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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Mata am 22. Oktober 2014, 10:39:23
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Ich habe folgende Frage: Wir haben ein eher schattiges Grundstück am Waldrand, das u.a. mit riesigen wunderschönen Rhododendren bestückt ist - da dadrunter immer mal wieder das Unkraut sich breit macht, überleben wir, ob wir Rindenmulch darauf machen.... allerdings habe ich gelesen, dass Rindenmulch Schnecken begünstigt und davon haben wir eh schon ziemlich viele am Waldrand...
Kann uns jemand dazu was empfehlen?
Sollte man wenn noch einen Unkrautvließ darunter machen???
freue mich über Antwort
herzlichst
Mata
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Lass auf alle Fälle das Vlies weg. Rindenmulch kannst Du aufbringen, dünge dann aber im Mai kräftig mit einem Rhododendrondünger. Falls Du Laub hast, nimm dieses. Das ist besser als Rindenmulch.
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Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass die Erde unter Rhodos nicht zu dick abgedeckt werden sollte. Vielleicht kann mal jemand dazu etwas sagen.
Dass dadurch Schnecken begünstigt werden, glaube ich nicht.
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Jede Art von organischem Mulch begünstigt die Entwicklung von Schnecken. Am besten klappt die Schneckenzucht mit Grasschnitt oder gehäckselten Stauden, jetzt findet man unterm Rindenmulch viele Gelege - wir haben deshalb nur noch in kleinen unbepflanzten Bereichen im Moorbeet Stellen mit Rindenmulch-Abdeckung.
LG
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Wenn das so gut klappt, könnte man ja gezielt Rindenmulch an exponierten Stellen verteilen und dann die Eiablagen vernichten.
Ich habe in diesem Herbst schon drei Stellen gefunden und platt gemacht, unter einer Holzabdeckung einer Dusche und an überhängenden Graskanten.
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Danke für die Schneckeninfos - ich glaub dann lassen wir die Idee mit dem Rindenmulch und sparen uns Geld und Arbeit ;) ... statt dessen dann den Dünger
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"Am besten klappt die Schneckenzucht mit Grasschnitt oder gehäckselten Stauden..":
Ich hab da genau die gegenteiligen Erfahrungen!
Bei ganzheitlichem Handeln.
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Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass die Erde unter Rhodos nicht zu dick abgedeckt werden sollte. Vielleicht kann mal jemand dazu etwas sagen.
Dass dadurch Schnecken begünstigt werden, glaube ich nicht.
Zu dicke Rindenmulchdecken unter Rhodos sind dann problematisch, wenn viel gewässert werden muss und der Wurzelbereich unter den Pflanzen nicht einmal abtrocknen kann. Das begünstigt meine Meinung nach die Rhododendronwelke.
Rindenmulch um die Pflanzen herum, wenn der Wurzelhals relativ unbedeckt bleibt, halte ich für unbedenklich, wobei Rindenmulch nicht gleich Rindenmulch ist. das beste Material besteht für mich aus reiner Kiefernrinde (Pinien sind übrigens auch auch nur "Kiefern"). Und das Vlies kann man sich wirklich sparen,
Warum soll Rindenmulch überhaupt Schnecken anziehen oder die Schneckenpopulation erhöhen? Das verstehe ich nicht so recht?
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Warum soll Rindenmulch überhaupt Schnecken anziehen oder die Schneckenpopulation erhöhen? Das verstehe ich nicht so recht?
Unter organischem Mulch hält sich Feuchtigkeit länger und zudem schützt die Mulchauflage vor Fraßfeinden. Mulcht man mit Grasschnitt oder gehäckselten Stauden, bietet man den Schnecken zusätzlich auch noch Futter. Gemulchte Bereiche sind somit ideale Rückzugsgebiete für alle Arten von Schnecken während der warmen Tageszeit.
Rindenmulch schützt überdies die Gelege gut vor Frost, weil er nicht vermatscht und Luftkammern schafft.
Möglicherweise wirken sich diese Faktoren in kühlem feuchtem Klima nicht so stark aus, weil die Schnecken ohnehin gut Voraussetzungen auch auf ungemulchten Flächen vorfinden. Hier in üblicherweise recht warmem bis heißem trockenen Klima über das Sommerhalbjahr kann man die Positiveffekte von Mulchen auf die Schneckenpopulation sehr gut beobachten.
LG
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Ich hab da genau die gegenteiligen Erfahrungen!
Bei ganzheitlichem Handeln.
Was bitte ist ganzheitliches Handeln im Kontext von Schneckenvermehrung? ???
Sie vermehren sich bei schlechten Bedingungen und bei besseren vermehren sie sich stärker - optimiert man die Bedingungen, vermehren sie sich sogar explosionsartig.
LG
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Ich habe auch gegenteilige Erfahrungen gemacht. Erstens liefert Mulch auch Fraßfeinden von Schnecken bessere Bedingungen und zweitens verhindert Mulch, eben durch die Feuchtigkeitsbindung im Boden, dass in den Beeten Risse entstehen. Früher, als ich noch nicht gemulcht habe, gab es im Sommer enorme Rissbildung (und ich habe nicht mal lehmigen Boden!) und in diesen Spalten saßen dann die Schnecken drin. Das ist jetzt vorbei.
Überhaupt halte ich die Theorie, Schnecken würden unter mulch Eier legen, für zumindest hinterfragenswürdig: Am Kompostplatz, wo viele Schnecken sind (und das auch dürfen), habe ich letztens einen Laubhumushaufen umgesetzt, der zum Teil noch unverrottet war. Ich habe im gesamten Haufen, der wirklich groß war, genau ein (EIN) Schneckengelege gefunden.
Ich glaube, die legen sicherer und weiter unter der Erde ab. Da hat man mit Mulch wenig bis keinen Einfluss.
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Ich hab da genau die gegenteiligen Erfahrungen!
Bei ganzheitlichem Handeln.
Was bitte ist ganzheitliches Handeln im Kontext von Schneckenvermehrung? ???
So wie Ganzheitlichkeit halt immer zu verstehen ist: Man fördert zwar vielleicht ein klein wenig die Schnecken, aber viel mehr deren Freßfeinde, damit gewinnt man ingesamt gesehen. Erscheint mir sehr logisch, sonst hätten die Schnecken schon die Weltherrschaft an sich gerissen ;) .
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Ich habe auch gegenteilige Erfahrungen gemacht. Erstens liefert Mulch auch Fraßfeinden von Schnecken bessere Bedingungen und zweitens verhindert Mulch, eben durch die Feuchtigkeitsbindung im Boden, dass in den Beeten Risse entstehen. Früher, als ich noch nicht gemulcht habe, gab es im Sommer enorme Rissbildung (und ich habe nicht mal lehmigen Boden!) und in diesen Spalten saßen dann die Schnecken drin. Das ist jetzt vorbei.
Überhaupt halte ich die Theorie, Schnecken würden unter mulch Eier legen, für zumindest hinterfragenswürdig: Am Kompostplatz, wo viele Schnecken sind (und das auch dürfen), habe ich letztens einen Laubhumushaufen umgesetzt, der zum Teil noch unverrottet war. Ich habe im gesamten Haufen, der wirklich groß war, genau ein (EIN) Schneckengelege gefunden.
Ich glaube, die legen sicherer und weiter unter der Erde ab. Da hat man mit Mulch wenig bis keinen Einfluss.
Welche Fraßfeinde außer der Laufente hat die Große Wegschnecke???
Schnecken legen keine Eier in Kompost - die dort entstehenden Temperaturen sind der Eientwicklung nicht gerade förderlich.
Wenn du mit einer Mulchauflage dafür sorgst, daß der Boden überall weich und feucht ist, fällt es den Schnecken bei Dir sicher leichter, sich weiter unter die Erde zu begeben und dann dort abzulaichen - ist das Dein Ziel?
Siehe auch "Die Eiablage erfolgt in der Regel von Mitte August bis Ende Oktober. Im Laufe ihres einjährigen Lebens legt die Spanische Wegschnecke bis zu 400 Eier in den Boden, in Regenwurmgänge, unter Steine, unter Moos oder unter dicke Streuschichten" aus http://neobiota.naturschutzinformationen-nrw.de/site/nav3/ArtInfo.aspx?Art=Tiere&ID=57537815-e2fc-462c-bf90-d66f761a0c7e
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Da hatter aber Recht, der (oder die?) Hemerocallis, und zwar von A bis Z.
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Bei mir können die überall Eier ablegen, hier ist viel lockeres Material und Mulch - da macht etwas Rindenmulch den Kohl nicht fett. Wenn der Rindenmulch an einer Stelle eine gute Lösung darstellt - dann nehme ich ihn.
Wie o.g. - ich habe drei Gelege gefunden immer irgendwie knapp unter einer noch lebenden Grasnabe am Rand der Beete.
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Wer nur 3 Gelege findet, kann kein Schneckenproblem haben - da ändert der Rindenmulch kaum etwas.
Ich räume u.a. auch aufgrund der Schneckenproblematik im Spätherbst alle Beete leer - alle bis auf die immergrünen Stauden werden zurückgeschnitten, alles Fall-Laub wird entfernt - und damit auch jedes Mal viele Schnecken-Gelege (nach dem unüblich feuchten Sommer hier sind es heuer sicher einige mehr als üblich) .
LG
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Naja - ich habe nicht zielgerichtet gesucht, sondern eine Gartendusche eingeräumt und irgendwo gezupft. Ich hatte in diesem Jahr wirklich viele Schnecken - und meine Ostara, die jetzt noch bissel trägt, da sind alle Beeren sofort angefressen. Aber ich wollte jetzt kein Korn mehr streuen - oder sollte ich doch?
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Naja - ich habe nicht zielgerichtet gesucht, sondern eine Gartendusche eingeräumt und irgendwo gezupft. Ich hatte in diesem Jahr wirklich viele Schnecken - und meine Ostara, die jetzt noch bissel trägt, da sind alle Beeren sofort angefressen. Aber ich wollte jetzt kein Korn mehr streuen - oder sollte ich doch?
Die jetzt noch lebenden Nacktschnecken haben die Eier bereits großteils abgelegt und sterben bis zum Winter hin. Dafür zahlt sich das Schneckenkorn nicht mehr aus. Die systematische Entfernung der Gelege im Spätherbst bringt da im Hinblick auf die kommende Saison deutlich mehr.
LG
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Hm, mal sehen, wo ich noch wühle - die Zwischenräume zwischen den nur gelegten Steinmauern im Gemüsegarten sind bestimmt ideale Schneckenbrutkästen, alle Erdbeeren dick mit Gras gemulcht - kann ich doch unmöglich wieder durchfilzen. Beim Rausnehmen der Dahlien könnte noch Einiges zu finden sein, dort habe ich auch den ganzen Sommer gemulcht.
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Schnecken legen keine Eier in Kompost - die dort entstehenden Temperaturen sind der Eientwicklung nicht gerade förderlich.
Laubkompost erwärmt sich nicht. Wenn ich Laub oder Staudenstängel aus Vorsicht vor Schnecken entfernen sollte, dort, wo Laub und Stängel aber herumliegen, keine Schneckeneier sind, dann stelle ich in Frage, ob der Aufwand dafür steht.
Wenn du mit einer Mulchauflage dafür sorgst, daß der Boden überall weich und feucht ist, fällt es den Schnecken bei Dir sicher leichter, sich weiter unter die Erde zu begeben und dann dort abzulaichen - ist das Dein Ziel?
Mein Ziel ist humoser Boden und Boden, der auch längere Trockenphasen gut übersteht. Wir haben hier viele Schnecken, weil der Garten von Wiesen und einem Bach begrenzt wird. Die allermeisten Schnecken hatten wir, als der Garten neu angelegt war und wir keinerlei Mulch verwendet haben. Nun hat sich das Gleichgewicht eingependelt.
Viele Vögel fressen Schnecken, solange sie noch klein sind oder picken deren Eier. Amseln scharren dazu gerne im Mulch, viele Grabkäferarten brauchen Mulch, damit sie ihrerseits leben können. Dass nur Laufenten Nacktschnecken fräßen, ist ein Märchen - auch Hühner fressen sie (allerdings nicht alle, ist scheinbar persönlichkeitsabhängig) und auch Hundertfüssler - natürlich vorrangig, solange sie noch klein sind.
Wer den Aufwand der Abtragung allen Pflanzmaterials betreiben möchte und dadurch seinen Garten schneckenfrei halten kann, hat natürlich die Argumente auf seiner Seite. Wer naturnah gärtnern möchte, wir sich anders entscheiden. Trotzdem sind die Gärten dann nicht kahlgeraspelt ;) .
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Ich lasse alles stehen und liegen,
von mir aus auch die Gelege.
Da ich beruflich jeden Tag mehrere Gärten besuche,
kann ich klar sagen, dass in "gepflegten" Gärten das Schneckenproblem größer ist,
und in "ganzheitlichen" das Problem geringer.
Und da ich einen etwas trockeneren Garten habe, noch geringer. ;D
Das hat nix damit zu tun, dass "Öko-Fuzzys" womöglich weniger Schätzchen haben!
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Ähnliches ging mir auch schon einmal durch den Kopf. Wer nur noch gehegte Pflanzen kultiviert und den Garten aufräumt - da müssen die Schnecken ja die ganzen Schätzchen futtern. In einem sehr grünen Garten, mit noch reichlich Wildwuchs und Mulch finden die Schnecken auch noch andres zum Futtern als nur noch Gemüse und Zierpflanzen. Allerdings - dieses Jahr ist auch bei mir eine Ausnahme - Schuld war aber sicher der milde Winter.
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Laubkompost erwärmt sich nicht.
Schnecken legen trotzdem keine Eier in Kompost.
Mein Ziel ist humoser Boden und Boden, der auch längere Trockenphasen gut übersteht. Wir haben hier viele Schnecken , weil der Garten von Wiesen und einem Bach begrenzt wird. Die allermeisten Schnecken hatten wir, als der Garten neu angelegt war und wir keinerlei Mulch verwendet haben. Nun hat sich das Gleichgewicht eingependelt .
Wenn Du weiterhin viele Schnecken im Garten haben möchtest und das als eingependeltes Gleichgewicht erlebst, paßt es sicher sehr gut für Dich.
Viele Vögel fressen Schnecken, solange sie noch klein sind oder picken deren Eier. Amseln scharren dazu gerne im Mulch, viele Grabkäferarten brauchen Mulch, damit sie ihrerseits leben können. Dass nur Laufenten Nacktschnecken fräßen, ist ein Märchen - auch Hühner fressen sie (allerdings nicht alle, ist scheinbar persönlichkeitsabhängig) und auch Hundertfüssler - natürlich vorrangig, solange sie noch klein sind.
Kannst Du dafür auch seriöse Quellen nennen oder sind das bloß Deine Überzeugungen? Experten sind der Meinung, daß die Große Wegschnecke bis auf einen extrem seltenen Gartenlaufkäfer keine natürlichen Feinde in Mitteleuropa hat. Die Schnecken werden zwar manchmal unabsichtlich verschluckt, aber sogar von Igeln und Kröten wieder ausgewürgt. Der Laich wird lediglich von anderen Schnecken gerne gefressen.
Wer den Aufwand der Abtragung allen Pflanzmaterials betreiben möchte und dadurch seinen Garten schneckenfrei halten kann, hat natürlich die Argumente auf seiner Seite. Wer naturnah gärtnern möchte, wir sich anders entscheiden. Trotzdem sind die Gärten dann nicht kahlgeraspelt ;) .
Die Entfernung von Laub und Staudenschnitt im Herbst verhindert auch massenhaftes Aussamen von Stauden, Schimmelbildung auf den Beeten, wenn man in schneereichen Regionen wohnt und das Verfaulen von trockenheitsliebenden Stauden. 'Naturnahes' Gärtnern ist ein sinnfreies Wort - die Natur versucht ohne Unterlaß jeden Quadratmeter Gartenfläche wieder zurückzuerobern, jeder Gärtner ist ihr erklärter Feind.
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@ Hemerocallis - wenn dir als Beweis die Aussage eines hühnerhaltenden Nachbarn im Ort genügt - seine Hühner fressen die Nacktschnecken, die er ihnen hinwirft mit allergrößtem Vergnügen und sammeln sie sich auch aus den Beeten, wenn sie rankommen. Er hat einiges natürlich gegen die Hühner gesperrt.
;)
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Ich mag meinen gemulchten, verschimmelten, verschneckten Garten, in dem alle trockenheitsliebenden Pflanzen verfaulen :D - und die Hühner, die Schnecken fressen - wirklich gern, genau so wie er ist. Es blüht sogar was. Und wächst auch. Und erobert sich meine Beete zurück. Genau dort, wo ich nicht mulche, sät es sich am meisten aus.
Unterhaltsam, dass ein und das selbe Argument für zwei konträre Auswirkungen passend erscheinen kann. So haben wir beide Recht und sind recht glücklich, wie es ist.
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Man muss bei den Schneckenarten sehr genau unterscheiden. Die Spanischen Wegschnecken sind die größten Plagegeister und diese werden von fast keinem Tier gefressen. Im zeitigen Frühjahr gehen die Hühner noch ran, aber schon nach kurzer Zeit werden sie verschmäht.( Sie stürzen sich aber ganzjährig auf alle Gehäuseschnecken) Ebenso fressen viele einheimische Drosseln sehr gerne Gehäuseschnecken, aber nicht die Spanischen N. Wenn sie noch ganz jung sind, fallen sie noch öfters diversen Beutegreifern zum Opfer, aber ausgewachsen sind es ganz wenige, die sie nicht verschmähen. Selbst die Laufenten müssen ständig zum Wasser, um den sehr zähen Schleim um den Schnabel abzuwaschen.Lederlaufkäfer ja, ebenso habe ich Fasan beobachtet( der sich eine Nacktschnecke einverleibte ), aber das ist natürlich verwindend, bei Tausenden von Nacktschnecken.Selbst die Eier speziell der Nacktschnecken werden von meinen Hühnern verschmäht. Möglicherweise schmecken sie auch schon bitter wie die erwachsenen Tiere.
Der Nachbar mag vielleicht recht haben, wenn er einige wenige Nacktschnecken hat. Bei unseren Mengen hier oben in SH kapituliert jede Hühnerschar.
Die Nacktschnecken sind immer dort, wo es Versteckmöglichkeiten gibt und es feucht ist. Bei kurz geschnittenem Rasen ist wenig los, bei hoher Wiese, (da am Boden feucht) wesentlich mehr. Sie fressen fast alles, da sind sie nicht wählerisch. Auch giftige Pflanzen z.B. Jacobs-Greiskraut.
Vg wolfgang
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@ Hemerocallis - wenn dir als Beweis die Aussage eines hühnerhaltenden Nachbarn im Ort genügt - seine Hühner fressen die Nacktschnecken, die er ihnen hinwirft mit allergrößtem Vergnügen und sammeln sie sich auch aus den Beeten, wenn sie rankommen. Er hat einiges natürlich gegen die Hühner gesperrt.
;)
Hühner sind allerdings keine natürlichen Feinde, weil nicht in Mitteleuropa heimisch - sie sind Haustiere wie Laufenten auch.
Haustierhaltung zwecks Schneckenkontrolle ist sicher aufwändiger als die Entsorgung von Gelegen einmal im Jahr. Leider wissen das viele 'naturnahe' Gärtner nicht - und die Laufenten landen dann im Tierheim oder werden von Füchsen oder streunenden Hunden gerissen. Aber das ist ein anderes trauriges Thema.
LG
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Man muss bei den Schneckenarten sehr genau unterscheiden. Die Spanischen Wegschnecken sind die größten Plagegeister und diese werden von fast keinem Tier gefressen. Im zeitigen Frühjahr gehen die Hühner noch ran, aber schon nach kurzer Zeit werden sie verschmäht. Ebenso fressen viele einheimische Drosseln sehr gerne Gehäuseschnecken, aber nicht die Spanischen N. Wenn sie noch ganz jung sind, fallen sie noch öfters diversen Beutegreifern zum Opfer, aber ausgewachsen sind es ganz wenige, die sie nicht verschmähen. Selbst die Laufenten müssen ständig zum Wasser, um den sehr zähen Schleim um den Schnabel abzuwaschen.Lederlaufkäfer ja, ebenso habe ich Fasan beobachtet( der sich eine Nacktschnecke einverleibte ), aber das ist natürlich verwindend, bei Tausenden von Nacktschnecken.Selbst die Eier speziell der Nacktschnecken werden von meinen Hühnern verschmäht. Möglicherweise schmecken sie auch schon bitter wie die erwachsenen Tiere.
Der Nachbar mag vielleicht recht haben, wenn er einige wenige Nacktschnecken hat. Bei unseren Mengen hier oben in SH kapituliert jede Hühnerschar.
Die Nacktschnecken sind immer dort, wo es Versteckmöglichkeiten gibt und es feucht ist. Bei kurz geschnittenem Rasen ist wenig los, bei hoher Wiese, (da am Boden feucht) wesentlich mehr. Sie fressen fast alles, da sind sie nicht wählerisch. Auch giftige Pflanzen z.B. Jacobs-Greiskraut.
Vg wolfgang
Dein Bericht bestätigt nur, was ich aus dem Umfeld kenne.
Ist aber genau wie beim Buchsbaumzünsler. Da behaupten ja die 'naturnahen' Gärtner auch immer, daß die Raupen massenhaft von einheimischen Singvögeln gefressen werden. Fixe Ideen sind sehr mächtig!
LG
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Laubkompost erwärmt sich nicht.
Schnecken legen trotzdem keine Eier in Kompost.
Könntest du vielleicht mal vorbeikommen und dies "meinen" Schnecken erzählen? Die wollen sich nämlich partout nicht dran halten.
Ich habe inzwischen beides ausprobiert: Mulchen und - wegen der Schnecken - nicht mulchen. Das Fazit ist so ernüchternd wie einfach:
Klar, mit Mulch gibt es (ein bisschen) mehr Schnecken. Die Nachteile des Nichtmulchens überwiegen aber dergestalt, dass ich es künftig sein lasse.
Wie man einen Gehölzbereich (Rhodos) nicht mit Rindenmulch versehen will wegen der Schnecken, ist mir völlig schleierhaft. Ich habe ja nun apokalyptische Ausmasse, wenn's um die Schleimdinger geht, aber an den Rhodos haben die noch nie rumgekaut. ::)
Naturnah ... pfff. Tönt so nach Ökobiojesussandaletten mit langen verfilzten Haaren. Ist es aber nicht. Sorry. Wer nackte Erde und leergeräumte Staudenbeete sinnig findet, hat irgendwas in Sachen Bodenkunde nicht wirklich kapiert. Das wäre dann Chemie und so. Wenn schon "naturchemienah", da kämen wir der Wahrheit etwas näher.
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Könntest du vielleicht mal vorbeikommen und dies "meinen" Schnecken erzählen? Die wollen sich nämlich partout nicht dran halten.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ich habe inzwischen beides ausprobiert: Mulchen und - wegen der Schnecken - nicht mulchen. Das Fazit ist so ernüchternd wie einfach:
Klar, mit Mulch gibt es (ein bisschen) mehr Schnecken. Die Nachteile des Nichtmulchens überwiegen aber dergestalt, dass ich es künftig sein lasse.
Mulchen mit Lavasplitt oder Kies bzw. sehr dichte Staudenbepflanzung funktioniert besser als Mulchen mit organischem Material und wirkt nicht so schneckenfördernd.
Wie man einen Gehölzbereich (Rhodos) nicht mit Rindenmulch versehen will wegen der Schnecken, ist mir völlig schleierhaft. Ich habe ja nun apokalyptische Ausmasse, wenn's um die Schleimdinger geht, aber an den Rhodos haben die noch nie rumgekaut. ::)
Vielleicht kannst Du Dir bloß nicht vorstellen, daß man unter drei Meter hohen uralten aufgeasteten Rhodos Staudenpflanzungen haben und dabei nicht nur auf schneckenresistente Pflanzen zurürckgreifen möchte.
Naturnah ... pfff. Tönt so nach Ökobiojesussandaletten mit langen verfilzten Haaren. Ist es aber nicht. Sorry. Wer nackte Erde und leergeräumte Staudenbeete sinnig findet, hat irgendwas in Sachen Bodenkunde nicht wirklich kapiert. Das wäre dann Chemie und so. Wenn schon "naturchemienah", da kämen wir der Wahrheit etwas näher.
Naturnahes Gärtnern ist Unsinn schlechthin.
Wer gärtnert, verhindert, daß die Natur die Fläche nutzt - muß also gegen die Natur antreten/gärtnern.
Im Spätherbst abgeräumte Staudenbeete funktionieren hier wesentlich besser als das Stehenlassen bis in den Frühling - ist schlicht Erfahrung. Dazu braucht es keine 'Bodenkunde' - ich betreibe keinen Feldfrüchteanbau in großem Stil, dort mag das vielleicht seine Berechtigung haben.
Den Ärger der ersten Jahre mit massenhaft unerwünschten Sämlingen, verschimmelten und verfaulten Staudenhorsten und vielen Schnecken hab ich noch in gruseliger Erinnerung - aber als Anfänger muß man wohl jeden Unsinn nachmachen, der gerade in irgendeiner Gartenzeitschrift geschrieben steht. Der so plakativ angepriesene Winteraspekt ist hier immer unter Matsch und Schnee verschwunden - wozu sich also die viele Jätarbeit mit den Sämlingen und die unapettitliche Matsch-Entsorgung im Frühjahr antun?
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Ähnliches ging mir auch schon einmal durch den Kopf. Wer nur noch gehegte Pflanzen kultiviert und den Garten aufräumt - da müssen die Schnecken ja die ganzen Schätzchen futtern. In einem sehr grünen Garten, mit noch reichlich Wildwuchs und Mulch finden die Schnecken auch noch andres zum Futtern als nur noch Gemüse und Zierpflanzen. Allerdings - dieses Jahr ist auch bei mir eine Ausnahme - Schuld war aber sicher der milde Winter.
Du vergißt dabei, daß wir unseren Kulturpflanzen vielfach Bitterstoffe, Fraßgifte und behaartes Laub weggezüchtet haben, damit sie uns besser schmecken.
Auch die blödeste Schnecke frißt zarten Salat lieber als faseriges Bio-Unkraut - egal wieviel Wildwuchs Du anbietest.
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Naturnahes Gärtnern ist Unsinn schlechthin.
;D Na ja, ganz so einfach ist die Welt ja auch nicht ;)
Wer gärtnert, verhindert, daß die Natur die Fläche nutzt - muß also gegen die Natur antreten/gärtnern.
Und wer naturnah gärtnert, lässt eben ein wenig mehr Natur (ein bisschen mehr Dynamik, ein bisschen Spontanes, ein bisschen Selbstregulation) zu. Das ist kein Unsinn, sondern gefällt dir offenbar einfach nicht. Schade. Ist aber nicht so schlimm ;)
Tigerschnegel sollen sich laut Wikipedia eher selten von lebenden Pflanzen ernähren. Stattdessen z. B. von anderen Schnecken. Wäre es da nicht sinnvoll, das Ausbringen von Rindenmulch mit der Ansiedlung von Tigerschnegeln zu verbinden?
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Bei mir im Garten fressen Tigerschnegel weitgehend pflanzliches Material. Ich habe sie noch nie an anderen Schnecken gesehen. Sie kommen überall nur in so kleinen Stückzahlen vor, dass das Vertilgen von Spanischen Nacktschnecken ( ähnlich wie Lederlaufkäfer ) vernachlässigbar ist.
Wenn man Zeit hat sind Absammeln und Durchschneiden die beiden besten Methoden. Hat man nackte Erde oder kurz geschnittene Fläche lässt sich auch gut Schneckenkorn einsetzen.
Da die Spanischen N. überwiegend Dämmerungstiere ( bzw.Nachttiere ) sind, müsste man am erfolgreichsten früh morgens oder spät abends auf Tour gehen. Man kann - will man etwas am frühen Nachmittag erfolgreich tun - Bretter auslegen ( ich nehme auch große Styrodor-Platten) unter die sich die Schnecken mit beginnendem Tag verkriechen. Und darunter kann man sie dann schön wie man Zeit hat ( z.B. mittags )ablesen.
VG wolfgang
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Rhabarberblätter auslegen - das ist unwidetstehlich für die Schleimer ::)
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Gibts eigentlich Erkenntnisse darüber, in wieweit die spanischen Einwanderer in der Landwirtschaft Probleme verursachen?
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Also bei mir verursachen sie große Probleme. Dafür kriegen sie Metaldehyd ;D