garten-pur
Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: troll13 am 22. Juni 2013, 19:33:45
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Moin,
seit Jahren existiert bei mir in einer Pflasterfuge eine ausdauernde gelbe Königskerze.
Die Pflanze wird ca. 80 cm bis 1 m hoch und der Blütenstand ist verzweigt.
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Das junge Laub ist graufilzig behaart und sieht ausgewachsen so aus.
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Hier noch ein Blütendetail.
Alle Königskerzen, nach denen ich gegoogelt habe und deren Beschreibungen passen könnten, sind jedoch nur zweijährig oder nicht zuverlässig ausdauernd.
Welche Art mag dies sein?
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Könnte es evtl. diese sein?
http://de.wikipedia.org/wiki/Eigentliche_%C3%96sterreich-K%C3%B6nigskerze
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Verbascum chaixii 'Album' hatte ich über Jahre im Garten. Die hat auch gelbe Sämlinge produziert.
Sowohl die weiße als auch die gelbe Form hatte jedoch einen rötlichen Fleck in der Blüte. Ausserdem habe ich das Laub auch anders (runzeliger?) in Erinnerung.
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Verbascum chaixii 'Album' hatte ich über Jahre im Garten. Die hat auch gelbe Sämlinge produziert.
Sowohl die weiße als auch die gelbe Form hatte jedoch einen rötlichen Fleck in der Blüte. Ausserdem habe ich das Laub auch anders (runzeliger?) in Erinnerung.
Aber dein Exemplar oben auf dem Foto hat doch auch einen rötlichen Fleck in der Blüte. Oder sehe ich das falsch?
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Könnte V. phlomoides passen? Soll ausdauernd sein, filzig behaart.
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Wenn ich mir die [ur=http://www.botanische-spaziergaenge.at/viewtopic.php?f=80&t=265l]Fotos[/url] auf dieser Webseite anschaue und mit meiner Pflanze vergleiche, magst du wirklich Recht haben.
Danke :-*
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Scabiosa,
es ist vermutlich V. chaixii. Etwas anderes hatte ich hier nie im Garten. Die Sämlinge mögen vielleicht auch etwas im Aussehen "spielen".
Eine zweite junge Pflanze daneben hat sogar im Austrieb nur unterseits behaartes Laub.
Komischerweise laufen Sämlinge hier bisher nur in Pflasterfugen auf (Betonpflaster).
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Da es bei Dir ja nur in einer Fuge wächst, bleibt es vielleicht etwas niedriger? Aber die Wuchshöhe soll ja stark variieren.
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Für mich
ist zeigt das Bild ein chlorotisches/nekrotisches V. nigrum.
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so sehe ich das auch, Verbascum nigrum, dieser Oimel, der einzige ausdauernde Typ von der ganzen Truppe!
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Das glaube ich auch. Ev. hybridisiert, soll vorkommen.
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Das glaube ich auch. Ev. hybridisiert, soll vorkommen.
Das dachte ich auch gleich. In Saxdorf passiert das alle paar Jahre mal und bringt diese neuen Blütenfarben.
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was für neue Blütenfarben? Die sieht immer so aus! Gelb mit weinroten Antheren. Hier.
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Cremegelb und ocker und so.
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ach so! ;D Die Feinheiten! ;D
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Ich bin auch eher für die Art. Das Blattwerk erscheint mir völlig identisch dem der hier ansässigen.
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Die Hybriden sind ebenso ausdauernd, zumindest meine "Aprilia".
Das dunkle im Stängel verweist auf V.nigrum, schließlich heißt die deshalb so!
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Das glaube ich auch. Ev. hybridisiert, soll vorkommen.
Das glaube ich inzwischen auch. Ich habe inzwischen noch einige neuere Sämlinge untersucht. Die unterscheiden sich meiner Meinung nach im Austrieb und auch in den Grundblättern.
Eine Verbascum nigrum in Reinform bzw. nach "Lehrbuch", wie sie hier ab und an auf Brachflächen und extensiv gepflegten Grasflächen vorkommt, scheint es nicht zu sein. Glaubt man wikipedia, sollten die Grundblätter herzförmig sein, sind sie jedoch nicht.
Was mich stutzig macht, ist die Aussage in diesem Artikel "entweder V. nigrum oder V. chaixii". :-\
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Könnte es sein, dass die weißen V. chaixii und nigrum der Gärten dasselbe sind?
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herzförmige Grundblätter! ::) wikipedia! ::) Ich jäte das Zeug ständig und hab doch den Garten damit voll. Das ist keine rätselhafte Pflanze. ;D
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Könnte es sein, dass die weißen V. chaixii und nigrum der Gärten dasselbe sind?
Ich halte die meisten sog. V. chaixii für Nigrümmer.
Bei V. chaixii soll der Blütenstand auch in der oberen Hälfte verzweigt sein und die Grundblätter etwas gelappt.
Wir hatten mal ein paar Pflanzen, da passte die Beschreibung.
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hier ist ein zuverlässiger botanischer link über floraweb mit Bildern des Botanikers Gerhard Nitter:
was für neue Blütenfarben? Die sieht immer so aus! Gelb mit weinroten Antheren. Hier.
hier Bilder von Günther Blaich, des anderen Botanikers, der an der Datenbank mitarbeitet.
Ich wüsste jetzt nicht wer denen in Zuverlässigkeit überlegen wäre. ;)
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Hier sind auch hybridisierte Typen aufgetreten, das Laub ist leicht wollig, die Blütendetails passen auch nicht ganz, und etwas grösser sind sie auch.
Ein Extrembotanikfreak findet das auch.
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Könnte es sein, dass die weißen V. chaixii und nigrum der Gärten dasselbe sind?
Ich halte die meisten sog. V. chaixii für Nigrümmer.
Bei V. chaixii soll der Blütenstand auch in der oberen Hälfte verzweigt sein und die Grundblätter etwas gelappt.
Wir hatten mal ein paar Pflanzen, da passte die Beschreibung.
aus meiner Sicht gibt es auf der Insel Verbascum chaixii und auf dem Festland Verbascum nigrum. ;) ;D Eine nationale Frage. ;D
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Hier sind auch hybridisierte Typen aufgetreten, das Laub ist leicht wollig, die Blütendetails passen auch nicht ganz, und etwas grösser sind sie auch.
Ein Extrembotanikfreak findet das auch.
ja, das sind Kreuzungen mit Verbascum densiflorum, passiert schon mal, aber sowas sähe völlig anders aus als das Teil, das troll da gezeigt hat. Ich selber habe übrigens noch nie Bastarde gefunden, und beide Arten sind sehr umtriebig in meinem Garten.
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Hier kommt vor allem V. phlomoides vor und V. lychnitis.
Promiskes Gesocks!
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Hier im Naturpark bin ich überhaupt nur V. thapsus begegnet, auch bisher die einzige, die nativ im Garten auftauchte, bis V. blattaria mal als Beifang ankam.
Die V. thapsus schmeiß ich im Garten meistens schon aus, Blattrosetten in Ordnung, aber den Platz geb ich lieber den Onorpordum.
Dafür sind die Quartiere dieses Jahr richtig "voll" mit V. nigrum. :)
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Verbascum thapsus, die Kleinblütige Königskerze, ist weniger attraktiv als die Großblütige Königskerze, Verbascum densiflorum, die ich mit einem oder dem anderen Exemplar bis zur Blüte kommen lasse. Als Grundrosette sind sie so dekorativ, da lasse ich sie eine Weile.
Verbascum blattaria in beiden Farben habe ich selber eingebracht. Die schätze ich sehr.
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In der Kieseinfahrt finde ich die Verbascümer ganz gut.
Inzwischen versamen sich auch die V. nigrum oder chaixii oder welche das auch immer ist:
(http://i77.photobucket.com/albums/j42/Amur2/DSC00364_zps3b506e3e.jpg)
Die weisse hier steht neben einer Rose die im Frühjahr immer eine Handvoll Dünger bekommt. Offensichtlich freut sich die Königskerze auch darüber:
(http://i77.photobucket.com/albums/j42/Amur2/DSC00363_zpscb326786.jpg)
und dazu noch ein paar andere weisse aber auch gelbe die sich recht gut halten trotzdem sie massiv von Hieriacum bedrängt werden.
(http://i77.photobucket.com/albums/j42/Amur2/DSC00365_zpsa09cbbb0.jpg)
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Verbascum thapsus, die Kleinblütige Königskerze, ist weniger attraktiv als die Großblütige Königskerze,
Dann muss das wohl das Exemplar gewesen sein, dass mir durch nicht verhinderten Samenfall vom Nachbarn zukam. Es wurde 2m hoch und hatte ganz kleine, schnell verblühende Blüten, wo ich doch so von einer Königskerze mit großen gelben Blüten geträumt hatte.
Gibts die? Das Exemplar auf dem Foto, was vor dem grünen Scheunentor kaum zu sehen ist, habe ich heute in die Tonne entsorgt, ehe es sich auch noch aussamt.
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das könnte auch eine Verbascum nigrum sein.
Vor dem wunderschönen Tor würde es sich lohnen Nachtkerzen anzusiedeln. Täte perfekt zum Ambiente passen und auch die Farben wären genial zusammen! Oenothera biennis kommen häufig in solchen Situationen vor.
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das könnte auch eine Verbascum nigrum sein.
Das kommt nicht hin. Die Blätter waren nicht gestielt sondern direkt am Stengel angewachsen, sie waren auch nicht herzförmig, die Blüte war nicht so groß und die Staubgefäße nicht rot.
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meine königskerze ist kleinblütig, man sieht die blüten kaum und ausgewachsen auch graufilzig behaart. leider nur einkerzig.
wie heißt sie bitte ?
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Vielleicht passt V. lychnitis?
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zum Thema chaxii und nigrum:
Hier kommen beide Arten wild vor und bilden lustig Zwischenformen.
Die V. chaxii der Gärten wurde ich eher diesen als einer reinen Art zuodnen.
Echte wirken viel zarter und dünntriebiger.
Auffällig ist auch das V. nigrum eher auf kalkigem Untergrund, V. chaxii eher auf Urgestein, Lehm oder Sandböden zu finden ist.
Die Pflanze in Amurs 3. Bild entspricht optisch einer typischen nigrum.
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danke dunkle. aber meine blüten sind echt winzig und die blätter oberseitig beflaumt.
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Hier weis ich welcher es ist:
Verbascum phoeniceum Blue Lagoon (mit Blitz geknipst).
Ob das winzige Teilchen den kommenden Winter übersteht?
(https://lh6.googleusercontent.com/-rrATXJBbmp8/Uh-cowGT6II/AAAAAAAABMs/mayyyGm79-8/s640/CIMG1540.JPG)
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Ich habe ja mal eine gesehen, die graulila war, wie verwaschener Lavendel. aber sowas? Ist die gefärbt?
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Machmers korrekt, hier das Bild ohne Blitz, die Wahrheit lag dazwischen:
(https://lh5.googleusercontent.com/-OLxwQ77tUbE/Uh-rH6NOrBI/AAAAAAAABNY/60VFUJbObAY/s640/CIMG1538.JPG)
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Verbascum (vermutl.) nigrum ist heuer ungefragt hier erblüht. Hat sich im Schatten auf feuchtem gut gedüngtem (!) Boden ausgesät. Neben einer rosaroten Magnolie... Das Farbspiel der beiden - oha... :P :-X Deshalb hier nur ein Detailfoto von der Blüte. ;)
(http://i62.tinypic.com/6449qb.jpg)
LG
Leo
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Nein, V. nigrum ist das vermutlich nicht. Ich glaube, auch keine von den heimischen Arten. Hattest Du mal Samen oder Pflanzen aus anderer Quelle in den Garten genommen?
(Europa + Mediterrangebiet haben mehr als 350 Verbascum-Arten :-X )
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Aha, Danke. :) Ich erinnere mich nicht, dass ich mal so eine gehabt hätte. Vieleicht doch eher aus der Nachbarschaft einwandert, oder Beifang aus einem gekauften Topf. Da sie sich in so untypischem Terrain angesiedelt hat, traue ich dem Habitus auch nicht. Sie dürfte normalerweise weniger mastig sein.
LG
Leo
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Kannst Du Bilder von den Grundblättern deiner Pflanze einstellen? Die Blütezeit ist ja wirklich speziell ;)
Ich kann mir bei V. nigrum nicht gut vorstellen, dass sie, bei normal entwickelten Blüten und Blütenstielen, derart vergrößerte Tragblätter ausbildet. Aber wer weiß.
Bei Verbascum levanticum bin ich auf ähnlich große Tragblätter gestoßen. Die hätte aber stark gegliederte Grundblätter. Es gibt sicher weitere in Frage kommende Arten.
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Schau, so sieht ein Grundblatt aus, Vorder- und Rückseite. Ich musste es abtrennen, weil man in dem Gewusel an der Pflanze nichts erkennen konnte. Überall aus den Blattachseln kamen Seitentriebe mit Blüten, die haben alles verdeckt.
(http://i62.tinypic.com/15p1wt0.jpg)
(http://i60.tinypic.com/b7bbj5.jpg)
(Wenn ich mit dem großen Bildformat hier technische Probleme verursache, mache ich es gern auch kleiner. Nur so erkennt man halt mehr.)
Edit:
Oh, ich schaue mir gerade Bilder von V. levanticum im I-Net an. Damit dürftest du es ziemlich gut getroffen haben. :D
LG
Leo
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Na, dann frag Dich mal, wie die wohl zu Dir gefunden hat. ;D
(Israel-Reise, Türkei-Reise? ...)
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;D ;D
Wenn ich das wüsste. Vor allem frage ich mich gerade wieso sie bei mir unbedingt im schattigen Waldbeet wohnen will. Auf den Bildern im I-Net "klebt" sie stets an Felshängen in praller Sonne. 8)
Lohnt es sich eigentlich, später davon Samen davon zu nehmen und liebe Gartenfreunde zu beglücken, oder ist das nur schönes "Unkraut"?
LG
Leo
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Ich finde sie beeindruckend. Eine kleine Reserve würde ich mir an Deiner Stelle hinlegen. Ich schätze, dass Verbascum-Samen ziemlich langlebig sind. Könntest Du auch nach Jahren wieder aussäen, wenn´s Dich überkommt ;) .
Für meine Gärten ist so etwas leider zu groß, sonst gern.
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Reserve ist eine gute Idee, wer weiß, wann die nächste von allein wieder in meinen Garten finden würde. :D
Ich werde 1 oder 2 Kapseln ausreifen lassen und abnehmen. Dann muss sie weg. Verbascum streut ja in der Regel sehr viel Samen, und in Monokultur mag ich sie auch nicht haben. Ansonsten stimme ich dir zu, V. levanticum ist sehr schön! Blüten sind in einem kühlen Gelbton, interessant. Also, wer es damit versuchen mag...
LG
Leo