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Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: philippus am 10. April 2013, 10:01:10
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Hallo zusammen,
wer kann weiterhelfen?
Ich habe einen freien Platz in einem sonnigen Kiesbeet. Dieser wird aber ab ca. 13h von davor stehenden Gräsern teilweise beschattet. Volle Sonne ca. 5h / Tag. Im Beet stehen Euphorbia, Santolina, Helichrysum italicum, Lavendel, Helianthemum, Salvia nemorosa & lavandulifolia, Cistus, div. Gräser (Pennisetum orientale, Stipa calamagrostis, Calamagrostis acutiflora...) - mit Iris barbata nana aufgelockert.
Ich brauche also eine Pflanze die Trockenheit mag, aber auf etwas Sonne verzichten kann. Kann eine Staude sein oder Gras. Was würde da passen? Höhe und Breiten sollten max. 60 cm betragen. Farbe wenn möglich nicht gelb, da schon viel von dieser Farbe vorhanden ist.
Danke und Grüße
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Pfeifengras, Molinia, Moorhese oder Variegata kommen damit zurecht.
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Die gewünschte Größe hätte Sedum. Das wäre auch für den Herbstaspekt schön. Agastachen werden vermutlich zu hoch?

Sedum und Salbei
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Helleborus x sternii wächst bei mir ganz gut im Kiesbeet. Hat mediterrane Wurzeln.
Du könntest stattdessen auch Helleborus argutifolius probieren. Vollmediterran 8)
Kann aber sein, dass denen der Boden zu mager ist. Obwohl, wenn Iris dort wachsen, dürfte es gehen.
Das wäre auch was für den Winteraspekt, da tolles Laub und Blüte im Frühjahr, wenn die Gräser noch nicht da sind.
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Trotz gewisser Schattenwirkung der Gräser sehe ich nahezu keine Einschränkungen in der Wahl der Stauden und Gräser. Selbst ausgesprochene Kiesgarten- oder Steppenpflanzen kommen nahezu alle auch mit etwas weniger Licht zurecht.
Zu Gräsern würde ich aus gestalterischen Gründen nich greifen, da diese offenbar in unmittelbarer Nachbarschaft stehen. Da hast Du ja schon drei verschiedene Arten im Beet.
Wenn Du Gelb nicht möchtest, bieten sich blau-violette und pink/rosa-farbene Töne an. Wenn ich mir Deine jetzige Pflanzenliste anschaue, dann fallen mir als sehr gute mögliche Ergänzung folgende Stauden ein:
div. Nepeta (z.B. Sorten 'Blue Danube', 'Walkers Low' oderNepeta racemosa 'Superba' )
Echinacea tennessiensis
Agastachen (auch wenn Du eigentlich eine Pflanze max. 60cm suchst; ich finde, dass es einem Beet gut tut, wenn einige "Leuchttürme" herausragen und Kontrase zu den den kugeligen, buschigen oder eher flach wachsenden Pflanzen bilden.
Phlomis tuberosa 'Amazone' (wird etwa 80 - 90cm, würde aber ganz toll in Dein Beet passen; mag einen etwas beschatteten Boden)
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Danke vorerst für die Vorschläge.
Helleborus und Phlomis tuberosa könnte ich mir gutvorstellen. Möglicherweise auch eine Agastache. Wenn Helleborus auch mit weniger Sonne auskommt, könnte eine solche auch noch an einen anderen Platz setzen.
@ Jo: Nepeta ist zwar gut trockenheitsresistent, aber bei der heisst es doch meistens: "guter Gartenboden". Das kann ich ihr dort nicht anbieten, das Substrat ist auf gut 40 cm Tiefe sehr mager (viel Kies, Stein). Ausserdem fressen das ja gerne die Katzen weg und von denen gibt es in der Nachbarschaft gleich einige ;)
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@ Jo: Nepeta ist zwar gut trockenheitsresistent, aber bei der heisst es doch meistens: "guter Gartenboden". Das kann ich ihr dort nicht anbieten, das Substrat ist auf gut 40 cm Tiefe sehr mager (viel Kies, Stein). Ausserdem fressen das ja gerne die Katzen weg und von denen gibt es in der Nachbarschaft gleich einige ;)
Ich habe noch nie erlebt, dass Nepeta von Katzen gefressen wird, sie schnuppern dran und legen sich vielleicht mal rein, geschadet hat das noch keiner Pflanze.
Ich habe Nepeta 'Walkers Low' und andere Nepetas in reinem Schotter oder Sand: Sie wachsen, blühen und gedeihen!!!
Nepeta, eine unverwüstliche und schöne Kiesgartenpflanze!
Agastache brauchen etwas Futter. Da würde ich gelegentlich eine dünne Schicht Kompost aufstreuen.
Die von Mediterraneus genannten Helleborus sind natürlich auch klasse im Kiesbeet.
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Ich habe noch nie erlebt, dass Nepeta von Katzen gefressen wird, sie schnuppern dran und legen sich vielleicht mal rein, geschadet hat das noch keiner Pflanze.
Katzen beißen durchaus Triebe ab und säbeln auch bisweilen ganze Pflanzen bodeneben ab, allerdings beschränkt sich dies nach meinem Erfahrungen auf fertile Vertreter der kleineren Formen (N. racemosa,...). Hybriden wie 'Walker's Low' und 'Six Hills Giant' werden völlig ignoriert.
Und ich stimme mit Dir völlig überein: das Substrat klingt optimal für Nepeta, ganz besonders für die Faassenii-Gruppe! Viele der eingangs genannten Pflanzen haben ja ganz ähnliche Ansprüche, da passt Nepeta hervorragend hinein. "Gute Erde" ist allenfalls für die großen grünblättrigen Formen (N. manchuriensis, N. subsessilis,...) von Vorteil.
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@danilo,
danke für Deine Ergänzungen, dem ist nichts hinzuzufügen. :D
LG
Jo
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Bei mir blüht Nepeta kubanica im Halbschatten. Sie steht rechts im Bild wird dort ca. 60-70 cm hoch, links davor Nepeta Walkers Low.
(http://sphotos-h.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc7/321420_151112648313584_521499684_n.jpg)
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@danilo,
danke für Deine Ergänzungen, dem ist nichts hinzuzufügen. :D
LG
Jo
Danke euch beiden für die Ergänzungen. Ihr macht mir die Wahl nicht leicht ! ;) Verträgt eurer Meinung nach Helleborus auch etwas mehr Schatten? Dann könnte ich die dazu nehmen.
Ich schlafe mal drüber.
Grüße
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Bei mir blüht Nepeta kubanica im Halbschatten. Sie steht rechts im Bild wird dort ca. 60-70 cm hoch, links davor Nepeta Walkers Low.
(http://sphotos-h.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc7/321420_151112648313584_521499684_n.jpg)
Oh ja, das sieht sehr gut aus. Nepeta beginnt mir immer besser zu gefallen. In welchem Boden stehen sie?
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Ja, diese Helleborus vertragen auch lichtschattig unter Gehölzen. Das wollen sie eigentlich sogar. Aber geschützt und warm, da nicht sooo sehr frosthart.
Bei dir in Wien geht das aber allemal
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Oh ja, das sieht sehr gut aus. Nepeta beginnt mir immer besser zu gefallen. In welchem Boden stehen sie?
Ich finde die beiden sind Allrounder ;)
Gedeihen bei mir in trockenen, nährstoffarmen Böden und auch im feuchteren Lehmboden (Halbschatten).
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Oh ja, das sieht sehr gut aus. Nepeta beginnt mir immer besser zu gefallen. In welchem Boden stehen sie?
Das Bild von Ulli sieht sehr "saftig" aus. Laut Staudensichtung mag es N. kubicana in der Tat wohl etwas feuchter:
Varianten für frische bis feuchte Untergründe
Während die trockenheitsverträglichen Katzenminzen zum gängigen Repertoire von Gartengestaltern zählen, fristen die Feuchtigkeit liebenden Spielformen eher ein Schattendasein. Dies liegt zum einen daran, dass viele Formen noch jung im Handel und daher wenig bekannt sind, zum anderen resultieren oft aufgrund falscher Verwendung an zu trockenen Pflanzplätzen negative Erfahrungen. Weiterhin verdeutlichen die Sichtungsergebnisse, dass die Pflanzen dieser Gruppe bezüglich ihres Gartenwerts tatsächlich wenig mit denen des Verwendungsbereichs im trocken-warmen Umfeld konkurrieren können. Der Standort für die Pflanzen sollte sonnig bis absonnig, nährstoffreich, kühl, frisch bis feucht, aber nicht nass sein. Arten wie Nepeta govaniana, Nepeta kubanica oder Nepeta subsessilis sind ferner dankbar für hohe Luftfeuchtigkeit.
Quelle: http://www.staudensichtung.de/nepeta1.html
Viele Grüße
Klaus
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Hab noch einmal Infos eingeholt und Gartenklausi hat recht, Nepeta kubanica mag es lieber in frischen Böden. Bei mir steht sie aber auch teilweise auf trockenem Boden.
Die Blütenfarbe ist/wirkt im Halbschatten aber schöner.
Walker Low ist überall eine Wucht, im wahrsten Sinne des Wortes:
Das Bild ist leider von schlechter Qualität
(http://up.picr.de/14075918ma.jpg)
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Nepeta kubanica kann ich auch nicht für ein Kiesbeet empfehlen. Da gibt es doch besser geeignete Nepetas.
Helleborus foetidus wächst in der Natur an nicht ganz trockenen Gehölzrändern oder in lichten Wäldern, kann aber auch zur Not Trockenheit ertragen. Bei voller Sonne und schottrigem Boden leidet diese Helleborus oder vertrocknet (ohne zusätzliches Wässern).
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2 solcher Nepeta kann ich auf jeden Fall noch unterbringen und sie sind auch eine gute Option für den betreffenden Platz. Auch die Agastache Rupestris gefällt mir. Eine Helleborus argutiflorus kommt fix an einen absonnigen Platz. Da grübelte ich schon lange.
Jetzt frage ich mich wo die Unterschiede in der Wuchsform, Breite und Höhe zwischen - "Six Hill's Giant" oder "Walker's Low" - liegen. Hier stimmen die Infos die man im Net findet nicht überein. Gibt es sonst noch irgendwelche Punkte die für die eine oder andere sprechen?
Von der Farbe her tendiere ich eher zur zweiten, aber wenn eine "schlanker" oder aufrechter wächst, finde ich das gut.
Danke und Grüße
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Die Walkers Low hat mich auch voll überzeugt, habe mal eben 10 Stück bestellt. ;D
Ist mir irgendwie bisher weitgehend entgangen.....
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Gibt es sonst noch irgendwelche Punkte die für die eine oder andere sprechen?
'Walker's Low' wurde in der Staudensichtung gegenüber 'Six Hills Giant', die ja ebenfalls drei Sterne erhielt, in allen Eigenschaften als noch einen Tick besser bewertet.
Ich denke, der Unterschied ist marginal und für uns normalsterbliche Gärtner nicht wirklich relevant.
Ich bin mit 'Walker's Low' ausgesprochen zufrieden und kann sie absolut weiterempfehlen.
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Die Walkers Low hat mich auch voll überzeugt, habe mal eben 10 Stück bestellt. ;D
Ist mir irgendwie bisher weitgehend entgangen.....
Auf gutem Boden sollte diese Nepeta Sorte besser "Walkers Giant' heißen. Da kann sie schonmal 1 m2 bedecken.
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Das schafft sie hier auch fast auf weniger gutem Boden. ;)
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Sehr gut, dann sehen 10m² mehr zukünftig schon mal gut aus. 8)