garten-pur

Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:10:41

Titel: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:10:41
Gibt es hier auch Liebhaber seltener Koniferen? Eröffne hier einen neuen Thread. Selbst kultiviere ich zahlreiche chinesische Koniferen als Beschattung für meine Rhododendron.
Beginne mit der schönsten und auch selten kultivierten Abies squamata ,die ca.3 m hoch jetzt ist. Ihre abblätternde Rinde ist unter den Tannen einzigartig. Die Benadelung ist bläulich.Erwähnenswert ist auch,daß Abies squamata ,die am höchsten wachsende Abies-Spezie ist ,die im Derge County/Ganzi bis auf 4600m vorkommt.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:12:24
Nahaufnahme der Rinde der Abies squamata
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:17:50
Eine weitere seltene Tanne wächst jetzt nach anfänglichen Schwierigkeiten (nach sonniger Lage verpflanzt) recht gut: Abies fabri
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:20:22
Nahaufnahme der rotbraunen Triebe von Abies fabri
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Mawe am 29. Juni 2013, 20:22:37
sehr schöne Aufnahmen..
Wo bekommst Du solche Schätzchen her?

lg aus MeckPom
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:23:11
Die Tannen kommen am besten in vollsonniger Lage. Hier Abies georgei
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:25:42
Abies georgei . Nahaufnahme der bläulichen Zweige
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:30:48
Aus von mir selbst gesammelten Samen in Sandakphu 3650m auf dem Singalila Ridge(Grenzkamm Nepal/Westbengalen) : Abies spectabilis Bu 133
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:36:55
Abies spectabilis Bu133 mit blauen Zapfen
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:39:28
Selten hier ,aber in China weit verbreitet : Abies delavayi Kr2666
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:41:52
Abies delavayi KR2666 . Nahaufnahme
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:48:31
Abies recurvata, die Min-Tanne steht auf der roten Liste,da sehr kleines Verbreitungsgebiet in Sungqu / Sichuan. Wächst bei mir zügig.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:50:38
Die Nadeln der Abies recurvata stehen kammartig bis leicht revers.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:55:15
Keteleeria davidiana ist bei mir frosthart und hat 5 bis 6m erreicht.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 20:59:26
Zweig meiner Keteleeria mit Resten eines Zapfen,der im unteren Teil bereits abgefallen ist.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 21:01:51
Die Keteleeria davidiana in 2012 von unten photographiert.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 21:05:15
Cunninghamia lanceolata (blaue Form) hat nach kalten Wintern immer braune Triebspitzen.Wächst aber unbekümmert bis jetzt auf 6 bis 8m
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. Juni 2013, 21:08:36
Der Stamm der Cunninghamia lanceolata und dahinter der Keteleeria davidiana
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 29. Juni 2013, 23:50:24
Gibt es hier auch Liebhaber seltener Koniferen?

Ja, gibt es!

Vielen Dank für diesen Thread und deine Fotos und Infos dazu.

Leider fehlt mir der Platz im Garten für solche Koniferen.
Vielleicht sollte ich ein Waldstück im Schwarzwald erwerben? ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 30. Juni 2013, 02:06:58
Hallo StephanHH,
bin nur Teil-Sammler und habe meine paar "seltenen" Koniferen - wenn man sie denn schon so bezeichnen kann - in einem thematischen Kontext zusammengefasst, so eine Art Hain aus "lebenden Fossilien" und Koniferen-Arten, die die Steinkohlewälder damals bildeten.
Habe Gingko biloba, Araucaria araucana, Sequoiadendron giganteum, Sequoia sempervirens, Cryptomeria japonica, Cunninghamia lanceolata, Taxodium distichum var. imbricatum "Nutans", Pseudolarix amabilis, Sciadopitys verticillata, Cephalotaxus fortunei, C. harringtonia, Podocarpus nivalis, P. macrophyllus.
Also nicht wirklich was ganz Besonderes.

Suchen tu ich aber seit 2 Jahren schon Cathaya argyrophylla, die wirklich äußerst selten ist, obwohl sehr hübsch und gar nicht so kompliziert und anspruchsvoll von der Pflege her - hast du den?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 30. Juni 2013, 06:44:02
@Gartenplaner: Die Cathaya suche ich auch. Habe deswegen mit Hubertus Nimsch vom Arboretum Freiburg-Günterstal korrespondiert. Er schrieb:
"leider ist z.Z. keine Bezugsquelle – weder für Samen noch für Pflanzen - bekannt. Vor langer Zeit habe ich Samen in den USA beziehen können, aber auch dort gibt es nichts.
Ebenfalls vor langer Zeit gab es Pflanzen bei der Fa. Kolster in Holland – auch hier gibt es nichts mehr. Da ich selber an Pflanzen interessiert bin, befinde ich mich permanent
auf der Suche. Einem befreundeten Apotheker ist es gelungen aus Stecklingen eine Pflanze nachzuziehen.
Ich habe 2 Pflanzen, die ca. 2 Meter hoch sind, bereits männliche und weibliche Zapfen gebildet haben, aber natürlich noch keinen keimfähigen Samen ausgebildet haben. Der
erste Stecklingsversuch läuft im Moment... "
Seine Webseite: http://hubertus-nimsch.de/
Die Baumschule http://www.hulsdonk.com/ hat sie auf der Liste für 0,00 ,was wohl heißen soll 'nicht lieferbar' .werde aber dort mal anfragen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 30. Juni 2013, 10:15:39
Derzeit sieht es mit Cathayasaat trübe aus.

Ich hatte von Sheffields mal Saat bekommen, von denen auch Samen gekeimt war. Die Sämlinge sind aber nach einiger Zeit nicht weitergewachsen und dann abgestorben.

Sollte mal jemand Torreya jackii entdecken, bitte Bescheid sagen!

Stephan, hast du Erfahrungen mit Pseudotaxus und Saxegothaea hinsichtlich ihrer Winterhärte?

P.S. Bei amazon.de bietet aktuell jemand Samen für 15 - 20 Euro an!

Es geht auch direkt bei rareseeds.de.

Noch etwas: Seed germination of endangered Cathaya argyrophylla Chun & Kuang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: christian pfalz am 30. Juni 2013, 12:01:07
hallo stephan,
ich bin zutiefst beeindruckt....waaaaahhhhhhhhnsinn, bitte mehr davon.....
lg
chris
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 30. Juni 2013, 20:03:20
@bristlecone : " Erfahrungen mit Pseudotaxus und Saxegothaea hinsichtlich ihrer Winterhärte? " Leider nein.
" Die Sämlinge sind aber nach einiger Zeit nicht weitergewachsen und dann abgestorben." Da bist Du in guter Gesellschaft.Ich machte Herrn Nimsch darauf aufmerksam ,daß Rareseeds Cathaya -Samen anbietet und fragte ihn,ob ein Versuch sinnvoll sei.Seine Antwort: "...leider muss ich aufgrund eigener Erfahrung vom Kauf abraten. Die Neugierde hat mich bewogen, doch von dort Samen zu beziehen. Dieser Samen hatte keine Ähnlichkeit mit dem vor Jahren bezogenen Samen aus den USA und hat auch nicht gekeimt.
Die geringe Keimrate war mir bekannt – doch das von meinen 50 Sämlingen kein einziger überlebt hat – das hat mich ernüchtert. Und das trotz intensiver Pflege. Nach und nach ist ein Sämling nach dem anderen eingegangen. Die letzten habe ich – dann zweijährig – umgetopft, auch hier ohne Erfolg. Auch zwei gekaufte Sämlinge haben sich bald verabschiedet.
Meines Wissens hatten aber auch andere Fachleute dieselben Schwierigkeiten. (Holland).
Trotzdem muss es möglich sein - bei richtiger Behandlung (die wir offensichtlich noch nicht haben) Pflanzen zukünftig zu vermehren."
Ich vermute,daß die Keimbedingungen(4 C ,hohe Luftfeuchtigkeit,spezielles Substrat etc.) und die anschließenden Wachstumsbedingungen schwer darzustellen sind.
Hier sieht man Bilder des von Herrn Nimsch geannten Apothekers Jost,der diese seltene Pflanze erfolgreich kutiviert. Sie ist berauschend schön.
http://exotenfans.eu/board2-winterharte-exoten/board23-exotische-b%C3%A4ume-str%C3%A4ucher-kletterpflanzen/1920-cathaya-argyrophylla/
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 30. Juni 2013, 20:13:33
@Gartenplaner : Wie ich soeben durch google fand,hast Du Stecklingsversuche mit der Cathaya gemacht : http://forum.garten-pur.de/Pflanzenvermehrung-58/Koniferen-Stecklings-Erfahrung-46356_0A.htm

Wie ging es aus???
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. Juni 2013, 21:42:33
Ich bin auch immer an seltenen Koniferen interessiert,
Saxegothea und Pseudotaxus sind gut winterhart.Austrocedrus,Fokienia,Cunninghamia konishii + Sorten,Keteleeria, einige Taiwanien, viele Sequoien + Zwerg-Sequoiadendron bei mir leider in den letzten 4 Jahren erfroren.
Cathaya ebenfalls gut hart.
Aber alle Pflanzen noch klein, da ich vor einigen Jahren nochmal mit einem Teil meiner Sammlung umziehen musste.

@Stephan: Ich habe deine Liste nicht vergessen.Hatte 2x Taiwania von Pieter Zw. für dich. Die Qualität der gesendeten Pflanzen war aber so schlecht, dass ich sie niemandem zumuten konnte und sie gingen auch über Winter ein. Wir hatten hier oben im Norden fast 8 Wochen Ostwind. Einige wie Keteleeria versuche ich nicht mehr. da bist du im Gegensatz zu mir in sehr begünstigtem Klima in HH. Bei mir zu viel Wind.

Viele Grüße

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 30. Juni 2013, 22:17:37
Danke für eure Auskünfte, auch wenn die in punkto Cathaya ernücherternd sind.

Aber es gibt so viele schöne Koniferen...

Eine euch sicher bekannte Adresse für - nicht nur - seltene Koniferen ist Allerweltsgrün.

Ich habe von dort - im Tausch gegen Sassafras tzumu - eine schöne Taiwania.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 30. Juni 2013, 22:18:29
@Gartenplaner : Wie ich soeben durch google fand,hast Du Stecklingsversuche mit der Cathaya gemacht : http://forum.garten-pur.de/Pflanzenvermehrung-58/Koniferen-Stecklings-Erfahrung-46356_0A.htm

Wie ging es aus???

Hallo StephanHH,
leider ein voller Mißerfolg :'(
Die meisten Stecklinge warfen in den ersten 2-3 Monaten die Nadeln ab, einer hielt bis Ende des letzten Jahres durch, dann warf er alle Nadeln.
Bei keinem war auch nur das geringste Anzeichen von Kallusbildung oder Wurzelwachstum zu sehen beim Austopfen.
War wahrscheinlich sehr naiv, zu glauben, dass ich, der ich keine wirkliche Erfahrung mit Pflanzenvermehrung habe, ausgerechnet bei Koniferen und dann noch bei so einer, schon als schwierig in der Vermehrung bekannten, Seltenheit als "blindes Huhn" vielleicht doch ein Korn finden würde :-[
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 30. Juni 2013, 22:58:56
@Gartenplaner : Das ist schon sehr traurig.Dein Thread hörte sich so erfolgversprechend an. Die Enttäuschung muß um so größer gewesen sein. In chinesischen Gärtnereien (wie ich einem Webphoto entnehmen konnte)funktioniert die Vermehrung,doch unterliegt die Cathaya einem Exportverbot,sonst könnte man sich eine schicken lassen.
@Bristlecone: Von Niehus habe ich schon einiges.Die Taiwania,die Cunninghamia konishii,die Abies kawakamii und besonders den Cephalotaxus wilsonii muß ich mir dort reservieren lassen.
@Cryptomeria: Vielen Dank.Schade das mit der Taiwania.Hatte letzten Winter auch zwei Schäden ,an der kleineren zweiten Keteleeria davidiana (braune Nadeln),die Knospen scheinen aber jetzt zu schwellen und an einer 6m hohen Pinus hwangshanensis.Diese ist im beschatteten Bereich grün und treibt,aber im oberen zwei Drittel braun bis auf wenige Nadeln.Hoffentlich treibt sie oben noch.Ich habe noch eine zweite ,aber die habe ich vor 5 Jahren eingekürzt(wegen des Elbblicks) und die sieht nicht so dolle im Habitus aus.

Anbei ein Bild von meinem kleinen Amentotaxus argotaenia.Zwei Winter draußen und ohne Schäden.Scheint hart zu sein.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 01. Juli 2013, 08:15:45
Anbei ein Bild von meinem kleinen Amentotaxus argotaenia.Zwei Winter draußen und ohne Schäden.Scheint hart zu sein.

Die war früher mal bei Esveld zu bekommen, seit einigen Jahren aber leider nicht mehr. Hat jemand eine Bezugsquelle?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 14:01:58
@Bristlecone : Ja,Amentotaxus war von Esveld. Andere Quellen weiß ich nicht. Esveld hat z.Zt.den Pseudotaxus. Überlege ,ob ich mir einen sichere. Man muß immer sofort zugreifen ,wenn mal was ausgefallenes verfügbar ist....

Picea smithiana . Sehr häufig im westlichen Himalaya (muß mal meine ganzen Indien Dias einscannen,da sind viele Aufnahmen mit interessanten Pflanzen. Habe den Rollei Scanner bestellt.)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 14:04:24
Nadeln der Picea smithiana (war in den 90ern bei Esveld erhältlich)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 14:07:12
Abies forrestii
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 14:09:08
Nahaufnahme Abies forrestii
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 14:10:38
Abies chensiensis ( von Niehus )
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 14:12:04
Abies chensiensis Nahaufnahme
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 01. Juli 2013, 14:15:00
Pseudotaxus hat hier am Oberrhein im Schutz alter Eiben auch den vorletzten Winter ohne Schaden überlebt, zeigt aber wegen des Standorts nur wenig Zuwachs.

Bei Elfriede im raueren Österreich war Pseudotaxus wohl nicht ausreichend winterhart.

Von Picea smithiana kenne ich ein sehr schönes Exemplar am Fähranleger von Varenna am Comer See.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 14:19:04
Picea spinulosa,die Sikkimfichte hat Zapfen angesetzt. Es ist schwierig nicht freistehende hohe Koniferen zu photographieren ,aber man erkennt den stark hängenden Habitus.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 14:24:41
Die gefährdete Picea retroflexa früher auch Picea gemmata genannt. Warum sie im chinesischen 'Grüner Drache Fichte' heißt,obwohl sie blaue Nadeln hat ist mir nicht bekannt.Jedenfalls eine ausgesprochen schöne Fichte.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 14:27:30
Nahaufnahme Picea retroflexa
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: toto am 01. Juli 2013, 15:29:11
Bei Koniferen muß man gut überlegen, was man pflanzt. Hier ist mittlerweile Dschungelalarm. Ich hatte vor ca. 20 Jahren alles gekauft, was es zu greifen gab. Und nun... ist der Garten ein Wechselspiel zw. Sonne und Schatten und der Liegestuhl ein Wanderplatz ;D ;D ;D
Nur Nah-Fotos, alle Bäume sind zwischen 5-15 Meter hoch und lassen sich schwer fotografieren... ich müßte aufs Dach ;), Ginkgo und einige andere kein Foto. Apfel, Pflaume, Quitte, Linde und einfache Tannen zählen nicht ;)

Sicher sind hier Kenner zu beurteilen, wer was ist. Es gibt noch eine Tanne(?), da komme ich nicht dran - sie hat auffälligen zitronengelben Austrieb, der erst mit der Zeit vergrünt.
(http://img163.imageshack.us/img163/1240/s438.jpg)
(http://img546.imageshack.us/img546/8913/tgz.jpg)
(http://img823.imageshack.us/img823/2064/jsbi.jpg)
(http://img690.imageshack.us/img690/3927/s5k0.jpg)
(http://img507.imageshack.us/img507/2204/0fvt.jpg)
(http://img841.imageshack.us/img841/9748/rxy8.jpg)
(http://img838.imageshack.us/img838/6818/69y6.jpg)
(http://img14.imageshack.us/img14/1221/14v5.jpg)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 01. Juli 2013, 16:18:31
Es gibt noch eine Tanne(?), da komme ich nicht dran - sie hat auffälligen zitronengelben Austrieb, der erst mit der Zeit vergrünt.

Picea orientalis 'Aureospica', nehme ich an.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: toto am 01. Juli 2013, 16:41:53
Genau!!! Orientalis erinnere ich! Danke!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 17:19:33
Habe soeben einen Pseudotaxus bestellt. Wer weiß wielange es den noch bei Esveld gibt....

Pinus bungeana,die chinesische Tempelkiefer, hatte ich drei,eine ist als Jungpflanze erfroren,eine im Sommer eingegangen (Pilz?).Diese ist 2m hoch und wächst prächtig.Scheint am Stammfuß die ersten Rindenabplatzungen zu bekommen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 17:23:59
Nahaufnahme Pinus bungeana
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 17:36:22
Pinus gerardiana ,die Chilgoza Kiefer ,habe ich von Niehus als ganz kleinen Sämling bekommen.Jetzt nach 4 Jahren scheint sie endlich los zulegen. Habe sie am Naturstandort im oberen Sutlej-Tal oberhalb Peo Reckong gesehen. Dort ist sie der dominierende Baum.Ebenfalls abblätternde Rinde ab ca.2m. Die dritte im Bunde ,die Pinus squamata, bleibt vorerst ,wie die Cathaya nur ein Wunschtraum. Sie ist wie die Cathaya vom Aussterben bedroht.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 17:41:24
Pinus massoniana habe ich von Niehus. Sie hat geschützt am kleinen Teich gepflanzt die letzten 3 Winter draußen überstanden.Soll hart bis -12 bis -17 C sein.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 17:44:15
Nahaufnahme der Pinus massoniana . Sie wächst viel mit Keteleeria davidiana und Cunninghamia lanceolata zusammen.Sollte also ungefähr gleich hart sein wie diese.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 17:52:04
Pinus armandii habe ich ebenfalls von Niehus. Wie toto schon sagte sind Koniferen manchmal ein schnell wachsendes Problem. Ich hatte nämlich schon eine P.armandii ,die 7 m erreicht hatte und den Blick störte. Da half nur noch die Motorsäge. Dann habe ich mir bei Niehus wieder eine angeschafft und an der Grundstücksgrenze gepflanzt,wo sie so hoch werden kann wie sie will.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Juli 2013, 17:52:57
Pinus armandii Nahaufnahme.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 01. Juli 2013, 19:29:22
Ich sag' doch: Platz müsste man haben!

Hast du eigentlich schon mal auf den Seiten des Arktisch-alpinen Gartens gestöbert?

Dort findest du einige seltenere Koniferen, die allerdings nicht als Schirm über deinen Rhodos taugen, sondern eher als "Unterpflanzung".

Z.B. Microcachrys, Microstrobus, Lepidothamnus oder Phyllocladus alpinus. Letztere ist hier am Oberrhein winterhart, wächst aber beeindruckend langsam.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 01. Juli 2013, 21:52:41
Ein 15-Jahre altes Exemplar von Picea smithiana ist mir in den letzten 4 Wintern in Hessen erfroren.
Alle von Chris (Niehues) bisher erhaltenen Cunninghamia konishii sind alle Cunninghamia lanceolata.
Austrocedrus sind mir auch mehrere Exemplare in den letzten Wintern erforen, obwohl es große Exempare (z.B. in Düsseldorf) gibt.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 01. Juli 2013, 22:56:04
Austrocedrus sind mir auch mehrere Exemplare in den letzten Wintern erforen, obwohl es große Exempare (z.B. in Düsseldorf) gibt.

Austrocedrus ist vor einigen Jahren in einem gar nicht mal extrem kalten Winter auch im BoGa Freiburg erfroren, in dem einige "Schätzchen" aushalten.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 02. Juli 2013, 08:57:28
Wie wir alle wissen , ist es nicht immer die Tiefstemperatur, sondern mehrere Faktoren des Standortes. Gewöhnlich denkt man natürlich in erster Linie an die Tempweratur. Mir ging es hier im Norden mit allen Albizzien so. Wahrscheinlich standen sie einfach zu feucht. Denn sie überlebten auch die milden Winter nicht.

VG wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 10:07:21
@cryptomeria: Gut zu wissen ,daß die C.konishii von Niehus eine C.lanceolata ist. Die habe ich mit grünen Nadeln schon zweimal.
Die Albizzia ist bis auf eine von fünf bei mir auch schon in milden Wintern erfroren.Ich kann nur hoffen ,daß sich meine Pinus hwangshanensis erholt und ausschlägt ,die hatte ich 20 Jahre,aber jetzt im oberen Bereich 90% braune Nadeln.
@ Bristlecone : Mit der Koniferen Unterpflanzung der Rhododendron wird es nichts,da dort nur Efeu wächst.Man braucht dort aber wenigstens kein Unkraut zu zupfen. Ich strebe den Eindruck der asiatischen Berghänge an: Lichter Wald und darunter Rhododendron.Das erinnert mich an meine Trekkingtouren.
Koniferen wachsen meist zuerst langsam. Das kann 15 Jahre im Rahmen bleiben. Danach muß man einige als Kaminholz ernten und gleichen Ersatz pflanzen. So geht es.

Ein Bild mit zwei großen Koniferen. Picea brachytyla ,die vor zwei Jahren voller Zapfen war und Picea wilsonii, die ich schon mal 'geköpft' hatte ,die aber wie eine Hydra 5 Leittriebe gebildet hat. Links auf dem Bild Juglans mandshurica,in der Mitte Quercus phillyreoides und rechts Mitte Magnolia officinalis var.biloba .
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 10:12:23
Die hier von unten gezeigte,in China ebenfalls gefährdete, Picea neoveitchii ,mußte ich ebenfalls schon mal einkürzen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 02. Juli 2013, 10:52:01
Stephan, wenn ich so deinen Umgang mit dem Setzen von Koniferen lese, bin ich ja beruhigt bezüglich meines "Mesophytikum-Hains", wo ich lebende Fossilien und Arten der kohlebildenden Wälder zusammengetragen habe - hab auch recht dicht da gepflanzt ;D
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: hymenocallis am 02. Juli 2013, 10:56:36
Ich hab nur eine eher seltene:

Abies concolor 'Archer's Dwarf'

und würde gerne wissen, ob sie jemand schon länger im Garten stehen hat und mir etwas über die Wuchshöhe nach z. B. 15 Jahren sagen kann.

LÖG
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 02. Juli 2013, 11:24:31
Ich hab' sie nicht.

Nach verschiedenen Angaben soll die Endhöhe nach 20 bis 30 Jahren bei etwas über 2 m liegen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 02. Juli 2013, 11:28:22
Hier ein Bild vom Naturstandort einer Konifere im Süden Neuseelands, die, soweit ich weiß, in Europa nicht in Kultur ist: Halocarpus bidwillii.

Das Foto stammt von der Wilderness Reserve bei Te Anau.

(https://lh6.googleusercontent.com/-gxJEXGmIq0w/UdKb7t7x8ZI/AAAAAAAAC8Y/-u_WB6Wqq0s/s288/DSC_0119.jpg)

Die Art kommt dort auf der Südinsel auch an oder oberhalb der Waldgrenze vor, z.T. zusammen mit Phyllocladus alpinus. Sie dürfte daher in milden Lagen recht winterhart sein.

Ich hatte damals Jungpflanzen mitgenommen, die aber leider nicht angewachsen sind.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: hymenocallis am 02. Juli 2013, 11:31:19
Ich hab' sie nicht.

Nach verschiedenen Angaben soll die Endhöhe nach 20 bis 30 Jahren bei etwas über 2 m liegen.

Wir haben sie jetzt 4 Jahre (gekauft mit ca. 1 m, jetzt ca. 1,40 m) - wenn sie die nächsten Jahre plötzlich langsamer wächst, könnte das stimmen - aber ich hab so meine Zweifel, daher hätten mich Praxiserfahrungen interessiert.

LG
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 02. Juli 2013, 16:26:06
StephanHH, dein Thread ist einfach fantastisch!
Mein 'Botanischer Hanggarten' ist noch vollkommen in Planung, aber genau da sind deine (und natürlich auch anderer) Erfahrungen enorm wichtig.
Wenn du deine Kostbarkeiten so Revue passieren lässt, ist das für mich eine wunderbare Inspiration und die Gelegenheit, noch einige rare Koniferen mehr auf die Wunschliste zu schreiben (neben meiner immer wieder Inspirationsquelle Parco Botanico Eisenhut :) :) ).

Wenn du schreibst, die ersten 15 Jahre wachsen Koniferen meist 'im Rahmen', d.h. relativ langsam und legen dann los - was heisst das genau? Es dürfte doch auch etwas von der 'Endhöhe' abhängen, oder nicht? Gibt es z.B. auch welche unter deinen Raritäten, die anständig loslegen und dann bei 5-10m etwas langsamer werden?? (meine Wollmilchsau ;) ).
Ich hätte gern möglichst bald etwas mehr Halbschatten am Hang, für manche Magnolia-Species, die vielen Kamelien (die ich im kleinen ebenen Garten neben dem Haus nicht unterbringen kann) und Farne, Hosta... überhaupt Gehölze und Stauden, denen die intensive Tessiner Sonne nicht so zusagt.

Hast du da Ideen für mich?

Ach, noch was.
Ist das, neben den einschlägigen Deutschen Quellen eine empfehlenswerte Adresse?
Koniferen

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 02. Juli 2013, 16:52:50
Das kommt mir eher seltsam vor.

Eine gute Seite für Koniferen(zwerg)sorten ist Horstmann (tsugashop.de).
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 02. Juli 2013, 17:23:24
...
Ach, noch was.
Ist das, neben den einschlägigen Deutschen Quellen eine empfehlenswerte Adresse?
Koniferen

Das kommt mir eher seltsam vor.

Eine gute Seite für Koniferen(zwerg)sorten ist Horstmann (tsugashop.de).


Wieso seltsam?

Die deutsche Übersetzung der Seite ist nicht immer so...glücklich ;D
ABER: immerhin gibt es eine englische und deutsche Übersetzung, das ist in Frankreich eher die große Ausnahme.
Und eine kurze Stichprobe zeigt, sie führen z.B. recht viele Cryptomeria-Sorten, sehr viele Metasequoia-Sorten und auch von Sequoia und Sequoiadendron einige, die selten sind, auch Taxodium distichum var. imbricatum "nutans" führen sie - wenn auch unter Taxodium distichum nutans ;D


Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 02. Juli 2013, 17:33:50
Die zählen so ziemlich alles an Koniferen und -sorten auf, was es so gibt.

Aber aufzählen und liefern können sind zweierlei.

Mir ist z.B. aufgefallen, dass so kommune Sachen wie Sciadopitys verticillata dort als nicht lieferbar markiert sind.

Überhaupt fällt mir auf, dass auf den ersten Seiten stets "Lieferung in 48 Stunden" steht, auf den späteren Seiten aber stets "zur Zeit unverf.".
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 02. Juli 2013, 17:35:25
Horstmann ist mir auch schon begegnet, nur hat v.a. sehr viele Zwerggehölze und ich möchte ja keinen Steingarten anlegen sondern suche jetzt Nadelgehölze, die 5-10-15m gross werden. :-\
Und es stehen dort keine Grössenangaben dabei, weder Topf- noch Höhenangaben, was ich sehr schade finde. Hab ich da etwas übersehen und es ist immer eine bestimmte Grösse??

Lieber wenige ausgewählte und die gleich etwas grösser (Kleinauto-Transportgrösse) und grad noch zahlbar für mich, als viele Winzlinge. Ich möchte nicht möglichst viele Nadelgehölze sammeln, so sehr sie mir auch gefallen. Dazu gefallen mir auch noch viel zu viele Laubgehölze! :) :-X

Und Schweizer Versandbaumschulen gibt es m.W. leider nicht so viele. D und NL sind da ganz anders bestückt.
Und dann schau dir mal das Preisniveau an. ::)
Dös is zum :'( :'(

Preisbeispiel CH
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 02. Juli 2013, 17:42:45
Keine Ahnung, was es mit dem französischen online-Versand auf sich hat, mir ist er ja nur durch Zufall begegnet und ich habe eher gestaunt, was er alles hat, als was nicht lieferbar ist.
Ich hatte gedacht, die Seite sei bekannt, daher meine Frage nach den Erfahrungen.
Leider ist die Bretagne ja sehr schön, liegt für mich aber nicht grad am Wege - sonst könnte man ja mal auf Forschungstour gehen.

...auch Taxodium distichum var. imbricatum "nutans" führen sie - wenn auch unter Taxodium distichum nutans ;D

Wobei der doch in Deutschland nicht so schwierig zu bekommen ist, oder? Meiner ist von Wilken.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 02. Juli 2013, 18:16:07
@bristlecone: naja, das ist auch häufig bei holländischen oder deutschen Baumschulen so - Listen, die jahrealt sind, Sachen stehen drauf, sind aber momentan nicht verfügbar....

@tarokaja: ich musste etwas suchen :)
Allerdings gehts mir wie dir - ich möchte Pflanzen, die nicht in meiner 1m-Wiese vesinken und Jahre brauchen, bis ich sie erspähen kann - die Taxodium hab ich schlußendlich in 1,8-2m-Größe bekommen für 85 Euro 8)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 02. Juli 2013, 18:30:21
So gross ist natürlich schon toll!
Du hast in deinem Umfeld aber sicher auch andere Möglichkeiten, dich mal persönlich umzusehen, um einem Schätzchen die Möglichkeit zu geben, dich zu finden! ;D
Nehm ich mal an, so von Luxemburg aus...

60-80cm für 30€, da bin ich auch zufrieden, sowieso, dass ich sie überhaupt bekommen habe - grösser gab's es sie leider nicht. :-\
Und ausserdem muss ich immer zirkeln, WENN ich mal in Deutschland bin, dass ich für den Zoll nicht zu viel habe. Denn was sich da immer ansammelt an Wunschgehölzen! ::) ::)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 20:39:52
@tarokaja: das klimatisch milde Tessin ist sicher ideal all die südostchinesischen Koniferen anzupflanzen : Keteleeria davidiana(dort geht sicher auch evelyana,die bei mir erfror),Cunninghamia lancelota (sicher geht auch konishii dort) und Pinus massoniana,bungeana,yunnanensis,bhutanensis .
Die genannte Gärtnerei kenne ich nicht. Scheint auch nicht viel ausgefallenens zu haben.
Taxodium distichum var. imbricatum "nutans",Sequoia sempervirens,Torreya californica und Torreya taxifolia sind die einzigen amerikanischen Koniferen ,die ich kultiviere.

Anbei Sequoia sempervirens die sich schon zu einem kleinen Fersehturm entwickelt hat. Der Nachbar ist schon ängstlich ,daß sie zu hoch wird.Die Rinde ist sehr schön.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 21:14:55
Juniperus rigida gefällt mir von den Wacholdern am besten.Malerischer Wuchs.Von Esveld 1989.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 21:19:47
Nochmal Cunninghamia lanceolata von Esveld 1990. Wollte erst garnicht so richtig wachsen.Ende der 90er legte sie los.Heute ca.8 bis 10m .
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 21:22:05
Cunninghamia lanceolata direkt darunter stehend. Vielleicht ist das Wachstum durch die Auskahlung im unteren Bereich beschleunigt.Ich muß immer unten auskahlen,da sonst meine Rhododendron kein Licht bekommen . Sonst wäre sie vielleicht mehr in die Breite gewachsen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 02. Juli 2013, 21:23:02
Stephan, hast du vielleicht zufällig auch Pseudolarix amabilis?
Und kannst etwas zu deren Wachstumsgeschwindigkeit sagen?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 21:23:15
und dann gezoomt...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 21:27:32
Larix principis-rubrechtii ,1989 gepflanzt muß im Herbst zum zweitenmal gekürzt werden.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 21:33:59
Picea retroflexa im Vordergrund.Dahinter weiter oben am Hang Cryptomeria japonica und ganz oben Cedrus deodara ,die 1989 gepflanzt bereits das Haus überragt und damit ca 15 m hoch sein dürfte. Ich habe die riesigen Cedrus deodara in Manali gesehen ,die 4 bis 5 Leute brauchen, um den Stamm zu umfassen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 02. Juli 2013, 21:36:03
Stephan, ich möchte eigentlich auch v.a. asiatische Gehölze pflanzen (v.a. aus dem Himalajaraum), auch weil sie mir meist am besten gefallen. T. nutans hat mir einfach so gut im Parco Gambarogno gefallen. Wie auch die Taiwania dort.
Problem wird bei mir wohl weniger das Klima sein, da hast du sicher recht - aber meine Wunschkandidaten aufzutreiben von hier aus. ::)

Am liebsten wäre ich längst wieder auf Trekkingtour im Himalaya, aber es geht nur entweder hier alles neu auf- & ausbauen oder reisen. :-\

Keteleeria und Cunninghamia (sofern sie nicht tatsächlich 30m wird) hab ich schon auf meiner Liste, gern Cunn. konishii, wenn sie auf der roten Liste steht (bloss wie da rankommen?).
Ich habe hier einen guten Pflanzenkollegen, den ich schon lange besuche sollte/möchte. Vielleicht weiss der weitere Bezugsquellen mit seinem reich bestückten Species-Garten... er will mich eh schon lange in die Dendrobien-Gesellschaft locken... wär ja ein guter Zeitpunkt...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 02. Juli 2013, 21:39:01
@ Gartenplaner: Ich habe Pseudolarix. Wächst langsam, bei viel Niederschlag und optimalem Standort 10 bis 20 cm bei mir/Jahr

@ hemerocallis: Ich habe eine 20-jährige Abies concolor ' Archer's Dwarf' an meinem früheren Wohnort in Hessen sitzen. Heute ca. 3m.

@ torakaja : Vielleicht solltest du einige schnellwachsende Kiefern als spätere Schattenspender pflanzen. Vorteil Pfahlwurzler, lassen sich gut unterpflanzen, wenn sie nach einigen Jahren hochgeastet sind.Möglichst auch einige billige dazwischen, die man später dann wieder wegsägt.

Beim Wachstum kommt es auch auf die Unterlage an. Wird auf schnellwüchsige Unterlage veredelt, kann es zu größeren Zuwächsen kommen.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 21:49:54
@Gartenplaner : Pseudolarix amabilis bei mir ca.8m .!989 von Esveld.Habe ich schon zweimal 2 m verkürzt.Wäre sonst wohl schon 12m. Bei mir ist jedefalls nichts von langsam zu spüren.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 02. Juli 2013, 22:01:24
Ich habe das Gefühl, dass Pseudolarix sehr wählerisch oder heikel ist, was den Standort angeht, denn ich kenne auch wüchsigere Exemplare aus dem Bot.Garten in Frankfurt.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 22:04:58
@tarokaja: Ja Cunnighamia konishii ist schwer zu bekommen. Kaufte ich bei Esveld,aber es war C.lanceolata,bei Niehus soll es genauso sein.
Du hast wie ich eine Hanglage.Perfekt für Koniferen.
Hatte in den 90er auch einiges von einem Sammler bekommen(Veredelungen wie Abies squamata etc.),aber leider ist die Quelle versiegt.

Picea morrisonicola von esveld 1992 wächst langsam.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 22:14:20
@Cryptomeria: ja,steht bei mir eher feucht.Habe einige Stellen im Garten,wo es immer feucht ist,da dort wohl wasseradern verlaufen.Pseudolarix steht an einer solchen Stelle ,wie auch Abies nephrolepis .Am obersten Bildrand sieht man Zweigspitzen von der Pseudolarix. Die Abies nephrolepis wächst auch rasant.1991 von Esveld und jetzt 8 m .Hat enorm viel Zapfen. Gibt der Samen Hybriden? oder auch sortenechtes??
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 02. Juli 2013, 22:20:18
Es gibt die American Conifer Society, mit einigen Mitgliedern auch in Europa, die immer wieder auch Interesse haben Pflanzen zu bekommen, als auch abzugeben.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 02. Juli 2013, 22:22:00
Abies nephrolepis von der Terrasse gezoomt.Man erkennt die vielen Zapfen in unerreichbarer Höhe.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 02. Juli 2013, 22:26:29
Meine Pseudolarix amabilis ist leider noch ziemlich klein, letztes Jahr gepflanzt, sollte eigentlich 125-150cm sein, hab dann allerdings nur 100cm bekommen :(
Dann war der erste Austrieb ziemlich gelbgrün, in einem Artikel des Arnold Arboretum fand ich, dass dies ein sicheres Zeichen dafür wäre, dass ihr der Boden nicht sauer genug ist.
Eine Gabe von 250gr Schwefelpulver letztes Jahr Anfang August scheint ein bisschen geholfen zu haben - das erste Bild ist von Juli 2012, das zweite von Juni 2013:

(http://up.picr.de/14906171zt.jpg)

(http://up.picr.de/14906153wa.jpg)

Die Herbstfärbung war trotzdem letztes Jahr schon beeindruckend:

(http://up.picr.de/15054287hn.jpg)




Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 02. Juli 2013, 22:30:39
Was steht für ein Baum daneben Gartenplaner ?
Meine Pseudolarix steht unter einer Eiche und seit dem wächst sie wenigstens.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 02. Juli 2013, 22:32:03
Abies nephrolepis von der Terrasse gezoomt.Man erkennt die vielen Zapfen in unerreichbarer Höhe.

Müssten aber Sämlinge in Deutschland auftauchen. Vor 2 Jahren wurde Saatgut in Deutschland verteilt. Das Saatgut war/ist keimfähig.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 02. Juli 2013, 22:51:49
@HappyOnion:
Eine überalterte Mirabelle, die es nicht mehr lange macht.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 02. Juli 2013, 23:10:11
Mulch scheint diese Konifere zu mögen, wenn dadurch der Boden "sauer" wird.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: andreasNB am 03. Juli 2013, 01:23:07
Zum Glück komme ich wegen den hießigen klimatischen Bedingungen nicht in Versuchung oder gar auf den Gedanken auch noch seltene und spezielle Koniferen zu pflanzen.
Zumindest solche aus dem Himalayagebiet bzw. Ost- und Süd-Ostasien.

Und wenn ich es täte, diese dann nach 20 Jahren abzuholzen oder zu köpfen - na ich weiß nicht.
So sehr ich deine Sammlung an Rhododendron und Koniferen bewundere, mit dem köpfen kann ich mich nicht anfreunden. :-X

Aber vielleicht in Zukunft.
Da könnte ich mich bei den Nordamerikanern, speziell Juniperus, mal schlau machen.
Vielleicht ::)

Wo ich grad drüber nachdenke.
Weiß jemand wo man Pinus ponderosa 'Pendula' herbekommen kann ?
Ich habe sie vor Jahren im Arborteum Späth (Berlin) gesehen und jetzt endlich habe ich einen Platz wo ich sie pflanzen könnte.

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 03. Juli 2013, 01:38:09
Weiß jemand wo man Pinus ponderosa 'Pendula' herbekommen kann ?
Ich habe sie vor Jahren im Arborteum Späth (Berlin) gesehen und jetzt endlich habe ich einen Platz wo ich sie pflanzen könnte.

Enneking z.B.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: andreasNB am 03. Juli 2013, 01:50:56
Eigentlich wollte ich ja nicht mit ner Infoanfrage den Geschäftsbetrieb aufhalten. Aber wenn Du mich soo drauf stößt 8)
Ich pflanze lieber kleiner und schaue beim Wachstum zu.
Ist bei mir auch ne Frage des Preises und ich vermute ma sie haben nur größere Pflanzen...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 03. Juli 2013, 17:54:17
Sehe ,daß Niehues keine Pinus gerardiana mehr hat. Hier ein Bild von der Rinde,photographiert in Reckong Peo ,oberes Sutlej Tal. Dauert wohl mindestens 10 Jahre bis die Rinde fleckig wird.Gut ,daß ich wenigstens ein Exemplar habe.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 03. Juli 2013, 17:58:31
Cephalotaxus sinensis
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 03. Juli 2013, 22:06:24
www.hulsdonk.com hat mir geschrieben( in niederländisch) er habe einige kleine Pflanzen der Cathaya argyrophylla und der Taiwania,aber er würde sie nicht verschicken und nicht vor dem 8.September verkaufen,wo er sie am Tag der offenen Tür anbieten würde.
Ich werde natürlich nun nicht wegen der zwei Pflanzen nach Einhoven Umgebung fahren und dazu noch mit unsicherem Ausgang. Immerhin scheint es der Gärtnerei Hulsdonk gelungen zu sein die Cathaya zu vermehren. Es wird sie wohl bald auch woanders zu kaufen geben.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jost am 08. Juli 2013, 14:28:55
Hallo Stephan ,
habe vorigen Monat eine Absaat Taiwania 2200 m von allerwelltsgruen bekommen Sehr schön und wüchsig .
Abdate gestern meiner "großen" : 1,6m und 1,2 m
vom Forstbotanischer Garten Tharandt /
http://www.wallis-it.de/fotos/jost/2013/2013-07-08/P1150717.JPG

http://www.wallis-it.de/fotos/jost/2013/2013-07-08/P1150706.JPG


Steckling von Böhlje 1,6m
http://www.wallis-it.de/fotos/jost/2013/2013-07-08/P1150720.JPG
Steckling von Esveld 1,5
Taiwania cryptomeroides var. flousiana
http://www.wallis-it.de/fotos/jost/2013/2013-07-08/P1150723.JPG

Steckling von Herrn Dipl. Forstwirt Nimsch , Forstbotanischer Garten Freiburg
http://www.wallis-it.de/fotos/jost/2013/2013-07-08/P1150727.JPG

LG Jost
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 08. Juli 2013, 21:19:18
@Jost: sehr schöne Bilder der Taiwania . wird ein kleiner Taiwania-wald. Mir hat Niehues eine reserviert,wenn der Sämling den Schneckenfraß übersteht.

Heute kam Pseudotaxus chienii von Esveld,ca.50cm. Habe den ausgepflanzt und mit dem Netz beschattet,da die Sonne arg brennt.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 08. Juli 2013, 21:20:11
Torreya taxifolia ,1991 von Woodlanders
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 08. Juli 2013, 21:21:57
Torreya californica, 1990 von Esveld bezogen
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Ute am 09. Juli 2013, 18:53:06
Athrotaxis laxifolia hat hier die letzten 3 Winter schon schadlos überstanden.

(http://www.imgbox.de/users/mosen/Bernhard_und_Norbert/DSC05376.jpg)

VG Ute
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: pumpot am 16. Juli 2013, 19:12:53
Im Gegensatz zu den meisten bisher hier vorgestellten ist Abies holophylla absolut winterhart.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 16. Juli 2013, 19:24:00
@ Ute
Ein schöner Baum mit sehr attraktiver Rinde scheint mir die Athrotaxis laxifolia zu sein.
Hier bei mir wäre es im Winter wohl mild genug, im Sommer aber ganz sicher zu warm, um sie erfolgreich zu kultivieren.

Es sieht noch jung aus, dein Bäumchen - wie alt und hoch ist es?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Ute am 22. Juli 2013, 18:46:22
Hallo tarokaja.

Das Bäumchen ist gerade mal 50-60cm hoch.
Ob es im Sommer bei Dir zu warm ist kann ich leider nicht beurteilen.Dafür gibts vieleicht noch zu wenig Erfahrungen drüber?
Hier hat Athrotaxis noch nie Probleme gehabt. ;D
Im vorigen Jahr gab es sogar schon den ersten Zapfen.

Hier hat er nun 4 Winter mitgemacht, war also noch ganz klein beim auspflanzen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 23. Juli 2013, 17:15:29
Das Teil sieht gar nicht wie eine Konifere aus - Phyllocladus alpinus:


(https://lh3.googleusercontent.com/-5NhZYAXKQWc/Ue6de3iBdkI/AAAAAAAAC-s/ZWWkL1VRlJo/s400/_DSC0004.jpg)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 23. Juli 2013, 17:18:24
Und dieses auch nicht: Lepidothamnus laxifolius, oft als "kleinste Konifere der welt" bezeichnet.


(https://lh3.googleusercontent.com/-CYk1K97p4Gw/Ue6ddSQPacI/AAAAAAAAC-g/IykGlMybFpY/s288/_DSC0008.jpg)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 13. August 2013, 14:59:33
Wer auf der Suche nach selteneren Koniferen ist, hat derzeit bei Esveld gute Chancen.
Angeboten werden z.B. gerade Amentataxus argotaenia und alle in Europa in Kultur befindlichen Torreya-Arten: T. californica, grandis, nucifera und taxifolia!

Und ein paar andere Seltenheiten, darunter Microstrobos fitzgeraldii.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 13. August 2013, 17:38:03
Danke für den Tip!

Da sind ja wirklich ein paar sehr schöne Raritäten dabei. :D
Wenn ich nur schon wüsste, wie das mit meinem Hang bewerkstelligen...

Sehr schade, dass die Taiwania eine Taiwania flousiana ist - 'frostfrei überwintern', dann ist sie auch hier nicht winterhart.
Dann muss ich also weiter fahnden nach einer 'Taiwania cryptomerioides'. :-\
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 13. August 2013, 17:50:21
Wenn ich die Chance hätte, in "deinem" Klima an eine Taiwania flousiana zu kommen, würde ich den Versuch wagen und mir dieses Exemplar unverzüglich sichern!

(Jetzt mal unabhängig davon, ob man T. flousiana Artrang zubilligt oder als Unterart von T. cryptomerioides betrachtet)

Hillier schreibt übrigens zu T. flousiana: "A specimen in our Chandler's Ford Nursery grew slowly for many years uninjured by severe winters." Und außerdem: "...closely resembling T. cryptomerioides,.. it has also proved a hardier tree."

Ich vermute, dass Klima bei dir ist eher besser als im Südwesten Englands für diese Konifere geeignet: Die Winter dürften nicht kälter sein, und die wärmeren Sommer begünstigen das Ausreifen des Holzes und damit die Winterhärte.

Also ich würde ja... ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 13. August 2013, 17:57:43
P.S.

"Im Garten des Autors im unteren Lahntal (Zone 7b) wachsen seit 7 Jahren sowohl Taiwania cryptomerioides als auch T. cryptomerioides var. flousiana, anfänglich nur mit Laubmulch geschützt, bisher ohne Schäden. Nach dem sehr kalten Winter 2008/09 mit Minimaltemperaturen um –25 °C zeigte lediglich T. cryptomerioides eine
temporäre Violettfärbung der Altblätter, die sich ähnlich wie bei Cryptomeria japonica im Frühjahr verlor."

(Quelle) (pdf)

Wenn Stephan die entdeckt, ist sie weg...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 13. August 2013, 19:39:55
Bristle, du bist ein Verführer! ;D :-*

Wenn man die Taiwania verpflanzen kann, d.h. ich sie für ca. 1(-2) Jahr(e) erstmal in meinen Garten unten pflanzen könnte... dann werde ich sie reservieren... und noch ein paar andere. ::) ::)

Glatter Wahnsinn, da ich noch immer nicht im entferntesten weiss, wie ich den Steilhang pflanzparat machen soll und das mit dem Transport geregelt habe... und inzwischen schon 6 Baummagnolien + 4 Bäumli + diverse grosse Kamelien parat stehen!! :P
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 14. August 2013, 09:22:16
Hallo Barbara,
lass die Taiwanie so lange im Topf, bis du sie pflanzt. Sie lässt sich nicht gut verpflanzen. Egal ob flousiana ( die ich wie andere Dendrologen zu cryptomerioides zähle) oder cryptomerioides. Du kannst beide probieren. Sie sind in etwa gleich hart ( oder empfindlich).Geschützt geht das. In Freiburg steht ja auch eine recht alte, ebenso im Rhein-Main-Gebiet.
Übrigens die beiden oben genannten bei Bernd ( als Autor bezeichnet) exisitieren nicht mehr. Die eine hat eine der letzten 4 Winter nicht überlebt, die andere ist nach Verpflanzen eingegangen.
Noch nebenbei gesagt zu den selteneren Angeboten von esveld: Man muss ein bisschen Glück haben,denn man bekommt nicht immer das, was man bestellt hat.

Schöne Grüße

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. August 2013, 10:02:31
Noch nebenbei gesagt zu den selteneren Angeboten von esveld: Man muss ein bisschen Glück haben,denn man bekommt nicht immer das, was man bestellt hat.

Deshalb hatte ich es eigentlich aufgegeben, bei Esveld etwas zu bestellen!
Dann werde ich nochmals hoffen, dass die Bestellten korrekt geliefert werden. ::)

Danke dir, Wolfgang, auch für deine übrigen Infos. :)
Da werde ich im Winter dann das Beet (mit Drainage) der versenkten Töpfe erweitern und die Pflanzen können sich dann gegenseitig Schutz geben. Mit den grossen wartenden Kamelien hat das im vergangenen Winter sehr gut geklappt mit dem Zusammenstellen und dickem Mulch mit Marronilaub.

Oder wäre es für die Taiwania und einige der anderen Pflanzen auch besser, sie im GH bei ca. 3-5° zu überwintern:
Amentotaxus argotaenia
Cunninghamia lanceolata
Phyllocladus trichomanoides
Pseudotaxus chienii

LG, Barbara

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 14. August 2013, 10:10:11
Noch nebenbei gesagt zu den selteneren Angeboten von esveld: Man muss ein bisschen Glück haben,denn man bekommt nicht immer das, was man bestellt hat.

Deshalb hatte ich es eigentlich aufgegeben, bei Esveld etwas zu bestellen!
Dann werde ich nochmals hoffen, dass die Bestellten korrekt geliefert werden. ::)

Das ist mir auch schon passiert. Die T. flousiana könnte sich als "gewöhnliche" T. cryptomerioides entpuppen. Bei den anderen seltenen Koniferen dürften die Verwechslungsmöglichkeiten geringer sein, hoffe ich zumindest....

Leider ist man auch anderswo nicht für Überraschungen gefeit: Von Simon bekam ich vor Jahren eine Pflanze, die ein Cephalotaxus sinensis sein sollte. Es war aber Torreya nucifera.


Phyllocladus trichomanoides halte ich für sehr empfindlich.

(Phyllocladus alpinus hält hier am Oberrhein aus, wächst aber seeeehr langsam und bleibt sehr klein.)

Pseudotaxus hat hier als im Frühling gesetztes Pflänzchen von gerade mal 30 cm Höhe den vorletzten Winter mit -18 °C und über einer Woche Dauerfrost unbeschadet überstanden, scheint also Einiges zu vertragenb.
Elfriede schrieb aber auch, dass Pseudotaxus dass rauere Klima in ihrer "Ecke" nicht ausgehalten hat.

Amentotaxus argotaenia werde ich im Topf behalten - wenn denn Esveld eine liefert.

P.S. Wolfgang, hast du vielleicht eine Idee, woher man eine Torreya jackii bekommen könnte? Ich weiß, dass die Art in Ungarn in Kultur ist, bin aber dort nirgends fündig geworden.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 14. August 2013, 10:25:28
Cunninghamia lanceolata hat bei mir sogar 2011 im Herbst neugepflanzt den sibirischen Februar 2012 - 2 Wochen Sonne bei teilweise um die -10 tagsüber bis -17°C nachts - recht gut überstanden ebenso wie den späten und doch auch kalten Winter dieses Frühjahr mit -14°C als Minima - viele Triebspitzen wurden braun, doch im Juni/Juli trieb sie an vielen Stellen durch.
Man muss nur ein bisschen drauf achten, dass sie eine Stammverlängerung behält und nicht viele Verzweigungen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. August 2013, 10:27:41
Phyllocladus trichomanoides halte ich für sehr empfindlich.

(Phyllocladus alpinus hält hier am Oberrhein aus, wächst aber seeeehr langsam und bleibt sehr klein.)

Pseudotaxus hat hier als im Frühling gesetztes Pflänzchen von gerade mal 30 cm Höhe den vorletzten Winter mit -18 °C und über einer Woche Dauerfrost unbeschadet überstanden, scheint also Einiges zu vertragenb.
Elfriede schrieb aber auch, dass Pseudotaxus dass rauere Klima in ihrer "Ecke" nicht ausgehalten hat.

Amentotaxus argotaenia werde ich im Topf behalten - wenn denn Esveld eine liefert.

Heisst das, dass du mir rätst, Phyllocladus trichomanoides hier auch besser im Topf zu halten? Und Amentotaxus ebenfalls? Oder heisst das, dass ich die beiden besser zuerst im GH überwintere und eher später und gut geschützt auspflanze??

Ich vermute, dass Klima bei dir ist eher besser als im Südwesten Englands für diese Konifere geeignet: Die Winter dürften nicht kälter sein, und die wärmeren Sommer begünstigen das Ausreifen des Holzes und damit die Winterhärte.

Da magst du recht haben. Dafür ist die Sonneneinstrahlung hier sicher im Sommer sehr viel intensiver als in Südwestengland. Ob die Taiwania das auch so mag?
Und Eisenhut mit seiner wunderschönen Taiwania hat im Winter für 2 Monate keine und 2 weitere sehr wenig Sonne. Das Onsernonetal ist vollsonnig im Winter. Das sind schon insgesamt ganz andere Bedingungen. Ich muss mich mal beim Klima des Naturstandortes schlauer machen...

Naja, ein Experiment dürfte das auf ganzer Linie werden, angefangen bei der korrekten Lieferung, über die 1. Überwinterung im Topf, das Vorbereiten des Bodens am Hang bis zu den ersten Jahren nach der Auspflanzung.
Aber ich liebe ja Experimente! ;D
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 14. August 2013, 10:34:22
Wolfgang wird zu Phyllocladus vermutlich mehr sagen können.

Hillier schreibt zu der Gattung: "Suitable only for the mildest districts, except Ph. trichomanoides var. alpinus, which has grown in the Sir Hillier Gardens for more than 40 years and was uninjured by the severe winter of 1962-63, when we lost all other species of the genus."

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. August 2013, 10:38:00
Und Amentotaxus?
Du hast ja für Deutschland auch ein eher mildes Klima - hier werden trotzdem die Winter noch etwas anders verlaufen, da es kaum Dauerfrost zu geben scheint und wenn, dann nicht tief und lange.

@ Gartenplaner
Dann werde ich also mit der Cunninghamia lanceolata wohl keine Schwierigkeiten hier haben. Danke für deine Erfahrungen. :)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 14. August 2013, 10:46:44
Cunninghamia ist mir mal im ersten Winter erfroren. Aber der Standort war auch sehr ungünstig, wie mir im Nachhinein klarwurde: viel zu zugig, und der Boden war besch...
Die ist einfach vertrocknet.

Hier am Oberrhein findet man immer mal wieder Cunninghamia lanceolata, meist 'Glauca'. Die halten recht gut durch. Ich kenne auch größere Exemplare in Kiel und in Kopenhagen. Die stehen in luftfeuchter Lage, im Winter absonnig. Letzteres ist sicher von Vorteil, aber in milderen Gegenden kein Muss.

Was Amentotaxus angeht: Da wirst du wohl Pionierarbeit leisten. Ich denke, über die Winterhärte der von Esveld angebotenen Art ist noch nicht sehr viel bekannt.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 14. August 2013, 10:51:39
Im Gewächshaus überwintern ( 3-5-°C) ist auf jeden Fall sicherer.

Die Sonne dürfte für alle genannten ( zumindest in den ersten jahren ) ein Problem darstellen.Auf jeden Fall würde ich vor der Mittagssonne) schützen.

Wie bristle schon sagt Phyll. trichom. ist sehr empfindlich und gilt nicht als winterhart, alpinus ist auf jeden Fall besser. Letztendlich muss man es aber probieren. Manchmal ist man erstaunt, das "Empfindliche"
 überlebt locker, das vermeintlich härtere geht ein.Hängt ja alles nicht nur von der Tiefsttemp. ab.
Pseudotaxus ist recht gut hart.
@ bristle: Ich schicke dir eine pm, wenn ich im Herbst in den neuen Listen T. jackii entdecken sollte.

VG Wolfgang
P.S: Ich stimme absolut zu, luftfeucht, keinen Wind,absonnig im Winter, wintermild.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 14. August 2013, 11:15:09
Man muss auch nochmal betonen:
Außerhalb des Weinbauklimas überleben ja ( zunächst ) geschützt in günstigen Kleinklimazonen die empfindlichen ( wie auch Athrotaxis,Fokienia,Austrocedrus...), aber dann kommt alle paar Jahre eine besondere Wetterlage, die Pflanzen frieren zurück und werden richtig hässlich. Bis sie sich dann wieder erholt haben, kann die nächste Extremlage hinweggezogen sein und über Jahre bleibt die Pflanze total unansehnlich, obwohl sie überlebt oder sie geht dann doch ein.( Und selbst im Weinbauklima gibt es in manchen Jahren extreme Kälteeinbrüche ).
 Einige Jahre kann das also ganz gut aussehen, aber auf Dauer wird das dann doch nichts. So z.B. auch mit Wollemia.
Im Süden bei Barbara sieht das natürlch wieder anders aus.


VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 14. August 2013, 11:15:19
Mal eine kleine Illustration der Entwicklung meiner Cunninghamia:

Februar 2012:
(http://up.picr.de/15498804eb.jpg)

März 2012, nachdem ich schon von allen Ästchen die braune und vertrocknete Spitze abgezupft hatte :-\ :
(http://up.picr.de/15498806lz.jpg)

Austrieb im Juni:
(http://up.picr.de/15498805ws.jpg)

Und der weitere Austrieb im August 2012, leider nicht von nah, es ist das Bäumchen vorne rechts:
(http://up.picr.de/15498807sg.jpg)

Allerdings kann man am Bambusstab erkennen, wieviel zuwachs zwischen juni und August lagen.

Es ist eine C. lanceolata, die ich persönlich auch durch die sehr helle grüne bis fast gelbe Färbung der Nadeln schöner finde, und wie man erkennen kann, steht sie sehr sonnig - leider eben auch im Winter - die kleine Sequoia links hinten, vor der Zypresse, auf dem letzten Bild hat dieses Frühjahr einige Nadelschäden durch Sonne und Kälte gehabt, ein Stück daneben steht eine im Schatten einer Fichte, die ist erheblich besser aus dem Winter gekommen...
Allerdings habe ich ja sehr lehmigen Boden, der gut feuchtigkeitsspeichernd ist.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 14. August 2013, 12:36:12
Tarokaja: Wenn dein Hang so sonnig liegt, du Bedenken hast, dass empfindliche "Waldkoniferen" damit nicht gut klarkommen und du auf der Suche nach seltenen schönen Koniferen bist: Hast du mal an Pseudolarix amabilis gedacht? Die kommt auch mit sonnigerer Lage zurecht und hat eine sehr schöne Herbstfärbung, benötigt allerdings kalkfreien, zumindest neutralen, besser sauren Boden (Gartenplaner: wir wollen jetzt nicht über Schwefel diskutieren).

Oder eine der langnadeligen Kiefern wie z.B. Pinus ponderosa oder P. jeffreyi, oder auch Pinus coulterei, die allesamt auch noch beeindruckende Zapfen aufzuweisen haben, oder vielleicht Pinus ayacahuite?

Allesamt große Bäume, die aber - u.A. dank ihrer tief gehenden Wurzeln - gut unterpflanzbar sind und lichten Schatten bieten. Sei es für "Waldkoniferen" oder auch für deine Kamelien.

P.S. Ich sehe gerade, dass Wolfgang auch schon angeregt hatte, an Kiefern zu denken.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 14. August 2013, 13:00:38
Pseudolarix kann man auf dem letzten Bild in meinem letzten Post ziemlich in der Mitte im Hintergrund neben dem Baumstamm sehen, eine wunderschöne Konifere mit prachtvoller Herbstfärbung :o
In #85 hatte ich mehrere Bilder, auch vom Herbst, aus der Nähe gepostet.
Allerdings muss man vielleicht bei deiner Situation beachten, dass sie's wohl eher feuchter mag:

@Cryptomeria: ja,steht bei mir eher feucht.Habe einige Stellen im Garten,wo es immer feucht ist,da dort wohl wasseradern verlaufen.Pseudolarix steht an einer solchen Stelle ,wie auch Abies nephrolepis ....
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 14. August 2013, 13:19:58
@tarokaja:
Wie wärs, wenn du deinen Hang so gestalten würdest:

...

(http://up.picr.de/15465218mt.jpg)

(http://up.picr.de/15465219gu.jpg)

(http://up.picr.de/15465220ds.jpg)

(http://up.picr.de/15465221mc.jpg)

(http://up.picr.de/15465237fg.jpg)

...

 ;D
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 14. August 2013, 13:27:57
Ich kann bristle nur zustimmen:
Die langnadligen Kiefern sind später ganz beeindruckende , sehr schöne Bäume. Es gibt auch eine gelbnadlige jeffreyi.
Pseudolarix, wie schon oben von meinen Vorrednern gesagt, auch sehr schön, aber eben heikel mit dem Boden. Muss man ausprobieren, ob sie wächst und gedeiht.

VG wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 14. August 2013, 14:59:28
@tarokaja:
Wie wärs, wenn du deinen Hang so gestalten würdest:
...

 ;D

Araukarien finde ich toll - aber nicht als Baumart, neben und unter der ich Gehölze und Stauden pflanzen will, die Pflege brauchen.

Dazu ist mein "Fell" nicht dick genug. ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. August 2013, 16:00:37
Also zuerst einmal - ich find's sehr lieb von euch, dass ihr euch so viele Gedanken über meinen schmalen Steilhang macht und so viele Vorschläge kommen! Danke. :D

@ Gartenplaner
Crazy Atmosphäre so ein Araukarienwald - mal so zum anschauen. ;)
Uh, das gäb ein schönes Kuddelmuddel, dazu Magnolien, Kamelien und noch so einiges aus Asien und dem Himalaja! ;D

@ Cryptomeria
1-3 Kiefern wären schön als Schattenspender, allerdings würde ich niemals nur zum später fällen pflanzen, das widerspricht meiner Lebenseinstellung. Aber gut ausgewählte, die bleiben, wunderbar.

@ Bristlecone
Im Winter scheint die Sonne relativ spät, schätze gegen Mittag, auf den Hang. Meine Kamelien haben sie im vergangenen Winter erstaunlich gut vertragen.
Es ist eher die Intensität der Sommersonne, bei der ich nicht sicher bin, ob die alle 'Waldkoniferen' mögen. Meine erste Cryptomeria, die ich vor kurzem hier fand, hatte sofort braun verbrannte Spitzen und ich musste sie in den Halbschatten retten.

Natürlich liebäugele ich schon lange mit einer Pseudolarix amabilis, aber 30-40m!!
Fast hätte ich vor Kurzem einen kleinen Bonsai befreit...

@ alle
Natürlich habe ich mir ein paar Kiefern ausgeguckt, allerdings andere als vorgeschlagen, da ich eher welche aus Asien und dem Himalajaraum pflanzen möchte. Z.B. gefallen mir sehr gut:
Pinus bungeana - v.a. der tollen Rinde wegen
Pinus korainensis - 18m wären eigentlich mehr als gross genug (ist aber vielleicht mit der WH an der Grenze)
Pinus densiflora - da sie heiss und auch mal trocken mag und wohl nicht grösser als 12m wird
Pinus pinea - den Habitus mag ich sehr und sie ist hier schon gut etabliert in anderen Gärten, mit 20m allerdings eher recht gross im Alter
Pinus tabuliformis find ich toll, aber 25 oder sogar 45m kann ich mir nicht harmonisch vorstellen auf so engem Raum - das gleiche gilt für Pinus wallichiana.

Zur Erinnerung, mein Hang ist nur 11m breit! Wie soll ich da mit meinen Nachbarn klarkommen, Grenzabstände einhalten, wenn ein Baum 8-10m breit und 35m hoch wird?? Das wird ja schon bei den Erwähnten schwierig.

Ich sollte vielleicht mal in dem Thread meines Steilhangprojektes auflisten, welche BAUMmagnolien ich schon unterbringen möchte, welche Koniferen und Laubgehölze schon parat stehen und welche Kamelien. Und natürlich schreiben, wie ich die (auch teils gross werdenden) Bäume anordnen möchte.
Steilhanggarten im Tessin

Wie gesagt, alles muss auf einem 11m schmalen Hang, oben breiter und total 560m2 Platz finden. Und ich habe Nachbarn, die dort auch wohnen, mindestens auf der rechten Seite.

Trotzdem, gut dass ihr mich nochmals daran erinnert habt, dass ich nach dem Weg anlegen zuerst daran denken muss, die Bäume zu pflanzen, die Schatten geben. Im Sommer wären das aber durchaus auch die 8 Magnolien, die teils 7-8m hoch werden und jetzt z.T. schon 2m gross sind. :)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 14. August 2013, 16:23:22
Ich habe mir dein Hangstück im Atelierthread mal angeschaut (der von dir gesetzte Link geht nicht, in dem ist ein ttp zuviel).

Das sieht mir eher so aus, als würde es da im Sommer recht trocken. Nicht zuletzt, weil in der Steillage das Wasser zügig abfließen dürfte.

Pseudolarix wird in Europa sicher keine 30 m hoch, und wenn, dann nach einer Zeit, die dir kein Kopfzerbrechen mehr bereiten muss. Der Standort am Hang scheint mir allerdings zu trocken und exponiert.

Eher sehr gut für Kiefern.

Von Pinus koraiensis kenne ich ein Exemplar im östlichen Schleswig-Holstein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Probleme mit der Winterhärte gibt.

P. bungeana ist toll, es dauert aber Jahrzehnte, bis die Rinde ihre "Weißheit" entwickelt. Und wenn die richtig zur Geltung kommen soll, muss der Stamm freistehen. Das dürfte also eher etwas als Solitär auf einem Rasen sein als für einen Hang mit Unterpflanzung.

P. densiflora finde ich recht ähnlich unserer heimischen P. silvestris.

Pinus pinea könnte ich mir da gut vorstellen. Gerade weil die Krone bei älteren Bäumen breit schirmförmig wird, gibt das den begehrten lichten Schatten. Allerdings auch Kronenbreite...

Unter den europäischen Kiefern gäb's noch P. leucodermis (=heldreichii), die Schlangenhautkiefer. Sehr dekorativ, bis maximal 20 m als alter Baum, anspruchslos an Boden und Lage, wächst aber nicht so schnell wie andere Kiefern, die dafür auch größer werden.

Unter den Kiefern wären meine Favoriten aber nach wie vor P. jeffreyi, ponderosa und coulteri. Letztere macht übrigens riesige Zapfen und soll bei den ansässigen Indianern unter dem Namen "Witwenmacher" bekannt gewesen sein. ;)

Areten aus verschiedenen Kontinenten zusammenzupflanzen: Da hätte ich keine Probleme. Entscheidend sind doch Eignung für den Standort und ein Erscheinungsbild, das einem ins Konzept passt.

P.S. in punkto Erscheinungsbild: Ein Kriterium bei den Kiefern wäre da für mich, ob die betreffende Kiefernart eher als einstämmiges Exemplar wächst oder eine mehrstämmige Krone bilden kann, die etwas malerisch und knorrig wirken kann.

Pinus bungeana z.B. oder auch P. wallichiana kenne ich eigentlich nur als hochwachsende Solitär mit einer Krone mit durchgehendem Leittrieb, die erst bei alten Bäumen unregelmäßiger wird.

Bei PÜinus silvestris hingegen bilden Ökotypen aus dem südlichen Verbreitungsgebiet eher malerische, vielästige Kronen, und man kann auch mal einzelne Äste rausnehmen, evtl. sogar den Gipfeltrieb.

PPS. Es gibt übrigens auch sehr schöne Tannenarten, die trockenere Lagen und Sonne lieben. :-X
Abies pinsapo, A. numidica oder A. cephalonica zum Beispiel.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. August 2013, 17:44:50
Hab den Link korrigiert.

P. bungeana ist toll, es dauert aber Jahrzehnte, bis die Rinde ihre "Weißheit" entwickelt. Und wenn die richtig zur Geltung kommen soll, muss der Stamm freistehen. Das dürfte also eher etwas als Solitär auf einem Rasen sein als für einen Hang mit Unterpflanzung.

Dann müsste ich 'einfach' ein möglichst grosses Exemplar bekommen und es weit unten am Hang pflanzen :D - fragt sich sowieso, wo überhaupt eine P. bungeana auftreiben. Ev. hab ich eine Bezugsquelle in Italien. Weiss du sonst eine?
 
Ich liebe schöne Stämme und bin extra deshalb vor kurzem zur Villa Taranto gefahren... Ich möchte eigentlich nicht alles zu dicht unterpflanzen und überhaupt nicht zu viel pflanzen, jedenfalls soll man schöne Stämme noch sehen und die einzelnen Bäume sollen genug Platz haben.
Ein Acer griseum ist fest eingeplant, Stewartia monadelpha auch.

PPS. Es gibt übrigens auch sehr schöne Tannenarten, die trockenere Lagen und Sonne lieben. :-X
Abies pinsapo, A. numidica oder A. cephalonica zum Beispiel.
Nix da! ;D Jetzt wird erstmal das untergebracht, was schon da ist!!
Das ist u.a. inzwischen auch ein junger Taxodium ascendens nutens. :D

Abies pinsapo und noch einige andere Abies & Co. sind mir auch schon aufgefallen - hab mal 2 Tage fast nur recherchiert. Da entdeckt man so manches...

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 14. August 2013, 17:46:42
Hab den Link korrigiert.

P. bungeana ist toll, es dauert aber Jahrzehnte, bis die Rinde ihre "Weißheit" entwickelt. Und wenn die richtig zur Geltung kommen soll, muss der Stamm freistehen. Das dürfte also eher etwas als Solitär auf einem Rasen sein als für einen Hang mit Unterpflanzung.

Dann müsste ich 'einfach' ein möglichst grosses Exemplar bekommen und es weit unten am Hang pflanzen :D - fragt sich sowieso, wo überhaupt eine P. bungeana auftreiben. Ev. hab ich eine Bezugsquelle in Italien. Weiss du sonst eine?
 

Hier!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. August 2013, 18:04:21
Toll, danke!
Er verschickt allerdings nicht unter 50€, grrr! >:(
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 14. August 2013, 18:08:29
Toll, danke!
Er verschickt allerdings nicht unter 50€, grrr! >:(

Dann stockst du eben auf ;D

Z. B. mit Sassafras tzumu und Embothrium coccineum!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. August 2013, 18:19:36
Brisle, du bist unmöglich!! ;D

Aufstocken mit 2 Bäumen, die wieder 10m und 12m gross werden und überhaupt noch mehr. ::) ::)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 14. August 2013, 18:29:13
Über fehlende Auswahl kannst du dich jedenfalls nicht beklagen! ;D

Bin gespannt, wie sich dein Hanggrundstück entwickeln wird!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 14. August 2013, 19:53:35
Alle genannten Kiefern sind eine gute Wahl. Vor allem gibt es von( fast ) allen Kiefern kleiner bleibende oder langsamer wachsende Cultivare .
Wenn Cryptomeria leicht verbrennt, macht auch ( ohne Beschattung von oben ) Cunninghamia u.a. keinen Zweck.
Will man die Größe der Kiefern etwas moderater halten, kürzt man die Maitriebe etwa um die Hälfte.
In den Größen, in denen man bungeana bekommt, pflanzt man, bis man die schöne Rinde bewundern kann, leider immer für die nächste Generation.

VG wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 15. August 2013, 00:41:33
...
Nix da! ;D Jetzt wird erstmal das untergebracht, was schon da ist!!
Das ist u.a. inzwischen auch ein junger Taxodium ascendens nutens. :D
...
Der braucht auch eine feuchtere Stelle!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 15. August 2013, 07:46:59
Danke Gartenplaner. Der soll ziemlich weit unten in den Hang, wo ich ab und zu giessen kann. Im Parco Botanico von Eisenhut habe ich den Taxodium asc. nutens entdeckt und so viel Feuchtigkeit wie an diesem Standort kann ich hier auch bieten. Im Frühjahr regnet es extrem viel, im Spätherbst meist auch noch einmal.

@ Cryptomeria
Dann muss die Cunninghamia einen der rareren Halbschattenplätze bekommen, merci für die Info. Die Cryptos brauchen hier offenbar auch Halbschatten, obwohl die Riesenbäume der Villa Taranto in voller Sonne stehen. Vertragen Cryptomerias im Erwachsenenstadium mehr?

[td]

cryptomeria jap.

[/td]
[td]


[/td][/table]
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 15. August 2013, 12:28:31
Zweig meiner Keteleeria mit Resten eines Zapfen,der im unteren Teil bereits abgefallen ist.
Mal abgesehen davon dass ich einen Versuch mit Keteleeria für die nächsten Jahre sicher beiseite gelegt habe würde mich ein Versuch mit Saatgut von deinem Baum reizen falls es in den Zapfen überhaupt fertile Samen gibt und sie erreichbar sind. Irgendeine Chance vieleicht?

www.hulsdonk.com hat mir geschrieben( in niederländisch) er habe einige kleine Pflanzen der Cathaya argyrophylla und der Taiwania,aber er würde sie nicht verschicken und nicht vor dem 8.September verkaufen,wo er sie am Tag der offenen Tür anbieten würde.
Ich werde natürlich nun nicht wegen der zwei Pflanzen nach Einhoven Umgebung fahren und dazu noch mit unsicherem Ausgang. Immerhin scheint es der Gärtnerei Hulsdonk gelungen zu sein die Cathaya zu vermehren. Es wird sie wohl bald auch woanders zu kaufen geben.

Genau gesagt haben sie 5 kleine Cathayas :-\ Entweder Steklinge oder Veredelungen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. August 2013, 19:53:26
Hallo Barbara,

Ja, die Cryptos vertragen wesentlich mehr, wenn sie einige Jahre stehen und eingewurzelt sind. Das gilt auch für die allermeisten anderen Bäume.
VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 16. August 2013, 12:19:09
Tarokaja, du hattest nach der Winterhärte von Amentotaxus argotaenia gefragt: Die RHS Encyclopedia of Conifers gibt. A. argotaenia WHZ 6-8. Das scheint mir etwas optimistisch, aber in deiner Gegend dürfte die Winterhärte tatsächlich ausreichen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 16. August 2013, 12:28:18
Klingt gut. Steht da auch etwas, wie sonnenexponiert sie stehen darf? Im Netz finde ich so gut wie keine Info und ein Buch hab ich noch nicht (kommt dann als nächstes :) ).

Also, ersten Winter im GH, dann gut mulchen und die ersten Winter draussen mit Reisig schützen. Ich behandle sie einfach wie eine jung ausgepflanzte Kamelie, nur kommt es ja immer am meisten drauf an, den optimalen Standort zu wählen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 16. August 2013, 12:47:24
Klingt gut. Steht da auch etwas, wie sonnenexponiert sie stehen darf?

Nicht direkt, aber zum Heimatstandort heißt es, dass Amentotaxus argotaenia als 4-10 m hoher strauchartiger Baum in gemäßigten immergrünen Bergwäldern in 500 - 1500 m Höhe in Südchina einschließlich Tibet wächst.

Also eine Art der unteren Baumschicht bis Strauchschicht in immergrünen Wäldern. Klingt für mich nach einer eher beschatteten Lage, wobei es gut sein kann ,dass einmal eingewachsene Exemplare recht gut mit Bodentrockenheit zurechtkommen könnten.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 16. August 2013, 13:29:59
Ja, das klingt wieder nach lichtem Schatten für das hübsche Stück. Also werden die schnell wachsenden Kiefern & Co. umso wichtiger und ein Weg, auf dem ich nicht grad abstürze. ::)
Wegen ev. zu viel Trockenheit, werde ich mir die ersten Jahre im Sommer mit den frisch gepflanzten Bäumen sowieso etwas einfallen lassen müssen, notfalls ab und zu eine Kanne hoch schleppen oder einen Schlauch verlegen.
Im Frühjahr und Herbst sollte es mehr als genug Niederschlag geben.

Dann kommt der Baum ja genau aus der Gegend, für die mein Herz schlägt und wo ich gern bald mal wieder herumwandern würde. :)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 22. August 2013, 11:07:14
Hatten wir die Cupressus cashmeriana hier schon?
Jedenfalls darf ich jetzt ein wunderschönes Exemplar von ca. 2m mein Eigen nennen. :D :D

Unten sind noch Bilder der Mutterpflanze im Parco Gambarogno - toller Baum, finde ich.



cupressus cashmeriana


[td]


[/td]
[td]


[/td]
[td]


[/td]
[td]


[/td]
[td]


[/td][/table]
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 22. August 2013, 11:14:32
Ein schöner Baum. Leider ist er nördlich der Alpen nicht ausreichend winterhart. Im Botanischen Garten in Mainz stand ein Exemplar viele Jahre im Freiland, bevor es in einem strengeren Winter erfroren ist.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 22. August 2013, 19:17:29
Gratuliere,

einer meiner Lieblingsbäume. Hatte auch schon 2 Ex., aber - wie schon gesagt - leider nicht ausreichend hart im Norden.

Viel Erfolg!

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 02. September 2013, 16:32:01
Kultiviert jemand von euch Saxegothaea conspicua?

Weder bei Hubertus Nimsch noch Wiki finde ich etwas wegen schattig oder sonnig. Aus den Fotos schliesse ich auf sonnig, aber es ist ja wieder möglich, dass die Jungpflanzen ihre Jugend im schattigen Unterholz verbringen.

Erfahrungen oder Infos aus schlauen Büchern über die Patagonische Eibe, die keine Eibe ist?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 02. September 2013, 16:33:17
Ich habe eine Jungpflanze. Sie steht vollschattig und windgeschützt unter einer großen Eibe.

Der RHS-Atlas bezeichnet sie als "very shade-tolerant".
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 02. September 2013, 16:35:24
Schön.
Absichtlich vorsichtshalber schattig oder weil du weisst, dass sie es braucht oder weil kein anderer Platz zur Verfügung stand?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 02. September 2013, 16:37:15
Alles zusammen.In erster Linie, weil die Winterhärte hier sicher grenzwertig ist.
Das dürfte in deiner Gegend anders sein.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Mediterraneus am 02. September 2013, 16:40:10
Wow!

Um 16.32.01 Uhr eine Frage gestellt und um 16.33.17 Uhr war die Antwort da.

 ;D
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 02. September 2013, 16:44:33
Das denke ich auch. Aber anfangs schattig halten ist sicher von den natürlichen Wachstumsbedingungen her wohl nicht verkehrt.

Wenn sie nicht nur auf der Liste in Italien ist sondern auch wirklich erhältlich, warte ich wohl lieber bis zum Frühjahr für solch einen Schatz.

Die haben übrigens auch 99 Arten+Sorten Ilex auf der Sortimentsliste (also sicher nicht alle vorrätig). Ich wusste nicht einmal, dass es soo viele gibt! ::)



Wow!
Um 16.32.01 Uhr eine Frage gestellt und um 16.33.17 Uhr war die Antwort da.
 ;D

Tja, so ist das bei den coniferophilen, die lauern auf Neuigkeiten... ;D

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 02. September 2013, 17:37:52
Ich habe auch eine sitzen, auch vollschattig, weil das eine der wenigen windgeschützten Plätze bei mir ist. Habe sie im letzten Jahr gepflanzt und sie hat den letzten Winter, der bei uns mit 8 Wochen sehr kaltem, böigen Ostwind auch wieder extrem war, ohne Probleme überstanden.Direkt daneben hat Austrocedrus im letzten Winter den Geist aufgegeben. Also ich war da etwas erstaunt und erfreut. Auf jeden Fall ist sie sehr schattentolerant. Wie es in der Sonne aussieht, weiß ich nicht.

Viele Grüße

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jayfox am 02. September 2013, 17:43:44
Die Sonnenverträglichkeit dürfte wie bei allen Gehölzen von den klimatischen Faktoren abhängen. Da Saxegothaea eine Art der südchilenischen Regenwälder mit sehr stark ozeanisch geprägtem Klima ist, gilt in dem Fall: Je kälter im Winter und je heißer und trockener im Sommer, umso weniger Sonnenexposition.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 02. September 2013, 17:53:18
@tarokaja

Geht bei dir nicht auch Wollemia. Im passenden Klima für mich ein Baum, den ich auf jeden Fall im Garten hätte. Hatte 2 ausgepflanzt und sogar über 2 Winter hinweggebracht, aber mehrere extreme Winter in Folge war dann doch leider zu viel. Werde mir aber irgendwann nochmal 1 Exemplar zulegen und dann drinnen überwintern.

Viele Grüße

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 02. September 2013, 18:22:17
Die Wollemia steht auch schon auf der Liste. ;D
Die CH-Quelle hier in der Nähe ist mir allerdings zu teuer - aber es muss ja auch nicht alles auf einmal sein.

Jetzt werde ich erstmal in Italien schauen...

Auf alle Fälle erstmal danke an euch beide, Bristle und Wolfgang. :)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. September 2013, 11:53:14
Glücklich bin ich über meine neueste Errungenschaft für meinen Steilhanggarten, eine gut 2m grosse Pseudolarix amabilis aus einer Gärnerei in Italien...

...mit abenteuerlicher Suche und herzlicher Hilfsbereitschaft inklusive. :D

Es ist ja nicht die absolute Rarität, aber immer noch selten gepflanzt. Hier habe ich sie in Gärten bisher nicht entdeckt.



pseudolarix amabilis


Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 08. Oktober 2013, 09:45:55
Welcher der schönen Koniferen ist das?




Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 08. Oktober 2013, 09:53:19
Wenn die Nadeln gegenständig sind, ists Metasequoia, wenn wechselständig, Taxodium distichum.
Von deinem Bild her würd ich Metasequoia sagen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 08. Oktober 2013, 10:01:51
Das nächstemal mach ich noch ein Foto vom Habitus (hatte nur das Macroobjektiv mit) und eine Nahaufnahme von den Nadeln. Es stehen sehr viele Bäume dort dicht nebeneinander. Wie gross werden die Metasequoias denn real? Ich finde da verschiedene Angaben.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 08. Oktober 2013, 10:25:52
Groß! ;D Da sie ja erst 1945 wiederentdeckt wurden, kann es sein, dass sich die Fachwelt noch nicht so ganz sicher ist, was die Endgröße anbetrifft.
Hier zwei zwar unbelaubte Exemplare am Friedhof des Nachbarortes bei mir, wahrscheinlich in den 60er-Jahren gepflanzt (sie stehen nochmal 3m tiefer hinter der Friedhofsmauer):

(http://up.picr.de/14232959pw.jpg)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 08. Oktober 2013, 18:52:40
Wow, wirklich gross! Ich vermute, das sind um und im Parco delle Camelie in Locarno doch eher Taxodium.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 08. Oktober 2013, 20:38:04
Taxodium wird alt auch sehr groß!
Hier in Düsseldorf im Hofgarten steht ein sehr altes Exemplar, was noch ein gutes Stück größer als diese Metasequoias ist.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Scabiosa am 08. Oktober 2013, 20:50:16
Leider kann man den Baum schlecht fotografieren, wenn man keine entsprechende Ausrüstung dabei hat. Ich habs wegen der beeindruckenden Herbstfärbung trotzdem mal versucht:



Taxodium Herbstfärbung

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 08. Oktober 2013, 22:08:01
Sorry das ich noch einmal eingreife.
Saxegothaea conspicua ist grenzwertig. Haben in der Baumschule selbst in einem ungeheizten Gewächshaus Schaden genommen. Aber nur die Spitzen, die Pflanzen sind nicht abgestorben (15 Litertopf Größe 50-60cm). Auch bei kleinen Pflanzen 15-20 cm groß ist das passiert.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 08. Oktober 2013, 22:08:04
Leider kann man den Baum schlecht fotografieren, wenn man keine entsprechende Ausrüstung dabei hat. Ich habs wegen der beeindruckenden Herbstfärbung trotzdem mal versucht:



Taxodium Herbstfärbung



Schön, besonders die "Sonnendurchglühung" :D
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 08. Oktober 2013, 22:12:42
Ein schöner Baum. Leider ist er nördlich der Alpen nicht ausreichend winterhart. Im Botanischen Garten in Mainz stand ein Exemplar viele Jahre im Freiland, bevor es in einem strengeren Winter erfroren ist.

Leider verträgt diese Konifere das Wasser im Winter überhaupt nicht. Wir kultivieren sie in der Baumschule im Topf. Trockene Überwinterung in unbeheiztem Glasgewächshaus klappt, in den letzten zwei Jahren. Zuviel Wasser und die Pflanzen sind hin. Höchstens einmal giessen zwischen November und Anfang März.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 09. Oktober 2013, 10:00:57
# 158 ist eindeutig Taxodium distichum.

Es gibt eine ganze Reihe Meta-Cultivare, die langsamer und kompakter wachsen und kleiner bleiben.

Vg Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 09. Oktober 2013, 10:14:49
@Cryptomeria:
Woran machst du das fest?
Auf dem Foto sieht es für mich so aus, als ob die Nadeln gegenständig sind, dann müsste es doch Metasequoia sein - oder ist dieses Unterscheidungsmerkmal nicht so 100% sicher?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 09. Oktober 2013, 16:38:58
Nach meinen Beobachtungen ist die Nadellänge bei Tax,dist. gleich lang, wie auf dem Foto. Bei Metasequoia gl. variiert die Nadellänge an einer Fieder sehr stark.In der Mitte ist die Nadel sehr lang und verjüngt sich zur Spitze sehr stark. Dies gilt nicht für alle Cultivare von Metas., aber für die Art. Ihr könnt das gerne einmal nachprüfen.Sonst revidiere ich meine Beobachtung.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 15. November 2013, 10:30:45
Im Parco Botanico ist mir diese Konifere begegnet, die leider kein Schild hat.
Weiss jemand, was das ist?

[td]


[/td]
[td]


[/td][/table]
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 15. November 2013, 10:43:18
Könnte Saxegothaea conspicua sein.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 15. November 2013, 10:50:38
Das würde mich sehr freuen, denn die hatte ich für's Frühjahr ja sowieso ausgeguckt.
Anfangs November ist mir im Parco nur die ausnehmend schöne, zierliche Gestalt aufgefallen. :)

Pseudotaxis Chienii hat gestern im Steilhang ihren Platz gefunden, noch vorm ersten Schnee heute. Ich hoffe, er wird sich am Fusse einer Baummagnolie wohl fühlen (jetzt noch im Halbschatten von wilden Acacia dealbata Schösslingen).
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 15. November 2013, 10:59:17
# 158 ist eindeutig Taxodium distichum.

Das denke ich inzwischen auch. Ich habe noch ein paar Fotos anfangs November gemacht. Schöne Bäume, besonders auch als Gruppe. :)

[td]


[/td]
[td]


[/td]
[td]


[/td][/table]
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. November 2013, 13:38:51
Hallo und Grüße ins Tessin!

Oben dein Foto vom Parco Botanico würde ich als Sequoia sempervirens ansehen. Allerdings bei diesem Stamm zierliche Gestalt?? Da hätte ich doch gerne einmal ein Habitusbild.

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 15. November 2013, 17:20:05
Hallo Wolfgang,

meinst du den Baum von Posting #171, den bristle als mögliche Saxegothaea conspicua benannt hat?

Damals hatte ich leider nur mein Macroobjektiv mit, werde aber das nächstemal das Weitwinkel mitnehmen für ein Habitusbild. Der Baum ist schon recht gross, der Stamm aber nicht sehr dick und durch die kurzen Nadeln an den eher zarten Zweigen wirkte die ganze Gestalt schon zierlich auf mich, Höhe hin oder her. Die Bäume stehen an dieser Stelle sehr eng, aber ich werde mein bestes tun, um ein vernünftiges Bild mitzubringen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. November 2013, 19:20:15
Ja,

wenn der Baum aber schon recht groß war - wie ich das auch vom Stamm her vermutet habe - brauche ich kein Habitusbild mehr. Sequoia sempervirens stimmt.

Viele Grüße

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 15. November 2013, 19:44:55
wenn der Baum aber schon recht groß war - wie ich das auch vom Stamm her vermutet habe - brauche ich kein Habitusbild mehr. Sequoia sempervirens stimmt.

Da hast du völlig recht.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. November 2013, 19:48:07
danke, bristle! :)

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Ute am 17. Dezember 2013, 21:33:56
Taiwania cryptomerioides wurde heut so schön von der Sonne angestrahlt

(http://www.imgbox.de/users/mosen/Hochpass/DSC074682.jpg)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 18. Dezember 2013, 09:54:47
Kannst du ein bisschen mehr über dein Exemplar sagen: Alter, Standort, Größe, Winterschäden?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Dezember 2013, 13:56:26
Bei Ute gibt es keinen Winter. Zumindest hat man bei den Pflanzen, welche dort wachsen, das Gefühl 8)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Neocallitropsis am 18. Dezember 2013, 16:28:37
Themenkreis Seltene Koniferen,
gelegentlich schaue ich mir Foren in Sachen "Grün" an. Sehr interessant sind die Erfahrungen einzelner Diskussionsteilnehmer zum Thema :Seltene Koniferen. Abhängig von geographischen Breiten and anderen örtlichen Bedingungen sind diese Erfahrungen oft auch unterschiedlich.
Ein paar eigene Erfahrungen über einen langen Zeitraum mit seltenen Koniferen möchte ich stichwortartig beitragen.
-) Abies bracteata ist eine selten angepflanzte Art, die nur schwierig zu bekommen ist. Hier im Südwesten wächst ein hervorragender Baum mit ca. 6 m Höhe ohne Schwierigkeiten.
-) Abies squamata mit typischer, dekorativer Rinde wächst hier mit 5 m Höhe in 800 m über NN ebenso unproblematisch wie Pinus coulteri 5 m, Juniperus drupacea 3 m, Abies tazaotana 3 m, Pinus monophylla, Podocarpus lawrencii und Diselma archeri.
-) Amentotaxus argotaenia muss als nicht winterhart bezeichnet werden, selbst wenn sie an geschützten Standorten überlebt z.B. in Holland.
-) Araucaria angustifolia und Araucaria araucana haben im Arboretum Freiburg-Günterstal schon einige Jahre im Halbschatten unter 100 jährigen Douglasien ausgehalten. Dasselbe gilt für Athrotaxis laxifolia, Cunninghamia lanceolata und C. konishii.
-) Seit mindestens 10 Jahren wachsen ungeschützt im Arboretum Lagarostrobos franklinii, Fitzroya cupressoides, Austrocedrus chielensis, Pilgerodendron uviferum, Picea morrisonicola, Pinus montezumae, Podocarpus acutifolius, Torreya californica,
 T. grandis, T. taxifolia, Prumnopitys andina, Saxegothaea conspicua u.a.
-) Calocedrus macrolepis hat minus 12°C kurzzeitig überlebt, ist aber wie Calocedrus formosana wohl nicht winterhart.
-) Cathaya argyrophylla hat im Arboretum mit 2 m Höhe bei minus 15°C mit teilwesen Erfrierungen überdauert. Eine ebenfalls
2 m hohe Pflanze im Glashaus produziert männl. und weibl. Blüten und Zapfen. Fertilität wird geprüft.
-) Taiwania cryptomerioides wächst mit mehreren Exemplaren unter dem Schutz locker stehender, 100 jähriger Douglasien sehr gut und hat bis 8 m Höhe bei einem Alter von 25 Jahren erreicht.
-) Dacrycarpus dacrydioides und Dacrydium cupressinum haben trotz Schutz mit Reisig und unter dem Schirm alter Bäume nur 2 Jahre ausgehalten.
-) Regelmäßig ausgefallen sind Glyptostrobus pensilis, Halocarpus bidwillii, Libocedrus plumosa und L. bidwillii, Taxodium mucronatum und Widdringtonia cedarbergensis.
-) Sehr empfindlich waren nach eigenen Erfahrungen Keteleeria davidiana und K. evelyniana, Abies religiosa und Abies guatemalensis. Totalausfälle.
-) Microstrobos fitzgeraldii ist trotz seiner Herkunft aus dem subtropischen Australien bedingt winterhart. Microstrobos niphophilus aus Tasmanien dürfte deutlich härter sein, da auch Microcachtys tetragona bedingt aushält.
-) Lepidothamnus fonkii habe ich vom chilenischen Naturstandort im südlichen Chile mitgebracht. Dort sind Schnee und Frost ein Regelfall. Eine Vermehrung im Arboretum ist bis jetzt nicht gelungen.
-) Phyllocladus trichomanoides var. alpina ist ebenso langsam wüchsig wie Lepidothamnus laxifolius, die mit 10 cm Gesamthöhe als kleinste Konifere bezeichnet wird. Beide brauchen Schutz und sind pflegeintensiv.
-) Pseudolarix amabilis ist ein sehr dekorativer Baum, der aber wider Erwarten Schwierigkeiten bereitet. Ein leichter und saurer Boden und ein warmer, niederschlagsreicher Standort sind geeignet. Mit eigenen Sämlingen wird ein neuer Versuch unternommen.
-) Picea spinulosa und Tsuga dumosa stammen aus dem Himalaya und werden nur selten angepflanzt, da sie Schutz und Pflege brauchen. Sie stehen geschützt im Arboretum.
-) Drei sehr dekorative Pinus-Arten, die ebenfalls selten angepflanzt werden sind Pinus montezumae, Pinus palustris und Pinus engelmannii mit sehr langen Nadeln (bis 56 cm wurden hier gemessen). Alle mit nur bedingter Winterhärte.
-) Mehrere 2 m hohe Wollemia haben hier regelmäßig männl. und weibl. Blüten, stehen noch im Winter im Glashaus, müssen aber später an einem sehr geschützte Ort ausgepflanzt werden.
-) Erfahrugen mit der seltenen Pseudotaxus chienii sind bisher nicht überzeugend. Minus 15°Grad scheinen eine Grenze zu sein. Hier in St. Ulrich steht eine bisher nicht bekannte Varietät mit zweigeteiltem, weißen Arillus - die 2m hohe, diözische Pflanze hat in diesem Jahr erstmals ca. 1000 Samen ! produziert. Die Fertilität wird geprüft.

Weitere Informationen siehe unter www.hubertus-nimsch.de
Neocallitropsis


Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 18. Dezember 2013, 16:54:00
Das sind ja interessante Erfahrungen. Vielen Dank!

Das Halocarpus bidwillii so empfindlich ist, erstaunt mich etwas. Die Art kommt auf der Südhalbinsel Neuseelands auch oberhalb der Baumgrenze vor, zusammen mit Phyllocladus alpinus.

Schade, dass die Winterhärte von Amentotaxus wohl nicht ausreicht, um sie hier dauerhaft im Freiland zu kultuvieren.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 18. Dezember 2013, 17:33:42
Das sind allerdings höchst interessante Erfahrungen, auch für mich!

Meine Pseudotaxis chienii verbringt ihren ersten Winter draussen, ich bin gespannt. Ich hab sie vorsorglich mit Zweigen einer hier wild wachsenden Eibe geschützt.
Cupressus cashmeriana hab ich ebenfalls gewagt, noch anfangs Dezember auszupflanzen, früher ging's nicht. Ich werde die ca. 2m grosse Pflanze im Auge behalten, schützen kann ich sie bei der Grösse nicht mehr. Sie steht im Halbschatten einer sehr alten Castanea sativa.

Amentotaxis argotaniae werde ich trotzdem versuchen, auszupflanzen, noch überwintere ich sie im GH bei 3-5°C. Danke für den Hinweis ihrer Empfindlichkeit, der ja auch schon von anderer Seite kam.
Da es bisher hier nie unter -13° war, werde ich es wagen, wenn sie noch 1-2 Jahre älter ist.

Dass Saxegothaea conspicua doch so unproblematisch ist, finde ich höchst erfreulich!
Denn höchstwahrscheinlich werde ich im Frühjahr eine bekommen können. :)

Abies squamata würde ich noch so gern hier setzen, bloss wo ist die aufzutreiben?? Cathaya argyrophylla desgleichen.



Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 18. Dezember 2013, 17:37:55
Abies squamata würde ich noch so gern hier setzen, bloss wo ist die aufzutreiben??

Vielleicht selbst anziehen aus Saatgut
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Ute am 18. Dezember 2013, 18:19:43
Kannst du ein bisschen mehr über dein Exemplar sagen: Alter, Standort, Größe, Winterschäden?

bristlecone,...Taiwania hatte hier bei uns noch nie Schäden.Steht fast vollsonnig, zumindest im Winter, normaler Boden bis Lehmboden , normal feucht.Steht seit ca.4 Jahren.
Ein "Habenmuß" wenn man mal davor stand. ;) ;D
Bei einem Freund im Garten mitten in Deutschland.Ein Traum!
(http://www.imgbox.de/users/mosen/Hochpass/DSC051201.jpg)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 18. Dezember 2013, 18:28:54
Danke für die Info.

Ich habe ja eine - im Topf -, aber keinen Platz mehr im Garten, fürchte ich.

Vielleicht Guerilla Foresting, in Waldlage soll es ja im Südwesten auch gehen, wie man gerade lesen konnte. ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 20. Dezember 2013, 09:47:34
Abies squamata würde ich noch so gern hier setzen, bloss wo ist die aufzutreiben??

Vielleicht selbst anziehen aus Saatgut

Im Prinzip ja - aber dann ist das Bäumchen vielleicht 1m gross, wenn ich in die ewigen Jagdgründe eingehe. ::)
Entweder es kommt noch ein etwas grösseres Exemplar auf mich zu oder dann gibt es sie eben nicht - genug Coniferen hab ich eigentlich eh schon.

@ Ute
Hach, die Taiwania ist einfach schön!! Die grosse im Parco Botanico besuch ich ab und zu, um mich dran zu erfreuen. Am schönsten finde ich sie, wenn sie die kleinen frischen Triebspitzen trägt.

Meine eigene ist noch ein Mini, aber immerhin, sie wartet schon im GH auf den Frühling. :D

Bei deinen ganzen Kostbarkeiten hast du keine (vermutlich aus Platzgründen)?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 21. Dezember 2013, 11:39:18
Amentotaxus argotaenia Phyllocladus trichomanoides im GH hat 'Augen' - was zawr sehr dekorativ wirkt, aber vermutlich auf einen Pilz ausgeht??
Spritzen? Und wenn ja womit? Oder sind das harmlose Winterschäden?



Phyllocladus trichomanoides dez13


 
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 21. Dezember 2013, 17:17:54
Hallo Barbara,

auf jeden Fall ist das nicht Amentotaxus sondern Phyllocladus trichomanoides var. alpinus aus Neuseeland.

Zum Pilz kann ich nichts sagen.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 21. Dezember 2013, 18:25:48
Sorry natürlich!! :-[
In meiner Neulings-Coniferen-Unsicherheit schmeiss ich meine neuen Lieblinge noch durcheinander. ::)
Ich hoffe, das gibt sich noch...


Heute bin ich im Kamelienpark in Locarno noch 2 nicht allzu grossen Coniferen begegnet.
Frage: Ist die Erste eine Chamaecyparis und die Zweite eine Crytomeria? Oder liege ich da völlig daneben??

[td]

conifere1 habitus

[/td]
[td]

conifere1 zweige

[/td]
[td]

conifere1 rinde

[/td][/table]

[td]

conifere2 habitus

[/td]
[td]

conifere2 zweige

[/td]
[td]

conifere2 rinde

[/td][/table]
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 21. Dezember 2013, 18:53:18
Ich glaube nicht, dass das erste eine Chameacyparis ist, das sieht irgendwie anders aus, zumindest die nähere Aufnahme der Benadelung.

Aber das 2. sieht nach einer Cryptomeria japonica elegans aus....
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 21. Dezember 2013, 19:07:07
Die erste dürfte eine Zypressenart sein, könnte Cupressus cashmeriana oder C. funebris sein.

Bei der zweiten tippe ich wie gartenplaner auf Cryptomeria japonica 'Elegans'.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 21. Dezember 2013, 19:31:29
Die erste dürfte eine Zypressenart sein, könnte Cupressus cashmeriana oder C. funebris sein.

Bei der zweiten tippe ich wie gartenplaner auf Cryptomeria japonica 'Elegans'.

Cupressus sind feinzweigiger als Chamaecyparis?
Eine C. cashmeriana kann ich mir nicht vorstellen, die kenne ich ja inzwischen. Aber ich werde mal Zweige neben meine legen, wenn ich das nächste mal in Locarno bin. In meiner Wahrnehmung ist die Conifere in Locarno zierlicher, feiner in der Verzweigung.
Die von Cupressus funebris auf den Bildern im Netz kommen dem schon näher. Dann wäre sie allerdings keine kleiner bleibende Conifere, leider.

Na, wenigstens hab ich bei der Cryptomeria nicht daneben gelegen. ;)


Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 21. Dezember 2013, 20:03:53
Die erste dürfte eine Zypressenart sein, könnte Cupressus cashmeriana oder C. funebris sein.

Bei der zweiten tippe ich wie gartenplaner auf Cryptomeria japonica 'Elegans'.

Cupressus sind feinzweigiger als Chamaecyparis?

Ja, schon. Das beste Unterscheidungsmerkmal sind die Zapfen.

"Deine" Zypresse könnte auch C. lusitanica sein. Die stammt nicht aus Portugal, sondern aus Mittelamerika.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 21. Dezember 2013, 20:26:29
Ich schließe mich auch eher bei lusitanica/funebris als bei cashmeriana an. Cashmeriana ähnelt sehr der bekannten nootkatensis. Und diese sieht auch völlig anders aus.

Bei der Cryptomerie würde ich sagen:' Elegans Viridis '. Aber das sind nur Nuancen.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 23. Dezember 2013, 15:28:22
Cryptomeria ist die Sorte 'Elegans Viridis'. Ist jetzt noch grün. Elegans wäre jetzt schon rostbraun.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 23. Dezember 2013, 17:34:46
Cryptomeria ist die Sorte 'Elegans Viridis'. Ist jetzt noch grün. Elegans wäre jetzt schon rostbraun.

Auch südlich der Alpen?

Hängt die Rotfärbung bei 'Elegans' eigentlich eher von der Tageslänge ab oder von der Temperatur?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 23. Dezember 2013, 20:12:01
Gute Frage:
Nach meinen Beobachtungen auf jeden Fall ( auch ) von der Temperatur. Ich bin aber hier auch für Elegans Viridis , weil Elegans selbst bei milden temps im Winter doch etwas einfärbt und nicht so grasgrün bleibt wie Viridis. Wahrscheinlich auch in Locarno. Allerdings sehe ich auch einige gelbe Zweigbereiche und es gibt ja auch die ähnliche Elegans Aurea, die im Schatten auch grasgrün bleibt, in der Sonne aber im Winter ( meist ) gelblich verfärbt.
Ich hatte mir das auch überlegt, nach Abwägen ist für mich das Wahrscheinlichste : Elegans Viridis.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 26. Dezember 2013, 10:52:07
Ich würde der Temperatur den größeren Anteil an der "Färbung" geben.
Dieses Jahr haben viele Gehölze sehr lange noch ihre Blätter behalten, eben weil es warm war. Tageslänge war da schon deutlich reduziert. Was mir aufgefallen ist, dass die Herbstfärbung teilweise nicht so farbenfroh war, wie ich es in Erinnerung hatte. Aber das sind eben nur eigene Beobachtungen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 26. Dezember 2013, 13:52:29
Ich stimme dir zu. Auch der Boden spielt eine Rolle (und auch die Genetik).

Vg Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 28. Dezember 2013, 10:30:41
In Losone, nahe Locarno steht eine alte, sehr grosse Cryptomeria Elegans, die viel Sonne abbekommt. Sie ist intensiv purpurviolett verfärbt.

Wenn ich meine Sasanquablätter und die etlicher Rhodos beobachte, die vollsonnig stehen, so würde ich sagen, Sonne bei Temperaturen um 0° färben im Winter purpurrötlich. Ob wie bei Laubbäumen auch die Feuchtigkeit eine entscheidende Rolle spielt, weiss ich nicht. Vielleicht gibt's da ja auch Studien, hab noch nicht geschaut.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Dezember 2013, 01:15:21
@tarokaja:
Ich weiß nicht, vielleicht hast du es schonmal erwähnt, hatte aber grad keine Lust, nachzusuchen - hast du vor Wollemia nobilis in deinen Koniferen-Hang zu pflanzen?
Könnte bei dir ja schon klappen..
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. Dezember 2013, 11:17:49
Elegans verfärbt immer zuverlässig ( im Gegensatz zu anderen Cryptos), aber - da stimme ich zu - auch intensiver bei Sonneneinstrahlung, tieferen Temperaturen ( und vielleicht wie oben vermutet auch noch bei einigen anderen Faktoren ).

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 29. Dezember 2013, 11:36:26
@ Gartenplaner

 :D

Die Wollemia steht auch schon auf der Liste. ;D
Die CH-Quelle hier in der Nähe ist mir allerdings zu teuer - aber es muss ja auch nicht alles auf einmal sein.

Jetzt werde ich erstmal in Italien schauen...

In der reich bestückten Gärtnerei bei Como haben sie leider keine Wollemia - aber irgendwo treibe ich schon eine auf...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Dezember 2013, 11:52:33
 :D :D
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 04. Januar 2014, 09:40:53
Oben dein Foto vom Parco Botanico würde ich als Sequoia sempervirens ansehen. Allerdings bei diesem Stamm zierliche Gestalt?? Da hätte ich doch gerne einmal ein Habitusbild.

So, um ganz sicher zu gehen, ob das Bäumchen wirklich eine junge Sequoia sempervirens ist oder eine kleiner bleibende Form von ihr, hier Habitusbilder von 2 Seiten und nochmals ein paar Zweige. Sorry wegen des Lichtes. Der Parco Botanico liegt im Januar noch völlig im Bergschatten.
Der Baum dürfte jetzt ca. 3.5m hoch sein, der Stamm etwa 12-15cm im Durchmesser.
Ich empfinde den Habitus auch beim 2. Besuch als zierlich.
Könnte es eine Sequoia sempervirens glauca sein?

[td]


[/td]
[td]


[/td][/table]


sequoia? zweige




seuqoia? spitzen

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 04. Januar 2014, 10:22:01
Noch etwas hat mich im Parco Botanico am 1. Januar begeistert: Die Cashmeriana blüht!
Das sieht sehr schön aus an dem grossen Baum dort.



cashmeriana blüht jan

[/tr]
[tr]


[/tr][/table]
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 04. Januar 2014, 21:11:07
Ich würde die Pflanze als normale Sequoia sempervirens ansehen. Glauca hat blauere Nadeln.( Soweit ich das über den Bildschirm beurteilen kann). Der Wuchs ist tatsächlich sehr licht.Vermutung : der Baum ist sehr in die Höhe geschossen, da er entweder zu viel Konkurrenz im Umfeld hat oder sehr schattig steht. Aber auch ein karger Boden ( oder durch zu viel Wurzelkonkurrenz ) kann natürlich ein so lichtes Wachstum entstehen lassen.
Cashmeriana ist immer eine Wucht, ob mit oder ohne Blüte. Aber vielleicht könnte man Zapfen ernten und aussäen?

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 04. Januar 2014, 21:26:21
Danke Wolfgang.
Gibt es eigentlich Kultivare von Sequoia sempervirens, die kleiner bleiben als die Art und trotzdem einen schönen Wuchs haben? Krüppelige Zwerge mag ich nicht so.

Naja wegen aussähen von der Cashmeriana. Ich brauche nicht noch eine und ich hab gemeint, sie sei nördlich der Alpen nicht winterhart?? Wenn du es versuchen willst, könnte ich bei meinem nächsten Besuch schauen, ob sie noch gefüllte Zapfen hat.
Vermehrt die sich aber nicht leichter über Stecklinge?

LG, Barbara
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 04. Januar 2014, 22:16:42
Hallo Barbara,

mir gefällt 'Adpressa' sehr gut mit dem cremegelben Austrieb, ebenso Cantab ( aufrecht wachsend, Nadeln wie prostrata. schöne Nadelform) und sehr gute Habitusform ist auch Korbel K.T. Endgrößen bei Nadelbäumen natürlich so eine Sache, da sie nicht aufhören zu wachsen. Aber alle 3 langsamer wachsend als die Normalform.Viel schöner als die grünnadligen finde ich auch alle blaunadligen, von denen es einige , sehr ähnliche Sorten gibt. Aber alle wachsen auch recht flott zu ansehnlichen Bäumen ( in passendem Klima). Aber wie gesagt, alles Geschmacksache.
Ich habe bei cashmeriana noch keine Stecklinge versucht und Aussaat würde mich einfach einmal reizen. Die Samen sind ja so klein, wenn du da ein paar Zapfen trocknest, bis die Samen ausfallen,würde ich aussäen. Eilt aber überhaupt nicht und nur, wenn es keine Probleme macht.

Viele Grüße

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Monaco am 12. Januar 2014, 11:54:40
Vielleicht selbst anziehen aus Saatgut

Hast du mit diesem von dir verlinkten Anbieter schon positive Erfahrungen gemacht.
Ich habe bei dem vor Weihnachten etwas bestellt und umgehend per Paypal bezahlt....geliefert wurde aber immer noch nicht ::)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 12. Januar 2014, 11:59:56
Nein, ich habe da noch nicht bestellt. Danke für deinen Hinweis, dann sollte man vielleicht lieber woanders sein Glück versuchen.

Saatgut von Abies squamata gibts oder gabs? auch bei Sheffields und bei Schumann.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Januar 2014, 12:04:38
Bei diesen Preisen muss man es einfach mal probieren. Bei ganz teurem Saatgut ist das natürlich etwas ganz anderes
Von Weihnachten bis jetzt ist auch noch kein sehr langer Zeitraum. Vielleicht mal nachfragen. Sie warten vielleicht auf frisches Saatgut??

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Monaco am 12. Januar 2014, 12:56:05
Nachgefragt habe ich vor einer guten Woche und da hieß es, das Saatgut wäre schon im Versand....angekommen ist aber nichts und da macht man sich dann auch nach erst 3 Wochen so seine Gedanken über den Anbieter ??? also ich zumindest und deshalb wollte ich hier mal gefragt haben.

@bristlecone: Meinst du Sheffield's seeds in New York? Wie läuft das denn bei einer Bestellung aus den USA und was kommt da an Fracht drauf, hast du da Erfahrung mit? Hast du einen Link zu "Schumann"?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 12. Januar 2014, 13:14:45
Ja, Sheffield's in New York.

Ich habe da schon ein paar Mal bestellt, das ist völlig unproblematisch. Was an Versandkosten anfällt, wurde zum Schluss der Bestellung angezeigt, die Höhe hält sich in Grenzen.
Mit dem Zoll hatte ich da noch nie Probleme, die Sendung kam stets binnen weniger Tage an.

Die Saatqualität war meist o.k., manchmal gibts aber überlagertes Saatgut. Eine Portion Acer-pentaphyllum-Samen war knochentrocken und mausetot.

Die andere Adresse muss ich mal raussuchen, ich find sie aktuell nicht. Bitte etwas Geduld, ich muss jetzt weg.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Monaco am 12. Januar 2014, 21:29:12
Die andere Adresse muss ich mal raussuchen, ich find sie aktuell nicht. Bitte etwas Geduld, ich muss jetzt weg.

War auch vom Schreiben des letzten Beitrags bis jetzt gerade eben mit dem Fahrrad draussen unterwegs :-)
Danke für den Tipp und danke für's baldig Raussuchen der anderen Adresse......

Vielleicht lasse ich mir Sheffield's Saatgut auch ans Arnold Arboretum schicken und nehme es dann im Handgepäck über den Umweg den ich über ein paar kanadische Gärten machen werde mit nach Hause, denn da werde ich kommenden Mai/Juni beruflich sein ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 12. Januar 2014, 21:38:21
 :D Wir schicken dir Bestelllisten mit. ;D
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Monaco am 12. Januar 2014, 21:47:57
:D Wir schicken dir Bestelllisten mit. ;D

Handgepäck....Handgepäck wohlgemerkt ;D
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 13. Januar 2014, 19:36:02
Vielleicht lasse ich mir Sheffield's Saatgut auch ans Arnold Arboretum schicken und nehme es dann im Handgepäck über den Umweg den ich über ein paar kanadische Gärten machen werde mit nach Hause, denn da werde ich kommenden Mai/Juni beruflich sein ;)

Einen gewissen Neid kann ich nicht verhehlen... ;)

Hier die besagte Adresse, die Firma heißt Schumacher ::):

Und ist in Sandwich, MA, bei Cape Cod etwas südlich von Boston:

http://www.treeshrubseeds.com/ ;D

Wenn du da vorbeifährst, könntest du auch gleich die schöne große Franklinia in der Nähe von Falmouth anschauen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Monaco am 15. Januar 2014, 10:51:12
Vielleicht selbst anziehen aus Saatgut

Ich habe bei dem vor Weihnachten etwas bestellt und umgehend per Paypal bezahlt....

Gestern kam die Lieferung dann doch :)

Ob ich's bis nach Cape-Cod schaffen werde, weiß ich nicht.
Hast du diese dortige Franklinia schon gesehen? Die stammt vermutlich auch aus diesem Gartenbestand und ist nicht mehr "original", oder?

Ich kann mich jetzt bewusst nur daran erinnern, in Wakehurst Place Franklinia gesehen zu haben.

Vielen Dank auf für den Link zu diesem Schumacher.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 15. Januar 2014, 11:06:59
(Antwort in den Thread zur Franklinia verschoben)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. Januar 2014, 12:11:10
Monaco, vielleicht brauchst du ein wenig mehr Geduld, was ein Botaniker oder Dendrologe haben sollte. Ich habe schon viel länger auf Lieferungen gewartet.

Aber, die Hauptsache alles klappte bisher. Es gibt natürlich auch " schwarze Schafe ". Aber ich habe da bisher nicht all zu viel Schlechtes erlebt. Ich will sagen, es kam meist etwas, wenn auch die Qualität nicht immer die Beste war. Aber diesen Thread hatten wir ja mit Internet-Einkauf.

Viel Erfolg beim Aussäen.

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Monaco am 15. Januar 2014, 15:22:13
vielleicht brauchst du ein wenig mehr Geduld

Geb ich ja gerne zu ;)

Viel Erfolg beim Aussäen.

Bin neugierig, ob's was wird :-\
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 16. Januar 2014, 22:16:16
Hallo zusammen, sehr interessant, dieser Thread!

@ Stephan: Top-Sammlung, einmalig!

@ Ute: die Taiwania ist wirklich traumhaft!

@ tarokaja: der kleine Küstenmammut ist sehr wahrscheinlich cv. 'adpressa', im Schatten + nach dem Frühlingsaustrieb sind die Triebspitzen nicht mehr so charakteristisch cremefarbig wie üblich.
Fast identisches Exemplar im botanischen Garten Mönchengladbach.
Alternativ allenfalls die Züchtung 'Les Barres', ähnlich kompakte Benadelung, aber extrem selten und prinzipiell wüchsiger.

@ Cryptomeria: sorry Wolfgang für die Klugsch... äh, Präzisierung.
Mein neuer Sequoia-Favorit ist 'Filoli'. Von 60cm auf 160cm letztes Jahr, ganz tolle Färbung!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Januar 2014, 16:15:18
Hallo Sequoiafarm,

ich denke wir kennen uns.

Ich hatte geschrieben, dass ich alle blaunadligen viel attraktiver finde als die grünen. Insofern stimme ich dir mit Filoli absolut zu. Aber die anderen blauen stehen Filoli in nichts nach.
Barbara wird im Frühjahr einmal nachschauen, wie der Austrieb bei ihrem sein wird, dann wird man sehen , ob Adpressa oder normal. Die Nadel passt absolut gut zu Adpressa, allerdings ist der Wuchs doch in dieser Weise äußerst selten. Aber mal schauen...
'Les Barres' hatte ich von den Nadeln her auch in Erwägung gezogen, aber war mir zu selten.

Vg Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 17. Januar 2014, 17:22:39
Danke ihr beiden für eure weitersinnierenden Gedanken.
'Filioli' würde mir sehr gefallen, nur wird der auch 12x6-9m und das sprengt einfach meinen unten nur 12-14m breiten Hang! Vermutlich würde es zwar eine Weile dauern bis der Baum so gross wäre (wie gross wäre er in 20j. etwa?), aber es wiederstrebt mir, einen Baum zu pflanzen, den man später ganz sicher wird fällen müssen, gerade dann, wenn er immer schöner wird.
Ich habe ja schon so ein paar Jungbäume am Hang oder noch im Topf stehen, die solche Ausmasse erreichen werden (Pseudolarix amabilis, Cupressus cashmeriana, Abies pinsapo Glauca, Taiwania flousiana, Torrya grandis, Taxodium...Nutans). Und Saxegothaea conspicua und Wollemia sollen auch noch folgen (ev. Abies squamata, mit der ich auch kaum weiss wohin)! Dann meine frisch gepflanzten Baummagnolien, die grossteils 7-8m hoch werden, M. rostrata und M. ashei noch grösser... plus einige Laubbäume...
Es gibt einfach viel zu viele schöne Gehölze, insbesondere Koniferen! ::)

'Adpressa' hatte ich googlet, irgendwie steh ich aber nicht so auf den Habitus. Ich hab's gern, wenn das Ganze noch nach Baum aussieht. Blaunadlige find ich immer toll.

@ Wolfgang
Selten ist im Parco Botanico Gambarogno allerdings kein Gegenargument, bei den vielen Raritäten dort. ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 18. Januar 2014, 00:12:39
Hallo Wolfgang,

klar kennen wir uns :)
Hab mich (und unser Projekt) auch brav im Gartenmenschen-Thread vorgestellt. Die Sequoia-Zuchtformen haben uns ja ausreichend beschäftigt. Übrigens haben wir auf der Farm viel Cryptomeria-Naturverjüngung, darunter Mutationen, die 'elegans viridis' entsprechen, also ohne entsprechende Mutterpflanzen...

Hallo tarokaja (Barbara?),
wenn es also Sequoia sempervirens sein soll, bleibt für dich eigentlich nur 'cantab'.
Breite, kurze Nadeln, sehr eigenständig. Wächst eher defensiv, das größte mir bekannte Exemplar maß 12m und soll laut BoGa Bonn ca. 40 Jahre alt gewesen sein. Leider musste der Baum wg. Gebäude-Erweiterung gefällt werden. Das schöne an der Sorte: die Pflanze ist so selten, dass sie kaum jemand (er-)kennt. ;).

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 18. Januar 2014, 08:56:25
...wenn es also Sequoia sempervirens sein soll...

Hallo Micha
Das ist das Stichwort! Inzwischen bin ich nämlich am überlegen, ob ich nicht die schönen Exemplare hier im Parco Botanico, auf der Isola di Brissago und im nahen Parco der Villa Taranto geniessen soll. Es muss ja nicht alles bei mir im Garten stehen, was ich schön finde und dort haben solch prachtvolle und würdige Bäume wirklich Platz.

...bleibt für dich eigentlich nur 'cantab'.
Das schöne an der Sorte: die Pflanze ist so selten, dass sie kaum jemand (er-)kennt. ;).

 :) ;)
Danke auf jeden Fall für den Tipp.
Tolles Projekt und viiiel zu tun! Hab schon vermutet, dass du dort involviert bist.

LG, Barbara
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Kenobi † am 18. Januar 2014, 09:33:39
Hallo Micha,

sehr interessantes und tolles Projekt! Hab mich schon auf euren Seiten eingelesen.

Wollt mal fragen, welche Sorten von Metasequoia ihr in der Anlage habt, das ist einer meiner Lieblingsbäume. Bei mir im Garten stehen zur Zeit 'Moerheim', 'Blue-isch' und 'Golden Guusje'. Vielleicht hast du noch einen Tipp für eine schöne Sorte? ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Januar 2014, 11:12:11
Hallo Micha,
war vorletztes Jahr zum Tag der offenen Gartenpforte bei dir/euch auf der "Farm" :D
Hat mir Mut gemacht - vor allem was Pflanzabstände angeht ;D - für mein eigenes kleines Experiment in meinem Garten, wo ich versucht hab, Steinkohlebildner-Koniferen und "lebende Fossilien" zusammenzutragen, die in Mitteleuropa winterhart sind.
Hab auch mit Freude vor kurzem gelesen, dass ihr jetzt von April bis Oktober sonn- und feiertags von 10-17 Uhr geöffnet hab und nicht mehr nur zu den Gartenpforte-Tagen! :D
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Ute am 18. Januar 2014, 19:16:19
sequoiafarm, freut mich! ;)

Hatte ich die schon mal gezeigt?
Sequoia sempervirens glauca

(http://www.imgbox.de/users/mosen/Januar2014/053_3.jpg)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 18. Januar 2014, 19:53:55
Hallo Micha,

na jetzt ist alles klar. Habe ja alles bis letztes Jahr mitbekommen. Hatte nur 2013 durch einen ganzjährigen Scheunenumbau überhaupt keine Zeit euer Projekt mit zu verfolgen. Ich hatte noch mitbekommen, dass einer vom Verein dort eingezogen ist, aber dass du das bist. Ich bin ja selbst aus Hessen nach Nähe Flensburg gezogen und leider zu weit weg von der Sequoiafarm, sonst hätte ich mich schon mal blicken lassen.Aber die Leidenschaft zu Sequoia,Meta,Crypto & Co verbindet uns.

@ Ute: Glauca ist ähnlich blau wie Filoli oder Henderson Blue ( und noch einige ). alles tolle Cultivare im entsprechenden wintermilden Klima.

@ Barbara: Pflanz eine Filoli, wenn sie dir gefällt und du wirst dich viele Jahre erfreuen. Da wir nicht wissen, was uns morgen oder nächste Woche erwartet, mach dir keine Gedanken, was in 20 Jahren sein wird. So meine Philosophie.
Manche Pflanzen sitzen bei mir und ich dachte, ist zu eng und dann hast du plötzlich Ausfälle durch Wühlmäuse,Schnecken,Rehböcke + Ricken,Sturm,Trockenheit usw.
Christian hat bei mir( natürlich völlig unvorhergesehen) einiges geworfen. Also zu viele Gedanken, was in 20 Jahren sein wird, mache ich mir nicht mehr.

@kenobi : der schönste gelbe ist 'Goldrush'. Interessieren dich auch kleiner bleibende Sorten?

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Kenobi † am 19. Januar 2014, 09:58:02
Hallo Wolfgang,

kleiner bleibende Sorten interessieren mich, wenn sie trotzdem baumförmig wachsen. Sorten wie 'Matthaei' sind zwar schön, aber dafür hab ich keine Verwendung.
'Golden Guusje' soll sonnenverträglicher sein als 'Goldrush', deshalb hab ich mir damals diese Sorte geholt. Vielleicht war es aber auch nur eine "verkaufsfördernde" Maßnahme.
Dass 'Moerheim' nicht bekannter ist, wundert mich sehr. Sie hat ein bronzegrünes Laub mit einer silbernen Zeichnung auf der Mittelrippe. Sehr attraktiv.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. Januar 2014, 10:27:17
Hallo kenobi,

ein absolutes Muss oder sagen wir sehr attraktiv ( die Geschmäcker sind ja verschieden ) ist 'Miss Grace' und 'Schirrmanns Nordlicht'. Alle anderen mehr oder weniger spannend für einen Sammler. Etwas skuril ist noch' Little Creamy'.
Wo hast du Moerheim her?

@ Barbara: Lass dich im Internet nicht von Fotos von Adpressa irritieren. Adpressa wächst auch sehr schön als kleiner konischer Baum. Das ist keine Zwergform wie z.B.' Kelly's prostrate', sondern bildet Spitzentriebe und wenn man diese wachsen lässt, gibt es einen sehr schönen kleinen Mammut. Lässt sich auch sehr gut schneiden, habe ich in NL schon als sehr schöne Hecke gesehen und im Frühjahr mit dem cremegelben Austrieb traumhaft.

Viele Grüße

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 19. Januar 2014, 17:45:08
Vor längerer Zeit hatte ich im Reisebericht über Kalifornien mal diese "Sorte" gezeigt, die wohl nirgends in Kultur sein dürfte:

Ein weißer Redwood!

(https://lh3.googleusercontent.com/-eBecad3hyH4/TsPkoIU3NCI/AAAAAAAAAq4/UVTqktTGr2c/s144/_DSC0269.jpg)

Gehölze mit weiß panaschierten Blättern gibt es ja bei vielen Arten von Laub- und Nadelgehölzen, aber dies hier ist tatsächlich ein rein weißer Albino.

Der gesamte Baum hat ausschließlich weiße Nadel, die vollkommen frei von Chlorophyll sind!

Somit kann der Baum natürlich auch keine Photosynthese betreiben. Eigentlich müsste ein Keimling mit solch einem Defekt sofort nach der Keimung absterben, wenn seine Reserven aufgebraucht sind.

Bei den Küstenmammutbäumen können die einzelnen Individuen jedoch über ihr Wurzelsystem in direktem Kontakt miteinander stehen. Dieser komplett weiße Mammutbaum zapft über seine Wurzeln den Nachbarbaum an und erhält von diesem alles, was er zum Leben braucht.

Diese Albinos kommen nur im natürlichen Verbreitungsgebiet des Küstenmammutbaums vor. Man kennt insgesamt nur 25 solcher Exemplare. Die meisten Standorte werden nicht bekannt gemacht, um diese Seltenheiten zu schützen. Dieses eine Exemplar, dass ihr hier seht, steht nicht weit von der "Avenue of the Giants" entfernt und ist deshalb bekannt und zugänglich.

Übrigens können diese Albinos erstaunliche Höhen von bis zu 20 m erreichen!

Der hier ist nicht ganz so groß, aber etwa 10 m hat er auch aufzuweisen!

(https://lh6.googleusercontent.com/-Q7kYooAK4K8/TsQezmy7LzI/AAAAAAAAArY/KMBLSOskZ7Y/s144/_DSC0272.jpg)

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 19. Januar 2014, 18:45:22
Eine interessante und verrückte Kuriosität, diese Albino Sequoias! Da versorgen die umstehenden Bäume also den Albino mit. Wenn man so einen heranziehen wollte, müsste man ihn also grad in einer Gruppe ziehen... naja, wird sicher schon versucht worden sein.

@ Wolfgang
Du möchtest mir also gern eine Sequoia nahebringen... ist ja wirklich lieb von dir! ;D
Beim googlen von Adpressa bin ich tatsächlich auf sehr widersprüchliche Bilder gestossen und die 'Flundern' schrecken mich ab. Adpressa ist aber grünnadlig, nicht blau, richtig?
Auf diesem Bild finde ich sie bildhübsch!

Adpressa

In Italien könnte ich 'Adpressa' und 'Glauca' bekommen, 'Filioli' nicht (weiss nicht, wo man die her bekäme).
Ich mache mir wegen 'was ist in 20 Jahren' nicht meinetwegen Gedanken sondern dem, was ich meinen Kindern hinterlasse - und Bäume pflanze ich doch immer eher für die nächste Generation, besonders in meinem nicht mehr zarten Alter.
Der 2. Grund sind Nachbarschaftsgrenzen.
Hier werde ich auch nicht unbedingt so viele Ausfälle haben, wie es im Norden geben kann (am Steilhang gibt's keine Wühlmäuse, Stürme existieren auch nicht, auch kein starker Frost und Trockenheit nur für sehr kurze Zeit...
Ausserdem hab ich ja nun schon ein paar Bäume, die im Alter hier eh jeden Rahmen sprengen würden! ;) ::)

LG, Barbara


Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. Januar 2014, 19:08:00
@ Jens:die Albinos können ohne Mutterpflanze nicht überleben. Insofern keine isolierte Vermehrung möglich. Ähnlich mit gelben Sequoiadendron Hexenbesen.

@ Barbara: Adpressa ist grünnadlig, richtig.
Glauca kannst du gut als Ersatz von Filoli nehmen. Auch Henderson Blue, den du aus Deutschland bekommst ( dann über pm ).
Nein, ich möchte dich nicht zu Sequoia überreden, weil ich es nicht kann. Ich pflanze auch für die nächste Generation, weil ich in ähnlich zarten Alter wie du bin und wir hinterlassen alle unseren Kindern irgendetwas was belasten kann. Aber dann müssen sie verkaufen. Wir machen das für uns und genießen die Tage, alles andere kommt nach uns.
Klar mit den Nachbarschaftgrenzen: Da muss man etwas aufpassen, wenn man schwierigere Nachbarn hat.
Ansonsten habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass man sich mit einigen Pflanzen total verschätzt und das gibt neuen Spielraum.Was ich meine kann ich an Pseudolarix verdeutlichen. In manchen Böden wächst sie 2/3 cm im Jahr,d.h. so gut wie überhaupt nicht. An anderen Stellen legt sie ordentlich zu. das sieht man oft erst nach Jahren und so ergibt sich doch ständig eine neue Gestaltung während der Jahre.
Mach langsam und vielleicht ergibt sich hie und da doch noch ein Plätzchen.

VG Wolfgang


Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Januar 2014, 22:58:24
Hallo Koniferenfans,
schönes Feedback!

Wenn Zeit ist, mache ich einen Thread auf und stelle mal die Highlights zusammen. Komplette Bestands-Erfassung/Ausdünnung ist noch nicht abgeschlossen, vieles ist überaltert bzw. beschattet wichtigeres. In den nächsten Jahren werden wir viel klimatisch grenzwertiges versuchen, nicht nur aus der Gruppe der "Ex-Taxodiaceae". Wer grad mal eine Fitzroya übrig hat... ;) 8)

@Barbara: das reizvolle bei Sequoia ist gerade die Gruppenpflanzung, Schicke, große Solitäre sind (zumindest in Deutschland) selten, in Südeuropa oft Trockenstress, überlebt aber, wo Sequoiadendron wg. Wassermangel eingeht. Im Gegensatz zu Meta/Giga wirklich sehr pilzresistent. In England gibt es über 20m hohe Adpressas mit ordentlichem Erscheinungsbild, die sind dann auch um die 100 Jahre alt.

@Kenobi: die Bedingungen auf der Sequoiafarm sind leider nicht optimal für die Metas. Nelis Kools 'Golden Guusje' haben wir auch, sonst keine Sorten. Noch im Kübel, Idealstandort wird sich erst im Laufe des Jahres durch Bestandslichtung ergeben.

"Sortenpapst" Nelis wohnt nur 50 km weg und macht auch mit. Hat uns 5 Sequoiadendron-Zwerge gespendet (‘Exceptionally Blue', 'Pygmaeum', 'Blauer Eichzwerg', 'Philip Curtis', 'Beautiful Jop'). Alles im Mai gepflanzt und schwachwüchsig. Riesenbäume sind schon genug da. Dazu natürlich 'Pendulum', 'Glaucum' und Hazel Smith/Powdered Blue'.

Sequoia sempervirens 'Cantab', 'Adpressa', 'Korbel KT', 'Winter Blue' und 'Filoli'. Alle noch jung. Wenn noch Platz ist, kommt vielleicht noch 'Simpson's Silver' und 'Les Barres'. Das wären dann die in meinen Augen charakteristischen Kultivare.

Ein Highlight ist der alte S. g. ‘Compactum' mit 15 Metern Höhe, um nur bei den Mammuts zu bleiben.

Wenn Bilder erwünscht, kann ich sie gerne hier einstellen.

@Ute: bei den ca. 10 bläulichen Sorten müssen sich selbst die Züchter Schildchen an die Jungpflanzen machen, um sie auseinanderzuhalten. Einfach 'glauca' ist doch mal sympathisch. Vitales Pflänzchen, scheint sich wohl zu fühlen!

@Gartenplaner: durch die Suchfunktion hatte ich Deine Bilder vorher schon gefunden. Die Engpflanzung wird bei Sequoiadendron und Metasequoia mit der Zeit etwas problematisch. Die Versuche waren ursprünglich auf 40 Jahre angelegt, jetzt sinds schon 60. Sequoia macht das nix. Soll und darf wild und chaotisch. 8x spontane Verjüngung, der größte Sämling hat fast 3m und wurde Anfang 2013 aus fast gleich hohen Brombeerranken herausoperiert.

@bristlecone/Barbara: pfropfen/veredeln der Albinos wäre vielleicht nicht völlig unmöglich, die meisten dieser Stockausschläge dürften aber sehr kurzlebig sein. Die Genetik der Art (6facher Chromosomensatz als einzige Konifere etc.) gibt immer noch Rätsel auf. Welcher Nadelbaum kann sowas?
http://www.redwoodworld.co.uk/picturepages/leighton.htm

@Wolfgang: 3 Verluste durch Christian (große Birke auf Zaun gestürzt, 1x schwache Metasequoia und die größte Tsuga canadensis). Hätte schlimmer kommen können. Sequoia sempervirens tanzt wie wild bei starken Böen, aber keine Kronenbrüche. Falls Du außerhalb der Öffnungszeiten mal irgendwann kommen möchtest, ruf an. Würde mich sehr freuen und nehme mir gerne Zeit.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Januar 2014, 23:07:23
Hallo,
naja, eine Metasequoia ist dieses Jahr schon eingegangen, ausgerechnet die größte mit fast 2m :P
Die viel kleineren Jungpflanzen, so um die 80-100cm, die ich zusammen mit der 2012 gepflanzt hatte, hatten 2013 teilweise fast schon die Größe erreicht :o

Versteh ich dich richtig, dass Metasequoia pilzanfällig sein kann?

Aber was das zu dicht angeht - in 60 Jahren bin ich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr da ;D
Und bis dahin macht mir eure Sequoiadendron-Gruppe hinterm Haus Mut ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Januar 2014, 23:18:02
Zitat
Versteh ich dich richtig, dass Metasequoia pilzanfällig sein kann?

Ja, leider. Hallimasch, Wurzelschwamm. Natürlich begünstigt durch Engstand/Verschattung/Schwächung. Auf größeren Lichtungen oder an der Straße droht weniger Gefahr...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 20. Januar 2014, 09:00:41
@bristlecone/Barbara: pfropfen/veredeln der Albinos wäre vielleicht nicht völlig unmöglich, die meisten dieser Stockausschläge dürften aber sehr kurzlebig sein. Die Genetik der Art (6facher Chromosomensatz als einzige Konifere etc.) gibt immer noch Rätsel auf. Welcher Nadelbaum kann sowas?
http://www.redwoodworld.co.uk/picturepages/leighton.htm

Beeindruckend. So etwas in Ähnliches können, man glaubt es kaum: Chlienische Araukarien! Hab es selbst mal im Huerquehue-Nationalpark gesehen, wo eine umgestürzte Araukarie sich an der Spitze wieder aufgerichtet hatte und die Seitenäste den Stamm runter das ebenfalls getan hatten. Allerdings waren das wohl keine schlafenden Augen, wie bei dieser Sequoia, sondern noch grüne Äste. Trotzdem fand ich das erstaunlich.

Ob Eiben so etwas auch hinkriegen?



@bristlecone/Barbara: pfropfen/veredeln der Albinos wäre vielleicht nicht völlig unmöglich, die meisten dieser Stockausschläge dürften aber sehr kurzlebig sein.

Was meinst du mit Stockausschlag? Der Weiße Redwood ist ja kein Stockausschlag, sondern eine eigene Pflanze, hervorgegangen aus einem Samen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 20. Januar 2014, 09:39:04
Bei Eiben könnte ich es mir gut vorstellen.
Überrascht war ich, als ich das mal als Foto von einer Fichte sah, ich glaub als Illustration dieser speziellen Form für die Bonsaigestaltung :o
Find leider kaum Fotos..
Fichte als Harfe
Aber anscheinend ist so eine "Harfenform" bei einigen einheimischen Koniferen möglich - und noch ganz andere Formen :o :o
Baumformen an der oberen Waldgrenze
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 20. Januar 2014, 10:28:19
@bristlecone/Barbara: pfropfen/veredeln der Albinos wäre vielleicht nicht völlig unmöglich, die meisten dieser Stockausschläge dürften aber sehr kurzlebig sein.

Was meinst du mit Stockausschlag? Der Weiße Redwood ist ja kein Stockausschlag, sondern eine eigene Pflanze, hervorgegangen aus einem Samen.

Das hat mich auch irritiert. Eigentlich müsste ein Veredeln auf einen Sequoiasämling gehen, denn da gäbe es ja keine Probleme wegen eines unterschiedlichen Chromosomensatzes.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Zwiebeltom am 20. Januar 2014, 10:41:42
Ob Eiben so etwas auch hinkriegen?


Zu Eiben habe ich das und das gefunden - beeindruckende Exemplare! :o
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 20. Januar 2014, 10:54:48
Allerdings beeindruckend, v.a. der 2. mächtige Baumgreis!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Januar 2014, 16:24:34
Hallo Bristlecone,
OK, da das Thema "seltene Koniferen" heißt, droht ja nicht unbedingt Off-Topic-Gefahr.

Zitat
Was meinst du mit Stockausschlag? Der Weiße Redwood ist ja kein Stockausschlag, sondern eine eigene Pflanze, hervorgegangen aus einem Samen.

Dieses (meiner Meinung nach) Gerücht ist tatsächlich mal bei Wikipedia & co. gelandet. Weiße Sämlinge überleben nur Stunden bis max. 3 Tage. Hier aber der flächenmäßig größte Albino:

http://blog.savetheredwoods.org/a-perspective-on-albino-redwoods/

Für mich unvorstellbar, dass das ein Sämling sein soll (oder hundert?). Fast alle Albinos sind mehrstämmig/buschförmig wie üblich bei Wurzelbrut.

Die weißen Triebe können auch weiter oben am Stamm auftreten (Folgerung: mit Sicherheit auch als Stockausschlag – deswegen muss die Behauptung, Albinos sind grundsätzlich Sämlinge, falsch sein).

http://www.flickr.com/photos/pixieclipx/250980912/

In Kalifornien haben sich viele den Redwoods verschrieben, Mario Vaden halte ich für glaubhaft. Kurz und knackig alles zum Thema:

http://www.mdvaden.com/redwood_albino.shtml

Tolle Extremwuchs-Beispiele (Eiben, Harfenfichte), danke!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 20. Januar 2014, 16:38:52
Vielen Dank für die Links.

Ob es mehrere Gründe für das Auftreten dieser Albinos gibt: als Sprossmutationen an ansonsten grünen Bäumen, als Triebe an Burls und vielleicht auch als Sämling? Jedenfalls zeigt dieser eine Versuch aus einem der Links, dass albonotische Sämlinge auftreten. Klar überleben die ohne "Hilfe" nicht.

Die weißen Triebe können auch weiter oben am Stamm auftreten (Folgerung: mit Sicherheit auch als Stockausschlag – deswegen muss die Behauptung, Albinos sind grundsätzlich Sämlinge, falsch sein).

Ja. Aber gilt deshalb umgekehrt: "Es gibt keine Albinos aus Sämlingen"?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 20. Januar 2014, 16:48:33
Es gibt ja weiß- oder gelbpanaschierte Sämlinge( zumindest bei Sequoiadendron ), aber eben nur mit geringerem Weiß/Gelbanteil als Grünanteil. Es muss doch immer so viel Grünanteil dabei sein, damit die Pflanze mit ihrem Chlorophyll überlebensfähig ist. Bei den Ghost-Albinos oder rein weiße scheint das nicht der Fall. Rein gelbe Coniferen gibt es ja zuhauf. Wahrscheinlich haben die noch genug Chlorophyll. Aber das weiß ich auch nicht, sondern vermute nur???

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Kenobi † am 20. Januar 2014, 17:26:51
@Kenobi: die Bedingungen auf der Sequoiafarm sind leider nicht optimal für die Metas.

Das heißt, die Metasequoias bei dir stehen zu eng und du hast nicht so viele Freiflächen auf der Farm? Dass die Bäume pilzanfällig sind, ist mir neu, danke für die Info. Auch die Seite von Mario Vaden über die Albinos ist sehr interessant.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Januar 2014, 17:34:41
Zitat
Ja. Aber gilt deshalb umgekehrt: "Es gibt keine Albinos aus Sämlingen"?

Für mich unwahrscheinlich wegen der extrem geringen Überlebenschance. Natürlich nicht komplett auszuschließen. In der Praxis schwer nachzuweisen.

Mich würde interessieren, ob die Parkranger die Sämlings-Theorie verbreiten...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Januar 2014, 17:44:36
Zitat
Das heißt, die Metasequoias bei dir stehen zu eng und du hast nicht so viele Freiflächen auf der Farm? Dass die Bäume pilzanfällig sind, ist mir neu, danke für die Info. Auch die Seite von Mario Vaden über die Albinos ist sehr interessant.

Ja, Reihenpflanzung mit ca. 2m Abstand. Wurzeln können sich also zumindest in 2 Richtungen ausbreiten. Ich würde die Metas nicht als besonders pilzanfällig bezeichnen, aber die Forstwirtschaft sucht nach wie vor den Wunderbaum, und diese Art ist es also auch nicht. Vorhandene oder entstehende Freiflächen sollen mit weniger wüchsigen Arten besetzt werden. Da nehmen wir uns ein paar Jahre Zeit.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Staudo am 20. Januar 2014, 17:44:46
Albinos tauchen auch bei anderen Pflanzenarten hin und wieder auf. Allerdings verhungern die in kurzer Zeit. Auch ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Sämling so lange lebt, bis er eine Nachbarpflanze angezapft hat.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Staudo am 20. Januar 2014, 17:46:20
Ich würde die Metas nicht als besonders pilzanfällig bezeichnen, aber die Forstwirtschaft sucht nach wie vor den Wunderbaum, und diese Art ist es also auch nicht.

Das Holz eines hier gefällten Baumes hatte die Festigkeit und Dichte von Pappelholz.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2014, 17:50:59
Ich hab ne Meta-Scheibe als Hackstock.
Leicht und Jahresringe mit 2cm.
Kein Holz für die Freilandverwendung.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Januar 2014, 17:55:49
wollte noch ein Luftbild der Reihe anhängen.
Vielleicht klappts diesmal.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Kenobi † am 20. Januar 2014, 17:56:05
Ich weiß, du hattest es eigentlich schon beantwortet, aber ich musste einfach noch mal nachfragen, da ich Metas als typische Waldpflanzen angesehen habe. Sie sollen ja in einem versteckten Tal in China entdeckt worden sein. Da hat sich bei mir das Bild eines dicht bewachsenen, schwer zugänglichen Tales eingeprägt. Und als Gartenplaner noch meinte, ihm sei ein 2m-Baum eingegangen, ist mir sprichwörtlich die Kinnlade runtergegangen (aus Sorge um meine kostbaren Bäumchen :) ).

Man liest ja immer wieder, dass Metas unendlich lange brauchen, bis sie Samen ansetzen. In diesem Zusammenhang wird immer wieder gesagt, die Bäume auf der Mainau seien die ältesten Exemplare in D und diese hätten noch nie gefruchtet. Was weißt du (oder auch die anderen hier) darüber?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Januar 2014, 18:12:11
Die Waldbestände in China liegen in größeren Höhen, bis 1300m. Möglicherweise da weniger Schadpilze.

Die "älteren" Bäume hier produzieren längst keimfähige Samen. Problem z. B. auf der Mainau: alles Klone eines einzigen Mutterbaums (der steht auch noch dort). Das Saatgut hat dann natürlich keinen besonderen Wert. Generell das Problem der Metasequoia hier, eingeschränkter Genpool. Muss dringend frischer Wind rein...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Kenobi † am 20. Januar 2014, 18:13:52
Ein weiterer Mythos entzaubert. Danke.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Staudo am 20. Januar 2014, 18:17:21
Sind die Metasequoias denn alles Stecklinge? Ich hatte vermutet, dass mittlerweile auch anderes Pflanzenmaterial importiert wurde.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Januar 2014, 18:30:27
Zitat
Sind die Metasequoias denn alles Stecklinge?

Ursprünglich nicht, aber es gab zu wenig beerntete Mutterpflanzen. Mit Sämlingen eingeführter Pflanzen (meist durch Stecklingsvermehrung) lässt sich nicht viel gewinnen.

Die Entdeckung 1941 war ja eine Riesen-Sensation, später wurden weitere große Solitäre (300-400 Jahre) und eben die Restpopulationen entdeckt. Man wusste nicht viel über die Bäume und hats einfach im Bestand mal ausprobiert. Leider hatten die Forstleute dann den halben Wald voll spannrückiger Exemplare, die nicht verwertbar sind (falsche Pflanzen geklont). Im Park kann das natürlich wunderbar abenteuerlich aussehen, z. B. die wilden "Ur-Exemplare" im Arnold-Arboretum.

Stimmt, es wird schon mal neues Saatgut eingeführt, man muss abwarten. Zur Wertholzernte aber eh nicht nutzbar, für Arboreten schon eher.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 20. Januar 2014, 19:20:27
...
Und als Gartenplaner noch meinte, ihm sei ein 2m-Baum eingegangen, ist mir sprichwörtlich die Kinnlade runtergegangen (aus Sorge um meine kostbaren Bäumchen :) ).
...

Ich hatte 4 gepflanzt, 3 Sämlinge(Stecklinge?) aus unterschiedlichsten Quellen (Gartencenter Holland, ebay) und das große Bäumchen von ner deutschen Baumschule.
Der Standort ist auf schwerem Lehm, sonnig bis auf die Nordseite, die Wiese hab ich etwas mit Bändchengewebe und Rindenmulch zurückgedrängt.
Die Kleinen sind gewachsen wie der Teufel, trotz Standort in der Wiese, die bis August höher als die kleineren Exemplare war.
Der Große sah im Pflanzjahr gesund aus, wuchs aber nicht, letztes Jahr trieb er auch gesund aus, aber im Juni oder so, nach einer 2-wöchigen Abwesenheit vom Garten war er komplett dürr und trocken - nach dem verregneten Mai.
Er trieb an 2 Knospen nochmal im September ganz unten, aber ich denke, das wars :P
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 20. Januar 2014, 19:45:47
Hier bei mir im Norden stehen viele in den Gärten, etwas windzerzaust, aber alle ohne Probleme. Häufig Lehmuntergrund, also gute Feuchtigkeit das ganze Jahr.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 20. Januar 2014, 19:54:11
Lehm und feuchter Standort werden ja auch immer wieder als guter Standort angegeben.

Ich glaube auch eher, dass ich das Problem gleich mit eingekauft hab :-\
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Januar 2014, 21:51:38
Hallo, zur Abwechslung mal was mammutfreies aus unserem Park:
Pinus ayacahuite, um 1960 gepflanzt, Umfang 178 cm, Höhe 20,5m.
Champion Tree (D) :)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 21. Januar 2014, 13:23:07
Ich find's immer wieder erstaunlich, dass eine so weit südlich beheimatete Baumart hierzulande so winterhart ist.

Eben kam eine kleine Lieferung von Esveld, u.a. war ein Podocarpus salignus dabei. Tarokaja, wär das nicht etwas für dich? In deiner Gegend dürfte die Winterhärte gegeben sein.

Und eine Thuja koraiensis. Wirklich schade, dass diese Thujaart mit den auffallend weißen Blattunterseiten und der im Alter roten Rinde so selten ist.

Die Blätter erinnern ein wenig an die von Thujopsis dolabrata, sind aber viel feiner.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 21. Januar 2014, 16:52:37
Podocarpus salignus wäre sicher auch etwas für meinen Hang mit den schönen langen Nadeln. Bisher hab ich Podocarpus cunninghammia auf meiner Wunschliste und am liebsten eigentlich auch P. macrophyllus, aber der wird wohl selbst hier nicht winterhart genug sein mit bis -10°C (oder höchstens später, falls es mir gelingt ein günstiges Microklima zu schaffen).

Diese Seite finde ich für die verschiedenen Podocarpus ganz spannend.
Podocarps

P. lawrenci und P. alpinus sind Synonyme, ist das richtig?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 21. Januar 2014, 16:58:02
Ja, laut "Encyclopedia of Conifers" sind das Synonyme.

Einer der bei dir sicher winterharten und schönsten ist Podocarpus macrophyllus.

Für P. macropoduscarpus gibt die "Encyclopedia" WHZ 10 an. Das muss nicht unbedingt stimmen, ist aber ein deutliches Warnsignal. Ich fürchte, das wird selbst bei dir nichts.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 21. Januar 2014, 17:07:31
Bisher hab ich Podocarpus cunninghammia auf meiner Wunschliste und am liebsten eigentlich auch P. macrocarpusphyllus , aber der wird wohl selbst hier nicht winterhart genug sein mit bis -10°C (oder höchstens später, falls es mir gelingt ein günstiges Microklima zu schaffen).

Hattest du das überlesen? ???
Du meinst also, dass der doch bei mir winterhart sein könnte? Der hat mir bei meiner Recherche nämlich am besten gefallen und ich könnte wohl auch einen in Italien auftreiben. Nur -10° wären knapp.

Sorry, hatte ich falsch im Kopf - ich meinte natürlich P. macrophyllus, nicht macrocarpus!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 21. Januar 2014, 17:13:12
Jetzt bin ich gerad etwas durcheinander:

Ich hatte P. macropodus geschrieben, hatte aber P. macrocarpus gemeint, den du erwähnt hattest.
Das ist eine tropische Podocarpusart, und WHZ 10 hieße ja, dass die höchstens mal einen leichten Nachtfrost überstehen würde.

Oder meintest du nicht P. macrocarpus, sondern P. macrophyllus?

Der ist sicher bei dir hart, eine Pflanze hier im Garten hat sogar den vorletzten Winter ohne Schaden überstanden.

Hat sich überschnitten!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 21. Januar 2014, 17:17:56
 ;D

Da bin ich aber froh, dass nicht nur ich manchmal verwirrbar bin!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 21. Januar 2014, 17:19:46
Ab und an werden hier in Gärtnereien auch mal P. latifolius und P. nagi angeboten, als kleine Kübelpflanzen, mehr bonsaiartig. Die könnten bei dir in etwas geschützter Lage auch noch gedeihen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 21. Januar 2014, 17:23:20
Podocarpus macrophyllus hab ich 2012 in meinem Mesophytikum-Hain ausgepflanzt, war eine Pflanze aus der "Zimmerpflanzenabteilung" in einem Gartencenter.
Hat den langen Spätwinter 2012/13 überlebt mit Minimum -14, aber mit Schäden.
Inzwischen gibts hier bei einem anderen Gartencenter über 1m hohe, als Kegel geschnittene Podocarpus macrophyllus schon im 2. Jahr, wenn sie im Frühjahr noch welche haben, versuch ichs nochmal mit so einem Exemplar, was eher auf Winter angepasst sein wird - hoff ich mal.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 21. Januar 2014, 18:04:13
Ute hat einen macrophyllus in Köln im Garten sitzen. Sie kann auch etwas dazu sagen, oder ihr schreibt eine pm. Ich glaube dort völlig ohne Probleme ( bisher ).

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 21. Januar 2014, 19:03:56
Gut zu wissen, denn dann sollte es wohl hier keine Probleme mit diesem Gehölz geben.
Ich hatte widersprüchliche Angaben gefunden von 'winterhart bis -15°' bis 'nicht winterhart unter -10°'. Die Spanne hat bei mir schon Fragezeichen hinterlassen und ich hatte Podocarpus macrophyllus unter 'begehrenswert aber 2. Priorität' notiert. Nun wird die 2. Priorität gestrichen. :)

Zu Podocarpus lawrenci (alpinus) 'Blue Gem' hab ich nur die max Höhe 1m gefunden und dass er breiter werden soll. Wie breit, bzw. wie viel breiter als hoch? Hat da jemand Erfahrungswerte?

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 21. Januar 2014, 19:12:19
Podocarpus nivalis,lawrencei und alle Sorten kannst du schneiden , wie du willst.( Und gleich Stecklinge machen ) Die meisten wachsen im Grunde recht flach. Wenn du stäbst, kannst du aufrechtwachsende Pflanzen erziehen. Die max. Ausmaße von Blue gem kenne ich nicht. Aber im Alter geschätzt sicher max. einige Meter und gestäbt dann auch höher als 1m.

Vg Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 22. Januar 2014, 09:36:29
Gestäbte Zwerge sind mir im Netz schon aufgefallen, gut zu wissen, dass man so und mit Schnitt aus 'Flundern' teilweise kleinere Koniferen erziehen kann.

Podocarpus nivalis,lawrencei und alle Sorten kannst du schneiden , wie du willst.( Und gleich Stecklinge machen )

In meinem Kleingewächshaus im Haus steht meine erste Schar Koniferenstecklinge.
Bin mal gespannt, welche davon Wurzeln bilden werden.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 22. Januar 2014, 12:21:56
Wenn du Erfolg hast, solltest du dich mal an Cathaya argyrophylla versuchen - ich kann vermitteln ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 22. Januar 2014, 17:44:22
 ;D

Du meinst, woran sich die Koniferen-Spezialisten bisher die Zähne ausgebissen haben...
klar, probieren würde ich's sicher trotzdem. ;)
Kamelien über Stecklinge vermehren ist ja auch nicht so easy going...

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Ute am 22. Januar 2014, 17:47:45
Wenn du Erfolg hast, solltest du dich mal an Cathaya argyrophylla versuchen - ich kann vermitteln ;)

Es gab i.Ü. erfolgreich Samen. ;D ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 22. Januar 2014, 17:52:12
...und Stecklinge sieht auch nicht ganz schlecht aus. Aber richtig ist: Die Nachfrage übersteigt jedes Angebot.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 22. Januar 2014, 17:58:02
Hm, hab ich das falsch im Kopf? Ich habe gemeint, Cathaya liesse sich sehr schwer über Stecklinge vermehren?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 22. Januar 2014, 18:02:11
Sehr schwer heißt, dass es sehr schwer gehen könnte. Aber Glück, Erfahrung, Geduld und genau das passende Umfeld gehören immer dazu. Erfahrungen gibt es ja wenige, also alles probieren.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 28. Januar 2014, 21:29:23
Hat jemand 'Glyptostrobus pensilis' und kann über Erfahrungen berichten?
Gilt wohl auch als lebendes Fossil - gefällt mir gut, das 'Bäumchen'. :)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 28. Januar 2014, 21:36:12
Könnte bei dir klappen :)
Brauchts aber recht feucht, glaub ich mich zu erinnern.
Hab sie letztes Jahr bei einem kleinen Anbieter in Belgien gesehen, der hatte auch die Sorte "Woolly Mammoth", habs mir aber verkniffen.
Das Mitglied "Jost" hier im Forum kann dir mehr dazu schreiben, schreib ihm ne PM, der ist nicht soviel hier unterwegs.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 28. Januar 2014, 21:50:46
Bei 'lebendes Fossil' dachte ich natürlich gleich an dich, fand sie allerdings nicht auf deiner Liste vorn im Thread.

Er ist in der Sortimentsliste eines italienischen Vivai, das auch sonst verführerisch viele Raritäten auf der Liste hat. Ich muss aber erst rausfinden, ob die auch an privat verkaufen.
Da der Baum nicht nur 'Chinazypresse' heisst sondern auch "Wasserfichte" und ich die Bilder sehe mit bauchigem Stamm und mitten im Wasser, dann ist der Fall klar.
Aber es regnet ja hier wirklich genug und wenn der eine Pfahlwurzel bis zu 2m macht, da findet er im Hang sicher was. :)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 28. Januar 2014, 21:54:48
 :)
Ja, die kam mir auch bei der Suche nach den "lebenden Fossilien" unter, wurde aber als sehr grenzwertig bis nicht winterhart in 7 gehandelt.
Jost probiert seit vorletztem Jahr mit einem Exemplar aus, soviel ich weiß.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. Januar 2014, 09:57:45
In England gedeiht Glyptostrobus gut und bei uns im Weinklima könnte man die Art sicher probieren. Bei -!0°C bis -15°C ( windgeschützt ) dürfte die Grenze liegen ( bei größeren etablierten Pflanzen ).Wolly Mammoth scheint mir etwas winterhärter. Aber man muss doch einmal mehrere Winter abwarten, bis man mehr sagen kann.
Klar, viel Feuchtigkeit im Untergrund ist von Vorteil, wobei ja auch Taxodium auf trockeneren Böden, wenn etabliert ,gut zurechtkommt . Voraussetzung sicher guter Grundwasserspiegel.
Wenn man neu pflanzt, muss man natürlich in Trockenphasen in den ersten Jahren gut wässern.
Sehr schöne Pflanze ähnlich Taxodium, aber etwas andere Nadelfarbe.

V G Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 29. Januar 2014, 13:10:19
Danke euch beiden. :)

Jetzt bin ich inzwischen bei den selteneren Steineiben und bin völlig begeistert. Da gibt's ja eine Menge bildschöner Podocarpus!! ;D

Den afrikanischen 'P.henkelii' und den amerikanischen 'P. nagi' lasse ich mal, dürften auch hier kaum wh genug sein (eher 9a).

Diese beiden neuseeländischen 'Podocarpus cunninghamii' (2.5m in 10j.) und 'P. dacrydioides' (6m max, slow) müssten eigentlich gehen, beide wohl eher halbschattig.

Die chilenischen 'P. nubigena' und 'P.saligna' dürften auch winterhart genug sein.

Bei 'Podocarpus neriifolius' aus dem subtropischen Asien bin ich mir hingegen nicht sicher. Weiss jemand von den Spezialisten mehr als ich im Netz herausfinden kann?


'Lagarostrobos franklinii' müsste ähnliche Bedingungen brauchen wie Saxegothea, richtig? Also bei mir auch was zum Ausprobieren...

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. Januar 2014, 15:46:30
Hallo Barbara,

es gibt keine Erfahrungen für deinen Garten, es sei denn im Umkreis ist schon etwas angepflanzt. Also evtl. mutig sein und ausprobieren.So machen wir das ja auch.
Nagaia nagi steht in einem Bot. Garten, neu ausgepflanzt, jetzt mit Winterschutz. Nach dem Winter ( der dort bis jetzt noch keiner ist ) könnte man nachfragen.
Henkelii steht bei einem Freund in Südengland.
Cuninghammii ( Zone 8 )
Dacrycarpus dacrydioides hatten wir hier sehr geschützt ausgepflanzt. Hat den vorletzten Winter nicht überlebt ( Zone 9 )
Nubigenus ( Zone 7 )
Salignus ( Zone 7 )
Neriifolius ( Zone 9 )
L. franklinii ( Zone 8 )
Ich hatte schon fast alle und ich habe einige in Bordeaux auspflanzen lassen, aber auch dort nach Jahren dann doch eingegangen.( Muss aber nicht an der Tiefsttemp. gelegen haben)

Man muss - wie oben gesagt - etwas wagen und Erfahrungen sammeln.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 29. Januar 2014, 15:57:13
Vielen Dank Wolfgang!
An Mut und Experimentierlust fehlt es mir selten, eher am Platz und Portemonaie.
Und mir gefallen sooo viele Koniferen, dass ich auch aus dem Grund geschickt auswählen muss. ::)
Daher meine Fragen. Der sanfte Winterverlauf hier mit eher kurzen Frostphasen verführt ja eh zum Ausprobieren.
Deine Angaben sind für mich eine gute Ergänzung zu den Infos im Netz. :)

Von 'Podocarpus dracrydioides' hab ich irgendwo gelesen (blöderweise beim vielen Surfen nicht notiert wo), dass er sich ausgepflanzt in Südengland gut bewährt und dort nicht grösser wird als 6m, bei extrem langsamem Wuchs.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. Januar 2014, 21:20:13
Ich glaube das nicht mit den Angaben. Ich hatte einen im Topf, der so schnell gewachsen ist, dass er schnell 4 m hoch war und ich Jahre ständig zurückgeschnitten habe, um ihn im Winter einigermaßen in einem Treppenturm zu überwintern. Ich denke nicht, dass er dort immer zurückgefroren ist und deshalb langsamer vorankam. Er wächst sehr schnell.
Ich denke, da liegt eine Verwechslung vor.

Viele Grüße

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 29. Januar 2014, 22:11:38
Wahrscheinlich.
Die Quelle zu Dacrycarpus dacrydioides (Podocarpus dracrydioides) hab ich wieder gefunden. Auf den Bildern und bei Wiki steht was von 55m und in diesem Link (s.u.) von 6m. Vielleicht sind 6m in 10j. gemeint?
Dacrycarpus dacrydioides
Auf jeden Fall ginge "wh in 9" natürlich auch hier gar nicht. Also eine weniger, auch gut.


Bei einem abendlichen Besuch im Parco Botanico habe ich von einem Bäumchen diesen Zweig mit Minizäpfchen mitgenommen. Was ist das?


kleine konifere PB



Eine der schönen grossen Cryptomerias fiel dem Schnitt zum Opfer. Neben dem Grausen beim Anblick des geköpften Baumes faszinierten mich aber doch die überall am Boden liegenden Zweige mit männlichen und weiblichen Blütenständen und kleinen Zapfen. Kann man noch feststellen, was es für eine Art/Sorte ist? Die gedrehte Anordnung der Nadeln hatte ich noch nie gesehen.



geköpfte cyrtomeria PB


[td]


[/td]
[td]


[/td]
[td]


[/td][/table]
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 29. Januar 2014, 22:13:58
Die kleine Konifere dürfte eine Chamaecyparis sein.

Kennst du die Seite Gymnosperm Database
bzw. Conifers of New Zealand?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Januar 2014, 22:16:33
Ein Teil der Ästchen der Cryptomeria mit den gedrehten Nadeln sieht fast ein bisschen wie von der Sorte 'Rasen' aus ???
Warum macht man in einem Parco Botanico solche "Vergewaltigungen"???
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 29. Januar 2014, 22:31:59
Und wie viele Sorten solcher Mini-Chamaecyparis gibt es? Vermutlich viele?! Das Bäumchen war ca. 2m gross, aber die Zapfen sind wirklich Minis, wie man ja sieht.
Ich werde mal bei Reto Eisenhut nachfragen, es war eine der im Parco gebräuchlichen Nr. dran.

Kennst du die Seite Gymnosperm Database
bzw. Conifers of New Zealand?

Ja, bin ihr bei meinen Recherchen zu den Podocarpus begegnet.

Ein Teil der Ästchen der Cryptomeria mit den gedrehten Nadeln sieht fast ein bisschen wie von der Sorte 'Rasen' aus ???
Warum macht man in einem Parco Botanico solche "Vergewaltigungen"???

Wird denn die Sorte 'Rasen' so riesig? Das war ehemals ein sehr grosser stattlicher Baum!

Die derzeitigen Schnittmassnahmen waren für mich so unerträglich, dass ich nachgefragt habe: Er sei notwendig wegen Konkurrenzdruck und weil der Parco in die Jahre kommt (und tatsächlich sehr dicht bepflanzt ist). Ein wirklicher Grund??
Etliches wird sich verwachsen, aber momentan sieht es ziemlich strub aus. Die riesigen Baummagnolien, von denen ich im vergangenen Sommer so beeindruckt war, sehen teils jämmerlich aus, richtige Krüppel.
Und dass man diese alte Crypto so geköpft hat... vielleicht steht sie das nächste mal gar nicht mehr?!

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Januar 2014, 22:46:08
Wenn ich mich recht entsinne, hat Cryptomeria (das Forumsmitglied ;) ) mal geschrieben, dass die Sorte "rasend" wächst ;D

Das ist echt bitter, was die da machen.....Konkurrenzdruck und zu dichte Bepflanzungen können allerdings kaum mit dem "Kappen" behoben werden - da müssten dann eher einzelne Exemplare komplett rausgeholt werden :P
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 29. Januar 2014, 23:05:26
"Korkenzieher-Crypto". Die Zweige sehen tatsächlich so aus.
Praskac schreibt 7m hoch - mit 20% 'Tessinzuschlag' sind das aber immer noch erst ca. 8.5m. Den Baum habe ich aber einiges über 10m, schätze 15m hoch in Erinnerung. Der fiel schon immer auf an dieser Stelle.

Vielleicht hat Crypto-Wolfgang ja noch eine Idee. :)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 29. Januar 2014, 23:14:06
Hab noch einen alten Thread gefunden:
Hab gestern eine schöne Rasen-Sugi gesehen, die war sicherlich 5-6m hoch und sehr schlank (1m). Die kann man also ruhigen Gewissens auch in kleiner Gärten pflanzen. Mit den schön gedrehten Nadeln kann man fast auch Koniferenfeinde begeistern. Und im Moment kann man sie wunderbar zum Adventsschmuck basteln nehmen!
...
stimmt, taxus!

diese cryptomeria ist einer der g**lsten nadelgehöze überhaupt. sie ist derart "strange" in ihrer erscheinung, dass nahezu jeder (auch ignoranten) an ihr stehen bleiben und sie bewundern. nach meinen forschungen und auch nach baumschuleraussagen wird sie aber schon an die 10 m hoch (du hast ja auch nichts gegenteiliges behauptet). wenngleich auch die literaturangaben stark schwanken. die breite kommt hin.

...

Wobei mir die geköpfte doch sehr viel breiter scheint.
Aber vielleicht ist aus solchen Ästen ja die Sorte herausgelesen worden?
So wie Miniaturformen aus Hexenbesen großer Bäume.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 29. Januar 2014, 23:19:08
Die "Encyclopedia of Conifers" gibt für 'Rasen-Sugi' 5-7 m Höhe und 1-2 m Breite an - binnen 10 Jahren!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. Januar 2014, 10:47:05
Klar habe ich eine Idee! ;)

Es ist bei dir die Sorte ' Rasen' und sie wird viel höher als angegeben und sie wächst rasend schnell. Im Bot. Garten Marburg steht auch eine, ca. 10 bis 15 m hoch, leider - wie so oft - falsch beschriftet ( dort fälschlicherweise als ' Spiralis ' bezeichnet).
Wenn die geköpfte jetzt vielleicht auch schrecklich aussieht, Crypromerien lassen sich sehr gut schneiden und köpfen. Ein großer Vorteil, weil einfach nach Jahren vieles immer zu dicht steht. Nach nur wenigen Jahren hat sich alles verwachsen und man sieht nichts mehr. Der Habitus geht nicht so zwingend verloren wie beim Schnitt von Tannen,Fichten u.a., vor allem . wenn man es nicht so radikal macht, sondern moderat.Im eigenen Garten hat man ja mehr Zeit als in einem solchen Jardin Botanico.

VG Wolfgang
P.S. Ihr müsst berücksichtigen, man gibt bei Nadelbäumen immer
Wachstum in 10 Jahren an. Die Nadelbäume wachsen aber immer weiter. Also werden sie natürlich größer. Die Baumschulen verniedlichen oft auch immer, weil sie für kleinere Gärten auch verkaufen wollen.

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 30. Januar 2014, 12:42:04
Die geköpfte Rasen dürfte mindestens 40-50 Jahre, ev. mehr auf dem Buckel, bzw. den Wurzeln haben.
Dann bin ich etwas beruhigt, wenn Cryptomerias sich so gut regenerieren, auch wenn es im Moment recht gewöhnungsbedürftig aussieht. Sehr viele Magnolien, insbesondere auch eine grosse Grandiflora, sind ja ebenfalls extrem stark eingekürzt worden.

Sicher dürften es nicht die idealen Zweige für die Vermehrung sein mit den Blütenständen, aber andere lagen nicht herum. Ich habe mal einen Stecklingsversuch gestartet (reine Neugier), hab vorher alle Blütenansätze entfernt.

Was brauchen Cryptos für Bedingungen zum Bewurzeln, kalt oder warm? Der Zeitpunkt dürfte ja stimmen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 30. Januar 2014, 12:52:15
Vielleicht hilft dir das:
http://www.biologie.uni-ulm.de/extern/waldbau/steckling.htm
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 30. Januar 2014, 13:49:52
Danke, das ist das einzig Brauchbare, das ich auch gefunden hatte.
Aber was im Kühlen und welche sich besser warm vermehren lassen, bleibt leider ein Geheimnis oder deren Erfahrung.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 30. Januar 2014, 13:54:46
"Krüssmanns Gehölzvermehrung" schreibt, dass sich manche Sorten von Cryptomeria wie 'Elegans' sehr leicht bewurzeln lassen, andere nicht so leicht. Wozu 'Rasen' gehört, steht da leider nicht.

Erstere werden in klimatisch geschützten Gebieten Irlands mit zum Teil 3- oder 4jährigem Holz im Freien gesteckt werden.

Bei den schwerer zu bewurzelnden werden bis zu 1 % IBS als Bewurzelungshormon verwendet.

Von Unterwärme steht da nichts.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 30. Januar 2014, 14:03:09
Bewurzelungshormon hab ich zur Zeit nicht, musste mir behelfen mit Weidensud (erstmalig hergestellt, keine Ahnung, ob's was bring). Gegen Pilze hab ich sie mit Chinosollösung angegossen, wie ich's bei meinen Kamelienstecklingen auch mache.
Nun stehen sie mit noch einigen anderen Koniferen bei 20° - Experiment - sehnmermal.

Gut zu wissen, dass Cryptos teils leicht bewurzeln und nicht nur am Neutrieb.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. Januar 2014, 14:42:51
Man braucht immer etwas Glück und kann vorher eigentlich nicht viel sagen.Elegans (und Gruppe) geht tatsächlich besonders leicht. andere schwieriger. Im Winterhalbjahr habe ich meine Töpfe mit Plastikhaube einfach im schwach geheizten Zimmer am Fenster.
Während des Sommers stecke ich auch und lasse die Töpfe einfach draußen im Schatten. Manchmal stecke ich einfach direkt in Erde und hatte auch schon Erfolg.
Gut ist tatsächlich, ab und zu zu lüften, weil sich Schimmel bildet. Manchmal vergesse ich das im Sommer und die Stecklinge bewurzeln trotzdem, manchmal geht es natürlich auch schief.
Ich habe Bewurzelungspulver, aber ich glaube, es bringt nicht viel. Mal klappt es mit, mal ohne.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 30. Januar 2014, 14:48:20
Schimmel lässt sich bei den Kamelien etwas verhindern durch Giessen und Einsprühen mit verdünnter Chinosollösung (Antimykotikum) - hat sich bei mir ganz gut bewährt.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 30. Januar 2014, 14:53:02
Wie ist denn der Wuchs bewurzelter Stecklinge von Cryptomeria-Sorten?

Haben die wie bei anderen Koniferen auch erstmal die Tendenz, eher plagiotrop weiterzuwachsen?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. Januar 2014, 14:57:48
Ich habe oben den link gelesen und denke, der beheizte Kasten klingt gut. Müsste man ausprobieren. Mir war der Aufwand bisher mit Heizkabel etc. zu groß.
Cephalotaxus, wie Taxus bewurzeln auch sehr leicht.
Richtig ist auch oben, dass sich Zweige von alten Bäumen nur noch sehr schwer bewurzeln lassen.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 30. Januar 2014, 15:06:51
Haben die wie bei anderen Koniferen auch erstmal die Tendenz, eher plagiotrop weiterzuwachsen?

D.h. man muss Stecklingspflanzen von Koniferen bald mal stäben?
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. Januar 2014, 15:08:52
Jens, ich habe darauf bisher nicht besonders geachtet.
Was mir auffällt: Spitzentriebe wachsen meist + - nach oben weiter. Seitentriebe erstmal zur Seite . Und bei manchen muss man dann stäben, um Spitzentriebe zu erziehen ( wenn man das will ).

Aber das ist auch recht banal.

VG Wolfgang

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Ute am 18. März 2014, 19:48:35
Cryptomeria `Rasen`sieht jetzt besonders hübsch aus



DSC056312.jpg





DSC055812.jpg

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. März 2014, 19:18:34
Ja, alle Cryptomerien blühen zur Zeit.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 19. März 2014, 22:38:19
Haben die wie bei anderen Koniferen auch erstmal die Tendenz, eher plagiotrop weiterzuwachsen?

D.h. man muss Stecklingspflanzen von Koniferen bald mal stäben?

Stecklinge von Spritzentrieben wachsen aufrecht. Stecklinge von Seitentrieben wachsen flach, bis sich eine Spitze ausbildet. Müssen meist gestäbt werden . Ausnahme teilweise bei Thuja, Metasequoia, Taxodium, Juniperus.

Da aber bei der Stecklingsgewinnung meist auch Seitentriebe gewonnen werden ist Stäben oft sinnvoll.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: troll13 am 19. März 2014, 22:45:25
Ist es nicht vielleicht gerade bei Cryptomeria sinnvoll, allen Jungpflanzen einen Stab zu gönnen?

Ich erinnere mich da an Lieferungen von eintriebiger Verkaufsware mit hübschem "S-förmigen" Stämmen. ;D

(Nicht von euch, Happy Onion ;) )
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 20. März 2014, 09:00:42
Hallo troll,

es kommt ganz auf die Sorte an. Bei den schnellwüchsigen mit oft sehr dünnen , langen Spitzentrieben kann man es machen, muss aber nicht. Bei oben gesagt, bei vielen Seitenzweigveredlungen ist das sinnvoll, manchmal sogar notwendig, wie z.B. bei Taiwania oder auch Cunninghamia.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 20. März 2014, 09:56:15
D.h. man muss Stecklingspflanzen von Koniferen bald mal stäben?

Stecklinge von Spritzentrieben wachsen aufrecht. Stecklinge von Seitentrieben wachsen flach, bis sich eine Spitze ausbildet. Müssen meist gestäbt werden . Ausnahme teilweise bei Thuja, Metasequoia, Taxodium, Juniperus.

Da aber bei der Stecklingsgewinnung meist auch Seitentriebe gewonnen werden ist Stäben oft sinnvoll.

Vielen Dank für deine Infos, HappyOnion!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 22. März 2014, 09:08:07
Ist es nicht vielleicht gerade bei Cryptomeria sinnvoll, allen Jungpflanzen einen Stab zu gönnen?

Ich erinnere mich da an Lieferungen von eintriebiger Verkaufsware mit hübschem "S-förmigen" Stämmen. ;D

(Nicht von euch, Happy Onion ;) )
Das geht auch gar nicht ;D. Die einfach Cryptomria japonica bekommen wir als Sämlingspflanzen und alle Sorten veredeln wir auf Cryptomeria 'Elegans', die selber produziert werden.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 11. Mai 2014, 14:23:53
Pinus mugo 'Minimops' ist sicher keine seltene Konifere, aber ich wusste nicht, wo ich meine Frage sonst stellen könnte.

In diesem Jahr sieht ein Teil der Pflanze anders aus: viel kleiner und dichter verzweigt.
Handelt es sich dabei um einen Hexenbesen, oder was ist da los?


Pinus_mugo-Minimops_14-1.jpg

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 11. Mai 2014, 19:01:47
Es könnte passiert sein, das die Sorte wieder zurück in die Grundform schlägt.
Kannst Du ein Gesamtbild machen?
Das sieht mir nicht so nach 'Minimops' aus, wie ich sie kennen. Kann das aber leicht überprüfen. Habe einen Kollegen der sich sehr gut mit Kiefern auskennt.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. Mai 2014, 19:42:46
'Minimops' ist ein Hexenbesen an 'Mops'. In 10 Jahren 50x50 cm.
Es kann natürlich sein, dass nochmal ein Hexenbesen entstanden ist. Es kann aber der größer wirkende Teil auch die evtl. durchgewachsene Unterlage ( wahrscheinlich P. mugho, also schnellerwüchsig) sein oder es schlägt in die Art zurück ( wie HappyOnion schreibt)( in Engl. Reversion, s.dort häufig z.B. bei Picea glauca).

VG Wolfgang

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 12. Mai 2014, 16:16:38
Danke euch beiden für eure Einschätzung.

Ich habe die Pflanze 2006 bei R. Nielsen (Soltauer Baumschulen) gekauft, die Größe war damals auf der Rechnung mit 15-20 angegeben, und ich meine mich zu erinnern, dass das Kerlchen wirklich sehr klein war.
Jetzt sind es knapp 50 cm im Durchmesser und ebenso hoch.

Der Zweig kommt nicht ganz von unten, er hat unten normale Seitenzweige.



Pinus_mugo-Minimops_14-2.jpg

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Mai 2014, 18:18:50
Die Aufnahme ist auf jeden Fall wesentlich besser.
Meine Einschätzung: Dein dichtwachsender Zweig ist' Minimops'. Der Rest ist eine Reversion, also Zurückschlagen in die Art mugho und wächst damit offener und schneller. Ich stimme der Vermutung von HappyOnion zu.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 12. Mai 2014, 18:53:46
Aber der dichte Zweig ist doch neuer als der Rest - dachte ich zumindest... :-\

Hier ist ein Ausschnitt aus einem Foto von 2008:


Pinus_mugo-Minimops_08-1.jpg



Aber wenn ich mir beispielsweise dieses Bild anschaue, scheinst du wirklich Recht zu haben.

Was mache ich denn jetzt mit der Pflanze?
Sieht ja irgendwie komisch aus...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Mai 2014, 21:28:11
Schwierig, hängt von deinem Geschmack ab und was du willst. Eine schnellerwachsende, lieber den Rest Minimops, alles so lassen??
Wegschneiden kannst du alte Zweige, du kannst auch die neuen Maitriebe einkürzen, somit würde die Restpflanze kompakter und auch langsamer wachsen. Überlege auf jeden Fall lange und ganz genau.Schaue mehrmals von allen Seiten. Was ab ist, ist dann wirklich weg.

Nicht wirklich eine Hilfe, aber du hast den Natura-Gartenblick.

Gute Entscheidung wünsche ich dir

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 13. Mai 2014, 21:19:44
Schliesse mich Cryptomeria an.
Scheint das sich die Unterlage durchgesetzt hat. Einkürzung ist ja machbar. Aber das bedeutet dann jedes Jahr Teile der Kerzen ausdrehen. Eben wie bei einem Bonsai.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 14. Mai 2014, 11:37:43
Einerseits erscheint mir eure Erklärung logisch.

Andererseits habe ich aber immer noch das Gefühl / die Erinnerung, dass die Pflanze über die Jahre immer gleich (langsam) wuchs, und dass dieser stark verzweigte Teil erst später dazu gekommen ist.
Und müsste der Zwerg dann nicht auch schon viel größer sein?

Ich habe nochmal ein Bild von der anderen Seite gemacht und ein paar Zweige zur Seite gehalten.

Der verzweigtere Teil sitzt am oberen Ende eines Astes, dessen untere Abzweigungen alle die "alte" Form haben.
Eine Veredelungsstelle kann ich nicht erkennen... :-\


Pinus_mugo-Minimops_14-3.jpg



Tut mir leid, wenn ich so hartnäckig frage, aber mein Möpschen liegt mir am Herzen... ;)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 14. Mai 2014, 16:13:22
Hallo Ariane,

auf keinen Fall soll dir irgendetwas leid tun. Immer hartnäckig bleiben ist ganz wichtig. Mir geht das genauso. Nur so kommt man zum angestrebten Ziel.

Zu deinem Foto: Jetzt sieht das Ganze wieder anders aus. Ich würde sagen, deine gesamte Pflanze ist dann' Minimops' und oben dieser dichtverzweigte Teil ist dann doch ein neu entstandener Hexenbesen ( wenn nicht evtl. jemand vorher geschnitten oder ein Stück abgebrochen hat und die Stelle deshalb verzweigter wächst, aber sieht eigentlich nicht danach aus ). Man könnte diesen Hexenbesen veredeln ( allerdings gibt es schon unzählige mugho-Selektionen, selbst von Mops gibt es einige Hexenbesen-Selektionen) ) und ihm einen Namen ( z.B. Minimöpschen ;) ) geben.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 14. Mai 2014, 17:51:00
Danke, Cryptomeria, jetzt passt deine Antwort genau zu dem, was ich mir als Laie auch zusammengereimt hatte.
Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, eine Verletzung irgendeiner Art kann ich an der Stelle, von der an der Wuchs anders ausschaut, nicht erkennen.

Hast du einen Tipp, wo ich mich in Bezug auf Veredelung schlauer machen könnte?
Müsste man dazu das ganze Teil nehmen, oder würde ein Stückchen reichen?
Und was benutzt man als Unterlage?

Im Moment tendiere ich allerdings dazu, das Möpschen so wie es ist weiterwachsen zu lassen und nichts zu amputieren.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 14. Mai 2014, 19:59:28
Man nimmt auf jeden Fall nur ein Stückchen, damit der Rest noch da ist, falls die Veredlung nicht anwächst. Man veredelt in den Wintermonaten, ich denke auf Pinus mugho.
Vielleicht gibt es hier im Forum jemand, der veredelt. Meine Freunde - von denen auch einige veredeln, dürften an dieser Veredlung kein Interesse haben, da es schon sehr viele grüne gibt.Andere Farbe oder gestreifte Nadeln wäre etwas anderes. Gibt es aber auch schon.

Du hast aber überhaupt keine Eile, denn du kannst den Hexenbesen auch noch jahrelang größer werden lassen.

Viele Grüße

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 14. Mai 2014, 20:02:28
Im Grunde wäre es für mich auch nur eine Spielerei, für die ich im Grunde weder Zeit noch Platz hätte.
Mal sehn, werde die Pflanze einfach weiter beobachten.

Danke, Wolfgang!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. Mai 2014, 09:13:10
Nichts zu danken, Ariane!
Weiterhin viel Spaß mit ' Minimops + Möpschen'.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 08. Juni 2014, 21:06:47
Mich erwartete nach ein paar Tagen Abwesenheit eine böse Überraschung.
Die Rinde der Cashmeriana (eine der wenigen Bäume, denen ich keinen Verbissschutz verpasst hatte ::) ) hing an einer Seite völlig abgefetzt runter.

[td]


[/td]
[td]


[/td][/table]


Kann ich drauf vertrauen, dass die Konifere selbst damit fertig wird oder ist es besser, wenigstens Baumharz als Wundverschluss aufzutragen?

Ich habe jetzt den letzten Schutz gegen Wildverbiss drum gewickelt, den ich hatte.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Scabiosa am 08. Juni 2014, 22:20:14
Wie schade, tarokaja. Ich drück die Daumen, dass er sich von den Rindenverletzungen wieder erholt, aber es sieht wirklich übel aus.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: SusesGarten am 09. Juni 2014, 07:45:18
Sehr schade!

Die Baumspezialisten auf meiner Arbeit sagen, dass man mit dem Wundverschlussmittel nicht mehr arbeitet. Man schneidet die Ränder sauber und wickelt schwarze Folie drumm herum.

Ob das der Weißheit letzter Schluss ist, weiß ich nicht. Es wird in unserer Gegend seit einigen Jahren bei allen Bäumen mit großen Wunden gemacht.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 09. Juni 2014, 11:02:08
Auf einem von der Sonne beschienen Südhang würde ich keine schwarze Folie um den Stamm wickeln, das wär mir zu riskant. Die Ränder etwas zurechtschneiden, sodass eine gerade "Wundkante" entsteht, mehr würde ich nicht machen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 09. Juni 2014, 11:19:42
Danke euch für die Tipps.

Den Schutz gegen Wildverbiss (obwohl es dort oben vermutlich eher ein streunender Kater/Katze war) noch einmal entfernen und die Fetzen abschneiden, das kann ich machen, kein Problem.
Sonst dachte ich auch, dass der Wildverbissschutz schön luftig ist und trotzdem vor weiteren Kratzattacken schützt.

Die Cashmeriana hat keinen sonnigen sondern einen der wenigen halbschattigen Plätze am Hang bekommen. Aber schwarze Folie stelle ich mir in den Sonnenstunden auch eher schädlich als nützlich vor.
Also, da muss sie jetzt durch - vertrau ich mal auf ihre Selbstheilungskräfte, auch wenn sie vermutlich gehandicapt bleibt, falls sie es schafft.

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 09. Juni 2014, 11:41:14
Oh, ärgerlich :-[
Letztes Jahr hat der Wiesenmäher mit seinem Fahrzeug bei mir fast eine junge Birne "überfahren", bei der ist die Rinde auch auf einer Seite dadurch so abgeschabt, ich habs so belassen und er ist dieses Frühjahr gut ausgetrieben.

Die ganzen Wundpasten und das Zuschmieren von solchen Verletzungen scheint inzwischen nicht mehr Stand der Technik zu sein, wenn ich mich recht entsinne sind die User arbo und citrusgaertner Baumpfleger, die könntest du direkt anschreiben und dazu befragen, die sind nicht so häufig hier unterwegs.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 09. Juni 2014, 12:24:41
Danke Gartenplaner, ich versuch's - denke aber, dass sie vermutlich auch nicht viel mehr machen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 13. Juni 2014, 13:41:52
Bei den Koniferen gibt es wirklich immer wieder was zu entdecken, jedenfalls für mich.
Die neuesten Triebe des Phyllocladus tragen einen hellbraunen 'Stachelkranz' und die frischen Zweige bilden ebenfalls einige braune Stacheln.
Und diese Konifere legt ganz flott zu, hätte ich nicht gedacht. Mit Auspflanzen werde ich trotzdem noch bis zum Frühjahr15 warten.



phyllocladus trichomanoides14


[td]


[/td]
[td]


[/td]
[td]


[/td][/table]
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 16. Juni 2014, 18:45:45
So, nun brauche ich doch noch einmal eure Erfahrungen im Auspflanzen junger Koniferen. Die fehlt mir nämlich bisher gänzlich.
Plätze im Halbschatten hab ich ausgeguckt, bin aber unsicher, ob die kleinen Dinger schon kräftig genug sind für die Wildnis.
Verlieren möchte ich ungern eine der schönen Pflanzen.



koniferen zum auspflanzen14


Von links nach rechts (zum Vergleich ein paar Höhenangaben)

Prumnopitys andina
Podocarpus cunninghamii (85cm)
Podocarpus macrophyllus (60cm)
Saxegothaea conspicua
Taiwania flousiana (45cm)
Phyllocladus trichomanoides (fast 100cm)




koniferen zum auspflanzen2 14


Wollemia nobilis (75cm)
Diselma archeri
Torreya grandis
Cunninghamia lanceolata (75cm)

Die Taiwania, Diselma und Torreya sollten vielleicht doch noch etwas wachsen bis mindestens nächstes Jahr?
Was meinen die Spezialisten?


Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 16. Juni 2014, 19:05:27
Ich habe sehr kleine Torryea californica unter Eiben ausgepflanzt (du weißt wo).
Das hat ihnen nicht geschadet, allerdings entwickeln sie sich dort ob der Wurzelkonkurrenz nur langsam.

Ich würde mit dem Auspflanzen vielleicht bis zum Herbst warten.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Juni 2014, 19:24:14
Ich hab 2 Cunninghamia lanceolata wirklich richtiggehend "in die Wiese" ausgepflanzt, die schlagen sich tapfer, bei der kleineren (40cm) hab ich jetzt mal das Gras umgetreten, die war nicht mehr zu sehen :-X
Jedenfalls haben die bei mir mehr unter Winterunbillen gelitten als unter pflanzlicher Konkurrenz.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 16. Juni 2014, 19:48:20
Danke euch beiden.

@ Bristle, meinst du bis Herbst warten der Sommerhitze wegen? Denn wenn ich giessen würde hätten sie einfach etwas länger Zeit, um sich vorm Wintereinbruch zu verwurzeln.
Aber vielleicht stelle ich da die verkehrten Vermutungen an.
Wurzeldruck (grosse Castanea) und v.a. Trockenheit (Steilhang) dürften hier schon auch ein Problem sein. Da sind Giessringe und regelmässig Kannen schleppen ein Muss die erste Zeit.

@ Gartenplaner, wie gross waren deine beiden Cunninghamia beim Auspflanzen? Und hast du sie im Winter nach der Pflanzung im Wurzelbereich geschützt?
Die Winter hier dürften nicht so kalt sein wie bei dir und Frosttage sind hier ja äusserst selten.

Aber die Mini-Diselma und die kleine Taiwania würdet ihr schon auch noch 1 Jahr im Topf halten, oder nicht?

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Juni 2014, 20:01:43
Die erste hab ich 2011 im Herbst gepflanzt, muss wohl 60cm groß gewesen sein.
Zu meinem großen Erstaunen hat sie den Extrem-Februar 2012 mit 2 Wochen Dauerfrost mit Tagestemperaturen unter -10 und Minima von -17 relativ gut überstanden, alle Endknospen waren abgestorben, aber aus den verbliebenen Ästen und dem Stamm kamen viele Neutriebe im Frühjahr danach.
Die 2. hab ich von Herrenkamp, da die selber aus Samen anziehen sind ihre Pflanzen oft sehr klein, die Cunninghamia hatte wohl grad mal 20cm, hab ich 2012 gepflanzt.

Ich hatte die Baumscheibe mit Rindenmulch abgedeckt, um das Unkraut zurück zu halten, Winterschutz gabs bisher nie.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enigma am 16. Juni 2014, 20:13:31
@ Bristle, meinst du bis Herbst warten der Sommerhitze wegen? Denn wenn ich giessen würde hätten sie einfach etwas länger Zeit, um sich vorm Wintereinbruch zu verwurzeln.

Ja, das meine ich. Wenn du bis Ende September wartest, haben die Pflanzen noch genügend Zeit, um einzuwurzeln, bevor merkliche Fröste kommen. Ggf. gibst du ihnen, falls es ungewöhnlich frühe oder heftige Fröste geben sollte, eine Streudecke als Schutz.
Das scheint mir einfacher zu sein als den ganzen Sommer über Gießen zu müssen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 16. Juni 2014, 20:27:38
Das stimmt. Und es gibt Zeit für anderes... ;D

Was muss ich mir genau unter den 'Drahthosen' vorstellen, die Hubertus Nimsch erwähnt?
Solche Kaninchendraht-Hüllen, wie man sie manchmal auch in Schonungen sieht?
Da ich auch jetzt Spuren von einem Paarhufer am Hang finde und nicht weiss, ob das Untier auch schon meine arme Cashmeriana malträtiert hat, werde ich sicher einen Wildschutz brauchen.

Gut, dann verschiebe ich weitere Pflanzungen auf September (da ist es auch noch hübsch warm normalerweise). Die Kamelien, die dieses Jahr noch raus sollen, warten auch bis dann.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 16. Juni 2014, 22:14:41
Die Drahthose ist entweder nur eine Banderole Kaninchendraht um den Stamm unten gemeint, als Schutz gegen Verbiß von Kaninchen und Hasen, gegen Mäuse nutzt das aber wohl kaum, da hab ich um meine Obstbäume so Kunststoffmanchetten mit Luftlöchern.
Oder es ist ein richtiger Wildverbiß- und Fegeschutz gemeint, das wäre dann eine aufwändigere Konstruktion aus 3 Pfählen um die Pflanze, an die dann der Kaninchendraht befestigt wird, der auch hoch genug sein sollte, dass Rehe oder ähnliches nicht oben drüber an die Pflanze kommen.
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Juni 2014, 10:19:09
Moin Barbara,

Drahthose wie gartenplaner sagt. Aber schau mal, was du für Tiere hast. Rehbock und/oder Reh, da gibt es in der Schädigung nochmal Unterschiede. bei den kleineren Pflanzen oben zu, bist du erstmal auf der sicheren Seite.

Du kannst deine Seltenheiten gut auch noch bis nächstes Jahr im Topf lassen. Dann würde ich vorsichtig schauen, wie stark der Topf jetzt schon durchwurzelt ist und wenn die Wurzeln schon unten herauswachsen, einen nächst größeren Topf wählen. Je mehr Wurzelwerk, desto besser das Anwachsen. Wenn du dich für dieses Jahr entschließt, würde ich - wie Jens sagt - nicht zu spät auspflanzen, damit sie vor dem Winter noch gut einwurzeln, würde aber auf jeden Fall eine Regenperiode abwarten. Der Boden sollte ringsum feucht sein. In Trockenphasen verschwindet dein Gießwasser nach sehr kurzer Zeit zu schnell in der Umgebung. (Und es gibt da noch einen 2. Aspekt, wenn du Maulwurf und auch nicht wurzelfressende Mäuse hast)
Du schreibst, dass du selten tiefe temps hast. Damit könntest du, wenn es bis November nicht richtig feucht ist, auch später auspflanzen und dann eben etwas schützen ( Laub, später auch Schnee).

Liebe Grüße
Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 18. Juni 2014, 13:50:45
Danke für deine Einschätzung, Wolfgang.

Noch eine Überwinterung drinnen ist auch eine Platzfrage, da mir durch weitere Umbauarbeiten mein grösster Überwinterungsraum neben dem GH verloren geht und deshalb so viel wie irgend möglich ausgepflanzt werden muss.

Reh oder Rehbock habe ich sicher (Spuren kürzlich wieder gesichtet) und frage mich, ob die verheerenden Risse am Stamm der Cashmeriana auch eher von diesem Tier stammen könnten. Für Katzen scheint mir der Bereich zu grossflächig und v.a. zu tief.

Maulwürfe gibt's hier keine und Mäuse dürften eher rar sein. Meine Katzen haben noch nie eine gefangen, während sie am Bodensee laufend Mägen, Köpfe und halbgefressene Mäuse rumliegen liessen.

Also werde ich den jungen Koniferen Drahtzylinder verpassen und oben vorerst zu machen. Eine möglichst grosse Pflanzgrube mit eigenem Erdmix aus Rhodo- & Hangerde sowie Lavagrus bekommen alle als Starthilfe sowieso. Damit hab ich bei den Kamelien und Magnolien gute Erfahrungen gemacht. Mulchen ist sowieso klar, geht hier gar nicht ohne.

Ich berichte dann wieder.

LG, Barbara

Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 18. Juni 2014, 14:24:51
Ich dachte nicht an eine Überwinterung drinnen, aber mit den genannten Starthilfen musst du eben - genau wie ich - versuchen, das Beste draus zu machen. Manches geht und manches geht schief.

Viel Erfolg!

Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 23. Juli 2014, 12:12:58
Da hoffe ich nun, dass diese Pflanzung gut geht. :)

Athrotaxis laxifolia hat vor 2 Tagen am Steilhang ihren Platz gefunden (lichtschattig und der feuchteste Platz) und hat heute noch ein paar Cyrtomium fortunei und eine kleine Hosta als Begleitung bekommen.
Nochmals sag ich den liebevollen Spendern Ute & GG ein riesiges 'Grazie mille'! :-* :-* :-*
Beim Einpflanzen ist mein Herz wieder vor Freude gehüpft. ;D ;D

Schräg oberhalb von ihr habe ich jetzt die 'Phyllocladus tricomanoides' gepflanzt und bin sehr gespannt, ob sie weiterhin so zügig wächst und v.a. dann unbeschadet über den Winter kommt. Aber jetzt ist erstmal Sommer!! :D



athrotaxis + cyrtomium

[/tr]
[tr]

phyllocladus trichomanoides

[/tr][/table]
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Ute am 23. Juli 2014, 22:20:21
Ach wie schööön! :D :D :D Ich freu mich das dieses Bäumchen jetzt bei Dir groß werden darf.
Irgendwann schauen wir uns es vor Ort an, versprochen. ;)

Das hat ja hier wirklich grandios geklappt! :D SUPER!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 23. November 2014, 12:05:21
Pseudotaxus chienii macht sich bisher gut. Er trägt kleine Blüten, jetzt kurz vor seinem 2. Winter.



pseudotaxus chienii

[/tr]
[tr]


[/tr][/table]


Und mein Jungspunt von Cunninghamia lanceolata ist nun seit Ende Oktober ausgepflanzt am Steilhang und trägt jetzt eine wunderschöne dunkelkupfer Herbstfarbe.
Durch den Laubfall der grossen Castanea bekommt der Kleine jetzt mehr Sonne ab.



cunninghamia lanceolata


Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: moreno am 26. Dezember 2014, 08:38:06
Sehr interessanten thread
Schade, dass dieses Zeug wird riesig
Hier ein schönes Trio (Isola Madre garten)
wenn ich mich richtig erinnere
Taxodium distichum - Cephalotaxus fortunei - Pinus montezumae

(http://i754.photobucket.com/albums/xx187/badius/P8291967_zps2829dddf.jpg)


Cupressus cashmeriana

(http://i754.photobucket.com/albums/xx187/badius/P8291977_zps8ad7356c.jpg)

 ::) :o :P
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 26. Dezember 2014, 10:49:49
Zauberhaft, moreno!

Vor allem das zweite Bild ist gigantisch.
Da fühlt man sich in eine ganz andere Welt versetzt!
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 26. Dezember 2014, 15:42:57
Ja, zauberhaft!

Wenn man selbst pflanzt, schafft man es leider kaum, solche Anblicke noch zu genießen. Man muss sie dann im Kopf haben. Das ist dann für die nächste Generation. In der Hoffnung, dass sie das genauso zauberhaft sieht, wie man selbst.

VG Wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 15. Februar 2015, 09:18:42
Ganz schön biegsam, so eine Larix kaempferi 'Gnom'! :o

(http://up.picr.de/20997172na.jpg)
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Jule69 am 15. Februar 2015, 11:38:05
Oh mein Gott!!!!!! :o
Dass bei Dir so viel Schnee fällt, hätte ich nicht gedacht....und dann noch die Rehe (über Sintflutregen reden wir besser gar nicht)...Du wirst echt auf eine harte Probe gestellt...
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. Februar 2015, 12:11:58
Größere( Nass)schneemengen sind für mich auch ein Horror!

VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 15. September 2015, 20:52:55
DAS nenn ich mal einen Sammlergarten  :o
Koniferen und Ericaceae
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 16. September 2015, 08:54:26
Sagenhaft, danke Gartenplaner
und super Dokumentation.

Vg Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. September 2015, 19:07:59
Hallo Koniferenfreunde,

hier haben wir eine spannende Kombination: Athrotaxis laxifolia auf Sequoiadenron veredelt. Man bedenke die Endgröße der beiden  ;).
Die Schuppenfichte wächst extrem langsam, jetzt wurde es der Unterlage zu langweilig. In 2 Wochen wuchs der Mammutbaum-Trieb heraus. Mal schaun, wie sich das entwickelt. Zum Auspflanzen finde ich das Bäumchen noch zu klein...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 23. September 2015, 20:21:30
Du kennst dich ja aus, aber behalte den Mammuttrieb genau im Auge. Wie schnell könnte nächstes Jahr der komplette Saftstrom in den Mammut gehen  und evtl.  Athrotaxis  Gefahr laufen abzusterben. Lieber Mammut kurz halten oder später entfernen. Jetzt würde ich ihn auf jeden Fall  noch zum Ernähren des Athrotaxis-Zweiges  lassen. Aber  - wie gesagt - immer gut beobachten.
Ansonsten toller Versuch und vor allem , wenn es wirklich klappt, wie schnell wird Athrotaxis auf dieser Unterlage wachsen und wie groß wird er werden? Sehr spannend.

Viele Grüße in die Sequoiafarm ;)
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 28. Mai 2016, 16:38:23
So, ich hol den Thread mal wieder aus der Versenkung, auch wenn ich nicht weiss, ob die Konifere, die ich aus Italien mitgebracht habe, nun selten ist oder nicht.
In der Gärtnerei wussten sie nur, dass sie sehr langsam wächst und angeblich nicht sehr gross werden soll.
Aber das glaube ich erst, wenn ich weiss, was es ist!
Kann mir jemand helfen?

(http://up.picr.de/25701032xs.jpg)

(http://up.picr.de/25701033ck.jpg)  (http://up.picr.de/25701034eo.jpg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 28. Mai 2016, 19:07:51
Ich würde sie mit Picea abies ' Acrocona ' ansprechen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 29. Mai 2016, 06:48:06
 :D
Vielen Dank, Wolfgang. Sie scheint ja einen ganz ansprechenden Wuchs zu haben, auch wenn sie grösser wird.
Mir haben die roten Zapfen gefallen.  :)
Aber auch wenn sie langsam wächst und kein Riesenbaum wird... wenn sie mal 5m hoch und 4m breit wird, braucht sie Platz!
Von wegen... man zeigte mir als Endhöhe 3/4 mannshoch...

In Italien meinten sie, es wäre ein Pinus und schauten mich schief an, als ich widersprach.
Ich schwankte zwischen Picea und Abies und nun ist es 'beides'.  ;D

Titel: Re: Seltene Koniferen - Cathaya
Beitrag von: bristlecone am 12. Juli 2016, 16:35:57
Im gerade ausgelieferten Jahrbuch der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft ist ein Bericht über Kulturerfahrungen mit Cathaya argyrophylla in Westdeutschland.
Die Pflanzen haben Winter mit Frösten um die -20 °C unbeschadet überstanden, eine Pflanze hat inzwischen geblüht und nach künstlicher Bestäubung auch Smen gebildet.
Das stimmt hoffnungsvoll, dass diese bemerkenswerte Konifere in Zukunft doch mal etwas häufiger angezogen und angeboten wird.

Ich hab ein auf Pseudotsuga menziesii veredeltes Exemplar, noch sehr klein (um 20 cm), das bislang sehr gut gedeiht. Vielleicht ist auch das eine Möglichkeit, schneller eine größere Zahl an Pflanzen heranzuziehen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Juli 2016, 20:16:35
In Verden/Aller steht ein regelrechter kleiner "Wald" aus Ende der 90er gesäten Cathaya, sieht beeindruckend und schön aus, und im Tecklenburger Land gibts einen erfolgreichen Halter (mit Fotos des Bäumchens), ich glaube, der ist auch hier im Forum angemeldet.

Wo hast du deine denn her?

Ist noch eine dieser "lebenden Fossilien", die ich für meinen Fossilienhain gern hätte.
Die ich von Hulsdonk 2012 bekam, scheint leider etwas zu nass dort gestanden zu haben, der untere Teil der Wurzeln im Topf war geschädigt, das Bäumchen ging dann über den Winter in der kühlen Garage leider ein.
Danach hab ichs nicht mehr geschafft, bei Hulsdonk eine zu erwischen.

Wäre gut, wenn sie besser erhältlich wäre und eine größere Verbreitung finden würde - ihre natürlichen Vorkommen sind klein, zerstreut und durch Chinas Wirtschaftswachstum gefährdet  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 12. Juli 2016, 22:48:46
Mein veredeltes Exemplar stammt auch von Hulsdonk.

Was ich ja auch noch gene mal hätte oder zumindest sehen würde, ist Nothotsuga longibracteata (Bristlecone hemlock). Aber bislang kenne ich niemand, der diese Art hat.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. Juli 2016, 09:40:45
Nothotsuga kenne ich auch niemanden.

Cathaya, falls ihr irgendetwas an Quellen auftut, könnt ihr mir auch eine Nachricht zukommen lassen. Wir hatten aus bekannter Quelle Samen bezogen, die sich aber bei allen als Picea entpuppte. Vielleicht ergeben sich da ja mal bessere Herkünfte.
Die Temperaturen scheinen kein Problem zu sein. Ich habe auch seit fast 10 jahren ein Exemplar ausgepflanzt, aber leider haben die Spanischen Nacktschnecken in irgendeinem Jahr die Spitze gefressen und die wurde bis heute nicht mehr nachgebildet, so dass das Pflänzchen auch erst 20 cm hoch ist und entsprechend unansehnlich. Vielleicht wird irgendwann wieder eine Spitze gebildet.
Im Topf von Hulsdonk hatte ich auch ein Exemplar. ist leider auch eingegangen. Wahrscheinlich auch zu nass. Vielleicht tatsächlich besser auspflanzen.
VG wolfgang
Titel: Re:Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 13. Juli 2016, 09:56:20
Anbei ein Bild von meinem kleinen Amentotaxus argotaenia.Zwei Winter draußen und ohne Schäden.Scheint hart zu sein.

Stephan, was ist aus dem Exemplar geworden? Weiterhin o.K., oder gabs irgendwann doch Frostschäden?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Zwiebeltom am 13. Juli 2016, 09:59:14
Falls noch nicht im Thread erwähnt - eine gute Anlaufstelle für selte Koniferen scheint der Botanische Garten der Ruhr-Universität Bochum zu sein. Auf der verlinkten Seite geht es auch zu einem pdf-Dokument mit Arten, die seit 2004 gehalten wurden, und links unten zur Gymnosperm Image Gallery mit Fotos seltener Koniferen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 13. Juli 2016, 10:55:43
Da fällt mir wieder ein, daß eine meiner noch recht kleinen Cephalotaxus, ich weiß allerdings nicht mehr, ob das Exemplar eine sinensis oder eine harringtonia ist, eine einzelne erste "Frucht" hat!
War erstaunt, dass die so klein (60cm) schon Samen ansetzen können.

Hab ich letztes Mal vor Ort entdeckt, als ich die Wiese drumherum zurückdrängte.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 13. Juli 2016, 10:57:54
Ca. 30 cm große Jungpflanzen von Cephalotaxus haben sich hier als sehr schneckenempfindlich erwiesen, einige wurden komplett entnadelt.
Direkt daneben stehende Torreya wurden durchweg verschmäht, Podocarpus auch.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 13. Juli 2016, 11:20:03
 :o
Ich hab Cephalotaxus harringtonia und fortunei, nicht sinensis, seit 2012 mitten in der Wiese stehen, damals waren sie noch wesentlich kleiner (Jungpflanzen von Scholl eben) und da ist nie was passiert, obwohl mir in der Wiese immer Nacktschnecken in feuchteren Jahren über den Weg kriechen.
Es ist auch eine C. fortunei (zumindest laut damaligem Pflanzplan), die jetzt eine Frucht hat.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. Juli 2016, 11:30:42
Dein fruchtendes kleines Exemplar ist sicher eine Veredlung oder ein Steckling. Wenn du von einer großen, alten  Pflanze etwas abnimmst, ist klar, dass dann in Kürze etwas blühen kann.
Da nicht wundern, bei Sämlingen sieht das natürlich ganz anders aus.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 13. Juli 2016, 11:50:13
Ja, das hab ich mir nach der ersten Überraschung auch gedacht, war mir aber nicht sicher, ob das bei Koniferen genauso wie bei Laubbäumen ist  ;D
Ich denke, es sind eher wohl Stecklinge, alle machen mehr oder weniger Austriebe aus dem Boden, die genau gleich aussehen wie die große Pflanze.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. Juli 2016, 11:58:56
Das ist anzunehmen, da sich Cephalotaxus wie Taxus leicht bewurzeln lässt.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 19:05:15
@bristlecone : Amentotaxus argotaenia ist hier hart und sieht heute so aus (Bild) . Wachstum sehr langsam. Zu schattig gepflanzt oder wie bei vielen Koniferen in den ersten Jahren langsam. Immerhin könnte ich den mitnehmen , wenn es mit dem Hausverkauf klappt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 19:06:34
Nahaufnahme Amentotaxus argotaenia.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 19:17:47
Cephalotaxus harringtonia hat sich nach Rückschnitt sehr gut entwickelt. Er war aus Lichtmangel schief. Als die Blutbuche gefällt wurde, dabe ich ihn stark zurückgeschnitten. Jetzt wächst er gerade und voll. Ich habe viel zu wenig Platz und muß wegen dem Naturschutzamt auch noch so gewöhnliche Bäume wie Buchen erhalten. Die Blutbuche hatte aber den Brandkrustenpilz.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 19:19:15
Cephalotaxus harringtonia  Stamm
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 19:24:28
Cephalotaxus sinensis steht sehr schattig unter einer Hainbuche, die ich auch nicht fällen darf >:( Braucht wohl auch mehr Sonne...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 19:25:32
Cephalotaxus sinensis Stamm
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 19:30:54
Torreya taxifolia (nur in einem kleinen Gebiet in Florida und bedroht)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 19:38:18
Bis zu welcher Größe lassen sich Koniferen noch umpflanzen? Ich denke da vor allem an meine unersätzliche Abies squamata. Muß man rundum tief graben in der Hoffnung möglichst viele Wurzeln auszugraben? Wer hat Erfahrung ? Bei größeren seltenen Koniferen müßte man Veredelungen anfertigen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Waldschrat am 13. Juli 2016, 19:46:08
@..... wenn es mit dem Hausverkauf klappt.


Oh nein  :o D stecken doch Jahrzehnte der Sammlerleidenschaft, Arbeit und sonstewas dahinter. Ein Nachbesitzer wird es wohl nie würdigen können und zur Kettensäge greifen. Sorry, aber ich fand es soooo schön bei Dir.  :'( :'( :'(
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 20:07:11
@Waldschrat : die seltenen Rhododendron kommen in großen Containern mit, kleine Higo-Kamelien auch und umpflanzbare Koniferen, der Rest muß dann wieder jung gepflanzt werden. Der Garten ist ja sehr schön, aber das sanierungsbedürftige Haus und ständig wechselnde z.Teil unangenehme Mieter, der Lärm etc. sind nicht für meinen Ruhestand geeignet. Deswegen hoffe ich inständig , daß es klappt.

Pinus bungeana beginnt die scheckige Rinde nach 10 Jahren auszubilden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 20:11:50
Pinus gerardiana ist noch zu klein , um die typische Rinde zu zeigen, aber auf jeden Fall umpflanzbar.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 20:16:29
Picea retroflexa syn.gemmata ist für mich die schönste Fichte . Ihre Rinde ist abblätternd. Sie wächst jetzt rasant. Herkunft W-Sichuan .
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 20:20:02
Picea retroflexa syn.gemmata bei mir am Hang aus einiger Entfernung(der untere Stamm ist verdeckt) . Rechts oben die Cedrus deodara.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 20:25:54
Picea smithiana wächst jetzt schneller, nachdem ich sie unten mannshoch ausgekahlt habe. Steht geschützt an der Garage.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 13. Juli 2016, 20:32:14
Picea spinulosa steht zwischen anderen Bäumen und ist deswegen von unten schwer zu photographieren : Immerhin kann man die schwarzbraunen Zapfen ausmachen. Man bräuchte einen besseren Zoom. 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Torsten-HH am 13. Juli 2016, 21:42:22
@..... wenn es mit dem Hausverkauf klappt.

Hallo Stephan,
ich drücke dir die Daumen, dass es etwas wird. Am Lago Maggiore, in einer neuen WHZ, lassen sich bestimmt spannende Sachen pflanzen. Außerdem sind mit Eisenhut u.a. ja auch hervorragende Gärtnereien vor Ort, in denen sich bestimmt die eine oder andere größere Spezialität finden lässt. Kleinere Pflanzen kannst du bestimmt auch noch aus deinem Garten mitnehmen.

Schade um die alten Exemplare ist es natürlich trotzdem...

LG Torsten
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 14. Juli 2016, 09:00:17
@Torsten : Ja ich muß soviel wie möglich retten , denn wenn ich hier ausziehe wird im Garten die Kettensäge das Regiment übernehmen.  :(
Das ärgerliche bei Koniferen ist, daß sie die ersten Jahre kaum wachsen und erst nach 5 bis 8 Jahren loslegen und dann aber raketenartig . Deswegen habe ich auch viele zu eng gepflanzt. Den Fehler würde ich nicht wieder begehen.

Picea morrisonicola (Taiwan)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. Juli 2016, 09:11:48
@..... wenn es mit dem Hausverkauf klappt.
...
Außerdem sind mit Eisenhut u.a. ja auch hervorragende Gärtnereien vor Ort, in denen sich bestimmt die eine oder andere größere Spezialität finden lässt.

Du weisst, dass auch ich dir die Daumen drücke, Stephan...
'... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...'  :)
Und mit den Erfahrungen einen Neuanfang wagen, hat durchaus Vorteile und ist ein spannendes Projekt.

Auf Raritäten wie du sie jetzt hast, kannst du bei Eisenhut allerdings nicht hoffen - bei den Koniferen schon gar nicht (ausser vielleicht eine Cashmeriana, einige Magnolien und Kamelien). Leider vermehrt Reto von den gesammelten Schätzen seines Vaters im Parco nur sehr wenig, was ich allerdings bei den Koniferen auch verstehen kann, denn die werden einfach zu wenig verlangt und sind aus Schweizer Produktion zu teuer.

Aber die Quellen aus dem Norden stehen ja auch vom Süden aus zur Verfügung.  ;D

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 14. Juli 2016, 10:12:22
Irgendwie ist es seltsam mit Koniferen: Die Bau- und Gartenmärkte sind voll mit den üblichen Sorten von Thuja, Chamaecyparis, Leylandzypresse und Taxus und - hier jedenfalls - Säulenzypressen, auch in den Gärten sieht man überall viel zu groß gewordene Chamaecyparis, misshandelte Omorikafichten und Thujen.

Bei den GalaBauern sind Kenntnisse über Koniferen komplette Mangelware.

Und bei Biogärtnern und Naturschützern, so mein Eindruck, kommen Koniferen gleich nach Plastik und Schottergarten. 

Ausnahme (wenn man unter Koniferen allgemein Gymnospermen versteht): Ginkgo. Der "Urbaum".
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 14. Juli 2016, 22:20:38
Wie ist es mit den Fichten-und Tannenzapfen, kann man auf zum Teil sortenreinen Samen hoffen? oder ist alles hybridisch? Einige seltene Fichten haben Zapfen, so die Picea spinulosa und die brachytyla. Ich habe eben im Netz nach Picea brachytyla gesucht. Scheint keiner zu vertreiben. Lohnt es sich da einen Kletterer hochzuschicken ? Gibt es Samen im Netz? Ernten müßte man wohl im Herbst?

Picea brachytyla (nur oberste Spitze, unten kahler Stamm unterpflanzt) wohl 10m hoch
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 15. Juli 2016, 11:07:43
Zumindest bei Arten, die derselben Sektion angehören wie die zapfenbildende Art muss man wohl mit der Bildung von Hybriden rechnen, wenn solche Arten in der Nähe stehen. Vermutlich können aber wohl auch Arten aus unterschiedlichen Sektionen noch Hybriden bilden, bzw. bei Picea die meisten (alle?) Arten miteinander.
Deshalb wäre ich bei solcherart Saatgut skeptisch. Ernten würde ich es trotzdem - bei so seltenen Arten wie Picea brachytyla - aber daraus gezogene Pflanzen entsprechend bezeichnen.

Zur Kreuzbarkeit von Pinaceae (und anderen Gehölzen) habe ich hier etwas gefunden: http://www.fao.org/docrep/03650e/03650e04.htm

Zitat:
"The spruces (Picea) also show a relation between crossability, similarity, and distribution. In northern United States, Canada, and northeast Asia is a group of 6 species, each with a nearly separate distribution area and each with certain similarities to its neighbors. All attempted hybridizations within the group were successful but several attempts to cross those spruces with others outside it were not. Across northern Europe, Siberia, and northern China is another "chain" of similar species, within which crossing occurs very easily. The 6 species which inhabit the same mountain in Japan do not cross, but one of them can be crossed with mainland spruces. One of the notable exceptions to the general crossability pattern is the cross P. omorika x sitchensis, which has been successful in Europe."

Im verlinkten Text steht noch mehr zu dem Thema.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. Juli 2016, 11:54:33
Ich wünsche dir auch viel Erfolg und vor allem viel Kraft bei diesem Mammutumzug.
 Ich kenne das im Kleinen, bin ja auch von Hessen nach SH gezogen, musste allerdings auch fast alle Koniferen zurücklassen, da nicht mehr verpflanzbar. Insofern kostete es nicht so viel Kraft.
Ganz neu anfangen hat seinen Reiz, wie Barbara, schreibt, allerdings dauert es leider in unserem Alter zu lange, bis man dann wirklich wieder etwas Baumähnliches sieht, da viele seltene Koniferen einfach nur klein zu kriegen sind ( wenn überhaupt ). Glücklicherweise ist der Zuwachs am Lago anders als in Norddeutschland.
Solltest du Stecklingsmaterial von gut wurzelnden Arten wie Taxus,Cephalotaxus,Cryptomeria,Cunninghamia usw. eines Tages brauchen ( oder auch von Laub ), melde dich. Du hast ja viel mehr im Garten, aber sollte etwas verloren gehen....

Ich würde auch auf jeden Fall aussäen, Hybriden unterscheiden sich manchmal doch kaum und sind vor allem auch spannend. Aber kennzeichnen würde sie natürlich auch.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 15. Juli 2016, 14:09:06
Leider ist Picea brachytyla nah verwandt den nahstehenden Picea wilsonii und Picea spinulosa. Da werden dann wohl Hybriden rauskommen. Es scheint mir im Ernstfall, daß man die retten will, wohl eher Veredelungen in Frage zu kommen. Aber noch ist es nicht soweit, da leider das Denkmalamt den Kaufinteressenten verschreckt hat. Ich versuche es aber weiter.

Picea wilsonii (auch 1992 bei Esveld, jetzt immerhin bei Scheffield's noch Samen erhältlich).Ich mußte die schon mal wegen des Blicks kappen, deswegen untypischer Wuchs. Zukünftig keine Koniferen mehr in die Sichtachse pflanzen.Zuerst waren die so harmlos klein ;D

Hat jemand Erfahrungen mit den Samen von http://www.sandemanseeds.com oder https://www.sheffields.com/  ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 15. Juli 2016, 14:18:54
Ich hab bei Sheffield's und bei Sandeman's ein paar Mal kleinere Mengen bestellt. Die Qualität war sehr unterschiedlich. Ich würde dort wieder bestellen, aber definitiv nur noch Saatgut, von dem ich weiß, dass es problemlos lagerfähig ist.

Ich hatte von Sheffields mal Saat von Acer pentaphyllum bekommen, die war knochentrocken und völlig verschrumpelt.
Abies squamata: nichts gekeimt.
Cathaya: gekeimt, dann später eingegangen (dafür kann Sheffield nichts).
Poliothyrsis: Blüht jetzt gerade im Garten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 15. Juli 2016, 20:17:47
@bristlecone : Hört sich nicht sehr ermutigend an.  ???
Es gibt noch Schumacher https://www.treeshrubseeds.com/catalog
Sandeman listet nur, Sheffield und Schuhmacher geben auch eine Anleitung dabei.
Hast Du es mit der Abies squamata so gemacht wie Sheffield es angibt?
Schuhmacher hat die A.squamata auch und gibt eine Keimungsrate von 15-25% an.
0% wären da suboptimal."Seed requires 30-60 days cold cold stratification" heißt es,
aber man rätselt wie kalt (soll man die Frostphase des Gebirgswinters imitieren?).
Sheffield gibt teilweise das Erntejahr an. Bei Abies forrestii 2005. Vermutlich tiefgefroren,
da sonst wäre der ja viel zu alt??? Die Keimungsrate wird mit mageren 16% angegeben.
Möglicherweise muß man ein Forstlabor haben, um alle Parameter (Temp.Luft-und Bodenfeuchtigkeit etc.) genau zu kontrollieren, so daß der Samen garnicht für Laien
geeignet ist.  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 17. Juli 2016, 20:34:29
Ich hatte den Verdacht, dass das Saatgut von A. squamata überlagert war. Jedenfalls keimte auch nach Wochen nichts, irgendwann hab ich das ganze dann in den Garten gekippt.
(Wo es auch nicht gekeimt ist.  ;) )
Ich hatte auch mal Saatgut von Torreya grandis, das war verdächtig leicht. Und innen hohl.

Ein weiterer Saatanbieter ist http://www.cnseed.org/
Von dort habe ich vor einigen Jahren Saat von Sassafras tzumu bezogen, die war in Ordnung.
Dort bekommt man derzeit Saat von Nothotsuga, aber nur in einer viel zu großen Menge.
Falls jemand eine Plantage anlegen möchte...



Eine Frage zu seltenen Kiefern:
Ich such Pinus coulteri. Hat jemand eine Bezugsquelle für JUngpflanzen?

Und kennt jemand Freilandexemplare in Mittel- und Westeuropa von folgenden Kiefern:
Pinus torreyana
P. engelmannii
P. monophylla
P. pseudostrobus
P. ayacahuite
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: kasi † am 17. Juli 2016, 21:19:47
Ich habe sie selbst noch nicht gesehen, die mexikanische Weymouth-Kiefer. Aber ein recht stattliches Exemplar steht in der Sequoiafarm Kaldenkirchen in Nettetal (zwischen Duisburg und Venlo)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 17. Juli 2016, 21:25:08
Danke für die Auskunft, das klingt ja schon mal nicht schlecht.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Juli 2016, 21:33:02
Soviel ich weiß hat Jost Wallis eine größere engelmannii im Garten sitzen. Da kannst du mal nachfragen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: thogoer am 17. Juli 2016, 21:46:30
P. coulteri gibt es anscheinend hier,
http://www.piantevivai.com/vivaio/vivaio-conifere-esotiche.html
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 17. Juli 2016, 21:56:57
Bisschen weit weg, aber immerhin.
@Cryptomeria: Danke für den Tipp.
@Kasi: Hab mal nachgeforscht. In Kaldenkirchen steht wohl eine Pinus ayacahuite, auch als Mexikanische Weymouthkiefer bekannt. Auch sehr interessant und offenbar eine der härtesten mexikanischen Kiefern, aber nicht dasselbe wie P. pseudostrobus.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: kasi † am 17. Juli 2016, 22:43:39
Hattest Du nicht auch nach der Pinus ayacahuite gefragt, oder hab ich da was falsch berstanden? von dieser Art gibt es in Kaldenkirchen 2 Exemplare. Einer davon ist mit etwas über 20m der höchste dieser Art in Deutschland.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 18. Juli 2016, 08:12:37
Ja, stimmt.  :-[
Ich war durch den Namen "Mexikanische Weymouthkiefer" auf dem falschen Dampfer.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 18. Juli 2016, 08:36:04
Eine Webseite, auf der ausschließlich Koniferen, darunter auch seltenere, angeboten werden (Samen, Jungpflanzen, veredelte Pflanzen) ist diese:
http://conifersgarden.com/index.php
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 18. Juli 2016, 11:54:41
Zitat
von dieser Art gibt es in Kaldenkirchen 2 Exemplare.

Echt? Wo steht denn die zweite?
Unsere große hab ich vor einiger Zeit in diesem Thread schon kurz gezeigt (finds grad nicht).

Wir haben viele Koniferen-Raritäten beschaffen können. Was halbwegs groß genug zum Auspflanzen war, hat den recht milden Winter fast schadlos überstanden (ungeschützt, aber schattig sogar Glyptostrobus und Dicksonia).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: kasi † am 18. Juli 2016, 14:22:41
<Echt? Wo steht denn die zweite?>
Entschuldigung, dass haben meine alten grauen Zellen mistverstanden. Ich habe was von zwei Championtrees gelesen und gedacht das wären zwei Mexikaner. Bloß gut dass das Forum so gut mit aufmerksamen Lesern betstückt ist. :D
Da kann ich ja gleich fragen, was ich mit meinen Weihrauchzedern machen soll? Als ich das Umfeld um meinen "Kings canyon Tree" neu gestaltete fielen seine Samen auf Bördeboden und keimten, wie verrückt. Eine Reihe habe ich im Frühjahr gerodet und eingetopft. Wollte sie auf dem Staudenmarkt in Berlin verschenken, aber das Treffen mißlang. Nicht allen ist die Töpferei bekommen. Aber einige, darunter ein 1,2m großer,  stehen nun bei mir rum. In der zweiten Reihe, die auch noch raus soll ist er größte wie der BHU seiner Mutter = 1,76. Die hat übrigens eine Höhe von mehr als 15m erreicht bei einen Alter von 38 Jahren.
Drei Jahre jünger ist meine andere bemerkenswerte Kornifere, ein Sequoia gigantenum, aber genauso hoch. Einmal war es mir bei mehreren Versuchen gelungen, zig Samen zum keimen zu bewegen. Vielleich war da ja zufällig ein größerer Anteil von Grillasche im Kompost.
Meinen Ailanthus würde ich nicht als Rarität ansehen eher als Plage. Aber vielleicht ist das kein altissima, denn er ist eine Urlaubserinnerung aus Bulgarien. Eher würde ich meine bulgarischen Osagedörner dazu rechnen, die selbständig aus einer verbuddelten Frucht gewachsen sind.
Auf jeden Fall hat dieses kurze Kennenlernen in mir den Plan reifen lassen, mich mal auf den Weg Richtung Venlo zu machen
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Rainer03 am 19. Juli 2016, 22:02:17
Sollte die Frage zum Umpflanzen der Koniferen noch bestehen. Ich habe einmal

einen Baumschuler/Landschaftsgärtner mit einer Rodemaschine oder etwas ähnlichem

einen Garten plündern sehen. In Baumschulen gibt es Maschinen, die auch in einen

Hinterhof passen um Bäume und Sträucher zu auszugraben. Ich würde dort nachfragen

und vielleicht gibt es hier im Forum einen begeisterten Baumpfleger der Dir einige Samen

erntet.

Viele Grüße Rainer
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 20. Juli 2016, 20:21:24
@bristlecone : vielen Dank für die ungarische Koniferengärtnerei. Habe da mal drei Koniferen testweise bestellt:
Abies fanjingshanensis
 
Abies kawakamii
 
Pinus hwangshanensis

Sollen Veredelungen sein. Mal sehen , ob die aus Leittrieben gemacht sind. Bei Esveld hatte ich oft welche, die nur zur Seite wachsen wollten. Tannen die nur am Boden kriechen sind nicht gerade so mein Fall.Das meiste dort ist z.Zt.'out of stock', aber wenn es lieferbar sein sollte, haben die noch einiges was mich interessieren könnte. Pinus hwangshanensis hatte ich zwei, eine ist in einem harten Winter erfroren, die andere hab ich noch, mußte die aber wegen des Blicks stark entstellen. Werde Koniferen nur noch an die Ränder des Garten pflanzen.
 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 20. Juli 2016, 20:27:07
Gern Geschehen.

(War auch nicht ohne Eigennutz: Bitte berichte Näheres, wenn du die Pflanzen bekommen hast).

Hier kamen heute je eine Pinus monophylla und eine P. pseudostrobus an. Sämlinge bzw. jedenfalls mit Leittrieb.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 20. Juli 2016, 22:13:22
@bristlecone: die haben eben eine Nachricht geschickt, daß die Koniferen wegen Ferien erst am 22.8.kommen. Wenn Gärtnereien geschickt sind, können die mehere Leittriebe erzeugen, da wenn man den Leittrieb entfernt sich die obersten Seitentriebe an der Tanne oder Fichte aufrichten. Sehe ich gerade bei der Abies nephrolepis , die im März gekappt werden mußte. 4 Seitentriebe haben sich aufgerichtet. Bin gespannt was die liefern.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 20. Juli 2016, 22:20:23
Ja, ich weiß. Das schaffen sogar Chilenische Araukarien.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 22. Juli 2016, 10:47:32
Im Kalifornienreisethread hatte ich kurz etwas zu Pinus sabiniana geschrieben:

Auf den Hügelkuppen - leider kam man da nicht näher ran, aber an einer anderen Stelle habe ich Zapfen sammeln können - wachsen Kiefern.

(http://jayfox.de/Kalifornien%202016/_DSC7029.jpg)

Konkret: Pinus sabiniana, die Ghost oder Digger Pine, eine in Kalifornien endemische Kiefernart. Diese Kiefer hat nach Pinus coulteri, einer anderen Art, die auch in der Gegend wächst, die wir aber leider nicht gesehen haben, die größten Zapfen aller Kiefernarten überhaupt.

Hier mal ein Größenvergleich:

(http://jayfox.de/Kalifornien%202016/_DSC9274.jpg)


Habs gerad mal gewogen: Das Teil wiegt  knochentrocken knapp 700 g, ein anderer Zapfen noch etwas mehr. Die Zapfen von P. coulteri sollen trocken etwa doppelt so schwer sein.
So was gehört doch verboten! Wenn einem das beim Pilze suchen im Wald auf den Kopf fällt!


Diese Kiefernart ist hier in Europa nur sehr selten in Parks und Gärten zu finden. Zwei sehr große Exemplare stehen in Basel, in der Paul-Sacher-Anlage (beim Solitudepark) direkt neben dem Tinguelymuseum Richtung Rocheturm, am Rheinufer.
Beide sind im Baseler Baumkataster erfasst.
Die Bäume wurden 1970 bzw. 1990 gepflanzt, tragen reichlich Zapfen und wachsen (bislang?) einstämmig.

Wer also mal in Basel zum Rheinschwimmen oder ins Tinguelymuseum geht, mag einen Blick auf diese Bäume werfen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 22. Juli 2016, 11:00:26
Eine Webseite, auf der ausschließlich Koniferen, darunter auch seltenere, angeboten werden (Samen, Jungpflanzen, veredelte Pflanzen) ist diese:
http://conifersgarden.com/index.php
hier bin ich schon oft vorbei gefahren , zur theiß hecht und zander fischen

so einen großen zapfen würde ich auch gerne mal finden
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 22. Juli 2016, 11:15:46
Hecht und Zander - beneidenswert! Hab ich früher oft geangelt, in Schleswig-Holstein.

Kennst du die Gärtnerei/Baumschule oder warst du schon mal bei denen?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 22. Juli 2016, 11:21:00
nein nur die ortschaft
wenn ich was von der baumschule gewusst hätte wäre ich sicher hin, schade
aber dorthin fährt man in ungarn bei einigen baumschulen vorbei, riesengroße
wenn du mal in unsere gegend kommst kannst forellen angeln ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: kasi † am 22. Juli 2016, 16:58:04
Im Kalifornienreisethread hatte ich kurz etwas zu Pinus sabiniana geschrieben:

Der Zapfen auf deinem Bild kommte mir sehr lang vor, ist das ein coultery?
zum Vergleich mein großer Sabinianazapfen , der wiegt 830g bei einer Länge von 27 cm (ohne Stiel, der bleibt am Baum, wenn der Zapfen runter fällt). Mein Kleinerer wiegt nur 707g, dafür aber mit Stiel (ich habe ihn abesägt) und reichlich Samen. Aber soweit ich weiß,  ist der Baum nicht winterfest. Ich würde es dennoch gern mal probieren, "bei der Klimaerwärmung". Die Samen schmecken übrigens ganz lecker (die aus meinem Zapfen sind wohl zu alt zum Verzehr). Ich schicke aber gerne welche zu, wenn jemand einen Nußknacker hat und es probieren will.


Diggerpine Zapfen

 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: kasi † am 22. Juli 2016, 17:06:28
Übrigens, wenn jemand sich fragt, wie man solch sperrige Objekte im Reisegepäck transportiert. Einfach einige Tage ins Wasser legen, dann schließen sie sich, gut in Zeitung einwickeln und in eine Plastiktüte stecken.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 22. Juli 2016, 17:55:08
Es gibt ein paar ältere Exemplare von Pinus coulteri in Deutschland, u.A. wohl auch in oder bei Göttingen und im Rheinland. Die haben sich jedenfalls als winterhart erwiesen.

Ich denke schon, dass die von mir in Kalifornien gesammelten Zapfen vpn Pinus sabineana stammen. Ein paar Samen sind noch drin, aber alle, die ich bis jetzt rausgeprokelt habe, sind taub.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: kasi † am 22. Juli 2016, 20:38:52
Wo hast du sie gesammelt, da wo das Foto gemacht wurde?
Ich habe sie auf der Strecke von Eurika nach Redding gesammelt (auf halber Strecke lag ein Motel "big Bear" oder  so. Da habe ich die ersten bei einem Gewittersturm kennengelernt) und habe nie einen tauben Samen entdeckt. Die, die ich abgesägt habe sind von kleineren Bäumen an Böschungen aber auch die waren nicht taub.
Ich habe allerdings beim Fahren nur nach der Diggerpine Ausschau halten können, da man die leicht an ihrer grauen Benadelung erkennen konnte. Die coultery kannte ich gar nicht. Wenn du willst schicke ich dir ein paar Samen, wie es drinnen aussieht weiß ich aber nicht.
Weißt du wo man Coulterysämlinge oder Babybäumchen bekommen kann?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Zwiebeltom am 22. Juli 2016, 21:36:52
Es gibt ein paar ältere Exemplare von Pinus coulteri in Deutschland, u.A. wohl auch in oder bei Göttingen und im Rheinland. Die haben sich jedenfalls als winterhart erwiesen.

Ein Exemplar gab es doch zum Forumstreffen (bei Nina & Thomas) im Botanischen Garten Bonn zu sehen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 24. Juli 2016, 12:13:41
hallo Forum,
bin das erste mal hier und hoffe, mein wissen über Koniferen hier etwas zu verbessern,
und vielleicht den einen oder anderen interessanten beitrag zu leisten.
da die coulter-kiefer Thema war, und ich davon ein paar wenige Exemplare zum keimen gebracht habe,
werde ich die entsprechenden bilder einstellen
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 24. Juli 2016, 12:16:05
hier das richtige bild,
das obere bild zeigt die kleinen von oben
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 24. Juli 2016, 12:22:04
Oh, da wird bristlecone aber Freude haben!  :D

Willkommen hier im Forum Dulf1, und speziell bei den Koniferenverrückten.  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 24. Juli 2016, 13:11:46
Herzlich Willkommen!
Ich bin auch über jeden Koniferenverrückten begeistert.
Am Neckar ist natürlich schonmal ne tolle Klimazone.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 24. Juli 2016, 14:39:42
hallo Forum,
bin das erste mal hier und hoffe, mein wissen über Koniferen hier etwas zu verbessern,
und vielleicht den einen oder anderen interessanten beitrag zu leisten.
da die coulter-kiefer Thema war, und ich davon ein paar wenige Exemplare zum keimen gebracht habe,
werde ich die entsprechenden bilder einstellen

 :D
Willkommen im "Arboretum"!
Darf ich fragen, woher das Saatgut der P. coulteri stammte?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 24. Juli 2016, 19:52:42
gerade jetzt sehe ich eine riesentuja im tv , vancouver 18 m umfang 2500 jahre alt
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 24. Juli 2016, 22:26:06
hab ich mir schon gedacht, dass das jemand wissen will, verständlicherweise, denn ich habe auch schon aus anderen quellen bezogen, die aber alle nichts getaugt haben .....
von diesem Lieferanten habe ich übrigens auch samen der zuckerkiefer erhalten, auch davon sind 3 stück aufgegangen, allerdings hat sich eine davon inzwischen verabschiedet, aber die beiden anderen gedeihen prächtig, eine davon hat sich bereits verzweigt.
falls ihr bilder sehen wollt, geht auf meine web-site, da gibt´s noch mehr seltene conifers ......
Link entfernt!1

aber jetzt erst mal den Lieferanten
PS: das lief damals unter ebay, und da ist er im moment nicht aktiv ...

Fa. Hobby Seeds
Darius Junevicius
1410 S Federal Hwy #107
Lake Worth, FL 33460
USA
Telefon: 773-360-0090
jundar73@Link entfernt!1
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 24. Juli 2016, 22:30:51
eigene .....    mammutbaum . info

lieferant .....  gmail . com
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 25. Juli 2016, 09:13:51
Also die hier: http://www.mammutbaum.info/
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 26. Juli 2016, 22:11:16
frage .....
hat jemand ne Ahnung, ob, und wenn ja, wie man eine pseudolarix amabilis per Steckling vermehren kann ?
lt. Literatur ist das wohl nicht möglich .....
an einer meiner kleinen Pflänzchen stehen drei spitzentriebe, das würde sich doch geradezu anbieten ...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: HappyOnion am 27. Juli 2016, 12:28:29
Ist nicht von Erfolg gekrönt worden die Versuche die hier im Anbaugebiet (Ammerland) gelaufen sind. Vermutlich benötigt man eine Hormonkonzentration die viel höher ist, als es aktuell zu bekommen ist. Absenken oder Abmoosen (Bonsai) könnte vielleicht funktionieren. Sämlinge gibt es oft bei Fa. Wittbold-Müller.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 28. Juli 2016, 13:39:24
Die gute Nachricht: Gestern kam die bestellte Weißheit für meinen Garten.
Die schlechte Nachricht: Ob ich die noch erleben werde...  :-\



Stecklingsvermehrung von Pseudolarix gilt als sehr schwierig. Veredelung auf Larix soll möglich sein. Lohnt aber bei dem geringen Bedarf an Pflanzen vermutlich nicht, zumal Saatgut ohne allzu größere Probleme beschafft werden kann.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 29. Juli 2016, 18:58:19
Hmm - WAS kam da genau an?  ???
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 29. Juli 2016, 23:42:37
danke für die antwort,
hab ich mir ja schon gedacht, werde es aber trotzdem mal probieren ....
darin liegt ja gerade die herausforderung
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 29. Juli 2016, 23:52:58
neue frage .....
hat jemand eine gute und günstige lösung, um die Bedürfnisse von einzelnen bäumen zu kennzeichnen ?
ich denke an:
winterhärte
Feuchtigkeit
sonne/Halbschatten/schatten
boden sauer/neutral/alkalisch
usw.
vielleicht mittels symbole
bei den ca. 200 bäumen, die ich hier rumstehen habe, wäre das toll, wenn man auf einen blick sehen könnte,
welche bedingungen die pflanze gerne hätte ...
vielleicht ein stecksystem, o. ä.
na denn, haut rein ...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 30. Juli 2016, 08:43:54
Hmm - WAS kam da genau an?  ???

Eine Jungpflanze von Pinus bungeana.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: kasi † am 31. Juli 2016, 14:34:53
Ich habe eben entdeckt, dass meine Weihrauchzeder (calocedrus de cuirrens) jede Menge Samenzapfen hat. In ca. 4-6 Wochen werden sie sich öffnen. Wenn jemand Interesse an Samen hat, bitte melden, sonst sind sie je nach Windlage nur Material für den Straßenbesen oder den Werkstattstaubsauger. Ich kann auch größere Mengen liefern -kostenfrei-.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 02. August 2016, 21:21:35
hier neuestes Bild meiner beiden Zuckerkiefern (Pinus lambertiana)
rechte Pflanze bereits mit Verzweigung, hurra 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 04. August 2016, 08:43:38
Hmm - WAS kam da genau an?  ???

Eine Jungpflanze von Pinus bungeana.

O.k. verstehe - ja, kommt halt drauf an, ob du alt wie Methusalem werden willst...  ;D
Trotzdem würde ich ja gern mal einen alten Baum mit solcher Rinde sehen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 05. August 2016, 19:03:22
Habe gerade bei Ebay (man staune) die Taiwania gekauft. Sind noch 4 verfügbar:
http://www.ebay.de/itm/111902273245?_trksid=p2060353.m1438.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT
Kostet mit Versand aus UK 18 €
Auch die Pinus yunnanensis und die Tsuga chinensis konnte ich auf Ebay finden:
http://www.ebay.de/itm/122040716693?_trksid=p2060353.m1438.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT
http://www.ebay.de/itm/122040753277?_trksid=p2060353.m1438.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT
Der Verkäufer dieser beiden chin.Koniferen hat eine Menge Sämlingspflanzen, teilweise Raritäten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 05. August 2016, 19:26:24
Auch auf Ebay verkauft ein Chinese aus Taiwan seltenen Koniferensamen angeblich frisch:
http://www.ebay.com/sch/f68031201/m.html?item=322095586683&hash=item4afe649d7b%3Ag%3AT8QAAOSwh-1W4%7Ean&rt=nc&_trksid=p2047675.l2562

Von der Keteleeria evelyniana hatte ich selbst mal Samen in Yunnan gesammelt. Der Samen ging leicht auf, aber die Jungpflanzen sind mir nach 3 Jahren in einem harten Winter erfroren.
Sie kann wohl nur kurzfristig bis -12C aushalten. Cephalotaxus olivieri und Nothotsuga longibracteata (als Tsuga longibracteata)sind ähnlich in der Härte.
Pinus fenzeliana bzw. Pinus kwangtungensis - Samen soll leicht aufgehen. Sie dürfte hart sein.
Amentotaxus yunnanensis ist nur bis -6C hart, also Zone  9.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 05. August 2016, 22:16:00
Bei der deutschen Ebayadresse wird auch Podocarpus macrophyllus angeboten.

Interessante Konifere, und offenbar zumindest im Westen Deutschlands ausreichend winterhart. Ein von mir aus Saat angezogenes Exemplar hat schon -18 °C und wochenlangen Dauerfrost unbeschadet überstanden, wächst allerdings sehr langsam.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 18. August 2016, 20:00:24
Taiwania cryptomerioides ist per Post heil aus England angekommen. :D
Die kann erst in 1 bis 2 Jahren ausgepflanzt werden...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 18. August 2016, 20:09:06
Glückwunsch  ..... so hat meine auch ausgesehen, als ich sie im Frühjahr, ebenfalls aus GB; erhalten habe, und nun ...., kuckst du ....,
das Teil macht mächtig Freude, die wächst enorm und sieht Bombe aus ...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 18. August 2016, 20:22:10
@Dulf1: scheint schnell zu wachsen. Ab welcher Größe würdest Du die auspflanzen?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 19. August 2016, 19:49:08
hi Stephan,
ich würde sagen: es kommt darauf an ...
prinzipiell ist es ja am Besten, wenn die Pflanzen möglichst früh an den endgültigen Platz gepflanzt werden,
nun kommen aber die "Abers" ...
1. gibt es potenzielle Fressfeinde ? dann eher, wenn die Pflanze schon etwas größer ist.
2. Frostschutz !? eine ganz junge Pflanze verträgt eher gar keinen Frost, also ebenfalls etwas später.
3. wenn auspflanzen, dann im Frühjahr, wenn keine größeren Fröste mehr zu erwarten sind,
ausserdem hat die Pflanze entsprechend viel Zeit, um gut zu durchwurzeln, was die Chancen erhöht,
den nächsten Winter zu überleben, dann noch etwas Winterschutz und dann nur noch "Hoffen"
Bei mir sieht die Sache eher so aus, dass ich meistens lange Zeit nicht weiß, WOHIN ich meine Bäume
pflanzen soll ...., mein Grundstück besteht aus zwei Arealen, 1. den unteren Bereich,
der früher ein Wochenendgrundstück war und inzwischen schon ziemlich voll ist mit Bäumen,
der 2. Bereich ist ein kleiner Wald, der erst noch "befreit" werden muss,
bevor ich dort meine kleinen Schätze einbringen kann.
Also ich hab noch keine Zeitschiene für meine Taiwanie, aber ich würde sie gerne in der Nähe
meiner Wollemie auspflanzen, außerdem habe ich auch noch die Fitzroyas, die möchte ich eigentlich auch dort haben ....
wie du siehst, die Probleme sind nicht klein .....
PS: ich hab mir das noch mal angesehen, unsere beiden Taiwanien könnten aus der gleichen Saat stammen,
ich habe meine ja auch aus GB, nur eben schon im Frühjahr, meine ist jetzt knappe 60 cm ab Topfoberkante
Gruß aus Heilbronn
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 26. August 2016, 18:45:10
@Dulf1 : meine Taiwania war von Paragonplants in ROmsay/UK (über ebay). Die ist zu weich um auszupflanzen. Abwarten wie sie wächst. Vermutlich werde ich sie zwei Jahre überwintern und im Frühjahr 2018 auspflanzen. Platz habe ich schon geschafft. Ich habe mehere Bambusse an der Grundstücksgrenze gerodet. Eine Juglans mandshurica werde ich fällen lassen. Wird zu breit, wächst in meine seltene Koniferen hinein.
Man muß im Garten nach 30 Jahren Wachstum genauso mal umbauen wie bei einem Haus.
Grüße nach Heilbronn

Bei der deutschen Ebayadresse habe ich noch die Glyptostrobus pensilis genommen. Photo unten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 26. August 2016, 18:48:35
inzwischen sind auch die 3 Koniferen von Conifers Garden, Ungarn angekommen.
Mit der seltenen Abies fanjingshanensis bin ich zufrieden. Scheint nicht aus einem Leittrieb geschnitten zu sein, aber könnte vielleicht aufrecht wachsen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 26. August 2016, 18:52:35
...aber die Abies kawakamii läßt sehr zu wünschen übrig. Ob die jemals aufrecht wächst ?
Außerdem sind die terminalen Triebe gelblich. Die könnte in naher Zukunft nadeln und das war's dann. >:(
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 29. August 2016, 21:16:17
na, sagt ich doch ....,
unsere Taiwanien sind garantiert aus der gleichen Zucht,
meine ist ebenfalls von paragonplants, allerdings habe ich gesehen,
dass ich meine schon 2015 erworben habe ...., frag mich aber nicht, wie ich sie
über den Winter gebracht habe, ich weiß es nicht, hab zu Viele Bäume  :)
zur Winterhärte denke ich ..... die Gattung kommt im Wesentlichen aus China,
und das Verbreitungsgebiet ist entsprechend "Riesig"
da kann man unmöglich sagen, wie der exakte Pflegebedarf "unserer Exemplare" ist.
außerdem gibt es in einigen Arboreten in der BRD Exemplare,
die schon viele Jahre auf dem Buckel haben ....
denke, man muss sie an einen möglichst geschützten Ort pflanzen, noch Winterschutz
geben und hoffen, so long
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. August 2016, 21:30:20
@Stephan:
Wenn ich mich richtig erinnere , hast du doch Keteleeria im Garten stehen. Wenn diese gedeiht und bisher überlebt hat, wächst auch Glyptostrobus und Taiwania. Geschützt gepflanzt mit in den ersten Jahren etwas Winterschutz würde ich keine Probleme sehen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Waldschrat am 29. August 2016, 21:34:14
Ich habe nun neu eine Torreya nucifera und T. californica (im Frühjahr kommt eine T. jackii dazu). Die sind aber noch arg klein. Sollte ich sie noch im Pott lassen und ins ungeheizte Folienzelt stellen oder rabiat auspflanzen?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 29. August 2016, 21:35:36
Ich hab alle Torreya als Jungpflanzen ausgepflanzt. Bislang ohne irgendwelchen Probleme.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 29. August 2016, 21:41:28
@Stephan:
Wenn ich mich richtig erinnere , hast du doch Keteleeria im Garten stehen. Wenn diese gedeiht und bisher überlebt hat, wächst auch Glyptostrobus und Taiwania. Geschützt gepflanzt mit in den ersten Jahren etwas Winterschutz würde ich keine Probleme sehen.
VG Wolfgang

Mein Text, den ich gerad geschrieben und gepostet hatte, ist im Nirwana gelandet.  :P

Also nochmal:
Glyptostrobus halte ich für empfindlicher als Taiwania und Keteleeria.

Zitat Nimsch: "Ein Auspflanzungsversuch im Freiburger Arboretum ergab, dass die Pflanze zwar mehrere Jahre die Winter ungeschützt überstanden hat, jedoch keine Höhenentwicklung vollzogen hat." (Quelle)
Taiwania hält dort in Günterstal bislang gut aus und entwickelt sich sehr schön.
Keteleeria sollen (in WHZ 8 ) eher Spätfröste als Tiefsttemperaturen zu schaffen machen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. August 2016, 22:07:17
Es wird stark vom Kleinklima abhängen.
Keteleeria sind bei mir alle immer erfroren.Taiwania sind in den Jahren 2009 bis 2012 von 5 Ex. 4 erfroren, 1 hat überlebt. Seit 2 Jahren sitzt Glyptostrobus p. ' Wooly Mammouth ' im Freien und hat -11/-12°C ( die letzten beiden Winter waren nicht kälter ) unbeschadet ohne Schutz überlebt. Das hat alles keine Aussagekraft, weil die Zeit zu kurz ist. Es sind kleine Anhaltspunkte. Wenn man will, muss man experimentieren und Verluste hinnehmen. Bleiben die Winter moderat, bis die Pflanzen größer sind und sich etabliert haben, besteht in geschützten Lagen sicher  eine gute Möglichkeit.
Andererseits schützen die Exotenfreunde mit Lichterschläuchen, Metallzylindern u.ä. Da lässt sich sicher einiges über einige Jahre machen. Ich habe damit aber keine Erfahrung.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 05. September 2016, 21:15:33
weiß jemand, wo man eine Pinus palustris herbekommt ?
hatte mal eine über "treemail" bestellt und auch bekommen,
das Erdsubstrat mit der Pflanze hatte oben eine Kantenlänge von ca. 4 cm (!)
und war ganz frisch in einen 5-Liter-Topf eingetopft, aber leider völlig ungeschützt,
die Erde war fast vollständig aus dem Topf herausgefallen, der kleine Baum auch,
die Pflanze war natürlich tot ....., Ersatzlieferung Fehlanzeige, Geld zurück ebenfalls Fehlanzeige.
Kosten: Pflanze 19,50 € Versand 25,- € (!) ich glaube, die Ware kam aus Tschechien ...
Seither habe ich keinen Lieferanten mehr gefunden, Saatvermehrung bisher erfolglos ...

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 06. September 2016, 11:12:47
Versuch's mal bei Hulsdonk.

Deine Erfahrung mit treemail bringen mich ins Grübeln, ob ich dort wirklich bestellen sollte.  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 10. September 2016, 16:06:56
@bristlecone,
danke für den Tipp, leider haben die nichts im Bestand,
aber die Website macht für mich nen sehr brauchbaren Eindruck,
leider habe ich am 2. Sonntag im September keine Zeit,
sonst wäre ich evtl. auf diesen Sammlertag gefahren, hört sich sehr gut an,
werde ich vlt. nächstes Jahr einplanen ...
so long
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 24. September 2016, 14:05:33
So, die Pinus monophylla ist ausgepflanzt. Hat einen der sonnigsten und trockensten Plätze im Garten bekommen. Vielleicht sollte ich ihr gleich noch ein paar Yuccas an die Füße pflanzen.

Was die auf Pseudotsuga menziesii veredelte Cathaya angeht, die ich von Hulsdonk hatte: Sah bis letzte Woche gut aus, dann innerhalb einer Woche Exitus, alle Nadeln abgefallen, Rinde braun.

Wie ich von einem Koniferenspezialisten gehört habe, sind auch alle anderen derartigen Veredelungen von Cathaya nicht von Dauer gewesen.

Also weiter auf Saatgut setzen (das derzeit kaum zu kriegen ist), und vielleicht andere Unterlagen ausprobieren (chinesische Pseudotsuga? Sind selbst sehr selten. Vielleicht Tsuga?).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 22. Oktober 2016, 15:07:29
Hat jemand von euch Erfahrungen mit der in China heimischen Konifere Nothotsuga longibracteata?
Die scheint in Mitteleuropa kaum in Kultur zu sein.

Ein Anbieter in China bietet Saatgut an, siehe http://store.cnseed.org/plus/list.php (nach Nothotsuga suchen).

Ich habe bei dem Anbieter schon mal bestellt, Saat von Sassafras tzumu. Die war in Ordnung und keimfähig.
Aber was soll ich mit 450 g Saat von Nothtsuga?
Mit anderen Worten: Hätte noch jemand Interesse? Dann bitte eine PM an mich.

Cathaya argyrophylla steht übrigens auch auf deren Liste.  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 23. Oktober 2016, 17:20:30
@bristlecone : Die Nothotsuga - wenn sie denn echt ist - gibt es auf Ebay für 2,99 $ / 30 seeds: http://www.ebay.de/itm/322124968332?_trksid=p2060353.m1438.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

Ich hatte dem Anbieter in Taiwan geschrieben :

The first photo in your offer shows Tsuga canadensis and the third Tsuga diversifolia. Tsuga or now renamed as Nothotsuga longibracteata differs from Tsuga in the erect (not pendulous) cones with exserted bracts. See pics : http://www.zhiwutong.com/dan_tu/52/42294.htm or: http://www.chinabaike.com/article/316/327/2007/2007022050379.html or : http://blog.sina.com.cn/s/blog_4d13d8210100qkoj.html . So please tell me whether you are sure that your offer is (Notho-)Tsuga longibracteata ? I'm collector of chinese conifers. The Genus Pseudotsuga as well as Tsuga has pendulous cones. That's why Tsuga longibracteata with erect cones was transferred to a Genus of it own called Nothotsuga. Kind regards.

Der Anbieter antwortete :

I of Images from google
It may be wrong

Die Cathaya interessant, aber ob die Saat aufgeht  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 12. November 2016, 19:08:49
Das Schild dieser, m.E. Cryptomeria, ist verschwunden... wie auch immer.
Kann jemand aus den Blütenständen erschliessen, welche das sein könnte?

(http://up.picr.de/27414709uo.jpg)  (http://up.picr.de/27414405ck.jpg)

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 14. November 2016, 15:40:50
Hallo Barbara,
ich habe erst eben deine Anfrage gelesen: Das ist Cryptomeria japonica ' Monstrosa Nana'. In diesem Alter nicht von ' Monstrosa ' zu unterscheiden, aber ' Monstrosa ' viel seltener angeboten. Dagegen ' Monstrosa Nana ' häufig und deshalb viel wahrscheinlicher. Also eher die kleiner bleibende Variante.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 14. November 2016, 17:58:26
Danke Wofgang!
'Monstrosa Nana', genau... die hatte ich irgendwo mal als kleine Pflanze mitgenommen und war nicht drauf gefasst, dass sie im versenkten Topf in 2 Jahren so gross geworden ist.  :)
2x2m in 20 Jahren hatte ich mir mal notiert - die sicher sehr alte Pflanze im Park der Villa Taranto habe ich ziemlich riesig in Erinnerung.
Mehr als einen halbsonnigen Platz kann ich ihr nicht bieten, meine aber, dass sie den vertragen sollte.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Tephrocactus am 14. November 2016, 18:17:21
wunderbares Gebiet! Ich hab mich in die Pinus coulteri verguggt- wer kanns einem verdenken- hat jemand Erfahrung mit diesem "Witwenmacher"? Möchte mir ggf. eine zulegen, hab nach elendig langem Suchen eine kleine Quelle gefunden, wären 260km einfach von mir, wärs mir wert, weil leider nicht verschickt. Oder gibts ähnliches mit extrem langen, aufrechten Nadeln? Ich habe eine P.jeffreyi "Joppi", die gefällt mir auch sehr gut, aber sie wächst ziemlich langsam und ist für den Bereich wo ich sie gerne haben möchte, zu gering. Gibt es auch schöne Zuchtformen/Selektionen von ponderosa? Und wenn ja, wo? Wie gesagt, hab ich schon ewig gegoogelt, aber komm da nicht wirklich weiter- wäre für jeden Tipp dankbar- merci!  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 15. November 2016, 14:20:38
Ich suche einen Platz für Torreya fargesii yunnannensis, kann aber nichts im Netz finden zu Boden, Licht und Wasserbedarf.
Steht sie wie die meisten Torreya am liebsten halbschattig? Und ob sie mit eher kargem Boden zurechtkommt?

Dann habe ich vor kurzem noch eine stark gefährdete Rarität geschenkt bekommen, für die ich in meiner Auspflanzplanung einen optimalen Platz finden möchte, aber auch herzlich wenig finde: Dacrycarpus dacrydioides. Wer hat da Infos oder muss ich komplett experimentieren?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 15. November 2016, 14:30:20
Bei Torreya würde ich davon ausgehen, dass die wie alle T. halbschattig bis schattig gedeiht.

Die Dacrycarpus (ich ahne, woher die stammt!): Schau mal bei http://www.conifers.org/topics/nztrees.htm, konkret hier: http://www.conifers.org/po/Dacrycarpus_dacrydioides.php *

Aber ich hätte da sogar im Tessin Bedenken wegen mangelnder Winterhärte.

*"Within its range, mean annual temperature is 11.0°C, with an average minimum in the coldest month of 1.6°C, and a mean annual precipitation of 2913 mm"

Die geben der Pflanze hardiness Zone 9.

Hillier's sagt: "A small tree in the mildest part of the British Isles." Kennst du jemanden, der direkt am Lago wohnt? Dort würde ich dem Baum eine reelle Chance einräumen. Am beste direkt am Ufer, ins Nasse.

Der "Nature Guide to the New Zealand Forest" beschreibt den "Kahikatea Swamp Forest" und sagt über den Kahikatea (= D. dacrydioides)
"Tolerates water-logged soils, dominant tree in the swamp forests, very well equipped to live in wet places, send up Pneumatophores above the surface of the swamp."

Also so etwas wie die Sumpfzypresse Neuseelands.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. November 2016, 18:37:45
Ich habe Torreyas auch alle halbschattig. Das ist o.k.
Dacrycarpus hatte ich einige Jahre. Ist sehr schnell gewachsen, so dass er irgendwann im Winter mit knapp 3m nicht mehr reinpasste. -8°C/-9°C hat er weggesteckt. Das dürfte aber die Grenze sein. Ein Freund hatte nicht weit von mir hier auch einen Auspflanzversuch gewagt,  sehr geschützt , aber keine Chance über mehrere Winter. Lässt sich gut bewurzeln, so dass man sich vor dem Auspflanzen  einen kleinen sichern kann. Sehr spannende und skurile Nadelfarbe.
VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 16. November 2016, 10:00:36
Danke ihr beiden.

Ja, die Nadelfarbe des Dacrycarpus und eigentlich die ganze Pflanze sind schon sehr speziell.
Das mit der Sicherheitskopie ist ein guter Tipp, den ich sicher beherzigen werde. Wenn das Kleinod nicht so gross würde und dann noch schnell wächst, könnte ich ihr einen sehr geschützten Platz bieten, allerdings auch sonnig, wie die meisten Plätze, die jetzt noch zur Verfügung stehen würden. Ob er das mögen würde?

Wolfgang, was hat dein Freund für Boden und wie feucht hat er den Dacrycarpus gehalten... sonnig oder halbschattig?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: michaelbasso am 16. November 2016, 12:33:26
Dacrycarpus, sehr schöner Baum :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 16. November 2016, 14:39:35
Bis jetzt ist er noch ein Baby-Bäumchen.  :)

Dacrycarpus dacrydioides

(http://up.picr.de/27449394dn.jpg)

(http://up.picr.de/27449395ro.jpg)  (http://up.picr.de/27449396ot.jpg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 16. November 2016, 15:59:05
Er hatte ihn geschützt  unter Bäumen, also schattig. Er wohnt hier um die Ecke, also recht feuchtes Klima.
Ich habe ihn als völlig problemlos, was den Standort betrifft, erlebt. Bei mir im Topf stand er manchmal sehr trocken, aber nach Regengüssen stand er auch im Wasser. Er sah immer kerngesund aus, sowohl in der Sonne, als auch im Schatten.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 16. November 2016, 17:48:16
Vielen Dank, Wolfgang.
Da hast du ja einen ganz und gar anspruchslosen Freund, wenn man's so rasch liest... !!  ;D ;D

Da werde ich also mal ein Plätzchen suchen, hat ja noch Zeit GsD.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: hjkuus am 17. November 2016, 09:24:08
Pan Global Plants haben eine winterharte form von Dacrycarpus dacrydioides: http://www.panglobalplants.com/plants-for-sale/shrubs/D/1/
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. November 2016, 09:48:07
Danke H.-J.
das klingt interessant für den Kölner Raum, die Pfalz etc. Sonst sind -12°C kaum ausreichend. Aber in den ersten Jahren mit gutem Schutz dort sicher ein Versuch wert. Jedenfalls eine ( für mich ) sehr spannende Konifere. Bei dir könnte das vielleicht auch klappen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nina am 17. Februar 2017, 14:06:52
Ich habe heute erstmals einige Abies pinsapo glauca Sämlinge bei uns entdeckt. Falls jemand Interesse hat. Einfach melden!  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gänselieschen am 17. Februar 2017, 14:30:00
Du hast Pohost!  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nina am 17. Februar 2017, 14:55:35
Nicht nur von Dir!  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 25. Februar 2017, 21:29:07
Ihr könnt mir doch bestimmt sagen, wie diese hübsche Kugel heißt, oder?

Fiel mir heute im Mannheimer Luisenpark positiv auf...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 25. Februar 2017, 22:37:33
Ist auf jeden Fall eine Cryptomeria japonica-Sorte, welche weiß bestimmt Cryptomeria  ;D
'Globosa Nana' sieht auf Bildern sehr ähnlich aus.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 25. Februar 2017, 22:58:23
Andere ähnliche Sorten sind 'Little Sonja' und 'Little Champion'.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: MarkusG am 25. Februar 2017, 23:07:54
ich glaube, es ist globosa nana, den habe ich nämlich im Herbst gepflanzt, ist mir heute auch aufgefallen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 26. Februar 2017, 10:28:06
' Globosa Nana ' stimmt.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 26. Februar 2017, 16:28:33
Danke euch!
Die werde ich mal im Hinterkopf behalten, falls irgendwo mal ein Plätzchen frei werden sollte...

Scheint es auch auf Stamm zu geben. Dafür würde sich eher eine Stelle finden.
Hat jemand damit Erfahrung?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. Februar 2017, 09:27:07
Sie bleibt nicht klein. Je nachdem 1x1m bis 1,20 bis 1,50m in 10 Jahren. Auf Stamm würde ich dann lieber ein kleiner bleibende nehmen wie ' Little Sonja ' o.a. Es gibt auch sehr viele kleiner bleibende Sorten. Hoch veredelt ist die Auswahl natürlich gering.
Schau, was du m Angebot findest. Dann kannst du dich nochmal melden.
VG.Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 27. Februar 2017, 09:39:44
Sie bleibt nicht klein. Je nachdem 1x1m bis 1,20 bis 1,50m in 10 Jahren.

Ja, das habe ich inzwischen auch gelesen. Dürfte ein wenig üppig sein für einen kurzen Stamm.
Dann müsste man vermutlich doch schneiden.
Aber ich behalte die Art auf jeden Fall mal im Auge.
Schön fand ich sie schon immer, aber vor allem die angegebenen Boden-/Feuchtigkeitsverhältnisse hatten mich, außer Platzmangel, bislang abgehalten.

OT: Was ist eigentlich aus dem Cornus und dem Buchs geworden?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. Februar 2017, 09:47:52
Alles gut. Es sind ganz viele Buchs geworden, die ich jetzt im März vereinzeln werde. Nächstes Jahr werde ich sie auspflanzen. Cornus kann dieses Jahr schon in die Freiheit entlassen werden.

Wenn die Cryptos nicht zu trocken ( auch lufttrocken ) stehen, sind sie recht pflegeleicht. Man muss es ausprobieren, weil oft die kleinklimatischen Verhältnisse stark mit eintscheidemd sind. Nur sehr kalte , trockene Winde bei voller Sonne mögen sie nicht. Aber welcher Immergrüne mag das schon?
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 27. Februar 2017, 14:00:23
Alles gut. Es sind ganz viele Buchs geworden, die ich jetzt im März vereinzeln werde.
Freut mich. Hier stecken auch noch welche im Beet. Als ich im Herbst vorsichtig nachgeschaut habe, hatten sie aber noch keine Wurzeln. Sahen trotzdem gut aus... ???

Zitat
Wenn die Cryptos nicht zu trocken ( auch lufttrocken ) stehen, sind sie recht pflegeleicht.
Das wird dann hier vermutlich das Problem sein...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. Februar 2017, 19:36:10
OT:Das war bei mir komischerweise auch so. Ich wollte letztes Jahr schon vereinzeln und habe bei einem Pott nachgeschaut. Überhaupt keine Wurzeln, sahen aber auch gut aus. Ganz anders als bei normalem grünblättrigem Buchs. Da geht es bei meinen Stecklingen ratz-fatz. Jetzt werde ich demnächst wieder nachschauen und hoffe, dass sich doch etwas getan hat.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 08. März 2017, 16:15:12
Schau, was du im Angebot findest. Dann kannst du dich nochmal melden.
VG.Wolfgang

Gestern im GC:
'Little Champion'  auf allerdings relativ kurzem Stamm (ca. 45 cm)
25 € kam mir günstig vor (viele Schneeglöckchenzwiebeln sind teurer ;)), deshalb konnte ich nicht widerstehen..
Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, ob ich sie in einen großen Kübel oder ins Beet setze.
Foto kommt die Tage, heute regnet es ununterbrochen.

Grundsätzliche Frage:
Falls mir die Krone im Verhältnis zum Stamm doch irgendwann zu üppig wird, kann man die Kerlchen notfalls schneiden?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 26. März 2017, 19:05:18
Ich hatte heute einen Koniferenexperten aus Sachsen da:
Meine aus England bezogene Taiwania ist eine Cryptomeria  :o
Wo soll ich nun mein Sargholz hernehmen, was noch 20 bis 30 Jahre wachesen soll?  >:(
Ich muß dringend eine genuine Taiwania-Quelle auftreiben. Schon kleine Pflänzchen müssen
ganz harte , stechende Nadeln haben, sonst ist es eine Cryptomeria wie bei mir.
Auch die Glyptostrobus ist nicht echt und die Torreya grandis soll eine Torreya nucifera sein,
während die Toreya nucifera eine Hybride zwischen nucifera und californica. Die Toreya californica
und taxifolia sollen echt sein. ???
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 26. März 2017, 20:08:11
Hallo Stephan,
eine sehr gute Quelle für Taiwania ist Ulf Bartels ( Böhlje ). Frage da mal nach. Gute Qualität. Torreya habe ich auch einige, da bin ich mir auch nicht sicher. Glyptostrobus kann man eigentlich ganz gut von Taxodium unterscheiden.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Willydendron am 26. März 2017, 21:24:35
Bei Böhlje stehen echt schöne sachen. Zu meiner Lehrzeit gab es dort auch noch 5 schöne Taiwania cryptomerioides.  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: agarökonom am 27. März 2017, 07:54:21
Fällt jemandem eine Konifere ein die gelbe fadenförmige Jungtriebe hat und Baumhöhe erreicht ? Im Prinzip wie Thuja orientalische"Franky Boy" in groß werdend ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. März 2017, 10:58:54
Vielleicht müsstest du mal ein Foto einstellen. Spontan fällt mir zunächst die Chamaecyparis pisifera ' Filifera '- Gruppe ein.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Rib-isel am 27. März 2017, 11:20:07
Meinst du sowas, nur in groß?

http://findflower.info/pic/deciduous-ornamental-and-conifer-shrubs-and-trees/20-52-big.jpg
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. März 2017, 11:37:16
Ja. Wenn du Chamaec.pisifer Filifera eingibst, siehst du auch große Exemplare. Allerdings diese fadenförmigen Zweigpartien fast immer hängend. Bei 'Franky Boy' stehen die Zweige ja nach oben.
Du kannst auch noch nach Thuja occidentals ' Filiformis ' schauen.
Wenn das nicht hinkommt, müsstest du doch mal ein Foto machen. Es gibt doch sehr viele Sorten.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Mümmel am 27. März 2017, 12:01:32
Wie wäre es mit Taxodium ascendens 'Nutans' ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 27. März 2017, 12:05:44
Naja, gelb?  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Mümmel am 27. März 2017, 12:16:22
Zumindest frischgelbgrün, fadenartig und ausgewachsen definitiv Baumformat.  ;)
Mehr gelb wäre noch Taxodium distichum 'Peve Yellow'. Die habe ich mir aber gekauft weil sie eben nicht so groß werden soll.

edit: das Bild oben ist übrigens von Anfang Juli
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. März 2017, 12:26:21
Aber die sind ja alle jetzt noch kahl. Ich gehe doch von etwas Immergrünem aus. Ich denke, das hätte Rib-Esel vermerkt. Aber wer weiß...
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 27. März 2017, 13:20:26
... Im Prinzip wie Thuja orientalische"Franky Boy" in groß werdend ?
Ich hab mir die mal angeschaut und sooooo gelb ist die wirklich nicht  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 28. März 2017, 18:31:54
@Cryptomeria: kann man sich auf die Echtheit der Taiwania bei Böhlje verlassen ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 28. März 2017, 20:29:22
Ja, absolut.
Ich kann gar nicht verstehen, wie man dir aus England anstatt Taiwania,  Cryptomeria zu senden kann. Hast du eine normale Sämlingspflanze oder evtl. eine Sorte?
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: agarökonom am 28. März 2017, 23:28:04
Die von mir gesuchte Pflanze steht hier noch nicht, hatte ich letztes Jahr in einem Katalog gesehen und finde weder Katalog noch Namen .. :-[
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 28. März 2017, 23:29:52
Und keine der Genannten passt?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: agarökonom am 29. März 2017, 08:11:37
Leider nein
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 29. März 2017, 08:23:34
Fällt jemandem eine Konifere ein die gelbe fadenförmige Jungtriebe hat und Baumhöhe erreicht ? Im Prinzip wie Thuja orientalische"Franky Boy" in groß werdend ?

Was heißt denn "Baumhöhe": 5 m, 10 m, 20 m?

Vielleicht Chamaecyparis pisifera 'Filifera Aurea?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 29. März 2017, 19:02:03
@cryptomeria : Du kannst die falsche Taiwania hier im Thread Post 454 vom 18.8. sehen. Dulf1 hat soweit ich weiß die gleiche gekauft. Der Dendrologe Herr Kniesel meinte , daß die Taiwania schon als Jungpflanze ganz harte Nadeln habe und meine eindeutig ein Cryptomeria-Sämling ist. Hätte ich vorher gewußt, daß Böhlje sie hat, wäre das nicht passiert. Die Glyptostrobus auch falsch, vermutlich eine Cupressus funebris im juvenilen Habitus :-[
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. März 2017, 21:39:11
Ja, beide  ( auch 455 ) eindeutig Cryptomeria-Sämlingspflanzen. Keine Sorte. Natürlich haben die Taiwanien in der Jugend ganz harte, stechende Nadeln. Das gibt es öfters als Schutz gegen Fressfeinde. Später im Erwachsenenalter verändern sich die Nadeln. Glyptostrobus hat Nadeln wie Taxodium oder ähnlich auch noch Metasequoia und im Winter abwerfend ( allerdings nicht unbedingt im warmen Zimmer ) und fühlen sich auch so weich an.  Die Nadeln von Cupressus funebris fühlen sich viel härter an, sind immergrün und sehen auch ganz anders aus. Auch der Habitus ist völlig anders. Im Internet muss doch etwas zu finden sein.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 07. April 2017, 20:51:37
Endlich : Mein Sargholz beginnt zu wachsen (Muß wohl noch 40 Jahre mit dem Sterben warten ;D) Taiwania cryptomeroides von Böhlje angekommen und sofort ausgepflanzt. Die hatten nur noch 60cm , dafür bietet die für 52 € einen kräftigen Leittrieb. Wenn man die einmal gesehen hat, kann man die blind von der Cryptomeria unterscheiden, alleine die extrem stechenden Nadeln und der extreme Trauer-Hängewuchs wie es sich für Sargholz gehört.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 08. April 2017, 10:14:50
Ja, ich hatte angedeutet, dass man sie nicht verwechseln kann, ebenso Glyptostrobus mit deiner erwähnten Cupressus funebris.
Viel Spaß mit Taiwania. Bei dir ist besseres Klima als bei dir, sollte also problemlos groß werden.
Allerdings musst du tatsächlich recht alt werden, wenn du sie als Sargholz verwenden möchtest ;)
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 08. April 2017, 11:18:01
Mit der falschen Glyptostrobus war schon ein starkes Stück, da nicht nadelabwerfend.
Die Glyptostrobus hatte ich mal vor 25 Jahren von Esveld. Hielt aber nur 2 Winter durch,
dann erfroren. Dasselbe mit Pododcarpus macrohyllus der 95/96 erfror. 95/96 ging es bis
-15 runter, danach war 10/11 mit -13,8 der kälteste Winter.

Meine Großmutter ist 105 geworden. Da muß ich ihr wohl nacheifern, da mein Sargholz
noch wachsen muß  ;D .
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 08. April 2017, 13:04:13
Podocarpus macrophyllus erfroren? Bemerkenswert - und etwas rätselhaft.
Ich habe hier eine, selbst aus Saat herangezogen, das ich 2003 von den Azoren mitgebracht hatte. Die ist zwar bis heute keine 2 m hoch, weil sie sehr trocken unter Eiben steht, hat aber nicht mal im Februar bei wochenlangem Dauerfrost und -18 °C den geringsten Schaden erlitten. 4 weitere, jüngere, noch kleinere hatten ebenfalls noch nie Schäden.

Ja, ich hatte angedeutet, dass man sie nicht verwechseln kann, ebenso Glyptostrobus mit deiner erwähnten Cupressus funebris.
Viel Spaß mit Taiwania. Bei dir ist besseres Klima als bei dir, sollte also problemlos groß werden.
Allerdings musst du tatsächlich recht alt werden, wenn du sie als Sargholz verwenden möchtest ;)
VG Wolfgang

Vielleicht reicht's für einen Sargnagel?  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 08. April 2017, 22:04:19
Es ist doch tatsächlich so, dass man die Pflanzen über 10 oder 15 Jahre beobachten muss und dann kann man erst eine wirklich präzise Beurteilung abgeben. Es hängt ja nicht nur von der Tiefsttemperatur in dem einen Winter ab, sondern es spielen oft sehr viele weitere Faktoren eine Rolle,  auch  die Herkunft und  Genetik kann wichtig sein und macht den Vergleich mit einer anderen Pflanze der gleichen Art dann auch wieder schwierig.
Ich bin immer experimentierfreudig und probiere aus. Manchmal ist man total überrascht von einer Pflanze, die überlebt. Hätte man überhaupt nicht gedacht. Und manchmal ist es total umgekehrt. Aber oft weiß man natürlich auch schon beim Pflanzen, dass es schwierig werden wird.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 09. April 2017, 14:50:33
Vielleicht versuche ich es mit Podocarpus nochmal, wichtiger ist natürlich eine Cathaya argyrophylla aufzutreiben...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 09. April 2017, 15:07:47
Bei mir mutmaße ich, dass Podocarpus macrophyllus sehr unglücklich mit meinem kalkhaltigen, neutralen Boden war, nachdem ich nachdem sie weg war, im Netz gefunden hatte, dass sie sauren Boden mag - sie ist nicht erfroren, aber über 2 oder 3 Jahre stetig zurückgegangen, immer mit blassgrünen Nadeln, dann hatte ich genug davon.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 09. April 2017, 17:43:03
Der Boden hier ist ebenfalls kalkhaltig, aber Chlorosen habe ich an Podocarpus macrophyllus nicht beobachtet.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 09. April 2017, 18:34:02
Ich hatte in den 90-igern in Hessen macrophyllus ausgepflanzt und damals waren die Winter noch definitiv zu kalt. Heute sieht das anders aus und man kann wieder mehr wagen, wenn man im Notfall ( wie 2009 bis 2012 ) schnell einen Winterschutz parat hat. Vor allem unter Schirm im optimalen Kleinklima sieht das auch gut aus.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Pelzwurst am 11. April 2017, 17:52:32
Servus zusammen,

bin gerade zufällig auf dieses Thema gestoßen und auch "neu" hier im Forum. Ein paar meiner Erfahrungen zur Winterhärte (Nordwestbayern) kann ich hier auch mal einbringen:

- Torreya nucifera: von drei Stück hat eine leichte Schäden genommen, die anderen sind unversehrt
- Torreya californica: beide haben leichte Schäden genommen
- Torreya grandis: leichte Schäden
- Torreya taxifolia: leichte Schäden
- Taxus wallichiana: leichte Schäden
- Taxus yunnanensis: leichte Schäden
- Cunninghamia konishii: leichte Schäden
- Cephalotaxus harringtonii (Urform): leichte Schäden
- Cephalotaxus sinensis: keine Schäden
- Cephalotaxus fortunei: keine Schäden
- Araucaria heterophylla: trotz Stamm- und Wurzelschutz tot

Alle bis auf A. heterophylla sind Jungpflanzen, könnte also auch damit zusammenhängen; die meisten sollten doch hier ohne Probleme überwintern können. Die Araucaria ist (bzw. war) ein 4 m-Monstrum, für das ich leider keinen Platz mehr hatte und es daher diesem zum Selbstmord verdammten Versuch aussetzte.
Alle anderen Koniferen haben entweder bei Zimmertemperatur und künstlicher Beleuchtung oder bei minimal 5 °C unter freiem Himmel im Gewächshaus überwintert.
Für den nächsten Winter plane ich den Kauf eines zweiten Gewächshauses, in dem ich unbeheizt die Winterhärte folgender Pflanzen austesten will:
- Araucaria angustifolia (sollte klappen)
- Araucaria bidwillii (sollte klappen)
- Araucaria columnaris (?)
- Araucaria heterophylla (?)
- Wollemia nobilis (sollte klappen)
- Podocarpus macrophyllus (sollte klappen)
- Podocarpus neriifolius (?)
- Amentotaxus argotaenia
- Amentotaxus yunnanensis
- Agathis australis
- Agathis microstycha
- Pinus engelmannii
- Pinus yunnanensis
- Pinus roxburghii
- Die Riesenschachtelhalme Equisetum giganteum und myriochaetum

Manche dieser Vorhaben dürften bereits im Voraus zum Scheitern verurteilt sein, allerdings habe ich von den meisten derart viele, dass ich das riskieren kann, um ein paar Erfahrungen sammeln und teilen zu können. Sollte hier jemand bereits über mehr Informationen verfügen als ich, bitte kundtun - so kann ich mir vielleicht ein paar tote Pflanzen sparen  ;).

Eine ganz andere Frage: Wie sieht es denn hier im Forum mit Sammlern neukaledonischer Koniferenarten aus? Mir fehlen da noch ein paar und hätte welche zum Tauschen... ;D
Grüße

Pelzwurst
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 11. April 2017, 18:01:13
Willkommen im Forum!

Was neukaledonische Koniferen angeht, solltest du Kontakt mit Hubertus Nimsch aufnehmen, solltest du das nicht schon getan haben.

Zu deiner Liste:
Araucaria angustifolia überlebt bislang in geschützter Waldlage im Arboretum Günterstal bei Freiburg.

Wollemia nobilis halte ich auch im unbeheizten Gewächshaus für aussichtslos, sofern in der Gegend längere Zeit Tage mit Maximaltemperaturen unter 0 °C (also Eistage) auftreten.
Ebenso A. heterophylla und A. columnaris und die Agathisarten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. April 2017, 22:14:28
Ich hatte alle genannten Araucarien + hunsteinii in Südfrankreich ( Nähe Bordeaux ) ausgepflanzt und nur angustifolia
hat überlebt. P. neriifolius + macrophyllus  hielt sich in Mittelhessen gut bis -7°C. Agathis-Arten war die Grenze bei -5°C. Wollemia( 2x) bekam Schäden zwischen -8°C und -12°C , überlebte zwar , starb aber im folgenden Winter.( 2009 bis 2012 ) Aber Wollemia lässt sich mit gutem Schutz, wie etwa Palmen umbaut werden, überwintern ( wie ich von einem Bekannten weiß). Cunninghamia konishii bei mir auch grenzwertig und alle Zwergformen davon erforen. Pinus engelmannii habe ich als junge Pflanzen seit 2 Wintern draußen. Überhaupt keine Schäden. Nun waren die letzten beiden Winter ganz im Norden sehr mild. Und Voraussetzung für alle Empfindlichen ist hier oben weitestgehenden Windschutz.
Aber sehr interessante Pflanzenliste und auch sehr interessante Auspflanzversuche. Lass mal öfter von dir hören.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 11. April 2017, 22:16:37
Podocarpus macrophyllus ist mir nach wie vor ein Rätsel. Bei Dir gut bis -7 °C, hier bei bis zu -18 °C keine nennenswerten Schäden.  ???
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. April 2017, 22:25:57
Ich glaube, dass alle Aussagen nur bedingt brauchbar sind, weil es von zu vielen Faktoren abhängt. Herkunft des Saatgutes, Vitalität der Pflanze, wie ist sie abgehärtet, mit welchem Alter ausgepflanzt, Pflanzplatz, Kleinklima usw.
Es gehen ja nicht alle wegen der tiefen Temperaturen zu Grunde, vielleicht sind einfach einige im Winter vertrocknet.
Ich gabe meine Richtwerte weiter, aber Versuche trotzdem selbst wagen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Pelzwurst am 11. April 2017, 23:55:39
Servus,

danke schon mal für die Antworten! Dann werde ich doch auch das zweite Gewächshaus zumindest im ersten Jahr zunächst mal beheizen müssen, wenn vielleicht auch nur um den Nullpunkt. Dass es selbst in Bordeaux mit den Araukarien nicht klappt, wundert mich doch; zumindest die bidwilii hätte eigentlich überleben müssen, da ich gelesen habe, dass sie leichte Fröste aushält. Und auf Mallorca wachsen A. columnaris und heterophylla sogar in Europa prächtig (wobei es dort so gut wie nie Frost hat).
Mit Hubertus Nimsch habe ich schon mehrmals geschrieben, er konnte mir aber leider auch nicht weiterhelfen. Naja, mal sehen, vielleicht findet sich hier ja noch der eine oder andere ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. April 2017, 10:12:28
Ich halte Auspflanzversuche in Deutschland nur noch längerfristig für sinnvoll, wenn man im Winter wirklich sehr guten Winterschutz ( Zylinder, Heizung mit Umbauung usw. ) für tiefe Temperaturen wenigstens vorsieht. 2009 bis 2012 zeigten, dass es lange Zeit mild ist und plötzlich kommt vor kurze Zeit der Hammer. Und es kann fast ganz Deutschland treffen mit Kaltlufteinbrüchen. Und dann sind die wertvollen Pflanzen entweder hin oder so geschädigt, dass sie den nächsten Winter nicht überleben. Dann lieber ins Kalthaus. Leider werden sie irgendwann zu groß.
Oder man hat wirklich ein ideales Kleinklima unter Schirm im Weinbauklima. Aber das sind wirklich nur wenige Stellen in Deutschland.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Pelzwurst am 12. April 2017, 18:22:24
Ja, da magst du durchaus recht haben. Allerdings hat eine geringere Mindesttemperatur auch noch einen anderen Vorteil: Je nach Größe, Bauart etc. des Gewächshauses lassen sich durch die Absenkung der Temperatur selbst um nur wenige Grad wahrscheinlich jede Menge Stromkosten sparen ;).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 12. April 2017, 18:53:55
Ich überwintere ein paar Baumfarne, einen größeren Cycas revoluta und Wollemia nobilis in einer in den Hang gebauten Garage: stockdunkel, aber auch bei längeren Frostperioden zuverlässig frostfrei.
Das die Pflanzen dunkel stehen, macht ihnen nichts aus, weil es kühl genug ist.
Hast du nicht was Vergleichbares, vielleicht einen Erdkeller oder Ähnliches, zum Überwintern?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. April 2017, 22:04:13
Ich hatte früher einen hellen Erdkeller. Wunderbar zum Überwintern. Über Null und hell. Keine zusätzlichen Stromkosten.Ideal.
Heute fehlt mir das hier oben in SH. So habe ich mich von diesen Versuchen trennen müssen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 18. Mai 2017, 12:29:14
Dank einer lieben Purlerin habe ich nun endlich ein kleines Exemplar einer T. jackii.  :D

Beim Stöbern nach Informationen über diese Art bin ich u. A. auf folgenden Artikel gestoßen:
Natural hybridization between Torreya jackii and T. grandis (Taxaceae) in southeast China

Demnach ist die auch noch nicht so lange beschriebene T. grandis var. jiulongshanensis vermutich eine Hybride von T. jackii (Mutterpflanze) und T. grandis (Vater).

Und wo bekommt man die nun wieder her?  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 06. Juni 2017, 16:23:40
Für Koniferenliebhaber: In der deutschen Bucht bietet gerade jemand Jungpflanzen von Taiwania cryptomerioides und Podocarpus macrophyllus, und ein paar Pinus und Abies, die man auch nicht so oft bekommt, z. B. A. equi-trojani.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 29. Juni 2017, 17:57:54
So, von dort habe ich jetzt zwei Pinus coulteri bekommen.
Kann jemand was zur Wachstumsgeschwindigkeit dieser Kiefer hierzulande sagen?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Juni 2017, 08:38:28
5jähriger Sämling (2jährig ausgepflanzt, Halbschatten, Sand) jetzt 1,8 Meter.  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 05. Juli 2017, 15:31:52
Danke, das klingt gut. Dann weiß ich, worauf ich mich einstellen kann.
Mal sehen, ob ich die dann im Herbst oder - wohl besser - im nächsten Frühling auspflanze.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 05. Juli 2017, 16:07:58
Ich habe, da ich sie nicht mehr im Topf halten wollte, im Frühjahr Pinus engelmannii + Cupressus cashmeriana ausgepflanzt. Mal schauen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 05. Juli 2017, 16:10:25
Oha, nach Angaben der Gymnosperm Database gedeiht diese Zypresse selbst in Kew nur im Glashaus und hält nur in mildesten Gebieten der Britischen Inseln im Freiland aus.
Da bin ich gespannt.


Und gleich noch eine Frage:

@bristlecone : Amentotaxus argotaenia ist hier hart und sieht heute so aus (Bild) . Wachstum sehr langsam. Zu schattig gepflanzt oder wie bei vielen Koniferen in den ersten Jahren langsam.

Ich nehme an, die hat auch den letzten Winter überstanden, oder?

Ich zweifle noch, ob ich ein Exemplar auspflanze oder nicht.
Hat noch jemand mit Amentotaxus Erfahrungen gemacht?

Bei Hubertus Nimsch in Günterstal war sie wohl nicht winterhart genug, das ist kein gutes Zeichen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 05. Juli 2017, 22:15:11
Meine cashmeriana ist eine härtere Selektion aus Ungarn, die schon 3 Winter im Topf draußen stand. Bleiben die Winter mild, kann das klappen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 05. Juli 2017, 22:18:55
Ich drück die Daumen! Du wirst ja beizeiten sicher berichten.


Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Jost am 12. Juli 2017, 12:01:19
Link entfernt!1/fotos/2017/2017-07-11b/Link entfernt!1



LG Jost
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Jost am 12. Juli 2017, 12:22:53
Link entfernt!1/fotos/2017/2017-07-11b/Link entfernt!1


LG Jost
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Juli 2017, 12:28:45
Hallo Jost,
schön, wieder von dir zu lesen!
Nach der Umstellung der Forensoftware 2015 müsstest du mindestens 50 Fachbeiträge haben, um Links posten zu können - Spam-Schutz.
Du könntest mir den Link per privater Nachricht schicken, dann poste ich ihn für dich  ;)

Gibts Neuigkeiten an der Cathaya-Front??
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 22. Juli 2017, 22:49:44
@bristlecone :Der Amentotaxus ist unbeschadet, wuchs erneut nur wenige Zentimeter, ein Paar Nadeln durch Insektenfraß (Käfer) weggebissen. Wie heißt der Anbieter in der Deutschen Bucht ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 22. Juli 2017, 23:26:51
Hat sich erledigt, derzeit gibts keine P. Coulteri mehr. Namen muss ich raussuchen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 26. Juli 2017, 09:52:13
Hier gibts einen Artikel von Jost Wallis über seine Cathaya im Tecklenburger Land: Cathaya argyrophylla Chun & Kuang, die Silberblättrige Cathaya, im Freiland in Mitteleuropa

Bleibt bloß nach wie vor die Frage: woher bekommen?
Stecklingsvermehrung bei Gartenplaner (mit Material aus Tecklenburg, oder?) hat nicht geklappt, meine Veredelung auf Pseudotsuga ist eingegangen, Saatgut aus China derzeit nicht zu bekommen. Wir werden wohl warten müssen, bis die hiesigen Pflanzen Saat ansetzen ...

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Zwiebeltom am 26. Juli 2017, 10:48:43
Keine Ahnung, ob der Link schon mal aufgetaucht ist - über diese Seite bin ich auf die niederländische Kolster Nursery gekommen. Dort ist Cathaya im Sortiment und ich verstehe die Ausführungen unter "Private persons" so, dass sie zwar nicht selbst versenden, aber möglicherweise über Esveld ein Versand in Frage kommt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 26. Juli 2017, 10:53:52
Ja, Kolster hat Cathaya in der "plantlist", aber es gibt derzeit keine "stocklist", und in früheren "stocklists" war Cathaya nicht drin.

Aber was nicht (mehr) ist, kann ja (wieder) werden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 27. August 2017, 17:13:43
hello again,

wollte nur mitteilen, dass ich vor wenigen Tagen Samen von Cathaya
bei Link entfernt!1 bestellt habe, Herkunft China
grüße
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 27. August 2017, 17:15:29
nochmal ....
cathaya-samen bestellt bei aliexpress . com
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. August 2017, 21:03:53
Bitte berichte , wenn du ihn hast, ob er echt ist.
Wir hatten vor Jahren bestellt und bekamen Picea-Samen.
Wir würden zu mehreren auch bestellen, wenn das Saatgut stimmt.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 28. August 2017, 09:04:16
mach ich,
aber kann etwas dauern, Lieferzeit bis zu 49 Tagen !!!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 28. August 2017, 10:00:58
Überhaupt kein Problem.
Als Liebhaber von ausgefallenen Koniferen braucht man sowieso viel Geduld.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 30. August 2017, 23:20:54
@pelzwurst

habe deinen post erst jetzt gelesen ,
was definitiv nicht geht, ist araucaria heterophylla,
beim geringsten Frost ist sie hinüber ...,
die Wollemie müsste gehen, meine hat den letzten Winter, (2 Tage -14 °C ) überlebt
siehe hierzu auch meine web-site
WWW . Mammutbaum . info
dort kannst du Bilder ansehen und eine chronologische Abfolge der Entwicklung meiner Wolli.
zu den restlichen Koniferen kann ich Nichts sagen, keine Ahnung
gruß
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 13. September 2017, 20:43:33
Hallo Zusammen,

bereits diese Woche sind die bestellten Samen der Cathaya geliefert worden,
wenn es denn Cathaya-Samen sind.
Die Samen sind etwa 4-6 mm lang,
ca. 3 mm breit
und die Farbe variiert von hellbraun bis grünliches dunkelbraun, teilweise leicht getupft.
Die Verpackung macht mir einen sehr guten Eindruck, die Samen sind in einem kleinen, aber stabilen,
Kuvert, das innen mit einer Metallfolie ausgeschlagen ist und einen Verschluß hat,
den man immer wieder dicht verschließen kann, außerdem ist innen noch ein Säckchen mit feuchtigkeits-
bindendem Substrat.
Versuche noch, Bilder hochzuladen, weiß aber nicht, ob das mein Status zulässt.
so long
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 13. September 2017, 20:47:30
Du könntest "the real stuff" erwischt haben. 

Vergleich mal mit der Beschreibung der Samen bei Hubertus Nimsch:

"Die Samen sind schief eiförmig, an der Basis zusammengedrückt, 3-5 mm lang, 3-4 mm breit, oliv über dunkelbraun bis schwarz-farbig und mit unregelmäßig helleren Flecken betupft.
 Das Samenkorn ist in der Größe dem der Pinus strobus vergleichbar.
 Der abgetrennte Flügel ist ca. 10-15 mm lang und 4-6 mm breit, trockenhäutig, fast klar durchsichtig und asymetrisch."

(Quelle)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 13. September 2017, 21:41:00
die Beschreibung von Hubertus habe ich gelesen, die Bilder sind leider nicht sonderlich aussagekräftig,
weil nicht so gut die Details zu erkennen sind, Flügel sind leider auch nicht mehr dran, aber die Form und Größe
könnte schon passen, bei der Farbe habe ich selbst schon die gravierendsten Unterschiede bei gleicher Gattung festgestellt,
deshalb bin ich jetzt einfach mal optimistisch und kucke, was da herauskommt, falls überhaupt was kommt  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 13. September 2017, 21:44:06
Viel Erfolg! und berichte bitte weiter.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 14. September 2017, 09:11:12
Ich drücke dir auch die Daumen. Das sieht nicht schlecht aus. Auf jeden Fall besser als damals, als wir alle Picea erhalten haben. Ich hoffe, du hattest Glück und bist auch erfolgreich in der Anzucht. Wäre toll!
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: hjkuus am 14. September 2017, 11:49:03
Ich habe auch grade Cathaya Samen bestelt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 14. September 2017, 11:58:13
Verrätst Du uns, wo bzw. bei wem?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 14. September 2017, 18:19:52
Noch eine schöne Nachricht für´s Wochenende,
zeige euch hier mal meine Pinus palustris Zuchterfolge,
habe sie vor kurzem vereinzelt, was sie ohne Problem weggesteckt haben
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: hjkuus am 15. September 2017, 00:20:54
Hier habe ich bestelt:
https://www.aliexpress.com/item/Buy-Rare-Cathaya-Argyrophylla-Tree-Seeds-40pcs-Plant-Chinese-Cathaya-Argyrophylla-Tree-Grow-Yin-Shan/32807024050.html?ws_ab_test=searchweb0_0,searchweb201602_3_10152_10065_10151_10068_10304_10307_10137_10060_10302_10155_10154_10056_10055_10054_10059_100031_10099_10338_10339_10103_10102_440_10052_10053_10142_10107_10050_10051_10171_10326_10084_10083_10080_10082_10081_10110_10111_10112_10113_10114_143_10312_10313_10314_10078_10079_10073,searchweb201603_1,ppcSwitch_3&btsid=b7de5feb-c9e2-4f80-a717-c7c0dbe12e62&algo_expid=96c5e3ea-0f95-459d-af29-2dd28ecaf875-0&algo_pvid=96c5e3ea-0f95-459d-af29-2dd28ecaf875
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 15. September 2017, 08:10:22
Danke.
Dort habe ich auch bestellt.

Ich hatte auch eine Quelle für Saat von Nothotsuga aufgetan, aber 33 Euro für 10 Samen, das geht dann doch zu weit.  ::)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Jost am 16. September 2017, 11:58:30
16.09.2017
Ich habe auch 80 Samen bestellt. Die Verpackung der Samen spricht für die Echtheit.
Außerdem habe ich wie immer über Paypal gekauft. Ist der Samen nicht true to name , bekomme ich mein Geld über Paypal zurück !
Meine Cathaya Stecklinge sind immer noch grün und die von meinem Kumpel Chris auch! (Link entfernt!1)
Liebe Grüße
Jost
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 30. September 2017, 12:12:38
Cathayasamen sind da. Sehen nicht schlecht aus, mal sehen, was rauskommt.

An dieser Kiefer kam ich nicht vorbei, die musste mit: Pinus flexilis ''Vanderwolf's Pyramid'




Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Jost am 30. September 2017, 12:58:13
Hallo bristlecone
kannst du Bilder von den Samen einstellen ?
ich bin gespannt auf den Vergleich mit meinen Samen Fotos in der
Cathaya Story .
LG Jost
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 01. Oktober 2017, 08:47:02
Die sehen genau so aus. Sind vermutlich vom selben Versender.
Soweit so gut. Was mich etwas irritiert, ist, dass die Samen recht leicht sind. Na ja, wenn wenigstens ein paar davon keimen, wär' ich zufrieden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Jost am 02. Oktober 2017, 14:28:22
Hallo ,
habe heute auch meine samen bekommen :
Link entfernt!1/fotos/2017/2017-10-02a/Link entfernt!1
leider alles Fake , nicht einmal Koniferen Samen !!!  :o :o :o
Schade , schade ,schade , die aufwendige Verarbeitung und trotzdem Riesenbetrug .
Das Geld hole ich mir bei Paypal zurück.
LG Jost  :o
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 02. Oktober 2017, 14:32:25
Sorry, da hatte ich was verwechselt: Das Saatgut, was ich bekommen habe, sieht aus wie das von Dulf1 und stammt aus derselben Quelle, bei der auch HJKuus bestellt hat.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Jost am 06. Oktober 2017, 19:21:48
ich habe inzwischen mein Geld anstandslos rückerstattet bekommen .
Vermutlich kennt die Lieferfirma die Herkunft der Samen auch nicht. Auch ein Preis der Globalisierung ! LOL!!!
Liebe Grüße an die Koniferenfreunde
Jost
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 08. Oktober 2017, 16:04:47
Gestern in Schoppenwihr gab es Jungpflanzen von Araucaria angustifolia. Im Unterschied zu A. araucana scheinen die als Sämlinge recht flott zu wachsen, die angebotenen Sämlinge sind etwa 30 cm hoch, stammen aber nach Angaben des Anbieters von diesem Jahr.

Ich weiß, dass diese Araukarie im Arboretum Günterstal bei Freiburg einige Jahre lang recht gut gediehen ist, in sehr geschützter Waldlage.
Der Verkäufer gestern stammt aus dem Burgund, wo eine Pflanze in seinem Ort nach knapp 10 Jahren etwa 6 m Höhe erreicht hat, bislang ohne gravierende Frostschäden.

A. angustifolia ist in Deutschland im Freiland auf Dauer nicht zu kultivieren, das ist mir klar.
Gibt es Erfahrungen, wo, in welcher Lage und wie lange Pflanzen im Freien ausgehalten haben? 

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 08. Oktober 2017, 17:34:15
Ein Bekannter erzählte mir vor Jahren, dass eine angustifolia auf einer der nordfriesischen Inseln Jahre überlebt hat. Ich weiß leider nicht mehr, auf welcher Insel und ob die Pflanze heute noch existiert.
Ich hatte in Bordeaux Agathis + einige Araucarienarten, darunter auch angustifolia ausgepflanzt. Im Laufe von 10 Jahren sind alle eingegangen bis auf angustifolia. Es kann sein, sie steht heute noch. Leider wurde das Anwesen verkauft und ich habe keinen Kontakt mehr.

Bei mir standen die Pflanzen auf jeden Fall auch bis ca. -8°C/-9°C draußen im Freien.

Aber für einen normalen Winter ist das nichts. Ohne extremen Schutz, etwa wie Jost's Zylinder , geht das auf Dauer schief.
Und ja angustifolia wächst viel schneller als araucana.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 08. Oktober 2017, 18:01:57
Danke, Wolfgang.

Ich werde den Sämling jetzt frostfrei überwintern und dann versuchen, ihn einige Jahre mit Schutz draußen zu überwintern.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 10. Oktober 2017, 14:02:21
auf ebay gibt es immer wieder mal einen Anbieter von Araucaria angustifolia aus Deutschland (z.Zt. nicht), der sowohl ganz junge Pflänzchen für 9,90 € vertickt, als auch schon etwas größere für etwa 45,- €. Von der größeren Variante habe ich mir in 2016 ein Exemplar besorgt, überwintert bei ca. 8 °C, und im August 2017 ausgepflanzt, demnächst etwas Winterschutz und dann .... hoffen.
Bilder siehe Website ..... www . Mammutbaum . info
falls Interesse besteht bzgl. des Lieferanten, werde ich nachsehen und mitteilen, vielleicht kann man ihn an-mailen ...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 12:40:56
Hallo Koniferenfreunde,

Araucaria ang. + bid.:
http://www.krautstecher-ruam.de/Krautstecher-s133h7-Araukarien-.htm

Wg. Wollemia mal hier fragen:
http://www.kleos-baumfarne.de/

http://www.esveld.nl/planten.php?categorie=coniferen&letter=a&pagina=1
Amentotaxus und Athrotaxis laxifolia (noch sind Pflanzen verfügbar!!)

http://www.esveld.nl/planten.php?categorie=coniferen&letter=t&group=taiwania&ppagina=1

Taiwania kommt vermutlich als Steckling (urspr. Wespelaar, wie Böhlje).
Frosthart, aber ohne echten Leittrieb (kommt dann vielleicht später und nicht da, wo man es erwartet ;-)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Oktober 2017, 13:08:38
Danke Micha für die links,

gut zu wissen.

Böhlje hatte im Frühjahr sehr gute Taiwanien mit Mitteltrieb. Nicht die blöden Seitenzweigveredlungen, die man endlos stäben muss. Wie es heute ist, weiß ich  allerdings nicht.

Viele Grüße nach Kaldenkirchen.
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 14:43:25
Zitat
die blöden Seitenzweigveredlungen
;)

diese jene hat jetzt schon 2,5m, ich denke, da wird schon was draus.
Klar bekommt das Teil die Schwindsucht, wenn man den Stab rausnimmt, aber...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 14:48:23
... der neue Shoot schiebt schon ganz gut, hat bereits etwa einen Meter.
Ich warte noch ab, bevor ich alles andere entferne. War nicht billig.

Danke für den Böhlje-Tipp, habe einen Sämling von Herrenkämper. Ich weiß, eigentlich müssten die Nadeln härter sein. Mal sehen...

Gruß in den Norden,
Micha
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 14:56:45
Amentotaxus und Athrotaxis laxifolia kamen gerade aus Holland.
Auch nicht gerade Top-Sämlinge, aber das kann man nicht erwarten.

Vom gleichen Lieferanten kann man auch überraschend große, vitale Raritäten erhalten, so geschehen bei Fitzroya, Pilgerodendron, Prumnopitys andina, Pseudotaxus.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 14:59:58
Einfach entzückend!
Phyllocladus trichomanoides var. alpinus

Wird noch nicht ausgepflanzt
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 15:02:48
Fitzroya hat jetzt 130 cm und macht den ersten Winter mit (ungeschützt, schattig aber unbedrängt)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 15:10:59
Der höchste Redwood in der Gruppe hat jetzt 39 Meter.
Dazwischen standortgerecht seit 3 Jahren Polystichum munitum sowie Dicksonia antarctica (bis jetzt keine Schäden, Durchmesser ca. 2m). Glyptostrobus und Wollemia (jetzt 2.7m, mit Winterschutz, bald passt sie nicht mehr rein und muss ohne klarkommen) stehen auch gut da. In den letzten 4 Jahren nicht unter minus 10 Grad, am Boden vielleicht minimal weniger...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 12. Oktober 2017, 15:16:47
Wer ahnungslosen Koniferenfreunden solche Fotos zeigt, sollte mit Saatguternte nicht unter 39 m Höhe bestraft werden!  ;)

Danke für die Infos und die Bilder!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 17:09:50
Danke Jens,
einige Redwoods tragen ganz ordentlich dieses Jahr, vielleicht ernten wir tatsächlich.

Ein Bild zu Glyptostrobus pensilis hinten am Teichlein (soll 'wooly mammoth' sein, ich sehe da keine Unterschiede zur Art).
Keine Probleme bisher ohne Schutz...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 17:13:19
Wollemias (Wollemien)?
Die große ist ausgepflanzt und wird sukzessive abgehärtet, die kleine ist im Topf versenkt (Backup).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 17:22:45
Eine Araucaria heterophylla hatte ich im Vorjahr nach draußen (Hausnähe) verbannt, die Pflanze litt unter starkem Wurzelverlust im Kübel (Ameisenvolk drin). Hatte also nix mehr zu verlieren, ausgepflanzt!
Ich weiß, es kann eigentlich nicht sein, aber sie hat den ersten Winter draußen überstanden (nur Wurzelbereich geschützt, Vollschatten). Hatte der Pflanze nicht gesagt, wie man sie hierzulande nennt, vielleicht hat das geholfen. Etwa die Hälfte der Zweige vertrocknet, obenrum jedoch kein nennenswerter Schaden. Ob das nochmal gutgeht?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 12. Oktober 2017, 17:25:51
Ich vermute, die Zimmertanne wird sich eher in Richtung Eintagsfliege entwickeln.
Mit Araucaria angustifolia hast du noch keine Versuche unternommen?

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 17:39:52
Entschuldigung, war heute in Fotolaune und es ist halt schön hier ;)

Sequoia sempervirens ‘adpressa' steht hier jetzt seit 5 Jahren und wächst dann doch schneller als vermutet.
Hoffentlich überholt er den mächtigen Verwandten nicht allzu bald...

Klar wird das nix mit A. heterophylla.
Nee, A. angustifolia habe ich bisher nicht probiert, ein Bekannter hat sie wohl erfolgreich überwintert.
Bin aber sicher, dass das schon öfter versucht wurde und auch auf Dauer nichts wurde.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Rüttelplatte am 12. Oktober 2017, 18:41:48
Respekt! Bist du Großgrundbesitzer das du solche Bäume pflanzen und kultivieren kannst?
Ich gebs ja zu, bin ein klein wenig neidisch. Hab leider nur 2500m² zur Verfügung und Obst und Gemüse wollen auch kultiviert werden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 19:03:15
Hallo,
das Gelände gehört mir nicht, ich lebe und arbeite aber hier.
Immer sonn- und feiertags offen, aber nur noch bis Ende Oktober  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: AndreasR am 12. Oktober 2017, 19:26:56
Hallo Micha,

da hat sich ja seit meinem letzten Besuch einiges an Raritäten angesammelt! Irgendwann schaffe ich es sicher auch mal wieder, der Farm einen Besuch abzustatten. Bis dahin "sehen" wir uns ja öfter im MB-Forum. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Oktober 2017, 19:58:43
Hallo Micha,

die letzten beiden Winter waren bei uns hier oben sehr mild, deshalb keine Ausfälle. Bei dir kommt natürlich noch der sehr geschützte Standort durch die hohen Bäume dazu. Die Adpressa sieht bei dir ganz stark aus, ebenso Fitzroya. Fitzroya habe ich verloren. Phyllocladus bisher auch ohne Schaden, ebenso Glyptostrobus Wooly Mammoth, mein Athrotaxis hat die 3m erreicht. Aber alle sehr geschützt und erst 2 Winter draußen und ich schätze nach einem Winter wie 2009 bis 2012 ist wieder alles hin. Damals verlor ich auch meine 2 Wollemias.  Aber nach milden Wintern reizt es immer mal wieder.
Viele Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2017, 20:26:16
Hallo Andreas, nice to meet you!
Bin ja eigentlich nicht so der Forums-Typ, keine Ahnung, was heute mit mir los ist  ;) :D

Hallo Wolfgang,
der Standort für grenzwertiges ist hier sicher ziemlich gut. Leider aber viel Hallimasch etc., die älteste Metasequoia abgängig, M.st...
3-Meter-Schuppenfichte? A. laxifolia? Wie lange war die denn im Kübel?
Bei Wollemia ist man sich ja einig: langfristig wohl in D ungeschützt nicht möglich. Wie lange war sie bei dir eingewurzelt bzw. wie dick war der Stamm, bevor sie einging?

Unsere fing im August mit der Blüte an.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Oktober 2017, 21:24:43
Athrotaxis bekam ich 2011 mit 30 cm, habe sie im März 2014 ausgepflanzt. seitdem ohne Schäden, auch kein Schutz, nur kleinklimatisch windgeschützt.
Wollemia bekam ich eine 2007, die andere 2008. Die eine 2008 ausgepflanzt, die andere 2010. Beide waren 40 cm beim Kauf. Die erste hatte leichte Frostschäden in den kommenden Wintern. Beide sind im Winter 2010/11 erfroren. Wie dick die Stämmchen waren, weiß ich nicht mehr.

Schade bei euch natürlich mit Hallimasch.

Deiner heterophylla wünsche ich viel Glück. Ich habe auch immer mal früher einfach welche draußen stehen lassen müssen, weil sie nicht mehr im Winter ins Zimmer passten. Natürlich chancenlos. Aber damals waren die Winter auch noch viel kälter. Ich habe aber heute zunehmend das Gefühl, dass es bis in den Spätwinter ungewöhnlich mild ist und dann, wenn manches schon wieder Saft zieht, der Frost mit Schmackes kommt. Manchmal nur für kurze Zeit, die aber ausreicht, um großen Schaden anzurichten. Also auch nicht wirklich berauschend. Man muss einfach weiterexperimentieren, so lange man Lust dazu hat.

Übrigens gibt es England auch Dacrycarpus d. hardy form , bis -11°C winterhart, könnte etwas für dich sein. Meine sind hier auch alle erfroren. auch die gezogenen Stecklinge.
Viele Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: hjkuus am 13. Oktober 2017, 09:03:48
Ich habe grade von der Cathaya bekommen, sind die echt????
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: hjkuus am 13. Oktober 2017, 09:04:52
Noch ein Bild
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. Oktober 2017, 12:10:16
Hallo Hans Jörgen,
ich denke nicht. Aber schau mal im Exoten Forum, da hatte letztens Jost seine Beute gezeigt und sich über die Fakes geärgert. Dort kannst du vergleichen.
Viele Grüße nach DK
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 13. Oktober 2017, 14:09:16
Von den Bildern unter den beneidenswert hohen Sequoias inspiriert, habe ich heute morgen mal meine Sammlung von Podocarpus am Steilhang fotografiert und noch ein paar andere. Es scheint allen gut zu gehen, auch nach ein paar Wintern, die hier im Süden natürlich nicht so kalt sind. Dafür habe ich immer mit starker Sonne und Trockenheit zu kämpfen.

Zuerst die 'anderen' seltenen Koniferen...

Athrotaxis laxifolia wächst bei mir sehr schmal - sie ist ein Geschenk, das ich im Juli14 als 105x50cm grosses Bäumchen bei mir gepflanzt habe. Jetzt ist das zierliche Geschöpf 185x55cm gross.

(http://up.picr.de/30629918ch.jpg)  (http://up.picr.de/30630577sl.jpg)


Pseudolarix amabilis wächst hier eher langsam, vermutlich, da er auf dem First des Mäuerchens nicht sehr viel Erdreich zur Verfügung hat - ein grosser Naturbonsai sozusagen. Das Bild ist von Ende September, denn inzwischen sind alle Nadeln abgeworfen.
Ein Zufallsfund von einer kleinen italienischen Gärtnerei mitgenommen, gepflanzt im Juli14 ca. 180x100cm, jetzt 200x140cm.

(http://up.picr.de/30629924xm.jpg)

Pseudotaxus chienii, ausgepflanzt November13, umgepflanzt an den Steilhang, schattig, 95x40cm, jetzt 110x50cm.
Er trägt dieses Jahr 2 weisse Beeren, ist offenbar selbstfruchtbar.

(http://up.picr.de/30629925ly.jpg)  (http://up.picr.de/30630560bj.jpg)

 

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 13. Oktober 2017, 14:21:23
Der ausgepflanzte Teil meiner Podocarpus...

Podocarpus macrophylla kommt nicht so recht vom Fleck, wohl kein optimaler Standort.

(http://up.picr.de/30629921hw.jpg)

Podocarpus cunninghamii, ausgepflanzt Juni16 (90x45cm), jetzt 145x45cm.

(http://up.picr.de/30629922ky.jpg)

Podocarpus salignus, ausgepflanzt Oktober16, leider nicht notiert wie gross er da war, jetzt muss ich noch messen.

(http://up.picr.de/30629923an.jpg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 13. Oktober 2017, 15:53:49
Tolle Bilder, auch hier wird es ein tolles Herbst-Wochenende geben  :)

Werde vielleicht doch auch eine der Athrotaxis noch auspflanzen. Im Topf wachsen die so gut wie gar nicht.
Bin mir gar nicht so sicher, ob die angebotenen Pflanzen wirklich immer A. laxifolia sind (cupressoides soll flotter wachsen und gar nicht so viel weniger frosthart sein).

Podocarpus macrophyllus hatte hier auch langsam losgelegt, dieses Jahr eigentlich recht ordentlich.
Pseudolarix wächst hier sehr schnell (Sandboden mit dünner Humusauflage, Halbschatten, PH leicht sauer).

Unser Pseudotaxus ist auch ein Weibchen, dieses Jahr keine Früchte gefunden. Ob der Arillus auch so gut schmeckt wie bei Taxus? Na lassen wir das mal lieber...

Danke für die Infos/Tipps, Wolfgang. Nächsten Frühling gibts ein Bild von einer braunen Zimmertanne. Never ending story...

Ich hänge noch ein Bild von den Redwoods an (aus ca. 30m Höhe). Von diesen Exemplaren wurden ab den 1960er Jahren Stecklinge gewonnen, die in Weinheim und auf Mainau in puncto Wuchshöhe bereits die Altbäume aus dem 19. Jahrhundert überholt haben...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. Oktober 2017, 17:52:02
Pseudolarix wächst bei mir auch ganz langsam. Vielleicht liegt 's am schweren Lehm im Untergrund.
Athrotaxis bei mir genauso schmal wie bei dir Barbara und sehr schnellwüchsig. Cupressoides lässt sich leicht von laxifolia unterscheiden. Nadeln ganz anliegend an den Zweig, bei laxifolia stehen sie dagegen  doch stark ab.
Pseudotaxus und Saxegothea  seit Jahren ohne Probleme im Winter.

Deine Pflanzen sehen enorm gut aus für Steilhangpflanzung. Kompliment, Barbara!

VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 13. Oktober 2017, 21:05:29
Bei mir hat sich meine "lebende Fossilien"- und Kohlewald-Sammlung über die letzten Jahre ausgedünnt - die Pseudolarix ist vor einigen Jahren im Sommer vertrocknet, ebenso dieses Jahr die 2 Cunninghamia lanceolata im trockenen Frühjahr, die schon seit 2012 standen, eine meiner 3 Araucaria araucana und auch die Sequoia 'Martin F2 Fast' von Herrenkamper Gärten, die ich vorletztes Jahr gepflanzt hatte, wäre fast vertrocknet, das obere Drittel ist eingetrocknet, aber unten ist sie noch grün.
Die schon länger stehenden "Normalo"-Sequoias haben die Dürre hingegen gut überstanden, ebenso die Sequoiadendron, die Cephalotaxus, die Metasequoia, die Taxodium ascendens 'Nutans', die Ginkgos.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Jost am 15. Oktober 2017, 09:10:32
Hallo Wolfgang ,
bei mir ist Araucaria araucana  X angustifolia  F2 ausgepflanzt.
den Samen gab es bei Spanner/München.
LG Jost
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. Oktober 2017, 11:03:04
Danke Jost!
VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 31. Oktober 2017, 11:04:26
In den Beiträgen zur Gehölzkunde 2015 bin ich auf einen Artikel über Taxaceae gestoßen, in dem auch die Torreyaarten ausführlich dargestellt werden.

Demnach sind die Nadeln an Jungpflanzen von Torreya jackii sehr lang, an Kulturpflanzen bis 15 cm! Das lässt sich zweifeln, ob das Exemplar, das ich habe, wirklich diese Art ist, denn die Nadellänge ist absolut im Rahmen dessen, was ich von anderen Torreya kenne.  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Waldschrat am 31. Oktober 2017, 11:05:48
 :-\ :-[ :'(
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 31. Oktober 2017, 11:10:51
Ach was. Nicht entmutigen lassen, wir werden - falls es wirklich keine T. jackii ist - woanders fündig werden!

P.S. Allerdings ist die Echtheit auf Umwegen nochmal bestätigt worden!
Ich leiste also Abbitte und hoffe darauf, dass die Pflanzen diese bemerkenswert langen Nadeln noch entwickeln.
Vielleicht tun sie es aber auch nicht, weil es sich um Stecklinge von älteren Pflanzen handelt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 18. November 2017, 09:50:47
Vielleicht nicht wirklich selten, aber sie scheint wenig bekannt zu sein - Chamaecyparis lawsoniana 'Imbricata Pendula'. Mir fiel sie in einer Gartensendung auf, die auf der EGA gedreht wurde, dort war sie nur kurz im Bild zu sehen. Das hat mir dann keine Ruhe gelassen. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 18. November 2017, 11:57:10
Die sieht sehr interessant aus!
Könnte das auf meinem Bressingham-Foto das gleiche sein?

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=556591;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 18. November 2017, 11:58:29
Noch eines gefunden...

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=556593;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 18. November 2017, 12:11:21
Ja, das dürfte sie sein.  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 18. November 2017, 13:00:19
Sind das Sequoiadendron rechts?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 18. November 2017, 13:41:01
Das hat mir dann keine Ruhe gelassen. ;)

Wo pflanzt du sie hin?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: enaira am 18. November 2017, 13:42:38
Sind das Sequoiadendron rechts?

Ich habe mal einen Ausschnitt gemacht.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=556597;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 18. November 2017, 16:14:10
Wo pflanzt du sie hin?

Frag mich doch nicht so böse Sachen.  :P  ;D

Gedacht war sie für den Birkenhain, aber es kommen auch noch zwei andere Stellen in Frage, ich habe mich noch nicht entschieden. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Knolli am 18. November 2017, 17:16:23
Apropo Hängeschlappies ...

Den haben wir in UK in einem privatem Garten gesehen- umwerfend schön.
Leider habe ich vergessen, den Besitzer zu fragen, was es ist.
Aber vielleicht könnt ihr mit dem Foto ja etwas anfangen? Die Nadeln fühlten sich ganz weich an und wedelten bei Wind ...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 18. November 2017, 17:43:37
Pinus patula, leider nicht winterhart.

Und oben das sind Sequoiadendron gig.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: oile am 18. November 2017, 17:47:10



Ich habe mal einen Ausschnitt gemacht.
Schön!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: oile am 18. November 2017, 17:48:49
Pinus patula, leider nicht winterhart.

Endemisch in Mexiko. Das habe ich behalten. 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 18. November 2017, 17:53:54
Ein weiterer Neuzugang: Abies pinsapo 'Fastigiata'. So schön schlank, wie die wächst, findet sich dafür noch ein Plätzchen. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 18. November 2017, 18:04:26
Heute ist wohl Koniferentag!  :)

Nachdem ich letzhin nicht dran vorbei kam, hab ich heute einen guten Platz für Pinus flexilis 'Vanderwolf's Pyramid' gefunden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 18. November 2017, 18:19:31
@oile: Ja, dort gibt es etliche  sehr attraktive, langnadlige  Kiefernarten, aber alle Zone 9. Das Cornwallklima lässt grüßen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: oile am 18. November 2017, 18:30:10
Kentklima auch.  ;D Die Pinie steht in Copton Ash.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Waldschrat am 18. November 2017, 18:48:37
Ihr macht einen irre. Vielleicht fahre ich Montag doch noch mal zu Raiffeisen. Da standen letzthin noch 2 hübsche kleine Kiefern, deren Namen ich leider vergessen habe. Aber 40 Taler -70% - wenn sie noch da sind .....  :-[ :P

Eine war Hagemanns Silberlocke oder so *grübel*
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 18. November 2017, 19:05:50
Horstmanns Silberlocke, brauchst nicht mehr grübeln ;)
aber keine Kiefer sondern Abies koreana. Bei Kiefern müsste ich selbst grübeln.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Waldschrat am 18. November 2017, 19:07:11
Danke - genau, die fand ich schon letztes Jahr bei toom sehr schön  ;D  Abies also - auch egal  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 18. November 2017, 19:09:39
Na ja, kleine Unterschiede sind da schon ;D
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Waldschrat am 18. November 2017, 19:13:02
Hauptsache es gefällt - unabhängig von den Unterschieden  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 18. November 2017, 19:47:52
Ihr macht einen irre.

Jetzt schon? Dann zähle ich den Rest lieber erst gar nicht auf.    ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 18. November 2017, 21:52:35
Ein weiterer Neuzugang: Abies pinsapo 'Fastigiata'. So schön schlank, wie die wächst, findet sich dafür noch ein Plätzchen. ;)

Und sehr langsam ist sie ausserdem unterwegs.  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 18. November 2017, 21:54:55
Hast du die auch? Erzähl mal! :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 18. November 2017, 22:02:58
Nicht die 'Fastigiata' sondern die normale hatte ich. Leider ist sie einer Rehattacke zum Opfer gefallen, bevor der Wildzaun stand.
Die Biester haben sie einfach samt Wurzelballen rausgezogen und ich hab's zu spät gemerkt.

Aber ich hatte mich schlau gemacht wegen der Grösse und Wachstumsgeschwindigkeit. Sie war für mich auch attraktiv, da sie wohl nicht so anfällig ist gegen Trockenheit, was bei mir auf Dauer ja wichtig ist am Steilhang.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 18. November 2017, 22:15:43
Schade.  :-\ Die Trockenverträglichkeit war für mich auch ein Pluspunkt. Die Benadelung ist einfach toll!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Knolli am 18. November 2017, 23:13:43
@ Cryptomeria und Oile - danke für die Information . Zu schade , das Pinus patula bei uns nicht winterhart ist - ich hätte einen schönen Platz gehabt .
Liebe Grüße

Knolli
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 19. November 2017, 00:03:15
Im Park der Villa Taranto, hier ganz in der Nähe am Lago Maggiore (ein wenig wärmer als hier im Bergdorf) stand bis vor 2 Jahren auch ein junger Baum des Pinus patula und ich bin immer wieder süchtig drumrum geschlichen... einfach ein superschöner Anblick!
Dann war er plötzlich verschwunden.
Ob es der heftige Sturm war, der im alten Park auch sonst viel zerstört hat oder Pinus patula auch dort nicht ganz winterhart war, müsste ich in Erfahrung bringen. Jedenfalls vermisse ich den Baum seither bei jedem Besuch.


Ich habe jedenfalls heute meine Taiwania ausgepflanzt - sie ist mit 80cm jetzt gross genug, um draussen zu leben, finde ich.  :)

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Waldschrat am 19. November 2017, 02:27:59
Ihr macht einen irre.

Jetzt schon? Dann zähle ich den Rest lieber erst gar nicht auf.    ;D


Nu sach schon  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. November 2017, 09:13:16
Barbara, Taiwania ist ganz gut winterhart. Sie sollte bei dir , was die Temperaturen angeht, eigentlich keine bis wenig Probleme haben. Im Winter nicht zu sonnig oder schattieren in den ersten Jahren ist vielleicht noch ratsam.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 19. November 2017, 09:55:35
@Schrati: Außer den beiden schon genannten sind mir diesen Herbst noch

Pinus cembra 'Compacta Glauca'
Cedrus atl. 'Glauca Pendula'
Pinus mugo 'Goldstar'
Taxus baccata 'Adpressa Aurea'
Larix decidua 'Little Bogle'
Pinus schwerinii 'Wiethorst'
Pinus jeffreyi 'Joppi'
Pinus flexilis 'Vanderwolf's Pyramid'
Cryptomeria japonica 'Virgata' (Bestellbestätigung steht noch aus)
Sciadopitys verticillata 'Piccola'

zugelaufen.

Pimp my Birkenhain!  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. November 2017, 10:01:48
Wird wohl eher ein Mischwald  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 19. November 2017, 10:08:18
Naja, die Immergrünen sind eher für den Randbereich gedacht. Da fehlt noch etwas Rahmen. Bressingham Gardens hat da die eine oder andere Anregung hinterlassen. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. November 2017, 10:22:32
Verstehe - aber nicht, dass Rahmen und Inhalt sich gegenseitig die Show stehlen!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 19. November 2017, 10:29:54
Barbara, Taiwania ist ganz gut winterhart. Sie sollte bei dir , was die Temperaturen angeht, eigentlich keine bis wenig Probleme haben. Im Winter nicht zu sonnig oder schattieren in den ersten Jahren ist vielleicht noch ratsam.
VG Wolfgang

Um die Winterhärte mache ich mir auch keine Sorge. Schwierigkeit war bisher, einen insbesondere im Winter halbschattigen Platz zu roden und parat zu machen.
Ich bin ja Alleingärtnerin an meinem arbeitsintensiven Steilhang, da braucht alles so seine Zeit...  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 19. November 2017, 12:27:08
Verstehe - aber nicht, dass Rahmen und Inhalt sich gegenseitig die Show stehlen!

Ich denke nicht. Ich habe fast ausschließlich kleinbleibende/langsamwüchsige Sorten ausgesucht. Und ich glaube, es tut der Wirkung gut, wenn der Blick hinter helle Birkenstämme von schönen Immergrünen aufgefangen wird, anstatt in verwildete Nachbargrundstücke zu schweifen. In Kombination mit vielen Gräsern stelle ich mir das ganz passend vor.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Waldschrat am 19. November 2017, 12:36:18
@Schrati: Außer den beiden schon genannten sind mir diesen Herbst noch

Pinus cembra 'Compacta Glauca'
Cedrus atl. 'Glauca Pendula'
Pinus mugo 'Goldstar'
Taxus baccata 'Adpressa Aurea'
Larix decidua 'Little Bogle'
Pinus schwerinii 'Wiethorst'
Pinus jeffreyi 'Joppi'
Pinus flexilis 'Vanderwolf's Pyramid'
Cryptomeria japonica 'Virgata' (Bestellbestätigung steht noch aus)
Sciadopitys verticillata 'Piccola'

zugelaufen.

Pimp my Birkenhain!  ;D


Hach  :o.  *fällt um*
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 19. November 2017, 18:22:27
@tarokaja .... berichte unbedingt, wie deine Taiwanie den Winter übersteht, meine werde ich erst im Frühjahr 2018 auspflanzen,
die ist inzwischen etwa 100 cm, und die Vorbereitungen für die Pflanzstelle sind am Laufen.
(Kirsche mit Stammdurchmesser von ca. 40 cm muss weichen)
Soweit ich mich erinnere, hat Stephan auch eine, die er ebenfalls im Frühjahr 2018 auspflanzen will ....,
@Stephan ..... wie ist die Lage bei deiner Taiwania ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 19. November 2017, 18:50:00
Mein Exemplar wird wohl im Topf bleiben müssen, bis ich mal einen entsprechend geräumigen Platz finde ...

Hier ein ausführlicher Bericht über Taiwania aus dem Jahrbuch der IDG 2010.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 22. November 2017, 10:52:00
Hat jemand Erfahrung mit dem Samenverkäufer OMC-Naumark aus Litauen, der auf Ebay.de zahlreichen Koniferensamen verkauft? Wenn ja, ist er echt und hat er getrieben? @Dulf : Die Taiwania aus UK war eine Cryptomeria, habe dann eine Taiwania von Böhlje (60/80cm) gekauft und gleich im April ausgepflanzt. Wuchs ca.20 cm und scheint angewachsen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 23. November 2017, 13:33:55
Frisch eingetroffen: Cryptomeria japonica 'Virgata'.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 23. November 2017, 21:35:20
Aus Plastik?  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 23. November 2017, 21:39:52
Aus Plastik?  ;)


Pfff....  ::)


 ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Natternkopf am 23. November 2017, 21:44:24
@Hausgeist

Schöne biologische Plastikimitation.  ;D

.              ..                    ... Duck und ganz 🏎 schnell weg.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 23. November 2017, 21:47:23
Ist bei der Zimmertanne und bei Cycas auch nicht anders.
Trotzdem schöne Pflanzen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 25. November 2017, 12:14:26
Kennt jemand eine Bezugsquelle für Abies bracteata?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 25. November 2017, 18:06:11
Ich vermute, dass man aussäen muss. Hub. hat doch in Günterstal alle Abies-Arten vor Jahren ausgepflanzt, auch bracteata. Vielleicht weiß er , wo man etwas herbekommt.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 26. November 2017, 10:50:35
Pinus contorta 'Chief Joseph' färbt wieder um. :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 26. November 2017, 11:37:44
Gruppenfoto inklusive Abies pinsapo 'Fastigiata' und Chamaecyparis lawsoniana 'Imbricata Pendula'.  :)

Pinus cembra 'Compacta Glauca'
Cedrus atl. 'Glauca Pendula'
Pinus mugo 'Goldstar'
Taxus baccata 'Adpressa Aurea'
Larix decidua 'Little Bogle'
Pinus schwerinii 'Wiethorst'
Pinus jeffreyi 'Joppi'
Pinus flexilis 'Vanderwolf's Pyramid'
Cryptomeria japonica 'Virgata'
Sciadopitys verticillata 'Piccola'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Kenobi † am 26. November 2017, 16:37:38
Pinus contorta 'Chief Joseph' färbt wieder um. :)

Ich finds immer noch erstaunlich, dass sich eine Kiefer umfärbt. Die Sorte ist schon was besonderes.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 26. November 2017, 17:15:50
Sie ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Aber so Außergewöhnlich ist das Umfärben bei Kiefern nicht. Es gibt einige, die von Grün nach Gelb färben ( z.B. P.virginiana Wate's Golden, P.sylvetris 'Moseri' u.a. ) oder von schwach gelblich nach sehr intensiv gelb ( z.B. P.sylvestris Trollguld, Gold Coin u.a.).
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Kenobi † am 26. November 2017, 17:22:20
Das wusste ich gar nicht. Ich bin bei Hausgeist zum ersten Mal auf solch eine umfärbende Kiefer gestoßen.
Wie eindrücklich muss das erst bei einem ausgewachsenen Exemplar sein. Kennst du da eins?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 26. November 2017, 17:26:35
Ich kenne keins, aber im Internet sind natürlich sehr aussagekräftige Exemplare, sprich: Wunderschön.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 26. November 2017, 17:35:19
Ich habe ja auch noch 'Zundert' und 'Wintergold' mit diesem Farbumschlag gepflanzt. Die zeigen aber längst nicht so ein intensives Gelb wie 'Chief Joseph'. Über den Sommer wären mir so viele gelbnadelige Gehölze zuviel, aber im Winter darf das. :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 26. November 2017, 18:55:15
Ich sehe das genauso. Gerade während nebelverhangener Novembertage aber auch sonst während des gesamten Winters , wenn  nichts Auffallendes  blüht, sind diese Koniferen besondere Lichtblicke. Vor allem wenn dann noch die Sonne herauskommt.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 30. November 2017, 18:37:30
Was macht sie denn „schön“ im Vergleich zu Pinus sylvestris oder nigra?
Auf Gesamthabitusbildern scheinen sie ähnlich.
Haben wir eigentlich einen Thread zu Kiefern und ihrer Vielfalt?

Nehmen wir diesen.

Was sie so schön macht: Die sehr langen, anmutig angeordneten Nadeln. Wirkt ganz anders als bei Pinus silvestris.
Bei älteren Bäumen das gesamte Erscheinungsbild, das wiederum von Pinus silvestris sehr abweicht, zusätzlich die Rinde und die sehr großen und dekorativen Zapfen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Magnolienpflanzer am 30. November 2017, 19:24:51
Die Zirbelkiefer braucht 40 Jahre, um Zapfen zu bilden?  Meine dieses Jahr Gepflanzte ist erst einige Zentimeter hoch, noch ein "Baby".  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 30. November 2017, 19:29:35
Ja, lange Nadeln haben bei Kiefern etwas elegantes. Auch große Zapfen haben einen Zierwert. Allerdings sehen die Zweige von Pinus jeffreyi auf Bildern im Internet recht dick aus, sie müssen ja auch die Zapfen tragen, was dann aber im Gesamtbild ein bisschen was von der "Nadeleleganz" nimmt. Ich muss mir die mal genauer in Natura ansehen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. November 2017, 19:33:39
@Magnolienpflanzer: Bei Sämlingen kann das dauern, aber die meisten Kiefern ( vor allem - sorten ) werden ja veredelt und sind keine Sämlinge. Und Veredlungen fruchten i.d.R. viel schneller. Aber viele Kiefern bestechen auch durch ihren Habitus, auch wenn sie noch keine Zapfen tragen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 30. November 2017, 19:35:27
Mir gefällt die Sorte 'Joppi' beinahe besser, als die Art. Bei den Tops und Flops hatte ich das Foto schon gezeigt:

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=44846.0;attach=556388;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. November 2017, 20:28:37
Ja, Joppy ist eine sehr schöne Sorte, sehr gleichmäßig wachsend und vor allem auch nicht so groß werdend. Ist für viele Gärten entscheidend. Hat natürlich dann nichts mehr mit Zapfenernte zu tun.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Magnolienpflanzer am 01. Dezember 2017, 18:48:08
Zitat
@Magnolienpflanzer: Bei Sämlingen kann das dauern, aber die meisten Kiefern ( vor allem - sorten ) werden ja veredelt und sind keine Sämlinge. Und Veredlungen fruchten i.d.R. viel schneller. Aber viele Kiefern bestechen auch durch ihren Habitus, auch wenn sie noch keine Zapfen tragen.
VG Wolfgang
Ich weiß nicht, ob sie veredelt ist... Ja, Zirbelkiefern haben schöne Nadeln und einen schönen Wuchs.  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 01. Dezember 2017, 19:16:38
Das siehst du am Stämmchen knapp über dem Erdboden. Dort ist der Veredlungszweig mit der Unterlage verwachsen. Wenn alles glatt aussieht, ist es keine Veredlung.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Magnolienpflanzer am 04. Dezember 2017, 23:14:38
Weiß jemand, ob eine Colorado-Tanne (Abies concolor) recht sturmfest ist?

@Cryptomeria, wenn der Schnee weg ist, werd ich nachschauen. Ob eine Kiefer veredelt ist, die kaum 10 cm hoch ist, bezweifle ich aber. :-\ ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 05. Dezember 2017, 06:15:14
Ob eine Kiefer veredelt ist, die kaum 10 cm hoch ist, bezweifle ich aber. :-\ ;)

Schau mal auf das Foto in #666. Die Zwerge in der ersten Reihe (Darunter auch eine Zirbe) sind alle veredelt. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 05. Dezember 2017, 08:41:59
Arten werden oft als Sämlinge angeboten, Sorten werden immer veredelt, weil man genau die benannte Sorte wieder verkaufen möchte. Würde man von einer Sorte die Samen aussäen, fielen die Sämlinge völlig verschieden. Man müsste dann wieder neu selektieren und auch wieder neu benennen oder sie als "Sorte"-Sämling abgeben. Bei den Profis sind diese oft mit Zahlen versehen. Und natürlich kann so eine Veredlung nur wenige cm groß sein. Meist wird dann gewartet bis der Edelreis gut verwachsen ist und dann wird so ab 15 cm aufwärts verkauft. Die Veredlungsstelle sieht man aber immer.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 05. Dezember 2017, 10:58:57
Pinus contorta 'Chief Joseph' färbt wieder um. :)

Ich finds immer noch erstaunlich, dass sich eine Kiefer umfärbt. Die Sorte ist schon was besonderes.

Pinus mugo 'Carstens Wintergold' ist auch sehr dekorativ in der Hinsicht!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Magnolienpflanzer am 05. Dezember 2017, 13:30:27
Ich hab beim Pflanzenversand nachgeschaut, es ist eine dreijährige Pflanze, also ein Sämling.
Und bezüglich Abies concolor: wie sturmfest schätzt ihr sie ein?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 05. Dezember 2017, 13:41:49
Das wird dir, fürchte ich, niemand genauer sagen können, weil es von zu vielen Faktoren abhängt.

Höchstens ganz grundsätzlich und allgemein: Auf tiefgründigen Böden mit guter Wasserversorgung im Untergrund, wo ein immergrüner Nadelbaum tiefgehende Wurzeln bilden kann, wird Windwurf eine geringere Gefahr als auf flachgründigen Standorten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 05. Dezember 2017, 14:07:23
Wie Jens schon sagt, hängt es von vielen Faktoren ab, auch vom Zug und Druck in der Krone. Äste abbrechen kann sicher passieren, entwurzeln wie bei Fichten halte ich für weniger wahrscheinlich. Aber - wie schon gesagt - kommt auf den Sturm an. Bei Stürmen wie Christian oder Kyrill kann man nichts prophezeien, da hängt es auch stark vom Standort ab.
Grundsätzlich würde ich schnell wachsende Bäume nicht so pflanzen, dass sie direkt in der Hauptwindrichtung bei Sturm auf ein Gebäude fallen oder abbrechende Äste Schaden anrichten können. Es gibt bei concolor so viele kleiner oder schwächer wüchsige Sorten, dass man da leicht etwas finden kann, wenn man diesbezüglich Sorgen hat.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 05. Dezember 2017, 14:16:40
...

Höchstens ganz grundsätzlich und allgemein: Auf tiefgründigen Böden mit guter Wasserversorgung im Untergrund, wo ein immergrüner Nadelbaum tiefgehende Wurzeln bilden kann, wird Windwurf eine geringere Gefahr als auf flachgründigen Standorten.

Hmm....ist das so?
Ich dachte eigentlich immer, daß es genau umgekehrt ist, zumindest was Fichten angeht - als Baum der (Mittel)Gebirge ist das Wurzelwerk darauf ausgerichtet, sich in flachgründigem Boden in Felsspalten zu krallen, auf gutem, tiefgründigem Standort wachsen die Wurzeln nicht so weitstreichend, da gut versorgt, und der Ballen kann die im Alter große Kronenfläche nicht genügend verankern?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Magnolienpflanzer am 05. Dezember 2017, 16:20:42
Zitat
Zitat von: bristlecone am Heute um 13:41:49

    ...

    Höchstens ganz grundsätzlich und allgemein: Auf tiefgründigen Böden mit guter Wasserversorgung im Untergrund, wo ein immergrüner Nadelbaum tiefgehende Wurzeln bilden kann, wird Windwurf eine geringere Gefahr als auf flachgründigen Standorten.


Hmm....ist das so?
Ich dachte eigentlich immer, daß es genau umgekehrt ist, zumindest was Fichten angeht - als Baum der (Mittel)Gebirge ist das Wurzelwerk darauf ausgerichtet, sich in flachgründigem Boden in Felsspalten zu krallen, auf gutem, tiefgründigem Standort wachsen die Wurzeln nicht so weitstreichend, da gut versorgt, und der Ballen kann die im Alter große Kronenfläche nicht genügend verankern?
Eigentlich sind tiefgründige Böden besser, wenn der Baum auch tiefer wurzeln soll. Fichten sind sowieso Flachwurzler, aber bei Abies concolor sind die Angaben widersprüchlich. Ich hätte gern was Schnellwachsendes, das auch eine gewisse Höhe erreicht und am steilen Hang wachsen kann. Und die Colorado-Tanne gefiele mir eh so gut.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 05. Dezember 2017, 17:02:40
Ja mach das doch. Wo in 20 oder 30 Jahren der Sturm wütet, der dann deiner concolor wie gefährlich wird, wer weiß...
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:20:01
Moin ich würde euch gerne meine Koniferensammlung vorstellen...
Bild Nr. 1 Taiwania cryptomeroides
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:25:48
Bild Nr.2 20 jährige Araucaria araucana
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:32:34
Metasequoia glyptostroboides Goldrush vor 5 Jahren gepflanzt
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:37:19
Eigene Nachzucht Araucaria araucana
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:40:19
Sequoia sempervirens vor 15 Jahren gepflanzt
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:43:01
Podocarpus macrophyllus
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:45:01
Sequoiadendron giganteum Glaucum
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:50:14
Ein paar Sequoiadendron giganteum
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:52:46
Cryptomeria jap. Elegants Viridis
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 21:56:20
Taxodium distichum vor 4 Jahren gepflanzt
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 22:23:46
Taxodium distichum Wurzelknie
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 22:26:10
Sequoiadendron giganteum Hazel Smith
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 22:28:06
Sequoia sempervirens
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 22:30:49
Sequoia sempervirens Argentea
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 05. Dezember 2017, 22:35:22
Metasequoia glyptostroboides Goldrush vor 5 Jahren gepflanzt

Wow - wie groß war das Exemplar denn bei Pflanzung?

Sequoia sempervirens vor 15 Jahren gepflanzt

Auch schon ein ordentliches Exemplar, ebenso wie die Taxodium distichum!

Ich hab 2012 sowohl Sequoia als auch Sequoiadendron bei mir gepflanzt, eine der Sequoias ist schon ganz ordentlich gewachsen und hat die Krone der "Ammen-Mirabelle" erreicht:

(https://up.picr.de/31148537ij.jpg)

Die Mirabelle ist ein uralter, abgängiger Baum, wenn die weg ist, ist auch genug Platz für die Sequoia.
Leider ist die Cunninghamia lanceolata im Vordergrund dieses Jahr im Frühjahr vertrocknet.
Relativ neu hab ich eine Sequoia 'Martin F2 fast'

Und die Sequoiadendron:

(https://up.picr.de/31148523wu.jpg)

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Magnolienpflanzer am 05. Dezember 2017, 22:42:38
Sequoia sempervirens ist bei euch winterhart? Haben die nie Winterschäden?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 05. Dezember 2017, 22:50:44
Also, ich hatte sogar das Pech, meine 3 ersten Exemplare ausgerechnet im Herbst 2011 gepflanzt zu haben - nach dem sibirischen Februar 2012 mit 2 Wochen Dauerfrost, jeden Tag Sonne, Tagestemperaturen um -10C° und Nachttemperaturen bis -17C°, wiesen die neugepflanzten Sequoias nur leichte Bräunungen am Rand der Nadeln von einigen Ästen auf und trieben im Frühjahr normal und gut aus.
Seitdem nach keinem der folgenden Winter irgendwelche Schäden.

So kalt wie 2012 wird es bei mir aber eher selten, kälter eigentlich nicht.

Ich hab seit 2008 auch Cupressus sempervirens und ebenfalls seit 2011 Pinus pinea ausgepflanzt im Garten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 22:58:41
Der Metasequoia glyptostroboides war ungefähr 100-125cm groß. Durch den feuchten Standort und den nährstoffreichen Boden wachsen die Bäume sehr schnell.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 23:03:30
Zitat von: Magnolienpflanzer link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2989387#msg2989387 date=1512510158]
Sequoia sempervirens ist bei euch winterhart? Haben die nie Winterschäden?
Es kommt auf den Standort an.
An geschützten Standorten habe ich noch nie Frostschäden beobachten können, aber frei auf der Wiese können Frostschäden auftreten doch ohne langfristige Folgen. Ich wohne im Nord-Westen Deutschlands da sind die Winter nicht so hart.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 05. Dezember 2017, 23:13:36
Meine Wollemia nobilis
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 06. Dezember 2017, 14:22:22
@mammutbaumsammler: in #704 muss es Sequoia sempervirens ' Adpressa ' heißen.

Die tiefen Temperaturen ( bis ca. - 20 °C) sind sowohl bei Sequoia, als auch bei Sequoiadendron nicht so entscheidend. Entscheidend im Winter ist der scharfe Ostwind. Wobei natürlich Sequoiadendron tiefere Temperaturen aushält. Ich habe einen sehr guten Vergleich, da ich früher sowohl in der Pfalz,als auch in Hessen viele Seqoia und Seuoiadendron gepflanzt habe und alle ziemlich problemlos groß wurden. Heute hier oben an der dänischen Grenze sieht es für beide Arten durch den ständigen Wind ganz anders aus. Von 2009 bis 2012 sind viele, auch größere Sequoia sempervirens, auch die vermeintlich härteren Selektionen  wie 'Martin', komplett erforen und für Sequoiadendron muss es überhaupt nicht kalt sein. 4/6 Wochen ständiger Wind und die feinen Nadeln sind zum Großteil braun. D.h. sie überleben in milden Wintern, sehen aber völlig unansehnlich aus, was bedeutet, dass man sie wirklich nur windgeschützt pflanzen kann.
Insofern habt ihr südlicher mit weniger Wind große Chancen, dass die Mammuts, wenn sie eingewurzelt und älter sind alle problemlos groß werden.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Scabiosa am 06. Dezember 2017, 16:13:53
Ist das hier auf dem Foto die normale Herbstfärbung der Nadeln, Cryptomeria? Vor einigen Jahren war ich schon mal kurz vor Weihnachten dort im Park an diesem Baum und die rötlichen Nadeln lagen damals wie Matten dicht auf dem Boden. Ganz genau weiß ich die Bezeichnung nicht mehr, aber ich meine, 'Nutans' gelesen zu haben.
(http://up.picr.de/31153718by.jpg)

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 06. Dezember 2017, 16:16:49
@ Scabiosa
Taxodium distichum 'Nutans' macht diese tolle Herbstfärbung und wirft dann alle Nadeln ab...


@MammutbaumSammler
Willkommen von mir  :)
Hübsche Sammlung, die du bisher zusammengetragen hast.

Bloss dein Name ist arg lang zum zitieren...   :P


Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Scabiosa am 06. Dezember 2017, 18:00:07
Danke für Deine Beschreibung, tarokaja!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2017, 18:23:10
Es handelt sich um Taxodium ascendens Nutans
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Magnolienpflanzer am 06. Dezember 2017, 18:25:16
In unserem Stadtpark stehen ein paar recht hohe Sequoiadendron, die mussten sicher schon sehr eisige Winter ertragen. Im September war ich dort und habe lauter braune Nadeln gesehen, vielleicht durch die Trockenheit im Mai/Juni? ??? :(  Bei Sequoia hätt ich Zweifel, ob sie bei mir den Winter packt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 06. Dezember 2017, 18:34:21
Sequoiadendron bekommt hier zunehmend Probleme mit Trockenheit im Sommer. Das führt zu Trockenschäden mit Verbräunung, oftmals von Kompletten Astpartien im Kronenbereich.
Dagegn hilft Pflanzung an Standorten mit gute Wasserversorgung, etwa in Gewässernähe - aber ohne "nasse Füße" - oder Wässern im Sommer.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 06. Dezember 2017, 18:43:03
Es handelt sich um Taxodium ascendens Nutans

Was m.W. die alte Bezeichnung oder das Synonym von Taxodium distichum var. imbricarium 'Nutans' ist.

@ Bistle
Weil meine 'Nutans' einen der wenigen feuchten Stellen unten am Steilhang bekommen hat, versuche ich es bei mir erst gar nicht mit Sequoiadendron oder Sequoia...


Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2017, 18:52:24
Das ist Sequoia sempervirens Adpressa
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2017, 18:55:30
Sequoia sempervirens Argentea hat Stahlblaue Nadeln. Sonst ähnlich wie Adpressa
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 06. Dezember 2017, 19:36:07
...
Was m.W. die alte Bezeichnung oder das Synonym von Taxodium distichum var. imbricarium 'Nutans' ist.
...

Da ist die Namensthematik kompliziert.....
Taxodium distichum ascendens ‚nutans‘
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 06. Dezember 2017, 22:28:22
@mammutbaumsammler: Entschuldigung, ich habe die blaue Färbung über den Computer auf #704 nicht gesehen. Da hast du natürlich recht.
Nach Farjon ( World Checklist and Bibliography of Conifers ), auf den sich heute sehr viele beziehen, heißt es , wie Barbara schreibt. Es besteht kein Artstatus mehr.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 03. Januar 2018, 23:06:14
Hallo Stephan,
ich habe mir meine "Taiwanie" aus UK noch mal angesehen ....,
(zumindest auf den Bildern)
und kann aber nicht feststellen, dass es etwas Anderes sein soll
sie sieht zwar der Cryptomeria ziemlich ähnlich, aber Abweichungen gibt es da schon.
könntest du mal ein Foto einstellen von DER Pflanze,
die du von Böhlke bekommen hast und eine Taiwanie sein soll
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 03. Januar 2018, 23:09:00
@mammutbaumsammler
willkommen und Gratulation zu deinen Schätzchen,
besonders deine Wollemia sieht stark aus ....
woher bist du, wenn ich fragen darf ?
Gruß aus Heilbronn
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 04. Januar 2018, 08:25:28
Die Taiwanie sticht total. Die Cryptomerie sticht nicht oder ganz wenig .Die Taiwanie hat auch eine blauere Farbe.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 04. Januar 2018, 19:08:11
Taiwania, ja oder nein .....
geht doch mal bitte auf meine Homepage ( www. Mammutbaum. info )
und seht unter Taiwania die untersten beiden Bilder an und vergleicht,
und dann sagt mir jemand, was meine "Taiwanie" ist !!!
zum weiteren Vergleich empfehle ich mal bei esveld.nl vorbeizuschauen
und deren Bilder zu überprüfen
gruß an alle Koniferen-freaks
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 04. Januar 2018, 21:19:23
Hallo Dulf,
ich habe deine Homepage besucht. Ganz eindeutig und absolut sicher ist das eine ganz normale Cryptomeria japonica.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 20. Januar 2018, 20:05:49
Obwohl wir noch keine wirklich tiefen Temperaturen hatten, strahlt 'Chief Joseph' wieder im Winterkleid.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Ulrich am 20. Januar 2018, 20:16:21
Sieht wirklich Klasse aus. Hab jetzt auch eine  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 20. Januar 2018, 20:18:36
Gute Wahl!  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 20. Januar 2018, 22:18:43
Du warst Schuld!  >:(
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Ulrich am 21. Januar 2018, 18:23:37
Warum so grimmig?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: RosaRot am 21. Januar 2018, 18:33:50
Woher habt Ihr die denn?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 21. Januar 2018, 18:38:25
Du warst Schuld!  >:(

Gern geschehen!  ;D

Meine stammt von Enneking. :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: RosaRot am 21. Januar 2018, 18:41:09
Okay, Danke! :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 21. Januar 2018, 18:42:07
Außer Enneking kann man auch bei Lunaplant und Edwin Smits Nursery  fündig werden.
VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 05. März 2018, 16:43:47
Im Herbst hatte ich zwei kleine Amentotaxus argotaenia ausgepflanzt, an einer vor Ostwind und Wintersonne sehr gut geschützten Stelle, wo auch Daphne bholua seit Jahren gedeiht und mittlerweile über zwei Meter Höhe erreicht hat.
Beide Pflanzen sehen bestens aus, ich denke, die haben nicht den geringsten Schaden.

Tmin waren -12 bis -13 °C, insgesamt drei Eistage.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: bristlecone am 06. März 2018, 17:56:36
Im Moorbeet im Garten mit ein paar Blättern abgedeckt hat offenbar ohne Schaden das kleine Pflänzchen von  Manoao (=Lagarostrobos) colensoi den Winter überstanden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 19. April 2018, 20:29:02
Abies pinsapo 'Fastigiata' setzt zur Blüte an.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 22. April 2018, 06:32:43
Ich habe dieses Frühjahr drei wichtige , seltene Koniferen veredeln lassen. Die Keteleeria davidiana muß auch vermehrt werden. Auf Abies soll das nichts werden laut eines amerikanischen Experten. Er empfiehlt stecken unter gespannter Atmosphäre. Welche Zeit im Jahr kann man Reiser schneiden ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 08. Juni 2018, 10:47:37
"Krüssmanns Gehölztvermehrung" sagt zur Stecklingsvermehrung nichts, schreibt aber ebenfalls, dass Veredelungen von Keteleeria auf Abies kurzlebig sind. Vielleicht als Ammenveredelung?  :-\


Ich hab jetzt Pinus torreyana. Hat jemand Erfahrungen, was deren Winterhärte angeht?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 23. Juni 2018, 11:11:20
Dann werde ich mal mein Glück versuchen.
Immerhin stand sie früher mal in Günterstal und kam da mit allenfalls leichten Nadelschäden durch.

Eine interessante Übersicht zu Koniferen der Welt gibt es hier: The Kew Review: Conifers of the World.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 23. Juni 2018, 12:42:16
Du weißt ja auch, dass es immer entscheidend vom Kleinklima + damit Standort abhängt und deshalb einfach probieren.
Viel Erfolg!
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 23. Juni 2018, 12:47:10
In Günterstal soll sie etwas robuster als Pinus radiata gewesen sein.
Die Pflanze existiert nicht mehr, nicht weil sie erfroren wäre.
Sondern weil sie späteren Veränderungen des Geländes zum Opfer fiel.

Überhaupt Günterstal: Das Waldarboretum besteht ja nach wie vor.
Aber das hier "Green-City" holzt Fichtenschatz ab" war nicht gerade ein Ruhmesblatt der "grünen" Stadt Freiburg.  :P
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 23. Juni 2018, 12:57:38
Schade! Solche Schätze sind heutzutage ( fast ) wertlos. Dabei ist u.a. die Kenntnis in Bezug auf Klimawandel schon wichtig.
Hubertus hatte ja auch vor Jahren alle Tannenarten ausgepflanzt, wie in irgendeinem  DDG-Jahrbuch dokumentiert.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: hjkuus am 24. Juni 2018, 16:31:17
Lepidothamnus  laxifolius eine ganz kleine Konifere
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 02. August 2018, 22:37:28
Die gilt als die kleinste Konifere der Welt.
Ich hatte auch mal eine, leider haben die Amseln sie in einem Frühjahr aus dem torfigen Boden gerupft.  :P

Nachdem ich jetzt an zwei Sämlinge von Nageia nagi gekommen bin: Hat jemand Erfahrungen mit dieser Konifere? Vielleicht an den Oberitalienischen Seen?l
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 31. August 2018, 08:50:34
Möchte jemand Kauri-Bäume?
Sind noch ein paar da  ::)

Immer daran denken: Übersteht zwar leichte Minusgrade für einige Tage, aber dauerhaft nichts fürs Freiland.
Im Zimmer kein Problem, sehr robust.
VG Wolfgang
Jou, deswegen hab ich auch brav alle stehen lassen, ebenso wie alle Pseudopanax ferox  ;D
Würden natürlich schön in ein Dinosaurier-Abteil passen, aber besser so. Gibt ja auch andere. Jahrelang hatte ich früher versch. Arten in der Wohnung. Im Winter teil mit Weihnachtsschmuck.
VG wolfgang

Die gingen wohl auch im "Dino-Abteil" und erinnern im Blatt an Agathis: Nageia nagi.




Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 31. August 2018, 09:57:17
Ja, sehr schön!
Da würde ich auch mal eine nehmen. Nagaia hatte ich noch nie.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: woody Lou am 28. September 2018, 22:08:19
Ich sage mal einfach HALLO hier und freue mich, so einem kompetenten und engagierten Kreis anzugehören.

Ich möchte mich gleich vorstellen: Ich betreibe zwar auch Gartenbau (Gemüse) - auf privater Basis - und habe natürlich auch einen "Ziergarten".
Was mich aber wirklich umtreibt sind fossile Hölzer. Nach einem über 40 Jahtre langem Entwicklungsstadium als reiner Sammler habe ich mich nun "verpuppt" und kam als wunderschöner (….ja was denn sonst....) Hobby-Holzanatom aus der Hülle. Mein spezielles Interesse gilt, zumindest im Moment, den Koniferen.
Sammelschwerpunkt sind kreidezeitliche und tertiäre Hölzer, Alpenraum und Voralpen im Raum Augsburg-Eichstätt.
Und gerade die kreidezeitlichen Hölzer haben es in sich, da gibt es viele Paralellen in den Tropen. 


Mein Anliegen ist, parallel zu den Gesteinsdünnschliffen der fossilen Baumreste, eine Vergleichsdatei mit jetzt lebenden Koniferen aufzubauen. Das ist nicht wirklich neu, es gibt ja auch in München eine Xylothek mit über 20 000 Präparaten, hier habe ich Zugang. Dennoch, wenn jemand eine Konifere beschneiden muss, oder eine Konifere einfach eingeht bin ich an den "sterblichen Resten" interessiert. Das gilt eben ganz besonders für die "tropischen" Nadelhölzer, da diese erst im Laufe der Kreidezeit sich im Rahmen der Verschiebung der Kontinente aus unserem Raum verabschiedet haben.


Also, vielleicht bekomme ich ein paar positive Rückmeldungen. Wie gesagt, für mich ist alles interessant: Stamm, Ast und Wurzel.


Hier schon dankeschön. Anbei ein Gesteinsdünnschliff (Querschnitt) einer Araucarie aus der alpinen Kreide, hier hat ein Weißfäulepilz gewütet.


Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. September 2018, 11:03:53
Du könntest hier mal auflisten, welche Koniferen du suchst. Dann kann man schauen, was man hat.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 12. November 2018, 14:51:36
Wenn jemand sich an Taiwania versuchen möchte - und den richtigen Platz dafür hat: Böhlje hat derzeit eine größere Auswahl im Online-Shop.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 12. November 2018, 19:24:58
Ich lasse das lieber. ;)


Gestern kam nun endlich Pinus resinosa 'Pillnitz' in die Erde. Bisl drollig sieht das ja aus.  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: cornishsnow am 12. November 2018, 19:28:17
Hübsches Gras!  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 12. November 2018, 19:29:40
Man könnte die in 'Green Hedgehog' umbenennen.  ;D

Hier steht sie zwischen anderen niedrigen Gehölzen und Yuccas, nicht so 'nackig'.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 12. November 2018, 19:38:56
Man könnte die in 'Green Hedgehog' umbenennen.  ;D

Jaaa!  ;D Es kommen ja noch Stauden und Co drumrum. ;)  Außerdem gepflanzt: Pseudotsuga menziesii 'Glauca Pendula'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: cornishsnow am 12. November 2018, 19:39:15
Das liebt ja nicht so nackig, ist bestimmt der Anfang der Pflanzorgie.  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 16. November 2018, 09:46:52
Da die Pinus coulteri im Garten noch winzig klein ist und wohl erst nach meiner Zeit Zapfen tragen wird, habe ich einen Zapfen beschafft.

Hier mal ein Größenvergleich - ich hätte besser noch die Kaffeetasse dazustellen sollen, wird nachgeholt.







In der Mitte der Zapfen von Pinus coulteri, etwas über 30 cm hoch und knapp 1,5 kg schwer. Da versteht man den Nickname "widow maker" für diese Kiefernart.

Links daneben Pinus sabiniana, eine mit P. coulteri nahe verwandte Kiefernart.

Rechts daneben ein etwas aberranter Zapfen einer Pinus lambertiana (Zuckerkiefer), diese Art hat die längsten Zapfen unter allen Kiefernarten. Der Baum, von dem dieser Zapfen stammt, bildete durchweg nur solche gekrümmten Zapfen, normalerweise sind die gerade.

Vorne links ein Zapfen von Pinus radiata, der Montereykiefer. Diese Zapfen öffnen sich meist nicht vollständig, höchstens nach einem Feuer.

Und vorne rechts ein Zapfen von Pinus jeffreyi, der einzigen Art von den fünf hier, die man etwas häufiger mal in Mitteleuropa sieht.

Alle fünf Arten (und zahlreiche weitere) sind in Kalifornien heimisch. 
 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 16. November 2018, 09:55:16
Mit Kaffeetasse als Größenvergleich:




Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 21. November 2018, 17:33:17
Schöne Brummer! :)

Von Esveld kam unter anderem Abies nordmanniana 'Golden Spreader', eine kleinwüchsige gelbnadelige Form. Das marodierende Laub der Helleborus im Hintergrund verstärkt vielleicht eher den Eindruck "kränklich", tatsächlich ist die Nadelfärbung aber ziemlich ansehnlich und fand sogar GG's Zustimmung.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nox am 21. November 2018, 18:27:17
Da die Pinus coulteri im Garten noch winzig klein ist und wohl erst nach meiner Zeit Zapfen tragen wird, habe ich einen Zapfen beschafft.

Na, ich halte schon den Atem an, wenn sich ein Wohnwagen unter einer hiesigen Pinus pinaster aufstellt. Deren Zapfen können schon mal ein Oberlicht beschädigen.

Gratuliere zum Neuerwerb !
Auf welch verschlungenen Pfaden sind die wohl bei Dir gelandet ?
Titel: Re: Seltene Koniferen Cathaya
Beitrag von: Dulf1 am 05. Dezember 2018, 18:28:22
Hallo zusammen,

ich kann es einfach nicht lassen und habe mir erneut "Cathaya"-Samen schicken lassen.
Der Anbieter war ein Anderer, als der von letztem Jahr, aber die Verpackung ist wieder die gleiche wie 2017.
Allerdings sehen die jetzigen Samen völlig anders aus, als die letztjährigen.
Ich denke mal, es sind wahrscheinlich Picea-Samen ...., schauen wir mal, ob dieses Mal etwas keimt,
aus der letztjährigen Sendung gab es keinen einzigen Keimling
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 05. Dezember 2018, 18:29:40
Bild 2
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Dulf1 am 05. Dezember 2018, 18:30:32
Bild 3
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 05. Dezember 2018, 18:34:54
das wird aber dauern bis man da eine schaukel oder hängematte befestigen kann
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 05. Dezember 2018, 18:40:51
 ;D
Bei der Cathaya wärs schön, wenns überhaupt mal Pflänzchen in Europa gäbe.
Ein "lebendes Fossil", das in seiner chinesischen Heimat durch die Zerstörung des Lebensraumes akut bedroht ist  :(
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 05. Dezember 2018, 19:16:49
Das sind ziemlich sicher wieder Picea-Samen. Vor Jahren habe ich auch ausgesät, sahen auch so aus und entpuppten sich nach dem Auflaufen als blaunadlige Piceas.
Trotzdem drücke ich dir die Daumen!
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: pumpot am 05. Dezember 2018, 20:33:26
Mit Kaffeetasse als Größenvergleich:






Die Zapfen der Pinus lambertiana eignen sich perfekt für Deko.  :-X :-X :-X
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 07. Dezember 2018, 16:28:20
Herr Nimsch hatte mich ja auf der Führung im Herbst mit diversen Sachen angefixt. Unter anderem auch mit Abies pinsapo 'Tazaotana', die wir in seinem Garten bewundern durften. Da sie selbst bei GG bleibenden Eindruck hinterließ, musste ich mich natürlich auf die Suche machen.  ;D Fündig wurde ich in Polen bei Szkółki Konieczko, heute nun kam sie endlich an.


@Bristle: Das zweite Exemplar ist leider etwas mickriger.  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 07. Dezember 2018, 16:32:16
@Bristle: Das zweite Exemplar ist leider etwas mickriger.  :-\

Das macht mir nichts aus, und in deinem Garten wächst sich das bestimmt zurecht!  ;)

Duck und weg.  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 07. Dezember 2018, 16:34:14
Alleine gereist ist sie natürlich nicht, es kamen noch einige andere Nadelgehölze mit:

Abies balsamea 'Hudsonia'
Abies pinsapo 'Horstmann'
Chamaecyparis pisifera 'White Beauty'
Chamaecyparis obtusa 'Coraliformis'
Pinus parviflora 'Goldilocks'
Pinus parviflora 'Hagoromo'
Pinus sylvestris 'Jakutsk'
Pinus thunbergii 'Ogon'
Pseudotsuga menziesii 'Bila Lhota'
 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 07. Dezember 2018, 19:38:56
wenn ich das in unserm wald pflanzen würde, würde vater das meiste rausreissen und sagen die sind krank, weil sie gelb werden ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 07. Dezember 2018, 20:46:47
Tatsächlich sehen manche in der Übergangszeit für den ein oder anderen  Betrachter etwas kränklich aus, aber dafür leuchten viele im Vollwinter prächtig, gerade wenn sonst alles recht trist wirkt. Ich mag sie sehr die hellen Farbklekse im Winter.  Gute Auswahl, Hausgeist. Bei pinsapo ' Horstmann'  wollte ich noch anmerken, dass ein Exemplar bei mir nach vielen Jahren gewaltige Spitzentriebe bekam und da ich vergaß, sie frühzeitig weg zu nehmen, wuchs sich die ' Horstmann ' zu einer normalen stattlichen pinsapo aus.  Wenn man also frühzeitig da etwas merkt, sollte man handeln, sonst bleibt es nicht beim " Halbzwerg ".
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 07. Dezember 2018, 20:56:01
die mädchenkiefer würd mir gefallen, denk scho über platz nach
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 07. Dezember 2018, 21:07:49
Danke für den Tipp, Wolfgang.

@lord: Die nehmen doch nicht viel Platz ein. ;)

Ein wenig skeptisch bin ich noch bei Pseudotsuga menziesii 'Bila Lhota'. Die sitzt regelrecht auf einem Stiel (der Topf in der zweiten Reihe). 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 08. Dezember 2018, 14:22:45
Hochveredelt. Findet man häufiger bei den Hexenbesenveredlungen. Geschmacksache!
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 08. Dezember 2018, 14:26:10
Geschmacksache!

Wohl wahr.  :P Leider stand davon nichts in der Beschreibung und auch die Fotos ließen nicht darauf schließen. Nun ja, mit Erica carnea unterpflanzt wird's vielleicht gehen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 08. Dezember 2018, 15:30:23
Tiefer einpflanzen geht nicht?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: zwerggarten am 08. Dezember 2018, 17:40:26
Tiefer einpflanzen geht nicht?

seit wann ist das eine gängige kulturmethode für koniferen? sind ja keine weiden. :-X
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 08. Dezember 2018, 17:47:47
Genau deswegen frug ich.  ::)
Ich hab schon mal so mitbekommen, dass man manches Veredelte tiefer einpflanzen und so sogar schlußendlich den Edelreis zum Bewurzeln bringen könnte/sollte, war aber eher beim Obst oder anderen Laubbäumen....
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 08. Dezember 2018, 18:00:30
Genau deswegen frug ich.  ::)
Ich hab schon mal so mitbekommen, dass man manches Veredelte tiefer einpflanzen und so sogar schlußendlich den Edelreis zum Bewurzeln bringen könnte/sollte, war aber eher beim Obst oder anderen Laubbäumen....

Herr Nimsch hat mir für meine kleine, veredelte 'Abies squamata' auch empfohlen, sie tiefer als die Veredelungsstelle zu setzen, zwecks Bewurzelung des Edelreises. Mit Koniferen scheint das dann wohl auch zu funktionieren... ob das aber mit solch langem Stamm geht... ??
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 08. Dezember 2018, 18:05:05
Na also.
Vielleicht ja nicht gleich alles auf einmal, nur ein Stück tiefer...oder Anhäufeln, weil lockerer?
Wenn dann Wurzeln aus dem Stamm spriessen, kann man ja weiter machen....
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 08. Dezember 2018, 21:22:06
Nein, tiefer pflanzen geht gar nicht. Man veredelt häufiger die Hexenbesen, die ballförmig,horizontal oder hängend wachsen ( also keinen Spitzentrieb ausbilden ) auf Stämmchen, damit man in z.B. 10 Jahren eine etwas höhere, ansehnliche Pflanze mit Stamm hat. Viele  Hexenbesen wachsen bekanntlich sehr langsam und wenn sie beispielsweise in 10 Jahren 40cm x 40 cm gewachsen sind, hat man dann auf Stamm eine vielleicht 80 cm hohe Pflanze. Bei horizontal oder hängend ist es noch einleuchtender, denn sonst hat man einen Bodenkriecher.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 08. Dezember 2018, 21:36:42
...
Herr Nimsch hat mir für meine kleine, veredelte 'Abies squamata' auch empfohlen, sie tiefer als die Veredelungsstelle zu setzen, zwecks Bewurzelung des Edelreises. Mit Koniferen scheint das dann wohl auch zu funktionieren... ob das aber mit solch langem Stamm geht... ??
Wie ist das dann zu verstehen?
Da war dann kein "Stamm" unter der Veredelungsstelle wie hier?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 08. Dezember 2018, 21:46:33
Nein, auf einen Stamm ist die Abies squamata natürlich nicht veredelt, soll ja mal ein richtiger Baum werden.  :)
Die Veredlungsstelle sitzt relativ tief.
Es war nur als Ergänzung gemeint zu Obst- & Laubgehölzen, dass es prinzipiell bei Nadelgehölzen wohl auch möglich ist, das Tiefersetzen. 

Ich wollte keine Verwirrung stiften, sorry.
Solche Koniferen auf Stamm (insbesondere höheren) gefallen mir so ganz und gar nicht, deshalb habe ich auch keine. Es war bei mir nur eine Überlegung, dass ich mir schlecht vorstellen kann, dass das funktioniert, sie tiefer einzusetzen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Kübelgarten am 09. Dezember 2018, 10:14:13
auf Anregung aus TV habe ich gestern eine Adlerschwingen-Eibe bestellt. Erstmal kommt sie dann in einen großen Kübel vor den Eingang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 09. Dezember 2018, 11:42:37
Gute Wahl, bekommen im Alter einen sehr schönen Habitus. Achte aber darauf, dass du eine Pflanze mit gutem Spitzentrieb bekommst. Nur die Spitzentriebveredlungen bekommen in absehbarer Zeit einen schönen Habitus. Seitenzweigveredlungen wachsen erstmal sehr lange waagrecht. Das bringt nichts. Solche Pflanze sucht man sich am besten in einer Baumschule aus. Sie sind ja nicht selten. Aber ich hoffe, du hast Glück.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:43:10
Ich habe heute mal eine Fotorunde gedreht. Ich bin sehr gespannt, wie sich die zum Teil sehr jungen Veredelungen entwickeln werden.

Abies lasiocarpa 'Compacta'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:44:01
Abies pinsapo 'Fastigiata' hat trotz der Trockenheit einen guten Zuwachs.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:44:48
Abies pinsapo 'Aurea'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:45:09
Chamaecyparis lawsoniana 'Imbricata Pendula'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:45:28
Pinus aristata 'Sherwood Compact'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:45:49
Pinus heldreichii 'Schmidtii'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:46:20
Pinus mugo 'Zundert' - im Hintergrund Pinis contorta 'Chief Joseph' und Abies procera 'Glauca'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:46:38
Pinus pumila 'Globe'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:47:09
Pinus sylvestris 'Anny's Wintersun'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:47:33
Pinus sylvestris 'Chantry Blue'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:47:52
Pinus sylvestris 'Jakutsk'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:48:17
Pinus thunbergii 'Ogon'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:48:39
Pinus wallichiana 'Nana'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 18:49:19
Mit regelmäßigen Wassergaben ist auch Sciadopitys verticillata 'Piccola' gut über den Sommer gekommen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 09. Dezember 2018, 19:11:35
Ich habe heute mal eine Fotorunde gedreht. Ich bin sehr gespannt, wie sich die zum Teil sehr jungen Veredelungen entwickeln werden.

Abies lasiocarpa 'Compacta'

Die hatte sich im Garten meiner Eltern bei Kiel binnen etwa 10 Jahren zu einem knapp 2 m hohen, sehr schön und dicht gewachsenen Kegel entwickelt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 09. Dezember 2018, 19:15:09
In so kurzer Zeit schon fast die Endhöhe!  :o Da bin ich wirklich gespannt. Ich rechne ja ein wenig damit, dass der trockene und sandige Standort insgesamt für einen eher mäßigen Zuwachs sorgen wird.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 09. Dezember 2018, 19:28:07
Danach ist die Pflanze von innen heraus verkahlt, ich weiß nicht, warum: trockener Sommer, Läuse, Alterserscheinung???

Jedenfalls sah sie dann ziemlich struppig aus und zog zum Osterfeuer um.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 10. Dezember 2018, 14:19:40
Endhöhe gibt es bei den Koniferen keine. Die Angaben überall gelten meist für 10 Jahre, aber noch 20/30 Jahren sind sie natürlich teils wesentlich größer. Es hängt natürlich auch von der Veredlungsunterlage ab, wie schnell die vermeintlichen Zwerge tatsächlich zulegen. Aber es lässt sich ja zum Glück bei manchen wie z.B. den Kiefern der sehr schnelle Zuwachs auch leicht reduzieren ohne Verstümmelung.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 30. Januar 2019, 18:30:52
Wer etwas seltenere Koniferenarten sucht, wird derzeit bei Boehlje fündig:
Picea polita, die Tigerschwanzfichte - sieht man nicht so häufig.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: mentor1010 am 01. Februar 2019, 20:07:17
 ;D


Ich muß mal ein wenig angeben  ;D 

Ich hab ihn endlich den Chief Joseph  :D   
Ich wollte schon lange diesen Pinus haben...war manchmal auch schon soweit einen anderen zu kaufen der im Winter umfärbt...Gestern Abend verabschiedete sich hier das Netz gerade in dem Moment als ich wieder geschaut habe nach dem Chief  ;) Grummel...  Da hat wohl irgendwer seine Finger im Spiel gehabt weil mich heute schon auf dem Parkplatz von unserem örtlichen Hagebau schon von weitem etwas Goldgelbes anstrahlte...Ich dachte mir nur das kann doch jetzt nicht sein oder ?...Doch kann es ...jetzt steht er bei mir auf dem Rasen  ;D


Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 01. Februar 2019, 21:23:58
'Chief Joseph' bei Hagebau?
Wad es nicht alles gibt!
Glückwunsch!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Mümmel am 02. Februar 2019, 00:48:32
Habe ich auch gesehen. Hagebau bietet in den letzten Jahren immer knapp 20 Sorten aus dem Botanico Sortiment an und Jedeloh hat doch einiges im Programm. Und im Winter gibt es dann 50% auf Baumschulware.

Ich muss allerdings sagen, dass mein Joseph doch irgendwie anders aussieht. Aber vielleicht gibt sich das noch. Ich habe ihn, wenn ich mich recht erinnere, von der selben Quelle wie Hausgeist.

Und Pinus contorta 'Chief Joseph' beginnt auch wieder zu leuchten. :)

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=60123.0;attach=557374;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 03. Februar 2019, 12:29:29
Kennt jemand von euch in natura Pinus sylvestris ' Kamon Blue '? Ist sie so silberblau wie im Internet abgebildet? Ich kenne 'Bonna ' und ' Glauca'-Formen. Gibt es da deutlich Unterschiede in der Nadelfarbe?
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 24. Februar 2019, 10:38:13
Du wirst da wohl den Pionier machen müssen. Berichte dann mal beizeiten!

Hier ist nach einer Pinus monopylla nun auch eine Pinus edulis eingezogen.
Auf den ersten Blick dürfte man sie für eine gewöhnliche Kiefer halten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 26. Februar 2019, 14:14:59
Ist jemandem schon mit eigenen Augen diese Konifere untergekommen: Cupressus nootkatensis 'SPORT E.R.'?

Gegen die leidet eine Säulenzypresse ja an "Bauch".
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 26. Februar 2019, 18:28:06
Da gibt es auch schon etwas ältere Selektionen ohne Bauch wie 'Strict Weeper ' ( oder Weeping) oder ' Van den Akker '.  Aber gesehen habe ich noch keine in natura. Wer das Skurile liebt und dort wie Sequoiadendron gig. ' Pendulum ' versagt oder zu breit wird  ;), sicher eine Alternative.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 15:35:38
Mal was anderes.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 15:37:58
Weiblicher Zapfen Nahaufnahme
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 15:46:25
Männliche Blüte
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 17:19:47
Taiwania Sämling
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 17:23:10
5 jähriger Steckling(Taiwania cryptomeroides)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 17:37:14
7 jähriger Steckling gleiche Herkunft
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 17:56:02
.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 18:00:32
Pinus monophylla
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 18:20:47
Araucaria angustifolia
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 18:22:31
Die Erzeugerin...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 03. März 2019, 18:29:21
Tolle Pflanzen! Bei der Wollemia verfolge ich gerade mit Erstaunen, zu welchen Preisen hier und da einzelne Exemplare angeboten werden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 18:38:16
Vielen Dank. Ich habe damals 60 bezahlt 80/100
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Henki am 03. März 2019, 18:40:23
Ich kenne ja noch die Preise, als die ersten Pflanzen über Gartenkataloge zu haben waren. Mir sind jetzt mehrfach gut 1 m hohe Pflanzen zu deutlich dreistelligen Preisen begegnet. Nun ja, Angebot und Nachfrage? Ich frage nicht nach. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 18:45:46
Sie müssten eigentlich gut durch Stecklinge vermehrbar sein.
Ich verstehe die Problematik der hohen Preise nicht.
Wahrscheinlich da sie unter Schutz stehen und dieses Zertifikat benötigen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 03. März 2019, 19:18:17
In den ersten Jahren war Wollemia tatsächlich unerschwinglich, aber so ab 2007/08 wurde der Markt überschwemmt und man bekam für 49.-€ ordentliche Pflanzen. Damals hatte ich mir einige wenige zugelegt und ausgepflanzt, die aber alle mit etwas Schutz die Winter 2009 bis 2012  bei mir ganz im Norden nicht überlebten. Dann war erstmal ziemlich Schluss mit dem Verkauf, aber seit 2/3 Jahren gibt es sie wieder , so ab ca. 60.-€. Das Problem ist heute für mich nicht unbedingt, dass sie bei den z.Zt. milden Wintern nicht durchkommen, aber wenn sie , so zwischen -10°C und -15°C stark zurückfrieren, sie ihren schönen Habitus verlieren, auch wenn sie wieder ausschlagen. Denn irgendwann, da sie nicht langsam wachsen, ist es mit dem Schutz vorbei und dann beginnt das Hoffen und Bangen im Winter. Bei Zone 8a bleibt zu hoffen, dass die Winter sehr mild bleiben. Leider trifft aber  über Jahrzehnte doch fast jede Zone mal ein Kaltlufteinfluss..
Ich drücke dir aber die Daumen, auch für A. angustifolia. Auch sehr heikel, in Bordeaux von mir bei einem Freund vor ca. 20 Jahren ausgepflanzt und als einzige von noch anderen Araucaria-Arten und Agathis überlebt. In Helgoland wurde ja auch eine vor vielen Jahren gepflanzt. Ich weiß aber nicht, was draus geworden ist.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 03. März 2019, 19:27:37
Ja, ich habe auch von der A. angustifolia auf Helgoland gehört.
Die beiden Pflänzchen haben den besten Platz im Garten erhalten.
Ich bin mir der Gefahr bewusst, aber ich muss es einfach probieren.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 03. März 2019, 20:20:08
Ja, die Leidenschaft lässt uns immer etwas wagen, dann gibt es wieder einen Dämpfer und neuen Platz und nach einigen milden Wintern juckt es schon wieder in den Fingern und man wird wieder unvernünftig und leichtsinnig. Ich bin dazu übergegangen, mich immer zu freuen, solange ich alle habe. Es kann schnell vorbei sein.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 17. Mai 2019, 16:33:32
Die große Wollemia hat schon etwa 3 Meter  :D

Wann wurde die ausgepflanzt?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Mai 2019, 16:44:08
Die Wollemia kam im April 2014 bereits mit 160 cm Höhe.
Hier ein Bild vom selben Tag.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 17. Mai 2019, 16:46:15
"Tütet" ihr sie ein im Winter?
Ich hab meinen Auspflanzversuch leider im Herbst 2011 gemacht....  :-X
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 17. Mai 2019, 16:46:42
Danke!
Kannst du was zur Tmin am Standort sagen und zur Zahl an Eistagen in kalten Wintern, die es dort seit 2014 gab?

@Gartenplaner: Da hattest du dann leider wirklich den kältesten Winter seit Jahrzehnten erwischt. (Ging mir damals mit Edgeworthia und Umbellularia so)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Mai 2019, 16:58:55
Bis –5 Grad bleibt der Winterschutz offen, auch Eistage werden (in moderatem Rahmen) zugemutet.
Ich kann jetzt aber nicht sagen, an wievielen Eistagen die Pflanze nicht geschützt war.

Ich verwende ein Palmenzelt mit UV-Sperrfolie (grün) und einen Standard-Frostwächter. Der läuft pro Winter vielleicht an 10 Tagen.
Man will bei der Größe der Pflanze einfach nichts riskieren, aber Abhärtung muss sein (nächsten Winter bis –7 Grad ohne Schutz).
Ich denke mal, am Boden hats da hinten während der 5 Jahre ein paar Mal minus 10 Grad gehabt.
Spätfrost hat der Pflanze bisher nichts ausgemacht, Ende März wird der Winterschutz abgebaut.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Mai 2019, 17:02:13
Bedenkt, die letzten Winter waren mehr als mild und die Sequoiafarm hat ein sehr günstiges Kleinklima. Ringsum viele alte Bäume schützt auf jeden Fall schon vor kalten Winden. J.W. hat auch seit Jahren ausgepflanzt, im Winter seine Zylinder drüber. Scheint auch zu funktionieren. Die Frage stellt sich dann, wie bei vielen Palmen, wenn die Teile mehr als 3 oder 4 m hoch sind. Dann muss das Klima mild sein. Aber z.B. im Kölner Raum ist es seit Jahren kaum noch unter Null. Spätfröste schaden scheinbar überhaupt nicht. Die Wollemias sind da noch im Schlafmodus.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 17. Mai 2019, 17:04:29
So ganz ohne Schutz wartet ihr demnach noch, bis der Aufwand zu groß wird?
Im Innenhof der Schlossruine von Schoppenwihr steht seit kurzem eine Wollemia draußen, aber ein Härtetest waren die letzten Winter ja nicht.
Nach Wolfgangs Berichten muss man dann wohl doch mit Totalverlust rechnen.

Die Pinus ayacahuite bei euch hatte nie einen ernsten Schaden, oder?

Wolfgang war schneller.

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Mai 2019, 17:12:46
Auf jeden Fall wird es bei dem hiesigen Exemplar keine neuen Erkenntnisse bez. Winterhärte geben, weil ich die Pflanze nicht gefährden will.
Man hört bei der Art eigentlich selten etwas von regenerierten Schädigungen, meist ist es nach anfänglichen Verfärbungen schnell ganz vorbei.
Den unteren Bereich (Stockausschläge) sollte man bei zweistelligem Frost immer etwas stärker schützen, das ist ja kein Aufwand.

Pinus ayacahuite: keine Ahnung, ob die schon mal Schädigungen hatte, deutlicher Zwiesel, also maybe?
Ist recht trockenheitsresistent, wie sich 2018 zeigte. Vielleicht ist dieser Aspekt bald wichtiger als die Winterhärte...

@Wolfgang: stimmt schon, Austrocknung durch Wintersonne droht hier an dem Standort nicht, aber das Thermometer fällt hier oft 2-3 Grad unter die Werte "downtown". Aluzylinder sind sicher gut, aber mach die mal in 2 Meter Breite. In 2 Jahren müssen wir kreativ werden, dann passt die Wolli nicht mehr unters Zelt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 17. Mai 2019, 17:19:11
Pinus ayacahuite: keine Ahnung, ob die schon mal Schädigungen hatte, deutlicher Zwiesel, also maybe?
Ist recht trockenheitsresistent, wie sich 2018 zeigte. Vielleicht ist dieser Aspekt bald wichtiger als die Winterhärte...

Ich denke auch, dass Trockenverträglichkeit an Bedeutung gewinnen wird, aber einzelne Winter, die deutlich strenger als der Durchschnitt sind, wird's auch in Zukunft geben.

Manche Koniferen könnten da interessant werden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Mai 2019, 17:28:49
Meine beiden Wollemias, die ich 2009 ausgepflanzt hatte, überstanden 2009/10  -12°C, froren aber stark zurück. Trieben im Sommer aber wieder ziemlich bodentief  aus. Also überlebt ja, natürlich Habitus völlig im Eimer. Der nächste Winter war dann wieder ein Hammer und da war Schluss. Geschützt mit Reisig, war zu wenig.
In den letzten milden Wintern habe ich das Problem mit den blöden Spätfrösten. Total milder Jan./Febr. , die frühen treiben aus und dann nur wenige Grade unter Null und Nadeln oder Blätter stark geschädigt, so bei Magnolien,Ginkgo, Metasequoia, Catanea , Davidia ,aber hier selbst auch bei einheimischen z.B. kleinen Eschen. Ich könnte noch mehr aufzählen.
VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Mai 2019, 17:34:24
Zitat
Ich denke auch, dass Trockenverträglichkeit an Bedeutung gewinnen wird, aber einzelne Winter, die deutlich strenger als der Durchschnitt sind, wird's auch in Zukunft geben.

Manche Koniferen könnten da interessant werden.

Aber viele fallen auch raus, wie die meisten Fichten. Die große P. sitchensis hats gerade so geschafft, ich komme da schlecht mit dem Schlauch hin.
Auch die Douglasien haben hier schwer gelitten.

Gerade Wollemia bleibt natürlich mit ihrem gewohnten ausgeglichenen Schluchtklima ein Wackelkandidat.
Aber was will man machen, es gibt so schöne Arten, die man zeigen will.

--- gerade nach Neukaledonien abdriftende Grüße, habe gerade Dacrydium araucarioides gesät, aber auch realistischer Keteleeria ev.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 17. Mai 2019, 17:34:58
Mal sehen, wo ich die Picea chihuahuana pflanze, die heute ankam.

Ein Exemplar steht im Arboretum Günterstal, ein anderes im Kurpark Bad Bellingen. Das steht dort auf durchlässigem Rheinschotter und hat sich über die Jahre dort als winterhart, spät austreibend und recht trockenheitsverträglich erwiesen.

"Interessante" Koniferen unter den genannten Aspekten könnten auch z. B. die mediterranen Tannenarten sein, insbesondere Abies numidica.

Und wiederum aus Mexiko Abies vejarii.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Mai 2019, 17:40:46
Zitat
Also überlebt ja, natürlich Habitus völlig im Eimer.

Muss nicht unbedingt sein, guck mal hier:
http://mbreg.de/forum/index.php/topic,10976.0.html

Zitat
Mal sehen, wo ich die Picea chihuahuana pflanze, die heute ankam.

Wenn die ihren Namen zurecht trägt, braucht die ja nur mal ab und zu einen Napf Wasser.
Nee Quatsch: Glückwunsch!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 17. Mai 2019, 17:49:08
Bellt zustimmend: Wiff!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 18. Mai 2019, 11:28:40
--- gerade nach Neukaledonien abdriftende Grüße

Fernziel Parasitaxus?  8)

Das Buch von Nimsch über die Nadelgehölze Neukaledoniens Araukarien kennst/hast du sicher.

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 18. Mai 2019, 16:12:14
--- Zecke vom Bein schnippend ---

Ich kann mir sympathischere und schönere Koniferen vorstellen als Parasitaxus.

Das Buch - na hömma klar! Trotzdem schlimm, was in NK mit der Natur angestellt wird.
Deswegen fange ich auch an, die Pflanzen zu sammeln. Ein paar halt, was so geht.

Wollemia aktuell:
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 18. Mai 2019, 16:13:06
schöööön!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 18. Mai 2019, 16:14:02
nächste Woche geht sie auf...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 18. Mai 2019, 16:30:57
Wollemia ist eine tolle Pflanze. Gut, dass sie weltweit in entsprechendem Klima schon so angepflanzt wird. Auch die neukaledonischen Koniferen sind ebenfalls sehr attraktiv und interessant. Aber, wie Micha schon sagt, was der Mensch da wieder am Naturstandort alles zerstört, unbegreiflich. Man leidet , wenn man den Raubbau dort sieht, vor allem , weil auch viele Bestände ganz klein sind.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: mavi am 18. Mai 2019, 16:40:03
Bellt zustimmend: Wiff!

Stimmt, beim Chihuahua passt "wiff" besser als "wuff".  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 18. Mai 2019, 16:41:43
Man muss ja auch bedenken, dass dort noch Brände und El Nino Auswirkungen haben.
Immerhin haben die Minenbetreiber Biologen und Wissenschaftler an Bord.
Ein Traumjob ist das dann wohl kaum.

Araucaria nemorosa (Status CR) hat schon 4 Keimblätter draußen  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 18. Mai 2019, 17:23:36
Glückwunsch! :)
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 20. Mai 2019, 12:28:55
Da schließ ich mich an.

Nach langem Suchen hab ich heute eine Quelle für Abies bracteata entdeckt und dort bestellt.

Eine ganz kleine Bristlecone Pine habe ich ja schon (Zwergsorte), nun also ist eine Bristlecone Fir unterwegs.  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Mai 2019, 22:56:28
Ja, so ist das mit den Raritäten, kein preiswertes Hobby. Auf jeden Fall winterhart  8)

https://www.real.de/product/315594532/
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 20. Mai 2019, 23:06:38
Ach du meine Güte!  ;D

Haben die vielleicht auch Cathaya?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Mai 2019, 23:39:34
Silver Fir gibts jedenfalls auch. Wenn die aus China kommt, passt das ja.
Dann ist auch egal, ob die falsch rum veredelt wurde. Hauptsache teuer und der Nachbar guckt neidisch.

https://www.overstock.com/Holiday/7.5-Pre-Lit-Flocked-Upside-Down-Artificial-Christmas-Tree-Clear-Dura-Lights/10606484/product.html?refccid=CFUTUQ2DSRILS7CE2VTVF5D7QM&searchidx=26
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 22. Mai 2019, 23:51:02
--- gerade nach Neukaledonien abdriftende Grüße

Fernziel Parasitaxus?  8)

Das Buch von Nimsch über die Nadelgehölze Neukaledoniens Araukarien kennst/hast du sicher.

Erschienen ist nunmehr der Gattungsschlüssel für Koniferen von Nimsch und Dörken:
http://hubertus-nimsch.de/index.php/veroeffentlichungen/86-differentialdiagnostik-in-koniferen-ein-illustrierter-gattungsschluessel
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 18. Juni 2019, 18:35:00
Eigentlich hatte ich nicht gedacht, dass Torreya (erst einmal T. nucifera) so schwer zu finden sein sollten, aber irgendwie konnte ich bei einer Googlesuche auf den ersten Seiten keinen Anbieter finden, der die im Angebot hat und bei dem sie NICHT "ausverkauft" oder "nicht lieferbar" ist. Von den größeren Baumschulen, die im Internet präsenter sind, hat sie z.B. Eggert im Angebot, aber schon seit Jahren ist sie nur "zur Zeit nicht lieferbar".
Hat jemand von euch Spezialisten eine Quelle für nicht T. nucifera? Spezialitätenbaumschulen sind ja nicht unbedingt immer ganz top gerankt bei den Suchmaschinen, aber wie soll man sie ohne das Forum zu fragen sonst finden?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Scabiosa am 18. Juni 2019, 19:07:15
Hast Du bei Herrenkamper-Gärten schon angefragt, Wildobst?  Auch wenn Torreya nucifera im Shop ausverkauft ist, kann man ja evtl. kurz anfragen bzw. reservieren.

https://www.herrenkampergaerten.de


 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: FromHolland am 18. Juni 2019, 19:13:06
Hier sind die zu kaufen (ob privat verkauft wird weiss ich nicht)
http://jurabotanica.nl/assortiment/
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 18. Juni 2019, 19:31:50
Kannst auch mal fragen bei Baumschulgarten Enneking.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 18. Juni 2019, 19:33:57
Oder einfach bei esveld ordern:
http://www.esveld.nl/planten.php?categorie=coniferen&letter=t&group=torreya&ppagina=1
 :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 18. Juni 2019, 23:17:47
Wenn's geht, nimm T. californica: längere Nadeln und noch stachelspitziger.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 19. Juni 2019, 08:48:55
Danke für die vielen Quellen. Ich hatte bisher nicht bei Baumschulen nachgefragt, wo Torreyas gelistet, aber ausverkauft waren.
Und seltsamerweise wurde mir in den Suchergebnissen esveld, obwohl die eine deutsche Seite haben, nie angezeigt. Man muss Suchmaschinen nicht verstehen, oder?

Torreya nucifera hatte ich irgendwie als die "winterhärteste" Torreya im Kopf, deswegen hatte ich mir die ausgesucht. Außerdem ist es auch die einzige, die ich bisher "live" (aus dem boGa S-Hohenheim) kenne. Ich bin da nicht festgelegt und kann auf die schnelle auch meine Quellen nicht mehr finden, wegen der ich T. nucifera als die "winterhärteste" Torreya im Kopf hatte. Wenn T. californica bei mir auch gehen sollte (USDA Zone 6-7, aber geschützt in feuchtem Schatten), dann ist die durchaus auch eine Option.

Das sind erst einmal mehr Optionen, als ich mir erhofft hatte, da muss ich erst einmal wieder überlegen, ob ich nicht eventuell noch mehr Pflanzplätze hätte.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. Juni 2019, 10:02:26
Du kannst alle, die du hier bekommst, pflanzen, denn es hängt entscheidend vom Kleinklima ab. Und wenn du nach der Pflanzung in den ersten Wintern die Pflanzen im Auge hast und keine Extremwinter auftreten, hast du gute Chancen.
Viel Erfolg
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 13:46:06
Gerade aus Frankreich eingetroffen  :)

Sehr selten zu bekommen, die neukaledonischen Arten als Jungpflanzen (außer columnaris). Und gar nicht soo klein (5- und 3-l-Topf).
In 10 Jahren sicher wunderschöne Pflanzen...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 13:48:18
in der Regel muss man sich mit Samen begnügen, aber wenn was draus wird OK.
Seltenste Koniferen:
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. Juni 2019, 14:04:08
Gratulation Micha!
Hoffentlich kannst du sie lange beobachten bevor sie dir über den Kopf wachsen.
Lass uns ab und zu mal an den nächsten Stadien teilnehmen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 14:12:14
Danke Wolfgang!

Mal sehen, was draus wird, ich berichte gerne.
Du hattest doch mal A. hunsteinii? Ich finde absolut nix im web.

Muss mal schnell nach Holland rüber...  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: AndreasR am 19. Juni 2019, 14:15:45
Hui, da hast Du Dir ja was vorgenommen! Wird es in 10 Jahren auf der Sequoiafarm dann so eine Art "Subantarktishaus" wie im Palmengarten in Frankfurt geben? :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 16:58:32
Naja, ein neues Glashaus wird kaum machbar sein.
Wir haben ja nur sonntags von April bis Oktober geöffnet. Wir setzen hier eher auf natürliches Chaos. Da stehen dann die Raritäten draußen einfach mal wie zufällig zwischendrin (wie A. heterophylla jetzt schon). Überwintert wird im Gewächshaus oder im Bungalow. Ich muss mal sehen, inwiefern Temperaturschwankungen vertragen werden. In Neukaledonien gibts das ganze Jahr über sehr flache Temperaturkurven...

Diesen Winter wieder null Frostschäden an allen seltenen Koniferen, v. a. Fitzroya entwickelt sich sehr schön  :)
Nach einem harten Winter wissen wir mehr.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 17:08:26
Ach, ganz vergessen:
Bei rarepalmseeds gibts Samen von Parasitaxus, der einzigen parasitär lebenden Konifere.
Der Wirt (Falcatifolium), der ja wohl zuerst gepflanzt werden muss, ist allerdings nirgends erhältlich  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Juni 2019, 17:12:59
Ein "Henne-Ei-Problem"  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 17:18:41
Ja nun
sagt das Huhn


Aber ernsthaft: die Pflanze kann sich ja nicht selbstständig ernähren. Bohrt man ein Loch in Falcatifolium und wirft den Samen rein?
Ich glaube, da muss selbst Hubertus Nimsch passen  8)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Juni 2019, 17:21:59
Müsste man sich darüber herantasten....  8)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 17:27:14
OK, Cobra übernehmen Sie, Eibe geht sicher auch.
Jährliches Update reicht.  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Juni 2019, 17:31:54
 ;D ;D ;D

Keine gute Wahl, ich bin schon grandios mit der Stecklingsvermehrung von Cathaya gescheitert....
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 17:36:50
Da bist du nicht der einzige, es geht einfach nicht.

Ich zeige nachher mal, was aus den aliexpress-Cathayasamen geworden ist (aber top-secret!!).
Jost meinte, es sind nicht mal Koniferensamen...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Juni 2019, 17:46:31
Ohje
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. Juni 2019, 18:30:37
Doch, Koniferensamen waren es , jedenfalls bei mir. Es ist auf jeden Fall Picea mit blauen Nadeln in der Jugend. Ich habe vor einigen Jahren ausgesät und die Fichten sind jetzt ca. 10 bis 15 cm hoch. Für mich bisher nicht bestimmbar. Wer Interesse hat, dem kann ich gerne zum Vergleich eine kleine Pflanze zu schicken. Cathaya war es nicht.
Ja, ich hatte hunsteinii, aber direkt von Papua-Neuguinea, aus Bulolu. Irgendwo habe ich noch genaue Aufzeichnungen. aber das war ca.1980. Die Quelle dürfte versiegt sein. Ich bin heute an allen neukaledonischen u.a. südhemispherischen  genauso interessiert wie damals, aber Aussaat kann ich nicht mehr gut machen. Mir fehlen, im Gegensatz zu damals , die kühlen Überwinterungsmöglichkeiten. Leider wurden damals alle Agathis und Araucaria-Arten natürlich so groß, dass sie die Decke meiner Zimmer berührten und ich habe sie dann abgegeben.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 18:44:14
Die Chargen variieren offensichtlich. Aber warum sollte gerade aliex die Samen haben, an die die renommierten (Langnasen ;)) nicht herankommen? Hier die Ausbeute, zweifellos keine Fichte:
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 18:45:03
Detail:
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 18:53:50
Zitat
Ja, ich hatte hunsteinii, aber direkt von Papua-Neuguinea, aus Bulolu. Irgendwo habe ich noch genaue Aufzeichnungen. aber das war ca.1980. Die Quelle dürfte versiegt sein.

Danke trotzdem. Vor 40 Jahren hast du schon angefangen? Samentausch auf dem Schulhof?

Mal sehen, welche räumlichen Möglichkeiten sich hier noch ergeben für die Zone-11-Bäumchen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. Juni 2019, 22:35:36
Auf dem Schulhof schon, aber als Lehrer. Damals war ich 28. Tja, die Zeit vergeht wie im Flug. Denke an Hubertus.
Nein , deine Sämlinge sind keine Fichten, sehen aus wie Cunninghamia. Bei mir sind es definitiv Fichten.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Juni 2019, 23:51:41
Ein toller Film über die Zeit heißt "The curse of the methuselah tree". Vielleicht gibts den irgendwo online.

Stimmt, die Sämlinge sind Cunninghamia, Respekt! Also China fir statt Chinese silver fir, kann den gestressten Händlern ja mal passieren  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 20. Juni 2019, 07:36:33
Wenn man Cathaya will, ist alles andere uninteressant. Aber etliche Cunninghamien zusammen ausgepflanzt finde ich immer noch besser als meine Fichten im pot.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Juni 2019, 19:10:16
Einige chinesische Fichten sind hier gar nicht so leicht zu bekommen, vielleicht hast du ja doch Glück.

Hier die Bristlecone-Doku (nicht nur für Koniferenfreunde). Habe den Film schon x mal gesehen, man muss nicht jedes Wort verstehen. Ich finde, ganz großes Kino!

https://www.youtube.com/watch?v=3Ap4Efp7pBs
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 20. Juni 2019, 19:37:15
O.k., dann will ich sie doch noch ein bisschen pflegen und weiterhin großziehen, bis ich sie vielleicht bestimmen kann.
Danke für den link. Muss ich mir in einer ruhigen Minute anschauen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 20. Juni 2019, 22:35:27
Ich wünsche jedem Gehölz- und Koniferenliebhaber, dass er/sie es schafft, diese Bäume mal live anzuschauen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 21. Juni 2019, 09:58:28
Ja, es sind sehr charaktervolle Bäume. Und meistens muss man sich erst einmal ein bisschen anstrengen, bis man sie sehen kann. Charakter wächst eben nicht in jedem Straßengraben.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 23. Juli 2019, 17:30:27
Eigentlich hatte ich nicht gedacht, dass Torreya (erst einmal T. nucifera) so schwer zu finden sein sollten, aber irgendwie konnte ich bei einer Googlesuche auf den ersten Seiten keinen Anbieter finden, der die im Angebot hat und bei dem sie NICHT "ausverkauft" oder "nicht lieferbar" ist.

Danke für die vielen Tipps und Bezugsquellen, es sind jetzt drei Torreyas geworden, eine T. californica von Enneking (mehr gab es nicht mehr), die leider auch noch etwas klein war (ca. 40 cm) und auch leider eher buschig, ohne richtigen Mitteltrieb wächst. Die anderen zwei sind T. nucifera von Esveld, schöne, große Bäume mit durchgehendem Mitteltrieb und etwa 80 cm Höhe. Alle Pflanzen waren gesund und waren auch gut bewurzelt.

Mal sehen, wie die sich hier langfristig machen. Alle sind halbschattig bis schattig gepflanzt und am schattigsten Standort werde ich im Herbst noch die umgebenden Sträucher, Hasel und Roter Hartriegel, auslichten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 03. September 2019, 22:59:44
Ich war vor Kurzem in Bonn und da der botanische Garten Bonn recht nahe am Bahnhof liegt, bin ich dort vorbeigegangen. Dort stehen unter anderem zwei sehr schöne alte große Torreyas (T. californica und nucifera) und eine mit etwa 4m Höhe deutlich kleinere Torreya grandis, die dafür beeindruckend voll mit Früchten. Neu gepflanzt hatten sie auch mehrere aus Seitentriebstecklingen gezogene T. taxifolias.
Da ich mich vorher ja mit Torreyas beschäftigt hatte, habe ich mir die genauer angesehen und muss gestehen, dass mir die Unterscheidung der einzelnen Arten doch erst einmal relativ schwer fallen würde. Allerdings sind die verschiedenen Arten in ganz verschiedenen Altern und nicht direkt nebeneinander und damit auch vielleicht nicht ganz perfekt zum Vergleich geeignet.
Es gibt dort durchaus noch viel mehr seltenes, auch nicht nur Koniferen und lohnt einen Besuch, wenn man in der Gegend ist. Zum Beispiel haben mir die verschiedenen angelegten "Seltenen/Geschützten Lebensräume" auch sehr gut gefallen und für die spezialisierten Koniferenpuristen gibt es auch eine beeindruckende Araucariaceaensammlung.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 22. September 2019, 19:04:56
Im Augenblick sieht es mit seltenen Koniferen aus, weswegen ich Grahame Oakley empfehle https://www.acorntreesandshrubs.co.uk/
Ich habe dort einiges für meine Garten am Lago d'Orta gekauft
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. September 2019, 19:54:25
Danke Stephan, der hat schon tolle Sachen!

Gucke auch seit einiger Zeit immer mal bei ihm rein, bei eb*y ist das etwas übersichtlicher (Bild und Preis zusammen)
https://www.ebay.de/sch/conifersuk/m.html?_nkw=&_armrs=1&_ipg=&_from=

Preislich bei den echten Schätzchen allerdings diskussionswürdig  8)

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 15. Oktober 2019, 11:32:43
Lange gesucht, endlich ergattert:
Ein schönes großes Exemplar Xanthocyparis vietnamensis (Oder Cupressus, wie man möchte).
Denke, die hat hier in Zone 8 ganz gute Chancen  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 15. Oktober 2019, 11:35:23
Natürlich sehr nahe dran an Thuja und Scheinzypressen, aber doch recht attraktiv.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. Oktober 2019, 19:17:51
Ja, schön. Ich habe auch eine. Letzten Winter im eingelassenen Topf draußen, ohne Probleme. Aber es war auch nicht kalt und da im Schatten auch keine Spätfrostgefahr. Da hatte ich dieses Frühjahr Pech mit drei zwergigen Metas. Die waren zu weit ausgetrieben und 3 x Spätfrost und das war's .
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 15. Oktober 2019, 19:34:43
mir hat ein mieter eine über 20 jährige umgeschnitten
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 15. Oktober 2019, 20:14:51
Hallo Wolfgang,
so werde ich das auch machen (nur bei Starkfrost reinholen oder abdecken). Versuche auch Stecklinge.
Tja, kleine Metas und die böse Frühlingssonne. Ich hoffe, es waren keine Schirrmänner oder ähnlich rares...

Zitat
mir hat ein mieter eine über 20 jährige umgeschnitten
Metasequoia? Einfach ohne zu fragen? Wohnt der noch da?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: AndreasR am 15. Oktober 2019, 20:16:31
Eine über 20-jährige Metasequoia meinst Du? Xanthocyparis vietnamensis wurde ja gerade einmal vor 20 Jahren entdeckt...

@Micha: So langsam wird aus der Farm ja ein richtig exquisites Arboretum. Toll, was Du schon alles ergattern konntest! :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 15. Oktober 2019, 20:31:14
eine vietnamensis
nein der wohnt nichtmehr dort
jetzt wäre es mir auch egal, habe dieses haus nichtmehr, nach endlosen räumungsklagen und kosten
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 16. Oktober 2019, 20:20:08
Zitat
@Micha: So langsam wird aus der Farm ja ein richtig exquisites Arboretum. Toll, was Du schon alles ergattern konntest! :D

Danke Andreas! In Wirklichkeit habe ich einen Riesen-Respekt vor dem, was die Martins (Gründer der Sequoiafarm) zusammengetragen haben. Ganz nebenbei mindestens 3 Deutschland-Champions. Bisher habe ich hier nur etwas "Garnierung" betrieben, und ich bin nicht der einzige, der Raritäten besorgt hat und hier vielleicht mitliest  ;)
Für Jäger und Sammler sind die Möglichkeiten hier natürlich toll.

@Lord: wenn deine wirklich eine X. vietnamensis war, muss es die erste in der westlichen Welt gewesen sein. Oder ich bin auf der falschen Fährte und du hast in Vietnam gelebt, who knows?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 16. Oktober 2019, 21:35:19
Nein, da täuscht sich  Lord W. Eine 20-jährige C. vietnamensis kann nicht umgeschnitten worden sein. Die sind erst seit ein paar Jahren zu kriegen.
@ Micha: Zu den Errungenschaften: Nicht zu vergessen die weißfrüchtige Walderdbeere ' Illa Martin '. Schmeckt sehr lecker und verblüfft immer wieder, da weiß und schon reif. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 16. Oktober 2019, 21:48:25
Zitat
@ Micha: Zu den Errungenschaften: Nicht zu vergessen die weißfrüchtige Walderdbeere ' Illa Martin '. Schmeckt sehr lecker und verblüfft immer wieder, da weiß und schon reif. ;)

Ja, ich habe sie rund ums Häuschen gepflanzt, aber der Ertrag... auch Nager und Vögel haben wohl spitzbekommen, dass die auch optisch unfertig gut schmeckt  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: AndreasR am 16. Oktober 2019, 22:08:11
Ja, die Martins haben schon damals - mit teils viel bescheideneren Möglichkeiten - eine Menge erreicht, und es ist toll, dass dieses Erbe so gut wie möglich bewahrt und weiter ausgebaut wird. So eine weißfrüchtige Walderdbeere fehlt mir auch noch, und die könnte ich im Gegensatz zu den ganzen Koniferen sogar hier im Garten unterbringen, die roten wachsen jedenfalls in jeder Ecke. ;) Naja, wenn ich hier mit den dringendsten Renovierungsarbeiten an Haus und Garten einigermaßen durch bin, statte ich Dir auf jeden Fall wieder einmal einen Besuch ab. :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 16. Oktober 2019, 22:26:14
Ja gerne!
Natürlich kann ich dir was von den Erbeeren abzwacken (auch zu schattig hier).
Im Tausch gerne Cathaya, Nothotsuga ginge auch  8)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: AndreasR am 16. Oktober 2019, 22:30:01
Öhm, ich bringe Dir Riesenschachtelhalm mit, wird einen Meter hoch und sieht aus wie eine kleine Konifere. ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 16. Oktober 2019, 22:31:15
der vorbesitzer meines hauses hat die bäume gepflanzt,der war vor 30 , 40 jahren viel im osten, china usw unterwegs, aber vlt täusch ich mich wirklich und es war nur sowas ähnlich aussehendes
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 16. Oktober 2019, 22:38:33
Zitat
Öhm, ich bringe Dir Riesenschachtelhalm mit, wird einen Meter hoch und sieht aus wie eine kleine Konifere. ;D
Hey supi! Hoffentlich kann ich heute einschlafen.

Zitat
aber vlt täusch ich mich wirklich und es war nur sowas ähnlich aussehendes
Kann wirklich sein, so eigenständig ist die X. v. nicht. Nur sehr selten und bedroht.

Next week I'll get a little Fokienia from UK...  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Oktober 2019, 10:11:02
Fokienia ist mir wie Fitzroya im Winter 2010/11 erfroren. Also ein bisschen im Topf größer werden lassen und dann gut schützen. In den letzten Wintern sicher kein Problem.
Viel Erfolg,Micha!
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Oktober 2019, 14:20:24
Fitzroya sieht hier perfekt aus und wächst sogar recht gut im Schatten, mal schauen, wie lange die beiden durchhalten.
Windschutz dürfte auch wichtig sein. Die beiden sind jetzt 1,8 bzw. 2 Meter hoch.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Oktober 2019, 14:21:17
...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Oktober 2019, 14:27:09
Seit September habe ich auch ein Exemplar von Calocedrus macrolepis.
Wird auf Dauer schwierig (Z9), aber vielleicht schafft das Bäumchen ein paar Jahre. Sowieso noch zu jung zum auspflanzen.
Ein tolles Geschenk von TEAM EAST (Rico & Sandro)!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Oktober 2019, 14:31:00
weitere Jungpflanzen/Stecklinge von den beiden:

Xanthocyparis vietnamensis
Pilgerodendron uviferum
Athrotaxis cupressoides
Microcachrys tetragona
Podocarpus (spinolosus/totara?) spec.
Acer pentaphyllum

Vielen Dank nochmal, falls ihr hier mitlest  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Oktober 2019, 14:58:53
Sieht alles gut aus!
Fitzroya prima, scheint sich wohl zu fühlen; Calocedrus sehr apart; für die Stecklinge drücke ich die Daumen.
Ich habe z.B.  auch  ausgepflanzt Pinus engelmannii draußen, fast 2m hoch. Aber die letzten beiden Winter sind zumindest bei mir kein Maßstab. Keine tiefen temps. 2009 bis 2012 hat gezeigt, was geht bzw. was sich verabschiedet. Und das war eine Menge.
VG Wolfgang

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Oktober 2019, 16:54:00
Apache pine ist natürlich was feines, mit 2m Höhe sicher auch schon recht breit. Vielleicht bekommst du ja mal ein Foto hin  ;) 8)
Unsere Pinus coulteri hat schon über 2,50m, aber ein Strich in der Landschaft, etwas zu schattig.
Habe noch einige kleinere Kiefern zum experimentieren, palustris, patula, attenuata...

Pilgerodendron uviferum hatte ich hier noch gar nicht gezeigt, jetzt etwa 1,30m. Vorigen Monat vom schattigen Standort an einen helleren Platz umgesetzt, wuchs im Schatten nicht. Kaum umgepflanzt, schossen genau da die Pilze aus dem Boden...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Oktober 2019, 19:42:25
Nein, noch nicht sehr ansehnlich, auch sehr schmal , weil zu schattig. Wegen der starken Winde hier oben, kleinklimatisch sehr versteckt gepflanzt. Mal schauen, wie es weitergeht. Pinus coulteri habe ich gerade frisch ausgesät im Topf. Habe einen schönen Zapfen bekommen mit reichlich Saatgut. Ich wollte eigentlich nur den Zapfen. Die Samen habe ich dann einfach gesteckt. Laufen aber problemlos auf.
Pilgerodendron habe ich auch 2009 bis 2012 verloren.
VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Oktober 2019, 20:28:35
Jost Wallis hat eine tolle P. engelmannii, deswegen kam ich auf den potenziell kräftigen Habitus. War aber noch nie dort.

Coulterkiefer-Sämlinge: sag das mal lieber nicht zu laut  ;)

Vielleicht geht hier doch frostmäßig etwas mehr als bei dir damals. Muss schon bitter gewesen sein...

Gruß aus der Hallimasch-Farm
Micha
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Oktober 2019, 21:13:00
In einem Jahr einige Tage -18°C. Im anderen Jahr fast 6 Wochen scharfer Ostwind. Schwer zu sagen, was schlimmer ist. Jedenfalls sind allein die Tiefsttemperaturen hier nicht das Entscheidende.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 06. November 2019, 13:36:17
Hier ein Oktober-Bild der Wollemia mit gelbem 2-m-Zollstock. Die aktuelle Höhe ist etwa 3,45m.
Mittlerweile bei Führungen schon ein Highlight. Winterschutz kommt erst später drum, wenn überhaupt...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 06. November 2019, 13:58:25
*seufz*
Ich hab meine ja ungünstigerweise 2011 ausgepflanzt.....
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 07. November 2019, 19:27:29
Ich auch !
Dein Exemplar , Micha, sieht ja wirklich exzellent aus. Hoffentlich bleiben die Winter so moderat, dass da nichts passiert. Ich vermute, dass das eines der schönsten Exemplare in Deutschland ist .
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 08. November 2019, 11:41:42
Danke Wolfgang!
Sicher ist anderen mit Winterschutz ähnliches gelungen und man freut sich im Verborgenen...
Hatte auch schon Pech, vor 10 Jahren ist mir bereits ein recht großes Exemplar erfroren, hier das letzte Bild:
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 08. November 2019, 12:51:18
Auch schon sehr schöne Pflanze. Mir sind ja auch schon 2 erfroren. Eine sitzt noch im Topf. Leider wachsen sie tatsächlich so schnell, dass man irgendwann wieder auspflanzen muss. Bis -10°C ist das auch kein Problem, aber es wird auch irgendwann wieder eine kurze Kaltphase kommen.
Wir drücken uns die Daumen!
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 09. November 2019, 20:41:46
Many rare plants from Nick Macer , Pan Global Plants Nursery , arrived today. Got the rare Xanthocyparis vietnamensis, which was planted today in my garden in Corconio.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: zwerggarten am 10. November 2019, 07:00:07
oh my! german garden forums used to be german-speaking then, in the old days...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: thogoer am 10. November 2019, 07:14:44
Many rare plants from Nick Macer , Pan Global Plants Nursery , arrived today. Got the rare Xanthocyparis vietnamensis, which was planted today in my garden in Corconio.
Corconio beim Ortasee?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: MarkusG am 10. November 2019, 07:28:45
Kürzlich hatte ich ein sehr schönes Wollemia-Exemplar im Arboretum Härle gesehen. Dort bislang auch noch keine Überwinterungsprobleme, liegt halt sehr geschützt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 10. November 2019, 08:18:50
@thogoer: Ja Corconio am Ortasee, 2km südlich von Orta San Giulio.
@zwerggarten : Ja ich weiß, hatte zuvor in einem englischsprachigem Forum gepostet und mein Gehirn vergaß umzustellen.

Blick auf die Villa Bonola in Corconio vom unteren Garten mit dem riesigen Taxodium distichum , was ich übernommen habe und dort so gut wächst da der Platz ständig feuchter Quellbereich ist .
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 10. November 2019, 10:07:21
Hallo Stephan,
da hast du dir ja was vorgenommen, Respekt! Viel Erfolg beim konservieren/renovieren der Villa.
Oder besitzt du das Nachbargrundstück?
Wie groß ist der Garten bzw. liegt er komplett am Hang?
OT-Verhinderer: wie alt würdest du die Sumpfzypressen schätzen?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 10. November 2019, 18:23:23
@sequoiafarm : Mitte März wird wohl alles fertig sein.
Der Garten nördlich der Villa teilt sich in 3 Teile : Eine untere Ebene von ca.3000qm mit dem Taxodium , wo ich ausschließlich chinesische und vietnamesische Spezies gepflanzt habe und die man auf dem Photo hinter dem religiösen Wandbild erkennt. Eine mittlere Ebene, auf dem Photo zugänglich durch die Eisenpforte am rechten Bildrand und von der alten Magnolia grandiflora verdeckt , von ebenfalls 3000 qm , die ich im vorderen Teil mit amerikanischen Spezies und im größeren hinteren Teil mit Spezies des Himalaya bepflanzt habe. Der obere Garten von ca.2000 qm ist mit japanischen Pflanzen vor allem Kamellien und Azaleen bepflanzt , ein kleinerer Teil dieses Gartens ist mit einem ca. 100 Jahre alten Koniferen Wäldchen bedeckt. Den Garten um die Villa bepflanze ich mit mediterranen Gehölzen wie Oliven-Granatapfel- und Mandelbäumen, die ich schon gepflanzt habe. Leider ist das Gewächshaus dort erst im März fertig, so daß ich meine Vireya-und Maddenia mit 1200 Watt Pflanzenlampen im Gartenraum überwintern muß , der nur kleine Fenster hat. Das Taxodium dürfte wohl zur gleichen Zeit wie der Quellbrunnen daneben datieren , also 1902. 1901 war auch die letzte Renovierung der Villa.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 10. November 2019, 18:36:47
@sequoiafarm: der Garten ist nördlich der Villa und selbst 30m hohe Bäume würden den Blick auf den See deswegen für mich nicht beeinträchtigen , da der See westlich der Villa ist . Da sind nur denkmalgeschützte Häuser , die nicht aufstocken dürfen. Morgenstimmung von meinem Schlafzimmer im Anbau, die anderen Wohnräume haben denselben Ausblick auf See und Monte Rosa, da die Hauptfassade nach Westen zum See ausgerichtet ist. Ich habe viele seltene Konifern gepflanzt, auch von Grahame Oakley etc. Die können ungestört in die Höhe schießen, leider wachsen die Koniferen zuerst langsam und legen meist erst nach 5 bis 8 Jahre ordentlich los. Die Magnolien werden da schneller sein.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 10. November 2019, 20:03:54
Danke für die ausführliche Antwort, Stephan!
Habe zwischenzeitlich auch die Facebook-Seite gefunden, was für ein Schatz, diese Villa! Ich hoffe, du hast genug Freunde, die mithelfen, alles stilgerecht und dauerhaft hinzubekommen. Alter Garten plus Möglichkeiten für Neues macht richtig Spaß, da kann ich ein wenig mitreden. Hoffentlich wächst alles an, vor allem die größeren Bäume und du hast einige Hamburger Kostbarkeiten vegetativ vermehren können. Habe auch eine recht schöne Vietnamzypresse und warte seit 6 Wochen auf eine Fokienia von Grahame. Bei dem Herrn braucht man offensichtlich etwas Geduld...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. November 2019, 17:58:15
Oh, deine Beschreibung klingt ja wirklich äußerst attraktiv, Stephan. Und dann in diesem Klima. Da kann man ganz anders pflanzen als hier ganz im Norden. Habe vor 2 Jahren auch X. vietnamernsis von Nick bekommen. Wächst schnell, sitzt aber noch im Topf. Im Winter bisher unbeschadet draußen, allerdings hatten wir auch keine richtigen Winter. Heute wird X. v.  zu Cupressus gestellt. Na, dann bin ich gespannt, welche Kostbarkeiten du noch pflanzen wirst. Da ist die Beschaffung ja dann das größere Problem als die Probleme mit Winterhärte. Vielleicht kannst du auch einige neukaledonische einstreuen.
VG nach Süden
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 11. November 2019, 19:01:01
Ich hab auch gerade eine Cupressus vietnamensis bestellt.  :D

Dieser Bericht der IDS von 2012 scheint mir ganz hilfreich, um einzuschätzen, welche Ansprüche die Art hat und wie frosthart sie sein könnte:
Xanthocyparis vietnamensis

Zitat:
The species is broadly tolerant of soil type
• Well drained soils are preferred/essential
• (New) RHS hardiness rating likely H5 (to -15 °C)
• The species performs best in the milder parts of the UK and Ireland
•  Performance throughout the rest of the UK and Ireland will rely on careful site selection and microclimate

Ich werde es in sehr windgeschützter Lage mit Schutz vor Wintersonne versuchen.

"In the wild plants are relatively small, just a few metres tall and often contorted due to their habitat atop limestone carst mountains, exposed to the elements. Perhaps X. vietnamensis will make a handsome, small-medium sized tree in cultivation, similar in size and stature to Thuja koraiensis?"

Noch eine in meinen Augen zu selten gepflanzte Konifere. Liegt vermutlich daran, dass der Name "Thuja" eher Zurückhaltung auslöst.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 11. November 2019, 19:23:40
durchaus möglich, aber ich mag thuja
ich mag smaragdthujen, wir haben eine vielstämmige thuja, aufgeastet seit langer zeit und mein nachbar hat eine mit einem stamm, aber schnell fangen dicke äste an, die ist sicher 50 jahre alt und steht solitär am haus
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 11. November 2019, 21:29:20
@sequoiafarm : ich hatte mehrmals bei Grahame ab Juni bestellt und erst am Tag meines letzten Gartenumzugs Mitte Oktober die Koniferen bekommen. Einige kleine hatte er nicht mitgeschickt, ich soll die im Frühjahr bekommen. Seine Kostbarkeiten sind sehr teuer und wenn man davon woanders etwas findet, ist es auf jeden Fall billiger.
@bristlecone : es soll auch sehr große Xantocyparis vietnamensis geben. Bild von google (population № 4, Cao Bang Province, Nguyen Binh District, Yen Lac Municipality, vicinity of Chi Doi village). Alle nordvietnamesischen Pflanzen sind härter als man allgemein annimmt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. November 2019, 14:22:22
Auf jeden Fall bis -10°C ( so die beiden letzten Winter ) als Jungpflanze im Topf im Boden überhaupt keine Probleme.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 12. November 2019, 14:34:38
Das passt zu den britischen Angaben.

Und jetzt noch Nothotsuga...
Die dürfte völlig winterhart sein.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. November 2019, 15:29:27
Stephan, das Päckchen aus GB ist unterwegs, da kann ich ja dann wohl noch froh sein wegen der Lieferzeit.
Aber volles Verständnis, ist sicher ein Ein-Mann-Betrieb.

Kann sein, dass ich bald an Thuja-koraiensis-Stecklinge herankomme, die ist wirklich schick, fast wie Thujopsis.
Cupressus vietnamensis dürfte auch ganz gut zu bewurzeln sein.

Danke für die Post, Jens  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 12. November 2019, 15:47:29
Thuja koraiensis ist immer mal wieder bei Esveld zu bekommen.
Wächst hier sehr langsam, aber völlig problemlos.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 12. November 2019, 20:55:59
Thuja koraiensis sollte bei Böhlje zu haben sein.

Hier noch einer meiner Neuzugänge
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 12. November 2019, 20:59:06
Nr 2
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Waldschrat am 12. November 2019, 21:30:58
Nr. 1 - was ist denn das für eine Biafra-Konifere?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 12. November 2019, 22:06:39
Taiwania?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: mentor1010 am 12. November 2019, 22:34:08
Mein Chief bekommt gerade sein Wintergewand  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 13. November 2019, 09:54:08
@Bristlecone im Hintergrund ist Taiwania c.
Die Taiwania auf dem Bild Nr. 2 ist ein Sämling.

Bild Nr 2 ist Atrotaxis s.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. November 2019, 10:27:31
Wie sich Athrotaxis s. bei uns entwickelt, kann ich nicht sagen, aber Athrotaxis l. ist bei mir seit 2014 ausgepflanzt und bisher ohne Probleme. Aber soweit ich mich erinnere, hatten wir seit damals noch nicht unter -15°C. Darunter dürfte es auch wieder knapp werden.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 13. November 2019, 10:37:36
Zitat
Bild Nr 2 ist Atrotaxis s.

Glückwunsch, sieht aber etwas leidend aus, ist das eine Veredelung? Wo gibts die denn? Hätte auch gerne alle 3 Arten 8)
Thuja koraiensis ist leider momentan nicht erhältlich, maybe later...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 13. November 2019, 10:40:53

Thuja koraiensis ist leider momentan nicht erhältlich, maybe later...

Böhlje hat sie, aber nicht in Postpaketgröße, nur größer.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 13. November 2019, 10:50:05
Danke, ich fand nix online. Schau mer mal...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 13. November 2019, 11:07:05
Wo wir schon bei Thujen sind: Auch Thuja standishii wäre es wert, öfter gepflanzt zu werden. Ich erinnere mich an ein schönes Exemplar im Alten BoGa Kiel. Gäbs z. B. bei LvE.
Und dann wäre da noch Thuja sutchuenensis, um die ist es nach ihrer Wiederentdeckung vollkommen still geworden.

P.S. Hat jemand mal eine Pinus krempfii gesehen (nicht bloß auf Bildern)?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. November 2019, 15:01:30
Krempfii kenne ich leider auch nur von Fotos. Wäre sehr interessant. Mit Thuja kann ich nicht dienen, aber wer Chamaecyparis formosensis  stecken möchte, dem kann ich Zweige zuschicken. Sollte eigentlich gut möglich sein. Bei mir absolut winterhart ( bisher ).
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 13. November 2019, 18:03:02
Eine weitere interessante Art

P. t. habe ich auch
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 13. November 2019, 18:06:06
.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. November 2019, 18:32:52
Ja, auch schön und auch in den letzten 5 Jahren unproblematisch.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 13. November 2019, 19:25:53
@9mm: sehr schöner Phyllocladus!
Thuja standishii ist hier seit 3 Jahren ausgepflanzt, aber optisch nicht so eigenständig wie T. koraiensis.
Thuja koraiensis habe ich heute in Westerstede geordert, danke euch für den Hinweis!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 13. November 2019, 20:11:42
@sequoiafarm vielen Dank.
 
Thuja standishii steht bei Böhlje bestimmt 8m hoch, aber sehr arm benadelt. Nicht sehr schön in meinen Augen ;)

@Cryptomeria wie ist dein Phyllocladus a. gewachsen?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. November 2019, 22:14:03
Schön gerade mit Spitzentrieb nach oben.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 18. November 2019, 08:27:59
Wer noch Platz hat: Derzeit ist bei Jardin Florige die selten im Handel zu findende Abies squamata zu bekommen.
Hat sich erledigt: Alles weg.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 18. November 2019, 14:28:37
@Bristlecone danke für den Tipp.
Ich hatte vor 2 Jahren ein Exemplar gepflanzt.
Es sah super aus, bis die Mäuse den kompletten Stamm geschält haben.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 20. November 2019, 23:02:29
So, die größere der beiden Veredelungen von Abies bracteata habe ich jetzt ausgepflanzt.
Bin gespannt, wie die sich entwickeln wird.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 21. November 2019, 20:31:22
Chamaecyparis lawsoniana 'Imbricata Pendula' neulich im Morgenlicht.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=679076;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 06. Dezember 2019, 15:40:31
Unter dem Feigenschatten bekommt man ab und zu schon echte Schätzchen, auch wenns nur alle paar Jahre mal 1-2 Pflänzchen gibt (Araucaria montana).
Und sogar Bäumchen, die eigentlich gar nicht existieren (Podocarpus coraiana?) ...
Über diese Podocarpus bin ich früher auch schon gestolpert.
Das ist wohl eine Cephalotaxus.
Oder doch eher Podocarpus elongatus 'Monmal' Z9? Tolles Teil jedenfalls, aber wohl zu riskant.

In einem alten Katalog von Hesse Baumschulen findet sich die Angabe "Cephalotaxus harringtonia 'Fastigiata' (C. drupacea fastigiata Pilg., PODOCARPUS coreanus Sieb.).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 06. Dezember 2019, 16:51:18
Zitat
In einem alten Katalog von Hesse Baumschulen findet sich die Angabe "Cephalotaxus harringtonia 'Fastigiata' (C. drupacea fastigiata Pilg., PODOCARPUS coreanus Sieb.).

Ja, Papier ist geduldig! Wenn dem so wäre, würden die Franzosen ja "Massenware" als Rarität verkaufen.
Trotzdem ein schönes Ding, aber ich lasse die Finger davon. Hier seit einer Woche jeden Morgen Frost, aber geschützt ist noch nichts, außer den alten Gunneras.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 29. Januar 2020, 22:29:30
Hat jemand eigene Erfahrungen mit der Winterhärte von Pinus culminicola?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Lithocarpus am 31. Januar 2020, 16:21:24
Laut Aussage eines ostdeutschen Koniferensammlers hart, aber nicht schön. Selbst leider nie in den Händen gehabt, wo gibt's die denn?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 31. Januar 2020, 16:29:52
Danke für die Info!

Derzeit wüsste ich nicht, dass die in Europa im Handel ist. Vielleicht tauchen ja mal welche auf irgendwelchen Raritätenmärkten auf, so wie Torreya jackii.
In USA hier: https://kiginursery.com/dwarf-miniatures/pinus-culminicola-two-mile-high-dwarf-pinyon-pine/
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Lithocarpus am 31. Januar 2020, 16:38:59
Ist das Wunschdenken, oder gab's die Jackie mal irgendwo? :o
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 31. Januar 2020, 17:51:13
Ich hab eine - hoffentlich echte, das ist derzeit nicht endgültig geklärt - über verschlungene Pfade.
Ein Bekannter hatte eine Verdelung aus Ungarn, aber die ist eingegangen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 31. Januar 2020, 18:41:29
Durch die sehr langen Nadeln müsste sie ja doch bald ihr wahres Gesicht zeigen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 31. Januar 2020, 23:52:56
Zitat
Durch die sehr langen Nadeln müsste sie ja doch bald ihr wahres Gesicht zeigen.

Es gibt halt kaum Sämlingspflanzen. Oft wird ja bei den ganz seltenen Arten über Stecklinge/Veredelungen vermehrt (und das meistens ebenfalls von vegetativ vermehrten). Also keine Jungnadeln (das sind die langen bei T. j.) in Sicht, bis sich hier Stockausschlag oder ein Gipfeltrieb bildet).
Ähnlich bei Cupressus vietnamensis etc.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 01. Februar 2020, 15:53:44
Eine interessante Seite, hauptsächlich über Torryea taxifolia, aber auch andere Arten Torreya ist diese: About Torreya taxifolia.

Eine Seite über Torreya, darunter T. jackii, auf Ungarisch findet man hier.

Man kann den Text in Google Translator eingeben, die Übersetzung ist gut verständlich, wenn auch in Teilen lustig übersetzt (seht selbst).  ;)

T. jackii ist demnach in einem Arboretum am Plattensee vorhanden. Wer fährt hin und spricht fließend ungarisch?  8)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: O.K am 04. Februar 2020, 19:56:35
Moin Moin.
 
Ich bin neu hier im Forum und habe mir in den letzten paar Monaten vorgenommen einen Hang bei mir im Garten mit verschieden Kiefern zu bepflanzen, allerdings bin ich nun auf der Suche nach ein paar Besonderheiten an die ich einfach nicht in gewünschter Qualität herankomme und da
dachte ich frag hier einfach mal nach. Ich bin auf der suche nach einer Bezugsquelle für Pinus thunbergii Ogi und Pinus jeffreyi 'Joppi' in einer vernünftigen Größe oder aber jemand der bereit ist mir ein paar Reiser abzugeben gegen Bezahlung oder ein Tausch.

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 04. Februar 2020, 23:07:07
Moin O.K and welcome in the jungle!

bei Bestellungen weiß man nie, ob die Pflanze so geliefert wird wie auf den Bildern,
3 Quellen könnte ich aber empfehlen:

https://www.hgeers.nl/pinus-thunbergii-ogi.html
https://atypique-flore.com/catalogue/15/86/385/pinus_thunbergii__ogi_

https://www.pflanz-es.de/de/nadelgehoelze/Breitwachsende-Nadelgehoelze/Pinus-jeffreyi-Joppi---Blaukiefer-Joppi.html
Die haben auch einen amaz.n shop.


@Bristle: ich könnte mir vorstellen, dass die T. jackii von Zsolt Debreczy gepflanzt wurde.
Koniferenpapst, immer unterwegs, spricht sicher nicht nur ungarisch  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 05. Februar 2020, 12:57:07
Zsolt kenne ich . Über ihn habe ich vor Jahren versucht an die ungarischen Quellen von T. jackii zu kommen. Aber aus versch. komplizierten Gründen klappte das nicht.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: O.K am 22. Februar 2020, 18:34:49
Danke für die Tips aber ich hab die Pflanzen nun alle bei Baumschulgarten Enneking bekommen. Außerdem hab ich noch ein paar interessante Kiefern bekommen unter anderem:

Pinus monophylla ‘Wiggles’
Pinus jeffreyi 'Joppi'
Pinus jeffreyi 'Misty Lemon'
Pinus strobus 'Niagara Falls'
Pinus thunbergii 'Ogi'
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 22. Februar 2020, 20:37:21
Gute Wahl! ' Misty Lemon ' finde ich besonders attraktiv.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 26. Februar 2020, 13:32:09
Drückt mal die Daumen, vorhin kam ein recht großes Paket an, aber die 8 Sämlein sind so winzig wie der Kontostand  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 26. Februar 2020, 13:49:36
Ich drücke. Bei Nimsch haben sie gekeimt!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 26. Februar 2020, 13:51:03
Danke  :)
Welche denn?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 26. Februar 2020, 14:03:12
Er hatte verschiedene Neukaledonier da, in Lavaerde auf der Heizung.
Ich meine, die waren beide dabei.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 26. Februar 2020, 14:10:38
Danke, gut zu wissen!
Dann mische ich noch mal neues Substrat vor der Aussaat.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. Februar 2020, 11:03:46
Ich drücke auch die Daumen! Die Samen sehen auf jeden Fall gut und keimfähig aus.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 27. Februar 2020, 15:51:59
Danke auch dir!

Leider schwimmen 2 Neocallitropsis und alle 4 Dacrydium guillauminii immer noch oben im Wasserglas. Wenn sie keimfähig wären, sollten sie eigentlich absinken wie D. araucarioides (?).

Auch ärgerlich: DHL-Paket aus Frankreich konnte nicht hier abgegeben werden, weil die Hausnummer fehlte. Jetzt geht das Paket mit bereits bezahlten ultra-raren Neukaledoniern wieder zurück. Ärgerlich, hoffentlich kommen sie wenigstens wieder gesund in Frankreich an.

Not my day, aber bloß ned uffregge...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. Februar 2020, 18:51:45
Auf jeden Fall aussäen, vielleicht keimen sie trotzdem. Sahen doch oben recht prall aus.
Das würde mich auch mega ärgern mit dem Paket, andererseits mit lebenden Pflanzen wäre es noch ärgerlicher. Die Samen halten sich doch länger.
Vielleicht schreibst du Hubertus Nimsch mal ne mail und fragst ihn zu den Samen. Er hat die meiste Erfahrung.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 27. Februar 2020, 19:05:03
Zitat
Auf jeden Fall aussäen, vielleicht keimen sie trotzdem.
Logo, die schmeiß ich doch nicht weg, 80 Euro  ;)
Zitat
Das würde mich auch mega ärgern mit dem Paket, andererseits mit lebenden Pflanzen wäre es noch ärgerlicher.
In dem Paket ist je eine Agathis ovata und ein Retrophyllum minus/minor, sicher noch lebend. Nie im Handel...

Ja klar kontaktiere ich HN mal, hast schon recht.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 28. Februar 2020, 14:10:19
@Wolfgang & co.: kann das Fokienia hodginsii sein?
Als solche erworben, etwa 15 cm, scheint mir etwas zu filigran-bläulich...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 28. Februar 2020, 17:29:30
Wenn man ganz nah ran geht, könnte es doch hinkommen.
Wäre ja interessant, wenn die bläuliche Färbung von Dauer wäre...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Lithocarpus am 29. Februar 2020, 10:44:28
Hallo Micha,

meine Kleinen sahen damals anders aus, aber frag doch mal Chris, der hatte mal nen ganzen Schwung Sämlinge und kann Dir das sicher beantworten!
Schöne Grüsse!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 29. Februar 2020, 12:23:56
Danke dir!
Chris hat den Sämling schon gesehen und sagte ähnliches.
Ich gebs zu: ich hoffte auf eine positive Antwort von Wolfgang, der hat ja auch schon alles hochgezogen.
War wieder mal ziemlich teuer, das Pflänzchen...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. Februar 2020, 20:57:35
Nein, Fokienia ist das meiner Ansicht nach nicht. Ich habe leider im Moment keine hier zum Vergleich. Aber ich bin ziemlich sicher. Ich würde eher Richtung  Cupressus tendieren.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 01. März 2020, 10:07:57
Danke Wolfgang.
Vielleicht kann man das Pflänzchen später besser identifizieren.
Muss an nicht winterharte Schmuckzypressen denken...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 01. März 2020, 13:29:31
Ja, ich denke auch so in diese Richtung. Aber warten wir tatsächlich mal noch ein bisschen bis das Pflänzchen etwas größer ist.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 13. März 2020, 15:02:10
Jetzt habe ich 2 frisch gekeimte Fokienia-Sämlinge dazubekommen (danke Matze!).
Nächstes Jahr kann man sicher schon vergleichen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 13. März 2020, 15:05:22
Lange unterwegs gewesen und im 2. Versuch aus Frankreich eingetroffen:

Agathis ovata (mittelgroße Konifere aus Neukaledonien, attraktiv breitwüchsig)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 13. März 2020, 15:12:35
und eine besonders eigentümliche Konifere aus der Familie der Podocarpaceae: Retrophyllum minus.

Scheint in Neukaledonien ausschließlich im Wasser oder Sumpf zu stehen, dazu eine sehr spezielle Bodenzusammensetzung. Mal schauen, ob man das auf Dauer simulieren kann. Ein ungewöhnlich kräftiger Sämling, sieht vielversprechend aus. Noch weitere Samen in den Anzuchtboxen, vielleicht kommt ja noch der eine oder andere dazu.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 15. März 2020, 12:46:03
Letzten Herbst hatte ich zum Spaß Stecklinge von diversen Torreya gemacht. Ich habe die geschützt im Schatten draußen gehalten und später in meinen Pflanzenkeller bei etwa 10-15°C und Beleuchtung geräumt.

Über den Winter gab es einige Ausfälle, aber die, die bis jetzt überlebt haben, haben gerade entweder schon Wurzeln (ich habe durchsichtige Töpfe verwendet), oder zumindest fangen ihre Knospen zu schwellen an. Interessanterweise haben die Stecklinge mit Wurzeln noch keine geschwollenen Knospen bzw. allgemein kaum sichtbare Knospen. Auch sind die bisher bewurzelten Stecklinge von Seitentrieben, wobei ich eigentlich versucht hatte, für "richtiges baumartiges" Wachstum hauptsächlich Stecklinge von senkrechten, orthotropen Trieben (z.B. Stammausschläge, Stammverzweigungen) zu verwenden.

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 07. April 2020, 22:47:12
Nicht so selten, aber selten schön: habe die große Norfolktanne wieder draußen versenkt. Sieht draußen besser aus als im Haus. Unser "Streichelbaum"  :)

Auch alle anderen Araukarien haben überlebt, A. angustifolia und Wollemia draußen komplett ohne Winterschutz.
Am Boden min. -7 Grad (und das im April!).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 07. April 2020, 22:59:25
Klasse!!  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 07. April 2020, 23:26:45
Ja danke, die hat schon was...

Araucaria cunninghamii kennt kein Mensch (außer Wolfgang). Ist auch schon recht groß, die Nadeln sind im Moment "heterophyller" als bei der Norfolktanne. Oben die jüngeren, unten die älteren, breiteren und spitzeren Nadeln.
Ich vermute, die ist deutlich frosthärter, aber immer noch Z9.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 07. April 2020, 23:33:00
Ich bezog mich vor allem auf die Wollemia  ;) ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 07. April 2020, 23:37:56
Verstehe, die Zimmertanne ist also spleenig  ;) Aber OK.

Die Wollemias fotografiere ich im Mai/Juni, wenn frisches Grün angesetzt wird.
Beide haben recht viele Zapfen, die den Austrieb blockieren. Mal sehen, wie das dann aussieht.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: AndreasR am 07. April 2020, 23:48:56
Dass es der Wollemie so gut geht, ist natürlich toll, aber ich bin sehr begeistert von den Araukarien! :D Wahnsinn, dass einige davon sogar kurzzeitige Minusgrade vertragen, wie sie hier mittlerweile ja fast die Regel sind (und längere Frostperioden eher die Ausnahme). Weiter so!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 07. April 2020, 23:50:53
Gott, heut werd ich aber auch ständig falsch verstanden  ;D
Ich finde sämtliche deiner besonderen Schätze toll, nur hab ich eben zur Wollemia eine innigere Beziehung als zu den andern  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 08. April 2020, 11:17:29
Zitat
Gott, heut werd ich aber auch ständig falsch verstanden  ;D
Gott? Naja geht so. Aber Araukarien sind sowieso bekanntermaßen Geschmackssache  ;)

Versuchs doch nochmal mit der Wollemia.
Aber du hast ja das große Glück, die tolle Pflanze in der Kuppel im BoGaDü anschauen zu können.
Ein Träumchen, etwa 6m hoch.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 08. April 2020, 11:22:51
Araucaria bidwillii (wer kennt sie nicht?) entwickelt sich klasse, auch sie kann wohl bis -5 Grad ab. Geht also vielleicht sogar mit Winterschutz draußen, muss dafür aber noch wachsen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 08. April 2020, 11:33:54
Zwei gegensätzliche Neukaledonier:

Araucaria montana zählt zu den großblättrigen Arten, A. columnaris noch etwas feiner als A. heterophylla.
Man sieht den Unterschied schon bei den Jungpflanzen ganz gut, deutlicher wird das aber später bei Ausbildung der typischen Schuppen.

Alle neukaledonischen Araukarien sind bezogen auf die Nadelblätter echte Handschmeichler im Gegensatz zu den teilweise "messerscharfen" Verwandten. Aber man braucht viel Geduld, bis der Habitus deutlich wird...

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 08. April 2020, 17:10:24
Ich drücke dir auch die Daumen für die vielen Schätze!
Die letzten Winter sind natürlich sehr verlockend, aber wieder mit einem kälteren Einbruch sieht es leider dann ziemlich verheerend aus. Da hängt dann wirklich alles vom Schutz ab. Erkundige dich evtl. bei Jost. mit Metallzylinder kommt seine Wollemia in völliger Dunkelkeit problemlos über den Winter. Sieht toll aus, völlig gesund. Allerdings geht das auch nur bis zu einer bestimmten Größe. Ich hatte ja vor ca. 20/25 Jahren auch alle deine genannten Araucarien bis auf die beiden neukaledonischen und dafür noch A. hunsteinii in Bordeaux ausgepflanzt. Und über Jahre hat nur A. angustifolia überlebt. Aber es kommt überall natürlich darauf an, wie akribisch man sich um einen Schutz kümmert. Damals war kein Mensch da  über Winter da, der sich hätte kümmern können.
Übrigens die Altersnadeln von A. cunninghamii sind völlig anders als die sehr " stacheligen " Jungnadeln. Sie ähneln sehr stark den weicheren Nadeln  von columnaris und  heterophylla. Hunsteinii sieht zum Verwechseln bidwillii ähnlich. Die breiten Nadeln sind aber viel weicher, matter und weniger stechend.
Wie gesagt, viel Erfolg!
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 08. April 2020, 17:40:10
...
Versuchs doch nochmal mit der Wollemia.
...

Wenn ich nochmal irgendwo eine für 39€ wie damals bei Baldur finde, sehr gern  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 09. April 2020, 19:32:20
Hallo Wolfgang,
mal schaun, wann sich dann bei den Topfpflanzen Altersnadeln einstellen, wenn überhaupt. Diese A. c. könnte schon 15 Jahre auf dem Buckel haben.
Hoffentlich wirds nächste Woche nicht zu kalt, sonst muss ich alles wieder reinschaffen. Klar, dass nur die Chilenin dauerhaft ohne Winterschutz überleben kann.
Bei A. angustifolia gibts bestimmt Möglichkeiten. Eine steht vor dem Gewächshaus und profitiert im Winter von der Abwärme. Ich fände es interessanter, wenn die Art überlebt anstatt der F2-Hybride.

Hallo Gartenplaner,
ich finde, Wollemia ist nix für Sparfüchse. Braucht viel Zeit und Liebe, wenn sie groß werden soll. Ist bei dir ja schwierig, weil du ja wohl einen weiten Weg zum Garten hast und im Winter kaum hinkommst (?).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 09. April 2020, 21:06:47
Ich hab die 39€-Wollemia von 2006 bis 2012 im Topf gehabt und brav immer im Winter in die kalte Garage geschleppt.
Ab Herbst 2012 hätte ich sie wohl "legen" müssen zum überwintern.
Dumm nur, dass der Februar 2012 kam, ich hatte im Herbst zuvor ausgepflanzt und sogar noch in einer komplett schliessbaren Vliesröhre verpackt.
Aber dafür war der Stamm wohl dann doch noch viel zu dünn.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. April 2020, 19:50:48
Zwischendurch mal was größeres:
Cryptomeria japonica 'Cristata'. Kann man die Araukarie links unten erkennen? Die ist gar nicht so klein.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. April 2020, 19:53:58
Austrocedrus chilensis ist nicht gerade auffällig, aber bei näherem Hinsehen schon recht schick.
Leider nicht für alle Klimazonen in Deutschland geeignet, hier kein Problem, schnell auf 2 Meter gewachsen.
Mehr wissen wir nach einem kalten Winter. Aber je größer die Pflanze, desto besser die Chancen (hofft man so).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. April 2020, 19:57:14
Lagarostrobos franklinii ist eigentlich nicht für Zone 8a geeignet, aber die letzten Winter...
Am Boden bisher maximal -10 Grad Frost, seit sie ausgepflanzt ist, keine Frostschäden. Kann wohl mehr, als man denkt  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. April 2020, 20:00:09
Ganz was rares, vielleicht wächst sie noch zur vollen Schönheit heran:
Torreya taxifolia 'Argentea', ein Abkömmling vom Exemplar in Kalmthout (es soll überhaupt nur 2 Exemplare geben).
Danke Dennis  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. April 2020, 20:02:38
Habe dieses Gebilde zwischen regulärem Sequoia-Stockausschlag gefunden.
Hoffentlich bekomme ich das Ding bewurzelt. Werde direktes Sonnenlicht vermeiden...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. April 2020, 20:03:20
krass...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 23. April 2020, 20:03:48
Deine 'Argentea' ist etwa viermal so groß wie meine.  ;)

Austrocedrus chilensis ist im BoGa Freiburg in einem etwas strengeren Winter um die Jahrtausendwende erfroren.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. April 2020, 20:11:43
Zitat
Deine 'Argentea' ist etwa viermal so groß wie meine.  ;)

Also 7 cm? Na komm schon...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 24. April 2020, 09:40:44
Ich hatte noch eine zweite, die war ein ganz klein wenig größer als die jetzige. Ist 2018 vertrocknet.  :'(
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 03. Mai 2020, 00:06:48
Einige Redwood-Jungpflanzen kamen 2013 als Geschenk von Nelis Kools.
Damals noch winzig, heute alles schon richtige Bäume... hier Sequoia sempervirens 'Korbel KT':
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 03. Mai 2020, 00:08:24
die beiden bläulichen: 'Filoli' vorne, dahinter 'Winter Blue' (extrem wüchsig)...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 03. Mai 2020, 00:10:43
und eine der weniger wüchsigen Sorten, fast schon für einen normal großen Garten zu empfehlen: 'Cantab'...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 03. Mai 2020, 00:13:01
... mit der interessanten Nadelform. Gibts auch als Kriecher mit Namen 'Prostrata'.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 03. Mai 2020, 00:14:47
recht attraktiv zur Zeit Phyllocladus alpinus mit der "Himbeerblüte".
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Mai 2020, 00:43:55
Hier 2 exklusive Keimlinge aus Neukaledonien:
links Neocallitropsis pancheri (oder Callitris pancheri), rechts Dacrydium guillauminii. Der eine entwickelt sich vorbildlich, der andere verharrt seit 2 Wochen in Hakenform, scheint aber vital. Beide wachsen bereits in großen Töpfen mit hoffentlich passend gemischtem Substrat, bei D. g. wie in der Natur ganz unten im Topf nass. Wäre schade, wenn nichts draus wird, die Art ist wirklich sehr selten und es gab erst einmal Samen zu Mondpreisen. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie man den Sämling motivieren könnte (außer Viagra)? Ich mach erst einmal nichts, der Keimling ist viel fragiler, als es auf dem Makro wirkt (Samenschale ca. 3 mm).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. Mai 2020, 19:42:22
Hallo Micha,
ich drück dir die Daumen, wüsste aber auch nicht, was man machen kann außer warten.
Tolle , seltene Arten.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Lithocarpus am 21. Mai 2020, 21:33:09
Hallo Micha,

bei einigen Magnolien steckt der Same auch manchmal fest, weil die Feuchte nicht optimal ist, dass sich die Hülle lösen kann, meist half, etwas Küchenpapier anzufeuchten und drüber zu legen. Vielleicht hilft das hier auch...schöne Grüsse! 
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Mai 2020, 17:34:46
Danke euch!

werde weiter abwarten und die Samenschalen lieber nicht befeuchten. Bin gar nicht so pessimistisch.
Der erste Sämling ist mir vor 2 Monaten nach so einem Versuch am oberen Teil leider verschimmelt (siehe Anhang).
Bleibt sicher schwierig in der Anfangsphase mit diesen speziellen Pflanzen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Mai 2020, 17:39:11
Pherosphaera fitzgeraldii ausgepflanzt, es gibt wohl nur noch etwa 500 Exemplare in den Blue Mountains in Australien.
Könnte gerade so passen von der Winterhärte her...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 26. Mai 2020, 13:14:55
Der war es hier zu trocken.  :'(
Bei Boehlje sehe ich gerade Jungpflanzen der Kaschmir-Zypresse.
Nee, ich brauch keine, aber: Würdet ihr der selbst in mildesten Gegenden Deutschlands überhaupt eine längerfristige Überlebenschance geben?  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 26. Mai 2020, 14:32:01
Wie so vieles hier genannte, sicher auch bis -10/-12° C geschützt aushaltend. Die letzten Winter waren alle zu mild., um wirklich etwas sagen zu können. Aber in der Sequoiafarm scheint das Klima wirklich perfekt.
VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 26. Mai 2020, 15:46:51
Apropos nur noch 500 Exemplare in freier Wildbahn - wie sieht’s denn inzwischen mit Cathaya argyrophylla aus?
Da ist die Winterhärte in vielen Gegenden kein Problem.
Nur die Beschaffung, Hulsdonk hat ja aufgehört.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 26. Mai 2020, 20:36:58
Pherosphaera fitzgeraldii habe ich 50 cm vom Wasserhahn entfernt gesetzt  ;)
Perfektes Klima, nun ja: April 8mm, Mai ebenfalls 8mm Niederschlag, katastrophal. Natürlich kann ich wässern, aber ich mache mir große Sorgen.

Wenn Cupressus cashmeriana ein paar Winter überlebt, stehen die Chancen trotzdem nicht gut, dass sie den gewünschten Habitus erreicht. Dann lieber entsprechende bläuliche/hängende Chamaecyparis pflanzen.

JW hat Cathaya-Samen geerntet, aber sein Bäumchen dürfte noch etwas zu jung sein, um Sämlinge hervorzubringen. Aber wer weiß...
Die Keimquote war ja schon vor 20 Jahren unterirdisch, vielleicht spielte auch da schon Inzucht eine Rolle. In USA werden ab und zu grafts auf den Markt geworfen, aber da geht nix nach Europa bzw. sie leben nicht ewig...  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 26. Mai 2020, 22:03:52
Halocarpus bidwillii weigert sich hartnäckig zu keimen.
Ich hätte 2007 welche ausbuddeln sollen.  :-X
Wenigstens treibt die T. jackii aus.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 28. Mai 2020, 19:36:52
Hier auch keine Halocarpus-Keimlinge, dafür ein zweites Dacrydium g.
Stell doch mal Fotos von TJ ein, falls sie schön/eindeutig austreibt  :)

Hier ein Bild von der Pinus armandii x lambertiana-Veredelung (nicht blasenrostgefährdet?).
Das Bäumchen ist 30-35 cm hoch.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 28. Mai 2020, 19:42:23
Es werden bereits Pollenzapfen ausgebildet, klar: Veredelung.
Theoretisch sollten auch Samenzapfen möglich sein (der Mutterbaum in USA soll schon etwas älter sein).
Man stelle sich vor: 50cm-Zapfen, an denen offensichtlich eine kleine Jungpflanze dranhängt  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Mai 2020, 18:55:11
Mal spontan ein paar Bilder.
Glyptostrobus pensilis...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Mai 2020, 18:55:48
... Taiwania cryptomerioides ...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Mai 2020, 18:56:31
... Pseudotaxus chienii ...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Mai 2020, 18:57:43
... auch pseudo, aber larix (sehr wuchsfreudig) ...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Mai 2020, 19:00:01
... nochmal näher, einfach liebenswert (amabilis)  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Scabiosa am 30. Mai 2020, 21:13:45
Wunderbar stimmungsvoll in Szene gesetzt diese Raritäten auf den letzten Fotos. Besonders schön der Lichteinfall auf den Zweigen und die Bank als Ruhepol im Hintergrund. Da lässt es sich sicher aushalten, sequoiafarm.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Mai 2020, 21:25:41
Danke Scabiosa!
Ja, das ist einer meiner Lieblingsplätze auf dem Gelände. Auch wegen der Wollemia, aber vor allem, weil dort kein Telefon funktioniert (Grenznähe NL)  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Mai 2020, 23:55:16
Sequoiadendron ist bei uns jetzt nicht die große Rarität, aber der kleine auf der Wiese zeigt guten Zuwachs – kein Wunder, es ist ein Sämling vom General Sherman Tree, dem größten Baum der Erde...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Mai 2020, 23:57:56
... "Daddys" Umfang (über 30m) ist auf der Wiese durch Rasensteine 1:1 dargestellt. Der kleine steht mittendrin, das ist aus der Höhe schlecht zu erkennen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 11. Juni 2020, 08:17:07
Gestern gab es bei ebay einen zweijährigen Sämling von Cathaya argayrophylla zu kaufen. War schnell weg, ich hab nicht mitgeboten. Vielleicht ist ja jemand hier der Glückliche.  ;)
.
Conifers.org, die Webseite für Koniferenfans, wurde überarbeitet. Bei den Links zu Büchern über Koniferen heißt es "Extensively revised the Bookstore and added a bunch of good books published lately (my favorite: Araucaria by Nimsch)."
.
Hat jemand Erfahrungen mit Lagarostrobos franklinii gesammelt?
Ich will sie nicht auspflanzen, aber Angaben zur Frosthärte wären schon interessant.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. Juni 2020, 10:49:47
Ich hatte L. franklinii auch früher , damals hieß das Pflänzchen  noch Dacrydium fr. . Ist also schon ne Weile her. Aber nie ausgepflanzt.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 11. Juni 2020, 13:32:38
Danke.
Hast du eigentlich vor, die Nageia auszupflanzen?  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. Juni 2020, 13:51:33
Nein, sie wächst ( bisher ) so langsam, dass ich sie gut im Topf lassen kann. Viele Auspflanzversuche habe ich aufgegeben. Es hat  bei mir keinen Sinn. Jan/Febr. zu mild, alles im Saft und dann etliche Spätfröste oder zu viel austrocknender Ostwind usw. Die nächste Generation hat in 20 Jahren vielleicht das passende Kleinklima.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 11. Juni 2020, 18:45:23
Zitat
Gestern gab es bei ebay einen zweijährigen Sämling von Cathaya argayrophylla zu kaufen. War schnell weg, ich hab nicht mitgeboten. Vielleicht ist ja jemand hier der Glückliche.  ;)
.
Conifers.org, die Webseite für Koniferenfans, wurde überarbeitet. Bei den Links zu Büchern über Koniferen heißt es "Extensively revised the Bookstore and added a bunch of good books published lately (my favorite: Araucaria by Nimsch)."
.
Hat jemand Erfahrungen mit Lagarostrobos franklinii gesammelt?
Ich will sie nicht auspflanzen, aber Angaben zur Frosthärte wären schon interessant.

Der ebay-Sämling sah schon ein wenig nach Cunninghamia aus, habe Bilder gesichert.

Nimschs Araukarienbuch ist ein Muss für Sammler, aber wer sammelt hierzulande schon Araukarien?  ;)

Lagarostrobos würde ich zumindest in Zone 8b einordnen (hier seit Jahren ohne Schäden ausgepflanzt, sonnig bis halbschattig). Wahrscheinlich würden auch leichte zweistellige Minusgrade ausgehalten. Die letzten Winter machen vielleicht ein wenig übermütig, wenn ich 2 nagi hätte, würde ich eine auspflanzen...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 11. Juni 2020, 20:04:02
Wolfgang und ich haben jeder nur eine.
Im BoGa Köln hab ich 2014 ein ausgepflanztes Exemplar gesehen. Ob das noch existiert?
Nach Angaben im Hillier's ist Nageia in England im Landesinneren nicht ausreichend hart.  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 11. Juni 2020, 20:49:00
Du hattest doch zwei? Da hast du Wolfgang sicher eine große Freude gemacht  :)
Ab 2014 gabs auch in Köln wohl nicht mehr als -8 Grad, da stehen die Chancen vielleicht ganz gut. Ich war letztes Jahr dort, Nageia ist mir nicht aufgefallen. Langfristig sicher zu empfindlich, aber wer weiß im Moment, wo die (Winter-)Reise hingeht?
Man hat dort aber auch viele Exoten draußen im Topf versenkt und im Winter in Sicherheit gebracht (sogar eine Araucaria montana).
Im Moment ist noch Großbaustelle (neue Gewächshäuser etc.). Vieles wurde umgesetzt, hoffentlich ging nicht zuviel verloren.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 12. Juni 2020, 21:52:23
Weiß jemand von euch , was mit http://www.acorntreesandshrubs.co.uk/ los ist? Die Seite von Grahame Oakley ist nicht erreichbar . Ich hatte seltene Koniferen vorrausbezahlt , die aber dann mit anderen letzten September nicht mitgeschickt wurden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 13. Juni 2020, 00:52:23
Oh je, drücke die Daumen! Vermutlich hat er den Betrieb eingestellt.
Guck mal, ob du ihn in der Schreinerei erreichen kannst:
http://www.acornfinewoodwork.co.uk
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 13. Juni 2020, 07:38:59
Demnach schließt er am 26. Juni:
https://www.greenplantswap.co.uk/growers/GrahameOakey#tab
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 17. Juni 2020, 13:29:43
@Bristlecone, @sequioafarm : Ich habe ihn angerufen und c.10 minuten gesprochen . Er ist dabei seine Pflanzen an einen neuen Ort zu verbringen. Es sieht so aus, daß er seine alte Adresse aufgeben mußte. Er versprach sich zu melden sobald der Umzug beendet ist. Bin gespannt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 17. Juni 2020, 13:43:51
Danke. Halt uns bitte auf dem Laufenden, ob bzw. wenn und wo er wieder "öffnet".
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 17. Juni 2020, 17:02:49
 ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Juni 2020, 17:08:06
Traumhaft und das in Deutschland! Da kann man wirklich hoffen, dass die Winter so moderat bleiben.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 17. Juni 2020, 18:09:33
Ja! Ich drück die Daumen, dass das gutgeht!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juni 2020, 20:04:10
Danke euch beiden! Wir werden natürlich einen optionalen Winterschutz konstruieren müssen, um im Notfall reagieren zu können.

Noch abgehobener  ;):
Chimera redwoods sind etwa so selten wie reine Albinos, aber für sich allein lebensfähig.
Außerhalb der USA gab es bisher keine Exemplare, bis sich bei einem 2014er Sämling von der Sequoiafarm das Phänomen zeigte. Chimeras sind im Prinzip zwei Bäume in einem, weil die grünen (in diesem Fall äußerst dunklen) Abschnitte und die cremeweißen Unterschiede in der DNA zeigen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juni 2020, 20:07:55
Diese Pflanze ist ein bewurzelter Steckling vom Originalsämling und zeigt die wohl interessanteste Chimera-Form (sectorial). Im Grunde natürlich eine hochdiffizile Materie, aber doch auch attraktiv. Vielen Dank Dennis für dieses besondere Schätzchen!

Alles zum Thema:
https://chimeraredwoods.com
Dennis’ Original-Sämling:
https://chimeraredwoods.com/share-your-story/2017-tales-of-white-trees
https://chimeraredwoods.com/share-your-story/2020-tales-of-white-trees
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juni 2020, 20:13:24
Noch ein Bild...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 22. Juni 2020, 20:50:14
Sehr attraktive Nadelpartien. Die Ghost Redwoods kennt man ja, aber deine Chimera-Form kannte ich bisher nicht. Und wenn diese lebensfähig sind, super. Sequoia lässt sich leicht über Stecklinge ziehen. Und da viele Selektionen nicht langsam wachsen,  könnte sich da doch zukünftig eine neue Selektion anbahnen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 22. Juni 2020, 23:10:54
WOW!

Werden die "Albinos" eigentlich, wenn es einzelne, freistehende Bäume sind, über die Mykorrhiza von den umstehenden Grünen versorgt?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juni 2020, 23:54:58
Nein, die chlorophyll-freien "Ghost redwoods" werden vom Mutterbaum gebildet und versorgt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 22. Juni 2020, 23:59:01
Also sind es immer sozusagen "Hexenbesen" oder Stockausschläge, Wurzelaustriebe?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. Juni 2020, 00:07:20
Ja, Stockausschlag. Und sie erscheinen optisch als eigenständiger Strauch oder Baum.
Für helle Hexenbesen gibts eine Extra-Bezeichnung, irgendwas mit aerial... der Baum mit der Anomalie ist dann ein Chimera redwood.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Juni 2020, 00:10:56
Danke - faszinierendes Phänomen  8)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 23. Juni 2020, 11:14:04
Hier ist so ein "Ghost Redwood". Der steht nahe der Avenue of the Giants, nur ein paar Minuten Gehweg durch den Wald von der Straße entfernt.
Der "Geist" ist knapp 10 m hoch.
.
(http://jayfox.de/Kalifornien_2011/slides/_DSC0240_1_2_3_tonemapped_1.jpg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 23. Juni 2020, 11:14:38
Für Micha als Fernziel:

(http://jayfox.de/Kalifornien_2011/slides/_DSC0120.jpg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. Juni 2020, 11:46:53
Tolle Bilder, aber im Moment zieht mich nix in die Staaten.

Für Bristle als Fernziel:
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 23. Juni 2020, 11:50:41
"Redwood Mountain Grove"?
.
Das "Fernziel" war ja durchaus doppeldeutig gemeint.  ;)
.
(http://www.jayfox.de/Kalifornien_2011//slides/_DSC0988.jpg)
.
Wobei ich diese SW-Version bevorzuge:
(http://www.jayfox.de/Kalifornien_2011//slides/_DSC0988_SW_Lochkamera_1.jpg)
.
Aus dieser kleinen Fotozusammenstellung.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 23. Juni 2020, 11:54:28
Zitat
Wobei ich diese SW-Version bevorzuge:

Klasse, alles! Wenn man überlegt, wie lange Ansel Adams an einem Bild gearbeitet hat...
Muss jetzt aber raus, Arbeit wartet.  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 23. Juni 2020, 12:16:40
...aber im Moment zieht mich nix in die Staaten.
...
Mich zog es noch nie und wird es auch nicht  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 29. Juni 2020, 21:44:38
Die meisten Leute finden ja Koniferen langweilig. Nicht winterhart: auch das noch!
Ich bin happy, wenn ich solche bedrohten Schätzchen sehe.
Hoffentlich bin ich in der Lage, mich den Rest meines Lebens um die Pflanzen kümmern zu können.
Einer von 2 Sämlingen Dacrydium guillauminii, treibt recht üppig aus, wenn man ganz nah rangeht :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. Juni 2020, 10:40:01
Ja, mir geht es genauso. Super! Hoffentlich kannst du den Sämling in eine stabilere Phase hinüberretten. In Neu-Kaledonien stehen sie ja sehr sumpfig bzw. meist mit den Füßen im Wasser.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 30. Juni 2020, 10:58:19
Dito.
.
Vielleicht sollten wir eine Koniferomanen-Garten-Pur-Exkursion nach Neukaledonien unternehmen?  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Juni 2020, 11:42:43
Zitat
Ja, mir geht es genauso. Super! Hoffentlich kannst du den Sämling in eine stabilere Phase hinüberretten. In Neu-Kaledonien stehen sie ja sehr sumpfig bzw. meist mit den Füßen im Wasser.
VG Wolfgang

Bis jetzt sieht das schon ganz stringent aus, das Lava-Mineral-Gemisch und die Feuchtigkeit scheinen zu passen, ich mache das wie bei Retrophyllum minus (gleicher Standort).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Juni 2020, 11:47:24
Zitat
Vielleicht sollten wir eine Koniferomanen-Garten-Pur-Exkursion nach Neukaledonien unternehmen?  ;)

Klar, das wärs natürlich. Du wohnst ja an der Grenze und sprichst sicher französisch  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Juni 2020, 11:52:57
Bis dahin müssen wir mit Joey 'whattheshit' Santore Vorlieb nehmen.
https://www.youtube.com/watch?v=Q_jZGXUbNDA
Die Koniferen von diesem Standort möchte ich alle großziehen. Viele fehlen nicht mehr...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. Juni 2020, 17:54:50
Sehen alle top gesund aus. Daumen drücken und  weiter so!
Ich bin mal gespannt , ob die bei dir ganz normal hochwachsen oder ob die eine oder andere Art auch schon in früher Kindheit den in der Heimat typischen kandelaberartigen Wuchs zeigt.
D. guillauminii ist ja schon selten, da muss die Hybride x suprinii doch nur in Einzelexemplaren vorhanden sein?
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Juni 2020, 19:27:15
Die Araucarien, Agathis und Podocarpus werden wohl flott wachsen, Dacrydium und Neocallitropsis eher langsamer. Die Bäumchen dort sind wohl schon viel älter, als man denkt. Das Wachstum wird wahrscheinlich noch von giftigem Nickel, Kupfer und was da sonst noch im Boden steckt, gebremst. Könnte mir vorstellen, dass in Noumea ausgepflanzte Exemplare bei besseren Bodenverhältnissen viel größer/vitaler sind, obwohl nur einen Bruchteil so alt.

Dacrydium araucarioides hat bisher seit 2019 noch nicht gekeimt, habe reichlich Samen nachbestellt. Muss mir eine Prozedur zum vorquellen ausdenken, vielleicht Milchsäure? Vielleicht erlebe ich als Uroppa selber eine Kreuzung  ;) Nee, sicher nicht...

Wieviele davon es am Fluss entlang gibt, müsste eine Expedition zeigen. Vielleicht 50? Da muss man aber aufpassen, dass man nicht mehr kapputt macht als man entdeckt.

Hier die seltenste Araukarie: A. nemorosa hat schon 15 cm. Macht Spaß  :)

Habe gestern 2 A. hunsteinii-Sämlinge per ebay in Hawaii gekauft. Wahrscheinlich kommen sie nicht lebend an, aber was will man machen. Alles bleibt spannend!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. Juni 2020, 19:36:01
Na, da bin ich gespannt. Die müssten ja super verpackt sein. Und dass sie überhaupt nach Deutschland liefern. Ich hatte in den 80-igern mal jede Menge hunsteinii - Samen direkt aus Bulolo. Aber die Quelle wird sicher längst versiegt sein. Interessante Araucarie, sieht am Anfang wie bidwillii aus, nur mit weichen Nadeln.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Juni 2020, 19:53:58
No risk no fun... das ist ein private deal. Wenns klappt, gut. Erwarten kann man das nicht.
Mittlerweile schicke ich Verpackungstipps zum Versender. Erde fixieren, Pflänzchen berührungsfrei halten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 01. Juli 2020, 10:41:02
Das könnte so aber gut klappen. Ich dachte, es müsste ohne Erde gehen. Ich habe auch schon Veredlungsmaterial nach USA geschickt. Beim 1. Mal alles ausgetrocknet, beim 2 . Mal noch etwas sorgfältiger verpackt und es hat einige Wochen bis zur Ankunft gehalten.
Hoffen wir mal und lass sehen, wie sie aussehen, wenn sie da sind.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 01. Juli 2020, 11:36:37
Wie gesagt, ich rechne nicht unbedingt mit einem lebendigen Ergebnis, 4-6 Wochen wirds wohl dauern.
Statt Erde kann (und sollte man aus USA) feuchtes Küchenpapier oder Granulat nehmen...

Wenn du willst, schicke ich dir den Link, es sind noch 2 vorhanden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 01. Juli 2020, 13:37:09
Ne, danke, lass mal. Ich habe über Winter einfach nicht mehr die Möglichkeiten wie früher.  >:( Ich würde gerne, aber muss vernünftig bleiben. ;)
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 16. Juli 2020, 12:20:36
Nicht ganz so selten - Pinus cembra 'Compacta Glauca'. Setzt die Sorte so viel früher Zapfen an, als die Art oder liegt das nur an der Veredelung? Dann wird's ja vielleicht doch mal was mit Zirbenschnaps.  ;D

edit:  verwechselt - es handelt sich um Pinus sylvestris 'Chantry Blue'.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Tsuga63 am 16. Juli 2020, 13:35:16
@Hausgeist: das tut mir leid, Pinus cembra ist deine Pflanze mit Sicherheit nicht :'( ???
Es sieht eher wie eine Pinus sylvestris Form aus...

Den abgebildeten Hexenbesen von Pinus cembra habe ich vor ca. 10 Jahren bei Horstmann in Schneverdingen gekauft, der genaue Name ist mir leider abhanden gekommen.
Die Pflanze fruchtet in diesem Jahr zum ersten Mal.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 16. Juli 2020, 13:53:49
Na supi... :P Dann wäre das immerhin geklärt. Aber wer weiß, was ers ist. Womöglich nichtmal eine kleinwüchsige Form.  ::) Dann fliegt die eher wieder raus.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Tsuga63 am 16. Juli 2020, 13:59:35
...dann gib ihr eine (finale ;D) Chance als Weihnachtsbaum...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 16. Juli 2020, 14:02:10
Kiefer als Weihnachtsbaum... ein Kindheitstrauma!  :o :-X :P ;D

Ach, es wird sich schon jemand finden, der ihr Asyl gewährt. Zu den Offenen Gärten wird man getopftes Grünzeug immer sehr schnell los. ;)
Dann darf jetzt immerhin die Pinus flexilis 'Vanderwolf's Pyramid', die dahinter steht, ungestört wachsen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 16. Juli 2020, 14:37:33
Tsuga hat recht, P. cembra ist fünfnadelig, deine sieht 2nadelig aus. P. flexilis 'Vanderwolf's Pyramid' ist kein Zwerg, kann locker 10m hoch werden. Für deinen Garten würde ich eher Pinus aristata empfehlen.

@Tsuga63: ich hätte nicht gedacht, dass dein Bäumchen nicht P. parviflora sein könnte. Aber Horstmann wirds schon wissen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 19. Juli 2020, 10:09:56
Nicht ganz so selten - Pinus cembra 'Compacta Glauca'.

Asche auf mein Haupt.  :-[ Wenn man zu viele Beete hat und zuviel Zeug und sich zu sicher ist, ohne mal auf's Schild zu schielen. Es handelt sich um Pinus sylvestris 'Chantry Blue'. Die Zirbe steht im Beet auf der gegenüberliegenden Gartenseite.  ::)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 21. Juli 2020, 21:45:09
Schwer zu fotografieren und immer die Frage "Lebt sie oder stirbt sie?".  ;D Dacrycarpus dacrydioides (im Kübel)

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=727613;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 21. Juli 2020, 21:55:48
Nimsch?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 21. Juli 2020, 21:58:12
Ja. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juli 2020, 07:02:35
Interessant ist das Bäumchen schon, aber ich konnte mich nie zum Kauf durchringen. Färben die Nadeln überhaupt mal in Richtung grün?
Kannst du eine Gesamtansicht zeigen oder ist das "zu unästhetisch"  ;)?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 22. Juli 2020, 17:40:55
habe 2 Cathaya argyrophylla Sämlinge gekauft  ;D Hoffe sie kommen heil an .  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 22. Juli 2020, 17:48:17
Na, da drücke ich die Daumen!  :D
Bis zu dem Stadium war ich mit Sämlingen vor vielen Jahren mal gekommen, dann ginngen die ein. Aber ich habe bei der Anzucht von Sämlingen kein gutes Händchen.  :P Das will also gar nichts heißen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juli 2020, 18:57:50
Super Stephan, die sind echt! Schau mal, ob du nicht noch einen Expressversand hinbekommst, würde ich dringend empfehlen bei Sämlingen.
Denke an Verzögerungen wg. Corona gerade aus GB, Express ist da wohl nicht betroffen.

Hast du eine Vermutung, warum deine Sämlinge es nicht geschafft haben, Jens?
Die Substratfrage ist ja nicht ganz einfach.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 22. Juli 2020, 19:22:56
Ich weiß es nicht.
Vielleicht zu wenig gegossen, vielleicht mochten sie das TKS nicht.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 22. Juli 2020, 19:53:39
Interessant ist das Bäumchen schon, aber ich konnte mich nie zum Kauf durchringen. Färben die Nadeln überhaupt mal in Richtung grün?
Kannst du eine Gesamtansicht zeigen oder ist das "zu unästhetisch"  ;)?

Unästhetisch keineswegs, aber man braucht eine helle Wand, um sie sichtbar zu machen. ;) Richtig grün ist sie hier noch nie gewesen.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=727826;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juli 2020, 20:38:04
Danke dir, schön gewachsen!
Vielleicht schaffst du es ja bis zur Fruchtreife, die sind hübsch :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 22. Juli 2020, 20:39:57
Mal sehen, wie lange sie noch ins Winterquartier passt. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juli 2020, 20:44:33
Sag einfach bescheid, wenn sie zu groß wird  8)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 22. Juli 2020, 20:46:26
Herr Nimsch hat aber gesagt, ich soll die hier auspflanzen.  ;D Ich geb's zu, ich traue mich nicht. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juli 2020, 20:50:21
Nimsch weiß, wo man die auspflanzen könnte.  8)
Wenn die erfriert, merkste das eh erst Jahre später  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 22. Juli 2020, 20:51:27
Wenn die erfriert, merkste das eh erst Jahre später  ;D

 ;D ;D ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 22. Juli 2020, 21:04:49
Sag einfach bescheid, wenn sie zu groß wird  8)
Was ist denn für dich als "Sequoiahalter" zu groß?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 22. Juli 2020, 21:17:41
Koniferensämlinge wachsen am besten ausgepflanzt. Nachdem ich meine 2jährigen Pinus roxburghii ausgepflanzt habe, schießen die in die Höhe. Natürlich müssen die gleichmäßig feucht gehlaten werden und mit einem Drahtgitter zur leichten Beschattung umgeben werden. Auch die Keteleeria evelyniana Sämlinge drohten einzugehen, verloren schon Nadeln, aber ausgepflanzt frische , gesunde Triebe. Im Winter gibt es hier nur leichte Nachtfröste, in D ist das natürlich wegen der starken Fröste nicht möglich.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 22. Juli 2020, 21:41:28
Zitat
Was ist denn für dich als "Sequoiahalter" zu groß?
Dacrycarpus eher nicht.

Zitat
Koniferensämlinge wachsen am besten ausgepflanzt. Nachdem ich meine 2jährigen Pinus roxburghii ausgepflanzt habe, schießen die in die Höhe.
Wie du sagst, in D schwierig. Ich würde für die Übergangsphase möglichst tiefe Töpfe mit dem Substrat nehmen, was das Bäumchen nach dem auspflanzen natürlicherweise vorfindet. Bei Cathaya vielleicht zusätzlich etwas Bauschutt zerbröseln oder mit hohem Sandanteil arbeiten?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 26. Juli 2020, 22:59:06
Pinus jeffreyii 'Joppi' macht sich so langsam.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=728906;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 29. Juli 2020, 20:28:33
2018er Jungpflanze, Samen aus USA von 20jährigen Exemplaren. Sieht gut aus!
2 Zapfen als "Echtheitszertifikat" dabei :)
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=729619;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 29. Juli 2020, 20:53:04
 :D
Gratuliere und wünsche viel Erfolg!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 29. Juli 2020, 23:14:04
Danke dir!  :)
Hoffentlich wächst sie im Topf zumindest einigermaßen. Mag nicht 5 Jahre warten, um sie auspflanzen zu können.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 30. Juli 2020, 11:52:33
Ja, ist echt. Auch von mir viel Erfolg!
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Jost am 30. Juli 2020, 17:26:01
Hallo Sequoiafarm,
ja sie ist echt . Der Samen stammt aber aus GB.
von Rebecca Walker. Es sind noch 8 Cathaya vorrätig.
LG Jost
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 30. Juli 2020, 20:20:09
Hallo Jost!
Was ist aus deinen Samen geworden? Ich hoffe, dir und deinen "Altpflanzen" gehts gut.
Zu meinem Sämling: der kommt aus Prag, die Samen stammen aus USA (wenn du mehr wissen möchtest, PN).
LG Micha
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Rk631 am 06. August 2020, 17:01:34
Hallo zusammen,
wo gibt's denn diese seltenen neukaledonischen Araucarien-spec. derzeit zu kaufen? Hatte vor einigen Jahren für einen sehr hohen Kurs div. Samen davon bei einem Samenversand aus München geordert. Keimquote war trotz Gewächshausausaat sehr! überschaubar und Kulanz gab's auch nicht. Gibt es eine Alternative?
Grüsse
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 06. August 2020, 20:54:57
Es gibt keine Alternative zu rarepalmseeds. Da würde ich allerdings nur Samen mit "neu"-Kennzeichnung versuchen.
Natürlich keimt nicht jeder Samen. Ich habe von 120 Samen einen einzelnen Sämling von Dacrydium araucarioides!

Du kannst auch conifersuk (Grahame Oakey) bei ebay anmailen. Oder gilianplants. Bei den Preisen ziehts dir allerdings die Schuhe aus.

Die eigenständigsten sind A. muelleri, A. rulei, A. montana, A. laubenfelsii und A. luxurians. Die anderen haben feinere Nadeln und erinnern doch stark an die überall günstig zu habende A. heterophylla (Zimmertanne)...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 09. August 2020, 21:32:27
Das Foto ist leider etwas unscharf, aber wie es scheint, hat sich mein Metasequoia versamt. :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Rk631 am 10. August 2020, 10:47:26
Hallo Micha,
Danke für die Info's. Habe im Gewächshaus 2x montana und 1x muelleri, beide schon ca. 1 m hoch.
VG
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: oile am 10. August 2020, 11:08:02
Das Foto ist leider etwas unscharf, aber wie es scheint, hat sich mein Metasequoia versamt. :)
Wow!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 10. August 2020, 12:10:42
Ich habe von einer "Baumschule" (bzw. aus den Töpfen der Obstbäume auf dem Verkaufsgelände) hier vor ein paar Jahren einige Metasequoia-Sämlinge bekommen, eine Weile im Topf gehalten und dieses Frühjahr ausgepflanzt. Bisher sind sie erstaunlich robust gegenüber der Trockenheit, sie sehen noch ganz gut aus, obwohl ich sie kein bisschen gewässert habe. Mal sehen, wie lange sie durchhalten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 10. August 2020, 17:49:27
Zitat
Das Foto ist leider etwas unscharf, aber wie es scheint, hat sich mein Metasequoia versamt. :)

Achtung HG: die wilden Sämlinge wachsen rasend schnell (dieser ist 5 Jahre alt). Trotzdem toll, so häufig passiert das nicht  :)
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=732227;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 10. August 2020, 17:57:26
Hier übrigens der Hauptgrund, warum Solitär-Mammutbäume selten 40m erreichen.
Sequoia sempervirens, Leittrieb weggeknickt...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=732229;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 10. August 2020, 18:02:13
Zitat
Hallo Micha,
Danke für die Info's. Habe im Gewächshaus 2x montana und 1x muelleri, beide schon ca. 1 m hoch.
VG Wolfgang

Gratuliere, wunderschöne Raritäten!  :D
Vielleicht ist ja mal ein Foto drin? Hoffe, dein Gewächshaus lässt noch viel Wachstum zu...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 10. August 2020, 18:34:19
Auch bei über 40° im Gewächshaus keine Probleme: der "ältere" von 2 Neocallitropsis (Callitris) pancheri  :)
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=732235;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 10. August 2020, 19:18:58
Hui, dann sollte ich den wohl auch alsbald aus dem Beet pikieren. :)

Hier übrigens der Hauptgrund, warum Solitär-Mammutbäume selten 40m erreichen.
Sequoia sempervirens, Leittrieb weggeknickt...

Hier lag letztes Jahr auch die Spitze von Sequoiadendron plötzlich unten auf dem Rasen.  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 10. August 2020, 19:50:49
Zitat
Hier lag letztes Jahr auch die Spitze von Sequoiadendron plötzlich unten auf dem Rasen.  :-\

Krass. Aber ihr habt ja auch Monsterkäfer und dergleichen. Vielleicht saß auch eine Großtrappe drauf.

Aber im Ernst: durchbrechen kann die Spitze eigentlich nicht und ihr habt sicher ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn.
Es gäbe da schon Zeitgenossen mit Flinte im Schrank, die in bezug auf ihre Solarpanels vorausschauend handeln.

duck und weg...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 10. August 2020, 20:33:46
 ;D Es waren die oberen 25 cm und hier gibt's durchaus fette Taube, die sich immer die höchsten und dünnsten Baumspitzen aussuchen.  ::)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 10. August 2020, 20:35:20
Achso, noch nicht verholzt... das kann passieren, wird aber flott ersetzt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 10. August 2020, 20:45:25
Nein, das war der Neuaustrieb. Ich gehe auch davon aus, dass sich das verwächst.

Hat eigentlich sonst noch jemand Pinus resinosa 'Pillnitz'? Die hat dieses Jahr wieder nur einen kurnadeligen Neuaustrieb und einige trockene Zweige bekommen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. August 2020, 15:03:35
Heute vormittag kam nach über 5 Wochen ein Päckchen aus Hawaii an und siehe da:
Die Araucaria-hunsteinii-Sämlinge sehen recht proper aus, wenn auch teilweise etwas deformiert.
Hätte ich nicht gedacht!  :)
@Wolfgang: sind die echt? Nadeln scheinen weicher als A. bidwillii, wird man aber vielleicht auch später am Habitus unterscheiden können...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=733891;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 19. August 2020, 15:18:40
ich bewundere deine leidenschaft, die manchmal vlt auch leiden schafft
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. August 2020, 15:39:13
Sind echt. Die Nadeln sind weicher. Später sind sie auch matt und nicht glänzend wie bei bidwillii. Das passt.
Toll, so lebendig aus Hawaii. Glückwunsch.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. August 2020, 18:29:43
Zitat
ich bewundere deine leidenschaft, die manchmal vlt auch leiden schafft

Danke dir, aber ganz so schlimm ist es bei mir noch nicht. Der Spaß steht im Vordergrund.

Zitat
Sind echt. Die Nadeln sind weicher. Später sind sie auch matt und nicht glänzend wie bei bidwillii. Das passt.
Toll, so lebendig aus Hawaii. Glückwunsch.
VG Wolfgang

Auch dir vielen Dank, das weckt bestimmt Erinnerungen. Das ist Araukarien-Art Nr. 15...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. August 2020, 19:09:53
Na, da hast du sie ja bald alle zusammen. Wenn sie nur winterhärter wären oder man dort wohnte, wo man sie auspflanzen könnte. Dann hätte ich sie auch längst bzw. einige hätten schon ein beträchtliches Alter.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 29. August 2020, 21:12:02
Mir wurde von einem Baumschuler prophezeit, dass es dort nix werden würde mit der Sciadopitys verticillata 'Piccola'. Zu sonnig, zu trocken, zu heiß. Ich hab's der Tanne nicht weitergesagt. ;)

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=736061;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: KerstinF am 29. August 2020, 21:17:15
Glückwunsch.  :D

Unsere ist letztes Jahr eingegangen.  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 29. August 2020, 22:01:48
Schade! Das ist ja nun auch nicht das billigste Pflänzchen.  :-\
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 04. September 2020, 19:34:12
Ich habe mir je zwei Pinus koraiensis und P. edulis gegönnt. Mal sehen, wie gut die sich bei mir machen (und ob sie auch in nicht allzuferner Zukunft Zapfen mit Nüssen produzieren...).

Ich finde Kiefern ja schön, aber eigene "Pinien"kerne wären schon auch etwas.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 04. September 2020, 20:29:10
ich bin jetzt mit Grahame Oakey quitt . Er hat mir letztlich die 325 GBP erstattet. Nach einem Jahr !!! Erst wollte er mir die lieferbaren Pflanzen noch schicken, bat mich seine Liste durchzuschauen, dann als ich schon Ersatz gewählt hatte, schrieb er es sei die Mühe nicht wert und erstattete den Betrag. Er sagte selbst er sei disorganisiert. Leicht untertrieben. Die ausgepflanzten Pinus roxburghii sind richtig unheimlich , sind bei der Hitze von 5 cm auf 30cm geschossen. Der P.montezumae sämling hat noch nachholbedarf. Keteleeria evelyana von 5 auf 15cm. Pinus yunnanensis und armandii lieben auch Hitze 50 bzw.30 cm Zuwachs.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 06. September 2020, 12:52:55
Jetzt hast du auf jeden Fall die besseren Wintertemperaturen  für roxburghii, montezumae, Keteleeria usw. Allerdings wenn etabliert wächst alles wahrscheinlich noch schneller. Und da man immer zu dicht pflanzt....( wird der größte Garten irgendwann zu klein )
Auf jeden Fall viel Erfolg!
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen - Cathaya
Beitrag von: Bristlecone am 09. September 2020, 13:47:20
Möchte jemand:
Angebot bei ebay.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 10. September 2020, 08:23:59
Der Preis steht inzwischen bei 35 britischen Pfund, und die Auktion ist noch nicht beendet!.
Nun denn.

Übrigens gibt es derzeit auch mal wieder Wollemia nobilis im Handel, z. B. bei Ley, im 3-Liter-Topf für 149 €.

Stolze Preise.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 10. September 2020, 09:41:44
Danke Jens.
Dann erübrigt sich das ( sehr wahrscheinlich ). Geht ja noch einen Tag. Ich bin aber mal gespannt, wie der Endpreis sein wird.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 10. September 2020, 18:24:35
Der Preis geht in die Richtung des Wahnsinns. Vor 15 Jahren hatte ich eine kleine Pflanze in der abgebildeten Größe von Schwieters für einige €. Leider ist sie eingegangen. Aber was da heute geboten wird ist ja wie in den allerersten Jahren der Wollemi-Entdeckung. Und noch 24Std. Bietezeit.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 11. September 2020, 09:03:52
Es sind noch fast 12 Stunden Zeit, der Preis steht jetzt bei 126 Britischen Pfund.
Gaga
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. September 2020, 12:59:10
Man denkt, es kann eigentlich nicht mehr viel hochgehen. Es bleibt spannend.
VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 11. September 2020, 14:03:15
Gemessen an manchen Schneeglöckchen geradezu ein Schnäppchen.  :-X
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. September 2020, 14:14:42
Wenn man es so sieht, könnte man fast noch mitbieten :o
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 11. September 2020, 14:16:07
Seltenheit kostet eben.
Wenigstens wachsen/vermehren sich die teuren Schneeglöckchen dann (meist), bei Cathaya hab ich bisher mehr von Misserfolgen als Erfolgen gehört/gelesen....
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 11. September 2020, 17:29:03
Man denkt, es kann eigentlich nicht mehr viel hochgehen. Es bleibt spannend.
VG wolfgang
Aktuell steht das Gebot bei 200 Britischen Pfund.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. September 2020, 18:07:32
Man hat keine Worte mehr.
 Vielleicht bieten einige mit, die ihr Geld mit Erdöl oder Erdgas verdienen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 11. September 2020, 18:20:15
Krasse Aktion. Der Verkäufer bietet garantiert selber mit, um das Maximum rauszukitzeln. Ich glaube nicht, dass einer so dxxf ist...
Hätte Lust, meine gleich auch mal zum Spaß bei ebay reinzustellen. Für 19,95 Euro inkl. Versand  8)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 11. September 2020, 18:28:52
Warum wundert ihr euch?
Wenn irgendwelchen gaaaaanz neuen Schneeglöckchen 500 Pfund oder mehr "erwirtschaften" können  ::)
In England ist der Spleen doch trumpf und es gibt noch einige Landlords und -Ladies, die das Vermögen der Vorfahren irgendwie durchbringen müssen  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. September 2020, 18:43:33
Ich habe noch ca. 30 aufgelaufene blaunadlige Piceas hier im Pot herumstehen, die vor Jahren als Cathaya-Saat geliefert wurden. Schade, dass das nicht doch Cathaya war. Heute würde ich sie auch einstellen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 11. September 2020, 18:45:12
 8)
Bei meinem misslungenen Stecklings-Experiment 2013 warens auch ungefähr so viele....
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 12. September 2020, 08:12:54
205 Britische Pfund waren der Endpreis.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 27. September 2020, 18:51:16
Ich war heute in dieser Gärtnerei: https://www.achat-vente-palmiers.com/en
.
Dort standen ziemlich viele Wollemia nobilis zum Verkauf. Ich hab kurz mit dem Besitzer gesprochen, sie vermehren die selbst, vegetativ. Das sei ziemlich aufwendig und dauere drei Jahre, bis die Pflanzen in den Verkauf kommen. Anfangs wachsen die plagiotrop, es dauert, bis die wieder einen aufrechten Stamm bilden.
Scheint demnach ähnlich wie bei Araucaria hetetophylla zu gehen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 27. September 2020, 19:32:00
3 Jahre bis zum Verkauf. Das ist keine Zeit. Wenn man Seitenzweige nimmt, dauert es bei vielen Pflanzen ( z.B. Taxus, Cunninghamia usw. ) wirklich lange bis sie einen ordentlichen Spitzentrieb bilden. Allerdings werden sie bereits vorher verkauft.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 29. September 2020, 17:43:14
Eigentlich neigt doch Wollemia zu Stockausschlag oder Stammaustrieb wie Sequoia, ich würde keine Zweige verwenden.
Unsere große liefert jedes Jahr Material...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=741766;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 29. September 2020, 17:47:05
... diese Stecklinge vom Vorjahr sehen ganz gut aus, der frische Austrieb ist von Mai/Juni.
Ohne Clonex-Brimborium oder sonstiges. Aber ich muss (darf!) ja auch nix verkaufen.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=741768;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. September 2020, 18:52:44
Ja, das sieht doch prima aus! Glückwunsch! Diese Stockausschläge eignen sich aber auch hervorragend, sind ja fast wie Spitzentrieb.
Toll!
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 29. September 2020, 19:34:56
Toll, die Stecklingsschar!

Hat es mal jemand von euch mit Abmoosen probiert?
Meine Wollemia hat relativ weit unten einen recht grossen Quertrieb... ich überlege.
Vielleicht probier ich's im Frühjahr einfach mal aus.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 29. September 2020, 19:40:10
Ja, auf jeden Fall probieren. Sie sollen sich rel. leicht bewurzeln lassen, also müsste abmoosen auch gut gehen.
VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 29. September 2020, 19:43:18
Würde ich auch meinen. Aber dann möglichst weit außen, dünnerer Querschnitt dürfte schneller bewurzeln.

Wie schnell wächst deine Wollemia im Schnitt pro Jahr, tarokaja?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 05. Oktober 2020, 22:38:32
Heute zufällig im Gartencenter gefunden - Cryptomeria japonica 'Kyara Gold':

(https://up.picr.de/39587319ud.jpeg)

Ein Sport von 'Rasen Sugi', soll gelbgefärbte Neutriebe haben, ich hielt ihn für 'Rasen' und falsch etikettiert  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cathayus am 06. Oktober 2020, 01:54:19
Zitat von: Bristlecone link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3556392#msg3556392 date=1599891174]
205 Britische Pfund waren der Endpreis.

gerade erst jetzt gesehen, wow schade dass Cathaya weiterhin so eine Seltenheit ist würde gern ein Exemplar pflanzen
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 06. Oktober 2020, 09:34:40
@ Gartenplaner: Die Pflanze muss im Schatten gestanden haben, denn da vergrünen die neuen Austriebe. In Sonne müssten alle diesjährigen Zuwächse noch fahl gelb sein, auf jeden Fall sichtbarer als bei deiner Pflanze. Aber sehr schöne neue Selektion von meinem Freund Bart aus Belgien und eine schöne Verbesserung der alten ' Rasen ' ( wenn man Gelbaustrieb mag ).
Viel Spaß und Erfolg
Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Oktober 2020, 18:40:53
Oh, Hintergrundinfos, sehr schön!
Und selbst wenn es nur ‘Rasen’ wäre, die wollte ich schon lange haben, in Holland gabs aber immer nur so 3m-Trumms, die ich nicht mehr ins Auto gekriegt hätte.
Nochmal Fotos der Spitzen - mit etwas gutem Willen sind die schon gelblich....  ;D

(https://up.picr.de/39597020na.jpeg)

(https://up.picr.de/39597022za.jpeg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 07. Oktober 2020, 18:57:33
Ja, das passt, man sieht gut die gelben Spitzen. Setzte sie in die Sonne, dann färbt sie besser. Allerdings nicht zu trockener Standort ( wie alle Cryptos), sonst dann evtl. Halbschatten. Du hast ja auch Erfahrung ;)
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Oktober 2020, 19:12:16
Danke, mach ich - im Panoptikum ist der Boden feuchter als im Fossilienhain, da hat einer deiner Sämlinge es 2018 nicht geschafft, der zweite scheint aber über den Berg  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 07. Oktober 2020, 19:18:11
Du weißt ja , wo du jederzeit noch etwas bekommst. ;)
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Oktober 2020, 22:08:30
Danke  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 09. Oktober 2020, 11:17:38
Würde ich auch meinen. Aber dann möglichst weit außen, dünnerer Querschnitt dürfte schneller bewurzeln.

Wie schnell wächst deine Wollemia im Schnitt pro Jahr, tarokaja?

Sorry, hab deine Frage erst jetzt gesehen.

Meine Wollemia hab ich im Juni16 gepflanzt, 105x75 gross... jetzt, nach 4 Jahren, ist sie 195cm hoch.
Das heisst also ca. 22.5cm Zuwachs pro Jahr.

Klar, hab ich auch vor, das Abmossen weit aussen am Zweig zu machen, aber danke für deinen Hinweis, dass das besser klappen dürfte mit dem Bewurzeln.  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 10. Oktober 2020, 23:23:06
Ich schreib's mal hier - nach 20 Jahren schmeißt unser Mammutbaum mit Zapfen. :)

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=744087;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 11. Oktober 2020, 08:54:47
Mit dem wirst du noch viel Spaß haben. Stell dir vor, du hättest damals eine Coulterkiefer ("widow maker") gepflanzt!
Aber so wie es aussieht, bist du ja noch sehr jung und könntest das noch machen...  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 11. Oktober 2020, 09:32:25
 ;D Dann müsste sich der Klimawandel aber fortsetzen, sonst wird es mit der bestimmt nichts bei mir. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 11. Oktober 2020, 12:56:53
Ist das nur in der Jugend, dass sie so am Stamm baumeln?
Einer sitzt auch schon mehr an einem Ästchen runter, wie man das von Fichten kennt:
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 11. Oktober 2020, 12:57:25
 8)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 11. Oktober 2020, 12:58:26
Bis zum ersten Pesto mit Pinienkernen aus eigenem Anbau dauert es noch etwas  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 11. Oktober 2020, 13:00:22
Trotzdem schon mal nicht schlecht! Für ein kleines Gläschen Pesto reicht es dann vielleicht schon nächstes Jahr, wenn die Eichhörnchen nicht schneller sind.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nox am 11. Oktober 2020, 16:57:15
So, meine Podocarpus salignus sind endlich gepflanzt.
Ich bin etwas verunsichert, da eine Baumschule schreibt, sie mögen gut drainierten Boden. Im Winter steht das Grundwasser dort jedoch 50 cm unter der Oberfläche.

Weiss jemand Bescheid, ich war irgendwie im Glauben, sie bräuchten frischen Boden ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 11. Oktober 2020, 17:20:44
Frisch ja, Staunässe nein.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nox am 11. Oktober 2020, 17:45:25
Das ging aber flott, danke.

Die zwei grossen hatten sehr brüchige Wurzeln beim Entwirren. Der kleine vorne war perfekt zum Pflanzen, die Wurzeln waren geschmeidiger und gut im Pflanzloch zu verteilen. Jedenfalls kamen überall frische Spitzen, bestimmt ist jetzt die richtige Zeit.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. Oktober 2020, 18:34:32
Kurzzeitig hohes Grundwasser schadet nicht, aber zu lange ist tödlich. Man kann sich ein bisschen helfen, wenn man auf einen kleinen aufgeschütteten Hügel pflanzt.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Oktober 2020, 16:34:10
Schubs
Ist das nur in der Jugend, dass sie so am Stamm baumeln?
...
Die Zapfen der Sequoiadendron.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Oktober 2020, 18:56:09
Nein, in der Nähe der Spitze findet man das oft auch bei älteren Bäumen.
Bei älteren Topfpflanzen (5-10j.) treibt auch schon mal der Leittrieb durch einen Zapfen.
Wie alt/groß ist der deinige?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nox am 12. Oktober 2020, 20:59:37
Kurzzeitig hohes Grundwasser schadet nicht, aber zu lange ist tödlich. Man kann sich ein bisschen helfen, wenn man auf einen kleinen aufgeschütteten Hügel pflanzt.
VG Wolfgang

Überschwemmung droht an dieser Stelle nicht - sofern der Abfluss des Grabens offen bleibt (hinten im Bild). Auf dem gleichen Niveau wachsen Ilex, Eichen und Schlehen. Hoffe sie (Podocarpus, nicht Schlehen) werden gross.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nox am 12. Oktober 2020, 21:03:40
ähm ja, Bild. Ist hier (im Arbeiten im Oktober gepostet)
https://up.picr.de/39624454qd.jpg

sorry, heute klappt nix.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Oktober 2020, 21:13:38
Das sieht gut aus und ist - wenn der Abfluss funktioniert - kein Problem.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 12. Oktober 2020, 22:36:32
Nein, in der Nähe der Spitze findet man das oft auch bei älteren Bäumen.
Bei älteren Topfpflanzen (5-10j.) treibt auch schon mal der Leittrieb durch einen Zapfen.
Wie alt/groß ist der deinige?
Danke, sehr interessant!
Die zwei Größten sind wohl so 4-5m hoch, der Nächstrgrößere wohl 3-4m und dann noch zwei mit so 2m Höhe, gepflanzt hab ich die Größten 2012, waren Containerpflanzen, die wohl so 1,3m hoch waren.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tarokaja am 15. Oktober 2020, 21:06:27
Frisch ja, Staunässe nein.

Mein Pod. salignus steht am Steilhang recht trocken, auch wenn ich in der trockensten Zeit etwas wässere.
Frisch kann man dem aber kaum sagen... also denke ich, frisch scheint nicht unbedingt notwendig zu sein.
Aber das nutzt Nox mit ev. zu viel Nässe natürlich auch nicht wirklich.  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 15. Oktober 2020, 21:26:06
Meine steht recht trocken. Verträgt sie, aber der Zuwachs ist sehr bescheiden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: hjkuus am 16. Oktober 2020, 08:56:35
Hat jemand Erfahrung mit Agathis australis?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 16. Oktober 2020, 10:21:29
Bei mir früher im Topf bis -8°C draußen. Das war ungefähr die Grenze. In Bordeaux ausgepflanzt haben sie nicht überlebt. Das war  in den 80-igern/90-igern .
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 16. Oktober 2020, 10:47:47
Nicht mal im Tessin halten die es im Freiland aus.
Da muss man wohl schon nach SW-Irland oder nach Portugal.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 16. Oktober 2020, 10:58:44
Ich habe Agathis bisher nur in Irland gesehen und da auch nur ganz im Südwesten an der Küste.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 21. Oktober 2020, 21:40:54
...
Die zwei Größten sind wohl so 4-5m hoch, der Nächstrgrößere wohl 3-4m und dann noch zwei mit so 2m Höhe, gepflanzt hab ich die Größten 2012, waren Containerpflanzen, die wohl so 1,3m hoch waren.
Noch meine Sequoiadendron und Sequoia bildlich nachgereicht:

(https://up.picr.de/39695582od.jpg)

(https://up.picr.de/39695583wj.jpg)

(https://up.picr.de/39695584hp.jpg)

(https://up.picr.de/39695890tb.jpg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 22. Oktober 2020, 07:54:30
schön, die hohen fichten (fällen)FEHLEN halt im hintergrund :'(
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 22. Oktober 2020, 08:14:23
 ;D
Das seh ich anders.
Seit die seit 2018 weg sind, sind 2 Sequoias richtig durchgestartet.
Und der Nachbar über die Straße hatte ein regelrechtes Fichtenwäldchen - nach dem Sommer 2018 waren 8 braun, nach dem Sommer 2019 weitere 5 und jetzt seh ich von hier aus schon wieder 3 braune - wenn die weg sind, sind noch 3 übrig.
Borkenkäfer.
Der andere Nachbar hat auch noch 2 große, die Frage ist, wie lange.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 05. November 2020, 18:06:28
Pinus engelmannii, Saat vom Naturstandort erhalten. Die labgen hängenden Nadeln sehen super aus.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 05. November 2020, 18:14:57
Araucaria araucana, wächst sehr langsam bzw. kaum aber keine Winterschäden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 05. November 2020, 18:17:15
Cephalotaxus harringtonii oder sinensis. Habe beide  aus Saat gezogen und klein ausgepflanzt. Leider herrscht in meinen Unterlagen jetzt Unklarheit wo welches Exemplar ausgepflanzt wurde.
Die teilweise harten Winter in Polen machender Kopfeibe  auch nichts aus, ist aber etwas geschützt  (keine direkte Sonne und Wind).

Ich kann leider nur durch Uploads einzelne Bilder pro Post hochladen, auf die andere Art habe ich noch keine Möglichkeit (die eingebetteten links werden gelöscht)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 05. November 2020, 18:41:20
Ab 20 Posts kann man Bilder-Links posten  :)
Pinus engelmannii, Saat vom Naturstandort erhalten. Die labgen hängenden Nadeln sehen super aus.
Hat was von Vetter Itt  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 05. November 2020, 18:44:39
Musste googlen wer Vetter Itt ist, hab ich gar nicht gekannt ;D

Hier noch Pseudotaxus chienii, wächst hier sehr langsam aber keine Frostschäden. Steht geschützt.

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 05. November 2020, 20:46:22
Interessant, dass Pseudotaxus chienii in Polen noch wächst.
Hier hatte ich einen Bericht gefunden, in dem beschrieben wird, dass Jungpflanzen in Freiburg bei -15°C abgestorben sind.

Deswegen hatte ich mich erst einmal dagegen entschieden, P. chienii bei mir auszuprobieren, weil mein Grundstück doch noch einmal einiges kühler ist als Freiburg im Breisgau.

Sind die Jungpflanzen im Winter noch unter der Schneedecke geschützt?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 05. November 2020, 20:58:12
Hier hält Pseudotaxus bislang durch, ist aber noch klein.
In der Nähe steht ein etwas größeres Exemplar oberhalb von Freiburg auf ca. 700 m, das fruchtet.
Da ist "Schneeschutz" eher gegeben als hier unten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 05. November 2020, 21:15:15
Araucaria araucana, wächst sehr langsam bzw. kaum aber keine Winterschäden.

Davon habe ich auch ein paar gepflanzt. Die meisten sind auch eher sehr langsam bis langsamwüchsig. Ich hoffe, dass die noch etwas zulegen, wenn sie etwas größer und besser eingewurzelt sind. Sind Araukarien nicht eher was für ozeanisches Klima?
Cephalotaxus hätte ich grundsätzlich als härter eingeschätzt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 05. November 2020, 22:24:29
...Sind Araukarien nicht eher was für ozeanisches Klima?
...
Luxemburg ist jetzt noch nicht soooo ozeanisch....  ;)

...
Beide Bäume sind meiner Meinung nach altersmäßig nicht weit auseinander, der Friedhofsbaum hatte schon in den 70ern eine gewisse Größe, das Haus ist typisch 60er bei uns.

Hier die Friedhofs-Araucaria, der Friedhof liegt auf einer Hügelkuppe, recht windig, der Baum kriegt immer die volle Morgensonne ab, auch im Winter, wahrscheinlich keine Pflege/Düngung, ich glaub, früher stand flächig ein breitwachsender Wacholder drunter (ist allerdings doch schon gut 6-7m hoch und nicht 4, wie ich hier in meinem letzten Post schrieb  ::) ):

(http://up.picr.de/14154751wj.jpg)

(http://up.picr.de/14154790mb.jpg)

(http://up.picr.de/14154789kl.jpg)

Und hier die "Vorgarten"-Araucarie, geschützter, wohl auch besser gepflegt:

(http://up.picr.de/14154764fg.jpg)

(http://up.picr.de/14154749vu.jpg)

Und Wuppertal auch nicht  :)

Hallo allerseits,
anbei ein paar Bilder aus dem Staatsforst Burgholz in Wuppertal - da gibt es einen Hang, der 1982 im 2,5x2,5m-Verband mit Araucarien bepflanzt wurde, 1,2 Hektar, nähere Details dazu und vielen anderen Baumarten, die dort unter forstwissenschaftlichen Gesichtspunkten angepflanzt wurden gibt es auf der Seite http://www.wpz-burgholz.de/?page_id=10
in der "Broschüre Arboretum"-PDF.

Einige der älteren dort stehenden Bäume fruchten - bin mal gespannt, ob es da Nachwuchs gibt  :o

Leider ist der Hang nicht so gut einsichtig, ich musste erst ein Stück raufkraxeln und stand dann gleich im Araucarien-Wald - von oben bekommt man auch keinen Gesamtblick, aber ich hoffe, die Fotos geben einen ersten Eindruck von diesem seltsamen "Wald"  ;D

(http://up.picr.de/15465218mt.jpg)

(http://up.picr.de/15465219gu.jpg)

(http://up.picr.de/15465220ds.jpg)

(http://up.picr.de/15465221mc.jpg)

(http://up.picr.de/15465237fg.jpg)
...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 06. November 2020, 01:24:18


Zitat von: Wild Obst link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3585167#msg3585167 date=1604605582]
Interessant, dass Pseudotaxus chienii in Polen noch wächst.
Link entfernt!1 hatte ich einen Bericht gefunden, in dem beschrieben wird, dass Jungpflanzen in Freiburg bei -15°C abgestorben sind.

Deswegen hatte ich mich erst einmal dagegen entschieden, P. chienii bei mir auszuprobieren, weil mein Grundstück doch noch einmal einiges kühler ist als Freiburg im Breisgau.

Sind die Jungpflanzen im Winter noch unter der Schneedecke geschützt?

Pseudotaxus ist seit ca 5 Jahren ausgepflanzt. Für die Winter habe ich keine speziellen Maßnahmen ergriffen und nicht extra geschützt also eher sich selbst überlassen. Der Standort ist geschützt d.h. keine direkte Wintersonne und kein direkter Wind. Schnee in großen Mengen wird zunehmends zur Mangelware aber wenns länger schneit dann ist er zu 2/3 sicher unter dem Schnee begraben, doch je später der Winter wird desto weniger Schnee haben wir und es kommt zu mehr Kahlfrost.

Cephalotaxus sind mehrere ausgepflanzt und alle haben keine Probleme genauso auch Cunninghamia problemlos und mittlerweile die größte ca 2m hoch. Hier habe ich nur ein paar Ausfälle durch Wildverbiss. Und jetzt suchen uns Wildschweine heim  :-X

Die Araucaria hat große Konkurrenz denke ich, in ihrem Umfeld wachsen ein paar große Birken. Das könnte unter Umständen auch ein Faktor sein wieso sie soo langsam wächst.

Der Standort ist Powiat Brzeski in Polen.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 06. November 2020, 07:53:09
Bei allem darf man nicht vergessen, dass die letzten Winter recht mild waren. Selektiert haben noch die Jahre 2009 bis 2012. Danach waren fast nur noch Spätfröste ein Thema. Araucaria kommt mit tieferen Temperaturen ganz gut zurecht. Was in jungen Jahren sehr entscheidend ist, keine starke Wintersonne bei gefrorenem Boden. Das gibt Ausfälle . Also immer beschatten oder in den Schatten pflanzen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 06. November 2020, 08:04:52
Der Spätfrost 2017 hat hier in Badenweiler eine mehrere Jahrzehnte alte Araukarie umgebracht, die an einem der am besten geschützten Standorte dort stand: mit Schutz vor Wintersonne innerorts direkt an einem Teich, der von Thermalwasser gedpeist wird und niemals zufriert.
Was mich nach wie vor wundert, ist die Winterhärte von Podocarpus macrophyllus. Selbst 2012 hatte ich hier keinen Ausfall, während Wolfgang ja andere Erfahrungen berichtet hat.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 06. November 2020, 09:13:04
...Sind Araukarien nicht eher was für ozeanisches Klima?
...
Luxemburg ist jetzt noch nicht soooo ozeanisch....  ;)
...
Und Wuppertal auch nicht  :)

Aber immernoch deutlich ozeanischer/weniger kontinental als einige andere Regionen in Deutschland oder gar Polen. Ende OT.

Jedenfalls ist es beruhigend, dass einiges, was ich bei mir gepflanzt habe, auch in vermutlich noch deutlich kontinentalerem Klima noch wächst. Das entspannt mich etwas.

Zurück zu Araukarien: Ich hatte bei meinen ausgepflanzten (damals selbstgezogene 1-2-jährige Sämlinge) nach 1-2 Jahren etwa 50% Ausfall. Ich vermute, dass es meist eher an der Trockenheit bzw. Konkurrenz gelegen hat, als an Winter- und Spätfrost, weil sie jeweils eher im Sommer gestorben sind. Mehrere sind auch von Mäusen geringelt oder ganz abgefressen worden, was dann im Winter passiert ist. Zwei Stück muss ich auch immer wieder aus Falllaub ausgraben, das sich genau am Standort sammelt, aber das haben sie bisher auch noch immer überstanden.

Und an exotischeren Koniferen habe ich sonst noch Torreya und Cephalotaxus, die auch recht gut wachsen. Allerdings habe ich die auch erst seit letztem Jahr und der letzte Winter war ja nicht ernstzunehmen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 06. November 2020, 11:04:43
Oft spielen viele Faktoren eine Rolle oder sogar zusammen. Bei mir auch. Deswegen immer gut, mehrere Pflanzen zu setzen, damit ein Teil übrigbleibt. Auch ganz wesentlich ist das Kleinklima.
Bei uns ist auch vor Jahren eine sehr große, alte Araucarie eingegangen. Ich kenne mich da zu wenig aus, könnte mir aber vorstellen, dass auch ein Pilz sie dahingerafft hat.
Mein Podocarpus macrophyllus war im Topf ( das kann auch eine Rolle spielen ) und vor 20/25 Jahren waren die Winter noch erheblich kälter. Vielleicht sind auch die heute angebotenen schon härtere Auslesen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 06. November 2020, 11:22:27
Kleinklimatisch steht die jedenfalls nicht gut:

(http://up.picr.de/14154790mb.jpg)

Der Blick in die Landschaft dahinter geht nach Südosten, der Friedhof liegt auf einer Hügelkuppe, immer windig, immer sonnig, eben auch im Winter morgens.
Ich kenn den Baum seit Anfang der 80erjahre, da war er vielleicht 2m hoch.

Meine 2011 gepflanzten Araucarien im Fossilienhain wachsen auch sehr, sehr langsam, allerdings andere Arten wie die Ginkgos dort auch - ich hab da immer den Leitsatz von StephanHH im Ohr, so sinngemäß: Koniferen brauchen so 8 Jahre, in denen fast nix passiert, dann legen sie aber richtig los.
Cephalotaxus ist bei mir super-unkompliziert und wüchsig, sowohl im tiefen Schatten als auch in praller Sonne, da allerdings immer leicht gelblichgrün, Cunninghamia lanceolata ist bei mir 2018 vertrocknet.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 06. November 2020, 15:45:44
Zu guter Letzt darf man auch nicht die Genetik vernachlässigen. Am Anfang ( 60-iger / 70-iger ) gab es viele Araucariensamen, die im Tiefland gesammelt wurden. Davon hieß es , dass viele kaum winterhart seinen. Leider habe ich von damals keine Unterlagen mehr, denn Karl Fuchs, aber auch Arboretum Hörsholm in Dänemark machten Selektionsversuche. Später kamen dann viel mehr im Hochland gesammelte Samen in den Verkauf. Vielleicht sind das heute diejenigen, die problemlos gedeihen. Vielleicht gibt es noch etwas im Internet. Ich habe damals Karl Fuchs oft besucht und seine vielen Araucariensämlinge bewundert ( es waren auch sehr kleinnadlige , Säulen und gelbnadlige dabei ) und auch ca.  20 Provenienzen vom Arboretum Hörsholm erhalten. Aber leider sind mir die Unterlagen durch mehrere Umzüge abhanden gekommen.
VG wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: O'Grodnick am 06. November 2020, 21:43:46
Pinus engelmannii, Saat vom Naturstandort erhalten. Die labgen hängenden Nadeln sehen super aus.
Toll! Erfolg mit dieser sehr, sehr seltenen Pflanze im unseren Land.

MfG,
Tomasz aus Westpommern
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 08. November 2020, 20:42:16
In Copton Ash hatte sie mich seinerzeit begeistert. Letztes Jahr lief mir eine über den Weg. Auch wenn's nur im Kübel und auf Zeit geht, musste ich da natürlich zugreifen. Dieses Jahr zeigt sie schon die hängenden Nadeln.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=749749;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 09. November 2020, 01:18:55
Zitat von: Hausgeist link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3586930#msg3586930 date=1604864536]
In Copton Ash hatte sie mich seinerzeit begeistert. Letztes Jahr lief mir eine über den Weg. Auch wenn's nur im Kübel und auf Zeit geht, musste ich da natürlich zugreifen. Dieses Jahr zeigt sie schon die hängenden Nadeln.

(http://[b]Link entfernt![sup]1[/sup][/b]-[b]Link entfernt![sup]1[/sup][/b]/[b]Link entfernt![sup]1[/sup][/b]?action=dlattach;topic=49464.0;attach=749749;image)

Pinus patula sieht hervorragend aus, falls P. engelmannii für dich eine Alternative zum auspflanzen ist man kann bei einem der größeren Händler Saatgut bereits kaufen. Dauert halt länger die Anzucht.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 09. November 2020, 07:27:16
Die hat aber straffere Nadeln und geht eher in Richtung P. jeffreyi, oder? Da habe ich ja bereits die 'Joppi'. ;)

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=749791;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 09. November 2020, 07:48:58
Pinus engelmanni dürfte in Hausgeisthausen nicht ausreichend winterhart sein.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Kuhfellchen am 09. November 2020, 10:01:09
Bei uns ist letzte Woche eine Pinus Pinea Silver Crest eingezogen und vor einigen Wochen eine japanische Schirmtanne.
Letztere ist noch sehr, sehr klein. Beide stehen für die nächsten Jahre in Kleinkübeln plus entsprechendem Winterschutz.

Sollten drastische Minusgrade bevorstehen sind sie schnell ins Winterquartier verräumt.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 09. November 2020, 12:09:51
Die Jap. Schirmtanne ist absolut winterhart. Die kann man auspflanzen. Bei Pinus pinea  hängt es vom Kleinklima ab, aber wenn die Winter weiterhin so wie die letzten Jahre bleiben, ist das auch kein Problem. Ausgepflanzt die ersten Jahre bei Bedarf etwas anhäufeln mit Schnee oder Reisigschutz.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 09. November 2020, 12:21:51
Zitat von: Bristlecone link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3587065#msg3587065 date=1604904538]
Pinus engelmanni dürfte in Hausgeisthausen nicht ausreichend winterhart sein.

Ja das hängt natürlich viel von den Verhältnissen vor Ort ab und wie die Winter sein werden. Meine ausgepflanzten in 6a/6b schlagen sich bisher sehr gut, ich hoffe ich verschrei es jetzt aber nicht  :D

Zitat von: Hausgeist link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3587064#msg3587064 date=1604903236]
Die hat aber straffere Nadeln und geht eher in Richtung P. jeffreyi, oder? Da habe ich ja bereits die 'Joppi'. ;)

Hier auf der Seite 81 habe ich ein Bild meiner reingestellt, sie hat auf jeden Fall längere und hängende Nadeln als P. jeffreyi  :)
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 15. November 2020, 19:06:25
Zitat
Ja das hängt natürlich viel von den Verhältnissen vor Ort ab und wie die Winter sein werden. Meine ausgepflanzten in 6a/6b schlagen sich bisher sehr gut, ich hoffe ich verschrei es jetzt aber nicht  :D

Hui, dann war es aber mild in den letzten Jahren bei euch. Die ist eigentlich für 8a, mehr geht kaum bei mexikanischen Kiefern. Natürlich ist Daumendrücken angesagt  ;)

Hier zeigt Pseudotaxus chienii vorherrschend geteilte Samenmäntel, ich denke, so häufig ist das nicht zu sehen.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=750746;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 15. November 2020, 19:36:07
Zitat von: sequoiafarm link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3590353#msg3590353 date=1605463585]
Zitat
Ja das hängt natürlich viel von den Verhältnissen vor Ort ab und wie die Winter sein werden. Meine ausgepflanzten in 6a/6b schlagen sich bisher sehr gut, ich hoffe ich verschrei es jetzt aber nicht  :D

Hui, dann war es aber mild in den letzten Jahren bei euch. Die ist eigentlich für 8a, mehr geht kaum bei mexikanischen Kiefern. Natürlich ist Daumendrücken angesagt  ;)

Hier zeigt Pseudotaxus chienii vorherrschend geteilte Samenmäntel, ich denke, so häufig ist das nicht zu sehen.

Milder ja, aber Temperaturen zwischen -15° bis -20° kommen doch jedes Jahr vor. Die Samen wurden in höhren Gebirgslagen gesammelt habe auch den genauen Ort muss in den Unterlagen nachsehen  :)

Wie lange hat den dein Pseudotaxus gebraucht bis die "Zapfen" das erste mal gebildet worden sind? Habe noch ein zweites ca 1m hohes Exemplar mit schönem Haupttrieb im Topf doch auf den weißen Schmuck werde ich hier wohl noch länger warten müssen  :)
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht

Da Pseudotaxus zweihäusig ist werden die Samen hier vermutlich nicht fertil sein?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 15. November 2020, 19:45:23
Zitat
Die Samen wurden in höhren Gebirgslagen gesammelt habe auch den genauen Ort muss in den Unterlagen nachsehen  :)

Ja, das wäre interessant. Aber du warst in Mexiko, nicht New Mexico oder Arizona?

Zitat
Wie lange hat den dein Pseudotaxus gebraucht bis die "Zapfen" das erste mal gebildet worden sind? Habe noch ein zweites ca 1m hohes Exemplar mit schönem Haupttrieb im Topf doch auf den weißen Schmuck werde ich hier wohl noch länger warten müssen  :)

Die Pflanze dürfte etwa 15 Jahre alt sein, brachte aber schon vor 5 Jahren Samen hervor. Es kommt auch immer drauf an, ob Steckling/Veredelung (schneller) oder Sämling (langsamer).
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 15. November 2020, 19:51:58
Zitat
Da Pseudotaxus zweihäusig ist werden die Samen hier vermutlich nicht fertil sein?

Man müsste schon selber aussäen und Gruppen pflanzen. Ich nehme an, dass die Art vegetativ vermehrt und angeboten wird, oft gibt es urprünglich dafür nur wenige Mutterpflanzen, da würde ich auch eine weibliche wählen wegen der Chance auf Arillus-Bildung.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nox am 15. November 2020, 22:43:53
Meine Tochter hat sich in eine Abies koreana Kohout's Icebreaker verguckt.
Wo würdet Ihr Spezialisten so ein Kleinod bestellen ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 15. November 2020, 22:50:34
Bei Kohout? ;) Ansonsten wohl bei Hachmann.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nox am 15. November 2020, 23:22:38
Ja, danke !
War irgendwie zu einfach für mich, um selber draufzukommen.

Sag mal, müssen die Gartenzwerge in und um Berlin jetzt auch Mund-Nasen-Schutz tragen ? Wo hast Du denn DEN aufgetrieben.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 16. November 2020, 06:25:27
Die Staudengärtnerei Manig schickte einst einen Vertreter zu einem Pur-Treffen.  ;D Und natürlich muss der auch Maske tragen. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Nox am 16. November 2020, 08:57:18
Da hast Du aber nette Freunde !
Und ja, dort kennt man auch Gartenzwerge.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 20. November 2020, 20:35:38
Zitat von: sequoiafarm link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3590380#msg3590380 date=1605465923]
Zitat
Die Samen wurden in höhren Gebirgslagen gesammelt habe auch den genauen Ort muss in den Unterlagen nachsehen  :)

Ja, das wäre interessant. Aber du warst in Mexiko, nicht New Mexico oder Arizona?

So habe in meinen alten Email Verläufen nachgesehen und die Quelle ist in Durango, Mexiko. Genaueres konnte ich leider nicht mehr finden  :-\

Zitat von: sequoiafarm link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3590389#msg3590389 date=1605466318]
Zitat
Da Pseudotaxus zweihäusig ist werden die Samen hier vermutlich nicht fertil sein?

Man müsste schon selber aussäen und Gruppen pflanzen. Ich nehme an, dass die Art vegetativ vermehrt und angeboten wird, oft gibt es urprünglich dafür nur wenige Mutterpflanzen, da würde ich auch eine weibliche wählen wegen der Chance auf Arillus-Bildung.

Absolut eine weibliche wegen den weißen "Beeren". Doch eine Chance keimfähige Samen zu bilden wäre auch interessant zum weitervermehren  :D
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 21. November 2020, 16:57:57
@ApachePine:

vielen Dank, Durango liegt schon recht hoch. Aber ob es dort zweistellige Minusgrade gibt?
Egal, drücke weiter die Daumen. Habe auch eine, aber noch nicht groß genug für draußen.

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: StephanHH am 01. Dezember 2020, 21:06:08
Heute Larix griffithii gepflanzt.  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 02. Dezember 2020, 07:48:17
das dauert noch bis du da einen nistkasten aufhängen kannst ;)
den baum muss ich erst gugln
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 06. Dezember 2020, 00:05:12
Habe gestern bemerkt dass meine ca 10 Jahre alte Metasequoia bereits viele Zapfen hat  :D
In unerreichbarer Höhe da brauch ich bereits eine Leiter  :D

(https://i.imgur.com/yUIRJm6.jpg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2020, 14:07:23
Taiwania c. vor 3 Jahren gepflanzt und jetzt schon 2,5m hoch
Jeder der schon mal eine Taiwanie als Seitentriebsteckling hatte, weiß wie  kontinuierlich man sie stäben muss.
Winerschutz ist schon ferig :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2020, 14:09:52
.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2020, 14:17:07
Araucaria angustifolia.
Vor 2 Jahren gepflanzt und relativ schnell wüchsig. Interessant ist ,dass das Wachstum im Spätsommer anfängt und sich bis in den späten Herbst, bis zum Frost durchzieht.
Wahrscheinlich Aufgrund der umgekehrten Jahresnzeiten.
Bis jetzt keine Schäden zu sehen. Viele haben mir vor der Pflanzung abgeraten, jedoch  steht sie sehr geschützt ,quasi von Häusern eingeschlossen. Wind ist bis 6 Meter höhe kein Thema.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2020, 14:18:19
.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2020, 14:21:30
Phyllocladus sp(?)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2020, 14:22:27
.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2020, 14:28:57
Athrotaxis selaginoides.
Absolute Rarität, habe ich noch nie vorher in DE gesehen. Falls sie größer wird, werde ich Stecklinge machen lassen.
Dieses Jahr gepflanzt, extrem geschützte Lage.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 06. Dezember 2020, 14:29:54
.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 06. Dezember 2020, 16:44:51
Ich drücke dir die Daumen, dass wir keinen Winter mehr wie 2009 bis 2012 bekommen werden. Da sind mir sehr viele dieser Grenzgänger erfroren. Angustifolia hat jedenfalls in Bordeaux nicht ausgehalten. Phyllocladus und Taiwania kann besser klappen, vor allem wenn größer. Da gibt es etliche Beispiele von größeren Exemplaren  in Deutschland.  Dein  Athrotaxis halte ich nicht für selaginoides. Ich hatte früher alle 3 Arten und selaginoides hat längere Nadeln. Ich würde auf  laxifolia  tippen. Ist auf jeden Fall öfter im Handel als selaginoides.  Die Nadeln von cupressoides sind noch kürzer. ( soweit über Computer erkennbar ).  Bis ca. -12°C, vielleicht auch noch ein paar Grad mehr, im entsprechendem Kleinklima auch gut aushaltbar.
Mit optimalem Schutz klappt natürlich alles soweit der Schutz reicht.
Viele Erfolg und sehr schöne Pflanzenschätze.
VG Wolfgang
P.S. Wenn du " selaginoides " aus ganz sicherer Quelle hast, dann vergiss meine Anmerkung.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 06. Dezember 2020, 22:25:47
Die Taiwania hast du sehr gut hingekriegt, ich habe einen Schwesterbaum von Böhlje, aber nicht ganz so konsequent angeleint. Außerdem noch einige Sämlinge ausgepflanzt, aber die wachsen arg lahm (der beste Beweis, dass es sich nicht um Cryptomeria handelt).

A. angustifolia hier auch ohne Schutz überwintert, die größere hat jetzt 1,5m. Gleich alte araucana wäre jetzt 20cm...

Beim Phyllocladus würde ich auf aspleniifolius tippen. Wohl nicht so hart wie alpinus, aber sehr hübsch.

Athrotaxis sieht in der Tat A. laxifolia viel ähnlicher. Habe jetzt auch eine kleine Jungpflanze von A. sel., eigentlich nicht zu verwechseln. Kann sein, dass die Nadeln je nach Alter etwas in Form und Festigkeit variieren (?)
.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 07. Dezember 2020, 12:56:20
Noch mal zum Thema Athrotaxis.
Detailansichten der eigenen Exemplare, zuerst A. cupressoides:
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=752848;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 07. Dezember 2020, 12:57:23
A. laxifolia:
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=752850;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 07. Dezember 2020, 13:00:36
und A. selaginoides. Wenn man sie selber hat, wird klar: die Art ist eigentlich unverwechselbar durch die dicken Stomatastreifen auf den stark abstehenden Nadelblättern. Noch viel zu klein zum auspflanzen, aber immerhin...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=752854;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 07. Dezember 2020, 18:05:33
Danke Micha für die Detailaufnahmen deiner Pflanzen, die genau das veranschaulichen, was ich ausdrücken wollte.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Lithocarpus am 09. Dezember 2020, 22:59:29
Hallo Sequoiaxf,

schöne Sachen hast Du da, dein Phyllocladus ist trichomanoides, dürfte in der Härte bei -10 bis -12 einzuordnen sein. Der tasmanische asplenifolius ist durchaus härter als dieser, dürfte aber nur noch vom neuseeländischen alpinus geschlagen werden, der seine Härte schon bis etwas unter -20 klargemacht hat. Voraussetzung ist natürlich schon eine geeignete Herkunft und etwaige Vorselektion. Der Arktisch Alpine Garten in Chemnitz hat sich darum schon verdient gemacht. Ich drücke die Daumen für alle Araucaria angustifolia in den Gärten.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 11. Dezember 2020, 15:25:37
Heute bekam ich von Enneking eine schöne Pinus bungeana 'Rowe Arboretum'. Diese Sorte war mir bis vor kurzem völlig unbekannt, sie ist aber durch einen wesentlich kompakteren Wuchs, als die Art, durchaus interessant. Und geduftet hat's beim Auspacken auch ganz herrlich.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=753078;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 11. Dezember 2020, 20:30:45
Wat nich all jibt!
Wird bestimmt hübsch, hoffentlich wächst sie nicht zu buschig, man muss ja auch das bunte Stämmchen sehen können.
Und nimm die Euphorbia weg, das sieht ja bedrohlich aus!  ;)
.
Unsere Tempelkiefer scheint sich leider verabschiedet zu haben  :'(
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 11. Dezember 2020, 20:46:37
Und nimm die Euphorbia weg, das sieht ja bedrohlich aus!  ;)

 ;D Da war der Topf ja nur mal kurz für's Foto abgestellt. ;) Auf den Wuchs bin ich auch gespannt. Wenn es zu buschig wird, hilft die Felco.

Unsere Tempelkiefer scheint sich leider verabschiedet zu haben  :'(

Schade! Das ist jetzt auch mein drittes Exemplar. Bei meiner ersten wurden mir durch eine Panne beim Versender zwei Exemplare geliefert. Eins ging ziemlich schnell ein, das zweite murkelt äußerst leidlich vor sich hin, hatte evtl. einen Pilz und dadurch den Haupttrieb verloren. Ein paar grüne Zweige gibt es noch. Aber ob das nochmal eine ansehnliche Kiefer wird...

Die hier sieht nun sehr manierlich aus. :)

Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 11. Dezember 2020, 21:00:53
Zitat
;D Da war der Topf ja nur mal kurz für's Foto abgestellt.

Aus fototechnischen Gründen sind Euphorbias "Bokeh-Killer", in dieser Hinsicht hast du also einen GAU produziert.  ;D
Aber Quatsch, auch ein schönes Teil!  :)

Über Kiefern und Pilzbefall könnte man Thriller-Romane schreiben. Hier ist der Boden voller Hallimasch und vor Jahren stand hier noch Deutschlands dickste P. parviflora. Aber man kanns nicht lassen. Fortsetzung folgt...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 11. Dezember 2020, 21:18:32
Frei nach dem Motto "Das muss doch irgendwie gehen...!".  ;D

Wobei - ich hatte Ende der 90er Pinienzapfen aus der Toskana mitgebracht, einige Kerne ausgesät und es wurden mannshohe Exemplare. Als dann ein richtiger Winter kam, war ich bedient und hab's nicht nochmal versucht.

Ha... ich habe sogar noch ein Foto, wo die drauf sind.

(http://s22.postimg.cc/kkb0qq0bl/09_08_09_10.jpg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 19. Dezember 2020, 13:39:15
Hallo Sequoiaxf,

schöne Sachen hast Du da, dein Phyllocladus ist trichomanoides, dürfte in der Härte bei -10 bis -12 einzuordnen sein. Der tasmanische asplenifolius ist durchaus härter als dieser, dürfte aber nur noch vom neuseeländischen alpinus geschlagen werden, der seine Härte schon bis etwas unter -20 klargemacht hat. Voraussetzung ist natürlich schon eine geeignete Herkunft und etwaige Vorselektion. Der Arktisch Alpine Garten in Chemnitz hat sich darum schon verdient gemacht. Ich drücke die Daumen für alle Araucaria angustifolia in den Gärten.

danke für die Aufklärung bezüglich des Phyllocladus. Da er/sie ziemlich geschützt steht blicke ich positiv in die Zukunft.
Die Araucaria angustifolia kann man als Experiment für die Allgemeinheit ansehen. Hoffen wir das Beste ^^
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 19. Dezember 2020, 13:42:26
Pinus sylvestris 'Anny's Wintersun' leuchtet jetzt zunehmend.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=753568;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Dezember 2020, 13:59:05
Hallo Sequoiaxf,

schöne Sachen hast Du da, dein Phyllocladus ist trichomanoides, dürfte in der Härte bei -10 bis -12 einzuordnen sein. Der tasmanische asplenifolius ist durchaus härter als dieser, dürfte aber nur noch vom neuseeländischen alpinus geschlagen werden, der seine Härte schon bis etwas unter -20 klargemacht hat. Voraussetzung ist natürlich schon eine geeignete Herkunft und etwaige Vorselektion. Der Arktisch Alpine Garten in Chemnitz hat sich darum schon verdient gemacht. Ich drücke die Daumen für alle Araucaria angustifolia in den Gärten.

danke für die Aufklärung bezüglich des Phyllocladus. Da er/sie ziemlich geschützt steht blicke ich positiv in die Zukunft.
Die Araucaria angustifolia kann man als Experiment für die Allgemeinheit ansehen. Hoffen wir das Beste ^^
Und ich finde das klasse!
Neugier und Experimentierlust bringen im Großen die Welt und im Kleinen das Gärtnern voran  :D

Zumal auch das vermeintlich Sichere, Pflegeleichte, Unkomplizierte sich grad ändert....

(https://up.picr.de/40116423tb.jpeg)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 20. Dezember 2020, 15:02:51
Absolut deiner Meinung @Gartenplaner :)
 
Kennt sich jemand mit Torreya aus? Wenn ja werde ich Bild zum bestimmen senden.
 Ich habe vermeintlich Torreya californica, nucifera und taxifolia.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 20. Dezember 2020, 16:20:13
Das ist auch mit Foto schwierig, T. californica sollte aber im Schnitt längere Nadeln haben als die beiden anderen (ca. 5 cm zu jeweils ca. 3 cm).
Evtl. würde man mit Arillus/Samen weiterkommen, aber auch da T. nucifera und T. taxifolia sehr ähnlich...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 20. Dezember 2020, 16:56:11
Wirklich auskennen tu ich mich nicht mit Torreya, aber ich habe auch ein paar gepflanzt: T. nucifera, T. californica, und T grandis. Außerdem habe ich mir Torreyas vor der Anschaffung mal in verschiedensten botanischen Gärten angesehen.

Bei meinen gekauften hat T. californica definitiv die längsten und breitesten Nadeln ungefähr um 5 cm x 3-3,5 mm), die auch noch sehr dicht sitzen während T. nucifera und grandis eher nur 3 cm lange Nadeln haben bei vielleicht 2-3 mm Breite. Bei T. grandis sehen die Nadeln auch noch irgendwie weicher oder dünner aus.

In Botanischen Gärten/Arboreten habe ich allerdings auch schon T. californica Triebe mit nur 2cm langen Nadeln gesehen, das waren dann Stockausschläge einer Riesentorreya (in Bonn) oder Pflanzen in dichtem Schatten (Burgholz bei Wuppertal). Die Nadeln der einzigen T. taxifolia, die ich gesehen habe, waren auch in Bonn. Ich habe sie ungefähr so zwischen T. nucifera und T. grandis in Erinnerung, also eher einen kleinen Tick kleiner/dünner als die Nadeln von T. nucifera, aber das kann auch daran liegen, dass es noch relativ kleine, schwachwüchsige Stecklingspflanzen aus Seitentrieben waren, ohne Terminaltrieb.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:34:45
Dieser Thread droht auf Seite 3 abzurutschen. Ich hau mal ein paar Fotos raus  ;)

Beginnen wir bei den großen. Ein bisschen Schnee und Sonne kommt hier selten zusammen.
Kein Schneebruch bei den Redwoods, der höchste (rechts vorne) hat jetzt 40m.
Ganz unten ragt eine Araucaria angustifolia mit Schneemütze bereits über die Front vom Gewächshaus.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757349;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:38:29
Manchmal fällt das Licht hier passend hinein, Dicksonia mit Puderzucker.
Links steht ein ca. 20 Millionen Jahre altes schwarzes Sequoia-Stammfragment aus dem Tagebau.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757351;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:41:31
Die Wollemias überwintern ungeschützt, die große fängt wenig Schnee, es droht kaum Schneebruch.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757353;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:44:34
Die kleinere fängt mehr Schnee, aber der ist bei Bedarf schnell abgeschüttelt.
Die Nadeln werden bei Frost zäh und hart.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757355;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:47:16
Fitzroya hat sich durch den Nassschnee kaum durchgebogen, obwohl sehr schlank.
Wächst nach wie vor gut, dieses Jahr wieder 40cm.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757357;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:49:32
Phyllocladus alpinus wächst seit Jahren kaum, leidet aber anscheinend auch nicht.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757359;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:52:55
Fokienia hodginsii hat sehr dekorative Nadeln. Sieht gesund aus, ist aber noch etwas zu jung für den Winter.
In 2 Jahren vielleicht...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757361;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:57:05
Die neukaledonischen Schätzchen müssen es im Gewächshaus schaffen. Ich versuche die Temperatur nicht unter 5 Grad fallen zu lassen.
Retrophyllum minus fühlt sich als Fotomodell anscheinend wohl und wächst ordentlich.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757363;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:59:40
Noch sehr empfindlich sind Neocallitropsis pancheri und Dacrydium guillauminii.
Aber es scheint vorerst gutzugehen und es macht Freude, genau hinzuschauen...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757365;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 25. Januar 2021, 20:09:07
 :D :D :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Alstertalflora am 25. Januar 2021, 20:13:17
Manchmal fällt das Licht hier passend hinein, Dicksonia mit Puderzucker.
Links steht ein ca. 20 Millionen Jahre altes schwarzes Sequoia-Stammfragment aus dem Tagebau.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=757351;image)

So ein schönes Foto  :D!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: AndreasR am 25. Januar 2021, 20:15:38
Herrlich, Deine Schätze! Und ja, das Foto mit der Dicksonia hat etwas majestätisches an sich. :D Die letzten Winter ließen ja zum Glück kaum Sorgen aufkommen, und bei Dir im Wald wird sicher auch der eisige Nord-Ost-Wind, der bei Kälteeinbrüchen hier durchs Tal fegt, ordentlich gebremst. Aber ich hoffe, Du hast für Fitzroya und Co. Winterschutz parat - bei der großen Wollemie dürfte das mittlerweile ja schwierig werden...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 20:29:06
Merci vielmals  :)

Tja, wenn hier minus 15 Grad drohen, bekomme ich Probleme, aber ich glaub nicht dran. Da die große Wollemia einen gewissen Wert darstellt, liegt ein Winterschutz bereit, ein 4m-Überwurf aus kräftigem Vlies plus Stromanschluss für Frostwächter. Nächstes Jahr wird das Bäumchen aber schon über 4m haben...

Mal schauen, was die ausgepflanzte Araucaria bidwillii macht, wir haben sie als Spende erhalten, sie ist sicher einige Jahrzehnte alt und 2,5m hoch und 2m breit. Ohne Winterschutz keine Chance, das ist ein ziemlich großes Konstrukt geworden, liegt allerdings halb auf dem Gewächshaus auf und profitiert von der Abwärme. Bin gespannt, wie das Bäumchen im Mai aussieht.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: tomma am 25. Januar 2021, 20:51:11
Grandios, was Du alles zusammengetragen hast und auch noch aufs Feinste päppelst!  :D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 26. Januar 2021, 16:34:57
Super Bilder! Die Sämlinge sehen ebenfalls gesund aus ich drücke die Daumen  :)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 26. Januar 2021, 17:04:35
Versuchen wir es mal  ;) Gibt es hier einen stolzen Besitzer der bristlecone hemlock? Oder kennt wer Exemplare in Europa?
Scheint seltener als Cathaya zu sein. In den Staaten hatte vor einiger Zeit mal plantdelights die Art zum Verkauf, doch leider nicht mehr und auf Nachfrage ist kein Nachschub geplant.

Sonst wird die Art im BoGa Edinburgh kultiviert aber vermutlich noch klein? und hinter Verschluss.
.
In diesem Thread findest du zu Nothotsuga mit der "erweiterten Suche" mehrere Beiträge zu dem Thema.  ;)
.
Ich hatte vor einiger Zeit auch bei Plant Delights angefragt, ob sie ein Exemplar mit "Ausfuhrpapieren" an jemand in USA liefern könnten, der sie mir dann im Flieger mirgebracht hätte.
Hab nie ne Antwort bekommen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 26. Januar 2021, 17:12:10
Fokienia hodginsii hat sehr dekorative Nadeln. Sieht gesund aus, ist aber noch etwas zu jung für den Winter.
In 2 Jahren vielleicht...
Da bin ich gespannt.
Nimsch hatte damit in Günterstal wohl nie dauerhafte Erfolge.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: ApachePine am 26. Januar 2021, 17:55:43
@Bristlecone danke für den Tipp! Ich hatte zwar die Suchfunktion genutzt und vor meinem Beitrag nur ein Ergebnis gefunden, jetzt im em Thread natürlich mehr. Ich muss mich mal sowieso durch den Thread lesen da gibts genug interessante Infos  ;)

Da bin ich jetzt auf deinen alten Beitrag gestoßen, besteht noch Interesse deinerseits Nothotsuga Saat zu bestellen? Ich denke weitere Interessenten zu finden wäre nicht das Problem, sondern eher ob es sich wirklich um die Art handeln wird  ;D

Der Beitrag liegt schon länger zurück aber falls du trotzdem zu den Kiefern Infos zu Exemplaren suchst empfehle ich den "Kiefernspezi" ma zu kontaktieren, neben seiner Website ist er auch im Baumkunde Forum aktiv.
https://kiefernspezi.hpage.com/

Ich hatte den Verdacht, dass das Saatgut von A. squamata überlagert war. Jedenfalls keimte auch nach Wochen nichts, irgendwann hab ich das ganze dann in den Garten gekippt.
(Wo es auch nicht gekeimt ist.  ;) )
Ich hatte auch mal Saatgut von Torreya grandis, das war verdächtig leicht. Und innen hohl.

Ein weiterer Saatanbieter ist http://www.cnseed.org/
Von dort habe ich vor einigen Jahren Saat von Sassafras tzumu bezogen, die war in Ordnung.
Dort bekommt man derzeit Saat von Nothotsuga, aber nur in einer viel zu großen Menge.
Falls jemand eine Plantage anlegen möchte...



Eine Frage zu seltenen Kiefern:
Ich such Pinus coulteri. Hat jemand eine Bezugsquelle für JUngpflanzen?

Und kennt jemand Freilandexemplare in Mittel- und Westeuropa von folgenden Kiefern:
Pinus torreyana
P. engelmannii
P. monophylla
P. pseudostrobus
P. ayacahuite
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 26. Januar 2021, 20:13:07
Zitat
Zitat von: sequoiafarm am 25. Januar 2021, 19:52:55
Fokienia hodginsii hat sehr dekorative Nadeln. Sieht gesund aus, ist aber noch etwas zu jung für den Winter.
In 2 Jahren vielleicht...
Da bin ich gespannt.
Nimsch hatte damit in Günterstal wohl nie dauerhafte Erfolge.

@Bristle: ich warte noch, bis das Pflänzchen groß genug ist, um vor dem Auspflanzen noch Stecklinge bewurzeln zu können.
Dürfte deutlich leichter sein als bei anderen Raritäten...

@tomma und ApachePine: danke fürs Lob!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: donatas96 am 29. Januar 2021, 16:49:27
Sehr interessant, danke fürs Teilen!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 05. Februar 2021, 16:57:55
Nächste Woche wirds kalt, aber die kleine Pinus culminicola muss es draußen schaffen.
Wenn es zweistellige Minusgrade gibt, wird die Señorita unter der Schneedecke geschützt sein.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=759074;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 05. Februar 2021, 17:02:49
Pinus montezumae (Geschenk von HN) bekommt etwas Gewächshaus-Abwärme und bei Bedarf noch ein Mäntelchen um.
Das wird knapp, aber Kiefern sind nix für drinnen oder Gewächshaus-Schimmel. Es wäre zu schön, wenn es ein paar Jahre gutgehen würde.
Eine wunderschöne Kiefernart.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=759076;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 05. Februar 2021, 17:08:21
Statt schlafloser Nächte... übernächste Woche lasse ich die Wolli wohl wieder frei.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=759078;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 05. Februar 2021, 18:26:21
Ich drück die Daumen!!!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 05. Februar 2021, 18:34:25
Jepp, ich auch.
Meine bleibt "frei", es sei denn, Ende nächster Woche kommt, was GFS derzeit gerade rechnet.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 05. Februar 2021, 20:41:59
Danke euch, dito!
Hoffentlich gibts nirgendwo zu heftige Ausfälle nächste Woche.
Der Frostwächter ist hoffentlich nicht nötig...
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 05. Februar 2021, 20:47:12
Ich drücke auch die Daumen ! Meine bleibt auch draußen bis -10°C. Ist im Topf versenkt. Nächste Woche kommt auch ein Mäntelchen obendrüber. Sollte es noch kälter werden, kann ich sie noch entnehmen. Ich habe ja schon 2 in den Jahren 2012/2013 verloren. Damals so ca. -13°C/-15°C. Im 1. Jahr komplett zurückgefroren, im 2. Jahr wieder ausgetrieben, aber dann im nächsten Winter war Schluss.
Bei uns kommt ja immer noch dieser scharfe Ostwind dazu.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 05. Februar 2021, 20:55:38
Pinus montezumae

Eine Klobürste! :D

Kürzlich erst bestaunte ich bei fb tolle Bilder einer 'Sheffield Park'!
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 05. Februar 2021, 21:00:37
Zitat
Eine Klobürste! :D

Ick gloob ick hab mir verhört ?
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 05. Februar 2021, 21:07:37
 ;D ;D ;D Das ist ein Insider. ;)


edit: Dazu gibt es ein Suchbild. ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 05. Februar 2021, 23:23:43
 :o OK, ihr seid ja gut bestückt gewesen. Lebt die Kiefer noch?
Toller Reisebericht, vielen Dank! Ich war im November spontan mal in Günterstal.
Knackige Abies squamata  :)
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=759152;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 06. Februar 2021, 07:20:08
Nein, die Kiefer ist im Spätsommer eingegangen, als ich im Urlaub war  - übergossen und Wurzelschaden.  :(
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 06. Februar 2021, 09:26:09
Ich weiß jetzt nicht, ob wir von der gleichen Kiefer reden? Es ging um die aus HGs Link (s. u.)...

Bin jetzt bis nachmittags draußen Pflanzen einpacken. Es soll heute nacht viel Schnee geben und im Laufe der Woche minus 18 Grad  ???
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 06. Februar 2021, 09:37:21
Ja, das war meine "Klobürste". Sehr schade.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 06. Februar 2021, 09:48:12
Aber wirklich.  :-\ @Micha: Ich wäre von GG damit verprügelt worden, hätte ICH die gekauft.  ;D Ganz davon abgesehen, dass die hier nun gleich gar nicht funktionieren würde.

Der Bristle hat seinerzeit hemmunglos geshoppt und eine Schar Träger zusammengetrommelt, um die Beute wegzuschleppen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Bristlecone am 06. Februar 2021, 11:15:30
Admin!  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Hausgeist am 06. Februar 2021, 11:52:22
Ist ja gut, ich habe "geshopped" schon selbst korrigiert. ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: DreiRosen am 11. Februar 2021, 19:23:02
Hallo,

ich weiß nicht, ob ich die Frage im richtigen Thread stelle aber ich suche eine hellgrüne Konifere, die ich frei wachsen lassen möchte und die bis ca.5-7m Endhöhe erreichen sollte.

Habe schon etwas gegoogelt und bin da auf die Scheinzypresse Ivonne und Stardust gestossen. Sehe aber keinen optischen Unterschied zwischen den beiden Sorten.

Hat jemand diese Zypressen oder hätte jemand noch weitere Vorschläge für mich?

lg



Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 11. Februar 2021, 20:57:16
Koniferen hören nicht auf zu wachsen. Bei einer Endhöhe von 5-8 m müsstest du eine sehr langsamwüchsige Sorte auswählen, die erst nach vielen Jahren bzw. Jahrzehnten dann ihre Endhöhe erreicht. Deine genannten wirken von weitem überwiegend gelb und wachsen in 10 Jahren ca. 5m. Die einzelnen von dir genannten und andere gelbe Scheinzypressen  sind kaum bis gar nicht voneinander zu unterscheiden. Deswegen kannst du irgendeine gelbe Sorte wählen, Ivonne, Romana,Stardust usw. Da sie sich leicht schneiden lassen, wirst du evtl. bei deiner gewünschten Endhöhe zur Schere greifen müssen oder eine sehr langsamwüchsige Sorte wählen müssen, die dann eben lange braucht.
Aber: Von lawsoniana gibt es unzählige Sorten in gelb,blau,grün in allen Wuchformen- und -geschwindigkeiten. Da findet sich für jeden Garten etwas, wenn man sie mag.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: DreiRosen am 11. Februar 2021, 22:45:56
Danke. Es sollte schon was schnellwüchsiges sein, da es auch als Sichtschutz dienen soll.

Warum gibt es diese gelben Scheinzypressen denn unter so vielen verschiedenen Namen zu kaufen, wenn sie sich kaum bis gar nicht von einander unterscheiden?  ???
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Februar 2021, 10:17:41
Es gibt doch sehr viele Baumschulen, die auch aussäen und anziehen. England, Niederlande, Italien, Deutschland usw. Und natürlich entstehen im Saatbeet Variationen. Diese liest man aus und beobachtet sie. Sind sie zufriedenstellend bekommen sie einen Namen und kommen ( vielleicht ) irgendwann in den Handel. Nimmt man als Beispiel alle gelben, so ähneln diese sich vor allem in der Jugend. Später werden sie vielleicht in Breite, Höhe, Gelbton usw, etwas verschieden sein, aber diese lassen sich später kaum noch als Sorte bestimmen, weil die Merkmale auch vom Standort abhängen. Mittlerweile gibt es unzählige Sorten und es kommen auch immer  noch welche dazu. Oft sind es Verbesserungen zur alten Sorte: Für kleinere Gärten, intensiverer
 Farbe, Resistenz gegen Krankheiten oder Trockenheit, Winterhärte usw. Und natürlich spielt auch die Vermarktung eine Rolle. Eine gute Sorte bringt Geld.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: DreiRosen am 12. Februar 2021, 10:26:19
Ja das klingt logisch aber wo kann man nachlesen, welche Sorten älter sind und welche Sorten als Verbesserung gezüchtet wurden?

Scheinzypressen sollen glaube ich nicht so frosthart sein wie Thujas, vielleicht sind die Neuzüchtungen ja etwas standhafter, nur müsste man halt wissen was neu und was alt ist  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Februar 2021, 14:25:19
Stardust ist älter, Ivonne entstand aus Aussaat von Stardust, Romana ist auch jünger. Entweder im Internet nachlesen oder in Fachliteratur.  Du kannst auch mal bei online-Anbietern nachfragen. Pflanzmich hat z.B. alle 3 Sorten gelistet mit Unterschieden in Wuchshöhe,Wuchsgeschwindigkeit usw. Ich traue den Angaben bei Baumschulen nicht, aber wenn du dort anfragst, bekommst du vielleicht doch eine Antwort, die dich zufriedenstellt. Sie sollten die Erfahrung haben, welche Sorte z.B. am schnellsten wächst und müssten die 3 Sorten unterscheiden können.
 Wie schon gesagt, die Endhöhen stimmen nicht, meist sind 10 Jahre gemeint. Nadelbäume wachsen weiter.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: DreiRosen am 12. Februar 2021, 15:24:41
Stardust ist älter, Ivonne entstand aus Aussaat von Stardust, Romana ist auch jünger.

Das ist ja interessant aber woher hast du diese Informationen? Ich habe im Netzt nichts diesbezüglich gefunden.

Ich habe heute 5 verschiedene Baumschulen in ganz Deutschland angerufen, die sowohl Ivonne als auch Stardust online verkaufen und war über die Unwissenheit der Mitarbeiter ganz schön enttäuscht.

1x hieß es die sind gleich, heißen nur anders
1x meinte eine Dame die seinen im Prinzip gleich, auch von der Farbe her, die Ivonne würde nur kompakter wachsen
1x hieß es die Ivonne ist heller als die Stardust
1x bekam ich die Info die Ivonne sei dunkler als die Stardust ansonsten gleich
1x hat mir der Mitarbeiter gesagt, dass er nicht weiß wo der Unterschied sei

Alle 5 Baumschulmitarbeiter mussten aber zunächst die jeweilige Onlineseite mit den Scheinzypressen öffnen und sich estmal einlesen  ;D
Man hat einfach sofort gemerkt, dass sie Leute keine Ahnung haben aber ihr Bestes geben  :-X
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Februar 2021, 16:15:11
Zitat
Das ist ja interessant aber woher hast du diese Informationen?
Wolfgang ist eben ein Crack  ;)... Es gibt bei diesen Züchtungen keine großen Unterschiede, da könnte man seitenlang versuchen, ins Detail zu gehen. Viel Erfolg beim Kauf und beim Anwachsen  :)

Was anderes: vielleicht ist Cunninghamia heute auch nicht mehr die Super-Rarität, vor 40-50 Jahren war das sicher noch anders. So alt könnte unser Exemplar sein, wohl aus Angst vor Frostschäden damals sehr versteckt gepflanzt.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=760185;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Februar 2021, 16:18:36
Ich beschäftige mich schon sehr lange mit Koniferen und habe die entsprechende Literatur. Und da hilft nicht ein Buch, man braucht viele. Mittlerweile habe ich natürlich auch vieles im Kopf.
Deine Antworten bestätigen, was ich vermutete.
Hi Micha, ich drücke dir auch die Daumen, dass alles rel. unbeschadet über diese frostige Zeit kommt. Ich bin jedenfalls gespannt, welche Pflanzen Schäden zeigen. Du hast ja vor allem sehr guten Schutz von oben durch die alten Veteranen.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 12. Februar 2021, 16:39:58
Zitat
Hi Micha, ich drücke dir auch die Daumen, dass alles rel. unbeschadet über diese frostige Zeit kommt. Ich bin jedenfalls gespannt, welche Pflanzen Schäden zeigen. Du hast ja vor allem sehr guten Schutz von oben durch die alten Veteranen.
VG Wolfgang

Danke Wolfgang, für deine Bäumchen auch alles Gute! Bin da zuversichtlich, es kam ja nicht zu den vorhergesagten -18 Grad. Aber immerhin jede Nacht -10/-12 Grad, für viele Jünglinge hier auch schon Neuland. Eigentlich nix anderes als ein "normaler" Winter auch entsprechend der WHZ.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Februar 2021, 18:46:55
Genau, so sieht's aus. Wir sind nur total verwöhnt.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: andreasNB am 19. Februar 2021, 09:15:40
Kennt jemand mehrstämmige Araucaria araucana oder kann sogar Bilder zeigen?

Ich kann mir zwar nicht vorstellen das dergleichen gut aussehen wird, aber vor gut 4 Jahren habe ich als Experiment einen kleinen Pflegling (aus einem aufgelassenen Kleingarten) ins Beet gepflanzt. Nach einem Stammschaden bildeten sich unterhalb 3 Augen aus denen mittlerweile Triebe herangewachsen sind.










Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Februar 2021, 09:53:25
Die Stockausschlagfähigkeit ist auf jeden Fall gegeben  ;D
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 19. Februar 2021, 10:12:39
In Woodstock in Irland gibt es ein ganze Araukarienallee, wo ich an mehreren der sehr alten Bäume an verletzten Wurzeln viele Ausschläge gesehen habe. Nur dass sie dort scheinbar immer abgemäht werden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Februar 2021, 10:57:31
Hier wächst ein mehrstämmiges Exemplar, ansonsten scheint es relativ selten vorzukommen bzw. ist anscheinend unerwünscht. Ich finde sowas immer interessant, also lass die Natur entscheiden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Februar 2021, 10:58:13
Das Alter würde ich auf 20-25 Jahre schätzen, die Gesamterscheinung durchaus homogen.
Vielleicht sollte ich sie mal etwas freistellen.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Gartenplaner am 19. Februar 2021, 11:10:29
Ja!  :D  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wild Obst am 19. Februar 2021, 11:25:53
Das Alter würde ich auf 20-25 Jahre schätzen, die Gesamterscheinung durchaus homogen.

Sie ist definitiv dichter, als man von einer Araukarie erwarten würde. Aber von weiter weg sieht man die Mehrstämmigkeit erst einmal (noch) nicht unbedingt auf den ersten Blick.

Ich bin bei Mehrstämmigkeit bzw. Zwieseln usw. immer sehr "gespaltener" Meinung, zwischen den Extremen meines inneren Gärtners und Försters. Irgendwie besondere Baumformen sehen immer schöner und interessanter aus, aber stellen generell natürlich auch tendenziell Schwachstellen dar (gut, weniger die Druckzwiesel bei Koniferen). Ich muss zugeben, dass bei mir meist der erste Reflex ist, nur einen Stamm zu wollen, was gefärhlich ist, wenn ich sowieso schon eine Baumshere/Säge in der Hand habe...
Das kommt noch von Jahren von Schulferien, die ich im Forst gearbeitet habe und wo ich tlw. wochenlang Eichen, Kirschen und Tannen geastet habe. Und dabei sind Zwiesel das erste, was raus muss und eine gerader, durchgehender Stamm das Ziel.  ;)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: lord waldemoor am 19. Februar 2021, 15:04:07
in ungarn sah ich mal eine fast haushohe mit vielen stämmen
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Cryptomeria am 19. Februar 2021, 18:55:55
Wenn ich das richtig sehe, hat sich bei dem Exemplar in Kaldenkirchen auch wieder eine Spitze durchgesetzt. Diese wird den Abstand zu den anderen im Laufe der Jahre vergrößern, so dass man vermuten kann, dass das Exemplar irgendwann wieder recht einstämmig aussehen wird.  Ich finde das zu beobachten sehr interessant und würde auch bei Mehrstämmigkeit der Natur freien Lauf lassen. Einstämmig kann jeder.
VG Wolfgang
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Februar 2021, 19:20:02
Zitat
Einstämmig kann jeder.


Genau Wolfgang ;)
Der Baum ist etwa 6m hoch, die zentrale Spitze reicht etwa 1,5m höher als die zweite (Pfeil). Der zweite Stämmling wirkt trotzdem relativ gleichberechtigt, was den Durchmesser angeht. Die anderen beiden Triebe sind rudimentär. Die Mehrstämmigkeit nimmt etwas von der extremen Symmetrie der Art und hätte schon deswegen einen solitären Standort verdient. Den Losbaum und die große C. j. cristata kann ich leider schlecht zurückschneiden...

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=761599;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: Wühlmaus am 19. Februar 2021, 19:45:59
Das ist eine spontane oder eine induzierte Mehrstämmigkeit?
Sieht aber sehr attraktiv aus! Deutlich besser als ich die sicher schon relativ alten einstämmigen Bäume im BoGa Bonn in Erinnerung habe.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 19. Februar 2021, 19:55:52
Die Jungpflanze zwieselte schon und war vermutlich genau deswegen interessant fürs Arboretum.

Die größten Araukarien Deutschlands stehen übrigens nicht weit weg in Mönchengladbach-Rheydt (3 Privatgrundstücke).
Sie sind über 120 Jahre alt, Umfang (BHD) über 2m, Höhe 15-17m. Wenn man überlegt, was die frostmäßig schon mitgemacht haben.
Die größte hat sogar einen Brandbombenschaden überlebt (kaum noch zu sehen).  :)

edit: habe noch ein Bild von 2007 gefunden, Efeu ist heute weg.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49464.0;attach=761615;image)
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: K.-P. Valerius am 24. Februar 2021, 20:09:03
Podocarpus "coraiana" von unter den Feigen habe ich ausgepflanzt. Hat in den vergangenen zwei trockenen Sommern einige Nadeln verloren, aber die -14°C diesen Winter haben ihr nichts ausgemacht, im Gegensatz zu P. macrophyllus, der deutliche Schäden an den Nadeln hat. Mehr lässt sich noch nicht sagen. Da die Nadeln der ersteren deutlich blau bereift sind, hat mich das gar nicht erstaunt. Die Kombination blaue Bereifung und breite Nadeln gibt es ja nicht gerade häufig. Das Erscheinungsbild ist drum schon sehr ansprechend! Xanthocyparis vietnamensis scheint dagegen erfroren zu sein.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: SequoiaXF am 24. Februar 2021, 22:36:36
Sehr interessant @K.-P. Valerius hast du auch noch Fotos dazu? Meine P. macrophylla sehen auch etwas mitgenommen aus. P. hallii & P. torara sehen gut aus.
Ich finde sehr spannend wie die Exoten diesen ,,härteren'' Winter gemeistert haben.
 Ich habe bis jetzt keine Ausfälle --> Fotos folgen
@sequoiafarm kannst du was zu der Araucaria angustifolia sagen bzw. Fotomaterial zeigen. Meine hat den Winter mit -13°C sehr gut überstanden.
Titel: Re: Seltene Koniferen
Beitrag von: sequoiafarm am 25. Februar 2021, 00:00:54
Hallo KP, herzlich willkommen!

Den blauen Podocarpus habe ich mir damals verkniffen, weil für klimatisch knappen Südafrikaner gehalten. Sehr schön, dass das funktioniert hat! Hier min. -12°, am Boden -14°. Podocarpus macrophyllus ohne Schutz völlig okay (schattig). Da schlimmere Temperaturen angekündigt waren, habe ich einiges eingepackt, Xanthocyparis vietnamensis ist hier problemlos.

@SequoiaXF: Die große Araucaria angustifolia sieht perfekt aus, die kleine hat leichte Schäden, da muss man abwarten, obs schlimmer wird.
Unerwartet: Taiwania-Sämlingspflanzen mit deutlichen Schäden, eine wirds wohl nicht schaffen. Die Stecklingspflanzen ohne Probleme.

Die meisten Koniferen ohne Schutz und ohne Schaden, fraglich noch Glyptostrobus und Taxodium mucronatum/huegelii (halbimmergrün)...