garten-pur
Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: lune5 am 19. April 2012, 12:58:47
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Ich suche einen kleinen Baum, bis 5 m, der den Rasen drunter leben lässt, keine Ausläufer macht.
Amelanchier würde mir gefallen, aber ist der rasenverträglich?
LG lune
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Bei Neupflanzunge müsste es heißen du suchst einen Baum der vom Rasen am Leben gelassen wird.
Ich sage nicht umsonst Rasen ist das Leichentuch von Gehölzen.
Wenn du wirklich in der Rasenfläche pflanzt musst du darauf achten das du einen schönen großen Gießring machst und eventuell wirst du immer zudüngen müssen.
Also nichts Flachwurzelndes wie oftmals gesehenen Solitär Rhodos oder Catalpa. Amelanschier dürfte gehen aber wie gesagt...Das Leichentuch.
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Hm, bei uns ist das gerade umgekehrt: der Rasen unter den Bäumen kümmert.
Deswegen habe ich auch bei Amelanchier Bedenken, weil Flachwurzler.
An Flieder habe ich auch gedacht, aber ich habe schon eine S. microphylla in diesem Rasenbereich sitzen, das sähe dann doof aus.
LG lune
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Wie alt sind denn die Bäume worunter der Rasen kümmert?
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Was für ein Standort ist es denn ?
Wie wäre es mit einem Cornus kousa,wächst ja langsam.
Oder Zierkirsche, Parrotia, Zierapfel ?
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Die Bäume mit mickrigem Rasen drunter sind zwischen 10 und 20 Jahren alt.
Standort für den Neuen ist vollsonnig, leichter Boden. Cornus kousa scheint es bei uns nicht zu gefallen. Ich habe schon zwei Versuche gemacht (halbschattig, Boden aufgepeppt), sind beide verkümmert.
Zierkirsche mag ich nicht, Zierapfel hat hier immer diese Gespinstviecher. Parrotia muss ich mir angucken.
Sorbus fände ich auch hübsch, da müsste ich vielleicht die einheimische Sorte nehmen, die anderen sind wahrscheinlich zu anspruchsvoll.
LG lune
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Pyrus salicifolia könnte mit Deinem anscheinend leichten Boden zurecht kommen. Könnte ich mir auf einer Rasenfläche gut vorstellen.
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Naja ist ja klar das wenn sich die Bäume gegen den Rasen durchgesetzt haben sie den Rasen Schaden. Aber bis dahin ist es ein langer Weg. Es ist und bleibt. Gehölze gehören ins Beet und nicht in den Rasen und Rasen ist das Leichentuch der Gehölze.
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Es ist und bleibt. Gehölze gehören ins Beet und nicht in den Rasen und Rasen ist das Leichentuch der Gehölze.
Ei,ei, du bist ja ein ganz Strenggläubiger. Ich hab auch Bäume im Beet, aber da drunter wächst dann höchstens Geranium oder Vinca oder Efeu, weil es entweder zu schattig oder zu trocken oder beides ist. In Parkanlagen stehen die Bäume doch auch im Rasen.
LG lune
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Wir haben eine Frühlingstamariske im Rasen - seit mehreren Jahren, jung gepflanzt.
Sie hat als Jungpflanze den Rasen überlebt - völlig problemlos, sie wird jährlich schöner und kräftiger.
Und ich denke, der Rasen wird auch sie überleben, eine Tamariske ist so luftig, dass sie relativ wenig Schatten wirft, und sie ist ein totaler Tiefwurzler.
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Es ist und bleibt. Gehölze gehören ins Beet und nicht in den Rasen und Rasen ist das Leichentuch der Gehölze.
Das hört sich so an, als würden Gehölze ohne den Menschen nicht überleben.
Ich frage mich, was die Gehölze gemacht haben, bevor der Mensch sie in Beete pflanzte ..................
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Ich habe einige Gehölze in den Rasen gepflanzt, mit einer kleinen rasenfreien Baumscheibe herum. Bisher entwickeln sich die meisten Bäume gut. :)
Und wo sie das nicht tun, hat es in der Tat mit dem "Rasen als Leichentuch" zu tun, aber nicht, weil der Rasen den Baum kümmern lässt, sondern weil der Rasen als grünes Leichentuch eine Fläche bedeckt, die man nur mit viel Phantasie und gutem Willen als Erde, geschweige denn Boden, bezeichnen kann: eine Mischung aus Bauschutt und Aushub, mit Baufahrzeugen fest zusammengefahren.
Da hilft nur, tiefgründig und auch weit zur Seite hin die Erde auszuheben, bis man diese verdichtete Schicht durchbrochen hat, die Erde zu lockern und mit Splitt, Lava und Sand plus etwas Komposterde versehen wieder aufzufüllen. So vorbereitet, wachsen auch Bäume in "grünen Leichentüchern".
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Es ist und bleibt. Gehölze gehören ins Beet und nicht in den Rasen und Rasen ist das Leichentuch der Gehölze.
Das hört sich so an, als würden Gehölze ohne den Menschen nicht überleben.
Ich frage mich, was die Gehölze gemacht haben, bevor der Mensch sie in Beete pflanzte ..................
;) Was war eher da der Rasen oder der Baum? Die heutigen Rasenflächen kann man nunmal nicht mit der Tundra oder Urzeitprärie vergleichen. Ach so hast du im Wald mal Rasen wachsen sehen?
Lebensraumveränderung und Verdrängung und so.
Das Problem was Rasen hat ist:
Wenig Nährstoffzufuhr und Bodenleben weil der meiste Rasenschnitt und Laub nunmal abgesammelt wird.
Starke Wurzelsperrschicht und Bodenverdichtung. Ich sagte ja auch am besten auf einen Tiefwurzler ausweichen weil dort der Konkurrenzdruck der Wurzelsysteme klein bleibt und das das Gehölz eine Große Baumscheibe benötigt.
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Gehölze gehören ins Beet und nicht in den Rasen und Rasen ist das Leichentuch der Gehölze.
und streuobstwiesen? gehören abgeschafft?
abgesehen davon: ich habe alte und neugepflanzte obstbäume im garten auf der "wiese", die ich kurze halte - rasen ist das eher nicht. die alten bringen erträge, vor denen ich mich jedes jahr fürchte, die neuen wachsen alle problemlos an.
bei den neuen halte ich die oberfläche der pflanzlöcher mit mulch eine weile frei. aber irgendwann werde ich auch das sein lassen - denn ich sehe ja, daß es auch ohne geht.
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Es ist und bleibt. Gehölze gehören ins Beet und nicht in den Rasen und Rasen ist das Leichentuch der Gehölze.
Das hört sich so an, als würden Gehölze ohne den Menschen nicht überleben.
Ich frage mich, was die Gehölze gemacht haben, bevor der Mensch sie in Beete pflanzte ..................
;) Was war eher da der Rasen oder der Baum? Die heutigen Rasenflächen kann man nunmal nicht mit der Tundra oder Urzeitprärie vergleichen. Ach so hast du im Wald mal Rasen wachsen sehen?
Lebensraumveränderung und Verdrängung und so.
Rasen ist eine bestimmte willkürliche Mischung aus Gräsern. Die Mischung ist auf die Bedürfnisse/ Wünsche des Menschen abgestimmt.
Aber die Gräser gab es schon vorher, und es gab auch ohne den Menschen schon grasbewachsene Flächen - Wiesen, Matten. Mit Bäumen und Sträuchern drin.
Nicht alle Gehölze wachsen im Wald.
Und überhaupt - wie entsteht denn Wald? Wenn man dich hört, meint man - auf einen Schlag wachsen hunderte Bäume an einer günstigen Stelle, die Gottseidank grasfrei ist...........!!??
Mag sein, dass ein Gehölz in einem wohlgepflegten Beet, wo es gehätschelt und gepflegt wird, schneller zu dem heranwächst, was der Mensch sich vorstellt .
Aber "Rasen ist das Leichentuch für Gehölze" - nein. Das ist für mich reine - und äußerst anthropozentrische - Polemik.
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Es ist und bleibt. Gehölze gehören ins Beet und nicht in den Rasen und Rasen ist das Leichentuch der Gehölze.
Das hört sich so an, als würden Gehölze ohne den Menschen nicht überleben.
Ich frage mich, was die Gehölze gemacht haben, bevor der Mensch sie in Beete pflanzte ..................
;) Was war eher da der Rasen oder der Baum? Die heutigen Rasenflächen kann man nunmal nicht mit der Tundra oder Urzeitprärie vergleichen. Ach so hast du im Wald mal Rasen wachsen sehen?
Lebensraumveränderung und Verdrängung und so.
Rasen ist eine bestimmte willkürliche Mischung aus Gräsern. Die Mischung ist auf die Bedürfnisse/ Wünsche des Menschen abgestimmt.
Aber die Gräser gab es schon vorher, und es gab auch ohne den Menschen schon grasbewachsene Flächen - Wiesen, Matten. Mit Bäumen und Sträuchern drin.
Nicht alle Gehölze wachsen im Wald.
Und überhaupt - wie entsteht denn Wald? Wenn man dich hört, meint man - auf einen Schlag wachsen hunderte Bäume an einer günstigen Stelle, die Gottseidank grasfrei ist...........!!??
Mag sein, dass ein Gehölz in einem wohlgepflegten Beet, wo es gehätschelt und gepflegt wird, schneller zu dem heranwächst, was der Mensch sich vorstellt .
Aber "Rasen ist das Leichentuch für Gehölze" - nein. Das ist für mich reine - und äußerst anthropozentrische - Polemik.
Nein das ist die Wahrheit :-)
Ausserdem gab es die Sorten der Gräser die in den heutigen Rasenmischungen Vorkommen nihct.
Klar Festuca, Poa Lolium und Agrostis gab es schon vorher, aber hieraus wurden vom Menschen bestimmte Sorten selektiert die seinen Bedürfnissen gerecht wurden. Einen Rasenteppich wie wir Ihn heute kennen hast du vor noch nichmal 300 Jahren nirgendwo gefunden und wie ich bereits sagte ist der heutige Rasen nicht mit der Tundra etc, zu verwechseln die es gab bevor der Mensch eine Kulturlandschaft erschaffen hat.
Wenn die Rasenfläche gepflegt wird und einigermaßen in Takt ist hat dort ein Gehölz, was nicht schon in der Baumschule seine Jahre hinter sich hatte, "ohne" Pflanzscheibe keine Chance im Rasen.
Ich wiederhole mich in meiner Ausführung wenn ich sage das es nicht unmöglich ist ein Gehölz in eine Rasenfläche zu pflanzen. Es ist nur nicht natürlich und bringt eine Menge Arbeit mit sich und hat sicherlich auch nicht den gewünschten Erfolg.
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Ich wiederhole mich in meiner Ausführung wenn ich sage das es nicht unmöglich ist ein Gehölz in eine Rasenfläche zu pflanzen.
Ok. Also ist Rasen doch kein Leichentuch für Gehölze?
Es ist nur nicht natürlich und bringt eine Menge Arbeit mit sich und hat sicherlich auch nicht den gewünschten Erfolg.
Naja, also mit "das ist nicht natürlich" solltest du jetzt aber nicht kommen. Wie du ja selber sagst, ist auch Rasen nicht natürlich. Keine Gehölze in Rasen pflanzen, weil nicht natürlich - aber einen unnatürlichen Rasen hat man ??? .
Im Übrigen ist eine Gartenanlage per se unnatürlich - "nicht natürlich" ist hier also einfach kein Argument!
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Das klingt für mich auch sehr negativ. Ich habe auch mehrere Gehölze in die Wiese gepflanzt. Ich sage bewusst nicht Rasen, denn hier darf wachsen was will, es wird einfach wöchentlich gemäht. Natürlich wird im Baumschatten der Rasen schütterer. Wen das stört....
Ich persönlich liebe Obstbäume, weil man neben der Blüte auch noch einen 2. Höhepunkt im Jahr hat. Aber auch Felsenbirne, Fliederbäumchen, Eberesche, Aronia, Birke oder Buddleja alternifolia wuchsen im Rasen.
Wenn der Rasen schöner bleiben soll, besser keine Flachwurzler (wie Kirsche oder Birke)verwenden, und nicht zu breite Kronen, damit genug Licht ans Gras kommt.
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Bei der Pflanzung eines Gehölzes in eine Rasenfläche lege ich grundsätzlich eine Baumscheibe an, die je nach Schattenwurf des Gehölzes bepflanzt wird. Bei jungen Gehölzen kann man kalif. Goldmohn aussäen oder ähnliches, bei größeren Gehölzen können Stauden wie Hosta, Farn und Helleborus gepflanzt werden sowie Narzissen für den Frühling. Das sieht gut aus, man hat keine Mühe mit mähen und den Gehölzen gefällt das sichtlich.
LG von laguna
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Ich wiederhole mich in meiner Ausführung wenn ich sage das es nicht unmöglich ist ein Gehölz in eine Rasenfläche zu pflanzen.
Ok. Also ist Rasen doch kein Leichentuch für Gehölze?
;D ;D ;D ;D
Doch nur wenn du einen Ausreichend großen Gießring/Baumscheibe machst und du sie freihälst, dann steht er ja nun auch nicht direkt im Rasen. Jedoch wenn der Rasen direkt an die Basis des Baumes oder des Gehölzes geführt wird, dann wird das Gehölz, wenn es nicht schon ein ausreichendes Wurzelwerk gebildet hat, kümmern.
Also: Vorhandene Rasenflächen in dem ein neues Gehölz eingesetzt wird, nein.
Ein älterer Lichter Baum oder Strauchbestand, um, oder unter dem, eine neue Rasenfläche angelegt wird klappt besser, jedoch wird dort wohl der Rasen den kürzeren ziehen. :-)
In meinen Post den du von mir zitierst steht ebenso, das ich sage, das es nicht Grundsätzlich nicht geht, sondern das es viel Arbeit mit sich bringt und das es sicher nicht den gewünschten Erfolg bringt.
Da wir es hier jedoch mit Lebewesen zu tun haben kann natürlich alles passieren, auch das sich ein Catalpa oder ein Rhododendron im Rasen sehr gut machen. Was jedoch selten der Fall sein wird.
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Du verstehst unter "Rasen" offenbar nur eine Qualität und Dichte der Grasnarbe, die dem eines perfekten Rasens entspricht - so, wier man ihn in den Hochglanzbroschüren der Rollrasenanbieter findet.
Ich habe vor sechs Jahren eine Magnolia officinalis in die Grasfläche gesetzt, mit minimaler Baumscheibe von vielleicht 30 cm. Damals war die Pflanze vielleicht 80 cm hoch, heute hat sie knapp 6 m Höhe.
Und das, wo doch ein Flachwurzler dort keine Chance haben sollte, oder?
Aber wird sind weit von der Ausgangsfragestellung abgekommen, nach einem "Kleinbaum im Rasen". Es spricht im Übrigen ja nichts dagegen, dem eine kleine grasfreie Baumscheibe zu gönnen.
So what?