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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: maren w am 25. April 2005, 23:58:48

Titel: Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: maren w am 25. April 2005, 23:58:48
In unserem Vorgarten rahmen zwei uralte, breite Wacholder den Blick zur Straße.
Sie sehen ein wenig wie grantige Opas aus, und anfangs wollte ich sie roden.
Anderseits haben sie viele Jahre gebraucht um so zu riesig zu werden,
man fühlt sich auch irgendwie geborgen, und helle Rosen leuchten richtig vor dem düsteren Hintergrund. :)

Falls die Greise nun doch stehen bleiben, müssen sie besser eingebunden sein.
An den rechten Opa schließt sich eine stattliche Blaufichte an,
danach in der Gartenecke eine pieksige Gruppe aus Feuerdorn und Weißdorn. Die Seite ist ok.

Der zweite steht ganz allein im Rasen und sollte einen entsprechenden Partner
als Bindeglied zum etwa 7m entfernten Apfelbaum an der linken Ecke bekommen.

Da der Apfel recht ausladend wächst, müsste das ein Baum in Pyramidenform sein,
der ähnlich stark strukturbildend wirkt, wie eine Blaufichte.
So etwas Blaues mag ich in dieser Gegend aber gar nicht,
ebenso wenig die „Weihnachtsbäume“, die hier überall in den Gärten stehen.
Gibt es da nicht etwas Erregenderes mit einigermaßen zügigem Wuchs?
Ob Laub oder Nadel ist unwesentlich, in diesem Fall kommt es mir eher auf den Habitus an.

Standort nach Südosten, lehmig-humoser Boden,
oben trocken, in der Tiefe eher feucht, ganz unten wohl steinharte Lehmschicht.
Vielleicht fällt euch ja etwas Schönes ein.

Hoffnungsvolle Grüße
Maren
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: claudia am 26. April 2005, 14:09:03
hallo maren, weiss auch nicht, weshalb sich die Gehölzspezialisten gerade so zurückhalten, sind wohl alle beim Bäume setzen.
Ich fang mal mit etwas an, aber es gibt wirklich ganz viele Lösungen.
Für deine Gestaltungsaufgabe kommen sicher sehr viele Bäume in Frage.
Bei Nadelgehölzen fehlt es aber meist an raschem Wuchs, den du ja gerne hättest. Wobei schneller Wuchs ja ganz unterschiedlich bewertet werden kann. Ich weiss nicht, wie schnell es deiner Meinung nach gehen soll, bis er eine bestimmte Größe erreicht hat.
Vielleicht ist aber auch ein Laubbaum als Bindeglied zum Apfel besser geeignet und auch raschwüchsiger.
Recht schnell wächst natürlich Populus. Ein ganz schmaler wäre Populus nigra Italica. Wäre denn eine solche Säulenform etwas, was dir gefallen könnte?

Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: macrantha am 26. April 2005, 14:39:15
Hm - ich überlege in eine andere Richtung ...
Du hast also einen sehr markanten Wacholder (in Farbe und Form) und auch einen markenten Apfelbaum (weil schon größer) ... warum nicht die beiden durch ein Strauchband verbinden, daß nicht von der Gestalt des Wacholders ablenkt? Außerdem ist dieser ja sehr sonnenhungrig und würde sich über eine Beschattung nicht freuen.
Zu Wacholder würden gut Wildrosen wie Rosa spinosissima passen. Vor meinem inneren Auge sehe ich Wacholder immer nur auf Kalkmagerrasen, vergesellschaftet mit Rosen und Kornelkirschen (auch eine Möglichkeit).
Als Baumpartner könnte ich mir die recht klein bleibende (6-8m) Kupferbirke Betula albosinensis vorstellen, die mit ihrem feinen hellgrünen Laub sicher einen guten Kontrast zum Wacholder bildet, ohne ihm das Licht zu nehmen.
Oder bewege ich mich in die völlig falsche Richtung?
LG
macrantha
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Hortulanus am 26. April 2005, 15:35:52
Keine leichte Aufgabenstellung, zumal die Vorstellungskraft in wenig strapaziert wird.

Du schreibst nicht, welcher Art die Wacholder sind, sondern nur, dass sie breit wachsen. Was ist mit ihrer derzeitigen und ihrer zu erwartenden Höhe?

Wie auch immer. Die „Gegenseite“ ist – ich rekapituliere – Wacholder/aufsteigend stattliche und unendlich hoch werdende Blautanne/abfallend Feuerdorn/aufsteigend Weißdorn? Das ist in deinen Augen so in Ordnung?

Gut, jetzt die Problemseite: Gewünscht ist im Anschluss an den breiten Wacholder ein aufsteigendes, pyramidenförmig wachsendes Gehölz. Dann folgt der ausladende Apfelbaum.

Lösungsversuch: Pyramidenförmige Laubgehölze gibt es wenige. Blieben eigentlich nur Koniferen. Zierlicher bleiben Tsuga und Lärche, auch als Kontrapunkt zu dem monolithisch wirkenden Juniperus. Ich, ganz persönlich, halte aber eine Konifere als „Verbindung“ zum filigranen Apfelbaum für keine glückliche Lösung. Als Kompromiss käme vielleicht ein Ilex in Betracht. Unter denen soll es welche geben mit pyramidalem Habitus. Aber auch das halte ich für ein stilistisches Kuddelmuddel (wie im Übrigen die Gegenseite auch, mit Verlaub). Warum „muss“ denn die Lücke zum Apfelbaum durch etwas Hochwachsendes geschlossen werden? Sichtschutz? Aber der Apfelbaum biete doch auch keinen. Wenn der Wacholder erhalten bleiben soll, würde ich ihn in hübsche kleine Sträucher, die Farbe und vielleicht auch Duft in den Garten bringen, „auslaufen“ lassen. Reihenfolge: Juniperus/Viburnum x burkwoodii/ Viburnum plicatum „Mariesii“/ Spiraea x boumalda/ Apfelbaum.
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: maren w am 26. April 2005, 15:57:54
Hallo,

mit zügig wachsend meinte ich, schneller als Eiben. In etwa 5 Jahren sollte schon eine deutliche Raumbildung zu sehen sein. Pappeln stehen schon jede Menge gegenüber am Weiher, da hätte ich lieber etwas anderes.

Hm, vielleicht wäre ein Strauchband tatsächlich schöner. Übrigens hat sich neben dem Wachholder schon eine weiße Wildrose eingestellt.

Eine Lärche würde mir zum Wachholder gut gefallen, aber zum Apfelbaum ...?
Um Sichtschutz geht es nicht, sondern das Übergewicht auf der Blautannenseite soll ausgeglichen werden. Dort schließen die Feuerdörner statt Zaun die Lücke zum Nachbarn, der Weißdorn steht ein wenig mehr im Grundstück.
Ja stimmt, ein Stil ist absolut nicht zu erkennen, und die Koniferen passen überhaupt nicht zur Bepflanzung des Weihers gegenüber. :-\

Ach, am besten ich zeige mal ein paar Bilder von der Situation.

vom Haus aus gesehen links: Einfahrt - Apfelbaum - nix - Wachholder
(http://www.figurentheater-winter.de/extra/vornli.jpg)

Mitte: Wachholder - Ausblick - Wachholder
(http://www.figurentheater-winter.de/extra/vornmi.jpg)

rechts: Wachholder - Tanne - Feuerdorn - Nachbargrenze
(http://www.figurentheater-winter.de/extra/vornre.jpg)
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Hortulanus am 26. April 2005, 16:29:13
Hallo, Maren,
ich würde eine Lärche setzen (zarter Frühjahrsaustrieb, goldene Herbstfärbung) und zwar so, dass die drei Bäume ein großräumiges Dreieck bilden. Somit die Lärche zum Weg hin. In den Innenraum des Dreiecks ließe sich ein schönes Staudenbeet anlegen oder niedrig bzw. halbhoch bleibende Sträucher.
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Sappho am 26. April 2005, 23:08:57
Was natürlich auch toll wäre ist ein Ginko,
ich denke den kennst du !? wenn nicht

http://www.botanischer-garten.uni-erlangen.de/bildschirmschoner/bilder/ginkgo~1.jpg
hat doch ein wunderschönes ausgefallenes blatt, findest du nicht !?

das bild stammt von der uni erlangen (botanischer garten )
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Hortulanus am 26. April 2005, 23:51:24
Pardon, aber bei dem Ambiente ein Ginkgo zwischen einem kreuzbraven Juniperus und einem bodenständigen Apfelbaum? ::)
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: maren w am 27. April 2005, 00:55:00
Zitat
... bei dem Ambiente ein Ginkgo zwischen einem kreuzbraven Juniperus und einem bodenständigen Apfelbaum...
;D

Ein Ginko wäre wirklich heftig, immerhin wäre der Stilmix perfekt.
Das Ganze war der Vorplatz zur Dorfkneipe. Der Rasen im Vordergrund ist bloß mit ein wenig Puffererde auf die ehemaligen Parkplätze transplantiert, tiefgründig wird es erst ab Jupernikus.

Ich hätte wirklich gerne eine Lärche, die mag ich fast so sehr wie Birken und Felsenbirnen.
Aber wie ich auch schiebe und drehe, (in Photoshop kann man ja kurz mal eine Lärche wachsen lassen) zu dem Appel sieht das einfach nicht stimmig aus.
Inzwischen tendiere ich fast eher zu Sträuchern, ein paar wenige Richtung Apfelbaum und die anderen in Richtung Mitte, um eben auf diese Weise die Verbindung zu der schwereren Gruppe zu schaffen.
Die rechte Seite bildet ja schon einen Raum, der sich für eine zartere Vorpflanzung und vielleicht einen weißen Rambler anbietet.

Oh je, das ist wirklich nicht einfach.
Am Liebsten würde ich ja den Weiher gegenüber pflanzlich einbinden, z.B. mit einem Hain aus lichten Bäumen, unterlegt mit einem Band aus Storchschnabel und Wiesenglockenblumen, durchwoben von durchscheinenden Rosenblüten, hier und da ein solzer Eisenhut...
Aber die Wacholder sind älter als ich, da überkommt mich ein gewisser Respekt. Außerdem lieben die Vögel das Dickicht, und ich liebe die Vögel.
Oder soll ich doch den einen roden?

Immer noch unentschiedene Grüße ???
Maren






Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: riesenweib am 27. April 2005, 07:38:32
mit fiederblättern: säulenkoelreuteria (koelreuteria paniculata fastigiata), zartgelbe rispenblüten im hochsommer, hübsche balsenfrüchte. der baum wirkt, obwohl auch aus asien, nicht exotisch, aber sehr freundlich. kommt mit dem boden zurecht. wird mittelgross, gibt also höhe. bronzefarbener austrieb, gelbe herbstfärbung (wie die lärche)

lg, brigitte

hortu, nicht hauen ;D


Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Sappho am 27. April 2005, 08:33:35
ich weis garnicht was ihr habt, das sieht bestimmt toll aus , wir haben eine ähnliche kombination im garten stehen , nur mit einem kirsch statt eines apfelbaums, dazu noch ein affenschwanzbaum das ist wirklich wunderbar und es hat nicht jeder !ich würde es fotographieren aber der gingko hat noch nicht genug blätter !

http://www.realhomepage.de/members/sappho/index.html
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Hortulanus am 27. April 2005, 09:03:40
Es gibt sog. „Dos and Donts“ in gestalterischer Sicht. Das gilt auch für Gärten. Nun ist der Geschmack eine Sache, über die man angeblich nicht streiten kann/sollte, aber er eignet sich so wundervoll dafür.

Ein Ginkgo passt in diese Situation absolut nicht. An eine Araucarie sollte man erst gar nicht denken. Es mag durchaus Gärten geben, in denen derartige „Verfremdungen „ durch den bewussten Umgang mit sehr konträren Erscheinungsformen gelungen wirken. Hier, in der vorgestellten Situation , wäre es ein stilistischer Scherz. Der Wacholder gehört schon nicht dort hin. Aber die von Maren geäußerten Skrupel, ihn zu entfernen, sind sehr ehrenvoll. Gleichwohl wird das Pflanzenmonstrum ein steter Stachel in dem Gesamtaspekt bleiben.

Warum sollte eine Koelreuteria gepflanzt werden? Was hat diese, was eine Vogelbeere (Sorbus) nicht hat? Ich bin ein Liebhaber fremder Gewächse und mein Garten enthält viele. Aber an dieser fraglichen Stelle würde ich auf keinen Fall die Bodenständigkeit/ das ortstypische Bild durch exotische Großgewächse (Bäume) stören.
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: riesenweib am 27. April 2005, 09:26:00
wenn eine vogelbeere mit dem boden zurechtkommt, eine gute idee.

allerdings, wenn Maren nur das bodenständige geraten bekommt, muss sie ihre wacholder und ihre tanne entfernen, den nachbarn beknieen, seine tanne zu entfernen (oder sind die bei Euch tannen auch wildwachsend vorhanden, Maren? weiss die verbreitung von tannen in D nicht sonderlich genau ;)) und, da ein alter dorfkneipenvorplatz, eine tanzlinde pflanzen. 8)

lg, brigitte

nachtrag: und die trauerweide, die ich im hintergrund zu erkennen glaube müsste natürlich auch weg :-X -duckundweglaufsmily---
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: andrea am 27. April 2005, 09:26:50
Ich bin ja nun wirklich kein Experte und möchte auch nichts raten, aber der Anblick diese Vorgartens und besonders auch der Ausblick haben mich schon umgehauen und ich bin ehrlich und es klingt bestimmt verwerflich, aber genau das würde ich mit den Wachholdern auch machen, umhauen und etwas anpflanzen was die Beziehung zu diesen kleinen See und den Garten verbessert. Man muss Fehler manchmal auch ganz mutig korrigieren auch wenn es weh tut finde ich, auch Alter das zu achten ist schütz da nicht vor Veränderung ::) Bei allen Respekt vor den ehrwürdigen Gestalten hör doch noch mal in dich hinein ob sie wirklich so schön und erhaltenswürdig sind oder es einfach nur Skrupel sind etwas lebendes etabliertes den Gar auszumachen auch wenn es nicht passt und nicht wirklich ein erfreulicher Anblick ist auf die nächsten Jahrzehnte sondern immer ein Kompromiss, wenn auch in ehrenwerter Absicht ist, der aber immer wieder pickst.
Eigentlich wollte ich nur sagen das ich ganz neidisch gucke und hoffendlich noch mehr Bilder zum gucken bekommen werde ;D
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Sappho am 27. April 2005, 09:29:31
och ihr seit gemein, der gingko war so eine tolle idee ;)
dabei ist mein garten sooooooo schön ! wollt ihr mal sehen wie er gestern aussah !? hier ist er !

http://www.realhomepage.de/members/sappho/index.html
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Sappho am 27. April 2005, 10:55:01
so jetzt habe ich meinen affenschwanzbaum und den gingko abgelichtet, dahinter direkt der kirschbaum !
wühlt euch mal durch !

Link zu den Bildern



Link korrigiert/verkürzt. LG Nina
 
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Hortulanus am 27. April 2005, 11:30:09
Sappho, es geht doch nicht darum, etwas schön zu finden, was in deinem Garten steht. Dort mag es sinnvoll und angemessen sein. Einen Ginkgo oder eine Araukarie als „missing link“ zwischen einem Apfelbaum und einem Wacholder zu sehen, ist zumindest etwas ungewöhnlich. Gleichwohl mag es in einigen Gärten „funktionieren“. Bei mir steht auch eine Rose nur wenige Meter weit von einem Rhododendronbeet.

Auch ich würde Tabula rasa machen, und sowohl Tannen, Wacholder und Feuerdorn roden. Der Blick auf den Weiher und dessen Hintergrundbepflanzung ist einfach zu schön, um durch die Genannten gestört zu werden. Statt dessen würde ich ein paar weitere Obstbäume setzen und mehrere inselförmige Staudenbeete mit wenigen Sträuchern anlegen. Um den Zugangsweg zu akzentuieren könnte man ein markantes (muss nicht großes heißen) Gehölz setzen. Einen Sorbus als Heister, eine Lärche, vielleicht auch eine Eiche. Irgendeinen schönen Baum, der die Funktion eines Hausbaums übernehmen kann (aber vielleicht gibt es den ja schon). Mit „bodenständig“ meine ich Pflanzen, die man in der Gegend antrifft. Jedenfalls möchte ich es nicht auf „einheimische“ begrenzt wissen.
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Sappho am 27. April 2005, 11:58:27
leider kann man es jetzt nicht so gut sehen aber ein wacholder steht genau rechts daneben :)
ich wollte auch garnicht klugsch....! ich wollte nur sagen das es toll aussehen kann in dieser konstellation, das es nicht jedem gefällt ist mir auch schon klar !
was ich nicht wusste ist das es ein festes desingn gibt an das man sich halten sollte wenn man ans pflanzen geht !
ich finde gerade das kontrastreiche und die vielfalt sehr bereichernd und einen augenschmaus !es wird nie langweilig wenn man das so sieht!
aber egal !
das mit dem roden ist auch eine gute idee dann ist wieder alles offen für neue wege !
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Hortulanus am 27. April 2005, 16:03:33
was ich nicht wusste ist das es ein festes desingn gibt an das man sich halten sollte wenn man ans pflanzen geht !

Das gibt es auch nicht, Sappho. Gärten sind, Gottlob, die letzten Refugien, in denen wir unsere Fantasie frei walten lassen können, nur gebremst durch die Bodenbeschaffenheit und klimatische Fesseln. Vom Geld einmal abgesehen ;)

Die großen Gärten der Welt entstanden auch auf der Grünen Wiese und man hat sich einen Teufel um die Umgebung geschert, sondern in ihnen wurden Ideen verwirklicht, die selbstverständlich modischen Strömungen unterlagen. Insofern mag dein Garten goldrichtig sein, zumal es deiner ist.

Hier aber lag die Aufgabenstellung ein wenig anders. Die Betonung lag auf Apfelbaum. Und die Aufnahmen der Umgebung sprechen nicht so sehr für Exoten. Aber wie bereits zu Anfang bemerkt: alles ein Geschmackssache. Und über Geschmäcker lässt sich gut streiten. ;)
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Zuccalmaglio am 27. April 2005, 17:20:04
Hallo,
ganz unabhängig von der Geschmacksfrage: Unter bzw. zwischen
den Apfel gehören bis mind. 5 m (eher mehr) Entfernung vom Stamm keine Sträucher oder andere Bäume; wenn dir der wirkliche tolle Apfel
etwas wert ist. Das Wurzelwerk des Apfels geht mind. 20 % über die
Kronentraufe hinaus. Sträucher und Bäume könnten ihm auf Dauer zuviel von seiner Vitalität nehmen, zumal größere Bäume auch irgendwann Kronenberührung mit ihm bekommen. Auch die Licht-Wegnahme könnte später eine Rolle spielen. Apfelbäume sind gegenüber (Wild)bäumen nicht sehr konkurenzfähig. Selbst auf starken
Unterlagen macht Ihnen in der Jugendphase schon Rasen oder Wiese stark zu schaffen.
Vielleicht reichen ein paar schöne Stauden. Gutes Gelingen.
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: andrea am 27. April 2005, 17:34:41
Läst mir ja doch keine Ruhe jetzt stell dir mal bild Wachholder_Ausblick_Wachholder so im Frühling vor, die Buddastatue ist halt die Laterne, das Grün vom Ahorn läst sich ja auch übertragen, ich fände es traumhaft, über den einrahmenden Baum/Strauch kann man dann ja immer noch zu anderen Blütenfarben oder Arten wechseln
(http://www.leidenbach.com/assets/images/db_images/db_botanischergartenhamburg146.jpg)
und dann eine Bank und man guckt zum See.
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: maren w am 27. April 2005, 21:47:50
 
Ui, da hat sich ja einiges getan, herzlichen Dank, dass ihr euch so sehr mit meinem Problem beschäftigt. :)

Hm, ich fürchte mit einem Affenschwanzbaum werde ich nicht warm, obwohl ich ihn im städtischen Bereich durchaus beeindruckend finde. Mit Ginko geht es mir ähnlich, auch Magnolienbäume scheinen mir für diesen Garten zu pompös.

Mehr Obst statt Koniferen? Nun ja, wir haben hinten eine Streuobstwiese, und im Wohngarten stehen ebenfalls allerlei Kirschen, Birnen, Pflaumen, Äpfel ...
Hier vorne darf es gerne nur zieren, oder Vögel anlocken.
Sorbus soll übrigens noch gesetzt werden, als kleine Allee die Einfahrt entlang, drei auf jeder Seite.

Den Apfel zu unterpflanzen hat sich tatsächlich als problematisch erwiesen. Die Gabelung beginnt schon bei 80 cm, die Krone ist breit und wo sie darf, hängt sie noch etwas herab. Vor allem trug der Baum bisher immer überreich. Die Früchte aus erschlagenen Pflanzen zu lesen ist nicht so angenehm.

Hausbaum war eine imposante Esche die leider gefällt werden musste, weil sie bis in die dicken Äste hinein hohl war. Statt dessen wächst nun dort ein Walnussbaum heran. So lange er den vorgesehenen Platz nicht ausfüllt, müssen wir auf der Bank vor dem Haus in der Sonne schmoren, und eine Riesenbirne, die seitlich das Dach überragt, übernimmt inzwischen die Hausbaumwirkung.

Als Quintessenz sehe ich überall die Beile zwischen den Zeilen blitzen.
Schön sind die düsteren Wächter ja wirklich nicht, nicht einmal im Winter. Und bei schlechtem Wetter wirken sie fast bedrückend, als würden vermooste Grabsteine darunter liegen. :-\

Und nun noch Andreas Bild ... das lässt mich jetzt gar nicht mehr los.
Überzeugender geht es wohl kaum. :D
Nee, so etwas hätte ich beim ständigen Blick auf die Wachholder niemals selbst sehen können.
Was wächst denn dort genau? Gibt es noch mehr von diesen inspirierenden Fotos?

Her- und hingerissene Grüße
Maren
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Sappho am 28. April 2005, 10:06:37
Der Gingko ist ein exote !??? ist das wahr ?? ich hätte das nicht gedacht der steht hier schon soooo viele jahre rum das ich das wohl ganz vergessen habe , ich weis nur das es der älteste baum der welt ist !na wie dem auch sei , man lernz nie aus !
im übrigen habe ich über eure idee nachgedacht obst bäme zu pflanzen!
das kann ich mir auch sehr gut vorstellen ! ;)
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Sappho am 28. April 2005, 10:08:50
Zu dem wunderschönen bild oben und dieser üppigen blütenpracht fällt mir noch eine japanische zierkirsche ein, wenn der wacholder weg ist , wäre die auch nett!
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: andrea am 28. April 2005, 11:31:31
Es sind (Zier)Kirschen, leider weis ich nicht welche, da das Bild zwar in einem Botanischen Garten aufgenommen wurde in Hamburg, aber leider keine genauen Beschriftungen angegeben waren.
Aber was die Baumauswahl betrifft da gibt es hier genug Fachleute die beraten können.
Es muss natürlich auch nicht weiß sein. kann auch rosa sein, mir persönlich wäre es dann schon wieder zu fremdartig zu romatischkitschig verklärt, aber das ist natürlich wie vieles im Garten reine Geschmackssache.
(http://www.leidenbach.com/assets/images/db_images/db_botanischergartenhamburg45.jpg)
Ich habe letztens eine Felsenbirne als Hoschstamm gesehen, wäre auch nicht zu verachten, aber man kann das Ganze natürlich auch viel formaler einfassen mit 2 säulenartig oder Eiförmig wachsenden Bäumen, da kann man sicher viel spielen, da ich auch nicht weis wie das Haus aussieht und in welchen Stil es gehalten ist ist das Ganze natülich nur auf den Bildausschnitt bezogen und nicht ins Gesammtbild (man guckt ja auch mal von der anderen Seite aus ;D ) passend.
Hier mal ein paar düstere Gestalten einmal mit und einmal ohne Blütenschleier nur so als Vergleich.

(http://www.leidenbach.com/assets/images/db_images/db_botanischergartenhamburg192.jpg)

(http://www.leidenbach.com/assets/images/db_images/db_botanischergartenhamburg20.jpg)
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: Sappho am 28. April 2005, 11:40:27
Wunderschön
Titel: Re:Welchen Baum zwischen Uraltwacholder und Apfelbaum
Beitrag von: maren w am 28. April 2005, 12:49:59
Danke für die Bilder, sie sind wirklich wunderschön.
Ja, auf jeden Fall sollten die Blüten weiß sein, und der Wuchs nicht allzu chinesisch.
Felsenbirnen mag ich sehr. Alemanchier arborea wächst baumartig glaube ich, da käme die schöne Herbstfärbung dazu, und sogar Früchte. Ich habe diese Sorte allerdings noch nie ausgewachsen gesehen.
Wie wachsen denn eigentlich Schattenmorellen? Ich werde gleich ein mal Bücher wälzen. :D

So in zarte Blütenschleier gehüllt, bekommen die dunklen Koniferen plötzlich ganz neue Qualitäten ... oh nein, jetzt schwanke ich wieder. :-X

Grüße
Maren