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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Gartenhexe am 05. November 2014, 09:29:34
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Am Montag kam Strawberry Delight an und wir haben sie erst mal eingepflanzt.
Das Problem: Die Ammenwurzel ist eine ganz dicke, glänzende Rübe, darüber ganz dicht der neue Trieb. Der neue Trieb wächst aber gleich im rechten Winkel (!) zur Amme. Ich muß doch 15-20 cm über der Veredelungsstelle einsetzen, dann ist der Trieb aber ganz flach in der Erde.
Wenn ich die Amme schräg im 90-Winkel einsetze, dann steht der Trieb zeimlich senkrecht nach oben, schaut aber auch nur noch4-5 cm aus dem Substrat.
Wie mach ich es richtig? Ich bin ratlos, bitte helft mir. Diese meine schöne Traumpaeonie soll es doch bei uns haben und wachsen und blühen!!!
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Was sagt der Lieferant? Den würde ich auf jeden Fall fragen.
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"Wenn ich die Amme schräg im 90-Winkel einsetze, dann steht der Trieb zeimlich senkrecht nach oben, schaut aber auch nur noch4-5 cm aus dem Substrat."
Ich würde sie so einpflanzen, dann hat der Trieb die Möglichkeit schnell eigene Wurzeln zu bilden und die Amme treibt nicht durch, wenn sie richtig tief liegt.
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Ich würde es auch so machen, wie Falk vorschlägt.
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@oile: Ich habe gestern abend nachgefragt, ich soll schräg einsetzen. Aber es war nicht der Lieferant selbst. In der Literatur wird z.B. bei Rieck/Hertle auch das schräge Einsetzen empfohlen.
Da der Trieb nur sehr kurz ist, bin ich unsicher, wenn er nur einige cm aus dem Substrat herausschaut.
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wenn 1 oder 2 augen herausschauen passt es
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Gut mit Kompost versorgen, dann wird zu den 5 cm nächstes Jahr ca. 20-25cm zuwachsen,
don`t worry, be happy
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Unseren guten Kompost hatten wir im Frühjahr verbraucht, jetzt mußten wir noch Kompost dazukaufen. Hoffentlich ist die Qualität gut.
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kein Kompost. Aus bodenebenen Trieben entwickeln sich bei Baumpäonien 50 cm lange Äste. Guten Gartenboden hast du. Im Frühjahr siehst du, ob du noch düngen musst.
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Es ist kein Kompost notwendig, Infektionsgefahr . ;)
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Seit Montag ist das Pflanzloch schon mit Pflanzerde und Kompost ausgefüllt. Die Päonie kann ich morgen ganz leicht wieder herausnehmen und anders einsetzen.
Vielen Dank für Eure Hilfe. Pur-Leute wissen immer so viel, da kann man sich immer darauf verlassen.
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Es reicht, wenn nur die oberste Knospe 2 cm über die Erde ragt.
Hauptsache viel Holz ist unter der Erde, damit eigene Wurzeln gebildet werden.
Markiere den Platz gut, damit niemand versehentlich auf die nahezu unsichtbare Paeonie tritt. (Steine daneben).
Die ersten Jahre nicht düngen, normaler Gartenboden reicht zur Etablierung und Wurzelbildung.
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Medi, mir fällt ein Stein vom Herzen, wenn 2 cm rausschauen reicht!
Ich werde einen 2,00 m hohen Zaun Drumherum machen!!! ;) ;)
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dann ist ja alles klar. Nur, was meinst du mit Pflanzerde?
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!00 Punkte für Euch!!
Ihr habt mich gerade daran erinnert das es da noch so ein Mickerding gibt.
Hat man mir im vergangenen Herbst angeschleppt,Baumarktrestposten.
Wurde auch bis zur Halskrause verbuddelt.Hat Blätter(gehabt),schaut aber nicht wirklich aus dem Boden.
Ohne Trottelstab wird das Ding über den Haufen gelatscht,gerecht,gehackt..oder so.
Also Danke!
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dann ist ja alles klar. Nur, was meinst du mit Pflanzerde?
Unser Gartenboden ist kein guter Boden, wir helfen immer mit möglichst guter Erde nach. Von F........ nennt es sich eben Pflanzerde. Man kann auch sagen Blumenerde oder sonstwie.
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Hallo, Henriette,
im vorigen Herbst habe ich ... meine schöne Traumpaeonie ...
[/url] nach Jahren der vergeblichen Jagd endlich pflanzen können. Ungefähr so, wie es u.a. *Falk*, Irm und Mediteraneus empfohlen haben: Es guckte kaum was raus. Dieses Jahr schon hat sie mir eine bezaubernde erste Blüte geschenkt :D.
... Markiere den Platz gut, damit niemand versehentlich auf die nahezu unsichtbare Paeonie tritt. (Steine daneben). ...
Bei mir sind es in solchen Fällen im Dreieck gesteckte Trottelstäbe.
Sicher ist sicher ;D.
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dann ist ja alles klar. Nur, was meinst du mit Pflanzerde?
Unser Gartenboden ist kein guter Boden, wir helfen immer mit möglichst guter Erde nach. Von F........ nennt es sich eben Pflanzerde. Man kann auch sagen Blumenerde oder sonstwie.
du meinst torfhaltige Blumenerde ins Säcken, oder? Sowas brauch man nicht, wenn man einen alten Garten hat, dort gibt es bestimmt guten Gartenboden. Mit gutem Kompost zusammen ergibt das gute Erde für Pflanzen.
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Pearl, ich glaube nicht, dass Henriette so ahnungslos ist, wie Du es ihr unterstellst. Wenn F...... die Bornimer Staudengärtnerei sein sollte, kann ich versichern, dass es dort hervorragendes Pflanzsubstrat zu kaufen gibt.
Und ich könnte mir schon vorstellen, dass selbst in Henriettes Garten manche Ecken noch nicht dermassen gärtnerisch bearbeitet sind, dass man dort von guter Erde sprechen könnte. Unser Sandboden ist diesbezüglich schon eine besondere Herausforderung.
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Pearl, ich glaube nicht, dass Henriette so ahnungslos ist, wie Du es ihr unterstellst. Wenn F...... die Bornimer Staudengärtnerei sein sollte..
Ich dachte bei F... erst mal an Frux, Floragard, ... halt irgendeine Tütenerde. Damit hab ich bezüglich Strauchpfingstrosen schlechte Erfahrung gemacht. Keinesfalls pur benutzen, Strauchpfingstrosen mögen eine Erde, wie sie auch Rosen lieben. Recht lehmig und mineralisch mit nicht zuu viel organischem Anteil.
Die ersten Jahre sollten sie möglichst viele Wurzeln bilden, das geht nur, wenn die Wurzeln Nährstoffe suchen müssen. Also nicht düngen die ersten ein/zwei/drei Jahre.
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oile, ich glaube nicht, dass das missverstanden werden kann. Ob "gute" oder "schlechte" Erde und ob von Foerster oder sonstwo her, Sackerde ist vollkommen überflüssig.
Brandenburger Sandboden kann man mit Lehm verbessern. Der Gartenboden enthält in der Regel genügend organische Anteile, nur sind die vertorft.
Mediterraneus hat es auch genau benannt, Päonien hassen Torf und Baumpäonien zeigen das deutlich. Es ist einfach ein Fehler, sie mit Blumenerde zu pflanzen.
Es muss doch in Brandenburg auch Lehmgruben geben! Oder Katzenstreu.
Am besten ist sowieso der Mulch aus Lavasplitt und Jurakalksplitt. Damit gedeihen Baumpäonien auch auf sauren Böden.
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hier die Pflanzanleitung für Stauden, die auch im Falle von Baumpäonien gilt, auf der Seite von Gaißmayer.
"Kalkliebende Stauden sollten zum Beispiel keinesfalls in sauren Boden gepflanzt werden. Die meisten Stauden gedeihen in gutem Gartenboden, der durchlüftet und in der Lage ist, Nährstoffe und Feuchtigkeit zu halten – jedoch nicht zu Staunässe tendiert.
Sandige Böden bedürfen für Beet- und Schattenstauden einer Strukturverbesserung mit 0,5 bis 1 kg Tonmehl (Bentonit) pro Quadratmeter; darüber hinaus ist das Einarbeiten von gut verrottetem Kompost ratsam."
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Kompost, klar. Nur hat den Henriette nicht (mehr), wie sie ganz zu Anfang schrieb.
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Nur schnell so zwischen Tür und Angel:
Guten Gartenboden haben wir hier nicht, der ist miserabel. Lehm haben wir immer vom Ofenbauer einen Sack in Reserve, setzen wir immer zu.
Es gibt von Flora gute Erde in Säcken, auch ohne Torf, da sparen wir nicht.
Wir mischen immer zusammen.
Diese Paeonie ist jetzt unsere 10., sie waren aber immer größer beim Pflanzen. Da ich aber unbedingt die Strawberry Delight haben wollte und 3 oder sogar 4 Jahre gesucht und gewartet habe, bin ich schon mit dieser kleinen P. fast glücklich.
Nun muß ich weg.....