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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: Michi86 am 24. Juni 2012, 15:57:05

Titel: Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Michi86 am 24. Juni 2012, 15:57:05
Hallo Zusammen,

ich bin mir nicht zu 100% sicher aber ich glaube ich habe einen Mader bei uns im Hinterhof gesehen... Meine Nachbarn haben schon den selben Verdacht, dass er bei unseren Mehrfamilienhaus oben im 3. Stock unter dem Dach eingenistet hat...

Also zuerst habe ich mich über den Mader gefreut auch wenn sich der Nachbar über den stark riechenden Mader beschwert hat und den lieber heute als morgen verschwinden lassen würde...

Doch nachdem meine erste euphorische Freude über den Mader verflogen war, wollte ich mal fragen wie gefährlich diese Tiere sind...

Denn bei uns spielen viele Kleinkinder im Hof und ich und meine Nachbarn haben auch insgesamt 3 Katzen, die nachts auch öfters draußen sind!

Das einzige was ich über Mader weiß ist, dass sie unter Naturschutz sind...

Also sind sie eher friedlich oder sollte man vlt. jemanden verständigen weil die Gesundheit von Kinder und Katzen in Gefahr sein könnten?



Im Threadtitel ein r eingefügt.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Mader?
Beitrag von: ManuimGarten am 24. Juni 2012, 16:03:38
Marder (würde den Titel um ein "r" ergänzen) besuchen hier auch nachts die Gehsteige und Gärten. Wenn sie einen Menschen sehen, suchen sie das Weite. Nur einmal konnte ich um ca. 4.00 Uhr früh einen zu Gesicht bekommen, einen süßen kleinen.

Hier macht keiner was kaputt. Woanders habe ich aber auch schon zerzauste Lavendelbüsche gesehen. In meinem früheren Garten hatte ich mein Kaninchen frei laufen, das wurde nachts erlegt. Ich nehme an, von einem Marder, aber gesehen habe ich es nicht. Jedenfalls biss mir damals auch einer im Auto ein Kabel durch, dass macht hier (noch gleiches Auto) zum Glück keiner.

Also würde ich mal abwarten und nicht gleich die Marder morden. Vielleicht habt ihr genauso friedliche Tiere, wie wir hier. Und ich denke, sie fressen Mäuse. :D
Titel: Re:Wie gefährlich sind Mader?
Beitrag von: Danilo am 24. Juni 2012, 16:14:29
Denn bei uns spielen viele Kleinkinder im Hof und ich und meine Nachbarn haben auch insgesamt 3 Katzen, die nachts auch öfters draußen sind!

In all diesen Punkten brauchst Du Dir überhaupt keine Sorgen machen. Die allermeisten "Mardergeschichten" gehen auf das Konto nachlässiger Kleinvogelvieh-Halter.

Im Grunde ist ein Marder ein Segen für jeden Hof, jede Scheune. Leider ist ihm die Rolle als "Guter Geist des Hauses" in den letzten Jahrzehnten immer mehr abgerungen worden und wurde zu Unrecht zum Sündenbock deklariert. Die Suche nach dem Schuldigen wird immer gern im Tierreich begonnen.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Mader?
Beitrag von: biene100 am 24. Juni 2012, 16:19:48
Naja, Segen ist wohl etwas übertrieben.... :-X

Oder hast Du schonmal vom marder ausgesaugte Hühner gesehen ? Ich schon. Da sieht man nur einen kleinen Biss an der Gurgel..... >:(
Nachlässig ? Ja gibts sicher auch. Aber, wenn man nur einmal vergessen hat die Stalltür zu schließen, ist das schon ziemlich ärgerlich. Und wem passiert sowas nicht mal ?

Sicher werden sie auch mausen. Aber dafür ziehe ich eine Katze vor.

lg Biene

Um kleinere, dumme Kätzchen hätt ich allderdings auch etwas Angst.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Poison Ivy am 24. Juni 2012, 16:27:06
Oder hast Du schonmal vom marder ausgesaugte Hühner gesehen ? Ich schon. Da sieht man nur einen kleinen Biss an der Gurgel..... >:(

Marder sind Hühnervampire? :o ::)
(Saugen sie womöglich auch hilflosen Kleinkindern das Blut aus dem Leib?)

Mach mal halblang! Dieser Unsinn wird auch dadurch nicht wahrer, dass er in diversen Foren von Geflügelhaltern immer wieder behauptet wird.

Ich kann verstehen, dass es Situationen gibt, in denen man den Marder unterm Dach loswerden will, aber Schauergeschichten braucht es deshalb nicht. Die Tiere mögen für Menschen lästig werden, eine Gefahr für Menschen sind sie jedenfalls nicht.

P.S.

"Der Steinmarder ist ein Allesfresser. Zu einem großen Teil besteht seine Nahrung aus Strauch- und Baumfrüchten (Anteil: 1/3 bis 1/2). Er frisst jedoch auch Kleintiere wie Mäuse und Vögel. Außerdem passt er seinen Speiseplan immer den örtlichen Gegebenheiten an, so dass auch Nahrungsreste des Menschen sein Menü bereichern.
Überfälle auf Hühnerställe und das damit verbundene Auslöschen ganzer Geflügelbestände kann zwar bei unzureichendem oder falschem Einsatz von Schutzzäunen vorkommen, sie machen den Marder jedoch nicht zu dem blutrünstigen Mörder, für den ihn viele Menschen halten. Es wurde bewiesen, dass der Marder aufgrund einer instinktiven Beutefangreaktion auf die verschreckt hochflatternden Hühner reagiert. Keinesfalls saugt er seine Beute aus, wie dies schon gemutmaßt wurde." (Quelle)
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Danilo am 24. Juni 2012, 16:28:48
Naja, Segen ist wohl etwas übertrieben.... :-X

Oder hast Du schonmal vom marder ausgesaugte Hühner gesehen ? Ich schon. Da sieht man nur einen kleinen Biss an der Gurgel..... >:(
Nachlässig ? Ja gibts sicher auch. Aber, wenn man nur einmal vergessen hat die Stalltür zu schließen, ist das schon ziemlich ärgerlich. Und wem passiert sowas nicht mal ?

Habe ich. ;) Und unser Hühnerstall hat neben Stalltüren auch zwei Luken, die öfter mal nächtens dem Marder offenstanden. Passiert also.
Aber genau das ist der Punkt: Warum geht das auf's Konto des Marders? Schuld hat auf diesem Planeten grundsätzlich nur eine einzige Spezies.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: July am 24. Juni 2012, 16:39:18
Bei uns leben auch Marder im Schuppen, auf unserem Dachboden manchmal auch, man sieht sie fast nie, aber die Losung sagt es uns......und im Frühjahr lag vor der Haustür unter der Tanne ein toter Fasan, Loch in der Kehle....
Wir sehen sie hier als Mäusejäger eigentlich gern.....unsere Autos sind verschont geblieben bisher.....ein großes Hermelin jagt hier auch Mäuse und Mauswiesel leben hier auch, die sind wirklich niedlich:)
LG von July
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Günther am 24. Juni 2012, 17:33:31
Wir haben auch Marder - im Dachboden der Gartenhütte.
Speziellen Schaden, außer Dreck, hab ich noch nicht bemerkt, sie schlagen halt zeitweise Krawall.
Die Hühner in der Umgebung haben auch noch nicht gelitten.
Für kleine Kinder sind (manche) Hunde wesentlich gefährlicher.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: ManuimGarten am 24. Juni 2012, 17:44:07
Interessant fände ich schon, zu wissen, wann Marder etwas zerstören.

Beim Auto habe ich mal gelesen, sie wüten darin, wenn sie fremden Marderduft riechen. Das Kabel im Auto wurde mir damals durchgebissen, als ich noch am Wiener Stadtrand wohnte. Dort sah man nachts die Marder herumhuschen, und da ich zwischendurch hier bei meinem Freund war, könnten die Marder tatsächlich die anderen gerochen haben. ::) Seit ich ganz hier wohne, hatte mein Auto jedenfalls keinen Schaden mehr.

Unweit von hier verwüsten die Marder nachts die Beete am Gehsteig, z.B. den Lavendel. Die Anwohner "dekorieren" nun ihre Beete mit Glasflaschen und Alufolien-Bällen. Sieht großartig aus. :P Hier lassen sie die Pflanzen in Ruhe, nur der aus kleinen Steinchen sorgfältig gelegte Rand am Brunnen wird manchmal im Beet verteilt. Vielleicht wühlen sie da am Brunnenrand, weil Schnecken oder anderes Getier dort sind.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: marygold am 24. Juni 2012, 17:49:25
Marder "dekorieren" wohl ganz gerne. Im Auto meiner Mutter fand sich ein Tannenzapfen, schön säuberlich zwischen die Kabel geklemmt. Mein Mann findet öfter trockene Brotstücke in seinem Motorraum. Die entwendet der Marder in Nachbars Ziegenstall.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Poison Ivy am 24. Juni 2012, 17:52:46
Ja, ganze Baguette im Motorraum vom Auto haben wir auch schon gefunden. ::)
Wahrscheinlich wollte der Marder die aufbacken.

Um nochmals auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Lästig - kann sein, gefährlich - nein.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Natura am 24. Juni 2012, 18:05:40
Dass Marder Hühner töten ist mir seit jeher bekannt, dass sie Katzen etwas tun habe ich noch nie gehört und Kindern schon gar nicht. Dafür sind sie viel zu scheu und außerdem nachtaktiv. Bei uns lag dieses Jahr mal ein toter im Vorgarten.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Irisfool am 24. Juni 2012, 18:10:17
Bei mir hat mal so ein Sch... vieh bei einem Weihnachtsurlaub die Zündkabel vom Volvo durchgefressen, da lief der nur noch auf einem "Pfötchen" , gaaaanz unpraktisch im Schwarzwald den Berg rauf... und ganz abgesehen von der Rechnung von der Autogarage ::) :P
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Natura am 24. Juni 2012, 18:29:46
In unserem Auto haben sie auch schon die Innenverkleidung im Motorraum zerfressen >:(. Aber unserer Katze haben sie noch nie was getan.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Amur am 24. Juni 2012, 18:42:45
Für Menschen egal welchen Alters ist der Marder sicher keine Gefahr.
Katzen können aber immer mal wieder in ganz schöne Keilereien verwickelt werden und tragen manchmal böse Bisswunden davon.
Kleine Katzen werden besonders wenn die eigenen Jungen aufzuziehen sind durchaus auch mal zur Bereicherung des Speiseplans getötet sofern die Katze nicht grad in der Nähe ist.

Ratten haben beim Marder ein schweres Leben und von daher waren sie früher gern gesehen. Schlecht verschlossenen Hühnerställe oder Hennen die sich draussen aufhalten haben auch eine schlechte Überlebenschance.

Im übrigen unterliegt der Marder dem Jagdrecht und nicht dem Naturschutzrecht.
Je nach Bundesland darf der Grundeigentümer dem Marder nachstellen oder nicht. Da muß man sich kundig machen. Aber meist sind Fallenlehrgänge dann Pflicht und die FAlle muß registriert werden.
Im Moment haben Marder Schonzeit.


Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: brennnessel am 24. Juni 2012, 18:50:37
so niedlich kann ein zahmer marder sein ! aber als hühnerhalter ist man gut beraten, seine tiere nachts einbruchssicher zu verwahren!
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: brennnessel am 24. Juni 2012, 18:53:31
susi hieß die kleine marderdame, die ein bekannter halbtot an seinem arbeitsplatz - einem sägewerk - fand und mit nach hause nahm, wo sie mit dem hund des hauses bald ein herz und eine seele war!
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: July am 24. Juni 2012, 18:54:23
Ja der ist ja niedlich:)!!!

Im Revier meines Vaters wurden früher Marder mit Schlagfallen gefangen.....wir Försterskinder haben die dann abgefellt, das Fell getrocknet und zur Gerberei gegeben.
Iltisse ebenfalls......
Frettchen waren zahm bei uns....mit denen gingen wir an einer Leine spazieren.

Meine Hühner ssind immer von Mardern verschont geblieben, der Stall war abends zu und auch marderdicht.

Wenn sie Rattenjäger sind....sind sie bei mir HERZLICH WILLKOMMEN :D
LG von July
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: biene100 am 24. Juni 2012, 19:03:28
Ein Marder als Haustier .... ::) :P

Niedlich find ich das ganz und gar nicht.

Ja, iss ja schon gut Bristle, iss ja schon guuuut.
Wie gut, daß es solche Experten hier gibt. ::)

lg Biene
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Cim am 24. Juni 2012, 19:12:44
Noch eine Anmerkung, warum Marder an Autos etwas beschädigen. In der Regel sind das Reviermarkierungen.
Fängt ein Marder einmal damit an und man hat das Pech, zwischen 2 Marderrevieren hin und her zu pendeln, kann das leider öfter vorkommen und es wird als letzte Möglichkeit eine Motorwäsche empfohlen, um den Geruch des Marders zu entfernen.

Selten kommt es auch vor, dass ein Auto als Spielplatz von Jungtieren verwendet wird und versehentlich etwas kaputt gemacht wird.

Wir hatten bei unserem Einzug einen Marder im Haus, der sogar seinen Fußabruck in einem Zementsockel hinterlassen hat ;D

Als die Katzen kamen ist er ausgezogen, da war ihm zuviel los bei uns und er hat versucht, sich durch Nachbars Reetdach zu buddeln ::)

Sein Revier hat er hier immer noch und unsere Katzen hatten bisher scheinbar keinen Streit mit ihm. Gesehen haben wir ihn selbst noch nie, dafür ist er viel zu scheu...
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Cryptomeria am 24. Juni 2012, 19:33:23
@ brennnessel:

Nettes Foto:Susie+Dino

VG wolfgang
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Zausel am 24. Juni 2012, 19:46:38
(http://forum.garten-pur.de/attachments/thumbs/120x90/dinos_lieblingspielzeug_susi.jpg)
susi hieß die kleine marderdame. ...
Das Bild finde ich toll.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Natura am 24. Juni 2012, 19:47:29
Interessant! Dann habe ich vielleicht doch nicht recht und unsere Katze bzw. die Vorgängerin hatten manche Blessuren nicht von Artgenossen sondern von Mardern :-\.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Natura am 24. Juni 2012, 19:49:21
Dass sich ein Hund mit einem neu eingezogenen Marder anfreundet finde ich erstaunlich :o 8). Das Foto ist wirklich süß.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Katrin am 24. Juni 2012, 21:19:45
Ich kann nur ähnliches wie schon gepostet vermelden: Marder sind meistens scheu, man hört sie nur nachts und sieht sie sehr selten, öfter findet man ihre Losung. An Hühner gehen sie, wenn die Ställe nicht zu sind, aber das machen auch andere (Raub-)Tiere, deswegen muss man Marder nicht so verteufeln ("Blut aussaugen" ist so eine Sache, es sieht halt so aus, wenn ein relativ kleines Raubtier einem großen Beutetier gezielt die Kehle durchbeisst. Dass da nicht viel Blut fließt, kann jeder selbst testen.... :-X ).

Bei uns hat mal ein Igel eine brütende Henne hinterm Holzstapel gefunden (die hatte dort unbemerkt von uns zu brüten begonnen) und hat alle fast schlupffertigen Küken gefressen. Deswegen findet aber jetzt niemand Igel grausig, und das ist auch richtig so.

Was leider schon passiert: Marder erlegen manchmal kleine Kätzchen. Wer also eine Mutterkatze mit Kleinen hat, sollte die nachts irgendwo in Innenräumen lassen, sonst kann es sein, dass man nur mehr das Schwänzchen von einer Babykatze findet (mir passiert, gottseidank nicht meine).

Ansonsten sollte man sich freuen, einen Marder in der Nähe zu haben, die Mäuse werden rapide weniger werden :) .
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: brennnessel am 24. Juni 2012, 21:45:45
Danke, Wolfgang, Zausel und Brigitte ;) !

Susi war übrigens schon der zweite Marder, den dieser Naturfreund zähmte und als Hausgenossen beherbergte. Er sagte zwinkernd, dass das kein Jägerkollege erfahren dürfte ;) ....
Beide Zöglinge verschwanden aber leider nach mehreren Monaten wieder.
Es dauerte nie lange, bis sie durch Anfüttern so zahm wurden, dass sie beim Rufen ihres ihnen gegebenen Namens aus ihrem Versteck kamen!
Wenn Susi selber grad keine Lust dazu hatte, musste man nur Dino befehlen, sie zu bringen. Das funktionierte fast immer. Die Beiden spielten meist so lange, bis es einem von ihnen zu bunt wurde. Meist war das der Marder, den Dino manchmal schon ziemlich "grob" behandelte und wie ein Spielzeug durch die Gegend schleppte....
Susi ließ sich auch von fremden Leuten hochnehmen und streicheln.



Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: inSekt am 24. Juni 2012, 22:01:48
Ach, ist die süüüsss, ich mag sie ja auch und könnte mir glatt einen als Hausgenossen halten, auch wenn sie mir schon zwei mal Kabel im Auto durchgebissen haben ::)

Ich hatte hier auch schon einmal einen heftigen Disput mit einem Marder, der es überhaupt nicht einsah, dass ich ihn vertreiben wollte, aber sein auserkorener Nistplatz war ein alter Schuppen voller Müll, den ich beim Kauf unseres Hauses abreissen mußte und er gerade mit seiner liebsten darin nisten wollte. Er rannte ganz erbost vor mir hin und her und kletterte dann noch auf einen ca. 1m hohen Betonpfosten um mich von da aus weiter anzumeckern.
Am Ende hat er es dann doch eingesehen und zog weiter. Seit dem habe ich sie leider nicht mehr gesehen.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: jutta am 24. Juni 2012, 22:38:20
Ich habe mal beobachtet, wie der Mader einem Kater (nicht unserem) ordentlich ins Hinterteil gebissen hat. Mein lautes Geklatsche un Geschrei kam leider zu spät. Und ganz frech hat er noch nachgemeckert.
Wer den Streit begonnen hat, weiß ich natürlich nicht.

Sonst sehen wir sie kaum, im Gebälk der Gartenhütte und im Holzlager treiben sie sich rum.

Nur die Jungen im Flegelalter sind manchmal ganz schön frech. Einer hat einmal bein Fenster reingeguckt.

Das Auto ist bis jetzt heil geblieben, es steht auf einem Gitterrost im Carport. Angeblich gehen sie nicht gern auf so einem Rost.

Der Flaschentrick als Marderabwehr hat hier auch vor einiger Zeit Einzug gehalten. In der Früh, wenn alle zur Arbeit gefahren sind, stehen lauter verlassene Mineralwasserflaschen am Straßenrand.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Natura am 24. Juni 2012, 22:44:13
Lisl, das ist ja fast unglaublich, dass sich ein Wildtier so gut zähmen läßt 8) :).
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: brennnessel am 24. Juni 2012, 22:51:11
ja, Brigitte, wenn ich das nicht selber gesehen hätte, hätt´ich es auch nicht für möglich gehalten!
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: brennnessel am 24. Juni 2012, 22:51:58
 :)
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: sonnenschein am 24. Juni 2012, 23:28:08
Meine Mardererfahrungen sind gemischt.
Nicht gut fand ich die so geschickt genagten AutoKabel, daß man, wie man mir in der Werkstatt sagte, bei Berühren der Motorhaube ( oder Motor oder Motorblock oder was weiß ich Autotrottel :-X ) einen ziemlich unangenehmen Stromschlag bekommen hätte.
Und nicht witzig finde ich, daß alles graue Aromatische verwüstet wird, wie Lavendel, Artemisia schmidtiana nana und etliches andere und das seit mehr als zehn Jahren und ich arbeite im Garten eigentlich sehr gern mit diesen Pflanzen.... und es braucht auch keiner kommen und behaupten, das sei ein Gerücht, ich habe einen besonders eingagierten Verwüster nämlich mit Taschenlampe auf frischer Tat ertappt ;) .

Süß fanden wir zwei andere Erlebnisse:
Unsere befreundeten Fastnachbarn waren 4 Wochen in Urlaub gewesen; als sie wiederkamen saßen wir abends noch zusammen draußen. Die Einfahrt führt zwischen einer Scheune und dem Wohnhaus von der Straße über den gepflasterten Hof in den Garten. Wir saßen hinterm Haus und unterhielten uns, kommt aus der Einfahrt mit verträumtem Blick und Schlendergang ein Marder, gähnt herzhaft und latscht so 2 Meter entfernt an uns vorbei und guckt so zu uns rüber, latscht weiter, erstarrt entsetzt, starrt uns ungläubig an und haut ab. Hat aber fast eine Minute gedauert. Tja, 4 Wochen Gewöhnung ;) .

Noch besser war der Marder, der des Morgens - nach einem ausgiebigen Grillen der Nachbarn am vorherigen Abend ohne Aufräumen - versuchte, ein komplettes rundes Fladenbrot durch ein kleines viereckiges Katzenloch in unserer Scheunentür zu zerren.
Muß wohl Junge gehabt haben, weil er voll verbissen gekämpft hat, auch als wir schon ziemlich nah dran waren. Aber das Bild war so göttlich, es hat uns einfach dort hingezogen ;)
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Querkopf am 25. Juni 2012, 00:07:42
Hallo, Sonnenschein,

... Und nicht witzig finde ich, daß alles graue Aromatische verwüstet wird, wie Lavendel, Artemisia schmidtiana nana und etliches andere .... und es braucht auch keiner kommen und behaupten, das sei ein Gerücht, ich habe einen besonders engagierten Verwüster nämlich mit Taschenlampe auf frischer Tat ertappt ;) . ...
Lavendel- und Co.-Verwüster hatte ich auch schon. Zwar nicht mit Taschenlampe erwischt, aber in flagranti durchs offene Fenster gehört - das Geschrei ist unverwechselbar... In die als Wälzplatz bevorzugten Gewächse habe ich dann kurze Bambusstäbe im 20-Zentimeter-Abstand gesteckt, hat funktioniert: Es gab keine neuen Wälzattacken, die Pflanzen haben sich erholt.

"Unser" Marder treibt sich nachts sehr nah am Haus rum, morgens finden wir dann frische Spuren. Ist ein Süßmaul, die Losung enthält oft Kirschkerne und sonstige Fruchtreste... Auch tagsüber begegnen wir ihm. Ein graugesichtiger alter Herr mit Humpelfuß, wenig scheu und noch weniger schreckhaft; offensichtlich lebenserfahren ;), er weiß wohl, dass Zweibeiner ihm nichts können. Ich wüsste auch nicht, warum ich ihm ans Fell wollen sollte. Autos hat er bisher in Ruhe gelassen, Federvieh gibt es nicht, und Singvogeljagd dürfte dem betagten Hinkebein schwerfallen. Solange er nicht ins Haus kommt (oder direkt am Haus markiert - hat er einmal getan, stinkt höllisch), ist friedliche Koexistenz angesagt :).

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Günther am 25. Juni 2012, 10:53:26
Und nicht witzig finde ich, daß alles graue Aromatische verwüstet wird, wie Lavendel, Artemisia schmidtiana nana und etliches andere und das seit mehr als zehn Jahren und ich arbeite im Garten eigentlich sehr gern mit diesen Pflanzen.... und es braucht auch keiner kommen und behaupten, das sei ein Gerücht, ich habe einen besonders eingagierten Verwüster nämlich mit Taschenlampe auf frischer Tat ertappt ;) .


Vielleicht solltest Du es wirklich mit Schaschlikspießen versuchen...
"Unsere" Marder lassen sowas- unberufen - in Ruhe.
Dafür spielen bisweilen die Jungen auf dem Balkon vor der Schlafzimmertüre.
Möglicherweise sind Deine sibirischen Marder anders - sie sollten die Wühlmäuse im Rosengarten fangen ::)
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Feder am 25. Juni 2012, 19:39:24
Freche Kater, die sich nachts mit Mardern anlegen, können gefährliche Bißwunden davontragen. Nachbars Kater hat das fast das Leben gekostet.
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: ManuimGarten am 25. Juni 2012, 21:52:19
Da würde ich spontan sagen, selber schuld. :-X
Wenn der Kater ins Auto läuft, verschrotte ich auch nicht das Auto. :-X :-X
Titel: Re:Wie gefährlich sind Marder?
Beitrag von: Starking007 am 25. Juni 2012, 22:13:38
Wir haben seit Jahrzehnten eigene Marder im Holzschuppen 5m vom Haus.
Oft stehen bei uns Autos im Hof: Kein Problem.
4 Katzen: No Problem.
Garten, Töpfe, Blumen: Nicht mal ein Fussabdruck.
Hühner: Holte bisher "nur" der Fuchs.
Hasen, Meerschweinchen: Leben alle noch.
Mäuse, Wühlmäuse: Was ist das?

Aber: Vor und im Schuppen "duftet" es,
ein bißchen Holz ist immer verschissen.
Im Dorf gibt es manchmal weniger Hühner...................