garten-pur

Pflanzenwelt => Rosarium => Thema gestartet von: marcir am 07. Dezember 2012, 08:32:29

Titel: Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 08:32:29
Ich weiss jetzt nicht, ob es sich überhaupt lohnt dafür einen eigenen Faden aufzumachen.

Probieren wirs mal.

Im Archiv fiel mir als erste gerade mal Amadis auf.

Weisse Streifelchen als Chinablutanzeiger. Am besten sieht man es bei solchen Farben.

Hier sieht man es.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 08:40:16
Bei der linken Blüte links, Ben Cant:
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 08:46:16
Blairii No 2

Blairii
Hier kann man es endlich mal nachlesen.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: zwerggarten am 07. Dezember 2012, 08:48:58
dann darf rhapsody in blue hier wohl auch rein!?









Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 08:51:12
Camelia Rose
ein Strich genügt und ich weiss Bescheid.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 08:51:47
dann darf rhapsody in blue hier wohl auch rein!?



Ja
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: carabea am 07. Dezember 2012, 08:52:28
Die weissen Streifen sind ein typisches Zeichen für China-Blut und bei vielen anderen China-Rosen zu finden.
Aber Jedmar, das weiss doch jeder! ;) :D
(Zitat aus diesem Thread)

Ich wusste es noch nicht und bin daher für solche Informationen immer dankbar. :)
Wenn ich das richtig im Hinterkopf habe, bedeutet "Chinablut" gleichzeitig "frostempfindlich"? Oder ist das zu sehr verallgemeinert?
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 09:53:10
Die weissen Streifen sind ein typisches Zeichen für China-Blut und bei vielen anderen China-Rosen zu finden.
Aber Jedmar, das weiss doch jeder! ;) :D
(Zitat aus diesem Thread)

Ich wusste es noch nicht und bin daher für solche Informationen immer dankbar. :)
Wenn ich das richtig im Hinterkopf habe, bedeutet "Chinablut" gleichzeitig "frostempfindlich"? Oder ist das zu sehr verallgemeinert?

Da vermutest Du allerdings mehr oder weniger richtig.

Warten wirs mal ab, vielleicht kommen noch etwas genauere Informationen.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 09:55:04
Bei obige Beispielen sieht man es auf einen Blick, wie gesagt.
Ich frage mich, wie das bei den anderen Rosen mit Chinablut ist, bei hellen, da sieht man ja keinen hellen Strich.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 10:01:38

Sagen wir also auch so: nicht alle Rosen mit Chinablut in den Adern haben auch weiße Streifen...

Aber alle mit weißen Streifen haben Chinablut ;)

Das dünkt mich jetzt auch eine wichtige Aussage.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: Rosenkultivarium am 07. Dezember 2012, 10:09:56

Sagen wir also auch so: nicht alle Rosen mit Chinablut in den Adern haben auch weiße Streifen...

Aber alle mit weißen Streifen haben Chinablut ;)

Das dünkt mich jetzt auch eine wichtige Aussage.
Weisse Streifchen sieht man bei (fast) allen Gallicas, wenn obige Aussage verifizierbar ist, dann müsste man hinterfragen ob Chinarosen nicht schon vor 1770 in der europäischen Rosenkultur eine Rolle gespielt haben.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: fyvie am 07. Dezember 2012, 10:14:23
Das heißt, alle Streifenhörnchen haben Chinablut, auch 'Rosa Mundi'? Oder nur alle mit einer Andeutung von weißem Streifen, aber hauptsächlich einfarbig?
Und die, welche überwiegend weiß sind und nur wenige rote Streifen haben, fällt mir jetzt gerade keine ein, habe ich aber schon gesehen.
Das mit den weißen Streifen war mir übrigends auch neu!


edit: hatte Rk's post noch nicht gelesen
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 10:31:55
Wusst ich doch, dass es interessant werden wird! 8) :D

Ich glaube, da muss Jedmar heute Abend wieder mal Bücher wälzen!
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: sonnenschein am 07. Dezember 2012, 10:39:12
Weisse Streifchen sieht man bei (fast) allen Gallicas, wenn obige Aussage verifizierbar ist, dann müsste man hinterfragen ob Chinarosen nicht schon vor 1770 in der europäischen Rosenkultur eine Rolle gespielt haben.
Ab und an habe ich das auch schon an der einen oder anderen Gallica gesehen (Zgs Beispiel aus SGH mit Cardinal de R. (ß?) ist aber schon ein Hit ;) ) , aber nicht so, daß ich eine so allgemeine Aussage dazu treffen könnte.
Man müßte zunächst mal die Bilder durchforsten bei den triploiden "Gallicas".

Und - Streifenhörnchen sind eine Mutation, die nichts mit China zu tun haben.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: Rosenkultivarium am 07. Dezember 2012, 10:45:24
Alle weissen Streifen und Einsprengsel ... so kann man das nicht sagen.
Gibt ja auch bei den Damascena-Rosen solche Dinge und da steckt keine Chinensis dahinter, z.B. York und Lancaster.
 
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: zwerggarten am 07. Dezember 2012, 10:47:12
die streifen bei streifenhörnchen scheinen mir andere, die hier diskutierten "chinablutstreifen" gehen ja in der regel mit veränderungen/verkrümmungen der petalen einher und sehen mir eher nach defekten aus, fast schon virös. :-X variegata-gestreifte petalen sind dagegen in der form nicht verändert, meine ich jedenfalls.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 10:59:44
die streifen bei streifenhörnchen scheinen mir andere, die hier diskutierten "chinablutstreifen" gehen ja in der regel mit veränderungen/verkrümmungen der petalen einher und sehen mir eher nach defekten aus, fast schon virös. :-X variegata-gestreifte petalen sind dagegen in der form nicht verändert, meine ich jedenfalls.

Es sind feine Streifchen und nicht Streifen, meist ausgehend von der Mittelrippe des Blütenblattes. Das ist der Unterschied. Auf jeden Fall mal bei den obigen gezeigten.
Man kann also den Unterschied schon deutlich unterscheiden, von echt gestreiften und chinablutstreifchen.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: Jedmar am 07. Dezember 2012, 11:04:46
Ich war wohl ungenau in meiner Aussage: nicht weisse Streifen, aber weisser Strich auf einigen Petalen weist auf China-Blut hin. Kommt wohl von der Semperflorens.

Einige Beispiele:

Cramoisi Supérieur

Fellemberg

Bengal Cerise

R. chinensis semperflorens

Gloire des Rosomanes

Mme Solvay

Amadis

Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: orania am 07. Dezember 2012, 11:13:49
Sind die Rosen mit Chinablut nicht alle remontierend?
Könnte man nicht sagen, alle öfterblühenden mit weissen Streifen haben China-Rosen-Einfluss?
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: Rosenkultivarium am 07. Dezember 2012, 11:54:39
Sind die Rosen mit Chinablut nicht alle remontierend?
Nein, Cardinal de Richelieu' nur als ein Beispiel!
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: sonnenschein am 07. Dezember 2012, 12:04:21
Haben alle remontierenden Rosen Chinablut? ;)
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: orania am 07. Dezember 2012, 12:24:23
Dass der Cardinal Chinablut hat, wusste ich nicht. Krüssmann, Beales und Graham Stuart Thomas listen den Cardinal unter den Gallicas.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: sonnenschein am 07. Dezember 2012, 12:35:54
Da werden die ja auch traditionell geführt, aber solche Rosen wie Cardinal de Richelieu, Centifolia a fleurs doubles Violettes und Duchesse de Montebello und Beau Narcisse haben eben viele Gemeinsamkeiten miteinander, nur nicht so wirklich mit Gallicas.
Viele frühere Bezeichnungen (Bengalhybride z.B.) wurden ja aufgegeben.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: marcir am 07. Dezember 2012, 13:30:00
Eine Rosenfreundin machte mich soeben noch auf diesen Thread aufmerksam.

Ich stelle mal den Link hier ein, es sind so einige Informationen da drin!
Habs jetzt aber noch nicht durchgelesen.

Bengalhybriden
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: orania am 07. Dezember 2012, 14:45:31
Du hast es noch nicht durchgelesen, marcir?? ::) Ein grosser Teil der Informationen in diesem Faden kam doch von Dir...

Welch eine Fülle an Infos, ich bin schwer beeindruckt. Aber natürlich war mein Lesen viel zu flüchtig, um diese Fülle zu verstehen. Die Uneinheitlichkeit der Klassifizierung ist für Laien wie mich sehr verwirrend.
In der Historie bringt anscheinend jeder Autor sein eigenes, modifiziertes System der Klassifizierung mit. Anscheinend gibt es keine verbindlichen Regeln, nach denen eine Zuordnung zu der einen oder anderen Rosenklasse erfolgen könnte.
Theoretisch würde es Sinn machen bei den Hybriden eine Klassifizierung nach den hervorstechendsten und offensichtlichsten Merkmalen vorzunehmen. Wenn es aber noch nicht einmal eine einheitliche Unterteilung der Klassen gibt, dann wird es halt schwierig.

Auf jeden Fall spannend! Danke für den Link!
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: martina 2 am 07. Dezember 2012, 17:50:07
Gruß an Teplitz ist eine der härteren Rosen mit Chinablut (Zone 5-6). Im Winter gut geschützt, hat sie an der Hauswand bei mir bis 2009 durchgehalten. Eigentlich pflanze ich keine Rose nach, aber an sie denke ich immer wieder. Ein schier unglaubliches Rot, dazu der Duft...

Das Foto bringt die Fabe nicht wirklich.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: martina 2 am 07. Dezember 2012, 17:51:25
...hier vielleicht eher :-\

Leider auch nicht.
Titel: Re:Rosen mit Chinablut
Beitrag von: SusanneF am 07. Dezember 2012, 20:24:29
Eine meiner Fundrosen hat dieses reizende Merkmal der weißen Streifchen. Sie stand in einem Garten, über die letzten Jahre völlig ungeschützt und behauptete sich gegen eine Mahonie und anderes Gestrüpp. Nach der Verlegung in meinen Garten wechselte sie zunächst die Farbe, wurde aber dann wieder dunkler. Sie ist einmal blühend, weiß ich von der alten Gartenbesitzerin.



Fundrose HiHo1





Fundrose HiHo2