garten-pur
Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Janis am 27. Oktober 2013, 17:05:08
-
Ich habe für einen Pflanzstreifen am Fuss des Walls eine Reihe von Sträuchern zusammen gestellt, die dort die ehemals gepflanzten Strauchrosen/Rambler ersetzen sollen.
Der Standort ist teilweise sonnig, teilweise halbschattig, Boden sandig und trocken, von den Sträuchern sollten 9 nicht höher und breiter als 2 – 2,50 m werden, der Rest kann in den Himmel wachsen.
Da immer noch nicht geklärt ist, warum die Rosen dort nicht wachsen wollten, will ich dieses Mal – wenigstens so einigermassen - auf Nummer sicher gehen und nur robuste Gehölze pflanzen.
Zwar bin ich meine Liste schon selbst ein paar Mal selbst in bezug auf die notwendigen Kriterien durchgegangen, trotzdem wäre es sehr nett, wenn sie jemand mal kurz durchschauen würde, vielleicht hab ich ja Ausrutscher drin.
Pyracantha Red Column
Pyracantha Orange Glow
Ribes aureum
Prunus spinosa
Pyracantha Soleil d´Or
Prunus spinosa Rosea
Amelanchier laevis
Symphoricarpos albus laevigatus
Aronia melanocarpa
Chaenomeles lagenaria
Corylus maxima Purpurea
Elaeagnus umbellata Serinus
Ribes sanguineum Atrorubens
Salix exigua
Kolkwitzia amabilis
-
"Pyracantha Orange Glow " war meiner Erinnerung nach die Sorte, deren Früchte bei mir fürchterlich verschorft waren.
Jetzt habe ich "Orange Charmer", der ist in der Beziehung problemlos und lässt sich bei Bedarf auch schmal genug schneiden.
"Teton" ist auch schön, wächst aber bislang recht langsam.
Bei allen Feuerdornen solltest du die Feuerbrandgefahr im Auge behalten.
Es gibt Sorten, die weniger gefährdet sind als andere....
LG Ariane
-
Wenn du leichten Boden hast, solltest du die Kolkwitzie tief genug pflanzen.
Bei mir im Lehm ist sie bei einem Sturm fast komplett rausgebrochen...
Zum Glück hat sie's überlebt, aber es hat eine Weile gedauert, bis sie wieder einigermaßen groß war.
-
"Orange Charmer" hat Eggert leider nicht im Sortiment. Dann werde ich sicherheitshalber stattdessen 2 x Red Column bestellen. Dieser Feuerdorn wächst hier schon und hat bislang keine Schäden. Danke!
Fast die komplette Hecke hat grosse Laubbäume im Rücken, die eigentlich den Wind abhalten müssten, sofern sie nicht selbst entwurzelt werden. Aber dann ist eh alles zu spät…. ;D
-
"Orange Charmer" hat Eggert leider nicht im Sortiment. Dann werde ich sicherheitshalber stattdessen 2 x Red Column bestellen.
"Teton" ist aber auch schön orange, und den haben sie... :D
Laut Horstmann schorf- und feuerbrandresistent.
LG Ariane
-
"Teton" ist aber auch schön orange, und den haben sie... :D
Laut Horstmann schorf- und feuerbrandresistent.
LG Ariane
Ja, hab ich gesehen, aber du sagtest ja, der wächst recht langsam?
Obwohl - zwischen den anderen Sträuchern würde das eigentlich auch keine Rolle spielen. :)
-
Ansonsten bestehen keine Bedenken gegen meine Bestell-Liste?
Na dann... :)
-
Ansonsten bestehen keine Bedenken gegen meine Bestell-Liste?
Na dann... :)
Zu den anderen Sträuchern kann ich mangels Erfahrung nichts sagen, da sind andere gefragt ....
-
Ansonsten bestehen keine Bedenken gegen meine Bestell-Liste?
Na dann... :)
Ähm - nur grundsätzlicher Art. Weil ja die Rosen dort nicht wachsen wollten...
Wenn du risikofreudig bist, kommts ja nicht drauf an. Ich an deiner Stelle würde erstmal was ausprobieren, was ich in Massen übrig habe (Holundersetzlinge, Topinambur, Kartoffeln oder so). Und wenn diese Gewächse mit dem Standort klarkommen, hätte ich keine Bedenken mehr ;)
-
Kein Veto, aber eine Anregung, anstelle eines Pyracantha einen Sanddorn zu verwenden. Der mag Sand garantiert. Die Sorte Hippophae rhamnoides 'Hikul' bleibt im Größenrahmen.
Die Kolkwitzia wird gut 4 m hoch und breit. Aber einige Sträucher dürfen ja den Rahmen sprengen.
Corylus maxima und Amelancher werden allerdings "riesig" (> 5m).
Wie lang soll denn die Hecke insgesamt werden?
-
Aronia und Amelanchier tun sich auf sehr trockenem Boden manchmal etwas schwer.
Aber ich würde es ausprobieren. Pyracantha 'Teton' wächst übrigens aus eigener Erfahrung nur etwa halb so stark wie die übrigen Sorten.
"Rosen" wollen dort nicht wachsen? Hast du es schon einmal mit Wildrosen probiert?
-
Ich habe auf ärmsten Sand sehr gute Erfahrungen damit gemacht, den Sträuchern einen "Blumentopf" zu bereiten. Dazu grabe ich ein Pflanzloch mit mindestens Wassereimergröße und füllen dieses Loch mit reinem, nahrhaften Kompost.
-
@Brezel:
An diesem Standort gedeihen ohne weiteres Holunder, Wildrosen (haben die Kronen von kleineren Eichen erreicht), Feuerdorn, Weigelien, schreckliche Thuja, Topinambur, Stockrosen und Brennesseln, die ja auch ein guter Indikator sind, sowieso.
Ich fürchte, dieses Wissen bringt mich nicht weiter.
Und: nein, was diesen Standort betrifft, bin ich nicht mehr risikofreudig. Wenn diese Pflanzung auch wieder schief geht, betonier ich diesen verdammten Wall zu.
@Treasure-Jo:
Eggert hat die Sorte Hippophae rhamnoides Friesdorfer Orange, die noch den Vorteil hätte, selbstfruchtend zu sein und auch nicht höher als 2-3 m wird. Das wäre ja sicher auch eine Möglichkeit?
Ja, einige Sträucher dürfen den Rahmen sprengen. ;)
Und die Hecke hat eine Länge von ca. 30 m zur Verfügung – oder waren das 50 m? Sorry, das müsste ich nochmal nachmessen.
@Troll:
Mit Aronia bin ich auch nicht so ganz glücklich, eventell stattdessen eine klein bleibende Salix? Oder ersatzlos streichen?
Zum Thema Wildrosen: siehe, was ich an Brezel geschrieben habe. Allerdings sind das Wildrosen, die dort schon länger als 10 Jahre wachsen, vielleicht noch länger. Aber unter den Rosen, die ich gepflanzt hatte, waren durchaus auch welche mit Wildrosen-Charakter. Jetzt sind sie weg…
@Staudo:
genau das habe ich vor ;)
Aber wirklich reinen Kompost? Ist der nicht zu scharf?
-
Nein, so "scharf", also salzhaltig sollte ein Kompost nicht sein. Übrigens funktioniert das wirklich nur auf Sand. In wasserhaltigen Böden kann man mit dieser Methode schnell ein Schlammloch schaffen.
Übrigens braucht auch Sanddorn Wasser. Auf trockenem Sand versagt er.
-
Ich kann ja mal vorsichtshalber einen Kompromiss machen und für das Pflanzloch 2/3 Kompost und 1/3 Mutterboden verwenden.
Aber dass der Boden sehr wasserhaltig ist, glaube ich nicht, dazu sind zu viele Bäume im Hintergrund - wenn auch in Entfernung von ca. 8-10 m.
-
Und die Hecke hat eine Länge von ca. 30 m zur Verfügung – oder waren das 50 m? Sorry, das müsste ich nochmal nachmessen.
Dies vor der Planung zu wissen, macht Sinn.
-
Ja, ich weiss. :)
Da ich wegen des Sturms nicht raus gehen möchte, hab ich mir mal den Lageplan geholt. Falls das Haus korrekt eingezeichnet ist, müssten es 55 m sein (Angabe ohne Gewähr).
-
sowas wie frühlingsduft(2,5m im zweiten jahr) oder snowdon(1,5m im ersten jahr, mehrere basaltriebe aus einer ursprünglich kleinen pflanze) hat auch nicht gewollt?
die gehn bei mir auf trockenem sand ab wie raketen (was ansonsten die rosen weniger tun in meinem garten)
-
sowas wie frühlingsduft(2,5m im zweiten jahr) oder snowdon(1,5m im ersten jahr, mehrere basaltriebe aus einer ursprünglich kleinen pflanze) hat auch nicht gewollt?
die gehn bei mir auf trockenem sand ab wie raketen (was ansonsten die rosen weniger tun in meinem garten)
Mathilda, ich weiss nicht, inwieweit und mit welchen meiner am Fuß des Wall gepflanzten Rosen Ähnlichkeiten bestehen zu ‚Frühlingsduft‘ bzw. ‚Snowdon‘.
Falls es von Interesse ist, kann ich aber gern die Liste meiner Rosen raus suchen.
Tatsache ist aber:
die Rosen haben an ihrem neuen Standort ebenfalls Sandboden.
Etliche von ihnen haben wieder Halbschatten und/oder wachsen wieder in unmittelbarer Nähe von Bäumen.
Trotzdem geht es allen deutlich besser, einige von ihnen haben im ersten Sommer nach dem Versetzen im Frühjahr schon geblüht.
Daraus lässt sich entweder schliessen –
- alle von ihnen hätten länger als 3 Jahre gebraucht, um den ersten kleinen Mucks zu tun bzw. vorwärts anstatt rückwärts zu wachsen
oder
- es lag am Wall selbst (und ich hoffe inständig, nicht über alle Gehölze, die ich dort neu ansiedeln will, schon im Vorfeld das Todesurteil gesprochen zu haben).
-
Ich habe auch reinen Sandboden. Amelanchier will bei mir nicht so recht. Der herbstelt manchmal schon im Juli. Dagegen funktioniert Lonicera Xylosteum und Acer campestre richtig gut. Bei Eggert hatte ich die Wildform und den Red Sun bestellt. Die beiden stehen direkt vor riesigen Fichten und es ist da staubtrocken. Sind immer tadellos und haben eine knallgelbe Herbstfärbung. Sehr gut geht auch Cotoneaster multiflorus. Bekommt ca. 3 Stunden Sonne ab, trotzdem hängen die Zweige vor lauter Früchte fast bis auf den Boden.
Ich mache es auch so wie Staudo mit der Bodenvorbereitung. Und obendrauf kommt jedes Jahr eine fette Mulchschicht.
-
Danke für deine Vorschläge. Wald-Traut.
Jetzt ist die Bestellung allerdings schon raus, und die Pflanzen sind auch schon auf dem Weg.
Stimmt, an Lonicera hätte ich denken können, und Cotoneaster werde ich mal im Auge behalten. Acer campestre allerdings würde mir für diesen Standort zu hoch und zu breit, ausserdem ist mir ein eigentlich unempfindlicher Ahorn an diesem Standort schon mal fast eingegangen. 20 m weiter, auch auf Sandboden, geht es ihm bestens.
Eigentlich staune ich immer noch, dass ihr puren Kompost für ein Pflanzloch verwendet, denn, egal, auf welcher einschlägigen Seite man schaut, es wird immer dazu geraten, Kompost mit Muttererde zu mischen. Aber ok, Versuch macht klug…
-
Eigentlich staune ich immer noch, dass ihr puren Kompost für ein Pflanzloch verwendet, denn, egal, auf welcher einschlägigen Seite man schaut, es wird immer dazu geraten, Kompost mit Muttererde zu mischen. Aber ok, Versuch macht klug…
Genau, der Versuch ist aus reiner Not entstanden. Mein Sandboden ist so fein, dass ich damit Sanduhren befüllen könnte. Da perlt das Wasser sorfort ab. Also dachte ich in meinen Anfängerjahren: viel hilft viel. Ich bin da völlig unbedarft rangegangen. Ohne Nachlesen im Netz oder großes Nachfragen. Ich verwende allerdings Pilzkompost. Der hält die Feuchtigkeit nämlich wesentlich besser als herkömmlicher. Damit mulche ich auch.
-
ich meinte damit bibernellrosen und rugosas, die werden hier auch im öffentlichen grün immer wieder gepflanzt und machen sich deutlich besser als manche andere rosenklassen
so wie dus schreibts liegts allerdings mit großer wahrscheinlichkeit am wall
-
Ich habe auf ärmsten Sand sehr gute Erfahrungen damit gemacht, den Sträuchern einen "Blumentopf" zu bereiten. Dazu grabe ich ein Pflanzloch mit mindestens Wassereimergröße und füllen dieses Loch mit reinem, nahrhaften Kompost.
Da ich brav deinem Vorschlag gefolgt bin, hat mein „Helferlein“ sich an die Arbeit gemacht und angefangen, den Kompost auf der Miete frei zu schaufeln.
Dort lagert tatsächlich bis auf ca. 70 – 80 cm Höhe supertoller, feinkrümeliger Kompost, der nicht mehr gesiebt werden muss, und da die Miete ca. 2 m breit und mehr als 5 m lang ist, müsste ich theoretisch über 7 cbm Kompost verfügen (wird wohl eher weniger sein, aber immerhin!).
Welch ungeahnte Perspektiven!
Ich glaube, wenn ich nicht für die Pflanzung dringend Kompost gebraucht hätte, würde er noch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag dort ruhen ;D