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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: Eva am 13. Dezember 2012, 18:19:06
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Habt ihr irgendwelche tierischen Verhaltensweisen, die ihr als Wetterboten benutzt?
Meine Tante z.B. sagt, sie kann sich drauf verlassen, dass es innerhalb weniger Tage den ersten Schnee gibt, wenn sie das erste Mal im Herbst/Winter Gimpel am Futterhäuschen sieht. (ich kann dazu nix sagen, bei mir kommen nie Gimpel).
Ich habe den Eindruck, dass es evtl. baldigen (ordentlichen) Frost ankündigt, wenn auf einmal die Maulwurfshaufen neue Löcher haben.
Welche Tierbeobachtungen verwendet ihr als Wetterfrosch?
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Meine Tante z.B. sagt, sie kann sich drauf verlassen, dass es innerhalb weniger Tage den ersten Schnee gibt, wenn sie das erste Mal im Herbst/Winter Gimpel am Futterhäuschen sieht. (ich kann dazu nix sagen, bei mir kommen nie Gimpel).
Demnach schneit's bei dir nie?
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Ich denke, das hängt wirklich von der Gegend ab, vielleicht gibt es auch Ecken, wo immer Gimpel sind. Die von meiner Tante kommen erst von woanders her, bevor es schneit.
(deswegen wird das auch nix mit reproduzierbar und verifizierbar, daher die Frage, was die Leute so verwenden, nicht nach Allgemeingültigem.)
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Welche Tierbeobachtungen verwendet ihr als Wetterfrosch?
Ganz klar: wenn Mäuse im Haus auftauchen ist mit Winter zu rechnen... ;)
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Ameisen.
Wenn im Fruhjahr die erasten Ameisen ihre Bahnen ziehn und auftauchen, wird es nicht mehr kalt.
Umgedreht ist es auch.
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Bei uns kommen die Mäuse immer vor dem Hochwasser in's Haus ;D ;)
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Wahrscheinlich um zu fragen, wo der Winter bleibt ;)
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Wenn unsere beiden Katzen praktisch nur noch pennen ist das nächste Adriatief nicht mehr weit. :P
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Wenn man bei uns den Grünspecht "Giass, giass!" rufen hört, kommt Regen.
Gimpel, die hier im Spätwinter oder Vorfrühling im Tal auftauchen, verkünden Schnee - zumindest in etwas höheren Lagen, wo sie sich sonst aufhalten.
Frisch aufgeworfene Maulwurfhügel im Schnee verraten kommendes Tauwetter.
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Interessant, Lisl. Du bist auch gar nicht so weit von meiner Tante weg 8)
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Die ist in Salzburg, gelt, Eva?
Stimmt: auch vor dem ersten Schnee am Winteranfang können fallweise Gimpel herunterkommen! Oft sieht man sie gar nicht, aber ihr ganz eigener Ruf verrät sie ;) !
Wiesel, die im Frühjahr noch irgendwo weiß sind, zeigen an (oft nur noch die Schwanzspitze) zeigen an, dass es noch einmal schneien wird. Ich habe hier aber schon jahrzehntelang keins mehr gesehen :-\ !
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Haben die Mauswiesel nicht manchmal eh eine weiße Schwanzspitze? Ich habe glaube ich keines mehr gesehen, seit die "alte Katze" meiner Jugend keins mehr gebracht hat, weil sie nicht mehr lebt.
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Die Schwanzspitze vom Hermelin jedenfalls ist stets schwarz, auch im ansonsten weißen Winterkleid.
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Haben die Mauswiesel nicht manchmal eh eine weiße Schwanzspitze? Ich habe glaube ich keines mehr gesehen, seit die "alte Katze" meiner Jugend keins mehr gebracht hat, weil sie nicht mehr lebt.
Die wird als letztes braun (oder schwarz????), wenn es sein Sommerkleid bekommt!
Als wir hier unser Haus bauten und auch noch einige Jahre danach, tummelten sie sich oft auf der Baustelle.
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Der Buchfink hat einen bestimmten Ruf, der als" Regenruf trüb" bezeichnet wird. Er ruft tatsächlich nur bei sehr grauem, trübem Wetter, wenn man denkt , gleich fängt es an zu regnen. Allerdings ruft er auch, wenn es nicht regnet und nur trüb bleibt.
Vg Wolfgang
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Wie hatten eine Alaska Malamut Hündin. wenn die ihr Stück Brot oder ihren Knochen unterm Teppich versuchte zu "vergraben",kam 100%ig Sturm und nicht zu knapp! Das sitzt da wohl noch in den Genen 8)
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Letztens war im RBB ein alter Bauer zusammen mit dem Wetterfrosch auf dem Feld. Sie zeigten Maulwurfhügel, die besonders groß waren und er meinte, daß das auf baldige Kälte hinweist. Der Mw würde sich dann bis 1 Meter Tiefe verkrümeln.
LG Galeo
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Haben die Mauswiesel nicht manchmal eh eine weiße Schwanzspitze? Ich habe glaube ich keines mehr gesehen, seit die "alte Katze" meiner Jugend keins mehr gebracht hat, weil sie nicht mehr lebt.
Die wird als letztes braun (oder schwarz????), wenn es sein Sommerkleid bekommt!
Lisl, das für uns hier oben in D was ganz besonderes, bei uns werden die Mauswiesel für gewöhnlich nicht weiß im Winter, die bleiben braun. Mein Onkel hatte lange eines, das er mit der Flasche aufgezogen hatte, in der Voliere, das war immer nur braun, auch die Schwanzspitze. In den Alpen und in einigen besonderen Vorkommen, u.a. in den Nockbergen in Österreich (ist das bei dir in der Nähe?) gibt es Populationen, die im Winter zu komplett weiß umfärben, wie ich gerade auch erst nachgelesen hab.
Bei uns sind nur die Hermelinchen (also die großen Wiesel) im Winter weiß, ich hab schon häufiger im Schnee auf ein tanzendes schwarzes Etwas im Garten gestarrt und war verwirrt, bis ich das weiße Tierchen vorne an der schwarzen Schwanzspitze entdeckt habe, es wohnt in Nachbars Schuppen und flitzt dann bei uns über die Wiese ins Gebüsch zum Jagen.
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Hallo Knusperhäuschen,
ich wohne am Alpennordrand in Oberösterreich. Das ist weit weg von den Nockbergen (die sind in Kärnten - im Süden Österreichs). Als Kind und in meiner Jugend habe ich noch öfter kleine weiße Wiesel gesehen, aber jetzt schon eine Ewigkeit nicht mehr!
Wahrscheinlich verträgt sich das nicht gut mit Katzen :-\ !
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Schöne Wieselfotos hab ich hier gefunden
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Nach meiner festen Überzeugung sind Tiere als Wetterpropheten nicht besser als Meteorologen. Die Tiere spüren evtl. Änderungen des Luftdruckes und der Luftfeuchtigkeit und reagieren darauf. Mehr ist wohl kaum möglich.
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Och, das geht sicher noch deutlich komplexer, ev. auch weil so Sachen wie Trockenheit, Feuchtigkeit... für die Nahrungsorganismen Unterschiede machen. Komplex muss natürlich trotzdem nicht richtig bedeuten.
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Tja, selbst bei genauer Beachtung sind da schnell jede Menge Fehlschlüsse möglich.
Simples Beispiel: der Vogelzug. Die Vögel wissen nicht, dass der Winter bevorsteht. Aber die Evolution hat dazu geführt, dass nur diejenigen übrig blieben, die sich vorm Winter rechtzeitig davonmachten.
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Die Tiere werden sich instinktiv an der Tageslänge orientieren. Wieso der Kuckuck hier aber fast immer um den 30. April auftaucht, weiß der Kuckuck allein. ;)
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Wenn man bei uns den Grünspecht "Giass, giass!" rufen hört, kommt Regen.
Gimpel, die hier im Spätwinter oder Vorfrühling im Tal auftauchen, verkünden Schnee - zumindest in etwas höheren Lagen, wo sie sich sonst aufhalten.
Frisch aufgeworfene Maulwurfhügel im Schnee verraten kommendes Tauwetter.
Ich weiß jetzt nicht, ob es bei uns auch der Grünspecht ist, aber hier tönt auch immer - manchmal echt nervtötend - ein Vogel, den man tatsächlich nur dann hört, wenn Regen bevorsteht 8)
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Ist doch netter als bei meiner Tante: die kriegen Regenwetter, wenn sie die Autobahn hört. Was nun nicht an der Evolution der Autos liegt, sondern an der anderen Windrichtung ;)
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Früher hab ich auch geglaubt, dass unser Hund Gewitter im Anzug spüren kann. Er hat verrückt gespielt, es war furchtbar. Wenn, dann war es irgendwas, was er hören konnte. Heute ist er taub und seit mindestens zwei Jahren interessieren ihn Gewitter nicht mehr die Bohne, keinerlei Regung mehr, früher waren das tagefüllende Dramen.
Zumindest spät ziehende Kraniche sind hier aber ein untrügliches Anzeichen für anstehende Tieftemperaturen. Ob das Vorhersage ist oder aber Reaktion auf die schon eingebrochenen Temperaturen, kann ich nicht beurteilen.
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Ich sage immer... Die Tiere sind uns ein Stück voraus.
Das nicht nur wegen Lustdruckveränderung und so, nein in ihren Wesen. Das liegt bei denen drin.
Frank
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Ob das Vorhersage ist oder aber Reaktion auf die schon eingebrochenen Temperaturen, kann ich nicht beurteilen.
ich bin davon überzeugt, dass es eine reaktion ist. auch maulwürfe halte ich nicht für überzeugende wetterfrösche.
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Liegt viel Schnee, ist der Boden darunter oft nicht gefroren. Also kann sich der Maulwurf darunter in aller Ruhe austoben. Bei Barfrösten schafft er das schlecht. Generell liegt bei uns Schnee sehr selten länger als zehn Tage. Also ist Tauwetter fast immer in Aussicht.
Die Kraniche ziehen meiner Meinung nach, sobald sie in den Winterquartieren kalte Füße bekommen. Da sie in Richtung Südwest ziehen und Kälte meistens aus Nordost kommt, kündigen sie in der Tat Frostwetter an. Wie weit das russische Hoch dann wirklich kommt, steht auf einem anderen Blatt.
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:D
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Früher hab ich auch geglaubt, dass unser Hund Gewitter im Anzug spüren kann.
Ach ja, das erinnert mich jetzt auch wieder an unseren Nachbarhofhund "Bubi": der bellte jämmerlich, wenn ein Gewitter nahte. Darauf konnte man sich verlassen, auch wenn bei uns noch längst nichts von einem Gewitter zu sehen war! Es war ein ganz anderes Bellen als wenn er Besuch vermeldete. Ich dachte, er könnte vielleicht Kopfweh haben, was ja manche Menschen vor so einer Wetterlage spüren. Übrigens kenne ich das auch noch von manchem meiner Kinder, dass die als Babies vor einem Gewitter sehr quengelig waren, obwohl man keinen Grund erkennen konnte.
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Übrigens kenne ich das auch noch von manchem meiner Kinder, dass die als Babies vor einem Gewitter sehr quengelig waren, obwohl man keinen Grund erkennen konnte.
Du müsstest mich mal bei bestimmten Wetterumschwüngen erleben. :-X
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Ein heimisches Tier, das möglicherweise Wetterumschwünge frühzeitig registriert, könnte der Schlammpeitzger sein.
Es heißt, dass die Tiere auf Luftdruckveränderungen reagieren und bei rasch fallendem Luftdruck aktiver werden.
Die Tiere kamen früher in dem Altarm des Flusses, an das unser Grundstück grenze, nicht selten vor, und ab und an waren welche in den Aalreusen.
Als Jugendlicher hatte ich so ein Tier mal eine Zeitlang im Aquarium. Dass der Fisch vor Gewitter oder einer heranziehenden Regenfront aktiver würde, ist mir aber nie aufgefallen. Aber natürlich habe ich auch nicht penibel Protokoll geführt.
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Die atmen auch atmosphärische Luft und kommen in diesen Fällen öfter nach oben. Sonst sind sie ziemlich heimlich.Ich habe sie früher öfter beobachtet. Jetzt gibt es diese Gewässer nicht mehr.
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Schlampis gab es auch bei uns in den kleinen Gräben neben unserem Hauptbach, ab und zu haben wir welche als Kinder gefangen, wenn wir mit alten Fliegen-Fenstersieben herumgekeschert haben. Die von mir gefangegen hab ich umgebracht, weil ich sie dann in ein altes, viereckiges Porzellanwaschbecken im Garten versucht habe, zu halten, die wurden in der Sonne gekocht, schlechtes Gewissen meinerseits inclusive. ::) .
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So - in der Sonne überhitzt - endete meine erste Blindschleiche. :'(
Offenbar haben hier einige eine Jugend gehabt, die es heute in der Form wohl nicht mehr gibt.
Aber ich bin OT.
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Offenbar haben hier einige eine Jugend gehabt, die es heute in der Form wohl nicht mehr gibt.
Doch. ;)
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grad eben zog ein großer und lärmender trupp von kranichen über dem berliner stadtgebiet in richtung südost. was sagt uns das?
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seit tagen ist vogellärm am himmel, das ist mir auch schon aufgefallen. ich vermute mal, dass das die von der flexiblen schnellen truppe sind, vulgo teilstrichzieher - immer hart an der wettergrenze und damit immer die ersten, wenn es um die besten brutgebiete geht.
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