzt. Die Pflanzlöcher hatte ich dafür gelockert und nach der Pflanzung gut gewässert. Wenige Monate später fingen die Blätter an, sich rotbraun zu verfärben. Ich kann mir nicht erklären, woran das liegt. Ein Sonnenbrand scheidet an den Standorten aus, und Pilzinfektionen sind es auch nicht. Ich hatte gehofft, das würde sich in absehbarer Zeit auswachsen, aber die Biester leuchten weiter rotbraun, als müßte das so sein. Irgendwo hatte ich mal was darüber gelesen, aber ich kann das nicht wiederfinden. Weiß jemand, was den Pflanzen fehlen könnte? Ich habe übrigens tiefgründigen Lehmboden.
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Bei manchen Sorten verfärben sich die Blätter im Winter broce. Das ist normal.
Wenn deine Büsche auch im Sommer diese Färbung zeigen, deutet das auf eine Mangelerscheinung hin. Hier hilft eine Düngung.
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Die Buchse haben - wie hier alle Pflanzen - im letzten Frühjahr Kompost bekommen und zusätzlich noch etwas Floranid permanent. Im Spätherbst habe ich etwas Kalk gestreut, weil mein Lehmboden eher sauer ist.
Auch im Sommer hielt die rote Färbung an.
Ich vermute, dass da was Spezielles fehlt, aber ich komme nicht drauf, was es sein könnte.
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Bei manchen Sorten verfärben sich die Blätter im Winter broce. Das ist normal.
Nenne mal bitte eine Sorte, ber der das der Fall ist.
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Zum einen handelt es sich um gewöhnliche Einfassungsbuchs, B. suffruticosa, zum anderen um einen Kleinbaum (Sorte kenne ich leider nicht), dessen große, runde Blätter vor dem Verpflanzen frisch apfelgrün waren.
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Elfriede wird bald antworten, derweil:
Bei manchen Sorten verfärben sich die Blätter im Winter broce. Das ist normal.
Nenne mal bitte eine Sorte, ber der das der Fall ist.
Buxus microphylla
scrollen bis autumn foliage.
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Auch hier sollte Blaukorn helfen.
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Ich werde düngen. Danke, Staudo
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Buchs, besonders wenn es alte Exemplare sind, vertragen das Umpflanzen schlecht. Die Verfärbung des Laubes ist eine Mangelerscheinung. Es fehlt Wasser + Nährstoffe. Das kann durch Dünger nicht kompensiert werden. Es fehlt die nötige Wurzelmasse um den Aufwuchs zu versorgen.
Nach 2 bis 4 Jahren ist es überstanden und die Buchse entwickeln wieder kräftiges gesundes Laub.
Ein sehr großes Exemplar mit sehr tiefreichenden Wurzeln ist in meinem Wiesengarten jetzt sehr ansehnlich. Wunderbar gleichmäßig grün belaubt. Er ist 2006 dort gepflanzt worden und sah vor allem unten rum sehr hager aus.
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Wie @riesenweib schon schrieb, sind es manche Sorten von B.microphylla. Besonders färbt bei mir die B.m. 'Hohmann'.
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bei mir sind es Buxus sempervirens. Derjenige, der in alten Gärten und auf Friedhöfen anzutreffen ist.
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Was Pearl beschreibt, passierte hier bei einem kleineren Buchs im Topf, den mir der Herr Nachbar von seinen selbst vermehrten verehrte. Der hatte auch verfärbte Blätter und ist inzwischen - gut eingewachsen - eine sattgrüne Kugel.
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es gibt auch Buchs microphylla Typen, die grundsätzlich eine orangefarbene Winterfärbung haben. 'Winter Beauty' hat eine etwas bizarre Art zu wachsen, ist aber eine Pflanze, die sowohl dem gefürchteten Buchspilz als auch extremer Trockenheit im Sommer schon erfolgreich getrotzt hat.
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Die Verfärbung des Laubes ist eine Mangelerscheinung. Es fehlt Wasser + Nährstoffe. Das kann durch Dünger nicht kompensiert werden. Es fehlt die nötige Wurzelmasse um den Aufwuchs zu versorgen.
Stickstoff hilft beim Aufbau dieser Wurzelmasse.
Bei getopfen Buchsbäumen (oder aus Töpfen frisch gepflanzten) stehen Wurzeln und Blattwerk prinzipiell in einem ausgewogenen Verhältnis. Nur kommen die Wurzeln wegen des Ballens u.U. an die Nährstoffe nicht heran. Da hilft Blaukorn. :D
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Also ich hab mich schon ein paar mal geärgert, als meine frisch gekauften Buchse mit diesen herrlich orangenen Blättern einfach wieder grün wurden, als ich sie auspflanzte >:(
Ich finde diese Färbung schön. In der Natur haben die das auch, Buchs will ja auch mager und trocken und steinig stehen.
Ich würde keinesfalls zuviel düngen, sonst werden die Blätter erst dunkelgrün und dann vom Pilz befallen!
Diese ganze Buchseuche soll ja von zu fett, zu nass und zu schattig gehaltenen Buchsen kommen.
Bitte den Buchs nur "artgerecht" halten :-\
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warum nicht beides haben? Gut gedüngten grünen Buchs, smaragdfarbenen Herrenhausen, blaugrünen Blauen Heinz und mager und steinig kultivierten winterlich leuchtend orangefarbenen wie Winter Beauty? ;) ;D
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Buchs einfach artgerecht halten?!
Und das ist mager trocken steinig?
Na dann pflanzt ihn mal auf unseren Karst!
Viel Spaß dann bei -23°C, Kahlfrost und Ostwind!
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wie, bei dir wächst kein Buchs?
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Dooooch!
Auf der Nordseite, im Schatten, windgeschützt auf gemulchtem Boden.
Allerdings greift die Seuche schon an!
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Bei mir haben das seit letztem Sommer auch drei Buchse. 2 von ihnen wurden im Herbst 2009 umgepflanzt, einer gar nicht. Ich hatte es zunächst auf die Trockenheit im letzten Jahr geschoben, aber eine kleine Buchsreihe in einem anderen Beet, die es genauso trocken hatte, ist noch grün.
Wahrscheinlich ist es doch sortenabhängig, der noch grüne ist kleinblättriger, als die anderen. Aber was das jetzt für Sorten sind weiß ich auch nicht, die sind vor Jahren no-name gekauft worden.
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Buchs einfach artgerecht halten?!
Und das ist mager trocken steinig?
Na dann pflanzt ihn mal auf unseren Karst!
Viel Spaß dann bei -23°C, Kahlfrost und Ostwind!
Na, aber sicher. Trocken und sandig stehen sie hier seit fast 30 Jahren und haben nichts und noch jeden Winter ohne Probleme überstanden. Ostwind macht ihnen nichts. Der Kahlfrost diesen Winter hat zwar andere Immergrüne beschädigt aber nicht die Buchse, auch nicht deren frischen Austrieb (ich hatte sie spät im Jahr geschnitten).
Blauer Heinz steht völlig ungerührt.
Meine Buchse werden weder gedüngt noch gegossen.
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warum hast du das nicht früher schon gesagt? ;) ;D
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In den Pyrenäen stehen Bux an sonnendurchglühten Hängen, wo es im Winter manches Mal nur wenig Schnee gibt. Das gleiche in Mazedonien, auch dort wird es ziemlich kalt. Bloß kein Torf und nicht zu viel Stickstoff, sonst ist Cylindrocladium vorprogrammiert. Unsere Buxe sind "bumberlg'sund"!
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Buchs einfach artgerecht halten?!
Und das ist mager trocken steinig?
Na dann pflanzt ihn mal auf unseren Karst!
Viel Spaß dann bei -23°C, Kahlfrost und Ostwind!
Genau auf den Karst gehört der Buchs auch hin. Schau dir mal die natürlichen Vorkommen an. Und die sind im sonnendurchfluteten windigen ..Karst!
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Dooooch!
Auf der Nordseite, im Schatten, windgeschützt auf gemulchtem Boden.
Allerdings greift die Seuche schon an!
Genau. So gepflanzte Buchse sind die Ursache, wieso die Buchsseuche um sich greift. >:(
Eine mediterrane Sonnenpflanze sollte einfach nicht wie ein Rhododendron kultiviert werden!
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Meine No Name Buchse, sind sonenseitig broncegelb und die andere Hälfte grün.
Gedüngt werden sie nicht, gegossen auch nicht und stehen knochentrocken am Südhang.
Ach ja, was sie auch nicht haben, ist Zuwachs, aber an sonsten gesund ;)
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warum hast du das nicht früher schon gesagt? ;) ;D
Ähm, wieso? Hab' ich sicher schon mal geschrieben, in irgendeinem anderen Thread.
Zuwachs haben sie übrigens auch, trotz Trockenheit, sogar ziemlich viel.
Allerdings nicht gleich nach dem Pflanzen, da brauchten sie ein wenig Zeit um sich einzugewöhnen und die panaschierten sind naturgemäß langsamer im Wachsen, auch der Blaue Heinz wächst langsam.
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schnell wachsenden Buchs will ja auch keiner haben. Pflanzen des hoch und rasch wachsenden Typs gibt es in Gärtnereien selten. In alten Gärten sind sie häufiger und wenn man Glück hat, dann sieht man gelegentlich beeindruckende Baumformen.
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Im vorigen Garten waren 2 schöne alte Buchse, ungefähr 1,80m hoch, auf sehr sandigem Boden, sonniger Standort, die sicher schon seit Jahren nicht mehr gedüngt und gegossen wurden. Ich habe ein paar Ableger mitgenommen, die bisher sehr langsam wachsen, aber das Umpflanzen ohne Probleme überstanden haben. Möglicherweise stehen sie im Sommer zu schattig, weil sie dann unter hohen Stauden verschwinden.
Die Rotfärbung habe ich bei anderen Buchsen beobachtet, die ich im aktuellen Garten vorgefunden habe (wahrscheinlich Gartencenter-Buchse). Die haben sich nach dem Umpflanzen verfärbt und auch Blätter verloren. Das ist jetzt über 1 Jahr her und sie sehen immer noch etwas struppig aus
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Vermutlich werden die üblichen Gartencenterbuchse in stark gedüngtem Substrat herangezogen und finden sich dann schlecht im Garten zurecht. Ein paar solcher später gepflanzter habe ich auch, die haben sich inzwischen etabliert.
Die großen Buchse pflanzte ich in tiefster DDR-Zeit, als es ziemlich selten mal Buchs gab, zumindest hier bei uns. Es waren winzige Ablegerchen damals als ich sie erstand
(ich wusste zuerst gar nicht was das war...).
Schneiden muss ich sie, weil sonst kein Durchgang möglich wäre, sie stehen mittlerweile zu nahe an den Wegen bzw. sind Hecken.
Es wäre zu überlegen, wo ich mal einen frei wuchern lassen könnte...habe wieder Ableger gesteckt, mal sehen was da kommt.
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In den Pyrenäen stehen Bux an sonnendurchglühten Hängen, wo es im Winter manches Mal nur wenig Schnee gibt. Das gleiche in Mazedonien, auch dort wird es ziemlich kalt. Bloß kein Torf und nicht zu viel Stickstoff, sonst ist Cylindrocladium vorprogrammiert. Unsere Buxe sind "bumberlg'sund"!
In dem dir sicher auch bekannten Buchswald bei Grenzach-Wyhlen hat auch der magere Standort auf kalkhaltigem humusarmen Boden den Buchs leider nicht vor Pilz und Zünsler retten können. :'(
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Bei mir im Garten stehen zwei grosse Buchse - einer etwa 2,5 m, der andere gut 3,5 m und etwa 5 m breit. Inzwischen sehen sie wieder recht gut aus, letztes Jahr gab es keine Zünslerattacken. Pilz hatten wir hier nie.
Neu gesetzte Buchse, welche anderswo auf dem Kompost lagen ;), haben nun bronzefarbenes Laub stehen aber auch in voller Sonne auf kalkigen trockenen Boden.