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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: karle77 am 15. Oktober 2014, 20:10:30
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Hallo Zusammen,
ich habe mir in einer Baumschule Rhododendrons bestellt und diese sind heute angeliefert worden. Was ich nicht normal finde ist, dass ein Rhododenron ziemlich stark mit braunen Flecken an den Blättern befallen ist. Die Baumschule meint, dies ist normal bei Freilandpflanzen und verwächst sich nächstes Jahr. Ich bin mir da aber nicht so sicher. Ist dies vielleicht eine Pilzkrankheit und der Rhododendron wächst nachher gar nicht an bzw. kann er die anderen schon infiziert haben (Paketversand mit Hermes)? Außerdem sind die Pflanzen noch vom Dickmaulrüßler angeknabbert. ???

HPIM1825.jpg

HPIM1826.jpg
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Kannst Du bitte ein Foto einstellen? Vorsicht, da lauern Fallen. Irgendwo steht, wie man komprimierte Fotos von 80 kb hochlädt.
Übrigens: Herzlich willkommen!
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Danke für das Willkommen :)
ich bin schon in die Falle getappt, versuche gerade ein 68 kb Bild hochzuladen, aber es will nicht.
Irgendwie klappt es leider gar nicht. Datei unter 80 kb als gif, jpg, pdf versucht - es wird nichts hochgeladen???
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Das sind Fraßschäden vom Dickmaulrüßler und die braunen Ränder deuten auf eine zu hohe Salzkonzentration im Substrat, vermutlich aber im Gießwasser des Produzenten hin.
Vor der Pflanzung die Pflanze tauchen. Kontrolle auf Raupen des Dickmaulrüßler oder Pflanzen retour. So was sollte man nicht verkaufen.
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Ich würde mal den pH-Wert des Bodens ermitteln. Rhododendron benötigen einen sehr niedrigen pH-Wert. Falls der zu hoch ist, sollte man versauernden Dünger nehmen, z. B. Schwefelsauren Ammoniak (SSA).
Falls der pH-Wert im Garten hoch ist, ist es schwierig auf Dauer für einen passenden Wert zu sorgen. In dem Fall würde ich einen großen Maurerkübel nehmen, unten einige größere Löcher hineinschneiden, den Kübel dann im Boden versenken und ihn mit ungedüngtem Naturtorf füllen. Dann erhöht sich der pH-Wert nicht so schnell aus dem umliegenden Boden. Ungedüngt ist wichtig. Die meiste Blumenerde ist aufgekalkt. Der Naturtorf ist in vielen Baumärkten zu finden.
Rhododendron werden in den Hauptanzuchtgebieten in Deutschland vielfach auf Moorflächen vermehrt. Sie wachsen in dieser Gegend normalerweise wie Unkraut, nur weil der pH-Wert stimmt.
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Das sind Fraßschäden vom Dickmaulrüßler und die braunen Ränder deuten auf eine zu hohe Salzkonzentration im Substrat, vermutlich aber im Gießwasser des Produzenten hin.
Vor der Pflanzung die Pflanze tauchen. Kontrolle auf Raupen des Dickmaulrüßler oder Pflanzen retour. So was sollte man nicht verkaufen.
Laut Aussage der Baumschule kommen die Blattschäden durch Starkregen zustande, der die Blätter durchschlagen und geschädigt hat und gerade die Sorte "Karen Triplett" feine Blätter hat (hat meiner Meinung nach normale Blätter und warum sollte der Starkregen nur die Blattränder schädigen). Die Baumschule hat 30 % Rabatt angeboten. Ich möchte aber gesunde Pflanzen einpflanzen. Habe erst vermutet, dass es vielleicht irgendein Pilz ist, der die anderen Rhodos vielleicht dann auch schon angesteckt hat.
Auf jeden Fall würde ich eine solche Pflanze nicht verkaufen und das mit den Dickmaulrüsslern find ich auch nicht toll.
Interessanterweise wussten Sie auch sofort, welchen Rhododendron ich meinte, obwohl ich es nicht geschrieben hatte und auf dem Foto der Name nicht zu sehen war.
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Ich würde mal den pH-Wert des Bodens ermitteln. Rhododendron benötigen einen sehr niedrigen pH-Wert. Falls der zu hoch ist, sollte man versauernden Dünger nehmen, z. B. Schwefelsauren Ammoniak (SSA).
Falls der pH-Wert im Garten hoch ist, ist es schwierig auf Dauer für einen passenden Wert zu sorgen. In dem Fall würde ich einen großen Maurerkübel nehmen, unten einige größere Löcher hineinschneiden, den Kübel dann im Boden versenken und ihn mit ungedüngtem Naturtorf füllen. Dann erhöht sich der pH-Wert nicht so schnell aus dem umliegenden Boden. Ungedüngt ist wichtig. Die meiste Blumenerde ist aufgekalkt. Der Naturtorf ist in vielen Baumärkten zu finden.
Rhododendron werden in den Hauptanzuchtgebieten in Deutschland vielfach auf Moorflächen vermehrt. Sie wachsen in dieser Gegend normalerweise wie Unkraut, nur weil der pH-Wert stimmt.
Für mich stellt sich die Frage, ob ich den Rhododendron beruhigt einpflanzen kann, die Pflanze sieht ansonsten nicht schwächlich aus.
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Für 30 % Rabatt würde ich ihn nicht nehmen. Rechne der Baumschule mal vor, was es die Baumschule kosten würde, wenn Du die Pflanze reklamierst und gar nicht nimmst. Der Rücktransport wäre ja auch nicht umsonst. Da die Ware sehr mangelhaft ist, würde ich mich nicht bereit erklären, mich an den Rücksendekosten zu beteiligen. Mit diesem Hinweis müßten mindestens 50 % Rabatt drin sein.
Wenn ich die Pflanze im heimatlichen Garten pflanzen würde, hätte ich keine Bedenken, da wir einen sehr niedrigen pH-Wert haben und Rhododendron bei uns immer wachsen. In Gegenden mit einem normalen pH-Wert würde ich es wirklich nur tun, wenn das mit dem Maurerkübel und dem Naturtorf funktioniert und der Rabatt ausreichend hoch ist. Ich würde dann aber die alte Erde an der Pflanze entferrnen. Ich nehme an, dass die der Grund für das Aussehen der Pflanze ist.
Es ist von der Baumschule schon eine Unverschämtheit so etwas zu versenden.
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Laut Aussage der Baumschule kommen die Blattschäden durch Starkregen zustande, der die Blätter durchschlagen und geschädigt hat und gerade die Sorte "Karen Triplett" feine Blätter hat (hat meiner Meinung nach normale Blätter und warum sollte der Starkregen nur die Blattränder schädigen). Die Baumschule hat 30 % Rabatt angeboten. Ich möchte aber gesunde Pflanzen einpflanzen. Habe erst vermutet, dass es vielleicht irgendein Pilz ist, der die anderen Rhodos vielleicht dann auch schon angesteckt hat.
Also ganz so schlimm sieht die Pflanze ja nun nicht aus. Ich würde auf jeden Fall auf Dickmaulrüssler-Larven kontrollieren. Starkregen könnte auch bedeuten, dass die Pflanze längere Zeit im Wasser stand. Das könnte auch erklären, warum sie insgesamt etwas unglücklich aussieht. Ob dir ein Rabatt von 30% genügt, hängt auch davon ab, was du überhaupt dafür bezahlt hast. Jedenfalls hast du mit dieser Sorte eine für DE sehr ungebräuchliche. Mir war sie bislang nicht bekannt. Cox schreibt dazu: Winterhärte -15C? Ist das ok. für dich? Falls du eine Rhododendronsammlung aufbaust, solltest du diese in Europa ungewöhnliche Sorte auf jeden Fall behalten.
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Laut Aussage der Baumschule kommen die Blattschäden durch Starkregen zustande, der die Blätter durchschlagen und geschädigt hat und gerade die Sorte "Karen Triplett" feine Blätter hat (hat meiner Meinung nach normale Blätter und warum sollte der Starkregen nur die Blattränder schädigen). Die Baumschule hat 30 % Rabatt angeboten. Ich möchte aber gesunde Pflanzen einpflanzen. Habe erst vermutet, dass es vielleicht irgendein Pilz ist, der die anderen Rhodos vielleicht dann auch schon angesteckt hat.
Also ganz so schlimm sieht die Pflanze ja nun nicht aus. Ich würde auf jeden Fall auf Dickmaulrüssler-Larven kontrollieren. Starkregen könnte auch bedeuten, dass die Pflanze längere Zeit im Wasser stand. Das könnte auch erklären, warum sie insgesamt etwas unglücklich aussieht. Ob dir ein Rabatt von 30% genügt, hängt auch davon ab, was du überhaupt dafür bezahlt hast. Jedenfalls hast du mit dieser Sorte eine für DE sehr ungebräuchliche. Mir war sie bislang nicht bekannt. Cox schreibt dazu: Winterhärte -15C? Ist das ok. für dich? Falls du eine Rhododendronsammlung aufbaust, solltest du diese in Europa ungewöhnliche Sorte auf jeden Fall behalten.
Der Preis war in Ordnung. Die Pflanze ist ca. 60 cm hoch und kostet normal 28 € ohne Rabatt. Die Winterhärte war bei der Baumschule mit sehr gut angegeben. Bei hirsutum.info steht sie z. B. mit -24 °C, bei der American Rhododendron Society mit -15 °C. Der Standort ist geschützt und bei uns wird es eher selten so kalt, meist um die -10 °C kurzfristig. Das könnte klappen.
Ich habe eine gelb-orange Macke und suche auch eher Pflanzen, die nicht jeder hat . Ich hatte auch die "Papaya Punch" und die "Apricot Fantasie" bestellt, finde ich farblich ganz toll. Leider haben sich diese Sorten, lt. Aussage der Baumschule, bei uns nicht bewährt. Sehr schade die "Papaya Punch" finde ich ganz toll.
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Also Winterhärte und Winterhärte ist so eine Sache. In Deutschland musst Du von -25 Grad ausgehen. Am Naturstandort kommen die Pflanzen unter Schnee vor. Der hält viel ab. Schlimm sind Fröste ohne Schnee. Die bringen die großen Schäden in den Baumschulen. Und als immergrüne Pflanze hat Rhododendron nun mal besondere Ansprüche.
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Ich würde mal den pH-Wert des Bodens ermitteln. Rhododendron benötigen einen sehr niedrigen pH-Wert. Falls der zu hoch ist, sollte man versauernden Dünger nehmen, z. B. Schwefelsauren Ammoniak (SSA).
Falls der pH-Wert im Garten hoch ist, ist es schwierig auf Dauer für einen passenden Wert zu sorgen. In dem Fall würde ich einen großen Maurerkübel nehmen, unten einige größere Löcher hineinschneiden, den Kübel dann im Boden versenken und ihn mit ungedüngtem Naturtorf füllen. Dann erhöht sich der pH-Wert nicht so schnell aus dem umliegenden Boden. Ungedüngt ist wichtig. Die meiste Blumenerde ist aufgekalkt. Der Naturtorf ist in vielen Baumärkten zu finden.
Rhododendron werden in den Hauptanzuchtgebieten in Deutschland vielfach auf Moorflächen vermehrt. Sie wachsen in dieser Gegend normalerweise wie Unkraut, nur weil der pH-Wert stimmt.
Der Boden bei uns ist nicht so gut geeignet, er ist lehmig-sandig. Eigentlich wollte ich die Erde großflächig austauschen bzw. die Erde mit Humus anreichern. Die Sache mit dem Kübel habe ich auch überlegt. Wenn die Rhododendren aber in 10-20 Jahren 2 m breit sind, wird der Kübel mit 60 cm Durchmesser sicher zu klein werden oder?
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Ohne Kübel wird er bei unpassendem pH-Wert, das ist das A und O des Rhododendronanbaus, auch keine 2 m breit werden, da er in 20 Jahren gar nicht mehr lebt. Wenn der pH-Wert stimmt, kann man mit den - wie wir sagen - Alpenrosen vieles machen. Sie nehmen wenig übel. Unsere sind inzwischen über 4 m hoch. Wenn aber der pH-Wert nicht stimmt, kümmern sie vor sich hin und gehen relativ zügig ein. Da reicht auch der Rhododendron-Dünger nicht aus, um den pH-Wert zu senken.
Wenn man nur ein großes Loch gräbt und mit Torf füllt, kommt es zu einem Ausgleich durch den Kalk, der pH-Wert in dem Loch steigt relativ zügig auf den Wert der Umgebung an. Durch die Kübelwände kann der Ausgleich nicht erfolgen. Dann gibt es höchstens noch einen Ausgleich über die in den Boden hineingeschnittenen Entwässerungslöcher. Evtl. muss man die Pflanze bei relativer Trockenheit gelegentlich gießen, da sie ja nicht so tiefe Wurzeln bilden kann, aber bitte mit Regenwasser. Das Leitungswasser ist oft sehr kalkreich.
Wie stark die Alpenrosen auf den Kalk reagieren, haben wir in unserem Garten gesehen. An einer Stelle haben meine Eltern zwei gleich große Pflanzen der gleichen Sorte mit einem Meter Abstand gepflanzt, als der Hausbau fertig war. An dieser Stelle müssen die Maurer ihren Kübel geleert haben, so dass an dieser Stelle der pH-Wert für unseren Garten relativ hoch war. Die beiden Pflanzen haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Jetzt langsam nach über 40 Jahren, fängt die kleinere Pflanze langsam an, sich positiv zu entwickeln. Der Kalk wird sich abgebaut haben. In der Zwischenzeit haben wir von der anderen Pflanze bereits mehrfach Äste abgeschnitten, weil sie zu groß wurde. Dadurch haben die Pflanzen jetzt nach so vielen Jahren ca. die gleiche Größe.
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Ohne Kübel wird er bei unpassendem pH-Wert, das ist das A und O des Rhododendronanbaus, auch keine 2 m breit werden, da er in 20 Jahren gar nicht mehr lebt. Wenn der pH-Wert stimmt, kann man mit den - wie wir sagen - Alpenrosen vieles machen. Sie nehmen wenig übel. Unsere sind inzwischen über 4 m hoch. Wenn aber der pH-Wert nicht stimmt, kümmern sie vor sich hin und gehen relativ zügig ein. Da reicht auch der Rhododendron-Dünger nicht aus, um den pH-Wert zu senken.
Wenn man nur ein großes Loch gräbt und mit Torf füllt, kommt es zu einem Ausgleich durch den Kalk, der pH-Wert in dem Loch steigt relativ zügig auf den Wert der Umgebung an. Durch die Kübelwände kann der Ausgleich nicht erfolgen. Dann gibt es höchstens noch einen Ausgleich über die in den Boden hineingeschnittenen Entwässerungslöcher. Evtl. muss man die Pflanze bei relativer Trockenheit gelegentlich gießen, da sie ja nicht so tiefe Wurzeln bilden kann, aber bitte mit Regenwasser. Das Leitungswasser ist oft sehr kalkreich.
Wie stark die Alpenrosen auf den Kalk reagieren, haben wir in unserem Garten gesehen. An einer Stelle haben meine Eltern zwei gleich große Pflanzen der gleichen Sorte mit einem Meter Abstand gepflanzt, als der Hausbau fertig war. An dieser Stelle müssen die Maurer ihren Kübel geleert haben, so dass an dieser Stelle der pH-Wert für unseren Garten relativ hoch war. Die beiden Pflanzen haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Jetzt langsam nach über 40 Jahren, fängt die kleinere Pflanze langsam an, sich positiv zu entwickeln. Der Kalk wird sich abgebaut haben. In der Zwischenzeit haben wir von der anderen Pflanze bereits mehrfach Äste abgeschnitten, weil sie zu groß wurde. Dadurch haben die Pflanzen jetzt nach so vielen Jahren ca. die gleiche Größe.
Kann der Rhododendron in einem 60 cm runden Maurerkübel dann 2 m breit werden bzw. 2 m hoch - sollte er als Sichtschutz schon werden? Größer müssen sie von mir aus nicht wachsen.
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Das dürfte warscheinlich schwierig werden. Aber vielleicht sollte an einer solchen Stelle gar kein Rhododendron gepflanzt werden. Es gibt nicht viele Orte in Deutschland, an denen der pH-Wert für einen Rhododendron passt. Ich nehme an, dass der überwiegende Teil der in jedem Jahr verkauften Pflanzen nach wenigen Jahren nicht mehr existiert. Selbst die besonderen neueren Züchtungen, die angeblich mehr Kalk vertragen, haben sehr schnell ihre Grenzen. Wir haben meiner Kollegin einmal mehrere solcher kalkverträglicheren Pflanzen zur Silberhochzeit geschenkt. Sie sind auf einem Boden mit einem ganz normalen pH-Wert, der aber für diese Pflanzenart eben zu hoch ist, jetzt nach einigen Jahren kurz vor dem Eingehen.
Probiere es aus: Pflanze eine kleine blaue Hortensie aus einem Blumentopf. Wenn diese blau bleibt ohne Zugabe von Hortensiendünger und sich nicht lila verfärbt, dann passt der pH-Wert. Ansonsten ist er zu hoch.
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Meine Güte obst, langsam aber sicher muss ich Dir mal sagen, dass Du übertreibst. Sooooo schwierig ist es ja nun auch wieder nicht, einen Rhodo am Leben zu halten :( sonst hätte ich wohl kaum in meiner leichten Sanderde ein knapp 2 m hohes, völlig gesundes Exemplar stehen. Erde austauschen, die Pflanze in Rhodoerde setzen, natürlich eher schattig. Jeden Herbst mal ein wenig Rhodoerde oder Torf auffüllen, evtl. einen Rhodo-Dünger geben, das reicht völlig !
Auch finde ich die Pflanzen, die karle bekommen hat, halb so schlimm. Ich hätte da nix reklamiert. Eine Pflanze aus dem Freiland ist allenfalls besser als eine makellos aussehende aus einem Gewächshaus. Das verwächst sich doch !!
Nur zur Winterhärte des einen Rhodos kann ich nix sagen, hier in Berlin wird es jedes Jahr kälter als -15°.
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Eben, ein leichter Sandboden hat immer einen niedrigen pH-Wert. Die meisten Böden in Deutschland haben aber einen wesentlich höheren Lehm- und Tonanteil und damit auch einen höheren pH-Wert.
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Das dürfte warscheinlich schwierig werden. Aber vielleicht sollte an einer solchen Stelle gar kein Rhododendron gepflanzt werden. Es gibt nicht viele Orte in Deutschland, an denen der pH-Wert für einen Rhododendron passt. Ich nehme an, dass der überwiegende Teil der in jedem Jahr verkauften Pflanzen nach wenigen Jahren nicht mehr existiert. Selbst die besonderen neueren Züchtungen, die angeblich mehr Kalk vertragen, haben sehr schnell ihre Grenzen. Wir haben meiner Kollegin einmal mehrere solcher kalkverträglicheren Pflanzen zur Silberhochzeit geschenkt. Sie sind auf einem Boden mit einem ganz normalen pH-Wert, der aber für diese Pflanzenart eben zu hoch ist, jetzt nach einigen Jahren kurz vor dem Eingehen.
Probiere es aus: Pflanze eine kleine blaue Hortensie aus einem Blumentopf. Wenn diese blau bleibt ohne Zugabe von Hortensiendünger und sich nicht lila verfärbt, dann passt der pH-Wert. Ansonsten ist er zu hoch.
Hmm, die Pflanzen habe ich ja nun schon ;)
Allerdings wachsen bei uns im Ort überall Rhododendren auch um die 2 m hoch.
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Allerdings wachsen bei uns im Ort überall Rhododendren auch um die 2 m hoch.
:) na siehste.
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Eben, ein leichter Sandboden hat immer einen niedrigen pH-Wert. Die meisten Böden in Deutschland haben aber einen wesentlich höheren Lehm- und Tonanteil und damit auch einen höheren pH-Wert.
Auch das ist völlig wuscht, wenn man die Erde austauscht !
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Also eine typische Chlorose (Mangel an Eisen oder Magnesium) wie sie von zu hohem pH-Wert verursacht wird, ist das nicht. Da müssten sich Blattadern abzeichnen. Sieht für mich eher aus wie ein Stickstoffmangel.
Also ich würde
a) der Baumschule das nicht durchgehen lassen, sondern reklamieren und versuchen den Preis zu drücken. Zurückschicken ist zuviel Aufwand, finde ich.
b) den Kerl einpflanzen, das Pflanzloch vorher gut mit Rhodoerde o.ä. aufbessern und nächstes Jahr konsequent düngen.
c) in ein, zwei Jahren den ph-Wert kontrollieren (vorerst wird der wg. der Rhodoerde sicherlich gut sein) und bei Bedarf absäuern. Es gibt da Produkte, die gleichzeitig düngen und säuern und man muss nicht gerade Chemiker(in) sein, um die Dosierung auszurechnen.
d) take it easy!
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Ammoniumsulfat (schwefelsaures Ammoniak) ist ein sauer reagierender Stickstoffdünger.
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Ich frage mich, was passiert, wenn man im Gartencenter / Baumarkt nach Ammoniumsulfat fragt. ::) :D
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???
Erstens hatte ich doch extra noch "schwefelsaures Ammoniak" dazugeschrieben, unter der Bezeichnung läuft der Stoff im Düngerhandel.
Zweitens muss man den ja nicht unbedingt in einem Bau- und Gartenmarkt bestellen.
Oder: Wenn das Personal dort nicht weiß, was das ist, den Laden lieber wieder verlassen und dorthin gehen, wo man besser Bescheid weiß. ;)
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Ich will damit sagen, so chemisch Unbedarfte wie meinereins brauchen da möglicher Weise gleich noch eine Bezugsquelle, weil Ammoniumsulfat alias schwefelsaures Ammoniak vermutlich kein Bestandteil des Standardsortiments im Einzelhandel für Gartenbedarf ist.
Von einem Düngerhandel hier in der Nähe wüsste ich nichts und in meinen Gartenbedarfsläden gibt es das höchstwahrscheinlich nicht.
Internet? Oder doch lieber vorgemischte Bodenhilfsstoffe für vermutlich mehr Geld aber mit Gebrauchsanweisung vom Gartencenter?
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Zwei Beispiele:
http://www.gormue-shop.de/Schwefelsaures-Ammoniak-25-kg
http://www.handwerker-versand.de/products/Garten/Blumen-Pflanzenpflege/Duenger/Obst-Gemueseduenger/Schwefelsaures-Ammoniak-5-kg.html
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Also doch Internet.
Mensch und bei einer Quelle steht gleich die Aufwandmenge dabei. Einheit dt/ ha!
Nur ein Scherz. Es steht ganz unten auch 50 gr / m², das ist eine hausgartentaugliche Angabe. Ups und bei der anderen gleich ganz oben 30-70 gr / m².
Wie oft im Jahr sollte man das anwenden?
Edit: O.K. wer lesen kann ist klar im Vorteil, ich hab's gefunden:
"Im zeitigen Frühjahr bis Ende August für nahezu alle Kulturen einzusetzen" und
"Möglichst die Düngergabe aufteilen auf den Beginn der Wachstumszeit und eine Nachdüngung nach ca. 2 Monaten"
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Auch ich finde die gelieferte Pflanze nicht so schlimm, wie hier von manchen geurteilt wird.
Bei guter Versorgung dürfte sie innerhalb des kommenden Jahres proper aussehen (wenn kein harscher Winter kommt, denn ausgeprägt winterhart ist sie, wie die meisten gelbblühenden R., ja nicht gerade).
Auch glaube ich nicht, dass die Fraßschäden vom Dickmaulrüssler stammen. Die wären deutlich ausgeprägter.
Ob der Preis angemessen ist, kann nur der Käufer entscheiden. Gelbe R. mit großem Blütentruss gibt es nur recht wenige. Von daher ist auch der "Seltenheitswert" zu berücksichtigen.
Wichtiger als der pH-Wert ist ein möglichst durchlässiger Boden. Ansonsten möglichst viel Torf oder Torfersatz einbringen (ich habe auch gute Erfahrungen mit Kokosfaser gemacht). Ein derart aufbereiteter Boden reicht dem R. länger als manches Gärtnerleben.
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Ich bin gerade so gut in Fahrt mit meinen
blöden Fragen: Die Kokosfasern säuern auch oder helfen nur in Bezug auf Durchlässigkeit?
Und Kokosfasern in Form von Pflanzerde oder lose Ware oder oder oder? Wo bekommst du die her?
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Also Winterhärte und Winterhärte ist so eine Sache. In Deutschland musst Du von -25 Grad ausgehen. Am Naturstandort kommen die Pflanzen unter Schnee vor. Der hält viel ab. Schlimm sind Fröste ohne Schnee. Die bringen die großen Schäden in den Baumschulen.
Nun ja, Deutschland besteht nicht nur aus einer Klimazone! :) Bei gezüchteten Hybriden von "Naturstandort" zu sprechen ist naturgemäß etwas schwierig. ;) Und auftretende Tiefsttemperaturen sagen relativ wenig darüber aus, ob eine Pflanze gut durch den Winter kommt oder nicht. Wenn man weiß, wie die Winterhärteangaben in den Katalogen zustande kommen, dann verwendet man diese nur als Anhaltspunkt, mehr nicht. Ausprobieren heißt die Devise! Und da erlebt man die tollsten Überraschungen, sowohl positive als auch negative. Unter den vielen hundert Rhododendron in meinem Garten befinden sich auch etliche, die eigentlich hier gar nicht über die Runden kommen dürften. Umgekehrt habe ich auf einige "eisenharte" nach einigen Fehlversuchen letztendlich verzichtet.
Und als immergrüne Pflanze hat Rhododendron nun mal besondere Ansprüche.
Nicht alle Rhododendron sind immergrün (Untergattung Pentanthera).
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Meine Güte obst, langsam aber sicher muss ich Dir mal sagen, dass Du übertreibst. Sooooo schwierig ist es ja nun auch wieder nicht, einen Rhodo am Leben zu halten :( sonst hätte ich wohl kaum in meiner leichten Sanderde ein knapp 2 m hohes, völlig gesundes Exemplar stehen. Erde austauschen, die Pflanze in Rhodoerde setzen, natürlich eher schattig. Jeden Herbst mal ein wenig Rhodoerde oder Torf auffüllen, evtl. einen Rhodo-Dünger geben, das reicht völlig !
In der Tat! Wobei (auch ich habe hier reinen Sandboden) ich lieber etwas Lehmboden einarbeite und Humus, Humus, Humus. Torf verwende ich kaum noch und Rhodoerde halte ich eher für einen (teuren) Werbegag. Was ich ich hier in der Umgebung häufig sehe, sind halbverhungerte, mickernde Exemplare. Die meisten Rhododendron wollen und vertragen (bei leichten Böden) viel mehr Dünger als gemeinhin empfohlen wird.
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Nun ja, ob Humus Humus Humus nun grade mal bei jedem zur Verfügung steht - das weiß ich nicht :D deshalb ist es m.E. besser, etwas zu empfehlen, was man sofort besorgen kann ;)
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Allerdings wachsen bei uns im Ort überall Rhododendren auch um die 2 m hoch.
:) na siehste.
Vielleicht hätte ich noch dazu schreiben sollen, dass der Boden recht unterschiedlich ist. Meine Schwiegermama hat einen eher sandig-humosen Boden. Unser Häuschen steht in einer Sandkuhle, die mit schwerer Lehmerde aufgeschüttet wurde. Allerdings ist im oberen Bereich, wo die Rhodos hin sollen nur ein bisschen Lehm und darunter Sand, dass Staunässe auf jeden Fall kein Problem ist.
Ich werde den Rhodo dann wohl nehmen, ich habe nur erst einen Schreck bekommen und dachte er hat eine Pilzkrankheit und so etwas will ich dann sicher nicht einpflanzen.
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Ich werde den Rhodo dann wohl nehmen, ich habe nur erst einen Schreck bekommen und dachte er hat eine Pilzkrankheit und so etwas will ich dann sicher nicht einpflanzen.
Und selbst wenn er eine Pilzkrankheit hätte - solange es keine Form von Phytophthora (z.B. ramorum) ist - wäre das auch nicht wirklich ein Beinbruch.