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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: macrantha am 13. März 2014, 13:50:11
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Hallo Purler,
ich plane gerade unseren Balkon (optisch eher Dachterrasse).
Als Belag möchte ich Holz (Platten gehen aufgrund der Unterkonstruktion ohnehin nicht).
Eigentlich war ich bisher stark für Thermoesche, da es natürlich haltbar, aber auch heimisch sein soll.
Ich habe hier nun Muster liegen und kann mir die Thermoesche auch gut vorstellen.
Jetzt hat der Schreiner allerdings noch einen Musterkatalog sogenannten "Dauerholzes" dazugelegt. Das sind verschieden gebeizte Kieferndielen (die meisten Farben sind furchtbar), die über ein spezielles Verfahren mit Wachs gesättigt sind und dadurch sehr haltbar sein sollen. Hm.
Der Geruch ist sehr intensiv, verfliegt aber vermutlich bald?
Hat jemand damit Erfahrung gemacht? Ich bin jetzt noch nicht so überzeugt, aber habe auch keine guten Infos dazu ...
Liebe Grüße,
macrantha
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ok - einen "hochschubs-Versuch" mache ich noch ... irgendwer?
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Habe keine Erfahrung damit würde aber Kiefernholz als Bodenbelag aufgrund der höheren Festigkeit wohl nur als Thermoholz nehmen.
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In dem Link aus dem anderen Holz-Thread wird Dauerholz als aus märkischer Kiefer bestehend, die mit Parafin getränkt wird, beschrieben.
Ich hab mal ne Doku über diese neuen Holz-Haltbarmach-Methoden gesehen, aber auch keine eigenen Erfahrungen damit.
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Nun- die Wachsimprägnierung ist hier wohl der Schlüssel und die Musterstücke sind ach wirklich extrem hart (härter als die Thermoesche). Überzeugt bin ich aber trotzdem nicht und habe eben keine Lust bei Sonneneinstrahlung im Wachsdunst zu sitzen :-\
P.S. meine Antwort bezog sich auf celli ...
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Hmm..du schreibst, die Musterstücke sind gebeizt?
Vielleicht ists eher die Beize, die noch stinkt....Paraffin ist geruchlos.
Aber Thermo-Holz scheint ja inzwischen bewährt, da wärst du auf der sicheren Seite.
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Nun- die Wachsimprägnierung ist hier wohl der Schlüssel und die Musterstücke sind ach wirklich extrem hart (härter als die Thermoesche). ...
Durch (Wachs-)Imprägnierung höhere Festigkeit? Hätte nicht gedacht, da sowas funktioniert.
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Ja - ich tendiere auch stark dazu. Weißt Du, wie schnell das Holz spreiselt? Gar nicht, nach X Jahren?
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Außer mit Teakholz, und erst kurz, unbehandelter Eiche, hab ich keine Erfahrungen mit diesen neuen Hölzern, keine Ahnung, wie haltbar das wirklich ist - oft wird ja 15 Jahre garantiert, das ist schon nicht schlecht, denk ich mal
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Bei der Renovierung unseres Altbaus wurden Balkone mit Holzboden gemacht. Ich habe keine Ahnung, um was für ein Holz es sich handelt, gehe aber davon aus, daß der Architekt nichts Schlechtes ausgesucht hat. Nach 5 Jahren sieht es so aus, also sehr gut, und ist absolut pflegeleicht; Geruch ist udn war keiner zu bemerken (vielleicht kann ja jemand erkennen, um was es sich da handelt :-\).
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Das sieht mir aus, wie unsere Douglasie auf der Terasse.
Vorher hatte ich 16 Jahre lang Lärche liegen. Sie sah in den Bereichen, in denen es überdacht war noch super aus, keinerlei Verschleiß, nur vergraut. Leider ragt die Terasse aber ca1m über die Überdachung hinaus, dort fing es an zu faulen, aber nur auf den Stellen, wo die Agapanthi standen. Ich hoffe sehr, daß die Douglasie wieder so lange hält.
Unsere 2 Terasse ist immer noch das ursprüngliche Lärchenholz und siehr noch sehr gut aus. Ist auch überdacht.
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Ich weiß nicht - das könnte genausogut angegrautes Teak oder Bankirai sein. Letztes ist übrigens ein Sammelbegriff für 5 verschiedene Edelhölzer aus den Tropen.
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Sie sah in den Bereichen, in denen es überdacht war noch super aus, keinerlei Verschleiß, nur vergraut. Leider ragt die Terasse aber ca1m über die Überdachung hinaus, dort fing es an zu faulen, aber nur auf den Stellen, wo die Agapanthi standen
Das kann ich so bestätigen.
Da bei mir die Hälfte der Terasse der Witterung ausgesetzt, werde ich bald das Holz gegen WPC- Dielen austauschen lassen.
WPC = 70% Holz mit 30% Kunststoff, hält angeblich ewig, behält die Farbe und braucht nicht jährlich geölt zu werden. Ist aber in der Anschaffung doppelt so teuer wie Holz
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Wir haben Garapa, nicht überdacht (für Terrassen und Stege) - hält 40 Jahre unter Wasser (wird für den Bau von Landestegen verwendet) und angeblich doppelt so lange darüber. Auch nach 5 Jahren hat es hier keinerlei Abnützungserscheinungen (keine Späne - wird auch als Barfußdiele verkauft), nur die Farbe ist vergraut.
War teuer und schwer zu verarbeiten (fest wie Stein, Sägeblätter halten nicht lange), würden wir sofort wieder nehmen.
LG
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Garapa = Tropenholz aus Südamerika ::)
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Garapa = Tropenholz aus Südamerika ::)
Stimmt - aber es kommt aus zertifizierten Plantagen und hält ein Menschenleben - ist also auch wieder nachhaltig, weil so langlebig. Bei den einheimischen Hölzern muß man auf die gleiche Zeitspanne eben den 2-3fachen Bedarf einplanen, weil man die Planken nach spätestens 20-30 Jahren ersetzen muß (die kommen auch aus 'Plantagen' - warum sind die irgendwie besser?).
Wer sich keinen Schiefer einziehen will, muß noch dazu fleißig ölen - auch ein Kostenfaktor.
LG
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Garapa = Tropenholz aus Südamerika ::)
Es gibt FSC-zertifiziertes Garapa. Warum sollte man das nicht nehmen?
FSC bzw. FSC Deutschland
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Garapa = Tropenholz aus Südamerika ::)
Stimmt - aber es kommt aus zertifizierten Plantagen und hält ein Menschenleben - ist also auch wieder nachhaltig, weil so langlebig. Bei den einheimischen Hölzern muß man auf die gleiche Zeitspanne eben den 2-3fachen Bedarf einplanen, weil man die Planken nach spätestens 20-30 Jahren ersetzen muß (die kommen auch aus 'Plantagen' - warum sind die irgendwie besser?).
[...]
Ich kenne mich in einem Tropenholzland fast so gut aus wie hier. Dort besorge ich Dir mit Leichtigkeit jedes gewünschte Zertifikat.
apropos Plantagenholz: wie lange wächst denn solch ein Baum ? Und seit wann gibt es Plantagen? Und seit wann gibt es Zertifizierungen?
Und wenn, wie wird die Zertifizierung überprüft? Wieviele Inspektoren gibt es, die so gut bezahlt werden, dass sie nicht korrumpierbar sind?
Eine Timberlizenz und Du brauchst nie wieder zu arbeiten. Etwas dagegen, dass ein örtlicher Clanchef im Urwald Millionär wird?
Grüss Bruno Manser, wenn Du ihn siehst.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Manser
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Wenn man es ganz genau nimmt, sollte man auch keine Bananen essen, keinen Kaffee oder echten Tee trinken und selbstverständlich auch kein Holz aus irgendeinem Wald verwenden (wieviel schönen Urwald hätten wir hier in Mitteleuropa, wenn niemand Holz schlägern würde). Eigentlich ist dann ja jeder Anbau von Kulturpflanzen verwerflich.
Und selbstverständlich kann man jedes Zertifikat anzweifeln.
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Wenn man es ganz genau nimmt, sollte man auch keine Bananen essen, keinen Kaffee oder echten Tee trinken ............Und selbstverständlich kann man jedes Zertifikat anzweifeln.
muss ich Dir leider voll und ganz zustimmen, aber auch Briza. Gerade in Südamerika langen die richtigen Kontakte und ein dicker Geldbeutel :P
Ich kann aber leider auch Lärchenholz so gar nicht empfehlen! Im Zweifelsfall (falls man bezüglich Zertifikaten skeptisch ist) eventuell über wetterfeste Fliesen nachdenken?
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Bananen, Kaffee und Tee wachsen in Europa nicht - Holz schon.
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Bananen, Kaffee und Tee wachsen in Europa nicht - Holz schon.
Doch: Tee wächst auf den Azoren (und in Georgien), Bananen auf Kreta und auf den Kanaren, Ananas auf den Kanaren und den Azoren.
Also sogar in EU-Ländern! ;)
Und ob der Holzeinschlag in Europa durchweg die Kriterien einer modernen, nachhaltigen Waldwirtschaft erfüllt, bezweifle ich stark.
Vielen Schwierigkeiten und Problemen zum Trotz - die FSC auch nicht leugnet - bietet das FSC-Zertifikat eine gute Möglichkeit, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu bekommen. Egal aus welchen Ländern.
Ich finde es blöd, mit dem immer gleichen Hinweis auf Korruption in Lateinamerika und anderswo immer wieder pauschal etwas madig zu machen.
Aber es scheint für manche ein schönes Gefühl sein, vom hohen Ross des "sauberen" Deutschlands oder Österreichs herab auf den korrupten Rest der Welt zu schauen.
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Ich finde es blöd, mit dem immer gleichen Hinweis auf Korruption in Lateinamerika und anderswo immer wieder pauschal etwas madig zu machen.
Oh, Du hast schon z.B. in Südamerika gelebt und gearbeitet, um pauschal beurteilen zu können, dass derartige Hinweise "blöd" sind :o :o
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Ich finde es blöd, mit dem immer gleichen Hinweis auf Korruption in Lateinamerika und anderswo immer wieder pauschal etwas madig zu machen.
Oh, Du hast schon z.B. in Südamerika gelebt und gearbeitet, um pauschal beurteilen zu können, dass derartige Hinweise "blöd" sind :o :o
Ich kenne einige deutsche Forstwissenschaftler sehr gut, die seit Jahrzehnten immer wieder, mehrmals im Jahr, in Südamerika und Südostasien arbeiten, u.A. für das FSC. Deren Beschreibungen helfen mir mehr als Pauschalurteile.
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Bananen, Kaffee und Tee wachsen in Europa nicht - Holz schon.
Keine vergleichbare Holzqualität.
Aber wenn für Dich Qualität keine Rolle spielt, hast Du natürlich recht.
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Ich finde es blöd, mit dem immer gleichen Hinweis auf Korruption in Lateinamerika und anderswo immer wieder pauschal etwas madig zu machen.
Oh, Du hast schon z.B. in Südamerika gelebt und gearbeitet, um pauschal beurteilen zu können, dass derartige Hinweise "blöd" sind :o :o
Ich kenne einige deutsche Forstwissenschaftler sehr gut, die seit Jahrzehnten immer wieder, mehrmals im Jahr, in Südamerika und Südostasien arbeiten, u.A. für das FSC. Deren Beschreibungen helfen mir mehr als Pauschalurteile.
na dann...... ;D ;D :-X
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Aber es scheint für manche ein schönes Gefühl sein, vom hohen Ross des "sauberen" Deutschlands oder Österreichs herab auf den korrupten Rest der Welt zu schauen.
Warum ist es irgendwie politisch korrekter, wenn hier die ehemaligen Urwälder in Kulturlandschaft (= bewirtschaftete Forste) umgewandelt wurden und nun genutzt werden als in anderen Teilen der Welt?
Dürfen nur wir Geschäfte mit Holz machen - oder irgendwelche andere Kulturen anpflanzen und daran kräftig verdienen und andere Länder müssen ihre Naturlandschaften bewahren und arm bleiben?
Zweierlei Maß - Wasser predigen und Wein trinken - wie so oft, wenn es besonders politisch korrekt sein muß. l
LG
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Es geht dabei auch um die Transportwege
Z. B .Die Schiffe die zig tausende Liter Treibstoffe verbrauchen für Transporte die nicht notwendig sind.
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Ich finde es blöd, mit dem immer gleichen Hinweis auf Korruption in Lateinamerika und anderswo immer wieder pauschal etwas madig zu machen.
Oh, Du hast schon z.B. in Südamerika gelebt und gearbeitet, um pauschal beurteilen zu können, dass derartige Hinweise "blöd" sind :o :o
Ich kenne einige deutsche Forstwissenschaftler sehr gut, die seit Jahrzehnten immer wieder, mehrmals im Jahr, in Südamerika und Südostasien arbeiten, u.A. für das FSC. Deren Beschreibungen helfen mir mehr als Pauschalurteile.
na dann...... ;D ;D :-X
Mine, ich bestreite doch nicht, dass es dort massive Korruption gibt. Nur: Was hilft es, das zu konstatieren und sich im Gefühl der moralischen Überlegenheit zurückzulehnen?
Nach dem Motto: Die Welt ist schlecht, das (illegale) Tropenholz im Handel, ich kann's nicht ändern, aber ich kaufe es nicht.
Außerdem, wie hemerocallis auch gerade schreibt: "Wir" gestehen diesen Ländern großzügig zu, dass auch sie sich wirtschaftlich entwickeln und ihre Ressourcen nutzen. Aber wenn sich Organisationen Mühe geben, dies nach nachvollziehbaren Kriterien einigermaßen nachhaltig mitzugestalten, urteilt man sie moralisch überlegen ab, weil man selbst die Korruption kennt und es besser weiß. Wie bequem.
Was meinst, wo das Coltan und andere Metalle herkommen, die in deinem Handy und deinem Computer stecken? Wer sagt dir, dass sie nicht aus dem Kongo stammen, von Kindersöldnern mit bloßen Händen aus der Erde gescharrt, zur Finanzierung irgendwelcher schmutziger Bürgerkriege im Land.
Und das Öl, dass den Sprit für dein Auto liefert, nicht aus Nigeria kommt?
Stell dir vor, es gäbe eine Organisation, die in solchen Fällen Zertifikate vergeben würde, nach einigermaßen vernünftigen Kriterien, also z.B. Öl aus Förderungen, die nicht Urwald und Gewässer wie Dreck behandeln und in ebensolchen verwandeln?
Wäre dir vermutlich egal, sind ja eh alle korrupt.
Mit dieser Einstellung fördert man letztendlich nur die "Mir ist alles egal, man kann eh nichts machen"-Einstellung hierzulande und nimmt billigend in Kauf, dass es im Rest der Welt weiter so zugeht, wie man es moralisch sauber beklagt.
So, und jetzt könnte man allmählich die letzten Beiträge dieses Threads auch abtrennen und in den nimmer endenden Thread "Diskussionen über den Zustand der Welt" verschieben. :P
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Wäre dir vermutlich egal, sind ja eh alle korrupt.
Mist, Du hast mich enttarnt!!
Und ja, selbstverständlich glaube ich, dass mein Handy ein politisch korrektes Produkt ist, was niemanden Blut, Schweiß und Tränen gekostet hat 8) 8)
Du wirst es nicht glauben, ich teile Deine Meinung - ich fand nur Deine Darstellung "blöd" (um es mit Deinen Worten zu beschreiben)
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Es geht dabei auch um die Transportwege
Z. B .Die Schiffe die zig tausende Liter Treibstoffe verbrauchen für Transporte die nicht notwendig sind.
Definiere 'notwendig' - sind irgendwelche internationalen Transporte notwendig?
Wohl kaum - die Menschheit hat auch gut gelebt, bevor Amerika entdeckt wurde.
Die vielen unnotwendigen Urlaubsflüge und Autofahrten belasten die Umwelt in Summe wohl mehr - meinst Du nicht?
Für mich ist ein langlebiger Holzbelag im Garten, bei dem man sich keine Schiefer einzieht und den man nicht dauernd ölen muß, notwendig - Smart-Phone's oder Zweitautos hingegen nicht. Hier muß wohl jeder für sich selbst entscheiden - ein grundsätzliches richtig oder falsch gibt es eher nicht.
LG
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Wäre dir vermutlich egal, sind ja eh alle korrupt.
Mist, Du hast mich enttarnt!!
Und ja, selbstverständlich glaube ich, dass mein Handy ein politisch korrektes Produkt ist, was niemanden Blut, Schweiß und Tränen gekostet hat 8) 8)
Du wirst es nicht glauben, ich teile Deine Meinung - ich fand nur Deine Darstellung "blöd" (um es mit Deinen Worten zu beschreiben)
Na dann. ;)
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Es geht dabei auch um die Transportwege
Z. B .Die Schiffe die zig tausende Liter Treibstoffe verbrauchen für Transporte die nicht notwendig sind.
Hier muß wohl jeder für sich selbst entscheiden - ein grundsätzliches richtig oder falsch gibt es eher nicht.
LG
Ja!
Ich habe hier in diesen öffentlichen Forum meine Meinung zu Tropenholzhandel kundgetan.
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Es geht dabei auch um die Transportwege
Z. B .Die Schiffe die zig tausende Liter Treibstoffe verbrauchen für Transporte die nicht notwendig sind.
Hier muß wohl jeder für sich selbst entscheiden - ein grundsätzliches richtig oder falsch gibt es eher nicht.
LG
Ja!
Ich habe hier in diesen öffentlichen Forum meine Meinung zu Tropenholzhandel kundgetan.
Ja!
Und jemands anders hat hier in diesem öffentlichen Forum deiner Meinung dazu widersprochen. ::)