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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: Nemesia Elfensp. am 10. März 2014, 14:45:15
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Hallo zusammen,
dieses Jahr möchte ich in meinem Gemüsegarten für meinen Sandboden (etwa 25 -33 Bodenpunkte) gerne das "4. Stück" (ich habe mich für eine 4 Felderwirtschaft entschieden) mit Ölrettich als Gründünger einsäen.
1. Welche Sorte ist zu empfehlen?
2. und hat jemand eine günstige Bezugsquelle für mich?
Ich benötige pro Jahr Saatgut für ein Teilstück a 100m².
3. wie lange ist wohl die Keimfähigkeit des Ölrettich?
Oder hat jemand eine ganz andere Idee, welche Gündungung mit allen Gemüsearten auch neutral wäre.
Mein Plan ist, grundsätzlich im ersten Jahr nach der Gründüngung die Kartoffeln zu pflanzen und dann erst im darauf folgendem 2. Jahr die Starkzehrer wie Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Blumenkohl, Rosenkohl, Chinakohl. Gurken, Kartoffeln, Lauch, Sellerie, Kürbis und Zucchini.
3. Jahr die Mittelzehrer und
4. Jahr die Schwachzehrer
5.Jahr wieder Gründüngung
Wie groß sollte der zeitliche Abstand zwischen dem Ölrettich und den Kohlpflanzen sein? Reichen da das eine Jahr Kartoffeln aus......?
Oder ist es doch zu empfehlen eine andere Wahl bei der Gründungungspflanze zu treffen?
Über einen Gedankenaustausch und Tips würde ich mich sehr freuen!
Nemesia
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Was erwartest du dir von der Gründüngung?
Der Begriff "Düngung" suggeriert ja, dass eine Anreicherung von Nährstoffen stattfindet. Das erfolgt allerdings nur beim Stickstoff und dem Anbau von Leguminosen.
Bei allen anderen Pflanzenfamilien wird lediglich der Boden beschattet und die Auswaschung der Nährstoffe verhindert, die Nährstoffe sozusagen konserviert aber nicht vermehrt.
Für ordentliche Erträge wirst du also trotz Grün"düngung" anschließend düngen müssen.
Die notwendigen Anbaupausen bei den üblichen Fruchtfolgekrankheiten des Kohls liegen irgendwo zwischen 3 und 7 Jahren, so dass ich für Zwischenfrüchte keine Kreuzblüter verwenden würde.
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Hallo Floris,
Danke für Deine Antwort!
Du fragst mich:
Was erwartest du dir von der Gründüngung?
von einer Gründüngung erhoffe ich mir:
1. Schutz für das brachliegende Stück Gemüsegarten, welches ja ruht
2. durch das Gründungungsmaterial erhoffe ich mehr organisches Material, welches ich dann später einarbeite.
3. Schutz und Ergänzung des Kompostes, welchen ich zur Düngung aufbringen werde. (ich habe kompostierten Pferdemist, den ich mit Grasschnitt vermengt, aufgesetzt habe)
4. möchte ich die unteren Bodenschichten mit einem Tiefwurzler "aufschließen" ,
5. ich möchte gerne eine zusätzliche Humusschicht aufbauen und später evtl. nicht mehr umgraben.
6. möchte ich den Boden wieder auflockern, da er vor unserer Nutzung durch schwere landwirtschaftliche Maschinen verdichtet wurde - es war eine Stilllegungsfläche, die zweimal im Jahr geschlegelt/gemäht wurde.
7. Unkrautunterdrückung - weil keine "nackte" Erde.
Zu den Bodenschichten ist noch folgendes anzumerken:
Wir haben festgestellt, daß in etwa 40-50 cm Tiefe unter der feinsandigen Oberschicht, eine gelb/rötlich Bodenschicht liegt. Ich vermute, daß es sich um eine weitere Sandschicht handelt - Lehm ist es nicht.
Ausserdem weiß ich, durch Nachfrage bei der Behörde, daß wir hier einen sehr stark schwankenden Grundwasserspiegel haben. Im Winter steht das Grundwasser bis etwa1,00 - 1,30 unter der Oberfläche, im Sommer fällt der Grundwasserspiegel auf etwa 5m tief ab.
Ich denke mir, daß der Gemüsegarten vorrangig eine feuchtigkeithaltende Humusschicht benötigt, um mit den Wasserverhältnissen im Sommer zurecht zu kommen.
Der Begriff "Düngung" suggeriert ja, dass eine Anreicherung von Nährstoffen stattfindet. Das erfolgt allerdings nur beim Stickstoff und dem Anbau von Leguminosen.
Bei allen anderen Pflanzenfamilien wird lediglich der Boden beschattet und die Auswaschung der Nährstoffe verhindert, die Nährstoffe sozusagen konserviert aber nicht vermehrt.
Ich fasse den Begriff "Düngung" nicht so, wie im herkömmlichen Sinne.
Beim Begriff der Grün"düngung" habe ich eher den hegenden und pflegenden Charakter einer Gründüngung im Sinn - also Vermeidung von Bodenerosion, Zuführung von Humusmasse, Fütterung der Mikroorganismen.
Für ordentliche Erträge wirst du also trotz Grün"düngung" anschließend düngen müssen.
Ja, dafür möchte ich den Pferdedung/Grasschnitt-Kompost nutzen. (Hier wurde noch ein Teil Geflügeldung und eine Kleinigkeit Holzasche hinzugefügt)
Alles mit gut Laub und Strauchschnitt vermengt und locker aufgesetzt, sollte es eigentlich ein guter Dünger sein, oder?
Die notwendigen Anbaupausen bei den üblichen Fruchtfolgekrankheiten des Kohls liegen irgendwo zwischen 3 und 7 Jahren, so dass ich für Zwischenfrüchte keine Kreuzblüter verwenden würde.
Tja, da kommt dann wohl der Ölrettich nicht unbedingt so gut in Frage - aber gibt es überhaupt eine Gründüngung, die nicht zur Familie der Kreuzblüter gehört und trotzdem tiefe Wurzeln treibt (also Bodenverdichtungen beseitigt) und den Boden gut bedeckt?
LG
Nemesia
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Du fragst mich:
... weil ich auch schon andere, unrealistische Vorstellungen erlebt habe.
Wenn das eine Stillegungsfläche war, ist der letzte Rapsanbau wohl schon einige Zeit her. Dann könntest du sicher mal mit Ölrettich anfangen ohne gleich Alternaria und Genossen über Gebühr zu vermehren.
Ansonsten magst du dir vielleicht diesen Beitrag mal durchlesen:
http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau.../zwischenfruechte/zf-gruenduengung.htm
Grüße, Floris
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Wieso ist der Link nur halb? Noch ein Versuch:
http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau.../zwischenfruechte/zf-gruenduengung.htm
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Dann geh' eben rechts in der Themenliste auf "Zwischenfrüchte" und dann links auf "Gründüngung und Wasserschutz mit Zwischenfrüchten", den Beitrag incl. Tabelle meine ich.
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Oh Floris,
da warst Du aber fix mit Deiner Antwort!
Herzlichen Dank - das ist eine sehr gute Quelle!
Das lese ich mir morgen ausführlich durch!
Die Fläche hat 10 Jahre als Stillegungsfläche "geruht".
Nemesia
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Phacelia ist z.B. kein Kreuzblütler und sehr tief wurzelnd (ca. 1 m)
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2. und hat jemand eine günstige Bezugsquelle für mich?
Ob günstiger als andere weiß ich nicht.
Vor Jahren hatte ich hier bestellt und war zufrieden.
http://wildacker.de/
Der Gelbsenf keimte übrigens letzten Herbst noch problemlos.
Hirse,Senf,Rettich und dergleichen möglichst erst ab August säen, damit es zu keiner Samenreife kommt.
Nicht das die Gründüngung zu noch mehr Unkraut führt ;)
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Hallo,
Danke für den Link - dort ist man ja sehr gut sortiert und ich glaube, die Preise sind auch manierlich.
Nicht das die Gründüngung zu noch mehr Unkraut führt ;)
Ja, das heißt dann wohl oder übel, daß ich die erste im Frühling gesäte Gründüngung im Sommer abmähen muß und etwas nachsäen muß, damit ich dieses Problem nicht habe------------?!?
LG
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Viele Gruenduengungssamen bekommt man guenstig im Supermarkt, im Bioladen oder beim Inder. Beim Inder, weil nirgendwo sonst gibt es so grosse Paeckchen Senfsamen guenstig. Man nimmt auch Getreidekoerner zur Gruenduengung, drum der Bioladen oder Fava Bohnen oder Bucjweizen.
Ansonsten kann man auch Duengepflanzen extra anbauen. Ich habe mit Comfrey und Boretsch gute Erfahrungen gemacht. Mit Boretsch hab ich dieses Jahr Zucchini gemulcht (kann keine mehr sehen!) und Comfrey benuetze ich immer um Tomaten zu mulchen. Anscheinend ist Schafgarbe auch gut.
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@ Herr Dingens:
Phacelia ist z.B. kein Kreuzblütler und sehr tief wurzelnd (ca. 1 m)
das Phacelia so mächtige Wurzeln treibt, habe ich noch nicht gewust! Dann wäre es ja für mein Unterfangen genau richtig.
Ich werde mich mal nach dem Preis €/kg erkundigen.
Viele Gruenduengungssamen bekommt man guenstig im Supermarkt, im Bioladen oder beim Inder. Beim Inder, weil nirgendwo sonst gibt es so grosse Paeckchen Senfsamen guenstig. Man nimmt auch Getreidekoerner zur Gruenduengung, drum der Bioladen oder Fava Bohnen oder Bucjweizen.
Ansonsten kann man auch Duengepflanzen extra anbauen. Ich habe mit Comfrey und Boretsch gute Erfahrungen gemacht. Mit Boretsch hab ich dieses Jahr Zucchini gemulcht (kann keine mehr sehen!) und Comfrey benuetze ich immer um Tomaten zu mulchen. Anscheinend ist Schafgarbe auch gut.
@heftzwecke:
ja, grundsätzlich würde es mir gut gefallen, wenn ich mein Saatgut für die Gründüngung selber anbauen könnte, aber - wie weiter oben erwähnt - muß man dabei auch achtgeben, daß einem die guten Geister der Gründüngung nicht in Form von unerwünschtem"Gründüngungs - Unkraut" im Folgejahr "auf der Nase herumtanzen".
Nimmst Du vom Borretsch immer Saatgut und säest es gezielt dorthin, wo Du Gründüngungspflanzen haben möchtest?
Ich habe das mal mit Ringelblumen versucht - da ist die Menge der Samen ja ganz beachtlich und sie lassen sich auch gut ernten, weil sie nicht so leicht abfallen.
Das mit dem "Saatgut" vom Inder- oder türkischem Supermarkt ist eine gute Idee - Danke.
LG
Nemesia
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Ich habe zwar keine Preise im Kopf, aber mir ist so, als wäre Phacelia nicht wirklich billig. Ist halt auch sehr gut als Gründünger.
Wann willst Du säen?
Phacelia ist am besten im Herbst auszubringen, es friert ab -8°C ab und wird dann von den Bodenlebewesen in den Boden eingearbeitet. Also im Frühjahr natürlich, nicht bei winterlichen Minusgraden ;D
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In den landwirtschaftlichen Genossenschaften (Raifeisen und co) werden die Gramm oder Pfundweise abgewogen und verkauft, ist nicht wirklich teuer da.
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Ich habe zwar keine Preise im Kopf, aber mir ist so, als wäre Phacelia nicht wirklich billig. Ist halt auch sehr gut als Gründünger.
Wann willst Du säen?
Phacelia ist am besten im Herbst auszubringen, es friert ab -8°C ab und wird dann von den Bodenlebewesen in den Boden eingearbeitet. Also im Frühjahr natürlich, nicht bei winterlichen Minusgraden ;D
Ja, daraus ergiebt sich also eine 1."?" im Frühjahr und eine 2. Spätsommer-Phaselia -Einsaat als Gründungen.
Was nehme ich also als erste Gündungung, wenn ich im Spätsommer
Phaselia als - später abfrierende - Gründüngung zur Bodenbedeckung verwenden will?
Ich könnte auch im 1. Durchgang ebenso Phaselia verwenden, aber müsste es dann unbedingt vor der Samenbildung abmähen und einarbeiten - hätte auch den Vorteil, daß ich sogar zweimal hintereinander Humus (in Form von Gründüngung) und einmal in Form von Pferdemistkompost, aufbringen würde - da freuen sich bestimmt die Regenwürmer.
In den ersten Jahren kann das dem Boden doch nur zuträglich sein, oder?
Derzeit ist der Humusanteil etwa bei 0 - der pH ist bei 5,5 - 6,0.
Ja, Raiffeisen/Genossenschaft gibt es hier auch, da werde ich auch mal nachfragen wie die Preise für die unterschiedlichen Gründüngungen sind.
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Derzeit ist der Humusanteil etwa bei 0
Wie kommst du denn da drauf? Nach 10 Jahren Brache halte ich das für eher unwahrscheinlich.
Für eine frühe Saat und ganzjährige Bodenbedeckung schau dir doch nochmal die Bitterlupinen (gelb oder blau) und den Perserklee an.
Ein besonderer Hingucker wäre der Inkarnatklee.
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Der Boretsch waechst extra, ich hab mal weissen Borretsch um einen Kaffir Lime Baum gepflanzt und da ist er nun. Im Winter schuetzt der den Baum aber der Baum ist noch sehr klein und der Boretsch waechst hoeher und da schneide ich ihn immer wieder, er saeht sich selbst aus.
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Für eine frühe Saat und ganzjährige Bodenbedeckung schau dir doch nochmal die Bitterlupinen (gelb oder blau) und den Perserklee an.
Ein besonderer Hingucker wäre der Inkarnatklee.
Hallo Floris,
in Deinem Linkhinweis:
"Gründüngung und Wasserschutz mit Zwischenfrüchten"
fand ich dann auch den Hinweis, daß für Sandböden die gelbe Lupine besser sein soll, deshalb werde ich mir davon Saatgut besorgen.
Für Sandböden ist die Gelbe Lupine besser geeignet als die Blaue Lupine. Die Gelbe Lupine gilt als Pionierpflanze für leichte Böden mit niedrigem pH-Wert.
hier heißt es dann auch:
.......Die Ansaat der Lupine muss allerdings möglichst früh im Juli erfolgen.......
so kann ich also durchaus noch eine andere Gründüngung "davor legen" frage mich nun: Welche?
Gerne würde ich die Phaselia nehmen, die aber wohl deshalb:
In Kartoffelfruchtfolgen ist Senf wegen der Förderung der Eisenfleckigkeit zu meiden. Das gleiche gilt für Phacelia......
nicht in Frage kommt, da ich ja im ersten Jahr nach der Gründüngung u. Kompostgabe ja Kartoffeln anbauen möchte.
Hat hier jemand Erfahrung mit dem Ramtillkraut als Gündüngung?
http://www.bioaktuell.ch/de/pflanzenbau/gemuesebau/naehrstoff-gem/ramtillkraut.html
Ich meine gelesen zu haben, daß auch die Landwirtschaftskammer- NRW bereits Anbauversuche gemacht hat.
Das Ramtillkraut soll weitgehend neutral in Bezug auf Folgekulturen sein - ausser Salat - aber der würde als Schwachzehrer in meinem Anbauplan erst im 4. Jahr auf der Gründüngungsfläche folgen.
Derzeit ist der Humusanteil etwa bei 0
Wie kommst du denn da drauf? Nach 10 Jahren Brache halte ich das für eher unwahrscheinlich.
Die Bestimmung des derzeitigen Humusgehalts hier im Boden, ist das Ergebniss einer Bodenprobe, die ich letztes Jahr bei der LUFA habe machen lassen.
Ob dies Ergebniss auf eine falsche Probenentnahme zurückzuführen ist (aus zu großer Tiefe), möchte ich nicht ausschließen.
Wie dem auch sei:
Humusaufbau wird mein oberstes Gebot sein, den der feine, sandige Boden erwärmt sich zwar tatsächlich sehr schnell, hat aber kaum ein Wasserhaltevemögen - das habe ich bereits herausgefunden.
Ich persönlich glaube auch nicht unbedingt, daß sich jeder Boden durch 10 jährige "Stilllegung" immer zwingend verbessert.
LG
Nemesia
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Insgesamt wirst du bei jeder Pflanze einen Nachteil gegenüber anderen Kulturen finden, ich würde bei Phacelia und Kartoffeln jetzt da nicht so panisch sein. Unkompliziert ist auch meiner Erfahrung nach auch Serradella, Winterroggen oder Mixe aus Leguminosen, die Stickstoff anreichern. Warum nicht gleich eine Fräse ausleihen und den Boden bearbeiten, dann Kartoffeln rein inklusive der nachfolgenden Bodenbearbeitung (Anhäufeln) und im späten Sommer, frühen Herbst dann eine Gründüngung.
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Insgesamt wirst du bei jeder Pflanze einen Nachteil gegenüber anderen Kulturen finden, ich würde bei Phacelia und Kartoffeln jetzt da nicht so panisch sein. Unkompliziert ist auch meiner Erfahrung nach auch Serradella, Winterroggen oder Mixe aus Leguminosen, die Stickstoff anreichern. Warum nicht gleich eine Fräse ausleihen und den Boden bearbeiten, dann Kartoffeln rein inklusive der nachfolgenden Bodenbearbeitung (Anhäufeln) und im späten Sommer, frühen Herbst dann eine Gründüngung.
Ja, da sagst Du was........so könnte ich schon eine Saison Kartoffeln ernten und dann nach den Kartoffeln die Gründüngung für das Winterhalbjahr einsäen - wann wäre dann wohl ein empfehlenswerter Zeitpunkt, um den Pferdemist-Kompost aufzubringen?
Habe das ganze Stück letzte Woche gepflügt und geeggt.
Ist also soweit vorbereitet - ich wollte es jetzt 8-10 Tage "setzen" lassen.
Wann legst Du die Pflanzkartoffeln?
LG
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Ich lege irgendwann zwischen 20.04.-05.05. - variiert zwischen Möglichkeiten, etwas abzudecken, allgemeinen Lichtverhältnissen und meiner Ungeduld ;). Wenn der Pferdemist schon einigermaßen angerottet ist, würde ich je eine Hand voll direkt unter die Kartoffel legen. Wenn du spätestens im September/Oktober erntest, kannst du den restlichen Kompost/Pferdemist draufhauen, noch mal pflügen (Technik ist ja scheinbar vorhanden) und dann was passendes Säen, z.B. Winterroggen, Mix aus Leguminosen...bei letzterem hast du für´s nächste Jahr auch immer relativ viel Stroh, was über bleibt. Kann man gut zum Abdecken/Schützen nutzen.
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Ich lege irgendwann zwischen 20.04.-05.05. - variiert zwischen Möglichkeiten, etwas abzudecken, allgemeinen Lichtverhältnissen und meiner Ungeduld ;). Wenn der Pferdemist schon einigermaßen angerottet ist, würde ich je eine Hand voll direkt unter die Kartoffel legen. Wenn du spätestens im September/Oktober erntest, kannst du den restlichen Kompost/Pferdemist draufhauen, noch mal pflügen (Technik ist ja scheinbar vorhanden) und dann was passendes Säen, z.B. Winterroggen, Mix aus Leguminosen...bei letzterem hast du für´s nächste Jahr auch immer relativ viel Stroh, was über bleibt. Kann man gut zum Abdecken/Schützen nutzen.
Ja Danke für Deine Terminerläuterung für die Pflanzkartoffeln.
Ja, der Pferdemist (mit Strohanteil) ist letztes Jahr im Mai gemischt mit Rasenschnitt und etwas Hühnerdung und einer Miniportion reiner Holzasche (wie Puderzucker) aufgesetzt worden.
Im Hochsommer hatte ich ihn bei Bedarf etwas gegossen um die weitere Rotte sicherzustellen.
Dieses Frühjahr habe ich ihn angestochen, um zu schauen, weit weit er ist: Er ist weitestgehend krümelig und lässt sich schon sieben.
Je eine "handvoll" unter jede Kartoffel sollte wohl förderlich sein - ich werde dann berichten.
Wenn ich ausschließlich Frühkartoffeln setze, dann müßte die Fläche ja sogar schon etwas eher wieder frei sein? Dann kann ich ja noch gut Gd aussäen.
Ob dann die gelbe Lupine noch Zeit genug hat, um ausreichend kräftig zu werden?
LG
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Das ist ja die übliche Anwendung der Gründüngung: Aussaat nach der Hauptfrucht, im Herbst, abfrierend oder überwinternd, um die Nährstoffreste ins Frühjahr hinein zu retten.
Du schriebst aber von einem kompletten Brachejahr ohne Anbau einer Kulturpflanze. Das ist heute nicht mehr üblich, weshalb es auch kaum direkte Empfehlungen dazu gibt.
Die Angaben zur Juliaussaat bei Lupinen bezieht sich darauf, dass üblicherweise eine Vorkultur, Gerste z. B., angebaut wurde. Danach erst kommt die Gründüngung, dann die Winterung.
Du kannst Gelblupinen ab Mitte März aussäen und den Sommer über stehen lassen. Wenn dann eine Winterung kommt (in der Landwirtschaft Wintergetreide oder Raps) steht der angereicherte Stickstoff dieser zur Verfügung. Wenn nicht, (z. B. Kartoffeln im nächsten Frühjahr) wäre es sinnvoll den Stickstoff über Winter durch den Nachbau einer weiteren Zwischenkultur (Phacelia, Roggen oder auch einen Kreuzblüter) bis zum Frühjahr zu konservieren.
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Das ist ja die übliche Anwendung der Gründüngung: Aussaat nach der Hauptfrucht, im Herbst, abfrierend oder überwinternd, um die Nährstoffreste ins Frühjahr hinein zu retten.
Du schriebst aber von einem kompletten Brachejahr ohne Anbau einer Kulturpflanze. Das ist heute nicht mehr üblich, weshalb es auch kaum direkte Empfehlungen dazu gibt.
Die Angaben zur Juliaussaat bei Lupinen bezieht sich darauf, dass üblicherweise eine Vorkultur, Gerste z. B., angebaut wurde. Danach erst kommt die Gründüngung, dann die Winterung.
Du kannst Gelblupinen ab Mitte März aussäen und den Sommer über stehen lassen. Wenn dann eine Winterung kommt (in der Landwirtschaft Wintergetreide oder Raps) steht der angereicherte Stickstoff dieser zur Verfügung. Wenn nicht, (z. B. Kartoffeln im nächsten Frühjahr) wäre es sinnvoll den Stickstoff über Winter durch den Nachbau einer weiteren Zwischenkultur (Phacelia, Roggen oder auch einen Kreuzblüter) bis zum Frühjahr zu konservieren.
Hallo Floris,
ja, beider Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.
1. Beim kompletten Brachejahr kann ich dem Sandboden mindestens zweimal in einem Brachejahr organisches Material zuführen - was mir wichtig scheint. Aber ich kann eben in diesem Brachejahr auf diesem Teilstück (etwa 100m²) nichts für meinen Teller ernten. - nur auf den anderen 3 Teilstücken (etwa 300m²) wird wohl ein erster Ertrag möglich sein.
2. Die andere Variante ist eben die, so wie Du mir erklärt hast und auch martins9 vorschlug, eine Hauptfrucht und dann die Gründüngung anzubauen - sehr verlockend, weil ich dann einen "Mittelweg" begehe:
Etwas für meinen Teller - ich würde hier dann Frühkartoffeln als Hauptfrucht wählen, weil ich sie recht früh ernten könnte und ich dann recht zeitig die Gründüngung einsäen könnte, so das sie sich noch gut entwickeln kann.
Ich muß mich entscheiden was ich will:
Ausschließliche Bodenpflege auf jeweils einem 1/4 meines Gemüsegartens und also eine echte 4-Felderwirtschaft ohne jegliche Mischkultur, sondern eine Gliederung nach Brache, Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer - hier finde ich auch die Aussicht sehr verlockend, keine Mischkultur mit den unterschiedlichen Gemüsesorten betreiben zu müßen, sonder schlicht und einfach nach Stark- Mittel- und Schwachzehrer zu gliedern.
Dieser Satz hat mich zu meinen Überlegungen geführt:
Entweder zieht man nun jedes Jahr mit den entsprechenden Pflanzen ein Quartier weiter oder hält sich an die Regeln der Mischkultur, die auf dem gleichen Prinzip aufbaut. Mischkultur ist eigentlich nichts anderes, als permanenter Fruchtwechsel auf kleinstem Raum.aus: http://www.frost-burgwedel.de/index.php?seite=bauerngarten_4)
Mir ist dieses ganze "Regelwerk" der fortwährenden Mischkultur eigentlich viel zu umständlich und ich hätte es gerne schlicht und ergreifend.
..........ein akzeptabeler Kompromiss wäre:
Ich gehe von meinem ursprünglichen Plan in so weit ab, daß ich eben jeweils ein Stück immer zuerst mit Frühkartoffeln nutze und danach die Gründüngung, und die anderen 3 Stücke wie oben beschrieben.
Wäre dies wohl eine tauglicher Weg?
Ob das wohl dem Sandboden über die Jahre auch genügend Humus bringt?
(Es wird immer kompostierter, strohiger Pferdedung zur Verfügung stehen)
LG
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...Etwas für meinen Teller...
Bei 300 mit Gemüse bestellten Quadratmetern und den brachliegenden oder mit Kartoffeln und Gründüngung bestückten 100 Quadratmetern wirst Du mit Deiner Familie sicher nicht Hunger leiden müssen. ;) Es liest sich sehr schön, mit welcher Energie und Freude Du Deinen Gemüsegarten planst und angehst. :-*
Nachtrag:
Ob das wohl dem Sandboden über die Jahre auch genügend Humus bringt?
Wir haben hier auch reinen Sand - im Untergrund strandtauglich in goldgelber Qualität. Ich habe 2008 mit mulchen begonnen. Während der Vegetationsperiode bekommen die Gemüsebeete im Zweiwochenabstand eine frische Schicht Rasenschnitt. Der dunkle, humose, mit fetten Regenwürmern durchsetzte Horizont reicht inzwischen rund vierzig Zentimeter in die Tiefe. Also: nur Mut! :)