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Pflanzenwelt => Kräuter, Duft- und Aromapflanzen => Thema gestartet von: erhama am 30. Januar 2014, 21:48:22
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Ich habe mir überlegt, ob ich in meinem Gemüsegarten nicht einige Beete mit einer Einfassung aus Kräutern gestalten sollte. Ich könnte mir vorstellen, dass es hübsch aussieht und nebenbei auch noch Würz-, Tee- oder auch Arzneikräuter liefert.
Welche Kräuter wären Eurer Meinung nach geeignet?
Standort: sonnig, sandig-humoser Boden, relativ hoher Grundwasserspiegel, neigt ohne Kalkgaben zum Versauern.
Die Kräuter sollten nicht zu hoch wachsen (schließlich will ich ja die Gemüsebeete noch problemlos bearbeiten können), ausdauernd (also winterhart) sein, eventuell Kleinsträucher, die ich auch beschneiden kann und sie sollten von Schnecken möglichst gemieden werden. Lavendel, Rosmarin und Thymian wären eigentlich schön, aber für sie dürfte der Standort zu feucht / zu sauer sein.
Könnt ihr mir helfen?
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also bei mir funktioniert eine Lavendelhecke hervorragend! Die sind allerdings schon etwas anspruchsvoll hinsichtlich des Standorts. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Ziest "Big Ears" überall funktioniert, vor allem bildet er sehr schnell dichte Hecken und wächst sehr gleichmässig
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Man kann natürlich Ysop, Minze oder Zitronenmelisse als Einfassung nehmen - aber warum nicht auch Schnittlauch? Sieht hübsch aus, wenn es blüht (sofern man es lässt :)), kann man immer brauchen, und eine Schnecke hab ich noch nie dran gesehen.
Lavendel gedeiht in meinem sauren Boden überhaupt nicht.
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Man kann natürlich Ysop, Minze oder Zitronenmelisse als Einfassung nehmen - aber warum nicht auch Schnittlauch? Sieht hübsch aus, wenn es blüht (sofern man es lässt :)), kann man immer brauchen, und eine Schnecke hab ich noch nie dran gesehen.
Lavendel gedeiht in meinem sauren Boden überhaupt nicht.
Bei Minze und Zitronenmelisse wird's aber notwendig die unterirdischen Ausläufer immer wieder mal zu kappen - sonst hat man bis xy viel mehr als nur eine Beeteinfassung. Das wäre m.E. bei der Auswahl vielleicht mit ein Kriterium bei der Auswahl.
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Bei Minze gebe ich dir recht - und bei Zitronenmelisse - kann das je nach Boden unterschiedlich sein, ob man Ausläufer hat oder nicht? Ich hab nie welche festgestellt (und hätte gerne welche gehabt).
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Bei Minze gebe ich dir recht - und bei Zitronenmelisse - kann das je nach Boden unterschiedlich sein, ob man Ausläufer hat oder nicht? Ich hab nie welche festgestellt (und hätte gerne welche gehabt).
Bei Zitronenmelisse habe ich beides - Wurzelausläufer und einen 'Transporteur'. Denn wie sonst sollen die von alleine eine Pflanzterasse nach oben wandern können?
Dazu muss ich aber sagen, dass bei Minze und Zitronenmelisse es mitnichten sich so verhält wie bei Brennesseln. Es geht recht langsam und kommen sie irgendwo zum Vorschein kann man sie auch problemlos entfernen.
Ysop, Minze oder Zitronenmelisse
Da würde ich dann vielleicht noch Wermuth dazu nehmen. Das ganze ergänzt sich mit einer relativ 'gleichen' Grünfärbung und alle vier sind, wenn sie wachsen, standortfest. Man kann sie ohne Angst einkürzen nach Bedarf - sie kommen wieder.
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Zitronenmelisse wird sehr wuchtig, Stachys 'Big Ears' wächst eher flächig und eignet sich gut für einen Hang, aber Echter Gamander, Teuricum chamaedrys, ist eine schöne Beetumrandung.
Zitronenthymian müsste es auch tun, Salbei wäre schön, wenn man ihn schneiden kann. Schnittlauch ist eine gute Idee und Helichrysum italicum, Currykraut, könnte eine spannende Sache sein, genau wie Artemisia abrotanum, die nach Coca Cola duftet.
Sehr gut eignen sich auch Aurikel, Primula Auricula, als Beeteinfassung, wird hier in der Gegend und in Rheinhessen in alten Gärten verwendet.
Natürliche Beetumrandung, also ein natürlicher Übergang von Beet zu Rasen, besteht aus Günsel, Ajuga, oder Braunelle, Prunella.
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Wir haben Lauchzwiebel und verschiedene Schnittlauch (auch Schnikobel) als Beeteinfassung ums Gemüsebeet.
An sonnigen, durchlässigen Stellen (Kieswege!) haben wir Thymian und Majoran in den verschiedenen Sorten.
Zitronenmelisse oder gar Minze würde mir zu sehr Ausläufer machen und werden auch zum Teil recht hoch, so dass man mit der eigentlichen Beetbepflanzung reichlich Abstand halten muß.
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Niemals Minzen, das ist nur durch konsequentes Abstechen zu kontrollieren. Ich habe hier ein neues Konzept entwickelt, nämlich Stauden zu Gemüse und Kräutern, mir fällt dazu nur kein Schlagwort ein.
Die Beeteinfassungen bestehen aus Calamintha nepeta, Heuchera 'Plum Pudding', Allium schoenoprasum 'Forescate', Dianthus plumarius 'Ohrid', Lavandula 'Hidcote', Hyssopus saravshanicus, Sedum 'Indian Chief', Thymus vulgaris 'Compactus', Teucrium x lucidrys, Globularia elongata, Salvia officinalis 'Berggarten', Salvia nemorosa 'Caradonna' und - Petersilie.
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Sehr schön ist auch der kurze Ysop, Hyssopus officinalis ssp.aristatus. Allerdings braucht man Ysop höchst selten in der Küche. Mich würde eine Beeteinfassung um den Gemüsegarten bei der Bearbeitung stören.
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Gut geht auch Thymus Duftkissen, bleibt schön kompakt und blüht auch noch klasse.
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Pechnelke: blüht üppig im Mai, sonst immergrüne Rosette. Untersuchungen haben gezeigt, daß sie den nachbarlichen Pflanzen förderlich ist.
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Weiß nicht wer es vorschlug, aber Salvia Officinalis ist ein super Vorschlag. Mit dem habe ich hier auch eine kleine Hecke gestaltet und der dürfte auch nicht so anspruchsvoll an die Bodenverhältnisse sein wie Lavendel, oder?
Zitronenmelisse wuchert nicht nur, sondern sät sich im ganzen Garten aus. Ich finde die mittlerweile überall.
Jetzt fällt mir noch Mutterkraut ein, das wächst doch wirklich überall. Niedrig, mit sehr hübschen Blüten. Sät sich zwar auch aus, aber die Sämlinge sind sehr einfach zu entfernen.
@Suse, das sieht ja wirklich wunderschön aus - eine tolle Idee, muss ich mir gleich notieren!!!!
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Nelken! Natürlich die Dianthus gratianopolitanus und da speziell die Sorte Eydangeri!
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Von Zitronenmelisse würde ich auch abraten. Bei mir werden das riesige Büsche und die Versamen sich extrem.
Wenn du soviel Platz entbehren kannst, wie auf dem Foto mit den Nelken, gehen doch viele Kräuter. Ich dachte eher, dass die Hecke kleiner bleiben sollte. Zitronenthymian fände ich gut und Schnittlauch.
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Bei den niedrigen Nelken hätte ich Bedenken, dass die von Unkraut überrannt werden bzw. dass eine Pflanzung auf möglicherweise mehreren Metern Länge deshalb ziemlich Arbeit verursacht. Würde deshalb eher etwas höheres nehmen, was gleichzeitig auch Unkräuter in Schach hält. Katzenminze geht auch noch sehr gut und ist wunderbar pflegeleicht!
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Aber auch sehr wüchsig. Ich habe die Nepeta fass. 'walkers low', die wird gewaltig. Und essen würde ich die nicht ;D
Rosmarin und Lavendel sind toll als Hecke - aber etwas frostanfällig und dann müsste sicher auch etwas gekalkt werden, damit die Bedingungen besser sind. Es soll ja gute frostharte Sorten geben. Bin mit einem Rosmarin grad am Probieren.
Oder vielleicht Bergbohnenkraut, da habe ich auch letztes Jahre eine Pflanze gekauft. Mal sehen, ob es wirklich so gut winterhart ist.
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Es soll ja gute frostharte Sorten geben. Bin mit einem Rosmarin grad am Probieren.
ALLE Rosmarine, die ich bisher bei teuren Spezialgärtnereien mit dem Prädikat "besonders frosthart" kaufte, waren zunächst sehr schwachwüchsig, um dann im Winter einzugehen. Letztes Jahr hab ich einfach im Supermarkt solche Angebots-No-Name-Rosmarine mitgenommen, die bisher immer noch sehr gut aussehen!
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Naja, es sollen ja nutzbare Kräuter sein und eine niedrige Einfassung.
Zitronemelisse wird bei mir keinesfalls zu hoch und wuchtig. Ausläufer macht sie nicht wirklich, vermehrt sich aber durch Aussaat. Ist aber nicht sooo störend.
An den Seiten könnte ich mir auch gut Petersilie und Schnittlauch vorstellen. In die Ecken dann Salbei, Zitronenmelisse, Rosmarin (abgesenkter Topf?), Lavendel als "Kugeln".
Vor Jahren hatte ich bei Sarastro mal Salvia officinalis 'Nana' erworben. Durch die kleineren Blätter wird und wirkt er lange nicht so wuchtig wie der normale.
Bei Dir in der Region würde doch sicher auch ein kleiner Wall aus eher kleinen Feldsteinen sehr gut passen. Die Eiszeit hat doch genügend hinterlassen ;)
In 1-2 Lagen links & rechts (10-15cm Höhe sollten reichen) und dazwischen Erde füllen in der sich Thymian & Co. wohlfüllen. Sollte reichen sie aus dem Bereich des Grundwassers zu halten.
@Gänselieschen,
Bergbohnekraut ist hart. Sät sich bei mir gut aus.
Wie tief treibt Minze eigentlich ihre Ausläufer ?
Würde es nicht genügend einen Streifen (in Spatenbreite) mit einem verzinkten, eingegrabenen Blech zu sichern ?
Die Vielfalt bei den Minzen ist doch so groß, das es schade wäre darauf zu verzichten.
Römische Kamille kenne ich nicht aus eigener Anschauung, aber vielleicht auch möglich.
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Wie tief treibt Minze eigentlich ihre Ausläufer ?
Würde es nicht genügend einen Streifen (in Spatenbreite) mit einem verzinkten, eingegrabenen Blech zu sichern ?
Die Vielfalt bei den Minzen ist doch so groß, das es schade wäre darauf zu verzichten.
Spatenbreite würde m.E. nicht langen, da ich mehrfach auf Spatentiefe und noch tiefer Ausläufer ausgegraben habe und immer noch welche auftauchen, die sich queckenähnlich durch den Boden schlängeln >:( Leider weiß ich den Sortennamen nicht mehr, so eine 08/15-Sorte, die stark nach Kaugummi riecht.
Abgesehen davon sind einige Minzen wie diese ganzen "FruchtSorten" nicht unbedingt winterhart, so dass sie m.E. so oder so besser im Topf aufgehoben sind.
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Im letzten Sommer hatte ich mal verschiedene Kräuter fotografiert. Dabei fiel mir Oreganum auf. Leider stand kein Sortenschild dabei. Ich vermute, es ist 'O. aureum' (hier im Vordergrund) Das könnte ich mir für eine Einfassung auch sehr gut vorstellen.

Kräuterspirale, Oreganum etc.
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Wie tief treibt Minze eigentlich ihre Ausläufer ?
Würde es nicht genügend einen Streifen (in Spatenbreite) mit einem verzinkten, eingegrabenen Blech zu sichern ?
Die Vielfalt bei den Minzen ist doch so groß, das es schade wäre darauf zu verzichten.
Also bei mir ist es so, dass ich mich so alle zwei/drei Jahre mal um die Ausläufer und Aussaaten der Minze kümmere. Deshalb wäre mir der Aufwand mit einem verzinkten, eingegrabenen Blech zuviel und nicht notwendig. Abgesehen davon kommt die Minze mit dem Ausläufer sowieso erst im nächsten Jahr zum Vorschein und da ist man ja sowieso dann mit dem Boden beschäftigt, also keine Extraarbeit. Meistens entferne ich die Minze mit dem Handspaten (sagt man so?) und meistens erst wenn ich etwas anderes an die Stelle setzen möchte. Andererseits bin ich froh um die Aussaaten, denn die wachsen dann manchmal an Stellen an die ich eigentlich nicht gedacht habe und vermindere dafür an anderer Stelle die Menge weil ich ja soviel gar nicht brauche.
Mit dem Spaten reicht es ihn spatentief einzustechen, die Erde anlockern und die Minze ausziehen, fertig. In der Regel kommt sie dann dort nicht nochmal, außer durch neue Ausläufer oder neue Aussaat.
Den Beiträgen nach zu urteilen scheint es sehr bodenabhängig zu sein wieviel die Minze austreibt. Anscheinend ist es bei lockerem sandigem Boden vermehrt und tiefer als bei festem Lehmboden.
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Es soll ja gute frostharte Sorten geben. Bin mit einem Rosmarin grad am Probieren.
ALLE Rosmarine, die ich bisher bei teuren Spezialgärtnereien mit dem Prädikat "besonders frosthart" kaufte, waren zunächst sehr schwachwüchsig, um dann im Winter einzugehen. Letztes Jahr hab ich einfach im Supermarkt solche Angebots-No-Name-Rosmarine mitgenommen, die bisher immer noch sehr gut aussehen!
Apropos Rosmarin. Hier entdeckte ich im Nachbarort einen Rosmarinbusch, der frei im Bauern-Gemüsegarten stand, also gar nicht mal besonders geschützt. Auf die Nachfrage hin, wie lange der schon steht, bekam ich "Sechs Jahre" zu hören. Daraufhin vermehrte ich diesen durch Stecklinge und benamte ihn. Und das im nicht mehr ganz so kalten Innviertel.
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Ich habe den ganzen thread nur überflogen-wenn ich hier jetzt etwas wiederhole bitte ich um Verzeihung. Meine Nachbarin, die alte Bäuerin, hat im Gemüsegarten Petersilie als Beeteinfassung. Sieht entzückend aus und schmeckt...
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(http://up.picr.de/17222405nf.jpg)
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(http://up.picr.de/17222453ni.jpg)
Das erste Bild war vom Spätherbst, dieses wurde im Laufe des Sommers aufgenommen.
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Dies ist mein Versuch, vielleicht auch einmal jungen Leuten das ungezwungene Garteln zu zeigen, eine Kombination von Stauden, Einjährigen und natürlich Gemüse als Füllpflanzung. So viel Zuckerhut-Salat hatten wir noch nie!
Man sieht auch schön die Beeteinfassungen, wie ich sie weiter oben aufzählte.
Beginn der Bepflanzung Anfang Mai.
Das ganze soll einen schlagkräftigen Namen bekommen.
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Toll sarastro ! Bei mir, allerdings viel kleiner, sah das dann immer nach kurzer Zeit sehr abgefressen aus...
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Im letzten Sommer hatte ich mal verschiedene Kräuter fotografiert. Dabei fiel mir Oreganum auf. Leider stand kein Sortenschild dabei. Ich vermute, es ist 'O. aureum' (hier im Vordergrund) Das könnte ich mir für eine Einfassung auch sehr gut vorstellen.

Kräuterspirale, Oreganum etc.
sieht toll aus! Die Sorten von Oreganum schätze ich genauso wie die wilde Pflanze. Origanum vulgare 'Aureum' ist sehr wertvoll, weil erstaunlich langlebig.
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Da eröffnet man einfach mal so einen Thread, geht schlafen und kommt am nächsten Tag schon kaum noch mit dem Lesen hinterher :D :o :D :o :D
Erst mal vielen Dank an alle, für die wunderbaren Anregungen!
Sarastro: genau so wie auf dem Bild wollte ich immer meinen Garten gestalten - Stauden, Kräuter, Gemüse wohlüberlegt und wunderschön gemixt. Tolle Fotos!
Und nun muss ich mich dran machen und alle Eure Anregungen nochmal lesen und überlegen und manches zusammengoogeln.
Liebe Grüße
Marlis
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Apropos Rosmarin. Hier entdeckte ich im Nachbarort einen Rosmarinbusch, der frei im Bauern-Gemüsegarten stand, also gar nicht mal besonders geschützt. Auf die Nachfrage hin, wie lange der schon steht, bekam ich "Sechs Jahre" zu hören. Daraufhin vermehrte ich diesen durch Stecklinge und benamte ihn. Und das im nicht mehr ganz so kalten Innviertel.
Darf man fragen, wie der benamt wurde?
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Sarastro, dein Gemüse-Ziergarten ist wunderbar! Ich kriege grade richtig Lust meinen Vorgarten umzuackern ;D
Würde das nicht unter Cottage-Garten fallen oder suchst du eine schöne Formulierung für den Wegweiser, die etwas moderner klingt?
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Da schließe ich mich gerne an. Diese mit leichter Hand gestalteten Beete erinnern mich sehr an Omas Küchengärtchen direkt vorm Küchenfenster.
Den Ausdruck 'Garteln' finde ich übrigens ganz zauberhaft. Vielleicht könnte man ihn bei der Namensfindung verwenden?
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Das alte Wort "Küchengarten" hatte ich auch schon im Kopf. :) Da es aber bereits existiert und eine Neuschöpfung gefragt ist ... ???
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So, nun habe ich ganz viel nachgelesen und bin bei folgenden Pflanzen hängen geblieben, die sich meiner Meinung nach für den genannten Zweck und Standort eignen: Calamintha nepeta, Teuricum X lucidrys, Zwerysop, Dianthus gratianopolitanus.
Thymian und niedrige Salbei-Arten werde ich einfach mal mit ausprobieren.
Eben fällt mir noch Spitzwegerich ein, der müsste sich auch gut machen.
Ist Origanum vulg."Aureum" ausdauernd? Ich kenne ihn nur als einjährige Pflanze?
Braucht Globularia einen kalkreichen Boden? Mir gefallen besonders G. alypum und G. repens. Aber wenn sie Kalk mögen, scheiden sie leider aus.
Katzenminze pflanze ich lieber nicht als Beeteinfassung, sonst habe ich sämtliche Miezen aus der Umgebung als Dauergast im Gemüsegarten :-\ Überhaupt Minzen: die verbreiten sich hier mit geradezu rasendem Tempo, wenn die erst mal Fuß gefasst haben. Ohne Wurzelsperre geht es mit ihnen gar nicht.
Eins meiner Beete habe ich voriges Jahr schon mit einer Einfassung aus Zitronenmelisse (die treibt hier so gut wie keine Ausläufer) und Schnittlauch versehen und dazwischen immer mal einen Lollo rosso gepflanzt, sah gut aus, aber die Kräuter müssen noch wachsen, das waren alles kleine Ableger bzw. aus Samen gezogene Kleinstpflanzen.
Petersilie würde ich toll finden, aber leider habe ich mich als unfähig erwiesen, die auszusäen. Wird bei mir einfach nix. Als Notlösung kaufe ich ab und zu mal so einen Petersilientopf im Supermarkt und pflanze ihn dann in den Garten.
Nun werde ich überlegen, wie ich die Sache anpacke.
Nochmal vielen Dank an Euch alle.
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Sarastro, was hältst Du von dem Namen "Sarastros Zaubergartel" ?
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Der Rosmarin wurde nach der leider schon verstorbenen Besitzerin benannt: 'Meggie'
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Sarastro, was hältst Du von dem Namen "Sarastros Zaubergartel" ?
Ist zwar meine Erfindung, ich muss aber nicht verewigt werden.
Gefällt mir ausgesprochen gut, endlich mal im Gemüse tätig zu werden! ;D ;)
Übrigens handelt es sich definitiv n i c h t um Origanum vulgare 'Aureum'! Die im Bild gezeigten Polster sind Origanum vulgare 'Thumble's Variety'. Die ist sehr wüchsig und lohnt sich mehr als die schwachwüchsige 'Aureum'.
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Ok, danke für den Hinweis.
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erhama, was für eine entzückende Idee Spitzwegerich als Übergangspflanze zwischen Beet und Rasen zu verwenden! Heute habe ich ihn gerade an solchen Stellen gejätet, das werde ich in Zukunft lassen, mit Ajuga und Prunella zusammen.
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Den kann man da belassen, wo Trampeltiere unterwegs sind!
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was für eine entzückende Idee Spitzwegerich als Übergangspflanze zwischen Beet und Rasen zu verwenden!
Der ist hier ein fürchterliches, riesig werdendes Unkraut. ::)
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ja klar, aber den roten Breitwegerich habe ich auch schon als Beeteinfassung versucht, Spitzwegerich ist im Gegensatz dazu wenigstens unverwüstlich! ;D
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Da hast du irgendwann nur noch Einfassung, ohne Beet. :-X ;D Der rote Breite wächst hier stellenweise in der Wiese.
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Einen Origanum vulgare 'Thumble's Variety' hab ich auf die Mauerkrone meiner Trockenmauer 2011 gepflanzt, er trotzt dort in einer Fuge zwischen zwei Decksteinen der stark heranbrandenden Konkurrenz der Wildwiese dahinter :D
Origanum vulgare 'Aureum' hatte ich vor 20 Jahren als Baumscheibenbepflanzung unter neugepflanzten Kugelahörnern ausprobiert - sah gut aus, verschwand aber schnell :(
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Schöne niedrige Hecken kann man auch mit Plantago sempervirens machen. Ist immergrün und immerschön... ;)
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Ich hätte da auch ein Bild beizusteuern. Das ist Schnittlauch Forescate.
Bei den Salbeis würde ich S. lavandulifolia empfehlen, der bleibt auch kleiner und blüht sehr schön.
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Da hast du irgendwann nur noch Einfassung, ohne Beet. :-X ;D Der rote Breite wächst hier stellenweise in der Wiese.
ach, so schlimm wird es nicht werden, im Beet ist genügend Konkurrenz, Gundermann und unmotivierte Grasbüschel und Geranium phaeum Sämlinge und hier und da eine kleine Magnolie ... ;D
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S. lavandulifolia macht bei mir flache breite Kissen, den als Hecke zu nehmen wäre schade, man müsste ihn ständig im Zaum halten.
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Petersilie würde ich toll finden, aber leider habe ich mich als unfähig erwiesen, die auszusäen. Wird bei mir einfach nix.
Das hat mit "Fähigkeit" nichts zu tun, nur mit der Frische der Samen, ähnlich wie bei Dill. Ich habe beide versucht, aus Samentüten, wieder und wieder. Das wurde nichts. Dill ist irgendwann zugeflogen, wuchs und säte sich selbst aus - seitdem hab ich ihn überall. Den Rest einer Petersiliensamentüte hab ich irgendwann in eine Ecke geschmissen, grimmig, weil wieder nichts gekeimt hatte. Ein einziger Keimling kam, wuchs, blühte und setze Samen an. Die Samenstände hab ich zum Trocknen aufgehängt. Überall rund um die Stelle keimt jetzt Petersilie. Also nicht aufgeben. Nur frischen Samen nehmen. ;)
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Schöne niedrige Hecken kann man auch mit Plantago sempervirens machen. Ist immergrün und immerschön... ;)
und nur in deinem schönen Sandboden. ;)
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erhama schrieb doch auch etwas von Sandboden und wohnt nur wenig weiter nördlich...
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S. lavandulifolia macht bei mir flache breite Kissen, den als Hecke zu nehmen wäre schade, man müsste ihn ständig im Zaum halten.
schade, die Idee gefiel mir sehr gut!
Ich bin übrigens auch so eine "KeinGlückmitPetersilie"-Gärtnerin :D
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erhama schrieb doch auch etwas von Sandboden und wohnt nur wenig weiter nördlich...
ja, ja, aber ich hätte auch gerne diese Spezies, wie eigentlich alle Wegeriche, im Garten. Sie tuns leider nicht. Nur der Spitzwegerich ist ein treuer Typ.
Was ihr alle mit der Petersilie habt! Ich kauf mir immer welche im Topf, vorzugsweise glatte und pflanze sie in Kübel. Im Gartenboden tun sie es hier nicht.
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Echt? Breitwegerich wächst bei Dir auch nicht?
duck und weg
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Plantago major 'Rosularis' ist schon wieder verschwunden. :'( Ansonsten ist Breitwegerich im Wiesengarten nicht vorhanden.
Hier im Hausgarten habe ich Breitwegerich, der vor der Blüte den Hosta Konkurrenz macht. ;D
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Hab nun nicht alle vier Seiten gelesen aber hat schon jemand Thymus vulgaris 'Compactus' vorgeschlagen?
Für mich eine ideale Einfassungspflanze für diesen Zweck. Es geht doch wohl um Gemüsebeete oder irre ich mich da?
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Salbei, hier nicht als Beet- sondern als Raseneinfassung, ua gemischt mit Artischocken und rotem Mangold.

Beeteinfassung Sanssouci
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Dies ist mein Versuch, vielleicht auch einmal jungen Leuten das ungezwungene Garteln zu zeigen, eine Kombination von Stauden, Einjährigen und natürlich Gemüse als Füllpflanzung. So viel Zuckerhut-Salat hatten wir noch nie!
Man sieht auch schön die Beeteinfassungen, wie ich sie weiter oben aufzählte.
Beginn der Bepflanzung Anfang Mai.
Das ganze soll einen schlagkräftigen Namen bekommen.
Wie wäre es mit "AllesinEins-Beet" ? oder neudeutsch : all-in-one? :-X
oder Parzellentraum ;)
Na, dann hoffe ich mal das deine Erfahrungen in absehbarer Zeit auch in Buchform erhältich sein werden :D
Da ich demnächst unter die Kleingärtner gehe- und ich gerne sowohl Gemüse als auch Schnittblumen ziehen möchte - hab ich in letzter Zeit so einige Bücher gelesen. "Beetgestaltung" für Kombinationsbeete aus Gemüse, Einjährigen und Stauden kamen dabei meist von der Insel. Für oberbayrische Bedingungen sind die Empfehlungen nur bedingt brauchbar.
Erprobte Tipss wären hochwillkommen!
VG pi
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Der ist leicht erkenntlich an seinen gekräuselten Blättchen, hübsch, aber nur etwas für Liebhaber. 'Thumble's Variety' ist dagegen ein prima Wachser. Wir haben ihn an diversen Stellen stehen. Er sieht die ersten drei,vier Jahre gut aus, sollte dann aber verjüngt werden.
Übrigens wurden noch gar nicht die zahlreichen Thymiansorten genannt. Mir fallen ein:
Thymus x citriodorus 'Doone Valley'
Thymus 'E.B. Anderson'
Thymus x citiodorus 'Golden King'
Thymus 'Silver Queen'
Zu welchen Arten er gehört, ist leider nicht immer exakt feststellbar. Einige erkennt man am Duft, zu welcher Gruppe er gehört.
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Salvia lavandulifolia ist echt kaum zu bekommen. Er kommt aus Südspanien. Meist wird S. officinalis var. lavandulifolia vermehrt und gehandelt.
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(http://up.picr.de/17229810oq.jpg)
Einfassung: Alchemilla epipsila
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(http://up.picr.de/17230035ia.jpg)
So entstand das etwa 150 qm große Beet. Zuerst kamen die Einfassungspflanzen dran. Ihr seht, welch jungfräulicher Boden vorhanden ist!
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Salvia lavandulifolia ist echt kaum zu bekommen. Er kommt aus Südspanien. Meist wird S. officinalis var. lavandulifolia vermehrt und gehandelt.
Aha, wieder was gelernt! Der würde hier dann auch eh nix werden - genauso übrigens wie bei mir in 7b die panaschierten Salbeisorten.
Alchemilla habe ich auch hier, hat halt den Nachteil, dass man nach der Blüte zurückschneiden muss und die "Hecke" dann mind. 2 Woche eher unansehlich aussieht.
Basilikum wäre auch noch eine Idee, aber da müsste ich hier soviel Schneckenkorn streuen.
Rukola ginge ja eigentlich auch, sieht halt nur nicht "ordentlich" aus.
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Rukola habe ich auch gepflanzt, jedoch den ausdauernden.
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Hier noch einmal ein Versuch mit Teucrium als Beeteinfassung (praktisch als Buchsbaumersatz):

Teucrium Beetumrandung
Die Stecklingsvermehrung klappt problemlos.
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Rukola habe ich auch gepflanzt, jedoch den ausdauernden.
mir fälllt grade auf, dass man bei solchen Überlegungen auch bedenken muss, dass man ggf. die Einfassung ja auch verköstigt. Eine Hecke aus Rukola würde bei mir also niemals gleichmässig schön aussehen können, davon ess ich einfach zuviel ;D
Das Teucrium sieht klasse aus, dürfte auch winterhärter sein wie der Lavendel, oder?
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Der Teucrium wird bei uns viel zu wenig als Hecke verwendet. Es sollte aber T. x lucidrys sein, nicht der gewöhnliche T. chamaedrys, welcher ja in die Breite wächst.
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Mine, wenn man eine wilde Rucolahecke hat, dann wird man die niemals zu Boden essen können, dafür ist diese Pflanze einfach zu ergiebig. Du kannst beim Ernten einfach einzelne Blätter rausschneiden, dann sieht es auch nicht so zerrupft aus.
Teucrium ist tiptop winterhart.
Was ich mir überlegen würde: Die Gemüsebeete werden ja dauernd "aufgepimpt" und somit jährlich fetter. Das könnte Pflanzen, die einen kargen Standort bevorzugen, eher missfallen.
Ausserdem würde ich persönlich keine Einfassung aus Pflanzen ziehen, die zu den gängigen Gemüsefamilien zählen (Kohlgewächse wie Rucola z.B.), es sei denn, du praktizierst Mischkultur.
Ich halte es wie Staudo, mich würde eine Einfassung stören und mir v.a. zu viel kostbaren Platz wegnehmen. Nichtsdestotrotz sind die Fotos hier ein Traum!
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(http://up.picr.de/17230386av.jpg)
Hier einige klassische Beete mit Zierkohl und Artischoken, aufgenommen vor 14 Tagen in der Alhambra, einem der schönsten Plätze der Welt, das kann man ohne große Übertreibung sagen! Hier ist natürlich der Buxus als klassische Beeteinfassung gewählt worden.
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Mine, wenn man eine wilde Rucolahecke hat, dann wird man die niemals zu Boden essen können, dafür ist diese Pflanze einfach zu ergiebig. Du kannst beim Ernten einfach einzelne Blätter rausschneiden, dann sieht es auch nicht so zerrupft aus.
Teucrium ist tiptop winterhart.
Was ich mir überlegen würde: Die Gemüsebeete werden ja dauernd "aufgepimpt" und somit jährlich fetter. Das könnte Pflanzen, die einen kargen Standort bevorzugen, eher missfallen.
Ausserdem würde ich persönlich keine Einfassung aus Pflanzen ziehen, die zu den gängigen Gemüsefamilien zählen (Kohlgewächse wie Rucola z.B.), es sei denn, du praktizierst Mischkultur.
Ich halte es wie Staudo, mich würde eine Einfassung stören und mir v.a. zu viel kostbaren Platz wegnehmen. Nichtsdestotrotz sind die Fotos hier ein Traum!
Stimmt, ich habe auch nur ausdauernde Einfassungspflanzen gewählt und nach Möglichkeit solche, die den doch fetten Boden gut vertragen. Nelkenpolster stehen schon an der Grenze, auch Calamintha ist in ärmeren Böden ausdauernder. Aber wir werden sehen.
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Hier noch einmal ein Versuch mit Teucrium als Beeteinfassung (praktisch als Buchsbaumersatz):

Teucrium Beetumrandung
Die Stecklingsvermehrung klappt problemlos.
Teuricum chamaedrys. Liebt durchlässigen Boden und Kalk. Bei mir wurde nie was draus, aber es sieht toll aus!
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Die verschiedenen Thymiane werde ich auch ausprobieren, mal sehen, wie sie mit dem nährstoffreichen Gemüsebeeträndern klar kommen. Für Bergbohnenkraut gilt das gleiche.
Mit den strenggeschnittenen Buchshecken habe ich es nicht so, auch nicht mit geometrisch angelegten Beetformen. Ich habe die Beete nach folgendem Prinzip angelegt bzw bin immer noch dabei:
Erst mal die Bodenoberfläche anschauen - ich habe z.B. einen kleinen Absatz, der sich durch den ganzen Garten zieht. Der wurde mit einem Mäuerchen noch verstärkt. Dann habe ich beobachtet, auf welchen Pfaden ich mich bevorzugt durch den Garten bewegt habe - daraus wurden Wege. Alles andere soll mit Ausnahme einer kleinen Obstwiese, Teich etc früher oder später "Beet" werden. Da sind unregelmäßige Formen vorprogrammiert, und es würde mich überhaupt nicht stören, wenn sich die Beeteinfassungen dieser gewollten Unregelmäßigkeit anpassen.
(Ach, ich freue mich schon drauf, hier dann mal Bilder reinzustellen...)
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Erst mal die Bodenoberfläche anschauen - ich habe z.B. einen kleinen Absatz, der sich durch den ganzen Garten zieht. Der wurde mit einem Mäuerchen noch verstärkt. Dann habe ich beobachtet, auf welchen Pfaden ich mich bevorzugt durch den Garten bewegt habe - daraus wurden Wege. Alles andere soll mit Ausnahme einer kleinen Obstwiese, Teich etc früher oder später "Beet" werden. Da sind unregelmäßige Formen vorprogrammiert, und es würde mich überhaupt nicht stören, wenn sich die Beeteinfassungen dieser gewollten Unregelmäßigkeit anpassen.
(Ach, ich freue mich schon drauf, hier dann mal Bilder reinzustellen...)
Das ist eine sehr kluge Herangehensweise, zu schauen, welche Wege man bevorzugt im Garten nimmt und diese dann auch als Wege zu definieren (befestigt oder nicht), wenn man erst Wege plant, und dann feststellt, dass sie unpraktisch sind, macht das doppelt Arbeit.
Bodenoberfläche und deren Besonderheiten beachten und/oder verstärken ist schon ansatzweise ein Arbeiten mit dem "genius loci", dem Wesen eines Ortes ;)
Auf die Bilder freu ich mich :)
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Beim Spaziergang heute ist mir dann mal so eingefallen, dass wir hier noch mit keinem Wort die Ampfer erwähnt haben. Einen Blutampfer habe ich schon an einen Beetrand gepflanzt - der war mir woanders im Weg - jetzt muss ich mal schauen, ob es noch andere Ampfer gibt, die passen würden.
Ich denke, letzendlich wird es wohl die Mischung aus vielen Arten sein, die den Reiz ausmacht.
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Blutampfer! Sicher super.
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Ebenso Sauer- und Schildampfer - wer kennt noch andere Ampfer??
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Salvia lavandulifolia ist echt kaum zu bekommen. Er kommt aus Südspanien. Meist wird S. officinalis var. lavandulifolia vermehrt und gehandelt.
Danke, ich habe schon bemerkt, dass da verschiedenes in Umlauf ist. Ich persönlich bevorzuge die vulgaris - Variante, da der Echte zwar einen spannendes, aber nicht übermäßig angenehmes Aroma hat und eher nicht küchentauglich ist, während der Abkömmling von vulgaris eine schönen Wuchs hat, schöne Blüten und einen guten Geschmack, sich für Gefäße und Balkon sehr gut eignet mit sehr guter Winterhärte und er wächst nicht mehr in die Breite wie andere Salbeis auch. Will sagen: eigentlich wachsen doch alle breit und taugen als Beeteinfassung nur mit Aufwand oder kurzfristig.
Zu Ampfer: lasse nie einen Ampfer aussäen, Du wirst es bereuen! Ich hatte vor Jahren mal einen Blutampfer, auf den ich nicht aufgepasst habe, den ich aber wieder loshaben wollte und noch immer jäte ich seine Sämlinge. Schildampfer, einmal eingewachsen und in gutem Boden wächst wirklich rasant.
Noch eine Idee: wie wärs mit Bärwurz? Der wächst anfangs zwar extrem langsam, aber dann ist er sehr schön und gut küchentauglich, nicht die Wurzel, sondern das Kraut, ähnlich wie Dill verwendbar.
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Schöne niedrige Hecken kann man auch mit Plantago sempervirens machen. Ist immergrün und immerschön... ;)
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Die Idee!
Lässt sich der durch Stecklinge vermehren? (Hab nur 2 Pflanzen)
(Kann man den essen?)
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Ich hätte da auch ein Bild beizusteuern. Das ist Schnittlauch Forescate.
Bei den Salbeis würde ich S. lavandulifolia empfehlen, der bleibt auch kleiner und blüht sehr schön.
Schnittlauch habe ich grad überhaupt nicht mehr - diese Idee begeistert mich. Hast du den gesät oder gepflanzt?
@ Krümel: Ruccola wächst bei mir sehr üppig - und sehr liederlich. Das wäre für so einen gepflegten Bauerngarten keine schöne Einfassung. Höchstens im Frühjar.
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@ Krümel: Ruccola wächst bei mir sehr üppig - und sehr liederlich.
Bei mir genauso - somit von all den vielen, tollen Vorschlägen hier so ziemlich der einzige KO-Kandidat für mich (wächst aber wg. seiner Unverzichtbarkeit weiterhin liderlich im "Inneren"). Bisher hatte ich gar nicht vor, irgendwelche Hecken in meinem ca. 12qm großen Obst- und Gemüse-Kräuter-Garten unterzubringen. Jetzt bin ich doch sehr stark in der Planung ;)
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Schöne niedrige Hecken kann man auch mit Plantago sempervirens machen. Ist immergrün und immerschön... ;)
:o
Die Idee!
Lässt sich der durch Stecklinge vermehren? (Hab nur 2 Pflanzen)
(Kann man den essen?)
Ja, davon kann man Stecklinge machen, im Sommer, so wie von Salbei oder Heiligenkraut. Außerdem setzt er Samen an und lässt sich leicht aussähen. Ist sehr gut schnittverträglich. Ob man ihn essen kann weiß ich nicht, habe noch nicht gekostet.
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Dachte, weil du ihn bei den Kräutern vorgeschlagen hast.
Ich werds mal probieren mit Stecklingen. Vielleicht hat er sich ja auch schon ausgesät.
Erstaunt bin ich von der Frosthärte.
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Plantago sempervirens ist in manchen Böden eine eher kurzlebige Angelegenheit.
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Aber es lässt sich leicht aussäen. Meines lebt jetzt schon das dritte Jahr - mindestens!
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Plantago sempervirens ist in manchen Böden eine eher kurzlebige Angelegenheit.
Magerer Boden (steinig-sandig-anlehmig), trocken, volle Sonne (Südseite), dann bleibt es.
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Plantago sempervirens ist in manchen Böden eine eher kurzlebige Angelegenheit.
Magerer Boden (steinig-sandig-anlehmig), trocken, volle Sonne (Südseite), dann bleibt es.
Das trifft auch auf viele der hier vorgeschlagenen mediterranen Kräuter zu (Thymus, Salvia lavandulifolia, Teucrium, Helichrysum...)
Also nicht die allerbeste Lösung in mistgedüngten fetten Kohlböden ;)
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Hallo Zusammen,
hat von euch schonmal jemand Oreganum als Umrandung probiert? Ich möchte dieses Jahr meinen neuen Gemüsegarten anlegen, am liebsten klassisch mit Rondell und 4 Beeten drum rum. Als Umrandung ist mir sonst nur Schnittlauch tauglich erschienen.
Lavendel fänd ich auch schön, oder Thymian, aber die vertragen ja keinen fetten Boden, oder? Der Garten liegt
nach Süden, also volle Sonne.
Auch hatte ich mal an Einjährigen überlegt. Wie z.B. Ringelblumen und nicht rankende Kapuziner Kresse, auch um die Zeit bis zu einer endgültigen Entscheidung zu überbrücken.
Was meint ihr dazu?
L.GR.
Bienenkönigin
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Ich werde bei mir einen niedrigen Oregano (mal als "scharfer Oregano" gekauft) versuchen. Der ist ähnlich kompakt wie der gelbe Oregano.
Zudem werde ich meine Winterheckezwiebel teilen und als Einfassung pflanzen. Hoffentlich reicht das komplett drumrum.
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Bei mir wuchern eigentlich alle Oreganos in die Breite und versamen außerdem ganz irre. Winterheckenzwiebel kann ich mir gut vorstellen, die wächst schlank aufrecht. Könnte aber ziemlich hoch werden.
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Bei mir wuchern eigentlich alle Oreganos in die Breite und versamen außerdem ganz irre. Winterheckenzwiebel kann ich mir gut vorstellen, die wächst schlank aufrecht. Könnte aber ziemlich hoch werden.
Die kann man aber gut schneiden ;D
Aber trotzdem eher die Megaschnittlauch-Variante. Ich muss meine eh mal teilen, sie sitzt schon so lange am gleichen Standort und wächst rückwärts.
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Bei mir sind die Oreganos vor allem nicht so winterkompatibel - gibt es da bestimmte Sorten, die man besser meiden sollte bzw. welche, die besonders winterfest sind?
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Ringelblumen kann ich mir als Beeteinfassung, die auch noch geometrisch aussehen soll, nicht vorstellen. Die werden sehr schnell sehr groß und können locker 50cm breit werden. Als Lückenfüller, der aber rausgerupft werden muss, wenn der Salat oder was auch immer eigentlich im Beet wächst, größer werden soll, sind sie schön.
Ringelblumen passen gut in einen verspielt chaotischen Mischkulturgarten.
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Bei mir sind die Oreganos vor allem nicht so winterkompatibel - gibt es da bestimmte Sorten, die man besser meiden sollte bzw. welche, die besonders winterfest sind?
Auch hier gilt: Trocken, mager, sonnig- dann sind sie unverwüstlich.
was hast du für einen Boden?
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Ringelblumen kann ich mir als Beeteinfassung, die auch noch geometrisch aussehen soll, nicht vorstellen. Die werden sehr schnell sehr groß und können locker 50cm breit werden. Als Lückenfüller, der aber rausgerupft werden muss, wenn der Salat oder was auch immer eigentlich im Beet wächst, größer werden soll, sind sie schön.
Ringelblumen passen gut in einen verspielt chaotischen Mischkulturgarten.
In einem solchen hatte ich sie zwischen den Beeten, auf fetter Kohlkopferde... ;)
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Das Problem bei den Kräutern als Beeteinfassung ist halt dieses:
Die meisten bekannten wollen einen mageren Boden - nix für deftige Gemüseerde.
Viele, die auf fetten Boden stehen, wachsen in unansehnliche Höhen oder halt "liederlich" (was mir wiederum besonders gut gefällt ;D).
Gängig sind Gehölze wie Buchs, aber die haben den Nachteil, dass sie mit ihren Wurzeln sowohl dem Gemüsegärtner als auch den Gemüsen ins Gehege kommen (nährstoffmässig). Ausserdem sind es keine Kräuter.
Vermutlich kommen am ehesten die Klassiker Schnittlauch und Petersilie in Frage. Da muss man wiederum drauf achten, angrenzend keine Gemüse derselben Familie zu setzen, sonst wird der Boden über kurz oder lang einseitig ausgelaugt.
Ich lass am Rand (und mittendrin) gerne mal was stehen, was sich von selber aussät - Ringelblumen, Dill, Kamille, Borretsch, Baumspinat, Petersilie, ... und nutze das auch küchentechnisch. Aber eine ordentliche Reih-und-Glied-Einfassung ist das keinesfalls.
Gerade eingefallen: Wär vielleicht Heilziest (Stachys officinalis) etwas? Der würde vom regelmässigen Wässern profitieren, wird nicht zu hoch, sieht auch ohne Blüten schmuck aus und ist immerhin ein Heilkraut.
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Ringelblumen kann ich mir als Beeteinfassung, die auch noch geometrisch aussehen soll, nicht vorstellen. Die werden sehr schnell sehr groß und können locker 50cm breit werden. Als Lückenfüller, der aber rausgerupft werden muss, wenn der Salat oder was auch immer eigentlich im Beet wächst, größer werden soll, sind sie schön.
Ringelblumen passen gut in einen verspielt chaotischen Mischkulturgarten.
Seh ich ähnlich. Wenn's trotzdem in so eine Richtung (blütenfarbe etc.) gehen kann oder soll, ist Tagetes tenuifolia, Gewürztagetes, vielleicht eine - allerdings auch einjährige - Aternative.
LG
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Tagetes, Ringelblumen und Kapuzinerkresse geben sehr schöne Beetumrandungen ab, wenn der Garten groß genug ist. Claude Monet hat sowas gemacht.
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Tagetes ist sowieso eine vergessene Pflanze, finde ich. Es fehlen die alten Weiber, welche die immer für den Friedhof selbst aussäten und dann die überzähligen Sämlinge an Bedürftige verteilten.
Seit meine Oma nicht mehr ist, hatt ich keine "Stinkerli" mehr. :(
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Gibt es schon noch, aber es braucht auch größere Gemüsebeete, sonst ist der Platz schnell zugewuchert:

Tagetes, Gemüsebeete
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Gut, ich verbessere mich: Ringelblumen kann ich mir als mindestens 50cm breite Beeteinfassung vorstellen ;D.
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Ringelblumen wachsen bei mir sowieso nach eigenem Gutdünken, wo sie stören, werden sie im Anfangsstadium weg gejätet und zieren dann den Kompost. Als Beeteinfassung würde ich sie definitiv nicht wählen, dazu werden sie mir zu groß.
Tagetes säe ich immer spät noch mal aus - Anfang Juli - und die Pflänzchen kommen dann immer dorthin, wo ich eine Kartoffelstaude ausgebuddelt habe. Aber das ist schon ein anderes Thema :) .
Gewürztagetes habe ich mit dieses Jahr als Samen bestellt, wie groß werden die denn bei Euch so? Ich würde sie als Beeteinfassung gern mit ausprobieren.
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...Gewürztagetes habe ich mit dieses Jahr als Samen bestellt, wie groß werden die denn bei Euch so? Ich würde sie als Beeteinfassung gern mit ausprobieren.
Angegeben werden sie mit 20 - 30 cm. Könnte aus meiner Erinnerung auch ungefähr hinkommen - ich hatte sie erst ein Mal und das ist schon ein bisschen her...
Sie haben übrigens einen ganz anderen Duft als die klassischen Tagetes (den ich persönlich jetzt auch nicht soooo unangenehm finde). Und man kann sie auch noch lecker in Quark, Salat oder, ... untermischen.
LG
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ich habe im Gemüsegarten unendliche viele Sämlinge von Mutterkraut gefunden. Die habe ich vorhin alle ausgegraben und damit eine kleine Hecke gebaut. :)