garten-pur
Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: chris_wb am 20. Mai 2013, 14:50:15
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2009 hatte ich das große Beet auf dem Hof als Rhododendron-Beet neu angelegt. Alle Rhodos aus den zu trockenen Gartenteilen hatte ich hier zusammengepflanzt. Mit ein paar Stauden dazu sah das auch recht nett aus zur Blütezeit, der eine oder andere erinnert sich vielleicht an die Bilder.
(http://s7.postimg.cc/ttprc88p3/2010_06_08_Rhodobeet2.jpg)
Dieses Jahr nun würde ich gerade am liebsten alls platt machen. Langsam aber sicher haben sich Quecken im ganzen Beet breit gemacht und dieses Jahr sind sie förmlich explodiert. Sie sind aus dem Filz der Rhodo.Wurzeln nicht herauszubekommen. Im hinteren Beetteil tut ein Teppich aus Walderdbeeren sein übriges.
Aktuell sind die Rhodos teilweise kaum zu sehen:
(http://s16.postimg.cc/68h8ypnap/2013_05_20_Rhodo_Beet.jpg)
Ich könnte jetzt einmal alles abreißen und richtig dick mulchen. Aber schafft man es damit wirklich, die Quecken zum Jäten "hoch zu holen"? Ich komme bei den Rhodos teilweise kaum noch dazwischen. Haltet ihr es für sinnvoller, vielleicht nur einige stehen zu lassen, den Rest herauszunehmen und das ganze Beet einmal neu anzulegen?
Momentan kommen mir eher Gedanken wie "man könnte wieder eine schöne Rasenfläche draus machen" oder "Betonieren und grün anmalen".. :-X ::) :-\
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Uuuuuh.....das ist bitter :'(
Ich hab auch langjährige queckenerfahrungen....abreissen und mulchen wird zwar einen teil der rhizome nach oben in die mulchschicht locken - die kriegst du dann auch gut raus, aber die "stammväterteilstücke" werden in den wurzelballen verbleiben und gleich wieder nachwachsen :P
Leider sind es viel zu viele, um die halme mit roundup einzureiben/pinseln, bei weniger befall wär das die beste methode ohne alles rauszunehmen :-X
Am gründlichsten wäre jetzt, alles nochmal hochzunehmen, zu versuchen, das meiste aus den ballen rauszupuhlen, neu pflanzen und dann mit argusaugen überwachen - sobald sich neue halme zeigen ( weil du mit absoluter sicherheit doch nicht alle rhizomfragmente rausbekommen wirst) diese etwas wachsen lassen und dann pur mit roundup einreiben :-\
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Die Fläche ordentlich (überlappend ohne Lücken!) mit Pappe auslegen und darauf dick Rindenmulch drauf. Im ersten Jahr kommen keine Quecken mehr durch (sterben ab). Im zweiten Jahr sollte die Pappe zersetzt sein. Was jetzt an Quecke kommt, wurzelt im Mulch und lässt sich leicht entfernen. Hat bei mir so geklappt (nicht bei Rhodos, aber bei Magnolien).
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Das mit der Pappe klingt einerseits einfach, stellt mich aber andererseits vor das nächste Problem: Der Staudenbestand im Beet. Die müsste ich ja frei lassen und extra jäten oder vorher alle rauspflanzen.. dann könnte ich aber auch fast das ganze Beet aufnehmen. :P
Ein Vorteil für die Quecke war sicherlich, dass ich in diesem Beet immer erst gejätet habe, wenn die vielen hundert Krokusse komplett eingezogen hatten. Das ist selbst jetzt noch nicht der Fall und beim Jäten ziehe ich permanent große wie kleine Zwiebeln aus dem Boden, weil das Laub noch fest genug dran ist. Gut, bei einer Neuanlage könnte ich die wahrscheinlich ohnehin aussieben und irgendwo neu setzen.
Ist das alles doof..
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Ja :P
Mein tiefstes Mitgefühl :'(
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Mit Pappe + Rindenmulch ist es zumindest möglich, die Quecke aus den Wurzelballen der Rhodos zu bekommen, falls du diese erhalten willst.
Den Rest könntest du dann immer noch betonieren und grün anmalen. Soll heißen, dafür habe ich leider auch kein Rezept. Besonders wenn aus dem Rasen immer wieder neu etwas ins Beet wandert. Eigentlich hilft dann nur Neuanlage mit Wurzelsperre drumrum.
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Aktuell sind die Rhodos teilweise kaum zu sehen:
(http://s16.postimg.cc/68h8ypnap/2013_05_20_Rhodo_Beet.jpg)
Ich könnte jetzt einmal alles abreißen und richtig dick mulchen. Aber schafft man es damit wirklich, die Quecken zum Jäten "hoch zu holen"? Ich komme bei den Rhodos teilweise kaum noch dazwischen. Haltet ihr es für sinnvoller, vielleicht nur einige stehen zu lassen, den Rest herauszunehmen und das ganze Beet einmal neu anzulegen?
Momentan kommen mir eher Gedanken wie "man könnte wieder eine schöne Rasenfläche draus machen" oder "Betonieren und grün anmalen".. :-X ::) :-\
da fehlt eindeutig Schatten. Aber egal, ich bin begeistert, dass du dieses Bild zeigst. ;D Dieses Jahr ist so verrückt, dass wir eben mit sowas zu kämpfen haben. Viele von uns. Manche wenigstens. Ich auf jeden Fall. ;D
Ruhe bewahren. Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht. Melica altissima 'Atropurpurea' sieht auch so aus. Quecke ist besser als Zwenke. ...
Ich empfehle eine Bodendecke aus Epimedium x dingens 'Sulphureum' oder Epimedium rubrum, Frauenmantel. Braunem Stochschnabel. In der Richtung irgendwas.
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Das ist einfach mal auf 40x40 cm mit der Kralle rein und hochgeholt. :-X :-X :-X
(http://s16.postimg.cc/ox4e6ox0x/2013_05_20_Quecke.jpg)
Schatten gab es mal, aber die Kiefer ist ja gefällt. Aus Epimdium, Alchemilla und Geranium "Tiny Monster" habe ich sie heute auch rausgepopelt. Allerdings scheint der dichte Gelbweiderich-Bestand ihnen nicht zu behagen. Oder sie sind da einfach noch nicht angekommen. ::)
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:o es ist doch so schlimm. :-X
Einfach gar nicht ignorieren. Umdrehen und sich einen schönen Abend machen. Nur um sich selbst kümmern. Im Herbst ist das kein Problem mehr. ...
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Übel :-\. So ähnlich hat's in einigen meiner damals frisch angelegten Beete vor ein paar Jahren auch ausgesehen - ähnliche Wurzelfilz-Situation, z. T. unter älteren Bäumen/ Sträuchern, keine Chance zum Hochnehmen im großen Stil.
Ich habe die Quecken halt rausgepolkt, jedes Jahr neu, so gut es eben ging. Die Quecke hat sehr schnell geschwächelt und bald aufgegeben; mittlerweile sind die befreiten Gebiete erfreulich groß. Nur auf wenigen Quadratmetern ist das Biest noch da. Bezeichnenderweise - wie bei dir - genau in den Ecken, wo ich wg. Krokus, Allium & Co. vorsichtig rumgefuhrwerkt habe mit der Jätegabel (Zwiebellaub und Quecke sehen sich phasenweise ja verflixt ähnlich).
Deine Fläche scheint allerdings größer zu sein als meine Queckenplantage, ein Gedulds-Job - ich drücke dir die Daumen :).
Dieses Teil hilft übrigens sehr beim Queckenziehen. Auch psychologisch: Man kommt sich damit irgendwie bewaffnet vor ;) ;D.
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Übel :-\. ...
Dieses Teil hilft übrigens sehr beim Queckenziehen. Auch psychologisch: Man kommt sich damit irgendwie bewaffnet vor ;) ;D.
lol
aber genau so ist es! Dieses Teil ist unverzichtbar und ich hatte es doofer Weise im Garten verlegt. Heute hat es meine Echse gefunden! Ich war überglücklich!
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(http://s16.postimg.cc/ox4e6ox0x/2013_05_20_Quecke.jpg)
Jesses! :o :o :o
Und ich dachte immer, ich hätte ein Queckenproblem ... Dagegen ist meine Quecken-Wiese quasi aseptisch.
Da hilft wohl wirklich nur: alles rausholen, was Du behalten willst, und von Quecke penibelst befreuen, kompletter Substrataustausch und dann die Neupflanzung mit Argusaugen mindestens ein halbes Jahr lang wöchentlich kontrollieren.
Viel Glück
Klaus
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Zum Glück ist es nicht im kompletten Beet so dicht. Aber trotzdem. Ausgerechnet hinter/an den Rhodos, wo es sich so gut wie nicht entfernen lässt. Das komplette Beet hat um die 40-50 m².
Wenn ich alles aufnehme, wird es wohl eher eine Aktion für Herbst/Frühjahr, allein schon wegen der ganzen Blumenzwiebeln, die ich dann besser finde. Aber bis dahin möchte ich mir das eigentlich nicht mehr ansehen. ::) Alle Rhodos rausschmeißen wäre ein herber Schnitt - ich wüsste auch nicht, wo ich sie lassen sollte.
Ich glaube, da muss ich nochmal eine Nacht drüber schlafen. :-\
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ich genehmige dir eine Woche! ;) ;D
Querkopf, von Querkopf wünsch ich dir Träume, die hat die Quecke in den QuGriff gekriegt. Das schaffst du auch.
Wie sieht es mit dem Substrat um die Rhodos aus? Rhodohum? Könnte die Angelegenheit befeuern. Quecke wächst auf schierem rottenden Maisstroh zu sagenhaftem Geflecht heran. Innerhalb von einer Saison ist einer dieser doofen Strohballen mit Plastikummantelung von dem Zeug durchsetzt. ::) >:(
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Nein, gewachsener Mutterboden (eher sandig), den ich bei Neuanlage mit Kompost, Rhodo-Erde und viel Rindenmulch aufgebessert habe.
Aus unserem Sandboden bekomme ich Quecken meist einigermaßen raus, hier haben sie sich allerdings zusätzlich mit dem Wurzelfilz der Walderdbeeren gegen mich verschworen.
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Mist! >:(
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... gegen mich verschworen.
nimms nicht persönlich. :-\ ;) ;D Die sind einfach strohdoof und können nicht anders. ;)
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Hallo, Hausgeist,
komplett Aufnehmen, Substrataustausch etc.pp. ist nicht zwingend die beste Lösung, meine ich. Ich habe bei meiner Polkerei zu Anfang Rhizome verfolgt bis in ca. 30cm Tiefe. Aber da war damals längst noch nicht Schluss, die saßen viel tiefer im zähen Lehm - so tief ausbuddeln ist sicher unrealistisch. Nachdem ich die oberste Bodenschicht entqueckt hatte, kamen die Dinger immer weiter an die Oberfläche, ließen sich recht brav ziehen. Und dann war flott Schluss.
... Querkopf, von Querkopf wünsch ich dir Träume, die hat die Quecke in den QuGriff gekriegt. Das schaffst du auch. ...
Hab' ich noch nicht. Nicht ganz. Aber ich bin optimistisch: Es ist zu schaffen :) - im Gegensatz z. B. zu Giersch oder gar Winde, die sich nur etwas in Schach halten, aber nicht wirklich vertreiben lassen. Mut! Schlaf nochmal drüber, nimm dir mal ein Wochenende Zeit für die Queckengaleere und bleib in den nächsten Jahren konsequent dran. Kleiner Trost: So schlimm wie jetzt wird's nie, nie wieder sein ;).
Wobei 40-50qm echt Galeere sind. Wenigstens ist's offene Fläche. Meine Queckenplantagen waren zwar kleiner, dafür gemeiner, im Wurzelfilz alter Bäume, zwischen Zaun und Sträuchern bzw. unter Sträuchern, ich kam und komme da nur mit extremem Biegen, Knicken, Falten oder bäuchlings robbend rein...
Solidarische Grüße :)
Querkopf
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... Die sind einfach strohdoof und können nicht anders. ;)
Wahr ;D ;D.
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im Gegensatz z. B. zu Giersch oder gar Winde, die sich nur etwas in Schach halten, aber nicht wirklich vertreiben lassen.
:'( :'( :'(
@ Hausgeist
Vielleicht könntest Du ein kleines Antiqueck-Event veranstalten?
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Ich wollte das Beet ohnehin neu abstecken, vielleicht sollte ich als erste Maßnahme eine Wurzelsperre setzen, um des Wiedereinwandern vom Rasen zu verhindern. Über den Rest mache ich mir mal Gedanken. Ein wenig ärgere ich mich, dass ich im Frühjahr nicht die Krokusse rausgenommen und locker im Garten verteilt habe.
Die kleinen japanischen Azaleen nehme ich eventuell auch raus, das ist alles Fitzelkram, in dem sich die Quecken wohlfühlen und schwer zu fassen sind. Ich bilde mir ein, aus Stauden lassen sie sich leichter entfernen.
@oile: Ist das ein Angebot? ;D
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ich würde auch gerne zur Weeding Party kommen, bin aber leider verhindert! ;D
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@oile: Ist das ein Angebot? ;D
Da ich selbst schon mal von eine Weeding Part profitieren durfte, wäre ich wohl mit von der Partie. ;D
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beneidenswert! Wie ich es liebe diese weißen Rhizome langsam, langsam aus der Erde zu ziehen und mit dieser herrlichen zweizinkigen Handgabel, die Querkopf verlinkt hat, immer weiter dem Rhizom auf der Spur die Erde zu lockern. Hach! ;D
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Ich benutze dafür einen Jätefinger
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beneidenswert! Wie ich es liebe diese weißen Rhizome langsam, langsam aus der Erde zu ziehen und mit dieser herrlichen zweizinkigen Handgabel, die Querkopf verlinkt hat, immer weiter dem Rhizom auf der Spur die Erde zu lockern. Hach! ;D
Dies zu schreiben habe ich mir verkniffen... jetzt muss ich sehr lachen. Das Vergnügen gönnte ich mir heute auch mal wieder. Der Jätefinger heißt bei mir schlicht Häcklein und außerdem kommt zuweilen noch eine altertümliche Rübengabel (?) zum Einsatz um erst amal zwischen Stauden etwas "anzulockern".
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kenne ich auch, aber mit giersch. und habe es schon als kind geliebt. ;)
(allerdings nehm ich dieses frühjahr für die großen flächen den rasenmäher. bisher war keine zeit fürs meditative jäten.)
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Hört sich nach 'nem guten Tipp an, diese Gabel. Werde ich mir auch zulegen! Oder doch lieber den Jätefinger? Oder beides?
Oje, Hausgeist, du kämpfst aber auch an vielen Fronten! Wenn die Entfernung nicht so gross wäre und ich dieses Jahr aus Gründen, die mit dem Erwerb und der Renovierung eines Ferienhauses nebst Gartenneugestaltung zusammenhängen, auf meinen diesjährigen Deutschlandurlaub verzichtet hätte, würde ich mich aus reiner Bewunderung für deinen tollen Garten auch zur Weeding Party einladen. Deine grossartigen Hau-Ruck-Projekte haben mich von Anfang an begeistert. Ich gehöre auch zu denen, die einen Plan gar nicht schnell genug in die Tat umsetzen können.
In diesem Sinne: was du auch gegen die Quecke unternehmen wirst, du schaffst das! Du hast schon ganz anderes hingekriegt.
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@ Haugeist - mein Mitgefühl - Tipps hast du ja schon reichlich bekommen. Quecke ist offenbar das Einzige extreme Beikraut, dem es hier nicht gefällt.
Dieses befriedigende Gefühlt mehr als 50 cm lange, verzweigte, schneeweiße Gierschwurzeln aus der Erde zu ziehen, durfte ich am WE auch wieder erleben. Ich habe meine immer dick gemulchte Beereanreihe davon befreit. Geht durch den Mulch kinderleicht raus - aber verschwindet nie ganz - eine ganze Karre voll Giersch mit Wurzeln - einfach großartig - auch wenn ich drauf verzichten könnte ;D
Ich hätte gemeint, die Stauden umsetzen und die Rhodos einer gründlichen Aktion unterziehen und danach die Fläche nicht neu bepflanzen sondern mit Pappe und Rindenmulch abdecken bis zum nächsten Frühling. Dann noch eine gründliche Aktion und Neupflanzung. Den Rand zur Wiese regelmäßig tief ausstechen.
L.G.
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Danke für euren Beistand. ;)
Ich glaube, ich nehme das als Chance für eine Umgestaltung, vielleicht gibt das mehr Antrieb. Ich werde das Beet wohl zumindest teilweise aufnehmen, ein paar Rhodos raus (die sind dicht gepflanzt, ich komme stellenweise kaum zum Jäten dazwischen), so einen großen Teil der am meisten befallenen Fläche tief durcharbeiten können. Und dann sehen wir mal weiter.