garten-pur
Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: wildwuchs am 26. November 2012, 14:00:44
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Die letzen 2 Wochen habe ich damit verbracht mich durch die Hemerocallis-Themen zu lesen, aber entweder hat noch niemand diese dusselige Frage gestellt oder ich habe sie schlicht überlesen/vergessen ::)
Dies Jahr sind viele neue hems in meinem Garten eingezogen und obwohl ich eigentlich nach dem Motto Friß oder stirb gärtnere, wäre es um einige der hems einfach schade wenn sie den Winter nicht schaffen würden. Gedanken mache ich mir ausschließlich um die im Herbst als wurzelnackte Fächer neu gesetzten Sorten. Alle sind angegangen, aber der Autrieb ist zum Teil spärlich und da ich jede Menge Tannenreisig zur Verfügung habe, überlege ich ob es sinnvoll ist die Hems abzudecken. Und damt wären wir auch endlich bei der eigentlichen Frage: Ab wann deckt man die Pflanzen denn zu? Wenn ernsthaft Frost herrscht, jetzt schon oder wirklich erst wenn Kahlfröste kommen ??? Und wie lange läßt man es dann drauf? Ich hab noch nie einer meiner Stauden extra winterschutz zukommen lassen und bin da totaler Frischling.
Ich hab bei davesgarden für die Sorten schon die Winterhärte nachgeschaut, wirkliche Mimosen sind nicht dabei (-29 bis -39 Grad), aber bei diesen 17 Sorten ist mir sehr daran gelegen das sie auch überleben.
Kann mir da bitte jemand auf die Sprünge helfen? Danke
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Auf dass mich die Hemfetischisten wieder verbal steinigen werden:
Ich halte Hemerocallis (bis auf die Immergrünen) für sehr "anwenderfreundlich" (ich hab mal das Wort idiotensicher gebraucht, das möchte ich hier aber nicht wieder schreiben ;) )
Die Winterhärteangabe von bis -39 ist utopisch, damit kan man eigentlich nichts anfangen, außer dass sie wohl sehr winterhart sein werden, egal wie man die Winterhärteskala benennt.
Im ersten Jahr kannst du nichts falsch machen, wenn du beispielsweise eine dünne lockere Schicht Laub aufbringst, oder die Fichtenzweige auflegst.
Ansonsten behandeln wie jede andere Beetstaude auch.
Grundsätzlich bringt man den Winterschutz so spät wie möglich an, damit die Pflanze nicht unter dem Schutz zu vorzeitigem Austrieb angeregt wird.
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welche 17 Sorten sind es? Wenn man das weiß, dann kann man auch nachschauen wo sie herkommen und ob sie dormant oder evergreen sind. Im Grunde muss man nur mit ganz modernen Sorten aus Florida Aufwand betreiben. Ob der sich allerdings Jahr für Jahr lohnt, das habe ich für mich entschieden. Lohnt nicht.
Meine Last Snowflake und Green Mystique kann also jemand haben. ;) ;D
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Ach was, Mediterraneus - steinigen ist doch out ;D
Winterschutz würde ich genauso aufbringen wie Du schreibst. Fichtenzweige.
Und so spät wie möglich ist auch bei den Hems das Richtige.
Allerdings mache ich das diese Woche bei all den Jammerlappen (immergrüne Hutzlinge). Mit Hitzeperioden ist nicht mehr zu rechnen... Und wenn es richtig kalt ist, fehlt mir dafür der Nerv.
Herbstpflanzung würde ich in jedem Fall abdecken. Unabhängig vom Laubverhalten.
maliko
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Florida-Sorten sind denk ich nicht dabei, ich mag die plüschig rüschigen mit Auge bis dato nicht besonders (was sich ja im Laufe der zeit noch ändern kann :P)
Die 17 um die es mir geht sind:
Heidi Edelweiß
Nyirangongo
Black Prince
Walt Reinke
Louis Burns
Go Seminoles
Spider Breeder
Holiday delight
Spider man
Radition biohazard
Black plush
Lotsa dots
Autumn minarett
Alexander the Great
Green Flutter
Altissima
und plemplem (wobei ich da eigentlich recht sicher bin das sie keinen Schutz braucht, ich denke Callis züchtet eher keine Mimosen).
Das raussuchen ob dormant, semi-evergreen oder evergreen und alle anderen Details hab ich mir für den Winter vorgenommen, wenn ich draußen nicht groß was machen kann.
Alle oben genannten habe ich als Einzel-oder Doppelfächer erstanden. Die anderen meiner Taglilien haben bereits beim Kauf schon mehr Fächer gehabt und waren zum Teil ganze Horste, deshalb fehlt mir hier die Erfahrung (ganz abgesehen davon das die kleinen mich eine für meine Verhältnisse große Summe gekostet haben, weshalb ich auch bereit bin im ersten Jahr zu hätscheln).
Da ich immernoch nicht herausgefunden habe welche Klimazone das hier bei mir ist :-[: Ich komme aus der Gegend zwischen Bremen und Osnabrück. :)
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Danke schonmal für die antworten.
Wenn Herbstpflanzungen besser alle abgedeckt werden, gilt das für alle, sind ja erst im Oktober bei mir eingezogen.
Bleibt also noch die Frage nach dem wann. Wenn ich das richtig verstanden habe dann am besten erst, wenn Dauerfrost herrscht?
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Die genannten Arten sind weitgehend als "robust" und "winterhart" bekannt. Und besitzen einziehendes Laub.
Ausnahmen sind
Black Plush - immergrün (hat bei mir den Löffel abgegeben)
Lois Burns - immergrün, ein Elternteil ist Green Widow, die bei mir schon mal mit Blütenausfall nach harten Wintern reagierte
Beide würde ich als eher empfindlich einstufen.
Plemplem, Green Flutter und Go Seminole sind halbimmergrün. Davon ist mir Green Flutter als Taglilie bekannt, die es im Topf ohne besonderen Winterschutz aushält. Zu den anderen kann ich nichts sagen.
Laubverhalten ist aber nicht alleine ausschlaggebend für die Winterhärte, wenn sich auch die Ausfälle im letzten Jahr auf die Immergrünen konzentrierten.
Also abdecken ist bei Oktoberpflanzung sicher nicht falsch, ich würde es an Deiner Stelle (wenn die Zweige bereit liegen und kurzfristige Aktionen möglich sind) machen, wenn die ersten Fröste gemeldet werden.
Auf Dauerfrost warten ist verwegen.....wieviele Tage willst Du warten, bis Du weißt, es ist "Dauer"frost ?
Übrigens: Nicht alles was aus Florida kommt ist plüschig rüschig mit Auge....
maliko
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Hallo Maliko,
der Reisig liegt hier griffbereit herum, ich kann also recht schnell reagieren. Mit Dauerfrost meinte ich wenn es halt nicht nur kurze Nachtfröste gibt (wie die letzten Wochen), sondern permanente (wie ab kommendem Wochenende vorhergesagt). War wohl etwas unglücklich ausgedrückt.
Zum WE werde ich einfach vorsichtshalber alle abdecken und hoffen das der Winter mir nichts dahinrafft. Muß man zwischendurch irgendwas kontrollieren oder einfach im Frühjahr schauen ob die Schnecken schneller gewesen sind als man selbst?
Das es in Florida nicht nur rüschig, plüschig und mit Auge gibt sondern auch sehr viele schöne, meinem Geschmack entsprechende weiß ich nur zu gut ;), aber ich würd mich nicht trauen diese Sorten hier zu pflanzen.
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Da ich immernoch nicht herausgefunden habe welche Klimazone das hier bei mir ist :-[: Ich komme aus der Gegend zwischen Bremen und Osnabrück. :)
Schau mal hier .
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Je nach Wetterlage ist eine Kontrolle, ob der Schutz noch gewährleistet ist (nix weggeweht) sinnvoll. Wenn Dein Garten beim Haus ist, siehst Du das ja schon so. Ansonsten - nö, ich gucke erst wieder, wenn der Schnee, der dieses Jahr hoffentlich wieder liegt, schmilzt.....
Nicht das hier der Eindruck entsteht, ich wäre allwissend in Sachen Taglilien. Das sind meine Erfahrungen und dass, was ich machen würde. Andere haben vielleicht andere Erfahrungen.
Hey, das klappt schon ! Taglilien sind auch nur Stauden....
maliko
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Nyirangongo
Spider man
Radiation biohazard
Black plush
Lotsa dots
Autumn minaret
Altissima
Ich kann nur für diese sprechen, die bis auf die erste (habe ich erst 2 Jahre) alle in meinem Garten (Zone 7a) seit vielen Jahren ohne jeglichen Schutz überwintern.
Gedanken mache ich mir ausschließlich um die im Herbst als wurzelnackte Fächer neu gesetzten Sorten. Alle sind angegangen, aber der Autrieb ist zum Teil spärlich ...
Bei Oktoberpflanzung (Anfang oder Ende?) ist nicht mehr mit viel Austrieb zu rechnen, bei Einziehenden ohnehin nicht.
Da das Tannenreisig ohnehin da ist und es jetzt mehr um die 0 Grad werden soll, kann man es schon mal drauflegen. Sollte es aber nochmal gegen 10° gehen, würde ich es eventuell nochmal wegnehmen.
Sonst haben die andere schon alles gesagt.
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Danke für den Link auf die Klimazonenkarte, ich wohn demnach in 7b und werd mir das auf jeden Fall notieren.
Am WE wird abgedeckt und wenn meine Neugier und der Winterverlauf es zulassen, bis zum Frühjahr nicht mehr nachgeschaut.
Die Fächer sind übrigens im Laufe des Oktobers eingetrudelt und das Wuchsverhalten der einzelnen Sorten war doch recht unterschiedlich. Einige schieben neue Minifächer an den Seiten, andere haben am abgeschnittenen Grün weiter ausgetrieben und wieder andere einen neuen Fächer aus dem tot aussehenden alten. Mangels Erfahrung hat mich das doch verunsichert, ich hab bei meinen anderen hems nie darauf geachtet, da ich auch das alte Laub nie entferne.
Also danke nochmal, wenn die Burschen überleben kann ich in den nächsten 3 Jahren wohl das eine oder andere Bild einstellen.
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Ich habe bisher keine Sorte geschützt, egal ob immergrün, halbimmergrün oder einziehend - bisher ist auch keine trotz des strengen Frostes im heurigen Februar eingegangen.
Trotzdem habe ich jetzt einige mit Reisig abgedeckt (eigentlich Tipis drumherum gebaut, die Pflanzen zuvor handbreit über dem Boden zurückgeschnitten). Es sind die Sorten, auf die ich lange warten mußte und für die ich viele Euronen ausgegeben habe - die Wiederbeschaffung wäre also schwierig, langwierig und teuer - bei denen riskiere ich nichts (wir haben regional für den Winter eine unterdurchschnittlich kalte Saisonprognose). Das Reisig dient auch als Schutz vor weiterem Austrieb an sonnigen Tagen - es schattiert und hält die Pflanzen kühler; deswegen habe ich damit nicht gewartet, bis es hier richtig kalt geworden ist.
Das registrierte Laubverhalten scheint ca. die Hälfte der Sorten hier (in Summe ca. 120) nicht zu kümmern. Ein Teil der dormanten hat noch wunderbar frisch grüne Austriebe, ein Teil der immergrünen ist inzwischen völlig braun und trocken.
LG
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in Österreich ist immer alles ganz anders! ;D
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in Österreich ist immer alles ganz anders! ;D
boah, etz abber.... :o ;)
Jetzt wo sich hymenocallis und ich sich halbwegs zusammengerauft haben muss ich aufs äußerste protestieren ;D ;)
Und wo überhaupt bekommt wildwuchs als Anfänger eine Hemerocallis altissima her?
Das Ding such ich schon lange....Allerhand! 8)
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bitte, bitte! Nur keine Hemmungen! Protestiere du mal schön! ;D
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;D
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Und wo überhaupt bekommt wildwuchs als Anfänger eine Hemerocallis altissima her?
;D Genau deshalb liebe ich das Internet, soviele Möglichkeiten 8) und Internetzugang auf der Arbeit :-X
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Fichtenreiser sind immer gut als Winterschutz und wenn sie ohnehin im Überfluss "rumfliegen", dann würde ich sie auch verwenden.
Ich selbst habe meinen Garten bereits am vergangenen Wochenende abschließend winterfest gemacht und neben etlichen Fichtenwedeln auch die Vliese über ein paar Beeten mit empfindlichen Taglilien ausgebracht, damit alles "in trockenen Tüchern" ist, falls uns in Kürze wirklich die angesagte sibirische Kälte erreicht. Ich denke, das ist okay, denn obwohl es gerade noch recht mild ist, ist der Drang der Pflanzen zum Wachsen doch recht schwach ausgeprägt. Die Tage sind kurz und die Nächte mit ein paar Grad über Null auch nicht gerade wachstumsfördernd.
OT @Hymenocallis: Ich will wie immer gar nicht neugierig sein, aber welche raren Schätze sind es denn, die du "eingezeltet" hast?
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Hallo Mediterraneus,
Hemerocallis altissima gibt es z.B. in der Schwebebahnstadt:
>http://www.arends-maubach.de/Stauden.54.0.html?tt_products[catID]=8<
( die spitzen Klammern nur wegen des blöden "[catID]" in der Adresse )
Klaus-Peter
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OT @Hymenocallis: Ich will wie immer gar nicht neugierig sein, aber welche raren Schätze sind es denn, die du "eingezeltet" hast?
Rar ist relativ - einige sind einfach selten, weil alt und nicht mehr verbreitet; andere sind selten, weil viel nachgefragt; viele sind aufgrund der hohen Versandspesen/Mindestbestellmengen beim gewerblichen Anbieter teuer. Hochklassige brandneue und deswegen teure Sorten - also wirkliche 'Schätze' - hab ich eigentlich keine.
Beispiele: Egyptian Queen, Cleopatra, Catcher in the Eye, Helix, Copper Royale, Early Fragrance, Will Return (nicht rar, weil er immer Spring Sickness bekommt), Pugsley, Marse Connel (nicht rar, blüht aber nach schlechten Wintern nicht zuverlässig), Little Anna Rosa, Key to My Heart, Victorian Lace (nicht rar, aber neu und frisch gepflanzt), Octopus Hugs, Dark Wonder, Open My Eyes, Beat the Barons, ...
Bei den halbimmergrünen überleg ich noch - da hätte ich auch einige, um die es mir leid täte. Reisig bekomme ich noch eine zweite Lieferung für die Rosen - was übrigbleibt, bekommen dann die halbimmergrünen ab.
LG
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Ich greif das hier einfach mal wieder auf:
Über den Winter habe ich fast alle Hems abgedeckt, auch die die schön länger bei mir wohnen. Vor 2-3 Wochen hab ich dann mal an einem sonnigeren Tag die Reisigschicht verdünnt (und eine ältere Hem dabei geköpft :-\). Abgesehen von einer die wohl immergrün ist, was ich nicht wußte da unbenamst, sah soweit alles ganz gut aus.
Momentan bin ich total unsicher, ob ich den Reisig jetzt besser ganz entferne oder noch warte ??? Die Hems treiben zum Teil schon und das Grün wächst völlig zerknickt wegen dem Gewicht des Reisigs.
Wir haben immernoch Nachtfröste (z.T. -7 Grad), ab und an Schnee und die Sonne knallt momentan fast täglich mit aller Wucht.
Also noch drauflassen bis die Nachtfröste völlig vorbei sind oder noch abwarten?
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Nach dem Debakel des letzten Winters bekamen die Zimperliesen auch Wintermäntel verordnet.
Ausgezogen wird erst am Ende der Woche. Nachdem bis jetzt alles gut gegangen ist und die Taglilien unter dem Schutz gut aussehen, will ich einfach kein Risiko eingehen. Und so hohe Austriebe haben meine Taglilien nicht.
Es sind hier noch leichte Nachtfröste gemeldet, die sich in den letzten Tagen über einen täglichen Zeitraum von max. 10 h in der Nacht bis in den späten Vormittag erstreckten. Die Temperaturen fielen bis auf minus 4° C (heute morgen). Je sonniger der Tag, je klarer die Nacht, desto kälter. Und da warte ich einfach noch ab.
Ansonsten würde ich meinen, ein paar Grad Minus machen den Taglilien nichts. Aber etwas umgeknickte Blätter auch nicht.
Vielleicht weiter den Winterreisig ausdünnen als Kompromiss ?
maliko
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Ich hab jetzt mal einen Teil freigeräumt um genauer zu schauen. Überhaupt nichts wirklich sichtbares bei Grey witch, das muß abgefressen worden sein.
Die anderen haben einen Austrieb von 13-18 cm, sehr zerknüllt sehen Watchyl Lavender Blue, Mynelle´s Starfish, Walt Reinke und etliche andere aus. Am schlimmsten Lois Burns, die hat schon 20 cm Knüllblätter.
Sogen macht mir Octous Hugs, ich find das sieht nicht so gesund aus, oder?

octopus hugs.jpg
Ich bin echt hin und hergerissen. Jetzt haben wir grade schönsten Sonnenschein, ich sitz draußen und mir läuft die erste Wildbiene des jahres über die Tastatur.
Vielleicht tagsüber abdecken und Abends eine dünne Schicht wiede rauflegen ???
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Über Octopus Hugs musst du dir keine Sorgen machen. Sie ist immergrün und der scheußliche Laubaustrieb im Frühjahr ist ganz typisch dafür und wird durch Abdecken auch nicht besser. Das wächst sich aber noch zurecht, sobald es wärmer wird.
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Das beruhigt mich schon mal. :)
Ist schon komisch wie unterschiedlich auch die immergrünen sich hier verhalten. Lois Burns ist auch als immergrün eingetragen und sieht total anders aus. Nichts mit matschig und am Boden lieged, die wächst fröhlich vor sich hin und hat schon 20 cm Austrieb.
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Mann sieht die schei.e aus, Hemerocallis und Winterschutz, ts ts ts :-X ;)
(Ich hab aber auch keine Calamari-Umarmungen im Garten, zeig mal die Blüte, falls sie noch dazu kommt ;) )
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Keine Ahnung wie sch..ße die für gewöhnlich im Frühjahr aussieht, wohnt ja erst seit Herbst bei mir ;)
Aber die anderen halten sich wacker und ich werd euch mit Fotos aller meiner Taglilien die dieses Jahr blühen erschlagen ;D, so sie denn blühen :P
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Bin gespannt. Vor allem die H. altissima im Gesamthabitus würde mich brennend interessieren. :D
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mich auch :D
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Nach dem Debakel des letzten Winters bekamen die Zimperliesen auch Wintermäntel verordnet.
Ausgezogen wird erst am Ende der Woche. Nachdem bis jetzt alles gut gegangen ist und die Taglilien unter dem Schutz gut aussehen, will ich einfach kein Risiko eingehen. Und so hohe Austriebe haben meine Taglilien nicht.
Hier ist der Schutz aktuell noch drauf und ich überlege jeden Tag, ob ich ihn nach dem Wochenende entfernen soll. Wir hatten zu Ostern noch sehr heftige Schneefälle - 15 cm Höhe blieb über Tage liegen - und das hat den bereits ausgetriebenen Hems nicht gutgetan.
Davor hab ich mal unter die Reisig-Tipis gespäht und alles sah super aus - jetzt nachdem der schwere Naßschnee wieder getaut ist, sind die neuen Austriebe unter dem Reisig weich und teilweise matschig. Gefällt mir gar nicht - dabei war es gar nicht so kalt (nächtens nur max. 3° unter Null).
Hier gab es das letzte Mal Eistage nach dem 15. März im Jahr 1962 - da war ich noch nicht geboren. An einen derart nassen und kalten Frühling kann ich mich nicht erinnern - die Winterschutzaktion war offenbar keine schlechte Idee.
LG
PS: Octopus Hugs sieht unter dem Reisig toll aus - keine verknautschten Blätter. Man darf die Zweige nicht einfach drauflegen; wenn man sie zu einem Tipi zusammenstellt und in den Boden steckt, wird der Austrieb nicht behindert. Der Tip stammt aus dem Forum hier und ist genial! ;-)
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Ich hab den Reisig jetzt seit 3 Tagen runter und so langsam stehen alle Knüllblätter wieder auf. Octopus Hugs sieht mittlerweile auch nicht mehr ganz so übel aus, teilweise stehen die Blätter auch hier schon wieder.
Zum Tipi bauen war ich im Herbst zu faul :-\, hatte aber schon darauf geachtet den Reisig nicht einfach flach draufzulegen sondern seitlich zu verkeilen. Das hat dann aber dem Schnee nicht standgehalten. Seis drum, so wie es aussieht haben alle außer der unbenamsten den Winter schadlos überstanden. Ob die die Kurve noch kriegt wage ich aber zu bezweifeln. Das grün ist unter dem Reisig einfach weggegammelt.... :-[
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so wie es aussieht haben alle außer der unbenamsten den Winter schadlos überstanden. Ob die die Kurve noch kriegt wage ich aber zu bezweifeln. Das grün ist unter dem Reisig einfach weggegammelt.... :-[
Das könnte auch Kronenfäule sein. Grab die Pflanze aus, wasch sie und schau, ob die Krone matschig ist. (Die Krone ist die fast flache Scheibe, wo die Blätter rauswachsen.) Ist die Krone matschig, schabe das Matschige mit einem sauberen Messerchen weg, lass die Krone antrocknen, bestäube sie dann mit etwas Holzasche und grab die Taglilie wieder ein (Krone etwa 2-3cm unter der Erdoberfläche, am besten in einem Container, weil sie dann besser beobachtet werden kann). Dann heißt es wochen- oder monatelang warten. In den meisten Fällen treiben dann eine Reihe von Fächerchen wieder aus der Krone aus. Mit der Blüte wird es dann allerdings für diesen Sommer wohl nichts mehr.
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Ich hab die 4 Triebe jetzt genauestens untersucht. Verstehe ich es richtig, das wenn Kronenfäule vorliegen würde, alles am Trieb matschig ist? Bei dreien hab ich etwas grün unter dem Matsch gefunden, bei einem zwar kein grün, aber die Mitte der Triebe fühlt sich fest an, also quasi oberhalb der Krone. Kann ich da dann jetzt einfach abwarten (um ehrlich zu sein hab ich Angst das ich mehr kaputt mache wenn ich sie jetzt ausbuddele als wenn ich sie in der Erde lasse)?
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ja, bei Kronenfäule ist alles matschig. Man schält dann die Krone gewissermaßen so aus wie einen Artischokenboden und vom Rand her entwickeln sich dann neue Fächer. Normalerweise besetzt bei gesunden Pflanzen ein Fächer eine Krone.
Wenn du noch Grün unter dem Matsch gefunden hast, entferne den Matsch so gut es von oben geht und überlass die Pflanze erstmal sich selbst.
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:)Danke :)