garten-pur
Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: goldbeere am 05. Mai 2012, 16:42:41
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Hallo,
wir haben ein unerwartetes Problem. Vielleicht hat hier jemand Erfahrung mit der Baumfällung in Hamburg. Wir haben ein kleines Häuschen mit ebensolchem Garten drumherum erstanden und durften es nun zum 1.5.2012 übernehmen. An zwei Seiten (über Eck) stehen einige Tannen. Leider genau dort wo die Sonneneinstrahlung verläuft. Das heißt, das komplette Grundstück ist total schattig und der Rasen wohl schon seit einigen Jahren einem dichten Moosteppich gewichen. Im Zuge der notwendigen Renovierung bzw. Sanierung wird das Haus nun außenrum ausgebaggert damit isoliert werden kann. Wir dachten nun daran im gleichen Atemzug besagte Tannen entfernen zu lassen um danach möglichst schnell mit der Gestaltung des Gartens beginnen zu können. Vom Verkäufer des Hauses erfuhren wir, dass wohl schon mal eine Erlaubnis zur Fällung der Nadelbäume bestanden hat. Und zwar im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben, welches aufgrund des Bebauungsplanes nicht zu stande kam.
Fakt ist:
Wir dachten Nadelbäume wären nicht geschützt und wenn doch - wie anscheinend hier in Hamburg - hätten wir damit kein Problem, da ja schon mal für die Fällung Selbiger eine Genehmigung vorgelegen hätte.
Die Nachbarn scheinen kein Problem damit zu haben, aber anscheinend die Stadt HH. Wir haben vorsichtig angefragt wie es denn aussähe und bekamen via Telefon die Auskunft: Dass das Fällen zum einen genehmigungspflichtig sei, die erteilte Genehmigung inzwischen nicht mehr gültig ist, da sie mit dem abgelehnten Bauvorhaben verbunden gewesen sei. Dass das Fällen der Bäume in der Zeit vom 1.3. - 30.9. verboten sei, egal des Umstandes, dass wir das Haus erst zum 1.5.2012 übernehmen konnten und somit jetzt erst handeln könnten.
Hat jemand Erfahrung, wie man die Fällung zum jetzigen Zeitpunkt begründen könnte?
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Man könnte es über Umstürzgefahr probieren, vielleicht ist jemand im Bauamt ahnungslos, dass Tannen sehr stabiles Wurzelsystem haben. Bei Fichten ist es anders ( es sind wirklich Tannen?). Man könnte argumentieren, dass man durch Grabemaßnahmen auch das Wurzelsystem beschädigt und so die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet ist.
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Schädlingsbefall, Krankheit, über Gefälligkeitsgutachten....
Sinds überhaupt Tannen? Nicht Fichten?
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Unabhängig davon, ob es Tannen oder Fichten sind, dürfen Bäume grundsätzlich während der Brutzeit nicht gefällt werden.
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nur bei gefahr im verzug, also akuter umfallgefahr. schädigende aufgrabungen im wurzelbereich ohne schutzmaßnahmen und beschädigungen von wurzeln geschützter bäume können leider auch noch probleme nach sich ziehen, also vorsicht! hier in berlin gehören nadelgehölze mit ausnahme der waldkiefer nicht mehr zum geschützten baumbestand, komisch, dass hamburg da schärfer herangeht..
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Gar nicht komisch. In meinem Wohnort unterliegen mit Ausnahme der Obstbäume, alle Gehölze ab 40 cm Stammumfang (soweit ich mich erinnere, müsst ich nachschauen) einer Baumschutzverordnung/satzung. Und es ist nicht einfach, da eine Fällgenehmigung zu bekommen. Wenn man einen Antrag stellt, kommt jmd vorbei und schaut sich alles an ::) und entscheidet dann.
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das sind doch bestimmt fichten, die als flachwurzler in wohngebieten große gefahr darstellen. in diesem falle sollte eine genehmigung zu bekommen sein. aber fällen geht nicht vor ende der saison, wie hier schon gesagt wurde.
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Gar nicht komisch. In meinem Wohnort unterliegen mit Ausnahme der Obstbäume, alle Gehölze ab 40 cm Stammumfang (soweit ich mich erinnere, müsst ich nachschauen) einer Baumschutzverordnung/satzung.
Hier auch. Wir haben es gerade durch. Fällung einer blitzgeschädigten Lärche und einer mit größeren Ästen um sich werfenden Birke.
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... die als flachwurzler in wohngebieten große gefahr darstellen. ...
nun ja. autos und unangeleinte hunde sind da wohl gefährlicher. ;)
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Dass das Fällen der Bäume in der Zeit vom 1.3. - 30.9. verboten sei, egal des Umstandes, dass wir das Haus erst zum 1.5.2012 übernehmen konnten und somit jetzt erst handeln könnten.
Unabhängig von örtlichen Baumschutzsatzungen sind Fällungen in dieser Zeit durch das Bundesnaturschutzgesetz verboten. Hintergrund ist der Schutz von brütenden Vögeln.
Ist es denn so schlimm, wenn die Bäume erst im Herbst gefällt werden können? Wir haben unser Haus vor ein paar Jahren auch im Mai übernommen. Bis es mit der Sanierung richtig los ging, war es September. Die Planung, Auftragsvergabe usw. hat recht lange gedauert, und um den Garten konnten wir uns in der Zeit auch nicht wirklich kümmern. Neuanlage und Pflanzungen haben wenig Sinn, wenn man noch Handwerker auf dem Grundstück hat.
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Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wird jetzt schon ausgebaggert.
Aber ich denke auch, dass wahrscheinlich wenn gefällt werden kann, dann erst im Oktober.
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Zumindest kann man bis dahin die Bäume aufasten, um etwas Licht in den Garten zu bekommen. Bis ca. 4 Meter Höhe ist ein Aufasten durchaus üblich, auch wenn mancher Baum danach keine Zierde mehr ist.
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Unabhängig davon, ob es Tannen oder Fichten sind, dürfen Bäume grundsätzlich während der Brutzeit nicht gefällt werden.
Unabhängig von örtlichen Baumschutzsatzungen sind Fällungen in dieser Zeit durch das Bundesnaturschutzgesetz verboten. Hintergrund ist der Schutz von brütenden Vögeln.
So pauschal ist das nicht richtig. Hausgärten um typische EFH-Grundstücke sind als "gärtnerisch genutzte Grundflächen" m. E. ausgenommen
aus Bundesnaturschutzgesetz §39, Absatz 5:
(5) Es ist verboten
...
2. Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen
stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30.
September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte
zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen,
...
Zu überprüfen bleibt natürlich, ob das jeweilige Landesgesetz oder lokale Rechtsvorschriften Einschränkungen machen.
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Gerade gefunden:
In der Freien und Hansestadt Hamburg sind nach der „Verordnung zum
Schutze des Baumbestandes und der Hecken in der Freien und Hansestadt
Hamburg“ (Baumschutzverordnung) vom 17. September 1948 grundsätzlich alle Bäume und Hecken geschützt,
Quelle: http://www.hamburg.de/Dibis/form/pdf/baumschutz_mb.pdf
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@ tiarello: baumfällung als schonender form- und pflegeschnitt?? ;D
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Vorab erst einmal vielen Dank für all die Antworten, wenn sie auch nicht gerade zur Hebung der Stimmung beitragen :-[ .
Das Hauptproblem bei uns ist, dass der ganze Garten schon aufgebaggert (wg. Isolierung) ist. er geht rund ums Haus und der Grünstreifen ist nicht so breit, so dass sich die noch nicht abtransportierten erdmassen wie eine Alpenlandschaft schon am Baumrand auftürmen. Zudem handelt es sich um Fließsand (da fällt mir einund wir müssen da eh´super vorsichtig sein, damit nicht alles abrutscht. Muss tatsächlich mal sehen ob es Tannen oder Fichten sind.
Warten ist auch schlecht, da wir bis spätestens 30.6. aus unserer Wohnung raus sein müssen und das Haus bis dann zumindest soweit fertig sein muß, daß man einziehen kann. Sonst heißt´s Campen im Garten.... :'(
Im Schlimmsten Fall hieße es, wenn ich das richtig verstehe bis Oktober warten. (bis dahin keinen Garten mit Rasen oder so zu haben da ja dann erst die Bäume gefällt werden könnten und dann im nächsten Jahr mit der Anlage neuer Grünflächen zu beginnen, so dass man dann mit Glück im Spätsommer den Regen in HH genießen kann. Oder sehe ich das falsch?
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Genau so ist es. Größere Bauprojekte dürfen wegen des Baumschutzes oft erst nach dem 1. Oktober begonnen werden oder aber es werden noch in der Planungsphase vorausschauend Bäume abgeholzt, um auch im Sommer arbeiten zu können. Das ist halt so.
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Im Schlimmsten Fall hieße es, wenn ich das richtig verstehe bis Oktober warten.
Der schlimmste Fall ist wohl eher, überhaupt keine Fällungsgenehmigung zu bekommen. In Hannover wäre das auf deinen Fall bezogen durchaus möglich.
Hier (in der Stadt H) werden Fällungsgenehmigungen für Bäume in Gärten fast immer mit der Auflage verbunden, die Fällung nicht im genannten Zeitraum durchzuführen. (Das wäre nicht nötig, wenn das Fällungsverbot des Bundesnaturschutzgesetzes pauschal (und damit auch in Gärten gelten würde). Für den Fall, dass einige deiner Fichten weniger als 25 cm Stammdurchmesser haben, dürftest du sie also vermutlich auch jetzt fällen, sofern brütende Vögel nicht beeinträchtigt werden.
Auf jeden Fall ist es sinnvoll, den Antrag sofort zu stellen. Falls ihr dann eine Genehmigung bekommen solltet, habt ihr ja vielleicht das Glück, dass keine Auflage erteilt wird, was den Fällungszeitpunkt angeht.
Und außerdem würde ich einfach nochmal beim zuständigen Amt ganz genau nachfragen.
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Das könnte auch weiterhelfen
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Ja, nochmals vielen vielen Dank. Habe jetzt nachgeschaut. Der Großteil der störenden Bäume besteht aus Fichten. Teilweise bis zur Krone dicht mit Efeu bewuchert. Teilweise sehen die Kronen etwas dürr aus - sprich der Baum wirkt dort krank, da nur wenige Nadeln an den Ästen sind.
Mit dem Bundesnaturschutzgesetz könnten wir es vielleicht versuchen. Müssen aber zuerst noch mal wie hier vorgeschlagen genauere Infos vom Amt einholen unter Einbezug des von tiarello erwähnten § 39 BNatSchG. Naja, im Moment ist anscheinend sowieso nichts machbar - außer vielleicht doch schon mal den Antrag zu stellen. Sind jetzt noch auf der Suche nach Baumsachverständigen bzw. Gutachtern. Kennt hier jemand eine/n aus Hamburg? Die Leute vom Amt meinten es gäbe keine. Nur außerhalb - sprich Schleswig Holstein. Gibt´s denn sowas? Eine so große Stadt mit recht strengen Maßgaben unjd dann keine eigenen Leute? Ts Ts Ts ??? ???
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Brauchst Du für den Baumfällantrag wirklich ein Gutachten? Es sind doch bloß Fichten.
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Staudo hat recht. Wozu einen Gutachter bemühen wenn es Fichten sind?
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Keine Ahnung. Besser wäre es natürlich ohne. Die Tante vom Bezirksamt hatte mir das gesteckt. Warum sollte sie das tun wenn nicht notwendig? Allerdings ging ich zu dem Zeitpunkt von Tannen aus...
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Warum sollte sie das tun wenn nicht notwendig?
Aus Angst davor, selbständig Entscheidungen treffen zu müssen?
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frag am besten auch noch mal bei der senatsbehörde nach, bestimmt gibt es zwischen den gesamtstädtisch/landesweit geltenden regelungen und der konkreten umsetzung in den bezirken eine gewisse differenz... es kann nicht schaden, die position der hauptverwaltung/des ministeriums zu kennen. 8) ;)
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Ach du je. Wer viel fragt, kriegt viel Antwort.
Jetzt ist es wohl zu spät, um zu fällen und zu sagen, man hätte ja eh die Genehmigung gehabt, oder?
Im Efeu nisten tatsächlich viele Vögel, d.h. Baum erst mal stehen lassen wäre wirklich nett von Euch :-*
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Ach du je. Wer viel fragt, kriegt viel Antwort.
So ähnlich wie unser neuer Fast- Nachbar. Hat hier ein Haus aus einer Konkursmasse gekauft. Anfang der Woche sind 3 Container gekommen und ein paar Hiwis die erst mal den Wildwuchs entfernt haben. Ich glaube kaum dass er bei irgendwelchen Behörden nachgefragt hat....
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aber wenn dann eine behörde davon wind bekommt...
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Dann ist das Grundstück beräumt ...
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und es gibt keinen ermessensspielraum mehr...
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ich verstehe nicht, warum man sich nicht einfach an gesetze halten kann.
wir haben eine fichte im garten von einem serviceunternehmen fällen lassen - im dezember. die haben bei der zuständigen försterin die genehmigung eingeholt, welche problemlos erteilt wurde, weil flachwurzler in garten- und wohngebieten eine große umfallgefahr darstellen.
auflage war, bäume nachzupflanzen. das hatten wir sowieso schon gemacht: obst- und wildobstgehölze. wir wurden sogar gelobt!
das ganze unter thüringer gesetzen.
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Wenn die Fichte in den Zuständigkeitsbereich der Försterin fiel, war die Sache in der Tat sehr einfach. Förster sind pragmatisch.
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"Nur Fichten" ist kein Argument.
Auch Fichten sind keine Obstbäume....
Wir in Wien haben unsere Fichte, nach Bewilligung und unter Auflage einer Baumneupflanzung, gefällt. Und ein neuer Baum steht auch dort, ist halt eine Hainbuche.....
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Wenn es so eng ist, und Bagger da werkeln, wäre es ja möglich, dass sie eeetwas zu dicht an den Bäumen entlang fahren....
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Ich habe das ja gerade durch. Bei uns muss lt. Baumschutzsatzung jeder Baum begutachtet werden, der in 1,30 m Höhe einen bestimmten Umfang hat (begutachtet deshalb, weil dann eine Einzelfallentscheidung für oder gegen eine Fällung getroffen wird). Das ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich, aber die Baumschutzsatzungen sind da relativ eindeutig.
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Wozu einen Gutachter bemühen wenn es Fichten sind?
wegen der Überprüfung der Standsicherheit. (Verkehrssicherungspflicht).
Den Antrag kannst du auch so stellen, aber bei nachgewiesener Schädigung des Baumes (Gutachten) gibt es m.W. auch keine Diskussion um den Erhalt des Baumes. Gefällt wird trotzdem erst im Winter.
Die Besiedelungsdichte der Hansestadt lässt das unauffällige Verschwinden von Großgehölzen eher nicht zu, es fragt immer jemand beim Bezirksamt nach, wenn ein Fichtenmoped zu hören ist. Gut so.
Bäume sind keine Konsumobjekte, heute hier, morgen ex--auch wenn es sie gelegentlich bei IKEA gibt und das ungeliebte Objekt einer anderen Gartenmodeära entstammt. So eine gewisse Kontrolle tut dem Baumbestand gut-- sonst wäre hier wohl alles schon Pfäng-SchuI-mit-Kies-verschüttet und garantiert blattfallfrei.
Grüße aus den Hamburger Walddörfern! (noch mit echten Bäumen...)
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und es gibt keinen ermessensspielraum mehr...
Doch, bei der Festsetzung des Bußgeldes. ;D
Denkt dran, dass es auch aufmerksame Nachbarn gibt. Davon abgesehen, haben manche Schutzbestimmungen ihren Sinn, auch wenn der sich manchem nicht erschließen mag. ;)
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wäre ich eine fichtensitkalaus... :-X
in jedem fall finde ich fichten, ob rot- oder stech-, eindeutig überbewertet. und spezielle landesregelungen finde ich bizarr: in niedersachsen kenne ich mehrhundertjährige eichen, die brutal zu kleiderständern verschnitten wurden, weil es ja keine baumschutzsatzung gebe. von einem naturschutzgesetz, gar dem bnatschg hat da in der gemeinde offenbar noch keiner gehört. :P
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wäre ich eine fichtensitkalaus...
Hmm... herausgewachsene Fichtenhecken... aber die schaffen nur selten die 25cm Durchmesser in 1,30 Höhe. Bei den Maßen handelt es sich schon um was Größeres.
Erst werden die Fichten gerodet, um dann Phyllostachus zu setzen... ihhh, fremde Menschen, so nah... oder die geschmackvolle Flechtwand wird bemüht, damit man nicht Hecke schneiden muss. Vielleicht doch besser Fichte? Ist immerhin Vogelhochhaus ;D
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Ich mag Fichten und finde, es gehört eine in jeden Garten, der groß genug ist. Allerdings ist groß genug schon ganz schön groß.
Immergrün kommt bei den Vögeln gut an.
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ist das wirklich so, ich meine, nisten die mehr in fichten als in ligusterhecken oder eben efeugewirr, woran auch immer? ich finde jedenfalls lärchen, birken, robinien, eschen und sogar silberahorne jederzeit bevorzugenswerter. ;)
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unsere wäre nicht auf unser haus gefallen, aber auf das der nachbarn. das wollten wir nicht!
m.e.n. hat sich die einstellung gegenüber flachwurzlern seit der zunahme von starkwetterereignissen deutlich verändert. in meiner gartenstadt ist man jedenfalls der meinung, daß sie in den wald, und nicht in garten- oder wohngebiete gehören.
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ist das wirklich so, ich meine, nisten die mehr in fichten als in ligusterhecken oder eben efeugewirr, woran auch immer? ich finde jedenfalls lärchen, birken, robinien, eschen und sogar silberahorne jederzeit bevorzugenswerter. ;)
Mit ziemlicher Sicherheit ist das Gewirr entscheidend.
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@ freitagsfish: oh glückliches thüringen! mögen die freien und hansestädtischen noch rechtzeitig von euren teuren erkenntnissen saugen!
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Ich glaube, sie vertragen es auch nicht besonders gut, wenn sie irgendwo stehen, wo viel gedüngt wird. Die freistehenden Fichten in der Wiese von Vaters oder Großvaters Garten sind/waren Charakterexemplare und für sich ein richtiges Biotop.
Von der Katze, die im Schutz der bis zum Boden reichenden Äste geheckt hat, über Eichhörnchen, Tauben, diverse Kleinvögel, Bienen ("Waldhonig"), Marder...
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ist das wirklich so,??
Ja. Hinten im Bild hansestädtisch geschütztes Vogelhochhaus... Vorne hansestädtich geschützter Ahorn...
Fichte voll Getier (Sitkaläuse, Singvögel, Elstern, Tauben, Eichhörnchen...., also komplette Nahrungskette) im Ahorn ist nix los. Liguster zu katzennah, Buche treibt zu spät aus... Obstbäume sind nur mit Nistkästen bewohnbar.
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hm. aber blattläuse sollte der doofe ahorn nun auch haben. ;)
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Ich hab hier auch zwei relativ freistehende Fichten, "Charakterbäume" hier im Tal. Eine hat 2,70m Umfang in 1,30m Höhe, eine 2,50m.
Ich mag sie und ich mag sie auch mal nicht.
Sie sind ein unglaubliches Biotop und wirklich schön anzusehen. Die Nachbarn (die näher an den Bäumen wohnen, als wir) mögen sie nicht, sie könnten weiter gucken, wenn sie weg wären, wir hätten auch am späten Nachmittag und abends Sonne, bei Sturm haben die Nachbarn Angst, dass sie auf ihr Haus fallen, die Nachbarin noch ein Haus weiter hat allerdings die Geschwister unserer Fichten, genau solche Kaliber. Die Schafe mögen sie, der einzige Sonnenschutz für sie im Sommer. Wenn man sie fällen würde, hätten wir genug Holz für den Ofen für die nächsten Jahre. Aber auch eine Menge Schererei. Unsere Kettensäge ist bei weitem nicht lang genug, und dass die Bäume in die Nachbarwiese fallen dürfen, das müsste man erst gaaanz vorsichtig nachfragen, danach ist da nämlich sicherlich ziemliche
Verwüstung, in den eigenen Garten, da wären alle Obstbäume kaputt, da käme man auch nicht mit schwerem Gerät ran. Baumfäller, die sie sukzessive runterschneiden, oh, wei, wird seeehr teuer. Und wohin dann mit all dem Grün?
Ich denke, wir werden das aussitzen und weiterhin die Abendsonne hinter den Fichten vermuten und uns dafür über die Wintergoldhähnchen und alle anderen darin freuen.
Fällen dürften wir sie wohl, es gibt hier keine Baumsatzung und Fichten sind hier sowieso "vogelfrei".
Aber nie, nie wieder würde ich Fichten pflanzen (Mein Vater hat 50 davon rund um meinen alten Garten gepflanzt, 40 Jahre später war das für uns eine elende Plackerei, die zu fällen.
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baumschneider, die scheibenweise zurückschneiden, sind nicht sooo teuer - aber das ist natürlich für jeden anders. unserer entsorgt alles, wenn wir es wünschen. und ich wünschte, weil fichtenholz zwar viel licht auf einem freudenfeuer gibt, aber kaum brennwert hat.
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Wenn es so eng ist, und Bagger da werkeln, wäre es ja möglich, dass sie eeetwas zu dicht an den Bäumen entlang fahren....
:o Uuups, was ist denn da bloß passiert? Prima Einfall. Könnte leider auch zum Mega-Reinfall mutieren. Also immer langsaaaaam.....Werden jetzt erstmal beschnakken wie es weiter gehen soll mit uns und den Fichten. Ist ja auch eine Frage des Geldes - nech? Wer mag schon Strafe zahlen...
Hortense hat uns eine PM mit den Kontaktdaten eines HH-Baumsachverständigen geschickt. Auch an dieser Stelle schon mal Dank dafür. Haben evtl. auch noch jemanden vom Forstamt an der Hand. Bis dahin gilt: Eile mit Weile.