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Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: Briganti am 24. August 2014, 18:28:20
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Hallo zusammen,
ich möchte mir gerne einen neuen Birnenbaum für meinen Garten anschaffen. Jetzt habe ich auf einer Streuobstwiese eine Birne gefunden, die ich gerne in meinem eigenen Garten hätte. Vielleicht könnt ihr mir bei der Sortenbezeichnung helfen.
Der Baum ist ein Hochstamm. Die Birnenform seht ihr auf dem Bild. Die Birne hat ein mildes Aroma, ist beim reinbeißen so knackig wie ein Apfel und sehr saftig. Die Birne, wenn ich sie jetzt einlagere hält sich bis Januar und wird nicht mehlig. Ob der Baum gespritzt wird kann ich nicht sagen. Manche Jahre wird er geerntet und manche Jahre nicht. Den Bauern habe ich leider noch nie gesehen. Vielleicht könnt ihr mir helfen.
Herzliche Grüße
Briganti
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Hallo zusammen,
vielleicht kennt jemand einen Birnen-Guru, der mir helfen kann?
sonnige Grüße
Brigitte
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Wende Dich doch mal an die Regionalgruppe des Pomologenvereins in Deinem Gebiet.
http://pomologen-verein.de/alte-obstsorten.html
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Aus dem Bild kann man leider überhaupt nichts ersehen. Ausserdem stimmt da was nicht. Birnen, die man jetzt erntet, aber bis Januar lagerfähig sind gibt es nicht. Die jetzt geernteten Birnen sind Herbstbirnen, die sind nicht so lange im Naturlager haltbar.
Häufige grossfrüchtige Sorten auf Streuobstwiesen sind ganz generell gesagt Alexander Lukas, Pastorenbirne, Conference, köstliche von Carneux. Je nach Region auch ganz andere Sorten. Am häufigsten dürfte Alexander Lukas sein. Die grobe Fruchtform auf dem Bild könnte eine sein, aber die Sorte ist noch nicht reif.
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Am sichersten ist eine Abveredelung im Winter,
mit dem Sortennamen ist noch nicht sicher, od so etwas im Handel verfügbar ist,
in unseren Baumschulen und den Reisermuttergärten gibt es eine hohe Fehlerquote,
im Januar, nach dem ersten richtigen Schnee und Frost, bei mildem Wetter
von Deinem Wunschbirnbaum einige junge Triebe abschneiden, die in diesem Jahr gewachsen sind,
diese Reiser zur Baumschule bringen und einen neuen Baum anfertigen lassen,
vorher unbedingt abklären, ob die Baumschulen in Deiner Nähe so etwas können.
als kleine Info zum Abveredeln
Pomologenverein die Landesgruppen mit Obstbestimmungsveranstaltungen
ansonsten mindestens 3 besser 5 schöne Früchte, stoßsicher verpackt, zu mir schicken
LG
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Mit dem Foto können wir leider nichts anfangen ::)
Und tzz, knackige Birnen gibt es nicht ;D die sind noch nicht genussreif...
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Von der Form könnte es einiges sein. Napoleons Butterbirne (die hält aber normal nicht bis Januar) oder Vereinsdechant.
Wenn der Baum nicht uralt ist, wird es auch im Streuobst eine der gängigeren Sorten sein.
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Und tzz, knackige Birnen gibt es nicht ;D die sind noch nicht genussreif...
Offensichtlich schon, Zitat aus einer Seite vom Obstzentrum.de:
'Da die Bestimmtung der optimalen Genussreife, wie eben geschildert, in der schnellebigen heutigen Zeit nicht jedermanns Sache ist, werden die meisten Birnen heutzutage in hartreifem Zustand gegessen, wenngleich die Früchte dann noch unreif sind. Knackige Früchte sind nun einmal beliebt. Es gibt nur wenige Sorten, die bei Genussreife knackig und bissfest bleiben, dazu zählen 'Santa Maria' und 'Dessertnaja'. Sie schmecken auch im festen Zustand gut und haben bereits Aromakomponenten entwickelt. Liebhabern fester Früchte seien daher diese beiden Sorten empfohlen.'
Vielleicht auch nur eine Vermarktungsstrategie? ;)
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Zumindest im Punkt Santa Maria werde ich im nächsten Jahr sicher was sagen können, habe mir nämlich zielgerichtet die / so eine angeschafft ;-)
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Für mich sieht es aus wie jede andere normale Birne, ich kenne da keinen Unterschied zwischen versch. Sorten :D
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Für mich sieht es aus wie jede andere normale Birne, ich kenne da keinen Unterschied zwischen versch. Sorten :D
Was ist für Dich normal?
Und kennst Du überhaupt verschiedene Sorten?
Zumindest sieht eine Williams Christ schon mal ganz anderst aus ;)
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Für mich sieht es aus wie jede andere normale Birne, ich kenne da keinen Unterschied zwischen versch. Sorten :D
Na dann mach halt mal eine pomologische Ausbildung oder Selbstschulung, dann wird dat sichaaa werden ... ;-)
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Napoleons Butterbirne (die hält aber normal nicht bis Januar)
Von der habe ich schon gehört, dass sie geschmacklich sehr gut sein soll.
Weist du mehr darüber ?
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Ein Baum steht wohl (ich kenn ihn nicht, nur die Früchte davon) hier in der Nähe auf einer sonnigen Hochfläche auf Ackerboden.
Frucht ist sehr lecker. Ein ganz tolles Aroma, ziemlich markant und würzig, nicht ganz Williams, aber die Richtung. Gibt bestimmt dadurch auch einen guten Schnaps.
Die Bäume sind aber wohl schorfempfindlich, deshalb freier und luftiger Stand mit ganztägig Sonne (wie eben auf diesem Acker)
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Ich habe die freudige Mitteilung, dass zwei unbekannte und noch kleine Birnbäume Früchte tragen. Sie ließen diskret jeder eine Frucht fallen. Ich war entsetzt, dachte, sie sind sicher noch unreif. Sie fühlten sich so hart an. Aber nein, sie schmecken köstlich nach Birne aus Kindheitszeiten, fruchtig, saftig, herrlich nach Birne, auch schon etwas süß.
Welche Sorten können es sein? Leider dachte ich vor dem Probieren nicht ans Fotografieren, möchte jetzt keine ernten, möchte noch abwarten, weiß nicht, wann diese Sorten überhaupt reif sind. Und die eine hellere Birne hat außer der noch hängenden sowieso keine Geschwister mehr, es waren nur 2 Birnen.
Habt ihr eine Sortenahnung?
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und die 2. Birne
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Oh bitte, so helft mir doch bei der Bestimmung. Oder braucht ihr bessere Fotos?
Ich habe recherchiert. Ich fand noch alte Sortenschilder.
Zur Auswahl stehen jetzt:
Abate Fetel
Williams Christbirne
Gellerts Butterbirne
Gute Luise
???
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Die erste Birne sieht meiner Williams Christ, die zweite meiner Guten Luise ähnlich.
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Williams Christ hätte ich ausgeschlossen, die Birnen sehen bei uns anders aus (birnenförmiger ;) ). ???
Ich habe neben Williams angeblich eine Conference. Sie trug dieses Jahr erstmalig (drei recht große, gelbe, einwandfreie Früchte, sehr saftig und lecker). Nur waren die Birnen bereits Mitte August vollreif vom Bäumchen gefallen. Das spricht nicht gerade für Conference. Wenn die Größe der Birnen nicht wäre, hätte ich auch auf eine Williams Christ getippt. Leider kenne ich mich mit den Birnen recht wenig aus, nur die schreckliche 'Alexander Lukas' kenne ich noch.
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Lieben Dank für eure Hilfe, vielleicht kommen noch mehr Birnenkenner.
Und vielleicht reifen die Birnen noch, dann mache ich neue Bilder, auch vom Schnitt, dass man das Kerngehäuse sieht.
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Was ich sicher erkenne ist, dass es ziemlich unreife Früchte sind. Gerade bei Birnen macht das die Bestimmung unmöglich. Auch, weil man gar nicht weiss, wann sie eigentlich reif wird, die Reifezeit ist ein wichtiges Merkmal.
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Abate Fetel - nee die ist da nicht bei...
Williams Christbirne - erstere könnte eine sein oder eine Pitmaston, bitte Kerne vergleichen! Williams hat kleine, rundliche und Pitmaston lange.
Gellerts Butterbirne - /
Gute Luise - wie schon gesagt könnte das zweite Foto sein, hat mir aber sehr wenig Farbe, kommt aber vor, im Schatten :-)
Conference hat doch diese langen dünnen Früchte.
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meine Conference heute morgen..
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Danke, danke, wunderbar eure Hilfe.
Komisch, über die Conference las ich beim Recherchieren, dass die hiesigen nicht so langhalsig wären.
JörgHSK, danke fürs Foto, es ist wirklich keine. Deine sieht ja zum Reinbeißen lecker aus.
Ja, dachte schon, dass die Bestimmung schwerfällt. Schön, dass ihr es trotzdem versucht habt.
Ich hoffe, die Birnen reifen noch und outen sich, dann melde ich mich mit neuen Fotos.
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Die Williams Christ gehört zu den bekanntesten Birnensorten und bringt im Hausgarten gute und regelmäßige Erträge. Die süß-würzigen Früchte sind im August erntereif und schmecken einfach herrrrrrlich ::)