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Garten- und Umwelt => Gartenküche => Thema gestartet von: Effi B. am 29. April 2012, 09:53:32
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Keine Ahnung, was wir da bestellt haben, ;D bei Franchi, runterscollen, Nr. 6125...
Hat jemand von Euch dieses Chicoriengewächs schon mal angebaut? Worauf steht das, was können wir ihm gutes tun?
Und, die Anfrage gehört eigentlich in die Küchenabteilung gleichermaßen: Wie schmeckt das? Was lässt sich daraus zubereiten?
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Gut, dann hol ich den Faden mal hoch. Nach wie vor rätselhaft, dieses Gemüse.
So sieht diese Chicorie aus.
Baut das denn noch jemand von euch an? Zwergo? Conni? Ihr habt doch auch viele Sachen von diesem Franchi. Was macht ihr damit? Vor allem - mit den Wurzeln. ??? In obigem Link ist eine Beschreibung. - In Italienisch, die ich nicht so recht entziffert kriege. Ihr?
Bisher verfutterten wir lediglich die Blätter. Bitter! Nur ein paar davon, wohl dosiert gemischt mit milderen, grünen Salaten, nur köstlich. :)
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Wenn ich mir die entsprechende Samentüte anschaue, scheint es ja bei dieser Sorte um die Wurzel zu gehen und nicht um die Blätter.
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Ich würde die Wurzel erst einmal roh probieren, dann gekocht....aber erstmal reinbeissen :)
Interessante Pflanze!
LG von July
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Eventuell mal auf schwarzwurzelart probieren?
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Oh, wie schön, was lange wärt... es hat sich jemand eingeklinkt. :D :-*
Jepp, dass auch die Blätter zu verwenden sind, steht weder bei Franchi noch auf der Samentüte. Das habe ich beim Wühlen irgendwo im Netz gelesen. Warum auch nicht? Die sind im Salat echt köstlich, mit winzigen, ganz kross ausgebratenen Speckstückchen. Heute testen wir die mal mit Roter Bete (und etwas Meerrettich im Salatbett).
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Ich würde die Wurzel erst einmal roh probieren, dann gekocht....aber erstmal reinbeissen :)
Gute Idee, July! :) ;D
Ich habe eine Wurzel herausgefriemelt (steht natürlich alles viel zu dicht) und angeknabbert: Bitter, sehr bitter.
Um eine Idee zu haben, auf einer Skala von 0 bis 10:
0 = geschmacksneutral
1-3 = diese herkömmliche Chicorie aus dem Supermarkt
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10 = gallenbitter, wie, sagen wir die Cola-Nuss.
Auf dieser Skala gebe ich dieser Wurzel um die 8-9 Punkte.
Eventuell mal auf schwarzwurzelart probieren?
netrag, da käme dir echt die "Schwarze Galle" hoch. :D ;D
Dennoch. Was lässt sich mit dieser Wurzel anfangen? ???
Irgendetwas köstliches lässt sich damit doch bestimmt zaubern.
Habt ihr eine Idee?
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Die Wurzel wird in Italien gekocht und dann mit Essig und Öl, Salz, Pfeffer gwürzt und als Beilage gegessen.
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Die Wurzel wird in Italien gekocht und dann mit Essig und Öl, Salz, Pfeffer gwürzt und als Beilage gegessen.
Heureka! Das bittere Zeug? ???
Vielleicht klein geschnippelt und davon dann eine Gabelspitze voll? So als kleines Schmankerl nebenbei? Das könnte ich mir wohl vorstellen.
Oder verliert die Wurzel durch das Kochen an Bitterstoffen?
Weißt du näheres, Crambe? Oder wer auch immer?
Ob jemand von den werten Mods diesen Thread bitte in die Küche verschieben könnte? (Die Fragen zum Anbau aus dem Eingangspost vor ein paar Monaten haben sich inzwischen ja erübrigt.)
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Ich habe es nur mal in Italien so gegessen, soo bitter war es nicht, jedenfalls nicht so sehr, dass es mir unangenehm in Erinnerung geblieben wäre.
Auf die Schnelle habe ich das ergoogelt. Den Anfang bei "ricette" ist eben das, was ich gesagt habe, anscheinend soll das Bittere das Fett bei der Hauptspeise "neutralisieren"
edit: Das wird nicht direkt verlinkt. ::)
Neuer Versuch
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Ich bin selbst großer Radicciofan, und habe schon vieles von Franchi ausprobiert, aber speziell diese Chicorie noch nicht. Bisher hatte nur die Blattchicorien. Wir essen sie außschließlich roh, gemischt oder pur, zu bitter ist es uns nicht. Sehr bitter wird die Geschichte gekocht, das habe ich nur einmal versucht.
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OT: Nur eine kleine Bemerkung am Rande zu Salaten mit Bitterstoffen: die schmecken gut, solange man nicht gleichzeitig Pfefferminztee trinkt (oder Kräutertee mit Pfefferminzanteil).
OT Ende
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So, wir haben diese kuriose Wurzel jetzt endlich mal verköstigt. Zubereitet wurde sie wie von Crambe (danke!) beschrieben, mit etwas Olivennöl, einem milden Weißweinessig, Fleur de Sel und frischem schwarzen Pfeffer, quasi wie ein kleiner, lauwarmer Salat. Die Wurzel wurde in kleine Würfelchen geschnippelt, etwa 0,5 x 0,5 cm groß und vorher kurz blanchiert. Durch das Blanchieren verlieren sich die Bitterstoffe, nicht ganz, aber so, dass es passabel wird, sehr angenehm. Doch, doch, eine nette, kleine Entdeckung. :) Ein guter EL davon auf dem Speiseteller: genau richtig.
Crambe, deinen Link konnte ich nur leidlich entziffern, dennoch herzlichen Dank. Ein Freund aus Süditalien, wo die Wurzel auch angebaut wird, half mir weiter. Diese Radice wird vorwiegend im Winter (ist die da in unserer Klimazone überhaupt noch gängig?) gegessen, zu eher schweren, fetten Braten, die Bitterstoffe geben Leber und Galle wohl eine kleine Hilfestellung. Traditionell wird sie zum Weihnachtsessen gegessen, als kleine Beilage.
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Bisher hatte nur die Blattchicorien. Wir essen sie außschließlich roh, gemischt oder pur, zu bitter ist es uns nicht. Sehr bitter wird die Geschichte gekocht, das habe ich nur einmal versucht.
Gut zu wissen. ;D Wir haben ebenfalls Blattchicorien, nie gesehen das Zeugs, sieht aus wie Mangold, weiß jetzt auch nicht wie es heißt, werde aber aufpassen. Danke!
OT: Nur eine kleine Bemerkung am Rande zu Salaten mit Bitterstoffen: die schmecken gut, solange man nicht gleichzeitig Pfefferminztee trinkt (oder Kräutertee mit Pfefferminzanteil).
OT Ende
Das muss ich ausprobieren.
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Ob das die Zichorienwurzel ist, aus der der Ersatzkaffee gemacht wird/wurde?
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Du meinst z.B. Caro-Café? Das habe ich mich auch schon gefragt, Eva. Geschmacklich und von der Konsistenz her vorstellbar, aber ich weiß es nicht.
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Sagte ich eigentlich bereits, dass diese "Radice di Chiavari" empfehlenswert und eine recht interessante Erfahrung ist, so im Gaumen? 8)
Auch das Blattwerk, die Pflanze besteht im wesentlichen aus recht großen Blättern, fast wie Meerrettich mit recht kleinen Wurzeln, wie eine kleine Möhre. Sieht etwas unverhältnismäßig aus, so unproportional. Nett! :) ;D
Von den Blättern schneide ich 2-3 in ganz feine Streifen und mische sie in grünen Salat. Gibt eine feine bittere Note. Wenn ich welche habe, kommen Rote Betewürfel dazu.
Wachsen und gedeihen tut dieses Bitterzeugs auch wie Teufel, selbst hier in NRW-Ost, einfach prächtig.
Sympathische Sache.
Vielleicht fällt ja euch noch eine Zubereitungsart ein...
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Eva,
nein die Kaffeezichorie ist es nicht, die hatte ich vor zwei Jahren mal, irgendwo wachsen auch noch welche hier....
So ich hatte das Glück dank Frl. Helga frisch von der Pflanze zu probieren :)
Habe mir eine Wurzel geschabt und in Stücke geschnitten und geknabbert, lecker muss ich sagen, ein bischen bitter, aber nicht aufdringlich bitter (nun muss ich schon sagen, daß ichgerne bitter esse....), die Blätter ebenfalls:)
Vielleicht werden sie etwas entbittert, wenn sie aus der Erde sind und "lagernd" per Post auf Reisen gehen ;D?
Mir schmeckst!! Die kommt auch bei mir auf den Acker!!
LG von July
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:)
Die kommt auch bei mir auf den Acker!!
Habe nachgeschaut. Gemäß der Samentüte klappt die Aussaat in unserer Klimazone bis Juli. Aber versuch macht kluch...
Die Qualität ist super, jedes Saatkorn geht auf, und das Blattwerk wirklich mächtig. ---> Nicht zu dicht säen, einen Abstand von 2 cm...
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Danke Frl. Helga,
dann mache ich Versuch und werde kluch ;D
LG von July
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Die Qualität ist super, jedes Saatkorn geht auf ---> Nicht zu dicht säen, einen Abstand von 2 cm...
also da wuerde ich verzweifeln, wenn ich salat auf 2 cm abstand einzeln aussaeen sollte ::) 8) da musst du doch eh hinterher nochmal vereinzelt ;)