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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: wildwuchs am 20. Juni 2013, 23:48:56
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Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal den Absprung von der Winterfütterung nicht komplett geschafft und werf jeden Tag etwa 2 hand voll futter ins Häuschen und Erdnüsse in einen Spender der im Baum hängt. Das häuschen und den Boden drumherum säubere ich.
Letzte Woche hatte ich den ersten toten Grünfink auf der Terasse liegen, ohne erkennbaren Todesgrund. Heute dann wieder einen, recht eindeutig an Trichomonas verendet.
Das haus nicht mehr zu bestücken ist ja einfach, aber mein Problem ist die Wasserstelle der Vögel, die ist nämlich mein Miniteich in einer Zinkwanne. Ich kann und will das Wasser wegen der Tierchen darin nicht Wechseln.
Wie handhabt Ihr das?
Ich hab schon überlegt ob ich die Wanne irgendiwe abdecke, mache mir aber Sorgen das dann die Jungvögel, die sich auch so schon hölpen genug anstellen, irgendiwe verfangen.
Irgendjemand einen Tip für mich?
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Die Zinkwanne mit Kaninchendraht/Sechseckgeflecht abdecken.
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Am besten die grüne Variante, da ist alles abgerundet durch den Plastiküberzug.
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Draht geht nicht (jedenfalls nicht so schnell) weil die Wasserpflanzen viel zu hoch sind und ich nicht soviel Draht hier habe um einen "Käfig um die Wanne zu bauen.
Habe jetzt erstmal die Folie von meinem Gewächshaus mit Hilfe von Stangen darübergezogen. So ist kein freier Anflug mehr aufs Wasser und die Pflanzen möglich, hoffe das hält die Piepser erstmal vom Wasser fern.
Ich habe gelesen das diese Einzeller nach 24-48 Stunden im Wasser sterben, kann ich die Haube dann wieder abnehmen (vorausgesetzt mir fällt kein neuer erkrankter kandidat auf)?
Und wie lange laß ich das füttern jetzt bleiben? Ganz? Heute morgen haben schon etliche Vögel sparsam geschaut.
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Für mich ist das ein Argument mehr gegen die Sommerfütterung.
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Ist natürlich schwierig, den Meisen, die früh die Kaffeetasse ansteuern (wenn man mal zufällig ein Stückchen weg geht um ein Blümchen zu betrachten oder so) und sich auf deren Rand niederlassen, zu widerstehen...
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Oh, da bin ich knallhart. Es gibt so viele Blattläuse und Räupchen bei mir, das ist Sommerfütterung genug. Auf meinem Geschirr will ich sie sowieso nicht sehen.
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Ich war über diesen Anblick (mehrfach) auch sehr baff. ;D Sehr gelegentlich gab's mal was hingestreut (während der vielen Regentage).
Tote Mätze liegen hier nur nach Morden, diese Jahr noch nicht, die Jäger werden älter...
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Ich hab dieses Jahr total wenig Blattläuse bisher, hatte aber auch schon im Frühling Meisen, die ihre Jungen fast exklusiv von meinem Balkon weg mit Zeug gefüttert haben, das sie aus den Knospen und kleinen Blättchen geklaubt hatten. Wahrscheinlich haben die einfach schon die erste Generation erledigt.
Wegen der Trichomonaden würde ich vorübergehend eine alternative, gut spülbare Vogeltränkschale irgendwo aufstellen, die man einmal am Tag spült und mit frischem Wasser füllt.
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Man sollte der Natur nicht zuviel ins Handwerk pfuschen. Das kann nur schiefgehen.
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Sommerfütterung ja oder nein bleibt ja jedem selbst überlassen und steht ja auch so nicht zur Diskussion. ;)
Die Zinkwanne dient seit sie steht (3-4 Jahre) jedes Jahr als Vogeltränke, auch als ich nicht gefüttert habe.
Die tote Finken fallen mir auf, weil sie in der Nähe des Futterhauses verenden und nicht still und heimlich irgendwo im Gebüsch und ich daraufhin gelesen habe das sich das ganze auch über Vogeltränken (Pfützen/Teiche/etc.) verbreitet..
Blattläuse, Raupen und anderes Getier wird hier auch fleißig abgesammelt, nur nehmen die Vögel auch gerne ein Bad oder einen Schluck aus der Wanne.
Weiß denn jemand hier wie lange ich die Wanne "unzugänglich" machen sollte?
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Diesen Artikel vom Nabu habe ich zufällig vor ein paar Tagen gelesen. Dort bitten Sie auch wg. Monitoring Todesfälle zu melden.
Vielleicht kannst du dort auch Informationen bzgl. deines speziellen Problemes erhalten...
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Ist es sicher, dass die Todesursache Trichonomaden sind?
Bei Wellensittichen gibt es nicht gerade selten Zinkvergipftungen durch verzinkten Volierendraht. Sie trinken gerne die am Draht hängenden Wassertropfen. Daher könnte ich mir vorstellen, dass es für Wildvögel nicht gesund ist, aus einer Zinkwanne zu trinken.
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Nun, ins Labor habe ich die beiden nicht geschickt, aber der den ich gestern Abend eingesammelt habe ist mir schon morgens aufgefallen (wenn es denn der selbe war).
Aufgeplustertes Gefieder, recht apathisch, ewig rummümmelnd und fast vom Rand der Zinkwanne hineingefallen. Bin dann zur Arbeit und hab mich schlau gemacht und bin dann auf das Wasserproblem gestoßen.
Die Zinkwanne ist uralt und hat früher bei meiner Tante auf der Kuhweide als Tränke gestanden. Ich weiß nicht ob sie noch Zink abgibt, aber den Wassertierchen, den Pflanzen und meinem Hund scheint es nicht zu schaden und auch alle anderen Vogelarten hier scheinen gesund. Es sind halt eben nur Grünfinken.
Von der Grünfinkenfamilie die sonst durch den Garten gestreift ist hab ich dann auch bis dato keinen mehr gesehen, ansonsten tummeln sich hier soweit ich das beurteilen kann die üblichen Verdächigen in der üblichen Anzahl.
Ich werd die Abdeckung bis morgen über der Zinkwanne lassen und sehen was ich übers WE so beobachten kann. Bei dem Regen teieln sich die Vögel aber eh die Pfützen ::)
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Man sollte der Natur nicht zuviel ins Handwerk pfuschen. Das kann nur schiefgehen.
Ein Häuschen, Garage, Einfahrt, Autos, Straßen, Wege ...
und direkt daneben die vielen Maisfelder für die Biogasanlagen
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Das war doch sicherlich mit "der Natur nicht zuviel ins Handwerk pfuschen" gemeint, oder ???
Dem stimme ich natürlich voll zu.
Meist ist der Mensch das Übel der Natur.
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warum muss es unbedingt eine (diese) zinkwanne sein? es gibt doch so viele andere (kein zink abgebende) materialien für vogeltränken? und warum gibt es in pfützen kein/e trichomonas?
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Es muß diese Zinkwane sein weil ich sie zusamen mit einer kleineren von meiner Tante geerbt habe und sich darin nunmal mein Miniteich befindet. Das die Vögel die Wanne so gern und rege nutzen ist ein Nebeneffekt.
Wenn ich es richtig verstanden habe, finden sich die Trichomonas-Erreger überall dort, wo infizierte Vögel trinken, also auch Pfützen, und überleben dort 24-48 Stunden.
Nutzen jetzt viele Vögel diese Wasserstelle, ist eine Übertragung wahrscheinlich, aber nicht sicher.
Wie dem auch sei, ich habe die Wanne 48 Stunden lang unzugänglich gemacht, keinen weiteren Kandidaten gesichtet der auffällig ist und hoffe das bleibt jetzt so.
Die Vögel können sich aus meiner Sicht überall anstecken, aber ich wollte das ganze nicht noch fördern indem ich wissentlich die Wanne zugänglich halte, trotz der toten Vögel.
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das klingt plausibel und sehr anständig. :)