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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: mickeymuc am 26. April 2012, 11:15:27
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Hallo allerseits,
Gibt es denn noch Tomatenzüchter, die dei Pflanzen wie früher einfach im Beet ziehen? Also ohne Dach? Undwenn ja, welche Sorten wären denn geeignet? Und wird gegen Braunfäule gespritzt oder nicht?
Ich hatte letztes Jahr im Obsthang ein Beet mit Tomaten, da sind viele bis in den Herbst hinein gut gewachsen und gesund geblieben. Leider habe ich die Sorte vergessen, muss sie nochmal bei der lokalen Gärtnerei erfragen.
Wäre interessant ein paar Erfahrungen zu hören - vor allem nachdem in unserem Gemüsegarten ein Tomatenhaus überhaupt nicht geht, aus optischen Gründen. Und auf die Obstwiese will ich eigentlich auch keins stellen....
Viele Grüße!
Michael
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Interessiert mich, denn ich pflanze Sorten u.a. wie "Matina", "Green Zebra", teilweise auch gekeimte Tomatenamen unklarer Herkunft. Ich mags ja nicht verschreien, aber ich ernte jährlich gut bis sehr gut.
Wie Züchter das handhaben und mit welchen Sorten, fände ich gut zu wissen.
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Ich habe mit der "Sweet Million" und "Virginia" gute Erfahrungen gemacht. "Matina" habe ich u.a. dieses Jahr. Spritzen tue ich selten. Ich achte allerdings schon darauf, zumindestens als resistent geklarierte Sorten zu nehmen.
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unsere tomaten werden ohne dach im beet bzw. am beetrand stehen und nur geringfügig überdacht im kübel an der laubenwestseite. gespritzt wird nicht. bisher konnte ich bei allen möglichen sorten immer ganz gut ernten, aber zum herbst hin war dann manchmal doch die braunfäule stärker, uns schien, besonders bei großfruchtigen sorten. :(
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Die einzigen Tomaten im Freiland im letzten Jahr die ich ernten konnte waren "Süße Friesin" und "Küstengold" von Kräuter Simon. Sie standen oben frei, unten Folie:)
Mit großen Tomaten hat es hier überhaupt keinen Sinn ob nun als resistent deklariert oder nicht >:(
LG von July
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ich baue seit mehreren jahren nur unter dach an. die tatdache, dass ich 1999 als jahr mit braunfaeule in erinnerung habe, scheint den sinn dieser massnahme zu bestaetigen ;)
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sag mal, was muss ich mir denn bei deinen -zig sorten unter "unter dach" vorstellen? haust du den garten komplett mit glas ein??
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Ist bestimmt regionsabhängig, aber ich finde die Vorstellung, Teile des Gartens mit Folie oder Wellplastik zu überspannen grauenhaft! Und der Aufwand, ein schönes Dach zu konstruieren ist auch recht hoch für ein paar Kilo Tomaten.
Genauso grauenhaft den Gedanken,dass man Tomaten im Garten spritzen muss.
Was war das doch früher einfach!
Ich habe dieses Jahr ein paar englische Sorten gezogen und hoffe dass die den Regen besser gewohnt sind.
Immerhin ist hier warmes windiges und nicht gar zu nasses Klima, vielleicht geht ja was.
Oder ich überdache doch eine Ecke, die nicht gar so gut sichtbar ist, nciht dass wir hungern müssen ;)
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@ mickeymuc
Diese Sorten hier sind samenecht, ansonsten gibt es noch einige F1-Hybriden (Philovita, Phantasia, Philona, Fandango, Ferline, Maestria, Previa, ...?). Doch letztlich sind auch diese unter Dach besser aufgehoben.
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Mickey, hast du keine Haus- oder Schuppenwand dgl., wo du Tomatenkübel entlang stellen kannst? In Kübeln bekommen die Pflanzen keine Schaderreger vom Boden her und die Wände strahlen Wärme ab, was den Pflanzen sehr behagt.
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Ich habe letztes Jahr das erste Mal Tomaten ins Beet gesetzt, ich wurde vom Frühjahr getäuscht ::) Die einzige Tomate, die nicht vor Fruchtansatz hingerafft war, war die gelbe Johannisbeertomate.
Ich habe jetzt ein Tomatenhäuschen, das so platziert ist, dass man es erst sieht, wenn man davor steht. In den Jahren davor hatte ich die Tomaten auch unterm Dachüberstand in Kübeln, das ging sehr gut (ausser dass man irgendwann kaum noch daran vorbeikam, weil sie in den Weg gewuchert sind).
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Das geht ohne weiteres. Ich mache das ja auch schon Jahre.
Reihenweise stehen sie da. Bei der Vermehrung sind die auch im Freien. Aber mit gebührenden Abstand.
Auch beregne ich die. Allerdings in den zeitigen Morgenstunden.Dann gehen sie in den Tag hinein und trocknen schnell ab. Bei verschiedenen Sorten gedeien sie auch im Freien besser. Auch die Green Zebra. Die stand und wird auch wieder draußen stehen.
Cocktail, wie Schmatzefein, Süße von der Krim und Lea ebenfalls. Bianca bildet richtige Wände.
Auch Ochsenherztomaten brauchen kein Dach.
Aber....Das sind alles meine Erfahrungen. Manch anderer hat vieleicht andere Erfahrungen gemacht.
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Wiesentheo,
Du wohnst bestimmt im Süden ::)
LG July
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Cocktail, wie Schmatzefein, Süße von der Krim und Lea ebenfalls.
Da läuft mir ja schon bei dem Namen das wasser im Mund zusammen ;D
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Wiesentheo,
Du wohnst bestimmt im Süden ::)
LG July
In der Mitte im Anhaltinischen.
In der Stadt mit dem Marmaladenbergwerk.
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"Z...ig"? :D
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Na ist doch Süden.....im Gegensatz zu uns hier in Schleswig-Holstein ;D
LG von July
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Das stimmt.
Aber trotzdem. es ist doch sicher auch gutes warmes Wetter.
Aber ihr habt was wir hier nicht haben
Strandhafer....
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"Z...ig"? :D
oh.
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Das stimmt.
Aber trotzdem. es ist doch sicher auch gutes warmes Wetter.
Aber ihr habt was wir hier nicht haben
Strandhafer....
und Meeeeeeeeeeeeeeeeeeer, seufz 8)
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Hallo allerseits,
Gibt es denn noch Tomatenzüchter, die dei Pflanzen wie früher einfach im Beet ziehen?
hallo, meinst du wirklich Zucht?
bei uns bezeichnet Zucht die Selektion neuer Sorten.
Wenn es darum geht, Tomaten zu ernten, dann würde das Anbau heissen.
Ich baue seit 3 Jahren nur noch im Gewächshaus an. Ich hatte viele angeblich widerstandsfähige Sorten ausprobiert mit mässigem Erfolg, sowohl alte Sorten als auch neuere F1 Hybriden. Spätestens ab Anfang August gings dann los mit der Braunfäule. Zu ernten waren nur die frühen Sorten.
Im Gewächshaus hatte ich noch nie Braunfäule. Hoffe, das bleibt so.
Gruss
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Jo, sei froh dass Du ein Gewächshaus hast!
Ich hatte in München immer welche im Kübel an der Hauswand, das ging gut, aber sie kriegten auch nur wenig Regen ab, und es waren keine Kartoffeln weit und breit.
Letztes Jahr hatte ich ja welche im Obsthang, das ging bei einigen Sorten bis zum Frost sehr gut. Andere sind eingegangen, wobei ich nicht sagen kann ob es jetzt Braunfäule war oder das kühle Herbstwetter.
Hab hier halt keinen Platz wo ich gern ein Gewächshaus aufstellen würde.
Schau mer mal ob es nicht doch geht.
Und an der Garagenwand mach ich vllt. dich ein Dach für ein paar Stöcke, zur Sicherheit ;)
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Wiesentheo,
ja wir haben Strandhafer.....aber den kann man nicht essen ;)
Katrinchen
Ja wir haben das eine Meer und das andere Meer und das ist auch schön so.....aber ansonsten sind wir hier wettermässig wirklich am A... von Deutschland >:(
Bisher war hier noch kein wirkliches Frühlingswetter.
Tomaten ernte ich in Mengen, alle aus meinem Gewächshaus und Wintergarten und aus Töpfen unterm Dachüberstand.
Früher htte ich mal eine Tomate namens Kaanan, war eine Buschtomate und die trug auch im Freiland....ich sollte das mal wieder versuchen....
aber hier wachsen auch überall Kartoffeln....meine 60 Sorten jedes Jahr ;D
LG von July
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hallo, meinst du wirklich Zucht?
bei uns bezeichnet Zucht die Selektion neuer Sorten.
Wenn es darum geht, Tomaten zu ernten, dann würde das Anbau heissen.
Ich baue seit 3 Jahren nur noch im Gewächshaus an. Ich hatte viele angeblich widerstandsfähige Sorten ausprobiert mit mässigem Erfolg, sowohl alte Sorten als auch neuere F1 Hybriden. Spätestens ab Anfang August gings dann los mit der Braunfäule. Zu ernten waren nur die frühen Sorten.
Im Gewächshaus hatte ich noch nie Braunfäule. Hoffe, das bleibt so.
Gruss
Zucht----Ist das nicht auch die Vermehrung und so. Ich denke Mal, dass das auch dazu gehört. Das geht natürlich auch unter freien Himmel. Auch kann man frei verkreuzen und so. Da ist kein GH nötig. Also Freuilandzucht.
Ist ers nicht auch Zucht, wenn man andere Versuc he macht? Zum Beispiel resistente Sorten (die es nie gibt ) zu probieren? Die dann über längere Zeit selektieren und dann... Wenn Man Glück hat, wirds was und wenn nicht wirds nichts.
hab da so einen Versuch laufen. Da brauche ich Wasser und Nässe.
Zucht bei Hybriden----fragwürdig.
denke ich Mal. Bei mir kommen nur sammenechte zum Zuge.
Braunfäuler im GH----kann auch kommen. ;D
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Man sagt ja auch Pflanzen ziehen - also kann Zucht umgangssprachlich wohl auch den Anbau meinen. Ich hatte in den letzten Jahre mit den Sorten Celsior und Cerise im Freiland soweit Glück, dass ich einiges ernten konnte - aber irgendwann hat die Fäule doch zugeschlagen.
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"Z...ig"? :D
Oh, dann sind wir ja praktisch Nachbarn! :)
Allerdings hatte ich in in 10 Jahren Tomatenanbau im Freiland im Trockengebiet ~ drei Jahre mit guter Ernte. Weil mir der Frust zu groß war gibt es seit letztem Jahr ein Tomatenhaus. Sehr hübsch, und so aufgestellt, dass uns die Sicht auf den Kompost erspart, also auch ästhetisch ein Gewinn! :D
Ganz abgesehen von 50 kg erstklassiger Tomaten von 13 Pflanzen. ::)
Im Freiland werde ich dieses Jahr Wildtomaten, Johannisbeertomaten, eine gelbe Cherrytomate und eine angeblich sehr resistente De Berao-Auslese anbauen. Wildtomaten sind mir noch nie braun geworden und bei kleinen Sorten ist die Chance auch größer, ernten zu können (s.o.)
Bei einer Bekannten bekommen die Tomaten im GH auch Braunfäule - unser Tomaten"haus" ist nur nach W und N teilweise geschlossen und damit optimal belüftet. :D
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Ich hatte in den letzten Jahre mit den Sorten Celsior und Cerise im Freiland soweit Glück, dass ich einiges ernten konnte - aber irgendwann hat die Fäule doch zugeschlagen.
Lässt sich das irgendwie beziffern? Auf wieviel Prozent der Ernte muss man etwa verzichten? Ich wollte nämlich u.a. Cerise rot und gelb aus Platzmagel auspflanzen. Mir ist klar wie wetterabhängig das ist, aber eine Einschätzung aus längerer Erfahrung hilft schon.
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Das hängt natürlich vom Wetter ab. Im letzten, nicht gerade günstigen Jahr, haben meine Pflanzen bis Ende September durchgehalten und es waren etwa 30% der Tomatenfrüchte befallen.
Ein Freund von mir hatte einmal 100% kranke Pflanzen im August, in einem trockenen Herbst haben sie sich teilweise erholt und noch lange eßbare Früchte getragen.
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In Kübeln
Wie groß müssen denn die Kübel sein ?
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je größer, umso weniger gießarbeit hast du! 10-liter wäre für mich das absolute minimum - und auch da nur für niedrig wachsende sorten!
je mehr man bei großer hitze gießen muss, umso leichter bekommt man bei bestimmten sorten probleme mit blütenendfäule.
schwarze kübel sind deswegen auch nicht von vorteil, auch, weil es den wurzeln darin zu heiß werden kann (besonders, wenn die kübel an sehr sonniger stelle aufgestellt werden).
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Schwarze Kübel sind halt billiger und leichter erhältlich....
Alufolie drumherum verhindert übermäßiges Aufheizen.
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Das letzte Jahr hatte ich eine alte Molton-Windel mit Klammern am schwarzen Topf befestigt, als Sonnenschutz - und eine weiße Geranie als Tarnung davorgestellt. ;D
Dieses Jahr habe ich in einer Landlust-Landidee?-Zeitschrift diese Anregung gefunden, dort als Deko für Frühlingsblumen:
Karnickeldraht dick mit Moos (aus dem Rasen gekratzt) belegen und um den Topf wickeln - ging ganz einfach: :D

Tomatentöpfe.JPG
Im rechten Topf hat schon letztes Jahr eine Buschtomate (Demidov) einen guten Ertrag gebracht. :)
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Das hängt natürlich vom Wetter ab. Im letzten, nicht gerade günstigen Jahr, haben meine Pflanzen bis Ende September durchgehalten und es waren etwa 30% der Tomatenfrüchte befallen.
Ein Freund von mir hatte einmal 100% kranke Pflanzen im August, in einem trockenen Herbst haben sie sich teilweise erholt und noch lange eßbare Früchte getragen.
Ende September ist schon nicht schlecht, wenn es nicht anders geht. Welche Höhe hatte Cerise bis dahin geschafft?
Würden nicht auch Bäume, z.B. Fichten als Dachersatz taugen?