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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Mathilda1 am 19. Dezember 2013, 21:54:16
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ein kleines Bäumchen der sorte pung kil erkrankte heftig gegen ende des sommers, da 3/4 der pflanze abgestorben waren, entsorgte ich sie.
da wir sandboden haben, was nicht ideal ist, tauschte ich den boden an der stelle großzügig aus und arbeitete viel humus ein, gewässert wird auch immer wieder, vor allem im hochsommer.
die neue pflanze(etwas älter) wuchs wieder sehr gut, nun sehe ich, daß wieder 30cm an den haupttrieben abgestorben sind(ich hab den eindruck es wird noch mehr).
gibt es eigentlich vergleichbare sehr kleinwüchsige "bäume"/Sträucher(max 1,5-2m) die eine so schöne wuchsform haben, daß man sie als solitär pflanzen kann?
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Spontan fallen mir rein optisch Dipelta yunnanensis, Enkianthus campanulatus ‚Victoria’ (leicht sauer) und Euonymus grandiflorus ‚Red Vine’ ein.
Mit WHZ 6a bin ich allerdings etwas überfragt, ob die mit dem Boden klar kämen auch, da ich sie für mich hier rausgesucht habe (8a und sandiger, leicht saurer Boden).
Aber da kann sicher jemand anderes weiter helfen, zB. bristlecone. :)
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Wenn du etwas mit interessantem Laub und bizarrer bzw. lockerer Wuchsform sucht....
Fagus sylvatica 'Rohan Weeping' oder 'Mercedes', Rhamnus frangula 'Asplenifolia' oder die Zierformen von Sambucus nigra ('Black Lace' und andere).
Manchmal muss man allerdings mit Aufbinden an Bambusstäben und der Schere nachhelfen, um den Effekt hinzubekommen, den ein frei wachsender Acer palmatum von alleine bietet.
Ich verzweifle selbst an den Bodenpilzen, die hier auch immer wieder japanische Ahorne dahinraffen. :P
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http://depts.washington.edu/hortlib/resources/ucdavis_verticillium.pdf
http://www.extension.purdue.edu/extmedia/bp/bp_6_w.pdf
http://www.ct.gov/caes/lib/caes/documents/publications/fact_sheets/plant_pathology_and_ecology/verticillium_wilt_of_trees_and_shrubs.pdf
http://www.missouribotanicalgarden.org/gardens-gardening/your-garden/help-for-the-home-gardener/advice-tips-resources/pests-and-problems/diseases/cankers/verticillium-wilt.aspx
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Mathilda
Was suchst du denn als Ersatz für Acer - soll etwas mit ähnlicher Wuchsform sein oder einfach ein anderes schönes Gehölz?
Ich dachte bei meinen Vorschlägen Blüte, eher zierlichen Habitus und eine schöne Herbstfärbung, die Acer ja meist auch haben - nicht aber an quasi 'Nachahmung' von Acer. Vielleicht müsstest du ein wenig genauer sagen, was du dir vortsellst.
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nachdem ich moreno's links durchgelesen habe bin ich erst richtig deprimiert :-[
da bleibt ja nix mehr übrig (und so eine leise hoffnung daß dieses bäumchen doch noch die kurve kriegt war noch da - mir war nicht bewußt daß jetzt schon die ganze pflanze befallen ist, armer ahorn)
eigentlich suche ich etwas möglichst kompaktes(die größe, nicht gedrungen) was solitär gut aussieht, muß nicht zwangsäufig wie ein ahorn ausschaun, kann knorrig oder bizarre äste haben, etwas besonders halt.
unterpflanzt ist das ganze mit horstigen weißen epimedien und niedrigem gras sowie zwergfunkien. das kleine beet ist der ausblick aus dem küchenfenster, und sollte deswegen schon eher hübsch ausschaun. pflegeleicht muß es explizit nicht sein. schön schon.
Black lace hab ich schon an anderer stelle dieses jahr gepflanzt, holunder soll aber auch laut morenos links eher anfällig sein, obwohl die normalen holler hier in der gegend ganz ordentlich wachsen
holler wäre für den standort aber auch zu mächtig. maximale größe ca 2m höhe und 1,2 breite, also sehr wenig. minimal 1,30 höhe und 50cm breite.
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Mathilda
Was suchst du denn als Ersatz für Acer - soll etwas mit ähnlicher Wuchsform sein oder einfach ein anderes schönes Gehölz?
Ich dachte bei meinen Vorschlägen Blüte, eher zierlichen Habitus und eine schöne Herbstfärbung, die Acer ja meist auch haben - nicht aber an quasi 'Nachahmung' von Acer. Vielleicht müsstest du ein wenig genauer sagen, was du dir vortsellst.
ich finde deine vorschläge auch schön, nur macht mir der winter einen strich durch die rechnung. der boden wär ähnlich wie deiner, leider mit wenig niederschlag, aber gegossen wird, wobei die wasserführung natürlich nicht so ausgeglichen ist als wenns lehmboden wär.
herbstfärbung ist mir egal, ich mag herbst nicht. mir ist lieber er schaut frühling sommer schön aus. rote blätter find ich prinzipiell auch toll. schön an dem standort ist, daß die sonne gegen abend immer so durch die blätter gescheint hat, daß das rot fast zu leuchten begonnen hat. ewig schad um die bäumchen...
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Schau doch mal, ob du bei Horstmann fündig wirst, die haben eine ganze Reihe von Zwerggehölzen im Angebot - vielleicht darf es auch ein sommergrüner Nadelbaum sein, etwa eine Sorte von Metasequoia?
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die metasequoia werden aber doch ziemlich wuchtig?
eine grüne larix wär auch schön gewesen, die scheint aber auch 8m endhöhe zu machen, zumindest diese korkenziehervariante, little bog(g)le dagegen hat sehr unterschiedliche höhenangaben, manchmal steht die pflanze sei ein absoluter Zwerg unter 40cm Höhe.
Größere Verkaufspflanzen find ich jedenfalls nicht.(nachdem ich jetzt schon 4 jahre keine Lösung für den Platz hab, will ich jetzt nicht mit etwas ganz kleinem anfangen)
ich hätt gern etwas nicht wirklich stachliges, es ist schwer
bin jetzt am überlegen einen apfel zu nehmen, die sorte tina wird immerhin nicht höher als 2m, ganz begeistert bin ich noch nciht
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Tina ist ganz nett, aber malerischer Wuchs ist was anderes.
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Wie wäre es denn mit einem Schneeball wie z.B. Viburnum plicatum 'Mariesii'?
Der dürfte auch in deiner Gegend ausreichend frosthat sein, baut sich sehr regelmäßig auf, blüht sehr reich und wird bei etwa 2 m hoch und ebenso breit.
In Kauf nehmen müsstest du allerdings, dass er auch noch eine schöne Herbstfärbung hat. ;)
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Wie wäre es denn mit einem Winterblüher?
Chimonanthus praecox
Viburnum bodnantense ‘Dawn’
Oder Viburnum sargentii 'Onondaga'?
Von Parrotia persica gibt's auch kleine Sorten, weiß aber nicht, wie klein die bleiben (Felicie, Belle Nana)...
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Winterblühende Schneebälle werden in der angegebenen Klimazone kaum vernünftig zur Blüte kommen.
Chimonanthus braucht viel Wärme, und die Blüten sind frostempfindlich. Außerdem wird er deutlich höher als 2 m.
Auch Parrotia wird höher, auch die weniger starkwüchsigen Sorten..
Dann eher noch eine Hamamelis vernalis 'Quasimodo' oder 'Lombarts Weeping'.
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viburnum mariesii ist wunderschön(wollte ich schon mal pflanzen, aber bei meinen300m2 platz geht nicht allzu viel) aber für die stelle zu breit, und an so schön aufgebaute pflanze geh ich nicht mit der schere ran.
daneben will ich glaub ich keinen viburnum, weil er auch auf der verticillium opfer liste steht, ich will nicht schon wieder einen pflanze beim sterben zuschaun.
(winterblüher gehen hier wirklich gar nicht, bristlecone hat recht.) hamamelis fühlen sich hier nicht wohl, die eine hamamelis die hier in einem park steht ist 4ocm hoch und bleistiftdick, unsere bedingungen liebt sie offensichtlich nicht.
aber sind eh winterblüher - ich hasse winter :) , in dem zusammenhang ist auch der eigentliche herbst unbeliebt, weil ja klar ist was danach kommt :-X. der winter ist hier entschieden zu hart und zu lang(erste frühlingsboten gelegentlich erst am 1. April) deswegen bete ich eher krokusse an...)
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Mathilda, ich möchte dir nochmal den Enkianthus campanulatus nahe bringen. Der blüht im Frühjahr, kann dir den ungeliebten Herbst vielleicht mit seiner roten Herbstfarbe noch ein wenig versüssen und ist gemäss unten stehendem Link sehr winterhart !
Enkianthus campanulatus
In solch eiskalter Gegend lebst du, wenn du Winter so hasst? Auswandern!!
Mit Sonne kann Winter aber wunderschön sein, hab ich im Bündnerland erlebt - Eiskristalle, Rauhreif an Gräsern und Zweigen, Pulverschnee und eine verzauberte Winterlandschaft - die magst du auch nicht??
Es gibt doch im Norden wundervolle Thudragewächse...
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bei uns scheint im winter die sonne kaum, zu viele seen in der gegend, das heißt fast nur trübes wetter, schneien tuts hier auch nicht übermäßig viel
übers auswandern hab ich auch schon nachgedacht
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:) ;D
Kann es nur empfehlen!
Ein Strauch kommt mir noch in den Sinn, der mir hier im Parco Botanico im Frühsommer aufgefallen ist: Neillia-thibetica

neillia thibetica jun13
Gemäss Eggert ist er ebenfalls sehr winterhart und es gibt auch einen Thread hier mit guten Erfahrungen in 6b und 6a. Bei dir dürfte er nicht grösser als 2m werden.
http://forum.garten-pur.de/Arboretum-19/Neillia-thibetica-47243_0A.htm
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Ciao Mathilda
Are you sure that's Verticillum?
Ideally, you should consult an expert
I planted a dwarf Ginkgo
:)
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Ich bin mir ziemlich sicher, dass die genannten Hamamelis auch in deinem Klima winterhart sind.
Aber nun ja.
Du machst es einem nicht leicht, so wie du kategorisch Gehölze ablehnst, die im Herbst etwas hermachen oder gar im Spätwinter.
Erinnert mich an einen Nachbarn: Er mag keine Hamamelis, weil er es als widernatürlich empfindet, dass etwas im Winter blüht.
Offenbar hat der Winter für manche ein Graus zu sein, dem man nicht etwas entgegensetzen darf. Kennst du "Anleitung zum Unglücklichsein"? ;)
Die Enkianthus ist auch keine schlechte Wahl und den Versuch wert, finde ich.
Ansonsten, wie gesagt, ein Zwergnadelgehölz. Vielleicht eine kleine Kiefer oder eine kleine Lärche?
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anleitung zum unglücklichsein hab ich gelesen, fand ich aber nicht übermäßig spannend (daher bleib ich bei der gargamel variante "Ich hasse Winter!")
der hamamelis sprech ich nicht die winterhärte ab sondern daß sie die übrigen bedingungen mag(ich bin mir deiner fachkenntnis bewußt), bei uns ist es halt arg kontinental und dazu noch sandig vom boden. ich find die winterblüte per se nicht widernatürlich(was ist schon "natürlich", da wo sie herkommt wird sichs für sie schon auszahlen) und hätte auch nichts dagegen wenn so wär, aber bei -20 geh ich nicht raus und guck sie mir bei nebligem wetter an(neblig oder trüb ist es hier im winter meistens, leider) sobald der erste sonnenstrahl kommt ist das was anderes, aber vor mitte oder eher ende märz wird das hier eher nichts(vielleicht bin ich auch nur verwöhnt weil ich aus den alpen deutlich weiter südlich herstamme und ich der sonne immer noch nachweine)
enkianthus ist schon in der engeren wahl. lärche vor allem oder kiefer finde ich definitiv gut.
lärche wär die frag welche in die größenkategorie paßt. wenn man die sorte diana kleiner halten könnte ginge sie vielleicht, bei den anderen hatte ich das gefühl daß sie endweder sehr viel zu groß oder absolut zwergwüchsig wären
bei den kiefern bin ich ehrlichgesagt verzweifelt wegen der größe, ganz viele viel zu kleine. mengen viel zu großer, eine unendliche auswahl und nirgends kann man die größe einstellen.pinus negishi hätt mir am ehesten gefallen, ist aber auch eher noch etwas zu klein.
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Bei Hamamelis 'Lombards Weeping' ging es mir um die Wuchsform, nicht um die Blüte. ::)
Bei Sorten von Hamamelis vernalis ist die Blüte eh recht unscheinbar vom Anblick her, aber sie duften!
Bei -20 °C blüht keine Hamamelis. Und wenn sie im Vorfrühling aufblüht und duftet: so what?
Was Koniferen angeht: Frag doch mal bei Horstmann an und schildere denen, für welche Platzverhältnisse du etwas suchst. Ich vermute stark, die können dir etwas Passendes vorschlagen.
Was ist mit der hier? Zitat: "Sehr lange mattgrüne Benadelung. Durch die langen Nadeln wirkt sie sehr dicht. Etwas unregelmäßig wachsend. In 7 Jahren ca. 50 cm hoch und 80 cm breit."
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Ciao Mathilda
Are you sure that's Verticillum?
Ideally, you should consult an expert
I planted a dwarf Ginkgo
:)
quite sure by now, i also had problems with a clematis having wilting stems. it fits
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hab jetzt bei hachman eine sehr speziell aussehende buche"fagus sylvatica ansorgei" gesehen, soll zwergwüchsig sein, rotblättrig mit sehr schmalen blättern. gefällt mir irgendwie.
kennt die jemand?
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Das Laub ist dunkel braunrot. Bärtels gibt die Höhe mit 4-5 m an und schreibt: "Wuchs schwach".
Ich habe in einem Park mal ein Exemplar gesehen, dass gute 3 m hoch war. Dürfte schon einige Jahrzehnte alt gewesen sein.
Wir hatten zu der Sorte mal einen kurzen Thread: Hier.
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass manche Pflanzen plötzlich pilzempfindlicher werden, wenn der Befallsdruck von anderen Sorten da ist, d.h. wenn Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Wein, Zuchini in der Nähe angebaut werden, bekommen auch Apfelbäume, Rosen, und viele andere Blumen und Zierhölzer eine Pilzinfektion. Falscher Mehltau/Pero und Braun- und Krautfäule sind sehr eng verwandt und die Pflanze, die für eines empfindlich ist, ist auch für das andere. Allerdings hilft dann auch das entsprechende Spritzmittel gegenseitig.
Auch Botrytis überspringt gern mal die Artengrenze von der Erdbeere (Grauschimmel) auf Wein und anderes, aber bei weitem nicht so ausgeprägt wie Pero/Braun- und Krautfäule. Wenn ich also meine Reben spritze, dann auch gleichzeitig alle anderen pilzempfindlichen Sorten. Sonst stecken sich diese immer wieder gegenseitig an.
Auch der echte Mehltau fällt z.B. Apfelbäume und Rosen an.
Nun ist ja das Spritzen nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber bei Wein geht es eben nicht ohne, auch nicht bei pilzfesten Sorten.
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Wenn Kiefern dort wachsen, warum nicht Pinus "Watereri". Bleibt knorrig strauchförmig und kann auch gut durch Schnitt geformt werden.
Zudem gut unterpflanzbar.