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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Martina777 am 06. März 2012, 13:20:12
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Ich stelle hier mal mein angedachtes Projekt vor: Es handelt sich um eine Fläche von 7,5 x 5 Meter, die Eibe links im Bild schon mit eingerechnet. Ich möchte eine helle, sonnige Waldlichtung, den dortigen Waldrand "nachbilden". Da bereits rechts ein alter Schuppen steht, kann und soll das gerne so aussehen, als wohnte dort die Hexe aus dem Märchen.
Der Boden ist zum Grossteil mit Efeu durchwurzelt, es gibt alte Bestände von Immergrün. Ich plane, demnächst dieses Stück durchgraben zu lassen, die Wurzelstöcke von Gehölzen (sind schon geschnitten, bzw. das, was jetzt mein "Kranzbaum" ist) werden aussortiert, der Boden gemulcht.
Hier ein Überblick, aktuell:

waldrandszene.jpg
Der Blick geht gegen Süden, aber dieses Gartenstück ist nördlich von Nachbars Nadelbaum, hat also ab Mittag Schatten. Rechts hinter dem Schuppen steht noch Nachbars alte Thuje (diese drei Farben alte Eibe - blaugrüner Nadelbaum- gelbgrüne alte Thuje sind ohne Abmilderung suboptimal). Ich bin um die 3 grossen Gehölze aber sehr froh!
Rechts davon entwickelt sich im Sommer eine grüne Wand - Nachbarins Haseln mit Nachbarins Wein ;D .
Die Lücke in der Mitte zum südlichen Nachbarn sollte eigentlich von einer Rose geschlossen werden, aber allmählich frage ich mich, ob sie dort im Dunkeln überhaupt blühen kann? (Haben täte ich aber eine Polstjärnan, die grundsätzlich gut passen würde.) Ansonsten möchte ich mal hinten dicht machen, suche also etwas, das bis 1,8 - 2 Meter hoch wird -> Kletterhortensie?
Was ich auf alle Fälle verwenden will:
- eine vorhandene Rispenhortensie
- vorhandene hohe dunkelblaue Akeleien
- Farne
- Glockenblumen
- die bestehenden Immergrün
- eine gelbblühende Hamamelis
- weisses Tränendes Herz
- vorhandene Helleboren
eventuell:
- Frauenmantel
- Heuchera
- Hosta (wirken vielleicht zu "aufgeräumt")
- Waldgeissbart (wenn der zu der Rispenhortensie passt, ist ja eine Variation des Themas)
- Astrantia
Blütenfarben bevorzugt weiss, schwefelgelb, blau. Im Frühling sollen noch Zwiebelblumen in weiss und gelb dazu. Die Blattfarben grün, evtl. weissgrün panaschiert.
Ich hoffe, ich hab das alles verständlich zusammengefasst. Ich würde mich sehr über Eure Ideen freuen - danke jetzt schon dafür.
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Meine Idee dazu: Setze Deine Ideen um!!! Gefällt mir sehr gut.
Die Idee mit dem Hexenhäuschen am Waldrand ist super! :D
Man könnte einen "Weg" zur Tür mit Deinem Immergrün inszenieren, der dann wie aus der ungebenden höheren Bepflanzung herausgetrampelt aussieht.
Hat die Hamamelis genug Platz?
Sträucher oder Kletterpflanzen am Zaun sind immer problematisch. Ich schätze mal, gerade eine Kletterhortensie wird schlecht mit dem Zaun (da steht doch einer, oder?) zurechtkommen. Die geht lieber an Wänden hoch, und das auch erst mit einigen Jahren Anlauf. Vielleicht kannst du hinten eine "Hecke" aus Aruncus pflanzen und zur Not noch ein paar Eibenäste herunterwachsen lassen. Wenn sich Eibe und Geißbartblüten dann unschön in die Quere kommen sollten, schneide die Blüten dort einfach ab.
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:) maculatum, schön langsam wird mir einiges bei den Pflanzen klarer, z.B. werden statt Funkien mehr Farne eingesetzt, da liebäugle ich schon länger, dazu Moose (auch die mag ich sehr), und ich habe aus wohlinformierter Quelle (danke nochmals) noch zusätzliche Vorschäge bekommen - da recherchiere ich weiter.
Hinten zum Nachbarszaun könnte ich auch einfach hohe, wintergrüne Farne nehmen, es gibt ja, wie ich schon gesehen habe welche, die 1,5 - 1,8 Meter hoch sind (und sich ordentlich benehmen, sprich nicht wuchern), das reicht ja. Auf Steinen vom Grundstück hier könnten Moose einziehen ... sobald ich eine halbwegs vollständige Liste habe, stell ich sie hier rein.
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Bei mir existieren so ähnliche Ecken (die aus Zeitmangel sehr extensiv betreut werden). Ich bin dazu übergegangen, das bereits vorhandene Grünzeug wie verschiedene Zahnwurze, Teufelskrallen, Farne, Waldsanikel, Hepatica, Haselwurz etc. - typischer Wienerwaldunterwuchs - mit vermehrungs- oder ausbreitungswütigen Pflanzen wie Helleboren, wilden Akeleien oder Aruncus zu ergänzen. Nur den Zaun möchte ich dieses Jahr hinter einer noch zu pflanzenden Eibenhecke (GG ist für Hainbuche, muss noch ausdiskutiert werden) verstecken, eine Hamamelis soll auch noch gesetzt werden.
Hosta würde ich in eine schattige Ecke niemalsnicht setzen, das erfordert Dauereinsatz von Schneckenkorn, auch unter Frauenmantelblättern verstecken sich gerne ganze Schneckenpopulationen.
Für eine Rose ist es in deiner Ecke vermutlich zu schattig, stachlige Spargeltriebe ohne Blüten sind auch nicht gerade erstrebenswert. Statt Heuchera könntest du Tiarella nehmen, die machen den Boden vermutlich schnell dicht.
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Landpomeranze, vom Aruncus hinten bin ich mittlerweile auch überzeugt. Der hellt durch die weissen Blüten auf und in Kombination zum Farn gefällt er mir sehr, ich befürchte wie Du, dass die Rose im Dunkeln keinen Sinn macht.
Auch ist die Rispenhortensie (zugunsten des Aruncus) gestorben - die kommt an eine andere Stelle oder bleibt im Topf. Die Funkien zugunsten der Farne ebenso.
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Salomonssiegel solltest du auch noch hinsetzen :)
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Salomonssiegel solltest du auch noch hinsetzen :)
Da hast Du absolut recht!
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paeonien...strauch- und/oder staudenpaeonien gehören da rein. sind was edles. z.b eine Paeonia 'Early Windflower' (eine emodi-Hybride; sehr stattlich) oder eine Paeonia obovata (kleiner als die vorherige).
[td]

Paeonia 'Early Windflower'
[/td][td]

Paeonia obovata
[/td][/table]
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Traumhafte Impressionen :)
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Wunderschön :D
Paeonia Miely muss sich jetzt bei Knorbs für die Bilder bedanken...
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ich würde als schönen strauch einen pagodenhartriegel setzen ,den variagata, das hellt auch ein wenig auf. und er ist was besonderes.
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danke für den tipp landpomeranze 8)...die gärtnerei kannte ich noch nicht. die bieten sogar eine echte emodi an (bin da aber immer sehr misstrauisch).
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Eine Strauchpfingstrosen oder einen Pagodenhartriegel als naturnahe verwunschene Waldrandpflanzung ist glaubwürdig in ....
China?
Mir gefallen beide Pflanzen, aber im vorgesehenen Kontext kann ich sie mir nicht vorstellen.
LG
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sehr puristisch "naturnah" nur auf einheimische gewächse begrenzen zu wollen ::) ;) ...allein schon die von martina777 selbst genannten pflanzen stammen teilweise aus asien. mir wäre (ist) die herkunft egal. die pflanzen müssen mir gefallen + sollen miteinander gut können.
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alternativ würde es auch eine panaschierte kornelkirsche tun????
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:) Wunderbare Pflanzen, aber mir ist ja sogar schon die Zaubernuss fast zu asiatisch - ich möchte möglichst eine heimische Waldlichtung darstellen.
(Ihr erwähnt aber traumhafte Gierpflanzen, gar kein Thema!)
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:) es gibt ja, wie ich schon gesehen habe welche, die 1,5 - 1,8 Meter hoch sind (und sich ordentlich benehmen, sprich nicht wuchern), das reicht ja. Auf Steinen vom Grundstück hier könnten Moose einziehen ... sobald ich eine halbwegs vollständige Liste habe, stell ich sie hier rein.
echt? und die sind winterhart? Kann ich mir gar nicht vorstellen. kannst Du mir Namen nennen?
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alternativ würde es auch eine panaschierte kornelkirsche tun????
Überzeugender wär sie wohl ... bloss sind erwachsene Kornelkirschen ordentliche Brummer.
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sehr puristisch "naturnah" nur auf einheimische gewächse begrenzen zu wollen ::) ;) ...allein schon die von martina777 selbst genannten pflanzen stammen teilweise aus asien. mir wäre (ist) die herkunft egal. die pflanzen müssen mir gefallen + sollen miteinander gut können.
ja das ist immer eine ansichtssache ;D wo fängt naturnah an und wo hört es auf. es sollte harmonieren. ist dann kurios,wenn man einen naturnahen garten mit einheimischen gehölzen und stauden hat ,und dann kauft man im supermarkt bananen, apfelsinen,ananas, tomaten, das wäre doch mit zitronen gehandelt. ;D ;D ;D
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alternativ würde es auch eine panaschierte kornelkirsche tun????
Überzeugender wär sie wohl ... bloss sind erwachsene Kornelkirschen ordentliche Brummer.
na da gibt es doch auch was von ratiopharm,achso, das war ja wonders, na müßte man mit der schere und säge ab und an mal ran
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:) es gibt ja, wie ich schon gesehen habe welche, die 1,5 - 1,8 Meter hoch sind (und sich ordentlich benehmen, sprich nicht wuchern), das reicht ja. Auf Steinen vom Grundstück hier könnten Moose einziehen ... sobald ich eine halbwegs vollständige Liste habe, stell ich sie hier rein.
echt? und die sind winterhart? Kann ich mir gar nicht vorstellen. kannst Du mir Namen nennen?
Berechtigte Frage, es scheint, meine Notizen sind falsch. Ich habe die Familie der Farne auch offenbar ein wenig unterschätzt, an das Thema muss ich erst richtig ran.
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ich möchte möglichst eine heimische Waldlichtung darstellen.
dafür geh in den wald in meiner gegend ;D ;), aber in meinem kleinen selbstgestalteten reich solllen schon ausgefallenere pflanzen mein auge erfreuen.
dann verzichte lieber auf Dicentra, Hosta, Heuchera, Hamamelis und Hydrangea. ;)
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ich möchte möglichst eine heimische Waldlichtung darstellen.
dann verzichte lieber auf Dicentra, Hosta, Heuchera, Hamamelis und Hydrangea. ;)
Du wirst lachen, genau so wird das vermutlich auch kommen. Wir haben ohnehin einheimische Entsprechungen.
Ich durchlaufe da gerade einen Läuterungsprozess 8)
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Die Hexe aus dem Märchen, so wie ich sie kenne lebt ja lieber im Verborgenen. Von daher, vorne an die Ecke ein Strauch: Lonicera purpursii oder Euonymus, evtl. sogar Red cascade. Ganz naturnah wäre ein Holunder. In die Lücke hinten würde ich die Hydrangera petiolaris freiwachsend setzen.
Anemonen, Corydalis, Primula veris für das zeitige Frühjahr.
Helleborus foetidus sieht das ganze Jahr gut aus und vermehrt sich prima.
Veronicastrum virginicum ‚Album’. Walderdbeeren sowieso und als Gras Luzulla nivea., dazwischen Wiesenschaumkraut. Trändens Herz hast du ja auch schon genannt.
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Beet mit 7,5 Metern, da gehen schon ein paar Vorschläge. Aber ich habe momentan Probleme mit dem Bild oder besser gesagt: mit den Abmessungen. Sieht für mich irgendwie eher nach 2,5 x 3 Meter aus als nach 7,5 ::) .
Ansonsten, egal wie groß: Waldlichtung = Fingerhut 8) . Und wenn Moos oder sonstwie ruhige Lichtungsflächen, nichts Invasives wie Immergrün oder gar Walderdbeeren...
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Sonnenschein,
bei Naturnah wirst Du nicht um invasive Pflanzen drumrum kommen. So ist nun mal die Natur wenn man sie lassen will. ;)
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Wächst z.B. freiwillig im hiesigen Waldgebiet: Taubnesseln, Glockenblumen, Johanniskraut, Schafgarbe, Nachtkerzen, an feuchteren Stellen Sumpfiris, Kerbel, Heidenelke, Echium vulgare und etliches mehr was mir grad nicht einfällt. Inwiefern das alles einheimisch ist entzieht sich meiner Kenntnis.
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Wahrscheinlich haben wir alle so unsere romantischen Vorstellungen von Waldlichtungen mit Hexenhaus ;D . Meist vermischt mit dem Charakter der Wälder unserer Region. ;)
Also, okay, MEINE Lichtung vor einem Hexenhaus impliziert so entweder Plätze mit Fliegenpilz oder mit Stinkmorchel . Also ruhig, eher weniger Bewuchs, Moosflächen. Gemischt mit dem Bild unserer Buchenwälder mit vermoderndem Laub liest sich die Ansammlung der Vorschläge hier etwas wie tropischer Regenwald.
Aber Waldrand... Leberblümchen, Buschwindröschen, Lathyrus, Sternmiere, Waldmeister, Bärlauch.
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mir wäre (ist) die herkunft egal. die pflanzen müssen mir gefallen + sollen miteinander gut können.
Mir in meinem Garten auch - aber deswegen ist der bei uns Schattenteil ein Moorbeet und Asia-Garten geworden - und keine Waldlichtung (die ich auch reizvoll finde - mir fehlt dafür aber der Platz).
LG
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Wahrscheinlich haben wir alle so unsere romantischen Vorstellungen von Waldlichtungen mit Hexenhaus ;D . Meist vermischt mit dem Charakter der Wälder unserer Region. ;)
Also, okay, MEINE Lichtung vor einem Hexenhaus impliziert so entweder Plätze mit Fliegenpilz oder mit Stinkmorchel . Also ruhig, eher weniger Bewuchs, Moosflächen. Gemischt mit dem Bild unserer Buchenwälder mit vermoderndem Laub liest sich die Ansammlung der Vorschläge hier etwas wie tropischer Regenwald.
Aber Waldrand... Leberblümchen, Buschwindröschen, Lathyrus, Sternmiere, Waldmeister, Bärlauch.
Das Bild gefällt mir. :D
So stelle ich mir "Waldlichtung" und "heimisch..." auch vor. Ein Fleckchen Erde mit flächiger Hauptblütezeit im Frühjahr, der später durch unterschiedliche Grün- und Brauntöne dominiert wird. Farbtupfer im Sommer könnte neben Fingerhut und Aruncus ein Horst Eupatorium cannabium ("Plenum") setzen.
Moose siedeln sich bei mir an schattigen Stellen rasch auf Steinen oder alten Baumstümpfen an. Dazu in lockerer Bepflanzung Waldgräser und Farne.
So würde ich es vielleicht angehen...
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Also "natürliche" Waldlichtungen bestehen hier aus Brombeere, Vogelbeere, Hundsrose und Holunder.
Diese werden dann natürlicherweise von Buchen und Eichen überwachsen und ergeben nach Jahrzehnten Wald.
Dafür müsste man die Fläche eigentlich auch gar nicht bepflanzen, einheimisches zieht da ganz von alleine ein ;)
Und ein "einheimischer" Fingerhut mag auch in der Heimat nicht überall wachsen und kann dann auch dort "fremd" sein.
Eine heimische Waldlichtung ist nur eine vorübergehende Erscheinung, früher oder später wird das Wald werden.
Ansonsten stimme ich dem Beitrag Nr. 21 nur zu. Garten ist Garten und Wild ist Wild.
(PS: ich hab was gegen die "Einheimischfraktion", ich bin grundsätzlich nicht ausländerfeindlich ;) )
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Das hat bei mir nichts mit Einheimischfraktion zu tun - wenn du meinen Garten kennen würdest, wüßtest du das ;) . Es ist einfach, weil ich genau diese von mir beschriebenen Situationen einfach nur wunderschön finde. Wenn ich mal wieder zur Buschwindröschen oder Leberblümchenzeit in den Wald gehe, werde ich wieder denken: genau DAS will ich auch in meinem Garten haben! Das ist im Gegensatz zu meinem überfrachteten buntgemixten Garten so schlicht und stimmig, so waldlichtungsmäßig ruhig und erholsam.
Ich bekomme es nicht hin, habe viel zu wenig Platz und Beherrschung ;) .
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...Gemischt mit dem Bild unserer Buchenwälder mit vermoderndem Laub liest sich die Ansammlung der Vorschläge hier etwas wie tropischer Regenwald.
Aber Waldrand... Leberblümchen, Buschwindröschen, Lathyrus, Sternmiere, Waldmeister, Bärlauch.
mhm, so wohnt auch meine hexe. Und mit lerchensporn, und ein paar cyclamen für dne hochsommer. Stendelwurzen (Epipactis) gehören auch dazu. Schneerosen und schneeglöckchen...
PS.: die geschmacksdiskussionen für und wider fremdeundeinheimischepflanzenundwaldoderdochnichtwaldimgartenundistdasdannnocheingarten sind doch eigentlich OT, Martina weiss ja was sie will ;)
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Jaa, Gottseidank weiß Martina ja was sie will :-X ;) ;D
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Jaa, Gottseidank weiß Martina ja was sie will :-X ;) ;D
Spotte Du nur ;D - allerdings hast Du recht, die Diskussionen hier über einzelne Pflanzen haben mir sehr geholfen klarzuwerden, was ich will und was eben nicht. Insofern ist der Satz berechtigt und genauso wichtig ist es mir, wenn genauer nachgehakt wird!
Meine Liste muss ich erst zusammenstellen - es gab ja bekanntlich diverse Änderungen in der Pflanzenzusammenstellung.
Das Farnthema ... es war dort ein Wurmfarn, den ich leider nicht mehr finde. Ich wäre sehr dankbar, wenn Ihr mir ein paar Sorten nennen könnt - von hoch bis niedrig - die Euch im Garten überzeugt haben.
Vermoderndes Holz - ja, daran habe ich gestern auch gedacht ... ich habe ja noch einen riesigen Totholzhaufen, da sind noch Nadelbaumwurzeln drin, die seit 2 Jahren, manchmal länger, ruhen. Den muss ich mal durchsehen, da findet sich sicher etwas.
Seit gestern ist die Fläche gerodet/umgeackert - so bald ich Zeit finde, gehts ans Auslesen von Wurzeln, wenden, je nach Möglichkeit. Was mache ich am besten hinterher? Die Schollen möglichst zerkleinern, Rechen und Gehölzhäcksel drauf wäre ein guter Anfang, dachte ich. Spricht hier was dagegen?
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Einheimisch und problemlos und schön: Wurmfarn (einer aus dem Wald, Höhe bis 90 cm).
Einheimisch und katastrophal: Trichter- oder Becherfarn. Wuchert alles zu und ist kaum mehr loszuwerden.
Einheimisch und anspruchsvoll: Hirschzungenfarn (immergrün, aber nur an ausreichend feuchten und geschützten schattigen Plätzen, wächst sehr langsam, wird vom Dickmaulrüssler gerne kaputtgefressen).
Milzfarn (wächst gern auf schattigen Felsen) - Ansiedlung war trotz Bewässerung mit Neblern nicht erfolgreich.
Ansonsten habe ich nur Erfahrung mit asiatischen, die in das geplante Set-up meiner Meinung nach schlecht passen.
LG
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PS.: die geschmacksdiskussionen für und wider fremdeundeinheimischepflanzenundwaldoderdochnichtwaldimgartenundistdasdannnocheingarten sind doch eigentlich OT, Martina weiss ja was sie will ;)
finde ich gar nicht ot. das eingangsposting von martina777 bezog sich auf eine wald(lichtungs)situation. ihre eigene pflanzenauswahl war "globalisiert" (europa, china, usa). entsprechend waren die antworten. jetzt erst konkretisiert sie auf einheimische auswahl. beiträge der mitglieder projezieren ja in erster linie eigene vorstellungen, wie soll das auch anders sein. und ich finde in so eine pflanzung gehören mindestens ein oder mehrere "eyecatcher". wenn also einheimisch dann sollte da z.b. Cypripedium calceolus rein. der braucht seinen rahmen, z.b. einheimische farne, totholz, trittsteine (findlinge). dadurch ergibt sich schon eine auflockerung in der bepflanzung. selbstredend passen da Anemone nemorosa + Hepatica nobilis dazu, eher flächig. ein paar Lilium martagon runden das bild ab. weniger ist mehr, kein sammelsurium. dann wirkt das stimmig.
ich würde an der fläche gar nichts machen außer dick häckselgut drauf + ein halbes jahr warten. die arbeit mit dem rauspulen irgendwelcher wurzeln kannst dir dann sparen + der boden passt dann auch gleich noch.
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... und ich finde in so eine pflanzung gehören mindestens ein oder mehrere "eyecatcher". wenn also einheimisch dann sollte da z.b. Cypripedium calceolus rein. der braucht seinen rahmen, z.b. einheimische farne, totholz, trittsteine (findlinge). dadurch ergibt sich schon eine auflockerung in der bepflanzung. selbstredend passen da Anemone nemorosa + Hepatica nobilis dazu, eher flächig. ein paar Lilium martagon runden das bild ab. weniger ist mehr, kein sammelsurium. dann wirkt das stimmig.
Deine Idee finde ich schön - aber da ist (wenn ich mich nicht irre) ab dem Frühsommer nichts mehr Blühendes dabei. Und märchenhaft verwunschen war ja auch noch gewünscht - dazu braucht es noch weitere Zutaten.
LG
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dann geh mal in einen einheimischen wald + berichte mir, was im sommer/spätsommer da noch großartig tolles blüht. ;D
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Naja, im echten Wald gibt es meist nur im Frühling genug Licht und später ein Sonnendach. Jetzt ist die Frage, wieviel Sonne bei Martina noch durchkommt. ???
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dann geh mal in einen einheimischen wald + berichte mir, was im sommer/spätsommer da noch großartig tolles blüht. ;D
Waldgeißbart, Silberkerze, gelber Lärchensporn, Mädesüß, Eisenhut, Storchenschnabel, ...
Ich würde aber um der Optik willen auch 'ausländisches' wie die Waldraute pflanzen oder eine Staudenclematis - mir wäre die Stimmung wichtiger als das Prinzip heimisch.
LG
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Weidenröschen wär auch noch was. Oder dieser Springkrautneophyt (nein lieber nicht!)
Ich finde auch, dass die heimische Welt so ab und zu einen Durchhänger in Sachen Blütezeit hat. Da würde ich wenigstens etwas schummeln, und eine einheimische, aber nur kurz blühende Pflanze durch eine asiatische Verwandschaft oder eine naturnahe Züchtung austauschen.
Z.B. eben bei den Clematis. Statt C. vitalba ne Hybride, z.B. C. jouiniana "Praecox".
Oft sind solche Verwandtschaften für die heimische Insektenwelt sogar nützlicher, eben weil sie so heimische Blühlücken schließen können.
Ich würde auch nochmal über die Kornelkirsche /Dirndlstrauch nachdenken. Der wächst nämlich sehr langsam und braucht Jahrzehnte, bis er richtig groß ist. Er lässt sich sehr gut kleinhalten, blüht schon zeitig im Frühjahr, Insektenmagnet, lecker Früchte im Spätsommer für Vögel und Mensch. Und da es ja im Garten ist, kann es auch ruhig eine sehr großfruchtige Sorte sein, z.B. "Schönbrunner Gourmetdirndl"
Der Wurmfarn aus dem Wald ist echt wunderschön, verträgt auch weniger waldige Verhältnisse und Trockenheit.
Beim Türkenbund muss der Boden kalkig sein, glaub ich. Bei mir wächst er schlecht. Da würd ich als Ersatz bei saurem Boden Lilium henryii nehmen, eine Lilie ohne Lilienhähnchen für den Waldbereich. Blüht im Herbst, wo sonst wenig blüht.
Im Winter Schneeglöckchen, Märzenbecher, Winterlinge. Im Frühjahr Primula vulgaris (Karnevalsprimel, Wildformen) oder Primula elatior. Diese wachsen bei uns auch auf Waldlichtungen.
Die Waldheidelbeere könntest du auch wieder durch ein reichtragendes Double , die Gartenheidelbeere ersetzen. Ein toller Zier/Nutzstrauch.
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...Und märchenhaft verwunschen war ja auch noch gewünscht
basierend auf meinen vorschlag...verwunschen genug? pflanzung ist allerdings "globalisiert" ;D ;)
ach ja vergessen...Digitalis grandiflora + lutea könnte man zum "einheimischenmodell" noch hinzufügen.
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So mach ich das auch im nächsten Leben. :o ;D
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Knorbs zeigt hier Bilder zum Niederknien. Ich hätt sowas gern schon im jetzigen Leben. :)
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...Und märchenhaft verwunschen war ja auch noch gewünscht
basierend auf meinen vorschlag...verwunschen genug? pflanzung ist allerdings "globalisiert" ;D ;)
ach ja vergessen...Digitalis grandiflora + lutea könnte man zum "einheimischenmodell" noch hinzufügen.
Schönes Foto - bei mir stehen sie auch so ähnlich rum (ich wollte aber eigentlich weiße). Und rate mal, was Gartenbesucher davon halten?
('Boah - Du hast aber exotische Pflanzen im Garten - die kommen doch sicher von weit her!). Ich habe aber auch noch nie welche im Wald gesehen.
LG
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danke 8), aber so schwierig, wie das auf den ersten blick erscheinen mag, ist das nicht. im gegenteil, eigentlich simpel...fläche vorbereiten mit humosen boden mit körnigem material (bei mir kein kalkzusatz!), trittsteine + totholz nach gusto verteilen. nur für cyp.-standort ein ca. 15 cm tiefes loch buddeln, ca. 60 cm durchmesser. cypsubstrat aus splittmaterial körnung 4-16 mm reinschütten und leichtes hügelchen ausformen (material was zur hand ist oder billig beschafft werden kann wie z.b. ziegelsplitt, betonbruch, grober sandriesel, kalksplitt, bims...), rhizome reinsetzen, mit angemoderten fichtennadeln 1-2 cm andecken, farne + staudenbegleiter drum herum setzen, fertig. dann erstmal abwarten 2 jahre + je nach entwicklung ein bisschen regulieren oder auch nicht. also wirklich kein hokuspokus. ;)
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...ich wollte aber eigentlich weiße...
kleines ot...m.m. ...die jibbet nich. ;D was da an weißen "calceolus" durch's web geistert sind m.e. weiße x ventricosum, die hinsichtlich der schuhform deutlich ins elternteil calceolus gehen. solche habe ich schon gesehen. selber habe ich nur weiße macranthum (s. avatar).
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OT: Knorbs, traumhaft... aber müssen die Schilder ausgerechnet orange und lilö sein ;) ;D
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auch ot ...nö, ;D lila ist extrem bescheuert, weil man den text nicht von weitem lesen kann, bekam damals keine anderen. mittlerweile verwende ich nur noch lindgrüne. nötig sind sie aber, weil ich begnadeter zerhacker verborgener schätze bin. :P
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So viele tolle Vorschläge, ganz lieben Dank zwischendurch in die Runde!
Natürlich dürfen Kleinsträucher rein, das fehlte mir optisch bisher und haben wollte ich Beerensträucher ohnehin. Nicht sauer mögen meines Wissens nur Cranberries, oder? Ja ich weiss, ich globalisiere schon wieder ein wenig, aber mache Kompromisse machen vermutlich doch Sinn.
Auch an Clematis habe ich gedacht, dort wucherten ohnehin vorher auch welche, aber eben heimische Waldreben. Ganz hinten rechts beim Schuppen in der Ecke beim Zaun wächst schon ein Holunder, jung, bisher eintriebig. Der wird integriert.
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Clematis vitalba ist ein elendes Wucherzeug , das würde ich tatsächlich ersetzen . Wenn Du gelbe Blüten haben möchtest böte sich C. tangutica an . Ich habe eine kleinblütig weisse Hybride einer Staudenclematis die ich bei dem neuen Westphalshop leider nicht finde , aber kann ich bei Interesse nachschauen : kleinblütig , reichblühend , weiss , überschaubare Endhöhe von etwa 2 Metern .
Aconitum passt auch zu Hexenhäuschen und ist zumindest potentiell einheimisch .
Viburnum opulus macht auch noch giftig rote Beeren nach der Blüte , der könnte auch passen .
Arum mit orangen Beerenständen und Schlüsselblumen , Primula veris , gehören irgendwie auch dazu .
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Es handelt sich um eine Fläche von 7,5 x 5 Meter

waldrandszene.jpg
Das sieht ziemlich wüst aus. Außerdem gebäudebezogen. Dazu noch extrem eng begrenzt. Wozu eine Waldszene? Die sähe dort dann sehr konstruiert aus.
Zuerst müsste man dieses wüste Stück Land urbar machen. knorbs hat vorgeschlagen es dick mit Mulch zu bedecken. Ich schlage vor es tief zu fräsen. Es wird eine Weile dauern bis wieder Gartenland daraus wird. Vielleicht ist der Boden sehr nährstoffreich, weil darauf Hühner gehalten wurden oder sonstwas.
Auf den frisch umgebrochenen Boden würde ich dann irgendeine Übergangskultur anlegen. Irgendwelche größeren Bestände an Stauden aus der Nachbarschaft, von Staudenfreunden, vom forum. Einjährige, irgendein billiges Zeug.
Wenn das gut wächst und nichts vom alten Bewuchs durchkommt und das Ganze gut zu pflegen ist, dann kann man ehrgeizigere Ziele haben und Allerweltsstauden durch Kostbarkeiten ersetzen.
Der Ort eignet sich für alles was auch in einem Cottage Garten gut aussieht. Durch den Gebäudebezug können das auch zivilisationsnahe, fremdländische Pflanzen sein. Heimische Waldszenen nachzubauen fände ich dort künstlich.
Lungenkräuter, Leberblümchen, Anemonen ... sind Pflanzen für den ländlichen Schattengarten.
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...ich wollte aber eigentlich weiße...
kleines ot...m.m. ...die jibbet nich. ;D was da an weißen "calceolus" durch's web geistert sind m.e. weiße x ventricosum, die hinsichtlich der schuhform deutlich ins elternteil calceolus gehen. solche habe ich schon gesehen. selber habe ich nur weiße macranthum (s. avatar).
Mir war die Sorte nicht so wichtig - danke für die Information. Ich hab nur etwas exotisch aussehendes, aber für unser Klima taugliches gesucht und in dem Bereich stehen sonst nur weiße und blaßlila Pflanzen. Zum Glück blüht von denen zur Blütezeit des Frauenschuhs keine und es sieht trotzdem schön aus.
LG
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mit angemoderten fichtennadeln 1-2 cm andecken, /
angemoderte Kiefern- und Lärchennadeln vermischt mit Eichenlaub gingen auch?
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;D Umgeackert sieht es noch wüster aus ... und natürlich soll dieses Waldrandbeet nicht so rechteckig sein wie hier eingezeichnet, ich wollte nur verdeutlichen, worum es sich handelt. Hühner wurden dort meines Wissens nie gehalten, die Vorbesitzer hatten Brombeeren an einem Spalier vorm Zaun - die sogar letzten Sommer Früchte getragen haben. Wilde Brombeeren gabs natürlich auch, es war ein Garten voll alter Nadelbäume, die ich gerodet habe, die Spontanvegatation danach ist es halt jetzt, was mich beschäftigt.
Ehrlich gesagt, reizt mich das aber sehr. Ich hab in den letzten Jahren vor allem kleine bis kleinste Gärten gesehen und alles sauberst aufgeräumt und meinte, vor lauter Bürgerlichkeit und Konformität fast zu ersticken.
@ pearl ... man nähert sich diesem Stück ja erst allmählich - vorher bringt man andere Teile des Gartens hinter sich. Wie früher, als man als Kind auf Entdeckungsreise ging und eben alte verlassene Schuppen fand. Diese Erinnerung kam mir, als ich den Schuppen das allererste Mal sah, mit Gerümpel aus alten Zeit voll, manchen Gegenständen, von denen ich zu Beginn gar nicht wusste, was sie darstellen sollten ... man muss hier erst durch den Eingangsbereich, dann durch den Obstgarten, dann steigt man hoch zu den künftigen Gemüsebeeten, dort wendet man sich gegen Westen und gelangt hinter den Gemüsebeeten in diesen Bereich. Oder man steigt Treppen von der Terrasse hoch - das seht Ihr alles noch nicht auf den Fotos, weil es erst geschaffen werden muss. Und so ist es logisch ... abgesehen davon, dass der Schuppen sehr praktisch ist. Der Schuppen gegenüber wird mal ein Gewächshaus ...
Ich fange halt eben ganz hinten an, dort wo kein schweres Gerät mehr fahren muss und schon Ruhe einkehrt - obwohl noch viele andere Aufgaben auf mich warten und ich mir eigentlich die Zeit dafür gar nicht leisten dürfte. Andererseits haben so die Flächen auch Zeit zu ruhen und man selbst, um nach und nach Ideen zu entwickeln und ich Erfolgserlebnisse.
@ thegardener: Weissblütig sollten die Clematis auf alle Fälle sein, die tangutica mag ich persönlich nicht besonders. Kleinblütig auch ... genausowas suche ich.
All Moderzeuchs, was ich im Totholzhaufen finde, schaffe ich dann dort rüber. Bereits zerbröselnde Reste gibts, hab ich mal gesehen.
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Ich hab in den letzten Jahren vor allem kleine bis kleinste Gärten gesehen und alles sauberst aufgeräumt und meinte, vor lauter Bürgerlichkeit und Konformität fast zu ersticken.
Na, dann ist alles klar! Dann doch lieber Wucherzeugs und bunt und - viel Spaß und hau rein ;) .
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Ich hab in den letzten Jahren vor allem kleine bis kleinste Gärten gesehen und alles sauberst aufgeräumt und meinte, vor lauter Bürgerlichkeit und Konformität fast zu ersticken.
Na, dann ist alles klar! Dann doch lieber Wucherzeugs und bunt und - viel Spaß und hau rein ;) .
Ich bin ein fauler Hund - Wucherzeuchs macht mir Arbeit, da denk ich lieber einmal mehr nach. Und für so richtig bunt bin ich dann wieder doch zu bürgerlich ;D ... mein Garten soll in der Erhaltung so wenig Arbeit wie möglich machen, wenn er mal fertig ist.
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mit angemoderten fichtennadeln 1-2 cm andecken, /
angemoderte Kiefern- und Lärchennadeln vermischt mit Eichenlaub gingen auch?
ja, ist relativ egal :)
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Martina , ich finde die alte Bestell-Liste nicht mehr und eine schwachwüchsige triternata-Sorte ist nirgends gelistet , vielleicht ist die aus dem Sortiment genommen worden . C. mandschurica sollte aber auch gehen .
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@ thegardener: Danke, nach der Clematis suche ich noch gezielt.
@ all: Ich habe zum Wochenende grob ausgelesen, das Material konnte ich gut brauchen, und so schlimm ist das nicht. Wenn man da noch etwas Arbeit investiert und an den Pflanzflächen gezielt aufbessert, könnte man theoretisch schon die robusteren Kandidaten pflanzen, wenn ich weiss, wie ich es haben will.
Nun ein Problem - ich hätte im Vordergrund gerne ein blühendes Gehölz, und zwar vor der Eibe. Das Gehölz soll später durchaus den Durchgang verengen, sollte aber nicht mehr als 2 x 2 Meter werden, notfalls mit Schnitt.
Da ich im kalkbetonten Bereich bleiben möchte, sollte ich wohl auf die Hamamelis verzichten.
Blieben die Kornelkirsche, panaschiert oder nicht, aber die ist mit einer Endhöhe von 4 Metern sicher zu mächtig - oder die zum niederknien schöne Lonicera purpusii (od. fragantissima). Könnte ich die Lonicera auf 2 x 2 Meter halten oder ist sie wenig schnittverträglich?
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geht. Meine stand etliche jahre in einem kübel und blieb dadurch recht schmächtig. Sie ist seit 3 jahren im garten ausgepflanzt, und ich lichte regelmässig das älteste holz aus, verträgt sie tadellos. Ebenso zurückschneiden auf einen tieferstehenden niedrigeren ast.
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Das freut mich sehr, danke für die Antwort!
Damit habe ich bereits einige Fixstarter: Die Lonicera, Aruncus (ev. Horatio), alle drei Farne, die hymenocallis genannt hat (danke! auch für den Rest), Asarum, Digitalis, ein passendes Geranium (Art such ich noch), weisskleinblühende Clematis (auch hier suche ich noch Arten wie erwähnt), Luzella nivea (wuchert die?), Epipactis atrorubens (wenn die dort leben kann), Salomonssiegel, meine Helleboren, Primeln, Narzissen. Moos aus dem und dem alten Garten.
Nachdenken tue ich noch über: Tiarella, Epimedium, das Beerenproblem (die Sträucher bräuchte ich eigentlich für die Optik, Moorbeet mag ich aber eben nicht), Thalictrum delav. 'Hewitt's Double', Cimicifuga, div. Taubnesseln und ein paar andere.
Da ich mangels Zeit ohnehin die Sache langsam angehen werde, denke ich, wird sich das wie meist automatisch "fügen" - da ich jetzt die Optik der einzelnen vorgeschlagenen Pflanzen kenne, geht es schon leichter. Eine zu grosse Vielfalt möchte ich eigentlich vermeiden, andererseits finde ich die meisten Vorschläge sehr spannend und muss mich zurückhalten, alles ausprobieren zu wollen.
Zwischendurch bedanke ich mich wieder bei Euch allen für die Vorschläge und das zur Verfügung gestellte Wissen! Auch das kritische Hinterfragen hat mir viel geholfen, wenn jemand zu den obigen Fragen Anmerkungen hat - gerne!
Sehr interessant an der Rechchere war auch die Erkenntnis für mich, dass gerade in diesem Lebensbereich sehr viele Giftpflanzen zu finden sind - im weiteren Sinn natürlich Heilpflanzen, und das trifft fast zu 100 % auf den übrigen Rest zu. Sehr, sehr hexig ... :D
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Luzella nivea (wuchert die?)
Luzula nivea - Schneemarbel
versamt sich bei mir gerne und muß daher immer wieder ausgejätet werden.
Die letzten Jahre schneide ich die Blütenrispen immer vor der Samenbildung ab, das ist zwar auch Arbeit, fällt mir aber leichter als die Jäterei. Ich habe auf 1,5 m² fünf Horste - sie stehen in einem mit Kies abgedeckten Bereich und sollen den nicht zuwuchern (also keine Wiese bilden sondern als Horste bestehen bleiben). Sie ist hier nicht zuverlässig wintergrün und sieht aktuell eher unansehnlich aus.
LG
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Danke, hymenocallis - das hört sich gut an.
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.
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...ich hatte bei der Übernahme den halben Garten voll mit Trichterfarn und trotz kompletten Umgrabens und Rhizome aussortieren kam er auch im dritten Jahr immer noch irgendwo zwischen den anderen Stauden hoch . Ich hoffe , ihn endlich besiegt zu haben und würde den nicht mehr pflanzen .
Ilex gehört zu meinen Gehölzlieblingen , leider leiden die sehr im Winter , bei mir auch "Alaska" . Die einzige Sorte die konstant gut über den Winter kommt ist bei mir "Heckenfee" .
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Einige Zeit ist nun vergangen und wir haben fleissig gewerkt. Hier ist ein Zwischenstadium zu sehen, der Boden ist weiter bearbeitet, jedoch wächst noch Efeu unter der Eibe, und, wie ich merkte, einiges andere.

waldrand_davor.jpg
Nachdem ich Stunden unter der Eibe verbracht habe, konnte gepflanzt und dekoriert werden. Zuerst habe ich unter dem Totholz interessante Stämme ausgesucht, und es musste ein sehr, sehr schwerer Findling vom anderen Eck des Grundstücks rauf in die Waldecke gerollt werden, weil er mir so gut gefällt, er schimmert oft wundervoll smaragdgrün.
Diese Ecke präsentiert sich zwar nun fertig bepflanzt (der Boden wurde beim Pflanzen noch weiter bearbeitet), jedoch sind die Grössenverhältnisse noch in keinster Weise passend. Die Blüten der Helleboren sind höher als der Black Lace, aber das wird die Zeit noch richten. Die Lonicera purpusii im Hintergrund ist ebenfalls nicht zu erkennen.

waldrand_start.jpg
Hier ein paar Details :)
Ich fand die Pilze so wunderschön:

wr_detail1.jpg
Diese Steine hier brauchte ich bloss liegen zu lassen:

wr_detail2.jpg
Eine der Orientalis beim Lieblingsstein:

wr_detail3.jpg
Die Pflanzliste umfasst:
Lonicera purpusii
Sambucus nigra Black Lace
Geranium (links aussen sonnig G. magnificum, innen schattig/halbschattig Mitte G. macrorrhizum Ingwersen und Spessart)
Aruncus dioicus (Hintergrund rechts)
Peaonia latuifolia (neben Black Lace)
Digitalis purpurea Gloxiniaeflora (Hintergrund rechts)
Dryopteris (Hintergrund)
div. Helleborus orientalis Hybriden, Helleborus niger
Himbeere Golden Queen (für die strauchige Optik, die gelben treiben mE weniger Ausläufer und sind zahmer)
Asarum europaeum
Luzula nivea
div. Wildtulpen, Fritillaria meleagris, Narzissen, Veilchen, Traubenhyazinthen, Priumula vulgaris (die gelbe Wildform)
So, das wärs mal fürs erste. :)
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Sehr schön ;D
(Kleine Kritik: Dass man den G. macrorrhizum "Spessart" als Schattenpflanze verwendet, darfst du den Züchter Dr. Simon nicht wissen lassen. Der Standort ist: Felssteppe sonnig bis halbschattig,Steine, Felsen, trocken.
Nur dann entfaltet die Pflanze ihr Potential. Andernfalls ist es nur eine grüne Bodendecke ;))
LG aus dem Spessart
;)
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Danke für die Info, Mediterraneus. Ich schwöre, es stand Standort halbschattig. Felssteppe ist eine andere Nummer, das werde ich beobachten müssen. Die Sonne kommt ja doch (noch) teilweise an die meisten Stellen. An grüner Bodendecke fehlt es mir ohnehin, wie man sieht, ich habe jedoch drauf geachtet, nicht zu eng zu pflanzen und die mir bislang unbekannten Pflanzen und deren Entwicklung kennenzulernen.
Was sich nicht bewährt, wird verändert, aber bis man halbwegs das sieht, was ich plane, werden sicher min. 3 Jahre vergehen müssen. Derzeit - als Neuanlange - schreits fast nach Gartenzwerg 8) - bloss dagegen werde ich nicht viel machen können als warten.
Wie sich die Sache zur Bank hin entwickelt, bleibt abzuwarten. Eine Idee ist, Schotter einzuarbeiten und Kräuter anzusiedeln, evtl. Moose, kleine (Duft-?)Pflanzen zum Betreten wären nett. Gibts hier Vorschläge?
Das Beet könnte/sollte somit kein echtes Ende haben, momentan habe ich teils auch als Kennzeichnung gemulcht.
Die Bank selber soll später von Pflanzen links und rechts eingerahmt werden, entweder durch Himbeeren, Farne, Glockenblumen aber hier wird noch gearbeitet, somit habe ich noch Zeit zum Nachdenken.
LG
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Ach ja, Nachtrag: Womit klebe ich die Teile der Steinbank am besten wieder zusammen?
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*schubs*
Welche Pflanzen können - im Schatten/Halbschatten - als betretbare Bodendecker gepflanzt werden? Gibt es was mit Duft?
Gerne auch Linkverweise, ich meine, es gibt hier schon Vorschläge, finde sie aber nicht wieder.
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Ach ja, Nachtrag: Womit klebe ich die Teile der Steinbank am besten wieder zusammen?
Hallo Martina,
wenn ich das richtig erkannt habe, ist das keine Steinbank, sondern eine aus Betonguß. Das verklebt man mit Trass-Kleber (manchmal auch unter Trass-Mörtel im Handel) - verwenden wir gerade im großen Stil bei unserer Gartenbaustelle (Betonsteine im Antik-Ziegel-Look werden verklebt). Hält gut und ist einfach zu verarbeiten (haben wir an anderer Stelle schon jahrelang).
LG
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*schubs*
Welche Pflanzen können - im Schatten/Halbschatten - als betretbare Bodendecker gepflanzt werden? Gibt es was mit Duft?
Gerne auch Linkverweise, ich meine, es gibt hier schon Vorschläge, finde sie aber nicht wieder.
Ganz normale Duftveilchen (bilden mit der Zeit dicke Teppiche); Günsel (flacher bleibende Sorten); Goldnessel und Waldsteinie könnten auch funktionieren (wenn man gelbe Blüten mag); weiße oder pinke Taubnessel sind nicht so wüchsig, bleiben hier eher flacher - ev. auch einen Versuch wert. Haselwurz bleibt auch schön niedrig und sieht das ganze Jahr gut aus.
Wirklich dauerhaft trittfeste Bodendecker kenne ich keine (sogar Efeu hält das nicht permanent aus). In einem 'waldigen' Bereich würde ich den Boden um eine Bank mit Rindenhumus abdecken und die Pflanzen am Rande des Gehbereiches setzen - mit der Zeit wachsen sie in diesen ein und man sieht, wieviel Betreten sie aushalten.
LG
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hymenocallis, meinst Du damit im Prinzip trasshaltigen "Fliesenkleber", den man auch für die Steinverlegung aussen nimmt?
Das wär super, sowas hab ich ja da und genug Erfahrung mit dem Material. Danke!
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hymenocallis, meinst Du damit im Prinzip trasshaltigen "Fliesenkleber", den man auch für die Steinverlegung aussen nimmt?
Das wär super, sowas hab ich ja da und genug Erfahrung mit dem Material. Danke!
Hier wird er im Betonwerk mit den Betonsteinen dazu verkauft - es ist kein herkömmlicher Flexkleber sondern eher eine Art Mörtel (googel mal unter Trass-Mörtel - da findest Du genug Produktinfo).
LG
LG
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Hier wird er im Betonwerk mit den Betonsteinen dazu verkauft - es ist kein herkömmlicher Flexkleber sondern eher eine Art Mörtel (googel mal unter Trass-Mörtel - da findest Du genug Produktinfo).
Mach ich! Merci!
Wir hatten nämlich schon mal die Bank zusammengeklebt, das hielt nicht, drum frag ich lieber jetzt nach. Rückblickend wars gut, denn so konnten wir sie problemlos abbauen ...
LG!
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Hallo Martina,
ich kann die einheimische Walderdbeere, Fragraria vesca, wärmstens als Bodendecker empfehlen!
Beste Grüße,
Gartenplaner
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Gartenplaner, die hab ich sogar am Grundstück. Ich habe nur zurückgeschreckt, weil ich befürchtet habe, sie wuchert.
Danke für den Tipp! LG
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Hallo Martina,
hm, also als "wuchernd wachsend" würde ich eher Pflanzen wie Quecke oder Giersch einordnen - extreme Ausläuferbildung tief im Boden, wo man fast nie komplett alles rauskriegt.
Walderdbeeren wachsen zwar stark, aber nur durch oberirdische Ableger, die sich vor allem im Rindenmulch auch völlig easy wieder rausziehen lassen.
Apropos Giersch - es gibt ne weißpanaschierte Form, die ANGEBLICH nicht so wuchernd sein soll ;D
Beste Grüße,
Gartenplaner
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Das klingt gut, Gartenplaner. Nach kurzem Rundgang habe ich gesehen, dass einiges an Walderbeeren noch da ist - nachdem x Male schweres Gerät drübergefahren ist. Spricht sehr für Deine These, dass eine gewisse Trittsicherheit da ist, das kann ich nur bestätigen.
@ hymenocallis: Du hast Taubnesseln erwähnt ... und @ all, umständehalber hier. Ist
das:

unbek1~1.jpg
eine Taubnessel? Die Blüte ist ein wenig rötlicher als es auf dem Foto erscheint, aber ich finde das ebenfalls im Garten. Macht es Sinn, gleich diese umzupflanzen?
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Sieht nach Gundermann aus, Glechoma hederacea
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Danke, fips, habe eben nachgelesen. Es würde durchaus zu der Pflanzengemeinschaft passen, wie ich sehe, und nützlich ist es auch.
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mM nach eine Taubnessel, aber warum willst du sie umpflanzen? Die säen sich an zusagenden Standorten meist mehr aus, als einem lieb ist, wollen nach meiner Erfahrung aber eher sonnige Standorte.
Haselwurz ist zwar ein toller Bodendecker, will aber ungestört sein, dh nicht herumgraben, nicht draufsteigen - dann bildet er mit der Zeit eine schöne Decke.
Walderdbeeren, Lysimachia Nummularia, Veilchen und Günsel sind durch nichts umzubringen, bei mir wächst Günsel und Pfennigkraut (leider) am Weg zum Kompost, wo ich mindestens zweimal täglich durchgehe.
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Ja, ist die Frage - ich hielt es vorher für eine Taubnessel, daher der Gedanke. Zu meiner Schande kenne ich doch einiges an heimischen Wildkräutern nicht.
Pfennigkraut versuche ich, NICHT aus dem alten Garten mitzuübersiedeln, alle Pfennigkrautliebhaber hören bitte weg, aber in meinem Boden ist es die Pest. :-X
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Ja, ist die Frage - ich hielt es vorher für eine Taubnessel, daher der Gedanke. Zu meiner Schande kenne ich doch einiges an heimischen Wildkräutern nicht.
Pfennigkraut versuche ich, NICHT aus dem alten Garten mitzuübersiedeln, alle Pfennigkrautliebhaber hören bitte weg, aber in meinem Boden ist es die Pest. :-X
Hier sind auch Walderdbeeren eine Pest - daher hab ich sie nicht empfohlen.
Von den Taubnesseln gibt es Zierformen (Blattschmuck) z. B. Lamium maculatum 'Pink Pewter' - Silberblatt-Taubnessel, sie werden nicht hoch und bilden eine dichte Blattdecke. Waldmeister ist hier nicht trittverträglich und extrem empfindlich - muß an spezieller Stelle geschützt gehalten werden, damit er nicht verschwindet.
Pfennigkraut wuchert hier wie Immergrün - würd ich ganz sicher nicht verwenden.
LG
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Vor der Goldnessel (Lamiastrum galeobdolon 'Florentinum') und Gundermann (Glechoma hederecea) möchte ich eigentlich nur warnen. Die halte ich für eine "Pest".
Gelgentliches Betreten nimmt einem Omphalodes verna nicht krumm, wenn es denn gut wächst. Und Waldsteinia geoides könnte ich auch empfehlen. Beide wuchern nicht und bilden bei mir zusammen ein schönes Frühlingsbild.
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Vor der Goldnessel (Lamiastrum galeobdolon 'Florentinum') und Gundermann (Glechoma hederecea) möchte ich eigentlich nur warnen. Die halte ich für eine "Pest".
Gelgentliches Betreten nimmt einem Omphalodes verna nicht krumm, wenn es denn gut wächst. Und Waldsteinia geoides könnte ich auch empfehlen. Beide wuchern nicht und bilden bei mir zusammen ein schönes Frühlingsbild.
Es wird wohl am sinnvollsten sein, viele der empfohlenen Pflanzen zu testen - offenbar wuchern sie nur unter bestimmten Bedingungen und man muß sie im eignen Garten genau beobachten, bevor man sie rasch entfernt oder als Dauerbepflanzung stehen läßt.
Gundermann wuchert hier auch - Goldnessel nicht.
LG
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Ich stimme zu, dass man ums Testen nicht herumkommt. Allerdings bin ich so weit gartenerfahren, dass ich gewisse Experimente bei berechtigten Warnungen gerne unterlasse. So käme mir z.B. auch der an sich hübsche Goldfelberich nicht in den Garten.
Omphalodes verna und Waldsteinia geoides sehe ich mir an, danke troll!
Als ich gestern an der Stelle kurz vorbeikam, habe ich den an sich als verloren geglaubten Farn entdeckt. Die Schollen wurden ja schon vom Bagger stark aufgebrochen und von mir weiter zerkleinert, umgedreht, etc - aber: Der Farn kam vor der Bank wieder zum Vorschein, obwohl da rumgetrampelt wurde. Nun ist er verpflanzt und ich hoffe, diesen "Ureinwohner" weiter pflegen zu können.
Ich habe in der Zwischenzeit provisorisch die Wege markiert und gesehen, dass ich einen extra Platz zwischen den Wegen erhalten könnte, der für 2 größere Heidelbeeren und ein paar Preiselbeeren Platz bieten könnte, er ist relativ sonnig. Im Obstforum suche ich gerade nach Details.
Wie die Wege später aussehen werden, weiss ich noch nicht. Natursteine in Schotter verlegt vllt. als Test für den Weg zum Schuppen, die "Abzweigung" in den Wald vllt. mit mehr Mulch.
LG an alle!
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Hallo Martina,
meine Glockenblume ist identifiziert:
siehe http://forum.garten-pur.de/Stauden-24/Plage-Campanula-rapunculoid-44825_msg1638504A.htm#msg1638504
LG
PS: Überleg Dir gut, ob Du so ein Ungeheuer im Garten haben willst.
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Hallo Martina,
meine Glockenblume ist identifiziert:
siehe http://forum.garten-pur.de/Stauden-24/Plage-Campanula-rapunculoid-44825_msg1638504A.htm#msg1638504
LG
PS: Überleg Dir gut, ob Du so ein Ungeheuer im Garten haben willst.
;D Zufällig hab ichs vorhin gelesen. Obwohl ich sie zauberhaft finde, besser nicht.
LG
PS: Und ja, genau die hab ich gemeint.
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Einige Zeit ist vergangen, und ich möchte hier neue Details zeigen:
Zu der (immer noch nicht verklebten) Bank führt ein kleiner Weg:

waldweg_mai2012.jpg
Der kleine Black Lace hatte 9 grosse Blüten, die ich entfernt habe und ist nun immerhin schon als eigenständige Pflanze erkennbar:

blacklace_jun12.jpg
An diesem Baumstumpf begann, sobald er an dieser Stelle im Schatten lag, ein Pilz zu wachsen - spannend und etwas gruslig zugleich. Er wächst ziemlich schnell, wenn ich mich also mal länger nicht melde, hat er mich wohl gefressen:

pilz_juni.jpg
Da ich dringend Unkraut jäten müsste, verzichte ich auf aktuelle Übersichtsfotos. 8)
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... darauf will ich aber nicht verzichten ... der Vorgänger wird von uns durchaus respektvoll "MacGyver" genannt, er hinterliess manch nette Erinnerungen. Hier ist Weg bei der "Waldlichtung" fast zuende, man erreicht den hinteren Schuppen.
So gefiel es dem Vorgänger, und uns auch:

macgyvermosaik.jpg
Wie ein Vorleger vorm Schuppeneingang liegt das hier:

macgyvermosaikdetail.jpg
Meine Vorliebe für alles was in Ehre und Würde in die Jahre gekommen ist, ist, denke ich, hier hinlänglich bekannt. Obwohl es noch ein "spezieller Garten" ist, wo man sich jeden Zentimeter mit Blut, Schweiss und Tränen 8) erkämpfen muss, entschädigen solche Lichtblicke viele Mühen!
Die weitere Aufgabe ist es, die Nachbarbereiche passend zu integrieren. Teilweise habe ich das schon gemacht dort wo (im Foto im vorigen Beitrag) noch die Christbaumzweige liegen, wohn(t)en 1(2) Heidelbeeren *hust* und 3 Cranberries. Leider hab ich nicht die geringste Ahnung, ob Patriot oder Bluecrop verstorben ist, in meiner Hybris dachte ich nicht, dass eine das Zeitliche segnet und verzichtete auf Pflanzschilder.
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sehr schön ;D
Ich probiere ja auch gerade auch eine Bepflanzung unter Bäumen aus.....
An der etwas hässlichen Seite habe ich jetzt gerade Waldgeissbart gesetzt.
Lathyrus sylvestris, Waldsauerklee, Lungenkraut, Buscheindröschen, Waldziest, Farne, Kerzenknöterich, Pestwurz, Salominssiegel, Corydalis, Bärlauch,... habe ich dort gepflanzt
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Schöne Zusammenstellung, Cim!
Mein Waldgeissbart kommt nicht so recht in die Puschen, aber da der Rest des Gartens noch sehr naturbelassen ist, kämpfe ich in dem neuen Stück verbissen um permanente Ordnung. (Aber ausgerechnet Dir brauch ich wohl eh nix davon erzählen ;) , wie schnell die Natur zurückerobern will.).
Deine Liste ist toll, ein Foto irgendwann von der Pflanzung wär auch total nett (die Neugier :D ) - mir pers. fehlt in Deiner Liste Storchschnabel - verzichtest Du absichtlich drauf? G. macr. Spessart und Ingwersen hab ich integriert, beide machen sich unaufdringlich gut.
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Schön, die Waldbepflanzungen ;D
Geranium "Spessart" würd ich aber nicht in den Wald tun. Ist ne Steingartenpflanze. Der "Entdecker" und Namensgeber der Pflanze ärgert sich da immer, wenn das Teil für den Schatten empfohlen wird.
Geranium gibts ja soo viele...
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Geranium "Spessart" würd ich aber nicht in den Wald tun. Ist ne Steingartenpflanze. Der "Entdecker" und Namensgeber der Pflanze ärgert sich da immer, wenn das Teil für den Schatten empfohlen wird.
Ich weiss, Du hast mich ohnehin drauf aufmerksam gemacht - mein Gedanke ist der, dass es im Wald ja auch halbschattige Bereiche gibt - eben an der Lichtung. Tief "hinein" kann ich ja mangels Platz nicht gehen.
Mein Spessart ist aufgrund des gedrungeneren Wuchses - im Vergleich zum "Ingwersen" - an einer recht hellen Stelle insofern gut platziert, was die Wirkung und meinen Anspruch an ihn ;) angeht.
Ich bin auf die Entwicklung der Geraniümmer gespannt, Ingwersen hab ich ja in diesem Forum schon sehr mächtig gesehen. Dabei gefällt mir grade das Filigrane der Neupflanzung im Moment gut ...
Die linke Aussenseite meines Waldbereiches ist auch nicht fertig gestaltet, ich hab mich um die letzten 2 Meter geschummelt. Umständehallber belegt einen kleinen Teil das Geranium magnificum - blüht grad, sehr schön, wird aber gegen passendere Pflanzen getauscht.
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Der Spessart ist ja ein großer Wald an sich. Also insofern passt er ja zu deinem Thema ;)
LG aus diesem (...dem Spessart) ;D
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Der Spessart ist ja ein großer Wald an sich. Also insofern passt er ja zu deinem Thema ;)
LG aus diesem (...dem Spessart) ;D
LG zurück aus dem Wienerwald, der ja auch einige verhältnismässig schroffe Kalkabbrüche hat :D
Wachsen bei Dir auf Totholz auch recht schnell diverse Pilze? Diesen Aspekt hab ich gar nicht geplant, aber er interessiert mich neben dem Moosthema neuerdings sehr.
(Der Verfall des Totholzes hier im Garten ist ohnehin eine täglich neue Erfahrung. Und wenns "nur" der "Haus"-Specht ist, der regelmässig an den verschiedenen Stellen auftaucht. Im Waldbereich konnten wir eine Amselfamily beobachten, die Eltern fütterten das Junge zwar noch, aber es scharrte selber auch schon. Schön, wenn solche Lebensräume so gut angenommen werden :D )
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Bei Pilzen bin ich skeptisch. Hallimasch brauch ich nämlich nicht :P
Aber stimmt schon, Pilze sind auch da.
Aber da halt ich mich dann doch lieber an das neue Thema Moose.
Auch die verschiedenen Farne sind sehr interessant. Soll ja auch welche geben, die auf Bäumen oder Totholz wachsen (epiphytisch?)
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Ich bin sehr an Deinen Rechercheergebnissen interessiert, bei den Farnen habe ich erst den Wurmfarn - ich wollte mir einfach ein wenig mehr Zeit lassen, und es gibt ja nebenbei x Projekte :P
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Vielleicht geh ich am WE gleich mal mit Spaten in den Wald und geh auf Moossuche.
Wahrscheinlich wäre es aber wohl besser, das Moos im feuchten Winterhalbjahr zu etablieren?
Versuch macht kluch 8)
Vielleicht sollte man bei den Stauden mal ein Moosthema aufmachen? Sind Moose überhaupt Stauden?
Jetzt sind die Geister geweckt :-*
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Hallo Martina777,
ich habe vor 2 Jahren in meinem Eibenhain ein Mykorrhiza-Granulat für Koniferen in den Boden gebracht und seit vorletztem Herbst den Eindruck, dass auf einmal eine bunte Palette an Pilzen im Herbst aus dem Rindenmulch auftauchen und teilweise auch im Frühjahr/Sommer, wenn so verregnet wie dieses Jahr, die vorher überhaupt nicht da waren.
Ich denke mal, Pilze können auch einfach nur Bodenleben anzeigen, je nachdem welche Bäume vorher da standen oder in der direkten Umgebung stehen :)
Abgesehen davon sind Pilze nun mal die eifrigsten Holzzersetzer unter feuchten Bedingungen.
Beste Grüße,
Gartenplaner
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Geranium "Spessart" würd ich aber nicht in den Wald tun. Ist ne Steingartenpflanze. Der "Entdecker" und Namensgeber der Pflanze ärgert sich da immer, wenn das Teil für den Schatten empfohlen wird.
Hier hat sich Geranium macrorrhizum hervorragend im knochentrockenen Laubmulch am Fuße großer Bäume bewährt. Wo es feuchter ist, neigt es zu Pilzbefall.
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Geranium hab ich auch gepflanzt :D Geranium nodosum und wahrscheinlich auch ein G. macrorrhizum. Ach und fast vergessen, ein paar Knollen von Geranium tuberosum.
Prima wächst auch Campanula trachelium bei mir.
Primeln, Hepatica und Pulmonaria für das Frühjahr :)
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Geranium "Spessart" würd ich aber nicht in den Wald tun. Ist ne Steingartenpflanze. Der "Entdecker" und Namensgeber der Pflanze ärgert sich da immer, wenn das Teil für den Schatten empfohlen wird.
Hier hat sich Geranium macrorrhizum hervorragend im knochentrockenen Laubmulch am Fuße großer Bäume bewährt. Wo es feuchter ist, neigt es zu Pilzbefall.
Dort zeigt es aber nicht seine Herbstfärbung, und weißrosa Blütenwolken gibts im Schatten auch nicht.
Auf Kalkfels mit wenigen Nährstoffen im nicht vollsonnigen Steingarten macht "Spessart" das schon.
Im Schatten ist es halt eine dichte immergrüne Laubdecke. Auch brauchbar, zeigt aber nicht sein Potential.
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Hallo Martina777,
ich habe vor 2 Jahren in meinem Eibenhain ein Mykorrhiza-Granulat für Koniferen in den Boden gebracht und seit vorletztem Herbst den Eindruck, dass auf einmal eine bunte Palette an Pilzen im Herbst aus dem Rindenmulch auftauchen und teilweise auch im Frühjahr/Sommer, wenn so verregnet wie dieses Jahr, die vorher überhaupt nicht da waren.
Ich denke mal, Pilze können auch einfach nur Bodenleben anzeigen, je nachdem welche Bäume vorher da standen oder in der direkten Umgebung stehen :)
Abgesehen davon sind Pilze nun mal die eifrigsten Holzzersetzer unter feuchten Bedingungen.
Beste Grüße,
Gartenplaner
Hallo Gartenplaner - bei uns im alten Garten gab es am Rindenmulch im folgenden Jahr Morcheln, richtig viele! Leider nur ein Jahr, da die Bedinungen offenbar nicht langfristig passten. Von dieser Charge Rindenmulch hätte man mehr kaufen müssen! 8)
Cim - klingt gut, Primeln hab ich auch da, die Primula vulgaris. Ein paar Primula veris werde ich noch besorgen. Auch Walderbeeren, die sich gut machen, allerdings diese im Experimentalstadium. Im Prinzip will ich den Boden grün machen, daher auch die blaue Akelei, das Geranium, etc. Nach der Blüte taugen sie gut als Blattschmuckstauden, finde ich.
@ Mediterraneus: Ich glaube, wenn Du das Moos mal an die ganz schattigen Stellen versuchst, anzusiedeln, ist es jetzt gar nicht so schlecht, es sollte ja auch wachsen können und sich etablieren.
Ein Moos-Strang wäre gar nicht schlecht, ich z.B. hab äusserst rudimentäres Wissen darüber und würd mich freuen. :D
LG an alle!
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Ich dachte mir, ein kleines Update kann nicht schaden. Meine Waldrand"szene" hat sich im Lauf des Jahres verändert. Das Unkrautaufkommen machte mir viel Arbeit - aber dafür, dass ich eine mit Brombeeren, Waldreben, Efeu. Immergrün und tw. Liguster durchwurzelte Fläche vorgefunden habe, hab ichs doch immer wieder in den Griff bekommen.
Der "Ort" schwankt im Eindruck zwischen "kontemplativ - friedhofsartig" wie hier:

waldlichtung sommer 2012.jpg
zu bacchanalisch:

waldlichtung detail sommer 2012.jpg
Ich finde das Spannungfeld gar nicht schlecht. Der Sambucus hat sich gut gemausert.
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Ich liebe diesen Weg:

waldweg.jpg
Er ist allerdings nicht servicefrei und die Walderdbeeren haben natürlich ihre eigene Dynamik.
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Der "Ort" schwankt im Eindruck zwischen "kontemplativ - friedhofsartig" wie hier:
Es ist so lustig, dass bei euch Deutschen eine schattige, gestaltete Waldsituation gleich "Friedhof"-Assoziationen weckt - in Frankreich und auch bei uns in Luxemburg sind viele Friedhöfe schattenlose Steinwüsten, die meisten Gräber sind mit Steinplatten abgedeckt, auf jeden Fall steht kaum mal ein Baum auf einem Friedhof - ganz im Gegensatz zu vielen Friedhöfen, die ich hier in Deutschland gesehen habe....
Ich lasse in meinem Eibenhain die Walderdbeeren wachsen und trete mir einen Trampelpfad rein - Walderdbeeren war das, was als erstes und sehr gut in einer dicken Schicht Rindenmulch wuchs :o
Die Bank ist echt schön...hab ich glaub ich schon mal geschrieben.. ;D
Auf dem Foto sieht es allerdings aus, als ob sie sich ein bisschen nach hinten zur Mauer neigt, das macht mich grad ein wenig schwindelig ;D
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Vielleicht kommt Martinas Friedhofsassoziation auch von dem Stein (?) in der Mitte der noch nicht so dichten Vegetation.
Friedhöfe sind allerdings auch hier in Österreich (wo auch Martina wohnt) je nach Region unterschiedlich, z.B. im Wiener Zentralfriedhof findest du tolle Bäume. Besonders sehenswert ist dort der alte jüdische Friedhof.
Es ist jedenfalls spannend, die Entwicklung des Waldrandgartens mitzuerleben. :)
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@ Gartenplaner: Manu hats ja schon geschrieben, ich bin Österreicherin. Und @ Manu, Du hast recht, der Stein in Verbindung mit der alten Eibe hat die Assoziation ausgelöst.
Der Stein hat sich im Garten gefunden, am anderen Grundstücksende, ich hab noch nie einen so schweren Stein - mit LGs Hilfe - gerollt. Aber dieser Stein hat so schöne "Fältelungen" und ist grün. Alles, was grün ist, erfreut sowieso mein Herz.
Die Bank ist schief und noch nicht zusammengeklebt, da wird nachjustiert. Ich liebe den sichtbaren - mit Häcksel bedeckten Boden derzeit noch in dieser Form und ringe darum, weil im Restgarten einfach noch zu viele wilde Bereiche sind - das war das erste Stück, das ich "im Griff" habe. Hier herrscht relative Ordnung ...
Insgesamt wird sicher auch noch verändert, aber im Grossen und Ganzen bin ich fürs erste schon ziemlich zufrieden. Der Maschendrahtzaun zum Nachbarn sollte nach und nach von der Lonicera purpusii verdeckt werden.
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Die Primeln blühen fast den ganzen Winter durch, aber letztens habe ich schon eine (für mich sehr früh erscheinende) Knospe einer bei mir entstandenen Helleboren-Allerweltsorientalishybride entdeckt. Der geschützte Standort tut ihr gut. Diese mag ich besonders gerne, weil sie kontrastreich rosa-grün blüht.

helleborus_orientalis.jpg
Nun liegt wieder Schnee drüber ...