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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Katrin am 04. Mai 2013, 22:22:33
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Aus Interesse habe ich mich gefragt, wie es kommt, dass Forsythien keinen Nektar und angeblich auch keinen Blütenstaub bilden. Meine Internetrecherche hat dazu nicht viel ergeben; neben unserer Gartenhybride scheinen auch die Wildarten für Tiere relativ wertlos zu sein.
Nun frage ich mich natürlich, wie das kommen kann (und ob diese Infos überhaupt stimmen). Wie pflanzt sich so ein Gewächs fort? Warum hat es überhaupt Blüten?
Vielleicht kann mir das jemand erklären. Fast alle auffindbaren Infos behandeln die Gartenpflanze F. x intermedia, vielleicht treffen die Aussagen ja auch nur auf diese Hybride zu; Hybriden sind ja oft steril. Aber sind dann nicht alle mitteleuropäischen Pflanzen Klone?
Fragen über Fragen.
LG, Katrin
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pollen produzieren sie auf alle fälle, siehe hier und hier (s. 297). Über die sterilität der hybriden gibz hier infos.
Auf alle fälle ist F. heterostyl, d.h. es gibt kurzgriffelige und langgriffelige blüten, und kg kann kg nicht befruchten, lg nicht lg, sondern nur kl lg und umgekehrt 8).
nicht mein wissen, sondern tante Wewewes.
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hab mit den englischen begriffen gesucht, und mit guckl scholar begonnen.
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Nun... ein Rätsel kann ich lösen. Die Forsythie entwickelt unbeschnitten stark überhängende Zweige. Sobald die den Bode berühren, bekommen sie Wurzeln. Die Pflanze käme mittlerweile ohne Samenvermehrung aus, davon bin ich überzeugt. ich denke, beim Giersch ist die Samenverbreitung auch eher untergeordnet. Ich meine mich aber zu erinnern durchaus mal auch eine Samenkapsel an meiner Forsythie in Bayern gefunden zu haben
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Ab und an hängt so ne verholzte Samenkapsel dran, ich hab noch nie reingeschaut............
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Aha! Danke für eure Internetsuchen (Brigitte!) und die anderen für die Antworten. Es erscheint mir nur unlogisch, warum eine Pflanze derart riesigen Aufwand mit Blütenbildung betreibt, aber dann nur selten Samen ansetzt, warum dann diese viele Arbeit?
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Ich höre immer wieder von Forsythien die von Bienen angeflogen werden und lese aber auch, das manche sagen, das sei ein Märchen. Hat jemand solche Bienenforsythien?
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Siehe dazu auch hier: https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=48848.0
Vielleicht fügt ein Mod die Threads mal zusammen.
Unsere Gartenforsythien sind durchweg Hybriden oder Sorten, keine Wildarten. Sie gelten als Paradebeispiel für "wertlose Gartenpflanzen", denn - so die gängige Geschichte - sie liefern Honigbienen weder Pollen noch Nektar.
So ganz stimmt das wohl nicht: http://peacebeefarm.blogspot.com/2010/03/pollination-in-kentucky.html
Hier wird die Art Forsythia ovata als Nektar- und Pollenproduzent aufgeführt: https://www.beeswales.co.uk/File/51/en-GB (pdf)
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Irgendwas muß die besuchen, da meine immer einige Früchte bilden. Wind oder so kann's nicht gewesen sein, weil die Pflanzen einige Meter auseinander stehen. Aber ob die jetzt wirklich wegen Pollen/Nektar besucht werden oder sich die Insekten nur irren, kann ich nicht sagen.
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Bei fehlenden Bestäubern können viele Pflanzen sich selber befruchten, die Staubblätter krümmen sich auf die Narbe der eigenen Blüte oder so ähnlich - andererseits hat mich immer gewundert, wer denn die Forsythien in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet bestäubt, wenn ich gelesen habe, sie wäre so nutzlos für Bienen usw.
Manche Blütenkonstruktionen sind auf besondere Bestäuber ausgerichtet, es gibt Blüten, die nur von schweren Hummeln "geöffnet" werden können, so dass nur die an den Nektar/Pollen kommen, oder der Nektar sitzt so tief in einer langen Blüte, dass nur Kolibris, Schmetterlinge mit ihrem langen Rüssel rankommen, anscheinend laut dem Blog-Text, ist das bei der Forsythia wohl ein bisschen so, weil dort beschrieben ist, dass die Bienen lernen müssen, seitlich in die Blüte zu kommen, um den Nektar zu erreichen - wobei mir die Blüte nun aber auch wieder nicht so lang/tief erscheint ???
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Ich halte den Feldzug gegen Forsythien für Quatsch. Wer das leuchende Gelb mag, soll eine pflanzen. Wer Bienen mag, soll welche halten. Wer Wildbienen unterstützen will, soll jede Menge Blumen säen und pflanzen. 8)
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Wer Bienen mag, soll Winterlinge und Schneeglöckchen unter seine Forsythie pflanzen :D
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Und Krokusse. Und allerlei Wildkräuter.
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Ich oute mich mal, dass ich vor zwei Jahren eine gepflanzt habe - für 1,- € vom Grabbeltisch gerettet. Ok, Stecklinge wären noch billiger gewesen, aber da dauert das Anwachsen länger. Für die Bienen und Hummeln habe ich Elfenkrokusse daruntergepflanzt, also alles in Butter. ;)
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Hier wird die Sorte "Beatrix Farrand" als Ausnahme genannt, da sie Pollen bildet: https://www.gartenjournal.net/forsythie-bienen
Siehe auch hier: http://www.eggert-baumschulen.de/products/de/Laubgehoelze/deutsch-botanisch/F/Forsythia-Beatrix-Farrand.html
Die vehemente Ablehnung von Forsythien, die man fast allenthalben findet, weil sie so "bienenunfreundlich" seien, ist schon bemerkenswert unsinnig. ::)
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Sie müssten nur teuer und rar genug sein ::)
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Die vehemente Ablehnung von Forsythien, die man fast allenthalben findet, weil sie so "bienenunfreundlich" seien, ist schon bemerkenswert unsinnig. ::)
Ist das nur deswegen so?
Mir scheint eher, weil sie eine zeitlang so massiv überall gepflanzt wurden, in normalen Hausgärten dann auch noch zügig den Rahmen sprengte, dass sie eher "verbrannt" worden sind durch ihre massive Vermarktung wie Cotoneaster oder Blaufichte auch.
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Ist halt chic Forsythien nicht zu mögen, meine stammt noch von der Oma, um nichts gäbe ich sie her.
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Du sagst es.
Ich möchte auch keine (mehr) im Garten - einfach, weil mir der Wuchs nicht gefällt und außerhalb der Blütezeit bloß ein großer grüner Blob Platz im Garten wegnimmt. Das ist aber rein persönliche Geschmackssache, kein von "höheren Weihen" aus gefälltes Urteil.
@GP:
Na, dann google mal nach "Forsythia Nektar" oder "Forsythia "Bienen" oder ähnliche Zusammenstellungen: "wertlos", "trockene Blüten", "gehören nicht in naturnahe Gärten", "hat im Garten nichts verloren", "gelbe Mogelpackung", "Selbstbetrug" und dergleichen.
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Ist halt chic Forsythien nicht zu mögen ...
Da könnte auch etwas dran sein. Bald leuchten sie wieder goldgelb in den spießigen Reihenhausvorgärten, geschmückt mit bunten Plastik-Ostereiern. ;)
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So etwas macht man nicht. Plasteostereier gehören an Magnolien.
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Ist halt chic Forsythien nicht zu mögen ...
Da könnte auch etwas dran sein. Bald leuchten sie wieder goldgelb in den spießigen Reihenhausvorgärten, geschmückt mit bunten Plastik-Ostereiern. ;)
Immer noch besser als bunte Kieselsteine mit Spiral-Wacholder im Sheng-Pfui-Stil.
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...außerhalb der Blütezeit bloß ein großer grüner Blob Platz im Garten wegnimmt. ...
Bemerkenswert - würd ich so über Hamamelis schreiben ;D
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...außerhalb der Blütezeit bloß ein großer grüner Blob Platz im Garten wegnimmt. ...
Bemerkenswert - würd ich so über Hamamelis schreiben ;D
Es funktioniert! 8) ;D
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Ich habe übrigens einen größeren Forsythiendschungel mit verschiedenem Gelb! ;D
(Den brauchte ich noch nicht mal selbst zu pflanzen).
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...außerhalb der Blütezeit bloß ein großer grüner Blob Platz im Garten wegnimmt. ...
Bemerkenswert - würd ich so über Hamamelis schreiben ;D
Es funktioniert! 8) ;D
Klar doch - im Stöckchenspringen hab ich hier von den Meister/innen gelernt ;D
Es gibt übrigens panaschierte Forsythien-Sorten, da währt der Zierwert länger - wenn man panaschiert abkann 8)
Hab eine vor einigen Jahren für ein schwieriges "Kübelbeet" gekauft, macht sich da ganz gut.
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Naturnahe Gärten gibt's hier nicht, also paßt die Forsythie ganz wunderbar hierher. :)
Ich habe drei. Dafür haben die links und rechts von mir keine. Meine direkten Nachbarn haben eine Graswüste und eine Kieswüste. Das ist sicher besser. ::)
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Ist halt chic Forsythien nicht zu mögen ...
Da könnte auch etwas dran sein. Bald leuchten sie wieder goldgelb in den spießigen Reihenhausvorgärten, geschmückt mit bunten Plastik-Ostereiern. ;)
Eine meiner buntesten Kindheitserinnerungen sind tatsächlich Bodenvasen voller Forsythien, behängt mit ausgeblasenen und bemalten Hühnereiern. Allerdings indoor. Sollte ich mal wieder aufstellen, Ostern ist d. J. halt zu spät.
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... außerhalb der Blütezeit bloß ein großer grüner Blob Platz im Garten wegnimmt.
Ich bin recht froh, dass nicht alle Gehölze mit immerwährender Blütezeit protzen, sondern auch mal als grüner Hintergrund für andere Stars fungieren.
Ausgeblasene, bemalte Ostereier sind Kunstwerke und nicht mit den Plastikdingern zu vergleichen. :)
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Ich möchte auch keine (mehr) im Garten - einfach, weil mir der Wuchs nicht gefällt und außerhalb der Blütezeit bloß ein großer grüner Blob Platz im Garten wegnimmt.
Da möchte ich dir Forsythia giraldiana ans Herz legen. Schwefelgelbe zarte Blüten, 14 Tage vor den anderen Forsythien. Und das an fast schwarzem vorjährigem Holz. Eher aufrechter Wuchs. ;)
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Mit jedem Garten habe ich auch 1-2 Forsythien übernommen und behalten. Ich mag das Gelb im Frühjahr.
Und außerdem weiß ich dann immer, wann die Rosen geschnitten werden müssen. ;D
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Ich schneide meine Rosen immer, bevor die Forsythien blühen - bisher haben sie es mir noch nicht übel genommen. ;) Aber auch wenn der Zierwert außerhalb des Frühjahrs beschränkt ist, trifft das ja auf viele andere Gartengehölze auch zu, inkl. Hamamelis und Co. So ein fröhliches Gelb im Frühjahr erfreut einfach die Seele, und auch ich verbinde Forsythien - mit oder ohne Ostereier - immer mit meiner Kindheit, es sind halt einfach Symbolpflanzen, genau wie Schneeglöckchen. Zudem sind sie unkompliziert, und wenn man sie nicht mit Hausmeisterschnitt verunstaltet, können sie durchaus respektabel aussehen.
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Was war ich traurig, als mir vor einigen Jahren beim Sturm mein kleines Forsythienhochstämmchen abgeknickt war. Und wie diese wüchsigen und bescheidenen Büsche so sind, durfte ich mir in der nächsten Saison von drei neuen starken Trieben wieder einen schönen geraden Trieb als neues Stämmchen aussuchen. Inzwischen hat es eine respektable Krone und zur Osterzeit jede Menge bunte Plasteeier dran.
Ostern ohne leuchtend gelbe Büsche und bunte Eier - wie trist wäre das denn ;D
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Inzwischen hat es eine respektable Krone und zur Osterzeit jede Menge bunte Plasteeier dran.
Ostern ohne leuchtend gelbe Büsche und bunte Eier - wie trist wäre das denn ;D
So etwas macht man nicht. Plasteostereier gehören an Magnolien.
;D ;D ;D
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Ausgeblasene, bemalte Ostereier sind Kunstwerke...
Hier dann eher in naivem Stile, von diversen Kindergenerationen mit Wasserfarben bemalt ;).
Sofern nicht im Herbst oder Winter verschnitten, leuchten sie, die Forsythien, gerade schon von weitem, mir gefällt das. Es gibt nur so eine extrem großblumige Sorte (`Gold....?´), bei der ich immer an Ikea-Plastikblumen denken muss. Aber die scheint fast nirgendwo zu stehen.
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Es gibt übrigens panaschierte Forsythien-Sorten, da währt der Zierwert länger - wenn man panaschiert abkann 8)
Hab eine vor einigen Jahren für ein schwieriges "Kübelbeet" gekauft, macht sich da ganz gut.
In der Nachbarschaft macht eine "normale" Pflanze buntlaubige Triebe, da wollt ich irgendwann mal nach einem Steckling fragen. Scheint aber in der ganz prallen Sonne etwas unglücklich... Bild von irgendwann im Sommer.
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Ich möchte auch keine (mehr) im Garten - einfach, weil mir der Wuchs nicht gefällt und außerhalb der Blütezeit bloß ein großer grüner Blob Platz im Garten wegnimmt.
Da möchte ich dir Forsythia giraldiana ans Herz legen. Schwefelgelbe zarte Blüten, 14 Tage vor den anderen Forsythien. Und das an fast schwarzem vorjährigem Holz. Eher aufrechter Wuchs. ;)
:D danke! :-* Blüht hier gerade, dieses Jahr zum ersten Mal richtig. Ich bin begeistert von der Farbe. Genau das richtige Gelb!
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Die Zwergformen sind auch sehr schön und brauchen keinen Schnitt, aber die gibt es kaum zu kaufen.
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Das stimmt. Ich sah mal vor Jahren eine ganze Sichtung dieser Zwergformen, suchte dann aber vergeblich nach den Sorten, die mir damals besonders gefielen.
Die Forsythia giraldiana sehe ich nur bei Simons im Katalog. Hast Du sie von dort, pearl?
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ich mag Forsythien nicht, egal ob mit oder ohne Bienen. Und wahrscheinlich aus dem von Gartenplaner genannten Grund: Ich bin in einer westdeutschen Dorfsiedlung der 70er großgeworden und erinnere mich nicht gerne an die Gärten dort. Die bestanden meist, vorne zur Straße hin, aus einem akkurat geharkten Rosenbeet, dahinter Rasen mit der einen oder anderen Konifere und in irgendweiner Ecke stand eine sorgsam unter Kontrolle gehaltene Forsythie. Deren Knallgelb verhöhnte eher die Trostlosigkeit des Spätwinters...
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Klar, wenn man Forsythien nur aus den Schäng-Pfui-Gärten der 70er-Jahre kennt, dann dürfte deren Image das von Kirschlorbeer, Thuja und Korkenzieherbuchs kaum übersteigen. Bei uns im Dorf waren die Gärten zwar auch nicht immer ästhetische Meisterwerke, aber doch noch etwas abwechslungsreicher, wenngleich das Forsythiengestrüpp direkt am Haus auch einfach nur hässlich war. Die ausgeblasenen Eier aus dem Kindergarten hingen jedenfalls auch immer im Osterstrauß, Plastikeier gab's damals glaube ich noch nicht. ;)
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Ich höre immer wieder von Forsythien die von Bienen angeflogen werden und lese aber auch, das manche sagen, das sei ein Märchen. Hat jemand solche Bienenforsythien?
Eggert beschreibt Forsythia Beatrix Farrand als einzige von Bienen angeflogene Kultursorte.
Meine Sorte habe ich nicht gefunden, sie ist ein eher kriech-hängendes kleineres Exemplar, das über den Efeu den Hang runterrollt.
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Das stimmt. Ich sah mal vor Jahren eine ganze Sichtung dieser Zwergformen, suchte dann aber vergeblich nach den Sorten, die mir damals besonders gefielen.
Die Forsythia giraldiana sehe ich nur bei Simons im Katalog. Hast Du sie von dort, pearl?
nee, von Mediterraneus und der wohnt bei Simon um die Ecke. Simon hat aber auch Versand.
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Mir ist gerade aufgefallen, daß ich sogar vier habe. :-[
Eine ist hinterm Gewächshaus, wo ich nicht oft bin. Es ist eine alte hellgelbe Sorte, die mal irgendwann auf einem wilden Komposthaufen lag.
Die Schleppen-Forsythie von Eggert steht im Vorgarten. Das ist ein wildes Ungetüm, das bei Bodenberührung neu bewurzelt. ;D
Jetzt ist doch sowieso die gelbe Phase. Meine Weiden nehmen die Farbe wieder auf und gelb dominiert den Garten. Das wird bald vom Rosa der Mandeln, Zierkirschen und Pfirsiche abgelöst, um dann in das Weiß der Süßkirschen und Äpfel überzugehen. :)
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Forsythia giraldiana sieht sehr hübsch aus, ein angenehmes gelb. Ich bin nur etwas allergisch gegen das übliche goldgelb... am besten noch zusammen mit Magnolia x soulangeana Sorten oder diesen pinkfarbenen gefüllten Mandelbäumchen. 😬
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pörks! gut lese ich das erst heute morgen – ich hätte keine ruhige minute schlaf gehabt! ;)
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Du hättest von Sonne geträumt ;D
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Eine meiner buntesten Kindheitserinnerungen sind tatsächlich Bodenvasen voller Forsythien, behängt mit ausgeblasenen und bemalten Hühnereiern. Allerdings indoor.
So geht es mir auch!
Der Strauch wuchs im Vorgarten und war vom Kinderzimmer aus zu sehen.
Ein Ableger wanderte mit in den ersten Garten und wurde dort zu groß.
Jetzt wächst sozusagen ein Urenkel (oder so) hier als Hochstamm und färbt sich gerade.
Nach der Blüte wird die Krone in jedem Jahr geschnitten und bildet dann zumindest ein bisschen Sichtschutz an der Grenze zum Nachbarn.
Vielleicht nicht unbedingt für jeden schön, aber gehört zum Inventar!!!
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Siehe dazu auch hier: https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=48848.0
Vielleicht fügt ein Mod die Threads mal zusammen.
Unsere Gartenforsythien sind durchweg Hybriden oder Sorten, keine Wildarten. Sie gelten als Paradebeispiel für "wertlose Gartenpflanzen", denn - so die gängige Geschichte - sie liefern Honigbienen weder Pollen noch Nektar.
So ganz stimmt das wohl nicht: http://peacebeefarm.blogspot.com/2010/03/pollination-in-kentucky.html
Hier wird die Art Forsythia ovata als Nektar- und Pollenproduzent aufgeführt: https://www.beeswales.co.uk/File/51/en-GB (pdf)
Sehr spannend. Ein Imker verkauft sie auch, als Immenglück und schreibt, dass sie im Oktober schon anfängt zu blühen.
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Zu Forsythien habe ich ein sehr ambivalentes Verhältnis.
Einerseits ist die Farbe oft toll, bei natürlich gewachsenen Büschen kann das toll aussehen.
Andererseits sind das die Sträucher, die man auch ganz leicht furchtbar verschneiden kann.
Ein Betrieb, der sich hier um die Gärten der Umgebung kümmert, macht das auf ganz gruselige Weise.
Seit dem krieg ich bei Forsythien leichte Gänsehaut.
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Siehe dazu auch hier: https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=48848.0
Vielleicht fügt ein Mod die Threads mal zusammen.
Unsere Gartenforsythien sind durchweg Hybriden oder Sorten, keine Wildarten. Sie gelten als Paradebeispiel für "wertlose Gartenpflanzen", denn - so die gängige Geschichte - sie liefern Honigbienen weder Pollen noch Nektar.
So ganz stimmt das wohl nicht: http://peacebeefarm.blogspot.com/2010/03/pollination-in-kentucky.html
Hier wird die Art Forsythia ovata als Nektar- und Pollenproduzent aufgeführt: https://www.beeswales.co.uk/File/51/en-GB (pdf)
Sehr spannend. Ein Imker verkauft sie auch, als Immenglück und schreibt, dass sie im Oktober schon anfängt zu blühen.
So eine scheint die in der Nachbarschaft seit mindestens einer Woche blühende zu sein. Ich wunderte mich schon, denn meine sind noch längst nicht so weit.
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Hier blühen die auch schon. Maingebiet. Die normalen.
Ich fand gerade eine Forsythien-Sortenauflistung, da ist die bienenfreundliche mit dabei:
https://www.gartenjournal.net/forsythie-sorten
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Ich habe in Imkerforen gelesen, dass Beatrix Farrand nur wenig oder gar nicht angeflogen wird.
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es gibt selbst heimische Blütenpflanzen die wenn man so will "keinerlei Nutzen für Insekten" bieten da sie ihnen keinen Nektar oder Pollen zur Verfügung stellen
die Orphys-Arten sind da auch so ein Paradebeispiel. Werden ohne irgendeine erbrachte Gegenleistung bestäubt weil sie mittels Duftstoffen vorgeben ein paarungswilliges Insekten-/Spinnenweibchen zu sein und so "geile" Kerle schamlos ausnutzen ;D
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Ob das wohl eine andere ist, die von Immengarten-Jaesch?
Forsythia Hybride
Bienenpflanze
eigene Selektion!
30/60
4,28 €
"Immengarten"
Goldglöckchen "Immengarten"
unser Goldglöckchen wird gut von Bienen besucht; sie fängt
schon im August mit ersten Blüten an;
Blüte August - April (!)gelb, Sonne, frisch - feucht
Strauch bis 3 m, blüht bei mildem Wetter den ganzen Winter
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Ich habe in Imkerforen gelesen, dass Beatrix Farrand nur wenig oder gar nicht angeflogen wird.
Wundert mich nicht. Zur selben Zeit blühen auch die Weiden und die haben einfach mehr zu bieten. Die Chance dort eine noch nicht abgeerntete Blüte mit Pollen oder Nektar zu erwischen ist viel höher, weil die Auswahl größer ist.
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Da möchte ich dir Forsythia giraldiana ans Herz legen. Schwefelgelbe zarte Blüten, 14 Tage vor den anderen Forsythien. Und das an fast schwarzem vorjährigem Holz. Eher aufrechter Wuchs. ;)
Hast du an der denn schon mal irgendwelche Insekten gesehen?
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Nicht bewußt. Sie sitzt etwas unzugänglich in meinem Schattenhang.
Ich werde mal drauf achten. Sie blüht momentan noch nicht.
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Andererseits sind das die Sträucher, die man auch ganz leicht furchtbar verschneiden kann.
Ich habe in meiner Gartenanfangszeit eine ganz furchtbar verschnitten. ;) Sie wurde dann entfernt und nachgepflanzt habe ich nicht mehr. Habe meine damalige Forsythie als sehr starkwüchsig empfunden und hatte den Eindruck, dass ich mit denen schnitttechnisch einfach nicht klarkomme. Mein kleines Exemplar im kleinen Garten brauche ich nicht schneiden, besser so.
Wenn ich von Garten zu Garten fahre freue ich mich aber immer an den sonnig blühenden Sträuchern auf dem Weg, die haben sich mit dem Frühling einfach im Kopf festgesetzt.
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Das Schneidproblem ist doch bei vielen "klassischen" Blühsträuchern des Standardsortimentes gegeben - sie sind überall verfügbar und ja auch ganz hübsch, so lange sie 1-2m hoch sind, aber dann fangen in kleinen Gärten die Probleme an.
Die Forsythia im Garten meiner Großeltern war, wenn ich mich recht erinnere, 3-4m breit und mindestens so hoch, wenn nicht drüber.
Deshalb gibt es inzwischen so viele "Zwergsorten", auch von den Klassikern.
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Die Forsythia im Garten meiner Großeltern war, wenn ich mich recht erinnere, 3-4m breit und mindestens so hoch, wenn nicht drüber.
Ja, das machen sie wenn man sie lässt. Deshalb habe ich einen Dschungel. Eine weitere habe ich aber schon ausgelichtet und etwas hoch geschnitten, weil die bis zur Erde hängenden Triebe sonst schnell wieder einwurzeln.
Wie immer, dauert es mich, diese Forsythien radikal zu roden, aber einige werden wohl weichen müssen, zumal sich dazwischen auch noch Wildrosen gesetzt haben, die nun auch schon 3 m hoch sind.
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Nicht bewußt. Sie sitzt etwas unzugänglich in meinem Schattenhang.
Ich werde mal drauf achten. Sie blüht momentan noch nicht.
Das würde mich schon noch interessieren bei Gelegenheit :)
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Ich kann gerne auch mal darauf achten, habe etliche Forsythien sitzen, auch Kumson und mandshurica. Aber leider haben wir z.Zt. überhaupt kein Insektenwetter. Ich melde mich.
VG Wolfgang
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Ja das wäre schön, danke!
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pörks! gut lese ich das erst heute morgen – ich hätte keine ruhige minute schlaf gehabt! ;)
Die Forsythie steht hier gerade in Blüte, der wirklich kümmerliche allerletzte Rest von Scilla siberica auch, blau und gelb zusammen mag ich wirklich! Der Geistesblitz wäre da, allein der Platz das es wirken kann...
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Hier mal meine als Hochstämmchen gezogene normale Forsythie, ja ich weiß, ist eigentlich ot - aber nur mal so als Argument pro.
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Die Zwergformen sind auch sehr schön und brauchen keinen Schnitt, aber die gibt es kaum zu kaufen.
Hier gibt es eine Zwergige Forsythie: https://www.floramontana.de/pflanzen/e-g/detail/forsythia-viridissima-bronxensis.html
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Die ist ja sehr schön niedrig. Fast schon etwas für den größeren Steingarten.
(Wird auch von Köhlein in "Kleine Pflanzen für kleine Gärten" als kleinste Forsythie beschrieben.)
Hier hat eine ungezügelt wachsende Forsythie im letzten Jahr durchweg dicke Früchte voller Samen ausgebildet. War mir vorher nicht so massiv aufgefallen.
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Hier hat eine ungezügelt wachsende Forsythie im letzten Jahr durchweg dicke Früchte voller Samen ausgebildet. War mir vorher nicht so massiv aufgefallen.
Bitte mal observieren, ob da die Bienchen auf die Blümchen gehen oder andere Insekten, das wäre spannend. Und wenn es die Bienchen sind, dann schleunigst soviele wie möglich Ableger machen und in alle Welt verteilen, denn solche Forsythien überall wären gut.
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Wenn Samenkapseln dran sind, handelt es sich ja vermutlich nicht um eine der gängigen, sterilen Hybriden. Das wäre in der Tat mal eine Aufgabe für die Vermehrungsbetriebe, solche Sorten zu züchten und in Umlauf zu bringen, die auch der Insektenwelt Nahrung bieten. Und den Kunden müsste man dann noch beibringen, ihre Sträucher so zu schneiden, dass nicht immer die Blütentriebe dabei draufgehen... ::)
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Die Auslese Forsythia lerchenzornia´Bienenfreund` wäre wunderbar zu vermarkten, besonders in Bayern :D
Bin leider nicht gut in Nomenklatur, aber das ließe sich sicher richtig stellen :)
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Ich hatte an dem Bäumchen auch schon solche dicken Nüsschen. Die sind bretthart und würden vermutlich nur unter erschwerten besonderen Bedingungen durch Selbstausaat was bringen.
Ich werde auch mal drauf achten, wenn sie auf sind, ob die angeflogen werden.
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selbstfertile windbestäubung? 8)
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Es gibt ja auch noch andere Insekten die von Blümchen zu Blümchen fliegen. Die Blumenhartriegel werden auch nicht von Bienen besucht aber da schwirren solche Fliegenarten drumrum und bestäuben sie wohl auch, damit sie Früchte bilden können.
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Da möchte ich dir Forsythia giraldiana ans Herz legen. Schwefelgelbe zarte Blüten, 14 Tage vor den anderen Forsythien. ...
danke für den hinweis! :D
jetzt habe ich zwei und es sind sogar noch blütchen dran und die scheinen wirklich die perfekte farbe zu haben, zumal sind sie wunderbar klein und natürlich. :)
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Da möchte ich dir Forsythia giraldiana ans Herz legen. Schwefelgelbe zarte Blüten, 14 Tage vor den anderen Forsythien. ...
danke für den hinweis! :D
jetzt habe ich zwei und es sind sogar noch blütchen dran und die scheinen wirklich die perfekte farbe zu haben, zumal sind sie wunderbar klein und natürlich. :)
:D leuchteten auch am Samstag im Wiesengarten. :D
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Habt ihr Insekten daran gesehen?
(Freut mich, wenn diese schöne Wildforsythie wieder in Umlauf kommt :D )
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insekten noch nicht: gestern abend holte ich meine erst aus dem paket, jetzt stehen sie noch interimsweise hinter einem gerüstnetz auf dem balkon...
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Ich hatte an dem Bäumchen auch schon solche dicken Nüsschen. Die sind bretthart und würden vermutlich nur unter erschwerten besonderen Bedingungen durch Selbstausaat was bringen.
Ich werde auch mal drauf achten, wenn sie auf sind, ob die angeflogen werden.
Ich habe mal nachgeschaut, meine Forsythie hat solche Samenkapseln dran, und zwar garnicht mal so knapp... und sie blüht auch grad wunderhübsch.
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Habt ihr Insekten daran gesehen?
(Freut mich, wenn diese schöne Wildforsythie wieder in Umlauf kommt :D )
wozu du ja beiträgst. Ich werde berichten, wenn mir ein Insekt daran auffällt.
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..... Ich werde berichten, wenn mir ein Insekt daran auffällt.
Hoffentlich hält sich auch eins daran auf :-\ ;D
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Als Allerweltssorte zwar insektenfrei, aber ein strahlender Anblick, wenn Nachbars Gelber Riese zu meinem (2m) breiten Wohnzimmerfenster hereinschaut. Heute leider trübes Wetter, da kommt das Leuchten fototechnisch nicht rüber.
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Statt vom Sofa quer durch den Raum direkt am Fenster sieht der gelbe Riese dann so aus.
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Da möchte ich dir Forsythia giraldiana ans Herz legen. Schwefelgelbe zarte Blüten, 14 Tage vor den anderen Forsythien. Und das an fast schwarzem vorjährigem Holz. Eher aufrechter Wuchs. ;)
Und sehr trockenheitsverträglich :). Hat letzten Dürresommer schadlos überstanden. Vielleicht weil sie aus dem trockenen Spessart bei mir eingezogen ist ;D.
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Dabei wächst sie bei mir im "Monsunwald" ;D
Dort scheint es ihr aber zu schattig zu sein, die Blüte hält sich dieses Jahr sehr in Grenzen.
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hier ist sie dieses Jahr überreich. Bei mir steht sie auf einer Trockenmauer. Beschattet von einem mächtigen Haselbusch in 4 und einer großen Eiche in 8 m Entfernung. Ohne Bewässerung hat sie es durch den letzten Sommer geschafft. Scheint ziemlich tiefe greifende Wurzeln zu entwickeln.
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hier mal ein vergleich (edit: von f. giraldiana) mit einer etwasweißpanaschiertblättrigen hybridforsythie, die noch nicht mal besonders grell chromgelb blüht – der beweis, warum man unmöglich etwas anderes im garten haben sollte, als dieses zauberhafte primelgelb
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:D
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Ich kann gerne auch mal darauf achten, habe etliche Forsythien sitzen, auch Kumson und mandshurica. Aber leider haben wir z.Zt. überhaupt kein Insektenwetter. Ich melde mich.VG Wolfgang
Ja bitte über alle Forsythien berichten die von Insekten angeflogen werden.
@Mediterraneus: Was ist das für eine mit hellgelben Blüten? Ist die was für Insekten?
@Zwerggarten: Was ist deine schwefelgelbe für eine Sorte?
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du überliest gern das wesentliche? ??? 8) ;)
Da möchte ich dir Forsythia giraldiana ans Herz legen. Schwefelgelbe zarte Blüten, 14 Tage vor den anderen Forsythien. ...
danke für den hinweis! :D
jetzt habe ich zwei und es sind sogar noch blütchen dran ...
hervorhebung von mir
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du überliest gern das wesentliche? ??? 8) ;)
Da möchte ich dir Forsythia giraldiana ans Herz legen. Schwefelgelbe zarte Blüten, 14 Tage vor den anderen Forsythien. ...
danke für den hinweis! :D
jetzt habe ich zwei und es sind sogar noch blütchen dran ...
Uff ja ich seh den Wald vor Forsythiensorten nicht mehr. Ich meinte eigentlich die Panaschierte.
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ach sooo! ;D
die panaschierte habe ich von einem freund, der mal bei hachmann gelernt hat – keine ahnung, ob das eine sorte oder ein unbenamt gebliebener sport ist.
auf dem blütenfarbenvergleichsfoto hat die panaschiertlaubige jedenfalls die gelberen blüten, das zauberhaft zarte primelgelb im vordergrund gehört zu f. giraldiana :D
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Die 'Kumson '- Forsythie ist auch etwas panaschiert. Bei mir flog leider heute noch nichts, aber es soll in den nächsten Tagen auch wärmer und sonniger werden. Dann beobachte ich länger und genauer.
VG Wolfgang
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An meinen Forsythien bisher kein Insektenflug. Nachts um 0°C, tags sehr sonnig, aber nur mäßig warm, unangenehmer Ostwind, also kein optimales Flugwetter, aber natürlich sind schon Hummeln,Bienen u.a. unterwegs
VG Wolfgang
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Vielleicht fliegen ja nachtaktive Insekten darauf. Bei der leuchtenden Farbe.
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Die meisten Forsythien im Handel in Europa sind Hybriden, und viele der gezüchteten Forsythiensorten wurden mit Einsatz von Colchicin oder, später, auch von ionisierender Strahlung erzielt.
Dabei dürfte es zu Beeinträchtigungen der Fertilität mit Störungen bei der Pollenbildung gekommen sein. Zuchtziel waren nun mal in erster Linie auffallende Blüten, Winterhärte, kompakter Wuchs - und nicht in erster Linie fertile Pflanzen, die von Insekten besucht werden.