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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Hardy_whv am 31. Dezember 2013, 16:54:37

Titel: Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 31. Dezember 2013, 16:54:37
Hallo allerseits!


Ich beabsichtige, an der Südgrenze meines Grundstücks eine ca. 15m lange Wallhecke (in Norddeutschland auch "Knick" genannt) anzulegen und würde gerne wissen, ob hier im Forum jemand Erfahrungen mit dem Anlegen einer solchen Wallhecke hat. Im Internet findet man zwar ein paar generelle Hinweise zu Ausmaßen und Zusammensetzung, aber konkrete Tipps und Erfahrungen würden mir helfen.

Hintergrund meiner Frage:

Ich wohne in Friesland, dicht hinterm Deich. Mein Grundstück genzt nach Süden an eine riesige Brachfläche, dahinter Weide-Flächen. Zu meinen Nachbarn im Osten und Westen befinden sich nur wenige Sträucher. Das ganze ist also recht windig. Ich habe im Frühjahr nun ein großes Gewächshaus (7,1 x 3m Grundfläche, Firsthöhe 3,1m) an der Südgrenze meines Grundstücks aufgebaut. Das Gewächshaus ist zwar sehr solide, aber als Xaver (und weitere Herbststürme) über Friesland jagten, wurde mir Angst und Bange. Das Gewächshaus hat alles gut überstanden, ich will aber den Winddruck auf dem Gewächshaus mittelfristig reduzieren, indem ich das Grundstück mehr einwachsen lasse. An der Südseite dürfen die Pflanzen natürlich nicht zu hoch wachsen, damit dem Gewächshaus nicht das Licht genommen wird.

So sieht das in etwa aus:

Das Grundstück vor Errichtung des Gewächshauses, Blickrichtung Süden:
(http://www.hardyhuebener.de/kakteen/gwh-projekt_2013/01_blick_in_den_garten.jpg)

Das ist das Gewächshaus. Das Photo ist noch vom Mai, kurz nach der Fertigstellung. Es sieht inzwischen etwas "fertiger" aus:
(http://www.hardyhuebener.de/kakteen/gwh-projekt_2013/69_ergebnis_aufbautag2_6628.jpg)

Meine Idee ist wie gesagt, im Süden des Gewächshauses eine Wallhecke anzulegen. Das hilft zwar nicht gegen reine West- oder Nord-West-Stürme, aber für Wind aus S bis SW wäre das schonmal eine Maßnahme.

Meine Frage also: Hat jemand hier mit dem Anlagen so einer Wallhecke Erfahrungen?


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)

PS: Ich bin erst im Herbst letzten Jahres hier eingezogen, daher sieht der Garten insgesamt noch sehr kahl aus. Habe schon begonnen, das zu ändern.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 31. Dezember 2013, 17:28:08
Diesen Artikel hast du vermutlich selbst schon gefunden?
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Gartenplaner am 31. Dezember 2013, 18:06:18
Hallo Hardy, herzlich willkommen im Forum! :)

Willst du extra einen Erdwall aufschütten?
Oder könnte es auch einfach eine freiwachsende Hecke aus einheimischen Gehölzen sein?

Es erscheint mir etwas aufwändig, den Erdhügel für die Hecke zu erstellen, es sei denn, aus lokal-kulturhistorischen Gründen ist dir das wichtig.
Der Erdwall erhöht eine Hecke ja auch nochmal, was südlich deines Gewächshauses ja eh nicht so sinnvoll wäre.

Ich habe um meinen Garten eine freiwachsende Hecke als Blickschutz aus Cornus sanguinea angelegt.

Ich habe damals viele "klassischen" Knick-Heckenpflanzen recherchiert und mich schlußendlich für den Bluthartriegel entschieden, weil der ausgewachsen 3-4m nicht übersteigt (selten 5m erreicht).

Feldahorn, Haselsträucher, Weißdorn werden, wenn sie nicht alle paar Jahre "auf den Stock gesetzt", das heißt, alle Stämme/Triebe auf 20cm Höhe abgesägt werden, oder auf die in norddeutschland traditionelle Knick-Methode "umgelegt" werden, zu mehr oder weniger großen Bäumen. (Feldahorn kann über 15m hoch werden, Haselsträucher erreichen locker 7m und mehr, Weißdorn ebenfalls, wenn auch langsamer)
Bei denen MUSST du alle paar Jahre runterschneiden, beim Cornus sanguinea KANN man das auch, muß aber nicht unbedingt (arbeitsreduzierend ;) )
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 31. Dezember 2013, 18:26:49
Wenn man einen ortstypischen Wall bauen und dafür ggf. Zuschüsse vom Landkreis haben möchte, muss man aber schon zunächst den Erdwall aufschütten.

Die Bäume alle paar Jahre auf Stock zu setzen ist hier (und vermutlich ist das ein paar km weiter in Sande genauso) nicht üblich, möglicherweise trifft das eher auf die Knicks in Schleswig-Holstein zu.
Hier wachsen die Eichen, Ahornbäume etc. in den Himmel ;)
Ich würde mal mit der Gemeinde oder dem Landkreis zwecks Beratung Kontakt aufnehmen.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 31. Dezember 2013, 21:09:27
Hallo ihr beiden!

Ja Janis, den Link kenne ich schon. Sind wir quasi Nachbarn?

Ich wollte in der Tat einen Wall aufschütten. Da ich um das Gewächshaus herum eine Fläche pflastere (zum Aufstellen von Kübelpflanzen und für eine Sitzecke) fällt da sowieso Aushub an, den ich so gut verwenden könnte. Zudem möchte ich einen deutlichen Windschutz. Der wäre mit Wall gegeben.

Hab mir aber gerade die Dimensionen aufgemalt, um mir einen Eindruck über die Beschattungsbereiche zu den einzelnen Jahreszeiten zu verschaffen:

(http://www.hardyhuebener.de/garten/2013-12-3_wallhecke_beschattung.jpg)

(http://www.hardyhuebener.de/garten/2013-12-3_wallhecke_beschattung2.jpg)

(http://www.hardyhuebener.de/garten/2013-12-3_wallhecke_beschattung3.jpg)

An der Südgrenze liegt ein kleiner Graben. Mit der Hecke kann ich also nicht weiter vom GWH weg.

Im Winter/Frühjahr ist die Beschattung nicht so schlimm, da ja noch kein Laub vorhanden ist. Dennoch ist mir die hohe Wall-Variante zu düster, da ich ja auch vor dem GWH noch draußen Pflanzenkübel aufstellen will. Ganz ohne Wall kann ich die Hecke auch noch etwas weiter südlich aufstellen (der Hang des Walls fehlt ja), so dass der Beschattungsbereich noch kleiner wird. Hoffe nur, dass das dann für genügend Windschutz reicht. Hmmm ...


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Floris am 31. Dezember 2013, 21:47:19
Es ist wirklich die Frage, ob solch eine Hecke, mit oder ohne Wall, bei Sturm etwas bewirkt. Der Wind drückt dir ja nicht das Haus von der Seite um, so als ob ein Auto dagegen führe, sondern saugt die Scheiben aus dem Dach wenn er mit großer Geschwindigkeit darüber weht (Tragflächeneffekt). Die Hecke müßte also so hoch das Gewächshaus überragen, dass der Wind drüber hinweg geleitet wird, das Haus also im Windschatten steht. Dafür erscheinen mir die Hecken auf den Skizzen zu niedrig.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Gartenplaner am 01. Januar 2014, 01:03:12
Hallo Hardy,
Wo hast du den Einstrahlwinkel der Sonne zu den angegebenen Daten für deinen Breitengrad gefunden?
Ich wollt das schon immer mal recherchieren :)

Hm, auf deinen Skizzen trägst du die Hecke grad mal mit 2,5m Höhe ein - willst du eine freiwachsende Hecke oder doch eher eine Schnitthecke?
Eine freiwachsende Hecke ist nach 2 oder 3 Jahren (je nach Größe der Setzlinge) höher als 3m - und wächst weiter, ab dann müsstest du entweder oben kappen oder schon auf den Stock setzen.
Wobei dann wieder 1-2 Jahre ganz wenig der Wind "gebrochen" wird.
Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass Cornus sanguinea nach 4-5 Jahren seine Maximalhöhe von 4-5m erreicht, gepflanzt als wurzelnackte Sträucher mit so 60cm Höhe der Triebe.

Höchstens eine Wildrosenhecke könnte bei 2-3m bleiben - ob die aber als Windschutz taugt?
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: MD9 am 01. Januar 2014, 08:28:56
Ich würde die Hecke ohne Wall pflanzen, wie du selbst schon schreibst verlierst du dann weniger Platz. Die Hecke kann nach meinen Erfahrungen auch so hoch werden das sie im Sommer das Gewächshaus teilweise beschattet, zumindest die volle Seitenwand, da diese Richtung Süden liegt und die Sonne da zur heißesten Zeit des Tages voll drauf bräzelt.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Toffeeholix am 01. Januar 2014, 09:59:51
Hallo Hardy,
Wo hast du den Einstrahlwinkel der Sonne zu den angegebenen Daten für deinen Breitengrad gefunden?
Ich wollt das schon immer mal recherchieren :)
Ich bin zwar nicht Hardy, aber das wäre eine Möglichkeit
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 10:06:16
Es ist wirklich die Frage, ob solch eine Hecke, mit oder ohne Wall, bei Sturm etwas bewirkt. Der Wind drückt dir ja nicht das Haus von der Seite um, so als ob ein Auto dagegen führe, sondern saugt die Scheiben aus dem Dach wenn er mit großer Geschwindigkeit darüber weht (Tragflächeneffekt).

Hallo Flo,

es geht mir schon darum, die Windlast auf dem gesamten Gewächshaus zu reduzieren. Um meine Verglasung mache ich mir keine Sorgen. Man hört zwar immer wieder von davon-geflogenen Verglasungen, aber das sind meist einfache Gewächshäuser, mit dünnen 4- oder 6-mm Verglasungen, wo die Scheiben oft nur durch einzelne Klammern gehalten werden. Bei mir steckt jede Scheibe entweder in einer Nut oder ist über die ganze Länge mit einer Abdeckleiste fixiert. Die Verglasung besteht aus 16mm Doppelsteg (an den Seiten) oder 16mm Dreifach-Stegplatten (Dach). Da fliegt nichts weg, es sei denn, zusammen mit dem ganzen Gewächshaus ::)

Das GWH hat ja auch shon Kyrill Christian und Xaver schadlos überstanden. Ich stand während Xaver im Gewächshaus, als gerade eine Serie von Monsterböen einfiel. So ähnlich stelle ich es mir vor, wenn man während eines Erdbebens in Japan in einem Gebäude ist. Beängstigend. Es soll daher der Winddruck insgesamt reduziert werden.

Jede Form der Reibung bringt was. Und die Auswirkung von Reibung reicht auch höher, als die Gegenstände, die die Reibung verursachen.

Wo hast du den Einstrahlwinkel der Sonne zu den angegebenen Daten für deinen Breitengrad gefunden?

Hallo Gartenplaner,

wenn du nach "Sonnenstandsdiagrmm berechnen"googlest, wirst du fündig. Z.B. hier

http://www.renewable-energy-concepts.com/german/sonnenenergie/basiswissen-solarenergie/verschattung-solarmodul.html

oder hier

http://cgi.stadtklima-stuttgart.de/mirror/sonne.exe

Die schmeißen dir die Azimute aus (also in welcher Richtung geht die Sonne zu den einzelnen Jahreszeiten auf) und wie hoch steigt die Sonne.

Hm, auf deinen Skizzen trägst du die Hecke grad mal mit 2,5m Höhe ein - willst du eine freiwachsende Hecke oder doch eher eine Schnitthecke?

Es soll schon eine freiwachsende Hecke werden. Dass ich da ab und an Schneiden muss, ist mir klar. Dadurch werden die Pflanzen ja auch kompakter und bieten somit mehr Windschutz.


... da diese Richtung Süden liegt und die Sonne da zur heißesten Zeit des Tages voll drauf bräzelt.

Es ist ein Gewächshaus für Kakteen und Sukkulenten - da muss die Sonne drauf bräzeln ;) Für genügend Luftbewegung ist gesorgt (6 große Dachfenster, 2 große Seitenfenster plus ein Ventilator, der bei höheren Temperaturen anspringt.

Mein Fazit ist nun aber auch, dass ich es ohne Wall machen werde.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Mediterraneus am 01. Januar 2014, 10:11:25
Ich würde schon auch die traditionelle Variante nehmen. Man hat sich bestimmt mal was dabei gedacht, das so mit Wall zu machen.

Höhere Bäume in der Umgebung (außerhalb des Grundstückes) können den Wind auch gut brechen. Nußbäume z.B.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 10:14:56
Höhere Bäume in der Umgebung (außerhalb des Grundstückes) können den Wind auch gut brechen. Nußbäume z.B.

Wir (also mehrere Nachbarn) sind derzeit in Verhandlungen mit dem Besitzer des Brachlandes, um dieses ggf. zusammen zu erwerben. In diesem Fall würde ich in jedem Fall dort auch ein paar Bäume setzen. Derzeit aber geht das noch nicht.

Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: MD9 am 01. Januar 2014, 10:44:24


... da diese Richtung Süden liegt und die Sonne da zur heißesten Zeit des Tages voll drauf bräzelt.

Es ist ein Gewächshaus für Kakteen und Sukkulenten - da muss die Sonne drauf bräzeln ;) Für genügend Luftbewegung ist gesorgt (6 große Dachfenster, 2 große Seitenfenster plus ein Ventilator, der bei höheren Temperaturen anspringt.

Mein Fazit ist nun aber auch, dass ich es ohne Wall machen werde.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)

Dann ist es natürlich etwas anderes, die können die Sonne schon vertragen, dann wäre es vielleicht noch günstiger gewesen das Gewächshaus nicht in Ost- West, sondern in Nord- Südrichtung zu Stellen zwecks besserem Lichteinfall Vormittags und Nachmittags, so habe ich es früher mal gelernt.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Cryptomeria am 01. Januar 2014, 11:34:53
Da du an deiner besagten Pflanzstelle nicht zu viel Breite hast, denke ich, du wirst den besten Windschutz erreichen, wenn du sehr dicht Hainbuche,Liguster oder Weißdorn pflanzt und diese Hecke konsequent schneidest, so dass sie ganz dicht wird.Du müsstest dann natürlich bei 3 m auf die Leiter. Und Weißdorn ist natürlich sehr unangenehm zu schneiden. Aber alle 3 bilden sehr dichte, undurchdringliche Hecken, die sehr gut den Wind abhalten. Die Erziehung dauert natürlich, weil man jedes Jahr wieder etwas einkürzen muss.
Eine artrenreiche Hecke braucht mehr Breite( um wirklich ordentlichen Windschutz zu bieten ) und wird natürlich höher.

VG Wolfgang
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 11:36:31
... dann wäre es vielleicht noch günstiger gewesen das Gewächshaus nicht in Ost- West, sondern in Nord- Südrichtung zu Stellen zwecks besserem Lichteinfall Vormittags und Nachmittags, so habe ich es früher mal gelernt.

Die Ausrichtung ist oft ein Kompromiss aus mehreren Faktoren.

Nord-Süd-Ausrichtung

- nutzt im Sommer die Morgen-und Abendsonnne effektiver und
- verhindert eine Überhitzung um die Mittagszeit.

Im Winter sieht es aber anders aus. Da geht die Sonnne ja nicht mehr im Westen/Nordwesten Osten/Nordosten auf, sodern im Südwesten Südosten und schon im Südösten Südwesten wieder unter. Eine Ost-West-Ausrichtung kann die Wintersonne daher viel besser nutzen.

Da ich mein GWH im Winter frostfrei halten muss (genaugenommen will ich nicht unter 5°C) und dementsprechend heize, hilft mir die Ost-West-Ausrichtung im Winter Heizkosten zu sparen. Und der Faktor "Überhitzung im Sommer" ist bei mir wegen der Kakteen nicht so wichtig.

Außerdem passt die Ausrichtung besser zu meinen sonstigen Gartenplänen ;)


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 12:21:53
Das GWH hat ja auch shon Kyrill schadlos überstanden.

7 Jahre steht das Gewächshaus aber doch noch nicht? Du meinst vielleicht Christian?

Ich schliesse mich Mediterraneus an und bin auch für eine Wallhecke mit der typischen gemischten Bepflanzung, sie würde, soweit man das sehen kann, auch besser in die Landschaft passen.
Oder, falls von der Breite und Höhe her wirklich nicht durchführbar, dann eine Hecke mit Weissdorn etc. wie Cryptomeria sie vorgeschlagen hat.

An mein Grundstück schliesst sich auf der Nordseite eine grosse Weide an, dort stehen zwar etliche Eichen, aber letztlich entscheidend, dass der Wind nicht mit voller Wucht auf meine Fläche trifft, ist der ca. 3 m breite Wall.

Trotzdem würde ich auch versuchen, das Brachland zu kaufen oder zu pachten und mit Bäumen zu bepflanzen.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: andreasNB am 01. Januar 2014, 13:49:03
Ich schließe mich den Aussagen von Wolfgang an.
Dein Wunsch nach einer Wallhecke in allen Ehren, aber Du hast in der Breite einfach zu wenig Platz und bei deinen geplanten Erdarbeiten dürfte auch lange nicht genug Erdreich für einen Wall anfallen.

Mittelfristig am schnellesten und effektivsten - und durchaus auch in den Garten, am Übergang zur freien Landschaft, passend - bist Du mit einer geschnittenen Hainbuchenhecke.
Allerdings benötigst Du bei 2,5-3,00m Höhe für den Schnitt entsprechende Geräte. Anstelle einer Leiter wäre vielleicht ein einfaches Baugerüst wie man sie auch in Baumärkten bekommt sinnvoll, da stabilerer und sicherer.
So könntest Du auch bequem die Krone "ausschneiden", wenn sich mit den Jahren zu viele Zwiesel gebildet haben.
Für die Außenseite wäre wohl eine elektr. Heckenschere mit Verlängerung sinnvoll, weil Du durch den Graben keine Leiter vernünftig stellen kannst.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 14:10:41
... dann wäre es vielleicht noch günstiger gewesen das Gewächshaus nicht in Ost- West, sondern in Nord- Südrichtung zu Stellen zwecks besserem Lichteinfall Vormittags und Nachmittags, so habe ich es früher mal gelernt.

Die Ausrichtung ist oft ein Kompromiss aus mehreren Faktoren.

Nord-Süd-Ausrichtung

- nutzt im Sommer die Morgen-und Abendsonnne effektiver und
- verhindert eine Überhitzung um die Mittagszeit.

Im Winter sieht es aber anders aus. Da geht die Sonnne ja nicht mehr im Westen/Nordwesten auf, sodern im Südwesten und schon im Südösten wieder unter. Eine Ost-West-Ausrichtung kann die Wintersonne daher viel besser nutzen.

Da ich mein GWH im Winter frostfrei halten muss (genaugenommen will ich nicht unter 5°C) und dementsprechend heize, hilft mir die Ost-West-Ausrichtung im Winter Heizkosten zu sparen. Und der Faktor "Überhitzung im Sommer" ist bei mir wegen der Kakteen nicht so wichtig.

Außerdem passt die Ausrichtung besser zu meinen sonstigen Gartenplänen ;)


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)


Wo geht bei Dir die Sonne im Winterhalbjahr auf?
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 14:34:32
Wo geht bei Dir die Sonne im Winterhalbjahr auf?

LOL, ja, du weißt schon, was ich meine. Sie geht natürlich im Südosten auf und im Südwesten unter.


Gruß,

Hardy --> manchmal zerstreut (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Gartenplaner am 01. Januar 2014, 14:45:50
Ich möchte doch nochmal meine Hecke in die Waagschale werfen, die nicht höher als 4m wird, auch ohne ständiges Schneiden, ich hab mal ein bisschen in meinen Fotos gesucht:

(http://up.picr.de/12111683vy.jpg)

(http://up.picr.de/12111708na.jpg)


Das mit dem roten Laub ist die Cornus sanguinea-Hecke im Herbst,
der Obelisk ist, wenn ich mich recht entsinne 3m hoch.
Höher wird diese Cornus-Art nicht und sie kommt bestimmt auch bei dir in den Feldhecken vor.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 14:53:00
Danke für das zahlreiche Feedback!

7 Jahre steht das Gewächshaus aber doch noch nicht? Du meinst vielleicht Christian?

Danke, ja, ich meinte Christian.

Ich liebe Wallhecken, aber ich vermute, ich werde es wohl ohne Wall angehen.

Ich möchte die Bepflanzung gern bunt gemischt, so wie sie auf auf Wallhecken vorkommt. Ich möchte den Garten auch für die Tierwelt möglichst attraktiv gestalten. Dass auch eine freiwachsende Hecken regelmäßig geschnitten werden muss, ist mir bewusst.

Meine vorläufige Einkaufsliste sieht wie folgt vor:

6 x Viburnum opulus
5 x Prunus spinosa
3 x Acer campestre
3 x Carpinus betulus
3 x Corylus avellana
2 x Cornus mas
2 x Crataegus monogyna
1 x Carpinus betulus 'Fastagiata' (soll ans westliche Ende der Hecke)
1 x Cornus sanguinea
1 x Ilex aquifolium
1 x Prunus padus
1 x Rosa canina


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 14:59:53
Verstehe ich das richtig, diese 29 Sträucher/Bäume willst du auf eine Strecke von 15 m pflanzen?
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 15:03:03
Verstehe ich das richtig, diese 29 Sträucher/Bäume willst du auf eine Strecke von 15 m pflanzen?

Ja, zweireihig. D.h. 15 Pflanzen in der ersten Reihe (je 1m Abstand) und versetzt dazu in der zweiten Reihe ebenfalls 15.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 16:16:56
Also, meine Ahnung von Gehölzen hält sich ja in Grenzen, aber zwei Dinge sind mir beim Lesen aufgefallen.

1. Für die Tierwelt bringen Hecken, also Sträucher nicht viel. Etwas schon, aber mehr Nutzen haben sie von Hochstämmen.

2. Wenn Du Ilex aquifolium pflanzen willst, empfehle ich eine männliche Pflanze und eine weibliche. Erst dann kann die Weibliche Beeren ansetzen, und erst dann haben Tiere (hier Vögel) was davon. Man sagt, pro 5 weiblichen braucht man 1 männliche Pflanze.

Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Nina am 01. Januar 2014, 16:31:09
Meine vorläufige Einkaufsliste sieht wie folgt vor:
...
Klingt klasse! :D
Bitte unbedingt vorher/nachher Bilder machen.


1. Für die Tierwelt bringen Hecken, also Sträucher nicht viel. Etwas schon, aber mehr Nutzen haben sie von Hochstämmen.
Dann lies mal zB hier nach: http://schleswig-holstein.nabu.de/naturvorort/knicks/lebendigerknick/02804.html

edit: Ich finde Knicks toll! :D
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 16:43:23
Ok. Erst neulich habe ich über dieses Thema gelesen, und da war die Quintessenz, dass Bäume der Tierwelt noch viel mehr bringen. Das soll aber nicht heißen, dass Hecken nix bringen.
Ich beschäftige mich nämlich gerade auch mit der Thematik, weil ich Hagebutten-Rosen pflanzen will, die auch mehrere Funktionen erflüllen sollen: Windschutz, Hagebuttenernte, Begehsperre, Tiernutzen, ...

Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 17:05:01
Gerade Hecken und Wildsträucher bieten Vögeln Lebensraum, Nahrung und Schutz.
Wenn dann ausserdem noch ein Vogelbeerbaum Platz hat, umso besser.
Hier nochmal 1 Artikel.
Und ein weiterer.

Ich bin auch mal gespannt, wie deine fertige Hecke aussehen wird, Hardy.
Im Herbst habe ich eine Reihe Wildsträucher gepflanzt, aber einen Abstand von nur 1 m zwischen den Gehölzen hab ich mich nicht getraut. ;)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 17:35:50
2. Wenn Du Ilex aquifolium pflanzen willst, empfehle ich eine männliche Pflanze und eine weibliche. ...

Ja, danke, da hast du natürlich Recht. Ich hatte den Ilex vor allem eingeplant, um auch was Immergrünes dabei zu haben, es wäre aber sinnvoll, dann auch Früchte zu produzieren. Problem ist, dass die Gärtnereien, bei denen ich bestelle, nicht sagen können, ob die Pflanzen männlich oder weiblich sind. Selbst wenn ich drei oder vier Pflanzen einplane, ist nicht sichergestellt, dass da Männlein und Weiblein dabei sind.

Bitte unbedingt vorher/nachher Bilder machen.

Versprochen, Nina. Werde alles genauestens dokumentieren - eine meiner Stärken. Wer das Werden meines Gewächshauses nachlesen will, der kann sich hier von meinen Dokumentations-Fähigkeiten ein Bild machen:

http://kuas-forum.de/viewtopic.php?f=128&t=2737 ;)

Wenn dann ausserdem noch ein Vogelbeerbaum Platz hat, umso besser.

Eine Sorbus aucuparia habe ich im Garten schon im letzten Jahr gepflanzt, die essbare Form ('edulis').


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 17:41:50
Ojeh, was sind das für Gärtnereien, die nicht sagen können, ob ein Ilex männlich oder weiblich ist? ;D

Ich habs jetzt nicht so mit I. aquifolium, sondern mehr mit I. meserveae. Die Sorten 'Blue Angel', 'Golden Girl' oder 'Heckenfee' sind weiblich, und die Sorte 'Blue Prince' ist männlich.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 17:44:24
Die weiblichen Sorten unterscheiden sich in der Farbe der Beeren, das wollte ich noch sagen.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 17:55:03
Ojeh, was sind das für Gärtnereien, die nicht sagen können, ob ein Ilex männlich oder weiblich ist? ;D

Die kennen natürlich den Unterschied. Aber sie vermehren generativ, also aus Samen. Und die Pflanzen werden verkauft, bevor sie erstmals blühen. Ohne Gen-Analyse somit schlecht bestimmbar.

Vielleicht finde ich noch eine Baumschule, die geschlechtsreife Ilex anbietet.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 18:29:30
Ich käme nie auf die Idee, generativ vermehrte Ilex oder sonst was zu kaufen. Da weißt Du ja nie, wie es wird, das ist ja keine Sortenechtheit. Nä, sowas mach ich nicht.

Kaufst Du Sorten, dann gibts das Problem nicht. Kostet pro wurzelnackte Pflanze vielleicht 4 Euro anstatt 3,50. Oder so ähnlich, ich kenne die Preise nicht auswendig.

Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: marcu am 01. Januar 2014, 18:35:55
Ich kann Dir diese Baumschule aus eigener Erfahrung sehr empfehlen!
( ::) hoffentlich darf ich den link reinsetzen)
http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/search;jsessionid=B27C6A205DE0BEBABD209E546E83F339?text=Ilex&submit.x=20&submit.y=6
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: MD9 am 01. Januar 2014, 18:51:12
An Baumschulen sollte es in näherer Umgebung von Hardy nicht mangeln, dass Ammerland mit ist ca. eine halbe Autostunde von ihm entfernt, da sollte es an Angeboten von seinen aufgelisteten Pflanzen nicht mangeln.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 19:04:30
Zum Thema Ilex aquifolium - männlich und weiblich - siehe hier(unten bei den Fragen).
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 19:08:49
An Baumschulen sollte es in näherer Umgebung von Hardy nicht mangeln, dass Ammerland mit ist ca. eine halbe Autostunde von ihm entfernt, da sollte es an Angeboten von seinen aufgelisteten Pflanzen nicht mangeln.

Stimmt, nur manchmal hat man den Eindruck, die Baumschulen im Ammerland und in Wiesmoor kennen ausser Rhododendren und Azaleen nichts...
Böhlje hat aber auf jeden Fall eine grössere Auswahl an Ilex aqu.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 19:28:53
Danke für das zahlreiche Feedback!

7 Jahre steht das Gewächshaus aber doch noch nicht? Du meinst vielleicht Christian?

Danke, ja, ich meinte Christian.

Ich liebe Wallhecken, aber ich vermute, ich werde es wohl ohne Wall angehen.

Ich möchte die Bepflanzung gern bunt gemischt, so wie sie auf auf Wallhecken vorkommt. Ich möchte den Garten auch für die Tierwelt möglichst attraktiv gestalten. Dass auch eine freiwachsende Hecken regelmäßig geschnitten werden muss, ist mir bewusst.

Meine vorläufige Einkaufsliste sieht wie folgt vor:

6 x Viburnum opulus
5 x Prunus spinosa
3 x Acer campestre
3 x Carpinus betulus
3 x Corylus avellana
2 x Cornus mas
2 x Crataegus monogyna
1 x Carpinus betulus 'Fastagiata' (soll ans westliche Ende der Hecke)
1 x Cornus sanguinea
1 x Ilex aquifolium
1 x Prunus padus
1 x Rosa canina


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)

Hallo Hardy,

bei den Wildsträuchern, die du hier aufführst, brauchst du Pflanzabstände von mindestens 1,5 besser 2 Metern.

Hast du eine Ahnung, welchen Umfang z.B. eine Haselnuss bekommt? Die stärker wachsenden Arten werden die schwächeren innerhalb weniger Jahre verdrängt haben.

Gruß

troll
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 19:37:30
Ich käme nie auf die Idee, generativ vermehrte Ilex oder sonst was zu kaufen. Da weißt Du ja nie, wie es wird, das ist ja keine Sortenechtheit.

Sorten? Sowas kommt mir nicht in den Garten ;) Ich nehme (fast) ausschließlich die heimisch vorkommenden Wildformen. Und die werden natürlich oft generativ vermehrt.

Horstmann gehört zu den Anbietern, die ich regelmäßig durchsuche, aber Ilex aquifolium (Naturform) haben die derzeit nicht im Angebot, nur Zuchtformen.

Aber ich durchforste mal die hiesigen Baumschulen.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Nina am 01. Januar 2014, 19:38:03
...
bei den Wildsträuchern, die du hier aufführst, brauchst du Pflanzabstände von mindestens 1,5 besser 2 Metern.
Die Pflanzabstände bei Knicks sind anders weil sie ja auch "heknickt" werden:
http://www.kreis-oh.de/media/custom/335_2002_1.PDF?1295953214
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Cryptomeria am 01. Januar 2014, 19:43:58
Es wird eine schöne, gemischte Hecke. Man könnte auch noch Flieder,Sanddorn,versch.andere Wildrosen,versch andere Cornusse ( versch.Zweigfärbung im Winter),Pfaffenhütchen,Forsythie und sicher noch einiges mehr mit einplanen. Aber - wie schon gesagt - aufgrund fehlender Tiefe - gibt es keinen optimalen Windschutz.
Und - wir troll - sagt, die Veränderung wird stattfinden, kann aber auch spannend zu beobachten sein.

VG Wolfgang
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 19:50:58
Das klappt vielleicht bei längeren Wallhecken in der freien Landschaft, wo die einzelnen Arten in Gruppen gepflanzt werden.

Ich habe so etwas vor 20 Jahren selbst ausprobiert. Vor allem Viburnum opulus, Cornus sanguinea und Wildrosen sind gegenüber den baumartigen Gehölzen einfach nicht konkurrenzstark genug.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 19:55:35
... bei den Wildsträuchern, die du hier aufführst, brauchst du Pflanzabstände von mindestens 1,5 besser 2 Metern.

Hast du eine Ahnung, welchen Umfang z.B. eine Haselnuss bekommt? Die stärker wachsenden Arten werden die schwächeren innerhalb weniger Jahre verdrängt haben.

Hi troll,

ich habe Internet und Literatur durchstöbert. Die Angaben variieren zwischen 1 und 2m. In einem Fachbuch habe ich sogar von 0,5 bis 0,8m im Randbereich einer freiwachsenden Hecke gelesen.

Hier ein Beispiel, wo 1m angegeben wird:

Hecken-Ratgeber

Dort ist auf Seite 10 ein zweireihiges Pflanzschema dargestellt.

Damit stärkere Arten die schwächeren nicht verdrängen, wird "geclustert", d.h. mehrere Pflanzen einer Art werden zusammen gesetzt.

Ich habe an der Grenze zum Nachbarn drei Haseln, eine davon sicher schon 5m hoch. Die haben 1,5m Abstand zueinander - das ginge aber auch gut noch deutlich dichter.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 19:57:39
bei den Wildsträuchern, die du hier aufführst, brauchst du Pflanzabstände von mindestens 1,5 besser 2 Metern.


Danke, Troll!
Dann hab ich die Abstände bei meiner Hecke doch nicht ganz so verkehrt gemacht :D
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 20:00:32
Dann hab ich die Abstände bei meiner Hecke doch nicht ganz so verkehrt gemacht :D

Wie alt ist deine Hecke denn, Janis? Und wie dicht ist sie schon?


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 20:02:07
Wenn du mehrere Pflanzen einer Art pflanzt kannst du sie theoretisch in des selbe Pflanzloch stecken und sie tun sich gegenseitig nichts.

Bei den Pflanzanleitungen im Landschaftsbau wird ohnehin von vornherein ein gewisser Schwund eingerechnet. Wenn du zweireihig pflanzt, wirst du auch bei weiterem Abstand einen ausreichenden Windschutz bekommen.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 20:05:08
Nachtrag:

Je mehr du an den Sträuchern schneidest, umso schneller gehen sie durch die stärkere Verzweigung auch in die Breite.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 20:05:31
Wenn da langfristig eine Pflanze verdrängt wird, störts mich ja auch nicht. Wichtig ist mir, dass es erstmal schnell dicht wird. Ich schaus mir einfach mal vor Ort an. Vielleicht gönne ich ihnen auch mehr Platz. Danke jedenfalls für deinen Hinweis.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 20:13:12
Dann hab ich die Abstände bei meiner Hecke doch nicht ganz so verkehrt gemacht :D

Wie alt ist deine Hecke denn, Janis? Und wie dicht ist sie schon?
Wie schon geschrieben, die Sträucher habe ich letzten Herbst gepflanzt.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 20:19:19
Vor allem Viburnum opulus, Cornus sanguinea und Wildrosen sind gegenüber den baumartigen Gehölzen einfach nicht konkurrenzstark genug.

Ist die Wildrose auf meinem Wall dann eine Ausnahme?
Sie wächst in inniger Umarmung mit einer Eiche, hat schon schwindelerregende Höhen erreicht, beide machen einen durchaus zufriedenen Eindruck und Röschen vermehrt sich nach Kräften. :D
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Floris am 01. Januar 2014, 20:23:59
Das Pflanzschema mit einer Pflanze pro Quadratmetern war auch bei uns bei den Naturschutzhecken gebräuchlich. Begründung: es soll schnell dicht werden. In zehn Jahren sah das auch noch ganz gut aus, danach begannen die Pflanzen im unteren Bereich aus Lichtmangel aufzukahlen und die schwachen starben ab. Wenn anfangs nur die Hälfte anwuchs war es besser. Inzwischen wird mit 1,5 mal 1,5 m empfohlen.
Für eine frei wachsende Haselnuss ist das natürlich immer noch zu wenig. In der freien Landschaft werden solche Hecken aber in der Regel nur in sehr großen Abständen mal geschnitten oder auf Stock gesetzt, d. h. die Einzelpflanzen haben Zeit sich zu entwickeln und gehen dann auch in die Breite. Wenn die Hecke aber nur drei meter hoch werden soll, kann man vermutlich doch dichter pflanzen, so dass sie auch unten einigermaßen dicht wird. Insofern finde ich 1 m Pflanzabstand in Ordnung. Du darfst dann aber nicht erst mit dem Schneiden abwarten bis sie die erwünschte Höhe erreicht hat, sondern solltest immer mal wieder stutzen, damit die von Troll erwähnte stärkere Verzweigung auch frühzeitig eintritt.
Nur die Schlehe würde ich übrigens weglassen. Die verbreitet sich durch Wurzelausläufer was mit der Zeit nur noch ärgerlich sein wird.

Grüße, Floris
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 20:27:23
Das Problem bei häufigem Schnitt ist natürlich, dass dies immer auf Kosten von Blüten- und Fruchtansatz geht. Und gerade der ist ja gewünscht.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Floris am 01. Januar 2014, 20:27:28
Anmerkung noch zu Janis` Beispiel mit der Wildrose und der Eiche: Bei einer nur zweireihigen Pflanzung sollten die schwächeren Arten zur Seite ausweichen können. Die echte Verdrängung findet vor allem bei mehrreihigen Pflanzungen im Innern statt.
Damit es schön dicht wird, solltest du deshalb seitlich zur Ausbreitung deutlich mehr als 1 m Raum vorsehen, sonst wird es doch wieder eine Formhecke.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Floris am 01. Januar 2014, 20:29:29
Das Problem bei häufigem Schnitt ist natürlich, dass dies immer auf Kosten von Blüten- und Fruchtansatz geht. Und gerade der ist ja gewünscht.
Häufigen Schnitt meinte ich ja auch vor allem in den ersten Jahren für den Grundaufbau, danach kann man die Pflanzen sicher immer mal ein paar Jahre in Ruhe lassen (außer den Haseln vielleicht).

Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 20:33:48
In einem Hausgarten halte ich es ohnehin für sinnvoller, die fruchtenden Wildsträucher einzeln stehend zu pflanzen und für Schutzzwecke beispielsweise eine Hainbuchenhecke zu setzen, die dann zusätzlich auch noch Nist- und Rückzugsmöglichkeiten für Vögel bietet.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Floris am 01. Januar 2014, 20:43:18
Hardy, wie willst du denn die Sträucher anordnen?
Ich sehen in deiner List 15 großwüchsige und 14 eher weniger großwüchsige Pflanzen.
Wenn du die großen auf die Seite des Gewächshauses pflanzt, kommst du zum Schnitt immer gut dran. Die kleineren stünden dann davor im Süden, würden wenig beeinträchtigt und könnten lange Zeit ohne Schnitt vor sich hinwachsen, blühen und fruchten. Stellt sich nur die Frage des Pflanzabstandes zum angrenzen Graben, den du evtl. freihalten mußt.
Wie wäre es anstatt der Schlehen mit weiteren Rosen und Pfaffenhütchen oder Heckenkirsche als niedrigere Arten?

Grüße Floris
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 20:49:48
Und statt der stark wachsenden "normalen" Haselnuss eine gelb-oder dunkellaubige mit schwächerem Wuchs?
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 21:14:21
Hardy, wie willst du denn die Sträucher anordnen?


Ich hab mir das in etwa so vorgestellt:

(http://www.hardyhuebener.de/garten/2014-01-01_pflanzplan_wallhecke.jpg)

Ich finde Schlehen so toll - redet mir sie bitte nicht aus ;)


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 21:14:38
Die meisten "Zier- und Kulturformen" einheimischer Wildgehölze haben in der Regel auch keinen geringeren ökologischen Wert als die reine Wildform. (Nicht fruchtende bzw. gefüllt blühende Formen nehme ich hier einmal aus)

Die "freie Natur" in einem Garten kopieren zu können, halte ich jedenfalls für eine Illusion.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 21:23:18
Ich finde Schlehen so toll - redet mir sie bitte nicht aus ;)


Ich habe jetzt im Herbst auch 2 Schlehen gepflanzt - denn ich finde sie auch sehr schön, ausserdem sind sie von hohem Nutzen für die Vögel.
So schlimm wird es schon nicht werden mit den Ausläufern....notfalls muss eine Machete her.... :D
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 21:27:23
Die meisten "Zier- und Kulturformen" einheimischer Wildgehölze haben in der Regel auch keinen geringeren ökologischen Wert als die reine Wildform. (Nicht fruchtende bzw. gefüllt blühende Formen nehme ich hier einmal aus)

Die "freie Natur" in einem Garten kopieren zu können, halte ich jedenfalls für eine Illusion.

Es geht mir nicht darum, die "freie Natur" zu kopieren, sondern darum, bei einem für mich nutzbaren und nett anzuschauenden Garten zugleich auch was Gutes für die Tierwelt zu bieten.

Kulturformen einheimischer Pflanzen sind meist von vergleichbarem Wert wie die Wildformen, aber die meisten zahlreichen Exoten in unseren Gärten sind von deutlich geringerem Wert. Es gibt da natürlich aus Ausnahmen und ich will da auch kein "Extremist" sein, aber wo irgend möglich bevorzuge ich einheimische Wildformen.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 21:29:05
So schlimm wird es schon nicht werden mit den Ausläufern....notfalls muss eine Machete her.... :D

Eben, kein Problem, schlimmstenfalls eine Herausforderung ;)


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 21:31:49
Ja, aber zumindest bei den Ilex läufst Du Gefahr, dass Du keine Beeren produzierst, obwohl Du für die Vögel welche produzieren könntest, wenn Du Sorten nähmest. Mach doch bei den Ilex vielleicht eine Ausnahme, Du tust Dir ja auch einen Gefallen, wenn Du die Beeren anschauen kannst ;)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 21:35:29
Ja, aber zumindest bei den Ilex läufst Du Gefahr, dass Du keine Beeren produzierst, obwohl Du für die Vögel welche produzieren könntest, wenn Du Sorten nähmest. Mach doch bei den Ilex vielleicht eine Ausnahme, Du tust Dir ja auch einen Gefallen, wenn Du die Beeren anschauen kannst ;)

Ich schaff das auch mit der Wildform, glaub mir 8)

Entweder ich finde eine Gärtnerei, die entsprechend große Pflanzen anbietet, wo man schon das Geschlecht erkennen kann, oder ich lass erst eine Pflanze groß werden und vermehre dann vegetativ einen anderen Ilex anderen Geschlechts. Außerdem stehen bei meinen Nachbarn sicher auch ein paar Ilexe.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 21:38:38
Hardy,

ich will dir dein Projekt nicht madig machen, weil ich es selbst wichtig finde, einen Garten auch unter ökologischen Gesichtspunkten anzulegen.

Aber ich bezweifele, dass das Vorbild einer "Wallhecke" die Lösung deines Problems ist.

Nur so als Beispiele: Eine einzelne frei wachsende Haselnuss hat sicher einen größeren ökologischen Wert als drei Exemplare, die alle zwei Jahre heruntergesäbelt werden. Drei Viburnum opulus 'Compactum' haben aus dem gleichen Grund sicher sicher auch den selben Fruchtansatz wie drei Exemplare der Wildform in einer Hecke, die nach meiner Einschätzung zwischen Hasel und Feldahorn ohnehin nur die ersten Jahre überleben werden.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: MD9 am 01. Januar 2014, 21:41:14
So schlimm wird es schon nicht werden mit den Ausläufern....notfalls muss eine Machete her.... :D

Eben, kein Problem, schlimmstenfalls eine Herausforderung ;)


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)

Schlehen sind keine herausforderung oder Problem, die Dinger sind noch schlimmer. Ich habe sie dummerweise, eben weil ich sie auch schön und wichtig für die Tierwelt fand, gepflanzt, es gibt keinen Tag an dem ich durch den Garten laufe und sie nicht mindestens zweimal verfluche.Wenn ich einen ausgrabe kommen mindestens zwei wieder, wenn man sie abschneidet kommen auch noch mehr. Wenn man nicht alles an wurzeln ausgräbt kommen sie wieder, habe die Fläche wo sie stehen sogar 30 cm hoch angefüllt, interessiert sie gar nicht, kommen trotzdem wieder. Mein Fazit, wenn an nicht mindestens 1 ha. zur Verfügung hat wo man sie dann in die hinterste Ecke pflanzen kann, lasst bloß die Finger davon.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 21:45:50
Troll,


ich weiß jetzt nicht, worauf du hinaus willst. Von der Wallhecke sind wir ja schon weg. Es wird eine ebenerdige, freiwachsende Hecke, zweireihig. Formhecken mag ich nicht.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 21:47:27
Du willst die frei wachsen lassen, nicht stutzen?
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 21:48:13
Ja, aber zumindest bei den Ilex läufst Du Gefahr, dass Du keine Beeren produzierst, obwohl Du für die Vögel welche produzieren könntest, wenn Du Sorten nähmest. Mach doch bei den Ilex vielleicht eine Ausnahme, Du tust Dir ja auch einen Gefallen, wenn Du die Beeren anschauen kannst ;)

Ich schaff das auch mit der Wildform, glaub mir 8)

Entweder ich finde eine Gärtnerei, die entsprechend große Pflanzen anbietet, wo man schon das Geschlecht erkennen kann, oder ich lass erst eine Pflanze groß werden und vermehre dann vegetativ einen anderen Ilex anderen Geschlechts. Außerdem stehen bei meinen Nachbarn sicher auch ein paar Ilexe.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)

Wenn es dir auf den Fruchtansatz ankommt...

Gibt es bei euch in der Gegend Wälder mit "wilden" Ilex aquifolium in der Strauchschicht? Bei den Ilexvorkommen in den Wäldern hier bei mir auf der Geest sind reich fruchttragende Ilexe sehr selten.

Warum dann nicht gleich Ilex aquifolium 'Alaska' oder 'Pyramidalis' pflanzen. Dies sind weibliche Auslesen der Wildform, bei der ein reicher Fruchtbehang eigentlich garantiert ist.

Und diese Standardsorten sollten eigentlich überall erhältlich sein.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 21:54:21
So schlimm wird es schon nicht werden mit den Ausläufern....notfalls muss eine Machete her.... :D

Eben, kein Problem, schlimmstenfalls eine Herausforderung ;)


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)

Schlehen sind keine herausforderung oder Problem, die Dinger sind noch schlimmer. Ich habe sie dummerweise, eben weil ich sie auch schön und wichtig für die Tierwelt fand, gepflanzt, es gibt keinen Tag an dem ich durch den Garten laufe und sie nicht mindestens zweimal verfluche.Wenn ich einen ausgrabe kommen mindestens zwei wieder, wenn man sie abschneidet kommen auch noch mehr. Wenn man nicht alles an wurzeln ausgräbt kommen sie wieder, habe die Fläche wo sie stehen sogar 30 cm hoch angefüllt, interessiert sie gar nicht, kommen trotzdem wieder. Mein Fazit, wenn an nicht mindestens 1 ha. zur Verfügung hat wo man sie dann in die hinterste Ecke pflanzen kann, lasst bloß die Finger davon.

Ich habe auch so ein "Ding" im Garten. ;D :P ;D

Hier frage ich mich allerdings, auf welche Unterlagen Zierformen wie 'Purpurea' oder 'Rosea' veredelt werden. Du kennst sicherlich Aloys Pöhler? Der müsste es eigentlich wissen.

Wenn meine Schlehe nicht für den Schattenwurf wichtig wäre, hätte ich sie schön längst gerodet. An manchem "Unkraut" hängt aber leider auch das Herz. ;)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 22:09:47
Du willst die frei wachsen lassen, nicht stutzen?

Die Hecke? Nein, die Sträucher müssen hin und wieder auch geschnitten und verjüngt werden. Zumal damit auch Verzweigung angeregt wird und die Hecke damit dichter wächst, als ungeschnitten.

Was ich an Formhecken nicht mag: Sie sehen langweilig aus und man muss sie exakt schneiden, damit sie halbwegs ordentlich aussehen.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 22:10:55
Ja ok, denn sonst hätte ich gesagt, bist Du dabei, einen Fehler zu machen.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 22:14:21
Hier frage ich mich allerdings, auf welche Unterlagen Zierformen wie 'Purpurea' oder 'Rosea' veredelt werden.

Also, Egger veredelt die Purpurea und Rosea beide auf der Wildform, Prunus spinosa.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 22:22:46
Obwohl Eggert sonst eine sehr vertrauenswürdige Bezugsquelle ist, würde ich diese veredelten Schlehen dort nicht kaufen.

Es muss auch andere Veredelungsmöglichkeiten geben...
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: andreasNB am 01. Januar 2014, 22:23:56
Wenn schon freiwachsend, dann pflanze die Großsträucher auf die Garteninnenseite und die "kleineren" auf die Seite zum Graben hin.
Dies gibt den kleineren Sträuchern Raum auszuweichen und genügend Licht.
Und die Pflege der Großsträucher wird einfacher. Außerdem kannst Du diese mit Frühblühern und Schattenpflanzen unterpflanzen.

Bei deinem kleinen Garten rate auch ich Dir von Schlehe ab.
Unerfahrene unterschätzen sie vollkommen.
Umso mehr Du oben schneidest, um so mehr treibt sie unten.
Jede Wurzelverletzung führt zu weiteren Schossern.
Unabhängig davon, Schosser kommen aber auch so, um so länger die Schlehe steht.
Wenn es aber unbedingt Schlehe sein muß, dann nur eine veredelte wie die Auslesen 'Nittel','Merzig' & Co.

Apropo "heimisch".
Sind Zierquitte in der Hecke und Kakteen und Kübelpflanzen heimisch ?
Und wenn es "wirklich" heimisch sein soll, dann müßte auch das Vermehrungsmaterial von wirklich autochthonen Gehölzen gewonnen werden ::)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: andreasNB am 01. Januar 2014, 22:26:32
Obwohl Eggert sonst eine sehr vertrauenswürdige Bezugsquelle ist, würde ich diese veredelten Schlehen dort nicht kaufen.

Es muss auch andere Veredelungsmöglichkeiten geben...
Guckst Du z.B. hier:
- baumschuleritthaler.de
- Obstbaumschule Kiefer
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 22:34:39
Wenn ich einen ausgrabe kommen mindestens zwei wieder, wenn man sie abschneidet kommen auch noch mehr. Wenn man nicht alles an wurzeln ausgräbt kommen sie wieder

Dann bin ich mit dem Problem ja bereits allerbestens vertraut, denn Giersch und Brennesseln verhalten sich ganz genauso. ;D ;D
Im übrigen warte ich jetzt erst mal ab ;)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 22:35:26
Danke

Es geht also doch. :D

Zierformen von P. spinosa auf die Wildform zu veredeln kann eigentlich nur Blödsinn sein.
Aber wenn ich bedenke, was alles als Veredelung auf suboptimalen Unterlagen im Handel ist... ::)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 22:35:40
Apropo "heimisch".
Sind Zierquitte in der Hecke und Kakteen und Kübelpflanzen heimisch ?


Wie ich schon schrub:

Kulturformen einheimischer Pflanzen sind meist von vergleichbarem Wert wie die Wildformen, aber die meisten zahlreichen Exoten in unseren Gärten sind von deutlich geringerem Wert. Es gibt da natürlich aus Ausnahmen und ich will da auch kein "Extremist" sein, aber wo irgend möglich bevorzuge ich einheimische Wildformen.

Und: Die Quitte steht auf der Liste, weil die da schon steht (vom Vorbesitzer). Und die Kakteen sind mein Hobby. Ich teile mein Wohnzimmer ja auch nicht mit der heimischen Tierwelt, warum sollte ich das mit dem Gewächshaus tun?

Ab welcher Größe ist ein Garten für dich "klein"?


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 22:49:39

Bei deinem kleinen Garten rate auch ich Dir von Schlehe ab.
Unerfahrene unterschätzen sie vollkommen.
Umso mehr Du oben schneidest, um so mehr treibt sie unten.
Jede Wurzelverletzung führt zu weiteren Schossern.
Unabhängig davon, Schosser kommen aber auch so, um so länger die Schlehe steht.

Doch nochmal ganz konkret gefragt (denn ich habe im Herbst ja auch 2 Schlehen gepflanzt): in welchem Umkreis treibt die Schlehe Ausläufer?
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: andreasNB am 01. Januar 2014, 22:53:49
Zitat
Ab welcher Größe ist ein Garten für dich "klein"?
Für wurzelechte Schlehen ist deiner es auf jeden Fall ;)
Ich habe übrigens knapp 7000qm von gesamt 1,5ha Grundstücksfläche in Pacht 8)

Noch ein paar Tips:
- Traubenkirsche würde ich nicht schneiden, also in die Ecken pflanzen. Geplanter Standort top.
- Gemeiner Schneeball sollte ohne Schnitt auf akzeptabler Höhe bleiben.
- max. zwei Hasel als Solitäre pflanzen. Übrigens genügt es Haseln 3-5 stämmig zu erziehen. Dies ergibt sehr schöne Größsträucher, welche je nach Genen/Boden/Wasserverhältnissen durchaus nie auf Stock gesetzt werden müssen. Regelmäßiges abschneiden führt nur zu viel Arbeit und einem Dickicht langer dünner Triebe !
- Hainbuche würde ich bei frei wachsenden Hecken nur verwenden, wenn Du sie aller paar Jahre auf Stock setzt und damit für einige Jahre auf eine winddichte Hecke verzichtest.
Ein herumschnippeln/kurz halten führt meiner Meinung nach erst recht zu einer künstlich wirkenden Hecke.
- Weißdorn ist ne gute Wahl. Pflanzbreite von 3m für einen (!) Strauch sollte geradeso ausreichen.
- Kornelkirschen brauchen deutlich mehr Platz. 3-4 m Durchmesser für einen Strauch sollte mind. drin sein - wenn Du sie freiwachsen lassen UND Früchte UND Windschutz haben willst. Am Anfang kannst Du sie ja mit kleineren Sträuchern als Nachbarn kombinieren, welche später verdrängt werden.
- Feldahorn würde ich auch auf 2 reduzieren. Bis die 4m überschreiten sollte es auch lange dauern.
- Säulen-Hainbuche ist gut (plaziert), braucht aber auch Minimum 2m Durchmesser, vielleicht also nicht ganz so knapp auf die G-Grenze pflanzen.


Wenn Du der Tierwelt mit Blüten und Früchten etwas gutes tun magst, dann überlege Quitte und Mispel zu integrieren.

Hast Du an Berberitzen (Sauerdorn) gedacht ?

Apfelbeeren als niedrige Vorpflanzung wären auch passend.

Passen nicht vielleicht auch Kopfweiden in deine Region ?

Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 01. Januar 2014, 23:05:19
Ich habe übrigens knapp 7000qm von gesamt 1,5ha Grundstücksfläche in Pacht 8)

Okay, im Vergleich dazu ist mein Garten eine Briefmarke.


Hast Du an Berberitzen (Sauerdorn) gedacht ?

Passen nicht vielleicht auch Kopfweiden in deine Region ?

Zwei Berberis vulgaris habe ich bereits letztes Frühjahr nordwestlich des Gewächshauses gepflanzt. Ja, und Kopfweiden passen auch sehr gut. An der Südgrenze des Grundstücks (westlich der geplanten Hecke) habe ich daher letzten Winter zwei Weidenstecklinge (vermutlich Salix alba ssp. vitellina = Dotterweide) gesteckt, die ich als Kopfweide stuzen will. Sind auch gut angewachsen.


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Gartenplaner am 01. Januar 2014, 23:05:49
Also ich hab auch Schlehen an der Grenze zum Nachbarn, die grenzt bei mir an die Blumenwiese und wird dort 2x im Jahr mit gemäht, das geht eigentlich.
Man muss nur aufpassen, dass die Hecke nicht "schleichend" sich mehr Platz holt ;D

@andreasNB:
Wenn man die Haseln nicht auf den Stock setzt, bleiben sie dann unten dicht?
Meine Hecke zum Nachbarn wächst jetzt seit vielleicht 10 Jahren und es graut mir davor, sie auf den Stock zu setzen wegen Holzmassen und Arbeit, andererseits hab ich den Eindruck, dass sie auf "Sichtschutzhöhe" bis 3m die letzten Jahre lichter wird :-\
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: andreasNB am 01. Januar 2014, 23:06:43
Doch nochmal ganz konkret gefragt (denn ich habe im Herbst ja auch 2 Schlehen gepflanzt): in welchem Umkreis treibt die Schlehe Ausläufer?
Um so länger sie steht, um so weiter treibt sie ihre Ausläufer. ;D

Aus dem Bauch heraus, im Schnellschuß, würde ich 2-3m sagen.
Wenn die Schosser unmittelbar neben den Altpflanzen hüfthoch sind, mußt Du natürlich von diesen Schossern die 2m rechnen.
So schätze ich das Wachstum aus Beobachtungen grob ein.

Also, selbst wenn man mit den gepflanzten Schlehen leben kann - weil man ringsum mäht - dann sollte man benachbarte Sträucher trotzdem im Auge behalten, da sich dort unbemerkt Ausläufer breit machen können. Von wo die Wurzeln dann weiter streichen können... Gleiches Problem beim Sanddorn.
Hat man einen Naturgarten und keine Nachbargärten, kann man sie schon pflanzen. Genauso wenn die Nachbargärten eher Parks und "alt" sind, also durch Großbäume stark beschattet werden.
Solche eine Situation unterdrückt diese "Lichtbaumarten" auch ganz gut im Ausbreitungsdrang.
Nur, die meisten Gärten werden ja sehr offen und licht gehalten.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Herr Dingens am 01. Januar 2014, 23:10:15
Gartenplaner, die Haselnüsse lichten unten aus, im Laufe der Jahre.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Floris am 01. Januar 2014, 23:12:01
Doch nochmal ganz konkret gefragt (denn ich habe im Herbst ja auch 2 Schlehen gepflanzt): in welchem Umkreis treibt die Schlehe Ausläufer?
Bei uns holen sich die Schlehen vom angrenzenden Grünland bis zu einen Meter pro Jahr, wenn man nicht ständig gegen sie vorgeht.
Ein Großteil der zur Pflege von Naturschutzgebieten mit Offenland eingesetzten Mittel geht für die Schlehenbekämpfung drauf. In dieser Hinsicht sind die oft gescholtenen Neophyten gegen die heimischen Pflanzen Schlehe und Hartriegel echt harmlos.
Dass die Schlehe für die Vögel so wertvoll sein soll, habe ich auch schon gelesen, kann mich aber nicht mehr an die Begründung erinnern. Vogelnester zumindest sehe ich auch in ausgedehnten Beständen keine.
Ich mag die Schlehe auch, aber nicht in meiner Nähe, da bin ich egoistisch. Eine Kultursorte die keine Ausläufer bildet wäre eine Überlegung wert, wenn man sonst keine in der Umgebung hat (was bei uns nicht so ist).

Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: troll13 am 01. Januar 2014, 23:17:01
2 - 3 Meter sind untertrieben!

4 - 5 Meter bei einer Schlehe, die hier seit 20 Jahren steht, sind realistisch.

Wenn ich noch Zeit finde, werde ich den gesamten Beetabschnitt aufnehmen, die weitstreichenden Wurzeln ausgraben und dort kappen, wo sie nicht erwünscht sind. :P

Ich hoffe, die Schlehe überlebt das. Wir lieben sie wirklich. :D
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: andreasNB am 01. Januar 2014, 23:18:14
@andreasNB:
Wenn man die Haseln nicht auf den Stock setzt, bleiben sie dann unten dicht?
Meine Hecke zum Nachbarn wächst jetzt seit vielleicht 10 Jahren und es graut mir davor, sie auf den Stock zu setzen wegen Holzmassen und Arbeit, andererseits hab ich den Eindruck, dass sie auf "Sichtschutzhöhe" bis 3m die letzten Jahre lichter wird :-\

Ne, das nicht. Bei mehrreihiger Pflanzung kann man aber niedrigere Sträucher davor oder auch mit Mahonien & Co. unterpflanzen. Solche Immergrüne passen aber nur in gestalteten Gärten und sicher weniger in Naturgärten.
Oder man macht mit Efeu dicht ;D

Hier mal ein Beispiel welches ich schon in der GPur-Galerie habe.
Gesamthöhe vielleicht 6 m ?
Am See hatte ich schönere Stämme gesehen, aber keinen Photoapparat dabei.


Gesamtansicht



Staemme



Stammansatz

Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 23:21:37
Doch nochmal ganz konkret gefragt (denn ich habe im Herbst ja auch 2 Schlehen gepflanzt): in welchem Umkreis treibt die Schlehe Ausläufer?
Aus dem Bauch heraus, im Schnellschuß, würde ich 2-3m sagen.

Ach soooo - na denn mal tau ;D ;D

Ich muss dann nur die benachbarten Sträucher links und rechts im Auge behalten, nach einer anderen Richtung ist Wiese, die gemäht wird, wenn sich die Schlehen in die vierte Richtung ausbreiten wollen, landen sie auf dem Wall, das wäre auch ok. ;)
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Gartenplaner am 01. Januar 2014, 23:22:57
WOW! Das ist mal ne Hasel :o

Dann komm ich ums absägen doch nicht rum.... :P

Hatte ich noch vergessen, meine ausgewachsenen Bluthartriegel brauchen insgesamt 4m Breite, hatte sie 2m von der Grenze gepflanzt und 2m in den Garten brauchen sie auch nochmal Raum.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 23:29:10
2 - 3 Meter sind untertrieben!

4 - 5 Meter bei einer Schlehe, die hier seit 20 Jahren steht, sind realistisch.


20 Jahre!!!
In der Zeit kann so viel passieren...ein Meteorit einschlagen... die Meereshöhe ansteigen....
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Floris am 01. Januar 2014, 23:34:01
War da in der Standortbeschreibung nicht was mit einem angrenzenden Graben? Ist es da feucht? Dann fände ich den Faulbaum einen schönen Ersatz für die nicht zu bändigenden Haselnüsse. Er blüht zwar unscheinbar aber anhaltend und ist damit eine gute Bienenweide.

@Janis: Gehen dir die Argumente aus? Ich habe meinen Garten schon viel länger als 20 Jahre und bin froh dass ich nicht nochmal grundsätzlich umgestalten mußte.

Grüße Floris

Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 23:38:31
@Janis: Gehen dir die Argumente aus? Ich habe meinen Garten schon viel länger als 20 Jahre und bin froh dass ich nicht nochmal grundsätzlich umgestalten mußte.


Nein, aber ich denke nicht in so langen Zeiträumen.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Gartenplaner am 01. Januar 2014, 23:38:55
Vielleicht sollten wir hier keinen "Überzeugungsfeldzug" gegen Schlehe führen - alle sind jetzt gewarnt und der eine oder andere ist bereit, mehr Risiko in Kauf zu nehmen oder eben mehr Unterhaltspflege zu leisten...
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: andreasNB am 01. Januar 2014, 23:42:14
@Janis: Gehen dir die Argumente aus? Ich habe meinen Garten schon viel länger als 20 Jahre und bin froh dass ich nicht nochmal grundsätzlich umgestalten mußte.
;D

Faulbaum ist eine sehr gute Idee.
Hatte ich gar nicht auf dem Schirm, da bisherige Grundstücke (Eltern,Freunde & Co.) nicht genug Bodenfeuchtigkeit hatten.
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Janis am 01. Januar 2014, 23:51:54
erledigt
Titel: Re:Wallhecke selbst anlegen - Erfahrungen?
Beitrag von: Hardy_whv am 02. Januar 2014, 07:45:15
Ich habe hier Kleiboden, der ist grundsätzlich immer etwas feucht. Und die Hecke steht direkt am Graben, so dass die Wurzeln sicher auch immer etwas Feuchtigkeit haben. Faulbaum kenne ich jedoch nur als sehr lichten Strauch. Ich hab den daher bei der Aufgabenstellung "Windbruch" von der Liste der möglichen Kandidaten gestrichen.

Weitere grundsätzliche Kandidaten wären für mich:

Cornus alba
Viburnum lantana (hab ich schon an einer anderen Ecke des Gartens)
Ligustrum vulgare
Rhamnus carthatica (hab ich schon an einer anderen Ecke des Gartens)
Salix caprea (hab ich schon an einer anderen Ecke des Gartens)
Sambucus nigra


Gruß,

Hardy (http://www.hardyhuebener.de/_pics/smiley_hut_ab.gif)