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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: lonicera 66 am 31. August 2014, 12:26:55
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Hallo,
weiter geht es in meinem neuen Garten. Im oberen Teil befindet sich am Hang diese Schräge, die ich gerne bepflanzen möchte.

Hang unbearbeitet
Ich habe mir hier ein Schattenbeet vorgestellt, in dem ich meine vorhandenen Pflanzen unterbringen möchte:
Hortensie Macrophylla rosa
Hortensie Serrata,blau
Astilbe weiß
Thalictrum Blau und weiß
div. Hostas
Geraium phaeum
Geranium Rozanne+sanguineum
div. Heuchera
Ich habe mal auf einem Foto die Pflanzen locker verteilt, mir fehlt jedoch ein Winteraspekt.

Beet neu
Die meisten Pflanzen, die ich dort ausbringe, ziehen ja im Winter ein und dann sieht es wohl zu kahl dort aus?
Was könnte man für den Winter zum hingucken/bodendecken nehmen?
Lage: den ganzen Tag Halbschatten, Norden ist oben bei der Gartenpforte
Boden: Lehmig/sandig mit Schiefersplitt, sehr schwer zu bearbeiten, sehr kompakt
Ich suche nur etwas zum dazustellen, da ich meine vorhandenen Pflanzen unterbringen muß...
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Wintergrüne Farne?
Polystichum aculeatum oder/und setiferum, ggf. in Sorten?
Oder Phyllitis scolopendrium?
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Gräser?
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Dein Bild ist ja schon mal Klasse :D
Guckst Du im Winter auf dieses Beet vom Haus aus?
Du hast dort zwei Hortensien, die einen schönen Winteraspekt haben, die Blüten bleiben ja und werden erst im Frühjahr abgeschnitten, außerdem sehe ich Heuchera, die auch im Winter schön sind.
Einen schönen Winteraspekt hätten Cyclamen, die Frage ist, ob sie in der dichten Bepflanzung überleben können. Cyclamen coum würden dann sehr früh im Frühjahr blühen.
Wenn Du anstelle eines gewöhnlichen Waldgeißbart den Aruncus aethusifolius ´Horatio´ pflanzen würdest, hättest du einen langen schönen Sommer- und Winterspekt.
Ich sehe ganz vorne Teppichglockenblumen, Campanula poscharskyana? Sie sind auch weitgehend wintergrün.
Noch ein paar sehr frühe Zwiebelblumen, also außer Cyclamen coum noch Schneeglöckchen, gerne G. elwesii oder die Sorte ´Magnet´, die beide früher blühen als G. nivalis.
Das alles stelle ich mir auch im Wintere sehr schön vor.
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Das ist eine schöne Idee von Dir! Sehr schön digital animiert!
Mir wäre das Beet vielleicht etwas zu "floristisch". Auf mich wirkt es wie ein überdimensionales Blumengesteck. Mag an der digitalen Aufbereitung liegen. Vielleicht fehlt mir persönlich etwas Leichtigkeit, natürlicher Charme, den man durch Einbauen von mehr Gräsern, wildstaudenhafte Pflanzen erreichen könnte, z.B. Sanguisorba, Doldenblütler, auch Farnen erreichen könnte.
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Sieht gut aus das Bild, aber wird die Hortensie vorne nicht irgendwie zu hoch dort? D ie dahinter gepflanzten Stauden sind ja alle eher niedrig.
Ansonsten würde ich auch raten als Farne wintergrüne Polystichums zu nehmen oder den Elefantenrüsselfarn. Dryopteris Atrata. Aber auch das wintergrüne Carex morrowi würde sich sicher gut machen, oder Liriopa muscari.
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Wintergrüne Farne?
Sehr gute Idee, genau diesen Denkanstoß habe ich gebraucht.
Gibt es auch kleinbleibende Sorten? Ich muß mal googlen...
Guckst Du im Winter auf dieses Beet vom Haus aus?
Nein, das Bett liegt ca. 15m höher als das Haus, nicht zu sehen. Ich werde auch im Winter dort nicht hochgehen, wenn Schnee liegt ist es zu rutschig (Rasenwege und steil)
Einen schönen Winteraspekt hätten Cyclamen, die Frage ist, ob sie in der dichten Bepflanzung überleben können
Cyclamen passen gut vorne neben die Geraniümer, allzu dicht bepflanzt wird es nicht sein, das Bild ist nur ein Beispiel, meine eigenen Pflanzen sind längst noch nicht so groß.
Campanula ist in dem Beet nicht vorhanden, Du meinst sicher die Geranium.
Sieht gut aus das Bild, aber wird die Hortensie vorne nicht irgendwie zu hoch dort?
Danke. :D
Sie soll ruhig hoch werden, wenn man rechts um das Beet herumgeht, kommt eine ebene Fläche hinter den Pflaumenbäumen, dort wird ein Sitzplatz eingerichtet. Sitzt man dort, wird die rosa Hortensie ein schöner Blickfang sein. Vom Sitzplatz aus würde man sonst direkt über das Beet auf den Schuppen und das Gemüsebeet gucken.
Hier nochmal eine Draufsicht, die orangen Pfeile zeigen die Steigungen/Gefälle und Richtung an.
Rechts oben die ebene Grasfläche soll der Sitzplatz werden. Ich möchte dort gerne einen geschlossenen Raum schaffen, deshalb an der Ecke des Beetes die rosa Hortensie (nicht eingezeichnet)
Der Sitzplatz liegt dann ca. 2 Meter tiefer als das Beet.
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Hier noch mal ein Foto von etwas weiten unten aufgenommen.
Der Rasenweg führt mittig nach oben, an der Birke vorbei. Hat man die Birke passiert, steigt der Weg zum Schuppen weiter an. Hier öffnet sich dann der Blick auf das Beet.
Rechts unterhalb des Beetes geht man dann zum tiefer liegenden Stitzplatz rechts. Ein kuscheliger kleiner Gartenraum, umrahmt von Sträuchern und Bäumen.
Links dann das Gemüsebeet, dahinter der Schuppen. Dort steigt das Gelände stark an. Vom Schuppen aus geht es diagonal steil nach oben zum Gartentor.
Dort habe ich drei Rasenstufen angelegt, sonst rutschte ich dort aus, so steil ist es.
Hinter dem Zaun geht es dann zur Obstwiese, auch sehr steil bergauf.
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Wenn Du das Beet im Winter nicht sehen kannst und auch nicht hingehen möchtest, wozu brauchst Du dann einen Winteraspekt?
Ich hätte bei der Hanglage Bedenken wegen der Wasserführung für die feuchtigkeitsliebenden Hortensien.
Würdest Du das Beet terrasssieren?
Polystichums sind trockenheitsverträgliche wintergrüne Farne.
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Gartenlady,
auch wenn ich jetzt des winters nicht hingehe, möchte ich doch etwas dort für den Winter haben, damit es nicht ganz so kahl aussieht.
Später, im kommenden Jahr wollen wir den Weg nach oben so anlegen, daß man auch im Winter hochkommt, ohne sich auf die Nase zu legen.
(Schon deshalb, weil der Zaun kontrolliert werden muß, wir haben Wildschweine en Masse)
Ich möchte dann nachts vom Schuppen aus Sternbeobachtungen durchführen. Da ist es mir dann schon wichtig, daß es dort oben gut aussieht.
Nichts ist schlimmer, als im Winter kahle, platte Beete im Garten zu haben.
Auch der Herbstaspekt ist nicht zu verachten, wir werden sehen.
Ich habe bis jetzt immer nur Sommerbeete angelegt, für Herbst und Winter hatte ich nie etwas und die Beete sahen dann immer kahlrasiert aus. Das möchte ich einfach dieses Mal besser machen. :D
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Würdest Du das Beet terrasssieren?
In dem Beispielbild habe ich bereits zwei Terrassen aus Naturstein eingearbeitet. Es ist sonst zu steil und das Erdreich würde bei Regen abrutschen.
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Kahl wird´ s auf keinen Fall, Du hast ja schon einige wintergrüne Pflanzen und die Hortensien. Aber wintergrüne Farne sähen gut aus und den Aruncus ´Horatio´ möchte ich Dir nochmals ans Herz legen, das ist eine Superpflanze. Im Staudenbeet im Boga wird diese Pflanze wegen des schönen Winterspektes nicht vor März zurückgeschnitten.
Gräser halten so lange meist nicht durch, fände ich auch schwierig in der schattigen Lage.
Bei den Farnen - wie gesagt Polystichum setiferum sind gut für trockene Lagen - kann ich nicht sagen, welche die schönste Wuchsform haben (außer dem ´Bevis´ , der wird aber sehr groß). Ich glaube, es gibt hier kompetentere Mitglieder in Sachen Polystichum. Ich habe etliche im Garten, aber eigentlich überzeugen mich alle nicht außer dem ´Bevis´, alle anderen wachsen bei mir sehr breit ausladend, aber nicht hoch, das ist suboptimal für Dein Beet.
Schön ist auch noch und bei mir trockenheitsresistent Cyrtomium fortunei.
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Aruncus ´Horatio´- sieht gut aus, aber ist das nicht meiner Astilbe zu ähnlich?
Ich weiß noch nicht einmal, ob es wirklich eine Astilbe ist...der Horst hat einen Durchmesser von gut 50cm und die Pflanze ist im Sommer fast einen Meter hoch, blüht weiß.
Könnte sich um einen Aruncus dioicus handeln...
Die wintergrünen Farne habe ich mir bei Google angesehen - sehr schön. In die Breite dürfen sie gerne gehen, hinter dem Beet ist genug Platz.
Wir fahren morgen wieder hin, haben die betreffenden Pflanzen dann mit und werden diese mal auf dem Beet verteilen. Ich mache dann mal Bilder. :D
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Was Du im Beet gezeigt hast, ist eine Astilbe? Ich dachte es sei ein Waldgeißbart, Aruncus dioicus. Ich habe mir den ´Horatio´ stattdessen vorgestellt, weil der normale Waldgeißbart nur sehr kurze Zeit gut aussieht. Wenn Deine Pflanze eine Astilbe ist, ist sie tatsächlich zu ähnlich.
Zieht Ihr in den nächsten Tagen um?
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Nein, der Umzug ist erst ende des Monats.
Wir fahren morgen wieder eine Ladung Pflanzen und Bauholz 'rüber.
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Was Du im Beet gezeigt hast, ist eine Astilbe?
Ich habe mir bei einem kostenlosen Bilderhost ein paar passende Pflanzenbilder herausgesucht. Die gezeigten Pflanzen sind nicht unbedingt mit meinen identisch und dienen nur als Beispiel.
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Ach so, die gezeigte Pflanze ist vermutlich ein Waldgeißbart, der sieht aus wie eine Riesenastilbe.
Deine Pflanze ist dann viel kleiner und zarter. Ein Aruncus ´Horatio´ wird im Laufe der Zeit sehr groß und mächtig, der könnte einen Gegenpart zu einer Hortensie bilden.
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du könntest Helleborus niger mit den Farnen kombinieren ... die sind ein toller eyecatcher im spätwinterlichen schattenbeet ... ;D
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Ja, genau, Helleborus wäre sicher auch sehr schön dabei. Und es gibt auch noch die frühe Blüte. Ich frage mich wieso ich nicht daran gedacht habe. ::) ;)
Helleborus foetidus sopron hat sehr schönes Laub.
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Helleborus foetidus sät sich sehr schön selber aus, das gibt ungeahnte Effekte.
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Vielen Dank für die vielen Ratschläge, es hat mir sehr weiter geholfen.
Herausgekommen ist jetzt folgendes:
dazugekauft wird:
Cyclamen, wintergrüner Farn und Helleborus(hoffentlich ohne Virus)
Die/der von Gartenlady empfohlene Aruncus kommt dann im nächsten Jahr dazu, wenn ich weiß, ob meine "Astilbe" wirklich eine ist, oder vielleicht auch ein/eine Aruncus.
Morgen sind wir vor Ort, ich werde dann die vorhandenen Pflanzen verteilen und ein paar Bilder machen.
Bin schon gespannt, ob der Rasen aufgelaufen ist ;)
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Tolle Ideen hast du für deinen neuen Garten! Gefällt mir gut! Die Obstwiese hinter dem Zaun gehört euch dann auch noch? Wie groß ist der Garten insgesamt??
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insgesamt 2000qm, davon 1500qm Obstwiese/Biotop.
Ich habe auf der Wiese viele seltene Pflanzen entdeckt, Knabenkraut, andere, mir unbekannte Orchideenarten, Heidenelke, Johanniskraut, Fetthenne uvm. :D
Nächstes Jahr kommen Nachbars Schafe drauf, damit ich nicht so viel Mähen muß. ;D
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Mit den Schafen kann es aber sein, dass bestimmte Wiesenpflanzen vielleicht verschwinden, weil sie sich nicht mehr versamen können. Da musst du bestimmt manches beachten. Eine schöne Blumenwiese und gleichzeitig Schafweide - ich bezweifle, dass das geht. Aber frage doch mal bei unseren Schäferinnen und Schäfern :D.
Das Eingezäunte sieht irgendwie auch bald größer aus als 500 m².
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insgesamt 2000qm, davon 1500qm Obstwiese/Biotop.
Ich habe auf der Wiese viele seltene Pflanzen entdeckt, Knabenkraut, andere, mir unbekannte Orchideenarten, Heidenelke, Johanniskraut, Fetthenne uvm. :D
Nächstes Jahr kommen Nachbars Schafe drauf, damit ich nicht so viel Mähen muß. ;D
Bei den besonderen Wiesenpflanzen wäre wohl eher eine einmalige Mahd möglichst spät, Anfang August, sinnvoll, bei vielen Orchideen sind erst dann die Samen reif.
Also erst dann die Schafe auf die Wiese!
Der Schaftritt öffnet wiederum die Grasfläche und schafft kleine nackte Bodenflächen, wo sich Wiesenblumen wieder aussäen können.
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Mir wäre das Beet vielleicht etwas zu "floristisch". Auf mich wirkt es wie ein überdimensionales Blumengesteck. Mag an der digitalen Aufbereitung liegen. Vielleicht fehlt mir persönlich etwas Leichtigkeit, natürlicher Charme, den man durch Einbauen von mehr Gräsern, wildstaudenhafte Pflanzen erreichen könnte, z.B. Sanguisorba, Doldenblütler, auch Farnen erreichen könnte.
Wenn es halbschattig ist, könnte auch Astrantia Leichtigkeit ins Beet bringen.
Bei mir im schattigen/halbschattigen Vorgarten gedeihen Calamagrostis x acutiflora 'Waldenbuch', Molinia caerulea 'Moorhexe' und Molinia caerulea 'Heidebraut' sehr gut. Sie sind dort auch sehr standfest.
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Ist es dort zu schattig für Phlomis russeliana? Der ist bei mir lang wintergrün, in milden Wintern durchgehend grün und die Samenstände finde ich auch hübsch.
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Vielen Dank für die vieen Tipps und Anregungen.
Wir waren am Wochenende dort und alles, was wir bereits für die Bepflanzung vorbereitet haben, ist von den Wildschweinen wieder zunichte gemacht worden. (siehe Bild 1, das ist alles umgepflügt) >:(
Ich habe jetzt meine Hostas und Farne, sowie die "Astilben" gesetzt, es ist nun kum noch Platz für etwas anderes vorhanden. Ein paar wintergrüne Farne, wie empfohlen passen noch hinein.
Wenn ich meine Heucheras dazugesetzt habe, wird das Beet schon voll sein. Ich werde dann berichten, wenn ich das nächste Mal wieder dort bin.
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Ich aktualisiere mal.
Wie oft im Leben, kommt vieles anders, als man plant. So auch mein Hangbeet.
Der erste Winter ist vorbei und die Bestandsaufnahme zeigte, daß vieles verschwunden ist.
Ich hatte in das Beet Hosta, Akelei, Farn und Astilben gesetzt.
Die Astilben und die Akelei ist nicht wiedergekommen.
Die Hostas haben sich etabliert, das Vergißmeinnicht auch.
Von den Farnen haben nur der Straußenfarn und der Wurmfarn überlebt.
An den halbtoten Pflaumenbaum habe ich eine Clematis Alpina in blau gesetzt.
Das Geranium lebt noch, kümmert aber wegen des Umpflanzschocks (immer noch)
Dafür habe ich mit vielen Teilstücken meiner Bergenien aufgefüllt, sie sind noch sehr klein, treiben aber gut.
Dort meine Hortensien hinzusetzen habe ich verworfen, es ist doch zu sonnig und zu trocken. Die armen Dinger würden nur kümmern.
Insgesamt ist es auf dem Grundstück trocken, ein ständiger Wind weht hier am Hang entlang.
Foddos folgen...
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Hier ein aktuelles Bild von heute mittag:
(http://forum.garten-pur.de/attachments/Hangbeet_mai.jpg)
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Hier ein aktuelles Bild von heute mittag:
(http://forum.garten-pur.de/attachments/Hangbeet_mai.jpg)
Toll, wenn man mit #7 vergleicht, was du da schon draus gemacht hast :D