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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: fyvie am 25. August 2012, 21:12:14
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Zur Zeit komme ich kaum ins Forum, weil ich wieder Nachwuchs habe!
Vor ca. 5 Wochen fand ich auf den heissen Terrassenplatten wie schon so oft ein kleines Vögelchen, noch fast nackt, das normalerweise durch den Sturz aus unserem Dachgebälk wie bisher zumindest dem Tod näher als dem Leben hätte sein müssen.
Als ich es allerdings aufheben wollte, um es an anderer Stelle, wie schon öfters, zu erschlagen, damit es die Katzen nicht erst noch quälen, bevor es jämmerlich verendet, drehte sich das kleine Kerlchen um, sperrte den Schnabel weit auf und bettelte um Futter. Nach einem Sturz aus 5 Höhe!!!! So was von lebendig :o
Ich nahm es mit rein, zog es mit Spritze und Pinzette auf, was völlig unproblematisch war, so und jetzt stehe ich da und weiß nicht so recht weiter...
Obwohl ich wohl wissend um das Problem der Prägung nie mit dem Kerlchen 'gekuschelt' habe, es nur versorgte und ihm halt einige Dinge beigebracht habe, wie Samen aus Wildblumen zupfen und solche Sachen, die sie sich ja auch erst von den Eltern abschauen müssen und die für die Selbständigkeit und Auswilderung sehr wichtig sind, ist er/sie jetzt enorm anhänglich.
Was ich bisher gelesen habe, soll sich diese Prägung gerade bei Sperlingen so gut wie nicht mehr auflösen lassen, d.h. er bekäme nie eine richtige Beziehung zu seinen Artgenossen und würde immer auf den Menschen fixiert bleiben, was mich natürlich sehr betrübt und ich mich auch frage, wie dann wohl seine/unsere Zukunft aussieht...
Hat vieleicht jemand auch schon mal einen Vogel aufgezogen und mag mir von seiner Erfahrung berichten?
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Ich denke mir, daß die Prägung bereits stattgefunden hatte, als Du ihn gefunden hast. Ich habe zwar noch keine Vögel aufgezogen, aber schon öfter diesbezügliche Berichte gelesen. Ich vermute, daß sich die Anhänglichkeit mildert/verliert, wenn er erst einmal andere Vögel trifft.
Finde ich übrigens klasse von Dir! :)
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Hallo,
ich würde nach eine Wildvogelhilfe suchen, die Auswilderungsvolieren haben. Dort lernen die Vögel unter Vögeln zu sein und Futter zu suchen, bevor sie in die Freiheit entlassen werden.
Ich finde es toll, dass Du Dir die Mühe gemacht hast und der kleine Spatz nun ein richtiger Spatz geworden ist. Ich habe ewig keinen gesehen.
Gruß, Susanne
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Wenn er denn nun mal auf Mensch geprägt ist, solltest du immer für ausreichende Fütterung und Wasserstelle sorgen. Und dich einfach über den kleinen Vogel freuen! Mit Garten ist ja für "Ausflug" gesorgt. Vielleicht sucht er ja nächsten Frühling zur Nistzeit den Anschluss an andere Spatzen.
Ich habe allerdings noch nie einen kleinen Vogel aufgezogen.
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Ich vermute, daß sich die Anhänglichkeit mildert/verliert, wenn er erst einmal andere Vögel trifft.
Das hatte ich auch gehofft, habe allerdings wenig Ermutigendes gelesen :-\
Ich habe ihm schon eine Voliere vor das Küchenfenster gebaut, wo in den Wildrosen auch viele Spatzen sitzen, mit denen er jetzt schon mal 'Quatschen' kann, was er auch fleissig macht, trotzdem möchte er abends wieder gerne auf sein Lampenkabel in die Küche zum Schlafen...
Dann hatte ich auch schon mit einem Sperlingszüchter in Wien Kontakt aufgenommen, um ihm eventuell einen Kumpel zu besorgen, weil mir das Herz bricht bei dem Gedanken ihn alleine, wie empfohlen, in Isolationshaft zu setzen (Spatzen sind sehr soziale Vögel, sie brüten ja sogar in Kolonien), habe aber von dem Gedanken vorerst mal wieder Abstand genommen, da dieser andere Vogel ja in einer riesigen Flugvoliere aufgewachsen ist und ihn erstmal wieder auf so kleinen Raum einsperren... :-X
Danach habe ich zwei Vögel, die komplett von der Rolle sind!
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Ich würde ihn ebenfalls behalten und ihm seinen Freiraum im Garten lassen. Wenn er Anschluss findet, ist es ok, wenn nicht, dann auch.....
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Ich würde ihn ebenfalls behalten und ihm seinen Freiraum im Garten lassen. Wenn er Anschluss findet, ist es ok, wenn nicht, dann auch.....
Viel anderes wird mir auch nicht übrigbleiben, ich hoffe nur, dass es ihm nicht so ergeht wie dem Spatzen, der nach einem Jahr 'Auswilderung' immer noch rufend und suchend in der Gegend herumirrte und jede Schulter anflog...
Der Gedanke, so ein Unglück verursacht zu haben, macht mich einfach traurig.
Mit der Wildvogelhilfe hatte ich auch schon Kontakt, die meinten allerdings, es würde nichts bringen, ihn wegzugeben, eine Fehlprägung würde sich auch an anderer Stelle nicht besser auflösen, als hier bei mir.
Es gibt wohl auch bei Spatzen anhänglichere und weniger anhängliche Typen.
Irgendwie hoffe ich, dass es ein Weibchen ist, mit meinen anderen Tieren habe ich die Erfahrung gemacht, dass die irgendwie unabhängiger sind. Vielleicht war es nur Zufall, aber ich konnte es bei Pferd, Hund und Katz gleichermaßen beobachten
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Die Alternative wäre doch nur der Tod gewesen. Insofern scheint mir sein Schicksal - Spatzengespräche aus der Wildrose und sicherer Schlafplatz auf dem Lampenkabel - doch recht gut zu sein.
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Anbei noch ein Bild von Piepsi, als er noch mit seinem Turnbaum in der Küchenfensterlaibung vorlieb nehmen mußte.
Mittlerweile hat er ja schon einen großen 'Baum' draussen in seiner 'Voliere'.
Ich kann mir garnicht vorstellen, dass es irgendwo keine Spatzen mehr gibt, bei uns wuselt es draussen nur so, von Haus-wie von Feldsperlingen...
(Bild ist leider etwas schlecht, ich wollte ihn nicht mit dem Blitz schrecken)
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Der Gedanke, so ein Unglück verursacht zu haben, macht mich einfach traurig.
Ich glaube, ich kann gut verstehen, was du meinst. Aber so ist das leider immer, wenn man Verantwortung für ein Tier übernimmt (bei Haustieren ist das dann bei Krankheit/Tod ein großes Problem, man kann da nicht mehr die Natur entscheiden lassen, sondern muss selbst herhalten).
Als du den kleinen Vogel gerettet hast, weil du ihn nicht wolltest sterben lassen, hast du jedenfalls in guter Absicht gehandelt und ich denke, nur das sollte zählen. So wie du es beschreibst, leidet der Sperling nicht und hat auch Kontakt zu Artgenossen. Es gibt viele Tiere, die das nicht haben und die für sie Verantwortlichen Menschen denken keine Sekunde darüber nach.
Ich würde den Sperling einfach weiterhalten, so wie bisher und ihm alle erwünschten Freiheiten bieten. Vielleicht locken ihn doch einmal die Artgenossen oder seine Hormone... und er ergreift seine 2. Chance, die du ihm gegeben hast :) .
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Die Alternative wäre doch nur der Tod gewesen. Insofern scheint mir sein Schicksal - Spatzengespräche aus der Wildrose und sicherer Schlafplatz auf dem Lampenkabel - doch recht gut zu sein.
Ja, momentan ist es auch o.k.
Nur im Winter (oder schon bei kühlerer Witterung) ist das Fenster zu, da gäbe es nur drinnen oder draussen leben, ich befürchte, dass dies einem zahmen Wildvogel so oder so schwer zu vermitteln ist.
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Katrin, so wäre es mir auch am liebsten, aber wie in meinem vorherigen Post schon beschrieben, wird sich das ganz praktisch wohl nicht umsetzen lassen.
Mein Problem ist nicht, für ein Tier mehr oder weniger (ich habe ja schon einige) verantwortlich zu sein und zu bleiben, sondern wie ihm ein so artgerecht wie mögliches Weiterleben zu bieten, eben weil ich mich dieser Verantwortung nicht entziehen möchte.
Die einzig praktikable Möglichkeit wird wohl sein, ihm eine dauerhafte offene Aussenvoliere einzurichten.
Ich denke, nur dann wird er (erstmal aus Not) Kontakt zu Artgenossen suchen.
Dann ist aber nix mehr mit gemütlich drinnen am Lampenkabel schaukeln wenn's draussen stürmt oder friert...
Wenn das nicht funktioniert, werde ich ihn wohl, wie mir von der Wildvogelhilfe in Aussicht gestellt, dauerhaft reinnehmen müssen. Gott bewahre, ein Vogel im Käfig war für mich immer der Inbegriff der (physischen) Unfreiheit.
Irgendwie hoffe ich so darauf, dass, wenn ich ihn dann ganz freilasse, er fröhlich mit einem Pulk Kollegen abzwitschert und mich keines Blickes mehr würdigt, vielleicht sich noch ab und zu einen Leckerbissen abholt und gut ist es.
Wahrscheinlich wird es anders sein, hoffentlich anders gut
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Ich hatte eine Amsel aufgezogen deren Auswilderung eher unproblematisch war . Sie hat sich noch einige Monate Futter abgeholt, die Abstände wurden aber immer größer und blieb dann irgendwann aus .
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Genau so wünsche ich mir das :D
Zumindest für den Spatz. Ich hätte garnicht gedacht, wie sehr man sein Herz auch an so ein kleines Tierchen hängen kann, wenn man sich nur eine Weile damit beschäftigt.
In Zukunft werde ich Vögel nochmal mit anderen Augen sehen, die Erfahrung, dass selbst so ein kleines, nicht domestiziertes Wildschwarmtier eine ganz eigene Persönlichkeit und Vorlieben, bzw, Abneigungen bezüglich Futter und Umgang hat, war mir bisher in dieser Offensichtlichkeit nicht bewußt.
Ich bin sehr froh um diese Erfahrung und bereue keinen Tag, an dem ich im Stundenturnus Fliegen fing, bzw. anschließend verfütterte.
Von der Wildvogelhilfe habe ich übrigends erfahren, dass Sperlinge und Krähen wohl die Vögel sind, bei denen es am schnellsten zu Fehlprägungen kommt, weil die einen wohl am geselligsten und die anderen am schlausten sind!
Wobei ich mittlerweile glaube, dass auch Spatzen sehr schlau sind, dazu muß ich noch kurz etwas erzählen.
Als er wieder mal auf meine Schulter flog, um nach Futter zu betteln und ich ihn (aus Abnabelungsgründen 8)) nicht beachtete, kletterte er flugs auf meine Brust, drehte sich um und bettelte mich Auge in Auge von unten herauf an...
Man kann sich natürlich denken, was passierte, ich bin ja auch nur ein Mensch und kein promovierter Vogelpädagoge ::)
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Hallo nochmal, agarökonom.
Hatte vor lauter Spatz völlig übersehen, dass dies ja dein erster Eintrag hier war.
Herzlich willkommen im Forum! :D
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Also, ich würd den Kleinen die Möglickeit zum Herumfliegen im Garten geben. Vielleicht schließt er sich einem Pulk Spatzen an. Ansonsten im Winter eben im Zimmer lassen und dann wieder mit der Möglichkeit nach draußen.
Übrigens, Glückwunsch den Piepmatz über die kritische Kükenzeit gebracht zu haben. Davor hät ich mächtigen Bammel.
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Von mir auch herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Überstehen der Kükenzeit. Der allergrößte Teil schafft es nicht.
Ich habe schon alle möglichen Vögel großgezogen. Teils erfolgreich, teils mit Verlust.
Mauersegler kein Problem.
Krähe war schon aus der Prägephase, kein Problem der Auswilderung
Buntspechte kein Problem mit Auswilderung
Star nicht mehr in der Prägephase, kein Problem
Elster,Star,Sperling in der Prägephase - keine Möglichkeit der Auswilderung. Gingen mit in den Garten, flogen auf die Schulter, ging es allen gut, waren aber stets mit von der Partie, war damals kein Problem , hatten noch keine Katzen und kein Hund, blieben bis sie das Alter oder ein Unfall dahinraffte.
War lustig, der Star lief immer beim Graben im Gemüsebeet hinterher und schnappte sich die Würmer.
Ich würde immer wieder nach draußen gehen, vielleicht fliegt er doch mit einem Schwarm davon, ansonsten abwarten. Sperling füttern ist kein Problem, auch das Sauberhalten ist kein Problem im Gegensatz zu Drosseln,Star usw.
Weiterhin viel Spaß mit dem Kleinen
Viel Erfolg
Wolfgang
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Hallo Cryptomeria, auf was bezieht sich das, 'schon aus der Prägephase raus' bzw. 'in der Prägephase'?
Als die Vögel zu dir kamen, oder als du anfingst, sie auszuwildern?
Wann ist denn bei einem Sperling deiner Meinung nach die Prägephase, ich vermute, meiner ist schon darüber hinaus mit fast 6 Wochen (als ich ihn fand, war er vermutlich eine knappe Woche alt).
Wir haben auch eine Katze und hier im Weiler stromern noch eine Menge anderer herum, die habe ich bisher vor ihm ferngehalten (auf Empfehlung einer Tierärztin), damit er nicht auf die Idee kommt, dass sie auch zur Familie gehören und er keine Angst haben braucht
Im Rückblick war das mit der Kükenzeit für mich der einfachere Part. Ganz regelmäßig jede Stunde füttern, tränken, etwas hudern und dann wieder unter seine warme Roßhaardecke kuscheln (habe den Pferden einfach ein paar Haare ausgekämmt, hat prima funktioniert, er war immer warm wie eine Taschenheizung, wenn ich ihn rausnahm, obwohl er noch kaum Federn hatte)
Ich hatte mich wirklich gewundert, dass es nach diesem Sturz so ohne Probleme abging, scheinbar wirklich ein zähes Kerlchen!
Am Tag nachdem ich ihn fand, lag übrigends sein Geschwisterchen genau an der gleichen Stelle, allerdings tot. Ich wollte, es hätte auch überlebt, dann hätte er sich vielleicht anders entwickelt, mehr spatzenkompatibel.
Was da wohl in dem Nest passiert sein mag!?
Verstehe ich das richtig, dass die nicht auswilderungsfähigen Kandidaten mit dir dann im Haus lebten und nur mit dir zusammen rausgingen oder wie muß ich mir das vorstellen?
Ich würde mich freuen, wenn du mir das vielleicht noch ganz kurz schildern würdest!
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Hallo,
ich habe es Prägephase genannt, weil die Vögel noch sehr jung waren ( Noch kein vollständiges Federkleid ) Ich kenne nur etwas genauer die Prägephase bei Hühnern und Enten. Das ist die kurze Zeit nach dem Schlüpfen 1 oder 2 Tage ( vielleicht auch noch etwas länger ??)
Die anderen Vögel hatten schon volles Federkleid. Diese bauten keine Beziehung zu mir auf. Zum Glück. Gut zum Wiederauswildern.
Die Jüngeren, deren Alter ich auch nicht genau weiß, hatten aber alle erst beginnendes Federkleid und diese prägten sich auf mich ähnlich wie handaufgezogene Wellensittiche. Davon hatte ich viele. D.h. ich war quasi der Ersatzpartner. Ja, sie blieben bei mir. Spielte damals aber keine Rolle, da ich viele Vögel hatte. Waren zeitweise in einer größeren Voliere, flogen aber auch mit nach drau0en bzw. waren mit in den Wohnräumen.
Jüngeren Datums waren alle die, die ich auswildern konnte, insofern erinnere ich mich nicht mehr an so viele Details der früheren Familienmitglieder. Aber an den Star, wie er immer Würmer aufnahm erinnere ich mich noch gut. Ebenso, dass der Spatz auf der Schulter saß und ins Ohrläppchen pickte.
Bei uns wäre das heute sehr schwierig, da wir einige Katzen haben, darunter einige richtige Jäger und der Hund hat auch starken Jagdtrieb. Da hätten diese zahmen Vögel wenig Chance.
Witzigerweise kuschelten sich die beiden Mauersegler vor ein paar Jahren ins Fell einer alten Katze. sie adoptierte sie wohl als Kindersatz.
Aber Mauersegler sind natürlich überhaupt kein Problem, weil sie nur robben und niemals auf Schulter oder sonstwo sitzen können. Diese hatte ich immer in einem Schuhkarton bis sie flugfähig waren.
Viele Grüße
Wolfgang
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Vielen Dank für deine Schilderung Wolfgang.
Einerseits klingt das eher danach, als würde er mir bleiben, andererseits konnte ich gerade beobachten, wie er am Netz seiner kleinen Voliere hing, das an eine Wildrose grenzt und ihm direkt gegenüber in einer Entfernung von nur 10 cm saß ein anderer offensichtlich junger Spatz, mit dem er sich aufgeregt beäugte. Ich habe mich so darüber gefreut.
Eine Weile muß ich ihn allerdings noch in seiner Behausung lassen, bevor ich ihn freilassen kann, damit er sicher wieder zu einem zuverlässigen Futterplatz zurückfindet, solange er noch nicht völlig selbständig ist und Anschluß gefunden hat, sonst würde er wohl verhungern.
Es bleibt spannend!
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Da hast Du was Tolles geschafft - ich wusste auch nicht, dass junge Spatzen mit Insekten gefüttert werden - hätte sicher pflanzliche Nahrung probiert.
Das mit dem Raus und Rein scheint mir für den Winterdas größte Problem - und extra eine Voliere gebaut - ich drücke Dir ganz doll die Daumen, dass es klappt und das Spätzchen spätestens im nächsten Jahr mit den anderen rumzetert.
L.G.
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Oh - hier hat jemand genau mein Problem .... ich habe ebenso lange ein Spatzenmädchen hier, als ich es fand, sah es aus wie ein schlecht gerupftes Hühnchen, jetzt gehts ihr gut (ebenso ca. 5 Wochen hier), aber fliegen funktioniert irgendwie gar nicht!
Flügelverletzung gibt es keine, doch der Vogel gewinnt max. 50 cm an Höhe, das Flugverhalten ähnelt einer schwerst überladenen Hummel.
Wie tue ich weiter, was meint Ihr? So kann ich ja nichtmal im Garten Flugstunden abhalten, noch dazu, weil ich mich bemüht habe, den Vogel eben nicht handzahm zu machen.
PS: Es ist nicht mein erster handaufgezogener Vogel, aber an Flugprobleme kann ich mich bislang nicht erinnern. Und: Ich würde das Tier natürlich auch gerne auswildern, eine Spatzenkolonie gibt es vor Ort.
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Vielleicht ist er wirklich zu fett und kann deshalb schlecht fliegen? Nur mal so - man hat ja da kein Maß oder?
L.G.
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Vielleicht ist er wirklich zu fett und kann deshalb schlecht fliegen? Nur mal so - man hat ja da kein Maß oder?
L.G.
;D Würde ich bei meinem Vogel ausschliessen, er hat die Figur der anderen ... ich beobachte die Stallspatzen sehr genau, wie gross die sind, die bereits fliegen. Eigentlich wärs schon bald Zeit ... die gelben Schnabelecken sind ja auch schon verschwunden.
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Vielleicht gibt es ja auch bei Vögeln so eine Art Spätzünder. Da kannst Du wohl nur warten. Ich staune sowieso, dass die über's ganze Jahr noch Junge haben, müsste nicht eigentlich lange Schluss sein, damit die auch stark sind zum Winter?
L.G:
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Hat vieleicht jemand auch schon mal einen Vogel aufgezogen und mag mir von seiner Erfahrung berichten?
aufgezogen nicht, weil ich immer Katzen habe/hatte, aber vor ein paar Jahren ist uns eine kleine Meise "zugelaufen", die vermutlich von Menschen aufgezogen (hatte eine verheilte Verletzung) und dann am Waldrand ausgesetzt wurde. Sie hat den Nachbarsjungen regelrecht verfolgt, weil sie wohl hungrig war. Er kam heulend bei mir an und hatte "eine Meise" ;) Habe sie dann gefüttert, worauf sie in einer Hecke vor dem Haus ein Schläfchen machte. Hat dann da täglich auf Futter gewartet, kam auf die Hand zum fressen, war das sichtlich gewohnt. Alles änderte sich, als ein paar Tage danach eine Meisenfamilie mit ihren Jungen durch die Gärten zog. "Unsere" Meise schloss sich diesen an, lernte so offensichtlich selbst was zu fressen zu suchen, zeigte aber auch den anderen kleinen Meisen, dass sie ruhig auf Menschenhand fliegen können. Wir hatten dann jede Menge zahme Meisen, die regelmäßig Pinienkerne holten. "Unsere" Meise kam noch viele Jahre, immer wenn ihre Jungen wohl zu aufdringlich wurden, zeigte denen, wos Pinienkerne gibt :D Sie war gut zu erkennen an der ursprünglichen Verletzung.
In meinem jetzigen Garten war/ist eine Nebelkrähe, die von Hand aufgezogen worden war. Letztes Jahr kam sie regelmäßig schauen, obs was zu fressen gibt. Mein Vorbesitzer hatte sie wohl gefüttert. Im Frühjahr hatte sie dann einen Partner (oder Partnerin) - und kommt jetzt eher selten mal vorbei, ist auch viel scheuer.
Also, dat wird schon ;) denke ich mal.
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Ich staune sowieso, dass die über's ganze Jahr noch Junge haben, müsste nicht eigentlich lange Schluss sein, damit die auch stark sind zum Winter?
L.G:
Ja, das hätte ich auch gemeint - aber im Reitstall gibt es Futter genug und ebenso Nistmöglichkeiten, ich habe gelesen, dass sie bis zu 4 x (?!?) im Jahr brüten. Die Stallkatze sollte eigentlich die Spatzenpopulation im Zaum halten, doch wenn ich die Kleinen rette (ist heuer der 2. Spatz, Nr. 1 hats leider nicht geschafft), ist sie wirkungslos.
Den Vogel zwecks Auswilderung wieder in den Stall retourbringen hat sich die Besitzerin klarerweise verbeten, das sehe ich auch vollkommen ein.
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Das verstehe wer will - was ist denn dabei, wenn Spatzen im Stall leben. Wir wissen doch inzwischen alle, dass Spatzen sogar zu den bedrohten Vögeln zählen, weil ihre Lebensräume rasend schnell vernichtet wurden in den Städten und Dörfern. Pferdehöfe, Bauernhöfe und so - das sind die Nischen, in denen diese Völkchen noch leben können.
Katze zum Vögel reduzieren - hat man das schon gehört? Ich bin grad bissel geschockt.
L.G.
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Gänselieschen, das ist leider ein eher neueres Thema, dass ganze Spatzenkolonien die Ställe heimsuchen. Sie sitzen dann in Scharen in den vollen Futterbarren, verschmutzen das Futter und hindern die Pferde am Fressen.
So weit soll es halt nicht kommen ...
PS: Herzlos ist man deswegen nicht, der erste Spatz heuer wurde mir von der Besitzerin zur Aufzucht gebracht ... und die Stallkatze(n) wurden gegen Mäuse und Ratten angeschafft, obwohl da auch nur mehr Giftperioden helfen. Wo Futter ist, da sind Schädlinge, ganz klar und normal.
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Hallo Martina,
das ist aber seltsam, denn was ich gelesen habe, lernen sie Fliegen im Gegensatz zur Futtererkennung völlig von alleine, wenn man ihnen genügend Raum bietet (deshalb habe ich meinen auch zuerst in der Küche aufgezogen und habe jetzt mit der Fehlprägung zu kämpfen)
Was ich auch gelesen habe, war aber, dass es a.g. von Fehl.-bzw. Mangelernährung zur Unterentwicklung des Gefieders bzw. der Knochen und deshalb zur Flugschwäche kommen kann.
Was fütterst du denn?
Wie sieht das Gefieder aus?
Hüpft er sonst munter und kräftig herum?
Spätestens als ich meinem den in der Anfangsnot flugs ausgegrabenen Kompostwurm in den Rachen schob und der mir postwendend um die Ohren flog (er klebte tatsächlich dann an der Backe ;D), habe ich mich hinter die Kiste geklemmt und mußte lesen, dass die Küken der verschiedenen Vogelarten wie später erwachsen auch, ganz unterschiedliche Ernährungsbedürftnisse haben (eine sehr gute Seite diesbezüglich ist 'wildvogelhilfe.de)
Der Sperling, der sich später überwiegend von Sämereien, Körnern und etwas Insekten ernährt, braucht als Küken vorwiegend tierisches Eiweiß in Form von Insekten, deshalb habe ich Fliegen gefangen (bei unseren Pferden ja kein Problem) und habe ihm gleichzeitig einen Papageienaufzuchtbrei mit der Spritze gegeben, da er alle benötigten weiteren Vitamine und Mineralstoffe enthält.
Dann habe ich immer mehr gehackte Nüsse und Sämereien beigemischt, ihm auch Kolbenhirse angeboten, an der er nun begeistert den halben Tag hängt, von der ich ihn aber langsam wieder entwöhnen muß, denn davon werden sie wohl auf Dauer zu fett, ist wohl wie Chips für uns!
Bei der Firma Blattner (gibt’s bestimmt auch woanders) habe ich ein spezielles Wildvogelfutter bestellt, nicht das was man als Winterfutter im Baumarkt erhält, sondern eine vielfältige Mischung aus Körnern und Wildsamen.
Ganz schön viel Aufwand für so einen kleinen Pieps, aber es macht mir halt solche Freude!
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Was ich noch gelesen habe ist, dass Haussperlinge bis zu 4 Bruten im Jahr haben (bis August, war wohl ganz normal, dass die jetzt noch aus den Nestern fallen.
Ach übrigends(hab ich auch gelesen 8)), die Jungvögel sehen alle so unscheinbar aus wie später die Weibchen bei den Haussperlingen), kann also gut noch sein, dass sich deiner zu einem frechen Draufgänger entwickelt! ;D
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@Martina 777
Ich würde auch vermuten, dass dein Sperlingskind zu schwer ist. In der Regel füttern wir mehr als die Eltern. Das musst du nicht unbedingt deutlich sehen. Du sagst ja, du siehst sonst keine Verletzung.
Einer meiner Mauersegler war auch zu schwer und konnte sich nicht in der Luft halten.( Guter Vergleich mit der überladenen Hummel.) Hätte ich keinen zweiten, etwa Gleichaltrigen zum Vergleich gehabt, wäre mir das Übergewicht nicht aufgefallen. Er musste dann 4 Tage abspecken und dann schaffte er sehr mühsam das Wegfliegen.Die ersten 50 Meter flog er nur knapp über dem Boden , aber dann schraubte er sich ganz langsam nach oben. Aber ein ganz tolles Gefühl, als er endlich - wie einige Tage vorher sein Vorgänger - ganz weit oben als kleiner Punkt den Augen entschwand.
Manchmal hast du natürlich auch eine Verletzung, die du so nicht siehst. Aber gedulde dich noch, vielleicht übernehmen andere Muskeln irgendeine Schwachstelle und es klappt doch noch.
@ fyvie:
Bei mir fliegen die allerletzen Sperling Mitte/Ende August aus. Das ist normal.Vor 3/4 Tagen wurde der allerletzte Kasten leer.
Viel Erfolg
Wolfgang
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In der Regel füttern wir mehr als die Eltern.
Das Gefühl hatte ich auch! 8) ;D Es kann garnicht sein, dass die Eltern mit dem gleichen Aufwand noch ein paar mehr Kleine versorgen!
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Die Vogeleltern vollbringen da wirklich Höchstleistungen, soviel ist mal klar.
L.G.
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Die Vogeleltern vollbringen da wirklich Höchstleistungen, soviel ist mal klar.
L.G.
Kein Wunder, dass sie in der Natur nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von 1,5-2,6 Jahren haben, während von Vögeln in Gefangenschaft mit bis zu 26 ( :o) Jahren berichtet wird. Naja, an den Katzen und Sperbern und allerlei Seuchen liegts wohl auch...
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Antwort auf # 32
Ja, und wir haben auch immer viel mehr Angst. Wenn du Kleinen sperren, füllt man doch ständig nach.
VG Wolfgang
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fyvie, Wolfgang - interessant, Eure Ausführungen. Die Schwanzfedern sind tatsächlich an den Enden sehr schütter, zerrupft, es gab auch Krallenspuren. Dass sich bei meinem Vogel noch ein Kehlfleck (= Männchen) entwickelt, halte ich für relativ unwahrscheinlich - das Viech ist mMn schon erwachsen. Natürlich hab ich nach wie vor Geduld und Hoffnung.
Ich fütterte die ersten Tage mit Beo-Perlen (die sind in der Literatur häufig als idealst für den Zweck beschrieben), danach stiegen wir auf Mehlwürmer (teilweise auch Kompostwürmer und Heuschrecken) um. Langsam versuche ich, den Vogel auf die Nahrung zu gewöhnen, die die Spatzenbande vorzieht: Vogelknöterich, Hirse, Amaranth - das ist ad lib. im Käfig vorhanden, nimmt sies, gut, wenn nicht, kann ichs auch nicht ändern.
Hmmm ... abspecken? Gibt es einen Standardwert, wieviele Mehlwürmer am Tag gut sind? Das würde mir enorm helfen.
Ich fütter halt spätestens, wenn Mademoiselle schreit - die Stimme ist kräftigst entwickelt. ;)
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Ich kenne keinen Standardwert, weiß nur, dass Mehlwürmer besonders fett machen. Also vielleicht weglassen oder über die nächten Tage immer mehr reduzieren.
Vg Wolfgang
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Okay, das mache ich, danke Wolfgang. Ich bin das Köpfeabschneiden eh schon unendlich leid :P Dass Mehlwürmer besonders nahrhaft sind, weiss ich von den Reptilien ... eigentlich logisch, dass es auf die Flugsaurier ebenfalls zutrifft.
Was füttere ich anstelle? Hart bleiben und nur mehr das "Naturfutter" wie eben Amaranth, Gräser, Knöterich?
PS: Bin froh, dass ich gefragt habe - auf "zu fett" wäre ich im Leben nie gekommen! Ich habe eher reingeschoben, was ging ... danke nochmal!
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Ich würde nicht gänzlich sofort umstellen.
Was er gerne frisst reduziert weiterfüttern, die Abstände länger machen. Gerne zupfen die ( jungen ) Sperlinge auch frischen Löwenzahn oder Salat ( beides leicht zu beschaffen ), fangen sich selbst Insekten ( also ruhig noch weiter etwas Insektennahrung bieten ) und auch langsam auf Körnerfutter umstellen oder anbieten. Ich habe immer Hühner- oder besser Kükenfutter ( gebrochener Weizen-, Mais usw.) angeboten. Das ist auch nahrhaft, aber er muss doch etwas mehr Muskelkraft anwenden.
Wenn er deiner Meinung nach alt genug ist, die Fütterungen reduzieren und immer mehr selbst suchen lassen.
Aber zu viele Sorgen, dass er im Moment vielleicht zu schwer ist, würde ich mir gar nicht machen. Wenn er älter ist, sich selbst alles sucht, sich sowieso viel bewegt, wird das Fliegen auch klappen.
VG wolfgang
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Ja, das langsame Umstellen macht Sinn, auch der Tipp mit dem Löwenzahn und Salat ist gut, da war ich mir nicht sicher bislang, es gab beides zwar schon mal, aber eher abwartend von meiner Seite. Körner und Saaten hab ich fürs Brotbacken ohnehin, das kann ich auch anbieten.
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Ich habe für meine Küken eine gemalene Samenmischung für 6-18 Wochen alte Küken. Ich befeuchte dieses Futter ein ganz klein wenig, ( nur feucht nicht nass!) damit sie es nicht im ganzen Stall verteilen. der Rest wird auf die Steinplatten gekippt und wird von den Sperlingen gerne gefressen auch von den jungen. Du bekommst es bestimmt in jedem Tierfachgeschäft oder bei Raiffeisen auch in Kleinverpackung, wenn es das bei euch gibt. Ab und zu gibt es eine paar Mehlwürmer, aber nur zum "dressieren", denn es sind auch Küken ohne Glucke und die will ich schnell bei mir haben, wenn Katzen unterwegs sind .
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Alles prima, was Irisfool schreibt. Etwas angekeimt ist auch gut( z.B. Weizenkörner mehrere Tage in wasser, bis der Keimling zu sehen ist) und das Futter ruhig etwas verstreuen, dann muss der Kleine mehr suchen , um satt zu werden. Außerdem kannst du - wenn du hast - etwas Wiese oder Grassode ausstechen und etwas feucht halten und hinstellen, denn bleiben Wiesenkräuter usw. länger frisch.
Und wenn er alt genug ist, verschiedene ganze Körner anbieten. Er muss lernen sie zu entspelzen. Vielleicht hast du auch ein gerade abgedroschenes Feld in der Nähe, wo du Ähren aufsammeln kannst.
Aber da lässt sich auch eine Körnermischung kaufen.
Was ich als letztes noch vergessen habe: Ich hatte sehr häufig auch Wasserschildkröten und in diesem Schildkrötenfutter waren immer Ameisenpuppen. Diese werden auch sehr gerne genommen. Da kannst du sicher auch etwas anbieten. ( Nur nicht von den geschützen Arten im Freiland, aber das weiß man ja ).
Wolfgang
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Prima - mein Garten bietet alles: Fast reifes Getreide aus dem Pferdemist und abgestochene Soden kann ich auch bieten, da ich hier erst nach und nach Ordnung schaffe und mein Garten für Perfektionisten höchst "liederlich" wirkt. 8)
Körner suchen muss der Vogel schon länger, bloss hat er sich halt ein wenig auf Mehlwürmer versteift, wobei ich denke, dass es einfach die Entwicklungsphase war, wo tierisches Eiweiss nötig war.
Super - ich kann mehr Vielfalt im Futterangebot bereitstellen, das freut mich sehr.
"Alt genug" - wie beurteile ich das? Aktuell sind die gelben Schnabelränder bereits weg ...
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Richtig Ahnung habe ich nicht, aber ich habe schon beobachtet, dass junge Spatzen die Alten heftigst angebettelt haben, auch als sie keine gelben Ränder mehr ums Schnäbelchen hatten und schon flügge waren.
L.G:
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Gut zu wissen, Gänselieschen, dann ist meiner ja nicht wirklich "überfällig".
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Du kannst im jetzigen Alter einfach gemischte Körner ( Bruch für Küken und Futter für Erwachsene) anbieten. Da siehst du ja was er schon fressen kann.
Wolfgang
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Martina, wenn er vor Kurzem noch gelbe Schnabelränder hatte, ist er sicher noch nicht 'erwachsen' und dann wird sich sein entgültiges Erwachsenengefieder ( Umfärbung, falls Männchen) erst nach der ersten Mauser im Herbst zeigen.
Salat und diverses Grünzeug das ich meinem sowohl im Komplettzustand als auch feingehackt angeboten habe, nimmt er leider nicht (er spielt nur damit, wenn er gerade nichts Besseres zu tun hat ::))
Ich habe das Gefühl, dass, solange er etwas angeboten bekommt, was ihm besser schmeckt, er einfach nur das frißt (in meinem Fall Hirse), ist halt auch am leichtesten zu entspelzen, bzw. gehackte Nüsse (muß er garnicht entspelzen). Vielleicht kann er auch einfach noch nicht mit den harten Sachen selbständigen umgehen, insofern ist Kükenbruch sicher eine ganz gute Sache, da wird er schon mal geschmacksmäßig mit der künftigen Nahrung konfrontiert, ohne sie schon selber aufschließen zu müßen.
Werde ich auch mal probieren! Aber Mais soll ja auch schnell fett machen, zumindest Pferde ::)
Dann eher nur Weizen vielleicht?
Wie soll man denn so einem Tierchen eine 'vollwertige' Ernährung beibringen? Hungern lassen? Ich möchte eigentlich nicht, dass er noch an Gewicht verliert, bevor ich ihn freilasse...
Ach ja, worauf er ganz scharf ist, auch beschäftigungsmäßig, sind die Samenstände meine Flockenblumen, die ich ihm reingehängt habe. Da turnt er wirklich den halben Tag dran rum und zupft sie mit einer Hingabe raus und ich meine auch schon gesehen zu haben, dass er sie frißt
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Was mir gerade noch einfällt, wo soll man den heutzutage nicht enspelztes Getreide herbekommen (wegen dem Entspelzen lernen)?
Habe ich noch nie im Verkauf gesehen und die Felder sind bei uns immer so was von sauberst abgeerntet, mittlerweile ja auch schon umgepflügt), dass ich bestimmt lange suchen müßte irgendwo noch Ähren zu finden
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Wenn du nichts mehr findest, dann bietest du alle Samenstände , wie du es mit den Flockenblumen gemacht hast, da wird er es auch lernen, an das Nahrhafte zu kommen.
Bei uns liegt noch sehr viel Rest auf den Feldern, was der Mähdrescher liegengelassen hat. Aber es stimmt natürlich auch, vieles ist auch schon umgepflügt.
Du brauchst ihn nicht hungern zu lassen. Wenn du weniger fetthaltige Insekten anbietest und mehr Samenstände( langsame Umstellung ), hat er mehr zu tun und speckt sowieso etwas ab.
VG Wolfgang
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Könntest du mir denn vielleicht noch eine Empfehlung geben, wann wohl der beste Zeitpunkt ist, um ihn dann freizulassen und was ich vielleicht beachten sollte?
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Ah, fyvie, das wusste ich nicht, dass es so lange dauert mit dem Kehlfleck ... wieder was gelernt, danke!
Dein letzter Beitrag ist auch meine nächste Frage :)
Mit Samenständen von Flockenblumen ergänze ich ab jetzt ebenfalls.
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Wenn das selbständige Fressen gut klappt, habe ich immer in einer etwas größeren Voliere geschaut, ob sie auch ordentlich fliegen können und dann habe ich die Volierentür aufgelassen und es ging immer gut. Das gilt für alle diejenigen, die keine enge Bindung aufgebaut hatten ( und natürlich auch nicht für Mauersegler).
Freigelassen habe ich immer am Vormittag, damit noch reichlich Zeit ist sich bis zur Dunkelheit zu orientieren.
Interessant war das Freilassen meiner Krähe.Sie saß vor der geöffneten Volierentür und dann kamen drei Krähen geflogen, krächzten, mein Aufgepäppelter krächzte ebenfalls, drehte noch 2 Runden und flog mit den Dreien davon.
VG Wolfgang
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Räusper, und was ist mit denen, die eine Bindung aufgebaut haben, muß man da denn etwas anders machen?
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Es kann sein, sie bleiben dir erhalten. Geh mit ihnen raus, wenn sie für alles fit sind. Vielleicht schließen sie sich einem Schwarm an. Genauso kann es sein, dass sie schnell wieder deine Nähe suchen, auf die Schulter fliegen und bei dir bleiben. Dann hast du keine andere Wahl als sie zu behalten. Das ist sicher auch individuell verschieden. Einfach locker bleiben und mal schauen, wie sich der Vogel verhält. Vielleicht fliegt er in die Bäume, übernachtet dort und sucht vielleicht in deiner Nähe nach Futter. Dann kann man vorher eine Futterstelle einrichten oder die Volierentür offenlassen usw.
Wolfgang
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Eine Futterstelle möglichst nah ist auch keine schlechte Idee. Da kann er leichter Kontakt aufnehmen. Außerdem kann man ihn damit auf neues Futter neugierig machen. Zudem weiß er dann wo was zu holen ist wenn er draußen ist.
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Die Futterstelle für alle Vögel ist unmittelbar neben seiner kleinen Voliere, dort beobachtet er die anderen auch die ganze Zeit schon, bzw. die anderen ihn (die Meisen hängen am Netz und schielen neugierig auf sein Futter).
Das unkomplizierte Auswildern deine Krähe verwundert und erfreut mich jetzt schon, Wolfgang, denn sie sollen ja neben den Spatzen die Anhänglichsten sein!
Hoffentlich werde ich jetzt nicht zu lästig mit meiner Fragerei, aber als ich das kleine Kerlchen aufhob, habe ich mir auch nicht träumen lassen, was man doch alles beachten muß, damit das Ganze nicht nur ein lustiger Spaß für mich wird, sondern meine Aktion dem Tierchen auch eine wirkliche Chance gibt!
So habe ich auch gelesen, dass das Gefieder durch das Hudern der Alten vorgefettet wird, damit es bei den ersten Regenkontakten nicht durchnäßt und die Flugfähigkeit behindert, bzw. bei Kälte nicht mehr trocknen kann.
Wenn man jetzt ein weitgehend unbefiedertes Kleines aufnimmt, fällt diese 'Vorbehandlung' ja weg, deshalb sollman möglichst drauf achten, dass eine Badegelegenheit besteht, damit sie sich danach intensiv putzen und so nach und nach ihr Gefieder selber fetten.
Soweit die Theorie ::)
Ich habe meinem Badeschalen in allen möglichen Varianten angeboten, nix wars, er bevorzugt nach wie vor, seinen Kopf in seine Trinkschale einzutauchen und ein wenig rumzuspritzen.
Mit dem intensiven Putzen hat er es auch nicht so und die bereitgestellte Sandbadewanne steht auch mehr zur Deko herum.
Jetzt befürchte ich natürlich, dass es dann problematisch wird, wenn es regnet und es regnet viel hier am Alpenrand!
Mache ich mir schon wieder zu viele Gedanken? Wie ist das denn in der Praxis?
Habe mir auch schon überlegt, bevor ich ihn abends vom Lampenkabel pflücke, mir vorher die Hände mit Melkfett zu cremem... :-X
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Hm - je mehr man weiss, desto mehr wird einem bange?
Mein Spatz residiert ja in einem Vogelkäfig - die eine Bodenhälfte bedecke ich mit Sand (Chinchillasand, war grad da), die andere mit Strohhäcksel. Ich habe beobachtet, dass er die Sandbademöglichkeit häufig nutzt. Gedanke dahinter: In der Natur gibts ja auch keine Schalen mit Sand ... hilft Dir das, fyvie?
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Davon habe ich auch schon gehört - das kann Dir wohl aber ein Tierarzt sagen, ob der Vogel draußen überhaupt eine Chance hat mit dem Gefieder - irgendwo habe ich das hier schonmal gelesen - der betreffende Vogel musste drinnen bleiben. :-X :-X
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Hm - je mehr man weiss, desto mehr wird einem bange?
Mein Spatz residiert ja in einem Vogelkäfig - die eine Bodenhälfte bedecke ich mit Sand (Chinchillasand, war grad da), die andere mit Strohhäcksel. Ich habe beobachtet, dass er die Sandbademöglichkeit häufig nutzt. Gedanke dahinter: In der Natur gibts ja auch keine Schalen mit Sand ... hilft Dir das, fyvie?
Das ist ein guter Gedanke Martina, vielleicht schütte ich ihm den Sand einfach mal so in eine Ecke!
Auf so kleinem Raum ist es halt ein bißchen blöd, weil dann leicht alles verdreckt, dh. das Futter und die K.... fliegen in den Sand und so.
Naja einen Versuch ist es bestimmt wert!
Gänselieschen, das möchte ich am liebsten nicht glauben :-X :-\
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Kann ich mir vorstellen - ich weiß auch beim besten Willen nicht mehr, wo das genau war. Aber da war was. Ein handaufgezogener Vogel und das Gefieder war nicht "wasserdicht". Der Tierarzt kann das feststellen - ist ein Besuch - wenn die Zeit ran ist.
L.G.
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Ganz so viele Gedanken mache ich mir nicht. Habe immer Sand- und Wasserbademöglichkeiten geboten, aber natürlich nicht ständig oder immer darauf geachtet, ob diese genutzt werden.
Mit dem "Vorfetten" wusste ich nicht.
Ich gehe lockerer mit allem um. Die Natur hilft sich oft auch selbst, soll heißen , die Tiere entwickeln auch ihre Überlebensstrategien. Ich denke . er wird - wie jedes gesunde Tier - sich selbst putzen und dann auch fetten.
Die junge Krähe war schon zu alt und blieb scheu. Sie baute keinen Kontakt mehr zu mir auf, insofern war das Abfliegen problemlos. Aber ganz junge sind tatsächlich sehr anhänglich und bleiben ebenfalls beim Menschen und kommen nicht mehr mit Artgenossen zurecht.
VG Wolfgang
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So habe ich auch gelesen, dass das Gefieder durch das Hudern der Alten vorgefettet wird, damit es bei den ersten Regenkontakten nicht durchnäßt und die Flugfähigkeit behindert, bzw. bei Kälte nicht mehr trocknen kann.
Das Problem gibts bei Enten, die von Hühnern ausgebrütet wurden. Man darf sie daher, auch wenn sie Schwimmen rein motorisch sofort können, erst an ein Gewässer lassen, wenn sie sich selbst putzen (sonst werden sie durchdringend nass und unterkühlen). Das tun sie aber relativ bald und ich denke, auch ein Spatz wird das rasch machen - ich denke die Gefahr besteht nur ganz zu Anfang.
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Wie sieht denn für Euch das ideale Flugtraining aus?
Mein Vogel will erst gar nicht aus dem Käfig raus und sucht ihn auch so schnell wie möglich wieder aktiv auf . Meine Zeitreserven waren schon vor diesen neuen Aufgaben im minus - insofern wäre ich für effiziente Tipps dankbar.
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Vielleicht nimst du ihn aus dem Käfig und gehst mit ihm ans andere Ende des Zimmers und setzt ihn etwas erhöht ab, wenn er dann soo gerne in seinen Käfig zurück möchte, wird er sich bestimmt anstrengen! ;)
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DAS ist gut und praxisnah. Super, danke!!!
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Ich stimme fyvie absolut zu.
Wenn er gerne in seinen Käfig zurück will. dann vergrößerst du einfach immer mehr die Entfernung und er muss immer weitere Wege zurücklegen.
VG Wolfgang
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Vorsicht bei Flugübungen im Zimmer! ::) Die Fenster schützen, sonst könnte er gegen die Scheibe fliegen ...!
Schade, daß beide Spatzen so weit auseinander wohnen, sonst könnte man sie zusammen bringen...
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So ist es, Jepa-Blick, deswegen übt mein Spatz im Keller 8)
Ja, wirklich schade, dass fyvie und ich nicht gemeinsame Sache machen können - wäre für alle Beteiligten wohl eine Verbesserung ...
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Ihr habt mir den Gedanken abgenommem, ich habe schon den Eindruck, dass meiner Gesellschaft sucht, da er so viel rumschwatzt.
Gestern ist leider the worst case eingetreten, bei einem Gewitterregenguß blieb er zu lange draussen in seiner kleinen Freivoliere und kam nicht unter sein Schutzdach und als ich gleich darauf raussah, um zu sehen, was er macht, konnte ich ihn nirgends mehr entdecken.
Bin gleich raus und fand ihn völlig durchnäßt am Boden, er kam nicht mehr hoch!
Natürlich verbrachte er die Nacht drinnen auf dem Lampenkabel und im Käfig, konnte schön abtrocknen und fliegt heute putzmunter.
Aber das war genau, was ich befürchtet hatte!
Jetzt werde ich ihn wahrscheinlich erstmal überwintern müssen, da die nächste Mauser ja erst im Herbst ansteht und es ist die Frage, ob das Gefieder dann besser gefettet ist, als jetzt!? ???
Ich hatte mir ja schon überlegt, vom Züchter einen Kumpel zu holen, die Idee aber wieder verworfen, da ich die Situation eines Vogels, der bisher mehr Freiraum als hier bei mir genossen hat, nicht verschlechtern wollte.
Wo wohnst du eigentlich, Martina? 8)
PS.:Ist nicht wahr, jetzt habe ich gerade in dein Profil geschaut und das müßte so ziemlich genau dort sein, wo auch der Züchter (Ritzka) wohnt, kurz vor Wien...
Wollen wir mal drüber reden?
Komme allerdings leider wegen Fam.feier vorrausichtlich erst morgen wieder ins Netz...
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Wollen wir mal drüber reden?
Komme allerdings leider wegen Fam.feier vorrausichtlich erst morgen wieder ins Netz...
Jaaa! Sehr gern, und ich hab zum WE auch Millionen andere Dinge zu tun, also es reicht am Montag locker.
Die Situation meines Vogels würdest Du nicht verschlechtern, und beide müssten auch nahezu gleich alt sein, insofern wäre das ne tolle Idee - ich hab ja noch nicht mal ein Freigehege. Auch mein Vogel schwatzt oft leise vor sich hin und ich hab das Gefühl, der braucht dringendst Gesellschaft. Noch dazu ist er eben nicht auf Menschen geprägt, er pickt schon empört nach meinen Fingern, wenn ich ihn anfassen muss, das wäre ein gutes Korrektiv für Deinen. Und Deiner fliegt schon und könnte vielleicht meinem das beibringen ...
Puh, gut, dass Du die Situation retten konntest! Genau davor hab ich ja auch Bammel, es ist schon so spät im Jahr .....
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Bin neugierig. :) Wie ist es denn weitergegangen?
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Hab erst jetzt wieder ein bisschen Zeit fürs kurze Reinschauen hier. fyvie hat sich total bemüht und hatte eine tolle Idee, die "Martina777-intern" leider nicht möglich war.
Von meiner Seite aus ist der Vogel gesund, fliegt immer noch nicht (wobei jetzt allmählich die Mauser zu beginnen scheint), frisst ungern etwas anderes als Mehlwürmer, was er aber zusätzlich doch muss (übers Futter wurde hier ausgiebig diskutiert, ich biete einfach alles an) und wird wohl über den Winter da bleiben. Vermutlich ist es doch ein Männchen, "es" singt.
Mehr gern, wenn es Neuigkeiten gibt oder ich Zeit finde :)
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Vor lauter 'Piepsi' ( und den paar anderen Sachen, die man halt auch so noch zuerledigen hat ;)) komme ich auch kaum mehr dazu, hier reinzuschauen.
Sie (es wird wohl ein Mädchen bleiben) mausert sich auch gerade und schaut ziemlich zerfleddert aus, was aber ihrer Bewegungs-/Fluglust keinen Abbruch tut.
Wie sie jedoch draussen mit so einem Gefieder durch den Regen kommen sollte, ist mir wirklich ein Rätsel :-\. Sie wird wohl auch überwintern müssen und deshalb hat sie seit vorgestern nun doch einen Partner! :D :-\
Nach weiß Gott wieviel Stunden im Netz und am Telefon bin ich auf einen Züchter hier ganz in der Nähe gestoßen und die 3/4 Std im Auto war dann für den kleinen Kerl glaub ich nicht so schlimm.
Jedenfalls hat er gleich ganz schön den Platzhirschen gespielt, man hat gleich gemerkt, dass er im Gegensatz zu Piepsi ganz ordentlich vogelmäßig sozialsiert ist und seine Brötchen bisher sicher erkämpfen mußte.
Er hat ihr gleich gezeigt, wo der Hammer hängt und meine Friede- Freude -Kuschelträume waren erst mal den Bach runter.
Wahrscheinlich war Piepsi auch zu distanzlos, ist völlig arglos auf ihn zugegangen (flogen) und hat natürlich dann gleich Prügel bezogen...
Er ist ungefähr gleich alt, hat aber die Mauser schon hinter sich, man kann schon die Kehlfleckausbildung beobachten und hat auch eine kräftigere Brust als Piepsi.
Aber so schüchtern ist das kleine Mädchen doch auch nicht. Jedesmal, wenn er sie heute vom Futter vertrieb, hat sie sofort versucht, von anderer Seite wieder heranzukommen (was ihr auch immer besser gelungen ist und als ich ihr dann Fliegen fütterte und er dabei aufgeregt herumflatterte, weil er natürlich Angst vor Menschen hat,ist sie ihm sogar kurz nach und hat nach ihm gehackt! Mit Verstärkung im Rücken war sie plötzlich ganz mutig ..., bzw. sie hat dann seine kurzzeitige Schwäche gleich ausgenutzt.
Das hat mich dann etwas beruhigt, nachdem ich gestern das Gefühl hatte, schon wieder alles falsch gemacht zu haben, nachdem ich mir im Netz nun schon unzählige Male die Erkenntnis einen fehlgeprägten Spatzen, der nie wieder 'normal' leben kann, herangezogen zu haben, abgeholt habe.
Aber was hätte ich denn machen sollen, wie kann man ein Tier nicht auf sich prägen, das man mit der Hand aufzieht?
Wenn (falls) die beiden sich einigermaßen vertragen, werde ich mich natürlich versuchen immer mehr rauszuziehen, wenn ich auch wenig Hoffnung habe, dass sie wirklich nochmal ein richtiges überlebensfähiges Wildtier wird.
Frag mich jetzt keiner, was ich dann machen werde, ich weiß es selber nicht, ich will keinen Spatzen (oder 2) in der Voliere, ich will sie aber auch nicht als Katzenfutter hinauslassen.
Momentan mache ich mir erst mal Gedanken über eine praktikable, artgerechte Überwinterung...
Martina, ich habe soviel schlechtes über Mehlwürmer und Gefiederschäden gelesen und erfahren (von Züchtern), versuch doch, die Menge zumindest runterzufahren, bzw. sie wenigstens vorher in Vitaminpulver zu panieren.
Das Problem dabei ist, dass diese Teile offensichtlich viel zu wenig verwertbare Nährstoffe ( Mineralien, Vitamine, brauchbare Aminosäuren) für heranwachsende Vögel haben, dagegen aber so einen hohen Energiegehalt, dass sie ungemein sättigen und die Tiere dann auch keine Lust mehr auf andere, wesentlich gesündere Sachen haben.
Meine hat auch kein so optimales Gefieder, weil halt ihre Versorgung im Vergleich zur Naturaufzucht vermutlich auch nicht optimal war, jetzt hoffe ich mal auf die Mauser und die mittlerweile etwas umgestellte Ernährung. An ihrem Kollegen kann ich gut sehen, wie das Gefieder eigentlich sein müßte. Bei ihm hätte ich überhaupt keine Bedenken, ihn sofort auszuwildern, auch verhaltensmäßig nicht!
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Martina, ich habe soviel schlechtes über Mehlwürmer und Gefiederschäden gelesen und erfahren (von Züchtern), versuch doch, die Menge zumindest runterzufahren, bzw. sie wenigstens vorher in Vitaminpulver zu panieren.
Reduziert wurde - was Mehlwürmer betrifft - schon ordentlichst, wie gesagt, an Futtervorschlägen hats hier nicht gemangelt, danke! Es ist nur so: Wenn ich ein paar Würmer reinwerfe, stürzt sich der Vogel drauf als wäre er am Verhungern :-\ - und ich hab schlechtes Gewissen.
Ansonsten mehr hoffentlich bald, Deine Gedanken kann ich nachvollziehen, fyvie, und toll, dass Du für Gesellschaft gesorgt hast!
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... stürzt sich der Vogel drauf als wäre er am Verhungern :-\ - und ich hab schlechtes Gewissen.
Das kann ich soo gut verstehen, bei mir ist es nur eine andere Baustelle 8)
Piepsi fliegt abends zur Aufbaumzeit gegen die Scheibe und will rein, wieder und wieder, jeder Aufprall geht mir durch Mark und Bein bis ich es nicht mehr aushalte und sie reinlasse. Sie fliegt dann wie gehabt aufs Lampenkabel und wenn wir die Küche verlassen, läßt sie sich brav in den Käfig setzen bis am Morgen, bis ich sie so um halb sieben wieder rauslasse vor das Fenster.
Der geplante LG schläft einstweilen brav draussen unter seinem Volierenschutzdach... ::)
Wir arbeiten aber daran, vielleicht, wenn sie sich besser verstehen, mag sie auch eher bei ihm bleiben (die Hoffnung stirbt zuletzt...), das war zumindest meine Absicht auch bei der 'Paarung'.
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;D Die Retter und das schlechte Gewissen ::) - das passt derzeit auch auf Spatzen.
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Fliegt Piepsi auch gegen die Scheibe, wenn drinnen das Licht aus ist? Oder das Fenster von innen mit einem blickdichten Tuch/Gardine verhüllt?
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Hab ich alles schon probiert, Licht aus, niemand im Zimmer, blickdichtes Tuch hinter die Scheibe... peng, peng, peng!
Ich habe halt Angst, dass sie sich verletzt oder sich das Gefieder noch mehr schädigt, ausserdem kann ich es schwer ertragen, wenn jemand so hilflos und verzweifelt erscheint :-X ::)
Die einzige mir noch hilfreich erscheinende Möglichkeit wäre, die Voliere wo anders zu bauen, aber man ist da ja auch beschränkt in seinen Möglichkeiten, bzw. gerade vor dem Fenster tummeln sich ja auch direkt in 3m Abstand die Spatzenhorden in den Sträuchern und das genießen die beiden schon, wenn die anderen am Boden das von mir ausgetreute Futter picken, hüpfen meine unten hinter dem Netz mit und picken auch.
Das finde ich auch wichtig für die Resozialisierung. Ausserdem kommen an diesen Platz so gut wie keine Katzen und so können sie sich nicht an deren Anblick gewöhnen und halten die dann für harmlos, nur weil die nicht in die Voliere kommen können...
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ausserdem kann ich es schwer ertragen, wenn jemand so hilflos und verzweifelt erscheint :-X ::)
;D Da sagst Du was!
Der Platz für die Voliere ist gut, da hast Du recht. Ich hoffe, ihr bleibt das "gegen-das-fenster-fliegen" nicht, mit grösserer Beschleunigung, wie etwa beim Fliegen, hat sich die Geschichte dann bald erledigt.
Was Du dagegen machen könntest, weiss ich leider nicht, einzig vielleicht, ein Brett, einen Karton o.ä. vors Fenster zu stellen, und zwar auf ihre Seite vor das Glas, damit ist die Situation wieder neu ...
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Das wäre vielleicht etwas, vielleicht ist das auffälliger als die veränderte Situation von innen, vielleicht Pappe, die würde den Aufprall auch etwas abfedern...
Gestern habe ich ein paar Bilder gemacht, vielleicht komme ich heute abend mal dazu sie einzustellen
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Vielleicht kannst Du den Käfig in die Voliere hängen, denn dort will sie scheinbar schlafen. Bitte das Scheibenfliegen sofort verhindern! Genickbruch ist die Folge. Vielleicht Irgendwas davor hängen. Hier ist neulich eine Amsel gegen die Scheibe geflogen. :-\ Da das Fenster zum Wald hinausgeht und kaum Platz ist bis zu den Bäumen hätt ich nicht gedacht, dass da was passieren könnte. Alle anderen Fenster haben bei uns schon sich bewegende Strohsternchen zur Vogelabwehr.
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fyvie, wie läufts?
Mein "wilder Straussenhahn" hat vor ein paar Tagen eine neue Unterkunft bekommen: 100 x 100 x 50 cm. Nun kann er mehr üben, und da er ja ohnehin über den Winter dableiben muss, wollte ich ihm mehr Platz gönnen.
Wg. Mauser: Ich bilde mir ein, die Federn an den Flügeln sind jetzt bunter als vorher, nur die rupfigen Schwanzfedernenden sind noch nicht ausgetauscht.
Der Gesang überrascht mich sehr: Zu Fussballspielen, Bratgeräusch vom Herd und Musik wird heftigst mitgeträllert.
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Ja, wie läufts.... prinzipiell ganz gut, wenn auch nicht alles so wie ich mir das so wünsche, aber dazu vielleicht erst mal ein paar Bilder
Die kleine Aussenvoliere ist wie schon gesagt, vor das Küchenfenster gebaut und hat in etwa so die Maße wie deine Behausung 100x100x60, das Bodenbrett liegt auf der Aussenleibung auf und schließt an das Küchenfenster direkt an, das sieht man hier:
hier Piepsi (auf dem Fensterbrett im Vordergrund) und Pauli draussen
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Das Buffet ist angerichtet, oben links kann man schon die Ausflugöffnung in die kleine nicht überdachte Aussenvoliere sehen
Links unten das Sandbad und rechts die mehrfach modifizierte Wasserbadeschale (Piepsi badet weiterhin ausschließlich in ihrem espressotassengroßen Trinknapf!)
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hier die ganze Ausflugöffnung und Überdachung, mit Dreiecksstreben ebenfalls am Fensterrahmen befestigt.
Draussen habe ich eine Sonnenschirmhülse in den Boden gedreht, einen kleinen Baumstamm hineingesteckt und seitlich verschiedenen Obstbaumäste befestigt. Über das ganze ist ein extra starkes Vogelschutznetz seitlich abgespannt, das mit Balken am Boden befestigt ist.
Größe der Aussenvoliere ca. 3x3 m. Bei schönem Wetter ist das Küchenfenster offen und die 4x5m der Küche mitgerechnet haben sie einen schönen Flugraum.
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beide auf der Sitzstange an der überdachten Ausflugsöffnung, dem Lieblingsplatz, da kann man wunderbar die anderen Spatzen am Futterhäuschen und in den Büschen dahinter beobachten
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Madame beobachtet Monsieur beim Putzen (Pauli ist nämlich angeblich französischer Provenienz, wie mir der Züchter erzählte. Naja etwas frisches Blut kann ja den oberbayrischen Dorfspatzen hier nicht schaden!
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Sie nehmen allle Kräuter gierig an (manchmal auch nur zum Spielen 8)), hier Pauli an der Vogelmiere,etwas schwer zu erkennen wg. Hintergrund
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So, das war der erfreuliche Teil, sie vertragen sich gut, wie Spatzen eben, Stänkereien und Platzhirschstreitigkeiten inklusive und jetzt komme ich zu dem Teil, den ich mir so ganz anders vorgestellt habe, also...
ich hatte mir ja erhofft, dass, wenn beide sich aneinander gewöhnt haben, Piepsi brav zum Schlafen bei Pauli draussen bleiben wird und ihre Lampenkabelturnerei aufgibt!(das heilige antike Lampenkabel ist schon bis oben hin mit Tesa umwickelt, da kann man nämlich sonst vor dem Schlafengehen noch ein wenig ganz wunderbar die Fäden rausziehen... ::) :-X)
Siehe hier
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Der Mensch denkt und dann passiert einfach etwas anderes, gestern abend zur Aufbaumzeit (ohne Blitz, deshalb etwas unscharf, aber ich denke, die wichtigen Details sind zu erkennen 8) :P ;D
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Da ist es eben kuschelig warm, willst du diesen klugen Spatzen das verübeln? ;D ;D ;D
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Jetzt warte ich reumütig auf die Tadel, die über mich niedergehen mögen... :-X ;)
Jepa, zu deinen Befürchtungen noch etwas: im Gegensatz zu Wildvögeln, die keine Scheibe erkennen und mit vollem Karacho dagegendonnern, weiß piepsi, dass da eine Scheibe ist, ich habe sie beobachtet, sie fliegt nicht mit dem Kopf dagegen sondern mit den Füßen voraus, so dass der Rumpf die Scheibe touchiert, dann rutscht sie flatternd nach unten und sie holt in einer neuen Runde wieder Anlauf... :P
Meine Sorge konzentriert sich deshalb nicht vorrangig auf ihre körperliche sondern eher auf ihre mentale Gesundheit 8) :-\
Gestern abend, als ich sie reinließ, ist dann Pauli mit reingewitscht und ließ sicht nicht wieder hinausbugsieren, so dass ich Piepsi in den Käfig gesetzt habe und er auf dem Lampenkabel schlief, da er sich auch bei Licht aus nicht fangen ließ.
Piepsi will übrigends nicht in den Käfig, sondern nur rein auf die Lampe, deshalb wird der Käfig in der Voliere leider wohl auch wenig bringen, Platz wäre eh kaum...
So langsam freunde ich mich mit dem Gedanken an, sie herinnen zu überwintern , denn das rein-raus geht ja nur so lange, wie das Temperaturgefälle nicht zu groß ist. Wenn drinnen geheizt wird und draussen hat es Frost, ist die Gefahr zu groß, dass sie sich erkälten.
Vielleicht schaffe ich es konsequenter zu sein, wenn es dann draussen nicht so kalt ist und es auf den Sommer zu geht.
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Da ist es eben kuschelig warm, willst du diesen klugen Spatzen das verübeln? ;D ;D ;D
Das ist ja das Problem, dass ich mich so gut in sie reinverstzen kann! ::) ;D
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Niedlich, Deine beiden - so zerrupft wie Monsieur sieht meiner auch aus. Die Volierenkonstruktion ist ja sehr liebevoll gemacht, Kompliment!
Was die geistige Gesundheit der Vögel betrifft - ich hab keine Idee. Ich denke, wenn die alle im nächsten Frühjahr hoffentlich fit sind und freigelassen werden können, kommt doch eh gleich die Paarungszeit und somit ein externer Partner, der durch sein Verhalten die Zivilisationsschäden beseitigt?
Mein Vogel ist nun andauernd drin, wir heizen teilweise schon und den grossen schweren Käfig kann ich nicht ständig herumtragen.
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Häng doch das Lampenkabel draußen auf :-X ;D .
Wird aber nicht viel bringen, da der Rest der Behaglichkeit dann fehlen würde.
Toitoitoi. Ich denke, solange Du entspannt bleibst und Dir die Vögel nicht auf die Nerven gehen, löst sich das Problem auf die eine oder andere Art von alleine auf.
Ich finde Deine und Martinas Rettungs- und Berherbergungsaktion übrigens klasse :D .
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... Ich denke, solange Du entspannt bleibst und Dir die Vögel nicht auf die Nerven gehen, ....
ooch, ich bin komplett entpannt, wenn beim Abendessen der ein oder andere Haufen auf den Küchentisch platscht, ist ja eh alles mit Zeitung ausgelegt... 8) ;D, der Rest der Familie drängt sich nur zunehmend ausserhalb der mittlerweile doppelten Detonationslinien, fraglich, wie lange ich die Armen in ihrem Gleichmut bestärken kann!
Martina ich möchte ja nicht schon wieder unken, aber bezgl. deines erhofften 'externen' Partners habe ich mehrfach gelesen, dass die Fehlprägung auch eine sexuelle ist, wie auch immer man sich das vorstellen darf... :-X
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Alles sehr interessant - bist Du tagsüber eigentlich da, oder machen die Piepser dann Party??
L.G:
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Martina ich möchte ja nicht schon wieder unken, aber bezgl. deines erhofften 'externen' Partners habe ich mehrfach gelesen, dass die Fehlprägung auch eine sexuelle ist, wie auch immer man sich das vorstellen darf... :-X
*umfall*
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Martina ich möchte ja nicht schon wieder unken, aber bezgl. deines erhofften 'externen' Partners habe ich mehrfach gelesen, dass die Fehlprägung auch eine sexuelle ist, wie auch immer man sich das vorstellen darf... :-X
*umfall*
Ach geh', du hast doch vermutlich ein Männchen, das paßt dann schon! ;D Bei mir wirds schwieriger... ::)
Gänselieschen, alles unter Kontrolle, ich gehöre zu den 'Selbstständigen' mit hinreichend flexibler Zeiteinteilungsmöglichkeit... ;)
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Der Mensch denkt und dann passiert einfach etwas anderes, gestern abend zur Aufbaumzeit (ohne Blitz, deshalb etwas unscharf, aber ich denke, die wichtigen Details sind zu erkennen 8) :P ;D
;D Das hätte ich auch nicht erwartet. Aber klar, ist ein toller Schlafplatz - aus Spatzensicht!
Die Voliere ist echt toll. Super gemacht. Sehe es aber auch so, daß Du sie drinnen überwintern werden wirst und im Frühjahr sind dann vielleicht besser Auswilderungsmöglichkeiten. Hat nun wenigstens einen gefiederten Freund und kann sich trotzdem das ein oder andere abschauen. Fliegen können sie auch weiter üben. Vielleicht kannst Du den Tisch verschieben?
Hatte mal einen fehlgeprägten Wellensittich. Dieser hat nach einer Weile viel mit den anderen beiden Sittichen gemacht. Angebalzt hart er aber weiterhin nur Menschen. :-X
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Leider sehr sehr schlechtes (wg. Dunkelheit und fehlendem Blitz)Update von heute Abend: Madame bevorzugt getrennte Betten!
Nachdem sie sich gestern nur kurz zierte, bis sie ihn auf ihr geliebtes Kabel lies, kämpfte sie heute unerbittlich bestimmt eine viertel Stunde lang um ihren Stammplatz.
Pauli versuchte ebenfalls unerbittlich von allen Seiten ran zu kommen, mußte sich aber dann erfolglos auf einen der im Raum verteilten Obstbaumäste zurückziehen.
Es war unheimlich spannend, das zu beobachten. Piepsi gab ununterbrochen eigentümlich klackende Laute von sich, kreischte und stellte ihm mit einer Vehemenz nach, die man nicht vermuten möchte, wenn man beobachtet, wie wenig sie bei Tag zu melden hat.
Kurz vorher drehten sie noch einträchtig zusammen ihre Flugrunden, saßen synchron pickend an ihren Näpfen, hockten in gebührendem Abstand auf einem Ast und putzten sich gemeinschaftlich und dann war plötzlich Schluß mit lustig!
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Wenn wer mein Bett okkupieren möchte, werde ich auch stinkig. 8)
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Die Dame sagt eben beizeiten, wer im Schlafzimmer das sagen hat! ;D 8)
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Mit soviel spontaner Resonanz hatte ich irgendwie gerechnet! Ein heißes Thema, wie ich jetzt weiß, auch bei Spatzen... ;D
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;D
Trotzdem toll, daß sie ansonsten schon mal viel gemeinsam machen. Irgendwann klappt es vielleicht und sie schlafen gemeinsam dicht nebeneinander. Find ich auch gut, daß sie nicht alles was einmal ihr Platz war, ihm kampflos überlässt.
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Pauli war weg... und ist freiwillig wieder zurückgekommen, jetzt bin ich platt! :o
Als ich gestern Nachmittag hinaus in die Voliere sah, hatte ich den Eindruck, dass Piepsi ziemlich konsterniert herumhockte. Ich vermißte Pauli, ging hinaus und kroch auf dem Boden der Voliere herum, um unter alle Blätter zu sehen, da ja auch die Kleine schon mal nach einem Regen auf dem Boden saß und nicht mehr hochkam... Aber nix und als ich ein abgerissenens Stück Netz entdeckte, das wohl durch den Wind der Nacht vorher und die Äste entstanden war, war mir klar, das wars, der ist weg.
Ich hätte nicht geglaubt, dass mich das so erschüttert, die beiden taten mir jeder aus unterschiedlichen Gründen so leid! Wieder mal das Gefühl in dieser Sache so ziemlich alles falsch gemacht zu haben.
Ich schnappte mir ein altes Fernglas und hielt auf den großen Haselstrauch in Nachbars Garten, wo es nur immer so von Spatzen wuselt. Nach längerem Suchen, tatsächlich, da saß er...(gut zu unterscheiden mit seinem etwas helleren Schnabel und der etwas helleren Färbung und der gerade beginnenden Brustfärbung), zupfte an den Blättern. Und bei mir der Gedanke, der hat Hunger, kennt sich ja auch draussen nicht aus und ist erst zu kurz hier, als dass er wieder zur Voliere zum Fressen zurückkommt.
Plötzlich flog er los, über das Dach des anderen großen Hofes und ich dachte nochmal, das wars jetzt!
Obwohl ich kaum Hoffnung hatte, sperrte ich Piepsi in die Küche, krempelte das Netz der Aussenvoliere ganz hoch und setzte mich drinnen hinters Fenster, die seltsam stille Piepsi über mir und heulte vor mich hin.
Nach ich weiß nicht mehr wie langer Zeit, machte es vor dem Fenster plötzlich 'plumps' und ein Vogel saß auf einem Ästchen. Nach dem Bruchteil einer Überlegenssekunde (wenn es jetzt nicht funktioniert und Piepsi schneller ist, ist sie auch noch weg...) machte ich vorsichtig das Fenster auf, der Spalt war noch keinen halben Meter breit, schoß er herein, Fenster zu: Pauli war wieder da!
Klingt wie ein Märchen, ist es für mich auch, nachdem die vermißten Wellensittiche meiner Kindheit niemals wieder zurückkamen!
Piepsi lies ihn ohne Kommentar zu sich aufs Lampenkabel (am Abend hat sie ihn allerdings schon wieder geschaßt, also ich an seiner Stelle wäre glaub ich nicht zurückgekommen!)
Jetzt bin ich froh, dass ich ihn bisher nicht komplett ausgesperrt hatte. Da er so menschenscheu ist, hätte ich ihn sonst niemals wieder fangen können.
Heute haben wir erstmal die rechte Ecke der kleinen Voliere vor dem Fenster mit Plexi verglast, damit sie wind und wettergeschütze Sitzplätze haben, es bläst hier schon ganz schön und wenn es noch kälter wird...
Pauli hat ausgiebig in der 'großen' Wanne gebadet, Piepsi saß interessiert daneben und wäre auch beinahe rein, ist dann aber doch wieder in ihren Winzpott. Aber gerade habe ich ein gutes Gefühl, manchmal geschehen ja doch Zeichen und Wunder...
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Mit einem Happy End hätt ich auch nicht gerechnet. Wie schön!
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Ist das denn jetzt das Happy End? Ich hätte das anders definiert: beide fliegen raus und leben glücklich in freier Wildbahn.
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Ja, so wünsche ich mir das auch für nächstes Frühjahr.
Momentan wäre es ziemlich traurig gewesen, für beide.
Das kleine Mädel hat leider noch nicht das entsprechende Gefieder, um draussen überleben zu können!
Das Ganze habe ich mir nicht aufgehalst, weil mir langweilig wäre, oder ich mir schon immer gewünscht hätte, zwei Spatzen im der Küche hocken zu haben...
Deshalb freue ich mich über jeden Zuspruch, der mir meine eigenen Zweifel, die ich gegenüber meinem Handeln in der Tat habe, etwas relativiert!
Jepa meinte sicher das Happy End dieser kleinen Episode und da stimme ich ihr zu, denn auch für den kleinen Gefährten wäre es um diese Jahreszeit ziemlich schwierig gewesen, ohne von den Eltern gelernt zu haben, wie man draussen überlebt.
Bis zum hoffentlich abschließenden Happy End ist es vermutlich noch eine ganze Weile hin und ich zerbreche mir immer noch den Kopf, wie wir den Winter am Besten um die Runden kommen.
Klar, ich habe schon einige Male (vorwiegend aus der Nachbarschaft) gehört, 'was, so ein Theater wegen eines Spatzen, es sind doch eh so viele hier und wo anders sterben die Kinder!'
Aber ich bin nicht wo anders, kann nur hier sein und hier war es eben ein Spatz...
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Es wäre der falsche Zeitpunkt gewesen. :-\ Der zugekaufte Spatz hatte ja auch keine Vogeleltern die ihm zeigten, wie man als Spatz draußen überlebt. Nun wo die kalte Jahreszeit ansteht hätte er wohl kaum Überlebenschancen. Das Auswildern sollte schon gut vorbereitet werden. Vielleicht hilft das?
http://www.wildvogelhilfe.org/aufzucht/auswilderung.html
Denke aber bis zum Frühjahr sollten sie Beide bei Dir bleiben dürfen. Am Günstigsten wäre ein Zimmer oder eine beheizte Voliere bei einem Vogelliebhaber.
Hallo fyvie, den Satz hab ich auch schon mal gehört, als ich in Spanien arbeitete und mich um eine angefahrene Katze und einen dürren Streunerhund kümmerte. :-X
Wenn Du willst kannst Du mir auch ein PN schicken, denn ich würde so was auch für einen Spatz tun.
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Huch, bei Dir ist es ja aufregend, fyvie - mit erfreulichem Ausgang, gut!
Hier gibts Flugfortschritte dank des grösseren Käfigs :D - sehr erfreulich. Er hat einen Platz direkt hinter einer Terrassentür gefunden, sonnig aber immer mit Teilschatten - und sieht so auch die Vögel draussen.
Jepa-Blick, danke für den Link, die Tipps klingen ganz nützlich.
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Das mit dem Fliegen freut mich sehr, Martina! :D
Vielleicht hat es auch ein wenig damit zutun, dass er jetzt nach der Mauser neues Gefieder bekommt. Wie du schon angemerkt hast, wird es jetzt auch bei meiner viel kontrastreicher und wirkt auch stabiler...
Mittlerweile glaube ich, dass es auch daran liegen mag, dass es in der Natur nur 2% :o der Jungvögel bis ins nächste Frühjahr schaffen. Wer sieht schon, wenn ein patschnasser Jungvogel mit seinem flauschigen Jugendgefieder am Boden liegt und ihn die Katz holt, bzw. er erfriert.
Derjenige, der vor der Mauser dann nicht in einen Regenguß kam, hat halt Glück und überlebt.
Jepa, vielen Dank für dein Angebot :) Gerne komme ich darauf zurück, an einem Erfahrungsaustausch bin ich immer interessiert!
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Nun, fyvie, dann hoffe ich für uns beide, dass wir nicht in Zukunft die 98 % retten müssen!
Bei meinem Vogel fällt mir auf, dass in der Nähe des Flügelansatzes (etwas unterhalb der "Schulter") nun braune Federn vorhanden sind, diese Farbe ist neu, der Vogel wirkt etwas bunter, das deckt sich mit Deinen Beobachtungen, oder?
Und schön langsam gewöhnen wir uns an das Gezwitscher m Haus 8)
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Zu 1.: ich hoffe mit!
Zu 2.: Ja, das ist bei uns auch so, sehr schön kontrastierende verschiedenfarbige Deckfedern, teilweise andersfarbig umrandet, ich merke erst jetzt, wie hübsch Spatzen eigentlich sind!
Zu 3.: du Glückliche! Ich gewöhne mich langsam dran, dass Pauli morgens auf Arbeit (oder so)geht und abends wiederkommt :o :-X
Im Ernst, er war schon wieder weg ..., weiß der Herrgott wie er das macht, wir haben die ganze Voliere auf Knien abgekrochen, die Netzteile einzeln begutachtet, nix, und das ist das Schlimme. Piepsi ist ja auch da.
Vor einer guten Stunde war er wieder da, ich sage nur 'Lampenkabel'.
Jetzt reichts mir erstmal, hatte die Kleine den ganzen Tag drinnen eingesperrt, weil ich ja das Netz offen hatte, falls er kommt. Habe ihn aber den ganzen Tag nicht gesehen, nur die verrückten Stare, die in Trauben die Voliere und die Hauswand mit dem wilden Wein belagern, vielleicht hat ihn das irgendwie irritiert?
Die Vögel schlafen ( er hat sofort gepennt, war wohl etwas anstrengend), ich hab für heute auch keine Lust mehr, ich muß das morgen bei Tageslicht nun zum x-ten Mal begutachten. :P
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Ja, Du hast recht fyvie, Spatzen sind sehr hübsch - ich hab sie vorher auch eher als "Allerweltsvögel" betrachtet - meine Aufmerksamkeit haben eher die bunten Stieglitze, die Spechte oder neuerdings die Eichelhäher auf sich gezogen.
Eigentlich finde ich Paulis Ausflüge gut - so erkundet er nach und nach die Umgebung, er scheint fit genug zu sein, und da er wiederkommt, ist ja auch nichts passiert? Klar würde man das lieber unter geordneten Bedingungen machen, das seh ich ein, aber an Deiner Stelle wäre ich für die Frühlingsauswilderung schon viel zuversichtlicher. Untertags raus, abends rein - perfekt!
Mit Aussenvolieren hab ich meine Probleme. Als ich ein Kind war, hat Papa eine schöne Voliere für meine Kanaris gebaut, mit dem Erfolg, dass nach der ersten Nacht die Hälfte der Vögel weg oder tot war - an irgendeinem Spalt war ein Räuber eingedrungen, die Freude war gründlich dahin. Wie ich das im Frühjahr mache, keine Ahnung, aber bis dahin ist ja noch lange Zeit.
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Mit Aussenvolieren hab ich meine Probleme... mit dem Erfolg, dass nach der ersten Nacht die Hälfte der Vögel weg oder tot war - an irgendeinem Spalt war ein Räuber eingedrungen....
Genau deshalb lasse ich sie ja auch nachts rein, ich könnte mir das nie verzeihen, sie draussen einzusperren und ihnen damit jede Chance auf ein Entkommen zu nehmen, falls ein Räuber eindringt.
Und wie mir an Paulis Ausflügen zunehmend bewußt wird, ist unsere Voliere wohl auch a.g. der Naturnähe wirklich nur eine behelfsmäßige Übergangslösung, mehr sollte es ja auch auf keinen Fall werden, je länger die Kleinen bei mir sind, um so mehr wachsen sie mir ans Herz und um so mehr verspüre ich den dringenden Wunsch, sie endlich in ihre Freiheit zu entlassen...
Pauli zwischert, tirilliert und quatscht übrigends auch in allen Tonlagen. Eben wie deiner ein Männchen, von Piepsi vernimmt man nur hin und wieder ein leises Piepen, wenn sie unsicher ist oder einen lauten Tschilper, wenn sie ruft.
Pauli dagegen kann ich beobachten, wie er alle möglichen Laute der anderen Vögel versucht zu immitieren und sich damit oft selbst ganz in Rage bringt, so als ob er mehrere Vögel gleichzeitig spielt, nachäfft und sich selbst antwortet.
Ich könnte ihn stundenlang beobachten.
Hab dann mal nachgelesen und erfahren, dass Haussperlinge wohl nach den Rabenvögeln die Begabtesten sind, im Nachahmen und erlernen unterschiedlichster Laute. Das wußte ich vorher auch nicht.
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:D Ja, das Gezwitscher ist total niedlich: Mein Vogel imitiert ja auch andere Geräusche - besonders stark animiert ihn das Prasseln, wenn man etwas in heissem Fett ausbäckt. Oder Fussballspiele, Reggae und Klassik ... er reagiert also auch auf Kunstlaute, auf das, was man in Innenräumen hört.
Vogelstimmen hört er nach wie vor, auch da merkt man, wie er Kontakt aufnimmt und das, was er hört, umsetzt.
Ich habs eh so verstanden, dass Du nachts Deine beiden drinnen hältst (meine Hochachtung zu Deiner Gelassenheit!) Aber irgendwann, im Frühling, wird ja eine Art der Behausung für nachts zur Verfügung stehen müssen? Und sei es nur zur Sicherheit, wenn der Vogel nachhause will. Da frag ich mich halt, wie das zu lösen sein wird.
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Das frage ich mich auch! Aber ich habe ja noch lange Zeit, darüber nachzudenken...
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Hier mal ein aktuelles Foto - worauf ich hinaus will: Man sieht, dass momentan am Flügel mindestens eine Federnreihe fehlt. Der helle Streifen sind die Federnschäfte der nächsten Reihe. Ganz oben (im Bild links) am Flügelansatz kann man schon die neuen, dichteren Federn erkennen.
Die Schwanzfedern sind noch "original" und so zerrupft wie zu Beginn, ich glaub, da war eine Katze am Werk, an einigen Federn waren Krallenspuren zu sehen.

wilderstraussenhahn_sep12.jpg
(die Fotoqualität ist leider bescheiden, sorry, aber ich hatte eben ein bisschen Zeit und dachte, besser ein schlechtes Bild als keines)
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Martina, ich habe gerade sehr wenig Zeit, aber schau doch mal hier, runterscrollen, da ist auch ein Hinweis auf den Haussperling.
Könnte es sein, dass da garkeine Reihe Federn fehlt, sondern eben nur eine Reihe dieser Beschreibung entspricht und es deshalb so aussieht?
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Uih, so zerzauste Sperlinge sehe ich hier nur selten.
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Tja, es ist garnicht so einfach, ihnen immer genau das zu bieten, was sie gerade brauchen, die allermeisten werden halt von den Eltern aufgezogen und die haben einfach mehr Erfahrung und Routine als unsereins.
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Wie optimieren? Mehlwürmer sind seit einer Woche definitiv komplett aus, nicht mal mehr einer am Tag. Ansonsten kriegt er von allem, was Ihr so aufgezählt habt.
Das Gefieder war schon stark mechanisch beschädigt beim Auffinden, und diese Optik mit der fehlenden Federnreihe ist komplett neu ... die Kotprobe letzens war negativ, gut, Federlinge und Co haben wir nicht getestet.
Wenn das Gefieder so rupfig bleibt, muss der Vogel dann persönlich zur Tierärztin.
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Martina, bin immer noch im Zeitdruck, deshalb wieder nur kurz, aber vielleicht kannst du dann heute noch was besorgen, in der Mauser zählt glaub ich jeder Tag, denn die nächste Mauser und damit die Chance auf eine Gefiederverbesserung ist erst wieder in einem Jahr.
Wenn ich die Beschreibungen und Bilder von erfahrener Stelle (auch den Link, den ich dir gab) so ansehe und das Bild von deinem Kleinen, glaube ich schon, dass es eine Fehlentwicklung a.g. Fehl/Mangelernährung ist. Vielleicht hatte er schon im Nest, warum auch immer einen schlechten Start und ist deshalb rausgeflogen.
Federn haben denke ich keinen Schaft, der sich ausserhalb der Haut befindet, alle ausgefallenen Federn, die ich bisher sah, waren bis zum Ende voll befiedert.
Ich glaube auch nicht, dass da eine Reihe fehlt. Habe meine nochmal genau angesehen und direkt anschließend an die Kurzen am Flügeloberteil setzen die langen Schwungfedern an. Das fällt nur nicht so auf, weil sie bis zum Ansatz unten hin farblich angepaßt befiedert sind.
Das würde für mich auch seine Probleme mit dem Fliegen erklären.
Spar dir den TA, besorge ihm ein hochwertiges Kanarifutter für die Körnerversorgung, rasple Karotten fein, ein wenig gutes öl darunter, meine reissen sich darum, die feinen Fädchen wie Spagetti hineinzuziehen. ;D Vielleicht kannst du auch etwas Löwenzahm, Vogelmiere und Spitzwegerich kleinhacken und zugeben.
Er braucht, gerade wenn er kein UV- Licht, weil du ihn drinnen hälst, abbekommt, unbedingt genug Vit. A und D zur guten Knochen und Gefiederbildung! (Das ist in den Körnern meist viel zu wenig vorhanden)
Auch sind gerade in der Mauser zur Gefiederbildung weiterhin tierisches Eiweiß in Form von Insekten nötig, aber keine Mehlwürmer! Besorge dir, wenn du keine Fliegen fangen kannst, Heimchen, die gibt es lebend im Zoofachhandel, aber die Kleinen. Die muß man einfrieren sonst springen sie dir in der Wohnung rum und veranstalten Konzert! 8). Sofort Einfrieren finde ich aber sehr grausam, deshalb stelle ich sie erst eine Weile kühler, dann fahren sie schon mal ihren Stoffwechsel runter und werden müde. Danach stelle ich sie für ein paar Stunden in den Kühlschrank und erst, wenn sie in Winterschlaf gefallen sind, kommen sie in die Truhe. Danach kannst du sie wunderbar portionieren. So 10-15 Stck. pro Tag, aber erst gut auftauen, auch nicht zu lange, sonst werden sie schwarz und ungenießbar.
Es gibt auch Vitaminpulver, in dem man sie vorher panieren kann, dann kannst du noch ein bißchen extra ergänzen, wenn er nicht genug Rohkost frißt.
Normalerweise holen sie sich das alles bedarfsgerecht und natürlicherweise draussen, aber das können unsere ja nicht, da muß man halt etwas tricksen, ist ja nur auf Zeit und um sie gut vorzubereiten.
Das fällt mir auf die Schnelle ein, was du machen könntest und wenn du dem Kleinen helfen willst, meine ich auch mußt. Vielleicht kannst du damit etwas anfangen, ansonsten mehr evtl.später
Das wird schon, er hat ja noch kurze Schwanzfedern, d.h. er ist mit der Mauser noch nicht durch und du schriebst ja auch, dass eine Reihe neuer Federn am heranwachsen ist und die hellen sind ja auch noch nicht ausgefallen!
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Danke fyvie - mir ist leider eben ein langer Antworttext verlorengegangen - hier nur kurz:
Neu in Deiner Aufzählung hab ich die geraspelten Karotten gefunden, und das Öl, und die Tatsache, dass Du das Grünzeug (das meiner auch kriegt) kleingehackt unters Futter mischst - ich glaub, so gibts höhere Chancen, dass er das auch frisst, das halte ich ab jetzt ebenso.
Tierisches Eiweiss gab es auch hier in Form von Fliegen (nach Deiner ersten Erwähnung) und Heuschrecken von der Wiese. Heimchen und Heuschrecken aus der Zoohandlung werden eine gute Lösung für den Winter sein, das dachte ich mir auch schon, und das Vitaminpulver werde ich jetzt beherzter verwenden.
Ansonsten gibt es bei mir als Basis 1/2 Wildvogelfutter, 1/2 Ziervogelfutter (wie für Kanaris etc), dazu frisch geschrotet ungeschälten Hafer, Maiskörner, Nüsse, Kürbiskerne, Sesam, Dinkel und derartiges. Dazu die Samenstände von Spitzwegerich, div. Disteln, Brennesselsamen, Amaranth, Gräser - letzters aber bisher extra.
Ich hoffe, dass die Bemühungen bald Wirkung zeigen - danke nochmal für Deine Aufzähung!
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Hirse und Gurke sind hilfreich bei der Mauser.
Auch ganz interessant:
http://haustiere-berlin.de/vogelgefieder-und-mauser.html
http://www.holzl.de/Spatzenauswilderung.htm http://www.holzl.de/spatz.htm
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Gute Nachricht: Die neue Futtermischung mit Karotten, gehackten Wildkräutern und Öl zu den Körndln wird sehr gut aufgenommen, es scheint zu schmecken.
Früher haben unsere Aufzuchtvögel immer mal wieder gehacktes, hartgekochtes Ei bekommen, sicher auf Anraten eines Tierarztes. Ist das heute auch noch ein Thema oder überholtes Wissen? Ich habs bisher nicht gefüttert, fände es aber nicht unlogisch.
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Tierisches Eiweiß von Säugetieren (manchmal bekommt man ja die Empfehlung, einfach Katzenfutter zur Aufzucht zu verwenden) kann nicht die Basis für eine umfassende Versorgung bei Vögeln, besonders bei Jungen, die sich noch im Aufbau ihres gesamten Organismus befinden, sein, da es eine andere Aminosäurezusammensetzung als das der Insekten hat.
Es kann wohl als Ergänzungsfutter für erwachsene Tiere genutzt werden, da aber auch nur begrenzt, da sie ja eigentlich ihren Hunger mit Sachen stillen sollen, die sie wirklich benötigen und umsetzen können.
Ich bekam dann schon mal gesagt, aber bei mir hat das auch funktioniert. Das mag kurzfristig wohl sein, nur haben die Tiere dann wohl unter langfristigen Schädigungen zu leiden, die man garnicht mehr bemerkt, wenn man sie erstmal in die Freiheit entlassen hat.
Hab' ich gelesen... 8)
Martina, was ich noch vergessen hatte, Kalzium ist auch ganz wichtig (Sepia, Pulver o.ä.) Und Grit, aber das wirst du als alte Vogelbesitzerin ja bestimmt wissen.
Sperlinge stellen gegen Ende Herbst ihre Ernährung wohl komplett auf Körner, Sämereien und andere pflanzliche Anteile um, also wird eine Versorgung mit Insekten im Winter wohl nicht mehr nötig sein, die brauchen sie wohl nur zur Brut, Aufzucht und Mauser.
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Hallo Martina. Gehacktes Ei ist immer noch okay. Am günstigsten nur den Eidotter vermischt mit gehackten Kräutern.
Anbei Rezepte für Winterfutter mit Ei. Zwar nicht speziell für Spatzen aber doch interessant zum Lesen.
http://www.wildvogelhilfe.org/winterfuetterung/selbstgemachtesfutter.html
http://www.voegel-am-futterhaus.de/content/download/kraftfutter.pdf
Grit ist immer wichtig wegen der Verdauung. Am besten etwas unters Futter mischen und zur freien Aufnahme im Schälchen bzw. Boden.
Ansonsten fressen die Spatzen verschiedene Beeren und Apfel.
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Okay, danke Euch beiden! Ein bisschen Eidotter kann also gelegentlich mal dabei sein, merci Jepa-Blick!
fyvie, gut, dass Du mir das mit den Insekten geschrieben hast - ich brauche sie zwar ohnehin für die Echse, hätte sie aber ohne die Info den Winter durch weitergefüttert.
Ja, die "Vogelgrundausstattung" gibt es ohnehin, mit Sepia, Grit, Hirse etc. Weintrauben und Apfelstückchen, Paprika und Gurke biete ich an, ich sehe aber selten, was der Vogel davon frisst, weil er sich nicht gern dabei beobachten lässt.
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:) Martina, also Dein angebotene Futter klingt aber echt gut.
Du kannst nur schauen was weg ist. Dann weißt Du was er gefressen hat.
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Ja, Jepa-Blick, wenn ich es nicht in der Futterschale gemischt anbiete, geht das. Ich versuche, neue Sachen extra zu stellen, wenn sie gar keinen Anklang finden, will ich das wissen.
Die Eidotterstückchen waren weg :) - ob gefressen oder bloss in der Gegend verteilt, ist immer noch die Frage. Am Boden liegt ja gehäckseltes (100fach ;) entstaubtes) Stroh, mir fiel nichts Sinnvolleres ein, eine ausreichend grosse Schale mit Sand ist ohnehin vorhanden.
Körperpflege à la Spatz: Zuerst an den Rand des Wasserschüsselchens, Kopf rein und viel rumspritzen, oftmals wiederholen, dann weiter zum Sandschälchen, dort ausgiebig flattern und baden, retour zum Wasser und ab da gibts eine Schleife. Enden tut das dann später so, dass man auf einer Sitzstange jede einzelne Feder wieder richtig in Form legt.
Ich glaube, das macht er so richtig, oder?
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Ich glaube, das macht er so richtig, oder?
Meine machen es genauso, trotzdem finde ich es eine ganz schöne Sauerei mit dem nassen Gefieder in den Sand! Und dann scheinheilig Putzen und so tun, als ob man kein Dreckspatz wäre... ;D
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Und dann scheinheilig Putzen und so tun, als ob man kein Dreckspatz wäre... ;D
Ja. Das ist die Wahrheit über Spatzen.
Und uns beiden ist eh auch klar, wie die Pferde in der gatschigen Gatschkoppelzeit aussehen, und die putzen sich nicht annähernd so eigenständig
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Und uns beiden ist eh auch klar, wie die Pferde in der gatschigen Gatschkoppelzeit aussehen, und die putzen sich nicht annähernd so eigenständig
... wenn ich rausschaue, dann sprichst du mir gerade aus der Seele, so eine Schweinerei da draussen jetzt und die Pferde mitten drin! :P
Es tut mit gerade in dieser Jahreszeit immer so weh, nicht irgendwo zu leben, wo es endlose Steppen und Weidegründe gibt, ich glaube, den Pferden wäre ein trockenes Plätzchen auch lieber!
In meinem nächsten Leben werde ich sicher keine Pferde mehr haben, da ich mittlerweile glaube, dass man sie bei uns nicht auch nur annähernd artgerecht halten kann, aber jetzt fange ich schon wieder an rumzugrübeln und das wäre ein Thema für einen anderen Thread... 8)
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Oh man, so viele neue Posts - das ist ja wirklich ein heißes Thema inzwischen. Ich kann nur Daumen drücken - Ahnung habe ich überhaupt nicht ::)
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Ich kann nur Daumen drücken - Ahnung habe ich überhaupt nicht ::)
Macht nix, alleine die moralische Unterstützung und Anteilnahme hilft! ;) :D
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Ich kann nur Daumen drücken - Ahnung habe ich überhaupt nicht ::)
Macht nix, alleine die moralische Unterstützung und Anteilnahme hilft! ;) :D
Allerdings! :D
aber jetzt fange ich schon wieder an rumzugrübeln und das wäre ein Thema für einen anderen Thread...
Oh ja, ich kanns nachfühlen. Momentan wird man sehr an seine Grenzen geführt. Seien wir froh um die Spatzen, die lehren auch ein Stück Demut und unsere Bemühungen sind sicher gut für unser Karma.
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Seit Ende letzter Woche lassen sich die ersten dunklen Federn an der Brust erkennen - wie erwartet, ist es ein Männchen. Der helle Streifen an den Flügeln ist kaum mehr erkennbar, dafür aber neue hübsche Federn.
Das Köpfchen und die Schwanzfedern sehen aber immer noch zerzaust aus, dagegen meint man bei den Stallspatzen (die ich mir zum Vergleich immer genau ansehe), sie kämen direkt vom Friseur. Nu gut, wird schon noch werden.
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Das letzte Foto, das ich gezeigt habe, war offenbar zum Höhepunkt der Mauser.
Hier ein aktuelles, man sieht, dass die Flügel schon ganz propper aussehen. Und natürlich den beginnenden Brustfleck:

wilderstraussenhahn_16102012.jpg
Schwanzfedern gibts noch nicht neu, schade, grad die sind so schäbig.
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Geduld :)!
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Martina, die Schwungfedern wachsen ja wunderbar nach! :D
Aber ich würde mal sagen er ist noch mitten drin.
Pauli war ja wunderbar glatt und propper als ich ihn vom Züchter bekam, er meinte, mit der Mauser ist der durch, was mir damals schon seltsam vorkam, weil er noch nicht das richtige Hahnengefieder mit Käppchen und so hatte (Beginn Brustfleck schon).
Ja und jetzt pötzlich fallen dem Kerlchen nochmal Federn aus, andere wachsen nach und ich war natürlich schon wieder beunruhigt (liegt hier irgendetwas in der Luft, dass alle Vögel zum aufgeplatzten Sofakissen mutieren... ::) ;D)).
Hab natürlich nochmal im Netz gewühlt und tatsächlich eine Stelle gefunden, wo beschrieben war, dass die Mauser von Sperlingen sich über ein halbes Jahr und länger hinziehen kann (manche Kraniche mausern sich bis zu 3 (!) Jahren und sind in der Hochphase bis zu mehreren Monaten flugunfähig und müssen sich dazu im Wald gegen Freßfeinde verstecken! :o)
Also...., die Schwanzfedern kommen bei deinem Kleinen auch noch, bestimmt! (die hat Piepsi auch erst ganz zum Schluß verloren)
Was du allerdings schon ansprachst und was mir auch schon aufgefallen ist, dass ich seit ich andere Spatzen beobachte, ebenfalls noch nie einen gesehen habe, der so gerupft wie meine in ihren schlimmsten Zeiten aussah! (Vielleicht verstecken die sich auch... 8))
Was mir allerdings auch auffällt ist, dass, wenn meine Stress haben, sie ganz schnell ihr Gefieder anlegen und um einiges aerodynamischer und wildhafter aussehen, als wenn sie leidlich zufrieden rumsitzen oder hüpfen...
Ergo müßten die Kerlchen draussen Dauerstress haben.
Wie gehts denn dem Fliegen?
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@ Gänselieschen: Jau!
@ fyvie: ;D Oh ja - die freilebenden Spatzen sind wahrlich mehrere Nummern eleganter!
Und klar, wenn ich mich still vor den Käfig setze und die Kamera zücke, hat der Vogel mächtigst Stress, er frisst ja nicht mal gerne, wenn er beobachtet wird. Das soll gerne auch so bleiben. Gscheite Fotos bekomme ich so zwar nicht, man sieht ja auch an der angestrengten Kopfhaltung des Vogels, dass er Auswege sucht.
Ein bisschen dokumentiert werden soll halt schon, allein um des "Vogelswohl" ;) - und wenn Du sagst, dass diese erst kürzlich erreichte Pracht auch nur ein Zwischenprodukt sein wird ... soll so sein. Wann sind diese Viecher denn nu endlich wasserdicht? ;D
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Bei Piepsi (die mittlerweile in der großen Schüssel badet, das Trinknäpfchen war mittlerweile wirklich zu klein, sie wußte schon garnichtmehr, welches Teil sie darin zuerst befeuchten sollte! ;D) bemerke ich, dass sie nach dem Baden bei weitem nicht mehr so pitschnaß aussieht wie in früheren Zeiten und binnen kürzester Zeit auch wieder komplett trocken ist, obwohl es zu früheren Zeiten ja viel wärmer war, hat es ewig gedauert, bis sie wieder trocken war.
Also mit dem neuen Gefieder tut sich wohl auch dahingehend was!
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Das ist eine gute Nachricht, fyvie! Die neuen Federn wirken stabiler, das ist gut. Die Wasserschüssel hat auch hier mittlerweile so um die 15 cm Durchmesser.
LG treibt ein heikles Spiel mit den Heimchen. Er schüttelt immer 2 - 3 lebende rein und lässt den Vogel jagen, was ja an sich eine tolle Vorbereitung ist. Von den Echsen weiss ich allerdings, wie das enden kann. ::)
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Zum Thema Insektenfütterung (ist hier zwar für Mäuse)
"Füttern Sie im Handel erworbene Futterinsekten ca. eine Woche lang mit Obst und Gemüse, denn dort werden die Tiere oft gar nicht, mit Zeitung oder anderweitig minderwertig gefüttert und enthalten daher kaum wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Dies lässt sich durch die Fütterung nach dem Kauf ändern."
aus diesem Link http://www.das-maeuseasyl.de/doku.php/ernaehrung/eiweiss
Muss sagen ab und zu möchte ich mich gerne beschweren wie diese armen Futterinsekten in Zooläden dort gehalten werden!
Wie schön, dass sich das Gefieder bei allen so langsam normalisiert.
Vielleicht war der Umzugsstress für Piepsi aber auch ein Signal nochmal etwas nachzumausern. Das mit den Kranichen ist interressant.
Wenn Vögel erschrecken werden sie gertenschlank. Im Normalfall liegt ihr Gefieder ganz ordentlich und sauber an. In der Natur haben vermutlich die meisten mit struppigem Gefieder keine Überlebenschance. Wenn sie zu sehr aufgeplustert herumsitzen, dann sind sie krank.
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Könnten aber auch Federschädlinge am Werk sein? http://www.wildvogelhilfe.org/gesundheit/aeussereparasiten.html
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Puh, Jepa-Blick, für in der Früh sind die Bilder des Links aber nix!
Sagt mal, müsste der Vogel jetzt (oder überhaupt) in der Lage sein, Sonnenblumen zu entkernen? Ich hätte eine getrocknete Blüte von heuer, mit den Kernen noch zum rauspicken, die würde ich ihm gerne in den Käfig tun. Nur wenn er diese Nahrung noch nicht bewältigt, machts keinen Sinn.
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Ich habe das Gefühl, Sperlinge sind eher auf feinere Sämereien und Körner abonniert.
Auch am Vogelhäuschen kann ich beobachten, dass sie und auch die Meisen erst, wenn nichts anderes mehr da ist, sich an größere unentspelzte Sachen machen.
Sonnenblumenkerne, noch dazu mit Schale, sind primär wohl eher etwas für Finken mit kräftigerem Schnabel.
Auch meine habe ich noch nie Sonnenblumenkerne entspelzen gesehen, obwohl sie in ihrer Körner/Samenmischung wohl enthalten sind.
Solange noch genug anderes da ist...
Sonnenblumen gehören ja auch zu den sehr fetthaltigen Samen, sie werden vielleicht auch erst im Winter interessant, wenn a.g. der Kälte sehr energiehaltiges Futter benötigt wird, das fällt ja dann bei deinem Kleinen eher weg, der braucht wohl gerade eher Aminosäuren zur Gefiederbildung und wenn sie sich es aussuchen können, wissen sie schon sehr genau, was gerade dran ist. Nur der Hunger treibt alles rein, oder die Langeweile... 8)
Solange er nicht sehr hungert, vermute ich nicht, dass er sich darüber her macht, auch wenn er in der Lage wäre, sie zu knacken.
Nachdem seine Schwungfedern so schön nachwachsen, glaube ich eher nicht an Parasiten, der Schwanz entspricht ja eher dem Flügelgefieder von vorher und wie gesagt, die langen Schwanzfedern kamen bei mir auch am Schluß.Aber im Blick haben muß an die Parasiten natürlich immer, halt dann am Abend, wenn sie morgens zu schwerverdaulich sind! ;)
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Die Schwungfedern werden täglich schöner und bunter! :D Und die rupfigen Schwanzfedern hatten ja noch Krallenspuren, also insofern war der Parasit wohl die Stallkatze - wobei ich auch zwischendurch nach eben jenen Bildern gegoogelt hab, die (danke) Jepa-Blick hier nochmal erwähnt hat, einfach, um ggfs. aufmerksam zu bleiben.
Die Sonnenblumen hier werden selbst im Hochsommer von den Meisen heftigst geplündert - und diese eine Blüte habe ich eigentlich für sie als Winterfutter aufgehoben, die restlichen haben sie eh erledigt.
Die Spatzen hier turnen eher nach Gräsersamen, das hab ich auch beobachtet: Auf der Blüte landen, mit dem Stiel nach unten sinken und am Boden durchs Gewicht festhalten und futtern. Vor allem die Rispen einer Hirseart waren begehrt.
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Tschuldige, wollte eigentlich nicht schocken! :-\
Martina, trotzdem kannst Du es versuchen ihm diese anzubieten.
http://www.voegel-am-futterhaus.de/wiegehts.htm
Angeblich können Spatzen Sonnenblumenkerne knacken, aber da stimme ich fyvie bei, bei uns fressen sie vorwiegend Waldvogelfutter, Hirse, auch Hanf sehr gerne. Die Sonnenblumen werden aus dem Futterhäuschen nur so rausgeworfen wenn ein Spatz am Werke ist. Hab mal entspelzte Sonnenblumenkerne hingestreut, aber die sammelt der Eichelhäher sofort auf und versteckt sie irgendwo. ::)Im Moment füttere ich noch wenig, sie sollen aber den Futterplatz schon mal kennen bevor es kalt wird. Interessanterweise wissen sie es die Spatzen vom Vorjahr schon. Als es neulich in den Bergen schneite, guckten die ersten mal nach ob was da ist. Bisher waren der Spatzenpulk mehr bei den Distelsamen und der Fingerhirse die bei uns am Wegrand wächst.
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@ Jepa-Blick: Geht eh schon wieder :) Wichtig isser ja, der Link!
Ich wollte eigentlich noch was fragen: Die grossen Körner, die ich zu der Futtermischung dazugebe, also unentspelzter Hafer, Mais, u.dgl. breche ich bis jetzt behelfsmässig mit der Moulinette.
Soll ich das weiter so machen oder muss er allmählich das alleine hinkriegen?
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Die Sonnenblumen hier werden selbst im Hochsommer von den Meisen heftigst geplündert
Wohl eher auf der Jagd nach Insekten, sind die Körner da schon reif? Entschuldige die Frage, aber ich hatte noch nie welche im Garten... :-[
Und ganze Maiskörner haben bei mir nicht mal die Hühner gerne gefressen, Bruch war angenehmer.
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Die Sonnenblumen hier werden selbst im Hochsommer von den Meisen heftigst geplündert
Wohl eher auf der Jagd nach Insekten, sind die Körner da schon reif? Entschuldige die Frage, aber ich hatte noch nie welche im Garten... :-[
Nein, keine Insekten. Die hängen da drauf wie an Meisenknödeln ;D - eine grosse Blüte ist in ein paar Tagen leer.
Meine Sonnenblumen waren eh nur vergessene und gekeimte Meisenknödelreste. Ich hab sie stehen gelassen, sie wirkten so fröhlich. So bald sie die Köpfe neigen, fressen die Vögel, dann werden die Körner auch allmählich reif. Unreif schmecken sie ja auch, wie junge Walnüsse.
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Wahrscheinlich sind die Körner dann noch schön weich! Sperlinge fressen angeblich auch am liebsten 'milchreife', also noch grüne Gräsersamen.
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Ein kleines Rätsel. Was ist das? ;D
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...
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...
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...
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... ich habe fertig! ;D
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;D ;D ;D
Niedliche Fotos!
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Also ich würd sagen da genießt Jemand sein Bad! ;D Goldig!!!
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Wie immer furchtbarst gestresst, wenn ich mit der Kamera anrücke, aber dafür mit neuen Schwungfedern ... und sogar ein paar neue Schwanzfedern sind auch schon da. (Die habe ich zwar im Foto nicht mehr ganz drauf, aber mit meiner suboptimalen Kamera gehts nicht besser. Kaum zoome ich auf eine Stelle, hoffe, dass er sich kurz während des Flüchtens dahinsetzt - bis die Kamera auslöst, ist er schon wieder weg. Das geht so echt nicht mehr lang!)

wilderstraussenhahn25102012.jpg
Nun hat er nennenswerte Federn, und siehe da: Er fliegt!
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Das sieht doch schon prima aus! :D Und dass er jetzt fliegt ist doch der beste Beweis, dass das Gefieder langsam in Ordnung kommt.
Pauli sieht gerade ganz ähnlich gesprenkelt aus, nachdem er so heftig mausert, obwohl er lt. Züchter ja schon durch sein sollte. Offensichtlich ist er doch jünger als Piepsi.
Man kann ja jetzt schon bei unseren beiden Herren die Ansätze ihrer Käppchen erkennen, offensichtlich sind sie ähnlich weit.
Das mit deiner Kamera kann ich schon verstehen, dass ihn das stresst, wenn du so nahe ran mußt. Ich habe zwar auch nur eine Kompakte, aber mit 12- fach opt. Zoom. Da kann ich ganz am anderen Ende des Zimmers stehen und bekomme sie doch noch ganz groß drauf, ohne sie zu beunruhigen. Pauli ist nämlich trotz seiner Ortstreue und Kabelverbundenheit noch absolut scheu und wild. Langsam lerne ich das kleine Digiding zu schätzen.
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Ja, fyvie, es ist schön, wenn man fast täglich neue Federn entdeckt, und der Vogel ist putzmunter. Ich gehe allerdings schon davon aus, dass meiner sehr lange mausern wird, weil er ja im geheizten Innenraum ist - wobei mir das für den Winter unproblematisch erscheint.
Ich hab schon auch Zoom auf meiner Minikamera, (Ixus I Zoom), bin aber von früher verwöhnt, als ich mit 2 identen Spiegelreflexkameras und einigen schönen Objektiven ausgerüstet war. Ich such schon lang was Kompaktes, das aber auch gut manuell einstellbar ist - gib mir einen Tipp - welche Kamera verwendest Du?
Irgendwann kauf ich mir ja was Neues (oder auch passendes Gebrauchtes), ich hab bloss keinen Kopf dazu momentan. Die Suche ist jedesmal, wenn ichs angehe, noch komplizierter.
Fütterungstechnisch: Es wurde ja hier erwähnt, dass die Spatzen im Winter kein tierisches Eiweiss benötigen/bekommen sollen. Wann ist "Winter" für unsere?
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Eine Tierärztin von der Wildvogelhilfe meinte, solange sie sich noch mausern, wäre tierisches Eiweiß sehr wichtig und hilfreich, da die Körnernahrung zuwenig Eiweiß überhaupt enthält. Eigentlich logisch, Federn sind Eiweiß pur und irgendwo muß es ja herkommen, ist doch eine ganze Menge...
Da unsere Herren ja so spät mit der Entwicklung dran sind, füttere ich meinen jetzt täglich sog. 'Eifutter'(es gibt natürlich auch andere) zu. Für 'erwachsene' Vögel ist das wohl bis zu 1/4 der Gesamtnahrung o.K.(wg. des hohen Vit. D3 Gehaltes!).
Eigentlich wären Heimchen besser (wg. der optimaleren Aminosäurekonstellation des Insekteneiweißes), aber Piepsi ist so scharf auf die, dass sie Pauli sofort alles wegfrißt und sie ist ja mit der Mauser schon durch und er benötigt es! Mit dem Eifutter geht das ganz gut, da bekommen wenigstens beide was, ich hoffe, es klappt auch so gut.
Meine Kamera ist eine Panasonic Lumix DMC-TZ10 mit 12 fach opt. Zoom und ich bin damit für meinen Bedarf seeehr zufrieden. Wenn ich mich etwas mehr mit der Materie beschäftigen würde, wären bestimmt ganz prima Bilder drin. Ab und an ist mir das schon gelungen, aber dann eher per Zufall! ;)
Seit es jetzt so kalt ist, kann ich plötzlich beobachten, dass sie auch anfangen, die Sonnenblumenkerne zu entspelzen (allerdings kleine Weisse). Dauert zwar etwas länger, aber haut hin. Offensichtlich benötigen sie jetzt den hohen 'Fett'energiegehalt, um die nötige Wärme zu produzieren. Schlaue Kerlchen! 8)
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Wow, die Kamera klingt gut - wäre da nicht der GPS Empfänger. Danke für die Empfehlung!
Wegen Eiweissgehalt, ja: Sehr logisch. Das Eifutter spar ich mir, nach Durchsicht der Bestandteile, ich brauch nur heimchentechnisch eine gewisse Planung.
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Wegen Eiweissgehalt, ja: Sehr logisch. Das Eifutter spar ich mir, nach Durchsicht der Bestandteile, ich brauch nur heimchentechnisch eine gewisse Planung.
Heimchen wären mir wie gesagt auch lieber. Allerdings wäre mir z. Bsp. die Vit. D Substitution schon wichtig, denn gerade bei Vögeln, die kein UV Licht abbekommen (Scheiben filtern leider das entsprechende Spektrum heraus), kann der Körper das nicht selbst synthetisieren und da sind sie einfach auf Substitution angewiesen. Aber so wie du schon schriebst, bekommt er ja andere Vitaminzusätze.
GPS kann man deaktivieren, warum ist der Empfänger für dich problematisch? Ich bin ja ein Technikbanause, aber wenn es wegen der Strahlung ist, die ist doch sowieso vorhanden, ob du persönlich jetzt einen Empfänger hast, oder nicht!?
Oder bist du untergetaucht und wirst steckbrieflich irgendwie gesucht? ;D
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Okay, aktuelle Futterdetails hab ich verstanden, gut.
;D Ich achte nur sehr auf meine privaten Daten, bei der lausigen Datensicherheit überall möchte ich so wenig wie möglich mitmachen. Sonst klingt die Kamera schon gut, ist auch sehr kompakt, was mir wichtig ist, sonst nehme ich sie nämlich nicht mit und verpass die besten Fotos.
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Martina, wie gehts denn deinem kleinen Untermieter?
Sobald es Frost hat, werden meine Beiden jetzt draussen ganz schön unruhig und zappeln von einem Bein aufs andere und wollen rein oder fliegen ein um die andere Runde, weil man da scheinbar wärmer bleibt, als beim Rumsitzen.
Feierabend ist momentan schon um halb vier, dann hält sie nichts mehr draussen und sie machen es sich auf dem Lampenkabel gemütlich bis halb acht nächsten Morgen, dann muß Pauli aber schon schleunigst mal raus, um zu sehen, was am Futterhäuschen so abgeht, er ist der größte und lauteste Sänger hier weit und breit und hat sich mittlerweile zu einem richtigen Haussperlingshahn mit schwarzem Latz und Kappe entwickelt.
Piepsi würde glaub ich lieber den nebligen Tag drinnen verschlafen... 8) ;D
Vor kurzem diese makabere Situation:
Mutter sitzt mittags am Küchentisch, zerlegt das Brathendel, Piepsi hüpft nebenbei auf dem Tisch rum auf der Suche nach Brötchenbröseln vom Frühstück. Tochter stutzt........ " Mama, wenn sie jetzt wüßte, was wir da machen" ....... :-X :-X :-X
Irgendwie war mir schon seltsam bei dieser Mahlzeit, nachdem mir die Paradoxie meines Handelns wieder mal so vorgeführt wurde (zu meiner Entschuldigung kann ich leider nur vorbringen, dass es ein Biohuhn war.)
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Mein früherer Papagei hat gern die Hühnerknochen abgenagt. Sah schon etwas pervers (für mich) aus wie er da den großen Knochen in der einen Klaue hielt und daran knabberte. Kaum gewürzt und der Knochen war richtig saubergezaust vom Spezialisten. Den ersten hat er geklaut. Sonst habe ich die aufgegessen zum Nachtisch.
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;D
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Unsere gr. Alexandersittiche haben wir regelmäßig diese Hühnerknochen gegeben - die waren stets begeistert und haben alles fein säuberlich abgenagt. Von wegen Vegetarier!
Eines haben Piepsi und Pauli aber jetzt gelernt: Auf dem Tisch herum zu hüpfen, wie manche Spatzen in Gartenlokalen. Wir kennen so eines. :) Da räumen die Kellner immer ganz fluggs ab, damit das nicht überhand nimmt. 8)
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Nur Piepsi!
Pauli ist Gott sei Dank ja nicht fehlgeprägt und scheu gegenüber Menschen. Der sitzt nur neidisch auf dem Lampenkabel über dem Tisch und bekommt einen langen Hals! 8) ;D
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Sinnvoll während der Mauser ist es Gurken anzubieten , die Kieselsäure ist gut für die Federbildung .
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Das hatte ich probiert, leider haben sie sowohl Gurken, als auch Äpfel, Himbeeren und ich weiß nicht was noch alles verschmäht.
Einzig geriebene Karotten, Vogelmiere und hi und da etwas Löwenzahn nehmen sie nach wie vor dankbar an.
Ich habe sowieso das Gefühl, dass Sperlinge, sobald die Insektenzeit vorbei ist, ausschließlich auf Körner fixiert sind.
Sind halt doch keine Weichfresser wie Amseln und Rotkehlchen oder domestizierte Wellensittiche und Kanari.
Probiert haben sie in ihrer Neugier schon immer von allem, aber so lange noch Körner da waren...
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Das geht auch mit Hirse: "Der Reichtum der Hirse an Kieselsäure ist herausragend." Siehe Link, der eigentlich für die menschliche Ernährung gedacht ist. http://online-media.uni-marburg.de/biologie/nutzpflanzen/matthias/inhaltsstoffe.htm
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Ich dachte mir schon letzte Woche, dass es ruhig um die Spatzen geworden ist und hab einfach draus geschlossen, dass alles seinen Gang geht - schön, von Deinen zu hören, fyvie!
Auch hier werden fast nur mehr Körner und Nüsse angenommen, an Äpfeln wird eher rumgespielt, gehacktes Ei verdorrt, wie auch das Grünzeug und die Karotten, ich füttere es schon noch, allerdings weniger, weil ich meine, dass es nahezu unberührt bleibt und ich dann nicht so viel wegwerfen muss. Die Mauser ist fast abgeschlossen, er ist ein sehr hübscher Vogel geworden.
Gerade ertönen die Morgengesänge - er lässt sich vor allem von hochfrequenten Geräuschen animieren, bei Besteckklappern dreht er fast durch vor Begeisterung, aber auch hell perlende Klavierkonzerte, Mozart und Fußballübertragungen mag er sehr.
Ja, alles in allem warten wir bloss auf den Frühling! ;)
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Ich dachte mir, es ist mal wieder Zeit für Spatzenfotos.
Proudly presenting: Elvis von vorne

elvis_nov2012_1.jpg
Elvis von der Seite:

elvis_nov2012_2.jpg
und, weils so schön ist: Elvis von hinten

elvis_nov2012_3.jpg
(Es ist erstaunlich, was man mit ein bisschen Mühe aus einer Uraltkompaktkamera herausholen kann.)
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:D Da hat sich Elvis aber echt gemausert! Ist ein Hübscher geworden. Das Gefieder schaut gut aus. Prima!!
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Ja, gell, Jepa-Blick? So richtig verstört und unglücklich sieht er nicht aus.
Im Hinblick auf die Tatsache, dass ich ihn mit 11 1/3 zerfledderten Erstfedern gerettet habe, hat er sich gut gemausert.
Was man, glaub ich, nicht vergessen darf, ist die verlangsamte Wirkung der Fütterung. Übernimmt man ein erbarmungswürdiges Wesen, ist es schon gut, wenns überlebt. Dass es - gleich - ein schönes Gefieder entwickelt, ist wahrscheinlich Hybris. Wäre Elvis nämlich ein Alphaspatz gewesen, wär ihm das nie passiert. Und wenn es ihm passiert, ist er kein Alphaspatz. Andererseits: Die, die gut singen können, werden gemocht.
(Ich hoffe, wir beschädigen den Genpool nicht nachhaltig, fyvie.)
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Das letzte Bild gefällt mir am besten! ;D
Nein ehrlich, ein bildhübsches Kerlchen ist das geworden, kaum wiederzuerkennen. Und sieht auch ganz entspannt aus :D
Nomen est omen, ich hatte mal einen Hahn, er hieß Caruso. Aber Elvis ist natürlich noch cooler, Pauli würde vor Neid erblassen! 8) ;D
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Also Piepsi ist definitiv ein Alphaspatz!!! ;D
...kann auch an der falschen (V)Erziehung liegen... :-X
Könnte auch sein, dass sich die Alphatiere beim Betteln um Futter ganz vorne zu weit rausgelehnt haben.
Vielleicht waren die Eltern beim Füttern ja nachlässig, oder überfordert ( ein Elterntier tot) und die Kleinen deshalb so gierig, oder wenig Futterangebot, da späte Brut, es könnte ja alles mögliche gewesen sein...
Also wegen der Sache mit dem Genpool mache ich mir keine Gedanken, Piepsi erscheint mir absolut fit, fängt auch schon Spagetti im Flug aus der Luft (beim Training, in Ermangelung von Insekten... 8))
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Naja, alphatiermässig könnte auch Elvis der sein, der sich als erstes der Stallkatze gestellt hat.
Ein Held! ;D
Aber bei Bild 1 meiner Fotoserie sehe ich einfach nur einen testosteronstrotzenden Spatzenmann!
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Na nächstes Frühjahr werden die Spatzendamen dann den Macho gebührend bewundern! ;D
;D Spaghetti-Flugtraining find ich auch klasse!
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Ich schubs mal ...
Vorab: Elvis gehts gut, alles ok.
Er hat ein "Schlafgehgeräusch" - das sich an der Tageslänge orientiert. Das Geräusch ist ein eigenartiges Gurren (friedlich bis empört), dann will er auf seinen Schlafplatz und Ruhe haben.
fyvie: Tun das Deine auch? Im Reitstall hab ich das Geräusch so ähnlich in der Früh gehört, aber aufwachen tut Elvis piepsend. Was sie am Abend äussern, weiss ich nicht, da bin ich nicht da.
Wegen Vorplanung: Wann wird die Auswilderung möglich sein? Ich denke mir, nach der Frühjahrsmauser. Wann sollte das sein?
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http://www.kasparek-verlag.de/MaxKasparek/PDF/1981%20Kasparek%20-%20Mauser.pdf
S. 66 und 67 wobei es nicht die neueste Abhandlung ist und man die Vögel in England erwähnt.
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Dank Dir für den Link.
Sie beginnen Mitte Juli mit der Mauser, steht da ... okay, ich dachte, im Frühling gäbe es eine Mauser, die ich fürs Auswildern berücksichtigen muss. Ist offenbar nicht so.
Wann ungefähr sollte das Auswildern denn dann passieren? Spontan dachte ich, nach den Eismännern vielleicht?
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Vielleicht kannst Du mal googlen ob es eine Auffangstation in Deiner Nähe gibt für Vögel. Vielleicht hat sie eine Auswilderungsvoliere. Das wäre günstig.
Der Vogel sollte möglichst draußen in einer Flugvoliere in natürlicher Umgebung eine Weile leben. Wenn er selbständig die natürliche Nahrung der Umgebung frisst und auch Regen gut abkann ohne dass sein Gefieder gleich quatschnass ist, kannst Du es bei einer Schönwetterperiode wagen ihn frei zu lassen.
Es sollte nicht zu später Frühling sein, weil brütende Artgenossen ihn sonst angreifen könnten. Diese beginnte Ende April... http://de.wikipedia.org/wiki/Haussperling
Weitere Links
http://myolive.com/fotoalbenSpatz.htm
http://www.wildvogelhilfe.org/aufzucht/auswilderung.html
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Martina, du könntest bei der EGS anrufen. Ich hatte vor Jahren mit Hans Frey (=der Vogelpapst der VetMed) wegen einem Storch Kontakt und er ist wirklich sehr hilfs- und auskunftsbereit.
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Dank Dir für den Link.
Sie beginnen Mitte Juli mit der Mauser, steht da ... okay, ich dachte, im Frühling gäbe es eine Mauser, die ich fürs Auswildern berücksichtigen muss. Ist offenbar nicht so.
Wann ungefähr sollte das Auswildern denn dann passieren? Spontan dachte ich, nach den Eismännern vielleicht?
Haussperlinge haben in der Tat nur eine Jahresmauser im Sommer nach der Brut.
Da bei uns der Sperber dauernd ums Haus ist (saß letzte Woche im Apfelbäumchen vor der Voliere und fixierte meine Beiden, nachdem alle anderen die Futterstelle daneben fluchtartig verlassen hatten, mir blieb fast das Herz stehen, als ich das sah.. :-X), werde ich mit der Freilassung sicher noch warten, bis die Bäume voll belaubt sind, damit sie wenigstens etwas Deckung haben in der ersten Zeit, in der sie sich noch nicht so auskennen.
Ich fände es auch gut, wenn Elvis sich vor der Freilassung in einer Auswilderungsstation erst mal an andere Vögel und eine 'freiere' Umgebung gewöhnen könnte.
Hab leider momentan sehr wenig Zeit fürs Forum, sonst würde ich noch etwas mehr berichten, aber vielleicht bald wieder. Piepsi und Pauli geht es ansonsten prima.
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Das ärgste Erlebnis war der schon paar Male beobachtete Falke, der den Spatz hinter der Terrassentür sah, (gottseidank, weil ihm dadurch selbst nichts passiert ist) schräg anflog und gegen die Scheibe prallte.
Ich werd schauen, was ich in Richtung Auswilderungsstation in Erfahrung bringe.
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Wenn Ihr von Auswildern sprecht, dann fällt mir auch immer gleich das ein, was weiter oben zum Federkleid stand. Wenn das Federkleid nun also nicht fettet, gibt sich das dann nach der nächsten Mauser, oder nie? Kann man den Piepser nicht mal prophylaktisch einmal nasssprühen und sehen, ob es geht?
L.G.
Gänselieschen
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Tut mir leid, habe schon länger nicht mehr hier reingeschaut, vielleicht, weil ich momentan die Tatsache, dass ich die beiden in ihr Schicksal entlassen muß, sobald die Bäume belaubt sind, heftig verdränge. :-X
Zu deiner Frage kann ich nur sagen, dass bei meinen Beiden das Gefieder nach der ersten Mauser völlig o.k. war, das zeigte sich auch darin, dass es nach dem Baden viel schneller abtrocknete, bzw. bei Regen die Tropfen abperlten
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Es war auch bei mir nix zu sagen, fyvie ... aber jetzt hab ich Neuigkeiten:
Elvis wurde erfolgreich ausgewildert, jetzt, da die Bäume schon belaubt sind (danke für den Gedanken!), haben wir es gewagt. Untertags war er mit seinem Käfig schon länger draußen, und LG hat die Spatzenbande, die in der Umgebung haust, gezielt mit Futter zu seinem Käfig gelockt.
So haben sie einander kennengelernt, gemeinsam Futter gepickt, und gestern vormittags zog er los. Heute (gestern auch) haben wir ihn gesehen: Er bringt die anderen Spatzen zum Essen wieder hierher 8) , und er ist logischerweise der Mutigste, weil er weniger Abstand zu uns braucht. Sein Käfig und neues Futter davor ist ja bereit ;) . Den Käfig räumen wir demnächst weg, Futter wird wohl noch länger gestreut werden.
Es war ein Glücksmoment, ihnt heute morgen wieder zu sehen. :D
@ Gänselieschen: Man sah beim Baden, dass das Federkleid allmählich wasserabweisender wird. Das tun sie ja täglich.
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Hurra! ;D
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR ERFOLGREICHEN AUSWILDERUNG.
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Das freut mich auch, ich war schon gespannt, wie euer Erlebnis wohl ausgeht. Klasse :D
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Wunderbar! Gratuliere! :D
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Dankeschön! :D
Jetzt müssen wir noch für fyvie und ihre beiden die Daumen drücken.
Nachtrag: Eure Hinweise und der Zuspruch haben mir sehr geholfen. Ich wollte mich nochmal dafür bedanken! :D
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Gratuliere! Ich freu mich mit Elvis und Dir.
LG
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Habe gerade erst gesehen, dass es Neuigkeiten gibt.
Wie schön Martina, dass bisher alles so gut geklappt hat! :D
Da bei uns der Winter sehr lang und kalt war, fangen hier die Bäume gerade erst an auszutreiben.
Ich werde wohl noch ein wenig warten, bis alles dicht belaubt ist und eine Schönwetterphase angesagt und dann werde auch ich es wagen.
Aber mir wird ganz schwer ums Herz. Natürlich werde ich die beiden Kobolde auch sehr vermissen, aber viel schlimmer ist der Gedanke, sie so arglos in ihr Schicksal zu entlassen.
Bei uns ist der Sperber jeden Tag ums Haus, vor ein paar Tagen holte er scheinbar einen der Stare, die im Kasten über dem Stall brüteten. Es mußte wohl Gegenwehr gegeben haben, unter dem Kasten am Boden lag eine Sperberfeder.
Pauli ist allerdings schon ganz wild und liefert sich mit den anderen draussen heftige Balzgelage, ich habe den Eindruck, ein Männchen drängt eher nach draussen, zumal er ja nicht mit der Hand aufgezogen wurde.
Piepsi genießt es, jetzt wo das Küchenfenster wieder ganztägig zwecks größerem Flugraum offen ist, sitzt oft herinnen und beobachtet mich, fliegt mir auf die Schulter und sieht beim Kochen zu. Könnte ja ein Bröselchen... 8), während Pauli draussen mit den anderen Damen rumgockelt.
Man merkt schon sehr genau, dass Pauli von seinen Eltern aufgezogen wurde und Piepsi dahingehend einfach fehlgeprägt ist, obwohl ich die Nähe zu mir nie gefördert habe, ausser, dass sie eben das Futter aus meiner Hand bekommen hat und ich sie allerdings nie vertrieben habe, wenn sie Nähe suchte, das hätte ich nicht übers Herz gebracht, wo sie ja anfangs weder Eltern, noch Geschwister, noch einen anderen Gefährten hatte.
Beide haben den täglichen Wechsel im Winter von drinnen (nachts) nach draussen (tags) erstaunlich gut weggesteckt.
Sie haben ja nicht wie andere Tiere ein Winterfell(befiederung), sondern müssen sich mit ihrem normalen Gefieder ihrer veränderten Umgebung anpassen können. Das kann ganz schnell passieren, durch das Aufplustern des Gefieders und Wiederanlegen, so als ob wir einen dicken Daunenanorak anziehen und wieder aus.
Drinnen waren sie ganz schmal und kaum waren sie vor dem Fenster in der Voliere, mutierten sie zu kleinen Christbaumkugeln!
Durch den dauernden fast hautnahen Kontakt mit den anderen Spatzen über den Winter (ich habe das Futter immer direkt bis an das Volierennetz gestreut, so dass sie fast Kopf an Kopf pickten), haben sie sich so schon sehr auch an das Verhalten der andern gewöhnt und ich hoffe, dass es dahingehend zumindest mit Pauli keine Probleme gibt.
Was Piepsi betrifft, bin ich skeptischer, mal sehen...
Zumindest den Pauli findet sie offensichtlich nicht besonders attraktiv, Frühlingsgefühle hin oder her. Zusammen Putzen, Fressen, Baden ja, aber jede Annäherung ihres liebestollen Galan wird vehement zurückgewiesen, ich hoffe, er ist nur einfach nicht ihr Typ.
Ich werde einfach abwarten, was sie machen. Wenn sie irgendwann oder auch sofort lieber draussen bleiben, würde ich mich sehr für sie freuen. Wenn sie hier bleiben wollen, können sie hier bleiben, ich werde nichts wegräumen oder das Fenster verschließen. Sie haben die Wahl und alle Zeit, denn ich weiß nicht, was für sie am besten ist, ich kann nur darauf vertrauen, dass sie es schon wissen.
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Hallo Fyfie: Der Sperber scheint bei Dir bleiben zu wollen. Vielleicht gefällt ihm das Vogel-Angebot. :-[
Wenn die Stare schon zu nisten anfangen, wird es auch bald Zeit die Spatzen auszuwildern, damit sie noch Partner finden. Scheinbar hegendie Beiden eher geschwisterliche Gefühle....
Wenn der Sperber da bleibt, ist es riskant sie dort auszuwildern. Ein anderer Platz wäre besser. Allerdings kann man dann nicht beobachten und evtl. eingreifen, wenn es nicht klappt. Keine einfache Entscheidung!!
Vielleicht kennst Du Jemand der einen Garten hat und sie dort betreuen könnte und bei einer Schönwetterphase auslässt?
Oder aber behalten.... bis der Sperber nicht mehr da ist.... :-\
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Servus fyvie!
Ach, wie ich diese Überlegungen kenne! Ein Verlust an anderer Stelle hat den erwarteten Abschiedsschmerz vom Spatz etwas relativiert. Allerdings war es 2 x deutlich zu erkennen, dass Elvis am Abend extrem gerne mit den anderen Spatzen mitgeflogen wäre - er hat im Käfig richtig rebelliert, das fand ich schon überdeutlich, da haben wir dann schnell gehandelt.
Er hatte den ganzen langen Winter ja keine Vogelgesellschaft, und die Nähe zu den anderen, die mit dem Frühling wieder möglich war, hat das wohl ausgelöst. So, wie wir es hier halten (ohne Sperber, glücklicherweise), läuft es sehr gut.
Er kommt zwar mehrmals täglich zum Fressen, bringt auch weiterhin den kleinen Schwarm mit, aber ich sehe oft einen einzelnen Spatz mal hier, mal da sitzen. Meist ist er es, aber etwas weiter entfernt sind dann schon die anderen, abwartend, und er ist auch offensichtlich Teil der Gruppe, was uns sehr froh stimmt. Ich denke, Schwarmvögel sind doch etwas unterstützer als Einzelgänger!
Letztlich ist es immer ein Risiko, und läuft nie gleich ab. Und jeder Vogel ist anders, meine Amseldame, die ich als Kind aufgezogen hatte, kam noch wochenlang abends, ließ sich per Hand füttern, verschwand dann eine Zeit und brachte danach einen schüchternen Amselhahn mit, fast, als würde sie ihn uns vorstellen. Ab da sahen wir sie nur mehr selten, bis nicht mehr, klar.
Dass aus dem gerupften Hendl mit 3 1/2 pitschnassen Federn doch noch ein Vogel geworden ist, war erstaunlich genug.
In diesem Sinne - alles Gute!
Martina
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Nach einer langen Zeit der Kälte und Nässe von oben (und dann von unten :-X) ist seit Mittwoch letzter Woche die Volierentüre offen.
Eine Woche voller Freude, Warten, Bangen, was wohl passieren würde, immer den Sperber im Nacken, der Tage vorher vor meinen Augen einen Elternteil der Brut eines unserer Starenkästen mit sich nahm...
Nachdem ich festgestellt hatte, dass der eine Elternteil die Kleinen nicht würde ernähren können, brachte ich die Kleinen in einer Nacht-u.Nebelaktion (die Wasser-Honigspritze auf dem Beifahrersitz um die schon sehr dehydrierten Kleinen nebenbei zu versorgen) zu einer jungen Tierärztin ( über die Wildvogelhilfe) an den Starnberger See, die die Kleinen bis zur Futterfestigkeit versorgte und sie nun zum Auswildern in den Vogelpark Olching bei München brachte. Aber das nur nebenbei...
Ja, die Voliere ging am Morgen auf, die beiden flogen raus und konnten sich noch garnicht richtig orientieren, da wurde Piepsi schon von einer Horde Spatzen verfolgt, die sie offensichtlich vertreiben wollten. :o :-X
Am nächsten Tag war mir klar. was passiert war. 8)
Nach einer sehr unruhigen Nacht meinerseits kam Piepsi am Morgen very busy in die Voliere, hatte kaum Zeit zum Fressen und war nur am Sammeln von Heu, welches ich dort schon immer in der Hoffnung einer Liaison meiner beiden deponiert hatte.
Welche Freude! :D
Und welch eine Enttäuschung, als ich sah, dass sie das Material in einen Schlitz unter der Dachrinne brachte und das Männchen, das eifrig ihr Tun bewachte, nicht Pauli war :'(
Der machte einstweilen balzend und schreiend die Gegend unsicher, von einem Dach zum anderen, leider bis dato erfolglos.
So hatte ich das garnicht erwartet, ich dachte, Piepsi wäre die, welche massive Probleme haben würde a.g. ihrer falschen Prägung.
Einstweilen amüsiert sie sich gegenüber beim Nachbarn im Jasminstrauch mit ihrem Galan und baut am Nest, leider an genau dem selben Platz über unserer Terrasse, aus dem sie abgestürzt ware.
Nach einigen Tagen, an denen sie wohl uneingeschränkt ihre Freiheit genossen und nachts nicht hereinkamen, saßen sie nach einem heftigen Gewitter vorgestern (nach welchem Piepsi ziemlich verstört ankam) jetzt abends wieder auf ihren alten Schlafplätzen herinnen, wollten aber so um 5 morgens schon mit Vehemenz hinaus, der Galan draussen plärrte ja schon seit einer halben Stunde und Pauli ist sowieso ein Frühaufsteher.
Sie kommen regelmäßig hier zum Fressen, Piepsi dauernd,sitzt auch zu Tisch bei den gemeinsamen Mahlzeiten wie bisher, Pauli alle Stunde, ich habe sie aber beide auch schon mit Insekten im Schnabel und an den Gräsern rumturnen sehen.
Piepsi genießt weiterhin ihr tägliches Bad und Sandbad hier in der Voliere vorm Küchenfenster, während ihr Freund brav draussen im Pflaumenbaum davor wartet.
Ich vermute, dass sie das herinnen schlafen zumindest vorrübergehend aufgeben wird, wenn sie brütet.
Mal sehen, ob dann Piepsi plus x auf dem Lampenkabel hocken, ich glaube es aber nicht.
Es scheint ein langsamer Ablösungsprozeß zu werden, wie ich es eigentlich erwartet hatte nach so einer langen Zeit und wenn sie weiterhin alle Möglichkeiten haben wie bisher und sich frei entscheiden können.
So denke ich, ist es auch am Besten für uns alle und für Pauli wünsche ich mir natürlich möglichst bald auch eine Partnerin, er ist so ein toller Hahn, dass das noch keine gemerkt hat... ::)
Ich bin so dankbar für diese Erfahrung, dieses eine Jahr und hoffentlich noch länger mit den beiden kleinen 'wilden' Kobolden, es hat meine Einstellung und das Bewußtsein für die Welt der kleinen Tiere um mich herum und ihre Bedürftnisse gewaltig geändert.
Ich hoffe, sie können sich noch lange ihrer neuen Freiheit erfreuen und ich darf ein neues Werden und Sein beobachten!
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Das ist ja wirklich eine tolle Aktion, naja, wenn das Nest zu voll ist, dann kannst du die Voliere ja 'nachnutzen', so bitter das klingt.
Stare mit Honig-Wasserspritze - was es nicht so gibt.
Einfach toll, wie du das alles herausbekommen hast.
L.G.
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*schnüff* Schööön! Toll hast Du das hingekriegt!
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Ein schönes Happy End, wenn auch nicht für Pauli( aber den kannte sie eben schon zu gut, wie im wirklichen Leben! ;D ;D ;D ;))
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Ach, auch andere Spatzenmütter haben hübsche Töchter. Der findet schon noch was für's Nest ;)
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Ja, die Voliere wird natürlich erstmal nicht abgebaut, die Tierärztin meinte auch lachend, wenn man erst mal einen Blick dafür hat, fallen plötzlich dauernd irgendwelche Vögel aus den Nestern! 8)
Und sie stört ja nicht vor dem Fenster, bringt so ein wenig von Dschungelexotik in den Ausblick ;D
In der Zeit des großen Regens und der Überschwemmung hier habe ich vermehrt Weichfutter gestreut, da ich überall Vogeleltern mit ihren gerade ausgeflogenen Jungen sah, die um Futter bettelten. Es kübelte tagelang so arg und war so kalt, dass an Insektenfang nicht zu denken war und bestimmt der Großteil der Nachkommenschaft verhungert wäre.
Sie nahmen das Futter dankbar an und stopften die hungrigen Mäuler hier im Trockenen unterm Balkon auf der Terasse.
Feld-Haussperlinge, Meisen, Stare und Goldammern.
Es heißt ja immer, man solle im Sommer nicht füttern, da sonst die Eltern keine Insekten mehr fangen, die so wichtig für die Aufzucht sind. Dazu kann ich nach dieser Erfahrung nur sagen, dass ich das überhaupt nicht bestätigen kann, nachdem es wieder warm und sonnig war, war die ganze Sippschaft wieder verschwunden, trotz Futter, ich beobachtete sie in den umliegenden Büschen, wo sie auf Insektenfang gingen und die Jungen auch noch versorgten, die sich schon selbst in der Jagd erprobten.
In 'Notzeiten' werde ich es also wieder so machen, auch wenn es sicher Kritiker gibt, die meinen, die Natur reguliere sich halt selber. Das schon, aber nicht in meinem Garten! 8)
Ich könnte da einfach nicht zusehen und nichts machen, wenn ich die Möglichkeit habe.
Und von wegen, sie kannte ihn halt schon so lange, also er hatte die kleine zeternde Zicke auch schon die ganze Zeit ertragen und begehrte sie immer noch, auch wie im echten Leben! ;D :)
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Es gibt freudige Nachrichten... Ich bin (Vogel)Oma geworden! :D :D :D
Völlig unerwartet fing Piepsi letzte Woche Mittwoch plötzlich an, die leckeren Buffaloewürmer nicht mehr nur selbst zu fressen, sondern zusammenzusammeln, bis nichts mehr in den Schnabel paßte und aufs Dach zu verschwinden.
Erst dachte ich, das könne doch nicht sein, sie baute ja erst seit einiger Zeit am Nest und hatte auch am selben Tag noch Heu dafür abgeschleppt und jetzt schon Nachwuchs?
Sie war doch jeden Tag längstens mal eine halbe Stunde weg, wann sollte sie gebrütet haben? ???
Am nächsten Tag legte ich mich auf die Lauer, nachdem sie beim Futterholen war und siehe da, als sie im Nest verschwunden war, hörte ich gaaanz leise ein feines Piepen!
Jetzt war mir klar, warum sie so gierig Futter wegschleppte.
Bald sah ich dann auch ihren Freund mit kleinen schwarzen Kerbtieren im Schnabel, allerdings saß er zumindest am Anfang eher auf der Dachrinne und verteidigte die schwer schleppende Piepsi gegen unbelehrbare Junggesellen, darunter auch Pauli... ::)
Der zog eine Zeit lang mit einem anderen Männchen, das ihn verfolgte wie ein Schatten, um die Häuser. Wenn Pauli kurz zum Fressen da war, saß der brav vor der Voliere und wartete und schwups, waren beide schon wieder über alle Berge. Pauli gab in seiner Anwesenheit plötzlich ganz seltsame Töne von sich, die ich noch nie zuvor gehört hatte und ich freute mich schon, dass offensichtlich auch er seine Bestimmung gefunden hatte!
Aber leider war es nix Dauerhaftes, seit ein paar Tagen ist er wieder balzenderweise alleine unterwegs und nervt die zunehmend gestresste Piepsi, die mit ihrer mittlerweile laut schreienden Bande alle Schnäbel voll zu tun hat!
Aber als Oma tut man ja, was man kann. ::) Habe natürlich gleich per Express diverse Frostinsekten bestellt, die Piepsi gierig annimmt, besonders, wenn die Witterung schlecht ist und die Insekten rar sind.
Auch Fliegen fange ich wieder und voll Blut gesaugte Bremsen, die ich mit der Patsche auf den Pferden abklatsche, die anfangs etwas genervt schauten, es aber mittlerweile mit stoischer Gelassenheit ertragen. Wahrscheinlich sind sie sogar froh, die heuer a.g. der Nässe extrem vielen Plagegeister loszuwerden...
Diese Bremsen liebt Piepsi besonders, wahrscheinlich sind sie mit dem Blut besonders nahrhaft, eine ganze Menge davon frißt sie selber.
Interessant ist, dass die beiden Eltern nie mit dem Futter gleich zum Nest fliegen, sondern immer erst irgendwo versteckt im Baum oder Busch die Umgebung beobachten, bevor sie dann, wenn nichts und niemand in Sicht ist, blitzschnell zum Nest durchstarten.
Sobald ich mich auch nur annähernd in der Umgebung des Nestes bewege, warten sie ab, bis ich wieder weg bin.
Und das obwohl Piepsi mich in ihrer Nestbauzeit im Garten anflog, an meinen Haaren zerrte und mit ihnen abschwirren wollte, was ihr nicht sehr bekam, denn es drehte sie im Flug mit den Haaren ja jedesmal um die eigene Achse. Irgendwann hatte sie dann auch begriffen, dass da wohl nichts zu holen war, auch wenn es so schön weich und geeignet erschien ;D
Ja, jetzt bin ich gespannt, wie es weitergeht, die Nestlingzeit beträgt so zwischen 10-14 Tagen und 9 sind schon um. Unglaublich, dass ich die beiden erst vor gerade mal 4 Wochen frei gelassen habe!
Wieviel Freude ich schon hatte, mit diesen kleinen Tierchen und wieviele Ängste ich schon ausgestanden habe, der Sperber kreist ja immer, fast jeden Tag.
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Gerade geknipst:
Piepsimama im Supermarkt an der Gefrierfleischtheke! ;D
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Klasse! Das zu lesen macht Freude! ;D
Mittlerweile habe ich auch wieder eine kleine Spatzenkolonie, sie scheinen gerade zum zweiten mal zu brüten.
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Auch Fliegen fange ich wieder und voll Blut gesaugte Bremsen, die ich mit der Patsche auf den Pferden abklatsche, die anfangs etwas genervt schauten, es aber mittlerweile mit stoischer Gelassenheit ertragen.
;D ;D ;D
Klasse auch der Rest Deines Berichtes!
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Mittlerweile habe ich auch wieder eine kleine Spatzenkolonie, sie scheinen gerade zum zweiten mal zu brüten.
Dabei bleibst bestimmt nicht, drei Mal sind schon drin! ;D
Martina, hast du mal was von Elvis gehört/gesehen?
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Ja, hab ich, fyvie :D .
Er hat sich gleich dem für ihn angelockten Schwarm angeschlossen und bringt ihn nach wie vor mit - bei uns gibts ja regelmäßig Futter, anfangs, damit er nicht verhungert, zwischenzeitlich, weil wir sie gerne beobachten.
Relativ schnell nach dem Auswildern (da haben wir ihn noch erkannt, nun sind wir nicht mehr ganz so sicher) kam er mal, nur mit einer Spatzendame, ohne Anhang. Das erste und zweite Date konnten wir also beobachten ;) , das dritte dann nicht mehr.
Allerdings treiben die Spatzen durchaus Schabernack, werfen sich spielerisch gegen die Terrassentür (Du kennst das Verhalten ja ::) ) und machen, wenn mehr Türen auf sind, auch schon mal kurze Ausflüge ins Wohnzimmer - ich glaub, das sind die Halbstarken. Die kennen die Gegend ja, sie werden zum Füttern mitgebracht, sobald sie fliegen können.
Elvis hat ihnen allerlei Blödsinn erzählt, jetzt wollen sie es also selber wissen 8) - das war in Kombination mit einem Hundwelpen zwischendurch ganz spannend.
Mir ist es allerdings ganz recht, (obwohl ich Dir wiederum sehr herzlich dazu gratuliere, Oma geworden zu sein ;D ), dass ich die Verantwortung los geworden bin, so nett es war, und das wars wirklich.
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Ein Jahr ist vergangen.
Piepsi muß letzes Jahr noch als sie ihre flüggen Jungen fütterte etwas zugestoßen sein. Eines Morgens kam sie nicht mehr...
Pauli hat mittlerweile schon zum dritten Mal gebrütet. Mit vereinten Kräften ziehen wir die Jungen groß, ich versorge ihn gerade bei schlechtem Wetter mit abgekocheten Fliegenmaden und Käferlarven, er hält uns dafür die Küche spinnen -und ungezieferfrei! ;D
Seine Kleinen letztes Jahr hat er während des schlimmen Hochwasserdauerregens verloren, sie waren kurz zuvor flügge geworden. Tags flüchteten sie sich zwar zum Schutz mit dem Papa in unsre kleine Voliere, aber nachts schliefen ja alle draussen. Am morgen kam dann nur noch Pauli ziemlich desorientiert, die Kleinen waren wohl an Durchnässung und Unterkühlung gestorben.
Die erste Brut dieses Jahr endete seltsam. Nachdem er gut eine Woche schon gefüttert hatte, stellte er dieses plötzlich ein und fing wieder an Rumzubalzen. Vielleicht hatte irgendwer das Nest ausgeraubt (er brütet immer beim Nachbarn unterm Dach, die Plätze hier am Haus sind alle schon lange belegt...)
Nun hat er zum dritten Mal Nachwuchs, heute hat er sie zum ersten Mal mitgebracht, hier sitzen sie auf dem Bäumchen vor unserer kleinen Voliere am Küchenfenster, während Pauli hier die Haferflocken vom Frühstückstisch klaubt und rausschleppt
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Während Pauli in der kleinen Voliere am Küchenfenster unverdrossen weiterhin um Futter angebettelt wird
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und seine Vaterpflichten
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bis zur Erschöpfung erfüllt 8)
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...ist mir beim Unkrautjäten mittlerweile ein neues Findelkind in die Hände gefallen :'( :D :-X
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das nach einer üppigen Portion 'Vogelmilch' schon lebensfroher aus der Wäsche blickte
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und nach Rücksprache mit einer 'Vogelbekannten' nun doch nicht ohne Geschwisterchen aufwachsen muß ( die beiden anderen Kleinen in ähnlichem Alter, waren vom Hausmeister eines Hotels nach Beschwerde von Gästen über das Gepiepse kurzerhand mit einem scharfen Wasserstrahl im Nest vom Dach gefegt worden. Zwei Geschwister waren leider tot >:( >:( >:()
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waren vom Hausmeister eines Hotels nach Beschwerde von Gästen über das Gepiepse kurzerhand mit einem scharfen Wasserstrahl vom Dach gefegt worden.
Ich hätte gerne einen Wasserwerfer mit dreifachem atü für Hausmeister und Gast. Hochhausdach wäre genehm.
Viel Glück für die Minis!
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Gegen Ignoranz hilft leider auch kein Wasserstrahl.
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Unglaublich!
In einem Hotel, in dem man wahrscheinlich auch nur rel. kurz bleibt.
Nicht zu fassen!
VG Wolfgang
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Spaten und Ähnliches lagern jetzt erstmal im Haus, das alte Gartenhäuschen wurde ganz schnell zur neuen kleinen Voliere úmgebaut, nachdem mir heute zwei schon beim Füttern ausgebüchst waren und unter einen Schrank in der Küche geflattert waren. Ich dachte nicht, dass sie so schnell flügge würden.
Die 'alte' Voliere am Küchenfenster ist ja von Pauli und Nachwuchs ( und hundert anderen Hausspatzen, Meisen und Spechten mit Nachwuchs) in Beschlag gelegt.
Diesmal ist es etwas kompliziert, da ich die beiden Neuen in einem Alter bekommen habe, wo sie schon sehr scheu sind ( Prägungsphase vorüber, gut fürs Auswildern, schlecht für mich) aber noch nicht alleine fressen.
Ich hoffe, dass mir da etwas einfällt, sie wollen nämlich nicht mehr in ihrem Nestchen bleiben und sich in der Hand füttern lassen (mein Kleiner schon noch, der ist noch jünger).
Ehrlichgesagt weiß ich noch nicht, wie ich die beiden kleinen Handscheuen nun ernähren soll, ich kann nur hoffen, dass sie ihre Angst überwinden, wenn sie nur genug Hunger haben und mich dann heran lassen. ???
Der Raum in der kleinen Voliere ist nun auch übersichtlicher als die große Küche, da können sie sich bei ihren Fluchtversuchen nicht so leicht verletzen.
Der Hausmeister hatte von der couragierten Hotelbesitzerin übrigends eine Abmahnung bekommen und die Gäste den Hinweis, dass am Land eben die Vögel von den Dächern pfeiffen und wenn ihnen das nicht gefiele, sollten sie doch bitte in München bleiben.
Respekt, sie hatte auch die Kleinen zu meiner Bekannten nach Passau gebracht, bevor ich sie dort holte.
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Ich wollte oben noch schreiben: Wenn ich Hotelbesitzer wäre, aber gut so zu hören...
...dacht ich mirs, Städter auf dem Land.
VG Wolfgang
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Hat jemand eine Idee, wie ich es am besten anstelle, den beiden Scheuen das alleine Fressen beizubringen, bzw. sie erstmal weiterhin zu ernähren?
Ausser warten, bis sie ausgehungert sind und dann immer wieder anbieten und darauf hoffen, dass sie irgendwann nicht abhauen fällt mir nicht viel Schlaues ein... :-\
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Keine Idee, unsere gelegentlichen Vogelpfleglinge fraßen bisher immer schon allein.
Aber ich finde es großartig, wie es Dir gelingt mit den Vögeln! Und die Pauli-Fotos sind wirklich nett!
Weil hier jahrelang keine Spatzen mehr waren, (keine Tierhaltung mehr ringsum) habe ich versucht wieder welche anzusiedeln- das Tschilpen vom Dach fehlte sehr. Das ist inzwischen gut gelungen und es lebt hier wieder ein Trüpplein mit mehreren Nestern.
Soviel zum: das Pfeifen die Spatzen vom Dach...
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Wenn sie gar nichts zu sich nehmen, musst du sie fangen und da ist die Frage, wie ist die schonenste Methode.Kann man die Voliere mit einem Bettlaken so zuhängen, dass es innen dunkel ist? Oder einen Kasten reinhängen, ähnlich Wellensittichbrutkasten oder Schuhkarton mit Öffnung, wo man sie leicht innen greifen kann. In der Regel fliegen sie ja in eine Ecke und wenn man geschickt und schnell ist , schafft man das auch so oder mit einem T-shirt/Tuch. Ich habe letztens meine Fasanenküken auch so gefangen.
Ich wüsste mir sonst auch keinen Rat.
Viel Erfolg! Du hast ja durch deine Aufzucht schon viel Geschick bewiesen. Du schaffst es auch diesmal. Ich bin sicher!
VG Wolfgang
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Da Du sie nicht in die Nähe der Eltern bringen kannst wirst Du Dir am besten von einem Fachmann zeigen lassen müssen wie man zwangsfüttert.
Meist muß man das nur einige wenige Male machen bis sie von allein sperren.
Vielleicht gibts ja auch gute Filme bei You Tube.
Da schau ich mal. Es sieht aber schon grauslich aus wenn man den Kiefer so drückt das der Schabel aufgeht.
Eine Futterpinzette wäre auch nicht schlecht. Besonders wenn sie länger ist (ab 30 cm) kann man füttern bevor der Fluchtreflex zu stark wird.
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Die Methode die mir ein Tierarzt für Mauersegler gezeigt hat habe ich leider nicht gefunden. Aber wenn sie nach dir schnappen kannst Du es so wie in dem Film machen. Sind zwar Mauersegler, aber das sollte mit Spatzen auch gehen wenn sie denn nach Deinem Finger schnappen.
https://www.youtube.com/watch?v=e2Y5BR-b_uw
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Mauersegler hatte ich schon etliche recht leicht hoch bekommen. Ist aber besonders einfach durch diesen Riesenschnabel. Bei allen anderen kleinen Vögeln ist das um Einiges schwieriger, aber vom Prinzip tatsächlich ahnlich. Früher bei jungen Wellensittichen haben wir das mit Hirsebrei auch so probiert.
VG Wolfgang
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Danke für eure Ideen.
Ja RosaRot, das gesellige Treiben und Krakelen ums Haus würde mir auch unendlich fehlen. Durch ihre selbsterwählte Nähe zum Menschen erscheint mir diese Vogelart fast wie wilde, freie 'Haustiere' und durch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten ergeben sich sehr viele spannende Beobachtungsmöglichkeiten.
Auf unserem neuen Grundstück mit kleinem Häuschen war ich schon sehr traurig, weil ich noch keine gesehen habe, bis mir klar war warum.
Trotz aller Naturliebe hatten die Vorbesitzer oben wie so häufig im Dach ein Gitter verbaut (vielleicht wußten sie garnicht davon, was die Baufirma alles so 'installiert' hatte), damit auch keine ungebetenen Gäste unters Dach kriechen.
Bei nächster Gelegenheit werde ich mal versuchen, ob man das entfernen kann, vielleicht finden sich ja dann mal Brutpaare aus der Gegend ein... (wahrscheinlich wird der Marder der erste sein der im Dach hockt! ;D :-X)
Mein Problem mit den beiden neuen 'Großen' ist nicht, dass sie sich überhaupt nicht füttern lassen, denn als sie die letzten Tage noch im Nest hockten, habe ich sie vorsichtig in die Hand genommen und dort konnte ich ihnen etwas geben, wenn sie sich etwas beruhigt hatten.
Aber jetzt, da sie flügge werden, sind sie, ihre Möglichkeiten nutzend, nur noch auf der Flucht.
Einer nimmt mittlerweile zaghaft einige kleine Stückchen, wenn ich ihm nur lange und langsam genug mit dem Futter hinterhergehe und es ihm bis auf dem letzten Ästchen unterm Dach anbiete.
Bei dem anderen noch Scheueren ist mir jetzt auch der Grund klar. Als ich ihn bekam, hatte ich mich schon gewundert, dass der eine Flügel etwas hing, mir aber noch nicht viel gedacht. Jetzt nachdem sogar mein Kleiner (da Jüngster) schon fliegt, habe ich gesehen, dass dieser Neue nur von Ast zu Ast flattern kann, wahrscheinlich ist er deshalb so panisch, weil er spürt, dass er a.g. seiner 'Behinderung' nicht fliehen kann.
Gott sei Dank flüchtet er jetzt nach gewisser Zeit immer wieder schutzsuchend in sein altes Nestchen, das noch in der Voliere steht, wo ich ihn dann nach einiger Zeit Beruhigung vorsichtig herausholen kann und er sich auch in der Hand füttern läßt, wenn der Hunger groß genug ist.
Scheinbar gibt ihm der feste und doch vorsichtige Halt der Hand eine gewisse Sicherheit.
Jetzt kann ich nur hoffen, dass sich das mit dem Flügel bessert, was immer es auch sein mag, gebrochen ist er denke ich nicht, er bewegt ihn ja beim Flattern und kann ihn unter Spannung kurzzeitig auch anlegen.
Das mit dem Mauersegler ist ja verrückt, warum um alles in der Welt saugen die sich denn fest?
Von diesen 'schrillen' Gesellen haben auch mehrere ihr Nest über der löchrigen Dachunterseitenverkleidung. Manchmal erschrecke ich richtig, wenn sie wieder sirenenartig angesaust kommen und in den dunklen Löchern verschwinden. Von Ihnen habe ich seltsamerweise oder Gott sei Dank noch nie ein Junges am Boden gefunden, aber nach diesem Video wäre ich ja gut auf Eventualitäten vorbereitet.
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Mauersegler ist easy, denn wenn die flügge sind , fallen sie aus dem Nest und fliegen davon. sie werden ja nicht von Eltern noch tagelang betreut.Deswegen ist das einfach. Füttern bei dem Riesenschlund ist einfach wie das Video zeigt. Ich habe auch immer richtig große Insektenballen reingestopft. Ich hatte mehrere und einer war durch das gute Füttern zu schwer zum Starten. Er musste tatsächlich einige Tage auf Diät bis ich ich fliegen lassen konnte.
Was du mit dem Flügel deines Kleinen beschreibst, hatte ich mit einem Star. Auch nicht gebrochen, aber ein Handicap. Nach ca. 6 Monaten hatte sich das gegeben und dann konnte ich ihn wieder fliegen lassen. Vielleicht hast du auch so viel Glück.
Viel Erfolg mit deiner Horde!
Wolfgang
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Zum Thema Zwangsernährung http://www.wildvogelhilfe.org/aufzucht/wiefuettern.html
Soweit ich weiß, muss man aufpassen dass die Schnabelgegend nicht zu stark verbogen wird.
Den fluglahmen Patient vielleicht doch mal einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen. Am Anfang kann man noch was machen, dann wächst was falsch zusammen.
Wenn sie nicht fressen, vielleicht doch erst mal einen kleinen Käfig und dort auf den Boden ein sich bewegendes Insekt legen.
Mehr fällt mir jetzt nicht ein.
Viel Glück!!!!!!
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fyvie, mir geht beim Lesen Deiner Geschichten immer das Herz auf - danke dafür, dass Du Dich um die Kleinen so rührend kümmerst :D!
Ich kenne mich mit der Vogelaufzucht überhaupt nicht aus, aber könnte es was bringen, wenn Du die Kleinen dem Pauli unterschiebst? Vielleicht füttert er sie ja mit? Ich habe es auch nur gelesen, dass bei Spatzen der soziale Gemeinschaftssinn so weit ausgeprägt sein soll, dass öfter mal verwaiste Küken von anderen Alttieren aufgezogen werden.
Viel Glück mit der Bande!
LG Dicentra
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Das könnte sogar klappen, gute Idee, Dicentra. So wie ich das bei einigen Aufzuchten (der Vögel selbst, ohne mein Zutun) gesehen habe, ist die erste Futteraufnahme mit dem Papa - und innerhalb eines Tages haben die Väter das meist auch hingekriegt.
Sollte Pauli das Hungergeschrei (das müsste es dann aber auch geben) hören, und die Möglichkeit zum Füttern kriegen, tut er das vielleicht. In einer Doku über New Yorker Spatzen wurde angesprochen, dass verwaiste Jungtiere durch die anderen Mitglieder der Sippe mitaufgezogen wurden.
Jetzt kommt halt das Thema "Sippe" ins Spiel, aber so ganz natürlich tickt Pauli ja wohl auch nicht 8)
Ach, fyvie, Du hast es schon wieder getan! :D Viel Glück weiterhin!